Latest / Gin And Talk / Ricarda Lang über Vertrauen, Wahlkampf und die Zukunft
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- 0:00Speaker 0: Ich will für die Zeit, wo ich politisch keine Verantwortung trage und nicht mehr gewählt werden kann.
- 0:04Speaker 0: Wo ich nichts mehr persönlich zu gewinnen habe, für die trage ich trotzdem politische Verantwortung.
- 0:09Speaker 0: Das muss echt der Anspruch sein!
- 0:10Speaker 0: Wenn man in den letzten zwanzig Jahren ein bisschen schneller gewesen wäre dann könnten wir heute deutlich einfacher haben.
- 0:17Speaker 0: aber vergossene Milch bringt nichts zurückzuschauen, aber ich will zumindest wenn ich mein vierzig Jahre mit jungen Politikern rede mir nicht vorhalten lassen das genauso gemacht zu haben Und ich hab darüber ja auch sehr offen gesprochen, dass es einen Effekt gibt.
- 0:31Speaker 0: Dass man vorsichtiger wird und mehr darum herumredet, dass man lernt wie man Fragen ausweicht... ...und am Ende niemand mehr versteht was man überhaupt sagen wollte!
- 0:40Speaker 0: Ich finde da müssen wir klar haben wenn wir so weitermachen, wenn man so redet das dann eigentlich niemand mehr versteht, dann wird ein auch niemanden mehr wählen zu?
- 0:48Speaker 1: Herzlich willkommen mein Name ist Daniel Fürg und ich freue mich sehr euch heute zu einer neuen Episode Genant Talk aus Berlin begrüßen zu dürfen.
- 0:55Speaker 1: Mein heutiger Gast ist Ricardo Lang.
- 0:58Speaker 1: Die Politikerin ist Mitglied des Bundestages und war bis vor kurzem Vorsitzende der Grünen.
- 1:03Speaker 1: Als Vertreterin einer neuen Generation in der Politik steht sie vor der Aufgabe, Antworten auf die drängenden Herausforderungen unserer Zeit zu finden – von der Klimakrise über geopolitische Umbrüche bis hin zur Vertrauenskrise in die Demokratie.
- 1:17Speaker 1: Wir haben darüber gesprochen, wie die Demokratievertrauen zurückgewinnen kann.
- 1:21Speaker 1: Warum es in der Politik mehr Ehrlichkeit und Klartext braucht und wie wichtig ist, Verantwortung Generationen übergreifend zu denken.
- 1:28Speaker 1: Außerdem wollte ich von ihr wissen, wie sich demokratische Parteien gegen die zunehmende Vernetzung nationalistischer Strömungen behaupten können – was sie selbst antreibt trotz aller Herausforderung den politischen Diskurs zu
- 1:40Speaker 1: gestalten.".
- 1:41Speaker 1: Wenn dir diese Episode von Gen & Talk gefällt, folge uns bei Spotify, Apple Podcast oder wo auch immer du gerne Podcast hörst und hinterlasse uns eine gute Bewertung.
- 1:50Speaker 1: Diese und viele weitere Episoden findest du als Videopodcast auf unserem YouTube-Kanal.
- 1:55Speaker 1: Jetzt aber viel Spaß beim Zuhören – schön dass ihr alle wieder mit dabei seid!
- 2:09Speaker 0: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge Gin & Talk.
- 2:17Speaker 0: Mach es dir gemütlich, lehne dich zurück und tauche ein in die verrucht düstere Atmosphäre
- 2:25Speaker 1: unserer Studio-Bar!
- 2:34Speaker 1: Liebe Riccada ich freue mich sehr dass wir uns heute hier im Bundestag treffen können in deinem Büro und kurz vor der Wahl über die Wahl sprechen, über Demokratie sprechen können über alles was grad auf dieser welt passiert und du bist mittendrin herzlich willkommen.
- 2:49Speaker 0: Hi, ich freu mich auch sehr!
- 2:51Speaker 1: Wir haben gerade schon gesagt es ja, zwanzig vierundzwanzig war schon recht turbulent für dich ja auf verschiedenste arten und weisen noch turbulenter als wir dem heißen aber auch was auf der welt passiert ist natürlich Wir waren, also mir ging es so.
- 3:09Speaker 1: Ende Dezember war ich dann irgendwie schon so doch schon etwas durch und habe mich auf ein paar ruhige Tage gefreut.
- 3:16Speaker 1: Und dann dachte ich mehr so gegen Ende letzter Woche Anfang dieser Woche okay ist ja hätte ja bisschen ruhiger starten können müssten ja nicht direkt gleich mit den ganz großen geopolitischen Krisen einsteigen und mit Verschiebungen von Grenzen und Ähnlichem und Österreich und der FPÖ allem was sonst so passieren und das ganze kurz vor einer Bundestagswahl in Deutschland.
- 3:37Speaker 1: Wie geht es dir denn mit diesem noch so jungen, zwanzig-fünfundzwanzig?
- 3:41Speaker 0: Ja mir ging's tatsächlich ähnlich.
- 3:43Speaker 0: also ich hatte tatsächlich in diesem Jahr fast erstmalig seit mehreren Jahren zu eine wirkliche Weihnachtspause.
- 3:49Speaker 0: als ich noch Vorsitzende war gab's das eigentlich gar nicht.
- 3:51Speaker 0: da war der Vierentwanzig nevon zwanziger frei Und ab dem sechsenzwanzigtsten war man eigentlich schon wieder mittendrin und das hat mir total gut getan mal so ein paar Tage wirklich ausspannen zu können zwischen den Jahren.
- 4:02Speaker 0: Aber wie du sagst, der Schritt dann wieder in den politischen Alltag ging natürlich wahnsinnig rasant.
- 4:08Speaker 0: einmal aufgrund des Wahlkampfes.
- 4:10Speaker 0: Der gerade organisiert wird teilweise auch schon umgesetzt wird aber auch aufgrund der Weltlage und ich glaube wir haben jetzt in den letzten paar Tagen sowas wie unter dem Brennglas gesehen was ja aber auch eigentlich das letzte Jahr sehr geprägt hatten.
- 4:23Speaker 0: Das ist zum einen eine Beschleunigung des politischen Geschehens Das ist das Gefühl, dass eigentlich eine Krise die nächste jagt und man gar nicht mehr den Rückgang zur Normalität hat.
- 4:32Speaker 0: Ich weiß noch während Corona damals als ganz häufig darüber geredet wurde wenn wieder alles normal ist dann machen wir das jetzt haben wir ne Krise aber dann kommt wieder die gute alte Zeit zurück Und es ist ja eigentlich nie passiert sondern seitdem befinden wir uns dauerhaft in sowas wie ja nicht nem Ausnahmezustand im rechtlichen Sinne schon manchmal in einem gefühlten Ausnahmezustand.
- 4:56Speaker 0: Und das, finde ich ist eine riesige Herausforderung – wie wird man dem eigentlich politisch gerecht?
- 5:01Speaker 0: Dass dieses ganz normal gar nicht mehr zurückkommt.
- 5:04Speaker 0: und zweitens wenn wir jetzt nach Österreich schauen, wenn wir auch noch Kanada schauen wo Justin Trudeau seinen Rücktritt erklärt hat sehen wir dass eigentlich in allen westlichen Demokratien es eine Vertrauenskrise des politischen Systems gibt!
- 5:18Speaker 0: Und jetzt erstmal unabhängig davon ob der Regierungschef Charismatisch, sympathisch – was auch immer ist all das kann man ins Tudor zum Beispiel wirklich nicht absprechen.
- 5:27Speaker 0: Sondern dass es schon sehr viel tiefer gehen des Phänomenes, dass es gerade die Parteien der liberalen Demokratie nicht mehr schaffen, das Vertrauen in den Menschen zu halten und das sollten wir sehr ernst nehmen.
- 5:36Speaker 0: Das ist eigentlich ja wegruf ist vielleicht fast schon zu spät sondern das Wahnsignal war eigentlich schon vor einer Weile.
- 5:43Speaker 0: Wir müssen jetzt mal richtig schnell aufwachen!
- 5:45Speaker 1: Was denkst du denn?
- 5:46Speaker 1: Also große Frage einfach gestellt.
- 5:49Speaker 1: Aber was denkst Du denn, wo liegt dann das Problem für diese Vertrauenskrise?
- 5:53Speaker 1: Ist es am Ende vielleicht vor allem auch die Angst vor der Veränderung weil die Wähler und Wählerinnen mitbekommen?
- 6:00Speaker 1: irgendwie passiert die ganze Zeit irgendwas Und keiner erklärt zu mir mehr.
- 6:04Speaker 1: so richtig.
- 6:05Speaker 0: Ich glaube dass was du sagst trifft ganz gut dass Es nicht per se Die angst vor der veränderung ist.
- 6:10Speaker 0: die gibt's natürlich auch bei vielen menschen gerade wenn sie so schnell kommt Gerade dort, wo man vielleicht auch eine soziale Problem ist.
- 6:17Speaker 0: Sich noch mal verstärken, wenn ich nicht weiß wie ich mein Einkauf bezahlen soll.
- 6:21Speaker 0: Geschweige in meine Miete aber noch mehr dass es die Politik eigentlich in den letzten Jahren nicht geschafft hat auf diese Veränderungen eine wirkliche Antwort zu finden und den Menschen dabei Orientierung zu geben.
- 6:33Speaker 0: Und Ich glaube ganz viele Leute spüren das Auf der einen Seite die Krisen immer unmittelbarer wären Das heißt jetzt die Waldbrände die wir in USA sehen mit der Klimakrise Das heißt die Verschiebungen der Weltpolitik, der geopolitischen Lage und gleichzeitig... Die Politik eigentlich ein bisschen weiter macht wie immer.
