Latest / Rheinpegel - der Düsseldorf-Podcast / Sommer-Special: Was Ringen und Predigen gemeinsam haben - Pater Wolfgang im Gespräch
Transcript
- 0:02Es sind Ferien. Das heißt für viele ab in den Urlaub oder immerhin ein paar freie Tage.
- 0:08Und damit ihr auf der Reise oder bei was auch immer ihr Schönes macht trotzdem
- 0:11auf dem Laufenden bleibt, haben
- 0:12wir in den nächsten Wochen wieder ein paar Special-Folgen vorbereitet.
- 0:16Was in der Stadt so los ist, erzählen euch jeweils eine Kollegin oder ein Kollege
- 0:19aus der Lokalredaktion.
- 0:21Und dazu bin ich mal wieder losgezogen mit meinem Aufnahmegerät im Gepäck und
- 0:25habe Leute besucht, die in Düsseldorf spannende, tolle und interessante Sachen machen.
- 0:29Gemeinsam haben sie, dass sie sich engagieren, Sachen auf die Beine stellen
- 0:32oder für die Menschen in der Stadt da sind.
- 0:34Den Anfang machen wir mit Pater Wolfgang und ganz sicher sind einige von euch
- 0:38ihm schon mal begegnet, ist er doch eine durchaus präsente Figur in Düsseldorf.
- 0:42Mit ihm habe ich über die vielen verschiedenen Initiativen gesprochen,
- 0:45denen er seine Zeit widmet, über das Leben in der Stadt aus unterschiedlichen
- 0:48Perspektiven und an welchen Stellen noch Hilfe benötigt wird.
- 0:52Davor hört ihr, welche kulinarischen Neuentdeckungen und gastronomischen Überraschungen
- 0:56in der letzten Woche relevant waren.
- 0:58Paul Küchler weiß Bescheid, auch was das große Thema Freibadpommes angeht.
- 1:02Und damit herzlich willkommen zum Rheinpegel. Ihr hört Folge 431 und der Rhein steht bei 74 cm.
- 1:26Hallo zum Rheinpegel, dem Podcast, in dem wir jede Woche darüber sprechen,
- 1:31was Düsseldorf bewegt, was die Bewohnerinnen und Bewohner umtreibt, kurz und gut, was geht.
- 1:36Mein Name ist Tosja Kohlmann und diese wirklich schöne Aufgabe darf ich übernehmen.
- 1:41Wenn ihr uns etwas mitteilen wollt, wenn ihr Veranstaltungen wisst,
- 1:44auf die wir hinweisen können, wenn ihr Themen habt, über die wir sprechen sollten
- 1:47oder wenn ihr einfach mal was loswerden wollt, dann könnt ihr das sehr gerne
- 1:52tun unter rheinpegel-post.de oder.
- 1:560160 80 80 844 könnt ihr uns erreichen.
- 2:00Wir freuen uns immer von euch zu hören. Ob beim Abflug in den Urlaub,
- 2:04einem Ferientag im Freibad oder an einem lauen Sommerabend, Hunger hat man irgendwann auf jeden Fall.
- 2:09Paul Küchler berichtet von einer neuen Fastfood-Sensation am Flughafen, weiß,
- 2:14wo es die besten Freibadpommes der Stadt gibt und auch, was sie kosten und ob
- 2:17man wirklich satt wird davon und welche Streetfood-Läden in der Stadt seit neuestem
- 2:21in einem deutschlandweiten Ranking am besten abschneiden.
- 2:25Lieber Paul. Hallo zusammen. Hallo.
- 2:30Bist du in Ferienstimmung? Naja, das Wetter draußen ist 21 Grad und verregnet, deswegen es geht so.
- 2:36Aber ich hatte letzte Woche Urlaub und da war es ja wirklich wunderschön,
- 2:39Deswegen, ja. Hast du dir zeitmäßig die Rosinen rausgepickt.
- 2:42Richtig, noch die letzte Woche, wo ich noch Schule war. Und jetzt,
- 2:45ich finde, man merkt das halt auch total. Die Stadt ist super ruhig.
- 2:48Bei uns im Viertel irgendwie ganz viele Familien einfach unterwegs. Alle schön im Urlaub.
- 2:52Und ja, aber ist ja auch mal nett, ne? Das stimmt. Ich finde,
- 2:55man merkt das immer an der Parkplatzsituation. Stimmt. Ganz platt.
- 2:58Also ich kann, manchmal fahre ich einfach eine Runde um den Block,
- 3:01weil ich trotzdem den Parkplatz finde. Ich muss das so ausnutzen, diese Stimmung.
- 3:07Du bist heute der Erste, der sozusagen unsere Sommerferien-Special-Folgen einläutet. Juhu.
- 3:15Du hast mir und uns heute drei kleine Themen mitgebracht, über die wir sprechen.
- 3:21Richtig, drei leckere Themen. Drei, genau.
- 3:24Deinem Ressort angehängt sozusagen geht es in die kulinarische Richtung.
- 3:29Was war und ist los in der Stadt? Genau, also wir haben ja jetzt gerade schon
- 3:33quasi die Sommerferien einmal kurz angeschnitten, von da aus ausgehend.
- 3:38Am Flugsteig C am Düsseldorf Airport hat ein neuer Fastfood-Anbieter eröffnet,
- 3:44was jetzt vielleicht erstmal nicht so eine Riesen-News wäre,
- 3:46weil ich meine Fastfood kennen wir alle, mögen wir vielleicht auch manchmal alle.
- 3:50Genau, aber das ist eben die erste NRW-Filiale, beziehungsweise die zweite Deutschland-Filiale
- 3:53dieser US-Südstaaten Fastfood-Kette.
- 3:57Slim Chickens nennt die sich, kommt aus Arkansas und deren Konzept ist quasi,
- 4:02ja, alles rund um Hühnchen natürlich, wie der Name vielleicht schon sagt.
- 4:05Und da eben relativ besonders, dass quasi die Hühnchen werden vorher sehr lange
- 4:09in Buttermilch eingelegt, sind
- 4:11sehr gut gewürzt, also in diesem Südstaaten-Küchen-Style so ein bisschen.
- 4:15Es gibt sehr viele Beilagen, leckere Und ja, das hatte ich mir einfach mal vor Ort angeguckt und,
- 4:20Hab mich quasi durchgefuttert, also getestet, damit ihr es alle nicht machen müsst.
- 4:25Genau, und es ist halt so, es ist am Flugstag C, das heißt, man kommt wirklich
- 4:27nur hin, wenn man auch ein Ticket hat, ein gültiges, also das ist eben nicht
- 4:30öffentlich zugänglich, ich glaube, das ist ganz wichtig dazu zu sagen,
- 4:32weil es ja auch in der Abflug-Ebene, beziehungsweise in der Ankunftsebene, glaube ich,
- 4:38da gibt es ja schon Popeyes, das ist auch ein US-Südstaaten-Chicken-Anbieter
- 4:42quasi, da kommt man auch so hin, aber zu Slim Chickens, dann braucht man eben
- 4:45ein Ticket und das ist am Flugstag C, das heißt, da gehen die meisten internationalen Flüge.
- 4:50Und die haben eben von 4 Uhr morgens bis 22 Uhr abends geöffnet,
- 4:54weil ja auch man in Düsseldorf tatsächlich irgendwie umsteigen kann und das
- 4:57alles so ein bisschen mit reinspielt quasi.
- 4:58Das heißt im Grunde genommen zu fast jeder Tages- und Nachtzeit gibt es da Möglichkeiten.
- 5:04Sich ein Sandwich, ein Chicken Tender oder sonst was reinzuziehen.
- 5:08Am Flughafen gelten ja eh zeitmäßig andere Regeln, also da kann man sich dann
- 5:12auch schon mal 4.30 Uhr irgendwie das Menü reinziehen zum Frühstück.
- 5:17Oder halt auch nicht, je nachdem, wo man herkommt oder wo man noch hinfliegt,
- 5:20ist man ja auch schon eine Weile unterwegs.
- 5:22Das ist dann sozusagen jetzt für alle besonders interessant,
- 5:25die vielleicht jetzt ferientechnisch eine Reise vor sich haben.
- 5:29Wie du schon sagst, das ist natürlich, ich weiß jetzt nicht,
- 5:32ob es sich lohnt, ein Flugticket zu kaufen, nur um in diesen Bereich zu kommen.
- 5:35Oder, das kannst du sagen, du hast es probiert. Würdest du dafür auch… Ui,
- 5:38das ist natürlich eine ganz fließe Frage. Ich glaube, wenn man ein so großer
- 5:41Liebhaber von frittiertem Hühnchen ist…,
- 5:44Kann man das vielleicht machen, aber also ehrlicherweise, ich würde es jetzt
- 5:47nicht tun, extra dafür ein Flugticket kaufen. Das wäre mir doch vielleicht ein
- 5:50bisschen zu viel Heckmeck, sag ich mal.
- 5:53Aber so oder so, ich kann ja schon mal mit Fazit quasi vorne weggreifen für
- 5:56alle, die ein Flugticket haben oder die da abfliegen.
- 5:59Also das ist wirklich empfehlenswert. Es schmeckt sehr lecker.
- 6:01Man merkt, dass das Hühnchen eben dadurch, dass es so lange in Buttermilch eingeweicht
- 6:05ist, eben sehr saftig ist von innen.
- 6:08Es wird ja noch frittiert und oftmals ist es dann ja ein bisschen trocken oder so.
- 6:11Das ist da eben nicht der Fall. Also es ist wirklich sehr saftig,
- 6:13gleichzeitig von außen schön crunchy, knusprig.
- 6:16Und was ich immer wichtig finde, die Panade ist auch schön gewürzt.
- 6:19Also man sieht da wirklich noch die Gewürze sozusagen drin.
- 6:23Genau und das Hühnchen ist wie gesagt sehr lecker, gibt es in verschiedenen
- 6:26Formen, also einmal als Tenders, das sind dann ja, wie man das kennt, so Filetstücke quasi.
- 6:31Es gibt aber auch Wraps und sogenannte Sandwiches, wobei man da sich so ein
- 6:34bisschen von diesem deutschen Sandwich verabschiedet und es ist quasi ein sehr
- 6:38einfacher Burger, das wird in den USA ja auch Sandwich oder so Biscuit oder so genannt.
- 6:43Genau, das ist dann sozusagen Burger Bun oder Sandwich Bun, sehr butterig auch,
- 6:47sehr lecker, da drauf dann das Chicken, bisschen Salat, bisschen Soße,
- 6:50das war es. Also relativ simpel, schmeckt aber sehr, sehr lecker.
- 6:54Und besonders ist da eben auch noch, dass die einerseits Milchshakes haben,
- 6:57also das ist nicht ganz so besonders, aber die rühren die eben per Hand.
- 7:00Also das ist jetzt nicht so, wie man das vielleicht von vergleichbaren großen
- 7:04US-Fastfood-Ketten kennt, die ständig die Eismaschine kaputt haben oder so.
- 7:08Also so ist es nicht, das wird da tatsächlich noch per Hand gemixt und schmeckt
- 7:11auch wirklich lecker. Also ich hatte da einen Erdbeermilchshake,
- 7:13war wirklich gut, kann ich gar nicht sagen.
- 7:16Und ich fand es vor allem auch lecker, weil das nicht so künstlich geschmeckt
- 7:18hat, sondern da waren, glaube ich, ein paar Erdbeerstückchen oder so gefriergetrocknete
- 7:21Erdbeeren drin. Also es war jedenfalls wirklich ganz lecker.
