Latest / Gegen den Strom / Der Krieg begann 2014 – Donbass, Maidan und Deutschlands Rolle
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- 0:00Gut, insofern war das für mich eigentlich relativ schnell klar,
- 0:03dass da n gewaltsamer verfassungswidriger Umsturz
- 0:06stattgefunden hat, der ne völlig legitim gewählte Regierung
- 0:09gestürzt hat. Deutschland garantiert n
- 0:12friedlichen Übergang und friedliche Wahlen, dieses
- 0:15Sicherheitsgarantieabkommen hat nur 24 Stunden gehalten und
- 0:18danach war der Putsch und in den sogenannten öffentlich
- 0:20rechtlichen Medien, da haben ja großteils Leute zu sagen, die ja
- 0:24zu diesem Globalistisch transatlantischen Zirkel
- 0:27gehören, die sind ja auch nicht objektiv die vertreten.
- 0:30Ja, die gleichen Interessen wie die Eliten ist ja die Frage, was
- 0:33man hier unter Demokratie versteht und das
- 0:35Hauptberichtsmuster, wenn man sich das genau anguckt.
- 0:37Der Berichterstattung ist ja Propaganda, wenn die Bevölkerung
- 0:41sich als unterdrückt sieht von diesem Regime und dann die
- 0:46Möglichkeit bekommt, ohne mit Waffengewalt von dem Regime dran
- 0:50gehindert zu werden, die eigene Meinung abzugeben, dann
- 0:54passieren eben solche Sachen, dass dann die Massen auf die
- 0:56Straßen strömen und da wählen, aber das wollen natürlich.
- 1:00Westliche Regierung und Politiker, die auf der anderen
- 1:02Seite stehen, nicht wahrhaben. Gegen den Strom zur Person
- 1:17Hallo, bei gegen den Strom. Wir zeigen Ihnen Positionen und
- 1:22Perspektiven, welche die Propagandamedien verschweigen.
- 1:28Der Filmemacher Wilhelm Domke Schulz hat mehr als 70 Filme
- 1:33gemacht, mehrere wie Life at a Stance, Still oder Krimreise
- 1:38wurden ausgezeichnet mit internationalen Preisen.
- 1:41Er hat an der Hochschule für Film und Fernsehen Konrad Wolf
- 1:46in Babelsberg studiert, er war als Dramaturg tätig in Berlin,
- 1:50in Potsdam, in Leipzig, seit 1990 arbeitet er als
- 1:55selbstständiger Filmproduzent. Er hat gedreht in der Ukraine,
- 2:00in Russland, in Israel, in Palästina, und er ist tätig auch
- 2:07als Hochschullehrer und Buchautor.
- 2:10Hallo Herr Dunkel Schulz, Sie haben einen Film gemacht, der
- 2:14heißt Leben und sterben im Donbass, was heißt das Leben und
- 2:20Sterben im Donbass. Na, es sind ja 2 Geschichten,
- 2:23die da passieren. Also es ist ja nicht nur so,
- 2:26dass im Krieg gestorben wird, sondern es gibt ja auch immer
- 2:29Menschen, die sich dafür engagieren, dass das Leben
- 2:31weitergeht, auch dass es nach dem Krieg weitergeht, dass es
- 2:34während des Krieges weitergeht. Also diese Stimmung wollte ich
- 2:38da auch mit dem Film einfangen, dass trotz der Dramatik und
- 2:42dieser schlimmen Sachen, die da passieren, auch der vielen
- 2:46Menschen, die da sterben, dass es aber trotzdem ja auch noch
- 2:49Hoffnungsschimmer gibt und Menschen.
- 2:51Die an das da nachdenken, an die Zukunft denkt man doch hier auch
- 2:54was tun? Das heißt, Filme machen, Das ist
- 2:57hier bei Ihnen der Blick von unten, aus der Perspektive der
- 3:01Menschen und nicht der Blick von oben, aus, der ja aus der
- 3:05Position der Regierenden, ja. Das kann man so sagen.
- 3:08Also das hat ja auch mit der Tradition zu tun, also des
- 3:10Filmemachens. Also ich seh mich ja in der
- 3:13Traditionslinie, war ja. Zu DDR Zeiten der Dockfilm also
- 3:18ich bin in der Tradition des des künstlerischen Dockfilms des
- 3:21Kino Dockfilms, also nicht des Fernsehfilms, und da war ja
- 3:25immer der Blick in der Regel auf den einfachen Menschen, und das
- 3:33habe ich eigentlich beibehalten. Also es geht ja nicht um
- 3:36politische Bildung oder Indoktrination, sondern
- 3:41Schildern von Schicksalen, von normalen Menschen.
- 3:44Das. Was unterscheidet den
- 3:46künstlerischen Dokumentarfilm vom Dokumentarfilm fürs
- 3:50Fernsehen? Also es wird ja oft gebraucht.
- 3:53Das sehe ich auch immer an Filmdiskussionen dieser Begriff
- 3:56Doku, wo ich mich dann immer gegen verwahre, weil für mich
- 3:58ist der Begriff Doku fernsehdoku und der ist aus meiner Sicht
- 4:04journalistisch gekennzeichnet. Also so eine Erwartung stellt
- 4:07man auch ja, dass die Seite und die Seite und das und jenes
- 4:10müsste man doch. Und die Traditionslinie des
- 4:15künstlerischen Dokumentarfilms, auch des politischen
- 4:18Dokumentarfilms, aus der Ich komme, ist es im Prinzip in
- 4:23einer gewissen Weise vergleichbar mit einem
- 4:24Spielfilm. Also der Autor hat ne eigene
- 4:27Meinung, ne subjektive Haltung, ne Sicht auf die Dinge.
- 4:31Und die stellt ja über diese mit filmischen Mitteln dar.
- 4:36Also das ist ne subjektive Haltung und keine
- 4:38journalistische, also insofern ist dann immer die Diskussion,
- 4:41warum ist denn das nicht drin und das nicht drin irgendwie
- 4:44falscher jungler sag ich da immer, das muss man Journalisten
- 4:48stellen, aber nicht Filme machen.
- 4:50Wenn man nun die Entwicklung. In der Ostukraine, im Donbass im
- 4:54Blick, behält seit dem Putsch auf dem Maidan im Februar 2014,
- 4:59dann im Bürgerkrieg und schließlich im Krieg in der
- 5:02Ukraine, der für die Menschen, da ja im Jahr 2014 begonnen hat
- 5:07und nicht mit dem russischen Einmarsch 2022 was ist da ihre
- 5:11persönliche Haltung? Na, im Prinzip teile ich ja
- 5:16diese Ansicht, weil ich habe mich ja sehr viel mit der
- 5:19Ukraine beschäftigt. Ich habe ja auch schon davor in
- 5:20der Ukraine gedreht. Zum Beispiel auch ein Film über
- 5:25die über das Schicksal von deutschen Kommunisten, die
- 5:29während der 30er Jahre da waren, also auch in Odessa, und da
- 5:33umgekommen sind während der Säuberungen.
- 5:35Denn über besser Arabien, Deutsche und so weiter also ich
- 5:38hatte mich ja mit der Ukraine schon vor 2014 beschäftigt und
- 5:43dadurch auch sehr viele Beziehungen, persönliche
- 5:46Beziehungen, also auch insbesondere nach Odessa und
- 5:50insofern. Hat mich das natürlich viel mehr
- 5:53beschäftigt und viel mehr betroffen, was da passiert ist.
- 5:56Und durch die vielen Kontakte hat man ja auch viel mehr
- 5:58Informationen und insofern war das für mich eigentlich relativ
- 6:03schnell klar, dass da ein gewaltsamer verfassungswidriger
- 6:06Umsturz stattgefunden hat, der eine völlig legitime gewählte
- 6:10Regierung gestürzt hat und das auf sehr unrechtmäßige Art und
- 6:13Weise. Und wenn man dann noch.
- 6:15Sieht, wie dieser diese sogenannte ATU, diese diese
- 6:18Antiterroroperation. Denn von diesem illegitimen
- 6:22Regime losgetreten wurde, also im Bürgerkrieg ein bewaffneter
- 6:25Bürgerkrieg gegen die eigene Bevölkerung, dann ist die
- 6:30Positionierung gerade mit zur DDR Vergangenheit eigentlich
- 6:34ziemlich klar, dass man eher auf der Seite der Antifaschisten
- 6:37ist, die in den Medien hier immer noch als prorussische
- 6:42Separatisten diffamiert werden. Als auf der Seite dieses Regimes
- 6:47wird vom also auch gerade von der von der westdeutschen
- 6:50Regierung oder von der gesamtwestdeutschen Regierung so
- 6:53unterstützt wird, mit Waffen und Geld.
- 6:55Das heißt, dieser Konflikt in der Ukraine, der Weg in diesen
- 7:00Krieg wird hier völlig falsch dargestellt.
- 7:02Na ja, auf jeden Fall, weil die Sachen werden alle weggelassen,
- 7:06also alleine zum Beispiel auch so eine Punkte, die völlig
- 7:08weggelassen werden, ist ja diese diese.
- 7:11Abkommen, was auch dieser Herr Steinmeier da geschlossen hat im
- 7:14Februar 2014 mit der sogenannten Opposition, wobei Opposition von
- 7:19diesen 3 Oppositionsführern immer der dritte weggelassen
- 7:22wird, der Herr Tannyburg, der Chef der faschistischen Swoboda
- 7:25Partei, der wird überhaupt nicht erwähnt.
- 7:28Und Herr Steinmeier ist damals zu der Zeit aufgetreten als
- 7:31Garant, also Deutschland garantiert ein friedlichen
- 7:36Übergang und friedliche Wahlen, bei denen sich denn im Mai 2014
- 7:41auch Herr Janokowitsch wieder neu zur Wahl stellen kann.
- 7:44So, dieses Sicherheitsgarantieabkommen hat
- 7:46nur 24 Stunden gehalten und danach war der Putsch, also
- 7:50insofern ist ja die die Rolle, die da Deutschland auch
- 7:55insbesondere gespielt hat, eine. Äußerst fragwürdig, um das mal
- 7:59friedlich auszudrücken. Und was besonders irritierend
- 8:02ist, dass dass die Medien auf so eine Sachen gar nicht eingehen.
- 8:05Also das wird immer völlig ignoriert.
- 8:07Kriegsbeginn 22 obwohl der 14 war.
- 8:10Warum gehen die Medien darauf nicht ein?
- 8:12Na, weil die genauso zu den Machteliten gehören.
- 8:14Also ich spreche immer von den Eigentumsmeinungsmacht und
- 8:21Eigentumsmeinungsmacht und Machteliten.
