Latest / BZ am Ohr / Kasi & Antonius über Konzerte, Streamingeinnahmen und politische Statements auf der Bühne
Transcript
- Herzlich Willkommen zu einer neuen Folge von BZ am Ohr und schön, dass ihr dabei seid. Mein Name ist Christoph Giese und ich habe heute zwei echte Popstars im Studio, Kasi und Antonius. Die beiden leben seit ein paar Jahren in Freiburg und machen ziemlich erfolgreich Musik. Und dieser Tage spielen sie zwei ausverkaufte Konzerte im Freiburger E-Werk. Und nächstes Jahr bringen sie ihr erstes Album raus. Darüber will ich heute mit den beiden sprechen. Herzlich Willkommen, Kasi und Antonius. Was geht, schön, dass wir hier sein können. Vielen Dank. Es ist jetzt Ende des Jahres und da spielt ihr ein Konzert in Freiburg. Das war 2023 so, das war letztes Jahr so, das ist dieses Jahr so. Ist das eure kleine Jahresend-Tradition geworden? Ja, mittlerweile schon. Es ist jetzt das dritte Mal, dass wir das machen. Also letztes Jahr war das innerhalb von der Tour. Aber, ja, es ist doch eigentlich ganz schön, immer am Ende des Jahres nochmal in der Heimatstadt zu spielen. Safe. Bisschen nach Hause kommen sozusagen. Genau. Ich meine, wir sind eh meistens hier, deswegen, also, es war gestern irgendwie lustig, wir sind dann, ich habe mich so gefragt, was macht man eigentlich, wenn man so ein Konzert spielt, dann kommt bei 15 Uhr Soundcheck, geht man danach nochmal heim oder chillt man einfach den ganzen Tag da, weil, also, man könnte eh heimgehen. Aber ja, ist auf jeden Fall geil. Es ist ein schönes Gefühl, wenn nochmal so alle Freunde auch rumkommen und einfach man das so nochmal so zelebrieren kann. Und wie war jetzt das erste Konzert von den beiden? Mega. Hat voll Spaß gemacht. Sehr geile Stimmung. Wir haben vor einem Monat nochmal geprobt dafür. Haben so ein bisschen auch neue Songs vom neuen Album und sowas. Irgendwie die Setliste so ein bisschen angepasst und das hat alles ungefähr so funktioniert, wie wir es uns gedacht hatten und es hat sehr viel Spaß gemacht. Wir haben es zum ersten Mal glaube ich geschafft, so wirklich 90 Minuten zu füllen. Das war die letzten Jahre immer ein bisschen Struggle, weil wir noch gar nicht so viel Musik rausgebracht haben und mittlerweile geht das ganz gut und ist irgendwie auch ganz ausgewogen, finde ich, zwischen ruhigen Parts und Party und ja, hat Spaß gemacht. Jetzt hast du ja auch ein bisschen was überlegt, also es gab ja gestern diesen einen Moment, wo ihr dann ins Publikum gegangen seid und vielleicht in einem Jahr einfach quasi in so einer Akustik-Version und ohne Mikros performt habt, ne? Ja. Habt ihr, also... Hat man jetzt auch nicht das Rad damit so neu erfunden, das haben schon auch ein paar andere Leute gemacht, aber irgendwie finde ich, ist es irgendwie... Gestern kamen auch so ein, zwei Leute zu mir her und meinten so ah, ich weiß nicht und so, aber ich fand's voll geil. Irgendwie so, äh... Sonst ist ja ein Konzert die ganze Zeit voll laut und tanzen und Lichter ballern und so einfach sehr viel und dann mal so für anderthalb Minuten oder für zwei oder keine Ahnung, für drei. So das komplette Gegenteil zu haben, ist irgendwie... Finde ich cool. Macht irgendwie nochmal so ein... So ein bisschen intimer irgendwie. Ja, safe. Vor allem das ist, glaube ich, unser größter Song, unser größter eigener Song und deswegen ist es irgendwie mal was anderes. Ich fand es cool, das hat Spaß gemacht. Also ich fand es war eine schöne Atmosphäre dann in dem Moment. Alle haben sich da so ein bisschen in die Mitte gedreht. Auf so kleinen Kisten irgendwie. So gerade so ein Kopf größer als alle anderen irgendwie und dann habt ihr ja so fast im Flüsterton irgendwie gesungen. Ja, so cool. Okay. Wir haben uns da letztes Jahr schon mal drüber unterhalten, dass ihr gar nicht weit vom E-Werk die Songs aufgenommen habt, die ihr dann gestern auf der Bühne gespielt habt, so zehn Minuten entfernt. Und ihr habt letztes Jahr gesagt, wie crazy das eigentlich ist, so da gegenüber geht ihr Bier trinken im Sommer und dann jetzt hier steht ihr auf der Bühne. Fühlt sich das immer noch crazy an oder ist es ein bisschen normaler geworden? Also ich glaube mit der Zeit... Dann gewöhnt man sich an alles so ein bisschen. Also ich meine, wenn man was zum hundertsten Mal macht, wie zum Beispiel auf der Bühne stehen, dann ist man natürlich jetzt nicht mehr so mega aufgeregt davor. Aber ich finde, die Besonderheit geht auf jeden Fall nicht weg. Also so im Sinne von, dass es immer noch verrückt ist, da zu stehen. Weil wir hatten jetzt beispielsweise auch ganz lange keine Konzerte. Ich glaube drei Monate oder so ist der Festival-Sommer jetzt schon vorbei. Und dazwischen haben wir eigentlich ein relativ normales Leben gelebt, sage ich mal, ohne viel. Also wir sind trotzdem auch ab und zu mal rumgereist und nach Berlin gefahren und irgendwie in andere Städte gefahren und so. Aber alles in allem haben wir eigentlich ein relativ entspanntes Leben gelebt, viel im Studio gewesen und so. Und da vergisst man halt oft so, wie crazy es eigentlich ist, ein Konzert zu spielen, vor allem wenn da irgendwie, keine Ahnung, Leute kommen, die sich... Also ja, es ist einfach crazy. Ich finde, an der Besonderheit geht nichts verloren. Und vor allem, wenn man da ein bisschen Pause vorher hatte, merkt man erst mal wieder, wie schön und besonders das ist. Ich habe mega viel Bock gemacht. Wir haben uns das gestern davor ja gefragt. Denkst du, es wird wieder... Ich kann mich noch erinnern, letztes Jahr, als wir da gespielt haben, haben wir dann schon so... Als so erst mal Licht angegangen ist und man stand auf Bühne, war schon so, okay, tschüss, das ist schon echt groß. Es sind schon echt viele Leute und es ist schon verrückt. so genau den moment hatte ich jetzt nicht aber es war schon so währenddessen auf jeden fall paar mal dass man es schon so war okay krass schon schon verrückt und also ich glaube es wird nie normal wenn einem wenn man so auf der bühne steht oder ein einfach so ein paar hundert leute so angucken und man