Latest / MOMENTUM - kevinkellermazza / Vom Radio in die Selbstständigkeit – Warum Aline Rutishauser neu angefangen hat
Transcript
- 0:00Herzlich willkommen zu einer weiteren Folge von Momentum. Deinem Podcast, der inspirierende Menschen inspirierende Geschichten erzählt. Mein heutiger Gast ist Talin. Sie ist eine ehemalige Radiomoderatorin, die schon unzählige Morgenshows moderiert hat. Heute selbstständig. Sie ist Content Creator und ist in den Moderationen tätig.
- 0:22In diesem Podcast haben wir über ganz viele tolle Themen gesprochen, wie zum Beispiel den ganzen Werdegang in die Selbstständigkeit, wie sie das erlebt hat, wie das Ganze für sie war. Und mit was sie auch heute zu kämpfen hat. Wir haben gesprochen über politische Themen und aktuelle Wahlen, die gerade am Laufen sind. Also sehr, sehr spannend zum Zuschauen.
- 0:44bin mir sicher, dass ihr diesen Podcast feiern werdet. Und wenn das so ist, dann schreibt doch unbedingt etwas in die Kommentare, abonniert uns und gebt einen Like, weil der ist kostenlos. Und bevor der Podcast losgeht, jetzt ein kurzes Intro.
- 1:01Bulls 180, Händefürcht. Ein bisschen schlecht, aber mega geil. Royals dabei. Und dann geht es auch noch um die Thematik, wer Geld und Macht hat. Ich bin im Durga aufgewachsen. Da hat sich kein St. Galler Dialekt geflimmert. Findest du, ist ein Dialekt auch so schlimm? Ich werde ja immer gegrindet.
- 1:27Aline! Cool! Mega cool, hast du es geschafft, hierher zu kommen. Ja, ich habe Freude. Als Dorfkind in der grossen Stadt. Das ist das erste, was du gesagt hast, «Hey, du musst mir bitte helfen als Dorfkind. Wo muss ich hin?» Ja, ich höre. Aber du hast es ja gut gefunden. Ja, jetzt habe ich es gefunden. Ich war auch wirklich ewig nicht mehr im Glatt-Zentrum. Das war vielleicht einmal wieder durchgelaufen. Und habe mich gefragt als Erstes, ob die Menschen nicht alle arbeiten müssen. Es waren sehr viele Leute am Shoppen. Hey, Glatt ist im Fall enorm. Das ist immer vorne. Glatt ist crazy. Also,
- 1:55Immer vollen «Nein, das schon nicht», aber es hat immer Leute. Es hat wirklich immer Leute. Und am Samstag hierher gekommen... Also wenn du... Wenn du Menschenpsychologie studieren möchtest und die Leute beobachten, wie sie sich verhalten in einer Gruppe,
- 2:10«Place to be» «Den am Samstag, das mag ich ja mega gerne» «Ich eben auch, ich finde das super» «Da bin ich mega Beobachterin» «Ich finde das super» «Perfekt» «Hey Aline, du bist hierher gekommen, mega toll, dass es geklappt hat. Wir haben uns hier ein, zwei Mal gesehen. Einmal haben wir uns gesehen, als du am Zügel warst.» «Ja, ja, ja. Wir haben vor allem zum ersten Mal miteinander telefoniert, weil ich Podcast aufnehmen wollte.» «Stimmt, in St. Gallen.» «Genau, in St. Gallen und kurz deine Hilfe brauchte. Und dort haben wir uns zum ersten Mal gehört, ja.
- 2:39Da habe ich dich, glaube ich, gefolgt und gesehen, ah, du bist Podcasting-Züge. Der hat einen Podcast. Genau, mega cool. Und jetzt sitzen wir hier und eigentlich kennen wir wie einander eigentlich gar nicht. Ich kenne ein bisschen von Instagram, was du machst. Heisst, dass du Radiomoderatorin warst, bei einem sehr bekannten Sender, bei Energy warst du. Genau. Wie bist du da reingerutscht?
- 3:05Hey, ja. Es ist noch lustig, dass du das sagst. Ich kenne dich so über Insta. Ich höre manchmal von Leuten, dass sie mir sagen, «Ah, ich kenne dich!» Und ich bin so, «I'm not sure». Wenn Leute einen so über Instagram kennen, bin ich nicht der Meinung, dass man sich kennt. Ich weiss ja gar nicht. Aber ja, tatsächlich, Radio ist ein mega grosser Teil von meinem Leben, den ich natürlich auch auf Instagram share. Und schon auch mit meiner Persönlichkeit zu tun hat. Ich bin dort reingekommen.
- 3:32Ich mache jetzt schon seit 10 Jahren Radio. Ich habe mal angefangen zu studieren. Und habe gemerkt, dass das nicht meins ist. Business Administration. BWL. Darf ich nur mit dir sprechen? Ja, aber ich habe nicht fertig studiert. Also darfst du das noch sagen. Wieso nicht?
- 3:53Ich habe gemerkt, dass mir viel zu drüben ist. Und dass FIBU definitiv nicht meine Stärke ist. Überall dort, wo es so mega viele Credits gab, im Sinne von Mathe, FIBU und solche Sachen, war ich mega schlecht. Und in den Sachen, wo ich stark bin, gab es nicht so viele Credits. Alles, was mit Sprache und Kommunikation zu tun hat. Und ich habe dort schon gemerkt, das ist nicht so das.
- 4:16Aber ich höre auch noch oft Leute, die nicht wissen, nach der weiterführenden Schule, was ich jetzt mache, studiert einfach mal BWL, damit man mal was hat. Das war so mein Ding, um mich herauszuzögern, um mir weiterhin Gedanken machen zu können, wenn ich will. Und dann war ich in Luzern und habe auch in Luzern gewohnt,
- 4:34Nach dem Studium? Ja, genau. Und habe dort schon nach der ersten, zweiten, dritten Vorlesung gemerkt, that's not it. Bin dann aber noch ein bisschen weitergegangen, etwa ein halbes Jahr, vielleicht nicht lange. Hätte ich mal die ersten Prüfungen gemacht. Oh, wirklich? Nein. Und dann hat mich irgendwann meine Mutter angerufen und hat tatsächlich in der Zeitung eine Ausschreibung von Toxic FM gesehen.
- 4:53Das ist ein Ausbildungsradio in St.Gallen, wo man schon Learning by Doing machen kann. Also du moderierst schon. Das ganze Radio hat Werk nebenbei. Lernen am Wochenende, verschiedene Kurse, Interviewtechniken usw. Und am Schluss bist du diplomiert für Redaktorin oder Radiomoderatorin. Und das habe ich dann gemacht. Man musste sich damals noch ziemlich crazy dafür bewerben. Mit Mündlach, Schriftlach, mit den Bewerbungsgesprächen usw.
- 5:22Da bin ich dann ein Jahr lang.
- 5:25Und das Toxic FM ist mega cool, das gibt es immer noch, das machen relativ viele, weil es ist ein cooler Weg, um in die Medien zu kommen und ich sage, du hast noch eine Grundbasis, wie ein Radio funktioniert. Aber um nachher einen Job zu finden in der aktuellen Situation, ist sowieso schwierig. Also du hast ein Diplom, aber es ist vielleicht nicht versichert, dass du nachher etwas hast. Aber bei mir hat es nachher irgendwie dann geklappt und ich habe dann eine Stelle beim Radio Top überkommen, in Winterthur und habe dann tatsächlich mit 20 meine erste eigene Morgenshow dort gemacht.
- 5:55geslayed. Und ja, ich habe mega, mega viel gelernt in den ersten drei Jahren. Morgen Show gemacht, Abend Show, wie viele Events und Netzwerke. Ich war ja auch Reporterin und Produzentin. Alles, was zum Radio dazugehört, ist nicht nur das Sprechen.
