Latest / Immer wieder Deutsch | Learn German (B1 - C1 Intermediate) / #50 - Ein Sommertag in meiner Kindheit in Deutschland (B1-C1) | German Immersion Listening
Transcript
- 0:00Ben: Bevor ich diesen Podcast starte, möchte ich mich bedanken für alle Deutschlerner, die bis jetzt diesen Podcast hier gehört haben.
- 0:10Ben: Heute ist Folge 50.
- 0:13Ben: Ich danke euch.
- 0:15Ben: Ich hoffe, es macht euch Spaß.
- 0:17Ben: Ich würde mich freuen, wenn ihr eine gute Bewertung dalasst.
- 0:21Ben: Das würde mir helfen.
- 0:23Ben: Ich danke euch.
- 0:24Ben: Viel Spaß.
- 0:26Ben: Hallo und willkommen zurück bei immer wieder Deutsch.
- 0:30Ben: Heute rede ich über einen typischen Sommertag aus meiner Kindheit in Deutschland.
- 0:39Ben: So langsam geht der Sommer dem Ende hinzu.
- 0:46Ben: Es wird langsam etwas kälter in Europa, habe ich gehört.
- 0:53Ben: In Deutschland ist die Temperatur ein bisschen gesunken in den letzten Tagen.
- 1:01Ben: Es ist nicht mehr so heiß.
- 1:03Ben: Und ja, bald haben wir Herbst.
- 1:09Ben: Also jetzt im Moment wohne ich ja in Japan.
- 1:15Ben: Hier ist immer noch sehr heiß.
- 1:19Ben: Jeden Tag.
- 1:20Ben: Wir haben immer noch jeden Tag 35 Grad.
- 1:25Ben: Und ich musste heute ein bisschen darüber nachdenken, wie eben so ein typischer Sommertag in meiner Kindheit aussah.
- 1:38Ben: Ich bin in meiner Kindheit auf dem Land aufgewachsen, in Thüringen, in einem relativ kleinen Dorf mit vielleicht sechs oder sieben anderen Kindern in meinem Alter in diesem Dorf.
- 2:02Ben: Und wir haben im Sommer eigentlich die meiste Zeit draußen verbracht.
- 2:10Ben: Im Sommer in Deutschland, in der Schule, gibt es die Sommerferien.
- 2:17Ben: Die sind sechs Wochen lang.
- 2:20Ben: Und sie beginnen je nach Bundesland an einem unterschiedlichen Datum.
- 2:28Ben: Das ist meistens Jahr für Jahr unterschiedlich.
- 2:34Ben: Ich erinnere mich gerne zurück an diese Zeit.
- 2:42Ben: Mein erster Ferientag.
- 2:46Ben: Es ist Freitag.
- 2:48Ben: Die Schule ist vorbei.
- 2:52Ben: Es ist meistens vielleicht Anfang Mitte Juli.
- 2:56Ben: Manchmal früher, manchmal später.
- 3:00Ben: Es ist schön warm draußen.
- 3:04Ben: Sonne scheint, die Vögel zwitschern.
- 3:08Ben: Ich komme nach Hause von der Schule.
- 3:13Ben: Es gab die Zeugnisse in der Schule.
- 3:16Ben: Ein Zeugnis, das ist dieses Blatt am Ende vom Schuljahr, was man bekommt, auf dem stehen die Noten geschrieben für die einzelnen Fächer.
- 3:34Ben: Zum Beispiel für Mathematik oder für Deutschunterricht.
- 3:38Ben: Und die beste Note in Deutschland ist 1 und die schlechteste Note ist eine 6.
- 3:45Ben: Also in der Mitte ist ungefähr 3 oder 4.
- 3:50Ben: Mit 4 hat man noch gerade so bestanden.
- 3:54Ben: 5 und 6 ist dann schon nicht mehr bestanden und nicht sehr gut.
- 4:04Ben: Aber egal.
- 4:06Ben: Zurück zum Sommer.
- 4:08Ben: Nach den Zeugnissen geht man nach Hause.
- 4:12Ben: Auf dem Land haben wir einen Garten.
- 4:18Ben: Meistens, wenn es schon relativ heiß war, hatten wir so einen kleinen Swimmingpool, den man aufblasen kann.
- 4:28Ben: Also man kann den Rand aufblasen.
- 4:31Ben: Das ist wie so ein Ring.
