Latest / MOMENTUM - kevinkellermazza / Diese Geschichte wird dich motivieren! Pascal Zuberbühler
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- 0:00Herzlich willkommen zu einer weiteren Folge von Momentum. Deinem Podcast, der inspirierende Gäste inspirierende Geschichten erzählt. Und mein heutiger Gast hat eine Sache geschafft, die sich ganz viele Menschen erträumen. Und zwar hat er es geschafft,
- 0:15als Profifussballer einen nahtlosen Übergang in die Wirtschaft zu machen. Und das immer noch im Rahmen von Fussball. Und zwar ist er einer der führenden Experten bei FIFA. Er leitet das ganze Goalie-Training auf der ganzen Welt, ist also ganz, ganz viel unterwegs, stellt Analysen und strategische Zusammenhänge zusammen, teilt das mit einem riesengroßen Publikum, ist auf den sozialen Medien sehr aktiv.
- 0:45Und in diesem Podcast reden wir über ganz, ganz viele tolle Momente, die er erleben durfte. Sein Werdegang, wie er aufgewachsen ist, wie er zu Fussball gekommen ist. Wieso er sagt, dass er eigentlich gar kein Talent für Fussball hat. Aber was er daraus gemacht hat.
- 1:01Wir reden über schwierige Momente, schwierige Zeiten, wie er aus diesen gekommen ist. Und wenn ich eines sagen darf, in diesem Podcast habe ich einfach gemerkt, das ist ein richtiger Sympathieträger. Mit dem Herz am richtigen Fleck. Er, genauso wie ich, liebt Menschen und das merkt man in jedem Satz von der Seite. Und darum,
- 1:23Ich freue mich ganz, ganz fest, euch diesen Podcast zu vorstellen, dass ihr ihn schaut, darum kommentiert, sagt, wie er euch gefallen hat. An dieser Stelle Zubi, unser Zubi, herzlich willkommen. Wenn mich die Leute fragen, was hat dich am meisten stolz gemacht in der Karriere, sage ich dir eins, den Übergang nach meiner Karriere. Social Media sagt, Kevin hat einen sehr guten Podcast gemacht mit Bier, dann scheisst dich das auch wahr zu hören, oder?
- 1:48Das wird ja nicht der Fall sein. Aber das ist ja klar, dass ein Sprudelbad, ich kann dir alles montieren. Ein Sprudelbad oben wäre eigentlich schon noch reif. Mit dieser Aussicht. Mit dieser Aussicht, da müssen wir machen. Ein Jacuzzi machen, wo eins wäre. Okay. Angst.
- 2:04nicht geben. Sie stand immer hinten wie eine Wand. Ohne sie hätte sie das jetzt nicht machen können. Nein, Katastrophe! Warum fragst du jetzt den Scheiss? Das ist jetzt schade, müssen wir rausschneiden. Ein Fussballexperte, auf Deutsch gesagt. Ich bin bei jeder WM dabei und du setzt dort ein Technical Study Group auf. Dort mache ich ab und zu so Live-Analysen. Also die, die noch nie gewesen sind, kommen vorbei. Hey, Papi, du bist ja sehr grau.
- 2:26Oh, Mama mia. Also ich komme ins Museum und du kommst bei mir trainieren. Filmen. Also wir filmen. Oh, ich freue mich drauf. Es ist auf Kamera. Was hast du dir jetzt eingebracht? Das Momentum sollte eigentlich bei einem Verein in der Schweiz vorne auf der Brust stehen. Das können wir noch machen, oder? Weisst du, ich würde damit sagen, die Coolies sind...
- 2:51«Soriaspieler da draussen, sorry tut mir leid, schau jetzt, sagen alle leid.» «Wenn deine Frau das hört, denkt sie, oh nein, jetzt schon wieder Musik.» Schön, Pascal Zunbühler, unglaublich, du bist da. Wir haben vorhin schon mal geredet, Social Media. Eigentlich viele, die Social Media sagen, man weiss nicht genau, was die mit anfangen, aber wir haben uns so kennengelernt, also sprich, ich habe dich angeschrieben und dann jetzt ein paar Wochen später sitzt du da.»
- 3:21So muss es sein, Kevin, in der heutigen Zeit. Wir sind immer mit Social Media durchgekommen. Ich war auch nicht ein riesen Fan von Social Media. Ich bin aber hier drin gewachsen in den letzten fünf, max sechs Jahren. Ich hätte nie gedacht, dass ich mich so drin reinbringe wie Social Media. Aber genau diese Momente finde ich genial. Ich habe es am Anfang gesagt, als ich reingekommen bin. Wir haben uns über Social Media kennengelernt. Das ist schon nicht schlecht. Es gibt ganz gute Begegnungen.
- 3:48Und die, die keine Social Media haben, die müssen sich reinlocken. Sonst bist du einfach unsichtbar. Du wirst eh schon unsichtbar. Aber man kann auch unsichtbar das Leben weiterführen. Fair enough. Aber ich muss sagen, in dieser Zeit, in der ich mich intensiviert habe mit Social Media, in der ich mich konzentriert und fokussiert habe durch meinen Job, durch meinen vielseitigen Job, den ich auch habe, muss ich sagen, ist das sehr viel gut so gekommen.
- 4:17Absolut. Und man sieht bei dir auf Social Media, du machst extrem viel. Das ist auch etwas, was ich vorhin gesagt habe. Es ist unglaublich. Ich sehe auf deinem Social Media, du machst so viele Dinge, du bist die ganze Zeit am Reisen. Du machst coole Werbungen für verschiedene Brands. Also für mich ist so, der Zubi ist der, der
- 4:37nach dieser ganzen Spielerkarriere, nach seiner Profikarriere, die ja über 20 Jahre gelaufen ist, sich total etwas aufgebaut hat und immer noch aktuell im Bild ist und voll im Geschehen. Und das ist ja bei vielen nicht so.
- 4:53Ja gut, ich kann es von mir aus sagen, wenn mich die Leute fragen, was hat dich am meisten stolz gemacht in de Karriere, dann sage ich dir eins, den Übergang. Den Übergang nach meiner Karriere. Nach meiner aktiven Karriere in die nächsten 90 Minuten, in der Fussballersprache sage ich am liebsten. Und das ist wirklich hervorragend gelaufen, man muss extrem viel dafür machen. Viele Mal denkt man, easy going, ich habe das erreicht, habe das gemacht,
- 5:20nach meiner Karriere ein sein als Trainer oder ich mache dann nur noch Fernsehen oder ich mache Spieleragenten das sind so die typischen drei Positionen, die du eigentlich im Kopf drin hast, wenn du mal Fussballer gewesen bist aber das ist total schwierig erstens Trainer werden, heutzutage total schwierig, Trainerpositionen
- 5:43Heutzutage ist es nicht mehr die Trainerposition von früher. Heute ist es extrem schwierig, 30-Mark-Kader zu führen. Die Spieler sind nicht mehr gleich zu behandeln, wie wir das früher erlebt haben in meiner Zeit. Spieleragent ist auch sehr schwierig. Es gibt so viele Agenten, die meinen, jetzt kann man hier das grosse Geld machen, wenn man einen guten Transfer macht. Auch nicht mehr sehr einfach.
- 6:05und dann wieder zurückkrebsen und wieder etwas Neues anfangen oder nochmals studieren oder nochmals in die Schule gehen oder nochmals irgendetwas überlegen. Das ist total schwierig. Man hat vielleicht gutes Geld verdient während der Karriere, aber dieses gute Geld geht dann auch langsam weg. Man meint, jetzt kommen wir mal drei, vier Jahre, jetzt machen wir mal Dolce Vita. Aber irgendwann kommt der Moment, du bist zuhause und sagst, dieses Gen, das du drin hast, dieses Winner-Gen, diese Mentalität, die die Frühen jedes Wochenende sich darauf aufgeben,
- 6:33fokussiert hast, jetzt kommt der nächste Match, ich muss diesen Match wieder gewinnen. Wie gewinne ich diesen Match? Dieser Hunger nach Erfolg, der fehlt dir. Und das muss ich sagen, das ist mir hervorragend gelungen. Ich habe mit 20 angefangen als Profi, mit 40 durfte ich aufhören als Profi bei Fulham. Und dann habe ich die nächsten Jahre ein bisschen geschaut, ein bisschen versucht,
- 6:55in die Richtung in einem Verein, in einem Staff als Goalie-Trainer. Und jetzt hier seit sieben, acht Jahren habe ich einen wunderbaren Job bei FIFA, wo wir auch aufarbeiten mussten. Da musst du dich präsentieren. Die heutige Wirtschaft muss sich jeder präsentieren. Es kommt nicht alles von alleine.
- 7:10Ich darf im Weltfussballverband unterwegs sein, auf der ganzen Welt, wie du gesagt hast, und nebenbei noch viele andere Sachen ausüben, wo mir sehr viel Spass macht. Und nochmal zurückkommen, ich bin schon ein bisschen im Alter, aber am Anfang habe ich gesagt, wenn es läuft, dann läuft es. Und ich kann es gerne, wenn es läuft. Ich bin voller Dynamik und
- 7:31Ich habe eine Frau, eine Familie zuhause, die das akzeptiert. Das ist natürlich auch noch wichtig. Wenn das nicht gibt, dann könnte ich das auch nicht machen. Und von daher finde ich es wunschlos. Und das strahlst du ja richtig aus. Ich meine, du hast eine mega Präsenz, du bist gross, du bist ein Sympathieträger. Man sieht dich. Das sagst du jetzt, ja. Also ich? Aber das haben mich nicht alle gerne, oder? Ich hoffe, das haben mich nicht alle gerne, ehrlich.
- 7:58Ich hätte es nicht mehr gerne gehabt, wenn sie mich nicht gerne hätten. Trinkt dich das an?
- 8:03Das tritt mich nicht an, aber das war immer so in dieser ganzen Karriere. Du hast für Gezi gespielt, dann haben die alle andere gekostet. Du hast für Basel gespielt, dann haben die alle andere gekostet. Du hast für diesen Verein gespielt, dann haben die alle andere gekostet. Schlussendlich war ich ein Thurgauer. Aber zuerst haben sie gesagt, ich sei ein Scheiss-Zürcher. Dann war ich ein Scheiss-Basler in der Schweiz. Das war ein super Ding. Das sind so Momente, die ich durchmüssen muss. Jeden durchmüssen muss.
- 8:30mich absolut privilegiert, die Situation, in der ich mich jetzt zeigen darf. Auch mit der im Blue TV, wo ich als Experte bin, Fussball, analysieren, das ist etwas, wo mir enorm Spass macht. Und die Leute sehen dich, die Leute hören dich und die Leute hören dir zu. Und das ist nicht ganz einfach. Wie ich am Anfang gesagt habe, für einen ehemaligen Spieler, du meinst, du hast alles erlebt. Easy going. Jetzt das Spiel beobachten von aussen, easy, jetzt kann ich alles analysieren. Dem ist nicht so, weil auf dem Feld...
- 8:59Auf dem Feld siehst du es anders. Wenn du auf der Tribüne bist, siehst du es anders. Wenn du vor dem Fernsehen schaust und spielst, und dann analysieren musst, siehst du es auch anders. Und hier den richtigen Weg zu finden, ist nicht ganz so einfach, wie es so am X-Haus sieht. Aber ich versuche immer, so positiv wie möglich zu bleiben. Wenn ich dann einfach etwas sehe, das mir in der Ranzin wirklich wehtut, oder etwas, das mir nicht gefällt, dann muss ich...
- 9:22Da muss ich vielleicht mal härtere Worte verlieren. Ich habe heute alles sehr konstruktiv. Ich versuche es konstruktiv zu verkaufen. Was sind denn die Sachen, die dir im Bauch weht, wenn du sie siehst? Mein erster Profiverein war die GC.
- 9:38Ich habe bei GZ angefangen, das war ein absoluter Top-Verein in der Schweiz in den 90er Jahren. Wenn ich sehe, wie ein so ein Verein abgewirtschaftet wird und viele Fehler passieren, kann ich nicht so ruhig bleiben und alles nur noch mit den rosa-roten Brüllen anschauen. Wenn ich dann sehe, ein FC Basel, der in den letzten Jahren brutal runtergegangen hat, dann tut mir das natürlich weh. Dort eine wunderbare Zeit erleben zu dürfen. Das sind dann die Sachen, die ich dann...