- 7:23Wie ist das jetzt tatsächlich, das ist jetzt sehr speziell für die Leute,
- 7:26die das jetzt vielleicht in Anspruch nehmen können, weil sie in den Urlaub fliegen.
- 7:30Ist das preislich irgendwie auch so, dass man, also ich meine,
- 7:33am Flughafen zahlt es ja auch für ein Brötchen und Kaffee gerne mal irgendwie 28 Euro.
- 7:36Genau, also man muss schon sagen, es ist preislich einen Ticken höher,
- 7:39würde ich behaupten. Es ist halt schwierig zu vergleichen, muss man auch dazu
- 7:42sagen, weil es natürlich jetzt in Düsseldorf oder hier in NRW keine zweite Filiale
- 7:45gibt, die außerhalb des Flugsteigs liegt.
- 7:47Das heißt, man kann jetzt nicht sagen, es ist um so und so viel Prozent teurer,
- 7:51aber ich habe mir natürlich auch die Preise notiert im Zuge dessen und kann
- 7:54zum Beispiel sagen, dass es acht Wings im Menü für 19,90 Euro gibt.
- 7:59Das ist dann noch mit Pommes und Getränk.
- 8:01Es gibt das Sandwich, Hot Buffalo Sandwich heißt das dann, was dann so ein bisschen
- 8:04schärfer noch ist, auch im Menü mit Getränk und Pommes für 16,90 Euro.
- 8:10Es gibt diese Tenders, Buttermilk-Tenders heißen die dann. Das sind dann zum Beispiel fünf Stück.
- 8:15Auch wieder im Menü mit Soße, Getränk und Pommes für 18,90 Euro.
- 8:20Also ich würde sagen, es ist ein kleines bisschen teurer, aber jetzt nicht unverschämt
- 8:25oder so ehrlicherweise.
- 8:26Und ich meine, wenn man ein bisschen Zeit tot zu schlagen hat,
- 8:29vor dem Abflug oder so, dann hört es sich nämlich an. Also das ist ja auch was,
- 8:32was man jetzt wahrscheinlich nicht im Vorbeigehen isst, sondern so ein bisschen eine Mahlzeit hat.
- 8:37Ich darf vielleicht auch kurz hin, tatsächlich. Wie gesagt, ich finde ja auch,
- 8:40also der Urlaub fängt ja da dann schon an. Also das heißt, da gönnt man sich
- 8:44vielleicht auch mal was. Darf man sich mal, bin ich genauso der Meinung.
- 8:46Und wer weiß, wenn die jetzt merken, das ist super beliebt und wird ständig
- 8:50nachgefragt, dann ist ja vielleicht irgendwann mal eine Filiale.
- 8:55An die man kommt, ohne direkt einen Flug irgendwo hin buchen zu müssen.
- 8:58Hoffentlich. Steht ja dann vielleicht auch mal an, da wirst du uns ja sicher
- 9:01auf dem Laufenden halten.
- 9:02Aber sehr gerne. Okay, wenn wir jetzt also vom Flughafen uns wegbewegen,
- 9:08also jetzt stellen wir uns mal vor, das machen wir ja auch immer gerne,
- 9:10wir gehen ja immer gerne so gedankliche Rundgänge durch die Stadt.
- 9:14Wir fliegen einmal über die Stadt.
- 9:15Also wir sind jetzt gerade irgendwie abgeflogen, dann kommen wir ja auch irgendwann
- 9:18mal wieder an und dann denken wir uns ja toll, irgendwie zwei Wochen Sommerurlaub und die Hetz.
- 9:23Gibt es immer noch vier Wochen Sommerferien quasi und was darf da nicht fehlen,
- 9:27vor allem bei so heißem Wetter ist natürlich ein Besuch im Freibad. Aber hallo.
- 9:30So und geografisch bewegen wir uns da auch recht nah am Flughafen,
- 9:34weil es natürlich das Freibad, das Rheinbad gibt, direkt an der Arena oben.
- 9:38Genau und wir haben uns überlegt, dass wir mal Freibadpommes testen. Das ist ja wirklich.
- 9:43Glaube ich, für sehr viele Menschen eine absolute Kindheitserinnerung,
- 9:46ins Freibad zu gehen, eine Pommes mit Ketchup, Mayo, Schranke,
- 9:50wie auch immer, sich reinzuziehen.
- 9:51Immer schon so ein bisschen aufgeweicht, weil man nasse Finger hat oder die
- 9:54Haare da noch so reintropfen. Genau, total, richtig.
- 9:57Und dann knallt die Sonne von oben. Sonnenmilch, Geschmack mit dabei.
- 10:00Das ist schon irgendwie ein Klassiker.
- 10:02Genau, ich meine, schmeckt halt auch einfach nach Kindheit, muss man sagen.
- 10:05Und wir haben uns so ein bisschen zum Anlass genommen, mal die Düsseldorfer
- 10:08Freibäder uns anzuschauen.
- 10:10Und zwar nach dem kulinarischen Pommes-Angebot und zu schauen,
- 10:13wie schmeckt es, wie teuer ist es, was gibt es da überhaupt,
- 10:17auch vielleicht an Soßen oder so.
- 10:18Genau, und haben dann im Rheinbad eben in Stockholm angefangen.
- 10:22Da gibt es ein relativ großes Angebot, also eben neben Pommes gibt es vielleicht
- 10:25auch eine Bratwurst, eine Currywurst.
- 10:27Die kleine Portion kostet dort 2,50 Euro, eine große kostet 4 Euro,
- 10:31also würde ich sagen, ist im Rahmen.
- 10:33Mayo und Ketchup gibt es für jeweils 50 Cent extra dazu und es schmeckt tatsächlich
- 10:38sehr lecker. Also es ist weder zu kross noch zu labberig, sage ich mal.
- 10:42Was uns allerdings gefehlt hat, ist so ein bisschen dieses klassische Pommes-Salz,
- 10:45wo ja auch noch mit Paprika und so drin ist, dieses Rote.
- 10:47Das war halt, sag ich mal, nur mit Salz gewürzt, aber total in Ordnung.
- 10:53Nur man muss dann eben die Soßen extra dazu bestellen, aber es war wirklich total fair.
- 10:59Genau, von dort aus sind wir einmal quer über den Rhein nach Lörig rüber.
- 11:03Und da gibt es wirklich selbst in einer kleinen Portion eine sehr,
- 11:06sehr gut gefüllte Schale. Ja, die kenne ich persönlich auch.
- 11:08Also da wird nicht gespart quasi.
- 11:11Da muss man richtig balancieren, damit man nicht die Hälfte verliert und dann
- 11:14gatschen die da so in dieser Dusche rum, wo man durch muss. Also für so eine
- 11:17kleine Portion, die kostet dann 2,90, finde ich das total in Ordnung.
- 11:22Die große kostet 5 Euro, also auch da kann man noch machen.
- 11:26Auch da kosten aber eben Mayo und Ketchup jeweils 60 Cent extra, was...
- 11:30Also gesamtpreislich bedeutet das jetzt vielleicht nicht die günstigste Pommes
- 11:33im Test, aber Preis-Leistung ist wirklich total gut und da gibt es auch noch
- 11:38andere Sachen, also Currywurst, Bratwurst, Salate auch teilweise,
- 11:42also kann man auch mal machen.
- 11:44Dann sind wir quasi ins Freibad Benrath, also einmal in den kompletten Stadtsüden,
- 11:50da kostet eine Portion 4 Euro, man kann sich auch da überhaupt nicht beklagen,
- 11:54also die sind schön goldbraun. Da gibt es dann nur eine Größe quasi und die ist dann in der Mitte.
- 11:58Genau, also das ist sozusagen, du kriegst, was du bekommst. Vier Euro kostet es dann in dem Fall.
- 12:04Aber Mayo und Ketchup sind dort kostenlos. Also das haben wir irgendwie als
- 12:07Pluspunkt total wahrgenommen, weil man da eben dann nicht noch irgendwie,
- 12:11man muss noch ein bisschen Kleingeld rauskramen und auch noch bezahlen,
- 12:14sondern kriegst das, was du bekommst und was gut ist.
- 12:17Apropos, das finde ich interessant, kann man da mittlerweile auch überall mit
- 12:20Karte zahlen, weil das ist ja wirklich, ich meine, ich habe kaum noch Bargeld
- 12:23in der Tasche. Ich bin dann immer eher überrascht, wenn das nicht geht.
- 12:27Also ich würde tatsächlich empfehlen, lieber Bargeld mitzunehmen.
- 12:29Einfach sicher ist sicher und teilweise konnte man eine Karte zahlen,
- 12:34aber teilweise eben auch nicht. Und ich meine, man kennt das ja auch an so vollen heißen Tagen.
- 12:38Dann fällt schon mal ein Kassensystem aus oder das Kartengerät oder so.
- 12:40Deswegen würde ich da tatsächlich raten, nehmt lieber 5 oder 10 Euro mit,
- 12:45damit man auf der sicheren Seite ist. Absolut.
- 12:48Und es ist ja vielleicht auch gar nicht schlecht im Freibad,
- 12:50sage ich mal, unter so Sicherheitsaspekten, dass man jetzt eh nicht voll bepackt
- 12:53mit Geld und Karten ist, sondern vielleicht ein bisschen was Bares dabei hat.
- 12:57Genau, was uns aufgefallen ist, im Freibad in Benrath sind die Pommes relativ
- 13:01dick und breit, aber überhaupt ist nicht weniger knusprig als irgendwie,
- 13:05sag ich mal, dünnere Artverwandte, sondern wirklich sehr lecker.
- 13:09Man kann es sich da auch schön gemütlich machen unter Schirm im Schatten,
- 13:11also man muss da nicht irgendwie in der prallen Sonne dann sich die Pommes reinziehen,
- 13:16und die schmecken einfach wirklich sehr, sehr lecker.
- 13:18Genau, dann sind wir quasi, wenn wir jetzt im Süden eh schon sind,
- 13:21Richtung Unterbacher See einmal zum Strandbad Süd und da gibt es die Strandbad Pommes.
- 13:26Es ist doch für mich also Kindheitserinnerung total, aber seitdem irgendwie
- 13:31auch relativ selten klar gewesen tatsächlich.
- 13:33Genau und auch die Pommes sind wirklich knusprig, sehr lecker gesalzen.
- 13:37Auch hier leider, zumindest in meinen oder unseren Augen, wieder nur das normale
- 13:41Salz, nicht dieses Pommes-Salz.
- 13:44Und da gibt es aber dann tatsächlich auch Mayo und Ketchup in diesen kleinen
- 13:46Sachets, in diesen kleinen Tütchen obendrauf.
- 13:49Die kosten aber nicht extra. Also kann man jetzt sagen, okay,
- 13:51es ist vielleicht nicht ganz so nachhaltig, dafür vielleicht ein Ticken hygienischer,
- 13:54also es ist immer so eine Abwägungssache.
- 13:58Man kann sich da an Steh- oder auch an Sitzplätzen irgendwie es gemütlich machen
- 14:01und die Portion kostet dort 3,90 Euro, was ich immer noch total okay finde.
- 14:05Ja, voll. Also ich bin jetzt ein bisschen, vielleicht, wie gesagt,
- 14:08weil wir gerade über den Flughafen gesprochen haben und ich ja eh immer so viel ab alles.
- 14:11Gut, der Kontrast ist jetzt. Also ich finde, das alles sind völlig normale Preise
- 14:16dafür, dass man das halt in einem anderen Zusammenhang, ne? An der Pommesbude
- 14:19ist vielleicht nochmal was anderes, obwohl, ganz ehrlich, hier so in der Stadt
- 14:22bei diesen Pommesläden oder auch beim, weiß ich nicht, Berliner Imbiss oder so.
