Latest / MOMENTUM - kevinkellermazza / #2 Vom Adoptivkind zum Cover der Vogue - Lee Kramer
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- 0:00Herzlich willkommen, Li. Schön, dass du da bist. Unser erster Gast zu unserem Podcast «Du entscheidest». Eine riesige Freude, weil ich habe das vorhin schon erwähnt, ich habe deinen Namen in den letzten Wochen schon sehr oft gehört. Und obwohl du schon sehr lange auf dem Markt bist, mit deinem Unternehmen, mit deinem Traum, das du am Leben bist,
- 0:21ist es für mich so gewesen, dass die Namen in den letzten Wochen sehr vielmals erwähnt wurden, sehr vielmals in Kontakt gekommen sind. Und deshalb bin ich mega happy, dass du unser erster Gast bei unserem Podcast bist. Danke vielmals für die Einladung. Ich freue mich sehr, hier zu sein, über meinen Werdegang zu sprechen und mich mit euch auszutauschen. Wir wissen aber gar nicht, was Lee macht. Und zwar ist Lee einer der krassesten, härtesten Hochzeitsfotografen in der Schweiz.
- 0:50Ja, ich kenne ihn schon seit gefühlt 100 Jahren. Wir treffen uns immer wieder mal im Leben, zum richtigen Zeitpunkt, am richtigen Ort. Darum freut es mich auch extrem, dass du heute hier bist. Warum du hier bist, haben wir so ein bisschen angedeutet. Es geht wirklich darum, ich möchte deinen Werdegang ein bisschen kennenlernen oder präsentieren, weil es mega wichtig ist. Ich glaube, du bist eine riesen Inspiration für viele Menschen hier draussen. Und ja, schön, dass du da bist. Ich habe mega Freude.
- 1:19Ich freue mich auch sehr. Wie gesagt, der ganze Werdegang, wenn ich so zurückblicke, ist es manchmal schon wow, was ich schon erreichen durfte. Ich freue mich auch sehr darüber, wie das Ganze auch gekommen ist. Es ist nach wie vor nicht selbstverständlich, aber wiederum auch die logische Konsequenz von allen Handlungen, die ich gemacht habe.
- 1:44Ich wollte gerade sagen, nicht selbstverständlich. Wieso? Weil unser Podcast heisst ja «Du entscheidest» und wir wollen ja die Leute ermächtigen oder motivieren. Klar. Eigentlich eine Entscheidung, also dass sie selber... Wir sind Schöpfer von unserem Leben, darum die Entscheidung. Oder war es eine Entscheidung für dich, zu sagen, «Hey, ich mache jetzt das, ich werde XY, ich werde...»
- 2:04Das ist so. Also, es ist mir nichts in die Schosse gefallen. Du musst immer, und das ist eigentlich auch die Haltung, die du generell annehmen musst, wenn du etwas startest, dass niemand auf dich wartet. Und aus dieser Sicht wirst du von passiv zu aktiv und machst auch deine Entscheidungen. Wiederum bin ich immer dankbar für alles, was ermöglicht wird durch das.
- 2:31Du hast gerade gesprochen, starten. Wann hast du mit deiner Selbstständigkeit gestartet? Wie ist das Ganze passiert?
- 2:39Erzähl doch etwas mehr, was du genau machst und wieso. Es sind zwei Dinge, die entscheidend waren, damit ich das Ganze gepusht habe. Wieso ich gestartet habe, war damals aus einem Hobby. Ich kaufte eine Kamera auf Weihnachten 2013 und fotografierte sie dann etwas um.
- 3:02Dann bekam ich Spass daran und wollte mir das immer mehr angegnen, mehr lernen und ausprobieren. Was sind deine ersten Fotos, die du gemacht hast? Naturbilder von Vögeln, Flöße, solche Sachen. Dann begann ich mit der Personenfotografie.
- 3:18Das hat mich auch gepackt, weil ich den Austausch gerne habe. Mit Gebäuden oder Flüssen. Es gibt schon Leute, die einen Austausch haben. Ja, ein anderer oder andere Art und Weise. Aber ich mag es, wenn ein Austausch stattfindet.
- 3:33Aber zurück zu diesen zwei Punkten, wie ich das Business eigentlich gestartet habe. Ich bin adoptiert und 2012 war es vor über 10 Jahren, da habe ich meine leibliche Familie kennengelernt. Ich bin dann nach unten gegangen
- 3:51Und als ich dort eineinhalb Monate gelebt habe, wurde mir bewusst, welche Möglichkeiten ich hier habe. Es brauchte einen Moment, bis ich das alles realisiert habe. Sicher über ein Jahr brauchte ich das, um das Ganze zu verarbeiten. Es hat mich völlig aus der Bank gehauen. Ich war 25, hatte das Gefühl, dass ich schon im Leben stand und etwas erfahren konnte. Aber egal, in welchem Alter ich gegangen wäre, es hätte mich oder jeden aus der Bank gerührt.
- 4:21Die Erkenntnisse, die ich dort gewonnen habe, haben meinen Horizont erweitert. Was ist die grösste Erkenntnis, die du im Jahr 2012 gewonnen hast? Aber zum ersten Mal deine lieblichen Eltern noch nicht gesehen hast.