- 6:11Und dann hat mich irgendwann das FM1 abgeworben. Und so läuft das dann. Irgendwann haben dann die angeruft, zum Schluss zu uns zu kommen. Das war dann wie ein Todesmal ein Step. Ich war dann zum FM1 und habe dort knapp zwei Jahre die Orbeigshow gemacht. Und dann wurde man wieder angeruft. Und dann kam das Energy. Und das war tatsächlich immer mein Ziel, weil das Energy...
- 6:33Schon recht... Schon recht... Top, oder? Voll. Und auch so eine mega Zielgruppe, die ich mich mega gut identifizieren konnte. Ich war damals immer noch 25, die wir angeleitet haben. Und die machen noch ein bisschen, ich würde sagen, jüngeres Frechens, oder einmal damals sicher, Radio. Und haben gesagt, es wäre lustig, mit ihnen einen neuen Standort auf die Beine zu stellen, weil Energy St. Gallen ins Leben gerufen wurde. Und das habe ich dann gemacht. Ja, cool. Eine Zeit lang.
- 7:00Also du hast deine erste Morgenschau bei Radio Top in Winterthur mit 20 moderiert. Ja, doch, doch. Und jetzt hast du gesagt, es geht nicht nur ums Schwätzen, es geht noch um Redaktion, Technik?
- 7:17Ja, voll. Wie hast du das gelernt? Du bist nicht ganz ohne. Ja, voll. Du kommst einfach ein bisschen rein, weil du musst viele selber lösen. Die IT-Abteilung ist nicht immer da. Die sind wirklich sehr beschäftigt. Die müssen man auch höher anrechnen. Die flicken überall etwas an und machen und tun.
- 7:36Aber es kann im Radio sehr oft mal etwas schief gehen. Es gibt verschiedene Knöpfe, es gibt vier Bildschirme. Also muss schon irgendwie so ein bisschen reinkommen, okay. Was mache ich, wenn das und das passiert? Und dann kann ich selber helfen. Aber das passiert dann irgendwie einfach, ja. Aber ich weiss bis heute nicht, bei jedem einzelnen Knopf, was er wirklich ist. Also so ist es nicht. Eine Tontechnik hättest du nicht machen müssen.
- 8:00Nein, also, wenn man Sachen produziert, wir hatten ein Schnittprogramm für alle unsere Audios usw. Haben wir selbst geschnitten? Ah, ja, ja. Komm jetzt! Krass, dass du da... Nein, gar nicht! Es sind viele so, aber ich denke, man muss... Darum haben mich auch viele Leute gefragt, auch ab und zu im Ausgang, «Ah geil, du bist Radiomoderatorin, was machst du sonst noch?» Und ich habe gesagt, «Hey, das ist im Falle ein 100%-Shot, weil es ist wirklich nicht da, aber ich kann auch nachvollziehen, dass man da...»
- 8:27Nicht gecheckt, weisst du. Wenn man Radio hört, hört man so. Man fragt sich dann auch ab und zu, «Ey, sie sind böse am chillen, wenn Lieder laufen, was machen die denn sonst noch so?» Aber du stellst deine Sendung von A bis Z manchmal, je nach Radio, mit Hilfe von Produzenten selbst auf die Beine. Du machst die Interviews, du machst die Inhalte selbst, du schnittst alle die Töne, die du brauchst für deine Sendung, du zeichnest, vieles ist aufgezeichnet, alle deine Games. Und du hast alles so eingebettet, mit verschiedenen Soundeffekten und Bads und so.
- 8:56Also es ist schon sehr technisch. Wie arbeitet ihr mit diesen Programmen? Ähm, wir haben eigentlich etwas anders. Im Radiotop war es «Burli», ich weiss nicht, ob ihr da etwas sagt. Burli? Burli hat er geheissen, ja. Das ist das Burli, das du zu den Prados rüberkommst?
- 9:09So ähnlich. Bei CH Media ist es Stubbies, bei NRG ist es auch Stubbies. Es sind so Radioprogramme, die kannst du als... Ich wollte das auch für meinen Podcast brauchen. Aber als Selbstständiges kannst du das gar nicht. Du brauchst sowieso eine Radiolizenz für diese Programme. Richtig. Aber die haben dann tausende verschiedene Ordner und Sachen und Funktionen, die du machen kannst. Mit Text, die du in die Sendung vorbereiten kannst, mit Tönen, mit Übergängen, mit...
- 9:38Spannend. Ja, also da ist schon viel, viel mehr dahinter.
- 9:45Klar sage ich, technisch finde ich sie wirklich kompliziert. Ich habe zwei Kameras, ein Mikrofon, es wird live gestreamt auf dem Fernseher. Aber dass das alles mal läuft, ist schon mal nicht ganz ohne. Und ich denke, wenn du dann noch live bist und noch Töne bauen musst und dann noch Schnee...
- 10:13Ja. Du bist die ganze Zeit dran. Und was du nicht vergessen darfst, du musst die ganze Zeit, gerade am Morgen und am Abend, den Verkehr checken. Du musst laufend durchgehen, wenn irgendetwas passiert, einen Unfall. Du musst laufend, wenn Flash-News, wenn irgendetwas reinkommt, musst du bereit sein, jetzt müssen wir einen Flash-Stinger reinmachen. Jetzt muss ein Redakteur kommen, wenn wir etwas sagen müssen. Du bist die ganze Zeit irgendetwas am Machen. Also wenn jetzt eine Musik drei Minuten, zwei Minuten, dreissig, läuft jetzt irgendein Sound. In dieser Zeit machst du was?
- 10:43Ich habe entweder den nächsten Break am Texten. Nicht alle schreiben sich alles auf. Auch ich habe nicht Wort für Wort aufgeschrieben, aber sicher Stichworte aufgeschrieben. Gerade bei Themen, die schwerer oder wichtiger waren, dann sowieso. Dann habe ich es mir zum Teil Wort für Wort aufgeschrieben. Du checkst immer nebendran ab, was im Verkehr läuft, also im Service-Style.
- 11:04und du bist am Übergang schneiden. Also so richtiges Radio, mittlerweile gibt es so Autofunktionen, aber ich mache das nicht, ich habe es noch gelernt vom Scratch. Richtig Radio machen ist, du fährst eigentlich alles noch von Hand. Du bist auch DJ. Du fährst die Übergänge der Lieder, du machst Drops rein, damit genau das Intro, das fünf Sekunden lang geht, von dem Justin Bieber Song ist, das nachher nicht drüber läuft.
- 11:28NRG, Hit Music Only. Und da musst du einen finden, der genau fünf Sekunden ist, dass er dann gleich anfängt zu singen. Du machst deinen Übergang schön, dass es für die Hörerinnen angenehm ist, zu hören. Machst du Gender? Megafest. Wirklich? Ja. Du nicht? Ich kann nicht, nein.
- 11:43Ich mache dich darauf aufmerksam, wenn es mir auffällt. Ja, ich könnte es ändern. Das haben wir auch beim Radio gelernt. Irgendwann mussten wir uns darauf einigen, wie wir es machen. Weil beim Reden ist es manchmal noch etwas schwieriger als beim Schreiben. Da gibt es ja Sterne und weiss nicht was. Aber beim Reden sage ich eigentlich immer «kleine Pause in». Aber ich sage eigentlich sonst immer die weibliche Form. Findest du es frech, wenn man es nicht macht?
- 12:05Ein bisschen. Wirklich? Also nicht frech. Aber ich mache Leute darauf aufmerksam. Wenn sie es nicht besser wissen oder vergessen haben, weil wir haben es jahrelang so gelernt, dann ist es für mich voll okay. Also in einem privaten Gespräch über den Gender sagst du, du bist mega frech. Nein, ich sage nicht. Du bist richtig disrespect. Nein, nicht so ein besserwisseres Ding. Aber ich mache Leute darauf aufmerksam. Spannend, ja. Doch, das mache ich schon.
