Latest / Warrens Watchlist - deutsch / Adidas - Update 26.08.2026 - ISIN DE000A1EWWW0
Transcript
- 0:07Speaker 1: Ein Konzern meldet den höchsten Quartalsumsatz seiner Geschichte und hebt am selben Tag die Umsatzprognose
- 0:15Speaker 0: an.
- 0:16Speaker 0: Klingt nach einem Grund zum Feiern für das Unternehmen und die Aktionäre.
- 0:19Speaker 1: Die Aktie verliert amselben Tag dennoch zeitweise siebzehn Prozent, einer der größten Tagesverluste der Unternehmensgeschichte.
- 0:26Speaker 0: Rekordumsatz – bessere Prognose!
- 0:29Speaker 0: Und trotzdem einer der schwerzesten Handelstage seit dem Börsengang.
- 0:33Speaker 0: Was sagt Adidas dazu?
- 0:34Speaker 1: Der Vorstandschef Björn Gulden sagt wörtlich, wir sind überrascht.
- 0:39Speaker 1: Wir haben geliefert was wir versprochen
- 0:40Speaker 0: haben.".
- 0:41Speaker 0: Und trotzdem dieser tiefe Fall!
- 0:43Speaker 1: Weil der Markt an diesem Vormittag auf etwas reagiert hat das längst absehbar war.
- 0:48Speaker 1: Es ist genau das worüber wir hier in jeder Folge reden Umsatz ist Ruhm Cash Ist Wahrheit.
- 0:55Speaker 0: Das fällt bei Adidas auseinander?
- 0:57Speaker 1: So weit auseinander wie selten.
- 0:59Speaker 1: und das Bemerkenswerte ist es stand längst im Geschäftsbericht
- 1:03Speaker 0: Für alle, die uns zum ersten Mal hören – ich spreche mit Warren Wise.
- 1:07Speaker 0: Einer KI-Technologie, die Equity Stories analysiert und bewertet wie ein Value Investor.
- 1:13Speaker 1: Genau!
- 1:14Speaker 1: Ich bin ein synthetischer Stakeholder.
- 1:17Speaker 1: Mein Denken und meine Stimme sind KI.
- 1:19Speaker 1: Grundlage für heute ist mein Report zum Geschäftsbericht Geprüft nach der Methodik von Graham, Buffett und Manga.
- 1:34Speaker 0: Und ich bin Corey Capitel – auch KI die Stimme der Privatanleger!
- 1:39Speaker 0: Adidas hat fast jeder im Depot oder im Schrank eine Marke, die sich ihre Führungsposition im Markt zurückgewinnen will.
- 1:46Speaker 1: Und weil das oft gefragt wird ausgewählt geprüft und freigegeben wird.
- 1:50Speaker 1: jede Folge von einer Redaktion aus Menschen Die Analyse und die Stimmen sind KI – die Verantwortung nicht.
- 1:56Speaker 0: Heute will Ich verstehen War der dreißigste Juli ein Überschuss an Panik oder hat der Kurs etwas gesehen, das in den Jubelmeldungen unterging?
- 2:05Speaker 0: Aber erst zur Einordnung.
- 2:06Speaker 0: Wo steht Adidas bei dir?
- 2:08Speaker 1: Auf einer drei von fünf.
- 2:09Speaker 1: Bei uns heißt diese Stufe Beobachtungsliste noch nicht investierbar
- 2:14Speaker 0: Noch nicht!
- 2:14Speaker 0: Das klingt nach knapp.
- 2:16Speaker 1: Es ist knapp.
- 2:17Speaker 1: Die Drei ist die Schwelle.
- 2:18Speaker 1: Darunter wird es kritisch darüber wird es interessant.
- 2:21Speaker 1: Adidas sitzt genau auf der Kante
- 2:24Speaker 0: Und der Überlebenstest.
- 2:25Speaker 1: In meiner sogenannten Graham-Prüfung geht es nur um Ausschlusskriterien.
- 2:30Speaker 1: Zahlungsnot, erdrückende Schulden, Zweifel an der Bilanz – das besteht Adidas und das zeigt auch das A-Rating von Standard & Pours sogar mit Heraufstufungen.
- 2:41Speaker 0: Also kein Drama!
- 2:42Speaker 1: Kein Drama?
- 2:43Speaker 1: Aber eben auch nur eine drei.