- 4:39Bis dahin ist es nicht in zwei Worten richtig zu fassen. Ich habe meine Familie kennengelernt, meine lieblichen Eltern. Sie haben mich in den Arm genommen, haben geplatscht und gezittert. Ich bin halt irgendwie...
- 4:55waren für mich fremde Menschen. Sie fehlten 25 Jahre Erfahrung und Verbindung. Ich merkte, dass die Blutstärke stark war. Ich fühlte mich zu Hause. Hast du das Gefühl, dass du mitgemacht hast? Ich kam nach Hause.
- 5:16Was mich dazu umgekauert hat, ist die Dankbarkeit und Wertschätzung, die die Leute dort haben. Klar, du siehst immer noch an einem Fassaden. Bei meiner lieblichen Familie habe ich auch noch an einem Fassaden gesehen. Ich weiss ja nicht, wie die Verhältnisse im Hintergrund sind. Aber die Leute dort haben wenig, aber sie haben ein Lächeln. Sie laufen mit einem Lächeln herum und alles zusammen und...
- 5:38Das hat mich so inspiriert. Ich bin dann zurückgekommen in die Schweiz. Ich habe einen Moment gebraucht, um alles vorzuarbeiten. Aber ich habe dann gemerkt, ich habe sämtliche Voraussetzungen, um hier erfolgreich zu sein. Ich bin gut aufgewachsen. Ich habe eine gute Familie hier in der Schweiz. Ich habe etwas im Kopf. Ich habe ein bisschen Schnorren, das wichtig ist, um sich zu vermarkten.
- 6:02Das war der Katalysator für alles. Das war Punkt 1. Punkt 2 war, ich war damals bei einem ehemaligen Arbeitgeber. Ich habe das immer auch. Ich war Buchhalter.
- 6:17Immer flüssig mit Mitarbeitern und alles. Und da wurde ich dann auch befördert. Für gute Leistungen. Das war im Oktober. Dann hat es geheiss, wir schauen Ende Jahr wegen Lohnerhöhung. Dann habe ich mich darauf gefreut. Und Ende Jahr hat es geheiss, ich muss mich zuerst in der neuen Position beweisen. Und dann gibt es eine Lohnerhöhung. Und das war so ein Moment, in dem ich mega enttäuscht war.
- 6:45Aber es war mein Fehler. Ich hatte die Erwartung, dass ich mein Glück von jemand anderem abhängig mache. Hast du das? Darum dein Fehler? Ich wollte etwas selber aufbauen, wo ich selber bestimmen kann, wie viel ich verdiene. Und wie viel mein Einkommen ist. Damit ich selber bestimmen kann und über mein Glück entscheiden kann.
- 7:12Die innere Stimme, die durchgedrückt hat. Das waren die zwei Punkte, die sehr entscheidend waren in der ganzen Kraft, die ich aufgebaut habe, um das Ganze zu bewältigen, die ich mir vorgenommen habe. Auch die Ziele, die ich mir gesetzt habe. Das erste, was mir in den Sinn kam, war, dass du eine Ausbildung als Buchhalter gemacht hast. Ja, genau. Okay, gut. Ja. Du bist jetzt Hochzeitsfotograf. Ja.
- 7:39passt für mich in meinen Augen gar nicht.
- 7:42gar nicht kreativ, zu extrem kreativ sein. Es ist gut, wenn du als Buchhalter nicht kreativ bist, weil du irgendwann schon im Gefängnis bist, wenn du kreativ bist. Aber es sind absolute Gegensätze. Absolut, ja. Aber es sind, noch einmal durchgegangen, bin ich das Produkt von Gegensätzen. Weil die Philippinen und die Schweiz sind auch schon riesige Gegensätze.
- 8:09Aber im Endeffekt mache ich die Augen zu und das stimmt für mich. Das ist das, was wichtig ist. Ich habe immer noch die Kreativität, die ich schon früher hatte, ich habe gerne Photoshop gemacht, schon immer. Von daher ist das die logische Konsequenz, dass ich jetzt fotografiere.
- 8:32Aber als du gemerkt hast, dass die Lohner nicht kommen, war das der Trigger-Point, um zu merken, dass du unabhängig sein wolltest. Wussten du schon, dass es zu viertel sein wird? Oder warst du einfach so, dass du nicht weisst, was es ist, aber dass es etwas wird?
- 8:49Wann war das genau? Das war im Jahr 2015. Die erste Hochzeit war im Jahr 2016. Im Jahr 2015 war das eigentlich. Ich habe dort schon etwas Geld verdient mit anderen Fotoaufträgen. Ich wusste einfach, dass es etwas anderes sein muss. Ich wusste zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass es fotografiert werden wird.
- 9:10Aber es war nachher ein sehr logisches Ding, weil ich immer mehr Aufträge bekommen habe, immer präsenter auf Social Media war. Es kam dann auch die erste Hochzeit. Dann war der Gedanke, ich könnte eigentlich ein Business daraus machen, wo mein Name darunter steht.
- 9:29Deine erste Hochzeit war 2016. 2016 war mein allererstes. Die letzte hast du wann gefiltert? Die letzte? Am 15. März. Von deiner ersten zu deiner letzten von deiner letzten Shooting.
