Latest / Epoch Im Fokus / AfD oder SPD: In Mecklenburg-Vorpommern wird das Rennen um Platz 1 enger #125
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- 0:00Speaker 0: Herzlich Willkommen zu Epoch im Fokus mit dem Thema Wahlkampf im Endsport, AfD oder SPD.
- 0:06Speaker 0: In Mecklenburg-Vorpommern wird das Rennen um Platz eins enger.
- 0:11Speaker 0: Ein Artikel von Patrick Gangendorf am zwölften September twenty-sixundzwanzig – am Mikrofon Alexander Sieber.
- 0:17Speaker 0: AfD Form?
- 0:19Speaker 0: SPD im Aufwind!
- 0:20Speaker 0: Zwei Wochen vor der Landtagswahl in Mecklernburg- Vorpommern wird das Rennen enger.
- 0:24Speaker 0: Es geht um Platz Eins und darum wer nach dem zwanzigsten September überhaupt eine Regierung bilden kann.
- 0:30Speaker 0: Neun Tage vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern zeichnet sich ein enges Rennen um Platz einsab.
- 0:36Speaker 0: Die AfD führt in den Umfragen, die SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schvesig hatte zuletzt aufgeholt – in der jüngsten Erhebung aber wieder etwas an Boden verloren!
- 0:45Speaker 0: Am zwanzigsten September entscheidet sich nicht nur wer stärkste Kraft wird sondern auch wer anschließend eine Mehrheit für die Landesregierung zusammenbekommt.
- 0:54Speaker 0: An diesem Tag wird der neunte Landtag Mecklenburg-Vorpommern gewählt.
- 0:58Speaker 0: Insgesamt treten vierhundertzwei Kandidaten an, darunter hundertzwanzig Frauen und zweihundertsechzig Männer.
- 1:04Speaker 0: Neunzehn Parteien sind mit Landeslisten zugelassen – zu dem bewerben sich fünf Einzelkandidaten um Direktmandate.
- 1:11Speaker 0: Neu ist dabei wer seine Stimme abgeben darf!
- 1:13Speaker 0: Erstmals dürfen bei einer Landtagswahl in Meckelenburg- Vorpommern auch Sechzehnundsebzehnjährige abstimmen.
- 1:18Speaker 0: Wählbar bleibt man ab achtzehn Jahren.
- 1:21Speaker 0: AfD führt Rennen bleibt offen.
- 1:24Speaker 0: Die politische Ausgangslage unterscheidet sich deutlich von der Landtagswahl zwanzig, einundzwanzig.
- 1:29Speaker 0: Damals wurde die SPD mit Abstand stärkster Kraft.
- 1:32Speaker 0: Seitdem regieren SPD und Linke gemeinsam – Schwesig ist seit zweizig-siebzehnten Ministerpräsidentin.
- 1:37Speaker 0: Die SPD stellt seit nineteen-neunzig ununterbrauchend den Regierungschef des Landes.
- 1:42Speaker 0: Bei dieser Wahl steht damit auch diese seit fast drei Jahrzehnten bestehende politische Dominanz der Sozialdemokraten in Mecklenburg-Vorpommern auf dem Spiel.
- 1:50Speaker 0: Die SPD holte im Jahr zwanzig-einundzwanzig in den Jahr neununddreißig, die AfD erreichte sechzehnkommasieben Prozent, die CDU dreizehnkommer drei und die Linke neunkommarneun Prozent.
- 2:00Speaker 0: Grüne und FDP zogen mit sechskoma drei bzw.
- 2:02Speaker 0: fünfkoma acht Prozent ebenfalls in den Landtag ein.
- 2:06Speaker 0: Dieses Mal kämpft die SPD darum einen Wahl Sieg der AfD zu verhindern.
- 2:10Speaker 0: Es wäre das erste mal dass die blaue Partei in dem norddeutschen Bundesland stärkste Kraft wird.
- 2:15Speaker 0: Nach der jüngsten Wahlumfrage von Infrotest DieMAP im Auftrag der ARD veröffentlicht am zehnten September, kommt die AfD derzeit auf thirty-eight Prozent.
- 2:23Speaker 0: Der SPD erreicht thirty-three Prozent und liegt damit fünf Prozentpunkte zurück.
- 2:28Speaker 0: nachdem sich der Abstand in der Vorumfrage bereits auf drei Punkte verringert hatte ist er in der neuesten Erhebung wieder etwas gewachsen.
- 2:35Speaker 0: Die Linke folgt mit neun Prozent, während die CDU auf sieben Prozent kommt.
- 2:39Speaker 0: Die Grünen erreichen fünf Prozent und das BSW vier Prozent – die FDP wird weiterhin nur noch untersonstige geführt.
- 2:46Speaker 0: Umfragen sind keine Prognosen für den Wahltag.
- 2:49Speaker 0: der Vergleich mit twenty-einenundzwanzig zeigt dennoch wie stark sich die politische Landschaft verschoben hat.
