Latest / emoose Fulfillment Podcast / Fairere Lagerkosten & volle Kontrolle: Dein September-Update
Transcript
- 0:00Speaker 0: Stell dir mal vor, du mietest eine extrem teure Wohnung in Bester-Stadtlage.
- 0:04Speaker 0: Aber du darfst achtzig Prozent dieser Wohnung gar nicht betreten weil da einfach nur leere Umzugskartons rumstehen.
- 0:10Speaker 0: Oh wow!
- 0:11Speaker 1: Ja das wäre absurd.
- 0:12Speaker 0: Total Du würdest den Mietvertrag wahrscheinlich sofort kündigen und dem Vermieter für verrückt erklären?
- 0:16Speaker 0: Absolut.
- 0:17Speaker 0: Aber das Kuriose ist genau das machen tausende E-Commerce-Händler jeden einzelnen Monat.
- 0:23Speaker 0: Sie bezahlen quasi ein kleines Vermögen für buchstäblich leere Luft in irgendwelchen fremden Logistikzentren.
- 0:29Speaker 1: Richtig.
- 0:30Speaker 0: Und wenn da noch Pakete verschwinden, dann erfährt man das oft erst durch eine wütende E-Mail vom Kunden?
- 0:36Speaker 0: Das ist der absolute Albtraum im Onlinehandel!
- 0:39Speaker 0: Man gibt die Logistik ab um Zeit zu sparen und verliert dabei völlig die Kontrolle.
- 0:43Speaker 1: Ja, das ist der klassische Schmerzpunkt beim Outsourcing.
- 0:46Speaker 1: Man erkauft sich diese Skalierbarkeit, bezahlt aber oft mit einem totalen Blindflug bei den Kosten und halt auch mit einer enormen Reaktionszeit verfehlern.
- 0:55Speaker 1: Die Prozesse im Hintergrund laufen einfach stur weiter – egal ob sie für den individuellen Händler in dem Moment überhaupt Sinn machen oder nicht!
- 1:03Speaker 0: Aber genau dieser Blindflugh hat ab sofort ein Ende.
- 1:06Speaker 0: Hallo und willkommen zu unserer heutigen intensiven Analyse.
- 1:09Speaker 0: Wir haben ein massives Logistik-und Fulfillment Update vom September auf dem Tisch das die Spielregeln wirklich komplett verändert.
- 1:15Speaker 1: Hallo auch von mir.
- 1:17Speaker 1: Ja, das Update hat es wirklich in sich.
- 1:19Speaker 0: Definitiv!
- 1:20Speaker 0: Es geht um sechs weitreichende neue Selbstbedienungsfunktionen.
- 1:24Speaker 0: Unsere Mission für heute ist also wir schauen uns an wie dieses Update die Abrechnung von Lagerplatz Das Lösen von Problem und das Tracking von Sendungen einfach komplett auf den Kopf stellt.
- 1:33Speaker 1: Tja gut
- 1:34Speaker 0: Okay lasst uns erst mal aufdröseln.
- 1:36Speaker 0: Und der beste Startpunkt ist natürlich dass was am meisten wehtut?
- 1:39Speaker 1: Das liebe Geld.
- 1:40Speaker 0: Genau, das Geld.
- 1:41Speaker 0: Bisher gab's ja diese berüchtigte Palettenpauschale
- 1:45Speaker 1: Richtig!
- 1:45Speaker 1: Und das alte Modell war halt extrem star.
- 1:48Speaker 1: Du hattest einen Stellplatz für eine Palette und dieser Stellplatz, der hat einfach einen fixen monatlichen Betrag gekostet.
- 1:55Speaker 1: ob auf dieser Palette nun Hundert hochkompakte Smartphones lagen oder ich sag mal nur noch drei paar Socken weil der Rest schon abverkauft war
- 2:02Speaker 0: Das war egal oder?
- 2:03Speaker 1: Völlig egal.
- 2:04Speaker 1: Der Preis für den Stellplatz blieb identisch.
- 2:07Speaker 1: Aber ab September greift nun ein völlig neues System.
- 2:11Speaker 1: Die Abrechnung erfolgt nicht mehr pauschal nach Paletten sondern exakt nach dem belegten Volumen.
- 2:16Speaker 0: Also in Kubikmetern?
- 2:17Speaker 1: Genau, in den Kubik-Metern!
- 2:18Speaker 0: Wahnsinn.
- 2:19Speaker 0: und um hier mal konkrete Zahlen zu nennen wir sprechen von zwölf Euro von so neunzig je Kubikmeter im Monat.
