Latest / RENEWA Sanierungsnavigator / Hitzewellen in Deutschland: Warum Sanierung auch im Sommer wichtig wird
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- RENEWA GmbH: Wenn wir über energetische Sanierung sprechen, denken die meisten wahrscheinlich zuerst an den Winter. Also wie bleibt die Wärme im Haus? Wie bekomme ich meine Heizkosten runter? Brauche ich eine Wärmepumpe? Wie gut ist eigentlich meine Dämmung? Das ist auch alles richtig, aber nach den Hitzewellen der vergangenen Wochen wird immer deutlicher, wir müssen bei der Sanierung auch über die andere Richtung sprechen. Nämlich darüber, wie wir die Hitze draußen halten. Hohe Temperaturen in Deutschland werden nämlich zunehmend zum Problem, gerade in Gebäuden, die sich über mehrere Tage immer weiter aufheizen. Besonders unangenehm wird das an Dachgeschosswohnungen oder bei großen Fensterflächen Richtung Süden und Westen. Irgendwann bekommt man dann die Wärme auch nachts einfach nicht mehr aus dem Gebäude. Und genau darauf weist jetzt auch der Energieberatendenverband G I H hin. Die Forderung ist im Grunde ziemlich simpel. Wenn wir die Gebäude ohnehin für die kommenden Jahrzehnte sanieren, dann sollten wir sie nicht nur für kalte Winter, sondern auch für heiße Sommerfit machen. Das beste Beispiel ist da mal die Dämmung. Da können wir mal reinschauen. Eine gute Dach- oder Fassadendämmung Die reduziert im Winter die Wärmeverluste. Im Sommer kann sie gleichzeitig dafür sorgen, dass sich das Gebäude deutlich langsamer aufheizt. Und dazu kommt auch der Sonnenschutz. Gerade bei großen Fensterflächen ist ein außenliegender Sonnenschutz extrem wirksam und auch sehr nützlich. Also Rollläden, Ruffstores oder andere Verschattungssysteme können verhindern, dass die Sonnenenergie überhaupt erst durch das Fenster ins Gebäude gelangt. Und dann gibt es natürlich noch weitere Möglichkeiten. Wir haben ja zuletzt auch schon über begrünte Dächer und Fassaden gesprochen. Das packe ich auch nochmal in die Show Notes, das finde ich sehr, sehr, hilfreich. Dann aber auch durchdachte Lüftungskonzepte oder eine Verschattung durch Bäume oder andere Pflanzen. All das sollte man mal im Kopf behalten. Auch die Wärmepumpe bekommt in diesem Zusammenhang eine interessante zusätzliche Funktion, denn viele Wärmepumpen können nicht nur heizen, sondern auch kühlen. Bei reversiblen Wärmepumpen lässt sich der Prozess entsprechend umkehren und das kann gerade dann spannend werden, denn ohnehin eine Photovoltaikanlage auf dem Dach liegt. Denn genau an den heißen und sonnigen Tagen, an denen Kühlung benötigt wird, produziert die PV-Anlage eben besonders viel Strom. Man nutzt also vereinfacht gesagt einfach die Sonne, ⁓ das eigene Haus vor Hitze zu schützen und das ist ja auch eine ganz schöne Entwicklung. Bei Wärmepumpen als Klimaanlagenersatz gibt es natürlich ein paar Themen zu beachten, gerade was auch die möglichen Temperaturen angeht, auf die man es runterkühlen kann, besonders wenn es über Fußbodensysteme geht. Auch dafür haben wir schon mal einen eigenen Podcast aufgenommen, das packe ich also noch mal ebenfalls in die Show Notes. Man könnte den ganzen Salopp natürlich auch sagen, dann bauen wir eben überall Klimaanlagen ein. Das wird sicherlich auch häufiger passieren. Man sieht das ja auch in der Nachfrage immer, wenn die Temperaturen mal hochgehen. Aber aus energetischer Sicht sollte die Frage eigentlich zunächst eine andere sein. Wie verhindern wir nämlich zunächst, dass sich das Gebäude überhaupt so stark aufheizt? Wenn Wärme, die gar nicht erst ins Haus gelangt, die muss anschließend auch nicht mit südlichen Energieeinsatz wieder herausgekühlt werden. Und deshalb ist die Reihenfolge wichtig. Also erst Verschattung, Dämmung, Begrünung, Lüftung optimieren und dann schauen, welche aktive Kühlung tatsächlich noch notwendig ist. Und wie gesagt, die Wärmepumpe die kann da auch ihren Beitrag leisten. Ich finde die Diskussion ziemlich spannend, denn energetische Sanierung wurde in Deutschland vor allen Dingen aus der Perspektive des Energieverbrauchs im Winter betrachtet. Das auch grundsätzlich nachvollziehbar. Schließlich macht das Heizen einen großen Teil des Energieverbrauchs unser Gebäude aus. Aber ein Gebäude, das wir heute sanieren, das sollte nicht nur in den nächsten fünf Jahren funktionieren. Im Idealfall sprechen wir über mehrere Jahrzehnte und die Sommer werden nun mal immer heißer. Wir müssen uns also fragen, Wie sieht ein heißer Sommer 2040 oder 2050 aus und funktioniert das Gebäude dann eben noch genauso gut? Das gilt für das eigene Einfamilienhaus, das gilt für Mehrfamilienhäuser, wo viele Mieter drin wohnen und das gilt natürlich auch für Einrichtungen wie Schulen, Krankenhäuser oder Pflegeeinrichtungen. Gerade dort können extrem hohe Raumtemperaturen schnell zum echten Problem werden. Und ganz ehrlich, wenn wir uns die Anzahl der Hitzetoken in Deutschland in diesem Sommer anschauen, dann ist das auch einfach eine extreme Zahl und da kann man entsprechend gegenarbeiten. Also der Appell an der Stelle, wer heute saniert, sollte beide Jahreszeiten mitdenken. Dann wird das energetische Sanierung tatsächlich ein Gebäude, das nicht nur effizienter ist, sondern in dem man auch in 10, 20 oder 30 Jahren in jeder Jahreszeit angenehm wohnen