- 2:54Speaker 0: Die AfD könnte in damaligen Stimmenanteil mehr als verdoppeln, während de SPD deutlich verlieren würde.
- 2:59Speaker 0: Der CDU droht sogar ein weiteres historisches Tief.
- 3:03Speaker 0: Schwesig gegen Holm.
- 3:05Speaker 0: Die SPD geht erneut mit Schwesig in die Wahl.
- 3:08Speaker 0: Für die AfD bewirbt sich der Bundestagsabgeordnete und ehemalige Radiomoderator Leif Erich Holm um das Amt des Ministerpräsidenten.
- 3:15Speaker 0: Die Partei hat allerdings eine ungewöhnliche Konstruktion gewählt, Holm steht nicht auf der Landesliste und muss deshalb seinen schweriener Wahlkreis direkt gewinnen, um ihn den Landtag einzuziehen – in diesem tritt er gegen Schwesigg an!
- 3:28Speaker 0: Platz eins der AfD-Landesliste nimmt der Fraktionsvorsitzende und Kohlandesvorsetzende Enrico Schult ein.
- 3:34Speaker 0: Für die CDU tritt Landes- und Fraktionschef Daniel Peters an.
- 3:38Speaker 0: Die Linke geht mit der Bildungsministerin Simone Oldenburg als Spitzenkandidatin, die Grünen mit der Bundestagsabgeordneten Claudia Müller und das BSW mit Peter Schubbel sowie Sabine Fernhaber in den Wahlkampf.
- 3:51Speaker 0: Für Peters ist die Ausgangslage besonders schwierig – schon die dreizehn Komma drei Prozent der CDU von zwanzig.
- 3:56Speaker 0: einundzwanzig waren das schlechteste Landtagswahlergebnis der Partei seit nineteen neunzig.
- 4:01Speaker 0: Aktuell liegt den Umfragen teilweise nur noch im Einstelligenbereich.
- 4:05Speaker 0: Peters versucht deshalb, den Wahlkampf stärker auf Landes- und Wirtschaftsthemen auszurichten und sich zugleich von der Bundespolitik abzusetzen.
- 4:13Speaker 0: Wirtschaft Bildung und Migration Wirtschaft und Arbeitsplätze – Bildung, Energiepreise, Wohnen, Migration, innere Sicherheit und die Versorgung im ländlichen Raum gehören zu Themen mit denen die Parteien umstimmen werden.
- 4:27Speaker 0: Die SPD verspricht unter anderem Investitionen in Infrastruktur und Schulen, und betont an der beitragsfreien Kinderbetreuung festzuhalten.
- 4:35Speaker 0: Die CDU stellt Wirtschaft, Bürokratie Abbau, Gesundheit Bildung und innere Sicherheit in den Mittelpunkt.
- 4:51Speaker 0: Die Linke setzt vorwiegend auf Sozial- und Bildungspolitik.
- 4:55Speaker 0: die Grünen verbinden Klimaschutz und den Ausbau erneuerbarer Energien mit wirtschaftspolitischen Vorhaben.
- 5:00Speaker 0: das BSW legt einen Schwerpunkt auf Sozial und Friedenspolitik und lehnt unter anderem Werpflicht und weitere Aufrüstung ab.
- 5:08Speaker 0: wer kann nach der Wahl regieren?
- 5:10Speaker 0: Das Rennen um Platz eins und die Frage nach der künftigen Regierung sind dabei zwei unterschiedliche Dinge, wie man in Thüringen erlebt hat.
- 5:17Speaker 0: Auch wenn die AfD stärkste Kraft wird folgt daraus nicht automatisch das sie den Ministerpräsidenten stellt.
- 5:23Speaker 0: eine Zusammenarbeit mit ihr lehnen die anderen derzeit im schweren Landtag vertretenen Parteien ab.
- 5:29Speaker 0: Für Schwesig wiederum könnte auch ein zweiter Platz reichen, um Ministerpräsidentin zu bleiben.
- 5:33Speaker 0: Vorausgesetzt – sie findet nach der Wahl genügend Partner für eine Mehrheit.
- 5:38Speaker 0: Nach der aktuellen Sitzprojektion käme ein Bündnis aus SPD, Linken und Grünen auf thirty-seven von seventy-one sitzen und damit auf eine knappe Mehrheit!
- 5:47Speaker 0: Rechnerisch möglich wäre auch eine Mehrzeit aus AfD, CDU und Grüne.
- 5:51Speaker 0: Achtunddreißig von einundsiebzig sitzen, eine Zusammenarbeit mit der AfD schließt CDU und Grüner jedoch aus.
- 5:56Speaker 0: Ob die SPD-geführte Konstellation tatsächlich zustande kommen könnte entscheidet sich allerdings erst mit dem Wahlergebnis und den anschließenden Gesprächen der Parteien.