- 2:24Speaker 0: es gibt eine Mindestabrechnung von einem Kubik Meter aber ansonsten wird das wirklich hagenau berechnet und das ganze passiert für alle Kunden voll automatisch.
- 2:32Speaker 0: also man muss nirgendwo aktiv werden.
- 2:33Speaker 1: Das ist ein riesiger Vorteil
- 2:35Speaker 0: finde ich.
- 2:35Speaker 0: auch die neue Metrik die taucht einfach auf der nächsten Rechnung auf und ist und das finde ich krass sogar live im Dashboard sichtbar.
- 2:41Speaker 1: Ja und wenn wir das mit dem großen Ganzen verknüpfen, ist es ein fundamentaler Wechsel in der betriebswirtschaftlichen Logikverhändler.
- 2:49Speaker 0: Wie meinst du das genau?
- 2:50Speaker 1: Naja die alte Methode bestrafte im Grunde Händler, die ihre Ware schnell abverkaufen.
- 2:55Speaker 1: Denken mal an das Weihnachtsgeschäft.
- 2:57Speaker 1: Du liefest im November volle Paletten an.
- 3:00Speaker 1: Im Dezember verkauft sich die Ware dann rasant.
- 3:02Speaker 1: dein tatsächliches Volumen schrumpft also massiv.
- 3:05Speaker 1: Klar Im alten System hast du für diese angebrochenen Paletten aber weiterhin den vollen Preis gezahlt.
- 3:11Speaker 1: Jetzt sinken deine Lagerkosten automatisch, Synchron mit deinem sinkenden Bestand!
- 3:16Speaker 1: Du zahlst nur noch für den physischen Raum denen deine Produkte verdrängen.
- 3:20Speaker 0: Also nicht mehr für das Holz der Palette und die Luft darüber?
- 3:23Speaker 0: Das ist so als würdest du ein ganzes Hotelzimmer mieten obwohl du nur einen Koffer abstellen willst.
- 3:27Speaker 1: Exakt.
- 3:28Speaker 1: Schöner Vergleich.
- 3:29Speaker 0: Da muss ich jetzt mal kurz kritisch nachhaken.
- 3:31Speaker 0: Das klingt ja in der Theorie nach einer tollen Ersparnis Aber... Lass mich mal kurz den Teufel an die Wand malen.
- 3:37Speaker 1: Gerne!
- 3:37Speaker 0: Was ist, wenn ich Kissen verkaufe oder riesige Schaumstoffrollen?
- 3:41Speaker 0: Die Dinger wiegen nichts, die sind in der Herstellungspot billig, nehmen aber unfassbar viel Platz weg im Lager.
- 3:47Speaker 1: Ja das stimmt.
- 3:48Speaker 0: Wenn ich jetzt strikt nach Kubikmetern abgerechnet werde dann explodieren meine Kosten doch förmlich Im Vergleich zu dem Händler, der teure winzige SD-Karten verkauft.
- 3:57Speaker 0: Ist das neue System da nicht extrem unfair gegenüber bestimmten Produktgruppen?
- 4:01Speaker 1: Das is ein sehr valide Einwand Aber man muss das System von der anderen Seite betrachten.
- 4:06Speaker 1: Es geht hier nicht um eine Bestrafung voluminöse Artikel, sondern eigentlich um die Zuweisung der wahren Kosten.
- 4:13Speaker 0: Okay also Fairness im Sinne vom Platzverbrauch?
- 4:16Speaker 1: Genau!
- 4:17Speaker 1: Ein Kissen nimmt im Lager nun mal physisch den Platz weg den sonst tausend SD-Karten belegen würden.
- 4:23Speaker 1: Das Lagerhaus muss diesen riesigen Raum beheizen verwalten abschreiten
- 4:28Speaker 0: Verstehe.
- 4:30Speaker 1: Die Kubikmeter-Abrechnung zwingt den Händler also, seine eigene Kalkulation mal schonungslos ehrlich zu machen.
- 4:36Speaker 1: Wenn dein Produkt viel Luft enthält musst du diese Logistikkosten einfach in deine Marge einpreisen.
- 4:42Speaker 1: Was diese Volumenabrechnungen aber vor allem bewirkt?
- 4:45Speaker 1: sie belohnt clevere Beschaffung.
- 4:47Speaker 1: Händlern werden anfangen ihre Verpackungen zu optimieren.
- 4:49Speaker 1: Stimmt!
