Latest / Gin And Talk / Johannes Strate über Musik, Vaterschaft und Kreativität
Transcript
- 0:00Speaker 1: immer wieder wurde ich auf dieses Papa-Thema angesprochen, weil es offensichtlich in meiner Generation immer noch viele Männer gibt die Straight ins Büro gehen und sich doch die Frau ums Kind kümmert.
- 0:07Speaker 1: Was mich immer so wundert, weil ich das als totales Geschenk empfinde dass ich das beruflich machen kann, dass ich selbstständig flexibel bin und auch Zeit mit meinem Sohn verbringen kann.
- 0:16Speaker 1: Die Kulturbranche und die Musikindustrie insbesondere liegt natürlich immer noch in großen Teilen am Boden.
- 0:21Speaker 1: also das Livegeschäft hat sich halt überhaupt nicht erholt explizit in Deutschland während den USA die Leute wieder auf Konzerte gehen und offensichtlich ihr Geld dahingehend gerne ausgeben, sind wir Deutschen einfach noch vorsichtiger.
- 0:33Speaker 1: Wir wollen irgendwie immer noch ein bisschen besser werden und eine spektakuläre Show abliefern und das versuchen wir und kriegen es dann auch manchmal hin.
- 0:43Speaker 0: Herzlich willkommen!
- 0:44Speaker 0: Mein Name ist Daniel Fürk und ich freue mich sehr dass ich euch heute zu einer neuen Episode Genetalk aus Hamburg begrüßen darf.
- 0:51Speaker 0: Ich treffe mich hier mit Johannes Strate denen wohl die allermeisten als Sänger-und Frontmann von Revolverheld kennen.
- 0:56Speaker 0: Die Band feiert in diesem Jahr schon ihr zwanzigjähriges Jubiläum.
- 1:00Speaker 0: Von Songs wie Spinner halte ich an mir fest und ich lasse für dich das Licht an, haben wohl die meisten von euch irgendwann schon einmal einen Ohrwurm gehabt – zumindest geht es mir so!
- 1:10Speaker 0: Neben der Band ist Johannes auch solo aktiv und kürzlich hat er mit Zuckerbrot & Kneipe zusammen mit Frédéricke und Sebastian Ströbel ein eigenes Podcastprojekt für Väter gestartet.
- 1:21Speaker 0: Ich wollte von ihm wissen, wie man es über zwanzig Jahre hinweg hinbekommt als Band zusammenzuhalten und kreativ zu sein.
- 1:27Speaker 0: Wie er die Pandemie erlebt hat und wie es dazu kam, dass er nun auch unter die Podcaste gegangen ist.
- 1:32Speaker 0: Wenn euch diese Episode gefällt folgt uns bei Spotify, Apple Podcasts oder wo auch immer ihr gerne Podcast hört und hinterlasst uns eine Bewertung!
- 1:40Speaker 0: Nun aber viel Spaß beim Zuhören – schön, dass ihr alle wieder mit dabei seid!
- 1:48Speaker 1: und eine
- 1:49Speaker 0: Menge Zeit für ein persönliches Bargespräch.
- 1:53Speaker 0: Herzlich
- 1:54Speaker 1: willkommen an unseren Bartresen!
- 1:57Speaker 0: Herzlich Willkommen zu einer neuen Folge Gin & Talk.
- 2:02Speaker 0: Mach es dir gemütlich,
- 2:03Speaker 1: lehne dich zurück
- 2:05Speaker 0: und
- 2:05Speaker 1: tauche ein in die verrucht düstere Atmosphäre
- 2:09Speaker 0: unserer Studio-Bar.
- 2:19Speaker 0: Lieber Johannes, ich freu mich sehr dass wir uns heute hier in Hamburg treffen können.
- 2:22Speaker 0: Ja,
- 2:22Speaker 1: freut mich!
- 2:23Speaker 1: Guten Tag!
- 2:23Speaker 0: Zwarzig Jahre Bandjubiläum hat er jetzt dieses Jahr.
- 2:27Speaker 0: Zwarze Jahre ist schon eine ganz schön stolze lange Zeit.
- 2:31Speaker 0: was hat sich dann seitdem verändert für dich?
- 2:33Speaker 1: Ja es ist natürlich wirklich absurd.
- 2:35Speaker 1: erstmal denke ich immer mein Gott bin nicht alt aber ja das stimmt.
- 2:38Speaker 1: also das erste mal kennengelernt haben wir uns ändert hat.
- 2:41Speaker 1: Es hat sich auf der Welt wahnsinnig viel verändert.
- 2:44Speaker 1: die Musik hat sich tausendmal verändert um uns rum.
- 2:47Speaker 1: Jetzt witzigerweise ist ja gerade eine Zeit, wo all diese Bands die damals groß waren so Blink One Eighty-Two oder Linking Park oder sowas.
- 2:54Speaker 1: Das kommt jetzt auf einmal in den USA wieder ne?
- 2:56Speaker 1: Travis Barker der Schlagzeuger von Linking park produziert auf einmal Maschinengarn Kelly den vielleicht coolsten Hip Hop Rockstar dieses Planetens aktuell.
- 3:04Speaker 1: das ist schon faszinierend wie Trends so kommen und gehen Und bei uns in der Band hat sich ja wenig getan.
- 3:10Speaker 1: Die Besetzung ist dieselbe Vielleicht ein bisschen grau geworden Aber wir sind immer noch unterwegs, spielen immer noch live und haben immer noch viel Spaß dran.
- 3:17Speaker 0: Wie habt ihr das über all die Zeit hinbekommen?
- 3:19Speaker 0: Dass ihr euch nicht in die Haare bekommt... Also es gibt ja auch andere Beispiele, die dann meine Pause gebraucht haben für ein paar Jahre.
- 3:25Speaker 1: Man muss sagen, wir haben einfach ein ganz langsames aber stetiges Wachstum hingelegt.
- 3:30Speaker 1: Wir haben wirklich am Anfang angefangen von zwei bis zweitens fünf vor einer Hand voll Leuten gespielt.
- 3:35Speaker 1: Am Anfang musste man den Clubs die Tickets immer selbst abnehmen und da mussten wir sie weiterverkaufen also so ganz erbärmlich Und das hat uns irgendwie zusammengeschweißen.
- 3:43Speaker 1: Als es dann losging und so von Jahr zu Jahr immer ein bisschen mehr wurde, waren wir einfach sehr dankbar.
- 3:48Speaker 1: Das sind wir nach wie vor.
- 3:50Speaker 1: Ich glaube wenn man uns hin kriegt sein Ego hinten anzustellen und sich darüber zu freuen dass wir diese Eins-zu-Eine-Millionen Chance sind bei der es geklappt hat Dann verstehe ich immer nicht muss ich andersrum sagen dass es dann irgendwie Truppen gibt, die dann internationale Superstars ganz oben blablabla und sich wegen so einer Ego-Scheiße in die Haare kriegen.
- 4:09Speaker 1: Also wie dämlich!
- 4:10Speaker 1: Gibt's ja wirklich super viele Bands.
- 4:11Speaker 1: also uns gibts länger als die Beatles zum Beispiel auch in die haare gekriegt wegen irgendwelchen beknackten sachen.
- 4:17Speaker 1: Also ja, da haben wir das relativ einfach miteinander.
- 4:23Speaker 0: Du hast schon gesagt, es hat sich auch die Industrie natürlich extrem verändert.
- 4:27Speaker 0: Es sind ganz neue Wege dazugekommen wie man irgendwie bekannt werden kann, wie man seine Inhalte in die Welt bringen kann.
