Latest / KUS-Innovation-Friday / Innovationsförderung der IHK für München und Oberbayern
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- Marion Kühn: Herzlich willkommen zu Innovation Friday, ein Podcast für Menschen, die neue Ideen schaffen. Mein Name ist Marion Kühn und ich freue mich auf meinen heutigen Gast Birgit Petzold, erfahrene Innovatoren und Zukunftsgestalterin. Heute spreche ich mit Birgit über die Innovationsfähigkeit von Unternehmen in der Region. Danke, dass du dir die Zeit genommen hast. Bp: Gerne, ich freue mich total, dass ich heute dabei sein darf. Marion Kühn: Birgit, wie wird man Referentin für Innovation? Würdest du unseren Heuerern kurz deinen beruflichen Werdegang skizzieren und gerne auch erklären, welche Fähigkeiten es für so eine Tätigkeit braucht? Bp: Sehr gerne. Ich bin ursprünglich Ingenieurin, habe also eine technische Ausbildung genossen und war dann viele Jahre bei Wirtschaftsunternehmen unterwegs, bei großen Konzernen, großen Tech-Konzernen, bei kleinen Ingenieurbüros. Sogar eine Weile war ich selbstständig und ich glaube, ist eine sehr, gute Voraussetzung, ⁓ Referenten für Innovation bei der IHK zu sein. Tätig war ich immer an der Schnittstelle zwischen Mensch und Technik und das war sowieso die allerbeste Vorbereitung für meine Tätigkeit heute. Marion Kühn: klingt nach einem sehr interessanten Werdegang. Das klingt, als hättest du verschiedene Perspektiven kennengelernt. Ich bin ⁓ was du uns aus deinem beruflichen Alltag erzählen wirst. Schön, dass du da bist. Zum Einstieg in unsere heutige Folge würde ich dich bitten ein bisschen aus deinem Arbeitsalltag zu berichten. Im Vorgespräch hast du mir ja bereits erzählt, dass du viele Erfahrungen in diesem Bereich gesammelt hast und jetzt bin ich neugierig, was man als Referentin für Innovation bei der IHK genau macht. Welche Aufgaben hast du denn eigentlich oder welche Themen begegnen dir in deinem Arbeitsalltag? Bp: unterstütze ich alle unsere Mitgliedsunternehmen dabei im Bereich Innovation tätig zu sein. Das heißt, wie man aus Ideen wirklich Innovationen, also marktfähige Produkte und Dienstleistungen macht. Wie mache ich das genau? Also es ist wirklich ein ganz bunter Blumenstrauß. Es geht los bei Beratungen zum Beispiel zu Thema Innovationsförderung. Da haben wir eine Webinareihe. Durchblick im Förderdschungel, die genau das macht, Durchblick in den Förderdschungel bringt. Wir haben eine Veranstaltungsreihe, die nennt sich Spot-On. Das sind kuratierte Messe-Rundgänge, wo wir zu spannende Messen, die vielleicht nicht in jedermanns Fokus sind, anbieten, einen Blick in den Hintergrund zu werfen und Technologien kennenzulernen, die uns nicht ständig begegnen. Wir stehen aber auch mit der Politik im engen Austausch. Ich kümmere mich mit ⁓ die Rahmenbedingungen für Innovationen. Was brauchen unsere Unternehmen hier im Bereich, ⁓ innovativ sein zu können? Und vor allem habe ich immer ein offenes Ohr für alle Themen rund ⁓ die Innovation. Das heißt, alle unsere Unternehmen können auch gerne mit mir direkt in Kontakt treten. Marion Kühn: Das klingt ja schon sehr spannend und auch nach einem sehr vielfältigen Angebot finde ich, nach verschiedenen Formaten und auch verschiedenen Herangehensweisen. Wenn wir jetzt ein bisschen konkreter werden, wie muss ich mir das vorstellen? Welche Unternehmen kommen denn zu dir zur Beratung oder wen begleitest du denn? Bp: Genau, also tatsächlich alle Unternehmen, die irgendwo in der Regel technische Innovationen im Portfolio haben, natürlich sind auch soziale Innovationen oder ganz neue Geschäftsmodelle ein Thema. Und die Unternehmen rufen gar nicht unbedingt bei mir an und sagen, sag mir mal, wie mache ich