also man guckt nur so zurück und es sind so irgendwie keine ahnung 800 900 augen schauen einen an so deswegen sind wir so 1000 1600 augen wenn theoretisch sogar also weil jeder zwei Augen hat, versteht ihr? Aber nee, das ist so, das ist auf jeden Fall schon ein nicht normaler Moment, deswegen, das ist schon immer wieder sehr geil und sehr einfach, ich glaube, da sind wir sehr dankbar, dass wir das machen dürfen. Ja, 100%. Ja. Man merkt euch auch auf der Bühne an, wie ihr da Bock habt, also ihr umarmt euch die ganze Zeit und also man kriegt auch richtig das Gefühl beim Zuschauen, dass ihr einfach so richtig Freude daran habt, dieses Besondere halt zu erleben. Ja, es macht auch einfach, ich weiß noch, so vor zwei, drei Jahren als wir angefangen haben, so live zu spielen, hatten wir echt todes Schiss davor und waren auch so, nee, wir wollten das eigentlich gar nicht. Eigentlich wollen wir nur Musik machen und im Studio sein. Aber ja, sobald man da irgendwie ein bisschen besser drin wurde und ein bisschen routinierter, hat das auch schon sehr früh sehr viel Spaß gemacht. Und das ist auf jeden Fall immer noch so. Das ist auch immer so ein krasser Rausch irgendwie, weil man geht so auf die Bühne und dann ballert man da anderthalb Stunden durch und danach weiß man eigentlich gar nicht mehr so richtig, was passiert. Das ist wirklich so ein Adrenalin-Peak einfach, ähm, Aber ja, es hat sehr viel Spaß gemacht, auf jeden Fall. Wie fühlen sich dann diese drei Monate an, in denen ihr dann diesen Adrenalin-Peak dann nicht mehr in dieser Regelmäßigkeit habt nach so einem Festivalsommer? Also Bühnenkünstler erzählen ja immer mal wieder, dass das dann echt so eine gar nicht so einfache Phase ist, wenn man dann halt diese Absignung gar nicht mehr hat. Habe ich auch schon oft gehört, aber also ich glaube bei mir, ich weiß nicht, bei dir ist es glaube ich ähnlich. So viele Leute sagen ja auch, wenn man auf Tour ist und danach dann irgendwie heimkommt, dann hat man so ein richtiges Tief und ist so richtig so, oh mein Gott. ich weiß nicht, was ich mit mir machen soll. So krass war das jetzt, glaube ich, bei uns nie, aber wie gerade schon gesagt, das auf jeden Fall, ich habe das neulich schon mal irgendwo gesagt, das ist so ein Gefühl, das kann sich so, nicht mal der reichste Mensch der Welt kann sich das kaufen, dass einfach so, hunderte Leute kommen, geben aktiv Geld aus und haben Spaß, weil man einfach das, was einem selber gefällt, irgendwie macht und was man selber gut findet und Leute finden das so gut, dass sie irgendwie aktiv Geld dafür ausgeben. Und sich Zeit nehmen und teilweise aus anderen Städten sogar anreisen, dafür. Safe. Und deswegen, das ist so einfach ein besonderes und krasses Gefühl, was man sich so nicht kaufen kann. Und ja, deswegen ist es voll geil. Aber ich muss jetzt sagen, wenn man das Gefühl jetzt mal so zwei, drei Monate nicht hat, das ist ja schon auch mit sehr viel Stress verbunden. Man muss das vorbereiten. Man fährt irgendwo hin, bla bla bla, probt. Ich glaube, jetzt so zwei, drei Monate war man schon auch mal fein und war so, okay, geil, jetzt können wir mal Mucke machen und uns auf ein bisschen andere Sachen konzentrieren. Ich habe es schon ein bisschen vermisst, muss ich sagen. Also wir waren den Sommer echt ultra viel unterwegs, also so jedes Wochenende und meistens auch so zwei Konzerte jedes Wochenende. Und irgendwann waren wir echt so an dem Punkt, wo wir so waren, ey, wir können nicht mehr. Und das ist irgendwie alles nur, ist natürlich auch schön, vor allem wenn man auf der Bühne steht, aber wie Antonin es gerade schon gesagt hat, ist halt mit mega viel Stress jedes Mal verbunden. So du fährst einen Tag hin, du fährst einen Tag zurück, du probst dafür, ist irgendwie, ja, keine Ahnung, das ist einfach sehr stressig auch alles. Und irgendwann im Sommer hatten wir wirklich so den Punkt, dass wir so waren, so boah, Wäre jetzt auch cool, wenn wir zehn Konzerte weniger hätten. Aber sobald es irgendwie so zwei, drei Wochen, drei, vier, fünf Wochen so nicht mehr der Fall war, muss ich sagen, habe ich es schon wieder vermisst. Und deswegen haben ich oder wir uns, glaube ich, auch sehr gefreut auf diese Shows jetzt. Du meintest auch gestern, das war auf jeden Fall schon so ein... Also wir haben uns jetzt auf diese zwei Shows schon wirklich Monate gefreut und hatten da voll Bock drauf. Das ist auch nochmal was anderes, als wenn man irgendwie auf einem Festival spielt und da kommen einfach irgendwelche Leute, teilweise auch einfach zufällig, weil sie irgendwie, ich schau mir das mal an oder die kennen nur ein, zwei Songs. So ein eigenes Konzert zu spielen, ist schon auf jeden Fall nochmal ein anderer Schnack. Also ihr habt ja schon gesagt, viele Festivals im Sommer, ihr wart Anfang des Jahres auch auf Tour. Wie fällt so euer Jahresresümee aus? Also wie war das Jahr 2025 für Kasi und Antonius? Boah, jetzt habe ich mich neulich auch gefragt. Irgendwie... Ich habe gar nicht so eine richtige Antwort da drauf, aber es war schon verrückt. Also ich glaube, es war nur Musik auf jeden Fall das ganze Jahr. Es hat so wie die letzten zwei Jahre auch, glaube ich, sehr krass unser Leben dominiert und da war ziemlich wenig Platz für anderes. Aber ich würde auf jeden Fall sagen, dass es ein sehr positives und schönes Jahr war. Auf jeden Fall auch mit Höhen und Tiefen. aber wir waren sehr viel unterwegs, wir haben eine Tour gespielt, wir waren ganz viel auf Festivals, wir standen so auf den größten Bühnen, wir haben für unser Kindheitsidol Crow so ein, zwei Shows eröffnet, standen da irgendwie vor 20.000 Leuten in Stuttgart, da waren schon sehr besondere Momente auf jeden Fall dabei, also ich würde sagen, positiv. Safe, würde ich mich anschließen, habe ich das auch gerade während du erzählt hast, du mir nachgedacht, aber ja, klingt gut. Kann man solche krassen Momente wie dieses vor 20.000 Leuten Spielen irgendwie so richtig verarbeiten und wahrnehmen, wenn dann schon direkt wieder die nächsten Shows kommen, das