- 4:34Speaker 0: Glaubst du das ist heute eher schwieriger oder einfacher geworden?
- 4:37Speaker 1: Es ist einfach anders.
- 4:38Speaker 1: also na klar bei uns gab's damals... Das Internet war gerade da!
- 4:43Speaker 1: Das gabs dann schon.
- 4:44Speaker 1: aber wir waren zum Beispiel was für uns wichtig war war MySpace soziales Medium, was es gar nicht mehr gibt.
- 4:50Speaker 1: Da konnte man so dreißig Sekundensnippels von seinen Songs hochladen!
- 4:53Speaker 1: Das war voll wichtig und Follower hatte man da ja nicht.
- 4:56Speaker 1: Ich glaube, man konnte Freunde klicken... Und Facebook gab's noch nicht, geschweige denn in Instagram oder TikTok?
- 5:02Speaker 1: Da war's einfach so.
- 5:03Speaker 1: du hast wirklich an jeder Laterne gespielt und warst dann am Bodensee, hast vor zwanzig Leuten gespielt ... und das nächste Mal vielleicht vor achtzig.
- 5:09Speaker 1: Wenns dann dreistellig wurde, da hast aber echt irgendwie ein Kasten Bier getrunken.
- 5:14Speaker 1: Es gibt natürlich mittlerweile auch durch Corona viel weniger Kneipen und Bars, wo Bands auftreten können oder Jugendzentren.
- 5:20Speaker 1: Wir haben wahnsinnig viel einen Jugendzentrum gespielt.
- 5:22Speaker 1: das gibt es nicht mehr soviel.
- 5:23Speaker 1: Dein Gen tut mir natürlich die Künstler von heute leid.
- 5:25Speaker 1: auf der anderen Seite haben sich digitale Möglichkeiten ergeben dies damals nicht gab.
- 5:29Speaker 1: Du kannst jetzt einfach wenn du wahnsinnigt talentiert bist deinen Song einfach erstmal selber Aufnehmen zu Hause mit einfachsten Mitteln.
- 5:36Speaker 1: wir mussten damals für tausende Euro große Studios mieten.
- 5:40Speaker 1: Kannst am Laptop einfach aufnehmen.
- 5:42Speaker 1: im Zweifel drehst ein kleines Video dazu.
- 5:43Speaker 1: wie du selbst das Ding spielst passiert dir das Justin Bieber Ding.
- 5:47Speaker 1: Das sieht irgendjemand und denkt alter Schwede, was ist das für ein talentierter Mensch?
- 5:50Speaker 1: Und du lädst es auf YouTube oder TikTok oder Instagram oder sonstwas.
- 5:53Speaker 1: also da passieren ja Sachen gerade auf Tiktok grade.
- 5:55Speaker 1: ich meine dann sind dann sechzehnjährige die covern liedt und dass hat aber mal fünfundzwanzig Millionen Views und gekriegen deswegen einen Plattenvertrag.
- 6:03Speaker 1: das sind natürlich dann einfach andere Wege und deswegen kann ich natürlich jedem auch nur empfehlen jeden Weg dann auch zu gehen.
- 6:09Speaker 1: Also wenn Du live spielen willst versuch alles schreib alle Leute an und digital gehört es natürlich mittlerweile völlig schlaz und Hausaufgaben auch da alles zu machen.
- 6:17Speaker 0: Jetzt habe ich mir in der Vorbereitung relativ viel angehört, angeschaut gelesen rund um dich und von dir und mit dir.
- 6:26Speaker 0: Und jetzt gibt's ja Leute die nach zwanzig Jahren auf der Bühne auch so ein bisschen... Ich würde abheben, irgendwie die Bodenhaftung verlieren.
- 6:37Speaker 0: So ein bisschen weiß ich nicht denken das sie in einer anderen Welt zu Hause sind und bei dir hat man irgendwie das Gefühl dass du eigentlich also grundbodenständig und sympathisch irgendwie bist.
- 6:52Speaker 0: Hattest du mal so Momente, wo du gemerkt hast für dich selber?
- 6:55Speaker 0: Oh jetzt muss ich ein bisschen aufpassen.
- 6:56Speaker 0: Dass nicht irgendwie mich das Ganze übermandt und man da so'n bisschen die Bodenhaftung verliert.
- 7:02Speaker 0: oder ist es vor allem das Umfeld was einen da so ein bisschen ein-nornt?
- 7:05Speaker 0: Also
- 7:06Speaker 1: es ist natürlich vieles umfeld.
- 7:07Speaker 1: aber nach der ersten Platte als dann wirklich etwas ging und wir einen Planvertrag hatten überhaupt Das war ja schonmal irgendwie ein Traum Da musst du jetzt natürlich selber so'nen bisschen erden.
- 7:16Speaker 1: Aber das geht natürlich wenn du dann auch zu viert in einer Band bist und jeder aus einem vernünftigen Umfeld kommt.
- 7:21Speaker 1: Wir sind ja irgendwie alle brave Kinder aus einem entspannten Umfeld ungefähr, da war niemand so der sagte ich komm von ganz unten und ich muss es euch jetzt allen zeigen fuck you!
- 7:32Speaker 1: Sondern wir machen gerne Musik und wollen das machen und wir ziehen das auch durch.
- 7:37Speaker 1: aber unser Leben ist nicht davon abhängig.
- 7:41Speaker 1: wenn es die Musik wirklich nicht werden sollte, dann ist das wahnsinnig traurig.
- 7:44Speaker 1: Aber da müssen wir eben zusehen, dass wir was anderes machen.
- 7:46Speaker 1: So ist es dann scheiße und Musik wäre halt immer unser Hobby geblieben so wie's bei neunundneinzig Prozent aller Leuten mit Musik oder Sport.
- 7:55Speaker 1: Man macht es und ab einem bestimmten Punkt guckt man okay, macht das Sinn?
- 7:59Speaker 1: Oder ich meine ich mach das weiter.
- 8:00Speaker 1: aber ich glaube ich muss neben mir auch etwas anderes machen.
- 8:02Speaker 1: am Anfang haben wir auch was anderes gemacht.
- 8:04Speaker 1: Ich bin Pizza gefahren oder hab Klamotten verkauft in Bremens coolstem Sketch-Shop, Probskin Horse & Attitude möchte ich sagen.
- 8:11Speaker 1: Aber ja deswegen konnten wir das irgendwie ganz gut einordnen und haben uns mit Sicherheit irgendwie in den Jahren zweitundfünfundsechs auch mal als Arschlöcher verhalten.
- 8:22Speaker 1: Das haben wir schnell wieder eingestellt!
- 8:24Speaker 0: Jetzt zahlst du dich gestern am Flughafen und hab nochmal so eure ganzen Songs durchgehört also sicher nicht alle aber einen ganz großen Schwung damit Davon und hab festgestellt, ihr hattet irgendwie so ein ganz doofes Timing bei mir immer.
- 8:38Speaker 0: Weil ihr immer irgendwie so einen bekannten oder erfolgreichen Song rausgerauen habt wenn ich gerade irgendwie irgendein Beziehungschaos oder ähnliches hatte.
- 8:47Speaker 0: Das heißt nicht, er hat dann so eine kurze emotionale Stunde am Flughafen wo ich gemerkt habe, oh da war ja irgendwas mit dem Punkt.
- 8:55Speaker 0: Tut
- 8:55Speaker 1: mir leid!
- 8:58Speaker 0: Das ist ja schon bei euren Songs ganz, jetzt mal unabhängig von meinen persönlichen Geschichten.