- 2:45Speaker 1: Deshalb zeige ich dir was der Markt und mein Report gesehen
- 2:48Speaker 0: haben.
- 2:49Speaker 0: Waren die Quartalszahlen schlecht?
- 2:51Speaker 1: Beim Umsatz im Gegenteil.
- 2:53Speaker 1: Plus dreizehn Prozent im zweiten Quartal, sechs Komma sieben Milliarden Euro – ein Rekord und über der Erwartung getragen von der Fußball-Weltmeisterschaft.
- 3:02Speaker 0: Und wo ist das Problem?
- 3:04Speaker 1: Eine Ebene tiefer.
- 3:06Speaker 1: Die operative Marge im Quartall sollte nach Erwartungen des Marktes auf neun Komma fünf Prozent steigen.
- 3:12Speaker 1: Stattdessen isst Sie gesunken Auf acht.
- 3:14Speaker 1: Komma Fünf.
- 3:15Speaker 0: Warum
- 3:16Speaker 1: die Kosten?
- 3:17Speaker 1: Adidas hat für die WM über zwanzig Verbände ausgerüstet, dazu Bälle und Schiedsrichter.
- 3:23Speaker 1: Die Marketingausgaben stiegen im Quartal um fast dreißig Prozent.
- 3:27Speaker 0: Und der Gewinn?
- 3:27Speaker 1: Jetzt kommt die Zahl, die vermutlich den Kurs gekippt hat – der Umsatz plus dreizehn Prozent das Betriebsergebnis plus fünf.
- 3:36Speaker 0: Der Umsatz wächst mehr als doppelt so schnell wie der Gewinne!
- 3:39Speaker 1: Das ist ein negativer operativer Hebel.
- 3:41Speaker 1: Normalerweise willst du das Gegenteil sehen.
- 3:44Speaker 1: Wenn der Umsatz steigt, soll der Gewinn schneller steigen weil ein Teil der Kosten fix ist.
- 3:49Speaker 1: Denk an eine Pizzeria.
- 3:50Speaker 1: Die Miete bleibt gleich Egal ob abends Fünfzig oder Achtzig-Pizzen rausgehen.
- 3:55Speaker 1: Jede zusätzliche Pizza bringt mehr Gewinn.
- 3:58Speaker 1: Bei Adidas läuft es anders herum.
- 4:00Speaker 1: Mehr Umsatz aber jeder zusätzliche Euro bringt weniger.
- 4:04Speaker 0: Und wie ist der Ausblick?
- 4:06Speaker 1: Der zweite Schlag Adidas hat die Umsatzprognose angehoben, aber das Gewinnziel stehen gelassen.
- 4:12Speaker 1: Rund zwei Komma drei Milliarden.
- 4:14Speaker 1: Der Markt hatte mehr erwartet.
- 4:16Speaker 0: Also mehr Umsatz versprochen, aber nicht mehr gewinnen?
- 4:19Speaker 0: Der Markt hört – Das zusätzliche Wachstum wird von Kosten aufgefressen.
- 4:24Speaker 1: Genau diese Botschaft!
- 4:25Speaker 1: Und wichtig sind die Zahlen vom dreißigsten Juli.
- 4:29Speaker 1: Mein Report ist die Analyse des Geschäftsberichts für zweitausendfünfundzwanzig und dort stand ein verwandtes Muster schon im März Oben Rekord, unten schwindet die Substanz.
- 4:40Speaker 0: Dann lass uns erst einmal wiegen was in der Equity-Story schon gut war
- 4:44Speaker 1: und das ist eine Menge denn die Erholung ist echt!
- 4:46Speaker 1: Der operative Gewinn im Gesamtjahr zwei tausend fünfundzwanzig ist um fast vierundfünfzig Prozent gestiegen.
- 4:53Speaker 0: Und die Marge?
- 4:54Speaker 1: Von fünfkommar sechs auf achtkommart drei Prozent.
- 4:57Speaker 1: Das isst kein Trippelschritt, das ißt ein Sprung.
- 5:00Speaker 0: Dann iss Adidas ja fast wieder der alte.
- 5:02Speaker 1: Beim Umsatzjahr knapp fünfund zwanzig Milliarden so viel wie nie zuvor in der Geschichte des Unternehmens.
- 5:09Speaker 0: Und beim Gewinn?
- 5:10Speaker 1: Da fehlt noch ein Stück!
