Latest / RENEWA Sanierungsnavigator / Gaspreise auf neuem Höchststand: Wird Heizen jetzt dauerhaft teurer?
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- RENEWA GmbH: Schlechte Nachrichten für alle, noch mit Gas heizen. Die Gaspreise ziehen wieder deutlich an und zwar so stark wie seit drei Jahren nicht mehr. Wer aktuell einen neuen Gasvertrag abschließt, der zahlt laut aktuellen Gaspreisbarometer von Finanztip im Schnitt 11,56 Cent pro Kilowattstunde und zum Vergleich im Februar waren das 9,4 Cent. Das heißt innerhalb weniger Monate ist Gas für Neukunden rund 23 Prozent teurer geworden. Das macht sich natürlich im Geldbeutel bemerkbar. Beim typischen Einfamilienhaus mit einem Jahresverbrauch von 15.000 kWh. Da sprechen wir schnell über 300 Euro zusätzliche Heizkosten pro Jahr. Ein wesentlicher Grund ist dafür natürlich die aktuelle geopolitische Lage. Deutschland bezieht zwar nicht große Mengen Gas aus dem Nahen Osten, aber trotzdem reagieren die internationalen Gasmärkte natürlich auf die Krise. Und am europäischen Handelsplatz TTF lag der Gaspreis im vergangenen Winter noch relativ stabil bei 30 Euro pro Megawattstunde. Inzwischen schwankt er ⁓ die 50 Euro. Kurzfristige Entwicklung ist dabei aber nur eine Seite, denn auch unabhängig von solchen Krisen gibt es Faktoren, die Gas in den kommenden Jahren strukturell verteuern könnten. Also steigende CO2-Kosten, perspektivisch höhere Netzentgelte, wenn immer weniger Haushalte das Gasnetz nutzen und sich die Kosten dann eben auf weniger Verbraucher verteilen. So, was heißt das jetzt für Algentümer? Wer eine Gasheizung hat, der muss natürlich nicht morgen die Heizung rausschmeißen, aber man sollte sich schon die Frage stellen, wie sinnvoll das ist, bei einer anstehenden Sanierung noch mal langfristig auf Gas zu setzen. Wir haben zuletzt mit einem Kunden gesprochen, der wollte tatsächlich noch eine Gas-Hybrid-Halzung einbauen. Bei dem wird es jetzt am Ende eine Wärmepumpe. Das auch eine größere WEG. Es gab auch andere Gründe, die vielleicht mal dabei berücksichtigt werden müssen. Aber tatsächlich, wer jetzt eine neue Heizung kauft, die läuft 20 Jahre oder länger. Und die Entscheidung, die wir heute treffen, die bestimmt unsere Heizkosten bis weit in die 2040er Jahre. Und egal, welche Prognose man sich anschaut, die Gaspreise, die sehen dabei nicht besonders gut aus. Deshalb lohnt es aber auch mal. nicht nur die aktuelle Gasrechnung anzuschauen, sondern das Gebäude insgesamt. Also wie hoch ist der Energiebedarf, welche Sanierungsmaßnahmen stehen ohnehin an, ist eine Wärmepumpe sinnvoll und welche Förderungen können dafür genutzt werden. Wer vorerst bei Gas bleibt, der sollte zumindest mal seinen Tarif prüfen. Gerade Haushalte in der Grundversorgung können laut Finanztipp durch den Wechsel aktuell 276 Euro im Jahr sparen. Die wichtigste Erkenntnis also, der Gaspreis, kann kurzfristig mal wieder fallen oder weiter steigen, das weiß niemand, aber langfristig spricht eigentlich alles dafür, dass fossiles Heizen mit zusätzlichen Kosten belastet wird. Genau deshalb ist es jetzt mal guter Zeitpunkt sich einen Plan für die nächsten Jahre zu machen, bevor die nächste Heizung oder die nächste Gasrechnung die Entscheidung schon vorgibt. Und wir haben ja schon einen Blick auf die Förderkulisse geworfen. Aktuell sieht es noch ganz gut finanziert aus, aber auch da sieht man eine Haushaltsmittel im Bund. In den nächsten Jahren wird es da weitere Einschnitte geben, also vielleicht lieber jetzt was mitnehmen, was man später nicht mehr bekommt und sich gleichzeitig unabhängig von fossilen Energiekosten.