- 4:50Speaker 1: Warum das Kissen nicht vacuumieren bevor es ins Lager geht?
- 4:53Speaker 1: Das senkt das Volumen um achtzig Prozent und damit auch sofort deinen Lager kosten.
- 4:57Speaker 0: Oh wow, das ist ein super Punkt.
- 4:59Speaker 0: Also was bedeutet das alles konkret für dich als Händler?
- 5:03Speaker 0: Es zwingt dich dazu aufzuhören in Stellplätzen zu denken und anzufangen, in echter Effizienz zu denken.
- 5:09Speaker 1: Absolut!
- 5:09Speaker 0: Ich muss schnell drehende Ware haben oder eben extrem Platzsparen verpacken... aber das wirft direkt das nächste riesige Problem auf.
- 5:16Speaker 1: Welches?!
- 5:17Speaker 0: Naja wenn meine Kosten jetzt jeden Tag dynamisch auf den Kubikmeter genau fluktuieren je nachdem was reinkommt und rausgeht.
- 5:24Speaker 0: wie in aller Welt soll ich da am Ende des Monats die Rechnung kontrollieren?
- 5:28Speaker 1: Das ist schwierig.
- 5:28Speaker 1: ja
- 5:29Speaker 0: Bisher bin ich gedanklich durchs Lager gelaufen, hab zehn Paletten gezählt und wusste ok.
- 5:33Speaker 0: Zehn mal Preis X?
- 5:34Speaker 0: Die Rechnung stimmt!
- 5:35Speaker 1: Richtig
- 5:36Speaker 0: Der administrative Aufwand der Rechnungsprüfung ist bei solchen dynamischen Modellen tatsächlich die Achillesferse
- 5:41Speaker 1: Eben.
- 5:42Speaker 0: Wenn du hunderte von Aufträgen hast Schwankende Bestände Dazu noch Pick-and-Pack Gebühren, die sich je nach Gewichtsklasse des Pakets unterscheiden Das sitzt du Freitagnachmittags stundenlang mit dem Taschenrechner da.
- 5:53Speaker 1: Ein echter Albtraum.
- 5:54Speaker 1: Und genau dieses Problem löst die neue Rechnunsprüfungsfunktion.
- 5:58Speaker 0: Ja, ich habe mir das angesehen und dachte zuerst, ich brauche dafür ein Informatikstudium.
- 6:02Speaker 0: Aber das ist unter dem Reiter-Service eingebaut und eigentlich idiotensicher.
- 6:06Speaker 1: Total simpel!
- 6:07Speaker 0: Du kannst deine Wochenrechnung als PDF hochladen oder noch besser du bist in den Kontoeinstellungen siehst die neue Rechnung und klickst direkt daneben auf Prüfen dann musst du nicht mal was hoch laden.
- 6:18Speaker 1: Sehr praktisch
- 6:19Speaker 0: Das System hackert kurz?
- 6:21Speaker 0: Und gibt dir ein grünes Häkchen wenn alles stimmt.
- 6:24Speaker 0: Sogar Sammelrechnungen für Leute mit mehreren Shops funktionieren da.
- 6:28Speaker 0: Aber erklär mir bitte mal die Mechanik dahinter!
- 6:31Speaker 0: Wie kann eine simple PDF-Datei gegen diese Abertausenden sich ständig verändernden Datenpunkte aus meinem Shop abgeglichen werden?
- 6:40Speaker 1: Was hier faszinierend ist, das System liest die PDF gar nicht im Sinne eines menschlichen Prüfers.
- 6:46Speaker 0: Ach so...
- 6:46Speaker 1: Nein wenn du auf prüfen klickst extrahiert die Software lediglich die Schlüsselparameter aus dem Dokument Also die Rechnungsnummer, die Kundennummer und den genauen Abrechnungszeitraum.
- 6:57Speaker 1: Mit diesen Schlüsseln greift die Funktion dann tief in die Datenbank des Logistikers zu.
- 7:02Speaker 1: Sie zieht sich die exakten historischen Rohdaten für genau diesen Zeitraum.
- 7:06Speaker 0: Verstehe!
- 7:08Speaker 1: Sie vergleicht also die aggregierten Summen auf der Rechnung direkt mit den mikroskopischen Einzeltransaktionen deines der Sports – jeder Pick, jeder Pack, jedes Gramm Gewicht, jeder Kubikmeter pro Tag.
- 7:19Speaker 0: Wahnsinn.
- 7:19Speaker 1: Und stimmen die Datenbanks um mit dem Rechnungsbetrag überein?