- 14:26Zahlt sie das mittlerweile locker auch. Also würde ich auch behaupten.
- 14:28Und da finde ich es auch einfach nochmal, ich meine, das ist Freibadpommes.
- 14:32Da gibt es weniger Platz, weniger gastronomische Möglichkeiten.
- 14:35Und ich finde es unter diesem Gesichtspunkt auch total in Ordnung.
- 14:38Ich finde es auch, also ja.
- 14:40Genau, von daher, auch im Allwetterbad Flingern gibt es sehr gute Pommes.
- 14:45Die kosten 3,30 Euro. Ketchup und Major gibt es da allerdings nur für 80 Cent extra pro Stück.
- 14:51Wir haben dann quasi beides genommen. Dann kommst du auf 4,90 Euro,
- 14:54was auch noch knapp unter dieser 5-Euro-Grenze ist.
- 14:57Die sind sehr lecker, aber man muss sagen, wir hätten uns die so ein bisschen knuspriger gewünscht.
- 15:02Das ist aber vielleicht auch einfach eine persönliche Geschmackssache.
- 15:04Ja, und die antizipieren vielleicht schon, dass es eh labbrig wird,
- 15:07weil man da mit seinen Wasserfingern und irgendwie denkt, ach komm,
- 15:12komm ist da jetzt auch, ja.
- 15:14Genau, und das letzte Freibad, das wir getestet haben, das letzte Dessert war
- 15:17Freibad, ist das Flossenwecking-Kaiserswerth.
- 15:19Kaiserswerth. Man muss dazu sagen, das ist ein privat betriebenes Freibad,
- 15:23also das gehört nicht zur Bädergesellschaft, dementsprechend unterscheidet sich
- 15:27das auch nochmal so ein bisschen vom Eintritt her, sag ich mal, weil…,
- 15:30Das früh öffnet, aber nur für Mitglieder und Nicht-Mitglieder können dann,
- 15:34meine ich, ab 12 Uhr mittags erst rein.
- 15:36Was aber jetzt auch in den Ferien total okay ist, weil dann schläft man vielleicht
- 15:39auch mal aus und so weiter.
- 15:42Genau, auf jeden Fall ein sehr süßes, beschauliches Freibad.
- 15:45Da gibt es neben Pommes eben auch noch Brezeln, Pizza, Chicken Nuggets.
- 15:49Also jetzt nicht unbedingt das gesündeste Essen, aber irgendwie das,
- 15:52worauf man dann vielleicht auch
- 15:53Lust hat, nachdem man da ein bisschen rumgetollt ist im Schwimmbecken.
- 15:57Genau, da ist allerdings jetzt so, das ist der einzige Imbiss gewesen,
- 16:01wo die Pommes nicht aus der Fritteuse kommen, sondern aus der Mikrowelle tatsächlich.
- 16:05Wo wir uns erstmal gedacht haben, okay, kann das schmecken.
- 16:07Aber die waren knusprig, die waren gut gewürzt, die fritten.
- 16:11Also das war gar nicht schlecht tatsächlich.
- 16:13Ein paar waren recht hart, sagen wir es mal so. Aber ich finde,
- 16:17da kann man auch noch drüber hinweg gucken, vor allem für 3,50 Euro.
- 16:20Also total fairer Preis.
- 16:22Und man muss sagen, da kosten Pommes und Mayo auch nichts extra.
- 16:25Das heißt, man ist da wirklich mit 3,50m gut beraten und kann sich da eine leckere Pommes snacken.
- 16:31Genau, also wir müssen sagen, quasi zum Gesamttest, im Grunde genommen wirst
- 16:36du nirgends enttäuscht. Also es ist überall total in Ordnung,
- 16:39die müssen sich qualitativ überhaupt nicht verstecken.
- 16:42Wir haben jetzt gesagt, dass uns vor allem der Strandbad in Lörig überzeugt
- 16:45hat, einfach weil das eine verhältnismäßig große Portion ist und die im Freibad
- 16:50in Benrath sind relativ lecker einfach. Also die haben uns geschmacklich irgendwie am meisten überzeugt.
- 16:54Aber auch das ist totale Geschmackssache.
- 16:58Nochmal, um auf den Preis zurückzukommen. Es ist so, die kleinste Portion Pommes
- 17:02und die günstigste, die gibt es im Rheinbad für 2,50 Euro. Unterbach,
- 17:07Benrath und Kaiserswert waren es, meine ich.
- 17:09Da gibt es einfach nochmal extra Punkte, weil das Ketchup und der Mayo kostet da nicht extra.
- 17:15Genau. Und in Lörig ist es aber auch so,
- 17:18Das ist relativ teuer, wenn man dann wirklich alle Soßen nimmt.
- 17:20Dann kostet es nämlich 6,20 Euro. Ich persönlich finde, da ist diese symbolische
- 17:235-Euro-Grenze halt gerissen.
- 17:25Auf der anderen Seite muss man die ja vielleicht eh auf 10 irgendwie aufstocken,
- 17:29weil du willst ja auch noch was trinken.
- 17:30Richtig. Du musst noch einen Eintritt ganz grundsätzlich zahlen.
- 17:33Ja, ich meine jetzt allein für die Snacks.
- 17:36Ja, das bleibt wahrscheinlich nicht bei 5, 6 Euro, wie auch immer.
- 17:41Genau, aber man muss sagen, egal wo man im Grunde genommen hingeht,
- 17:43es ist total in Ordnung, es schmeckt überall gut.
- 17:46Überall bekommt man so diese Kindheitserinnerungen, auch selber so ein Stück
- 17:48weit wieder die hochbekommen.
- 17:50Und von daher, ja, es war eine schöne Recherche tatsächlich.
- 17:54Das kann ich mir vorstellen. Und immer eine halbe Stunde warten,
- 17:56bis man wieder ins Wasser geht.
- 17:57Sagen die einen, ob das so gilt, egal.
- 18:01Oder zumindest, wenn man so vorher die Hände abwaschen, damit nicht dann nachher
- 18:05im Becken der Pommes-Salzfilm drüber schliert. Also ein bisschen Ruhe und Pause
- 18:13nach dem Pommesverzehr, in welcher Hinsicht auch immer, ist vielleicht angekommen.
- 18:31Gut, jetzt sind wir also gut aus dem Urlaub wieder angekommen,
- 18:35haben einen Ferientag im Freibad hinter uns, sind prall gefüllt mit Pommes und
- 18:41dann sind immer noch drei Wochen Ferien.
- 18:43Da haben wir immer noch Zeit zu überrücken und wir haben auch immer noch Hunger.
- 18:46So und dann apropos Pommes quasi, es ist ja ein sehr beliebter Imbiss-Snack vor allem.
- 18:52Hat das Filesdorf-Magazin, das ist ja dieses Genuss- und Kulinarik-Magazin,
- 18:57hat die besten Streetfood-Adressen in Deutschland gekürt.
- 19:00Also quasi pro Stadt jeweils und es gibt da Stadtsieger sozusagen,
- 19:05also welcher Imbiss pro Stadt besonders heraussticht.
- 19:09Es gibt Kategoriesieger deutschlandweit, also das heißt dann alle,
- 19:12die unter die Lupe genommen wurden aus der Kategorie Burger,
- 19:15dann wurden nochmal die besten Burgerläden deutschlandweit ausgezeichnet und
- 19:19dann gibt es nochmal quasi runtergebrochen auf die Stadt, auf Düsseldorf,
- 19:22eben die besten Streetfood-Adressen.
- 19:24Das ist dann in mehreren Kategorien, also einmal Asier, Bowls und Salate,
- 19:28Burger, International, Italienisch und Pizza, Japanisch und Sushi,
- 19:33Levantisch, Tapas, Türkisch und Kebab und Vegetarisch und Vegan.
- 19:37Und insgesamt hat das Falsdorf Magazin in Düsseldorf dann eben zwölf Imbisse
- 19:41ausgezeichnet in diesen Kategorien.
- 19:42Was ja wirklich ganz schön ist, also zum einen kann man sich,
- 19:46also wir stellen diese Rankings sehr öfter vor, weil ich finde,
- 19:49da kann man sich schon, selbst wenn man hier aus der Stadt kommt,
- 19:52immer noch so mal ein bisschen orientieren und vielleicht Sachen entdecken,
- 19:54die man vorher nicht auf dem Schirm hatte.
- 19:56Oder sich bestätigen lassen, dass man die Sachen, wo man schon sehr lange sehr
- 19:59gerne hingeht, auch offiziell quasi verwendet.
- 20:03Gut sind. Ich finde gerade in den Ferien, also ich male jetzt natürlich eine
- 20:08sehr ideale romantische, ein sehr ideales romantisches Bild von Ferien,
- 20:12aber da hat man ja auch Zeit, um das alles dann vielleicht auszuprobieren.
- 20:15Und natürlich auch für Leute, die hier Urlaub machen. Das ist nämlich auch die Sache. Richtig.
- 20:22Absolut, ich finde das ist ja auch schön, dass man mal in den Ferien vielleicht
- 20:25NRW ein bisschen besser erkundet und mal in andere Städte fährt.
- 20:28Ich meine, das machen wir natürlich auch gerne, auch wenn Düsseldorf natürlich sehr, sehr schön ist.
- 20:32Aber du hast völlig recht, es gibt ja auch Leute, die hier hinkommen,
- 20:34vielleicht für einen Citytrip oder auch einfach nur für so einen Tagesausflug
- 20:38und da bietet sich das auf jeden Fall an. Ja, absolut.
- 20:41Genau und es sind eben insgesamt elf Adressen, habe ich ja gerade schon gesagt
- 20:46und es gab quasi Punkte zum Sammeln und zwar insgesamt 100.
- 20:50Das wurde dann jeweils in drei Kategorien, konnte man in der ersten Kategorie,
- 20:55dem Essen, maximal 60 Punkte sammeln, in der Kategorie Service maximal 20 Punkte,
- 20:59und in der Kategorie Ambiente ebenfalls nochmal 20 Punkte. Bedeutet quasi.
- 21:05Je höher das Gesamtergebnis, desto besser das Ranking in der Liste.
- 21:10Ganz genau. Und ich fange mal so an, dass quasi als allererstes ein Stadtsieger
- 21:15gekürt wurde in Düsseldorf.
- 21:17Und das ist die 20 Grad Restobar, die insgesamt 97 Punkte vom Fallstuff Magazin bekommen hat.
- 21:23Gleichzeitig gibt es in der Kategorie Burger deutschlandweit auch zwei Düsseldorfer
- 21:28Läden, die quasi so sehr überzeugt haben, dass sie in der Kategorie ganz vorne sind.
- 21:32Und zwar ist das einmal Bulle Burger und einmal Kio Burger.
- 21:36Das ist dieses Asian Fusion Burger Konzept. Ja, interessanterweise sind beide
- 21:40an der Oststraße beheimatet, wobei Bulle ja noch eine Filiale in Grafenbeck
- 21:43am Staufenplatz hat, aber ganz genau, also das ist tatsächlich ganz spannend,
- 21:48da ist irgendwie eine recht hohe Dichte,
- 21:50an der Oststraße zumindest und vor allem auch qualitativ ganz, ganz hoch.
- 21:54Genau, also das nur einmal so vorneweg und dann kommen wir, würde ich sagen,
- 21:57jetzt einmal zu den Kategorieergebnissen quasi. Ja.