- 12:32Gehört das zu der deutschen Sprache? Ist das eine effektive Regelung der deutschen Sprache? Es geht mir gar nicht um Regeln, ob es eine Regelung der deutschen Sprache ist oder so. Ich finde es auch nicht so schlimm, wenn jemand beim Reden einen Fehler macht, so wie es im Germanismus oder so. Es geht mir mehr um den stillen Wert der Frau. Ja. Schön. Spannend, ja. Da sind wir ja in einer wichtigen ...
- 12:56Ganz andere Diskussion, aber da sind wir ja in einer wichtigen Bewegung. Aber auch gut, in diesem Podcast können wir ja überall hinschweifen. Das ist ja völlig in Ordnung. Aber cool, ja. Also ihr habt das dann auch wirklich so gelernt, dass man dort Gender-Rap im Radio macht und das... Ja, das macht man irgendwann mal an einer dieser Sitzungen ab, so dass wir es alle ungefähr gleich machen. Ja, haben es nicht immer alle gleich gemacht. Nicht alle Männer. Aber... Wirklich? Ja. Macht es mit Männern nicht?
- 13:27Ich will nicht verallgemeinern, aber es ist mir... Je nach Radiosender ab und zu so oft. Wie lange warst du bei Energy? Bei Energy war ich vier Jahre. Schöne Zeit? Eine schöne Zeit und auch eine mega intensive Zeit für mich, auch persönlich. Wieso? Ich glaube noch nie, mega, mega oft wird da gesprochen. Ach, sogar du? Nein, nein, nein. So wie du willst. Das ist okay, das ist voll...
- 13:57Ich habe die ersten zwei Jahre eine Morgenshow gemacht. Beim NRG. Vielleicht, um kurz das Bild zu schaffen. Morgenshow heisst, du stehst jeden Morgen um 3 Uhr auf, am Montag bis Freitag. Nur schon da ist natürlich etwas, was... Also keine Ahnung, ich würde nicht...
- 14:16Ich stelle mich jetzt in die Hopferrolle. Es gibt ganz viele andere Jobs, die auch verschiedene Schichten haben, Nachtschichten haben, all das. Ich ziehe meinen Hut. Die einen können auch besser, die anderen weniger. Ich habe irgendwann gemerkt, nach mehreren Jahren Morgen Show machen, es schlägt ein bisschen auf meinen Körper und mein Nervensystem. Und dann kam dazu, wir haben eine neue Radio aufgemacht. Und eine neue Radio aufmachen haben, glaube ich, alle unterschätzt. Auch ich. Ich wusste nicht so recht, auf was ich mich einlasse. Von Grund auf etwas Neues machen mit Konkurrenz, die schon da ist, aber
- 14:45Mit einer Persönlichkeit, die immer sehr fest alles perfekt, gut und erfolgreich machen will, war der Druck enorm. Ich habe den Druck der Führung von Energy bekommen, den Druck von Hörerinnen und Hörern bekommen, den Druck, den ich mir selber gemacht habe, dass das jetzt funktionieren muss, dass wir möglichst schnell viel Hörer haben müssen, eine riesige Show machen müssen, wir müssen Leute haben, wir müssen Social Media haben,
- 15:10man müsse jetzt Energy St. Gallen aufbauen. Und da habe ich auch so wertwörtlich gesagt bekommen, so in der ersten Woche, Aline, Energy St. Gallen steht und fällt mit dir. Und da hat sich natürlich ein Druck aufgebaut. Und irgendwann war es so, dass ich...
- 15:26zu viel gemacht habe. Wir waren auch zu wenig Leute. Ich habe nicht nur Moderation und Produzentin und Reporterin gemacht, sondern war auch noch zuständig als Standortverantwortliche, habe ein Team, das sich die ganze Zeit gewechselt hat, zusammengehalten und habe jeden Tag zwölf Stunden gearbeitet.
- 15:48Und es hat auch intim ab und zu, wie es halt so ist, wenn man eine dünne Haut hat, zu wenig geschlafen, ab und zu nicht ganz die gleichen Meinungen gegeben. Und das war irgendwann zu viel und ich musste mich krankschreiben lassen. Zwei Monate. Und das ist... Burnout-mässig gewesen, oder? Erschöpfungsdepression war meine Diagnose, wie man es nennen will. Mhm. Ja. Und...
- 16:19Ich hatte dort mega Angst, dass die Leidenschaft Radio verloren geht. Es hat mir dann nicht mehr Spass gemacht und hat mir auch Angst gemacht. Weil es war eigentlich mein Hobby, mein Leben, meine Identität. Und dann war es mal nicht mehr da und es hat sicher gut getan, um runterzufahren. Aber ich hatte auch Angst, wo will ich jetzt mit mir? Und was ist der nächste Schritt?
- 16:41Ja, aber ja, da hat es mir nicht gut gegangen, mental, aber auch körperlich. Ich glaube, wenn ich die körperlichen Symptome nicht gehabt hätte, wäre es wahrscheinlich gar nicht dazu gekommen. Alle rundherum haben gesagt, es ist zu viel, es ist zu viel. Man kennt es, man macht einfach weiter. Aber wenn dann irgendwann der Körper Zeichen gibt oder Alarm schlägt, dann... Ja, ich hätte nicht sagen müssen. Easy, dann machen wir mal eine Pause. Ja.
- 17:07Ich merke, wenn du über das erzählst, es fällt dir sehr schwer. Wie lange ist das her? Zwei, drei Jahre. Du warst zwei Monate krankschäbig wegen der körperlichen Schöpfung. Und dann bist du wieder zurück. Wie war es dynamisch, nachdem du zurückgegangen bist? Für dich?
- 17:39Ich bin schnell wieder zurück. Bist du wieder anliegen? Ja. Und dann habe ich es nochmal ein bisschen durchgestürzt und dann nach einem halben Jahr habe ich die Morgenshow abgegeben. Und das war eine der besten Entscheidungen, aber auch die schlimmsten. Why that?
- 17:59Nach wie vor würde ich es wieder so machen, weil es mir mega gut tut hat. Es hat den Cut gebraucht. Aber ich habe gewiss, so regelmässig Radio, wenn ich es kenne und seit neun Jahren mache, wird es nicht mehr so schnell kommen. Ich habe mein Baby abgegeben. Energy St. Gallen habe ich so aufgebaut und habe die morgens schon gemacht. Und habe die Leute jeden Morgen durch...
- 18:22durch ihren Tag begleitet und dann auch nicht mehr gemacht. Da hat irgendwie schon auch ein bisschen so wehgetan. Ist morgen schon im Radio so ein bisschen der... Königsklasse. Königsklasse. Ja, kommt mir mega gesagt über. Würde ich nicht so sagen. Ja. Früher war es auch mega fest, die meisten hören kamen am Morgen. Autofahren... Ja, voll. Mittlerweile verschiebt sich es, oder seit Corona hat sich es aber auch verschoben. Viele machen Homeoffice, viele gehen später arbeiten.
- 18:52Viele arbeiten eher länger als früher. Mittlerweile ist es abends und morgens gleich. Tagtags ist es anders. Tagtags hat man wirklich nachweislich weniger Hörer. Weil dort die Leute beim Arbeiten nebenbei das typische Begleitmedium nicht richtig mitbekommen, was du erzählst. Aber sonst schon, ja. Wie kannst du heute sicherstellen, dass du nicht mehr
- 19:21in so etwas reingehört? Hast du deine Routinen, hast du ein Ritual für dich, wo du sagst, hey, wenn ich das mache, ich komme wieder zu mir, ich bin in der Mitte, ich kann nach dem wieder Gas geben, auch wenn ich meine Grenzen kenne, ich weiss genau, wo die ist. Hast du etwas gefunden für dich?