- 10:08schon überlegt, dementsprechend dann vielleicht einmal ein bisschen härtere Wortverlierer oder vielleicht auch einmal einen Namen nennen von den Vereinen, die in der Position sind, die etwas verändern können. Und das ist dann einfach meine Aufgabe. Das ist mein Job bei Blue TV und da bin ich super happy. Ich habe dort fantastisch
- 10:28Das ist das Team um mich herum, ich habe super Chefen um mich herum, die das auch wollen und das auch verlangen von mir. Das ist meine Art und Weise. Es tut ab und zu ein bisschen weh, je nachdem, aber ich versuche natürlich immer positiv zu bleiben. Du hast gesagt, wenn du siehst, wie die Bereiche abgewirtschaftet werden, was ist denn...
- 10:50grösste Probleme, wieso passiert das überhaupt? Sind das zu viele Löhne von den Spielern? Sind das zu wenige Fans in der Tribüne? Was sind so die hauptsächlichen Gründe, wieso das passiert?
- 11:02Es sind viele Gründe. Du hast schon etwas gesagt, mit den Löhnen ab und zu, wenn es mal gut läuft im Verein, dann fängt man einfach an, den Boden unter den Füssen zu verlieren, intern, im Verein, in der Vereinsführung. Und dann gibt man halt Löhne raus, wo man dann ein bisschen vergisst, dass man eigentlich im Schweizer Fussball noch ist. Das ist das eine. Das andere ist, im Verein, es braucht halt schon viel, um einen Verein zu
- 11:31in Positiven zu führen, bei der Erfolgswelle weiterzuführen. Einmal erfolgreich sein, das ist gut. Ich bin gespannt, wie es im zweiten Jahr aussieht. Jetzt hat der FC Basel eine brutale Durchstrecke durchgemacht. David Eger, ein Kollege von mir, musste auch zwei, drei Mal ein hartes Gericht mit ihm oder mit dem Verein selber. Für mich haben sie in der letzten Saison Double geholt.
- 11:56«Ja, wow, mega, gratuliere. Jetzt bin ich ganz interessiert. Was passiert jetzt? Du mit deinem Podcast, ja? Letztes Jahr super erfolgreich. Jetzt bin ich gespannt, wie es in diesem Jahr weitergeht. Wie viele Zahlen, wie viele Leute schauen da mit und so weiter.»
- 12:12Das ist für mich das Interessante, wie es im Verein nachher weiter das sieht. Im Schweizer Fussball gibt es extrem viele Vereine, die ich sehr viele Leute kenne, die vielleicht nicht so performt haben in der letzten Saison. Jetzt bin ich gespannt, was haben sie daraus gelernt? Wie kommen sie daraus heraus? Das ist schon interessant, das zu analysieren und dann auch darüber zu diskutieren.
- 12:34Sind das Sachen, die ihr proaktiv diskutiert bei BLUE TV und mit dem Team zusammen, wie Sachen aufgestellt sind und wieso ein Klub jetzt mal runter muss und was er machen kann, um wieder in die Erfolgswelle reinzukommen? Sind das Sachen, die ihr wirklich analysiert und auch den Vereinschefen weitergebt?
- 12:51Es gibt natürlich auch Vereine, die sich dementsprechend melden, die sich angegriffen fühlen. Dann gibt es halt diese Telefonate. Aber nochmal, Blue TV ist ein Sender, wo es proaktive, auch mal wirklich tief ins Detail hineingeht, wenn es in die Wunde hineindrückt, was dann ein wenig wehtut.
- 13:12Fühlt sich natürlich... Niemand hat Freude daran. Wenn ich nachher im Social Media sage, Kevin hat keinen guten Podcast gemacht mit mir, dann scheisst sich das auch anzuhören. Dann suchen wir wieder das Gespräch. Das wird ja nicht der Fall sein. Das wäre aber das Beste.
- 13:28Das wird nicht der Fall sein. Aber das ist mir klar, dass es dementsprechend einen Verein gibt, der das nicht schön oder nicht gut findet. Aber mit mir kann man immer reden. Ich bin ja nicht der, der die Leute am Pranger herstellen will. Das ist ja nicht meine Aufgabe. Aber meine Aufgabe ist,
- 13:45das Problem zu erkennen, das zu analysieren und das dann auch der Öffentlichkeit mitzuteilen. Aber ich bin ja nicht immer richtig. Also das muss ich ja sagen. Vielleicht sehe ich mal eine Situation falsch oder eine Spielsituation schätze ich vielleicht anders. Oder jemand anderes würde sagen, hey nein, der Verteidiger sieht schlechter aus als der Goalie. Oder wie auch immer. So Sachen. Aber das ist ja legitim und dafür sind wir da. Und darum ist es bei Blue wirklich genial, dass man da wirklich sehr offen darf.
- 14:12und kann analysieren. Absolut, und schlussendlich sind es Perspektiven, die man hat. Also du kannst das von deiner Perspektive aus beobachten, kannst dir eine Meinung bilden, gibst dir eine Meinung raus und mit deiner Erfahrung gibst du dir eine Meinung raus. Und natürlich hat wahrscheinlich ein Vereinschef eine andere Perspektive, hat vielleicht noch andere Backgrounds. Also,
- 14:31Schlussendlich ist das ein Zusammenkommen von ganz vielen verschiedenen Perspektiven. Absolut. Ich bin ja nicht tagtäglich im Verein. Ich sehe ja nicht, wie es dort im Training abgeht. Ich sehe ja nicht, wie es in den Kabinen aussieht. Das weiss ich alles auch. Gegen Aussen kommt es dann so über. Aber ich sehe, höre, analysiere, wo es am Platz abgeht und das versuche ich weiterzugeben.
- 14:51Früher gab es Blue TV als Teleklub. Dort durfte ich auch schon dabei sein. Nach dieser langen Zeit bin ich immer noch dabei. Anscheinend wollen die Leute ja immer noch hören. Das ist ja etwas Wunderbares. Ich habe immer gesagt, ich habe den Chefs gesagt, Claudio Lesser und Amandie Böhn, wenn die Leute nicht mehr abstimmen für mich, wenn ich irgendwie unten dran bin, sagen sie mir, dann höre ich sofort auf.
- 15:17weil dann bringt es nichts mehr. Im Moment sagen sie immer noch, du bist immer noch gefragt und darum ist das ein Kompliment für mich. Das fühlt sich auch gut an. Das fühlt sich auch gut und schön an. Das ist ein Kompliment für mich. Aber dass nicht alle zufrieden sind, das ist ja auch normal. Ich möchte ein paar Jahre zurückspulen. Du bist in einem Frauenfeld aufgewachsen. Du hast
- 15:42Du hast nicht eine typische Fussballkarriere gemacht, sondern zuerst eine Lehre gemacht. Ja. Und zwar als? Spengler-Institut. Ja. Wenn du mal eine Dusche oder Toilette brauchst oder ein Sprudelbad, dann kannst du alles montieren. Ein Sprudelbad, das wäre eigentlich schon noch eins mit dieser Aussicht. Mit dieser Aussicht, das müssen wir machen. Das ist eine Kruse, machen wir eins. Super. Hast du eine Lehre gemacht oder hast du danach noch auf dem Beruf gearbeitet?
- 16:10Also folgendermassen, das ist in den 80er, 90er Jahren drin, vergiss das nie. Meine Eltern haben beide gearbeitet. Ich habe eine Schwester, eine andere hatte, drei Jahre älter. Und ich musste damals natürlich eine Lehre machen, ganz klar.
- 16:26Ich habe mal die Schule gemacht und danach gab es eine Lehre. Dann konnte ich auch mal während der Lehre... Ich habe ja erst mit 15 Jahren angefangen zu schuten. Das muss ich einmal sagen. Das ist auch sehr Sport. Das ist sehr Sport. Ich war früher im Lichten tätig. Ich hatte eigentlich den Pfiffkampf. Ich war eigentlich noch gut. Dann ging ich nur wegen der Kollegen ins Schuten.
- 16:45Aber von Anfang an wollte ich immer als Goalie sein. Goalie war für mich die Position, die etwas Spezielles ist. Und ich wollte etwas Spezielles sein, ohne dass das jetzt auch irgendwann klingt. Und dann ging ich zum Goal, hatte nie ein grosses Goalie-Training, das gab es in dieser Zeit gar nicht gross. Aber ich habe die Lehre gemacht. Während dieser Lehre haben wir mal mit dem FC Frauenfeld, wo ich gespielt habe, gegen den FC St. Gallen, ein Goalspiel gemacht.
- 17:10Da haben wir nur 2-0 verloren und es ist mir ein guter Match gelungen. Der wollte mich FC St. Gallen verpflichten. Ich konnte zum FC St. Gallen-School in Training, bin nach Hause gekommen und habe gesagt, «Wie, warum? FC St. Gallen will mich als Nummer 3, Nummer 4. Ich kann jetzt die Lehre abbrechen. Und danach kann ich dort einen Vertrag unterschreiben. Und ich kann eben noch als Sanitärzeichner weitermachen.» Und dann hat er gemacht «Busch!»
- 17:35Also ich habe mich katholisch fertig gemacht, vier Jahre lang. Und dann ist es so gekommen, dass ich irgendwann einmal mit dem FC Fraufeld gegen die Zürcher Mannschaft gespielt habe. Und dort ist es gerade am richtigen Ort, am richtigen Moment, ist mir dort halt ein ehrer Vogel gesessen und hat mich beobachtet. Und dann
- 17:52Ja, am richtigen Ort sein, am richtigen Moment und performen, das ist ja nicht nur im Sport so, das ist ja überall so. Das ist in der Schule so, im Berufsleben so, du weisst wie das ist. Und das ist dann sehr schnell gegangen alles. Richtiger Ort, richtige Zeit, ist immer so, klar. Glaubst du aber, man kann sich das...
- 18:16Man kann sich das Plateau von am richtigen Ort, an der richtigen Zeit vergrössern, indem man mehr macht und mehr Power gibt. Ich meine, du bist vielleicht am richtigen Ort und an der richtigen Zeit gewesen, aber hättest du die Leistung nicht erbracht, im Goal, hätte man dich auch nicht gesehen. Also es ist ja wie wichtig, dass man auch etwas dafür macht. Ja, ich habe sehr viel gemacht, das will ich auch sagen.
- 18:43Talent war ich sicher nicht. Das habe ich auch schon mal gelesen. Du sagst, du bist kein Talent gewesen. Absolut nicht. Du bist einer der erfolgreichsten Schweizer Goallist von Skit. Ja, aber ich war nie ein Talent. Ich habe viel mit mir selber gelernt, im Fernsehen geschaut, abgeschaut. Am Anfang bei GC hatte ich noch keinen Goallist.
- 19:06Früher war es Martin Brunner, klar Nummer 1, der hatte seinen privaten Goalie-Trainer. Ich hätte jemanden mitgeben können, der trainieren könnte. Nein, nie gegeben. Nie einen Goalie-Trainer gehabt. Aber ich habe einfach gesagt, ich habe diese Möglichkeit bekommen.
- 19:20Aus meinem Leben im Frauenfeld als Spengler Installateur, abgeschlossene Lehre, hat es mir die Möglichkeit gegeben, in den Profifussball. Ich habe gesagt, das probiere ich jetzt. An den roten Teppich überkommen, als Profifussballer. Profifussballer dürfen bei der Nummer 1 trotzdem mal in der Schweiz anfangen. Ich habe immer gesagt, wenn ich nicht performe,
- 19:45Ich höre sofort auf und gehe zurück auf Auerfeld und möchte Meisterprüfungen machen, möchte ein Geschäft aufmachen als Sanitärinitiativ. Und da war ich brutal hart mit mir selber. Glaub mir, du kennst mich nicht, Kevin. Ich war schlimm mit mir selber. Ich hatte keinen Coach oder Mentalcoach, der es heute gibt. Es gibt auch ganz viele gute. Ich wollte nie einen suchen. Ich habe immer das mit mir selber ausgemacht.