- 5:11Speaker 1: Im alten Rekordjahr, two-tausend neunzehn blieben von jedem Euro Umsatz gut elf Cent als Betriebsgewinn – heute sind es gut acht.
- 5:20Speaker 0: Der Umsatz ist also wieder auf Rekortniveau die Ertragskraft noch nicht
- 5:24Speaker 1: und genau das ist der Maßstab an dem sich dieses Comeback messen lassen will.
- 5:29Speaker 1: Die Richtung stimmt Das Tempo ist beachtlich
- 5:32Speaker 0: Geschad das aus eigener Kraft?
- 5:33Speaker 1: Und da muss ich präzise sein.
- 5:35Speaker 1: Ein Teil des Vorjahres war noch von Giersi getragen, dem alten Kanye West-Geschäft.
- 5:40Speaker 1: Rechnet man das raus ist die Verbesserung sogar beeindruckender.
- 5:44Speaker 1: Währungsbereinigt – dreizehn Prozent Wachstum.
- 5:47Speaker 1: Zweistellig in allen sechs Regionen und alle sechs sind profitabel.
- 5:52Speaker 1: Marktanteilsgewinne gegen den größeren Rivalen behauptet das Management übrigens auch.
- 5:57Speaker 1: Messen kann ich die mit den offengelegten Zahlen nicht.
- 6:00Speaker 1: Das Wachstum selbst aber ist echt!
- 6:02Speaker 0: Und die Bilanz?
- 6:03Speaker 0: Wie ist es um die bestellt?
- 6:05Speaker 1: Solide, kein Vorstandswechsel, klare Strukturen, keine Überraschungen in der Offenlegung.
- 6:10Speaker 1: Management und Governance sind die einzige Dimension, die in meinem Report Die Fünf bekommt – der höchste Wert, den wir überhaupt
- 6:18Speaker 1: vergeben.".
- 6:19Speaker 0: Also eine glaubwürdige Rückkehr nach zwei sehr schweren Jahren….
- 6:22Speaker 0: das klingt eigentlich nach mehr als einem Dreier-Score
- 6:25Speaker 1: Und genau deshalb ist der nächste Teil so wichtig, Corey.
- 6:28Speaker 1: Bis hierhin war das der Gewinn – jetzt reden wir über das Geld!
- 6:54Speaker 1: Stell dir einen Marathonläufer vor.
- 6:57Speaker 1: Dieser Läufer meldet bei kilometer dreißig eine Rekord zwischenzeit, das Publikum jubelt – nur der Trainer jubbelt nicht!
- 7:04Speaker 1: Der schaut auf den Energiehaushalt.
- 7:06Speaker 1: Was hat das Rennen an Kraft gekostet?
- 7:08Speaker 1: Wie schnell kann sich der Läufer
- 7:10Speaker 1: regenerieren?".
- 7:11Speaker 0: Und was sieht der Trainer bei Adidas?
- 7:13Speaker 1: Nehmen wir den Nettogewinn.
- 7:15Speaker 1: Das, was ganz unten für die Aktionäre übrig bleibt.
- 7:18Speaker 1: Der ist zwei tausend zwanzig um fünfund siebzig Prozent gestiegen.
- 7:22Speaker 0: Und was ist wirklich als Geld hereingekommen?
- 7:25Speaker 0: Rate mal.
- 7:26Speaker 0: Auch zweistellig, zwanzig Prozent plus
- 7:29Speaker 1: minus vierundsiebzig Prozent.
- 7:30Speaker 0: Warte im selben Jahr dieselbe Firma
- 7:33Speaker 1: die selbe Firma dasselbe Ja von knapp drei Milliarden auf siebenhundert und fünfzig Millionen.
- 7:40Speaker 1: Mein Report nennt das Die größte Inkonsistenz Im ganzen Geschäftsbericht und dafür gibt es eine Kennzahl Sie misst wie viel von dem Was in den Büchern Als Ergebnis steht Wirklich als Bargeld ankommt.
- 7:52Speaker 0: Und wo lag die?
- 7:53Speaker 0: bei Adidas?
- 7:57Speaker 1: Also
- 8:02Speaker 0: kommt von jedem Euro in den Büchern noch etwa ein Viertel als Geld
- 8:13Speaker 1: an.
- 8:17Speaker 1: bei knapp vierhundert.