- 9:04Speaker 0: Dass ihr ganz viele Songs habt die einem schon einfach ans Herz gehen so ein Stück weit und die darauf ja auch abzielen sag ich mal also die die schon auch so geschrieben sind und es ist ja auch eine Kunst die so zu schreiben.
- 9:21Speaker 0: aber wie bekommt ihr das eigentlich hin?
- 9:24Speaker 0: Also hast du da so einen Ja, ein Riecher dafür was ihr machen müsst damit am Ende Gänsehaut und Herzschmerz irgendwie losgehen.
- 9:34Speaker 0: Nee
- 9:35Speaker 1: das ist eine gute Frage.
- 9:36Speaker 1: also es ist ja immer so dass wir Themen aufgeschrieben haben die uns in dem Moment bewegt haben.
- 9:42Speaker 1: dann muss man natürlich sagen wir haben viele hunderte vielleicht auch mittlerweile tausend Songs geschrieben und sie sind nicht veröffentlicht worden oder die sind auf irgendwelchen Alben versackt und nicht viele Leute haben die gehört und paar stechen dann durch.
- 9:53Speaker 1: Das freut mich immer, wenn Menschen sagen, sie verbinden eine Geschichte damit oder es hat sie emotional berührt.
- 9:58Speaker 1: Ja das hat's mich dann in dem Moment beim Schreiben auch und ich hab ihn für mich aufgeschrieben und manche merke ich beim Schrauben okay, dass ist ne Geschichte!
- 10:04Speaker 1: Ich kann mir vorstellen, dass das mehr Leute interessiert als nur mich.
- 10:07Speaker 1: Oft stimmte das Gefühl und dann passiert das so.
- 10:09Speaker 1: aber es ist jetzt nicht so, daß ich mich hinsetze und sage ok... Was ist denn gerade bei den Sanger-Malfrauen zwischen fünfundzwanzig und fünfunddreißig?
- 10:17Speaker 1: Das sind die Themen, dann google ich das und dann muss ich mal ein Song schreiben.
- 10:20Speaker 1: Nee, ich schreib ja eher auf was beschäftigt mich Und so ist es natürlich auch, dass die Fans ein bisschen mit einem älter werden.
- 10:25Speaker 1: Weil mit zweiundvierzig sind meine Themen andere als das was ich mir zwanzwanzig aufgeschrieben hab und deswegen interessiert's wahrscheinlich auch andere Leute mittlerweile.
- 10:33Speaker 0: Wo ziehst du die Grenze?
- 10:34Speaker 0: Wie viel du von dir selbst preisgibst dabei?
- 10:37Speaker 1: Ja... Die zieh' gar nicht so klar!
- 10:40Speaker 1: Ich schreib das immer erst mal auf und dann gucke ich ob das für mich okay wäre wenn ich die Geschichte rausgebe und auf was sich dann wohl angesprochen würde.
- 10:48Speaker 1: Aber ich geb da relativ viel Preis, hab ja auch mit das größte Song über meinen Sohn geschrieben und habe einen Song geschrieben, der ist noch nicht veröffentlicht.
- 10:54Speaker 1: Der handelt davon wenn ein Kind dann mal auszieht, wenn sie quasi groß sind.
- 11:01Speaker 1: Und Lichtern ist ja auch eine persönliche Geschichte also... Das gehört dann beim Musiker Dasein ja auch ein bisschen dazu dass man seine Sachen eben aufschreibt die dann auch selbst berühren muss.
- 11:11Speaker 1: Dann auch nicht immer in jeder Situation einfach jeden Song zu singen.
- 11:15Speaker 1: Aber vielleicht ist das die Therapie, die man als Musiker dann durchmacht und die auch irgendwie dazu gehört.
- 11:19Speaker 0: Wie sieht denn dieser Schreibprozess bei dir aus?
- 11:21Speaker 0: Ich habe mal eine lange Folge mit einem guten Freund von mir, dem Rüdiger von den Sportfreunden gemacht.
- 11:26Speaker 0: Ja!
- 11:27Speaker 0: Und Rüdiga meinte dann so ja ich renne irgendwie wild in den Wald für zwei Stunden... glaub' ich!
- 11:34Speaker 1: In den bayerischen Wald!
- 11:35Speaker 0: Genau hinterm Haus um und dann komme ich irgendwann zurück und hab ihn nähen.
- 11:40Speaker 0: aber also Wenn man das so lange macht, hast du da für dich so Tipps und also so Werkzeuge gefunden oder Umgebungen die du brauchst?
- 11:49Speaker 0: Oder wie auch immer.
- 11:51Speaker 1: Ja es ist schon so dass mir in jeder Lebenslage mal was einfallen kann Dass ich irgendwie denke okay krass wieso hast du denn... Also ich meine, das beschäftige ich sich schon so lange.
- 12:03Speaker 1: Wieso kommst du den erst jetzt drauf als meistens so lasst, dass du darüber schreiben willst Wahnsinn!
- 12:08Speaker 1: Und dann schreibe ich irgendwie früher auf dem Zettel mittlerweile in der Notiz im Handy einfach grob irgendwie was rein, was dann auch schon Text sein kann oder auch nicht.
- 12:15Speaker 1: Und daraus ergibt sich dann etwas.
- 12:17Speaker 1: also es ist schon eigentlich immer so das erst die Idee in der Texte da ist und dass ich dann gucke, was ist denn das für ein Text?
- 12:22Speaker 1: Also ich kann jetzt auch nicht mal einen melancholischen Song ding dong die Hex ist tot im Hintergrund liegen.
- 12:27Speaker 1: Der Text gibt dann schon noch ein bisschen die Musik vor.
- 12:29Speaker 1: für mich und das kann überall passieren so eine Gedanke und dann ist es so wenn ich den dann habe, dann setze ich mich In meinem Studio zu Hause, in meinen externen Studio und nehmt mir dann schon Zeit dafür.
- 12:42Speaker 1: Aber die Ideenfindung ist dann schon passiert?
- 12:45Speaker 1: Dann ist es eher wirklich dieses handwerkliche Okay wie baue ich jetzt zusammen?
- 12:48Speaker 1: was für eine Melodie soll das sein?
- 12:49Speaker 1: so
- 12:50Speaker 0: Wie unterscheidest du da eigentlich zwischen Songs die für die Band sind und Songs die du eher in deiner Solo-Aktivität sozusagen machst?
- 13:00Speaker 1: Also ich schreibe immer erst mal drauf los und vorher ist es nicht klar.
- 13:03Speaker 1: Und wenn er fertig ist, lasse ich ihn wahrscheinlich nochmal zwei Tage liegen und überlegt dann okay vielleicht schicke ich den mal in die Band oder vielleicht passt der da ein?
- 13:08Speaker 1: Vielleicht passt ja auch... Ich schreiber auch manchmal für andere Künstler, aber das ist ja auch gar nichts, was ich eigentlich singen will.
- 13:13Speaker 1: Also manchmal ist es auch so, ich merke beim Schreiben, das Thema berührt mich doch nicht so, dann schreib' ich's trotzdem fertig und denk naja, vielleicht berührts ja jemand anderen.
- 13:21Speaker 1: Es gibt ja auch viele sehr viele Künstlerninnen, die singen Aber nicht schreiben, ne?
- 13:26Speaker 1: Und dann brauchen die natürlich auch mal gelegentlich ein bisschen Material.
- 13:29Speaker 1: Also es ist total unterschiedlich.