- 20:12Ich habe immer gesagt, ich mache so lange, ich bin privilegiert, das so lange zu machen, bis ich auch erfolgreich sein kann. Ich habe immer gesagt, ich möchte shooten, ich möchte erfolgreich sein. Dann gab es den Trainer Christian Gross, gegen den habe ich noch gegen den FC Wilhelm gespielt, als Spielertrainer. Dann habe ich mich wieder bei GC getroffen und dann wieder bei Basel getroffen.
- 20:32Und er war immer einer, der extrem darauf geachtet hat und immer gesagt hat, geniesse den Moment, aber sei erfolgreich. Weil es ist wunderbar, am Schluss deiner Karriere zu sagen, hey, ich habe wenigstens diesen Titel erreicht, ich habe diesen gewonnen, ich habe diesen gewonnen, ich habe diesen gewonnen. Und nicht einzeln ins Spiel.
- 20:48Saison, Meisterschaften, nächstes Jahr, übernächstes Jahr, wieder will der Meister Verteidigung und so weiter. Und das ist schon unglaublich schön, wenn du am Schluss deiner Karriere etwas auf deiner Visitenkarte hast. Alle, die jetzt zuhören, die mit mir zusammengespielt haben, die Visitenkarte Christian Gross, ist enorm. Immer, immer über die Visitenkarte geredet. Am Schluss deiner Karriere musst du die Visitenkarte haben, wo der Erfolg draufsteht.
- 21:13Und das ist schon etwas Wichtiges. Und dafür habe ich es geschafft. Ich habe immer gesagt, ich würde erfolgreich sein am Schluss der Saison. Ich durfte viele positive Momente erleben. Ich hatte aber auch sehr viele negative. Aber etwas kannst du mir glauben. Die negativen waren die, die mich weiterbrachten. In den negativen habe ich gesagt, wenn ich dort nicht mehr daraus herauskomme, ist für mich immer auf dem Hochseil.
- 21:37Oben am Balancieren. Du bist so verstorben, du bist das Grösste. Dort oben dran am Balancieren. Irgendwann geht der Ball wieder irgendwo durch. Das gibt es. Das gab es bei mir x-mal. Oben runtergeflogen, und zwar bis ganz am Boden runter. Du hältst dich nicht irgendwo in die Mitte. Wie ein Stürmer, der die Schuhe nicht schüsst. Oder ein Mittelfeldspieler, der den Ball verliert. Oder ein Verteidiger, da ist immer noch jemand hinten dran. Fliegst runter und schlägst brutal hart auf. Und für mich war immer wichtig, wie komme ich jetzt von dem...
- 22:03von diesem Boden wieder auf mein Seil hoch. Und darauf hochzukommen, das war der Moment, wo ich mich richtig anpasste, ob ich es wieder hochschaffe, oder zerschelle ich den Boden. Das war für mich der wichtige Moment, wie ich wieder hochkomme. Was waren die Momente, die dich so tief auf den Boden gehauen haben? Scheiss Goal, den du bekommen hast. Der Druck von der WM 2006, ja, das war ein riesen...
- 22:31Kampagne gegen mich. Oh mein Gott, ich habe noch scheisse gespielt. Im Verein war es nicht gut, es lief nicht optimal. Dann kamen die medialen Dinge, dann habe ich einen Fehler gemacht in einem Nazispiel. Dann schossen die Medien gegen mich. Die einen Medien auf diese Seite, die anderen auf diese Seite. Die Fans haben dementsprechend einen Einfluss gehabt. Ich habe mich noch von den Medien geöffnet. Die Schnarre einfach her, am Bildschirm her. Im Schweizer Fernsehen habe ich eine Aussage gemacht.
- 23:01«Wenn du nicht spielen darfst, dann solltest du nicht reden. Am Sonntag, am Wochenende oder unter der Woche im Stadion solltest du nicht reden. Sonst solltest du einfach die Schnur halten.» «Habe ich nicht lernen müssen?» «Ja, habe ich lernen müssen.» Wieder einen in Grinde bekommen. Aber er wusste, dass die WM, damals hat man den Köbi Kuhn auf mich gesetzt. Er hat gesagt, das ist deine WM. Wir sind dann leider ausgeschieden im Achtelfinal, aber wir haben einen Weltrekord aufgestellt. Wir haben keinen Gegengoal bekommen. Aber mühsam. Ich bin dann lieber nach Hause gekommen und habe gesagt,
- 23:31So, ich schaue an, warum bin ich ausgeschieden? Was habe ich falsch gemacht? Was hätte ich besser machen müssen? Wir haben wirklich alles. Wir waren eine riesige Truppe. So eine geniale Gruppe mit dem Trainer, mit dem Staff. Es war so herrlich. Und in den Penaltyschüssen leider rausgeflogen. Aber, ja.
- 23:50haben wieder performt, sind leider ausgeschnitten im Achtelfinal, das ist klar. Zu früh, wir hätten weiter kommen können, hätten dann gegen die Italiener gespielt. Du bist ja halb Italiener, und dann würdest du fahren. Alle die Kollegen von Dotsmar, vom 206, die sagen alle, zum Glück sind sie rausgeflogen von Dotsmar. Die Ukraine haben sie nachher 4-1 abgelassen.
- 24:13Ich weiss es schon noch, musst du gar nicht überlegen. Keine Ahnung. Wo hast du geshootet? FC Dimmendorf. Und wo? Welche Position? Rechter Flügel. Mit Ball am Fuss oder ohne Ball am Fuss? Nein, wir sprechen hier nicht über den Krimi. Das ist dein Podcast. Es geht nicht um mich. Es ist unsere. Nein, geil. Sehr geil. Ah, okay. Also...
- 24:41Würdest du sagen, du bist sehr analytisch? Weil so lieber hättest du am liebsten ein Goal bekommen, wo du zurückgehen und sagen konntest, wieso sind wir rausgeschrieben, was war der Fehler? Hast du das bei allem gemacht? Bist du gegenüber dir auch sehr analytisch? Ich war brutal her mit mir selber. Das ist nie so übergekommen. Ich habe mich...
- 25:01Vor der Kamera, in der Öffentlichkeit, vor den Medien, habe ich immer gross die Schulter gegen die Kinder. Gut, davon hatte ich noch nicht so eine Schulter. Schulter gegen die Kinder, noch, noch. Ranzen rein.
- 25:12Nein, und ich bin immer vorne hergestanden und habe gesagt, das ist jetzt passiert, jetzt geht es weiter, nächstes Ding. Und das gehört zu den Schweizern nicht gern. Ich möchte mal sehen, dass du irgendwie traurig, fast brüllst. Ja, wir dürfen nie so überperformen oder überperfekt sein. Das hat man nicht gern. Aber zu Hause bin ich, glauben wir es, bin ich her und habe mir 30 bis 40 Mal hin und her gespult.
- 25:37die Szene nochmal angeschaut. Da habe ich eine Scheissgau bekommen. Das habe ich x-mal angeschaut. Bis mich verblasen hat. Dann bin ich wieder auf den Trainingsplatz oder bin irgendwo ins Krafttraining oder irgendetwas gemacht. Da war ich so brutal mit mir selber. Das ist enorm. Das jetzt wegen der WM, die Ausscheidung. Ich sage dir,
- 25:54Penaltyschuss. Ja, die erste Penalte konnte ich noch gegen Shevchenko heben. Ja, super. Rechts unten. Danach hat er mich verschossen. Und dann, warum habe ich keinen zweiten gehalten? Warum habe ich keinen dritten gehalten? Warum habe ich keinen vierten Penaltyschuss gehalten? Ja, was habe ich da falsch gemacht? Ich habe mich da durcheinander genommen. Einer hat noch ein Panel gemacht in die Mitte. Ich bin durchgerollt. Und dann habe ich mir überlegt, was wäre besser gewesen, hätte ich die erste Penalte nicht gehalten.
- 26:21für meinen Spieler wäre es dann einfacher gewesen, anzulaufen. Der erste ist jetzt reingelaufen, wegen dem Chefchenko, klar. Und jetzt komme ich dran. Markus Stredler war dann, glaube ich, der zweite. Und hätte ihm das geholfen, hätte ich den ersten halten dürfen, wie auch immer. Das sind Gedanken. Crazy. Crazy. Penaltys schiessen. Das Geilste. Hast du schon mal Penaltys schiessen gehabt? Nein, Penaltys schiessen, wo du auf dem Mittelkreis musst,
- 26:50Als Goalie heranlaufen. Die Penaltys schiessen, nicht das Krümpelturnier. Nein, ich habe... Weisst du, Penaltys während des Spiels ist das eine. Penaltys schiessen am Schluss, das ist für den Goalie der Moment. Weil du, ich als Goalie, stehe in meinem Goalie. Das ist mein Haus. 16er ist mein Haus. Du kommst in meinen Garten.
- 27:15Du kommst in meinen Garten rein. Du läufst aber vom 16. Von der Mittellinie musst du bis zu mir in den Garten laufen. Du darfst dir nur den Weg vorstellen. Dann hast du noch ein Stadion, das 60'000 bis 70'000 sind.
- 27:28Ich glaube, wenn ich mir das nur als Spieler überlege, dann ist das schon mal Punkt 1. Da bist du dir nicht gewohnt, so einen Weg zu laufen. Dann kommst du und hast dort den Goalie. Sein Haus, 244 auf 732. In dieses Haus kommst du nicht rein. In den Garten kannst du von mir schon sitzen, aber in das Haus lasse ich dich nicht rein.
- 27:47Das ist der Krieg, der zwischen dir und mir anfängt. Das ist überragend. Ab und zu ist es wirklich genial. Das ist eine Penaltyschweiz, die du schon am Anfang durchschauen kannst. Aber es gibt natürlich auch die ganz cleveren Sicherer, die dich so ausüben. Wenn du nur ein bisschen mit dem Gewicht auf einer Seite bist, ziehen sie dich, machen sie deinen Fuss hoch und schieben dich. Das ist genial. Aber für einen Goalie? Egal, Simon. Auf was achten? Du bist jetzt im Goal?
- 28:17Jetzt kommt dein Gegenspieler, dein Feind, in deinen Garten. Sehr gut. Er nimmt Anlauf. Bevor er Anlauf versagt, ist alles. Den Gegner habe ich x-mal angeschaut. Schon vorher? Früher noch, ja. Heutzutage bekommst du solche Bücher. Heutzutage hast du schon die Flaschen von den Goalies. Es ist alles aufgeschrieben, wer wo geschossen hat. Das ist übrigens auch so ein Trick.
- 28:39Aber ich habe das früher jedes Mal jedem Schützen selber angeschaut. Wie viele Schritte macht der Retour? Wie setzt er den Ball? Wie geht er zurück? Wie steht er? Wie hat er die Hand? Wo hat er die Hand? Mit welcher Hand? Mit welchem Fuss geht er zuerst nach vorne? In welchem Winkel steht er? Shevchenko, das kann ich jetzt gleich noch sagen. Shevchenko habe ich wirklich. 83% schiesst von meiner Seite links halb hoch, wenn ich lang stehe.
- 29:05Er hat genau gleich den Ball gesetzt. 83% war für mich klar. Linke Seite, halb hoch. Dann läuft er an. Dann habe ich überlegt. 83% Seite, halb hoch. Linke Seite. Ich bin im Bauch drin, bevor er ausholt. Nein, rechts unten.
- 29:23bin ich rechts runter und dann habe ich einen K. Aber das ist Bruch-Sie. Bruch. Die Komfortzone verlassen. Die Komfortzone verlassen. Laut Hirn hätte es links halb hoch sollen. Und darum sage ich ab und zu, weisst du, ist schon gut, wenn du alles weisst vom Spieler.
- 29:38Wie viele Daten kommt mir über? Bücherweise. Wenn ich jetzt Turniere beobachte und an den WM unterwegs bin und all diese Daten, ich bekomme pro Spiel 15'000 Daten über, ist ja gut. Nice to have. Aber ab und zu musst du es aus dem Bauchgefühl heraus machen. Ab und zu gibt es den Moment, wo du sagst, nein. Ein Trainer heutzutage,
- 30:00Ein Trainer. Da kommen ja alle Daten vom Gegner rüber. Wie musst du gegen diesen spielen? Heute mit all den Möglichkeiten, die wir haben, kannst du es ja nur eingeben und dann kommt die Lösung heraus, wie du gegen den Gegner spielen musst.