- 22:01Genau, und zwar geht es los in der Kategorie Asia. Da hat das Duck & Dumplings
- 22:05an der Birkenstraße abgeräumt, hat insgesamt 96 von 100 Punkten bekommen und
- 22:10da schreiben eben die Kritiker Smartest Picking Enden-Imbiss-Lokal mit witziger Gestaltung.
- 22:14Es gibt quasi zu jedem ausgezeichneten Imbiss einen kleinen Text,
- 22:18wo die Kritiker nochmal was hervorheben, was vielleicht besonders ist,
- 22:21was besonders hängen geblieben ist und genau, das haben sie eben über das Duck
- 22:25& Dumplings gesprochen.
- 22:27Dann in der Kategorie Bowls und Salate, da hat der Imbiss Kiyo,
- 22:31Diner, Poké und Sushi abgeräumt. Das ist an der Loretto-Straße in Unterwirk.
- 22:35Ich kannte den persönlich auch noch nicht, deswegen fand ich das ganz spannend.
- 22:38Und dort wurde eben besonders die große Bandbreite hervorgehoben,
- 22:41die eben auch erstaunlich frisch, um das Zitat zu nennen, schmeckt.
- 22:45Und das gibt eben 95 von 100 Punkten. Und wie gesagt, den Kategoriesieg in der
- 22:50Kategorie Bowls und Salate. Genau, ein Punkt nur weniger.
- 22:54In der Kategorie italienischen Pizza hat Lucianos Pizzeria an der Spichernstraße erhalten. Ah.
- 22:59Und da loben die Kritiker die Hingabe, die man tatsächlich schmecken kann.
- 23:03Also auch da ein ausgezeichneter Pizzalad. Das ist doch da tatsächlich am Spichernplatz,
- 23:09oder? Gegenüber von dem Pub, ist das nicht da?
- 23:11Lass mich einmal ganz kurz, also ich meine, ja, es ist deren Dorf auf jeden Fall.
- 23:14Und das müsste direkt am Spichernplatz eigentlich sein. Das ist sozusagen das
- 23:19Zwischenstück zwischen Ulmenstraße und Altem Schlachthof.
- 23:26Und das fand ich eben auch ganz spannend. Es ist eben nicht nur,
- 23:29sag ich mal, in den üblichen Vierteln, Pempelford, Flingern,
- 23:32Innenstadt, sondern es finden sich eben auch ein paar Läden,
- 23:35die tatsächlich mal in Derendorf, in Unterbilk oder sonst wo sind.
- 23:40Wie ich schon sagte, irgendwie tatsächlich ganz gut.
- 23:44Genau, um dann wieder darauf zurückzukommen.
- 23:48Kategorie Burger habe ich ja gerade einmal kurz schon angeschnitten.
- 23:52Beide haben 96 von 100 Punkten bekommen, also sowohl Bulle als auch Kio Burger.
- 23:57Bei Bulle loben die Kritiker eben besonders die Handwerks-Wopper,
- 24:00wie sie es genannt haben.
- 24:02Und bei Kio eben, das ist einfach das Beste aus zwei Welten vereint. Quasi einmal...
- 24:06Die japanische Komponente und einmal die Burger-Komponente und dass es eben
- 24:10dieses Japanese-Fusion-Konzept ist, was sehr, sehr gut funktioniert.
- 24:14Dann gehen wir mal in die Kategorie International, das fand ich auch ganz spannend,
- 24:17weil ich mir da persönlich im ersten Moment gar nicht so viel vorstellen konnte,
- 24:21vor allem mit den anderen Abstufungen dann noch.
- 24:23Da ist es eben das Pommes und Wein am Graf-Adolf-Platz, Kelly Can Fly.
- 24:28Dort abgeräumt hat insgesamt 97 von 100 Punkten, also fast Spitzenwert quasi.
- 24:33Dort wurde eben besonders das Konzept gelobt, das ja sozusagen vorsieht,
- 24:37zu sehr hochwertigen Weinen und auch Schaumweinen eben Frittiertes zu servieren
- 24:41oder so klassische Imbissnacks.
- 24:43Was ja auch daran liegt, dass da früher der Berliner Imbiss drin war. Richtig.
- 24:47Und da schreiben die Kritiker eben, dass gerade diese Kombination zwischen Imbissnacks
- 24:52und Wein eben nicht nur geschmacklich überraschend gut matcht,
- 24:55sondern dass da eben auch ein
- 24:56sehr schönes, gemischtes Publikum unterwegs ist, gute Laune immer da ist.
- 25:01Also ja, anscheinend große Fans des Pommes und Wein.
- 25:05Und in der Kategorie levantisch, also quasi alles rund um Mittelmeer,
- 25:10Nahosten, wie auch immer, da hat das Shawarma City geworden.
- 25:14Und zwar mit 94 von 100 Punkten.
- 25:16Also alle unsere Shawarma-Liebhaber.
- 25:19Das liegt an der Alexanderstraße und hat eben 94 von 100 bekommen.
- 25:23Und da sagen die Kritiker, das Schwarma, egal ob aus Hähnchen oder aus Lamm,
- 25:28ist wirklich sehr, sehr lecker. Legendär nennen sie es, mit sauren Gurken,
- 25:31frischem Salat, Knoblauchsoße, dünnes Fladenbrot.
- 25:34Also quasi alles, was man sich zu dem Essen eben wünscht.
- 25:39Genau, dann, das fand ich auch besonders spannend, in der Kategorie Japanisch und Sushi.
- 25:43Da ist natürlich Düsseldorf irgendwie prädestiniert. Ja, wie soll man da irgendwie
- 25:47auswählen? Also es ist halt echt schwierig.
- 25:50Ich fand es ganz spannend, da haben sie eben nochmal Kio Burger ausgezeichnet.
- 25:53Quasi dadurch, dass es eben dieses Fusion-Konzept ist, eben Japan und Burger,
- 25:57passt das natürlich auch gut in die Kategorie rein und ich habe das damals nach
- 26:00der Eröffnung tatsächlich auch selber getestet
- 26:02und das ist wirklich gut, also man kriegt da ja in so Baubands den Burger und
- 26:07zum Beispiel auch so mit so, ich sag mal Teriyaki-Rindfleisch,
- 26:10ganz zart, sehr, sehr lecker gewürzt, also das war wirklich super.
- 26:14Genau, also das heißt einmal Kyo Burger bekommt eine Auszeichnung und aber auch Kenny's Kitchen.
- 26:19Ich weiß gar nicht, ob du das kennst. Das habe ich noch nie gehört.
- 26:22Ja, dort wird eben, das ist eine Birkenstraße, also auch wieder in Flinge.
- 26:27Und dort wird besonders das Karage, also dieses frittierte Hühnchen, das japanische gelobt.
- 26:32Und da schreiben die eben, die Karage sind weit über Düsseldorf-Stadtgrenzen
- 26:35hinaus bekannt. Und echte Leckerbissen für Liebhaber, krosser Hähnchenteile.
- 26:39Also auch da wieder eine Empfehlung. Sind wir wieder am Anfang des Gesprächs.
- 26:42Hähnchen zieht sich hier durch.
- 26:44Hähnchen und Pommes ist unser Ding heute. Ja und dann nochmal,
- 26:47um auf die 20 Grad Restrobar vielleicht zurückzukommen, die hat in der Kategorie
- 26:51Tapas eben auch abgeräumt, 97 von 100 Punkten und da loben die Kritiker unter
- 26:55anderem vor allem den traumhaften Innenhof,
- 26:58der genussvolle Sommernächte versprechen würde und das kann ich aber auch bestätigen,
- 27:02also man sitzt da wirklich total süß, es ist eine sehr schöne Atmosphäre.
- 27:05Ja, und dafür, dass man so mittendrin ist. Ich meine, da ist der Salon,
- 27:08da ist die Ratingerstraße nicht weit, da geht es auch dann schon zur Bolkastraße hin und so.
- 27:13Ich finde, man kann da durchaus ein bisschen im schönsten Sinne vergessen,
- 27:17wo man gerade ist. Total, so ein Rückzugsort so ein bisschen. Ja, absolut.
- 27:22Ich bin da auch immer großer Fan von.
- 27:24Genau, dann gehen wir auch nochmal zurück an Spichernplatz, zur Spichernstraße
- 27:28und zwar in die Kategorie Türkisch und Kebab.
- 27:3095 von 100 Punkten hat dort der Döner Kebab am Spichernplatz erhalten.
- 27:34Den kenne ich tatsächlich selber auch. Der ist ja in diesen ...
- 27:38Wie soll man das nennen, Mini-Einkaufskomplex, wo auch so ein türkischer Supermarkt
- 27:41drin ist und Kams nebenan und so. Ja, sehr lecker Döner anscheinend. Also wurde groß gelobt.
- 27:46Vor allem schreiben die Kritiker, dort gibt es Bilderbuch-Kebab mit blitzschnellem,
- 27:50superfreundlichem Premium-Service und einer sehr guten Fleisch-Carb-Salat-Ratio.
- 27:55Also auch da, die Mischung macht es mal wieder.
- 27:59Genau, und jetzt sind wir quasi auch schon in der letzten Kategorie angekommen
- 28:01und zwar in der Kategorie vegetarisch und vegan.
- 28:04Und da hat das Frucht und Genuss an der Stresemannstraße, die du natürlich auch kennst, hat abgeräumt.
- 28:10Das freut mich, das finde ich schön. Das ist ja auch wirklich ein besonderes
- 28:12Konzept vom Laden, weil das ist eben so, die versuchen, meine ich,
- 28:16alles größtenteils regional, saisonal quasi zu kochen.
- 28:20Es gibt einen täglich wechselnden Mittagstisch. Die Öffnungszeiten sind zwar
- 28:23relativ begrenzt, aber total in Ordnung. Es ist halt ein Mittagslokal. Absolut.
- 28:28Und das ist eben auch das, was gelobt wird. Also dass es eben eine breite Auswahl
- 28:32gibt, dass es eben regional ist, dass es eben saisonal ist, weil man das tatsächlich
- 28:35auch gar nicht mehr so häufig findet.
- 28:37Und da gibt es dann eben 95 von 100 Punkten für und die Auszeichnung in der
- 28:41Kategorie Vegetarisch und Vegan.
- 28:43Und das sind jetzt quasi alle Sieger. Man kann online nochmal in dem Guide nachgucken,
- 28:48was noch alles getestet wurde.
- 28:50Vielleicht auch in anderen Städten, wenn einem das interessiert.
- 28:52Aber ich finde, das ist immer ein guter Einstieg und vielleicht ein guter Überblick
- 28:55erstmal über die Imbisse in Düsseldorf.
- 28:57Und es ist jetzt nicht so, dass da was dabei ist, wo ich sage,
- 29:00boah, das sehe ich überhaupt nicht oder das schmeckt überhaupt nicht,
- 29:04sondern das hat alles irgendwie Hand und Fuß.
- 29:06Ja, also wenn man die Ferienzeit, die freie Zeit dann in dem Fall ein bisschen
- 29:11nutzen möchte, um sich kulinarisch in dieser Stadt weiterzubilden,
- 29:15kann man sich daran orientieren.
- 29:18Ich sage, wie es ist, mir tropft schon wieder der Zahn hier.
- 29:20Dafür bin ich bekannt, um das auszulösen. Und irgendwie frittiertes Hühnchen.
- 29:26Ich glaube, da wird sich heute nochmal umgekaut.
- 29:30Volker sagt, passt ja auch irgendwie. Da wird sich heute nochmal umgeschaut.
- 29:35Ich danke dir sehr für diesen Themenüberblick darüber, was sozusagen kulinarisch
- 29:42in dieser Stadt los war und ist in der letzten Woche.