- 13:30Speaker 0: Das hast du gerade vor wenigen Wochen eigentlich erst ein ganz neues Projekt gestartet nämlich einen Podcast rund um das Papa sein.
- 13:42Speaker 0: Wie kam's denn dazu überhaupt?
- 13:43Speaker 1: Ich hatte schon länger vor ein Podcast zu machen und habe ein paar Themen im Hinterkopf gehabt und hab immer wieder in Talkshows und Interviews immer wieder wurde ich auf dieses Papa-Thema angesprochen weil es offensichtlich in meiner Generation immer noch viele Männer gibt die Straight ins Büro, gehen und sich doch die Frau ums Kind kümmert.
- 13:58Speaker 1: Was mich immer so wundert, weil ich das als totales Geschenk empfinde, dass ich das beruflich machen kann.
- 14:03Speaker 1: Dass ich selbst straight nicht flexibel bin und auch Zeiten mit meinem Sohn verbringen kann.
- 14:07Speaker 1: Deswegen habe ich irgendwann gedacht super dazu ein Podcast zu machen.
- 14:09Speaker 1: Ich habe mich dann mit einer Kompanie zusammengesetzt, sie sagten ja super lass uns das unbedingt machen!
- 14:16Speaker 1: Mit wem willst du drüber sprechen?
- 14:17Speaker 1: Und dann fielen mir sofort zwei Freunde ein, die auch teilweise Haufen Kinder haben Und dann haben wir einfach mal angefangen.
- 14:23Speaker 1: Ein paar Folgen produziert, haben das denen auf den Tisch gelegt und dann haben die gesagt Juhu... ...und jetzt ist schon die fünfte sechste Folge draußen und es läuft ziemlich gut!
- 14:30Speaker 0: Wie war das damals für dich diese Rolle als Vater?
- 14:33Speaker 0: Für die ich selber zu finden?
- 14:35Speaker 0: War das schwierig am Anfang?
- 14:36Speaker 1: Ich fand's nicht so schwer muss ich sagen.
- 14:38Speaker 1: Kommt allerdings auch aus dem Haushalt.
- 14:39Speaker 1: Ich hab' auch einen Papa der sich für seine Generationen eher ungewöhnlich total viel gekümmert hat und von Anfang an voll da war und zu dem ich immer noch ein total enges Verhältnis habe.
- 14:47Speaker 1: deswegen Ich hab generell kein Problem mehr mit Verantwortung zu übernehmen oder fürsorglich zu sein.
- 14:51Speaker 1: Deswegen passt du das ganz gut, deswegen fühl mir das relativ leicht da in die Vaterrolle reinzufallen und ich mein hey wir haben alle keinen Führerschein gemacht für unsere Kinder, deswegen ist Learning by Doing.
- 15:01Speaker 0: Yes!
- 15:02Speaker 0: Ich habe mit einem guten Freund von mir vor kurzem drüber gesprochen der auch sehr viele Kinder hat Grüße an Till an der Stelle Und er meinte dann ja es gibt die ganzen Eltern, die unverzählige Bücher lesen und in fünf tausend Kurse davor gehen.
- 15:16Speaker 1: Viel Spaß überhaupt.
- 15:17Speaker 0: und dann meinen sie total nervös sind weil sie die ganze Zeit denken Sie machen irgendwas falsch weil sie es ja irgendwo anders gelesen haben aber vielleicht doch nicht mehr richtig erinnern oder was auch immer.
- 15:27Speaker 0: Was würdest du solchen solchen Eltern sagen erst mal alle Bücher in Schrank sperren?
- 15:33Speaker 1: weiß ich gar nicht.
- 15:33Speaker 1: meine es ist natürlich macht euch nicht verrückt würde ich sagen wenn es euch sicherheit gibt.
- 15:38Speaker 1: oder es gibt ja auch tolle bücher und ratgeber und.
- 15:41Speaker 1: Ich finde auch viele sachen jess bei jul zum beispiel gesagt hat irgendwie total sinnvoll.
- 15:46Speaker 1: Hab da auch manche Sätze gelesen und dachte, ja stimmt.
- 15:48Speaker 1: Zum Beispiel hat der gesagt die besten Eltern, die ich kenne machen zwanzig Fehler mindestens am Tag.
- 15:52Speaker 1: Dachte ich so okay super ehrlich spricht es mal jemand aus weil man macht wahnsinnig viel falsch und weiß nicht wie das geht.
- 15:58Speaker 1: deswegen Hat mir das zum beispiel geholfen.
- 16:00Speaker 1: das war dann auch ein Ratgeber wo ich dann mal reingeschaut habe oder damit zugesteckt wurde.
- 16:05Speaker 1: Deswegen ich glaube da muss jeder seinen Weg finden und wenn der weg für jemanden ist in den ratgeber zu schauen dann Ja gerne.
- 16:11Speaker 1: aber Ich glaube man muss ein bisschen großzügiger mit sich sein Vielleicht nicht immer denken, oh Gott, ich bin so ein schlechter Vater oder Mutter.
- 16:17Speaker 1: Ich mache alles falsch.
- 16:20Speaker 1: Man kann es auch andersrum gucken.
- 16:23Speaker 1: Was habe ich denn heute gut gemacht?
- 16:24Speaker 1: Wenn man abends im Bett liegt und denkt okay ist es halt vieles schief gelaufen aber was hab' ich denn gut gemacht.
- 16:27Speaker 1: So liegt mein Kind jetzt glücklich in dem Bett und schläft und auch wenn's schreit war es auch immer.
- 16:31Speaker 1: Ich habe heute alles gegeben, ich habe irgendwie meinen Bestes gemacht.
- 16:33Speaker 1: Ich bin auch nur ein Mensch und unsere Eltern haben auch Tausend Fehler
- 16:36Speaker 1: gemacht.".
- 16:36Speaker 0: Wer ist da vielleicht nicht auch?
- 16:38Speaker 0: Also ich habe immer das Gefühl, dass dieses dieses perfekt sein wollen.
- 16:42Speaker 0: Dieses dieses keine Fehler machen wollen.
- 16:44Speaker 0: Auch so ein bisschen damit zusammenhängt, dass wir natürlich alle den ganzen Tag irgendwie perfekte Stories auf Instagram und Co sehen.
- 16:51Speaker 0: jeder stellt sich irgendwie im besten Licht dar.
- 16:53Speaker 0: dann wird noch mal irgendwie im Spielplatz einen Shooting gemacht mit den Kids, damit man auch noch das perfekste Bild hat was man irgendwo posten kann und alles sieht so wunderschön heile weltroser rot perfekt aus.
- 17:04Speaker 0: Sollten wir nicht mal wieder irgendwie einen Weg finden, wie wir so ein bisschen zu mehr Authentizität hinkommen?
- 17:09Speaker 0: Ich
- 17:09Speaker 1: hab das Gefühl da sind wir längst.
- 17:11Speaker 1: Also es ist ja viel Body-Positivity Thema und Body-Shaming wird hart zurecht kritisiert Und das ist beim bei dem Elternthema auch mittlerweile so.
- 17:22Speaker 1: also Leute geben zu dass sie Fehler machen, dass da was schiefläuft oder ich bin halt völlig überfordert oder schaut mich an, ich krieg's nicht hin.
- 17:29Speaker 1: Es ist glaube ich überhaupt kein Problem mehr auch in den sozialen Medien Schwäche zu zeigen und zu zeigen, bei mir läuft es nicht.
- 17:35Speaker 1: Ich kriege das nicht gebacken.