- 19:42Auf mein Bauchgefühl zu hören, ist einfach so simpel, dass es klingt. Aber wie Grenzen setzen, ist das richtige Stichwort. Kannst du das? Ja. Das ist mein grösstes Learning, das ich aus dem gezogen habe. Ich habe einfach gemacht, was man mir gesagt hat, was man von mir erwartet hat oder was ich von mir erwartet habe.
- 20:05Und wie ich zulassen kann, dass es auch okay ist, um mal diesen Tag zu verpassen, um zu chillen. Um zu chillen. Ja. Genau, und sehr fest auf mich zu lassen, «Hey, ich habe ein ungutes Gefühl» oder «Teilt mir jetzt zu viel» oder «Denkt nicht zu meinem Aufgabenbereich» oder «Habt ihr da eine andere Meinung?» Um auf das zu hören und so zu kommunizieren.
- 20:33Du bist ja jetzt immer beim Radio. Du bist nicht weggegangen. Eine Frage, die ich hatte, für mich war so, wer ist Stalin ohne Radio, ohne die Aufmerksamkeit, ohne das Reden? Und wie lange hat das gebraucht, bis du herausgefunden hast, wer Stalin ist? Du hast dich mit dem identifiziert. Das bist du gewesen. Wer bist du heute? Gute Frage. Ja.
- 21:02Sehr gute Frage und ich liebe es. Ich weiss nicht, ob ich das jetzt stand heute schon so vollständig beantworten kann. Ich bin es glaube ich immer noch ein bisschen am herausfinden. Weil ich tatsächlich bei den Leuten auch so ein bisschen «Ah, die Radio Aline» war. Und es hat mich zwar ab und zu genervt, aber irgendwann habe ich mich auch selber wirklich mega fest als diese identifiziert. Und es ist wie, wenn ein Hobby auch ein Job ist oder der Job auch ein Hobby, ist es mega schwierig. Aber...
- 21:31Ich bin auch eine gute Freundin. Ich bin auch ein Familienmensch. Seit ich aus der Radio-Bubble raus bin, habe ich gemerkt, es gibt noch viel mehr, was auch wichtig ist. Deine Flügel sind jetzt am aufspreizen und am aufmachen und du kannst jetzt richtig losfliegen.
- 21:59Voll. Und zu machen, was ich will oder was ich für richtig halte. Wo geht die Reise hin?
- 22:06Ich habe mich selbstständig gemacht als Event-Moderatorin. Was ich übrigens richtig geil finde. Gratuliere es dann schon. Danke. Den Austritt habe ich, glaube ich, gebraucht. Es war so schlimm da. Mit dieser Kündigung, ich glaube, ich hätte es gar nicht gemacht. Darum bin ich auch ein bisschen dankbar, dass es so passiert ist, wie es passiert ist. Event-Moderatorin, ein bisschen Social Media, Content-Creatorin und Podcasting.
- 22:32«Eis am Sender» ist dein Podcast. Ja, danke. Dass wir ein wenig Werbung machen dürfen. Logisch, sicher. «Eis am Sender», bitte abonnieren. Lasst mich rein, es würde mich freuen. Wir können nachher noch ein bisschen auf «Eis am Sender» schauen.
- 22:46Und das Ziel ist, wie? Um mit diesen drei Sachen auch Geld zu verdienen. Das sind drei Sachen, die ich mega gerne mache. Mein Hauptding ist schon so ein bisschen Eventmoderationen. Habe ich jetzt nicht neu angefangen, habe ich auch während der Radios immer wieder gemacht. Aber dort hat es je nachdem auch so ein bisschen Einschränkungen gegeben, weil es halt auch das Konkurrenzverhalten ist. Okay.
- 23:08Wenn jemand, ein Brand oder ein Kunde war, von diesem Radiosender, dann habe ich es auch nicht aufgemacht. Und jetzt habe ich wie losgelöst von dem, ja, es hätte sich ein Ebel von Dreck gegeben. Da kann ich selber entscheiden, was ich mit wem mache. Ja, sehe ich.
- 23:24Hey Aline, eigentlich kann ich mich auch gerne in der Zeit zurück. Wir sind aber schon so viel von Aktuellem am Reden. Ja, ja, mich noch zurück. Wir sind am Reden, also ich sage jetzt mal, du warst schon sehr aktuell mit dem Radio. Du bist noch nicht sehr lange weg vom Radio, seit ein paar Monaten.
- 23:40Ja, seit Dezember. Mega frisch. Du hast deine letzte Show moderiert. Ich habe noch «Surreal» gesehen, wo du deine letzten Worte im Radio sagst. Aber ich gehe gerne «back in time». Wo bist du aufgewachsen? Du hast einen St. Galler Dialekt. Ja, muss. Nur schief.
- 24:06Wie und wo bist du aufgewachsen? Hast du eine normale Schule gemacht? Du hast dann studiert. Aber erzähl doch mal ein bisschen.
- 24:15Ich bin im Thurgau aufgewachsen, tatsächlich kein St. Galler Dialekt. Im Thurgau? Findest du unseren Dialekt auch so schlimm? Ich werde ja immer granted für meinen Dialekt. Ich finde das... Ich bin mega schlecht mit Dialekten erkennen. Katastrophal schlecht. Ich weiss nicht wieso. Ich finde, jeder Dialekt hat so seine... Charme. Charme, ja. Wirklich. Oder? Ich finde den auch schön. Aber ja, ich hoffe, ihr hört den Podcast überhaupt.
- 24:45So gemein. Thurgau und St. Gallen ist für die meisten das Gleiche. Aber ja, ich bin in Thurgau am Bodensee aufgewachsen. Ich habe eine ältere Schwester, oder eher einen älteren. Sehr behütet. Eine mega schöne Kindheit. Schön. Und ja, ich war dort normal in der Schule, wie du gesagt hast. Primarschule, Oberstufe, alles bei uns im Dorf. Ich bin ein Dorfkind, ein Seekind. Wir sind am See aufgewachsen.
- 25:13Das Dorf am See im Thurgau. Altnau, ja. Zwischen Trützling und Romanzand. 23 Einwohner.
- 25:22Plus, minus. 24. Ja, 1000 waren da, glaube ich, damals. Genau. Meine Eltern waren beide Lehrerinnen. Und mein Vater war sogar Lehrer. Der Oberste... Du hast es vielleicht wieder gendered, oder? Nein, nein, nein. Aber das finde ich jetzt mega spannend. Weil meine Eltern waren beide Lehrerinnen. Ja, vielleicht ist das auch grammatikal falsch. Eigentlich würde ich sagen, meine Eltern waren Lehrpersonen.
- 25:49Bei LehrerInnen kann man es eigentlich gut als Lehrperson nehmen.
- 25:57However. Auf jeden Fall, mein Vater war in der gleichen Schule Oberstufelehrerin, als ich heute Oberstufelehrerin war. Das war eine Witze. Aber er war nicht dein Lehrer? Nein, er war nicht mein Lehrer. Wäre das... Würde das gehen? Ich glaube, das macht man nicht. Nein. Da schaut man eigentlich, dass du dann in eine andere Klasse kommst. Aber mein Vater ist so ein Witze-Ger. Ich bin ein Papi-Kind. Und so ein lockerer Typ. Und ihn haben immer alle geliebt. Darum ist das kein Problem. Also ich habe mich nie geschämt. Oder er war so «Hallo, Papi!» «Pausenplatz voll easy!»