- 30:15Ab und zu ist es halt im Bauch. Jetzt musst du den Wechsel machen, um dort die Mehrzahl herzustellen. Im Mittelfeld einen rausnehmen und vielleicht die Verteidigung einen vorerschieben. Wie auch immer. Ich finde, ab und zu wieder mal selber Entscheidungen treffen, aus deinem Bauch heraus, ist halt schon sehr wichtig. Du kannst auch komplett falsch flicken. Du musst einfach daraus lernen.
- 30:42Aber wenn du das machst, also sprich, du machst voll aus dem Bauch und der Trainer tritt dir vorher ein, tritt dir ein Nein, links in die Mitte, halb hoch, links in die Mitte, halb hoch. Und du machst es nicht. Und er geht jetzt einfach links in die Mitte, halb hoch. Okay, dann gibt es einen ZS in der Kabine. Das gibt es einen. Oder du musst halt erklären und dann musst du einfach nachher liefern. Du musst liefern, wenn er dann sagt, warum hast du das so gemacht, dann musst du liefern, aber nachher musst du einfach liefern.
- 31:11Okay. Dann gibt es nichts mehr. Das ist nicht nur im Fussball so. Was war dein grösster Angstgegner? Angst? Nie. Aber einen gab es. Einen gab es. John Caru. Er war ein riesiger Stürmer. Er war von Norwegen. Er hat mal drei in den Hals getrocknet. Vor 15 Minuten. Gegen Valencia. Ein riesiges Tier. Das ist unglaublich.
- 31:37das war mit dem FC Faschli gegen Valencia auswärts, haben wir einen richtigen Klapp bekommen. Und dann habe ich den aber im 2-0 wieder getroffen, als ich bei Fulham war. Ich habe ihn getroffen im Ausgang in London.
- 31:55Und er hat mich miteinander gekannt. Es war so herrlich. Er hatte immer noch die Schutte in seinem besten Willen. John Caru war einer. Oder ein anderer, der Adriano, ein Stürmer, der Pinter Meiland spielt, ein Brasilianer Stürmer. Riesenmaschine.
- 32:12Das war auch einer. Aber er hat leider ein bisschen verpasst in seine Karriere. Er ist ein bisschen in eine andere Richtung reingefallen. In eine falsche Richtung. Und das ist nicht schön. Also während der Karriere schon? Während der Karriere, ja. Er hätte es extrem weit bringen können. Als absoluter Weltstar. Schlussendlich sind alles Menschen. Und sie treffen teilweise Entscheidungen. Manchmal sind sie ein bisschen besser, manchmal sind sie ein bisschen schlechter. Und mit den Konsequenzen musst du einfach leben. Aber ich glaube eben auch,
- 32:43Du bist der Experte. Aber ich glaube auch, so eine Fussballkarriere wie Langati, 35, 40, dann ist schon... Für einen Goalie geht es ein bisschen länger, je nachdem. Aber das kommt schon darauf an, wie du lebst. Es gibt selten einen, es gibt solche, die leben im Saus und Braus und Ausgang und nicht auf die Ernährung schauen und Alkohol und was auch immer. Aber die performen, wenn sie auf dem Platz stehen, performen sie einfach. Das gibt es. Aber es sind nur ein paar wenige. Du musst halt schon auf sehr viel verzichten.
- 33:14sehr viel verzichten, extrem auf dich schauen. Absolutes Paradebeispiel Ronaldo. Ich weiss es. Kennst du ihn persönlich? Ich kenne ihn, aber wenn er für seine Karriere gemacht hat. Er ist schon auf die Welt gekommen mit Gen, mit guten Muskeln, mit schnellkräftigen Muskeln. Aber ich weiss, was er alles gemacht hat für seine Karriere.
- 33:39Sein Kopf, sein Grinde, sein Wille. Immer besser, ich will immer der Beste sein. Ich will immer, ich will, ich will. Er regt sich auf, wenn er kein Goal schiesst. Und, und, und, der Wille, der ist unglaublich. Unglaublich. Darum muss ich einfach sagen, wenn du jetzt zur Frage kommst, Messi oder Ronaldo, dann bin ich ganz klar Ronaldo. Wieso? Messi für mich begnadet. Begnadeter Fussballer, wahnsinnig.
- 34:03Ich glaube, mit dem Ball am Fuss, das im linken Fuss auf die Welt rauskam. Er ist so rausgekommen wie seine Mutter. Das ist unglaublich. Er hätte sicher auch sehr viel machen müssen für seine Karriere, aber ein Ronaldo ist für mich ein Arbeiter. Und er hat es wirklich einfach geschafft, dort herzukommen. Ich tendenziere mehr auf die Seite dieser Kämpfertypen.
- 34:26Also würdest du sagen, der Messi ist der Erste, der wirklich mit Talent geboren worden ist? Absolut. Aber dann nicht so viel gemacht hat wie Ronaldo, der mit Talent geboren worden ist und vielleicht einfach noch dreimal mehr Work in the Business gebracht hat? Ja, absolut. So ist ganz klar und so kenne ich das auch. Cristiano jeden Morgen als Erster im Trainingsgelände und als Letzter, wo er geht.
- 34:55Jedem Verein, der noch ist. Das macht er heute genau noch gleich. Unglaublich. Unglaublich. Ich weiss nicht, wie er dann irgendwann, wenn er aufhört, er muss ja nicht mehr arbeiten. Er ist jetzt einer von den ganz wenigen, die ja sein Geld irgendwie gemacht haben. Aber kein Problem. Er kann von mir aus mit seinem Privatjet herumfliegen, mit seinen Autos prallen. Ist mir scheissegal. Er hat sich das erkämpft und er hat sich das erbaut.
- 35:20Fertig. Da habe ich jetzt null Problem. Aber wie siehst du ihn nach seiner Karriere? Ich weiss nicht, was er machen soll, um diese Triebe, um diesen Willen zu befriedigen. Das muss brutal sein. Ich weiss nicht, wie er das kann.
- 35:36Ist das nur bei dir? Du hast es selber gesagt. Du bist am Wochenende auf dem Feld, du hast Fans hinter dir, du kämpfst für etwas, du willst gewinnen, du willst keinen reinlassen. Und dann ist deine Spielerkarriere vorbei. Was machst du dann? Das war bei mir ein akribisches Arbeiten beim Kopf.
- 35:54Ich hatte auch Angst vor dem Moment, wie soll ich jetzt daraus herauskommen. Dann konnte ich aber im 37. bis 40. bei Fulheim unterschreiben, in der Premier League. Bei Roy Hodgson war ich da Trainer. Aber als Nummer 2. Der erste Moment war, soll ich das machen? Nummer 2? Scheisse. Ich wollte nicht Nummer 2 sein, ich wollte spielen. Das war einfach mein Grin. 37? Gottverdammte, was muss ich jetzt mit 37? Nein, ich will spielen. Ich hatte aber ein Goalie von mir.
- 36:20Marc Schwarzer, australischer Nazi-Goalie. Er sagte, mit dem kann ich leben, wenn er spielen würde. Wir hängten aber noch ein wenig dran, aber der Roy Hotze wollte mir das Nummer 2 an. Ich war mit 37 schon Ersatz-Goalie. Ich durfte aber noch das Goalie-Training mit ihm machen, weil der Schwarzer und ich uns sehr gut verstanden haben.
- 36:40Beide ein bisschen mal drin. Und wir haben uns nochmals getrieben. Und nochmals Fitness und Vollgas. Und dann waren es noch drei Jahre. Ich war Goalie-Trainer. Und Nummer zwei. Und sie haben mich machen lassen. Und das ist so gut. Wir waren so eine Macht. So eine Einheit miteinander. Und so konnte ich runterbauen. Ich bin so runtergekommen. Mit 40. Danke vielmals. Super gewesen. Hervorragend. Danke vielmals.
- 37:07Es war so wichtig für mich. Ich weiss nicht, wie ich es hergebracht habe, wenn es die Zeit verkehrt hat. So zu Ende am Wochenende, das ist schon viel. Danke vielmals, nachher ist es fertig. Frage wie nicht. Wirklich, Frage wie nicht. Ich war crazy. Vom Kopf her, mit meinem Grindenken, wenn ich mit meinem Kopf durch den Fernseher durchgehe, je nachdem, wenn es nicht klappt. Ja. Hast du für dich so einen Moment in deiner Karriere, wo du sagst, das kann ich nie mehr vergessen? Emotional,
- 37:37so stark verankert, dass du gerne zurückdenkst.
- 37:41Im Positiven meinst du jetzt? Im Positiven? Gerne. Das war einfach zu gerne. Gerne. Ich lasse das negativ. Okay, aber die müssen jetzt nicht sagen. Nein, positiv. Ich durfte einen wunderbaren Moment erleben. Ich weiss, der erste Meistertitel. Das erste Mal durfte ich den Kugel hochheben mit Getsi. Das war Wahnsinn. Bei Basel. Boah, 2-0-2. Eine Saison, wo wir so unter Druck waren, mit einem 8-1 verloren haben. In Sier. Acht Tore bekommen.
- 38:10Acht Gegengold. Ja, da kannst du noch lange. Du weisst das nicht als Mittelfeldspieler. Achtmal mussten wir das Goal hinter den Ball aus dem Netz holen. Und schlussendlich haben wir das Double geholt. Und da ist in Basel eine Euphorie abgegangen. Auf dem Barfi.
- 38:25Ein paar Füsse Platz dort. Unglaublich. 100'000 Leute, glaube ich, in der Stadt. Wahnsinnig. Das sind wunderbare Momente. Oder eben auch schlussendlich mit den Nazis in Dortmund. In Dortmund gegen Togo. 60'000 Schweizer. Also ein Logo für Togo. Wahnsinnig. 60'000 Schweizer.
- 38:46Ach, ich habe jetzt noch eine Hürnerhaut. Wenn ich nur das denke, dort eingelaufen bei den Drucken, sehr hoch gewesen dort, wie ich schon vorhin gesagt habe, und er wollte performen und so, und dort haben wir 2-0 gewonnen. 60'000 Schweizer sind da in diesem Stadion gewesen, in diesem Wahnsinnsstadion. Ich bin gewaltig gewesen. Das ist schon ein Moment, in dem ich erleben durfte und je nachdem, in welchem Verein, auch immer Geschichte schreiben durfte. Ich bin stolz darauf. Wirklich, ich mache es möglich.
- 39:17Es sind so viele Erlebnisse, so viele positive, schöne Sachen. Es hat sicher auch sehr viele negative gehabt, wie du vorhin erläutert hast. Und immer hast du jemanden, der deinen Rücken gestärkt hat, deine Frau, Beatrice. Wie war das? Ich meine, teilweise bist du schon länger weg. Wie war das für dich, Ehe?
- 39:43War das etwas, das belastend war? Oder war das etwas, das euch noch mehr gestärkt hat? Das Gute ist, meine Frau hat spanisches Blut. Sie hat ein bisschen Ingrinta. Das klopft schon. Ich als Steinbox, ich als Toro.
- 40:03Geht es nicht nach dem Wappenzügel her und zu? Wie meinst du das? Sie hat klar, sie stand immer hinten dran, wie eine Wand. Ganz klar. Und ohne sie hätte ich das jetzt nicht machen können. Weisst du? Nachdem mich eine Frau an meiner Seite hat gesagt, weisst du was, jetzt nach deiner Karriere kann ich wieder etwas machen. Dann könnte ich das nicht machen. Und jetzt mache ich die Fiverr.
- 40:30umeinander reisen, an jeder WM, U17, U20, Senior Level, Frauen-, Mannen-, Fussball, alles zusammen, immer unterwegs und sie steht da und sie unterstützt mich und mir läuft es hervorragend und da sind wir einfach so jetzt, mittlerweile auch schon 25 Jahre, geheiratet, haben wir übrigens gerade gehabt. Gratuliere, noch nicht, okay.
- 40:52Noch nicht, aber Herr Süd hat trotzdem was anderes gehabt. Ach, du willst mich nicht fassen, im April.