- 29:46Und ich freue mich aufs nächste Mal. Schöne Ferien und bis bald.
- 29:48Bis bald, tschüss. Ciao.
- 30:05Predigend vom Altar, auf lokalpolitischer Ebene, in Sachen bezahlbarer Wohnraum
- 30:09oder als Initiator der Altstadt-Armenküche.
- 30:12Pater Wolfgang Siefert ist in der Stadt fast unermüdlich unterwegs, engagiert und präsent.
- 30:17Und das immer mit ansteckend guter Laune und dem Blick darauf,
- 30:20was man noch alles machen könnte.
- 30:22Ich habe ihn besucht und mit ihm über seinen Alltag, sein sehr vielfältiges
- 30:25Engagement und darüber gesprochen, wie ihn seine Vergangenheit als Profi-Ringer
- 30:29vielleicht auf all das vorbereitet hat.
- 30:32Ich habe mal wieder mein Aufnahmegerät geschnappt und mich auf den Weg zu einem
- 30:36Ort in dieser Stadt gemacht.
- 30:38Mitten in der Altstadt sitze ich gegenüber Pater Wolfgang. Hallo. Hallo.
- 30:43Wie schön, dass du da bist, wie schön, dass ich da sein darf.
- 30:46Ich kann mir vorstellen, dass einige Hörerinnen und Hörer durchaus wissen,
- 30:51wer du bist. Also du bist ja keine unbekannte Person hier in der Stadt.
- 30:55Man läuft dir immer mal über den Weg, vor allem, wenn man sich zu welchen Anlässen
- 30:59auch immer in den Altstadtkirchen aufhält oder sonst schon lange in Düsseldorf zugegen ist.
- 31:04Dennoch fände ich es sehr schön, wenn du dich einmal ganz kurz vorstellst,
- 31:08mit so viel oder so wenig du möchtest. Das ist ja ja ein freies Gespräch.
- 31:11Also du kannst dir jetzt aussuchen, was du alles preisgibst.
- 31:15Ja, geboren wie so ganz viele in Flingern.
- 31:19Und erste Wohnadresse Oberbilk, Oberbilk aufgewachsen in Vennhausen,
- 31:23ein bisschen am Rand und jetzt seit 36 Jahren in der Altstadt.
- 31:28Ich bin als junger Kerl Dominikaner geworden, hatte vorher Pharmazie studiert und war.
- 31:41Vier Jahrzehnte als Ringer unterwegs, habe in der Schweiz erste Liga und in
- 31:47Deutschland auch zweite Bundesliga gerungen.
- 31:50Aber das stand bei mir nie im vordergrund aber die die ringerei war schon wichtig
- 31:54genau wie in meiner jugend die fahrtfinderei glaube das hat mich neben meiner
- 31:58familie alles sehr geprägt ich verstehe hier in düsseldorf war ich dann 30 jahre im.
- 32:04Düsseldorfer gefängnis als gefängnisseelsorger,
- 32:08Und habe die City Pastoral der Dominikaner, das war damals ganz was Neues,
- 32:12Anfang der 90er Jahre, in der Altstadt, in der Andreaskirche aufgebaut, mit aufgebaut.
- 32:18Also wir waren immer mehrere, darum ging es ja auch. Deswegen bin ich Dominikaner geworden.
- 32:24Ja und da in dem Kontext und dem Leben in der Altstadt ist auch die Altstadt-Armenkirche entstanden.
- 32:30Und aus der Altstadt-Armenkirche auch viel so sozialpolitisches Engagement.
- 32:33Ja, darüber werden wir jetzt im Detail ein wenig sprechen. Du hast eben,
- 32:37als wir uns, als die Mikros noch aus waren, hast du schon erzählt,
- 32:40dass schon dein Urgroßvater in Oberbilk gebaut hat, sozusagen das Viertel mitgestaltet.
- 32:46Also du bist verwurzelt, wie es nur geht in dieser Stadt. Stimmt,
- 32:49also es gab ja das, was später die Oberbilker Stahlwerke waren.
- 32:53Das waren ja ursprünglich drei verschiedene Pönzgens, die aus der Eifel,
- 32:57weil da war der Verkehrsanschluss nicht so, sind die nach Düsseldorf gekommen.
- 33:00Und der Stadtteil Oberbilk hat sich dann zu einem Industriestandort entwickelt.
- 33:04Und einer von denen hat also meinen Ururgroßvater mitgebracht.
- 33:08Und der hatte da offensichtlich eine Verantwortungsstelle und hat für seine
- 33:12drei Söhne dann jeweils ein Haus gebaut, eins am Oberwilker Markt.
- 33:16Da ist dann auch meine Mutter noch geboren worden. Okay, spannend.
- 33:19Also das heißt, genau, du bist wirklich Düsseldorfer durch und durch.
- 33:22Was ja vielleicht auch ein bisschen dich dann bewegt, in dieser Stadt auch zu
- 33:26sein und zu bleiben und zu wirken, kann ich mir vorstellen, oder?
- 33:29Naja, ich war auch zwölf Jahre weg.
- 33:32Aber die Jungs, die mit mir so groß geworden sind, die haben damals ganz verwundert
- 33:35geguckt, dass ich Düsseldorf verlasse.
- 33:38Und als dann zwölf Jahre später meine Ordensoberen meinten, ich sollte nach
- 33:42Düsseldorf gehen, habe ich erstmal so ein bisschen skeptisch geguckt.
- 33:45Der Prophet gilt nichts in seiner Heimatstadt oder so.
- 33:50Aber es war dann doch sehr interessant hier mit Älteren und Jüngeren und sehr
- 33:55verschieden gestrickten Mitbrüdern ein gemeinsames Projekt zu machen.
- 33:59Und ich habe dann aber auch meine,
- 34:02damals schon artikulierte Liebe zum Knast gewährt bekommen, erst mit einer halben Stelle.
- 34:07Und als das Projekt hier in der Altstadt lief, bin ich dann auch im Gefängnis
- 34:11auf eine volle Stelle gegangen.
- 34:13Ja, möchtest du ein bisschen über diese Zeit erzählen? Also ich glaube auch
- 34:16da, das Wort kann man sich irgendwie gut füllen, also Gefängnisseelsorger,
- 34:21aber was ist da so, wie sieht der Alltag aus?
- 34:25Also der Alltag sieht so aus, also Gefängnisseelsorger ist Beziehungsarbeit.
- 34:28Und das Schöne ist, dass du auf der einen Seite nur mit den Leuten redest,
- 34:33die dich als Gesprächspartner haben wollen.
- 34:36Das heißt, wir haben keine Verpflichtung, mit irgendjemand etwas zu tun,
- 34:40dem es vielleicht mit uns schwerfällt oder umgekehrt.
- 34:43Und wir sind sowohl für die Bediensteten da, wie für die Inhaftierten und können,
- 34:47glaube ich, so schon ein ganz gutes Stück auch Atmosphäre im Gefängnis mitgestalten.
- 34:54Die Kontakte im Gefängnis eben mit lauter Leuten, die mich gesucht haben, die waren einfach toll.
- 35:00Und das Gefängnis als Ort extrem schwierig.
- 35:04Zumal es eben auch Behörde ist. Es ist nicht nur ein abgeschlossener Bereich
- 35:08und irgendwie auch repressiv, sondern da ist eben auch ganz viel was behördlich.
- 35:14Dann die Dinge, die Menschen, die da was bewegen wollen, tun wollen,
- 35:19schwierig machen und auf lange Bänke schieben und manchmal am Ende der langen
- 35:23Bank dann alles hinten runterfällt und so.
- 35:27Das hat mich sehr viel Nerven gekostet. Aber die Menschen vermisse ich.
- 35:32Da war so viel Offenheit.
- 35:34Denn wir haben als Gefängnisshedsorge natürlich dieses ungeheure Plus,
- 35:37was im Knast sonst keiner hat.
- 35:39Wir haben Schweigepflicht. Das stelle ich mir eine sehr herausfordernde Aufgabe vor.
- 35:43Teilweise, weil da ja wahrscheinlich auch ganz schön viel kommt,
- 35:46wenn es einmal die Gelegenheit gibt, sich auf dieser Ebene auszutauschen. Und das,
- 35:53Klar, zieht sich ja durch bis jetzt. Also die Altstadtabendküche hast du schon
- 35:56angesprochen. Du hast angesprochen, dass du sozialpolitisch und lokalpolitisch
- 36:00sehr engagiert bist. Das ist ja auch immer alles sehr viel Mensch.
- 36:03Die Altstadtabendküche ist am Burgplatz, in dieser kleinen Gasse, die zum Rathaus führt.
- 36:10Ich bin mir ganz sicher, so wie ich eben schon gesagt habe, dass sich sicher
- 36:13sehr, sehr viele Hörerinnen und Hörer kennen, entweder in Aktion oder vom Vorbeilaufen
- 36:19in der Altstadt mal gesehen, also in dieser ganzen Gegend, wo du dich ja einfach auch viel bewegst.
- 36:24Genauso glaube ich, dass sehr viele von uns an dieser Einfahrt oft vorbeilaufen
- 36:29und vielleicht gar nicht so richtig auf dem Schirm haben, was da passiert.
- 36:34Wer sich da auffällt, was da geschieht.
- 36:38Also das ist ja tatsächlich, wenn man vom Burgplatz, vom Schlossturm zum Rathaus,
- 36:42Eingang mit dem Jan Welle im Reiterdenkmal geht, dann hat man auf der rechten
- 36:46Seite, früher war da der Schokoladenladen direkt neben uns, ein großes grünes Tor,
- 36:51und entdeckt eigentlich nur so zwischen 12.30 Uhr und 14.30 Uhr,
- 36:54wenn wir eben offen haben,
- 36:57dass es die Altstadt-Armenküche gibt.
- 36:59Da waren vor Corona hatten wir so, ich sag mal im Schnitt vielleicht 80,
- 37:0390 Leute, jetzt sind das über 200 Und wir müssen einfach auch,
- 37:07das ist die Mehrzahl der Essen, die wir kochen, To-Go-Ausgabe machen.
- 37:12Das hat dann schon ein bisschen was auch von Abfertigung.
- 37:16Aber wir haben jeden Tag auch Sozialberatung da.
- 37:20Die Küchenkoordination und die Sozialberatung machen Profis.
- 37:25Und die arbeiten dann in der Küche mit,
- 37:29wenn man jetzt so sagt, wer kommt sozusagen jede Woche, dann haben wir 35,
- 37:3340 Ehrenamtliche, wenn man aber mal guckt, wer übers Jahr mehrmals kommt,
- 37:38dann haben wir also eine dreistellige Zahl von Ehrenamtlichen,
- 37:41die das Ganze am Laufen halten
- 37:43und richtig ackern und richtig tolle Atmosphäre machen.
- 37:47Ja, wie sieht da dann so ein Tag aus? Also ich habe jetzt gerade schon nach
- 37:51dem Alltag, wie gesagt, Alltag ist wahrscheinlich in dem Zusammenhang auch ein
- 37:54bisschen ein sehr starres Wort, weil es wird ja, also wo viel Mensch ist,
- 37:58passiert ja auch viel Unvorhergesehenes.
- 38:01Aber wie seid ihr strukturiert? Ehrenamtliche habe ich jetzt schon rausgehört.
- 38:05Kochen tun Profis. Wer macht das Menü? Also wo kann man, genau.
- 38:09Also die Planung machen Profis, aber die meiste Arbeit machen die erdachtig.
- 38:14Ich verstehe. Also das Kochen ist jetzt nicht unbedingt bei den Profis, sondern...