- 6:52Speaker 0: Sehr im kleinen Klein sehr im Detail Und das merke ich ja wenn die Problembeschreibung mal größer wird aber die politische Antwort eigentlich immer kleiner und dass da irgendwas nicht zusammenpasst.
- 7:02Speaker 0: Ich glaube in so einem Moment denken sich viele... Ah, die verschweigen mir doch irgendwas!
- 7:07Speaker 0: Irgendwas ist dann nicht ganz richtig.
- 7:10Speaker 0: Und dann wenden sie sich vielleicht im Zweifelsfall eher denen zu, die eigentlich für mehr noch mehr Chaos, noch mehr Unordnung stehen haben.
- 7:17Speaker 0: Von denen man sich irgendwie nicht verarscht fühlt und von dem man sich nicht so verachtet fühlt.
- 7:21Speaker 0: Deshalb ist der erste Schritt aus meiner Sicht wieder mehr Ehrlichkeit im Umgang mit den Problemen dieser Welt.
- 7:27Speaker 0: immer zu sagen alle Probleme sind riesig aber bei euch wird sich gar nichts ändern das glaubt uns niemand mehr.
- 7:32Speaker 0: damit gibt mir niemand Sicherheit.
- 7:34Speaker 0: diese fiktive Sicherheit die führt am Ende eigentlich zu mehr und sehr viel leutes Gefühl an.
- 7:39Speaker 0: Irgendwo wird hier was gespielt, das ich nicht ganz mitbekomme.
- 7:42Speaker 0: Und ich glaube deshalb die Bürgerinnen und Bürger als Erwachsene behandeln zu sagen, dass sind die Herausforderungen verstehen.
- 7:47Speaker 0: Das wird auch etwas kosten.
- 7:48Speaker 0: Das muss aber gerecht verteilt werden.
- 7:50Speaker 0: Das haben wir nicht gut genug hinbekommen.
- 7:52Speaker 0: Ich glaube, die Liberaldemokratie ist so ein bisschen immer schwülstiger geworden in der Beschwörung ihrer selbst, aber eigentlich ein bisschen substanzloser mit der Realität.
- 8:01Speaker 0: Und das ist eine riesige Gefahr.
- 8:03Speaker 1: Jetzt sind wir aber gleichzeitig in einer Zeit, die großen Themen nicht mehr so einfach zu erklären sind.
- 8:10Speaker 1: Wir können nicht mehr in schwarz und weiß unterteilen, in gut und böse es vermischt sich alles irgendwie ein bisschen.
- 8:17Speaker 1: Und die...die großen Themen nebenzu?
- 8:20Speaker 1: wir haben die Klimakrise.
- 8:22Speaker 1: während wir hier sprechen kämpfen in den USA ganz viele Menschen gegen Waldbrände.
- 8:27Speaker 1: Wir haben einen Donald Trump der jetzt wieder ins Arndt kommt vor wenigen Tagen ja fast schon eine imperialistische Rede gehalten hat und Ansprüche auf Grünland.
- 8:38Speaker 1: Und den Panama Kanal deutlich gemacht hat gleichzeitig auch noch gesagt, naja man könnte ja vielleicht auch nochmal darüber überlegen ob man Kanada mit einverleiden kann und das von einem designierten US Präsidenten.
- 8:52Speaker 1: ist es alles so kompliziert geworden also im Sinne von Dinge, auf die man sich vorher verlassen konnte irgendwie.
- 9:00Speaker 1: Dass sie so einigermaßen bleiben also dass wir eine starke demokratische Macht in den USA haben.
- 9:06Speaker 1: Das bestimmte Dinge wie Grenzen Frieden in Europa, all diese Dinge irgendwie gesetzt sind das weicht sich gerade alles irgendwie so auf und das zu erklären ist sehr viel komplizierter und schon eins dieser Themen wäre genug.
- 9:23Speaker 1: Und wir haben aber eine ganze Palette von diesen Themen.
- 9:27Speaker 1: Ist das vielleicht was, wo die Politik, gerade auch die nicht... Jetzt muss ich fast schon aufpassen inzwischen weil wir im Wahlkampf sind.
- 9:38Speaker 1: Wo die nicht rein populistischen Parteien, weil es auch das vermischt sich ja neuerdings einfach nicht herausgefunden haben wie sie diese Themen richtig kommunizieren und dem Bürger wirklich verständlich erklären können?
- 9:57Speaker 0: Also diese Unsicherheit gibt es auf jeden Fall und tatsächlich genau nicht weil es mal eine Krise gibt, das hatte man immer.
- 10:04Speaker 0: Ich meine wir hatten auch eine Finanzkrise, wir hatten Euro-Krise sondern ich glaube genau diese Infragestellung der vermeintlich garantierten oder gesicherten Dinge.
- 10:13Speaker 0: Ich stelle mir jetzt doch immer vor wenn ich mich hineinversetze in eine Person die vielleicht heute achtzehn ist sie neunzehnt ist also nochmal zehn Jahre jünger als ich.
- 10:22Speaker 0: Ich hatte noch das große Glück, in einem friedlichen Europa aufzuwachsen.
- 10:25Speaker 0: Die erleben heute, dass es am Rand Europas eine Ukraine-Krieg gibt.
- 10:31Speaker 0: Wir hatten noch eine Situation wo bei allen wirtschaftlichen Krisen die es auch gab man es gibt immer darauf verlassen konnte.
- 10:37Speaker 0: In Deutschland ist ein starker Wirtschaftsstandort.
- 10:40Speaker 0: jetzt sind wir in einer ganz neuen Konkurrenzsituation mit China und den USA Wo es einen transatlantische Beziehung gab an der man sich auch sehr orientiert hat.
- 10:50Speaker 0: Jetzt kommt Donald Trump Und ich finde es ganz interessant, meine Generation ist ja total aufgewachsen mit diesem Ende der Geschichte.
- 11:00Speaker 0: Also die Vorstellung nachdem die Sowjetunion damals gefallen ist jetzt ist die Zeit der großen Systemkonkurrenzen vorbei.
- 11:07Speaker 0: Mit der Marktwirtschaft wird sich weltweit auch Liberalismus und Demokratie durchsetzen und die Geschichte ist irgendwie zu Ende gegangen.
- 11:14Speaker 0: Jetzt steht man da ein paar Jahre später war gar nichts.
- 11:18Speaker 0: Das Gegenteil ist der Fall, wir erleben so starke Systemkonkurrenzen wie selten zuvor und dass das bei Leuten eine tiefe Unsicherheit ervorruft kann ich total nachvollziehen und dass diese Unsicherkeit auch der Wund entsteht.
- 11:31Speaker 0: wo kann ich irgendwas noch ausgreifen was mir Sicherheit gibt?
- 11:33Speaker 0: Da ist natürlich zum Beispiel Nationalismus etwas was erstmal eine gewisse Attraktivität hat.
- 11:40Speaker 0: aber wenn wir nur die Grenzen hochziehen dann wird alles wieder so wie es vermeintlich früher mal war.
- 11:45Speaker 0: Es funktioniert überhaupt nicht.
- 11:47Speaker 0: Und ich glaube, was die Politik wie du jetzt gerade gesagt hast natürlich ist immer ein bisschen für allgemeinere Begriffe.
- 11:53Speaker 0: Aber ich glaube da man ja auch sieht, wie es sich wirklich durch verschiedene Länder durchzieht tatsächlich nicht geschafft hat diese Unsicherheit in Worte zu fassen und darauf sozusagen auch eine politische Antwort zu geben, die so groß ist wie die Probleme sind, die sozusagen auch soweitgehend ist sondern sehr viel im Gewinnen- und Verlieren.
- 12:11Speaker 0: welche Partei hat hier ein bisschen mehr?
- 12:13Speaker 0: Welche Parteien da ein bisschen weniger?
- 12:15Speaker 0: Und ich glaube, wir müssen uns angewöhnen auch in einer komplizierteren Welt Klartext zu sprechen.
- 12:23Speaker 0: Denn es stimmt was du gesagt hast natürlich sind diese Probleme hochkomplex.
- 12:27Speaker 0: Manchmal habe ich aber auch das Gefühl dass sich manche Politikerinnen bestimmt hab ich das in der Vergangenheit auch schon getan dahinter auch so ein bisschen verstecken.
- 12:34Speaker 0: also als man sagt alles so kompliziert geworden Das besteht heute ja eh niemand mehr Und man dadurch sich auch ein bisschen davor wegdruckt, eine konkrete Antwort zu geben.
- 12:42Speaker 0: Was ist die Antwort auf Donald Trump?
- 12:43Speaker 0: Das heißt, wir müssen mehr in Sicherheit investieren!
- 12:45Speaker 0: Da muss ich überlegen wie finanziere ich
- 12:46Speaker 0: das?!
- 12:47Speaker 0: Da muss Ich über die Schuldenbremse reden.
- 12:49Speaker 0: Bei Klimaschutz – Wie geht es denn am Ende wenn ich mich nicht nur hinter der Marktwirt schon regeln verspreche?
- 12:54Speaker 0: Dann muss ich auch darüber reden wer trägt echt die Kosten?
- 12:58Speaker 0: und dass glaube ich hinzukommen.
- 12:59Speaker 0: sie sagen ja wir sind eine komplizierten Welt aber da braucht vielleicht sogar umso mehr Klarheit um Orientierung zu geben von politischer Seite in diesen Zeit.
- 13:08Speaker 0: Das heißt, eigentlich geht es gerade darum eine Politik für die Zeit nach dem Ende der Geschichte neu zu definieren.
- 13:13Speaker 0: Und ehrlicherweise sind wir daran bisher noch ziemlich gescheitert und ich glaube das hat auch zum Vertrauensverlust geführt.