nächste Festival und so? Oder wie hält man das fest auch dann? Ja, gute Frage. Schwierig auf jeden Fall. Darüber haben wir uns auch bei Crow unterhalten, dass es so ist, hätte uns das jemand vor zwei Jahren gesagt, erstens hätten wir es nicht geglaubt und zweitens wäre es so das krasseste gewesen, also das wäre einfach so alles gewesen. Und wenn man ganz ehrlich ist, wenn man so viel unterwegs ist die ganze Zeit, dann gehen halt auch die meisten Momente einfach unter. So das war beispielsweise auch was mega Besonderes, aber fünf Tage später waren wir halt schon wieder in der nächsten Stadt und das nächste Konzert und am nächsten Tag wieder in der nächsten Stadt und das nächste Konzert. Deswegen also ich glaube so richtig festzuhalten ist echt schwierig, Ich glaube, da geht es so viel um so Bewusstsein einfach, dass man irgendwie versucht, im Moment zu sein und sich auch einfach immer wieder versucht, selber vor Augen zu führen, wie besonders das eigentlich ist, was man hier erleben darf. Ich meine, das sind so diese Geschichten, wenn wir mal Kinder haben sollten, die werden wir unseren Kindern und vielleicht hoffentlich irgendwann auch Enkeln erzählen. Aber ja, wenn man ganz ehrlich ist wenn man in diesem Rush gerade drin ist ich glaube, das können alle Leute, die irgendwie so, bühnenmäßig unterwegs sind, können das nachvollziehen, ist es oft schwierig, das dann auch so wirklich festzuhalten und wirklich bewusst wahrzunehmen aber da versuchen wir uns auf jeden Fall gegenseitig auch immer so zu ermahnen und irgendwie daran zu erinnern, ich glaube, das gibt es auch bei voll vielen also ich kann mich erinnern, das war auch früher bei voll vielen anderen Sachen so, man freut sich ewig auf irgendein geiles Wochenende mit Freunden oder so. Und man weiß so, okay, das sind drei, vier Tage und da passieren dann voll viele geile Sachen innerhalb. So, weil erst geht man irgendwo geil essen, dann macht man was Geiles zusammen, dann ist irgendwo eine Party oder so. Und dann passiert das halt alles so direkt innerhalb von so drei Tagen. Man ist so, ich wünschte, man hätte es noch mehr ausge... Man wünschte, man hätte es noch bewusster wahrgenommen und so. Ich glaube, so ist es auch ein bisschen. Das ist einfach so, es ist natürlich voll geil und man freut sich mega, aber ja, so wie Kasi meinte, man muss das halt versuchen, so bewusst wie möglich wahrzunehmen und da muss man sich auch selber, also wir sagen es jetzt zwar so, aber das ist auch nicht so, dass wir es dann selber auch immer so aktiv machen, da muss man sich schon auch selber so ein bisschen dazu zwingen oder halt so das in den Kopf rufen, ey, das ist gerade so unser Kindheitstraum, so, ähm, schätze das mal wert, so ein bisschen irgendwie. Ja. Jetzt zum Ende des Jahres ist ja so wieder ein bisschen die Zeit, da kommt dann Spotify rappt und dann ein bisschen musikalischer Jahresrückblick und da hab ich mir gedacht, jetzt machen wir auch noch einen ganz kurzen musikalischen Jahresrückblick mit fünf schnellen Fragen, die ich euch stelle und ihr könnt einfach ganz schnell und, direkt drauf antworten. Wo ist eigentlich Spotify rappt? Spotify rappt ist tot. Ich hab, davor war immer so, oh mein Gott, Balkon, Spotify rappt, wie geil. Ist das schon draußen? Ne, also nicht, aber ich hab auch dieses Jahr jetzt, niemand freut sich glaube ich auf Spotify rappt oder ich hab mal nix davon mitbekommen. Ich kann mir jetzt ja den Hype auslösen. Das ist ja alle so freuen, oder? Was ist euer Song des Jahres? Also generell, nicht von uns. Ja, ja, generell. Also kann auch einer von euch sein, aber kann auch... Auf keinen Fall. Boah, Digga. Wir haben in letzter Zeit sehr viel so ein so ein UK Newcomer gehört, Fake Mink heißt der. Der hat sehr viele geile Sachen. Ich würde jetzt einfach mal einen Song von dem nehmen. Fever. Ich check, aber den... Ja, ich habe das erst vor so drei, vier Wochen so richtig entdeckt. Das ist mir jetzt auch nur eingefallen, weil es irgendwie so aktuell ist. Boah. Kann ich mal kurz durch meinen Spotify durchscrollen? Vielleicht kannst du ja mal die andere Frage überlegen. Okay, machen wir mal eine zweite Frage. Welchen Artist habt ihr am meisten gestreamt dieses Jahr? Vom Gefühl her. Puh. Das kann ich auch nicht so richtig beantworten. Und so meine Playlist ist echt sehr, ähm... Ja, durchmischt. Ich habe das Gefühl, dass so heutzutage, also ich lerne also, finde neue Musik eigentlich nur durch TikTok oder Insta. Und das sind dann immer so random Artists. Und manchmal gucke ich mir dann von denen noch andere Songs an, aber meistens speichere ich mir einfach einen Song von einem Artist dann in meine Playlist. Ich habe auch immer so ein Jahr eine Playlist einfach mit so 400, 500 Songs. Und die ist dann auch irgendwie mal ein bisschen seltsam, weil dann irgendwie so voll der schöne, softe Indie und danach so komplett asozialer Rap. Ich weiß nicht, ich würde jetzt einfach mal Pasha Nimm sagen. Ich glaube, ich habe dieses Jahr Royal Otis am meisten gehört. Das ist so eine Indie-Band aus Australien, glaube ich, in Neuseeland oder so. Wir hatten letztes Jahr ein Hotelzimmer neben dem, das war sehr witzig. Ja, auch so ein Festival, das war krass. Habt ihr die kennengelernt? Nee, unser Zimmer war genau neben dem Zimmer vom Sänger. Und dann, ich habe aus Versehen meine Hotelkarte zerbrochen. Ich habe so mit der, wie so eine IC-Karte, ich habe so rumgespielt, dann ist die zerbrochen. Und dann bin ich nicht mehr, das war so um drei Uhr nachts und da war auch niemand mehr an der Rezeption, dann bin ich nicht mehr in mein Zimmer reingekommen. Und dann haben wir so versucht, so dieses Hotel, wie man das auch so filmen kennt, wenn man so eine Karte in die Zimmertür reinschiebt, so den Dinger auszulösen, aber es hat auch nicht funktioniert. Und dann ist er gerade... Er kam mit Handtuch aus der Sauna gerade und wir waren da so wirklich diese Tür am Maltretieren und der hat das wirklich so angeschaut. Ich hab ihn auch gar nicht erkannt, war so ey, was geht's? Und dann