das? Sondern es sind wirklich die Fragen der Randparameter. Wo kann ich Unterstützung für meine Innovationen bekommen? Das sind dann die Innovationsfördermittel, zu denen auch Bayern innovativ sehr haben dezidiert mit berät, wir geben mehr den groben Überblick, wir sind in Kontakt auch mit der Politik zu den Themenfallermitteln, wir haben, wir machen Innovation sichtbar zum Beispiel mit dem Innovationspreis Bayern, da kommen wir später glaube ich auch noch mal drauf hast du gesagt, Genau, also es ist tatsächlich schon, dass ich Unternehmen unterstütze, wenn sie auf mich zukommen, aber es ist auch viel was im Hintergrund passiert. Marion Kühn: Auf jeden Fall, Bp: sagen, wie können wir den Unternehmen Rahmenbedingungen machen, die sie nutzen können, ⁓ dann ihre Arbeit machen zu können. Also so wie ich nicht genau weiß, was machen die Unternehmen, ⁓ Innovationen zu machen, so ist das auf der anderen Seite auch. Und wir treffen uns in dem gemeinsamen Gespräch. Marion Kühn: haben ja auch im Vorgespräch festgestellt, dass wir relativ ähnliche berufliche Aufgaben haben und ähnliche Themen bearbeiten und tatsächlich ist das, was du erzählst, auch meine Erfahrung. ⁓ glaube, es ist eher selten so, dass man so ein ganz konkretes Unternehmen hat, das jetzt sagt, hilf mir bei der Entwicklung, sondern es sind tatsächlich eher die Rahmenbedingungen, die spannend sind. Bp: Mhm. Genau, genau. Und dann gibt es natürlich Fragen zum Beispiel zu Finanzierung, aber die liegen nicht bei mir, sondern da habe ich ganz kompetente Kollegen, die den Unternehmen da zur Seite stehen. Marion Kühn: Genau. Ich glaube, an der Stelle kann man auch quasi den Hinweis an unsere Hörerinnen und Hörer geben, wenn sie dabei sind, Innovationen zu entwickeln. Sie finden bei uns als Kurs in der Erstberatung einen guten Ansprechpartner. Und wenn es dann ein bisschen vertiefter und auch ein größeres Anliegen wird, bitte doch gerne an die IHK wenden. Die Frau Petzold und ihre Kollegen können da wirklich super weiterhelfen. und einfach auf diesem Weg begleiten und auch die jahrelange Erfahrung, die Sie da eben haben, mit einbringen. Und ich glaube, da kriegt man wirklich nochmal ganz neue Anhaltspunkte und neue Ideen, wie man mit dem Thema umgehen kann. Also von daher freuen wir uns, glaube ich, darf ich sagen, wenn die Unternehmen auf uns alle zukommen. Bp: Genau, danke Marion. Genau, wir freuen uns über jedes Gespräch und suchen immer die richtige Lösung. Marion Kühn: Genau. Jetzt wandelst du ein bisschen letztendlich in dem, was ihr tut, was ihr ganz konkret tut. Ich würde jetzt gerne noch mal ein Stück nach hinten quasi treten und noch mal auf die aktuellen Herausforderungen und Schwierigkeiten für die Unternehmen. Bp: Ja. Marion Kühn: mal mit Fokus Oberbayern gucken und ich hätte gerne deine Einschätzung zu dem Thema. Was denkst du, wo sind diese großen Herausforderungen, wenn man innovativ sein möchte oder mit welchen Schwierigkeiten kämpft man da als Unternehmen? Bp: also im Augenblick stehen unsere Unternehmen massiv unter Druck. Aus Innovationssicht ist die allergrößte Aufgabe, dass wir trotz der wirtschaftlichen Herausforderungen die Zukunft im Blick behalten. Den Blick auf die Zukunft richten und trotz Herausforderungen Produkte und Dienstleistungen weiterentwickeln und auch neue Dinge ins Visier nehmen. Das, glaube ich, ist das, was uns auch in die Zukunft tragen wird. Also dranbleiben, weitermachen, nicht den Kopf in den Sand stecken. Marion Kühn: Danke. Bp: Und du hast das Thema Transformation angesprochen. Ja, natürlich brechen bekannte alte Märktetätigkeitsfelder weg. Trotz alledem bleibt ja die Kompetenz, die wir haben. Und die Kompetenz ist nicht auf ein