- 41:03Das ist wie Schölen testen. Und da hatten wir das 25-Jährige. Aber das ist, ja, wir sind uns gewohnt, wir sind schon 23 Mal gezögelt, das kommt dann auch noch dazu, 23 Mal hin und her gezögelt und so. Und ich bin einmal dabei gewesen, habe einmal geholfen, der Rest hat sie gemacht. Und sie ist sich auch gewohnt, dass ich nicht immer rundherum bin. Vielleicht ist es auch besser, dass ich nicht immer rundherum bin. Das hat sich sehr wahrscheinlich ein paar Mal geklebt. Vielleicht hatten wir auch nicht das 25-Jährige mittlerweile.
- 41:29Aber das Wichtigste ist einfach, wir respektieren uns extrem. Wir lieben uns und das ist so und so. Und wir können immer noch miteinander lachen. Die Spanierin? Ja? Die Spanierin? Sie ist mit zwei oder mit drei in die Schweiz gekommen. Sie ist in Spanien geboren. Ja, kannst du Spanisch?
- 41:46Si, si, muy bien. Muy bien. Nein, Katastrophe. Warum fragst du jetzt den Scheiss? Hör auf. Ich muss noch ein bisschen. Wenn ich jetzt drei Cervezas trinken kann, dann eine Fluente. Dann geht es besser. Ein bisschen Cerveza, ein bisschen Wiener und dann ist gut. Dann bin ich Fluente. Wenn man dann Flusen spannt. Ei, ei, ei. Weiss, schlecht. Ja, triss. Schauen wir mal.
- 42:12Ah. Das ist jetzt schade, müssen wir rausschneiden. Ja, wir müssen rausschneiden. Also 23 Mal schon gezögert, jetzt wieder back in der Schweiz. Du bist ein...
- 42:25Bei mir bist du so ein Vollblutunternehmer. Du hast so viele Sachen, wo du irgendwie involviert bist. Du bist bei der FIFA, du bist, bist du dich als Goalie, der Rennen, oder was machst du genau? Unter anderem auch. Unter anderem, eben genau das ist. Ich bin Fussballexperte, auf Deutsch gesagt. Ich bin jeder WM dabei und setze dort eine Technical Study Group, das heisst ehemalige aktuelle Trainer oder Legenden vom Fussball und je nachdem, bei welchem Turnier, jetzt gerade bei der Klub-Weltmeisterschaft, habe ich sechs
- 42:55grosse Namen dabei, Roberto Martinez, spanischer Trainer, Jürgen Klinsmann, ehemaliger Nationaltrainer, Alliou Sise, ehemaliger Senegal-Trainer aus Afrika, Gilberto Silva, Weltmeister von Brasilien,
- 43:13Ich hatte Esther Bangambiasso noch dabei und Tobin Hie vom Frauenfussball noch dabei. Ich hatte sechs Technik-Sozialklub-Member und dort habe ich die Lead. Ich durfte dort die zusammensetzen. Ganz oben bei mir ist Arsene Wenger.
- 43:29Arsene Wenger ist der Chief des Global Football in der FIFA. Ich bin immer verantwortlich, um die Technik zu sagen, dass wir nach einem Spiel alle analysieren, highlighten, in den Medien präsentieren, Trends herausbringen, Medientermine viel wahrnehmen.
- 43:48ganz viele Kanäle, FIFA Training Center Kanäle, auf Instagram unsere FIFA Training Center Webseite und dort geben wir alles die neuen Trends aus und haben unser eigenes Datensystem und und und sind am Schluss verantwortlich für die individuellen Awards, du hast der beste Goalie geworden vom Turnier, best Spieler und dort habe ich die Leads von der ganzen Geschichte.
- 44:07Und das macht mich unheimlich stolz. Das ist genial, das Ganze zu analysieren und zu highlighten. Das merkt man, wie du darüber sprichst. Das ist wirklich Passion. Das ist wirklich Passion. Eben nochmal privilegiert. Ich darf in diesem Fussball dabei sein. Ich bin seit 20 Jahren in diesem Profifussball dabei. Und bin eigentlich jetzt mit 54 Jahren im Weltfussball dabei. Und da bin ich dankbar, dass ich bei den Fiefen dabei sein darf. Und das ist alles nur Fussball-related.
- 44:36Und dein Engagement beim FIFA Museum, was machst du da genau? Ich bin ja Fussballexpert und mache ab und zu Live-Analysen. Also die, die noch nie da waren, kommen vorbei. Die Champions League mache ich Live-Analysen. Ich mit zwei Mikrofonen. Kommst du da? Du musst auch mal vorbeikommen. Ich komme. Gut, dann kommst du nächstes Mal vorbei. Dann kommt die Frage, wenn ich die zwei Teams vorstelle, präsentiere.
- 44:59mit einer Präsentation. Und dann kommen mit dich einige Fragen, wie war das, was hältst du von diesen Daten? Dann kannst du mir richtig deine Fußballkenntnisse erzählen. Aber normalerweise musst du aufpassen, dass sie nicht einfach scheppern. Dann stellst du dich vielleicht ein bisschen bloß vor allem. Ja, das ist wahrscheinlich passiert. Aber ich kann das ab. Das kann ich ab.
- 45:20Also, im Fiverr-Museum schau ich immer auf der Webseite, wenn ich dort wieder eine Analyse mache. Das ist cool. Das mache ich gerne mit dem Volk. Meist diskutieren, reden, lustig Sprüche machen und so. Wenn der eine wieder anfängt zu erzählen, ja, der Goalie muss den Ball halten, dann hat er das falsche Topic ausgesucht mit mir. Dann scheppern wir jetzt.
- 45:42Ich merke schon, wahrscheinlich auch von deiner Frau, jetzt kommt das Temperament bei dir raus. Nein, das ist auch nicht von mir. Das ist von dir. Taibok. Turgau. Turgau-Tagok. Okay. Also, auf jeden Fall mega privilegiert, wie du erzählst. Ganz schöne Sachen, dass du nach deiner Karriere trotzdem noch von deinem Fussball so extrem als...
- 46:07als Experte integriert bist und überall herumreisen kannst. Du hast aber noch zwei Kinder, oder? Ja, Zinti. Zwillinge. Elfe. Elfe geworden. Die halten mich jung.
- 46:23Aber du... Also man muss wirklich sagen... Ja, jetzt kommen Komplimente. Jetzt kommen Komplimente. Gut. Du machst auch viel dafür. Das sagt man. Du trainierst. Ja, aber trainieren... Trainieren... Ja, ich... Hör jetzt, ich sage es dir so. Jetzt aber... Die Kinder. Mich immer das Wichtigste, wenn ich wieder mal an einem Elternabend dabei sein kann, oder so in der Schule, dann komme ich dort rein und sehe mich da, die jungen Eltern. Mein Gott, was mache ich da? Okay?
- 46:50Ja, aber ich habe immer gesagt, ich würde nie, dass meine Tochter und mein Sohn jemals gesagt hätten, das ist unser alter Papi. Nie, nie. Und das ist mein Antrieb, den ich habe. Ich sage das. Da lasse ich mich nicht ab.
- 47:07Irgendwann einmal am Strand euch mit dem Rollator rumlaufen muss. Nein, hör auf. Das lasse ich nicht zu. Darum sage ich, dass der Bauch immer noch optisch gut aussieht. Shape. Ja, Shape muss noch ein bisschen sein. Wenn es halt ein bisschen grau wird rundherum, dann ist es halt ein bisschen grau. Das ist gut. Das lasse ich nicht so sein. Auf das freue ich mich. Aber letztens haben sie wieder gesagt, haben sie gesagt, Papi, du bist schon sehr grau.
- 47:32Oh, Mama mia. Und was gut ist, meine Frau und ich, wir sind junggebliebene Eltern. Das ist das Beste. Schön. Aber was machst du für deine Gesundheit alles?
- 47:45Optisch sieht es auch einigermassen gut aus. Ja? Ich bin ein Riesen, so schlecht, ich sollte Ausdauer machen. Ich sollte etwas für meine Arthrose machen, nehme ich nicht rein. Ich sollte mal etwas mehr machen, vielleicht für die Beine zum Trainieren. Aber bei mir ist es ein bisschen optisch, dass es vor dem Spiegel automatisch noch etwas Gutes aussieht. Das mache ich noch ein bisschen. Ich sollte vielleicht mit dir ein bisschen mehr ins Gym kommen.
- 48:06Also ich komme ins Museum und du kommst mit mir trainieren. Möchamo. Gut. Aber filmo. Müe filmo. Lass müe filmo. Oh, ich freu mich drauf. Es ist auf Kamera. Es ist auf... Was auch Studio das einbrucht. Nein, nein, das wird gut. Wie siehst du die Zukunft für dich? Ich meine, jetzt bist du voll integriert in dem ganzen Fussballgeschehen. Ist das etwas, was du sagst, das möchte ich bis zum Ende machen?
- 48:33Gute Frage. Wie viele Mal haben wir uns gefragt, was willst du jetzt noch machen? Was willst du jetzt in Zukunft? Wie willst du weitermachen? Dann sage ich immer, ja gut, in Zukunft, ja, nächstes Jahr haben wir eine grosse WM in Amerika. Da willst du schon dabei sein. Aber dann im 2027, die grosse Frauen-WM in Brasilien, das würde eigentlich auch noch cool sein. Es hört nicht auf. Es hört nicht auf. Und nochmal, ich sage immer, solange ich den Drive habe,
- 49:03Solange die Frau zuhause mit den Kindern schlacht, solange sie nicht über den Grind über den Gumpen auf Deutsch gesagt hat, solange ich die Freude daran habe und solange ich noch gefragt bin in der FIFA, im Blue-TV, im Museum, bei all den Auftrieben, die ich sonst habe, solange mache ich es. Ich kann dir jetzt nicht sagen, ich mache es jetzt noch fünf Jahre. Ich kann dir nicht sagen, ich mache es jetzt noch drei Jahre.
- 49:32Super sein. Mache ich es noch zehn Jahre? Keine Ahnung, ich weiss es nicht. Auch gut. Du hast Frauen wie immer angesprochen. Jetzt sind wir ja mitten drinnen. Wie hast du
- 49:47Also, ich sage mal meine Perspektive. Ich habe mit Frauenwehen, also mit Frauenfußball per se, sehr wenig am Hucken. Ich habe das nie wirklich verfolgt. Ich glaube, es war auch wirklich nie ein grosses Thema in den Medien. Man hat das nie wirklich wahrgenommen. Ich habe ein paar Kolleginnen, die Schwester der Freundin spielt Fussball, aber sonst nie wirklich gross wahrgenommen. Und jetzt auf einmal...
- 50:12grosses Thema. Dann passieren solche Matchs wie gegen U15 Luzern, gegen die Jungs, was dort. Und dann ist das überall in den Medien geschlachtet worden, was ich völlig daran finde, weil es ist völlig unnötig.
- 50:28Und dann haben sie abgeliefert. Ich finde, sie haben abgeliefert. Ich finde, sie haben geil gespielt. Also, folgendermassen. Wie jetzt der Experte? Ja, der Experte, lass ich. Während meiner Karriere hat es auch eine Frau, die Fussball schon gegeben hat. Ich habe ihn akzeptiert. Fertig. Bin nicht einer gewesen, der gesagt hat, so, jetzt gehen die Frauen Fussball schauen. Oder ich bin nicht einer gewesen, der gesagt hat, das schaue ich jetzt gar nie. Okay? Nie. Das war für mich neutral. Okay? Fair enough.
- 50:53Seit ich bei der FIFA dabei bin, bin ich verantwortlich für die Kohle-Trainer-Ausbildung und verfolge auch Frauen-Weltmeisterschaften.
- 51:04Und meine erste WM war im 2018, U17-Frauen-WM in Uruguay. Ich habe die Mädchen angeschaut, studiert, Frauenfussball, wow, ja, interessant. Puh, interessant. Und dann bin ich so ein bisschen reingewachsen und habe sagen müssen, super interessant. Super interessant. Ich finde das genial zu sehen.