haben wir so weitergemacht. Aber Antonius so, hä, boah, hast du nicht gecheckt, wer das ist? Das war sehr witzig auf jeden Fall. Hast du einen Song gefunden? Ich hab keinen Song gefunden. Ich würd einfach mal auf Eigenwerbung Die Welt geht vor die Hunde, heißt der. Der ist noch nicht draußen, aber der ist auf unserem Album drauf. Und den haben wir im Sommer gemacht. Und den spielen wir auch so. Haben wir jetzt als letztes beim Konzert als allerletzten Song gespielt. Und irgendwie finde ich den besonders und geil. Das ist auf jeden Fall ein anderer Flex, unreleaseden Song als Song des Jahres zu nehmen. Das stimmt. Welcher Podcast steht im Rap ganz oben bei euch? Boah, gemischtes Hack wahrscheinlich bei mir. Ich höre gar keine Podcasts, deswegen, also mal ganz vereinzelt, deswegen, ich weiß nicht, ja, keine Ahnung. Im Zweifel bist du halt am Ohr, oder? Das habe ich mir auf jeden Fall, also ich habe mir das reingezogen von unserer letzten Folge, aber das war ja schon letztes Jahr, deswegen dieses Jahr glaube ich tatsächlich leider nicht, ne. Welches Konzert, das ihr dieses Jahr gesehen habt als Zuschauer, war das mit 30. Ja. Wir haben einmal Edwin Rosen gesehen in München. Genau, auf so einem Festival, wo wir auch gespielt haben. Und da hat er abends, da war er Headliner. Und es war irgendwie, es hat den ganzen Tag, es war so mitten in München, und es hat den ganzen Tag gepisst und war richtig schlimmes Wetter. Und dann hat er so um 21 Uhr oder so gespielt und es hat so aufgeklart. Und es war so einfach richtig, richtig geile Stimmung. Wir waren da mit unseren ganzen Freunden, mit unserer ganzen Crew. Es war echt todeschön. Da sind auch ein, zwei Tränchen geflossen, auf jeden Fall. Und welche eurer eigenen Shows hat er am meisten Bock gemacht? Hm. Ich würde sogar, weil es einfach so die größte Crowd war, würde ich auch sagen, also größte eigene Crowd würde ich auch, also München an dem Tag, da wo Edwin Rosen auch am Abend gespielt hat, haben wir irgendwann 17, 18 Uhr oder so gespielt. Und das war halt riesig. Also das war auf dem Königsplatz in München. Und da waren, glaube ich, 15.000 Leute oder so, das war echt crazy. Vor allem, weil wir dachten so, es wird halt voll leer. Wir haben uns nicht mal richtig eingesungen. Ich hatte noch so einen Pulli an, ich hatte gar kein so Bühnenoutfit wie sonst, wo man sich irgendwie so drin halbwegs cool fühlt. Ich bin einfach irgendwie da hochgesteppt. Und dann war es halt voll. Weil wir da so, ach du Scheiße. Ich würde einfach mal sagen, das, das war schon geil. Oder gestern E-Werk, war auch schon krass. Ja, würde ich beides mal mitgehen. Jawohl. Gut, dann lasst uns mal nach vorne schauen Im März erscheint euer erstes Album Kids wird es heißen Ist das jetzt schon fertig oder seid ihr noch am Arbeiten dran? Wir sind auch dran, vor Weihnachten müssen wir das musikalisch quasi abgeben, weil man dann immer noch so, das kommt erst im März raus, aber man braucht noch so Zwischenlaufzeit für Vinylpressen und so, das ist alles. Da könnte Kasi auch noch eine Geschichte erzählen, es gibt nämlich nur drei Vinylpresswerke in ganz Europa. Ich glaube fünf. Oder fünf oder so. Auf jeden Fall sehr wenig. Für alle Vinyls, die jemals hergestellt werden. Und deswegen muss man es halt so todesfrüh, also drei Monate vorher muss man es abgeben. Wenn du so eine CD machst, du schickst heute die Dateien hin und hast sie da. Wir müssen es vor Weihnachten abgeben und ich würde mal sagen, wir sind so 80, 90 Prozent dann. Also wir haben mehr oder weniger alle Songs und müssen nochmal so ein bisschen, feinschliffmäßig und überlegen uns noch ein paar Sachen. Wir fahren jetzt nächste Woche noch einmal nach Berlin. Wenn da irgendwas mega wildes entsteht, können wir vielleicht auch nochmal austauschen. Aber an sich stehen die Songs auf jeden Fall. Wenn wir noch ein Taumig aufmachen, dann tauschen wir den noch. Und wie und wo habt ihr das aufgenommen, das, was ihr jetzt schon habt? Auch hier in Freiburg bei dir, Antonius, oder wo? Ja, unterschiedlich. Sowohl als auch, also wie quasi schon meins, wir waren auch den ganzen Sommer ganz viel unterwegs in anderen Städten, in Berlin, in Wien haben wir irgendwie Songs gemacht, aber auch hier in Freiburg, also und dann teilweise Songs irgendwo in Berlin angefangen, in Freiburg fertig gemacht oder andersrum. Deswegen. Durchmischt, aber auch hier in Freiburg. Auch noch mit genau diesem Mic, wo wir jetzt gerade reinsprechen. Selbes Mikrofon, selbes Zimmer, selbe Jungs. Kinder. Was macht denn das Album zum Album und was unterscheidet es von einer EP oder dem Mixtape, was ihr zuletzt rausgebracht habt? Voll. Also ich glaube, hinter einem Album steht einfach ein bisschen mehr Konzept. Wir wussten jetzt schon seit Sommer, dass wir das machen wollen. Und ich weiß noch, wir hatten dann so Ende des Sommers, wir haben halt die ganze Zeit so random Songs einfach irgendwie gemacht. Und hatten dann so Ende des Sommers, haben wir einfach mal so 10, 10, 11, 12 Stück in so einen Ordner gepackt und meinten so, ja, damit könnte man mal vielleicht gehen. Und dann meinte unsere Managerin zu uns so, Jungs, ich küsse euch, aber das ist es nicht. So, ihr müsst euch echt ein bisschen mehr Gedanken machen, das muss mehr Hand und Fuß haben. Und am Anfang waren wir halt so, weil generell irgendwie beim Kreativen, wenn man von außen so die ganze Zeit Leute hat, die da reinlabern. Sind wir da eigentlich immer eher so auf ablocken und vertraut uns mal und lasst uns das mal machen, aber so war auch die erste Reaktion und dann nach ein paar Tagen nachdenken waren wir aber auch so, ey, eigentlich hast du total recht und ich weiß noch, das war dann alles sehr stressig, weil wir das, ich weiß gar nicht, wann wir es angesagt haben, ich glaube im September dass das Album kommt und dann war es irgendwie so vier Wochen, bevor wir halt quasi damit rausgehen mussten, dass wir hätten ein Cover haben müssen, Namen, vielleicht auch schon den ersten Song es war schon der erste Song, zeitgleich auch, und