- 13:19Speaker 0: D.h.,
- 13:20Speaker 0: jeder demokratische Politiker macht sich's auch so einfach wenn man den Ausstieg der Rechtsextremen nur aus denen heraus... Es gibt rassistische Einstellungsgesellschaft gar keine Frage!
- 13:29Speaker 0: Das zeigen Studien über Jahrzehnte hinweg.
- 13:32Speaker 0: aber es gibt eben auch einen vertrauensfluss wenn wir die Verantwortung tragen.
- 13:35Speaker 0: Und wo wir auch überlegen müssen, wie müssen wir uns eigentlich ändern?
- 13:38Speaker 1: Jetzt hatten wir ja die letzten fünf bis zehn Jahre schon genug damit zu tun dass wir den Rechtsruck irgendwo in Deutschland hatten aber auch in anderen europäischen Ländern.
- 13:50Speaker 1: Was ich gerade sehe und was mir fast noch mehr Sorgen macht ist so eine Art Vernetzung der Nationalisten im Westen.
- 13:58Speaker 1: wenn man es so ganz allgemein sagt das heißt Meloni fliegt zu Trump, um sich dort quasi als Sprecherin Europas zu präsentieren oder seinen Sprachrohr nach Europa zu präsentieren.
- 14:09Speaker 1: Musk unterstützt die AfD und andere eher rechtsorientierte Strömungen usw.
- 14:16Speaker 1: Und wir haben auf einmal so eine Vernetzung dieser Strömung.
- 14:21Speaker 1: Wie viel Sorge macht ihr das dann?
- 14:23Speaker 0: Sehr sehr große!
- 14:24Speaker 0: Das ist ja ganz interessant zu sehen dass der Nationalismus gar nicht davon abhält ... ein gemeinsames Projekt zu verfolgen.
- 14:32Speaker 0: Die Vaterländer, die als Einzelne sehr souverän und nach außen abgrenzend auftreten... ...dia bedurch aus Miteinander agieren!
- 14:40Speaker 0: Und ich glaube da dürfen wir zum Beispiel nur Elon Musk auch überhaupt keine Naivitäten haben.
- 14:44Speaker 0: Ich hatte jetzt noch dem eher ja einen Artikel in der Welt veröffentlicht hat was ein Wahlaufrufe die AfD war nicht weniger.
- 14:51Speaker 0: Da haben dann manche Stimmen, die so ein bisschen waren.
- 14:53Speaker 0: Ach der weiß gar nicht was die AfD will und eigentlich geht's ihm doch nur in Bürokratie abbauen.
- 14:58Speaker 0: Das müssen wir ihm nun mal erklären.
- 14:59Speaker 0: Christian Lindner hat sich da ein bisschen hervorgetan.
- 15:03Speaker 0: Der weiß schon, was er tut!
- 15:04Speaker 0: Also dem geht es eigentlich darum eine internationale... Ich bände das immer so ein bissel Proligarchie aufzubauen wo starke wohlhabende Männer frei von allen Regeln bestimmen und sich durchsetzen können, nach unten treten können.
- 15:20Speaker 0: Und dafür unterstützt der Parteien die dieses rechtsautoritäre Projekt unterstützen, sei es ein Großbritannien, sei's hier mit der AfD, sei ist Donald Trump.
- 15:29Speaker 0: ich habe auch große Sorge dass er sich irgendwann auch Richtung Nippen zu wenden wird in Frankreich.
- 15:35Speaker 0: das heißt wir erleben hier schon die Vernetzung einer globalen Rechten und das heißt eigentlich dass wir als demokratische Kräfte auch viel besser miteinander vernetzt sein müssen viel mehr voneinander lernen müssen.
- 15:47Speaker 0: Das ist aber natürlich zum Beispiel in Europa gerade total herausfordernd.
- 15:50Speaker 0: Wie gehe ich mit einer Situation um, wo auf der einen Seite wenn wir wirtschaftlich gegenüber USA und China bestehen wollen?
- 15:56Speaker 0: Wenn wir Putin die Grenzen aufzeigen wollen muss Europa viel länger zusammenarbeiten.
- 16:02Speaker 0: da habe ich aber mittlerweile auch im Rat eine Meloni-Sitzne Mit gewisser Wahrscheinlichkeit in Zukunft auch ein Herbert Kickel also einem rechtsextremen Kanzler in Österreich.
- 16:12Speaker 0: das heißt unsere Institutionen des Ja, das auch Subranationalismus der internationalen Institution und die europäischen Institution sind kein Bollwerk mehr gegen Rechtsextremismus schon drin.
- 16:24Speaker 0: Gleichzeitig können wir sie nicht zurücklassen weil wir sonst einfach jeder wieder ins ein eigenes Reihen fällt.
- 16:29Speaker 0: Und ich glaube da müssten wir aber viel viel stärker nochmal schauen wie auch wir international zusammenarbeiten um denen dieses Feld eigentlich nichts zu überlassen.
- 16:38Speaker 0: Da waren vielleicht auch ja war man bisschen schläfrig ehrlicherweise in den letzten Jahren.
- 16:42Speaker 0: Die Gefahren waren ja absehbar Aber man hat es nicht ernst genug genommen.
- 16:47Speaker 0: Und auch heute noch erlebe ich viele in Deutschland, die sagen ... Ach ja!
- 16:50Speaker 0: Die AfD geht ein bisschen hoch, aber das wird sich schon alles ein bisschen auswachsen oder welche?
- 16:54Speaker 0: Na diese Maste hat das doch alles nicht verstanden.
- 16:56Speaker 0: Nee.
- 16:56Speaker 0: Wenn wir eine Neivität über unsere Gegner haben dann kommen wir am Ende zu der Schlacht um die Demokratie mit einer Wasservistole während die anderen dort mit einer Bombe auftauchen und dann werden wir verlieren.
- 17:07Speaker 1: Jetzt ist was vorhin schon gesagt, unsere Generation ja in so ner ... Ja, ich würde mal fast schon auch wenn es ein bisschen zugespitzt ist.
- 17:16Speaker 1: Aber fast schon rosa roten Welt aufgewachsen und wir haben keine richtig großen Krisen erlebt.
- 17:22Speaker 1: das erste wahrscheinlich tragische oder fast schon ja traumatisierende Erlebnis war wahrscheinlich der elfte September.
- 17:31Speaker 1: zumindest ist das so der erste Moment wo ich einen einschneidendes Gefühl
- 17:35Speaker 0: erinnern kann.
- 17:39Speaker 1: Wir haben nie erlebt, nie so richtig erlebt was es bedeutet keine Demokratie zu haben.
- 17:44Speaker 1: Keine Freiheiten zu haben Einschränkungen zu haben ist das vielleicht gerade auch so ein Problem dass wir in dieser Gesellschaft die über die letzten Jahrzehnte eigentlich ja alle Freiheiten der Welt hatte und wo alles immer nur bergauf ging mehr oder weniger Dass wir da einfach auf verlernt haben was eigentlich der Benefit einer Demokratie, einer funktionierenden Demokratie ist und dass eigentlich genau diese Demokratie ja das Fundament für diese Freiheiten und für diesen Wohlstand ist.
- 18:19Speaker 0: Ja wir haben unglaublich viel für selbstverständlich genommen.
- 18:22Speaker 0: also ich merke das hier auch an mir selbst, dass man viele Dinge für unzerbrechbar für unwiderruflich gehalten hat.
- 18:28Speaker 0: Auch das sehen wir wenn zum Beispiel ins Ausland schauen was Frauenrechte angeht wo plötzlich in den USA jegliche Form von Schwangerschaftsabbrüchen wieder verboten wird, über den Körper von Frauen gesetzlich bestimmt wird.
- 18:41Speaker 0: Und man ja da immer so ein bisschen dachte ... Ach, da geht's immer voran!
- 18:45Speaker 0: Der Fortschritt ist manchmal eine Schrinnecke und würde sich mal schneller wünschen.
- 18:48Speaker 0: Aber das was man mal erkämpft hat, das ist eigentlich ein Stein gemeißelt.
- 18:51Speaker 0: Jetzt merken wir, dass gar nicht ein Stein meistet.
- 18:53Speaker 0: Was gekämpft wurde muss sehr hart verteidigt werden.
- 18:56Speaker 0: Dabei muss man aber aufpassen... Das ist dann wie um die Grucks nicht in reine Verteidigungshaltung zu fallen?
- 19:02Speaker 0: Das erlebe ich gerade auch.
- 19:03Speaker 0: Ich finde, Esra Klein, US-American Journalist hat es in seinem Podcast ganz gut formuliert, dass wir eine paradoxe Situation wo linke bis progressive Parteien die ja traditionell sehr stark für Veränderungen das Aufbrechen von vergrusteten Strukturen standen heute eigentlich oft einer reinen Verteidigungshaltung des Status Boots sind also diejenigen die jetzt gerade die liberaldemokratie verteiden.
- 19:30Speaker 0: Die funktioniert ja für viele Menschen gerade nicht.
- 19:32Speaker 0: Die funktioniert nicht, wenn wie ich vorher gesagt habe sie eigentlich nicht mehr groß genug Antworten auf die Probleme gibt?
- 19:38Speaker 0: Die funktioniert dort nicht wo Menschen ganz unmittelbar in ihrem Umfeld das Gefühl haben, der Staat kriegt es irgendwie nicht hin!
- 19:45Speaker 0: Ich finde keinen Bürgeramtstermin, kein Kita-Platz, die Bahn fährt die ganze Zeit unpünktlich bei mir... Viele Dinge sind unbezahlbar geworden.
- 19:53Speaker 0: Also ich glaube, wenn so ein dauerhaftes Nichtfunktionieren erlebt wird, dann verliere ich natürlich auch diesen Staat.