- 51:30Die Progression. Bauer Fussball ist enorm, wie schnell das da verbessert wird. Du sagst es richtig, EM hat es in der Schweiz abartig, die Euphorie. Aber ich habe gewusst, es gibt eine riesen Euphorie. Ich habe gewusst, es wird eine riesen Euphorie geben. Von den Fans, angefangen, und auch vom Fussball. Und unsere Schweizer Nazi, wie du richtig sagst, die haben absolut das Maximum.
- 51:56Das Maximum rausgeholt. Gegen Spanien verlierst du, das konntest du annehmen. Es ist immer zu unmöglich an einem Turnier, da musst du nur am Tag x mehr Glück haben. Als die Spanier zweimal die vorste Latte getroffen haben, stand ich immer noch 0. Ich dachte, hier könnte eventuell etwas passieren. Aber die Spanierinnen haben sich dann durchgesetzt.
- 52:17Aber ich finde einfach, der Hype um den Frauenfussball finde ich mega, mega. Jetzt aber, jetzt geht es weiter. Was kann man daraus jetzt machen? Der Hype, wo bringen wir ihn jetzt her? Australien, Neuseeland, jetzt die WMG im 2023.
- 52:35war. Und das war ein Hype. Und die australischen Nazi vor allem, die Heimmannschaft, auch der Host, wie die abgeliefert haben, das war enorm. Und jetzt im Nachhinein muss man sagen, Frauenfussball in Australien hat mehr Zuschauer als der Mannenfussball.
- 52:54Ja, da ist das so. Durch den Hype. Aber jetzt, was passiert in der Schweiz? In der Schweiz muss ja mal endlich auch etwas passieren. In der Schweiz, in den Vereinen, muss ja auch etwas passieren. Aber man kann ja nicht einfach sagen, so, jetzt war das super und jetzt...
- 53:09Sponsoren müssen kommen. Sie müssen in einem Superleague-Verein bei den Frauen sagen, jawohl, wir machen ein längerfristiges Projekt durch den Drive, durch den Hype, der jetzt entfacht worden ist. Hier in der Schweiz. Jetzt ist es interessant, wie wird das angenommen? Wie wird in den Vereinen... Das Momentum? Absolut, absolut.
- 53:30Das Momentum sollte eigentlich bei einem Verein in der Schweiz vorne auf der Brust stehen. Das könnten wir noch machen, oder? Ja, genau. Das kannst du noch mitmachen, oder? Und längerfristig, das sind jetzt die wichtigen Sachen. Wie geht man jetzt daraus raus? Weil der Hype ist enorm, hast du gesehen. 25'000 Leute, Fanmarsch. 25'000! Das gibt es nie in meinem Fussball. Das gibt es nicht. Das gibt es nicht. Warum? Weil, äh, meinst du...
- 53:58Die Zeitkurve würde ich sicher nie mit dem FC Basel-Fanklub, mit dem GC-Fanklub, mit dem FC St. Gallen-Fanklub, würde ich nie zusammen einen Fanmarsch machen. Das gibt es gar nicht. Aber das ist das Interessante am Frauenfussball. Und da müsste ich natürlich mit dem Schweizer Fussballverband...
- 54:15muss alles überdenkt werden. Ich hoffe wirklich extrem, dass hier Mädchen von klein auf ins Fussball gehen. Das geht mir enorm. Bei allen Vereinen rundherum sieht man, wie Mädchen Fussballerin werden wollen. Nach dieser EM merkt man, das ist ein riesiger Hype.
- 54:33Ich will Fussballerin werden. Ich will Elia Velti werden. Alicia Neymann. Ich will die werden. Ich will mich zeigen. Ich will Peng werden als Goalie. Das ist doch genau der Hype, den man an den Vereinen annehmen muss. Aber die Vereine müssen dann halt etwas machen. Sie brauchen halt mehr Garderobe. Sie brauchen mehr Fussballplätze. Weil man da mit den Jungs aneinander vorbeikönnen kann. Und das ist eine riesige Aufgabe. Man kann schon sagen, wir machen das schon. Wir machen das...
- 55:01Nein, wir müssen es machen. Und ich hoffe, alle, die da wirklich zuhören, dass wir da wirklich etwas machen, weil VfB wird sich weiterentwickeln. Stetig. Sehr, sehr, sehr, sehr schnell. Und so kann ja wahrscheinlich dann irgendwann mal der Pay Gap, den es ja gibt, wo ja völlig...
- 55:21legitim ist, wieso es den gibt. Weil der Mannen-Fussball einfach viel mehr einbringt, viel mehr T-Shirts verkauft, viel mehr Schale und was es alles gibt. Die Einnahmen sind ja höher. Ja, das ist so, aber wir müssen jetzt einfach mal anfangen, aus dem herauszukommen und nicht, dass jetzt hier Super League-Spielerinnen, die in einem Verein xy spielen und 800 Franken monatlich bekommen.
- 55:46und kommen von irgendwo, weiß ich woher, müssen das Zugbillett selber zahlen usw. Das klopft draussen jetzt. Das klopft auch, Hure. Hat man jetzt gerade zugelassen? Also draussen klopft es gerade, aber wir haben es nicht gehört. Aber wir haben es gehört. Es war schon Donnerstag, oder? Es war schon Donnerstag, ja. Okay, gut, alles klar. Hoffentlich nicht anders. Aber wenn ich gerade gescheit habe, in dem Moment hat es Donnerstag. Das heisst, dass uns jemand zulässt, okay.
- 56:12Sie müssen hier anfangen, das zu professionalisieren. Und nochmal, das kann nicht sein. Sie trainieren vier, fünf Mal am Wochenende noch die Matchs. In der Woche, jeden Tag. Das kann nicht. Das geht nicht. Das kann nicht.
- 56:28Achtung, fertig, los, gerade in die Verträge von Mannen Fussball kann gehen. Das geht gar nicht. Das muss stetigen Wachstum geben. Und jetzt hoffe ich wirklich, dass alle Vereine da intern sich ganz klar überlegen, bis die Frauen, die Fussball bei ihnen extrem hochbringen können. Von das braucht es aber die Sponsoren.
- 56:47Und da hoffe ich, dass der Hype jetzt hier im Fachdorf in der Schweiz, dass jetzt hier der Kickoff ist. Ganz klar. Ich sehe das genau gleich. Und ich glaube auch, mit Sponsoren kannst du einfach mega, mega viel machen. Weil dort ist halt einfach Geld rum und dann kannst du einfach mehr Möglichkeiten.
- 57:05Und wenn du das natürlich nicht hast... Das war noch interessant. In Australien, nochmal zurück zu Australien ist ein Nazi. Es war alles gelagert. Alle mit dem Australien-Shirt. Das Grösste war, die Fanshops waren ausverkauft mit den Shirts. Aber jetzt noch das Grösste. Du musst dir das überlegen.
- 57:26Sie haben gar nicht überlegt, dass sie gerade so viele Mannenschnitt von diesen Shirts haben müssen. Sie haben nur Frauenschnitt von diesen Shirts gemacht. Und sie haben so viele Männer das Nazi-Liebchen der Frauen anlegen wollen. Sie hatten gar keine Shirts mehr. Sie haben gar keine Shirts produziert. Es ist unglaublich. Es ist unglaublich. Und wenn du das überlegst, wow, überragend.
- 57:52Ich weiss gar nicht, wie es in der Schweizer Zeit war, weil ich da letztens in Bern war, im Viertelfinal. Wahnsinnig. Alles rot. Alles rot. Alles rot, wirklich. Das habe ich wirklich noch nie gesehen. So schön. Und vor allem der Schweizer, der die ganze erste Halbzeit bis zur Pause herrscht,
- 58:11im Stadion bleibt. Und wir gehen dann nicht in die 40. Minute durch, gehen jetzt mal die Wurst oder den Hotdog bestellen raus. Nein, nein, bis um halb fünf wird dann gewartet und dann applaudiert. Und dann gehen die Gladiatorinnen raus. Und nach der Pause sind dann alle wieder auf den Platz. Und am Schluss vom Schlusspfiff bleiben alle im Stadion.
- 58:35Im Fussball gibt es das gar nicht. Du gehst doch 10 Minuten vor Schluss im Stadion raus und den Match schaust du. Dass ich noch mit dem Auto komme. Also gibt es das nicht im Frauenfussball. Das ist halt schon genial. Ja, absolut.
- 58:50Herrlich. Love it. Gut, das gefällt mir. Wir sind schon fast eine Stunde am Schnurren. Langweilig sind die Themen aus. Nein, ich glaube, wir könnten noch ganz lange mit dir reden. Ich finde das ultra spannend. Aber ich habe noch eine Schnellfeuerrunde.
- 59:08Eine Schnellführrunde und sie heisst Schnellführrunde, aber in den letzten paar Monaten habe ich einfach müssen erfahren, es ist eigentlich keine Schnellführrunde, weil es immer wieder neue Themen aufmacht. Aber ich möchte dir ein paar Fragen stellen. Dann kannst du antworten, so schnell wie es geht oder halt nicht so schnell wie es geht. Okay. Das kommt. Bin ich gespannt. Bist du ready? Nein. Doch sicher. Also wenn du nicht ready bist, dann weiss ich auch nicht. Gut, also.
- 59:36Die erste ist, glaube ich, relativ simpel für dich. Die erste Erinnerung an Fussball? In der Party, wo ich mit älteren Leuten mit schuten konnte. Das war in der Party Frauenfeld. Das war meine erste Erinnerung an Fussball, dass ich mal ein bisschen Fussball spielen konnte. Und da warst du ja? Als Junge. Aber Fussball war für mich unter anderem, ich habe alles gerne Sport gemacht, aber Fussball ist einfach auch ein Sport.
- 1:00:02Ich finde das immer noch, dass du erst mit 15 angefangen hast, Fussball zu spielen. Das ist wirklich crazy. Du würdest sagen, du hast keine Chance mehr. Mit 15, wenn du nicht schon in einer Ui noch... Nein, ich sage es nicht so. Das ist auch noch etwas, was ich nicht sagen muss. Heutzutage finden unsere Kids mit 7, 8, 9, 10 Jahren in ein System gepresst, das ich nicht supporten kann.
- 1:00:26Ich sehe es selber, sie gehen da in die Vereine und dort müssen sie genau so trainieren und nur einen inneren Spass, da darf keiner mehr einen Ausserrichtspass. Wenn jetzt ein kleiner Junge von Modric gesehen wird, wenn er einen Ausserrichtspass spielt und am nächsten Tag das probieren will, dann wird er zusammengeschissen, weil er nicht den Ausserrichtspass spielt, du musst den inneren spielen. Ich finde immer, lasst die Kinder 7, 8, 9, 10, 11 Kinder sein. Wenn einer einen Fallrückzieher machen möchte, aber er könnte sie mit dem Bruststab nehmen, lasst ihn den Fallrückzieher machen, weil er es im Fernsehen sieht.
- 1:00:55Wenn du es dann mit zwölf merkst, jetzt hat er langsam Hunger, jetzt greift er, dann musst du ihn pushen. Dann musst du ihn schleifen. Dann geht es auch so, die sieben-, achtjährigen, neunjährigen, die kommen irgendwann in die Pubertät. Und in dieser Pubertätzeit sagen sie irgendwann, oder öfters ist der Fall, dass sie sagen, Papi, das ist keine Lust.
- 1:01:187, 8, 9, 10 Uhr lassen sie sich schuten. Hauptsächlich haben sie Freude. Lassen sie es machen. Wenn du dann mit 12 merkst, er greift langsam, «Papi, gehen wir schuten, komm, wir gehen so.» Dann musst du ihn packen. Und dann versuchst du ihn. Dann versuchst du ihn. Weil dann ist es, nehmen wir Pubertätszeit, vielleicht einmal weniger. «Hä, heute gehe ich mal nicht in die Fuhr.» «Heute bleibe ich zuhause.» «Heute gehe ich trainieren.» «Ich will lieber...» Das ist für mich etwas, was ich sehe.
- 1:01:45Schon klar, gewisse Grunddinge ist schon klar zu machen. Links spielen, rechts spielen, rechts spielen, links spielen, Beifüssigkeit und so, das kannst du immer üben. Aber das Kind noch ein bisschen Kind sein. Und Freude haben am ganzen. Freude haben, genau, du sagst das richtig. Das geht mir ein bisschen abhanden. Meistens, wenn es abhanden kommt.