- 26:25Ja, darum habe ich aufgewachsen. Ich habe noch Sport bei einem Verein gesehen. Was für einen Sport? Gymnastik. Gymnastik? Genau. Machst du das immer noch? Nein. Aber Fitness machst du? Ja. Und Pilates habe ich auch schon ein paar Sachen gesehen. Pelis, das ist jetzt das neue Ding. Da muss man auch dabei sein. Logisch. Meine Frau hat jetzt ein Pilates-Studio eröffnet. Ah cool. Wo? Hier in Valisela.
- 26:51Ist das der, der den Flyer auf dem WC kauft? Ja genau. Perfekt, ich kann mal schauen. Wir machen bald ein Event mit Steli zusammen. Echt? Am Weltfrauentag, ist das der 8. März? Ja. Die machen ein Event zusammen. Wie cool. Du hast auch mit Steli ein paar Sachen gemacht. Ja, vielleicht können wir das aufklären. Steli Active ist eine Pilates-Brand. Cooles Achterkrieg. Wie cool. Sehr gut, Steli. Du machst das super.
- 27:21Support. Wo waren wir? Genau, wir gingen zum Verein. Und dann irgendwann Fachmittelschule, FMS. Und dann nachher der Studienzug. Alles war super toll, bis auf zwei, drei Sachen, bei denen ich manchmal gemobbt wurde. Aber ich finde, es ist ein Thema,
- 27:44Aber ich finde es immer ein bisschen... Kennst du diese Sendungen im Fernsehen? «Ja, kann ich die SDS...» «Ich wurde früher gemobbt.» «Wenn ich mich so finde, ja.» «Alle sind doch gemobbt worden.» Du hast es gut gesagt. Also, es ist ein Thema, aber man kann es einfach zu einem Thema machen. Ja. Und man kann sich in die Top-Ferrolle stellen. Es gibt eine ganz bekannte Geschichte von den zwei Brüdern mit den genau gleichen Eltern, obviously, wo der Vater hochalkoholisiert, Drogenprobleme hin und her. Der eine Sohn ist hoch erfolgreich geworden, der andere...
- 28:14Ein Absturz. Und bei einem Interview, das war eine Wahrheit, fragte man die Frau, was sie für ein Gefühl hatte, wieso sie erfolgreich wurde. Und dann sagte einer, dass sie zu hochgewachsen war, dass ihr Vater Drogenprobleme hatte, dass sie immer alkoholisiert war.
- 28:31Ich wollte genau das Gegenteil für mich und meine Kinder machen. Darum habe ich alles dafür getan, dass ich nicht so werde. Und das ist erfolgreich. Die andere Rolle ist Opfer. Sie hat genau das gebraucht, um seine Opfergeschichte unterstreichen zu können. Man kann es zu einem Thema machen. Ich würde nie sagen, dass ich das nicht besser kann, weil ich früher noch ...
- 28:56Und ich weiss grundsätzlich, ich hatte eine mega behütete und schöne Kindheit, für die ich mega dankbar bin. Ich weiss, dass es ganz anders gegangen ist, weil die nicht mit dem... Aber natürlich hat es mich auch geprägt. Das ist schon so etwas... Und keine erste Liebe, die auch sehr toxisch war. Aber aus all diesen Sachen lernt man ja auch so ein bisschen. Voll. Unbedingt. Jetzt bist du in einer Beziehung. Ich habe noch gesehen, dass du zügelst.
- 29:24Ja genau! Das ist so krass, ich wohne zum ersten Mal in meinem Leben mit einem Mann zusammen. Mega schön! Also mit meinem Partner zusammen. Super! Ja. Und er ist ja zu dir gezogen. Gell? Cool, mega lässig. Toi, toi, toi! Wie lange sind ihr schon zusammen? Hey, eineinhalb Jahre jetzt. Super. Ja, ja. Ja, cool. Kommt schon. Logisch. Es gibt ein paar Unstimmigkeiten, wie es so ist im Haushalt.
- 29:50Part of the game. Ja, ich würde auch sagen. Nein, ist cool, ja. Okay, mega schön. Ja, ist einfach schön. Also dann von wirklich eigentlich eine schöne, behütete Kindheit, ein bisschen Mobbing hin und her, die Zusammenfassungen. Bist du gut davon? Ja, also es ist schon ab und zu mal wieder Thema. Ich frage was?
- 30:12Ja. Das ist doch nur energisch, sorry. Ich wollte nicht so energisch ausfragen. Sag was. Hey, ja, lustigerweise, ich glaube, ich muss es so sagen, ich war ein mega, mega erschöchches Kind. Unglaublich. Ich habe bis in die vierte Klasse mit keinem Menschen ein Wort gewechselt. Was ziemlich lustig ist, im Vergleich zu, was heute mein Beruf ist. Aber ich bin sehr...
- 30:34Intervertiert für mich. Ein sehr glückliches Kind, aber sehr für mich. Und irgendwann hat es zu der 4. oder 5. Klasse gewechselt. Dann kamen Vorträge und so. Und ich merkte, ich kann da noch relativ gut vor Leuten stehen.
- 30:49Ich glaube, das hat nicht so gepasst, dass Aline, die so mühselig war, jetzt Spass daran findet und es gut kann, um vor Leuten Vorträge zu machen, im Schulteater die Hauptrolle bekommt, wird in die Schülerband, Klassensprecherin wird und all das. Ich habe das mega genossen und habe dann gemerkt, dass ein paar Girls das nicht so cool finden. Es hat sich dann etwas in die Oberstufe gebracht.
- 31:17Da gab es einfach so eine Girls-Gruppe. Und ich habe nichts gesagt. Und ich habe mich nicht gewährt. Wieso nicht? Ich habe in diesem Moment nicht gewusst, wie... Ich wollte einfach mega fest dazugehören und mega fest Freundinnen haben. Aber hat es dir wehgetan? Ja, schon. Und hast nichts gesagt, weil du das Gefühl hattest, dass es dir noch wehtut?
- 31:39Ich hatte Angst, dass es da einen Konflikt gibt. Ich war harmoniebedürftig. Danach habe ich einfach gesagt, das kommt nicht gut an. Obwohl ich sehr gerne ins Theater oder in die Schülerband wollte. Oder mich als Klassensprecherin anmelden und Vorträge machen. Oder mich freiwillig melden, um etwas vorzulesen. Das habe ich dann nicht mehr gemacht, weil ich dachte, das kommt nicht gut an. Und wollte einfach dazu gehören.
- 32:04Darum merke ich manchmal heute noch, dass ich mich oft versuche, Leute anzupassen und fest den Wunsch zu haben, von allen gemacht zu werden. Und so langsam merke ich... In der Theorie weiss ich schon, dass das nicht geht. Und dass es völlig egal ist. Ja. Kannst du nicht allen recht machen? Ja, mega. In der Theorie weiss ich das, aber ich versuche es immer.
- 32:30Bewusst und unbewusst. Was wirklich passiert ist, sind teilweise meilenweit entfernt in zwei Welten. Cool. Aber wenn du es schon mal im Bewussten weisst, dann kann es sich so langsam in das Unbewusste manifestieren. Ja, so der Anpasser und so. Aber ja, und dann durch das Radio habe ich dann irgendwann gemerkt... Weisst du, das hoffe ich. Ich hoffe, dass all diese Mädchen...
- 32:53einen Job gehabt haben, wo jeden Tag Energy gelaufen ist in St. Gallen. Und sie haben dich den ganzen Tag gehört. Es ist schon eine Zeit lang in dem ganzen Ostsee das Plakat von mir gehangen, wo Energy St. Gallen neu aufgemacht worden ist. Und auch viel so, bei uns in den Dörfern und so. Ich habe nicht so viel umeinander aufgewachsen. Und ich hoffe wirklich, dass sie es auch gesehen haben.
- 33:14Ja, ihr habt es nicht geschafft, mich am Boden zu bringen. Ja, das war jetzt schon lange so. Aber keine Ahnung, Kinder sind auch scheisse manchmal. Und Teenager. Aber das gehört doch auch dazu. Das macht dich auch stark fürs Leben. Ganz ehrlich, unsere Grosseltern haben viel, viel heftigeres durchgemacht.