- 19:58Speaker 0: Verliere das Vertrauen in diese Demokratie.
- 20:00Speaker 0: und wenn dann die progressiven Kräfte kommen und eigentlich nur sagen, dass müssen wir jetzt verteidigen gegen die Recht?
- 20:07Speaker 0: Ich denke mir ja.
- 20:07Speaker 0: aber das was ich verteidigend soll, das Versprechen, das dahintersteht, wird für mich gar nicht eingelöst.
- 20:14Speaker 0: Dann verliert man auch wiederum Menschen.
- 20:15Speaker 0: deshalb es hinzubekommen auf der einen Seite des hart erkämpften zu verteilen, was man tun muss.
- 20:21Speaker 0: wie du gesagt hast Wir haben viele Freiheiten auch hier in Deutschland, also um was ich alles froh sein kann.
- 20:26Speaker 0: Was ich als Frau in diesem Land machen konnte und was wir in wirtschaftlichen Freiheiten haben.
- 20:31Speaker 0: Aber trotzdem anzuerkennen das ist eine Veränderung teilweise sehr grundlegende Veränderungen gibt diesen Teil nicht zu verlieren.
- 20:38Speaker 0: Also nicht in der reinen Verteidigungsposition zu zahlen.
- 20:40Speaker 0: Ich glaube dass es ganz stark wichtig und was vielleicht auch manchmal so ein bisschen verschütt gegangen ist in unsere Generation ist die Verständnis darf und das verständt dafür was Freiheit eigentlich bedeutet.
- 20:51Speaker 0: Ich muss sagen, dass mir das auch ein bisschen so ging.
- 20:53Speaker 0: Ich bin in Brand-Württemberg aufgewachsen, Nürtingen eine relativ behütete Stadt und Freiheit war immer so'n abstrakter Begriff.
- 21:01Speaker 0: und ja, man wusste schon es ist wichtig aber so richtig viel konnte man sich nicht drunter vorstellen.
- 21:07Speaker 0: Und für mich hat es sich sehr verändert als ich dann viel im Bund unterwegs war immer mehr Menschen aus Ostdeutschland kennengelernt haben gerade auch ältere die noch mal erzählen konnten was es eigentlich bedeutet keinerlei Freiheiten zu haben, für eine meinungsäußeren Knastzulande.
- 21:22Speaker 0: Am Ende dir diese Freiheit mit einer friedlichen Revolution einkämpfen zu müssen.
- 21:26Speaker 0: oder wenn wir jetzt in die Ukraine schauen und merken wo dort Menschen von Europas Freiheit kämpfen und ich finde das sich ja so ein paar Verschiebungen hatten letzten Jahren wo ich den Eindruck bekommen habe dass Freiheit eigentlich gleichgesetzt wird mit Regelosigkeit auch mit Egoismus.
- 21:42Speaker 0: also Freiheit heißt Ich darf machen was ich will Egal was es für Konsequenzen hat, egal wen es trifft.
- 21:49Speaker 0: Egal, was ich damit verregeln breche und wer mir da irgendjemand in irgendeiner Form auch Verantwortung von mir einfündet?
- 21:58Speaker 0: Das ist eine Freiheitseinschränkung.
- 21:59Speaker 0: das haben wir bei Corona gesehen.
- 22:01Speaker 0: Das sehen wie jetzt bei diesen Debatten über vermeintliche Meinungsfreiheit wo es darum geht dass sich Leute beleidigen darf den lieben Tag lang Und das müssen wir glaube ich wieder klar kriegen.
- 22:10Speaker 0: für uns Freiheit entsteht immer auch in Gemeinschaft.
- 22:14Speaker 0: Die Freiheit kann nicht losgelöst werden von der Gesellschaft und der einzelne Lonely Wolf, der sich durchkämmt, sondern für mich gehören Freiheiten Solidarität zusammen und können auch nur miteinander wirklich verwirklichd werden?
- 22:24Speaker 1: Ja absolut!
- 22:25Speaker 1: Was da mit rein spielt ist... Ich hab das Gefühl wir... Insbesondere auch seit der Pandemie oder seit die Pandemie losgingen.
- 22:36Speaker 1: Wir neigen auch so ein bisschen dazu Themen zu verkürzen und sitzen gar nicht mal so dass wir sie vereinfachen würden.
- 22:41Speaker 1: Aber wir reden nicht mehr über die langfristigen Folgen und Themen, das heißt.
- 22:47Speaker 1: Und auch nicht über die Vernetzung der Krisen.
- 22:49Speaker 1: also wenn wir uns das Thema Klimawandel anschauen Wir werden Wenn wir nicht signifikant ja inzwischen fast schon Wunder brauchen um das Thema signifikante aufzuhalten Werden wir eine sehr sehr hohe Zahl an Klimaflüchtlingen sehen in dreißig vierzig fünfzig Jahren Zahlen Die im Vergleich zu dem, was wir.
- 23:11Speaker 1: Zwei tausend fünfzehn gesehen haben weitaus größer sind.
- 23:17Speaker 1: Gleichzeitig reden wir aber jetzt darüber wie wir kurzfristig Migrationszahlen verringern können Ignorieren dabei zum Beispiel die heute rausgekommene Statistik dass wir letztes Jahr dreißig Prozent weniger Asylanträge hatten Was sogar nicht thematisiert wird.
- 23:33Speaker 1: also gut kam auch erst heute.
- 23:35Speaker 1: Aber kommt ja noch was.
- 23:36Speaker 1: wir sprechen es jetzt an Aber wir reden gar nicht mehr darüber, was bedeutet das eigentlich für uns in dreizig vierzig fünfzig Jahren.
- 23:45Speaker 1: Das gleiche mit unserem Wirtschaftsstandort in Deutschland.
- 23:49Speaker 1: Was bedeutet denn all das, was gerade technologisch passiert?
- 23:54Speaker 1: Für den Automobilsektor in Deutschland in dreißig vierzigfünfzig Jahren?
- 23:58Speaker 1: ist es Geschäftsmodell wir verkaufen ein Auto an eine Einzelperson überhaupt noch ein Geschäfts-Modell, das tragfähig für die Zukunft ist.
- 24:05Speaker 1: Oder
- 24:05Speaker 0: auch in Exportwirtschaft diese Verein darauf ausgelegt es billige Energie aus dem Ausland zu bekommen Produkte für den chinesischen Markt zu produzieren werden dort immer mehr für sich selbst produziert wird.
- 24:16Speaker 1: Brauchen wir da mehr Ehrlichkeit oder mehr?
- 24:18Speaker 1: ja auch wieder mehr Aufklärung vielleicht einen Punkt?
- 24:21Speaker 0: Ja und Wir brauchen mehr langfristige Perspektive.
- 24:25Speaker 0: Das ist natürlich aber gar nicht so einfach in den politischen Systemen, wo man alle vier Jahre wählt.
- 24:29Speaker 0: Und das ist absolut richtig so!
- 24:31Speaker 0: Ein Kernelement der Demokratie ist, dass in sehr auch kurzen Abständen immer wieder gewählt wird und die Demokratie sich immer wieder erneuern muss.
- 24:40Speaker 0: Dass Teilen sich immer zu Wahl stellen müssen... Was ich aber schon erlebt habe, da musste ich auch ehrlich sagen, es hab ich total unterschätzt.
- 24:48Speaker 0: Da bin ich vielleicht auch ein bisschen blauäugig.
- 24:51Speaker 0: Man könnte sogar im Nachhinein auch ein wenig selbstgerecht dran gegangen sein als wir in die Regierung gekommen sind.
- 24:56Speaker 0: Man hat immer aus der Opposition auf die Große Koalition geschaut und jetzt war es ja auch real, so ist die große Koalition vieles komplett liegen lassen.
- 25:03Speaker 0: Das beste Beispiel ist die Gasabhängigkeit, die wir von Russland hatten oder auch die Infrastruktur, die in wirtschaftlich sehr guten Zeiten kaputtgespart wurde.
- 25:11Speaker 0: Und da hat man gedacht das kann doch nicht sein ihr müsst doch mal Politik für die zukünftige Generation machen!
- 25:16Speaker 0: Ihr müsst doch einmal eine Politik machen, die über den Tag hinaus denkt... ...und dann sind wir in die Regierung gekommen Und plötzlich habe ich doch auch selbst gemerkt, wie schnell man in diesem Krisenmodus drin ist.
- 25:27Speaker 0: Es kommt ja immer – ich meine, kurze Zeit nachdem wir begonnen haben zu regieren kam Flade mir put ins Angriffskrieg auf die Ukraine und alle Konsequenzen, die daraus gefolgen sind von wie man schnell Energienalternativen schaffen kann bis hin zu den gestiegenen Preisen.
- 25:41Speaker 0: Wie schnell du in so einem Modus immer das Dringlichste abzuarbeiten.
- 25:45Speaker 0: Und es gibt so einen Spruch, don't forget the important or the urgent.
- 25:48Speaker 0: Das ist aber was in der Politik ganz schnell passiert, dass das Wichtige über das Dringliche vergessen wird.
- 25:54Speaker 0: und erst mal ist es ja auch richtig erwarten die Bürgerinnen und Bürger auch direkt, dass wir Krisenmenschen... Also wenn wir in dieser Zeit gesagt haben, da kümmert uns nicht drum, weil wir wollten mal über andere Themen reden, hätten uns ja auch im Bau schon Bogen aus den Ministerien verdrieben.
- 26:06Speaker 0: Aber wie schaffe ich es trotzdem erstens in so einer Krisenzeit?
- 26:11Speaker 0: Trotz den noch die langfristigen Projekte und zweitens in einem politischen System, wo das Langfristierdenken sehr häufig nicht honoriert wird.