- 1:02:06Ja, finde ich. Unsere Kinder, unsere Jugend, die wird ja so in ein System reingepresst. Das fängt ja schon in den Schulen an. In den Schulen, wo die schon so, so, so. Und dann kommt die ganze Scheissgeschichte. Wir Eltern heutzutage haben ja früher hatten die Eltern andere Probleme mit ihren Kindern. Aber heutzutage, wir Eltern mit diesen Handys
- 1:02:27Mit diesen Möglichkeiten, mit diesen Social Media, mit all diesen Sachen. Der andere hat es, ich brauche das auch und, und, und, und, und. Wenn der nicht hat, dann wirst du ausgeschlossen. Und es ist ein riesen Plagg für unsere Eltern. In den Schulen können sie gar nichts gross machen, sind überfordert. In den Schulen ist das Schulsystem brutal. Was macht man denn mit diesen Handys und diesen Geschichten? Es gibt jetzt schon Schulen, die angefangen haben, das Handy abzugeben. Es gibt keine Kinder, die auf Toilette gehen mit dem Handy und so weiter und so Sachen.
- 1:02:57Das ist enorm. Und da muss irgendetwas verändert werden. Ist es in der Schule, wo deine Kinder gehen? Wie macht es der Täter? In der Pause hat es x Kinder, die auch ihr Handy haben. Dann sehen sie das auf dem Handy, das auf dem Handy, das auf dem Handy. Ja. Muss man nicht erwähnen, was sie alles sehen.
- 1:03:13Nicht so schöne Sachen. Dann kommen zwei und dann? Wir haben jetzt noch kein Handy, aber dann kommen zwei und dann merkst du, was sind das für Ausdrücke? Was ist das? Früher gab es das auch so. Wir waren auch Lousbuben. Du warst auch ein Lousbub. Du warst ein Lousbub?
- 1:03:28Nein, ich nicht. Ich bin immer der, der aufgeräumt hat. Und dann, aber heute sind es schon rechte Probleme. Wir als Eltern wissen ja gar nicht mehr, woher. Wo sollen wir Stopp ziehen? Wo sollen wir sagen, nein, das gibt es nicht. Ich merke es ja auch. Heute haben meine Kinder, meine Zwillinge das. Und dann, ja, ich schaue, dass du das auch überkommst und das auch überkommst, nicht, dass du irgendwie ausgeschlossen wirst. Über schwierig. Du wirst noch gemobbt, wenn du etwas nicht hast. Genau. Es ist nicht eine einfache Zeit, gar nicht.
- 1:04:00Gut. Weisst du, was ich meine? So schnell für die Runde. Die meiste ist eben nicht so schnell. Ich finde es eigentlich noch spannend. Was weisst du heute als Fussballexpert, den du früher als Spieler nie verstanden hast?
- 1:04:18ein Spiel von den Tribünen oben runter zu beobachten, ein komplett anderes Spiel. Wie du siehst, als Grünli, wenn ich daran denke, ob er jetzt den Blinden von oben runter sieht, dumm ist noch ein mir gegenüber, wie ich das mache, oder den Medien, der schlecht von mir schreibt. Dabei war es ja gar nicht so auf dem Feld. Da siehst du es anders. Das Spiel von oben runter sieht anders aus. Einfach aus. Die Vorhersicht ist nur ganz anders. Absolut. Du siehst es ganz anders aus.
- 1:04:47Aber hilft dir das heute, dass du dass du beides gehabt hast? Dass du wirklich auf dem Feld warst und weisst, wie man sich in einer Situation fühlt? Das ist eine grosse Hilfe. Aber nochmal, auf dem Feld stehen und dein Spiel analysieren oder von der Tribüne her ein Spiel analysieren, sieht dann schon etwas anders aus. Du kannst gut schauen, wie hoch ein Goalie steht, wie hoch ist er zum Ball,
- 1:05:15Im Ballbesitz, nicht im Ballbesitz, Verteidigung des Goals, Verteidigung der Zonen. Das sieht man extrem anders von oben herab, als von der Sicht, die auf dem Feld steht. Gut. Was glaubt Phil über dich, was aber sicher nicht stimmt?
- 1:05:36Ich habe mal gesagt, für viele kommen mir auch arrogante Übernahmungen. Ja, gross, laut, macht die Schnur auf. Ja, das bin ich. Das bin ich. Ich liebe die Leute. Ich liebe die Leute und ich liebe sie alle. Auch die, die mich nicht gerne haben, die liebe ich am meisten. Das gibt es auch, aber das ist ja normal, das ist ja legitim. Das müssen wir nicht alle gerne haben. Wirklich nicht. Absolut nicht.
- 1:06:00Das bleibt, was ich vorhin gefragt habe, bevor wir die Kamera angeschaltet haben. Bist du zwei Meter? Nein, nein, nur einen Schuh raufmachen. Einen Schnurren raufmachen für über zwei Meter. Für zwei Zehn. Ich würde es gerne allen recht machen, geht nicht. Aber es muss auch nicht sein. Es muss bei dir recht sein. Gut, der absolute Lieblingsspieler.
- 1:06:25Anders. Legende. Absolute Lieblingslegende. Gut, ich hatte schon früher noch meine goalie Legende. Ganz klar. Das hat angefangen, früher noch ist der Jean-Marie Pfaff, den ich im Kopf hatte. Als kleiner Junge war ich in der Schule immer zu dem Goal. Ich war wie Jean-Marie Pfaff. Ich habe noch mal ein Liebling bekommen, das so aussah wie Nair Akkab in Bayern München.
- 1:06:51Aber während meiner Karriere habe ich extrem viel auf Peter Schmeichel geachtet. Peter Schmeichel, der ist ein Azi-Goli und mittlerweile ein Freund von mir. Das ist gewaltig, du machst den Job von der FIFA, kommst mit solchen Leuten zusammen. Und natürlich, mit wem ich immer wieder gross aufschaue, ist auch Gigi Buffon, ganz klar. Du als Italiener, das gefällt dir jetzt. Sicher gefällt mir das.
- 1:07:18Gewaltig, das sind Charaktere, das sind Typen, das sind solche, die wissen, von was es spricht. Ich möchte damit sagen, die Goalie sind halt ein bisschen anders. Sorry, ihr Spieler da draussen, sorry, tut mir leid, sagen alle. Die Goalie sind halt ein bisschen anders. Also ich muss sagen, es gab wenige Momente, wo ich Tränen, wo bei mir Tränen geflossen sind wegen dem Fussball. Ich habe Gigi ein paar Mal. Wirklich? Ja, sicher.
- 1:07:43Warum Tränen geflossen? Verfreut. Verfreut. Ja gut. Verfreut den Tränen, den ich an der Lange Schlau... Ja, ist grossartig. Und hat gemacht für die italienische Fußball-Welt. Ja, ja. Überragend. Das sind sicher Legenden. Plus noch ganz viele, viele andere. Alle, die wir nicht erwähnt haben. Dein Lieblingsort zum runterkommen? Jetzt kommt es schon irgendwann mal ein bisschen runter. Absolut. Wenn ich die Haare die Türe zumache. Für mich ist immer wichtig, ich habe gesagt, ich habe 23 Mal gezögert.
- 1:08:13Warum? Ja, erstens einmal Wechsel von den Vereinen, klar. Aber dann hatten wir dort eine Wohnung oder ein Haus. Wenn es irgendwann den Moment gab, ich komme nach Hause und mache die Türen auf und komme rein und ich fühle mich nicht. Genau da. Okay, jetzt bin ich da. Hi. Ich muss nach Hause kommen, die Türen auf, rein, die Türen zu und sagen...
- 1:08:38Hast du das jetzt? Ja. Schön. Ja, das habe ich. Mal schauen, wie lange noch. So ein schoß 24 Jahre alt. Mal schauen, wie lange noch. Mein Gott, mein Gott. Wenn deine Frau das jetzt denkt, dann muss ich wieder zügeln. Nein, sie ist eben auch gerne wieder ein bisschen auf Veränderung.
- 1:08:55Aber sie ist die, die zügelt schlussendlich. Sie hätte es gut können. Ich hätte eigentlich helfen wollen, aber leider nie dort gewesen. Ja, es ist dumm gelaufen. Dumm gelaufen? Dumm gelaufen. I'm lucky. Leider ist es so. Leider muss ich noch ein Trainingsgame machen. Ich muss gerade mit den 5er noch einmal. Nein, das schwöre ich halt. Ich wäre mega gerne dabei gewesen, aber leider. Das ist das Schlimmste, Zügel. Nein, das ist der Hass. Der Hass. Sie hätte, glaube ich, ein Zügelinstitut aufmachen können.
- 1:09:21Das ist unglaublich. Mit wie vielen Masse du jetzt mitnimmst, hat sie jetzt Fahrt. Wahnsinnig. Weisst du genau, was wie wo? Ja. Dann dein letzter Fehlkauf? Diktiergerät. Ein Diktiergerät. Also ich habe mir ein Gerät gekauft, das Sprachen übersetzt. Weisst du, für den Ausland. Wann hast du das gekauft?
- 1:09:47Ja, das war etwa vor drei Jahren. Ah. Zwei Jahre. Auf den Handys hat er ja alles. Er hat ja alles drauf.
- 1:09:55Aber es ist top, es ist super, es übersetzt super in allen Sprachen. Da kannst du reinreden, dann kannst du reinreden, dann kannst du gleich schauen, dann sagt es gleich, in dieser Sprache sieht es gleich aus, super. Aber das kannst du auch mit dem Handy machen. Dann hast du das halt. Ist ja egal. Ja, jetzt hat er es gesagt. Was willst du denn jetzt noch wissen? Den Preis wollte ich wissen. Willst du mich jetzt noch zusammen scheissen?
- 1:10:21Ah, Tierkräuter. Ich habe jetzt wirklich viel erwartet, aber ich habe dich Tierkräuter. Das ist ja in die Zeit gekommen. Okay. Eine Sache, die du richtig gut kannst, abgesehen von Gold sein? Nicht gut können. Aber gut. Ich weiss es nicht. Das musst du mich fragen. Musst du dich gar nicht so anschauen. Du hast nichts von mir gehört. Ich kann dir erzählen, was ich gut kann.
- 1:10:51Ja, gut schnurren? Nein. Kannst du gut schnurren? Nein, ich bin so, wie ich bin. Fertig. Ich denke und rede und lasse das raus, was ich gerade denke. So bin ich halt. Wenn ihr mich jetzt ändern wollt... Also in diesem Fall, etwas, was du gut kannst, ist authentisch zu sein. Kann das vielleicht? Wenn du das so siehst, dann ist das gut so. Aber eben die, die mich nicht mögen, die sagen, nein, das ist nicht authentisch. Ah ja? Ja.
- 1:11:19Aber das ist okay. Geil. Ich liebe es, mit den Leuten zusammen zu sein. Ich liebe es, gute Gespräche zu haben. Ich liebe es, mit neuen Leuten zusammen zu sein. Ich finde es cool, mit dir diesen Podcast zu machen. Wir kennen uns nicht, wir haben uns nie gesehen. Ich finde das genial. Das sind Momente in meinem Leben, die ich abhaken kann. Irgendwann in der Abendzeit sage ich, hey, mit Kevin war es nicht schlecht. Das habe ich nicht so cool gefunden. Da habe ich etwas Gutes gemacht. Fertig. Das ist das, was für mich im Leben zählt. Schön.
- 1:11:49Ich bin bei mir nicht anders, sei es Abend. Hast du ein Lieblingszitat oder ein Lieblingsmotto? Ich habe immer gerne Visionen gehabt. Immer. Ich wollte immer Visionen haben. Und ohne Visionen aufzustehen am Morgen, was auch immer das gerade ist, ohne Visionen aufzustehen, das gibt es bei mir nicht. Da fühle ich mich irgendwie, wenn du aufstehst und...
- 1:12:12Nein, ich muss etwas in meinem Kopf, ich muss etwas haben, wo ich heran will. Das ist das eine. Und das andere ist, ich gehe gerne...