- 7:23Speaker 1: Gibt es das grüne Häckchen?
- 7:24Speaker 0: Okay,
- 7:25Speaker 0: d.h.,
- 7:25Speaker 0: die PDF ist eigentlich nur der Schlüssel zum Schloss der Datenbank.
- 7:30Speaker 1: Ganz genau!
- 7:31Speaker 0: Das beruhigt mich weil ich dachte schon da sitzt irgendwie eine extrem fehleranfällige Texterkennung dahinter.
- 7:37Speaker 0: und falls ich mich jetzt frage ob der Logistiker meine Rechnungspdfs dann für immer auf seinen Servern hortet nein dass tun sie nicht.
- 7:43Speaker 1: Nein zu Glück nicht.
- 7:44Speaker 0: Die Datei wird nach der Prüfung nicht dauerhaft gespeichert.
- 7:48Speaker 0: Aber was passiert, wenn da mal kein grünes Hickchen kommt?
- 7:51Speaker 0: Also wenn das System sagt halt wir haben dir zweihundert Pakete zu viel berechnet.
- 7:56Speaker 1: Dann entfaltet das System seinen eigentlichen Mehrwert!
- 7:59Speaker 1: Du klickst dann einfach auf Abweichung melden und anstatt dass du jetzt eine wütende E-Mail schreiben musst in der du mühsam auflistest an welchem Tag welcher Betrag nicht stimmt generier das system automatisch ein vorausgefülltes Supportticket.
- 8:13Speaker 0: Oh das ist genial für mich als Handler weil ich nicht ewig tippen muss.
- 8:17Speaker 1: Ja, aber es ist noch viel wichtiger für den Support-Mitarbeiter auf der anderen Seite.
- 8:21Speaker 1: Überleg mal wie das bisher lief!
- 8:23Speaker 0: Wie denn?
- 8:24Speaker 1: Eine E-Mail kommt an – der Händler schreibt «Rechnung stimmt nicht».
- 8:27Speaker 1: Der Mitarbeiter muss erstmal deine Kundennummer suchen, die Rechnungen manuell aufrufen, deine Dashboarddaten ziehen und das alles vergleichen….
- 8:35Speaker 0: Das hat ja ewig!
- 8:36Speaker 1: …eben!
- 8:37Speaker 1: Durch das vorausgefüllte Ticket bekommt der Mitarbeiter den Fehler bereits auf dem Silbertablet serviert.
- 8:42Speaker 1: Die Fehlerquelle ist quasi schon isoliert übergeben
- 8:45Speaker 0: worden... Krass
- 8:46Speaker 1: Das Resultat sind Lösungszeiten, die sich von Tagen auf Stunden oder sogar Minuten reduzieren.
- 8:52Speaker 0: Wir haben also die Finanzen wirklich automatisiert und transparent gemacht – faire Volumenabrechnung und eine Rechnungskontrolle, die mir meine Freitage zurückgibt.
- 9:00Speaker 1: Genau so ist es!
- 9:02Speaker 0: Aber weißt du?
- 9:02Speaker 0: All dieses Geldmanagement bringt mir absolut gar nichts, wenn ich nicht weiß wo meine physischen Produkte eigentlich stecken.
- 9:09Speaker 0: Der billigste Lagerplatz nutzt mir überhaupt nix, wenn mein Bestsellerartikel irgendwo auf einem Lkw verschollen ist….
- 9:15Speaker 0: Das führt uns zum Thema Waren-Eingang.
- 9:17Speaker 0: Bisher war das ein echtes schwarzes Loch.
- 9:19Speaker 1: Oh ja!
- 9:19Speaker 0: Die Spedition sagt ist zugestellt, aber im System ist einfach Null bestand.
- 9:23Speaker 1: Der Wareneingang ist psychologisch der stressigste Moment für den Händler – weil man da kapitalgebunden hat dass noch nicht verkaufsfähig ist?
- 9:30Speaker 0: Absolut.
- 9:31Speaker 1: Die neuen Funktionen schaffen hier genau die Sichtbarkeit, die bisher komplett fehlte.
- 9:35Speaker 1: Sobald eine Palette physisch an der Rampe des Lagers ankommt taucht sie direkt in deinem Dashboard
- 9:40Speaker 0: auf.
- 9:40Speaker 0: Cool
- 9:41Speaker 1: Und was noch viel entscheidender ist… Du siehst einen Countdown Eine sogenannte verbleibende Bearbeitungszeit.