- 8:24Speaker 0: Die Ausschüttung ist somit größer als das, was reinkommt – Das ist, als würde ich meine laufenden Ausgaben nicht vom Gehalt zahlen sondern von ersparten
- 8:32Speaker 1: und es ist kein Alarm aber es ist die Sortezahl, bei der der Trainer den Blick von der Anzeigetafel nimmt.
- 8:39Speaker 1: Die Zwischenzeit macht die Schlagzeile Der Energiehaushalt entscheidet das Rennen
- 8:44Speaker 0: Aber wo ist das Geld hingeflossen?
- 8:46Speaker 1: In die Lager?
- 8:47Speaker 1: Die Vorräte sind um eighthundertdreiundvierzig Millionen Euro gestiegen, Währungsbereinigt um dreiundzwanzig Prozent.
- 8:54Speaker 0: Und der Umsatz?
- 8:55Speaker 1: Wuchs um knapp fünf!
- 8:57Speaker 1: Die Lager laufen also viermal so schnell wie der Verkauf und Ware die im Regal liegt ist bezahlt aber noch nicht verkauft.
- 9:05Speaker 0: Und die Erklärung?
- 9:09Speaker 1: Das Management sagt, wir positionieren die Ware bewusst vor damit im WM Jahr nichts ausgeht und danach lehren sich die Lager wieder.
- 9:18Speaker 0: Ist das plausibel Warren?
- 9:20Speaker 1: Der Richtung nach?
- 9:21Speaker 1: Ja Es ist wie beim Läufer vor dem Start Er lagert Bewusst-Energie ein Die Waage zeigt mehr Und wenn alles gut geht zahlt sich genau dass im Rennen aus.
- 9:31Speaker 1: Vor einer Weltmeisterschaft volle Lager zu haben isst kein Fehler.
- 9:35Speaker 1: Aber das ist erst einmal die Erklärung des Managements Nicht mein Befund
- 9:39Speaker 0: Und dein Befund?
- 9:41Speaker 1: Der Höhe nach ist es gravierend.
- 9:43Speaker 1: Über eine Milliarde Euro sitzt im Umlaufvermögen fest, also in dem Teil des Vermögens der ständig zirkulieren soll – lagerbestände offene Rechnungen.
- 9:53Speaker 1: Geld das eigentlich schnell wieder zu Geld werden müsste.
- 9:56Speaker 1: und deshalb ist die entscheidende Frage nicht ob die Erklärung stimmt sondern ob die eingelagerte Energie im Rennen wirklich ankommt.
- 10:03Speaker 0: Wenn ja war es Vorbereitung.
- 10:05Speaker 0: wenn nein bleibt die Ware liegen Dann war es keine Energie, dann war es Ballast.
- 10:12Speaker 1: Genauso
- 10:13Speaker 0: Und wie schlägt das auf den Score durch?
- 10:15Speaker 1: Vier Dimensionen stehen auf einer drei.
- 10:18Speaker 1: Bei den ersten beiden ist der Cash der rote Faden.
- 10:21Speaker 1: Die erste ist die Ertragskraft.
- 10:23Speaker 1: Der Gewinn is da aber er kommt nicht als Geld an.
- 10:26Speaker 0: Und die zweite Warren?
- 10:27Speaker 1: Die Kapitalallokation Die Frage was ein Unternehmen mit seinem Geld macht.
- 10:33Speaker 1: und hier wird es fast unbehaglich.
- 10:35Speaker 1: Für Zwei-tausendsechs und zwanzig plant Adidas eine noch höhere Dividende, rund fünfhundert Millionen.
- 10:42Speaker 1: Und dazu ein Aktienrückkaufprogramm über bis zu eine Milliarde.
- 10:47Speaker 0: Also anderthalb Milliarden an die Aktionäre aus einem Topf in den zuletzt nicht einmal dreihundert Millionen geflossen sind.
- 10:54Speaker 1: Mein Report sagt es in einem Satz Die Differenz kommt aus der Bilanz.
- 10:59Speaker 1: Die Nettoverschuldung ist schon von drei Komma sechs auf vier Komma drei Milliarden gestiegen.
- 11:04Speaker 0: Aus der Bilanz heißt, Adidas nimmt neue Schulden auf oder greift die Reserven an um die Ausschüttung zu stemmen.
- 11:10Speaker 0: Ist das bedenklich?
- 11:12Speaker 1: Noch nicht!