- 26:19Speaker 0: Denn natürlich gibt es immer das Denken naja wie wirkt sich das innerhalb der nächsten vier Jahre aus?
- 26:24Speaker 0: Weil in vier Jahren wird ja hier wieder gewählt.
- 26:26Speaker 0: Oft kommen sogar noch ganz viele Landtagswahlen, Europawahlen.
- 26:28Speaker 0: zwischendurch ist dann sogar oft was passiert noch innerhalb der nächste sechs Monate.
- 26:32Speaker 0: Wir haben gleich eine alternde Gesellschaft wo der Anteil Von sehr alten Wählerinnen immer größer wird der von jungen Wählern, die am längsten von Politik betroffen sind.
- 26:41Speaker 0: Prozentual immer kleiner.
- 26:42Speaker 0: zeigt sich die Frage zum Beispiel gehe ich ein Rentensystem an?
- 26:45Speaker 0: Von dem gerade eher ältere profitieren nicht so super attraktiv wenn es um Stimmen gewinnt geht?
- 26:51Speaker 0: und das frage ich mich auch in dich habe ja bin da auch selber selbst am hadern außer sich selbst daran zu erinnern und sich selbst irgendwie darauf zu verpflichten.
- 27:01Speaker 0: Ich glaube, wir müssten viel mehr langfristige Ziele setzen in der Politik die dann aber inzwischen Etappen immer wieder kontrollierbar sind.
- 27:07Speaker 0: Also wo ich eigentlich sage, ich sag einfach mal, ich will irgendwie Gleasches!
- 27:11Speaker 0: Wir müssten uns selbst zwingen, immer wieder sich die Zeit zu nehmen für die langfristigen Projekte und wir müsften es aber auch gesellschaftlich hinbekommen.
- 27:19Speaker 0: und ich finde, im Jahr zwei Tausend neunzehn hatten wir so einen Durchschimmern davon bei der Klimaschutzdebatte, die ja auch sehr von den Fridays angeregt wurde.
- 27:26Speaker 0: das ist auch eine Wählerin.
- 27:28Speaker 0: Solidarität gibt.
- 27:29Speaker 0: Also so lange die ältere Generation nur für sich wählt, wird das immer ein Anreitschaffend von Politik kurzfristig zu handeln.
- 27:36Speaker 0: Wird es immer einen Anreutschaffenden nur in Legislaturperioden und nicht in Jahrzehnten geschweige denn in vierzig Jahren zu denken?
- 27:44Speaker 0: Und das wird uns für die Zukunft aber immer die Probleme vergrößern.
- 27:47Speaker 0: Es ist auch nicht gerecht wenn wir auf die Generation schauen.
- 27:51Speaker 0: Das müssten wir eigentlich hinbekommen wirklich diese langfristiges Handeln der Politik belohnt wird dass ich sage Ich will es hinbekommen, dass in vierzig Jahren gut geht.
- 28:00Speaker 0: Auch wenn ich nicht mehr der Politik sein will!
- 28:02Speaker 0: Ich will für die Zeit, wo ich politisch keine Verantwortung mehr trage und nicht mehr gewählt werden kann.
- 28:07Speaker 0: Wo ich nichts mehr persönlich zu gewinnen habe, für die trage ich trotzdem politische Verantwortung.
- 28:11Speaker 0: Das muss echt der Anspruch
- 28:12Speaker 0: sein.".
- 28:13Speaker 1: Also so ein bisschen auch eine generationenübergreifende Verantwortung, die wir wieder brauchen?
- 28:19Speaker 1: Und Verständnis auch dafür... die über den nächsten Wahlseekinaus geht.
- 28:24Speaker 0: Die ja im Privaten ganz stark gelebt wird, das finde ich immer ganz spannend dass ja fast alle Großeltern, die ich kenne was sie alles auf sich nehmen für ihre Enkelkinder da werden Sparkon angelegt.
- 28:35Speaker 0: wenn ich in mein eigenes Häuschen investiere tue ich das auch ganz oft mit dem Gedanken dass denen bei meine Kinder und dann meine Enkel Kinder erben sollen.
- 28:43Speaker 0: Da wird Zeit investiert ohne Ende.
- 28:46Speaker 0: Das heißt Das, was wir, finde ich gesellschaftlich als Generationenvertrag haben.
- 28:52Speaker 0: Die Älteren übernehmen Verantwortung für die Welt, diese den Jüngeren überlassen und jungen übernehmen dafür zum Beispiel auf Pflege schauen auch Verantwortung für älterinnen.
- 29:01Speaker 0: Das funktioniert gesellschaftlichen noch gut.
- 29:02Speaker 0: es gibt auch ganz spannende Studien.
- 29:04Speaker 0: all dem LF Malani der zu ganz spannenden Texte schreibt.
- 29:07Speaker 0: Bildungsforsch hat das mal aufgeschrieben dass das Verhältnis innerhalb der Generation selten so positiv wertet wurde von jungen Menschen also gar nicht die großen Konflikte mit deinen Eltern oder Großeltern und politisch so negativ wie noch nie zuvor.
- 29:19Speaker 0: Also das Gefühl, wir werden politisch allein gelassen ist riesig, privat zu überguten.
- 29:23Speaker 0: Das ist vielleicht ein Ansatz zu sagen, dass was wir im Kleinen eigentlich alle tun Verantwortung für die Zukunft zu übernehmen, das müssen wir in den Politischen übertragen.
- 29:33Speaker 0: Das muss politisch wieder hinwerden.
- 29:35Speaker 0: Wir müssen wegkommen von diesem There's no Glory in Prevention.
- 29:38Speaker 0: also es gibt nichts zu gewinnen mit Prävention weil das heißt ja am Ende ja die Krisen dürfen mal die anderen aussuchen nach Medizinflut.
- 29:46Speaker 0: Das wurde schon auch in der Vergangenheit stark so gemacht.
- 29:49Speaker 0: Ich hatte jetzt über die Weihnachtszeit die Biografie von Angela Merkel gelesene und bei ihr ist das ja auch, bei mir muss ein bisschen schlagen besser zwei Herzen in den Brust weil ich sie als Person sehr beeindruckend finde.
- 30:01Speaker 0: also sowohl die Entscheidung, die sich damals im Jahr zweitausendfünfzehnten getroffen hat wo es gesagt hat ich will einem weltoffenen Land leben und ich bin die Kanzler des Weltoffen Landes als auch sich nach so langer Zeit an der Macht so viel Menschlichkeit irgendwie Humor zu bewahren.
- 30:15Speaker 0: Und auf der anderen Seite hat es hier immer so eine Form von nachgelagerter Führung.
- 30:21Speaker 0: Also die hat durchaus politisch Verantwortung mit Führungen übernommen, aber immer wenn man so dieses jetzt muss soweit sein dann warten wir auch ein bisschen und dann irgendwann macht man's.
- 30:30Speaker 0: Es hat natürlich zu ganz langsamer Veränderung geführt.
- 30:32Speaker 0: Und diese Langstenkeit ist ja auch der Grund warum wir heute so rasend schnellen.
- 30:36Speaker 0: beim Klimaschutz sieht man das ja am eindeutlichsten.
- 30:39Speaker 0: hätten wir in den neunzigern richtig angefangen Dann wären wir heute eine relativ bequem Situation.
- 30:44Speaker 0: Wir müssten weitermachen, aber konnten einen Frau aufbauen.
- 30:46Speaker 0: Je länger man gewartet hat, desto einschneidender, weitgehender und schneller muss es heute
- 30:51Speaker 0: sein.".
- 30:51Speaker 0: Und ich hab manchmal das Gefühl ... Wenn man in den letzten zwanzig Jahren ein bisschen schneller gewesen wäre, dann könnten wir heute deutlich einfacher haben, aber vergoßene Milch bringt nichts zurückzuschauen?
- 31:03Speaker 0: Aber ich will zumindest, wenn ich mein vierzig Jahre mit jungen Politikern rede mir nicht vorhalten lassen, das genauso gemacht zu haben!
- 31:10Speaker 1: Stichwort junge Politiker und Politikerinnen.
- 31:12Speaker 1: jetzt bist du ja eine Vertreterin dieser unserer Generation, die diesen ganzen Aufwand auf sich genommen hat auch in politische Verantwortung zu gehen mit allem was das bedeutet überhaupt durch die ganzen Parteistrukturen hindurchzukommen.
- 31:32Speaker 1: Die Einschneidungen die es dafür gibt auf persönlicher Ebene usw.
- 31:38Speaker 1: Ich hab die letzten Wochen viel mit Menschen unserer Generation darüber gesprochen.
- 31:45Speaker 1: Die sich auch irgendwo engagieren für die Gesellschaft, für Demokratie, für Werte und so weiter.
- 31:50Speaker 1: Und habe immer wieder die Frage gestellt ob wir nicht langsamer anfangen müssen gezwungenermaßen auch aktiver politische Verantwortung zu übernehmen?
- 32:01Speaker 1: Und habt da ganz unterschiedliche Antworten bekommen.
- 32:04Speaker 1: also von Ja, müsste man aber überleg mal.
- 32:08Speaker 1: Dann kannst du das was du heute sagst so frei nicht mehr sagen weil dann bist du in den Zwängen der Partei und musst da irgendwie einigermaßen der Linie folgen bis hin zu ja wir müssten.
- 32:19Speaker 1: Aber ich will mir dieses ganze von Wir kleben jetzt plakate und reden Ganz an der Basis bis sich dann irgendwann beim Bundestag bin bis hinzu ja So viel Geld habe ich gar nicht, um mir das leisten zu können.
- 32:35Speaker 1: Irgendwie auch die Zeit frei zu schorfeln und das alles zu machen usw.