- 9:47Speaker 0: Ja und die Zahlen dazu sind ziemlich klar definiert, eine ganz normale sortenreine Palette muss innerhalb von maximal zwei Werktagen eingebucht sein.
- 9:55Speaker 0: Wenn du aber ne Mischpalette schickst auf der Zahnbürsten, Kaffetassen- und Ladekabel wild durcheinander liegen hat das Lager bis zu fünf Werktagezeit.
- 10:03Speaker 0: Richtig!
- 10:04Speaker 0: Das ist ja auch logisch da muss sich jemand hinstellen.
- 10:06Speaker 0: und dass alles händisch auseinander klamüsern.
- 10:08Speaker 0: Das sind übrigens die Höchstfristen aus der Kooperationsvereinbarung.
- 10:12Speaker 1: Was hier bei faszinierend ist, ist der Ansatz des Erwartungsmanagements.
- 10:16Speaker 0: Inwiefern?
- 10:16Speaker 0: Naja
- 10:17Speaker 1: diese Anzeige ist ja keine Garantie dass es exakt so lange dauert.
- 10:21Speaker 1: Oft sind die Paletten nach wenigen Stunden schon eingebucht aber sie eliminiert halt diese zammürbende Ungewissheit
- 10:27Speaker 0: Stimmt.
- 10:27Speaker 0: das Bauchschmerzengefühl ist weg.
- 10:29Speaker 1: Wenn du weißt die Mischpalette braucht maximal fünf Tage dann rufst du nicht schon am Tag zwei wütend beim Support an.
- 10:35Speaker 1: Du gibst dem Lager die nötige Ruhe zum Arbeiten
- 10:37Speaker 0: Und ich selbst kann meine Marketingkampagnen entsprechend auf das späteste Verfügbarkeitsdatum planen.
- 10:42Speaker 1: Ganz genau!
- 10:43Speaker 0: Eine Sache beim Waren-Eingang finde ich aber noch viel spannender – Das System erlaubt es jetzt, offene Warenanmeldungen nachträglich zu bearbeiten.
- 10:50Speaker 1: Ja, das ist eine super Neuerung.
- 10:53Speaker 0: Solange das Lager noch nicht angefangen hat die Palette auszupacken, kann ich in das Ticket rein und Änderungen vornehmen.
- 10:58Speaker 0: Ich kann die Anzahl der Paletten ändern, das Lieferdatum anpassen oder noch schnell einen Lagerhinweis dazu schreiben.
- 11:03Speaker 1: Sehr flexibel.
- 11:05Speaker 0: Das einzig was fix bleibt sind die eigentlichen Artikel und die Stückzahlen.
- 11:08Speaker 0: Was auch Sinn macht, denn dafür wurde ja der physische Platz vom Lager grob kalkuliert.
- 11:13Speaker 0: Weißt du woran mich das erinnert?
- 11:15Speaker 1: An eine Last-minute Änderung beim Catering.
- 11:17Speaker 0: Genau!
- 11:18Speaker 0: Wie so eine Restaurantreservierung.
- 11:20Speaker 0: Du hast für drei Personen reserviert.
- 11:21Speaker 0: Freitag Mittag fällt dir ein Ach Onkel Herbert und Tante Erna kommen auch mit.
- 11:26Speaker 0: So lange dass Restaurant noch nicht eingekauft hat Und das Fleisch noch nicht in der Pfanne brutzel rufst du an und sagst Hey wir sind heute abend zu fünf
- 11:32Speaker 1: Und der Wirt schiebt schnell einen Tisch dazu.
- 11:34Speaker 0: Exakt.
- 11:35Speaker 0: Kein Problem!
- 11:36Speaker 0: Und genau das geht jetzt mit der Lieferung.
- 11:38Speaker 0: und das Schönste daran, diese Funktion entspringt nicht irgendwie einem Brainstorming von Entwicklern sondern war die direkte Idee eines Shopbetreibers aus der Community.
- 11:47Speaker 1: Das zeigt einfach eine bemerkenswerte Reifhindersofterentwicklung.
- 11:50Speaker 1: Man zwingt dem Nutzer nicht einen theoretischen Prozess auf Die man sich im Labor ausgedacht hat Sondern man baut den Prozess um die chaotische Realität des Nutzers herum.
- 12:01Speaker 1: Lieferanten verspäten sich, Spedition bündeln Paletten spontan anders.
- 12:05Speaker 1: Die Software federt diese Realität nun einfach ab!
- 12:09Speaker 0: Okay also die Ware ist sicher im Lager sie ist pünktlich eingebucht alles leuchtet grünem Dashboard.