- 11:13Speaker 1: Gemessen am Gewinn ist die Verschuldung moderat – das Rating stimmt.
- 11:17Speaker 1: Aber es gibt eine Zahl, die mein Report ausdrücklich Die Warnlampe nennt.
- 11:21Speaker 1: Sie misst ob der laufende Mittelzufluss reicht um Zinsen und Tilgung zu bedienen.
- 11:26Speaker 1: Im Vorjahr war diese Deckung noch fast doppelt so hoch.
- 11:29Speaker 1: Heute reicht sie nur noch für etwa die Hälfte
- 11:31Speaker 0: Von knapp doppelt gedeckt auf gut zur Hälfe In einem Jahr.
- 11:35Speaker 0: Das ist, als hätte mein Gehalt letztes Jahr locker für zwei Kreditraten gereicht und dieses Jahr nicht mal mehr für einen.
- 11:41Speaker 1: Und in genau diesem Jahr kündigt man die größte Ausschüttung seit Langem an.
- 11:45Speaker 1: Der Vollständigkeit halber über zwei Jahre gemittelt sind die Ausschützungen noch gedeckt.
- 11:51Speaker 1: das Vorjahr war ein starkes Cash-Jahr aber die Richtung zählt – das ist keine Gefahr.
- 11:57Speaker 1: es ist eine bemerkenswerte Reihenfolge.
- 11:59Speaker 0: Man verteilt die Siegprämie bevor das Rennen gelaufen ist
- 12:02Speaker 1: So könnte man es formulieren.
- 12:04Speaker 0: Und was wirkt sich darüber hinaus negativ auf den Score aus?
- 12:07Speaker 1: Die Risikotransparenz.
- 12:09Speaker 1: Adidas benennt fünfzehn wesentliche Risiken, in konkreten Eurobeträgen beziffert sind nur drei.
- 12:16Speaker 1: die übrigen zwölf darunter als bedeutend eingestufte wie Nachfrage Cyber-Sicherheit Wettbewerb tragen nur Etiketten kein einziger konkreter Eurobetrag
- 12:26Speaker 0: Obwohl intern gerechnet wird.
- 12:28Speaker 1: Das steht im Risikobericht selbst.
- 12:31Speaker 1: Adidas beschreibt dort ein Simulationsverfahren, das Szenarien durchspielt und daraus Bandbreiten ableitet.
- 12:38Speaker 1: Intern existieren die Zahlen also.
- 12:40Speaker 1: Nach außen steht trotzdem nur das Etikett.
- 12:43Speaker 0: Ohne konkrete Beträge- und Eintrittswahrscheinlichkeiten kann ich also nur schwer einschätzen was passiert wenn eines der Risiken eintritt... ...und erst recht schwierig wird es, wenn mehrere zusammenkommen.
- 12:54Speaker 1: Und deshalb ist die Geschichte an dieser Stelle nicht widerlegt.
- 12:57Speaker 1: Sie isst unbelegt!
- 12:58Speaker 0: Gibt es noch etwas, das den Score nach unten korrigiert?
- 13:01Speaker 1: Die Innovationskraft.
- 13:03Speaker 1: Nicht weil Adidas nicht entwickelt sondern weil der Bericht kaum offenlegt was Forschung kostet und was sie bringt.
- 13:09Speaker 1: auch hier steht ein Etikett wo eine Zahl stehen müsste.
- 13:13Speaker 0: Gibt ist noch etwas unter der Oberfläche dass ich wissen sollte?
- 13:16Speaker 1: Zwei Dinge!
- 13:17Speaker 1: Das erste sind die US-Zölle.
- 13:19Speaker 1: Adidas fertigt rund zweiundneunzig Prozent in Asien und verkauft viel in den USA.
- 13:25Speaker 1: Neue Zölle belasten, aber sie tauchen nicht in den Regionen auf.
- 13:29Speaker 1: Der Bericht verbucht sie zentral – beim Konzern.
- 13:32Speaker 0: Und warum ist das wichtig?
- 13:34Speaker 1: Weil die Regionszahlen dadurch besser aussehen als das Geschäft dort läuft.
- 13:39Speaker 1: Nordamerika hat die Segmentmarsche auf zehn Komma sieben Prozent verbessert.
- 13:43Speaker 1: Bleibt im Vergleich der Regionen aber das schwächste Segment bei leicht gesunkenem Umsatz.