- 17:36Speaker 1: Es ist eher so wenn du es tust, kriegst du hundertprozentig in deinen ganzen Kommentaren Zuspruch und ey!
- 17:40Speaker 1: Du mach dir keinen Kopf geht mir auch so und es läuft nicht.
- 17:43Speaker 1: Und wir sind unser Podcast ja auch so.
- 17:45Speaker 1: Wir reden die ganze Zeit eigentlich über unsere Unzulänglichkeiten.
- 17:49Speaker 1: Ja das ist kein Problem mehr.
- 17:50Speaker 1: Also ich glaube in der heutigen Zeiten ist es kein Problem Schweche zu zeigen Und Mental Health ist ein großes Thema.
- 17:57Speaker 1: In dem Punkt ja
- 17:57Speaker 0: auch.
- 17:58Speaker 0: Ich hab in der Vorbereitung so ein paar Gespräche von dir auch gehört zu Beginn der Pandemie, wo ihr gerade die ersten Autokonzerte spielen konntet.
- 18:09Speaker 0: Wo ihr erst mal wieder erste Möglichkeiten gefunden habt überhaupt euch vor Publikum zu stellen.
- 18:16Speaker 0: Wie geht's dir denn wenn du jetzt mal diesen Rückblick machst auf diese zweieinhalb ungefähr Jahre?
- 18:23Speaker 1: Crazy!
- 18:24Speaker 1: Also ich meine, dass es wie das Leben durcheinandergeworfen wurde.
- 18:27Speaker 1: von allen natürlich auf dem ganzen Planeten ist ja völlig klar.
- 18:29Speaker 1: In den letzten zwei Jahren ist schon extrem.
- 18:31Speaker 1: die Kulturbranche und die Musikindustrie insbesondere liegt natürlich immer noch in großen Teilen am Boden.
- 18:35Speaker 1: also das Life-Geschäft hat sich halt überhaupt nicht erholt.
- 18:38Speaker 1: Er explizit in Deutschland während in USA die Leute wieder auf Konzerte gehen und offensichtlich ihr Geld dahingehend gerne ausgeben sind wir deutschen, einfach noch vorsichtiger und halten das Geld beisammen.
- 18:49Speaker 1: Energiekrise überall ist natürlich die große Angst und das Pehnen in Augen.
- 18:53Speaker 1: ich kann es auch verstehen aber es gehen einfach prozentual viel weniger Leute ins Theater auf Kulturveranstaltungen und halten ihr Geld zusammen haben einfach ihre Freizeitverhalten geändert und das macht mir natürlich auch Sorge.
- 19:05Speaker 1: Wir mussten auch eine Tour absagen weil's einfach schwierig war mit all den nicht kalkulierbaren Maßnahmen und Pipapo in meinem ganzen Freundeskreis.
- 19:13Speaker 1: Alle Musiker haben da irgendwie große Probleme.
- 19:16Speaker 1: Man hat immer gedacht, es wird besser, das wird besser.
- 19:18Speaker 1: Nun ist Corona ja nun relativ am Ende oder man kriegt es halt und ist mehrfach geimpft wenn man nicht komplett beknackt ist.
- 19:25Speaker 1: und er hat's vielleicht gehabt und gut ist.
- 19:29Speaker 1: Deswegen aber trotzdem ist die Welt irgendwie wirklich in einer sensationellen Krise nicht besser zu werden scheint und ich meine ganz zu schweigen vom Klimawandel, auf den wir einfach wie wir wollen ja einfach nicht drauf hören.
- 19:43Speaker 1: Wir wollen ja sehen ein Auges ins Messer rennen.
- 19:47Speaker 1: deswegen ist das natürlich schon generell eine schwierige Zeit und dass natürlich auch in meiner Branche.
- 19:51Speaker 0: Klimawandeln ist ein gutes Stichwort.
- 19:53Speaker 0: ihr wart ja vor der Pandemie auch durchaus mal auf.
- 19:57Speaker 0: habt euch da ja auch positioniert.
- 20:00Speaker 0: Ich hatte das Gefühl ich weiß noch ich war Da gab es ja dann diese großen Fridays for Future Proteste auch hier in Hamburg, während dem Repa-Bahn Festival war ich hier.
- 20:14Speaker 0: Er wie in die Wohnung am Jungfernstieg und habe irgendwie zum Fenster raus geschaut.
- 20:18Speaker 0: Tausende Menschen, die da standen und sich dafür eingesetzt haben das sich endlich was tut.
- 20:25Speaker 0: Das heißt, dass Bewusstsein für dieses Thema war wahnsinnig hoch!
- 20:29Speaker 0: Es waren fast jeden Tag irgendwo in der Zeitung in den Medien Nachrichten usw.. Und dann kam Corona Und auf einmal war alles andere irgendwie wichtiger.
- 20:40Speaker 0: Wir haben angefangen, uns erst mal um dieses verdammte Virus zu kümmern und das ganze Klimathema ist ein bisschen unter den Tisch gerutscht.
- 20:50Speaker 0: Es ist schon noch irgendwie da aber ich habe das Gefühl es ist nicht mehr mit dieser wahnsinnigen Präsenz wie es vor der Pandemie da war, dieser dieses Momentum ist so ein bisschen verflogen.
- 21:02Speaker 0: Siehst du das ähnlich?
- 21:03Speaker 1: Ja also während Corona auf jeden Fall.
- 21:05Speaker 1: dann gab's dieses konkrete Problem dass es jetzt zu lösen gibt und natürlich es gab Lockdown-Geschäfte mussten schließen.
- 21:11Speaker 1: Das war natürlich auch eine Dramatik die wir irgendwie seit dem Zweiten Weltkrieg so nicht mehr erlebt haben.
- 21:16Speaker 1: Also wir noch nie erlebt haben, es gibt ja nur noch wenig Zeitzeugen.
- 21:21Speaker 1: deswegen war das natürlich ein Problem was offenkundig auf der Hand liegt gelöst werden muss und dann wurden natürlich alle Klimaziele erst mal hinten angestellt, aber ich habe schon das Gefühl dass wir langsam wieder dahin zurückkommen.
- 21:34Speaker 1: Aber ja da gibt es eine Klimakonferenz eine nach der anderen und da werden natürlich echt einfach nur viel zu weiche und lasche Maßnahmen beschlossen weil auf der Welt eben nicht alle Mitwachen machen wollen, weil da immer noch viele alte weiße Männer regieren die einfach an wirtschaftlichem kurzfristigen Profit interessiert sind und eben nicht einem nachhaltigen Schutz des Klimas.
- 21:53Speaker 1: Denkst du natürlich auch als kleiner Furz, der hier in Deutschland sitzt.
- 21:57Speaker 1: Ja okay ich kann natürlich abends das Licht ausmachen und irgendwie einen Grad kühler sitzen und ein paar dicke Socken anziehen.
- 22:04Speaker 1: Kein Problem tue ich gerne und ich verzichte auch mal auf eine Flugreise.
- 22:07Speaker 1: aber wenn dir dein Fernseher anschallt ist und im klimatisierten Stadien in der Wüste Fußball gespielt wird dann kommst du dir natürlich auch verarscht worden.
- 22:14Speaker 1: es kann ja natürlich auch verstehen Wir als Stadt Hamburg, als Land Deutschland haben natürlich auch einen ganz geringen Einfluss auf die Welt.
- 22:23Speaker 1: Wir könnten eine Vorreiterrolle übernehmen und das wollen wir offensichtlich nicht.