- 8:24Und da gehören ja die Medien dazu, also gerade die privaten,
- 8:27also die Eigentümer der privaten Medien, gehören ja genauso dazu,
- 8:30zu diesen Machteliten, die ja ihre völlig eigenständigen
- 8:34Interessen haben mit dem Ukrainekonflikt und in den
- 8:38sogenannten öffentlich rechtlichen Medien, da haben ja
- 8:42großteils Leute zu sagen, die ja zu diesem Globalistisch
- 8:45transatlantischen Zirkel gehören, und die sind ja auch
- 8:48nicht objektiv, die vertreten ja die gleichen Interessen wie die
- 8:51Eliten. Und da sie die gleichen
- 8:53Interessen vertreten und Ihnen völlig klar ist, macht kann man
- 8:57nur ausüben, wenn man auch die Meinungsmacht beherrscht.
- 9:01Ist eigentlich so die Grundlage für diese Desinformation, wenn
- 9:04man völlig andere Interessen vertritt, als sie eigentlich von
- 9:08der Bevölkerung zum Beispiel, also auch von der deutschen
- 9:10Bevölkerung vertreten werden. Gut belegt ist ja, dass der
- 9:13damalige deutsche Außenminister Frank Walter Steinmeier nicht
- 9:17nur mit dem Rechtsextremisten Oleg Tanybok verhandelt hat,
- 9:21sondern auch mit andré. Ruby, dem Führer der militanten
- 9:26faschistischen Kräfte auf dem Maidan.
- 9:29Was bedeutet das, wenn solche Verhandlungen geführt werden?
- 9:32Na, ist aus meiner Sicht auf jeden Fall zeigt sich da eine
- 9:36sehr interessante und bemerkenswerte und
- 9:39beachtenswerte Traditionslinie, gerade was die westdeutsche
- 9:43Politik angeht, weil diese Beziehungen gerade zu
- 9:45Extremisten und zu. Faschistischen Kräften in der
- 9:49Ukraine, die reichen ja sehr, sehr weit zurück, das ist ja
- 9:53angefangen im Zweiten Weltkrieg, ne, also wo man da mit denen eng
- 9:57zusammengearbeitet hat bei diesen faschistischen
- 10:00Organisationen, Wehrmacht, SS und so weiter, die waren ja
- 10:04zusammen beteiligt an Ermordung von Juden und Polen und dann
- 10:08weiter nach dem Zweiten Weltkrieg gerade die
- 10:11Organisation gehen oder gehen als Person.
- 10:14Hatte ja enge Beziehungen zu Bandera, den Faschistenführer,
- 10:17der rein zufällig in München lebte, ganz rein zufällig in der
- 10:21Nähe der BND Zentrale, dann später, also da tun sich
- 10:25Parallelen auf, die über Jahrzehnte zurückreichen und die
- 10:29sich dann 2014 im Prinzip manifestiert haben oder auch
- 10:33später 22 inner der ersten Meldung.
- 10:36Im Februar 22 geisterte ja durch die Medien, dass rein zufällig
- 10:41der BND Chef der damalige gerade in Kiew war und dann mit
- 10:45irgendwelchen Sondereinsatzkommandokräften da
- 10:48evakuiert werden musste. Also diese Tradition geht ja
- 10:50über Jahrzehnte, die Beziehung der westdeutschen Eliten zu den
- 10:54faschistischen Kräften in der Ukraine.
- 10:57Nun haben sie erzählt, sie haben eigenständige Quellen, die
- 11:00jenseits der Staatsorgane abgefragt werden können.
- 11:05Wie kam es vor diesem Hintergrund zu ihrem Film Leben
- 11:08und sterben im Donbass? Das ist eine interessante
- 11:12Geschichte. Ich muss mal sehen, ob ich das
- 11:13irgendwie kurz gefasst kriege. Also ich hatte über die Jahre
- 11:18haben sich viele Beziehungen entwickelt zu russischen
- 11:20Filmemachern und natürlich. Freundet man sich da auch mit
- 11:25Kollegen an, mit denen man so auf einer Wellenlänge liegt?
- 11:29Also bei mir ist das ja so der antifaschistische Ansatz, da
- 11:32gibt es ja auch einige russische Filmemacher, die da auf dem
- 11:34Gebiet tätig sind, aber was mir fehlte, war der Kontakt zum
- 11:39Donbass, aber das hat mich ungeheuer interessiert, also
- 11:42gerade auch nach meinem Film Remember Odessa, nach dem
- 11:45Gewerkschaftshaus also, wo man dann sah, dass ab 2014 diese
- 11:49antifaschistische Bewegung. In der Ostukraine sehr stark war
- 11:53und gerade in Donezk und Lugans, aber mir da so die Kontakte
- 11:57fehlen und das haben mir dann Kollegen aus Russland vermittelt
- 12:01und dann kam da, also ich hatte mit denen gesprochen, wollte ich
- 12:05einen Film drüber machen, mir fehlten aber wie gesagt so die
- 12:07Kontakte und dann kam da so ein Anruf, kannst du übermorgen in
- 12:11Moskau sein, wir haben da was vorbereitet, das war dein Ende.
- 12:1621, und das war so eine hauruck Aktion, obwohl ich eigentlich zu
- 12:21dem Zeitpunkt des Anrufs nachher kein Filmkonzept hatte.
- 12:25Also normalerweise bereitet man ja so was vor, ne und aber
- 12:30dadurch, dass durch die ganzen Recherchen, die ich schon seit
- 12:332014 gemacht habe, war in dem Moment denn für mich nicht ein
- 12:38großes Problem. Noch schnell so übernachten,
- 12:42Filmkonzept zu entwickeln, weil das ganze Basiswissen ja schon
- 12:45da war. Also man brauchte ja da, bloß
- 12:47musst du nicht neu recherchieren, sondern nur eine
- 12:50filmische Idee entwickeln. Und die hab ich dann so
- 12:54innerhalb von 24 Stunden. Normalerweise braucht man Monate
- 12:57dafür und dank der Unterstützung von den Kollegen konnten wir das
- 13:02dann auch alles realisieren damit und was und die
- 13:05Dreharbeiten machen. Also es musste improvisiert
- 13:08werden. Wie sah denn, wenn ich fragen
- 13:09darf, die filmische Idee aus, Na?
- 13:11Die filmische Idee war eigentlich die da hat hat ich
- 13:14dann auch mit Kollegen diskutiert in Moskau, weil ich
- 13:18immer vor dem Problem stehe, wer ist die Zielgruppe.
- 13:22Wenn ich ein Film mache, ist das die deutsche Zielgruppe.
- 13:24Ist das die russische Zielgruppe, weil gerade zum
- 13:27Beispiel auch bei dem ersten großen Film über die Ukraine,
- 13:31also Remember und Dessau, stand ich ja auch vor der
- 13:33Entscheidung, wer ist die Zielgruppe, und da hat man ja
- 13:35immer im Hintergrund, wenn man im Hinterkopf, wenn man solche
- 13:38Filme macht, dass das die Auswertungsmöglichkeit in
- 13:42Deutschland ja fast nicht vorhanden ist.
- 13:44Fernsehsender werden es nicht bringen, auf Festivals werden so
- 13:48eine Filme nicht angenommen. Kinoverleiher findet man auch
- 13:51nicht, also man hat ja auch ja keine
- 13:54Refinanzierungsmöglichkeiten und keine Auswertungsmöglichkeiten
- 13:57und deswegen hatte ich dann gesagt, Na ja, wenn das nicht
- 13:59möglich ist, dann mache ich es vielleicht für eine russische
- 14:02Zielgruppe, da ist das ja sinnvoller und die gleiche
- 14:04Diskussion hat man dann mit Leben und sterben im Donnaz und
- 14:09da war dann, so die einhellige Meinung von von den Kollegen.
- 14:13Da in in Moskau mach doch mal einen für deutsche Zuschauer,
- 14:16also wo die ganze Geschichte erzählt wird, worüber wir jetzt
- 14:19auch gesprochen haben, also die Ursprünge 2014 diese dieser,
- 14:24dieser gewaltsame Putsch und so weiter, wo so die wichtigsten
- 14:28Etappen dargestellt werden, was soweit was seit 2014 passiert
- 14:32ist und dann zu diesem Bürgerkrieg geführt hat und wie
- 14:35der verlaufen ist und insofern. Also ich hab das völlig
- 14:41eingesehen, weil ja der Wissensstand da sehr gering
- 14:43drüber ist. Aber das Problem ist ja dann
- 14:45nach wie vor die die fehlende Auswertungsmöglichkeiten.
- 14:50Aber ich hab es dann eben trotzdem gemacht und die einzige
- 14:53Chance die man nach wie vor hat ist ja nur im Internet zu
- 14:55zeigen, aber da hat der Film ja auch schon so einige Zuschauer
- 14:59bekommen. Wenn wir mal überlegen Remember
- 15:02Odessa nur das ja im Westen so getan, als ob sich dieses
- 15:06Gewerkschaftshaus in Odessa. Fast von alleine angesteckt
- 15:10hätte was zum Tod von fast 50 Menschen geführt hat.
- 15:14Was haben Sie vor Ort erkennen können?
- 15:17Ich war ja da, also nicht an dem Tag selbst, sondern später zum
- 15:21zum Jahrestag und hab mit sehr vielen Augenzeugen gesprochen,
- 15:24also auch die auch Interviews aufgenommen mit denen, die im
- 15:27Gewerkschaftshaus waren, aber eben auch mit Leuten von den
- 15:32ukrainischen Faschisten, die daran beteiligt waren.
- 15:34Also ich hab da mit beiden. Seiten gesprochen, obwohl ich ja
- 15:37wie gesagt kein Journalist bin, sondern Filmemacher.
- 15:40Aber das fand ich in dem Moment auch sehr wichtig.
- 15:43Auch die andere Seite zu Wort kommen zu lassen, also auch die
- 15:46der Täter, dass die auch mal formulieren können, warum,
- 15:50weshalb, was haben sie damit bezweckt, wie sehen Sie die
- 15:54Gegenseite, und an sich ist es, wenn man sich damit beschäftigt,
- 16:01alles sehr klar. Belegt, wer da was getan hat und
- 16:04wie das entstanden ist. Da gibt es auch unzählige von
- 16:07von Aufnahmen, weil ja auch zu der Zeit die Leute alle so mit
- 16:11Handy rumrannten. Also da gibt es Unmengen an
- 16:13Material, sowohl professionelle Aufnahmen als auch
- 16:16handyaufnahmen. Man kann da minutiös
- 16:18nachvollziehen, was da passiert ist.