- 32:39Speaker 1: Und sofort also ganz viele unterschiedliche Antworten.
- 32:43Speaker 1: Wie würdest du das dann sehen wenn Du auch nochmal auf deine zeit zurückblickst und auf deinen weg zurückblickt?
- 32:51Speaker 1: wie würdest Du das einordnen?
- 32:53Speaker 0: Als erst mal lebe ich das auch was Du beschrieben hast auch teilweise wirklich so ein bisschen wie so eine flucht ins private dass man sehr unzufrieden ist, damit wie es gerade läuft.
- 33:02Speaker 0: Auch viele Ängste durchaus daßen – gerade sowohl mit der Klimakrise als auch auf dem Ausstieg der Rechten.
- 33:08Speaker 0: Aber so ein Gefühl der Unmacht?
- 33:10Speaker 0: Ich kann dagegen eh nicht so viel tun und dann mach ich's mir zumindest in einem kleinen Privaten irgendwie gemütlich.
- 33:15Speaker 0: Mach' ichs mir da schön häng mich lieber da rein!
- 33:18Speaker 0: Und ich würde jedem empfehlen daraus auszubrechen.
- 33:20Speaker 0: also ich kann das immer zu einer Art Detail nachvollziehen Weil durchaus auch eine politische Aktivität, du hast jetzt ja auch die negativen Aspekte von genannt.
- 33:28Speaker 0: Die es auf jeden Fall gibt und wo ich gleich noch mal eingehen werde... Aber erstmal war das was ich in den letzten Jahren machen durfte, eine riesengroße Ehre!
- 33:34Speaker 0: Eine wahnsinnige Chance weil es für mich auch so ein Ausbrechen aus der Ohnmacht war Als ich erinnere mich noch sehr gut daran bin ich ja mit achtzehn.
- 33:42Speaker 0: Ich finde immer in die Politik zu kommen ist eine üblich komische Formulierung.
- 33:44Speaker 0: wenn man mir damals gesagt du wirst mal beruhigst Du sagst hey du hast ja einen Hau weg aber politisch aktiv geworden.
- 33:49Speaker 0: Damals eine Partei eingetreten hat mich engagiert Und das war sehr konkret.
- 33:54Speaker 0: Meine Mutter hatte damals ihren Topf verloren, ja im Frauenhaus, ich war achtzehn damals und als ich dann angefangen habe mich mit anderen Publikien zu organisieren, hab ich gemerkt, dass was ich also ungerecht empfunden hab ... Das ist nicht vom Himmel gefallen!
- 34:06Speaker 0: Das ist kein Zufall!
- 34:07Speaker 0: Das sind nicht um Gottes Wille oder so!
- 34:09Speaker 0: Sondern es ist schon Teil von gesellschaftlichen Tutoren.
- 34:11Speaker 0: aber ich bin den gar nicht ausgeliefert.
- 34:12Speaker 0: Ich kann mich mit andern zusammen tun an dem was verändern.
- 34:15Speaker 0: Und das ist auch ein Gefühl von Selbstwirksamkeit Dass einem unglaublich viel gibt, so eine Möglichkeit sich selbst auch definieren.
- 34:22Speaker 0: Deshalb, ja ich glaube das ganz oft Leute.
- 34:25Speaker 0: Wenn man diesen Schritt raus aus der Ohnmacht geht es wahnsinnig viel zu gewinnen gibt.
- 34:29Speaker 0: aber natürlich verstehe ich auch dass vieles abschreckend wird und das war natürlich für mich auch ein Gedanke nämlich sehr ungetrieben hat rund um meinen Rücktritt weil dann ja ich weiß nicht was einen oder zwei Wochen später Kevin Kühnert aufzurückgedrehten war Und das war aus unterschiedlichen Gründen.
- 34:44Speaker 0: also ist jetzt nicht irgendwie ein Phänomen dass man zusammen panchen kann.
- 34:48Speaker 0: Aber wo ich schon viele Nachrichten von jüngeren Leuten gemerkt bekommen habt.
- 34:51Speaker 0: Sie gesagt haben, jetzt gibt's da mal zwei junge Menschen, so meine Generationen der Politik, die waren gar nicht immer zufrieden mit dem was ich gemacht habe und vielleicht auch nicht allen was ihnen ergemacht hat aber das genau die, die vielleicht noch etwas ändern wollten dann aufhören und die bleiben, die alles schon immer so gemacht haben wie es irgendwie schon immer war.
- 35:10Speaker 0: Da will ich aber ganz klar für mich nicht dass mein Rücktritt in der Hinsicht als Scheitern verstanden wird sondern ich glaube manchmal fällt mir hin der Politik dann steht man wieder auf Und es gibt diese Härten ganz klar, aber es gibt auch wahnsinnig viel zu gewinnen.
- 35:25Speaker 0: Es gibt Möglichkeiten zu verändern.
- 35:27Speaker 0: Wir werden vielen Stellen die Spiegel ändern müssen als ich glaube wenn wir immer den alten Spiegeln stellen wird sich das System nicht erneuern können.
- 35:34Speaker 0: was ich aber wirklich einen Hauptproblem sehe und ich glaub dass ist etwas wo wir Politiker uns ändern müssen aber auch eine gesellschaftliche Wahrnehmung ist das was du als zweites gesagt hast dann kann ich meine Meinung gar nicht mehr sagen.
- 35:48Speaker 0: Das ist ja eigentlich ein scharpsurder Gedanke, weil wo geht's mehr um?
- 35:52Speaker 0: Meinungen vortragen?
- 35:53Speaker 0: Ist immer ganz gut und sich auch mit Fakten in Kontakt.
- 35:56Speaker 0: War die Meinung aber meine Vorzutragung für meinen muslimischen Menschen dafür zu gewinnen als eine Politik.
- 36:01Speaker 0: Und trotzdem haben Leute das Gefühl da könnte ich meinem weniger sagen als heute, weil ich mich so anpassen müsste.
- 36:06Speaker 0: Ich hab darüber sehr offen gesprochen.
- 36:08Speaker 0: diesen Effekt gibt es tatsächlich dass man vorsichtiger wird, dass man mehr drum herum redet, dass mal lernt wie man Fragen ausweicht Und am Ende niemand mehr versteht, was man überhaupt sagen wollte.
- 36:19Speaker 0: Ich finde da müssen wir klar haben wenn wir es so weitermachen und zu redet, dass ja eigentlich niemand mehr versteht dann wird auch niemanden mehr wählen.
- 36:27Speaker 0: Aber da muss ich auch gesellschaftlich für das Verändern.
- 36:29Speaker 0: weil ist natürlich auch eine große Freude an der Empörung, an der Erregung wo mal ein falscher Nebensatz drin ist, wo mal einen Verspler drin ist wo mal eine Zahl falsch gesagt ist oder sowas.
- 36:41Speaker 0: alles Dinge die doof sind?
- 36:43Speaker 0: Womach einmal sagen kann scheiße gelauf ne Aber auch Dinge, die passieren.
- 36:47Speaker 0: Das sorgt natürlich dafür, dass Leute das Gefühl haben Gott dem will ich mich nicht aussetzen!
- 36:51Speaker 0: Ich will doch nicht die Zehntes Haus sein, die in diesem Monat durch Storch getrieben wird.
- 36:55Speaker 0: Vielleicht brauchen wir ja so eine neue Art von Ja-Fehlerkultur tatsächlich?
- 36:59Speaker 0: Nicht im Sinne von.
- 37:00Speaker 0: ich muss alles verzeihen.
- 37:01Speaker 0: es gibt auch Dinge wo man klar sagen kann das muss politische Konsequenzen haben.
- 37:04Speaker 0: aber ich erregt mich nicht mehr über Kleinigkeiten und Details sondern red mal wieder mehr Beinhalte
- 37:09Speaker 1: Weil du gerade gesagt hast da scheitert man auch mal und steht wieder auf.
- 37:15Speaker 1: Ich finde das bei dir so spannend, weil den Rücktritt würde ich in keinster Weise vor allem mit dem was ich die letzten Wochen von dir mitbekommen habe.
- 37:25Speaker 1: In keinsterweise mit einem Schalter in Verbindung bringen sondern ganz im Gegenteil.
- 37:32Speaker 1: Also klar natürlich nach klassischen Maßstäben und aus der Rolle raus.
- 37:35Speaker 1: und wie auch immer aber für dich als Politikerin politische Persönlichkeit, finde ich total spannend was das mit dir also aus meiner Außenwahrnehmung.
- 37:49Speaker 1: Was es mit dir gemacht hat weil du damit diese ganze Rolle für dich selbst glaube ich.
- 37:56Speaker 1: Also kannst du mich gleich korrigieren wenn's anders war aber du glaub ich für dich selber auch noch mal neu definiert hast und heute mit so einer wahnsinnigen Offenheit auch rangehst so viel nahbarer auch in der Außenwirkung irgendwie geworden bist, was ich total toll finde und irgendwie super erfrischend finde.
- 38:19Speaker 0: Ja es war eigentlich nicht so ein Schritt raus aus dem Hamsterrad.
- 38:22Speaker 0: Es war auch wie in einem Hamsterrat wo man immer weiter rennt, rennt rennt.
- 38:26Speaker 0: Ähm ... Metaphorisch nicht.
- 38:29Speaker 0: Aktiv.
- 38:30Speaker 0: Leider sitzt man sehr viele Folgen.
- 38:33Speaker 0: Aber wo ich schon von Termin zu Termin, zu Termini, die hast du ja das gemacht habe.
- 38:36Speaker 0: Wo ich denke, was andere von mir erwarten oder was ja Teil der Job beschreiben ist und eigentlich war der Rittritt für mich noch mal ein Moment, wo ich auch selbst auf mich schauen konnte, auf die Politik schauen konnte wie ich gemacht habe, die ich machen wollte, die wir gerade in Deutschland erleben uns denken läuft es eigentlich richtig?