dann hatte Antonius die Idee, dass wir das Album einfach Kids nennen so in Anlehnung an alte, MGMT, Mac Miller Sachen so aus den 2010ern und dass das auch so ein bisschen die Soundästhetik davon werden soll, und die Idee fanden wir beide mega geil. Und waren dann irgendwie auch ein paar Tage später im Studio und dann haben wir auch den ersten Song daraus, Kids heißt der auch, haben wir da auch geschrieben. Und dann ist es so ein bisschen so, hat es den Stein ins Rollen gebracht, sag ich mal. Dann war uns halt so klar, okay, das sollen ungefähr die Themen sein und das soll ungefähr das Gerüst davon sein. Es war auch voll wild, weil so haben wir noch nie gearbeitet. Weil es komisch ist, dass sie so als Arbeit zu betiteln, weil es sich so banal eigentlich anfühlt. Aber es war auf jeden Fall schon anders, als wir sonst Bucke machen, einfach dadurch, dass es mit ein bisschen mehr Konzept entstanden ist und mit so ein bisschen so einem Rahmen drumherum. Und wir hatten Bock auch mal so ein bisschen andere Sachen auszuprobieren, also auf jeden Fall nicht mehr so mega Indie-Band-akustisch mäßig, wie es davor unsere Musik war. Eher so ein bisschen ja, Synthesizer lastig, bisschen elektronischer klingt das alles, geht auch teilweise ein bisschen mehr nach vorne noch. Aber ja, ich glaube der Unterschied ist, dass man da ein bisschen mehr mit Konzept quasi reingegangen ist und es hat auch total Spaß gemacht, es hat auch voll gut funktioniert, es hat sich dann echt alles ganz gut so gefügt und ich glaube, wir sind auch also ich bin auf jeden Fall sehr zufrieden damit ich habe heute Morgen auf dem Hinweg hierhin oder mal ein, zwei Songs gehört, macht auf jeden Fall Spaß. Ja, deswegen, also ich glaube, es war auf jeden Fall eine Reise, aber es ist jetzt an einem guten Punkt mittlerweile. Wir sind schon fast da. Wie muss man sich das vorstellen mit dem Konzept? Also ihr sagt, okay, so und so wollen wir es machen, so soll es klingen und dann fangt ihr an, die Musik zu machen und zu schreiben oder wie läuft es ab, wenn man so das Konzept zuerst hat? Es ist auch kein Konzeptalbum. Es ist nicht so, dass so wie, keine Ahnung, die krassesten Alben oder irgendwelche Rap-Alben, dass so, okay, es wird eine Geschichte die ganze Zeit durcherzählt, aber ja, ich glaube, wir haben uns einfach so ein bisschen überlegt, okay, lass uns nicht einfach irgendwelche Songs machen und dann im Nachhinein überlegen, okay, welche sind cool und welche sind vielleicht einfach nur ganz nett so und dann packen wir alle, die cool sind, drauf, sondern so ein bisschen, okay, was, könnte man erzählen, was irgendwie zusammenpasst, was man vielleicht auch noch nicht so gesagt hat und was ist auch irgendwie musikalisch was, was einen, Und ja, was wir vielleicht auch noch nicht so gemacht haben und was einen auch selber mal wieder so ein bisschen excited. Ich glaube, wenn man so einfach die ganze Zeit kreativ ist, dann gerät man relativ schnell einfach in so, ja, ich weiß, wie ich das mache und man macht es einfach irgendwie, wie man es schon mal gemacht hat und es hat auch schon mal funktioniert so. Und dann funktioniert das auch ganz gut oder ist auch ganz cool so, aber so, wenn man dann wirklich ab Ende des Tages so drüber nachdenkt, ist es so, ja okay, wir haben eigentlich schon mal genau das gemacht, wieso machen wir es jetzt nochmal? Deswegen, ich glaube, so ein bisschen sich zu überlegen, okay, was ist was, was wir noch nicht gemacht haben, aber was uns irgendwie, was wir cool finden, was uns Spaß macht und was. Ja so ein bisschen besonders für einen selber auch ist und ich glaube so sind wir da ein bisschen rangegangen, aber es ist jetzt auch kein, wie gesagt, Es ist kein krasses Konzeptalbum, aber so ein bisschen, wie Kasi auch schon meinte, einfach ein bisschen mehr Gedanken hinter allem. Es passt besser zusammen und irgendwie, ja, es ist nicht einfach nur ein paar Songs auf einer EP oder einem Mixtape gesammelt halt. Ja, okay. Word. Und du hast jetzt schon gesagt, es wird so ein bisschen vom Sound her eher ein bisschen mehr elektronisch und mehr Synthesizer und so. Wie würdet ihr das zusammenfassen? Was erwartet die Leute so bei eurem Album? Krasse Rap-Beats, mega Straßen-Rap-Dings und Balladen auch noch dazwischen. Ja, ja. Also es ist... Wir haben mal Hook gesungen dann von einer Frau. Genau, immer Frau singt Hook und dann Rap. Yeah, yeah. Ne, Spaß. Also es ist auch, ich glaube, es ist auch schwierig jetzt. Wir haben jetzt auch nicht das Rad neu erfunden. So ist das jetzt auch nicht. Das sind alles auch Kasi und Antonio Songs so. Aber ja, ich würde halt sagen, irgendwie in einem bisschen anderen Gewand. Und ich glaube auch, wir haben so ein richtiges Intro gemacht, das hat einfach alles so mehr Album-Feeling und nicht einfach so, okay, paar coole Songs und der ist cooler als der andere, sondern einfach so ein bisschen mehr so, Interludes und einfach so ein bisschen mehr eine Story, die sich durchzieht und Und es gibt auch einen neuen Song, der nur von Antonis ist. Ich glaube, letztes Mal hat Antonis einen Song, wo er selber richtig drauf gesungen hat, vor drei Jahren rausgebracht. Wie sicher? Zwei Jahren. Ja, aber wird cool. Hört's euch an. Macht auf jeden Fall Spaß. 20.3. Und hört's euch von vorne bis hinten an. Wir haben uns da sehr viel Mühe gegeben. Du hast jetzt schon gesagt, es wird eine Vinyl geben. Das ist eine Frage, die haben mir vor allem die älteren Kollegen mitgegeben. Spielen für euch physische Tonträger noch eine Rolle? Oder gibt's eure Songs auf CD? Ich weiß es auch ehrlich gesagt gar nicht. Wir haben zu dem Album auch eine CD gemacht. Ich glaube also eigentlich natürlich nicht. Das passiert schon heutzutage. eigentlich alles über Streaming. Aber es kommt wieder so ein bisschen. Vinyl ist doch wieder cool. Ja, Vinyl hat halt generell so ein bisschen so einen Hype. Ich hatte persönlich jetzt mit Vinyl, ich glaube, das ging dir ein bisschen anders, nie einen Berührpunkt. Also ich habe mit irgendwie 18 das erste Mal mit Vinyl berührt, so