- 12:15Speaker 0: ein Endkunde geht in meinen Shop und bestellt Alles läuft perfekt.
- 12:19Speaker 1: Und dann?
- 12:20Speaker 0: Und dann schaue ich abends um zehn auf mein Handy und sehe eine E-Mail in Großbuchstaben Hilfe Ich habe die falsche Adresse angegeben.
- 12:27Speaker 0: bitte an meine neue Wohnung schicken.
- 12:29Speaker 0: Ich kenne Echthändler, die bei so etwas sofort in kalten Schweiß ausbrechen.
- 12:33Speaker 1: Oh ja!
- 12:33Speaker 1: Das ist der Klassiker.
- 12:35Speaker 0: Bisher hieß das nämlich – ich schreibe panisch eine Mail an das Lager und hoffe einfach.
- 12:40Speaker 1: Und meistens hofft man da vergebens.
- 12:42Speaker 1: Denn der logistische Apparat ist ja massiv auf Durchsatz getrimmt.
- 12:46Speaker 1: Der Pack beginn im Lager ist rigoros morgens um sieben.
- 12:49Speaker 1: Eben Wenn du diese Email deines Kunden erst um acht Uhr liest und dann versuchst jemandem Lager zu erreichen, dann ist das Etikett längst gedruckt und das Paket liegt im Rollcontainer für den LKW
- 12:59Speaker 0: Und das Resultat ist eine garantierte Ritur.
- 13:02Speaker 1: Genau, ein verärgerter Kunde und doppelte Versandkosten für dich!
- 13:06Speaker 0: Und hier wird es wirklich interessant.
- 13:08Speaker 0: Es gibt jetzt nämlich die Funktion Bestellung anhalten Die intern auch in Klärungen genannt wird.
- 13:14Speaker 0: Ein einziger Klick im Dashboard reicht und der Verpackungsprozess wird sofort hart gestoppt.
- 13:18Speaker 1: Sehr mächtig!
- 13:19Speaker 0: Es öffnet sich ein Formular Ich tippe die neue Adresse ein Fertig
- 13:23Speaker 1: Und das funktioniert sogar direkt über das Ticketsystem Wenn du ein Ticket schreibst und die Bestellnummer im Betreff oder im Fließtext erwähnt, läuft im Hintergrund sofort ins Kript.
- 13:32Speaker 0: Automatisch?
- 13:32Speaker 1: Ja!
- 13:33Speaker 1: Es erkennt die Nummer, greift in das Warehouse-Management-System ein und sperrt diese Bestellung für den Packer am Tisch – und das noch bevor einen Mensch deinen Ticket überhaupt gelesen
- 13:41Speaker 0: hat.
- 13:42Speaker 0: Das ist ja wie die Notbremse im Zug.
- 13:44Speaker 0: Vorher hast Du dem Lokführer quasi einen handschriftlichen Brief geschrieben, ihn in einem Briefkasten am Bahnhof geworfen und gebetet, dass er ihn findet, bevor der Zug abfährt.
- 13:51Speaker 0: Guter
- 13:52Speaker 1: Vergleich, ja….
- 13:53Speaker 0: Jetzt ziehst du mitten in der Nacht von der Couch aus den ruten Hebel und der Zug fährt morgens um sieben garantiert nicht los.
- 13:59Speaker 0: Das gilt natürlich nur für Ware, die noch nicht im Lkw liegt – das ist ja logisch!
- 14:02Speaker 1: Klar was weg ist es weg
- 14:04Speaker 0: Aber ich muss hier ehrlicherweise mal eine Lanze für die Händler brechen.
- 14:08Speaker 0: Warum wird in diesem Update so extrem darauf gepocht dass wir aufhören sollen Emails zu schreiben?
- 14:12Speaker 0: Ich bin's gewohnt schnell eine Mail zu tippen.
- 14:15Speaker 0: Ein Ticketsystem fühlt sich für mich erstmal nach bürokratische Mehraufwand an.
- 14:18Speaker 0: Warum dieser harte Schnitt?
- 14:22Speaker 1: Wie funktioniert Automatisierung auf dieser Skala überhaupt?
- 14:26Speaker 1: Die Antwort lautet durchstrukturierte Daten.
- 14:31Speaker 1: Eine E-Mail ist das absolute Gegenteil davon!
- 14:33Speaker 1: In einer E-mail steht dann sowas wie Hallo, meine Bestellung von gestern die mit den roten Schuhen bitte an meine Oma schicken.