- 33:33Ja, voll. Und hatten auch schöne Beziehungen, vielleicht aber auch nicht. Und haben auch Kinder auf die Welt gebracht, die jetzt an mir entstanden sind. Also von daher... Ja, voll. Es macht alles Learnings irgendwie. Alles irgendwie. Aber ja, durch das Radio, das ich dann ein wenig weitergemacht habe, um jedem Willen gefallen zu können, gerade beim Energy oder vor allem auch bei meinen Vorgesetzten, die alles recht machen und so, wo dann der Break gekommen ist mit der Erkrankungsschreibung und...
- 33:59Dort ist schon viel passiert im Kopf. Und jetzt kann ich viel besser, noch nicht perfekt, aber viel besser anstehen und sagen, «Hey, so und so weit, und das geht nicht, und das sehe ich so und so.» Ich gebe auch nicht mehr die ganze Hand. Weisst du, du hast mir die kleinen Finger gegeben und sie wollten alles von dir. Und jetzt stehe ich hin und weiss, wo meine Grenzen sind und kann mit dir kommunizieren. Hast du das Gefühl, du bist noch aktuell so ein bisschen
- 34:27Du spielst dich ein wenig, wo du noch nicht so völlig aus dir heraus kommst. Du hast dich im Dezember selbstständig gemacht. Du hast eine Einzelfirma gegründet. Super. Und jetzt hast du gesagt Events, Podcasts und Moderationen. Genau. Wo hast du das Gefühl, wo bist du noch etwas zuschüchtern? Wo gehst du noch nicht ganz raus? Wo bist du noch nicht all in? Im Pricing.
- 34:57Ein wichtiges Thema. Mega wichtig. Wieso nicht? Weil es immer noch so ... Ach komm, die haben vielleicht nicht ... Alle sagen immer, wir lernen nicht so viel BG. Alle sagen das. Und ich sage, ja okay, ich mache es ja gerne. Und weisst du ... Aber ja, das ...
- 35:21Und ich glaube, aus uns, bei allen Sachen, darf es noch etwas selbstbewusster sein. Ich meine, ich denke, ich mache das seit zehn Jahren und trotzdem bin ich immer so, ich weiss nicht, wie ich das kann, vor jeder Moderation und nach jeder Moderation bin ich so, hast du doch voll noch nichts gesagt gemacht. Also ich glaube oder hoffe, dass man es auf der Bühne nicht mehr merkt, aber ich bin schon ab und zu immer noch ein bisschen umsicher.
- 35:43Ja, aber ja, das ist wirklich ein Thema mit dem Pricing. Ich habe auch gelernt mit der Zeit und da appelliere ich wirklich alle, verkauft euch nicht unter eurem Wert, weil es ist mega fest ein Job. Ich bekomme auch so oft Anfragen über gerade im Social Media Bereich, die mit einfach so Produkten gegen ein Video. Das mache ich nie. Ich mache nicht Sachen ohne Cashflow, weil es ist mega aufwendig, ein Video zu machen, ein Video zu cutten und so weiter und so fort. Und ich mache das
- 36:12einfach gratis Werbung für die Brand, also ein Produkt bekommen, das 30 Franken kostet, machen das nicht. Weil sonst geht der ganze Markt kaputt. Wenn es nämlich viele Leute gibt, die das gratis oder für wenig Geld machen, dann können wir nie mehr.
- 36:30Kohle verlangen, die wir eigentlich verdienen würden. Stimmt, ja. Bei Eventmoderationen ist das auch so. Ich habe früher ganz am Anfang, die ersten Moderationen, war es natürlich so geil. Ich wurde mal für ein Hallenstadion-Moderation angefragt.
- 36:45Ich habe vorhin für das Hallenstadion eine Frage bekommen. Ich war 21 Jahre alt. Natürlich wollte ich das machen, weil das Hallenstadion ist mega geil. Aber sie sagten, ich gebe dir zwei Anpfandkarten. Es war ein riesiges Event. Ich habe es einfach gemacht. Aber heutzutage will ich das nie mehr machen. Es braucht so viel Vorbereitung. Mega. Logisch. Ich kann acht Stunden zum Event vorbereiten. Und alle Leute telefonieren, wenn ich noch ein Interview habe.
- 37:12Es ist halt aufwendig und du musst nicht hinstehen und meistens nehmen sie es noch auf und machen einen Buyout aus dem Video und weiss nicht wo alles reicht. Das kostet alles Geld. Und vor allem, wenn man es schon eine Weile macht. Darum, verkauft damit unter eurem Wert. Das ist wichtig. Schön hast du es in die Kamera gesagt. Ja, voll. Und wie gehst du effektiv mit diesem Umbild? Du sagst selber, dass mit dem Pricing immer noch ein bisschen ein Hadern ist.
- 37:42Nein, also jetzt ist es schon anders. Ich habe ein Media Kit, wo meine fixen Preise draufstehen für all die verschiedenen Produkte oder Dienstleistungen, die ich anbiete. Und deshalb halte ich mich mega fest daran. Aber es gibt halt auch noch Situationen, wo man sagt, man würde das auch mega gerne mit dir machen, aber leider würde ich nur da sein. Dann drücke ich manchmal auch noch zu viel zu, wahrscheinlich.
- 38:04Aber grundsätzlich würde ich allen empfehlen, ein Pricing zu machen. So und so viel kostet es. Und mit dem rauszugehen. Ich mache meine Offerten. Und dann gibt es noch eine kleine Anpassung. Aber grundsätzlich habe ich fixe Preise. Die grösste Bühne, die du bis jetzt gestanden hast, war das Hallensteigern?
- 38:22Hallenstadion zweimal und einmal noch in der Stockhorn Arena zu tun. Das ist auch noch recht gross. So 14'000, 15'000 zu schauen. Das sind die meisten. Hallenstadion ist das, 14? Stockhorn Arena hat mehr Leute gehabt. Aber Hallenstadion hat so 12'000. Also, Arlene. Jetzt bist du dort. Event fängt an. Mhm.
- 38:52Du bist im Backstage. Handmikrofon oder Steck? Verschiedene. Ich habe lieber Hand. Lieber Hand? Handmikrofon. Jetzt steigst du auf. Oder meinst du, du solltest nicht steigen? Jetzt gehst du raus. «Way to Stage» steht im Hallenstadion. Wie fühlt sich das an? Wie hat es sich für dich angefallen?
- 39:16Erklärst du mal. Bulls. Hand. Bulls 180. Handfeucht. Ein bisschen schlecht. Aber mega geil. Es ist wirklich der Adrenalinkick, den du auf einer Achterbahn hast.
- 39:33Und ich geniesse es auch mega fest. Also das gehört mega fest dazu. Es ist kurz davor immer, und da kommt nicht einmal so drauf an, ob es Hallenstadion 12'000 Leute ist oder ob es irgendein Eventsaal mit 300 Leuten ist. Es ist kurz davor immer, oh mein Gott, plötzlich schlecht und mega nervös. Und dann ist der erste Satz und dann ist alles weg und dann ist es mega fest geniessen auch. Aber ja, kurz davor ist es.
- 39:56Der erste Satz ist voll drin, hast dich voll durchstudiert. So sagst du es genau, so ist deine Sicherheit, um nachher durchzustarten. Und danach ist auch alles voll durch, getaktet und in deinem Kopf scripted.