- 16:21Und wenn man über den den also die, die Einblick in die meisten
- 16:26Aufnahmen hat, die da. Vorhanden sind, kann man sie ja
- 16:29von einzelnen Leuten den Tagesablauf nachvollziehen, weil
- 16:32die irgendwo bei irgendwelchen Aufnahmen auftauchen und da ist
- 16:36ganz klar belegt, dass das ein Überfall von diesen
- 16:39faschistischen Kräften auf das Lager des Anti maidanes, also
- 16:44die hier immer als prorussische Separatisten bezeichnet werden
- 16:48und sich selber ja als Anti Maidan gesehen haben, auch ein
- 16:52Begriff, der hier nie auftaucht in in dieser.
- 16:56Also. Diejenigen, die also ein Putsch
- 16:59auf dem Maidan wurde organisiert, orchestriert auch
- 17:03von westlichen Botschaften, westlichen Politikern und
- 17:06westlichen Nichtregierungsorganisationen
- 17:09gegen den gewählten Präsidenten Janukowitsch.
- 17:13Dagegen haben sich andere zur Wehr gesetzt und demonstriert.
- 17:17Und dann kam es in Odessa zu einem Überfall.
- 17:21Von rechtsextremistischen Kräften setzt sich das so
- 17:24zusammen? Kann man so sagen.
- 17:25Ja, also war auch als Fanal gedacht, also weil gerade in den
- 17:29östlichen Gebieten der Widerstand gegen diesen Putsch
- 17:32ganz groß war, also worüber zum Beispiel auch?
- 17:36Ich glaube nie berichtet wurde. Also es sind 2 entscheidende
- 17:39Sachen, über die nie berichtet wurde, dass es neben dem Maidan
- 17:43ja noch ein Lager im im Majinski Park gab, auch mit Zelten, auch
- 17:48mit mehreren 1000 Mitglieder, Teilnehmern.
- 17:51In Kiew. In Kiew zur gleichen Zeit des
- 17:53Maidan, die für Janakovic demonstriert haben.
- 17:57Da hat sich nie ein westlicher Reporter hin verirrt, da ist nie
- 18:00drüber berichtet worden, dass es ein Gegenlager gab.
- 18:03Und genauso ist auch nicht drüber berichtet worden, was aus
- 18:07meiner Sicht ein ganz entscheidender Fakt war.
- 18:09Das war, wenn ich mich nicht auch am 22.
- 18:12Februar 2014 da war im Sportpalast in Krakow eine
- 18:16Veranstaltung, wo gewählte Vertreter, also Parlamentarier,
- 18:21Gouverneure und also Stadtoberhäupter aus den
- 18:28südlichen und östlichen Regionen, auch von der Krim.
- 18:32Eine Tagung abgehalten haben, wo in dem Schlussdokument gesagt
- 18:36wurde, in Kiew ist eine illegitimen verfassungswidrig an
- 18:40die Macht gekommene Putschregierung an der Macht und
- 18:45wir nehmen uns aus dieser Unterstellung heraus, also wir
- 18:50unterstellen uns nicht, diesem illegitimen Regime als gewählte
- 18:55Vertreter in in der Ost und Südokraine.
- 18:58Und werden das erst wieder tun, wenn es wieder eine
- 19:03Verfassungsgemäße, legitime Regierung gibt.
- 19:06So, und das ist natürlich für die Putschregierung eine extreme
- 19:10Situation gewesen, dass sich ganze Regionen quasi ihr nicht
- 19:15unterstellen wollen und das Hauptwiderstandszentrum war
- 19:17Odessa. Da kamen an Wochenenden 2030
- 19:2040000 Menschen immer zusammen, um dagegen zu protestieren, was
- 19:24da in Kiew abging. Und deswegen musste gerade in
- 19:27Odessa ein Fanal passieren, wo man sagt, also da wird ein
- 19:33Exempel statuiert, um den Widerstand in einer.
- 19:36Ost und Süd Ukraine zu brechen, was denn aber nicht gelungen ist
- 19:40mit diesem Mord. Was sagen Ihre Augenzeugen und
- 19:43Quellen? Wie genau kam es zum Brand im
- 19:46Gewerkschaftshaus in Odessa am 2.
- 19:49Mai 2014. Also an ihren Aufnahmen sieht
- 19:52man ja auch, dass eine Demonstration, die erst in der
- 19:54Innenstadt stattgefunden hat, da nahmen ein paar 1000, also hier
- 19:59würde man sagen, Hooligans aus Rakow teil und.
- 20:03Mehrere Hundertschaften von Maidan von diesem militanten
- 20:08paar Ruby Leuten, die aber schon 2 Tage vorher angereist waren.
- 20:12Und also ich zitiere jetzt die Augenzeugenberichte, 2 Tage
- 20:17vorher angereist waren und sich am Stadtrand in Sanatorien auf
- 20:20diesen Tag vorbereitet haben, auf diesen 2.
- 20:23Mai mit Übungen und so weiter wie geht man gegen Polizei vor
- 20:26und so, also die haben da richtige Übung abgehalten und
- 20:29dann. Setzte denn dieser Sturm von
- 20:33diesen mehreren 1000 faschistischen Kräften gerade
- 20:37federführend von Maidan Hundertschaften, die da vorne
- 20:40weg waren, auf diese Tierländer am am kolikow Feld auf diese
- 20:43Gewerkschaftshaus ein und sofort begann man damit, brandflaschen
- 20:49zu werfen, wobei viele Augenzeugen auch sagen, dass da
- 20:52nicht nur Brandflaschen im Spielwaren, also die diese
- 20:55Aufnahmen kennt man ja eigentlich auch, wenn man sich
- 20:57damit beschäftigt, wo junge Leute da.
- 21:00Benzin in Flaschen füllen, also molotov Cocktails basteln und
- 21:04dann danach aufs Gewerkschaftshaus werfen,
- 21:07sondern dass da auch so eine Art Giftgaseinsatz war, also dass
- 21:13die Leute nicht nur verbrannt sind durch die Angriffe von
- 21:17außen, sondern auch erstickt sind und aus meiner Sicht hat es
- 21:22eben auch nicht nur 50 Tote gefordert, sondern so gesagt,
- 21:27hab ja mit sehr vielen Augenzeugen gesprochen, also.
- 21:29Man geht so unter der Hand von über 200 Toten aus.
- 21:34Welche Rolle spielte der Oligarch Igor Kolomoiski, der ja
- 21:40öffentlich damit geprahlt hat, dass er $5000 Kopfgeld Auslobe
- 21:46für jeden getöteten prorussischen Menschen?
- 21:49Also den war da ganz vorne weg. Also das darf man auch nicht
- 21:52vergessen bei Majedan, dass das ja nicht nur auslandsfinanziert
- 21:55war. Also die USA hat wahrscheinlich
- 21:58am meisten Geld drin gepumpt, aber auch die ukrainischen
- 22:01Oligarchen haben den Maidan mitfinanziert und da war auch
- 22:06Konomolski ganz vorne mit dran, der diesen Umsturz da finanziert
- 22:11hat, die Leute finanziert hat. Also mir wurde ja damals schon
- 22:15gesagt von Leuten, die da auf dem Maidan waren.
- 22:17Ja, so der normale Teilnehmer kriegt so $20 Bargeld am Tag und
- 22:22das steigert sich dann je nachdem nach Funktion.
- 22:24Ob man da hundertschaftsführer ist oder nicht bis zu $100 und
- 22:28noch mehr am Tag. Also da wurde richtig Bargeld
- 22:30Reingepumpt jeden Tag und Kolumbolski hat hat hat sich ja
- 22:37nicht nur damit zufriedengegeben, dass dieser
- 22:39Umsturz stattgefunden hat, sondern er hat ja danach auch
- 22:41noch. Diese also von diesen
- 22:46Faschistenbataillonen hat der auch Finanzierung übernommen von
- 22:50Jeppa 1, von Jeppa 2 von diesen Bataillonen also der steht da
- 22:54ganz vorne dran, hat Blut an den Händen.
- 22:57Ist tief verwickelt in diesen Bürgerkrieg und an die an den
- 23:01ganzen Ermordungen, die da stattgefunden haben seit 2014 in
- 23:04der Ukraine. Er ist ja auch der größte
- 23:06finanzielle Förderer gewesen des aktuellen Präsidenten Selenskyj.
- 23:10Welche Interessen hatten Kolomoiski und andere
- 23:15Oligarchen? Na, im Prinzip den Rest noch
- 23:17Raussaugen, der noch da ist. Also es gibt ja viele, die sich
- 23:20mit der Ukraine seit 1991 beschäftigen, gerade auf
- 23:23wirtschaftlichen Gebiet. Also die sagen, denen ist ja ein
- 23:26funktionierendes Land damals übergeben worden, als sie sich
- 23:29im Grunde verfassungswidrig, also gegen die Verfassung der
- 23:33UDSSR da abgespalten haben. Auch das ist ja rechtlich sehr
- 23:37umstritten, ist denen ein funktionierendes Land übergeben
- 23:41worden, technologisch, wirtschaftlich gut dastehend
- 23:46eigentlich und die. Oder die Hauptaufgabe, die
- 23:50offenbar die Oligarchen, die sich da sehr schnell bildeten,
- 23:52also in Russland haben sich ja auch Oligarchen sehr schnell
- 23:55gebildet über diese westlichen Einflüsse und Umstrukturierung
- 24:00in marktwirtschaftlich in marktwirtschaftliches System.
- 24:05Die sahen offenbar ihren Hauptsinn darin, so viel
- 24:08rauszuholen und zu plündern und auszusaugen, wie es ging, und
- 24:13wenn sich da. Also so eine Gelegenheit bietet
- 24:18wie der der deutsche Faschismus hatte ja auch die besten
- 24:23Voraussetzungen geschaffen, also die größtmöglichen Gewinnchancen
- 24:28für Oligarchen hat man ja damit nicht gesagt, Großkonzerne,
- 24:32Finanz, Haie und so weiter also indem man alles was an
- 24:38Hindernissen ist beiseite schafft und so eine, und da ist
- 24:41eine Diktaturform sehr viel geeignet also für also solche
- 24:44Diktaturformen. Um denen, die also der Macht und
- 24:50eigentumseliten ideale Voraussetzungen zu bieten, um
- 24:53noch den den Rest der da ist, dann auch noch auf gesetzwidrige
- 24:57Art und Weise sich anzueignen und ist, glaube ich, die
- 25:00Haupttriebfehler gewesen, die komplette Kontrolle.
- 25:06Über die Ukraine zu bekommen auf Seiten der Oligarchen um sich
- 25:11denn die Taschen noch bis zum Rand zu füllen.
- 25:13Also Volkseigentum wurde verramscht und außer Landes
- 25:16gebracht. Und man wollte sozusagen das
- 25:19Land in den westlichen Wirtschaftskreislauf hinein
- 25:21begeben. Ja, genau, dort war viel.