- 38:55Speaker 0: Wo bin ich vielleicht auch ganz anders abgebogen als vorgenommen hat, wofür stehe ich auch das Vertrauen verloren geht.
- 39:02Speaker 0: Das bringt ja nicht sich nur zu lamentieren, so muss man auf den Weg machen und überlegen was habe ich dann selbst dazu beigetragen?
- 39:08Speaker 0: Und das waren Befreien.
- 39:10Speaker 0: also tatsächlich ein bisschen hat sie schon gefühlt es aus einem Korsett auszubrechen vielleicht auch eins was man selbst mit genäht hat.
- 39:16Speaker 0: also sind ja nicht immer nur Erwartungen von außen sondern manchmal auch Dinge die man sich selbst so müssen mauern wie wenn es einen Eingekopf aufbaut und da war das schon wieder frei nochmal viel mehr belegen zu können.
- 39:27Speaker 0: Nicht was denke ich, was ich als Politikerin tun muss.
- 39:30Speaker 0: Sondern wovon bin ich überzeugt?
- 39:32Speaker 0: Was für eine politikerin sein will und das für mich neu zu definieren.
- 39:36Speaker 0: Tatsächlich habe ich ja der voraus Spielregeln nicht nur von Spielregen von anderen sondern von mir neu zu defineen.
- 39:40Speaker 0: Man teilt sowas darfst du nicht im Interviews sagen.
- 39:42Speaker 0: Ich hatte natürlich solche Momente auch, wo dann in den Sätzen rausgestrichen wurden aus Intermissionäne.
- 39:47Speaker 0: Es geht mir.
- 39:47Speaker 0: Wo ich heute denke warum nicht!
- 39:49Speaker 0: Das ist ja das was ich denke.
- 39:50Speaker 0: Warum sollte ich es nicht sagen
- 39:52Speaker 0: ne?!
- 39:52Speaker 0: Und ja, das wir heute definieren.
- 39:55Speaker 0: Das ist ein totaler Befreiung und ich würde mir eh wünschen, dass wir so ein bisschen davon wegkommen, sowas wie Rücktritte als das größtmögliche Scheitern zu begreifen weil das glaube auch dazu geführt hat, dass sich sehr an jeder Ente ketten wenn das Gefühl ist.
- 40:10Speaker 0: Oh Gott!
- 40:11Speaker 0: Sonst bin ich als ganze Person gescheite wo ich auch oft gefragt wurde warum es seitdem zurückgetreten ist und meinte naja wir haben mehrere Landtagswahlen verloren, wir haben Europa-Wahl verloren Und vielleicht gibt es auch einen gewissen Zuspruch, weil Leute so ein Gefühl haben von gut, dass es auch in der Kultik Konsequenzen gibt.
- 40:29Speaker 0: Weil ich habe das viele Gespräche für da gerade bei mir im Wahlkreis und es wäre doch schon Wahlkrei, wo er viele Leute hat, na wenn ich auf den Schaffern Fehler mache?
- 40:37Speaker 0: Den ersten Mal redet mein Chef einem, drüber ist alles wie ein Grut.
- 40:40Speaker 0: Dann zweit mal redet ein bisschen länger drüber aber geht auch noch.
- 40:43Speaker 0: Eigentlich zum fünften Mal den gleichen Fehler machen.
- 40:45Speaker 0: Irgendwann hat's halt Konse quenzen!
- 40:46Speaker 0: Das gilt beim Ausbildungsplatz oder des Schules oder das gilt auf einer Arbeit so... Nur in der Politik hab ich irgendwie das Gefühl, ihr macht einfach immer weiter so.
- 40:55Speaker 0: Das wollte ich auch ein bisschen durchbrechen und damit aber zeigen... ...das ist dann am Ende nicht zu hin- und die Schämen muss da eine Form von Verantwortung seiner Name.
- 41:03Speaker 1: Würdest du heute jetzt mal unabhängig von dem was du für die Zukunft ganz konkret vielleicht plus oder worüber nachdenkst?
- 41:09Speaker 1: Aber würdest du Heute die Spielregeln oder deine eigenen Bedingungen anders definieren wenn Du nochmal in einen höhere Samt in eine Rolle gehen würdest?
- 41:21Speaker 0: Ja, auf jeden Fall.
- 41:22Speaker 0: Als ich würde viel weniger mich unter Druck setzen lassen, wer was auf mich projiziert... Ich glaube, ich habe ganz oft viel Zeit damit verbracht gegen Vorurteile anzuarbeiten und zu beweisen wie ich nicht bin, dass vielleicht ein bisschen verloren gegangen ist.
- 41:36Speaker 0: Wer man isst?
- 41:38Speaker 0: Ich wird vielmehr mein Bauchgefühl vertrauen welche Themen eigentlich wirklich relevant sind.
- 41:42Speaker 0: Ich hab zwar auch ein paar Zesen im Interview steht mit Fragen gestillt, das interessiert doch außer ins Fernseherstudio eine Partei zentrale niemanden.
- 41:49Speaker 0: Aber wenn man beantwortet, sich so ein bisschen Pflicht durchdauer und Mathe zu sagen, er interessiert das hier eigentlich.
- 41:54Speaker 0: Ich würde mir viel mehr Zeit nehmen für auf der einen Seite langfristige Debatten, da wo wir auch vorher geredet haben, welche Partei hat gerade wirklichen Konzepts von demografischen Wandel?
- 42:05Speaker 0: Ich glaube keine, weil man so ist, oh Gott jetzt hat doch schon Klima gießen.
- 42:08Speaker 0: Das kommt auch, das wird uns dann zehn Jahre so richtig ordentlich in den Hintern beißt.
- 42:13Speaker 0: sich dafür vielleicht mal dreite Nene weniger zu machen, wo man sich vielleicht auch oft für Zu- und Verzichtbarheit am Ende überleben wie gut ohne ein.
- 42:21Speaker 0: Und ich würde mehr Zeit für Bürgerinnengespräche, für den direkten Kontakt.
- 42:25Speaker 0: Man ist doch viel hier in Berlin unterwegs mit anderen Journalisten oder nicht mit anderen, sondern mit Journalismen und anderen Politikern.
- 42:33Speaker 0: Dabei geht es manchmal doch verloren.
- 42:36Speaker 0: was bedeutet das politische Debatten für die Menschen da draußen?
- 42:39Speaker 0: Dafür muss man sich auch ganz aktiv die Zeit schaffen!
- 42:42Speaker 1: Jetzt haben wir nur ein paar Wochen bis zur nächsten Bundestagswahl.
- 42:46Speaker 1: Und du streckst ja auch in sozialen Netzwerken nicht gerade davon zurück, auch mal Seitenhiebe auszuteilen insbesondere gegen die Union.
- 42:58Speaker 1: und was mich so wahnsinnig macht ich komme ja aus München.
- 43:04Speaker 0: Markus
- 43:05Speaker 1: Söder gebeutelt im wahrsten Sinne des Wortes weil was man ihm ja nicht abschreiten kann ist Als unabhängig von Inhalten, über die man sicherlich streiten kann.
- 43:16Speaker 1: Aber als Politikerpersönlichkeit zelebriert er das ja fast schon in Perfektion mit allen Spielarten, die ihm gerade so einfallen.
- 43:26Speaker 1: Markus
- 43:26Speaker 0: Söder hat eine Einschaft, die kaum ein deutscher Politiker hat und das ist Unterhaltsamkeit.
- 43:30Speaker 0: Das darf man nicht unterschätzen!
- 43:31Speaker 0: Also manchmal haben Leute ganz oft Konkurriertpolitik nicht mit der anderen politischen Partei sondern mit Netflix.
- 43:37Speaker 0: Ob die Leute irgendwie hier was in Netflix anschauen oder noch mal ein politisches Video... Und da, das hat er gut erkannt.
- 43:43Speaker 0: Wie relevant ist es auch unterhaltsam zu sein?
- 43:46Speaker 1: Ja absolut.
- 43:47Speaker 1: und gleichzeitig beansprucht die Union heute Populismus für sich wie kaum eine andere Partei von den eigentlich nicht populistischen Parteien.
- 44:00Speaker 1: was ich vorhin schon meinte Ist das aus deiner Sicht also klar.
- 44:04Speaker 1: jetzt nicht deine Partei aber oder nicht deine Parteien?
- 44:08Speaker 1: Aber trotzdem Ist das was ein Weg ist, den man gegen kann und zu sagen naja irgendwie halten wir uns da auf unseren irgendwo um die dreißig Prozent.
- 44:20Speaker 1: Um nicht einzubrechen indem wir jede Spielart nutzen um gegen die AfD zu kämpfen oder machen wir uns genau dieses Vertrauen in die Politik mit dem wegen die da gegangen werden nicht sogar noch mehr.
- 44:35Speaker 0: Ich halte es total gefährlich.
- 44:37Speaker 0: Ich glaube, die Vorstellung kann Populisten bekämpfen, indem man selbst populistischer wird ist auch offensichtlich in ganz vielen anderen Ländern gescheitert.
- 44:45Speaker 0: Wir haben das in Österreich gesehen, wo die Konservativen immer rechter aufgetreten sind.
- 44:49Speaker 0: Hat der FPÖ geschalt?
- 44:51Speaker 0: Ganz da weiß ich, stellt sich vielleicht sogar den Kanzler!
- 44:53Speaker 0: Wir haben ein bisschen Großbritannien gesehen und wo die Tories gescheitet sind.
- 44:57Speaker 0: Und wir haben mir einen USA gesehen, an dem am Anfang Teil der Republikaner, die aber durchaus keine recht extrem waren.