- 4:33Ben: Aber nicht so ein Kinderpool, sondern ein bisschen größer.
- 4:37Ben: Also auch Erwachsene können fast darin schwimmen oder können darin schwimmen.
- 4:46Ben: Dann war ich meistens erstmal den ersten Tag nach der Schule im Pool.
- 4:52Ben: Meine Mutter hat Wassermelone gekauft.
- 4:57Ben: Ich habe danach ein bisschen Wassermelone gegessen.
- 5:01Ben: Und dann ging es meistens zu meinen Freunden.
- 5:06Ben: Wir sind sehr oft in den Wald gefahren.
- 5:12Ben: Bei mir in der Nähe gab es sehr viel Wald oder gibt es sehr viel Wald in meiner Heimat.
- 5:19Ben: Mit dem Fahrrad waren wir dann dort und haben oftmals wie so ein kleines Sommerprojekt ausgedacht.
- 5:32Ben: Wir haben zum Beispiel eine kleine Hütte im Wald gebaut aus Stöcken und Ästen von den Bäumen und haben uns darin versteckt und haben unsere kleine Geheimbasis gebaut, in der wir uns dann immer treffen.
- 5:57Ben: Getroffen haben wir uns dort meistens nie.
- 6:00Ben: Wir haben das gebaut und danach war es eigentlich schon wieder langweilig.
- 6:06Ben: An anderen Tagen waren wir dann oft im Schwimmbad.
- 6:12Ben: Bei mir in der Heimat gab es dann immer eine Wasserrutsche und ein Schwimmerbecken und ein Nichtschwimmerbecken.
- 6:24Ben: Wir haben dann meistens Saltos gemacht oder versucht, Saltos zu machen und ins Wasser zu springen und cool auszusehen.
- 6:37Ben: Danach haben wir uns in der Sonne getrocknet und sind ein Eis essen gegangen oder manchmal auch Döner essen gegangen oder Pizza essen gegangen, je nachdem, worauf wir Lust hatten.
- 6:57Ben: Und abends wurde dann oftmals nochmal zu Hause gegrillt.
- 7:04Ben: Es gab Bratwurst und Steak.
- 7:08Ben: Vielleicht auch Grillfackeln.
- 7:11Ben: Das sind diese Spieße.
- 7:14Ben: Also auf so einem kleinen Holz hat man dann ja zum Beispiel Hähnchen und Gemüse dazwischen.
- 7:23Ben: Und ja, was haben wir noch gemacht?
- 7:30Ben: Wir haben natürlich auch viel Videospiele gespielt.
- 7:34Ben: Also, vor allem während meiner Grundschulzeit haben wir sehr viel Game Boy gespielt.
- 7:43Ben: Die Pokémon-Spiele auf dem Game Boy damals.
- 7:48Ben: Also, ich glaube, das war zu der Zeit Gold und Silber.
- 7:55Ben: Und danach, was kam danach?
- 7:59Ben: Rubin und Saphir-Edition von Pokémon.
- 8:05Ben: Und das haben wirklich alle Jungs in dem Dorf gespielt.
- 8:10Ben: Und wir haben Pokémon getauscht.
- 8:12Ben: Es gab natürlich auch Pokémon-Karten und Yu-Gi-Oh! Karten waren auch sehr beliebt.
- 8:19Ben: Ja, da hat man sich dann irgendwo getroffen, gezeigt, welche Karten man hatte.
- 8:26Ben: Die waren allerdings relativ teuer.
- 8:30Ben: Also meine Eltern zum Beispiel, die wollten mir keine Karten kaufen, weil sie dachten, das ist Geldverschwendung.
- 8:42Ben: Heute sind diese Karten relativ viel Geld wert.
- 8:46Ben: Habe ich gesehen.
- 8:48Ben: Das ist ja schon relativ verrückt, wenn man manchmal sieht, wie teuer diese alten Pokémon-Karten jetzt sind.
- 8:58Ben: Also mehrere tausend Euro für seltenere Karten.
- 9:03Ben: Ich glaube, es gibt noch viel, viel, viel teurere.
- 9:08Ben: Ich kenne mich damit nicht so aus.
- 9:10Ben: Aber ja, dann hatten wir noch Beyblades, diese Kreisel, mit denen haben wir gespielt.
- 9:19Ben: Und ansonsten waren wir wirklich die meiste Zeit draußen.