Produkt gerichtet, sondern unsere Unternehmen haben ein technologisches Know-how, was man auch in andere Produkte einbringen kann. Und da sehe ich die Challenge auch, genau diese Marion Kühn: Auf Wiedersehen! Bp: neuen Lücken und Marktfelder für sich zu entdecken und auch zu besetzen. Marion Kühn: Da kann ich dir nur zustimmen. Ich finde, ist einfach eine große Herausforderung, es ist gerade jetzt, wenn man bei uns auf den Landkreis auch guckt, nochmal ein anderes Thema, einfach die Transformation, Thema Automobilindustrie, da quasi Lücken zu schließen. Ich glaube, man muss auch mal letztendlich Mut machen und sagen, ja, wir haben tolle Unternehmen, wir haben ein tolles Know-how hier in Deutschland. Aber nutzt es, entwickelt es weiter und dann glaube ich, kann man das ganz gut meistern. dann hoffen wir doch auch, dass es passiert tatsächlich und dass wir da unseren Beitrag leisten dürften. ⁓ Bp: Kanal. Nein, ich glaube wir müssen da optimistisch bleiben. Wir haben so fantastische Unternehmen hier, die können das. Marion Kühn: Absolut. Gut, dann würde ich jetzt doch schon mal zu meiner nächsten Frage kommen. Und zwar geht es jetzt darum, dass Innovation ja die erfolgreiche Einführung neuer oder wesentlich verbesserter Produkte, Dienstleistungen, Prozesse, Methoden und Geschäftsmodelle beschreibt, die eben einen Mehrwert schaffen und dass es eben nicht nur darum geht, eine Erfindung zu haben oder eine neue Idee, sondern dass Innovation tatsächlich die Umsetzung dieser Idee ist. Und der Weg dahin oder in den Markt ist natürlich nicht ganz einfach, stellt eine große Herausforderung für Unternehmen dar. Und diesen Weg, den muss man natürlich auch zuerst mal gehen, gerade wenn es das erste Mal ist, kann man da sicher Unterstützung ganz gut gebrauchen. Deswegen jetzt die Frage, was rätst du den Unternehmen, wie man diesen Weg in den Markt gut schaffen kann? und welche Schritte ein KMU da gehen sollte oder wie man das da auch begleiten und integrieren kann. Wir hatten ja kurz schon über das Thema Innovationsmanagement gesprochen und gesagt, nicht ganz dein Thema, weil es eigentlich auch ⁓ etwas ganz anderes geht, aber so dieser Weg. Was denkst du, wie kann man den gut gestalten? Bp: Mhm. Mhm. Kanal. Genau, ganz gerne. Ich mache das jetzt mal so bisschen plakativ. Ich weiß sehr wohl, dass nicht alle großen Unternehmen und nicht alle kleineren Unternehmen gleich ticken und dass wir eine ganz große Vielzeit haben. Aber ich versuche mal, bisschen mit Klischees zu arbeiten. Besonders bei größeren Unternehmen sehen wir oft ganz klar definierte Prozesse, auch was die Entwicklung von neuen Produkten und Lösungen angeht. Bei den kleineren Unternehmen gibt es in vielen Fällen gar keine klassische F &E-Abteilung. Ideen, entstehen so im täglichen Leben, Doing, oft sehr lösungsorientiert. Also ich habe ein Problem oder der Kunde hat ein Problem und dann gibt es eine Lösung dazu, die entsteht nicht in einer gesonderten F &E-Abteilung. Und ist es dann ganz besonders herausfordernd, sich trotz Alltag die Zeit zu nehmen, diese Idee weiterzuentwickeln und aus dieser guten Idee auch ein marktfähiges Produkt werden zu lassen und das dann auch noch auf den Markt zu bringen. Das ist glaube ich die allergrößte Challenge, wir haben, dieses dranbleiben. Wir hatten es vorhin schon mal in Brach, dranbleiben und wirklich zum Erfolg bringen und sich nicht abschrecken lassen. Und ja, diese Freiräume, die man dazu braucht, sich auch zu schaffen. Und das ist mein Appell auch tatsächlich an alle Geschäftsführenden, den Mitarbeitenden zuzuhören und diese Freiräume auch zu schaffen. Denn das ist das, was in die Zukunft tragen wird. Marion Kühn: Mhm. Bp: Und wir