- 25:24Haben sie auch was rausgefunden über die Ereignisse in Mariupol
- 25:27am 9. Mai 2014 als das Asoff Regiment
- 25:32mit Schützenpanzern in die Menge gefahren ist?
- 25:34Na ja, da hab ich auch mit etlichen Zeitzeugen gesprochen.
- 25:37Das ist auch in dem Film mit drin, diese Passage, also Leben
- 25:40und sterben im Donnaz, das war ja nicht, also gerade ne Woche
- 25:44nach dem 2. Mai in Odessa.
- 25:46Und die offizielle Haltung? Da gibt es auch so offizielle
- 25:50ukrainische Filme, wo gesagt wird, ja, da waren Separatisten
- 25:55und die mussten jetzt irgendwie bekämpft und liquidiert werden.
- 26:02Dabei war das völlig andersrum, also da wurde kurz davor der
- 26:05Polizeichef von Mayopol ausgewechselt, da wurde so ein
- 26:08Regimetreuer. Putschisten Polizist, da
- 26:12eingesetzt als Oberhaupt der Polizeibehörde und am 9.
- 26:16Mai finden ja traditionell immer diese Veranstaltungen Gedenktage
- 26:21zum Sieg über den Faschismus statt und wollte, sollte denn in
- 26:24Mariopol auch stattfinden, auch trotz des Regimes in Kiew wollte
- 26:29man diese Gedenkfeiern machen und der Polizeichef gab dann die
- 26:34Anweisung der Polizei, diese Demonstration auseinander zu
- 26:38prügeln. Und die Polizisten haben sich
- 26:40geweigert, haben gesagt, machen wir nicht, und dann müssen dann
- 26:43telefondrähte Geglüht haben, und dann wurde das Asow Bataillon,
- 26:49hieß es ja glaube ich damals noch was nur paar Kilometer
- 26:54entfernt war, in Gang gesetzt um dann mal der dieser Uffmüpfchen
- 26:59polizeihorde da in Majopol zu zeigen, was eine Heike ist.
- 27:03Und daraufhin haben die denn diese diese Polizeigebäude in.
- 27:08Brand gesetzt, Polizisten ermordet offiziell ist von 9
- 27:11Toten die Rede, inoffiziell auch ähnlich wie in Odessa spricht
- 27:17man eigentlich von über 50 toten Polizisten, die da umgekommen
- 27:20sind, von Separatisten, sogenannten war weit und breit
- 27:24nicht zu sehen, und insofern wird da auch wieder die
- 27:29Geschichte völlig umgedreht, und deswegen ist sie da auch bei mir
- 27:32im Film mit drin. Sie haben mal gesagt, die
- 27:34Menschen in Don was wussten, was nach dem Putsch auf sie zukommt.
- 27:38Was meinen Sie damit? Da sie diese diese Entwicklung
- 27:42dieser faschistischen Organisationen, die erstmal gab
- 27:47es ja diese UPA untergrundorganisationen, die
- 27:49haben ja nie aufgehört zu existieren, die sind ja nach
- 27:52neuesten Dokumenten, also gerade im letzten Jahr sind wieder neue
- 27:56Dokumente veröffentlicht worden in den USA, da gibt es ja diese
- 27:59Geheimhaltungsklausel mit 30 Jahren und so weiter also das
- 28:01ist. Da kommt man noch an mehr
- 28:04Geheimdokumente als in Deutschland dran.
- 28:06Also da ist glaub ich die USA noch ein bisschen vorbildlicher
- 28:10als das hier in Deutschland der Fall ist.
- 28:11Schon nach den neuesten Dokumenten, die im Glaube im
- 28:14vorigen Jahr freigegeben worden sind, hat sich herausgestellt,
- 28:19dass die CIA diese diese faschistischen Gruppierungen in
- 28:22der Ukraine ja schon seit 45 unterstützt.
- 28:25Also man ging davon aus, seit den 50er Jahren, nee, noch viel
- 28:28länger heißt diese Unterstützung gab es ja viel länger.
- 28:33Und da arbeiteten die während der Sowjetzeit noch im
- 28:36Untergrund. Aber nach dieser
- 28:38Unabhängigkeitserklärung bildeten sich ja sofort
- 28:41faschistische Organisationen, Parteien, also es waren ja
- 28:45Dutzende, es war ja nicht nur tannybock, das waren diese
- 28:48Sozialenationale Union, und wer nicht noch alle, also zig
- 28:52Organisationen, die alle das Gleiche hatten in der Tradition
- 28:56und Ideologie von Badera. Und damit war ja den
- 29:01antifaschistischen Kräften, die ja gerade so unter den unter der
- 29:05russischen Bevölkerung sehr großen Rückhalt hatten oder da
- 29:09weit vertreten waren, verbreitet waren, war im Prinzip schon seit
- 29:15dieser Zeit immer mehr klar, was auf sie zukommt, wenn diese
- 29:19Kräfte, die ja hauptsächlich in der West Ukraine so ihre Basis
- 29:22hatten, wenn die Mal an die Macht kommen, das war nicht so
- 29:25von heute auf morgen, also da war.
- 29:27Als der Putsch stattfand, war sofort klar, wenn diese Leute an
- 29:32die Macht kommen, dann wird es übel.
- 29:34Und einer der Faschistenführer hat bereits im Herbst 2013 der
- 29:40örtlichen Presse zu Protokoll gegeben.
- 29:42Wir haben mehr als 10000 Mann unter Waffen und sind bereit,
- 29:46einen Bürgerkrieg durchzukämpfen.
- 29:48Ja, na ja, das ist ja auch lange vorbereitet worden.
- 29:51Also es gibt ja auch Berichte darüber.
- 29:53Also offiziell hätte sich der der rechte Sektor ja oft mal da
- 29:57gegründet, aber diese Sache geht ja weiter zurück und nach so
- 30:01verschiedenen Berichten wurde gesagt, dass es auch schon im
- 30:06Sommer 2013 Ausbildungslager von diesen Leuten gegeben hat, in
- 30:11Polen und in Litauen. Also das ist nicht so spontan
- 30:16irgendwie entstanden, sondern die Waren vorbereitet, die Waren
- 30:19trainiert, die Waren ausgerüstet.
- 30:22Und damit hängt ja auch zusammen das das haben ja auch
- 30:25verschiedene Leute recherchiert. Das als zum Beispiel, ich glaube
- 30:302006 war das diese orangene Revolution. 2004.
- 30:35Oder 2004, das im im Zusammenhang, als da diese diese
- 30:42joschenko Regierung da an die Macht kam, dass die dann zum
- 30:46Beispiel so die die Strategiepapiere von der Polizei
- 30:50wie wie geht die um? Mit Demonstrationen, falls es
- 30:54irgendwie Aufstände gibt, da gibt es ja schulungsunterlagen,
- 30:57ne, dass die an die USA weitergegeben wurden und die das
- 31:01wieder dafür eingesetzt haben, um diese paramilitärischen
- 31:05faschistischen Kräfte zu schulen, dass die ganz genau
- 31:07wussten, wenn im auf dem maidanen Polizeieinsatz ist,
- 31:12wussten die ganz genau, wie das passieren wird, wie die sich
- 31:15verhalten werden und waren darauf vorbereitet.
- 31:18Der CIA Analyst Larry Johnson, der frühere CIA Analyst Larry
- 31:23Johnson hat zu berichten gewusst, dass bereits Mitte der
- 31:2790er Jahre der US Geheimdienst auf dem Boden der Ukraine Leute
- 31:32ausgebildet hat. Ja, Na ja.
- 31:35Wie gesagt, diese Sachen reichen ja weit zurück, aber es war
- 31:37unterm Schirm. In jeder CIA Geschichte kann man
- 31:41nachlesen, dass die CIA versucht hat, bereits Ende der 40er
- 31:44Jahre. Kräfte Exil Ukrainer
- 31:47einzuschleusen, um einen Bürgerkrieg in Galizien am Rande
- 31:52der Karpaten auszulösen, was auch gelungen ist.
- 31:54Es sollen mehr als 10000 Menschen dabei ums Leben
- 31:57gekommen sein und erst Mitte der 50er Jahre konnte sich der
- 32:03russische Geheimdienst und die russische Armee durchsetzen.
- 32:06Ja, so lange hat das gedauert. Also diese Kämpfe gingen ja
- 32:09meines Wissens, ich glaube bis 55, also das.
- 32:13Da die haben sich ja hauptsächlich auch in
- 32:15Waldgebieten und so in kleineren Orten, gerade eben in
- 32:18Westkapaten abgespielt. Und das ist ja von damals
- 32:21bekannt und das geht auch aus diesen Dokumenten hervor, die
- 32:24man jetzt öffentlich einsehen kann, auch in US Archiven, dass
- 32:28die CRE ja auch versorgungsflüge so gemacht hat, also Agenten
- 32:34abgesetzt, Funkgeräte, ihr liefert, schulungsmaterial,
- 32:38Propagandamaterial. Ausbilder gestellt hat und so
- 32:44weiter also das ging ja jahrelang.
- 32:45Und Sie haben vorhin die Antiterroroperation erwähnt, die
- 32:50im April 2014 gestartet wurde gegen die sogenannten
- 32:55Separatisten in der Ostukraine. Wer hat da eigentlich
- 32:58angefangen? Nato Generalsekretär, der
- 33:01frühere Nato Generalsekretär Jens Stoltenberg sagt ja, das
- 33:05sind die Russen einmarschiert. Die russische Seite sagt ja, da
- 33:10wurde auf die friedliche Zivilbevölkerung geschossen.
- 33:13Welche Version stimmt wenn. Man sich mit Leuten im im Dombas
- 33:18unterhält, bekommt man sehr oft die Antwort.
- 33:21Ja, das wäre ja schön gewesen, wenn die Russen einmarschiert
- 33:24werden. Also da sind ja viele dadurch,
- 33:27dass sich das ja hingezogen hat, diese dieser Bürgerkrieg ja bis
- 33:30bis in in dieser Etappe, in dieser Form, ja bis Anfang 22.
- 33:37Sind da etliche Leute, die ich getroffen habe, die gesagt
- 33:41haben, dann die Russen haben uns eigentlich allein gelassen, also
- 33:43wir waren auf uns selbst angewiesen, wir haben deutlich
- 33:49gemacht auf Demonstrationen, dass wir dieses Regime nicht
- 33:52wollen, dass wir diese illegitime Regierung nicht
- 33:54wollen, dass wir diese Faschisten nicht wollen, ging es
- 33:58sogar soweit, gerade im April 2014.