- 9:46Rein von deinem Style hat sich da etwas da? Siehst du, dass sich das immer weiterentwickelt? Meinst du, es ist wichtig, sich weiterzuentwickeln, weil sich einfach Bedürfnisse auch ändern, weil sich Styles ändern? Wie machst du das für dich? Wie kannst du dich selber weiterentwickeln? Also ich kann jetzt nur für mich reden, weil ich sehe Fotografen, die schon länger fotografieren, aber immer gleich fotografieren. Ich brauche einfach immer eine Veränderung.
- 10:16Wie bei allem, was ich mache, braucht es wie immer neue Komponenten. Ich schaue es wie ein Orchester an. Und es kommt immer ein neues Instrument dazu. Und das ist das, was mich jetzt glücklich macht. Ich weiss nicht, wie es in einem Jahr ist. Ich möchte dann nur noch ein Instrument spielen. Aber ich habe eine riesige Entwicklung gemacht. Von meiner ersten zu meiner letzten Hochzeit. Der Stil hat sich auch geändert. Es hat sich alles mögliche geändert. Wie ich etwas...
- 10:45wie ich die Leute positioniere oder avisiere, was sie machen sollen, wie das Ganze passieren soll, weil ich die Erfahrung habe, welcher Blickwinkel gut ist und das Beispiel. Es hat sich wirklich alles optimiert.
- 11:02Gestern ging ich durch dein Instagram und sah bei «About me» die Stories, die man speichern kann, eines der ersten Highlights, und sah, wie du dich vorstellst, wie du mit dem Bär umgegangen bist. Eine Szene ist mir mega geblieben, wie du blaue Farben auf ein Hochzeitskleid drauf hast. Ah, ja.
- 11:31Wie? Also wirklich Farbe? Ja, also ich erkläre es nachher. Du kannst auch einen Kontext dazu geben. Aber ich sehe, wie du diese blaue Farbe drauf tust und dann sagst du, «Oh ja, sieht einfach mega gut aus.» Und dann «Papp!» noch mehr. Und ich so «Oh mein Gott, Hochzeitskreis, das auch?» Ja, ja. Was ist genau das? Das ist nur zum Entwarnung gegeben. Das ist eigentlich ein «Trash the Dress»-Shooting. Das ist eigentlich ein Shooting nach der Hochzeit. Ah.
- 11:55In Amerika ist es so, dass man das Kleid noch trashen lässt. Man kommt manchmal noch jemand rein oder macht ein Shooting. Wir haben mit Farben, mit Pulver auf das Kleid gerührt und dann die Bilder gemacht. Krass, dass das noch nicht in der Schweiz ankommt. Also so populär? Ja, man kennt es nicht so, aber in Amerika ist es recht ding, dass man das Hochzeitskleid noch trashen lässt. Aber das passiert auf einer Hochzeit natürlich nicht.
- 12:23Okay, gut. Das sind auch Sachen, da musst du ja auch Inspiration holen. Wie machst du das? Wo holst du deine Inspiration? In dem Fall ist die Kundin auf mich zugekommen, sie möchte das unbedingt machen. Das möchte nicht jede machen. Aber das ist wirklich nach der Hochzeit? Nach der Hochzeit, ja. Du machst das Shooting nachher.
- 12:43Aber die Inspirationen erhalte ich eigentlich durch das Magazin, das ich lese. Mein Live-Goal ist es, irgendwann eine Hochzeit im Vogue-Magazin zu bringen. Irgendwann einmal. Irgendwann einmal. Du entscheidest. Ja, das ist mein absoluter Live-Goal. Und mein Tüpfel ist natürlich, wenn du es aufs Cover schaffst.
- 13:07Das ist das Maximum für jeden Fotograf. Aus Magazinen, Social Media und ich lasse mich auch inspirieren durch andere Fotografen, die sehr kreativ sind. Gibt es da Zusammenarbeit mit anderen Fotografen? Nicht direkt. Ich habe meine eigenen Fotografenkollegen, mit denen ich zusammen arbeite. Aber sonst mit Fotografen, die ich folge und mich inspirieren.
- 13:32Das ist wie für mich, sie sollen ihr Ding machen und ich schaue, wie sie es machen. Es hat jetzt in dem Sinne noch keine Kooperation gegeben.
- 13:40Darf ich noch etwas fragen? Du bist jetzt 10 Jahre im Game. Der Wendepunkt in deinem Leben war 2012 oder 2013? Im März 2012 besuchte ich meine Familie zum ersten Mal. Ein Jahr später, in diesem Jahr, als ich meine jetzige Frau kennengelernt habe, war dieser Wendepunkt.
- 14:08Wenn du die letzten zehn Jahre zurückgehst, was ist dein Highlight von diesen zehn Jahren? Etwas, das dich voll beim hervorsticht? Egal ob privat oder geschäftlich. Ich glaube, deine Tochter hast du ja noch bekommen. Ich nehme mal an, dass ich sicher eines von denen habe.
- 14:27Absolut. Absolut ist sicher eines meiner Highlights generell. Aber ich möchte das gar nicht so klar sagen. Die Geburt unserer Tochter ist ein absolutes Highlight. Aber ich habe das Gefühl, der ganze Werdegang in den letzten zehn Jahren, der Weg, ist das, was mich am meisten stolz macht. Es sind einzelne Meilensteine, die rausstechen, aber ich kann dir nicht sagen, das ist das Highlight. Das ist der ganze Weg.