- 38:18Und ja, die kommen morgens, ich sag mal so, meistens so zwischen halb neun und
- 38:24halb zehn fangen die an und nachmittags um Viertel nach drei,
- 38:29halb vier ist dann alles geputzt und wieder hervorragend fürs Gesundheitsamt.
- 38:35Und ja, da wird dann morgens, wird einfach,
- 38:40inzwischen, weil wir solche Riesenmengen haben, auch ziemlich viel,
- 38:43also schon vorgekochte Kartoffeln eingeschweißt und so, also früher haben wir
- 38:47Kartoffeln und Zwiebeln in Massen geschält Wo bekommt ihr die Sachen her?
- 38:51Also wird das unterstützt von Düsseldorfer Zulieferern? Ist das irgendwie,
- 38:55ist das ein ganz normaler, in Anführungszeichen, Gastrobetrieb,
- 38:58der dann in der im Großhandel einkauft?
- 39:01Ja, also wir kriegen im Grunde, wir haben kein eigenes Auto,
- 39:04wir gehen nicht einkaufen, außer wenn mal irgendeine Kleinigkeit fehlt.
- 39:08Und mittwochs holen wir von einer Bäckerei auf der Hohestraße.
- 39:13Uns kistenweise ab das Brot, das wir für die Woche brauchen, frieren einen Teil ein.
- 39:19Ein Großküchendieferant, mit dem wir sehr, sehr, sehr zufrieden sind,
- 39:23wo wir auch immer mal wieder gucken, wie ist der preislich, da ist der auch
- 39:25gut, aber Qualität vor allem.
- 39:27Der kommt einmal in der Woche und liefert uns, das heißt, dass dann mittwochs
- 39:31morgens manchmal über eine Tonne an Tiefkühl- und Kühlware und Frischware und
- 39:39Konserven und Gewürzen und so angeliefert wird.
- 39:42Es gibt mindestens zweimal in der Woche Obst, wir kochen total unterschiedlich,
- 39:47inzwischen zwei, dreimal in der Woche auch vegetarisch, was ganz gut ist,
- 39:50weil manche das auch so wollen.
- 39:53Da mussten wir sonst immer ein bisschen gucken, die Nudeln auf die Seite tun
- 39:56und dann schon mal ein bisschen beim Kochen die Soße, wo erst mal nur Zwiebeln
- 40:01und Tomaten drin sind, ein bisschen auf Seite und so.
- 40:04Wenn wir aber am Tag vorher was Vegetarisches hatten, dann bleibt meistens was
- 40:07übrig und dann haben wir dann auch was für Menschen, die zum Beispiel kein Fleisch
- 40:12oder kein Schweinefleisch oder so essen oder essen können.
- 40:17Das ist genauso beim Obst, da müssen wir immer auch, wenn wir Äpfel oder sowas
- 40:20haben, dann müssen wir immer auch noch einen Joghurt oder einen Pudding als
- 40:24Alternative haben, weil einfach wohnungslose Menschen oft sehr beschädigt sind.
- 40:29Fast immer oder ganz, ganz viele innerlich, aber eben auch zum Beispiel manche
- 40:33nicht mehr einen Apfel beißen können. Ich verstehe.
- 40:37Und so richten wir uns auf alle ein. Und ich glaube, das ist das,
- 40:40was die Gäste in der Abendküche auch merken.
- 40:42Es gibt ein wirklich leckeres, frisch gekochtes Essen an allen Tagen des Jahres.
- 40:47Wobei, das ist gelogen. Das gab es nur in der Corona-Zeit.
- 40:51Denn in all den anderen Jahren haben wir immer an einem Tag des Jahres zu, nämlich Rosenmontag.
- 40:58Ja, aber wir haben sogar Weiberfastnacht haben wir offen und auch Karnevalssonntag.
- 41:03Da steht dann immer extra eine Person, die die Leute, die pinkeln wollen, woanders hinlenkt.
- 41:09Nochmal verweist. Wir haben ja neben uns eine öffentliche Toilette und ein Pissoir
- 41:14steht auch noch auf dem Burgplatz.
- 41:15Also, die müssen nicht unbedingt hinter unsere grüne Tür pinkeln.
- 41:19Ja, das stimmt. Aber da brauchen wir dann ein zusätzliches Personal zum Weiterschicken.
- 41:26Und als mal eine Journalistin bei uns, die Ehrenamtlichen machen immer,
- 41:30wenn das Essen sozusagen nur noch ein bisschen schmurgelt, dann gibt es ein
- 41:32zweites Frühstück vor der großen Kampfzeit der Ausgabe.
- 41:37Und da saß mal eine Journalistin und sagte so, ja, wo kriegen Sie denn die Sachen her und so.
- 41:42Und die Tafel, die verteilt ja auch Dinge, die übrig bleiben und so.
- 41:46Und dann meinte so eine Ehrenamtliche so ganz entrüstet, nein,
- 41:51wir verteilen hier keine Reste.
- 41:53Wir kochen hier jeden Tag ein richtig frisches und gesundes Essen.
- 41:59Und das ist natürlich das, was auch viel Geld kostet und uns,
- 42:03die Düsseldorfer, die uns mit Spenden unterstützen, Ich verstehe.
- 42:27Aber wir haben einfach auch mehr Spenden bekommen. Bei Beerdigungen steht drunter,
- 42:33statt Blumen und Kränzen, bitte Altstadt-Armen-Küche.
- 42:37Bei einer Goldhochzeit wird für uns gesammelt. Unsere Ehrenamtlichen.
- 42:43Erzählen es weiter. Unser Essen für Arme und Reiche einmal im Jahr auf dem Burgplatz
- 42:48mit Bands, die für uns spielen. Das macht Reklame für uns.
- 42:52Ja, und wir setzen uns eben auch für die Interessen unserer Leute ein.
- 42:56Wir sagen immer, wenn da so nachgefragt wird, dann fragen wir so zurück,
- 43:02was ist denn eigentlich das Gegenteil von Armut? Und dann überlegen Leute,
- 43:07und viele sagen dann Reichtum, dann sagen wir nein, Gerechtigkeit.
- 43:11Also wir setzen uns eben auch ein für bessere Koordination im Hilfesystem.
- 43:17Es hat sich in Düsseldorf sehr, sehr viel in den Standards, die waren zum Teil
- 43:24dermaßen unwürdig noch in den 90er Jahren, verändert. Da haben wir immer konstruktiv
- 43:29mitgearbeitet, bessere Vernetzung.
- 43:33Dass einfach auch mehr Menschen sich trauen, nachts in eine Notunterkunft zu
- 43:38gehen, weil sie da eben nicht mehr so starke Befürchtungen haben müssen.
- 43:43An all dem oder medizinische Hilfen zu verbessern. Da sind wir immer,
- 43:47immer, immer mit dabei, das zu stricken.
- 44:01Wenn man sich einmal in sowas begibt und dann auch bestimmte Dinge sieht und
- 44:05mitbekommt, wie sowas von innen tatsächlich läuft, kann man ja vor allem,
- 44:09wenn ich das so sagen darf, wahrscheinlich, wenn man ein Charakter, eine Seele ist wie du,
- 44:15ich kann das auch gut nachvollziehen, dann kann man ja fast gar nicht anders,
- 44:17als zu sagen, okay, dann möchte ich jetzt auch noch irgendwie tatsächlich was
- 44:21verändern und was weiterbringen.
- 44:23Jetzt hast du gerade schon zum einen gesagt, dass ihr vor der Pandemie,
- 44:28dass der Zulauf ein bisschen geringer war als jetzt danach,
- 44:32was ich mir sehr gut vorstellen kann und ja, diese Zeit hat einfach so viel
- 44:37geprägt und so viel verändert, da muss man ja jetzt im Detail auch gar nicht
- 44:40mehr drauf eingehen, aber es ist jetzt einfach mehr Bedarf da.
- 44:44Zeitgleich, also auch hier im Podcast und überhaupt in der Stadt bekommt man
- 44:48ja, also sprechen wir oft drüber, aber bekommt man ja auch mit,
- 44:50dass sich natürlich auch die Situation vielleicht für suchtkranke Menschen,
- 44:54für Menschen ohne festen Wohnsitz und so verändert in alle Richtungen.
- 44:58Also ich habe das Gefühl, dass ich schon, was heißt, ich habe das Gefühl,
- 45:01ich bekomme schon mit, es wird immer mehr.
- 45:04Zeitgleich, wie du ja auch gerade schon gesagt hast, werden aber auch immer
- 45:07mehr vielleicht Stellschrauben nochmal irgendwie bewegt und angezogen,
- 45:10dass man das ein bisschen besser handeln und auffangen kann,
- 45:13aber ist das zum einen auch, was du erlebst, also nicht nur in dem Zulauf,
- 45:19bei der Altstadt-Abendküche, sondern auch, wenn du dich in deinen anderen.
- 45:24Rollen bewegst, beziehungsweise einfach mit offenen Augen durch die Stadt gehst und hast du da,
- 45:30noch andere Sachen, in denen du aktiv bist, die das auch auffangen,
- 45:33also genau in der Suchthilfe, Bündnis für bezahlbares Wohnen spielt ja auch
- 45:38da irgendwie mit, also weil wenn Wohnen bezahlbarer wird,
- 45:41Ergo können sich vielleicht mehr Menschen auch Wohnraum leisten.
- 45:46Nochmal zwei Bemerkungen. Die Zahl der Wohnungslosen ist in den letzten Jahren
- 45:52auf das Doppelte gestiegen.
- 45:55Und es war ja vorher schon so, dass es einfach auch immer Konflikte gibt.
- 45:59Da, wo sich viele aufhalten und vielleicht gerade auch die Wohnungslosen,
- 46:03die ein Suchtproblem mit Alkohol oder mit Stoffen, die verboten sind, haben.
- 46:10Da ist es manchmal nicht angenehm. Das sehen wir ja auch.
- 46:14Aber wenn man dann weiß, dass es jetzt doppelt so viele gibt wie vor zehn Jahren.
- 46:19Ja, und wenn man weiß, dass natürlich die Flächen, die Außengastronomie,
- 46:26das ist ja immer mehr geworden, Baustellen immer mehr,
- 46:30Orte verschwinden, zum Beispiel die schöne Steinbank, die am Rathausplatz war,
- 46:35an der alten Kämmerei, jetzt ist das alles weg.
- 46:38Ich weiß doch, die Bezirksbürgermeisterin hatte damals mal nachgefragt.
- 46:41Nein, die kommt wieder. Die ist nicht wiedergekommen.
- 46:44Karschhaus, jetzt seit, weiß ich nicht, fünf, sechs Jahren Baustelle.
- 46:47Da haben sich viele Leute aufhalten können.
- 46:50Und wenn sie nicht also gar zu aufsässig waren, haben die noch nicht mal jemanden gestört.
- 46:54Also das sind alles Dinge, die, wir sagen dann immer, die Zahl steigt und gleichzeitig
- 46:58werden die Straßen enger. Dann gibt es ja auch mehr Konflikte.
- 47:02Und desto wichtiger ist es, um irgendwie ein gutes Miteinander zu haben,
- 47:06dass einfach auch dann mehr und vermehrt Hilfsangebote da sind.
- 47:13Da kommt eine Stadt fast automatisch kaum nach.
- 47:16Auf der anderen Seite erlebe ich ganz viele Akteure in der Verwaltung,
- 47:21in der Politik, in den Wohlfahrtseinrichtungen und Verbänden,
- 47:25die sich da echt richtig reinhängen, gute Ideen, gute Konzeptionen zu entwickeln.