- 34:04Dass die Demonstrationen sich in Doniazlo ganz so ausweiteten,
- 34:08dass man Behörden besetzt hat, also die Heimdienstzentralen,
- 34:13die Gebietsverwaltung und so weiter, weil man ja gesehen hat,
- 34:18wie wie dieses Regime vorgeht, also die ersten Toten gab es ja
- 34:23schon im Februar 2014 und dann eben bis Mai und.
- 34:29Insofern war der Regierung klar, also dieser diesem
- 34:32Putschistenregime, dass sie das nicht gewaltlos schaffen werden,
- 34:39ihren ihren Einfluss in ihren Machtbereich bis über die
- 34:44Ostukraine hinaus oder inner Ostukraine durchzusetzen.
- 34:48Und so ist ja denn diese Idee entstanden von der sogenannten
- 34:51Antiterroroperation, also wenn sich ein Volk gegen ein
- 34:55putschistenregime Auflehnt, sind es Terroristen.
- 34:58Dieser Auffassung folgt ja jetzt auch die Bundesrepublik, indem
- 35:02sie sagt, die Bevölkerung im Donnaz in Lugans und Donezk, die
- 35:07sich auch mit demokratischen Referenten auch 2014 dafür
- 35:13entschieden hat, ihr Schicksal in die eigene Hand zu nehmen,
- 35:15auf demokratische Art und Weise, die sind Terroristen, ist ne
- 35:19interessante Auffassung der Bundesrepublik Bundesregierung.
- 35:22Da die Wirklichkeit auf den Kopf gestellt.
- 35:24Ja, ist ja die Frage, was man hier unter Demokratie versteht.
- 35:28Und was man unter Terrorismus versteht, also ist
- 35:30wahrscheinlich so diese Orwelsche ne, das ist so das
- 35:32umgekehrte, Demokraten sind Terroristen und
- 35:36Staatsterroristen sind Demokraten oder irgendwie, so
- 35:39muss die Auffassung sein. Ja, die Sprache wird auf den
- 35:41Kopf gestellt. Das sah die Organisation für
- 35:44Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa noch ganz anders.
- 35:49Sie spricht davon in ihren Berichten, dass mehr als 14000
- 35:54Menschen seit 2014 bis Ende 2021 in diesem erst Bürgerkrieg, dann
- 36:00Krieg in der Ostukraine ums Leben gekommen seien, darunter
- 36:03viele Zivilisten. Inoffizielle Berichte gehen laut
- 36:08Frankfurter Allgemeine Zeitung von mehr als 50000 Toten aus.
- 36:12War das ein Völkermordverbrechen, wie es
- 36:15Putin nennt? Also ich bin natürlich ein
- 36:21Völkerrechtler. Ich weiß nicht, ob, ob, ob man
- 36:24das mit Zahlen belegt, wenn man sagt, ab der Zahl ist es
- 36:28Völkermord bei der Bevölkerungsanzahl, also trägt
- 36:34zumindestens Anzeichen dafür, würde ich mal sagen, dass es
- 36:38sich um Völkermord handelt, weil.
- 36:40Ich hatte ja schon gesagt, in diesen, bei diesen
- 36:43faschistischen Organisationen und paramilitärischen Verbänden,
- 36:46die sich alle so auf die Ideologie von Danderer beziehen,
- 36:50geht es ja auch hauptsächlich gegen Russen im eigenen Land,
- 36:55ethnische Russen, die der Kultur und der Sprache anhängen.
- 36:59Das heißt, das ist auch n ethnischer Krieg, und wenn man n
- 37:02ethnischen Krieg führt, Ukrainer gegen Russen, obwohl das ja n
- 37:06Vielvölkerstaat ist. Ja, da leben ja auch.
- 37:09Ungarn und alle möglichen anderen Ethnien, Juden, Griechen
- 37:14und noch andere. Also wenn man da eine Ethnie als
- 37:18Feind erklärt und dann die Armee in Marsch setzt und die
- 37:23Luftwaffe um um da zivile Ziele zu bombardieren und Zivilisten
- 37:28zu ermorden, dann hat das schon aus meiner Sicht sehr deutliche
- 37:32Anzeichen von Völkermord. Die ukrainische Verfassung ist
- 37:36die einzige Verfassung der Welt. Die einen ethnisch reinen Staat,
- 37:43einen ethnisch reinen ukrainischen Staat vorsieht.
- 37:47Was ist davon zu halten? Na.
- 37:49Da gibt's dann enge Parallelen. Also da muss man sich dann
- 37:52irgendwie nicht wundern über die enge Traditionslinie.
- 37:54Ich sag ja immer, dieser Altpost und profaschistischen
- 37:58westdeutschen Machteliten, die ja so ne in den Traditionslinien
- 38:03ja bis ins dritte Reich zurückreichen, da wollte man ja
- 38:05auch so n arisch reinen Staat haben.
- 38:08Vielleicht kommt da die große Liebe, der der westlichen Eliten
- 38:12zur Ukraine her, weil man sich so an alte Zeiten erinnert
- 38:16fühlt. Ne, wir wollten ja damals auch
- 38:17den arischen Staat und die Ukrainer wollen jetzt den
- 38:20Ukrainisch, arisch, ukrainisch reinen ethnischen Staat haben,
- 38:25da gibt es vielleicht viel Parallelen, keine Ahnung also
- 38:28für mich ist das Faschismus. Nun ist ja in der Ostukraine.
- 38:32Gibt es ja nicht nur Gebiete, die die Separatisten in der Hand
- 38:36hatten, sondern es gab auch Regionen wie Sebroje oder
- 38:39Chasson oder auch die Region um Mariupol Melitopol, die unter
- 38:44der Kontrolle der Zentralregierung in Kiew
- 38:47gestanden haben. 2014 was ist denn in diesen Gebieten
- 38:51geschehen? So, das sind unterschiedliche
- 38:55Entwicklungen, also zum Beispiel in in Hakov Ward im Jahr 2014.
- 39:00Also ich hatte ja auch von diesem Kongress berichtet, da
- 39:022014, der hat ja in Hakov stattgefunden, und da gibt es ja
- 39:06auch sehr viel Augenzeugenberichten, sehr viel
- 39:08Material. Also es war so, wie soll man
- 39:12sagen, so Fifty Fifty, also es gab eine ähnlich große
- 39:16Bevölkerungsgruppe in Hakov, die eigentlich mehr in Richtung
- 39:21dieses Regimes tendiert haben, aber eine genauso große Gruppe,
- 39:26die auch so auf dem Schirm hatte.
- 39:27Na, vielleicht sollten wir auch eine Abstimmung machen und eine
- 39:32Republik Krakow gründen, so und mit verschiedenen Leuten, mit
- 39:38denen ich mich in Donmas unterhalten habe, kam so die
- 39:42Meinung rüber, na ja, dann standen also die Krakow war vor
- 39:46der Entscheidung, was machen wir nun also?
- 39:49Gründen wir jetzt eine Republik wie Donezk und dann marschiert
- 39:55dann die ukrainische Armee gegen uns, wollen wir das so wirklich
- 39:58und gerade so der der Mittelstand und Leute aus der
- 40:03Intelligenz haben dann gesagt, Na ja, eigentlich wollen wir ja
- 40:06auch nur Geschäfte machen und Geld verdienen und na ja, dann
- 40:11müssen wir eben ukrainisch lernen, damit wir in Ruhe
- 40:14weitermachen können, also da hat Sich Haag auf mir für diese
- 40:17Variante entschieden. Bis sie gesagt haben, OK, dann
- 40:20unterdrücken wir unsere russische Kultur und unsere
- 40:22russische Sprache, aber können dann irgendwie weitermachen wie
- 40:25vorher. Und in Mayopol war das Problem,
- 40:31da war ja die, ich denke, die große Bevölkerungsmehrheit, das
- 40:36sieht man an den Bildern über, wenn man sieht, als in Mayopol
- 40:39dieses Referendum war zur Gründung der.
- 40:43Donjetz Republik wie die Straßen überfüllt waren mit
- 40:46Menschenmassen, die zum Referendum gegangen sind.
- 40:48Das war im Mai 2. 1002 2014 und für die Donjetz Republik
- 40:54gestimmt haben. Also da war die
- 40:56Bevölkerungsmehrheit eher für die Donjetz Republik als für die
- 41:02für dieses Regime, das ukrainische, und gerade deswegen
- 41:06wurde denn der Hauptstützpunkt vom Asow Regiment in Mayopol
- 41:10errichtet, folterkeller, Verhaftung.
- 41:13Und so weiter Morde um dann diese oftmüpfige Bevölkerung
- 41:17unter Kontrolle zu kriegen. Also die eine Hälfte der
- 41:21ostukrainischen Bevölkerung wurde unterdrückt und die andere
- 41:24Hälfte wurde beschossen. Ja, kann man so sagen.
- 41:28Könnte man so sagen. Wozu hat das geführt?
- 41:30Es gab ja dann 2022 im Herbst erneut Referenden in den 4
- 41:37ostukrainischen Oblasten, die nun.
- 41:39Von der russischen Armee unter Kontrolle gebracht worden waren.
- 41:43Was würden, wie Sie sagen, war dieses Referendum belastbar oder
- 41:48war das gefälscht? Das ist immer ne Frage der
- 41:50Sichtweise. Also aus der Sicht der Donmas
- 41:52Bevölkerung war völlig gerechtfertigt, legitim und
- 41:55legal. Aber wenn man auf der Seite der
- 41:59des faschistischen Regimes steht und wenn man sowieso der Meinung
- 42:04ist, dass solche Regionen wie. Doniezo bloß nur ganz, weil die
- 42:09Bevölkerung ihr Schicksal in die eigene Hand genommen hat.
- 42:12Terroristische Vereinigungen sind ja, dann kann man natürlich
- 42:15so n Referendum nicht anerkennen, das sind dann
- 42:19scheinwahlen scheinreferenten. Weil das Volk nicht so gestimmt
- 42:24und gewählt hat wie das externe und einheimische Oligarchen und
- 42:29Staatsterroristen wollen. Also denn ist es illegitim?
- 42:33Frau Baerbock, Frau Baerbock hat ja auch als Außenministerin
- 42:36gesagt, die seien alle mit vorgehaltener Waffe zur Wahlurne
- 42:40getrieben worden. Also ich war während der
- 42:42Referendin da, ich hab das nicht so erlebt, was ich gesehen habe,
- 42:46war, dass sich lange Schlangen im strömenden Regen vor den
- 42:49Wahllokalen gebildet haben. Ja, na klar, wenn wenn die
- 42:52Bevölkerung sich als unterdrückt sieht von diesem Regime und dann
- 42:59die Möglichkeit bekommt, ohne mit waffengehalt Waffengewalt
- 43:06von dem Regime dran gehindert zu werden, die eigene Meinung
- 43:10abzugeben, dann passieren eben solche Sachen, dass dann die
- 43:13Massen auf die Straßen strömen und da wählen.