- 14:57Der Weg ist das Ziel sozusagen. Es sind immer die Kleinigkeiten. Und ich habe auch das Gefühl, wir warten immer auf das Grosse, wir warten immer auf den Big Bang. Aber es sind wirklich so die Kleinigkeiten, wo wir uns mehr und mehr schätzen lernen dürfen. Also würdest du auch sagen, im Nachhinein betrachtet sind es die vielen Kleinigkeiten, die das Grosse ganz ausmachen? Absolut.
- 15:19Ich habe jetzt die Erkenntnis gewonnen, weil ich mittlerweile schon so viele Hochzeiten fotografiert habe, und auch genau weiss, was ich möchte. Und dass es wirklich die einzelnen kleinen Sachen sind, die ich mir immer zielsetze und dann erreiche. Dass das eigentlich die entscheidende Sache ist, weil die Erwartungshaltung darfst du nicht haben.
- 15:40dass du das Ziel, das du gesetzt hast, erreichst und dann bist du zufrieden. Ich werde nie zufrieden sein. Es soll nicht so klingen, dass ich nicht dankbar für alles bin, aber ich werde nie von einer Hochzeit wegfahren und sagen, ich habe alles richtig, alles perfekt gemacht. Das wird nie der Fall sein. Ich habe immer das Gefühl, ich könnte noch das machen, ich könnte noch das auch machen. Hätte man dort nicht noch mehr Zeit gehabt? Das soll es auch sein, denn das ist das, was mich auch antreibt.
- 16:07Wenn ich weiss, dass ich nur einen Sterbüch als Bischbüch mit 85 oder 90 Jahre habe, dann kann ich vielleicht sagen, dass ich alles erreicht habe. Ich bin mega happy. Ich denke, dann kommt der Moment. Was würdest du gerne erreichen?
- 16:22Oh nein, ich habe es mir gesagt, Vogue. Vogue, fix. Und Canon Ambassador. Ah, okay. Der offizielle Botschafter von Canon. Das sind die zwei Themen, die ich immer gesetzt habe. Unter anderem noch viele kleine andere. Das sind die geschäftlichen. Privat natürlich schauen, dass unsere Kinder etwas auf die Reihe kriegen. Und ja, das ist das, um mit meiner Frau alt zu werden.
- 16:52Das sind so die Ziele.
- 16:55Es wird eine Challenge, generell. Alles. Wie sieht dein Alltag aus? Du bist ja selbstständig. Ich als «Queen of Habits»... Was sind Gewohnheiten von dir, die du im Nachhinein betrachten kannst? Dank dieser Routine, dieser Gewohnheit, stehe ich jeden Morgen auf, bin motiviert. Auf die Hochzeit, auf die Events bezogen. Was ist das Gefühl, ausschlaggebend auf «Habits» bezogen?
- 17:26Ich kann es dir nicht mal genau sagen. Es ist das Ziel, wenn ich am Morgen aufwache, dann freue ich mich auf den Tag. Dass ich die Möglichkeiten habe, die ich mir geschaffen habe, dass ich die auch ausleben darf. Also in dem Fall ist es Dankbarkeit, eine Gefühlsgewohnheit, die du eigentlich hast. Es ist ein Gefühl. Ich bin ein extrem gefühls Mensch. Es ist alles nach Gefühl. Mit einem Vibe.
- 17:50Wenn ich z.B. an einer Hochzeit am Bearbeiten bin und ich in dem Moment wirklich keinen Bock habe, mache ich etwas anderes, bis ich es wieder fühle. Dann bin ich wieder dran. Ich kann nicht von morgen bis am Abend das durchziehen.
- 18:09Aber das ist dann auch so, da sind wir wieder beim Thema Angst. Wir arbeiten ja viel mit Angst, blöd gesagt. «Oh Scheisse, ich habe den Termindruck, bis dann und dann muss ich es machen.» Und in solchen Fällen kommt ja meistens die Angst auf, «Hey, wenn ich das jetzt nicht mache, werde ich ja nicht fertig.» Kannst du bestätigen, dass wenn du es zum richtigen Zeitpunkt machst, trotzdem immer die Deadline einhältst und so. Weisst du, was ich meine?
- 18:33Ich konnte das bis jetzt immer einhalten. Ich setze auch lange. Ich habe in diesem Sinne immer wieder Zeit, um daran zu arbeiten. Manchmal muss ich mich selbst ausdrücken. Am besten arbeite ich eigentlich immer unter Druck. Das war schon immer so. Das hat meine Mutter schon immer gesagt in der Schule. Ich habe immer ein Messer am Hals, damit ich lerne und etwas mache.
- 18:57Ich habe das Gefühl, dass es heute noch so ist, aber es ist jetzt anders, weil ich weiss, dass es mein eigenes Baby ist, das ich am machen kann. Also bis jetzt. Und halt, es ist auch anders.