hatten ganz, ganz, ganz kurz auch über Management-Systeme gesprochen, Innovationsmanagement, ein Teil davon. Ja, die gibt es. Die sind für manche Unternehmen auch sehr hilfreich, weil sie einen sehr klaren Rahmen vorgeben, können auf der anderen Seite aber auch sehr starr erscheinen und sehr einschränkend wirken. Also von daher ist das, denke ich, etwas, was jedes Unternehmen für sich prüfen muss, ob es zu den Mitarbeitenden, zu Unternehmen, zu Philosophie passt oder nicht. Aber diese Freiräume, Marion Kühn: Mhm. Bp: aufzugreifen, weiterzuentwickeln, die finde ich sollte jedes Unternehmen geben. Marion Kühn: Okay. du, dass es hier auch mehr Fördermittel bräuchte? dass hier auch zum Beispiel auch, also ich dachte gerade, dass das gesagt hast, das haben ja nicht alle Unternehmen in der eigenen F &E-Abteilung, dass auch der Kontakt zu den Hochschulen ja total wichtig ist, dass man da so bisschen nochmal ansetzen müsste. ⁓ Bp: Mhm. Mhm. Genau, da hast du dir zwei Ideen in eine Frage gepackt. Lass uns erst mal schnell zu den Fördermitteln kommen. Die Fördermittel sind sicherlich eine ganz, ganz gute Unterstützung. Also wir unterscheiden da zwei Dinge. Einmal die Projektförderung, wo man wirklich eine Idee, ein Projekt einreicht und dafür Unterstützung bekommt. Das andere ist die steuerliche Forschungszulage. Das heißt, ich entwickle erst fertig und lasse mich hinterher unterstützen. Marion Kühn: Ja, genau! Bp: Bei beiden Förderungen oder bei jeder Art von Förderung ist es aber trotzdem wichtig, du diese Idee aufgreifst und zu einem Produkt werden lassen möchtest. Also die beste Finanzierung nützt dir nichts, wenn du nicht diesen Willen hast, daraus wirklich ein erfolgreiches Produkt oder eine erfolgreiche Dienstleistung zu machen. Fördermittel können unterstützen, aber das ist der zweite Schritt. Erstmal ist es das wirklich, ja ich will genau das erfolgreich werden lassen. So und die zweite Frage, die du gestellt hattest, hilft mir gerade nochmal. Marion Kühn: ging ⁓ diesen Kontakt zu den Hochschulen. Ich wollte einfach wissen, Transfer, genau. Bp: Genau, Forschungstransfer, Ich finde, die Hochschulen sind eine wunderbare, erweiterte Werkbank, gerade für Unternehmen, die vielleicht keine F &E-Abteilung haben und die sich mit einer Idee auf den Weg machen, die vielleicht nicht ausschließlich im eigenen Unternehmen zu stemmen ist. Und mit so einer Idee auf Hochschulen zuzugehen und sagen, wir können gemeinsam nach einer Lösung suchen oder ich kann die Expertise einer Hochschule nutzen, ⁓ das, was mir vielleicht im eigenen Betrieb fehlt, noch zu ergänzen, die für eine ganz hervorragende Art und Weise neue Dinge zu entwickeln. Und da würde ich jetzt dann doch gleich das Fördermittel nochmal mit ins Spiel bringen. Da gibt es nämlich eine ganz fantastische Unterstützung mit dem Innovationsgutschein Bayern. Marion Kühn: Mhm. du vielleicht ganz kurz für unsere Hörer noch erklären, was der Innovationsgutschein Bayern ist? Vielleicht hat es noch nicht jeder gehört oder kennt es nicht. ⁓ Bp: Ja, das ist ein, ich sage mal, ganz kleines, einfaches Einstiegsförderprogramm für Innovationen. Da können Dienstleistungen, die ein Unternehmen an eine externe Einrichtung, Forschungseinrichtung, wie zum Beispiel eine Hochschule weiter gibt, die werden unterstützt. Und tatsächlich, wenn ich eine Produktidee habe und denke, okay, da brauche ich vielleicht noch mal Unterstützung von außen. Wir haben in Bayern, in Deutschland auch, aber auch in Bayern so unglaublich viele tolle Hochschulen mit so vielen, vielen, vielen Facetten, dass eigentlich jedes Problem auch auf ein passendes Labor findet. Die Suche mag nicht immer ganz einfach sein, aber da... es