- 43:16Aber das wollen natürlich westliche.
- 43:18Regierung und Politiker, die auf der anderen Seite stehen, nicht
- 43:21wahrhaben. In einem weiteren Film ziehen
- 43:24sie Parallelen zwischen den deutschen Panzern, die im
- 43:27Zweiten Weltkrieg durch die Ukraine gerollt sind.
- 43:30Panzerschlacht von Kurs die bislang größte Panzerschlacht
- 43:33der Welt und der neueren Entwicklung im Ukraine Krieg, in
- 43:38dem nun wieder deutsche Leopard Panzer rollen.
- 43:41Was bedeutet diese Parallele für Sie?
- 43:45Ich hatte es ja im Prinzip schon geschildert.
- 43:47Also für mich ist das nicht so weit hergeholt, weil das hängt
- 43:50mit der Geschichte der Bundesrepublik zusammen.
- 43:53Ich habe ja jetzt gerade auch ein Buchprojekt, so in den
- 43:57letzten Phasen, wo es um die deutsch deutsche Entwicklung von
- 44:0145 bis heute geht, und das ist ja auch kein Geheimnis, obwohl
- 44:06das viele in Westdeutschland nach wie vor nicht wahrhaben
- 44:08wollen, dass ja nach 45 wieder ein.
- 44:12Elitentausch noch ein Eigentumswechsel, noch ein
- 44:14Strategiewechsel stattgefunden hat.
- 44:16Im Prinzip hat ja die Bundesrepublik nichts anderes
- 44:20gemacht, als das Dritte Reich, also keine KZS, keine Vergasung,
- 44:23aber diesen diesen Drang nach Osten, diese des Willen von
- 44:30Markterweiterung, von Konkurrenzbeseitigung, was man
- 44:33ja denn mit dem Anschluss der DDR ja erst mal in
- 44:36Ostdeutschland super hingekriegt hat, also dieser dieser.
- 44:41Globalistisch großkapitalistische Charakter
- 44:44hat sich ja nie geändert, bis heute nicht und das insofern ist
- 44:49es ja völlig folgerichtig, dass da deutsche Panzerrollen, dass
- 44:53da wahrscheinlich auch deutsche Söldner am Werke sind, dass man
- 44:57da von früh bis spät die inner Innerlichste Brüderschaft zu
- 45:02diesen Faschisten betont und beschwört, die man ja im Prinzip
- 45:08schon seit dem Dritten Reich hat.
- 45:10Und diese Parallele will ich eigentlich nur oft machen.
- 45:12Dass es in einer gewissen Weise folgerichtig und logisch ist,
- 45:17weil eben diese Neugroßdeutschland die Schatten
- 45:22der Vergangenheit nie aufgearbeitet und beseitigt hat.
- 45:24Also imperiale Strategien wiederholen sich, wenn die
- 45:28Profitrate unter Druck kommt. Wenn sich andeutet, dass das
- 45:32eine enorme Profitrate verspricht, dann geht man so was
- 45:37ein. Also das.
- 45:39Risiko eines Krieges? Ja genau, Na klar.
- 45:42Wie bewerten Sie dann die jüngste Aussage von Friedrich
- 45:46Merz, Russland gehöre ja zu Europa?
- 45:49Man müsse einen Ausgleich mit Russland finden?
- 45:52Gibt es da in der Ukraine vielleicht nichts mehr zu holen,
- 45:54oder wie muss muss ich mir das vorstellen?
- 45:57Wie sagte dort? Es gab ja auch mal Denker in
- 46:00Deutschland und nicht nur Ideologen.
- 46:03Wie sagte da einer? Die Worte höre ich wohl, allein
- 46:07mir fehlt der Glaube. Also ich denke, es war doch
- 46:10spielte ein bisschen die Rolle, dass er sich im okkupierten
- 46:13Osten aufgehalten hat und genau weiß, was die Bundesrepublik
- 46:16hier angerichtet hat, und da lässt man schon mal so was
- 46:19fallen, so dem Wählervolk gegenüber, aber ich sehe da
- 46:23keine ernsthaften Bemühungen. Der Okkupierte Osten, haben sie
- 46:27gerade gesagt, sie kommen aus der DDR.
- 46:30Haben wir ihre Wurzeln, ist die Einheit gescheitert.
- 46:34Was für eine Einheit. Das verstehe ich jetzt nicht.
- 46:36Die Frage der der Anschluss ist gelungen, eine Einheit hat es
- 46:40nicht gegeben. Was meinen Sie mit Anschluss?
- 46:43Die Sachen sind ja auch vielfach belegt.
- 46:45Also es gab ja, ich hatte ja schon gesagt, dieser Drang nach
- 46:49Osten, Markterweiterung, Konkurrenzbeseitigung und so
- 46:51weiter und die Bundesrepublik Deutschland hat sich ja immer.
- 46:57Als also immer hat immer diesen Alleinvertretungsanspruch
- 47:01vertreten, also diese Hallstein Doktrin, also das wird man jetzt
- 47:03bei China kritisiert, wie können die nur mit Taiwan und so war
- 47:09die Bundesrepublik Deutschland ja immer der Meinung, DDR gehört
- 47:12uns und das soll wieder zu uns kommen.
- 47:17Ja, und das soll wieder unter unsere Hoheit geraten.
- 47:20Und da ist ja schon 1952, dieser Forschungsbeirat zur Fragen der
- 47:25Wiedervereinigung Deutschlands gegründet worden, in dem tolle
- 47:29Nazi Größen saßen, die auf eine beachtliche Berufskarriere
- 47:33zurückblicken konnten, weil sie schon mit der Plünderung der
- 47:37eroberten Ostgebiete im Deutschen Reich befasst waren,
- 47:41die also genau wussten, wie man ein Land, wenn man es erobert,
- 47:44plündert. Und die haben ja diese ganzen
- 47:47Sachen vorbereitet bis 1990 da holte man das bloß aus der
- 47:52Schublade, stellte sich vor die Mikros und sagte, Wir wussten
- 47:56nicht, wir konnten nicht, wir hatten ja nicht, und dabei waren
- 47:59die Pläne alle schon da, seit Anfang der 60er Jahre, wie
- 48:02dieses Land hier zu plündern, auszubeuten und zu verscherbeln
- 48:06ist und die alles, was an Volkseigentum da war, was an
- 48:11Eigentum war, an Immobilien, ist ja zu.
- 48:14Weit über 85 knapp 90% an westdeutsche gegangen.
- 48:19Alles was hier zu holen war, ein paar Prozent an Ausländer und
- 48:24nach verschiedenen Lesarten und Informationen nur 5 bis 8% von
- 48:32ostdeutschen Eigentum an Ostdeutsche gegangen, also über
- 48:35diese Veruntreuungsanstalt also das Waren.
- 48:38Ausplündern also die. Veruntreuungsanstalt ist die
- 48:41Treuhand. Ja, ja, fälschlicherweise hieß
- 48:45diese in diesen Papieren zum Beispiel 1952, die dieser
- 48:48Forschungsbeirat erarbeitet hat. Da stand zum Beispiel auch drin,
- 48:52dass die, also die Organisation dieser dieser Plünderung des
- 48:57Ostens, eine obere Behörde machen sollte, also da hatte man
- 49:01den Begriff noch nie gefunden, und das war dann.
- 49:04Die Treuhand 1919. Es gibt also eine Kontinuität in
- 49:07einen, würden Sie vielleicht sagen, einen neuen imperialen
- 49:11Raubzug? Ja, Na klar, aber der hat sich
- 49:14ja, hatte ich ja schon gesagt, also dass die diese, diese
- 49:18Strategie, diese selbstverständlich dieser
- 49:22westlichen Machteigentums und meinungsmacht Eliten hatte sich
- 49:26ja nie geändert, das ist noch dasselbe Verständnis wie im
- 49:29Dritten Reich, nur dass man von sich nicht mehr.
- 49:33Die Briefe, die man schreibt, dann nicht mehr mit
- 49:35nationalsozialistischen Gruß unterschrieben hat, sondern
- 49:40unsere Demokratiefreunde oder irgendwie so was.
- 49:42Also man hat das Etikett ausgewechselt, aber der Inhalt
- 49:45hat sich nicht. Geändert.
- 49:46Nun hat ja Kohl von blühenden Landschaften gesprochen.
- 49:49Das stimmt doch, also sind doch da, man kann ja durch ganz
- 49:54Ostdeutschland fahren, da sind ja Massen von Ruinen der
- 49:58Industrie, die vernichtet wurde. Und im Frühjahr in den Ruinen,
- 50:02da blüht es, dort sind die blühenden Landschaften, da sind
- 50:05viele Insekten und schwirren rum.
- 50:06Und so blüht. Wenn ein solcher Raubzug, wie
- 50:09Sie sagen, stattgefunden hat, kann man das mit Zahlen belegen.
- 50:12Ja, ja, da gibt es eine ganze Menge zahlen.
- 50:14Also ganz zufällig habe ich zum Beispiel ein du.
- 50:18Nicht ganz zufällig, denn wir wollten uns über das System
- 50:21unterhalten. Ja, die Schulden des Westens,
- 50:24also da gibt es hier einige, die aus Quellen, die eigentlich
- 50:28jeder einsehen kann. Mit klar nachgerechnet haben
- 50:32also diese diese Schulden, die der Westen dem Osten schuldet,
- 50:36also bei dem dem BRD Bürger wird ja schon immer eingebläut, und
- 50:40das glaubte auch treu und brav, dass ja eigentlich der arme
- 50:44Westbürger alles im Osten finanziert hat, weil das da
- 50:48alles so Bankrott und pleite war, das ist ja so diese
- 50:50Propagandalegende, die da eingeheimert wird, das glauben
- 50:53auch viele im Westen sehr gerne, weil sie dann stolz macht, was
- 50:56sie doch für tolle Kerle sind, da diesen.
- 50:58Verarmt maroden Blöden Osten da zu finanzieren, und die müssen
- 51:01halt nicht mal alle dankbar sein und die Zahlen belegen das ganze
- 51:05Gegenteil. Also der Staat war weder
- 51:07bankrott noch Pleite, nicht pleite als heute Italien oder
- 51:11andere Länder, also es gab in dem Sinne keinen Staatsbankrott
- 51:16und diese Plünderung, die da stattgefunden hat, also.