- 19:13Ich habe eine ganz andere Verantwortung. Natürlich mittlerweile. Es ist ein Druck da, logisch, aber es ist nicht eine Last. Ich freue mich, um Familienvater zu sein. Ich freue mich, dass meine Frau 100 Prozent um Emilia kümmern kann. Sie ist nicht erwerbstätig, aber sie arbeitet natürlich viel mehr als eine Hausfrau.
- 19:43vom Wachstum und der Erziehung unserer Tochter vermisst. Ist dir das ein grosses Anliegen? Aufgrund deiner Erfahrungen? Klar bin ich mega happy, dass das Auto Emilio nicht in die Kinderkrippe muss. Da bin ich mega dankbar. Aber im Endeffekt muss das meine Frau entscheiden.
- 20:09Es muss für sie stimmen. Klar ist es eine gemeinsame Entscheidung. Aber mir ist wichtig, wenn es für sie stimmt, dann stimmt es auch für mich. Weil als Mutter sieht es dann immer noch anders aus. Happy wife, happy life. Das sagen wir so, ja. Aber ich bin froh, dass sie nicht in einer Drittbetreuung ist. Dass sie immer bei uns ist. Sie ist viel mit den Cousins, die im Gleichalter sind, hat sie dort auch den Austausch.
- 20:31Sie wird im Sommer drei, im Sommer nächstes Jahr geht sie schon ins Kindesgegenwärtige. Also es geht zu schnell. Darum, ja. Wollen wir jetzt noch mal kurz zu deiner Selbstständigkeit als Fotograf weitergehen? Ich habe nachher auch noch ein paar Fragen und ich habe auch noch mal... Gehen wir dir nur, go for it. Wenn man hört, dass jemand selbstständig ist. Du bist seit dem 16. Also 18. richtig. Seit dem 18. Also jetzt sagen wir mal fünf Jahre, wo du selbstständig bist.
- 20:59Wie war es, wenn du einen Unternehmer vor dir hattest, der dich selbstständig machen möchte, dein eigenes Business starten möchte? Was sind die Dinge, die du ihm mitgeben würdest? Zuerst einmal, dass niemand auf dich gewartet hat. Gut. Niemand wartet auf dich. Sobald... So eine Realitätsklatsche. Genau. Es kann sein, dass jemand zu Hause auf dich wartet, aber sobald du aus der Tür gehst, wartet niemand auf dich.
- 21:23Wenn du diese Einstellung hast, dann wirst du aktiv. Die Erwartungshaltung ist auch dementsprechend. Du wartest nicht, bis der Kunde anruft, weil du rausgehst. Du machst etwas dafür. Dass man sich das Wissen aneignet, egal wie. Ob es YouTube, Kurs oder Ausbildungen sind.
- 21:46Und dass man das einfach mit einer Energie macht, die einem glücklich macht. Also weisst du, egal was du machst, die Einstellung muss einfach stimmen und das Gefühl, das du dabei hast. Würdest du sagen, alles was du gemacht hast, hat dich glücklich gemacht oder hast du es gerne gemacht? Nein. Gut. Nein. Ich glaube, das ist dann das nächste, was mega wichtig ist, wo die Leute sagen, man macht sich selbstständig und alles, was man macht, ist... Friedenvoller. Ja genau. Und das ist es einfach definitiv nicht. Nein.
- 22:13Ja, mach deine Erfahrungen, probiere auch Sachen aus. Weil alles, was du ... Ich sage mal, deine negativen Erfahrungen, Erkenntnisse haben mich viel weitergebracht als deine positiven. Weil mittlerweile weiss ich genau, was ich nicht will.
- 22:34Es ist noch nicht ganz klar, was ich will. Ich weiss schon, in welche Richtung, aber ich weiss genau, was ich nicht will. Und das ist die grösste Erkenntnis aus dem Ganzen. Und das hat auch Leute, mit Leuten zusammen zu arbeiten, aber halt dann auch zu merken, hey, ist es ein Match oder nicht. Es muss dich wie alles, was du machst, weiterbringen. Vor allem, wenn du etwas konkreter machst oder irgendwie mehr deinem Leitbild folgst,
- 23:02Egal was du machst, musst du dich immer fragen, bringt es deinem Brand weiter oder nicht. Am Anfang, wenn du etwas aufbaust, weisst du ja auch noch nicht genau, in welche Richtung es geht. Es hätte sein können, dass ich wirklich Landschaftsfotograf geworden wäre, als Beispiel. Von daher alles ausprobieren, das habe ich auch gemacht am Anfang mit dem Fotografieren und dann ist es in die Richtung gegangen. Dann habe ich gemerkt, ich könnte daraus ein Business machen und alles, was ich gemacht habe, war zielgerichtet.
- 23:32Fokussiert auf das. Was du gesagt hast, führt mich zu meiner nächsten Frage. Niemand wartet auf dich. Vielleicht jemand zuhause, aber draussen auf dem Markt nicht. Geh raus mit deiner Idee. Wie bist du rausgegangen mit deiner Idee? Wie bist du rausgegangen mit deiner Entscheidung? Ich möchte Hochzeitsfotograf sein. Ich habe dieses und jenes Ziel. Wie wurden die ersten Leute auf dich aufmerksam?