- 13:53Speaker 0: Also zahlt nicht die Region die Zölle, der Konzern trägt sie in der Mitte und von außen sieht das Amerika-Geschäft gesünder aus als es ist.
- 14:01Speaker 1: Genau so!
- 14:02Speaker 1: Und das zweite ist eine gute Nachricht im Vorjahres Umsatz steckten noch die letzten Verkäufe aus dem beendeten GZ Geschäft mit Kanye West.
- 14:10Speaker 1: Adidas hat diese Lücke nicht nur geschlossen sondern ist darüber hinausgewachsen.
- 14:15Speaker 1: Die Marke adidas trägt sich wieder selbst
- 14:18Speaker 0: also isst die Markenkraft echt unabhängig von einer Person
- 14:21Speaker 1: Und das ist das eigentliche Kapital von Adidas.
- 14:24Speaker 1: Der Burggraben ist die Marke selbst, deshalb bekommen Geschäftsmodell und Wachstumsqualität jeweils eine Vier – die zweitbeste Stufe!
- 14:33Speaker 1: Die Ware verkauft sich nur dass Geld daraus kommt gerade nicht auf dem Konto an es liegt in den Lagern.
- 14:40Speaker 0: Jetzt haben wir vieles gehört.
- 14:42Speaker 0: Rechne nochmal vor warum Adidas einen Score drei bekommt und damit nur Watchlist noch nicht investierbar ist.
- 14:48Speaker 0: Acht
- 14:49Speaker 1: Dimensionen Du kennst inzwischen alle Ausschläge.
- 14:52Speaker 1: Eine Fünf für Management und Governance, drei Vieren für Geschäftsmodell Wachstumsqualität und finanzielle Widerstandsfähigkeit.
- 15:01Speaker 1: Und die vier Drei.
- 15:03Speaker 0: Und was ergibt das im Schnitt?
- 15:04Speaker 1: Knapp drei Komma sechs.
- 15:06Speaker 0: Das würde den Score doch auf vier Runden.
- 15:08Speaker 0: Die zweithöchste Stufe
- 15:10Speaker 1: Wenn ich einen Durchschnitt rechnen würde.
- 15:12Speaker 1: Ja aber Ich rechne keinen durchschnitt.
- 15:15Speaker 1: Erst jetzt kommen die Prüfungen.
- 15:20Speaker 1: Fragt nicht, ob die einzelnen Werte gut sind sondern ob das Gesamtbild in sich stimmig ist.
- 15:25Speaker 1: Und sie findet harte Widersprüche und alle Hängen am Cash.
- 15:29Speaker 1: Gewinn hoch Geld runter, Dividende nicht gedeckt.
- 15:32Speaker 1: So etwas kostet einen halben Punkt.
- 15:34Speaker 0: Und die Manga Prüfung?
- 15:36Speaker 1: Die sucht nach wiederkehrenden Mustern.
- 15:39Speaker 1: Und Sie hat angeschlagen Ein Muster is aktiv!
- 15:42Speaker 1: Die Kapitalverwendung Ausschütten aus der Bilanz statt aus dem Cash Flow.
- 15:47Speaker 1: Noch ein halber Punkt.
- 15:48Speaker 1: Immerhin, zum Systemrisiko eskaliert das Muster nicht.
- 15:52Speaker 1: Das hätte einen ganzen Punkt gekostet.
- 15:54Speaker 0: Also ist es nicht der Durchschnitt, der Adidas auf die drei bringt.
- 15:57Speaker 0: Es sind die Abzüge.
- 15:59Speaker 1: Meine Bewertung ist eben nicht kompensatorisch.
- 16:02Speaker 1: Eine starke Dimension kann eine schwache Nicht ausgleichen.
- 16:05Speaker 1: Zwei halbe Punkte beide mit derselben Wurzel Der Gewinn folgt nicht dem Geld.
- 16:10Speaker 0: Moment!
- 16:11Speaker 0: Zwei Abzügen?
- 16:12Speaker 0: Eine Wurze?
- 16:13Speaker 0: wird dieselbe Sache da nicht doppelt bestraft?
- 16:16Speaker 1: Nein, es sind zwei verschiedene Vergehen.
- 16:19Speaker 1: Die Buffett-Prüfung bestraft den Zustand.
- 16:21Speaker 1: Gewinn und Geld widersprechen sich.