- 14:40Speaker 0: Stimmt da fehlt alles
- 14:41Speaker 0: Wichtige?!
- 14:41Speaker 1: Da ist keine greifbare Bestellnummer – Das Format ist völlig chaotisch und oft hängt noch eine unsichtbare Signaturgrafik dran.
- 14:48Speaker 1: Eine Maschine kann damit schlichtweg nichts anfangen.
- 14:51Speaker 0: Ah verstehe….
- 14:53Speaker 1: Ein Ticketsystem zwingt dich als Händler aber dazu, die Informationen in vordefinierte Felder zu pressen.
- 14:59Speaker 1: Nur wenn die Daten strukturiert sind – also Bestellnummer infeld A, neues Adressfeld B – nur dann kann der Algorithmus die Notbremsen ziehen!
- 15:07Speaker 0: Das macht Sinn!
- 15:08Speaker 1: Wer aus Bequemlichkeit weiterhin E-Mails schreibt umgeht die Systemlogik komplett und nimmt billigend den Kauf dass das Paket falsch verschickt wird?
- 15:16Speaker 0: Okay, das leuchtet wirklich ein….
- 15:18Speaker 0: Ich muss mich an die Spielregeln der Maschine halten damit die Maschine für mich arbeiten kann
- 15:22Speaker 1: Ganz genau.
- 15:23Speaker 0: Gut, Notbremse gezogen, Adresse korrigiert das Paket geht an die richtige Wohnung raus durchatmen.
- 15:29Speaker 1: Geschafft.
- 15:30Speaker 0: Aber wir wissen alle dass die Logistik Kette hier nicht aufhört.
- 15:33Speaker 0: Was passiert wenn das Pakett auf dem Weg vom Lager zum Kunden plötzlich vom Erdboden verschluckt wird?
- 15:39Speaker 0: Das berühmte Paket das tagelang in irgendeinem Verteilzentrum kreist und sich einfach nicht bewegt.
- 15:44Speaker 1: Ein weiteres großes Problem.
- 15:46Speaker 0: bisher habe ich als Händler davon immer als letzter erfahren.
- 15:48Speaker 1: Bisher war die Kette da immer gleich.
- 15:51Speaker 1: Der Kunde wartet, der Kunde wird ungeduldig.
- 15:54Speaker 1: Er schaut ins Tracking und dann schreibt er dir eine wütende Nachricht oft direkt mit einer schlechten Bewertung gepaart.
- 16:00Speaker 0: Das schlimmste überhaupt?
- 16:01Speaker 1: Du als Händler bist permanent in der reaktiven Defensive.
- 16:04Speaker 1: Du kannst ja unmöglich hunderte Sendungsnummern jeden Tag manuell prüfen also wartest du zwangsläufig darauf dass das Problem bei dir auf dem Schreibtisch explodiert.
- 16:13Speaker 0: Und genau dieses toxische Machtgefüge das verändert der neue automatisierte Sendungsmonitor.
- 16:19Speaker 0: Ja
- 16:19Speaker 1: ein echtes Gamechanger Feature.
- 16:21Speaker 0: Ich muss keine Nummern mehr kopieren und prüfen, der Monitor überwacht alle Pakete im Versandnetz.
- 16:26Speaker 0: Und er hat zwei eingebaute Alarmträger – einmal versperrtete Sendungen also Pakete die spürbar länger brauchen als der Durchschnitt … und dann feststeckende Sendungen!
- 16:36Speaker 0: Das sind die echten Problemfälle wo sich der Status beim Dienstleister überhaupt nicht mehr aktualisiert.
- 16:41Speaker 0: Sobald eines von beidem Eintritt bekomme ich im Dashboard eine Warnung.
- 16:49Speaker 0: Erklär das mal genauer.
- 16:51Speaker 1: Sobald ein Dashboard aufleuchtet, hast du einen enormen zeitlichen Vorsprung!
- 16:55Speaker 1: Du kannst dem Kunden eine Nachricht schicken – so was wie.
- 16:57Speaker 1: Hallo, wir haben festgestellt dass dein Paket leider beim Versanddienstleister feststeckt.
- 17:01Speaker 1: Wir haben bereits einen nachforschungsauftrag gestellt und kümmern uns darum.
- 17:05Speaker 0: Stell dir mal diesen psychologischen Effekt auf der Kundenseite vor.
- 17:08Speaker 0: Der Kunde weiß noch gar nicht, dass ein Problem existiert Und du kommst schon mit der Lösung um die Ecke.