- 1:12:25wir sind so privilegiert, ich bin so privilegiert, ich darf in der Schweiz geboren sein. Die Schweizer, die hier sind, wir wissen gar nicht, wie gut es ist, dass wir das haben. Ich habe das auch x-mal mit meinem Beruf erfahren, wenn ich wieder ins Ausland bin, wo gar nichts ist, gar nichts in diesen Ländern, aber die sind so happy und so zufrieden und wir reklamieren wegen jedem Scheissdreck da drei durch. Aber einfach mal aus der Komfortzone raus. Ich habe immer gerne
- 1:12:51Momente erleben wollen, wo ich einfach, ich muss so anfangen, ich wollte nie in meinem ganzen Leben, dass ich irgendwann sage, ich bereue es, warum habe ich das nicht gemacht. Probieren Sie es. Machen Sie den Schritt raus und kommen Sie einigen über. Komm, erzähl mir, kannst du gleich sagen. Du hast hier das ganze Reich hier oben aufgebaut, wann werden die Covid-Zeiten?
- 1:13:16Habe ich dir ja gesagt. Wie viele hätten gesagt, jetzt steige ich aus, jetzt höre ich auf, das bringt nichts.
- 1:13:22Nein, du bist drin geblieben. Du bist drin geblieben. Du hattest den Wille, den Power, den Drive. Nein, während der Covid-Zeit, wir machen das jetzt durch. Ich ziehe das jetzt durch hier rein. Die Lokalität, da ziehe ich es weiter. Mache ich halt etwas anderes in dieser Zeit, um ein bisschen Geld reinzubringen. Aber es war sicher eine brutale Zeit. Aber du bist aus deiner Komfortzone raus. Und diese Leute, ich schätze, machen das, machen den Schritt raus. Vielleicht gibt es einmal eine. Vielleicht kommen da mal Flatteren rüber.
- 1:13:49Ja, dann fliegst du halt wieder zurück, aber glauben wir, dass du es gelernt hast. Und ihr macht den Schritt nachher darüber aus. 100 Prozent. Fertig. Und das sind halt die Momente, wo du im Leben musst durchgehen, aber probieren es. Probieren es. Und auch wenn ihr den Drive nicht habt, dann vielleicht habt ihr einen Kollegen, der euch das sagt, oder einen Freund, der euch das sagt, oder einen Familienmitglied, der euch das sagt. Macht den Schritt daraus raus, weil es bringt enorm viel. Enorm viel, wenn du mal den Schritt daraus raus machst.
- 1:14:21Sehr schön gesagt. Pass gleich gleich ein bisschen. Und zwar, was würdest du dem 18-Jährigen ich den Weg mitgeben? Be humble. Immer. In allen Erlebnissen.
- 1:14:40Immer mit allen Leuten. Be humble. Das ist etwas, was ich erst mit 30 Jahren gelernt habe. Be humble, das hat mir ein alter Goalie-Trainer gesagt. Er hat gesagt, be humble in your life. Das finde ich schon etwas. Ich liebe Leute um mich herum. Wenn mich einer nicht gerne hat, ich rede gleich mit ihm. Wenn er einen wirklich dumm tut,
- 1:15:10Okay, aber ich liebe den Leuten ein gutes Gefühl zu geben. Ich mache das gerne. Es tut mir gut. Tut mir gut und schlussendlich dem Gegenüber auch gut. Und ich finde, das ist so genial. Hey, wir sind miteinander. Wir gehen miteinander das Leben durch.
- 1:15:28Es wären immer die Leute, die du um dich herum hast, wenn ich mit anderen Leuten zusammenarbeiten muss und denen ein scheiss Gefühl gebe, komme ich von denen, dann regst du mich auf. Dann performe ich nicht, dann performen die nicht und schlussendlich gibt es auch kein gutes Produkt.
- 1:15:44Wenn ich arschlochmässig da bin, dann kannst du noch so humble sein zu mir mit deinen Fragen. Und dann ist aber schlussendlich das Momentum ein fertiger Scheiss. Und es geht einfacher. Und probieren, sind lebensfroher, gehen durchs Leben ab und zu.
- 1:16:03Das Leben ist nicht immer schön. Es gibt Momente, es gibt Schicksalsschläge im Leben. Ja, ganz klar. Ich kann jetzt alles durch die rosa-rohe Brille anschauen oder alle sagen, ja, ja, du kannst jetzt von Glück reden. Nein, nein. Ich habe auch Schicksalsschläge erlebt, schon in meinem Leben. Aber geh durch, lerne daraus heraus. Und sei heimlich mit den Leuten, mit allen zusammen. So geht das Leben einfacher. Es geht einfacher. Miteinander geht immer einfacher.
- 1:16:28Und das ist für mich ein wichtiger Punkt. Das wäre mein 18-jähriges Ich. Gibt es einen Schicksalsschlag, den du überreden kannst, den du willst oder magst überreden? Und wie bist du aus dem herausgekommen und wie bist du damit umgegangen?
- 1:16:47Nein, es gibt nichts, was ich erzählen muss oder will. Es gibt Situationen, ob es grössere oder kleinere sind. Aber das sind Momente, die du nicht im Leben willst. Ja, die gibt es. Aber solange es einem wirklich gut geht.
- 1:17:09Nehmt euer Leben mehr in die Hand. Macht mehr daraus. Wir leben jetzt. Jetzt ist das Leben da. Mir geht es gut. Ich darf dabei sein. Ich darf mich dort zeigen. Ich darf das machen. Ich darf mich bei dir zeigen. Ich darf mit dir über mich reden. Wie geil ist denn das? Es gibt Leute, die mir jetzt da zulassen. Das ist ja unglaublich.
- 1:17:34Das ist ja unglaublich. Das ist doch ein Privileg, das ich habe. Und dann lassen wir es dementsprechend erlaufen. Und das ist doch das. Dass der Mensch sich mehr öffnet. Es ist immer wieder schön, wenn ich im Ausland bin, wenn ich irgendwo in Südamerika bin oder in Afrika bin oder in Asien bin, wie sich die Leute
- 1:17:53wie die offen sind, wie die... Boah, das ist unglaublich. Aber brutal Herzleben haben. Aber wie die glücklich sind, mit ganz, ganz, ganz wenig. Und ja, nochmal, wir sind in der Schweiz, wir haben so ein Privileg. So ein Privileg, dass ich Schweizer bin. Das ist die stolzeste Schweiz, die es gibt. Ich hoffe, dass wir Schweizer noch mehr miteinander zusammen das geniessen können. Das hat ja genug für alle.
- 1:18:22Genug für alle. Immer und überall. Und ja, ich kann das nur unterschreiben. Wir können wirklich extrem dankbar sein, dass wir hier geboren worden sind, dass wir hier leben.
- 1:18:36Und alle, die sagen, hey, nein, ja, Schweiz, da musst du nur arbeiten, Steuern zahlen. Hey, komm in ein anderes Land. Komm in ein anderes Land. Der kommt gerne wieder zurück. Du kommst auf die Welt, im Fall. Kommt gerne wieder mal zurück. Du kommst auf die Welt. Und da, genau. Das stimmt. Da kommst du gerne wieder zurück. Und ich habe jetzt, vor ein paar Monaten, einen Podcast-Gast gehabt, der sehr bekannt ist. Philipp Hopf war da. Und der ist von Deutschland hierher gekommen. Und der sagt, hey,
- 1:19:03privilegiert. Also, bei mir hier leben, da kannst du irgendwie fast zwei Minuten und du bist auf einem wunderschönen Hügel mit Kühen, wo du total Natur hast, dann fährst du nochmal 15 Minuten und bist in der Grossstadt. Für uns Grossstadt. Das ist einfach alles. Und es funktioniert. Es ist sauber, es ist freundlich, es ist wohlwollend. Freundlich. Da können wir noch ein bisschen arbeiten.
- 1:19:28Aber hey, das ist auch immer... Die Freunde kommen immer noch, die arbeiten ab und zu. Ja, okay, wunderbar. Okay, das würdest du dem 18-Jährigen ich mitgeben. Was möchtest du, wir haben noch zwei Fragen, was möchtest du, dass deine Kinder über dich erzählen? Super coole Dedica. Der coolste Dedica. Nicht so schwierig, nicht so einfach.
- 1:19:51weil Kuncami gesagt hat, und dann eben Zwilling, da kommen dann nicht beide. Wir machen alle drei miteinander etwas. Nein, nein, nein. Papi, du machst jetzt mit mir eine Leige ohne meinen Bruder. Oder der Junior, der sagt, jetzt ohne Schwester, jetzt eine Leige. Ich mache alles doppelt. Brutal, mein Gott. Die hat gedrückt, meine Umgabe ist sehr gut. Anyway, gut.
- 1:20:18Lass uns das sehen. Letzte Frage. Cooler Daddy. Sehr gut. Momentum heisst Podcast. Was heisst Momentum? Ich glaube, ein paar Mal gesagt habe ich es heute. Er lebt das Momentum. Jetzt lebe ich. Ich bin gesund. Es geht mir gut. Er lebt das Momentum und macht daraus etwas.
- 1:20:46Genial, ich finde es überhaupt ein super Titel. Danke schön. Ich wünsche dir natürlich das Beste in deinen Podcasts und danke, dass ihr da sein durftet.
- 1:20:58Hey, danke dir vielmals. Danke, es kommt jetzt dann gerade noch. Lass deine Kamera an, also wenn du noch irgendetwas mitgeben möchtest, was du vielleicht noch nicht erzählt hast, kannst du jetzt direkt die Leute ansprechen. Ich habe es schon ein paar Mal angesprochen. Ich weiss, sie mögen mich gerne nicht mehr hören. Und mein Thurgauer Dialekt, das ist jetzt also so, die, die sich aufregen. Aber ich bin der stolzeste Thurgauer.
- 1:21:19Und du auch deine Heimat. Danke vielmals. Er hat zugelassen und verfolgt immer deinen Podcast. Von Kevin. Danke vielmals. Und auch an dieser Stelle, danke dir vielmals, dass du dir die Zeit genommen hast. Wie gesagt, ich glaube, jeder, der dich verfolgt, sieht, was du alles machst und wie viel du machst. Das ist wirklich insane. Du bist in der ganzen Weltgeschichte am Umreisen. Du hast coole Engagement. Du bist...
- 1:21:48Familienvater, du bist Ehemann, du bist ein Schweizer Fussballlegende, du bist ein Fussballexpert, du bist im Fernsehen gesehen, du machst so, so viele Sachen und du nimmst dir die Zeit, um jetzt knapp eineinhalb, zwei Stunden da zu sein bei einer Person, die du vorher nicht gekannt hast, um einen Podcast zu drehen.
- 1:22:11Und ich fühle mich richtig, richtig geehrt. Danke vielmals für das. Danke für deine Offenheit. Es hat mir sehr viel Spass gemacht, dich näher kennenzulernen. Und wünsche dir auf dem weiteren Weg toi, toi, toi. Wir haben aber noch zwei Sachen. Und zwar einmal ein Training, das wir nicht vergessen.
- 1:22:27Oh nein, das muss ich wiederholen. Und schauen, wie wir das reinbringen. Wie viel unterwegs. Und ich muss ins Museum kommen. Das machen wir. An dieser Stelle, danke vielmals nochmal. Und auch für dich, der bis jetzt noch Zug gelassen hat. Danke vielmals, bist du dabei gewesen beim Momentum, deinem Podcast, der inspirierende Menschen, inspirierende Geschichten erzählt.
- 1:22:51Ich weiss, ich muss es dir nicht mehr sagen. Aber trotzdem, es gibt so viele Leute, die den Podcast schauen und noch nicht abonniert haben. Und hier unten erkläre ich dir ganz klar, wie das läuft. Hier unten hat es zwei Knöpfe. Einmal abonnieren.
- 1:23:03Ich liebe diese Arbeit, ich liebe neue Menschen kennenzulernen und desto mehr Leute abonnieren, desto grössere Leute können hierher kommen, desto mehr Kredibilität haben wir. Darum unbedingt drücken den Abonnieren-Button. Und das Zweite ist die Glocke. Die Glocke ist da, damit du einfach gar nichts mehr verpasst. Also, mach diese zwei Sachen, kommentiere, wie du den Podcast gefunden hast. Danke, bist du dabei gewesen. Alles Gute und bis bald. Ciao.
- 1:23:31Boom! It's a wrap! Boom!