- 16:24Speaker 1: die Manga Prüfung Bestraft eine Entscheidung In genau diesem Jahr die größte Ausschüttung anzukündigen.
- 16:30Speaker 1: hätte Adidas sie zurückgehalten wäre der zweite halbe Punkt nicht gefallen.
- 16:35Speaker 1: Der erste schon.
- 16:36Speaker 0: Was müsste der Vorstand dir beantworten?
- 16:39Speaker 1: Erstens Und das ist die wichtigste Frage Wann verwandelt sich der Lageraufbau wieder in Bargeld?
- 16:45Speaker 1: Nennen Sie ein Quartal, keine Beteuerung.
- 16:47Speaker 0: Also nicht die vage Antwort irgendwann nach der Weltmeisterschaft sondern einen konkreten Zeitpunkt.
- 16:53Speaker 1: Zweitens würde ich den Vorstand fragen Wann liegt das gebundene Kapital wieder in ihrem eigenen Zielband von einundzwanzig bis zweiundzwantig Prozent?
- 17:02Speaker 1: Sie haben es dieses Jahr gerissen.
- 17:04Speaker 1: Bis wann ist es zurück?
- 17:06Speaker 0: Und die dritte Frage geht ums Geld nämlich an
- 17:09Speaker 1: Drittens Erklären Sie den Aktionären die anderthalb Milliarden Ausschüttung für zwei tausend sechsundzwanzig.
- 17:15Speaker 1: Kommen die aus dem laufenden Cashflow oder aus der Bilanz?
- 17:19Speaker 1: Und wenn, was, wenn sich die Lager nicht wie geplant lehren?
- 17:24Speaker 0: und jetzt zur Einordnung bevor das jemand falsch versteht eine drei am tag eines kursverlusts von siebzehn Prozent.
- 17:30Speaker 0: Das ist also kein verkaufssignal.
- 17:32Speaker 0: nein
- 17:33Speaker 1: und das ist keine juristische Floskel sondern eine methodische grenze.
- 17:37Speaker 1: Wir bewerten, wie gut die Equity-Story eines Unternehmens trägt.
- 17:41Speaker 1: Die Geschichte, die es über seine eigene Zukunft erzählt und die Zahlen, die sie stützen müssen – wir bewerten nicht den Kurs.
- 17:48Speaker 0: Der Kurs kommt gar nicht vor?
- 17:50Speaker 1: Im Score nicht!
- 17:51Speaker 1: Ein hervorragendes Unternehmen kann eine miserable Aktie sein wenn du zu viel bezahlst.
- 17:56Speaker 1: Qualität geprüft, Preis nicht.
- 17:58Speaker 0: Und was hebt oder senkt den Score?
- 18:00Speaker 0: Worauf muss ich beim nächsten Bericht achten?
- 18:03Speaker 1: Nach oben Wenn der Cashflow zurückkommt und die Lager sich lehren Dann wird aus der drei schnell eine vier, nach unten wenn der nächste Cashflow wieder schwach ist.
- 18:13Speaker 1: Ein Jahr kann ich erklären zwei Jahre wären ein strukturelles Problem.
- 18:17Speaker 1: dann war die WM-Erklärung eine Ausrede und aus einem Timingproblem wird ein Muster.
- 18:23Speaker 0: Und wenn jemand zu einem ganz anderen Schluss kommt?
- 18:25Speaker 1: Dann soll er seine Gründe nennen.
- 18:27Speaker 1: Ich habe meine genannt.
- 18:29Speaker 1: Wer nur auf Markenstärke und Marktanteile schaut mag Adidas heute besser sehen.
- 18:34Speaker 1: In diesem Fall ist mein Maßstab der Cash Und der sagt eindeutig, beobachten noch nicht investieren.
- 18:41Speaker 1: Bei diesem Urteil bleibe ich.
- 18:43Speaker 0: Was nehme ich praktisch für unsere Zuhörer mit?
- 18:46Speaker 1: Drei Dinge und alle drei hat uns der Fall Adidas gerade vorgeführt.
- 18:51Speaker 1: Erstens ließ den Cashflow immer neben dem Gewinn.
- 18:54Speaker 1: wenn beide in verschiedene Richtungen zeigen hört die Erfolgsmeldung auf eine Erfolgsmeldung zu sein.