- 17:13Speaker 1: Richtig
- 17:14Speaker 0: Du wirkst durch diesen Informationsvorsprung wie ein absoluter Branchengigant, der jeden einzelnen Karton persönlich mit der Lupe überwacht.
- 17:21Speaker 0: Dabei läuft im Hintergrund einfach nur dieser unermüdliche Monitor.
- 17:25Speaker 1: Ja und die Auswirkungen sind enorm
- 17:27Speaker 0: Total!
- 17:28Speaker 0: Du sparst dir die wütenden E-Mails du vermeidest die schlechten Bewertungen Und?
- 17:32Speaker 0: Du verwandelst einen Fehler des Versanddienstleisters in einem massiven Vertrauensbeweis für deine eigene Marke.
- 17:39Speaker 1: Und genau das ist die Essenz von Kontrolle.
- 17:41Speaker 1: Du steuerst das Narrativ gegenüber deinem Kunden anstatt dich für Fehler zurechtfertigen, die du nicht mal selbst begannen hast!
- 17:48Speaker 0: Wenn wir all diese Werkzeuge, die wir heute auseinander genommen haben, mal nebeneinander legen... Wir haben die Zentimetergenauer Volumenabrechnung für zwölf Euro für nur neunzig, die mich zwingt, clevere kleine Pakete
- 17:59Speaker 1: zu packen.
- 18:00Speaker 0: Wir haben diese unfassbar smarte PDF-Rechnungsprüfungen, die sich die Daten direkt aus meinem Shop verlaufzieht und vorausgefüllte Tickets ausspuckt.
- 18:07Speaker 0: Wir haben die klare zwei bis fünf Tagesfrist beim wahren Eingang, inklusive der Option noch kurz vor knapp wie beim Restaurant die Reservierung zu ändern.
- 18:16Speaker 1: Ein sehr starkes Paket!
- 18:18Speaker 0: Absolut.
- 18:19Speaker 0: und dann haben wir noch die Notbremse über das Ticketsystem, die um sieben Uhr morgens Schlimmeres verhindert – und natürlich den proaktiven Sendungsmonitor, der mich zum Hellseher macht.
- 18:28Speaker 0: Das gesamte September-Update zielt auf eine einzige Sache ab.
- 18:32Speaker 1: Nämlich?
- 18:33Speaker 0: Die Blackbox der Logistik aufzubrechen und das Lenkrad wieder dem Händler in die Hand zu geben….
- 18:38Speaker 1: Das ist eine sehr treffende Zusammenfassung.
- 18:40Speaker 1: Aber wenn wir diese Entwicklungen mal in die Zukunft projizieren, wirft es eine sehr provokante Frage
- 18:45Speaker 0: auf.
- 18:46Speaker 0: Welche?
- 18:47Speaker 1: Wir sehen hier wie Software feststeckende Pakete erkennt.
- 18:50Speaker 1: Rechnungsdiskrepanzen in Millisekunden abgleicht und Bestellungen per Algorithmus stoppt.
- 18:55Speaker 1: Wenn diese Self-Service Dashboards und Schnittstellen immer mächtiger und intelligenter werden erleben wird ein gerade den Anfang vom Ende des klassischen Support Mitarbeiter im eCommerce.
- 19:05Speaker 0: Oh, das ist ein harter Gedanke.
- 19:07Speaker 0: Ja.
- 19:08Speaker 1: Wird die Person, die früher Manuell Tracking-Nummern kopiert und Adressen geändert hat, bald völlig überflüssig?
- 19:15Speaker 1: Oder verlagert sich ihre Rolle vielmehr!
- 19:19Speaker 1: Vielleicht werden Supportteams bald zu hochspezialisierten strategischen Krisenmanagers, die nur noch dann eingreifen wenn die Automatisierung an ihre Grenzen stößt und echte menschliche Empathie gefragt ist...
- 19:30Speaker 0: Das ist ein Gedankel den du als Händler mal in Ruhe mit in deinen Tag nehmen solltest Gerade wenn du das nächste Mal überlegst, wen du für dein Team einstellst.
- 19:39Speaker 0: Denn eins ist nach diesem Update Sonnen klar – die Logistik wird nie wieder so blickdicht sein wie gestern und du zahlst ab heute definitiv nicht mehr für leere Luft in fremden Hallen!
- 19:49Speaker 0: Wir verabschieden uns aus diesem Deep Dive und wünschen dir massiven Erfolg beim Optimieren deiner Prozesse.
- 19:54Speaker 0: Bis zum nächsten mal.