- 40:12Im Kopf ja. Das ist mein Job als Moderatorin. Es kommt auch mega fest auf das Timing an. Darum muss es irgendwo durch die Takte ziehen. Aber es kommt auf den Event an. Ob es etwas Kompliziertes ist. Kein Polizipodium, wo wir etwas tiefer gehen. Und verschiedene Interviews. Dann schreiben wir je nachdem mehr auf. Oder ob es ein Comedy-Anlass ist, der locker ist. Aber Stichwörter schreiben wir immer auf. Einfach...
- 40:41Just in case. Aber gerade letztes Jahr habe ich ein Event moderiert und die Kollegin schaute und sagte so, du hast alles aushändigen können, du brauchst die Karte, aber du hast sie gar nicht in der Hand. Und ich sage, ja, aber es ist einfach erstens, dass ich etwas in der Hand habe, weil ich manchmal nicht weiss, was mit den Händen zu machen ist, darum auch lieber Handmikrofon. Und einfach so meine schlimmste Angst wäre, Faden zu verlieren, Blackouts, dass ich etwas hätte. Aber grundsätzlich habe ich es im Kopf. Aber der erste Satz ist immer aufgeschrieben, der erste Satz ist, egal was für ein Event, auswendig gelernt. Dass es an dem nicht scheitert. Ja.
- 41:12Mega geil. Mhm. Aber ist schon cool, ja. Und ich glaube, das Nervöse hört auch nie auf. Ich glaube, es gehört dazu. Gehört mega fest dazu. Ich glaube, sonst wäre irgendwie noch etwas falsch. Ja, voll. Ich glaube, ja. Das denke ich auch, ja. Im Radio hatte ich es zwar nicht mehr irgendwann, nervös gewesen. Deshalb nicht. Aber das ist ein bisschen anders. Du siehst den Leuten nicht ins Gesicht. Du bist alleine im Studio den ganzen Tag und redest in einem Mikrofon. Wie viele Leute hören dazu? Ja, so die besten Zeiten haben wir so 220'000 hören können.
- 41:45Innen. Oh mein Gott. Verwischt. Uiuiuiui. Ja, 22'000 Hörerinnen. Crazy. Bei Radio St. Gallen? Also bei Energy St. Gallen? FM1. Radio Top. Energy St. Gallen hatte weniger. Ich kann jetzt nicht genau sagen, wir haben dort die richtige Auswertung nie gemacht, weil du hast ein neues Radio und neu gilt alles, was unter fünf Jahren ist, nicht anmelden zum Auszählen. Okay.
- 42:13Ja, aber das vergisst du nach einem Knopfhaken. Das ist automatisch. Jetzt hast du die ersten drei Monate deiner Selbstständigkeit hinter dir. Du hast es ja gesagt, du hast gar nicht gerne Finanzbuchhaltung gemacht. Jetzt ist es part of your job. Ich bin Treuhänder.
- 42:39Nicht gut, oder? Doch, sehr gut. Nein, nein, nein. Don't get me wrong. Sehr gut, dass du einen Treuhänder hast. Auch super, wenn du einen Buchhalter hast. Ich sage, wenn mich mein Verwaltungsratpräsident hört, Felix, Gerhard, mein Mentor, ich habe das immer gehasst. Ich habe gehasst, zu zahlen.
- 43:05Wissen von meinem Geschäft schon, aber... Wirklich wissen, wo das Geld rein und raus kommt. Wirkliches Controlling haben. Das magst du nicht? Das mag ich nicht. Jetzt ist es... Ich liebe es. Jetzt mache ich nur noch das. Bei allen Geschäften mache ich nur noch das. Überall Controlling und Finanzen. Aber wieso magst du nicht dein eigenes Geschäft? Weil ich viel zu fest... Hätte ich davon unsichert? Ich bin Sales.
- 43:33Ich bin Verkaufstrainer, habe lange im Sales gearbeitet. Für mich ist das Anschaffen. Ich bin so ein «Gib mir einen Job!»
- 43:43Ich musste durchziehen. Ich hatte gar keine Zeit dafür. Ich habe 12 Tage vor dem ersten Lockdown eine Eventfirma aufgemacht. Ich musste schauen, wie ich die Miete zahlen kann. Was kann ich machen, um Geld reinzuholen? Mit Events ging es nicht. Wie wir alle damals waren, das geht zwei, drei Monate, dann ist das Virus wieder weg. Dann ging es zwei Jahre. Ich musste so kreativ werden,
- 44:14Ich kann mir gar nicht diese Gedanken machen. Was, wenn es schief geht? Für mich war es nur, ich mache jetzt so lange weiter, ich arbeite, ich arbeite, ich arbeite, dass ich Geld hineinbringe. Und für mich war das das Prio 1.
- 44:27Und dann sind natürlich auch viele Fehler passiert. Darum, dass du dein Geschäft finanziell kennst, finde ich das so wichtig. Und wenn du dich selbstständig machst, kenn dein Geschäft bitte unbedingt. Ja, nein, selbst sicher. Ich habe ein Programm von ihnen, in dem ich alles habe. Wo ich alles sehe. Von dort aus schicke ich auch meine Rechnungen, meine Offerten, meine Bankverbindungen. Wie das schaffst du? Atlanto.
- 44:54Kleine Werbung an dieser Stelle. Die sind cool, die machen auch gut. Und... Ich brauche auch mega fest, dass ich hier sehe, ich bin ein absoluter Control-Freak. Ich gehe jeden Tag schauen, weisst du reinkommen, weisst du rauskommen. Ja, ist wichtig. Mega wichtig. Cool. Aber momentan kommt noch nicht so viel rein. Doch, eigentlich schon. Ich darf es eigentlich nicht mehr sagen. Nicht abspielen. Ja, es läuft gut, echt. Super. Ich bin happy. Aber reich werde ich nicht. Das ist okay.
- 45:24Hey, easy. Ist das das Ziel? Nein. Was ist das Ziel? Das Ziel ist, möglichst lange, möglichst viel Freude an dem zu haben, was ich mache. Wie bringst du es hin?
- 45:39Aktuell bringe ich es hin. Wie gerade zwei Tage. Und möglichst lange. Wahrscheinlich muss ich mich zwischenzeitlich wieder neu erfinden. Oder etwas mehr gewichten als das andere. Keiner kann mir vorstellen, dass der Fokus auf Social Media irgendwann schwindet. Da ist bei mir eine Achterbahn. Das mache ich ab und zu mega gerne. Ab und zu bin ich so ... Aber da muss man kreativ werden, wie du es auch gemacht hast.
- 46:07Aber ich weiss, dass das ein Teil von mir ist und meine Leidenschaft ist, mit Reden Geld zu verdienen. Und darum bin ich eigentlich zuversichtlich. Und darum hast du ja auch noch einen Podcast. Ja. Den «Eins am Sender»-Podcast. Super. Wo kann man euch finden? Wo kann man euch hören?
- 46:25Einen Sender kann man auf Spotify lassen. Ist das der zweite? Nein, nur zwischenzeitlich. Bis Ende Februar. Er hat jetzt zwei Monate lang «Zwei am Sender» geheissen. Mit Remo Forer zusammen, mit dem Sänger, den man vielleicht von «Your Vision Song Contest» kennt. Mit ihm harmoniert es mich sehr gut. Und ich wollte dazu mal eine kleine Session zum zweiten machen. Wo wir so ein Rebranding mit Andre Covan gemacht haben.
- 46:51Aber grundsätzlich ist es mein Podcast, der «Eis am Sender» heisst. Und den habe ich seit Corona, das war mein Corona-Projekt, während andere Bananenbrot gebacken haben oder irgendwelche Firmen gegründet haben, habe ich «Eis am Sender» gemacht. Und der gibt es auf Spotify, Apple Podcast, YouTube oder auf meiner Webseite kann man auch gratis streamen. Was ist das Ziel des Podcasts? Wieso hast du damals angefangen?