- 47:30Ich sage nur mal als ein Beispiel, dass jetzt hier in den letzten Jahren eine
- 47:34sehr effektive Zusammenarbeit zwischen Gesundheitsamt und Wohnungslosenhilfe passiert.
- 47:39Das ist einfach ein gewaltiger Schritt vorwärts.
- 47:42Ich verstehe. Und wenn du dich da jetzt selber ein bisschen einordnest,
- 47:48also es folgt ja alles einem roten Faden, aber dass du gesagt hast,
- 47:52okay, ich wechsle jetzt auch mini bisschen die Seite und gehe quasi
- 47:56in dieses politische Engagement, was ja nochmal, da hast du ja wieder mit anderen
- 48:00Menschen zu tun, als mit denen, die es direkt betrifft.
- 48:03Also gab es da so einen Knackpunkt oder war es wirklich immer der nächste Schritt
- 48:08nach dem anderen und du hast dich dann zu dieser allumfassenden,
- 48:12ja auch öffentlich wirkenden Person entwickelt quasi?
- 48:16Also es gibt tatsächlich so Knackpunkte.
- 48:18In dem einen Bereich als Gefängnisseelsorger war es für mich einfach.
- 48:25Ich glaube, da stand ich vor einer Wirklichkeit, die ich damals einfach schier unglaublich fand.
- 48:32Die englische Rhein-Armee hatte Wohnungen in Pempelford, Goldsheim und so.
- 48:37Und die gingen dann von irgendeiner Bundesvermögensverwaltung ans Finanzministerium im NRW.
- 48:43Und die haben dann gesagt, wir müssen die mit möglichst viel Profit verkloppen.
- 48:49Am liebsten die Liegenschaften von der Stadt so umwidmen lassen,
- 48:54dass man da sechs- oder achtstöckige Luxuswohnungen bauen kann.
- 48:57Und dann können wir die Grundstücke am meisten, am meistbietenden oder dann
- 49:03kriegen wir die höchsten Einnahmen da rein.
- 49:06Und damals bin ich dann mit auf die Straße gegangen. Das war einfach für mich
- 49:09sowas von klar, dass wir nicht nur für Haft entlassen, aber das war mein Augenmerk.
- 49:15Wohnungen brauchen, die bezahlbar sind. Und dann stellt sich raus,
- 49:19dass da an der Kaiserswerter Straße für WGs zum Beispiel, Fachhochschule und
- 49:23so, Super geeignete Wohnungen mit 180 Quadratmetern und so.
- 49:28Ein paar Häuser konnten wir damals erhalten, aber seit der Zeit,
- 49:31seit über 30 Jahren, bin ich sozusagen in diesen bezahlbaren Wohnen drin.
- 49:35Erinnere mich noch, wie in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung in den 90er Jahren
- 49:41drin stand. Wir müssen einfach bezahlbaren Wohnraum schaffen.
- 49:45Was macht die Bundesregierung? Sie schafft also die ganze Unterstützung.
- 49:53Für sozialen Wohnungsbau ab, der nimmt seitdem rasant ab,
- 49:58öffnet für Finanzinvestoren aus aller Welt hier auch den Wohnungsmarkt,
- 50:02die Städte und die Länder verkaufen ihre Wohnungen an profitorientierte Unternehmen.
- 50:08Ja, das ist eine politisch gemachte Katastrophe, die wir im Moment haben.
- 50:13Das ist so ein Bereich, in dem ich einfach seitdem drin bin und wir haben jetzt
- 50:17hier in Düsseldorf seit, ich weiß es gar nicht genau, fünf, sechs,
- 50:20sieben Jahren, haben wir so ein Bündnis bezahlbares Wohnen, lauter Leute, die also,
- 50:26ungebunden, ohne für irgendeine Institution oder Partei da drin zu sein,
- 50:31sich ehrenamtlich engagieren und da sind wir inzwischen durchaus ein wahrgenommener
- 50:37Gesprächspartner für Politik und Medien.
- 50:39Ja, jetzt habe ich mich gefragt, während du das alles so erzählt hast,
- 50:45wir sind jetzt ein bisschen ja auf der weltlichen Ebene sozusagen,
- 50:50du bist ja auch Pater, also du kommst ja auch von der Kirche,
- 50:54also hast dein Leben quasi, hast dein Leben dem ein wenig ja verschrieben.
- 50:59Dass das immer mitschwingt, ist ja klar, aber versuchst du das auch immer an?
- 51:02Mit einzubringen oder ist das für dich einfach eine Sache, die für dich so präsent und,
- 51:08selbstverständlich ist, dass das gar nicht, also predigst du auch in der Abendküche,
- 51:12also wird da auch gemeinsam gebetet, also ist das auch immer noch Teil oder
- 51:15ist das für dich einfach so sehr das, was dich trägt, dass das quasi,
- 51:20ja, das im Alltag, sage ich jetzt, wenn du agierst, gar nicht mehr so immer
- 51:25auf dem Schirm ist, weißt du?
- 51:26Ich differenziere mal. Die Altstadt Abendküche habe ich damals ganz bewusst
- 51:30als einen Verein gegründet, in dem alle mitarbeiten können und sollen.
- 51:36Und wir haben da tatsächlich Menschen, die sind weltanschaulich überhaupt nicht
- 51:42oder ganz woanders oder auch christlich gebunden.
- 51:44Das ist da ganz offen und ganz selbstverständlich, dass es genau diese Breite und Offenheit gibt.
- 51:50Und ich glaube, dass das auch ein Stück ist von dem, was als Wert auch bei unseren
- 51:54Gästen ankommt. Nicht bei allen, aber bei vielen.
- 51:57Dass wir da ungebunden sind. Wir sind also auch nicht mit irgendeiner kirchlichen
- 52:02Organisation verbändelt, sondern ein völlig freier, selbstständiger Verein.
- 52:06Vereinsmitglieder sind ausschließlich Leute, die da ehrenamtlich mitarbeiten.
- 52:10Es gibt also keine, die irgendwie, weil sie, was weiß ich, Mr.
- 52:14Wichtig sein wollen oder so da drin sind. So.
- 52:20Unabhängig von der Altstadt-Armenkirche trete ich als Pater Wolfgang als Dominikaner auf.
- 52:26Da mache ich nochmal deutlich, dass der Dominikanerorden 800 Jahre existiert
- 52:31und 800 Jahre Basisdemokratieerfahrung hatte. Und ich glaube,
- 52:34dass diese Kultur auch das ist, was mich damals angezogen hat.
- 52:38Also ich wollte nicht unbedingt ein katholischer Priester werden.
- 52:42Damit habe ich sogar lange gefremdelt und fremdelt mit dem Priesterbild bis heute.
- 52:46Aber Dominikaner und Mitglied in einer Gemeinschaft, wo alle versuchen,
- 52:50an einem Strick zu ziehen und sich demokratisch organisieren,
- 52:53alle Ämter nur auf Zeit, alle Ämter mit begrenzten Befugnissen, da bin ich,
- 53:01heute noch mehr als als junger Mann sehr schön angetan. Mit wie vielen Jahren
- 53:04bist du eingetreten? 21.
- 53:07Also das war damals für mich schon ein Punkt, aber je länger ich das beobachte,
- 53:12desto mehr wird mir auch deutlich, dass das eben auch ein Klima und eine Atmosphäre
- 53:17schafft, dass es da so eine lange derartige Tradition gibt.
- 53:21Es gab ja mal einen Papst aus Polen, der gesagt hat, Demokratie und katholische
- 53:25Kirche verträgt sich nicht.
- 53:27Da habe ich nur gedacht, die Benediktinerinnen und Benediktiner wählen ihre
- 53:30Äbtissinnen und Äbte seit anderthalb tausend Jahren.
- 53:34Und es funktioniert offensichtlich, ne?
- 53:39Aber draußen bin ich sehr bewusst als Wolfgang, der Christ ist,
- 53:44der Seelsorge macht und sich für die Anliegen von Wohnungslosen oder gegen das
- 53:50Vertreiben aus Miethäusern,
- 53:54oder für eine,
- 53:56Gesellschaft, in der starke Schultern einfach auch mehr tragen einsetzt.
- 54:00Ja, verstehe. Also es ist nicht nur nach außen, sondern wenn ich das richtig
- 54:04verstehe und jetzt nicht zu distanzlos da bin, das ist auch,
- 54:07was dich natürlich trägt und stärkt.
- 54:11Dein Glaube am Ende ist das, was das alles für dich möglich macht.
- 54:14Ich glaube, das ist meine Biografie, ich glaube, das ist mein Bauch,
- 54:16das ist mein Herz, aber auch mein Verstand. Ja, ich verstehe.
- 54:20Wenn du jetzt ein bisschen, jetzt haben wir sehr viel über den einen Bereich
- 54:23gesprochen, auch, wo ich dich ja auch schon erleben durfte,
- 54:27sind Trauungen und Taufen und halt, ja, ich sag jetzt mal, die ja eher schön
- 54:32gelesenen Momente im Leben, in unserer aller Leben, für die bist du ja auch
- 54:38maßgeblich verantwortlich, natürlich auch für Trauerfeiern,
- 54:41was ja auch etwas Schönes haben kann und etwas Abschließendes natürlich.
- 54:47Ist das manchmal für dich schwierig diese Balance oder gehört das auch alles
- 54:51zusammen weil es gehört halt alles zusammen das Schöne und das vielleicht dann
- 54:54etwas ja, Unschönere also,
- 54:58oder musst du da so umswitchen also menschliche Nähe ist für mich einfach immer
- 55:02was ganz Wichtiges die ist natürlich in so einem Sonntagsgottesdienst wenn ich
- 55:05vorne stehe nicht so groß,
- 55:08nicht so direkt deswegen es fällt mir immer wieder auf wie sehr ich die Leute
- 55:13angucke mit denen ich mehr zu tun habe.
- 55:19Und bei taufen und bei beerdigungen,
- 55:23ist es eben wieder ganz, ganz klar, da steht ein Mensch, das kleine neue Menschenkind oder
- 55:29die verstorbene Person, die stehen im Mittelpunkt und alle gucken da hin und
- 55:33ich gucke da mit den Leuten hin und versuche das Ganze in Ritus zu bringen,
- 55:37der lebendig ist und Freude macht.
- 55:39Das ist vielleicht ein bisschen verblüffend, wenn ich das im Blick auf Beisetzungen sage, Aber ich finde,
- 55:45einem menschlichen Leben in der Verabschiedung noch mal ein Stück Würde zu geben
- 55:54und ein Stück zu gucken, worauf kommt es im Leben denn an,
- 55:58das finde ich eine ganz großartige und bereichernde Aufgabe.
- 56:01Und irgendwer hat jetzt letztens mal nach einer Beisetzung gesagt,
- 56:04darf man das sagen? Das war schön.
- 56:07Und ich habe gesagt, ja, das darf man sagen. Ich finde auch,
- 56:09das darf man sagen. Das soll so sein. Ja, ja.
- 56:13Also oft fallen mir Trauungen tatsächlich eher ein bisschen schwer,
- 56:17weil im Gegensatz zu Taufen und Beerdigungen, die Menschen da, also die Brautpaare,
- 56:23Schwierigkeiten haben, wirklich noch authentisch zu sein bei all dem,
- 56:26was sie sich selber vornehmen, wo sie unter Druck stehen, welche Erwartungen sie erfüllen wollen.
- 56:31Das ist manchmal so ein bisschen, wo ich so sage, da kommst du dann kaum noch
- 56:36bis zu denen vor, weil die dann sagen, ja, aber wir möchten dann also,
- 56:41dann auch noch das Musikstück oder die Sängerin oder den Solisten.