- 22:26Speaker 1: Da haben wir mit der FDP in einer Ampelkoalition einfach ne Verhindererpartei.
- 22:30Speaker 1: Das ist wirklich Quatsch was wir machen!
- 22:34Speaker 1: Und gewählt von zehn Prozent der Menschen in diesem Land und die bestimmen die Klimapolitik.
- 22:40Speaker 1: So werden wir nicht vorankommen und das Problem gibt es halt in jedem Land... Sprich mal mit Physikern über die Thematik, die sagen es ist vorbei.
- 22:48Speaker 1: Wir haben keine Chance Es wird irgendwann zu Ende gehen.
- 22:51Speaker 0: Ja ja es ist tragisch und man hat ja auch das Gefühl Menschen machen immer erst dann was wenn sie wirklich den den akuten Schmerz irgendwie fühlen.
- 23:00Speaker 0: Also da muss wirklich jemand auf dem Fuß stehen, damit man irgendwie mal aktiv wird und irgendwas tut.
- 23:06Speaker 0: Und wenn man den Fuß kommen sieht dann steht man noch da und feiern ist die letzten Sekunde weiter.
- 23:11Speaker 0: Ja
- 23:11Speaker 1: total!
- 23:12Speaker 1: Da war natürlich Corona das beste Beispiel.
- 23:13Speaker 1: es war dann da und es wurde plausibel erklärt Es gibt jetzt dieses Virus und jetzt muss ein Lockdown passieren.
- 23:20Speaker 1: und im ersten Lockdown haben ja alle sofort mitgemacht Das war ja... Total super, diszipliniert alle mitgemacht und gut ist.
- 23:26Speaker 1: Man hat das Gefühl man machen sie den Lockdown und dann ist die Geschichte erledigt war sie leider nicht.
- 23:31Speaker 1: aber so wie im ersten Lockdown Und auch mit den Mitteln die bereitgestellt wurden So müsste man eigentlich in der Klimakrise agieren.
- 23:37Speaker 0: jetzt sind wir ja zum glück aus der zeit dieser ganz strengen Corona-Maßnahmen zum Glück erstmal raus.
- 23:44Speaker 0: hoffen wir mal dass es so bleibt.
- 23:46Speaker 0: Ich habe mir für dieses Jahr für mich persönlich vorgenommen, irgendwie auf so viele Konzerte wie nur irgendwie möglich zu gehen.
- 23:51Speaker 0: Wir
- 23:51Speaker 1: haben ein sehr gutes Vorhaben!
- 23:53Speaker 0: Weil ich so viel verpasst hab die letzten zwei Jahre und irgendwie ja... Hab das Ziel des irgendwie so seit Anfang des Jahres durch?
- 24:02Speaker 0: Ja Und ich habe immer das Gefühl, die Stimmung hat sich schon bisschen geändert bei den Konzerten.
- 24:08Speaker 0: Sie ist manchmal also bei manchen Leuten merkt man so richtig Feiern das jetzt total, dass es endlich wieder geht und für die gibt's gerade nichts Wichtigeres als dort zu sein.
- 24:19Speaker 0: Und irgendwie alles nachzuholen.
- 24:23Speaker 0: Dann gibts aber auch noch die, die noch so ein bisschen verhalten vorsichtig sind.
- 24:27Speaker 0: Wie ist dein Gefühl aus der Perspektive von der Bühne quasi?
- 24:33Speaker 0: Hat sich was verändert im Publikum?
- 24:35Speaker 1: Also ich hab schon das Gefühl, dass die, dass die so ausgelassen feiern wie lange nicht.
- 24:40Speaker 1: Dass sie einfach das Leben feiern und sagen irgendwie, wir leben jetzt hier und jetzt wollen wir feiern.
- 24:45Speaker 1: Wir hatten zum Beispiel dieses Jahr eine der besten Konzerte in München auf diesem großartigen Tollboot-Festival was ich je ernst den Besten feste will.
- 24:51Speaker 1: Das ist ja nächstes Mal!
- 24:53Speaker 1: Als eines der besten Festivals in Deutschland finde ich super Stimmung total cool und wir sind auf die Bühne gegangen, hatten keinen Tolgen gespielt und die Leute sind einfach ausgerastet minutenlang.
- 25:01Speaker 1: Wir mussten gefühlt erst mal warten bis sich eingekriegt haben.
- 25:04Speaker 1: Klar, die hatten einfach Bock wieder zu feiern und wir haben irgendwie noch ein Song hinten dran gehängt und wollen gar nicht von der Bühne.
- 25:10Speaker 1: Und das ist natürlich geil!
- 25:11Speaker 1: Also wenn du das dann erlebst wiederum macht es einfach auch einen großen Spaß auf der Bündnis zu stehen.
- 25:15Speaker 1: Ich bin dieses Jahr auf einem Konzert gewesen... ...und hab das im Publikum eben auch so erlebt.
- 25:21Speaker 0: Hast Du persönlich eigentlich noch, weil ich habe noch eine Liste, so ne Top-Drei-Liste an Künstlern, die du unbedingt mal live sehen willst?
- 25:28Speaker 1: Die ich noch nicht gesehen habe.
- 25:31Speaker 1: Ja hat mir schon vieles jetzt... Erfüllt.
- 25:34Speaker 1: Ich meine, ich habe mich schon mal gesehen aber ich werde jetzt im Januar zu The Nineteen Selfie Five gehen.
- 25:39Speaker 1: die finde ich super.
- 25:42Speaker 1: Jetzt im Dezember bin ich nochmal bei Casper hier in Hamburg.
- 25:45Speaker 1: Freund guter Typ Super Musik wahnsinnig kreatives Bündnis sein.
- 25:49Speaker 1: und Aber Leute die ich noch nicht gesehen hab Gute Frage.
- 25:57Speaker 1: Ich hab überlegt, ob ich für Aerosmith noch mal nach Las Vegas fliege.
- 26:00Speaker 1: Aber das war ein bisschen weit und übertrieben auch von den Leuten die aktuell unterwegs sind.
- 26:06Speaker 1: Nee also so eine Bucketlist habe ich nicht.
- 26:08Speaker 1: Ich hab was eher Football.
- 26:09Speaker 1: Ich wollte einmal zum Superbowl und das habe ich dieses Jahr geschafft.
- 26:12Speaker 0: Ich habe immerhin Billy Joel dieses Jahr von meiner Liste gestrichen... Okay
- 26:16Speaker 1: geil!
- 26:17Speaker 0: ...und Sting
- 26:17Speaker 1: tatsächlich auch.
- 26:18Speaker 1: Den hattest du noch bei Sting?
- 26:20Speaker 1: Da war ich schon so oft
- 26:20Speaker 0: in
- 26:20Speaker 1: einer meiner Kindheitshelden, da war ich... Der ist aber auch eine Sensation, muss ich sagen.
- 26:27Speaker 1: Ich wäre jetzt letztes Wochenende da gewesen hier in Hamburg-Sporthaler und habe gesagt das ist irgendwie krank geht ihm nicht gut keine Ahnung.
- 26:33Speaker 1: Und Elton John gehst du auch hin?
- 26:35Speaker 0: Weiß ich noch nicht.
- 26:35Speaker 0: Aber ich hab Sting übrigens auf dem Tollwood dieses Jahr was natürlich toll war in dieser Zeltlocation Alles nicht so übertrieben voll und die Leute waren irgendwie gut drauf.
- 26:47Speaker 0: Billy Joel im Madison Square Garden in New York
- 26:50Speaker 1: im
- 26:50Speaker 0: März.