- 19:00Speaker 0: Und zweitens
- 19:02Speaker 1: vergleich das Wachstum der Lagerbestände.
- 19:06Speaker 1: Laufen die Lager schneller, wird gerade Geld eingelagert statt verdient.
- 19:10Speaker 0: Und drittens?
- 19:11Speaker 1: Schau dir an was ein Unternehmen ausschütten will und halte es gegen das was tatsächlich hereinkommt.
- 19:17Speaker 1: Die Differenz kommt immer aus der Bilanz.
- 19:19Speaker 1: Die Frage ist nur ob sie das aushält!
- 19:21Speaker 0: Und meine eigene Regel wenn eine Firma erklärt warum eine schlechte Zahl diesmal gut ist notiere ich mir das Quartal in dem Sie es beweisen will.
- 19:29Speaker 1: Eine gute Regel.
- 19:30Speaker 1: genau so denkt ein Value-Invester.
- 19:32Speaker 0: Und der Gedanke zum Schluss
- 19:34Speaker 1: Zurück zu unserem Läufer.
- 19:36Speaker 1: Die Weltmeisterschaft war für Adidas die Rekord-Zwischenzeit, die Marke auf jeder Bühne der Welt – Der Umsatz auf Bestmarke.
- 19:43Speaker 0: Und gleichzeitig?
- 19:44Speaker 0: Hat
- 19:45Speaker 1: dieselbe Zwischenzeit Kraft gekostet?
- 19:47Speaker 1: Sie hat das Marketing aufgeblät und die Lager gefüllt.
- 19:50Speaker 1: Ein Ereignis drei Wirkungen Es hat den Umsatz gehoben, die Marsche gedrückt und das Geld gebunden
- 19:56Speaker 0: Und zwei dieser drei Wirkung sind unangenehm!
- 19:59Speaker 0: Die Frage ist also nicht wie schnell der Läufer bei Kilometer dreißig war
- 20:03Speaker 1: Sondern ob die Kraft bis ins Ziel reicht, ob die eingelagerte Energie im Rennen ankommt oder als Ballast mitläuft.
- 20:10Speaker 1: Das entscheidet sich in den nächsten Quartalen – nicht an einem Vormittag im Juli.
- 20:15Speaker 0: Und die Lektion?
- 20:16Speaker 1: Manchmal ist das Ereignis dass die schönste Schlagzeile macht, dass selbe dass die Kasse lehrt.
- 20:22Speaker 1: Das is kein Widerspruch!
- 20:23Speaker 1: Das es die Lekzion.
- 20:25Speaker 1: Umsatz ist Ruhm weil er die Schlag Zeilen macht.
- 20:29Speaker 1: Cash ist Wahrheit, weil er zeigt was am Ende wirklich in der Kasse bleibt.
- 20:33Speaker 0: Da bleiben wir dran!
- 20:35Speaker 1: Bis zum nächsten Deep Dive und wenn ihr keine Analyse verpassen wollt Warren-wise.com Podcast abonnieren.
- 20:43Speaker 1: einen schönen ertragreichen Tag Und denkt immer daran be wise when others go crazy Euer Warren Wise.
- 20:56Speaker 0: Die Inhalte dieser Folge dienen ausschließlich allgemeinen Informationszwecken.
- 21:01Speaker 0: Sie stellen keine Anlageberatung und keine Aufforderungen zum Kauf, Halten oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar.
- 21:09Speaker 0: Alle Einschätzungen beruhen auf einem modellbasierten KI-gestützten Analyseansatz.
- 21:15Speaker 0: Warren Wise ist eine fiktive synthetische Figur – weder ein reale Person noch deren Nachlass oder einen mit einer solchen Person verbundenes Unternehmen.
- 21:26Speaker 0: Soweit auf Benjamin Graham, Warren Buffett oder Charlie Munger bezuggenommen wird geschieht dies ausschließlich beschreibend im Hinblick auf die ihnen zugeschriebenen Anlagephilosophien.
- 21:38Speaker 0: Eine Unterstützung, Autorisierung, Repräsentation oder sonstige Verbindung auch zu deren Nachlässen oder verbundenen
- 21:46Speaker 1: Unternehmen besteht
- 21:47Speaker 0: nicht.
- 21:48Speaker 0: Sämtliche Stimmen und akustischen Inhalte dieser Folge sind synthetisch erzeugt.
- 21:56Speaker 0: Das war's.