- 9:25Ben: Also auch mit dem Gameboy eigentlich.
- 9:28Ben: Den haben wir immer mitgenommen.
- 9:30Ben: Man ist zu einem Freund nach Hause gefahren.
- 9:34Ben: Und wir haben natürlich viel übernachtet.
- 9:38Ben: Also auch gezeltet im Sommer.
- 9:40Ben: Aber meistens im Garten.
- 9:43Ben: Das hat aber trotzdem super viel Spaß gemacht.
- 9:47Ben: Dann abends im Zelt noch lange Pokémon gespielt.
- 9:52Ben: Und ja, ich erinnere mich wirklich, wirklich gerne an die Zeit zurück.
- 9:59Ben: Im Sommer, das hat auch diesen Geruch auf dem Land.
- 10:05Ben: Es gibt diese großen Felder, die Weizenfelder in der Landwirtschaft, aus denen dann später Mehl hergestellt wird für Brot zum Beispiel und zum Backen.
- 10:18Ben: Das war wirklich schön.
- 10:22Ben: Man hatte diesen Geruch von diesen Weizenfeldern abends, wenn es noch warm war und es ist schon dunkel geworden.
- 10:31Ben: Man ist noch irgendwo mit dem Fahrrad hingefahren.
- 10:35Ben: Meistens war ich dann zu Hause, gerade ungefähr, wenn es dunkel geworden ist.
- 10:42Ben: Also, das war dann in den Sommerferien eine Ausnahme sozusagen.
- 10:48Ben: Weil es wird relativ spät dunkel in Deutschland im Sommer.
- 10:54Ben: Aber ich liebe das.
- 10:59Ben: Das ist auch dann in meiner Zeit in Berlin später immer super schön gewesen.
- 11:10Ben: Also ich war in meiner Kindheit sehr oft in Berlin und habe dann später angefangen, dort zu wohnen.
- 11:21Ben: Und die Sommer in Berlin sind super, superschön.
- 11:25Ben: Vor allem, wenn man erwachsen ist.
- 11:28Ben: Man kann lange in den Parks bleiben und sich mit Freunden treffen und danach vielleicht noch an einem Kiosk in Berlin.
- 11:39Ben: Nennen wir einen Kiosk Späti.
- 11:42Ben: Das sind diese kleinen Eckläden, in denen man noch irgendwie ein Bier kaufen gehen kann oder so Kleinigkeiten, Snacks und so weiter.
- 11:54Ben: Insgesamt liebe ich den Sommer in Deutschland wirklich sehr.
- 12:02Ben: Es war in meiner Kindheit nicht so heiß, wie es jetzt diesen Sommer zum Beispiel war.
- 12:10Ben: Also es gab ja jetzt mehrmals über 40 Grad in Deutschland.
- 12:16Ben: Das ist schon etwas verrückt.
- 12:20Ben: In meiner Kindheit.
- 12:22Ben: Ja, ich weiß nicht, was die heißeste Temperatur war.
- 12:27Ben: Also, ich habe mir darüber eigentlich keine Gedanken gemacht früher.
- 12:31Ben: Ich war immer draußen.
- 12:34Ben: Manchmal zu lange in der Sonne, hatte dann einen Hitzschlag.
- 12:41Ben: Also wirklich mehrere Tage starke Kopfschmerzen.
- 12:48Ben: Wahrscheinlich habe ich zu wenig getrunken, zu wenig Wasser getrunken.
- 12:52Ben: Aber ja, also auf dem Land in Deutschland aufzuwachsen, hat echt viele Vorteile.
- 13:03Ben: Das klingt so als Erwachsener erstmal relativ langweilig.
- 13:08Ben: Aber wenn man Ruhe und Natur mag, ist es auch als Erwachsener super toll, aber als Kind ist es wirklich perfekt.
- 13:20Ben: Man kann seine Freunde mit dem Fahrrad besuchen.
- 13:24Ben: Es gibt viele kleine Aktivitäten, die man unternehmen kann.
- 13:30Ben: Eigentlich waren wir wirklich die meiste Zeit im Wald oder im Schwimmbad.
- 13:35Ben: Und das war perfekt.
- 13:39Ben: Ich erinnere mich gerne an meine Kindheit.
- 13:42Ben: Ich danke euch fürs Zuhören.
- 13:45Ben: Wir hören uns in der nächsten Folge.
- 13:47Ben: Macht's gut!