Latest / Be Different Voices – Menschen, die den Mut hatten, anders zu sein / Menschen, die den Mut hatten, anders zu sein
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- Be Different ecademy: Hallo und herzlich willkommen bei Be Different Voices. Mein Name ist Jörg Kopp und ich bin einer der Mitgründer der Be Different Academy. Es gibt zwei Dinge, die du wissen solltest. Einmal etwas, wozu das Ganze hier dient und einmal ein bisschen etwas über mich. Ich fange einfach mal bei mir an. Ich bin einer von den Leuten, die ganz schön schnell loslaufen, wenn es ⁓ etwas Neues geht, ⁓ Veränderungen. Ich prüfe meine Impulse nicht immer. Das hat mich Geld gekostet, hat Umwege bereitet und es hat mich Menschen gekostet, die ich dabei übergangen habe, weil ich wollte, dass es schnell geht. Ich habe einen Lieblingssatz und der heißt, nur Handeln schafft Gewissheit und das ist bis heute mein Satz. Umso mehr wundert es mich, dass bei mir auch Themen seit Jahren liegen bleiben, an denen ich nichts tue. Ich könnte dir sofort aufschreiben, was dran wäre. Ich weiß es und es liegt trotzdem da. Falls du das kennst, bist du damit ziemlich normal. Ich weiß eigentlich, was ich ändern müsste. Das ist ein Satz, den ich andauernd höre. Fast jeder sagt den irgendwann. Und die meisten, die sagen den seit Jahren. Wissen ist auch längst nicht mehr das Problem. Vielleicht fragst du die KI und hast in zehn Sekunden möglicherweise eine bessere Antwort als die, die du früher bei einem ganzen Wochenendseminar bekommen hast. Trotzdem passiert nichts. Und genau diese Lücke interessiert mich. Nicht das Wissen, sondern das, was dazwischen liegt. Ich glaube inzwischen, dass ich lange am falschen Ort gesucht habe. Etwas, nicht vorangeht, greifen wir alle zu dem, was wir irgendwie kennen und womit wir vertraut sind, was wir am besten können. Wer gut nachdenken kann, denkt gut nach. Wer diszipliniert ist, nimmt sich das fest davor, kann es durchziehen. Wer gut redet, bespricht es nochmal mit jemandem. Das ist ein bisschen auch meines. Das ist anstrengend, das ist keine Frage. Nur eben an der Stelle an der wir sowieso stark sind. Da war die Antwort irgendwie schon mal im ersten Mal nicht. Die Stelle an der es tatsächlich hängt liegt fast immer da, wo wir uns am wenigsten auskennen. Deshalb gehen wir nicht dahin. Dieser Podcast hier heißt Menschen, den Mut hatten, etwas zu verändern. Er ist eine Sammlung von Geschichten. Er ist keine Sammlung von Erfolgsgeschichten. Erfolgsgeschichten sind langweilig, weil sie am Ende anfangen. Da sitzt irgendjemand, bei dem hat das alles funktioniert und du hörst zu und denkst, schön für dich. Mich interessiert der Moment, der davor passiert. Die Frage, die ich meinen Gästen wirklich stelle, ist diese. Was war die eine Sache, die du lange wusstest, dass sie dran ist und die trotzdem liegen geblieben ist? Ich habe dazu eine Vermutung und ich weiß nicht, ob die stimmt. Ich glaube zuallererst mal, dass wir uns Mut zu groß vorstellen. Das ist dann die Kündigung, der Sprung, der große Schritt. Aber meine Vermutung ist, dass Mut meistens klein war. Vielleicht war es einfach ein Gespräch, das jemand nach zwei Jahren endlich einmal gesucht und geführt hat. Vielleicht war es eine Entscheidung an einem ganz normalen Dienstag, die niemand mitbekommen hat. Und ob das stimmt, weiß ich nicht. Aber was ich weiß, ist, dass ich es hier herausfinden werde. Und nach weiteren zehn Gesprächen weiß ich es besser, als ich es heute weiß. Und wenn ich es herausgefunden habe, dann erfährst du es hier. Eine Sache vielleicht noch, damit du weißt, worauf du dich einlässt. Hier wird sich niemand empören. Nicht über die Zeiten, nicht über die Leute und auch nicht über irgendwelche Branchen. Ich will etwas bauen, das nicht beurteilt, weil die Dinge, die etwas beurteilen, davon gibt es genug und daran muss ich mich nicht auch noch beteiligen. Aber was hast du davon, wenn du das hier anhörst? Du wirst merken, dass die Leute nicht mutiger waren als du. Sie haben nur irgendwann aufgehört, an derselben Stelle zu suchen. Das nimmt dir vielleicht den Druck raus und es nimmt dir den Verdacht, dass irgendwas mit dir nicht stimmen könnte. Nur weil du noch nicht losgelegt hast, weil etwas liegen geblieben ist. In vielen anderen Bereichen ist es sehr wahrscheinlich, dass du top funktionierst. Bei dieser einen Sache stehst du zwei Jahren und es ist vielleicht so, dass es dir Idee nimmt, dass dir irgendetwas fehlt. Vielleicht gibt es nur eine einzige Sache, die du lernen musst. die wir alle lernen dürfen. sind so unglaublich heiß darauf, etwas zu verstehen. Aber Verstehen ist der Trostpreis. Das trickige daran ist, dass sich Verstehen, ⁓ ich hab's verstanden, ⁓ aber manchmal oder meistens anfühlt wie Verändern, aber es ist nicht dasselbe. Es ist nicht dieselbe Sache. Es ist noch nicht mal die gleiche Liga. verändern. etwas völlig anderes als verstehen und verändern ist immer der Hauptgewinn. Das kann ich aber an deinen Taten sehen und nicht an dem, du mir sagst. Ich stelle mir vor, was wir hier machen. Ich stelle mir das vor wie ein Gespräch zwischen zwei Geschwistern, die sich zu Weihnachten vielleicht treffen. Und die sich ewig nicht gesehen haben, weil sie weit auseinander wohnen. Die Eltern sind schon im Bett, ein Glas Wein steht auf dem Tisch. Und weil man weit auseinander wohnt, sitzt man sich noch mal zusammen und will wirklich wissen, wie es dem anderen geht. Das ist dann kein Interview und das ist auch nicht so, dass irgendjemand was erklärt. Und irgendwann vielleicht, vielleicht nach der dritten Folge, du anhörst, passiert dann doch etwas. Du hörst jemandem zu und du denkst nicht mehr schön für ihn. Du denkst Moment, das ist ja meins. Und das ist der Moment. Das ist der Moment, wo du aufhörst, zu reden und darüber nachzudenken, sondern wo du es anfängst zu werden. Ich bin Jörg Kopp. Schön, dass du da bist.