- 51:20Könnte man jetzt stundenlang drüber reden, also alleine das
- 51:23Altschuldengesetz, wo also so eine so eine kriminelle Clique
- 51:26da ums Finanzministerium rum, also westdeutsche
- 51:29Finanzministerium natürlich Schulden erfunden hat, die ja
- 51:34nicht existierten, um dann den deutschen Banken damit einen
- 51:39Milliardengewinn zu verschaffen mit erfundenen Schulden die
- 51:43Betriebe abbezahlen mussten im Osten, die ja keine hatten, und.
- 51:48Dann noch sagt, Na, wenn die denn in den Ruin getrieben
- 51:51wurden, dann machen wir diesen Altlastenausgleichsfonds.
- 51:56Ja, ich hab jetzt den Namen nicht ganz parat und und dann
- 52:01zahlt der Ost und westdeutsche Steuerzahler zusammen Schulden,
- 52:04die nie existiert haben zum Gewinn westdeutscher Banken.
- 52:08Also das ist ja nur ein Beispiel, ja und?
- 52:12Da ist ein Raubzug. Also ich bezeichne es immer,
- 52:14wenn wenn jetzt hier immer so propagandistisch von wie der
- 52:17Vereinigung gesprochen wird, das ist ja so ein westdeutscher
- 52:20Propagandabegriff, da sag ich immer, das ist ein
- 52:22Menschheitsverbrechen, vergleichbar mit Folgen,
- 52:26vergleichbar mit einem Dreißigjährigen Krieg, was hier
- 52:28angerichtet wurde, da muss man. Natürlich auch im Blick
- 52:31behalten, dass die Bevölkerung oder große Teile der Bevölkerung
- 52:35auf die Straße ging. Wie sortiert sich das ein in
- 52:37dieses Bild? Also jetzt hier, oder?
- 52:39In nein, nein, in im Jahr 89 ich denke auch, ach so an Leipzig
- 52:45vor allem. So, und das sind aus meiner
- 52:47Sicht 2 verschiedene Sachen, die eine Sache ist das, was man
- 52:51durchaus als friedliche Revolution bezeichnen kann.
- 52:54Das ist dann der der Herbst 89, weil da gab es verschiedene
- 53:00Ursachen. Es gab einerseits die Ursachen
- 53:02der. Durchaus vorhandenen Unfreiheit,
- 53:06ja auch was Meinungsfreiheit angeht, Reisefreiheit angeht,
- 53:10auch Freiheiten angeht, wie man das Leben selber gestaltet.
- 53:13Also da gab es ja sehr viele Einschränkungen, also wo es auch
- 53:16große Unzufriedenheit gab deswegen, und es gab auch
- 53:20wirtschaftliche Probleme in der Beziehung, dass als Auswirkungen
- 53:26dieses eigentlich seit 45 geführten auch Wirtschaftskrieg
- 53:31des Westens gegen die DDR. Der ja verschiedene Auswirkungen
- 53:35hatte, in eine Situation eingetreten ist, die mit der
- 53:38Situation heute in Deutschland, Deutschland vergleichbar ist.
- 53:41Der Staat hat eine bestimmte Ausgaben, Aufgaben, also
- 53:46Volksbildung, Infrastruktur, Gesundheitswesen und so weiter
- 53:50und hat Einnahmen. Die Einnahmen in der DDR wurden
- 53:54über die Betriebe, über die Volkseigenen Betriebe generiert.
- 53:59Und wenn dann so eine Situation eintritt, wo die Ausgaben höher
- 54:03werden als die Einnahmen, denn entsteht natürlich eine
- 54:06Situation in einer gewissen Staatskrise, und das kam da alle
- 54:10zusammen und führte zu dieser friedlichen Revolution, wo die
- 54:14böse, schlimme DDR Diktatur keinen Schuss hat fallen lassen
- 54:17und es keinen Toten gehabt, sondern friedlich abgetreten
- 54:20ist. Und daraus entstand ja dann auch
- 54:22der Runde Tisch, wo sich denn die Leute.
- 54:24In der DDR die verschiedensten Gruppierungen zusammengesetzt
- 54:27haben, um zu beraten, was soll denn weiter werden und das, was
- 54:31danach passierte, das gehört aus meiner Sicht nicht mehr zu dem
- 54:35Kapitel friedliche Revolution, sondern westdeutsch inszenierte
- 54:40Konterrevolution. Also 2 Phasen.
- 54:42Also farbrevolution. Also es gab die Revolution der
- 54:45DDR Bevölkerung und danach die vom Westen inszenierte
- 54:48Farbrevolution. Die nach den bekannten Mustern
- 54:51abgelaufen ist. Wie alle anderen
- 54:53Farbrevolutionen, die danach hier weltweit stattgefunden
- 54:58haben. Und das passierte eben durch
- 55:01eine massive Einmischung der BRD in die inneren Angelegenheiten
- 55:06der DDR, indem man da wie, wie soll man sagen,
- 55:09Interessensvertreter installiert hat.
- 55:12Also diese sogenannten Oppositionsbewegungen
- 55:14unterstützt hat, materiell, ideologisch, finanziell und so
- 55:17weiter. Umgeht und dann diese großen
- 55:21Versprechungen mit einer Versprechungen, mit blühenden
- 55:25Landschaften und so weiter also diese, diese, diese
- 55:28Massenbeeinflussung der DDR Bevölkerung, jetzt kommt jetzt
- 55:33fallen die gebratenen Tauben vom Himmel, wenn ihr euch der BND
- 55:36anschließt, wählt unsere CDU und den dicken Birnenkanzler und
- 55:41denn wer da im Paradies auf Erden leben.
- 55:45Und das ist aus meiner Sicht diese Farbrevolution, die denn
- 55:50stattgefunden hat. Nicht mit dem Ziel, die DDR
- 55:52Bürger zu beglücken, sondern die DDR soweit zu plündern, wie es
- 55:55überhaupt möglich ist. Und das steht ja auch im
- 55:58Zusammenhang mit ihrer Karriere als Filmemacher.
- 56:01Sie waren mal ein gefragter Filmemacher, auch für den MDR,
- 56:06und dann war plötzlich Schluss. Warum?
- 56:08Na ja, also. Das beruht auf Gegenseitigkeit.
- 56:12Also ich hab war ja frei, also ich hab ja nicht nur für den MDR
- 56:14produziert, sondern auch für den Norddeutschen zum Beispiel ein
- 56:17paar Produktionen für den Westdeutschen Rundfunk, für ORB
- 56:21hieß ja damals noch, wobei man als ostdeutscher Produzent ja
- 56:28immer damit zu kämpfen hatte, wie man da bezahlt wird und
- 56:32welche Aufträge man kriegt, also beim MDR, Ich glaube, das ist ja
- 56:34nach wie vor heute noch so. Große Brocken gehen in den
- 56:38Westen und das bisschen clean viel.
- 56:40Das können dann die ostdeutschen Einheimischen machen für
- 56:42Billiglohn, und da war eben so ein Punkt erreicht 2015 wo 2
- 56:47Punkte zusammenkamen, einmal, also wer ein bisschen
- 56:51wirtschaftlich denken kann, man hat ein Produkt, das hat 100%
- 56:54Herstellungskosten, also so viel kostet mein Produkt und was
- 56:57kriege ich jetzt dafür und der MDR ist eingestiegen.
- 57:02Mit mit der Bezahlung von 100% Herstellungskosten 70% so ist
- 57:08der, so hat der angefangen und 2015 war so der Punkt erreicht,
- 57:11wo man für einen Film, der eigentlich 100% kostet, nur noch
- 57:1550% gekriegt hat und das ist dann wirtschaftlich nicht mehr
- 57:18vertretbar. Wie will man das machen, also
- 57:20das geht überhaupt gar nicht, also das das Ganze.
- 57:24Keine Rechnung von bezahlen also ist wirtschaftlich überhaupt
- 57:27nicht mehr machbar. War der eine Punkt, wo ich
- 57:29gesagt habe, ich muss doch nicht jetzt Geld, was ich nicht habe
- 57:33mitbringen, um Auftrag zu kriegen beim MDR, also ich
- 57:38bezahl den Auftrag, oder wie also ist ja wirtschaftlich
- 57:41nicht, nicht nicht zu rechtfertigen und der andere
- 57:46Punkt war dass sich das immer mehr in diese Richtung drehte,
- 57:51weil ich ja auch Ukraine Filme und so weiter gemacht habe, wo
- 57:54klar war, also zum Beispiel auch über dieses Schicksal von dem
- 57:57deutschen Kommunisten in Odessa, der da ermordet wurde in den
- 58:0130er Jahren unter Stalin und war ja auch eine MDR Produktion,
- 58:05also wo denn immer klar war, egal welches Thema du anfasst,
- 58:10ob Geschichte, Gegenwart oder wie, der Russe muss immer der
- 58:14Böse sein. Und die beiden Punkte kamen
- 58:16zusammen. Ich soll also eigene Geld
- 58:18einsetzen, meine Produktion selber bezahlen, um zu der
- 58:22Aussage zu kommen, der Russe ist böse und da hab ich dann für
- 58:27mich den Schluss gezogen, den Scheiß macht man lieber alleine,
- 58:31also da hab ich dann nicht mehr mitgespielt.
- 58:33Man will sie ja auch persönlich treffen, beispielsweise bei Arte
- 58:37werden sie bezeichnet als ein Angehöriger von.
- 58:43Dem Propagandanetzwerk des Söldnerführers Brigoshin und
- 58:47insoweit von Moskau, und das sei ja unschicklich.
- 58:52Und was sagen Sie dazu? Ja, das sind so alle
- 58:56Geschichten. Also da möchte ich mal Belege
- 58:57und Beweise für sehen, also die eine Sache, die man ja in den es
- 59:02sind ja mehrere Medienkampagnen schon gegen mich geführt worden
- 59:07und die ersten Kampagnen zielten ja immer darauf ab, na der ist
- 59:10Kreml bezahlt. Also das sind ja so die
- 59:13Methoden, die kennt man, glaube ich, schon aus der Antike, aus
- 59:17dem Mittelalter. Also wenn man einen politischen
- 59:19Gegner hat oder jemanden, dem man schaden will, und man hat
- 59:24keine Argumente, dann kommt die Denunzierung, ne, die
- 59:27Unglaubwürdigmachung, das ist ja so eine übliche Methode, die ist
- 59:31ja nicht neu, die gibt es wahrscheinlich schon so lange
- 59:33wie die Menschheit gibt, also das ist so, die dann macht,
- 59:37versucht man den unglaubwürdig zu machen.
- 59:40Um vom Thema abzulenken, worum es eigentlich geht, nämlich die
- 59:44eigene Schuld, die man auf sich geladen hat, macht man den, der
- 59:47es thematisiert, versucht, den unglaubwürdig zu machen.