Unterstützung an den Hochschulen bei Bayern Innovativ bei uns, dann einfach uns zukommen und diese Möglichkeit auch für die Lösung nutzen. Marion Kühn: Das kann ich nur bestätigen. ⁓ hier kommt schon wieder so ein kleiner Werbeblock. Wir haben tatsächlich auch als Wirtschaftsförderung vor Ort ganz gute Kontakte zu den Hochschulen. Wir werden hier im Podcast tatsächlich auch noch zwei, drei kennenlernen, unter anderem die Hochschule Landshut und die Technische Hochschule in Ingolstadt. Also von daher ja, ich kann dir nur recht geben, es gibt wirklich ganz tolle Hochschulen. Es gibt auch noch was ich ganz spannend fand, finde ja auch das Konzept der Technologietransferzentren. Bp: Mhm. Genial. Marion Kühn: teilweise vor Ort, die natürlich auch gerne unterstützen. Also von daher, ich glaube auch, dass das Netzwerk und die Möglichkeiten sind da. Es ist vielleicht oft auch eine Frage von, ja, sich trauen, sich die Zeit nehmen, wie du ja auch schon gesagt hast, und einfach quasi aus diesem Alltagsgeschäft noch mal rauszugehen und ja, Schritt mehr zu tun. Hast du vielleicht noch ein Beispiel für so eine Firma, dass du sagst, irgendeine Firma, gerne irgendwo aus Bayern, die könnte man jetzt als Best Practice nennen. Bp: Mhm! da muss ich dich leider enttäuschen, kann ich nicht, aber ich kann euch sagen, dass ich, ich selber, habe selber an der Hochschule in München studiert und ich weiß, dass in meinem alten Fachbereich ganz eng mit Unternehmen zusammengearbeitet wird im Bereich Lasertechnik und bin begeistert, dass ich da schon sehen durfte. Marion Kühn: auf jeden Fall. Vielleicht auch da ergänzend, was ich ganz spannend fand, war letztes Jahr beim KI-Produktionsnetzwerk in Augsburg. Und da gibt es ja auch einige so Best-Practice-Beispiele, Firmen, die diese auch nutzen, ⁓ eben Produkte zu testen. Letztendlich steht offen, da mal hinzufahren, sich das anzuschauen. ⁓ ich finde, kriegt dann so ganz schönen Eindruck, was mittlerweile einfach alles möglich ist, wie man Technik nutzen kann für eigene Ideen. und aber auf der anderen Seite auch wieder, dass man da richtig gute Unterstützung bekommt, ⁓ diese Ideen auch umzusetzen. Bp: Ich würde da noch was zufügen. Die Technologiezentren vor Ort sind eine ganz wunderbare Plattform. Die Unternehmen, jetzt ihr Bedürfnis in einem Vororttechnologiezentrum nicht befriedigen können oder sich da nicht angesprochen fühlen, nicht abschrecken lassen. Die Technologiezentren sind tatsächlich mit Fokus auf eine bestimmte Technologie ausgerichtet. Das heißt aber nicht, dass es nicht woanders genau das gibt, was Unternehmen sucht. Also von daher Augen offen lassen und woanders weiter suchen. Marion Kühn: absolut. Ja gut und dann jetzt gehen wir mal quasi einen Schritt weiter. Wir gehen davon aus, das Unternehmen hat eine tolle Idee, möchte die in den Markt bringen oder hat sie auch schon in den Markt gebracht. Dann gibt es ja mittlerweile auch ganz spannende Wettbewerbe. Wir hatten ja vorher schon über den Bayerischen Innovationspreis gesprochen, ⁓ das ja letztendlich auch sichtbar zu machen. Bp: Ja? Marion Kühn: Gerade der Bayerische Innovationspreis, der wird ja auch mit von euch als IHK organisiert. Magst du ein bisschen was dazu erzählen? Also gerne auch, ist das für Unternehmen wichtig? Wie läuft so ein Wettbewerb ab? Und ja, was man alles dazu wissen sollte letztendlich. Bp: Genau, der Bayerische Innovationspreis. Da hat gerade die Bewerbungsrunde für das Jahr 2026 gestartet oder ist auch schon vorbei. Wir haben die letzten Wochen Bewerbungen lesen und durchgucken können. Wir haben Bewerber nominieren können. Und es ist fantastisch, was für eine Vielzahl an Innovationen ich auf dem Schreibtisch