- 23:58Und später? Wie läuft das? Mein Riesenvorteil war, bevor ich fotografiert habe, bin ich gut vernetzt gewesen. Ich hatte viel Facebook-Freunde. Die Fame-Bitch. Ja, ich war schon ein bisschen Fame-Bitch. Mit dem Ausgang durchs Fussball habe ich viele Leute gekannt. Netzwerk ist alles. Durch die Rekruterschule etc. Du hattest überall deine Leute und warst so vernetzt. Und nachher habe ich meine ersten Bilder gepostet.
- 24:25Dann haben wir gemerkt, dass der Lee fotografiert. Dann kamen die ersten Auftritte und auch die ersten Hochzeiten. Das Ziel war, dass mein Name gleich Fotograf ist. Lee gleich Fotograf. So wurde mein Auftritt, dass jede Person, die ich begegne, die mich kennt, wissen muss, dass ich fotografiere.
- 24:49Er muss nicht mal gut finden, was ich mache und wie ich es mache. Er muss einfach nur wissen. Komisch ist irgendwie das Gespräch. Hey, ich heirate, ich suche einen Fotografen. Und dann muss ich gerade sagen, hey, ich kenne einen Fotografen, ich kenne eine Kennstelle. Und das ist eigentlich wie das Branding, das ich aufziehe. Und das ist eigentlich Matschentscheid für meinen Erfolg.
- 25:11Das ist auch mein Auftritt. Jeder Buchstaben, den du publizierst oder öffentlich machst, ist eine Message. Alles, was ich mache, ist zielgerichtet. Hat sich dein Marketing in den letzten paar Monaten, Jahren, vielleicht vor der Covid-Phase, verändert?
- 25:28Oh, was hast du während der Covid gemacht? Ich hatte auch Hochzeiten. Aber alle waren kleiner. Oder ich hatte eine französische Hochzeit, die Indoor-Maskenpflicht war. Hochzeitstanz mit Maske, Party mit Maske.
- 25:49Und das alles fotografisch festgehalten? Nicht Photoshop? Oder so einfach, ja scheisse, dann nehmen wir sie weg für die Fotos und so? Oder waren es wirklich Stricks? Ja, sie wollten es durchziehen. Und dann habe ich das natürlich... Aber es hat mir natürlich weh gemacht im Herzen. Du hast keine Emotionen mehr. Das ist das Tritt vom Gesicht, das schaust du mal an. Ja, stimmt.
- 26:09Ich hatte eine Hochzeit, wo... Die haben dort nicht kirchlich geheiratet, in Frankreich, aber ich hatte auch andere Hochzeiten in Welschland, wo in der Kirche sind sie mit Maske reingelaufen. Das ist einfach voll der... Voll der Pain. Aber es ist halt in diesem Jahr und... Es war die Entscheidung von... Wenn sich das Paar entscheidet, um so etwas durchzuziehen, weil auch die Emotion grösser ist, als sich unterwerfen zu müssen, dann...
- 26:34Go for it. Wenn es für dich in diesem Moment richtig war, dann bist du der, der es ermöglicht hat, dass jetzt auch schöne Bilder rauskommen. Irgendwie, wie sind die Bilder rausgekommen?
- 26:45Schlimm. Schlimm. Schlimm im Sinne von, man sieht die Emotionen nicht. Und das ist für mich schlimm. Das hat mir so weh gemacht. Das war ein Part of the game in diesem Jahr. Wie es ist, es waren alle am Kämpfen. Aber zurück zu der Frage, Marketing hat sich eigentlich nicht gross verändert.
- 27:04Die Qualität ist anders geworden von den Bildern, die ich für das Marketing brauche. Klar, du hast mehr Content sammeln können in den letzten Jahren. Genau. Wenn ich offen bin für die Lichtschlechtlichen und die Perle, ist der Fokus immer bei mir auf den Brut.
- 27:2480% jeder Kaufentscheidung trifft die Frau. Ich habe das Gefühl, dass der Mann zögert, weil er den Preis sieht. Und die Frau sagt, er mache so schöne Bilder.
- 27:40Wenn wir nicht, dann ist es gut. Dann weisst du, der Auftrag ist da. Aber es gibt natürlich auch Pärchen, wo er wirklich fix sagt, nein. Okay. Dann merkst du, das wäre nichts. Es ist einfach zu teuer für ihn. Das Budget für ihn ... Weil ich nicht in das Budget passe. Bevor ich Tati das Wort übergebe, habe ich noch eine weitere Frage. Und zwar ...
- 28:10Wenn du jetzt pitchen müsstest, wieso du der richtige Fotograf bist, wieso du an die Hochzeit kommst und nicht, ich meine, es gibt hunderte, tausende andere wahrscheinlich. Aber was ist das, was du mitbringst? Die unterscheiden das Leben auch? Die unterscheiden es von anderen. Es ist eigentlich ein Satz. Du buchst bei mir ein Erlebnis. Auch schön, ja.
- 28:35Und im Endeffekt bekommst du wunderschöne Hochzeitsbilder, die dich das Leben lang begleiten werden. Ja, sehr schön. Das ist schon top noch.