- 59:50So und bei den ersten Kampagnen, da kriegt man ja immer so 24
- 59:55Stunden vorher, Herr Dupke, Schulz, wir haben vor morgen um
- 59:5911:30 Uhr, sie können noch Fragen beantworten.
- 1:00:03Ja, ich mein, da bin ich ja nicht auf den Mund gefallen, die
- 1:00:05hab ich dementsprechend beantwortet und ganz klar
- 1:00:08nachgewiesen, dass diese ganze These Kreml finanziert, völlig
- 1:00:12unglaubwürdig jeder Faktenbasis widerspricht und auch rein
- 1:00:18gesetzlich überhaupt nicht funktioniert, weil ausländische
- 1:00:21Filmemacher kriegen in Russland kein Geld vom Staat, die kriegen
- 1:00:26nur russische Staatsbürger. Ich bin aber keiner, also ist
- 1:00:28rechtlich gar nicht möglich mich aus Russland zu finanzieren.
- 1:00:34Dann hatte sich das Thema erledigt und da kam man eben mit
- 1:00:36solchen Nummern. Ja, also hier Wagner und Söldner
- 1:00:41und was weiß ich. Ja, da wird ja gesagt, es habe
- 1:00:43ein Treffen im Berliner Hilton Hotel gegeben, eine Einladung
- 1:00:48des Zentrums für Erhaltung der nationalen Werte Russlands, und
- 1:00:53das, da seien ja Botschaften im Auftrag von Wagner Chef
- 1:00:57Prigoschin vermittelt worden. Also was ich zu dem Zeitpunkt
- 1:01:01nicht wusste, ich hatte die einmal bekommen, dass diese
- 1:01:04diese Gruppierung da wohl zur Wagner Gruppe gehört hat oder
- 1:01:08von denen finanziert wurde, wird behauptet, ich kann es nicht
- 1:01:10nachprüfen, vielleicht stimmt das ja auch gar nicht, also
- 1:01:13zumindestens zu dem Zeitpunkt war mir auch so eine These
- 1:01:16überhaupt nicht bekannt, aber. Aber was für mich natürlich
- 1:01:19interessant war, hier gibt es ja auch viele Tagungen, ne zur
- 1:01:23Ukraine und sonstwie und da sitzt dann immer die gleichen
- 1:01:26Verdächtigen, die erzählen Einmarsch Russland, böser Putin,
- 1:01:30tolle Demokratie und so weiter und wenn denn eine Tagung
- 1:01:33stattfindet, die auch mal andere Themen thematisiert, dann ist
- 1:01:37das natürlich interessant, da geht man da doch hin, ist doch
- 1:01:39klar, weil diese. Diese russlandfeindliche
- 1:01:43Propaganda, die könnten wir jeden Tag auf irgendwelchen
- 1:01:45Tagungen anhören und dann schaut man natürlich, was sind da für
- 1:01:51Leute, wer kommt da hin, was für mich da zum Beispiel bei der
- 1:01:54Tagung sehr interessant war, waren, dass viele Vertreter aus
- 1:01:57Afrika da waren bei der Tagung, die ja auch so ihre Erfahrungen
- 1:02:02mit europäischen Kolonialherren haben und hatten.
- 1:02:07Und insofern also ich hab da nicht mal n Hauch von Zweifel
- 1:02:12gehabt, warum sollte man da nicht hingehen?
- 1:02:14Als Journalist, als Medienvertreter, Filmemacher
- 1:02:17geht man zu solchen Treffen, ohne sich damit gemein zu
- 1:02:22machen. Man hört sich das an und sagt,
- 1:02:24dann war nett mit euch, Leute, oder wie machen sie das?
- 1:02:28Ja genau, sehe ich genauso, weil so, ich vertrete ja zum Beispiel
- 1:02:31auch so ne Haltung, also ich. Würde mich zum Beispiel nie
- 1:02:36irgendeiner Partei anschließen. Ja, also alleine der die
- 1:02:39Vorstellung, du musst Mitglied in einer Partei und musst jetzt
- 1:02:44hundertprozentig hinter dem Programm stehen und wenn du das
- 1:02:48nicht machst, dann kriegst du keine Funktion, wirst
- 1:02:50ausgeschlossen. Also alleine die Idee, also da
- 1:02:54kann ich mich überhaupt nicht mit anfreunden und das ist in
- 1:02:57dem Punkt genauso. Also es gibt nun mal.
- 1:03:01Wo es viele Menschen gibt, gibt es auch viele Meinungen.
- 1:03:04Also im im, unter, unter, unter vielen jüdischen Bekannten zum
- 1:03:08Beispiel. Ich habe ja auch in Israel, da
- 1:03:10ist ja so dieser gängige Spruch, treffen 2 Juden aufeinander,
- 1:03:13findest du 3 Meinungen, also es ist völlig normal,
- 1:03:17unterschiedliche Meinungen, und die sollte man sich doch mal
- 1:03:20anhören, finde ich, das ist doch was völlig.
- 1:03:22Der Versuch, der versucht so ne Art Kontaktschuld herzustellen.
- 1:03:26Na ja, das ist doch auch das Übliche.
- 1:03:28Also das zeigt dir lächerlich. Also Kritik wird personalisiert?
- 1:03:31Nicht bei diesen. Gehst du dahin, dann bist du
- 1:03:33auch so einer. Also dann sollte ich lieber
- 1:03:36nicht zu öffentlichen Bundestagsveranstaltungen
- 1:03:39gehören, nicht dass einer sagt, du gehörst auch zu diesen da
- 1:03:42also. General Kujak spricht in diesem
- 1:03:44Zusammenhang von einem journalistischen 3 i Konzept.
- 1:03:49Inkompetenz, Ignoranz und Ideologie.
- 1:03:53Was sagen Sie dazu? Ich würde es nicht als
- 1:03:55Journalismus bezeichnen. Also ich bin ja
- 1:03:57medientheoretiker und da wird ja viel dieser Begriff zum Beispiel
- 1:04:01oder Medienwissenschaftler, und da wird ja viel dieser Begriff
- 1:04:06auch benutzt, Mainstream Medien also, damit kann ich mich
- 1:04:08überhaupt nicht anfreunden. Also ich versuche immer, bei den
- 1:04:12Bezeichnungen, deswegen spreche ich auch von der westdeutschen
- 1:04:14Kolonialmacht und von einer von einer Okkupation und Besatzung,
- 1:04:19also immer Begriffe zu finden. Die den realen Zustand am
- 1:04:24nächsten Kommen und das Hauptberichtsmuster in diesen
- 1:04:30Massenmedien, in diesen ja eigentlich westdeutschen, weil
- 1:04:34Ostdeutsche gibt es ja eigentlich gar nicht.
- 1:04:37Gibt es ostdeutsche Massenmedik oder Berliner Zeitung ist in
- 1:04:40ostdeutschen Besitz, aber eigentlich die Printmedien, die
- 1:04:42sind ja alle entweder in westdeutschen Besitz oder unter.
- 1:04:48Arbeiten unter den Bedingungen der westdeutschen Ideologie und
- 1:04:51das Hauptberichtsmuster wenn man sich das genau anguckt.
- 1:04:54Der Berichterstattung ist, ja ist ja Propaganda und nicht
- 1:04:57Journalismus und Journalismus und Propaganda sind 2 Sachen,
- 1:05:01die sich überhaupt gar nicht vertragen, also also überhaupt
- 1:05:05von Journalismus hier zu reden, halte ich für fachlich völlig
- 1:05:08falsch. Sind wir hier in der Welt des
- 1:05:11postfaktischen Journalismus angekommen, regieren durch Fake
- 1:05:17News. Na ja, das ist doch aber
- 1:05:19Propaganda, eigentlich genau genommen, wenn man es so will.
- 1:05:23Das ist doch die Bezeichnung für Propaganda.
- 1:05:25Wenn mit Narrativen regiert wird, mit Narrativen, die
- 1:05:28möglicherweise auch noch falsch sind, was bedeutet das für die
- 1:05:33Zukunft von Deutschland und der Europäischen Union?
- 1:05:36Das gravierende Problem dabei ist, das sollte man nicht außer
- 1:05:388 lassen, ist ja, dass dieses System, was sich hier wie nennen
- 1:05:44die sich. Freiheitlich demokratische
- 1:05:46Grundordnung und weiß nicht was das da alles für tolle Begriffe
- 1:05:49gibt. Dieses System basiert ja darauf,
- 1:05:53wenn man es kurz fasst, dass der Wähler, der souverän laut
- 1:05:56Grundgesetz seinen Willen delegiert an Parlamentarier, ne
- 1:06:04also, und die sind dann nicht mehr dem Wähler, sondern ihrem
- 1:06:06Gewissen verantwortlich, der wahrscheinlich je nachdem, also
- 1:06:10man kann sich ihr wissen ja auch gut ausstatten lassen.
- 1:06:13Mit Funktionen danach dann zum Beispiel und das einzige
- 1:06:18Korrektiv besteht ja in der sogenannten vierten Säule, also
- 1:06:23in den Massenmedien, die die Aufgabe haben, eigentlich damit
- 1:06:29dieses sogenannte angebliche Demokratiemodell funktioniert
- 1:06:35kritisch auf die auf die Regierenden, auf die Politik zu
- 1:06:40blicken. Um sozusagen im Interesse des
- 1:06:44Wählers, des Souveräns, des Bürgers, sagen wir mal so, eine
- 1:06:51Wächterfunktion auszuüben. Und wenn wir jetzt feststellen,
- 1:06:56und das ist meine feste Überzeugung, die kann man, denke
- 1:06:59ich, auch nachweisen, dass dieses ganze Mediensystem auf
- 1:07:05pro Regierungspropaganda beruht, dann existiert ja diese vierte
- 1:07:10Säule eigentlich gar nicht mehr, und?
- 1:07:12Und wenn diese vierte Säule nicht mehr existiert, dann kann
- 1:07:15man hier überhaupt nicht von Demokratie reden, weil diese
- 1:07:18System ja denn gar nicht funktioniert.
- 1:07:21Also insofern. Journalismus und Demokratie sind
- 1:07:24Begriffe, die für dieses Regime hier überhaupt nicht zutreffen.
- 1:07:28Der Filmemacher Wilhelm Domke Schulz macht Filme jenseits der
- 1:07:33Propaganda und sagt ohne unabhängigen Journalismus.
- 1:07:37Unabhängige Filmkunst. Gibt es keine Demokratie, vielen
- 1:07:42Dank und bleiben sie dabei, wir zeigen Ihnen Positionen und
- 1:07:46Perspektiven, welche die Propagandamedien verschweigen.