hatte. Unglaublich. Wie läuft das ab? Als erstes steht natürlich die Bewerbung. Alle zwei Jahre wird der Preis ausgelotet. Das heißt, die nächste Chance, bei einer Bewerbung mitzumachen, ist im Winter im Herbst 2027. Und dann bekommen wir nominierungsberechtigte Stellen, also wir IHK-en, jeweils unsere Bewerbung aus unseren Bezirken auf den Tisch und werden die screenen. Wir schauen natürlich, ob die formalen Kriterien eingehalten sind und machen schon mal einen ersten Blick auf die Innovationshöhe. Anschließend gehen diese Bewerbungen, die nominierten Bewerbungen, an eine unabhängige Jury, die besteht aus Vertretern der IHK, der HWK, der Presse, der DPMA, also Deutsche Patent- und Markenamt, und auch von Finanzierungsseite haben wir Vertreter dabei. Diese Jury entscheidet dann ganz unabhängig von uns, wer den Preis tragen wird. Die Preisträger werden im Oktober, am 26.10. den Preis überreicht bekommen. Marion Kühn: Warum soll sich ein Unternehmen bewerben? Wo siehst du den Mehrwert? Bp: jeden Fall ist es gut sich einmal Gedanken darüber zu machen, ist denn das, womit ich auch noch austreten kann. Und das nächste ist tatsächlich für alle die die Preisträger sind, es ist ein toller Schritt nach vorne. Es ist eine gute Möglichkeit ⁓ sich aufmerksam zu machen und die den Preis nicht gewinnen konnten, die dürfen sich mit dem Logo Wiesn Nominiert schmücken, was unsere Unternehmen wahnsinnig gerne. und auch berechtigt tragen, denn das ist wirklich eine Auszeichnung, dass man es einfach schon mal geschafft hat durch dieses erste Raster durchzukommen und dass man mit seinem Produkt, mit seiner Dienstleistung zu den innovativen Unternehmen in Bayern gehört. Marion Kühn: doch alles sehr gut. Also liebe Unternehmer, vormerken nächste Bewerbungsmöglichkeit im Herbst-Winter 27 und wer vielleicht auch gerne noch mal so einen Einblick hätte in welche Unternehmen jetzt eigentlich besonders innovativ sind in Bayern, ist es natürlich auch eine schöne Möglichkeit sich anzuschauen wer diese Preise gewonnen hat. Also da gibt es auch eine ganz gute Website dazu, da kann man das auch alles noch mal nachlesen. Bp: Genau. Marion Kühn: Und jetzt kommen wir leider schon zum Ende unseres Podcasts. Aber ich darf noch eine allerletzte Frage stellen und zwar würde ich gerne wissen, welchen Inno-Tip hast du denn für unsere Hörer? Mit Inno-Tip meine ich besondere Hinweise, Ideen, Gedanken, damit Innovation aus deiner Sicht bei uns in der Region gelingen kann. Also welche eigenen Learnings oder Wünsche zum Thema Innovation möchtest du unseren Hörern mitgeben? Bp: ist es ja ein kleines bisschen auch wie im Sport. Man muss einfach dran bleiben und man muss die gute Idee wirklich auf den Markt bringen wollen, sie sichtbar machen. Also es hat ganz viel mit dem großen Willen zum Erfolg zu tun und mit dem Durchbleißen dran bleiben. Ein bisschen auch damit die nächste Idee schon vorsichtig im Hinterkopf zu haben, dass da eine gewisse Kontinuität draus erwächst. Marion Kühn: Vielen Dank, Birgit. Vielen Dank für das tolle Gespräch. Ich finde, das war jetzt auch ein wunderbares Schlusswort. Ja, letztendlich, glaube ich, kann ich unser Gespräch so bisschen damit zusammenfassen, dranbleiben, jeden Fall. Ideen entwickeln, sich aber auch gerne Hilfe und Unterstützung holen. Wir haben ja im Gespräch ganz gute Hinweise bekommen, wo man das tun kann, wer da ganz gut helfen kann. Also von daher offen für neue Ideen sein. auch unseren Podcast als Inspiration hören. Hier noch der Hinweis, das nächste Gespräch wird im April stattfinden. Lassen Sie sich überraschen, wer der nächste Gast sein wird. Ich jetzt vielen Dank fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal. Bp: Danke.