- 26:50Speaker 0: Das war so mein erstes großes Konzert wieder nach der Pandemie, zwanzig tausend Leute natürlich keine Masken in den USA alles back to normal und dieser Mensch spielt irgendwie eine drei Stunden Show wo er ein Hit nach dem anderen raushaut und man also ich kenne die schon alle irgendwie die Songs.
- 27:09Speaker 0: aber man denkt sich dann ach das ist auch von ihm
- 27:12Speaker 1: ja der Typ ist schon irre
- 27:13Speaker 0: Wahnsinn Ja, aber es ist toll dass Konzerte endlich wieder losgehen und was man ja immer gerne vergisst so als Otto-Normal Verbraucher oder Otto-normal Musikhörer.
- 27:24Speaker 0: Dass das den Künstlern selbst meistens schon also gerade den Erfolgreicheren hier sind schon einigermaßen okay durch die Pandemie gekommen.
- 27:35Speaker 0: Aber wenn man immer irgendwie nicht so auf dem Schirm hat, sind die ganzen Leute, die drum herum.
- 27:40Speaker 0: Also die ganzen Bühnentechniker, die ganzen Tontechniker und Rodies
- 27:45Speaker 0: usw.,
- 27:46Speaker 0: die hatten ja im Endeffekt wirklich gar nichts zu tun in diesen zwei, zweieinhalb Jahren.
- 27:51Speaker 0: Und da auch zu sehen dass die jetzt endlich mal wieder... mehr zu tun haben teilweise.
- 27:57Speaker 0: Ja, absolut!
- 27:58Speaker 1: Also das in der Tat so.
- 28:00Speaker 1: wir haben unsere Autokinokonzerte auch den größten Teil für unsere Crew gespielt kein Fan nicht verdient aber wir hatten die Leute in Dohn und Brot und ja drauf mit Strandkorbkonzerten war es dann hieß anders aber doch sehr ähnlich.
- 28:13Speaker 1: Und ich kenne auch einige leute aus unserer Stammkruhe zum Beispiel die einfach die branche gewechselt haben.
- 28:17Speaker 1: Die haben sich irgendwo fest anstellen lassen und dann ist cool.
- 28:20Speaker 1: und wenn Lockdown kurz halt in einer Kurzarbeit und der Start zahlt Um Selbstständige kümmert sich halt in Deutschland niemand, wenn irgendwas ist.
- 28:26Speaker 1: Und das ist schon hart zu sehen wie schlecht auch so dieser Stand der Selbstständigen in Deutschland angesehen ist.
- 28:33Speaker 1: Das heißt höchste gut!
- 28:34Speaker 1: In Deutschland ist eine anständige Festanstellung und dann hast du es geschafft.
- 28:38Speaker 1: und Altersvorsorge und ja ja und dann kriegst du ne Rente.
- 28:41Speaker 1: Ja und wer finanziert die Rente?
- 28:42Speaker 1: Ja also auser Renten kannst du nicht.
- 28:45Speaker 1: In der Rentenkasse ist nämlich leer, wird von Steuerzahlen finanziert.
- 28:49Speaker 1: Und wer zahlt dazu einen ganz großen Teil ein?
- 28:51Speaker 1: Die selbstständigen die dann am Ende nichts davon ab kriegen.
- 28:53Speaker 1: also das ist schon einfach auch ein kaputtes System muss man sagen und deswegen kann ich natürlich verstehen dass viele aus unserer Branche auch gesagt haben okay ich kann mir das nicht weitergeben es war eh schon riskant aber jetzt ist Wahnsinn!
- 29:03Speaker 1: Ich habe irgendwie Kinder unten Haus abzuzahlen und ja nun ist vorbei.
- 29:08Speaker 1: leider
- 29:09Speaker 0: wenn du mal optimistisch auf dieses nächste Jahr was habt ihr geplant, was kann man von euch erwarten im nächsten Jahr?
- 29:17Speaker 1: Wir werden nächsten Sommer wieder viel unterwegs sein und etliche Shows spielen in allen Teilen des Landes am besten Riverworld.de immer schauen da gibt es auch noch ein paar Tickets und das werden wir jetzt ab Februar vorbereiten.
- 29:31Speaker 1: langsam überlegen was wir spielen wollen.
- 29:32Speaker 1: Wir machen gerade ganz viele Writings schreiben mit verschiedensten Leuten und werden sicher noch ein Paar Songs rausbringen vielleicht auch dieses Jahr noch Und dann guckt man, wie es weitergeht.
- 29:43Speaker 1: Also Songs schreiben schon auch Alben machen.
- 29:46Speaker 1: Obwohl wir im Streaming schon sehr im Song- und Trackbusiness angelangt sind haben wir schon Lust auch noch Alben zu machen und natürlich werden wir live spielen und eine spektakuläre Show auf die Beine stellen.
- 29:57Speaker 1: Da haben wir Lust drauf und das ist auch das was wir eigentlich am liebsten machen.
- 30:00Speaker 0: Nach zwanzig Jahren habt ihr eigentlich noch so was wie Ziele, die ihr euch gesetzt habt?
- 30:06Speaker 0: Die ihr noch erreichen wollen würdet?
- 30:09Speaker 1: Konkrete Ziele, nein.
- 30:11Speaker 1: Aber natürlich immer das Ziel doch, dass das nächste Konzert noch besser werden sollte als das letzte oder dass die nächste Saison noch spektakulärer ist und die nächste Bühne muss besser aussehen als die auf der Tour davor so ungefähr.
- 30:21Speaker 1: Und wir wollen irgendwie immer noch ein bisschen besser werden und eine spektakeläre Show abliefern und das versuchen wir und kriegen es dann auch manchmal hin.
- 30:32Speaker 0: Wenn über die Jahre ja dann auch die Locations irgendwie mal größer werden?
- 30:34Speaker 0: Die Leute im Publikum immer mehr werden Habt ihr da ab und zu mal so einen Moment, wo ihr euch eigentlich diese kleinen Bühnen, diese kleinen intimen Momente mit weniger Publikum auch so ein Stück weit vielleicht zurückwünscht?
- 30:48Speaker 0: Da wo ihr sagt das wäre auch mal wieder schön.
- 30:50Speaker 0: Ja
- 30:50Speaker 1: also der Gedanke ist da und wir machen es dann aber auch manchmal.
- 30:52Speaker 1: Und dann spielen wir irgendwie überraschend eine kleine Club Tour.
- 30:54Speaker 1: in so dreihunderter Clubs kündigen das dann an und dann ist die meistens auch relativ schnell voll.
- 31:02Speaker 1: Und das ist ja das Schöne an der Musik.
- 31:04Speaker 1: Wir können ja das frei entscheiden, welche Größe wir buchen, worauf wir Lust haben und übergute jetzt eine Stadion buchen.
- 31:09Speaker 1: Da kommen nur zweitausend Leute.
- 31:10Speaker 1: es schwierig aber ansonsten sind wir relativ flexibel und dass du mir immer so.
- 31:14Speaker 0: Wenn wir jetzt nochmal dieses Thema Vater sein und Musik verbinden ich meine wenn ihr auf Tour seid bist viel unterwegs auch generell viel unterwegs von einem Termin von einem Gig zum nächsten Wie bekommst du das hin, dass du am Ende nicht sagst hey irgendwie habe ich viel zu wenig Zeit?
- 31:32Speaker 0: Dann auch für Ja dafür gehabt.