- 56:47Und das ist aber dann am Ende wegen den Freunden oder wegen der Oma und gar nicht wegen denen.
- 56:53Da habe ich das Gefühl, dass es viel, viel selbstverständlicher ist,
- 56:56dass bei Taufen und Beerdigungen, das sind ja meistens dann die Familien,
- 57:01also die Nächsten, die damit zu tun haben, wirklich bei sich sind. Ja, ich verstehe.
- 57:08Und da kann ich super gut mit...
- 57:12Umgehen, dann zu versuchen, das, was da authentisch da ist, in eine schöne Form
- 57:17zu bringen, in eine passende, die wirklich dann zu zum Beispiel der verstorbenen
- 57:22Person passt und zu den Leuten, die da als Gäste kommen. Ja, ich verstehe.
- 57:28Ich würde langsam zum Abschluss kommen und dich einfach fragen,
- 57:33jetzt haben wir über all deine Projekte sozusagen oder über dein Engagement gesprochen.
- 57:39Gibt es was, wo man sich, ja, wenn man das jetzt hört, wo man sich beteiligen
- 57:43kann, sucht ihr noch ehrenamtlich jemanden, kann Spenden, habe ich mitbekommen.
- 57:46Gibt es Veranstaltungen?
- 57:48Also dieses Event mit den Bands, das findet ja statt, ist das in absehbarer
- 57:52Nähe? Also möchtest du ein bisschen in die Zukunft schauen und sagen,
- 57:55hast du noch was geplant, was du vielleicht noch nirgendwo anders erzählt hast?
- 58:00Nee, also Geheimnisse habe ich gar keine. Ähm.
- 58:04Das Essen für Arme und Reiche auf dem Burgplatz ist am 15. August.
- 58:09Und wir brauchen Ehrenamtliche in der Abendküche. Und klar, da gehen auch immer mal wieder Leute und so.
- 58:15Im Moment ist es relativ gut besetzt. Und wir können natürlich auch nur Leute
- 58:19brauchen, die wirklich zuverlässig sind. Ja, ich verstehe. Also weil wir können
- 58:23nicht immer sagen, komm, wir haben jeden Tag zwei mehr, als wir eigentlich brauchen.
- 58:27Dafür ist es bei uns viel zu eng.
- 58:29Ja. Dann stehen die sich auf den Füßen, dann fühlen die sich unnötig und so.
- 58:33Also das funktioniert nicht.
- 58:35Das heißt, wir sind darauf angewiesen, dass die, die dann sagen,
- 58:38ich bin mittwochs da, dass die dann auch immer da sind oder auf jeden Fall am
- 58:44Mittwoch vorher sagen, nächsten Mittwoch müsste jemand anders suchen oder so.
- 58:47Ja, vielleicht, genau. Also trotzdem würde ich jetzt sagen, wer sich irgendwie
- 58:51engagieren möchte, wer spenden möchte, kann sich ja melden. Also man findet euch im Internet.
- 58:56Unsere Hörerinnenschaft ist da auf jeden Fall sehr aktiv, das weiß ich.
- 59:01Aber auch vielleicht hat es ja einfach zur Folge jetzt, dass man an diesem Ort
- 59:05vorbeigeht und nicht mehr einfach nur vorbeigeht, sondern vielleicht ist dieser
- 59:10Ort jetzt ein wenig mehr auf dem Schirm.
- 59:12Ich danke dir sehr für dieses offene und sehr schöne Gespräch und freue mich
- 59:17auf ein nächstes Mal. Dankeschön.
- 59:19Alles Gute. Jetzt kommt das Wochenendwetter für Düsseldorf vom Wetterstruxie.
- 59:24Das Wetter, das hält für uns einen versöhnlichen Abschluss dieser Woche bereit,
- 59:29wobei wir sagen müssen, der Sonntag, der wird eine kleine Überraschung mit sich bringen.
- 59:34Ich grüße euch damit ganz herzlich zum Wochenendwetter.
- 59:37Beim Wetter, da tut sich gerade ein kleines bisschen, denn wir werden es mit
- 59:40einem kleinen Zwischenhoch zu tun bekommen und dieses Zwischenhoch,
- 59:43das wird uns vor allem mildere Luft bringen. Die Sonne kommt dabei auch wieder
- 59:47deutlich häufiger zum Zuge hoch.
- 59:49Und das, was wir diese Woche hatten, so zwischendurch mal so ein paar Tropfen
- 59:53Regen, ansonsten viele Wolken und recht kühle Temperaturen, das kennen wir ja
- 59:57schon gar nicht mehr, gerade nicht aus diesem Sommer.
- 1:00:00Und das werden wir jetzt auch zumindest mal in einer, naja, wie soll ich sagen,
- 1:00:06einer sehr angenehmen Änderung bei uns behalten.
- 1:00:10Denn die Modelle, die berechnen schon wieder Extreme, gerade was den Monatswechsel
- 1:00:14angeht. Kommen wir später zu.
- 1:00:16Wir kümmern uns jetzt erstmal um dieses Wochenende und der Freitag,
- 1:00:20der wird wohl zum Start hinweg noch mehr Sonne bringen und gerade dann zum Nachmittag
- 1:00:25sind dann schon mal kompaktere Wolkenfelder unterwegs.
- 1:00:28Das Ganze dann bei etwa 12 bis maximal 24 Grad.
- 1:00:32Zum Abend hin sollten die Wolken sich dann größtenteils wieder auflösen,
- 1:00:36sodass dann die Sonne auch am Abend wieder deutlich mehr zum Zuge kommt.
- 1:00:40Der Samstag, der wird uns aller Voraussicht nach gerade in der ersten Tageshälfte
- 1:00:45viel Sonne bringen und das Ganze dann bei 14 bis maximal 29 Grad.
- 1:00:50Und zum Abend hin gibt es dann wieder vermehrt Quellwolken. Hier ist nicht so
- 1:00:53ganz sicher, ob es wirklich Quellwolken sind im Sinne von, dass sich so vielleicht
- 1:00:58mal ein Schauer anbahnt, der aber nicht kommen wird.
- 1:01:02Oder ob es tatsächlich schon die Vorboten eines Neues Tiefs sind,
- 1:01:05die dann erstmal so ein bisschen hohe Schleierwolken bringen,
- 1:01:08sodass die Sonne so ein bisschen milchig-matt durchscheinen wird.
- 1:01:11Das ist noch so ein bisschen offen. Und dann gucken wir uns noch den Sonntag
- 1:01:14an und jetzt kommt die Überraschung. Denn es wird Regen geben.
- 1:01:17Ja, tatsächlich, es wird Regen geben.
- 1:01:21Das ist ja schon fast eine News wert. Dieser Regen, der wird aller Voraussicht
- 1:01:25nach so gerade in der zweiten Tageshälfte durchaus auch schon mal etwas kräftiger dabei sein.
- 1:01:30Und je nach Modell sind so grob drei, vier Liter möglich. Das Ganze kann sich
- 1:01:36sogar bis auf zu 15 Liter pro Quadratmeter erhöhen.
- 1:01:39Da sind sich die Modelle halt eben noch entsprechend ein bisschen uneinig.
- 1:01:42Dazu frischt der Wind auf. Wir werden Spitzenböhen bis zu 40 Kilometer pro Stunde
- 1:01:46aus südwestlichen Richtungen bekommen.
- 1:01:48Und die Temperaturen, die gehen ein bisschen zurück auf 17 bis maximal 23 Grad.
- 1:01:54Wenn es auch schon mal länger regnet, dann könnten auch gerade mal 20 Grad erreicht
- 1:01:59werden und das Ganze dann auch nicht weiter überschritten werden.
- 1:02:03Und dann beginnt die neue Woche. Die wird wieder deutlich freundlicher werden
- 1:02:08und die Temperaturen steigen schon bis Mitte nächster Woche im groben Schnitt
- 1:02:12auf 28 bis maximal 32 Grad an.
- 1:02:15Aber das sind zumindest mal so die,
- 1:02:19globalen Modelle, auch mit ihren Mitteln dabei.
- 1:02:22Das heißt, so in diesem Rahmen sollten wir uns bewegen. Wenn dem nicht so ist
- 1:02:27und es gibt einen Extremlauf, wie der aktuelle Hauptlauf des amerikanischen
- 1:02:32GFS-Modells von heute Morgen von 0 Uhr berechnet,
- 1:02:36dann sind das schon 38 Grad möglich.
- 1:02:39Das Ganze würde ich im Moment keinen Funken Glauben schenken.
- 1:02:45Das ist wieder ein Extremwert, der einmal richtig durchgeschossen ist,
- 1:02:49Und diese Extremwerte, die werden auch dann entsprechend noch weiter in Richtung
- 1:02:54der übernächsten Woche fortgeführt.
- 1:02:57Denn da ist dieser aktuelle Nullerlauf, von dem ich gerade gesprochen habe,
- 1:03:02der berechnet nämlich einfach mal für den letzten Vorhersagezeitpunkt, also den 6.
- 1:03:07August, den Donnerstag, da werden es aktuell 44,4 Grad werden.
- 1:03:14Das Schnitt von allen Modellen des amerikanischen GFS Modells, die sind bei 29,6.
- 1:03:20Also 15 Grad Unterschied zwischen dem Hauptlauf, der auf den Apps gezeigt wird,
- 1:03:25der jetzt auch breit gefächert medial einmal komplett durchs Dorf getrieben wird.
- 1:03:31Und dem Mittel aller Modellberechnungen, die dann in diesem Fall mal deutlich
- 1:03:37mehr Gewichtung haben sollte bei der Berichterstattung, als dieser Hauptluft,
- 1:03:40der völlig extrem einfach nur ausreißt.
- 1:03:43In diesem Sinne wünsche ich euch jetzt ein schönes Wochenende.
- 1:03:47Genießt, sage ich jetzt mal, den Regen am Sonntag.
- 1:03:51Es wird der letzte sein für vermutlich mal wieder einer längeren Zeit.
- 1:03:56Und naja, was soll ich sagen? Die Trockenheit wird damit nicht wirklich in Schach
- 1:04:01gehalten. Sie wird eher noch schlimmer werden.
- 1:04:04Es sind leider keine guten Nachrichten, die ich zum Schluss habe.
- 1:04:07Aber zumindest gab es mal diese Woche mal viel Raum zum Durchatmen.
- 1:04:12Ich hoffe, das ist schon mal ein Anfang. Also in diesem Sinne euch ein schönes Wochenende.
- 1:04:16Und wir hören uns nächste Woche wieder zum Wochenendwetter. Bis dann. Ciao, ciao.
- 1:04:24Das war der Rheinpegel für diese Woche. Wenn ihr uns, wenn ihr mir eine wirklich
- 1:04:28große Freude machen wollt, dann abonniert doch diesen Podcast überall,
- 1:04:32wo es ihn zu abonnieren gibt. Und wenn ihr schon dabei seid,
- 1:04:35dann bewertet ihn doch auch gleich und teilt diesen Podcast.
- 1:04:39Erzählt jemandem davon, der oder die Düsseldorf liebt oder noch viel besser,
- 1:04:44der oder die das gefälligst bald lernen soll.
- 1:04:46Mein Name ist Thorsten Kormann. Ich danke euch fürs Zuhören.
- 1:04:49Bis zum nächsten Mal. Tschüss.
- 1:04:52Den Rheinpiegel gibt es jeden Donnerstag neu. Folgt dem Podcast jetzt in eurer
- 1:04:56Podcast-App, um keine Episode mehr zu verpassen.