- 28:44Ich glaube, das ist schon eine schöne Sache. Das Erlebnis. Man kauft Emotionen. Und zu dem wollte ich auch noch etwas sagen. Falls ihr Lino noch nicht kennt oder ihm noch nicht auf Insta folgt, ich kenne wenige Menschen, die so high on life sind wie du. Und das ist ja das, was du, glaube ich, sagst. Du buchst ein Erlebnis. Und das hat meiner Meinung nach mit deiner Energie zu tun.
- 29:06Du redest viel von Dankbarkeit. Du bist meiner Meinung nach bewusst. Es sind viele Sachen bewusst, was mega wichtig ist. Darum finde ich deine Energie so gerne. Sie kommt wirklich durch. Es gibt nichts Liebes, wenn ich aufs Handy schaue und eine Story von Lee sehe. Ich schaue sie an, weil ich weiss, wenn ich darauf schaue, es gibt mir etwas. Es ist nicht einfach Ego präsentieren, bla bla bla. Es ist...
- 29:34Es transportiert, oder? Ja, wirklich deine Energie. Und das finde ich so geil. Was ich eben noch so bewundernswert finde, ich meine, zurück zu deiner Vergangenheit. Ich will nicht wissen, wie du diese Erlehrung gespürt hast, wenn wir zurück auf die Adoption gehen, in deiner Kindheit und so. Hast du innerlich vielleicht nicht einmal das Gefühl gehabt, dir fehlt irgendein Teil? Oder wie würdest du das so ein bisschen... Also das eigentlich nicht.
- 30:02Ich hatte eine sehr erfüllte Kindheit. Okay, schön. Mega gut, auch mit meinen Schwestern, mit Eltern und Anzahlen. Es hat mir nie etwas gefehlt, eigentlich. Es ist mir einfach bewusst geworden, ich hatte die ganzen Erlebnisse dazu, dass es in meinem Herzen immer ein leerer Raum war. Ein einzelner, dunkler, leerer Raum. Und es hat sich dann mit Licht gefühlt, als ich dann unten war. Ich hatte tausend Fragen im Kopf. Mhm.
- 30:28Die beantworteten sich nachher. Es schloss sich wieder ein Kreis. Ich fand meine Wurzeln so. Wie war dein Leben vor dem? Bevor deine Eltern ... Du hattest markante Unterschiede vorher, bevor du wieder zurück zu den Wurzeln kamst, und danach?
- 30:50Das ist so schwierig zu sagen, weil bis 25... Ich konnte geradeaus laufen, aber... Ich habe noch andere Sachen, halt, eben Pubertät, dann habe ich auch Fussball gespielt. Ich hatte halt alles andere immer im Kopf. Alles was? Als mich zu fragen, woher ich bin. Okay. Aber es konnte sich nach...
- 31:16Es hat dazugehört, dass ich zu dem geworden bin, wo ich jetzt bin. Aber ich kann dir nicht genau sagen, wie es vorher war. Vieles wird ja mal gefragt aus meiner Kindheit, Jugend. Ich weiss vieles auch nicht mehr. Ich habe immer ein bisschen...
- 31:31Irgendwo war ich mit den Gedanken. Ich war früher ein Träumer. Seitdem wurde mir alles bewusster. Alles klarer. Würdest du das als dein Awakening bezeichnen? 2012?
- 31:47Als du dort warst, ging es noch ein Jahr. Wie hast du das verarbeitet? Es bricht ja eine ganze Welt zusammen. Gewohnheiten, all das, was du kreiert hast.
- 32:04Du siehst, dass du in zwei Teilen bist. Hier ist meine Familie. Hat es auch Momente gegeben, in denen du dich gefühlt hast, wie zum Beispiel die Ausländer, die hier keine Schweizer sind, in Italien sind es keine Italiener? Oder weisst du, was ich meine? So eine Zugehörigkeit. Genau, ich wusste nicht, wo ich zuhause bin.
- 32:21Meine Schweizer Eltern waren froh, da ich damals noch kein grosses Vermögen auf dem Sparkonto hatte. Wenn ich Geld hätte, wäre ich ausgewandert. Ich wäre zu meiner lieblichen Familie gegangen, weil sich durch die Emotionen alles so schön fand.
- 32:41Die Familie heisst also nicht nur deine Eltern, sondern auch Geschwister? Ja, sicher. Die Geschwister, die Familie, also die ganze Familie. Es gibt btw. eine SRF-Doku auf YouTube. Es ist mega spannend. Weil eben auch schon von der Entwicklung, wie sich alle verschiedenen weiterentwickelt haben und so.
- 32:56Vielleicht auch noch spannend zu wissen, wie das SRF auf das zugeht. Hast du das durch das SRF erlebt? Nein, in dem Jahr, als ich zurückgekommen bin, habe ich nach der Jury nach einer Weile Ratschuh auch gebraucht. Auf adoption.ch oder so einem Forum habe ich meine Erkenntnisse geschrieben, mein Erlebnis und mich dort ein wenig ausgetauscht. Was waren deine Erkenntnisse? Oder jetzt so ein bisschen... Ich habe dort alles so schön empfunden, so herzlich, so warm. Hier in der Schweiz, die Leute sind nicht... Ja, du kannst es nicht vergleichen.