mäßig. Aber ja, Naja, also ich glaube, in dem Sinne spielt es eine Rolle, dass es halt einfach was Besonderes ist. Das ist so ein, das macht man jetzt nicht bei, also wir haben das bei, letztes Jahr haben wir zum ersten Mal eine Vinyl gemacht, zu unserem ersten so richtigen Mixtape. Und dieses Jahr, oder nächstes Jahr machen wir es dann zu unserem ersten richtigen Album. Also man würde es jetzt nicht, wenn man irgendwie eine kleine EP droppt mit fünf Songs, man würde die jetzt nicht auf Vinyl pressen. Und ja, ich glaube, es ist einfach so ein kleines, so für so Liebhaber, so ein kleines, schönes Ding. Mein Vater zum Beispiel, der hört total gerne Vinyl. Und ich glaube, für den ist es dann für ein paar andere Leute, auch die einen Plattenspieler zu Hause haben, ist einfach ein schönes Hörerlebnis. Und irgendwie eine ganz coole Sache, weil es dann halt einfach ein physisches Produkt ist, was man zu Hause sich in den Schrank stellen kann. Da ist ein nices Booklet drin, da ist ein schönes Cover drauf. Die Vinyl hat dann auch besondere Farben und so, da kann man so die Farben auswählen. Also ich glaube, es ist einfach so ein schönes, kleines Ding für LiebhaberInnen. Und eine CD gibt's auch? Gibt's auch. CD gibt's auch. Kauft die auch jemand? Ja, das ist eher so, ja, ich glaub einzeln jetzt nicht. Das ist eher mit so Chartwertungen und so ein Gedönse zu tun. Das ist alles... Aber ja, ne CD gibt's auch. Ja, komm, es wird man in Spill in T. Ja, so ein bisschen dieses ganze Chart-Game ist so ein bisschen rigged. Es geht da gar nicht drum, wie oft die Musik gehört wird, sondern wie viel man, fuck, wie viel Geld damit umgesetzt wird. So, deswegen ist es alles ein bisschen... Wir haben auch so Merch zum Album gemacht, der dann so passend zum Album ist und da gibt's dann immer ne CD mit dazu gelegt, weil es zählt irgendwie nur, wenn da ein Tonträger mit dabei liegt. Deswegen haben diese ganzen Ich weiß nicht, ob sich da jemand mit auskennt Aber deswegen haben früher diese ganzen Rapper Immer so Deluxe-Boxen gemacht, Die sich dann irgendwie für 150 Euro Verkauft wurden und da war dann halt auch Eine CD mit drin, das war dann der Tonträger Und dann konnte man 150 Euro quasi Bei der Chart-Bewertung, Einschreiben Und das hat dann Das wäre dasselbe, wenn 10.000 Leute das Album hören oder wenn sich einer eine Box kauft Mäßig Es ist alles ein bisschen kaputt. Aber man muss dieses Spiel mitspielen. Don't hate the player, hate the game. So ist es. In einem Song singst du auch, dass Mucke jetzt die Miete zahlt. Für jemanden, der sich mit der Musikindustrie gar nicht auskennt, wo verdient man als Künstler eigentlich Geld? Mit Streaming oder mit den Tonträgern oder mit Konzerten? Ja, kommt immer so ein bisschen sorry, ich wollte mich unterbrechen. Ja, kommt immer so ein bisschen drauf an. Wir beispielsweise haben einen Vertrag, wo das meiste Geld von Streaming nicht an uns geht. Also man kann es grob so sagen, es gibt Vorschüsse, von denen man lebt, die einem das Label zahlt und dann musst du das ganze Geld wieder einspielen für die und dann bekommst du erst einen gewissen Prozentsatz von deinen Streaming-Einnahmen. Es gibt Konzerte natürlich. Und Merch-Verkauf vor allem bei Konzerten. Damit verdient man auch Geld, Ja, das sind Vorschüsse und Live, das sind so die Einnahmequellen. Okay, also das, was man ja oft so ein bisschen hört, Streaming wirft eigentlich gar nicht so viel ab, obwohl fast alle ihre Musik darüber konsumieren. Das stimmt, das ist eigentlich ein bisschen lustig, mit der actual Musik verdient man eigentlich gar nicht so wirklich das Geld, sondern nur mit allem, in Anführungsstrichen, was drumherum passiert. Das ist wie, du meintest es doch auch mal bei, was war das, bei Flug? Nee. Doch, ja, doch, bei Flugzeugen, bei Fluggesellschaften, die verdienen nicht das Geld mit dem Ticket, sondern nur mit allem, also ich glaube, teilweise zahlen die sogar drauf. Also das Ticket ist so billig, dass die damit sogar drauf zahlen müssen. Die verdienen nur mit Upgrade, Handgepäck, Early Get-In, bla bla bla. Diese ganze Gedöns, damit verdienen die ihr Geld. So ist bei Musik auch ein bisschen so mit dem eigentlichen Ding. Also es kommt drauf an, wenn du jetzt keinen Vertrag bei einem Major-Label hast, wo du das meiste abgibst, dann kannst du auch mit Spotify, wenn du gute Zahlen hast, kannst du da krass viel Geld mit verdienen. Aber ja, so ist es bei uns nicht. Wir verdienen mit Spotify quasi nichts. Obwohl das echt ganz gut gestreamt wurde, so die letzten Jahre. Du hast eine Million monatliche Hörer, das ist echt schon auch eine Ansage. Gar nicht so wenig. Also wenn das Geld einem selber gehören würde, dann könnte man auf jeden Fall dann hätte man auf jeden Fall gut Geld. Das ging jetzt ja auch bei euch echt relativ schnell 2022 glaube ich habt ihr den ersten Song rausgebracht, jetzt ein bisschen mehr als drei Jahre später, ja, verkauft ihr Konzerte aus und so wie muss man sich das denn vorstellen, so als Außenstehender wie, Wie kriegt man das so schnell hin, dass man aus diesen 150er-Locations rauskommt und dann halt das eh weg, wenn man voll macht? Ich glaube, da gibt es keine, also gute Frage, aber ich glaube, es gibt keinen so macht man es so. Und wie war es bei euch? Ich glaube, das Ding ist, so richtig angefangen hat es bei uns 2023. Da im Januar haben wir auch unseren größten Song, von dem wir es vorhin auch schon kurz hatten, diesen vielleicht in einem Jahr, rausgebracht und der hat dann auch so voll viele Türen geöffnet, dann waren wir auf einmal auf ich glaube wir haben auch 2023 schon so 15 Festivals oder so gespielt insgesamt glaube ich 50 Konzerte so mega viel auf Support und unterwegs gewesen für irgendwelche für Leute, für ganz viele Leute eröffnet erste kleine Tour gespielt Ende 2023 das waren dann so vier Städte mit so 200er Locations das war damals alles für uns, das war echt das war mega cool, das ist auch eine wunderschöne Erinnerung. Aber was ich damit sagen will ist es war alles so step by step also