- 31:35Speaker 1: Das kriege ich eigentlich ganz gut hin weil wir ja nun wirklich meistens im deutschsprachigen Raum unterwegs sind und da Bin ich entweder schnell Zuhause oder hole die Familie mal an freien tagen oder auch zu konzerten.
- 31:46Speaker 1: dann holte ich die dazu Und ansonsten lege ich mir das einfach auch so dass sich nie länger als sagen wir fünf Tage nicht zu Hause bin.
- 31:54Speaker 0: wie ist es aus Kinderperspektive, wenn der Papa irgendwie auf dem Bühne steht?
- 32:00Speaker 1: Ja als er ganz klein war jetzt ist er ja fast zehn.
- 32:03Speaker 1: War das schon für ihn schräg und schwer zu verstehen.
- 32:05Speaker 1: Und dann im Kindergarten wurde vielleicht auch mal angesprochen oder in der Schule.
- 32:10Speaker 1: Mittlerweile hat es natürlich für ihn eine Normalität.
- 32:13Speaker 1: Wenn er auf Konzerte geht, auch von Kollegen, dann ist immer so, ja können wir jetzt Backstage gehen... Also können wir ja jetzt, weil bei Max Giesinger Johannes Erdingen Vincent Weiß sind so ungefähr.
- 32:22Speaker 1: Aber nee, heute bei Dua Lipa ist schwierig.
- 32:26Speaker 1: Also... aber er ist natürlich gewohnt viel auf Konzerten zu sein und guckt sich auch viel an und findet viel gut.
- 32:33Speaker 0: Hat der selber schon angefangen mit Musik?
- 32:35Speaker 1: Ein bisschen Schlagzeuger!
- 32:37Speaker 0: Wenn jetzt uns junge Bands zuhören, junge Musiker zuhörn die irgendwie gerade versuchen was wir eingangs auch schon gesagt haben machen vielleicht ihre Musik selbst produzieren das auch selbst Zuhause Aber sind vielleicht so ein bisschen am verzweifeln, weil ja gerade auch jetzt nach der Pandemie es gab keine Möglichkeit irgendwo mal live auf der Bühne zu stehen.
- 32:59Speaker 0: Es blieben eigentlich nur diese digitalen Kanäle die man gut nutzen konnte.
- 33:04Speaker 0: aber ist das halt trotzdem irgendwie was anderes?
- 33:07Speaker 0: Was würdest du jungen Künstlern heute raten?
- 33:11Speaker 0: also... Erstmal wahrscheinlich durchhalten und weitermachen.
- 33:14Speaker 1: Ja, ist nicht einfach.
- 33:15Speaker 1: also es ist natürlich nicht dasselbe dieses das digitale weil du das direkte Feedback ja nicht hast und das brauchst du.
- 33:20Speaker 1: Also ich mein tut das was ihr eben selber machen könnt und das ist natürlich Songs schreiben muss immer so denken dass man denkt den ich hab den besten Song noch nicht geschrieben dem ich gestern geschrieben habe der war gut.
- 33:33Speaker 1: aber ich schreibe jetzt auch noch ein besseren.
- 33:34Speaker 1: lass mal.
- 33:34Speaker 1: ich meine ihr könnt euch jeden tag hinsetzen wie ein autor mein freund Heinz strunk macht das.
- 33:39Speaker 1: der stellt sich in wecker und sagt ich schreibe jetzt am nächsten buchpunkt.
- 33:42Speaker 1: Und dann macht er das und klingelt ja irgendwann macht eine pausen also komplett strukturiert.
- 33:46Speaker 1: du musst als selbstständiger einfach wahnsinnig strukturiert sein und an irgendwie auch einen arbeitstier, also schreibt songs geht aufmerksam durch die welt und wenn euch ne idee anspringt schreibt sie auf und setzt sie um weil das kann man machen es kann man jeden tag kostenlos machen.
- 33:59Speaker 1: das unterscheidet uns auch von schauspielern die auf castings und so angewiesen sind.
- 34:02Speaker 1: Du kannst deine eigene musik jeden tach aufnehmen Du kannst auch Videos dazu aufnehmen, du kannst einfach für null Geld quasi dein eigenes Zeug produzieren und dann müsst ihr das Social Media Game einfach spielen.
- 34:14Speaker 1: So ist es normal.
- 34:15Speaker 1: also ich würde... Auf jeden Fall die großen Plattformen wie TikTok, Instagram und vor allen Dingen auch YouTube für Musiker würd' ich schon bedienen!
- 34:25Speaker 1: Und da muss man halt ein bisschen gucken.
- 34:27Speaker 1: Schau dich in deinem Dorf an deiner Stadt um kann ich mal irgendwo spielen.
- 34:30Speaker 1: natürlich auch gut sind natürlich auch im Sommerfestivals wo die Tickets verkauft werden wegen anderen großen Acts.
- 34:37Speaker 1: Und man kann sich dranhängen und kriegt da vielleicht Fans, dann muss man eben gucken über das.
- 34:42Speaker 1: man sieht dass man eine Social Media Bindung aufbaut.
- 34:45Speaker 1: Aber ja Durchhalt ist natürlich das Stichwort aber es ist nicht einfach, aber es hat auch niemand gesagt, dass MusikerInnen sein einfach ist.
- 34:53Speaker 0: Was war eigentlich bei dir so der Schlüssel?
- 34:54Speaker 0: im Moment, wo du gemerkt hast okay das ist jetzt nicht mehr nur irgendwie hobby oder ambitioniertes Hobby sondern ich kann jetzt auch irgendwie wirklich davon leben und es sieht irgendwie auch so aus als würde sich das mal für die nächsten Jahre irgendwie so tragen.
- 35:07Speaker 0: Und es ist nicht nur eine kurzfristige Geschichte.
- 35:10Speaker 0: gab's da so einen moment wo Du gemerkt hattest ok Ich kann jetzt mal wirklich aufhören irgendwie andere Sachen noch nebenher zu machen.
- 35:15Speaker 1: ja also als wir den deal unterschrieben hatten unter unser erstes album dann raus kamen und auch ganz ok in die charts ging Und wir in dem Jahr hundertundachtzig Konzerte gespielt haben, glaube ich.
- 35:24Speaker 1: Da war mir schon klar es wird alleine zeichtechnisch schwierig noch andere Sachen nebenher zu machen und ich musste dann voll auf die Karte setzen.
- 35:30Speaker 1: und als das dann nächstes Jahr zum Sechs weitergingen und wir dann auch irgendwann angefangen haben an der nächsten Platte zu arbeiten da habe ich schon gedacht okay zumindest für die nächsten Jahre ist das jetzt hier meine sichere Bank.
- 35:42Speaker 1: Dann probier das doch mal.
- 35:43Speaker 0: Ja, vielen Dank dir für die vielen Einblicke und diesen wilden Ritt so ein Stück weit durch dein Leben und das Bandleben.
- 35:52Speaker 0: Damit wir da mal so ein bisschen hinter die Kulissen schauen konnten.
- 35:55Speaker 0: Danke dir für diese Zeit!
- 35:56Speaker 1: Sehr gerne, vielen dank dir.
- 35:58Speaker 0: Das war es leider schon.
- 36:00Speaker 0: Die letzte Runde ist ausgetrunken, das Gespräch zu Ende.
- 36:04Speaker 0: Vielen Dank fürs Zuhören.
- 36:07Speaker 0: Bitten im Rücksicht auf die
- 36:08Speaker 1: Nachbarn
- 36:09Speaker 0: und sei leise wenn du die Bar verlässt Aber vergiss auf keinen Fall, den abonnieren Button zu klicken.