- 45:06Speaker 0: Trump irgendwie interessant.
- 45:08Speaker 0: und Hauptsache, man hat ein Instrument gegen die blöden Demokraten, die eingenerft haben.
- 45:12Speaker 0: Und heute gibt es keine de facto-republikanischen Parteien mehr.
- 45:15Speaker 0: Es gibt nur eine Trump-Partei.
- 45:17Speaker 0: Das ist ein Spiel mit dem Feuer, wo man am Ende immer noch sich selbst verbrennen wird.
- 45:22Speaker 0: Ich bin auch davon überzeugt da, dass demokratische Parteien anfangen so viele Positionen zu übernähen wie möglich.
- 45:27Speaker 0: von rechten Parteien wird am Ende das Original gewählt werden.
- 45:31Speaker 0: Weil man ja eigentlich ... immer impliziert.
- 45:33Speaker 0: Die hatten eigentlich recht, aber wir machen es ein bisschen netter, ein bisschen weniger irgendwie weitgehend oder sowas und ich meine das muss man sogar sagen da würde ich auch mich selbst in die eigene Nase fassen meiner Partei auch.
- 45:46Speaker 0: wir haben glaube ich manche Debatten z.B.
- 45:48Speaker 0: bei Migrationen oder Bürgergeld zu sehr gescheut also wo man so ein bisschen Narrative der anderen übernommen hat.
- 45:53Speaker 0: und dann habe ich mir gesagt aber wollen sie nicht ganz so weit gehen?
- 45:55Speaker 0: Nein, ich glaube man muss schon verstehen wissen als Parteien Meinungsabbildende Kraft, dann wird immer gesagt ja das so und so viele Leute in Gingsburg.
- 46:04Speaker 0: Ja klar wenn ich jeden Abend ein Talkshow sehe zu wo alle darüber reden was es für Schmarotze gibt, wie er spricht ist doch klar dass wir die Meinung herausbilden.
- 46:11Speaker 0: Das heißt also schon auch darum geht wirklich um die Köpfe der Herzen der Menschen zu kämpfen.
- 46:16Speaker 0: Und bei der Union ist schon mal einen Eindruck, dass sie einer ziemlichen Wegabelung sind... seit dem Ende von der Ära Merkel.
- 46:25Speaker 0: Erstmal ist es total normal, dass so lange Kanzlerschaften mir schon auf eine Kanzlerin die tatsächlich die Partei sehr in die Mitte gerückt hat, das es da ein Neufindungsprozess gibt.
- 46:35Speaker 0: Aber ich sehe hier so ein bisschen drei Lager.
- 46:36Speaker 0: Das eine ist glaube ich ein sehr lieber Rauslager, das auch stark in Angler-Märk lang genutzt mit Enrique Wüsten und Daniel Günther.
- 46:43Speaker 0: Das zweite ist das wie ich März tatsächlich einordnen würde, so einen Bissenzonen ... neunziger Jahre Lager, da will man eigentlich zurück in die Zeit vormärke.
- 46:53Speaker 0: Aber schon in so eine klassisch konsultive Partei eher vielleicht wieder die Kohljahre als der Orientierungspunkt.
- 46:59Speaker 0: und dann gibt es aber auch einen Teil und Söder rutscht da immer mehr ab in diese Richtung.
- 47:04Speaker 0: Da habe ich gar nicht das Gefühl dass sie zurück in eine klassische konsultiven Partei wollen sondern ist ja eigentlich auch eine partei den loblikanischen Vorbilden worden also eine sehr stark populistisch rechts blinkende sich von manchen Ketten, von Fackengebundenheit bis anderen Dingen zu befreien und so was.
- 47:23Speaker 0: Und so ein neues Police-Wake, das dann ja auch, wie es sich anleiht, ein Mask mit etc.
- 47:28Speaker 0: Übrigens die FDP entwickelt sich gerade sehr in die Richtung, wenn sie plötzlich von Maske und Millähe mal zu ihren Vorbildern erklärt.
- 47:35Speaker 0: Das wird eben total spannend wer sich da durchsetzen kann, glaube ich, in dieser innerparteilichen Auseinandersetzung.
- 47:41Speaker 0: So erklärt sich für mich auch diese... Obsession, die Markus Söder mit den Grünen hat.
- 47:47Speaker 0: Also es ist ja wirklich kein Tage, wie Markus Söhler keine Koalition mit den Grünen ausgeschlossen hat.
- 47:53Speaker 0: Nämlich aber ich sitze nicht jeden ans Haus in Träumen von Koalition Markus Søder.
- 47:57Speaker 0: Aber wenn uns zum Beispiel Österreich eines zeigt warum kann dort jetzt Kickel vielleicht zum Kanzler gewählt werden?
- 48:03Speaker 0: Weil davor die Demokraten es nicht mehr geschafft haben sich zu einigen weil die Regierungsbildung zerbrochen ist.
- 48:09Speaker 0: das heißt da wo Demokraten nicht mehr koalitionsfähig sind Gewinnen die antidemokraten.
- 48:13Speaker 0: Das ist auch das Spiel mit dem Feuer, aber er macht es natürlich in der Abgrenzung von Rüsten.
- 48:18Speaker 0: Günd habe ich würde sagen.
- 48:19Speaker 0: Auch in der Abgrenzung von März um so einen neuen Pfad für die Union zu beschreiben.
- 48:25Speaker 0: und wie gesagt andere Länder haben uns gezeigt konservative Parteien können sich schneller verändern und zu rechten Parteien werden als ich mir selbst noch vor dreißig Jahren nicht vorstellen konnte.
- 48:36Speaker 0: Aber da ist vieles sie vor dreizig Jahren noch vorstellen konnten
- 48:39Speaker 1: was ja bis zur Ja, ich würde es fast schon Grenzüberschreitung geht.
- 48:44Speaker 1: Dass wir mit so Themen wie der Staatsbürgerschaft spielen, wo ich nur da saß und mir gedacht habe, naja also erstens A, wie geschichtsvergessen kann man sein?
- 48:53Speaker 1: Und B, wie wenig juristische Beratung holt man sich denn ein bevor man sowas irgendeine Welt rauskommt?
- 48:59Speaker 0: Und auch wie wenig kennt man die Realitäten in diesem Land?
- 49:03Speaker 0: Also ich glaube, ich kenne fast niemanden, der nicht jemand... In seinem Bekanntenkreis als Arzt, als Gemüseverkäufer und Angestellte in der Stadt kennt der oder die eine doppelte Staatsbürgerschaft hat.
- 49:17Speaker 0: Das sind Menschen, die dieses Land über Jahrzehnte hinweg mit aufgebaut haben, mitgebrägt haben, hier steuerende Zeit haben, die hier Kindergroß gezogen haben.
- 49:25Speaker 0: Teile dieses Landes!
- 49:27Speaker 0: Und plötzlich komme ich daher dann als Friedrich Merz und sagt, ob man das so richtig vertrauen kann?
- 49:33Speaker 0: Das heißt was er eigentlich macht wenn es sagt Menschen, die doppelt Staatsbürgerschaft haben soll so viel aberkannt werden sind Deutsche auf Bewährung.
- 49:40Speaker 0: Also du bist war Deutscher?
- 49:42Speaker 0: Aber weil du doch nicht so ganz ... Du siehst nicht aus wie so Michael oder so eine Manuela.
- 49:48Speaker 0: Deshalb bist du ein Deutscher auf Bewährungen und das wird ganz viel Misstrauen schaffen.
- 49:51Speaker 0: Das wird bei den Menschen, denen diese doppelte Staatsbürgerschaft haben, das Gefühl erzeugen von ich gehöre nicht richtig dazu bringt auch Integrationspolitisch kompletter Schwachs und würde genau einen gegenteiligen Effekt an dem man eigentlich haben will.
- 50:03Speaker 0: Und es ist rechtlich natürlich absurd, weil unser Grundgesetz aus sehr guten historischen Gründen zieht ganz bewusst keine Staatsbürger erste und zweitartigste.
- 50:11Speaker 0: Es gibt Menschen die sich bewerben müssen, die sie noch nicht haben.
- 50:14Speaker 0: Und da ist auch okay, dass man sagt, die müssen bestimmte Dinge vorweisen in den Prozess.
- 50:17Speaker 0: Das ist ja auch nochmal, wenn Sie uns im Gedächtnis rufen, die Staatsbürgers Kriegern hinterhergeworfen.
- 50:21Speaker 0: Da hervorsteht ein ganz langer Prozess von Dingen, die ich vorweisen muss, Zeit, wo ich hier gelebt habe muss.
- 50:26Speaker 0: Aber wenn ich spinn', dann bin ich deutscher Und da kann ich auch versprechen, gegen alle solche Vorhaben werde ich kämpfen.
- 50:35Speaker 0: Dann
- 50:36Speaker 1: wünsche ich dir dafür ganz viel Kraft!
- 50:38Speaker 1: Auch jetzt in den Wochen vor der Wahl kommt ja noch einiges auf uns alle zu und bin gespannt wie das Ganze ausgeht und wo wir dich dann irgendwann mal wieder singen.
- 50:48Speaker 0: Vielen Dank, hat mich sehr gefreut.
- 50:51Speaker 1: Das war es leider schon.
- 50:53Speaker 1: Die letzte Runde ist ausgetrunken.
- 50:55Speaker 1: – das Gespräch zu Ende.
- 50:58Speaker 1: Vielen dank fürs Zuhören.
- 51:00Speaker 1: Bitte nimm Rücksicht auf die Nachbarn und sei leise, wenn du die Bar vermisst.
- 51:05Speaker 1: Aber vergiss auf keinen Fall den abonnieren Button zu klicken!