keine ahnung wir standen halt ganz viel wie gesagt als vorband auf der bühne und da hat man am anfang echt also wir hatten auch echt schreckliche konzerte so die leute hatten einfach keinen bock auf uns weil die halt irgendwie den main main act dann sehen wollen vertreten man ja auch aus zuschauer weil wir auch echt nicht besonders gut dran das stimmt auch so zwei deppen mit so mikrofon in der hand und alles andere kommt vom band, Ähm, und das ist dann alles so Schritt für Schritt mehr geworden. Ende des Jahres 2023 hat man dann schon gemerkt, eigentlich egal, wo wir waren, konnten auf jeden Fall so, selbst wenn wir für andere Leute eröffnet hatten, konnten da trotzdem immer 50 bis 100 Leute irgendwelche Songs mitsingen. Und das hat sich dann letztes Jahr 2024 eigentlich nur so weiterentwickelt. Und, ähm, ja, keine Ahnung. Ich glaube, viel davon ist live, dass man die Leute einfach so, kennt man ja auch selber, wenn man was auf Spotify hört oder vorgeschlagen bekommt, ja, dann ist der Song cool, aber hat man halt keine persönliche Bindung zu, aber wenn du es halt live siehst und im besten Fall siehst, was für Emotionen dahinter stecken, dann bindet es sich natürlich auch ganz anders an einen Künstler, KünstlerInnen so. Ja, und ich glaube, es war einfach, wir haben ja einfach, wir waren sehr viel gemacht, wir waren sehr fleißig und wir haben, ja. Ich glaube vor allem, wir haben einfach das gemacht, was wir cool finden und nicht komplett, also so Und mir schreiben oder uns schreiben auch öfter so Leute, yo, wie geht das? Wie habt ihr das hinbekommen? Ich glaube auch so ein bisschen einfach nicht das machen, was bei anderen funktioniert und versuchen, das genau so zu machen. Nicht versuchen so der neue Makko oder der neue, keine Ahnung was, zu sein. Weil es gibt es schon. Mach einfach das, was du selber cool findest. Komplett. So safe. Wir haben auch Musik, die wir selber irgendwie mögen. Und es klingt dann vielleicht auch ein bisschen so ähnlich, aber nicht versuchen einfach irgendwas zu kopieren, sondern mach das, was einem selber Spaß macht. Und dann ist es auch ein viel geileres Gefühl, wenn das dann Leute wirklich mögen, weil man macht einfach, wie ich vorher schon gesagt habe, das, was man selber cool findet und dann finden das andere geil, also man findet irgendwie das Gleiche geil, deswegen ist es irgendwie ein doppelt so schönes Gefühl. Und man hat natürlich auch einfach ein bisschen Glück, dass es gerade in den Zeitgeist reinpasst und dass es irgendwie auch angenommen wird von den Leuten. Ich glaube, das spielt da auf jeden Fall auch eine große Rolle, Ja, ich glaube so, der Mix daraus. Aber es ist so, ich glaube, das Ding war bei uns auch so, wir wollten, es war jetzt nie unser, also natürlich hat man davon mal geträumt oder eigentlich hat man sich nicht mal richtig gewagt zu träumen. Und es war jetzt nie so das Ziel, okay, wir verkaufen jetzt Shows aus und dann verdienen wir Geld mit Musik oder so. Das war einfach, wir haben einfach uns vier Bier gekauft und haben Musik aufgenommen und haben einfach Spaß dabei gehabt. Und ich glaube, das ist so der schönste und natürlichste Weg. Und ich glaube, nur so kann es auch irgendwie funktionieren. Also kamen vielleicht einfach viele Faktoren so ein bisschen glücklich zusammen, weil das, was du beschrieben hast, dass man halt immer Vorgruppe ist und dann in diesen 200er Locations ist. Es gibt ja viele Künstler, die halt da das jahrelang machen und nicht wie ihr vielleicht ein Jahr. Auf jeden Fall, da braucht man auch ein gutes Stück Glück und wie Kasi meinte, irgendwie müssen gerade da die Stellschrauben richtig stehen. Es muss auch immer das richtige Timing sein, weil ich glaube, wenn wir genau dasselbe, wenn wir jetzt, wie wir vor drei Jahren Musik gemacht hatten, es jetzt machen würden dann wird daraus nicht das werden, was jetzt daraus geworden ist weil es einfach so, weil auch dieser ganze Indie-Pop-Rap-Markt in Deutschland so krass übersättigt ist und weil es einfach jede Band schon tausendmal gibt und irgendwie, keine Ahnung ich glaube, es hat auch einfach so mit, Timing zu tun und das ist dann ja irgendwie auch im Endeffekt, nur Glück ja genau, I don't know. Keine Ahnung. Wir kriegen echt oft so DMs, Digga. Und ich denke immer so, Bro, was soll ich dir sagen? Also so. Wir haben jetzt da auch kein Geheimrezept. Aber ja, keine Ahnung. Ich glaube, wir sind einfach froh, dass wir gerade davon leben können, dass es uns gut geht, dass es Spaß macht. Und ich glaube, das ist die Hauptsache. Du hast gestern auf der Bühne noch erzählt, oder also nicht erzählt, du hast Danke gesagt an Antonius. Und hast gesagt, dass ihr beide ohne ihn nicht da wärt. Wie meinst du das? Genau so, wie ich es gesagt habe. Ich glaube einfach, was man auch dazu sagen muss, so heutzutage, wenn man Musik macht, ist es halt so, Musik macht so 30 Prozent davon aus, 30, 40 Prozent vielleicht. Die Mucke kann noch so geil sein, wenn du keinen guten Content dazu machst, wenn du nicht ein Konzept dahinter hast, irgendwie auch visuell, dann bringt es dir alles nichts. Und ich glaube, vom ersten Moment, wo irgendwie Labels auf uns aufmerksam wurden, Was auch nur war, weil Antonius dazu zu einem Song TikTok hochgeladen hat, was ich selber niemals gemacht hätte. Bis zu, dass es jetzt immer noch genauso läuft, dass er einfach so der Marketing-Kopf dahinter ist, aber auch so einfach der kreative Kopf, der so einen roten Faden hat. Ich mache so alles aus dem Bauch heraus, schreibe irgendwie die Texte, singe die irgendwie ein. Aber ich glaube, da brauchst du halt auch ein Korrektiv, was sagt so, ey, das ist cool, das ist nicht cool, lass uns mal da reingehen, lass lieber den Song nehmen, als den anderen. Und auch einfach menschlich. Also ich glaube, diese drei Jahre hätte man nicht. Alleine so gut durchgestanden wie zu zweit. Ähm, Ja, ich bin einfach ein sehr guter Freund, der einen immer wieder auch auf den Boden zurückholt. Ich glaube, gegenseitig auch einfach. Ich küsse dein Herz, es klingt