- 33:26Ja, und das war alles mein Erlebnis. Das war in der Phase, in der ich alles verarbeitete. Wenn ich das heute lese, ist es anders, weil ich das Abend... Entschuldigung, abgeschlossen habe. Entschuldigung. Und ... Und die Schweizer Fernseher wollten zu diesem Zeitpunkt eine Docksendung über adoptierte Erwachsene machen. Sie haben meinen Beitrag gesehen und mich gefragt, ob ich dabei sein wollte.
- 33:56Und hast du ihn nochmals begleitet? Nein, mein Bruder ist in die Schweiz gekommen und hat mich besucht. Ah, okay. Er hat zum ersten Mal Schnee gesehen. Ich habe es so angeschaut. Das ist spannend. Ich bin zum ersten Mal zugefahren. Und welche von denen? Du hast ja viele Geschwister. Ja, der zweite älteste. Ich wohnte bei ihm in der Zeit, in der ich da war.
- 34:21Du bist der Jüngste, oder? Ich bin der Jüngste. Okay. Aber noch ganz kurz, bevor wir fertig machen, zurück zu dieser Frage. Was geht einem durch den Kopf? Du hast gesagt, du hattest viele Fragen. Wahrscheinlich auch viele Ablehnungsgefühle. Wie viele Geschwister hast du?
- 34:42Also hier in den Philippinen vier Brüder und zwei Schwestern. Aha. Und hier habe ich zwei Schwestern, ja. Okay, schön, du schaust. Und dann fragst du dich, wieso du und nicht die anderen? Aber die Frage hast du ja auch in der Doku bekommen. Oder hast du die beantwortet bekommen? Ich hatte diese Frage schon, aber es hat mich nachher gar nicht mehr interessiert. Weil im Endeffekt bin ich hier. Ich wollte einfach nur wissen, wer meine Eltern sind, wer meine Geschwister sind, wo ich aufgewachsen wäre. Dass ich einfach weiss, woher ich bin.
- 35:12Aber ich bin jetzt hier und es ist, wie es ist. Ich bin vor 20 Jahren hier aufgewachsen, ich habe die Mentalität hier. Mein Leben ist hier und deshalb war das für mich nicht mehr so relevant mit der Zeit. Weil ich meine Frau dann kennengelernt habe, sie mir das zu Hause gegeben hat. Okay. So, ja. Und so ein bisschen die Opferhaltung, hast du nie so ein bisschen die Opferhaltung eingenommen? Oder warst du schon immer der, hey nein, ich bin Schöpfer, ich mache, ich entscheide, ich ermächtige.
- 35:41Als Opfer habe ich mich nie gesehen. Ich war lange hin und hergerissen, nicht gewusst, wo mein Kopf steht. Aber das war nicht für mich als Opfer. Ich habe einfach den Moment gebraucht, um es zu verarbeiten, um daraus herauswachsen zu können. Ja. Aber ich war nie derjenige, der sich beklagt hat.
- 36:00Na gut, die Sonne ist hinter dir aus dem Arsch. Das kann man wirklich sagen. Ja, wirklich. Seit dem Morgen, als du hier reingekommen bist, merkt man gleich so positive Energie. Pure Energie. Aber ja, schön. Wirklich schön, dass du hier warst mit deiner Story. Hoffentlich kannst du auch aussen ganz viele Leute inspirieren. Vor allem von nichts kommt nichts. Gar nichts. Und wenn dir das Leben Zitronen gibt, was würdest du daraus machen?
- 36:28Tequila, denke ich. Okay, gut. Du, was willst du? Ich habe jetzt noch Zitronenkuchen gedacht. Aha, okay. Ich habe einen Ingwer-Shot mit Zitronen. Aha, okay. Die gesunde Variante. Nein, Knaschkatze. Auf jeden Fall, definitiv ein grosses Dankeschön, dass du da warst, dass du dir die Zeit genommen hast, um dich mit uns hier austauschen zu können. Ich glaube, er ist ein riesiger Mehrwert.
- 36:57Auch für uns, um deine Geschichte näher zu erleben, zu hören von dir. Und von meiner Seite kann ich sagen, ich wünsche dir alles, alles Gute, dass du bald auf dem Cover bist von deinen Lieblingszeitschriften, die es da draussen gibt. Ich wünsche dir viel Erfolg für das und ich glaube, mit dieser Energie wird das ganz bald stattfinden. Wirst du visualisieren oder manifestieren in diesem Sinne? Hast du schon einen Weg? Ich kann, ich kann. Also ich stelle mir es immer visuell vor, wie es ist.
- 37:27Ja. Weil dein Gehirn kann ja nicht unterscheiden, was tatsächlich ist und deshalb kannst du es dementsprechend auch kreieren. Genau. Hey Licha, no doubt. Ich freue mich schon auf deinen Anruf, wo du sagst, du hast es geschafft oder ich werde es sonst irgendwie erfahren. Schön, du warst da. Danke, Licha. Wir werden uns ganz bestimmt schneller als wir denken wieder sehen. Can't wait. Und ja. Danke dir nochmal. Was ist das Schlusswort von dir?
- 37:50Danke, dass ich hier sein durfte. Es war mir eine absolute Ehre. Das gibt mir ein gutes Gefühl für alles, was ich weiter anstrebe. Danke vielmals. Danke dir. Alles Gute. Ciao zusammen.