so, als wäre ich gar nicht da. Also, es gilt natürlich auch andersrum. Also, es ist, so wie Kasi meinte, ich glaube, das hat auf jeden Fall auch nur geklappt, weil wir das so zu zweit so gemacht haben. Der eine denkt ein bisschen zu viel nach, der andere ist mehr so, lass doch einfach das machen. und ich glaube, die Mitte ist es dann oft deswegen... Eine Symbiose. Nee, wirklich, aber es ist also, ja, ich glaube, es muss so, keine Ahnung, in jeder Freundschaft oder auch dann in so einem Arbeitsding muss es halt einfach eine, muss es halt einfach so zwei, vielleicht auch zwei Gegensätze einfach geben. Ich glaube, wir sind auch eigentlich persönlich, also so charakterlich sind wir eigentlich total unterschiedlich, aber ich glaube, genau das macht es auch, irgendwie aus und dann kommt so das Beste von beiden im besten Fall um So, ja. Nice. Ja. Eine Sache, die mir gestern auch noch aufgefallen ist, Kasi, das hast du gesagt, ihr macht keine politische Musik und ihr seid keine politische Band, fühlt euch aber trotzdem irgendwie verantwortlich, Haltung zu zeigen und macht es dann auch auf dem Konzert. Safe. Warum ist euch das wichtig? Ey, weil, also muss man sich glaube ich nur die Wahlergebnisse der letzten Jahre anschauen, also wir sind jetzt auch nicht komplett unpolitische Menschen, so und dass das jetzt nicht, also meistens nicht in der Musik rüberkommt, ist glaube ich einfach, also ich finde es auch irgendwie ganz schön, wenn die Musik so ein Ort ist, wo man sich dann nicht mit den Problemen der Welt so auseinandersetzen muss und wo man sich vielleicht einfach so ein bisschen wohlfühlen kann und frei fühlen kann, wenn man das hört, so. Aber also keine Ahnung, wir haben einen Bundeskanzler, der von einem von einem kaputten Stadtbild redet irgendwie, wir haben international Konflikte die. Ja die mehr als kritisch zu betrachten sind, also keine Ahnung, es gibt einfach so viel, was schief läuft so, in unserem Land, aber auch in Europa, aber auch in Amerika und in anderen Kontinenten auch und ich glaube, keine Ahnung, wenn man irgendwie Leute hat, die einem zuhören, dann muss man das ein bisschen auch nutzen, wenn man irgendwie sich noch irgendwie im Spiegel selber anschauen will. Ähm, Ja, und ich glaube, das ist auch voll die Gratwanderung, weil ich meine, wir wollen uns dann auch nicht, da gab es auch schon teilweise, haben irgendwelche Leute mal hinten im Internet so, ja und warum positioniert ihr euch nicht dazu und dazu und dazu und ich glaube, man kann das so ins Unendliche weiterführen, aber im Endeffekt sind wir Musiker und keine Politiker so. Aber wenn wir das Bedürfnis haben, uns zu etwas zu äußern und irgendwo eine Ungerechtigkeit sehen, dann wollen wir auch darauf hinweisen und was dazu sagen. Das ist irgendwie einfach selbstverständlich, finde ich. Es gibt ja auch Künstler, die sagen, sie positionieren sich also bewusst gar nicht, um da irgendwie auch jetzt, weiß ich, niemanden zu verprellen oder irgendwie so halt da, sich da gar nicht so reinzulassen. Also ehrlich gesagt. So, also, wenn du, keine Ahnung. Hat immer so einen Beigeschmack, finde ich. Ist so wie... Also ja, keine Ahnung, wie gesagt, wir sagen jetzt auch nicht zu allem was so, aber teilweise finde ich einfach so, ja es gibt solche Missstände so, da ist es auch einfach nicht schlimm mal was dazu zu sagen und mal kurz so zu sagen, ey, ich finde das nicht richtig oder das ist so, mit den Fingern da drauf zu zeigen. Und wenn man das nicht macht, finde ich, ist man immer so ein bisschen, schiebt man sich so auf die, vielleicht auf die falsche Seite, wenn man einfach nichts sagt, das ist irgendwie so ein bisschen, so sag doch einfach, dass du das falsch findest und dass du das nicht richtig findest, dann ist doch alles okay. Aber wie gesagt, wir sind jetzt im Endeffekt, wir machen einfach Mucke, gerne und das gefällt ein paar Leuten und irgendwie, keine Ahnung ich finde, mancher wird da auch irgendwie ein bisschen, wird das alles so größer gemacht als es eigentlich ist, da wird einem dann ja auch ein bisschen Verantwortung zugeschrieben, oder? Wo ich mir halt so denke, wie gesagt, wir sind Musiker wir sind einfach nur irgendwelche Typen wie alle anderen Mitte 20 so, aber machen halt Musik als Hobby und gehen halt nicht kicken oder machen Sport oder was weiß ich was. Obwohl man das vielleicht mal öfters machen sollte. Zum Schluss nochmal vielleicht ganz kurzer Blick auf heute Abend. Zweites Konzert wieder E-Werk. Ja. Habt ihr genauso Bock wie auf die erste Show oder wie wird das anders heute? Ein bisschen mehr glaube ich sogar noch. Wir machen wesentlich das gleiche nochmal, aber heute ist halt Freitag, unsere ganzen Homies sind da. Es sind einfach wir gehen danach noch in eine Bar und trinken ein, zwei Getränke. Hoch die Hände, Wochen und ne, also wir haben einfach glaube ich genauso Bock und gestern Abend sind wir so heimgelaufen und man hat sich so ein bisschen gefühlt, ja, war geil, war voll geil, aber so der Job ist noch nicht so ganz getan und ich glaube heute Abend danach ist das dann so und deswegen. Ja man, alle Freunde kommen, wir machen auf jeden Fall Fat Party. Ich freue mich schon sehr drauf und hoffentlich werden wir die Show genauso gut durchziehen können wie gestern. Vielen Dank. Ich hatte ein, zwei Texthänger gestern. Das passiert mir eigentlich nie. Die werde ich heute ausradieren. Aber nee, im Endeffekt versuchen wir eigentlich genau dasselbe wie gestern nochmal zu machen. Einfach mit den Leuten einen geilen Abend haben, gute Stimmung machen. Und ich glaube, dann haben wir unseren Job schon ganz gut gemacht. Und danach können wir feiern. Nice. Ja, Mann. Dann sage ich vielen Dank, dass ihr euch die Zeit genommen habt und vorbeigekommen seid. Vielen Dank dir. Viel Spaß heute Abend. Danke sehr. Und können wir uns ja nächstes Jahr einfach widersprechen, wenn ihr dann wieder das Jahresabschlusskonzept treibt. Hey, Bro, mega gerne. Mega gerne. Nice. Dankeschön. Vielen Dank und vielen Dank fürs Zuschauen und bis zum nächsten Mal.