- 47:23Hast du noch nicht genug geredet beim Radio? Etwas so tatsächlich. Hast du Regen im Dorf gehabt? Ja, weil ich es oft sehr schade gefunden habe, dass ich so wahnsinnig tolle Gäste mit so krassen Storys bei mir im Studio gehabt habe, für Interviews im Radio. Und ein Radiobeitrag darf nicht länger sein als 2.30 Uhr.
- 47:43Zwei Minuten 30. Ja. Und ich habe zum Teil halbstündige Interviews mit denen gemacht und nachher gesagt, kill your darlings, kill your darlings und musste etwas 32 zusammenschneiden. Und ich hätte noch länger mit diesen Leuten zusammen sprechen können, wie es halt so ist, weil ich fand, ihre Geschichte wird jetzt in diesen 32 Wochen nicht gerecht. Und ich wollte darum Leute einladen und den Leuten eine Stimme geben und über spannende Themen reden und diskutieren und dass wir uns austauschen und für diese Zeit haben.
- 48:11Okay, das ist ja schier um die 230. Genau. Hast du dann diese Leute auch wieder in deinem Podcast eingeladen? Ja, ich habe dazu Leute eingeladen, einfach so auf eigenen Fall. Ich habe dann auf Instagram geschrieben, Sänger, Comedians, die ich auch sonst in den Interviews hatte. Oder mit denen ich gemerkt habe, Connecting geht oder die haben etwas Spannendes zu erzählen. Genau, die habe ich auch eingeladen. Ich mache immer eine Solo-Folge und eine Folge mit einem Gast, eine Solo-Folge mit einer Gästin.
- 48:42Genau. Okay, nice. Ein bisschen voll rasch aufnehmen? Oh, viel. Ich weiss es gar nicht. Wir haben immer so einzelne Staffeln gemacht, darum weiss ich es gar nicht so genau. Aber 100 sind es schon. Aber ich tue alle zwei Wochen. Jeden zweiten Donnerstag kommt eine neue Folge aus dem Sender.
- 49:04Verlinke mir alles. Du kannst mir alles schicken. Cool, ich liebe es. Mach mal das. Ich glaube, wir müssen uns in diesem Podcast unterstützen. Ich finde, Podcast in der Schweiz ist noch... Obwohl es sehr viele neue Podcaster kommen. Was ich merke, weil ich das vermiete, viele kommen...
- 49:25machen zwei, drei Aufnahmen, dann merken sie, vielleicht müssen sie zu den Gästen oder haben jetzt so eine Austour oder haben das Gefühl, nach dem zweiten Podcast müssen sie schon 4-5'000 Aufrufe auf YouTube haben. Geht nicht. Und dann hören sie auf. Was ich mega schade finde. Mach weiter. Consistency is key. So fest. Das ist mega gut, dass du das ansprichst. Es fangen viele an und hören wieder auf. In verschiedenen Projekten manchmal. Weil es so, es läuft nicht so, wie man vorgestellt hat. Aber erfolgreich sind eben die, die es auch durchziehen, wenn es nicht so gut läuft.
- 49:55Ja, darum machen und unterstützen ist auch ein gutes Stichwort. Es hat Platz für alle. Es hat Platz und genug für alle. Und das ist eben das, was ganz, ganz viele nicht checkt. Man hat das Gefühl, man muss immer alles für sich behalten und Informationen nicht rausgeben.
- 50:11Das finde ich so ein schlimmes Verhalten. Aber ich entdecke es immer wieder im Alltag. Und es ist viel vorn durch so... Also das Hashtag Girl Support Girls. Und du bist so ein Girls Girl. Nicht immer dann wirklich, wenn es darauf ankommt. Ja. Ja. Das ist ein mega wichtiges Thema. Hat für alle genug. Ja. Ist wirklich so.
- 50:41Wenn man das mal verinnerlicht und die Augen öffnet, merkt man es auch. Wenn man nicht zu eingegangen ist und in seinem Kopf mit den Scheuchelappen rumläuft, dann merkt man es.
- 50:58Das ist etwas, das ich nie verstehen werde. Es gab es ab und zu auch in der Radiokarriere Missgunst. Das gehört leider etwas in die Medienjobs. Missgunst, Eifersucht, sich Sachen nicht zu gönnen. Das ist etwas, das ich nicht check. Weil ich es so geil finde, wenn man für einen laut klatscht, auch wenn man nicht selbst auf der Bühne steht.
- 51:21Weil es passiert nichts Schlimmes im Gegenteil. Nein, sicher nicht. Ich finde es so cool, mit Leuten die Freude zu teilen oder Erfolg zu feiern. Es gibt da so viel eigentlich. So viel Inspiration. Was sind die drei Sachen, wenn ich da so einen Podcaster bei mir habe, drei Sachen, die du findest,
- 51:42sind wichtig, um einen erfolgreichen Podcast zu machen. Oh, jetzt? Sorry, jetzt habe ich voll umgekehrt. Schau mal, jetzt kommt die Moderatorin aus der Hose. Nein, ich mich jetzt wundern, was du sagst. Drei Sachen, die du sagst, sind wichtig für einen erfolgreichen Podcast. Also, ich finde eine Gesprächsführung ultra wichtig. Und zwar...
- 52:05Was ich liebe ist Graben. Ich grabe gerne. Nicht nur oberflächlich etwas fragen, sondern etwas tiefer in die Thematik hineingehen. Viele haben etwas Angst davor. Sie haben das Gefühl, sie überschreiten eine Grenze. Aber auch das sind ja nur unsere eigenen Ängste. Wenn man diese mal so beiseite legt, dann
- 52:26Meistens funktioniert es relativ gut. Ich finde es nicht so cool, wenn alles so scripted ist, weil du das merkst. Es ist, wie wenn es keinen Flow gibt. Ich liebe Flow. Darum, als du mich vorhin gefragt hast, wie lange der Podcast dauert. Hey, 45 Minuten, vielleicht 1h30. Ich habe schon 3 Stunden mit dem Gerät gesprochen. Findest du es float bei uns? Ich finde es float. Cool. Schon, oder? Ja, ich finde es float. Es hat nicht so komische Stille. Nein. Nein, das gibt es bei mir selten.
- 52:52Ja, wirklich. Nein, doch, mega. Und ich finde das sehr wichtig. Hey, und... Wenn du das Gefühl hast, du musst einen Podcast machen und du musst schon mit der krassesten Technik herkommen, nein, musst du nicht. Hey, hol dir ein Mikrofon fürs iPhone, ein Rode, eine Kamera kannst du mit dem iPhone aufnehmen und wichtig ist, was das Thema ist, was die Thematik ist und was es geht.
- 53:19Ich finde, das sind auf jeden Fall sehr, sehr wichtige Sachen. Wenn es nachher Richtung Professionalität geht, natürlich Licht. Logisch, wir haben es gerade vorhin gesagt, wir haben fast das Licht vergessen, schaust du? Echt? Ja, fast vergessen. Mir wäre das wahrscheinlich gar nicht aufgefallen, weil ich fast nie einen Videopodcast mache. Du machst meistens Audio, reine Audio-Podcasts. Ja, und das ist aber ein mega fester Fehler. Ich würde mega gerne mehr Videos machen, aber es ist...
- 53:44Ja, aber es ist geil. Ja, ich weiss. Ich muss das Woche noch mehr machen. Du kannst das auch recyceln. Ja, ich mache so Clips ab und zu. Aber weisst du, ich habe nicht so etwas, so ein Studio. Und dann, aber ja, ich mache so Clips mit dem Handy, nehme ich auf. Und dann mache ich einzelne Clips, die ich auf Instagram poste. Ich glaube, das ist schon mega wichtig. Weil, wie will jemand auf deinen Podcast kommen, wenn du nicht über Social Media machst? Also Marketing ist ja sicher auch ein Ding.
- 54:08Ja, ähm... Sehe ich nicht. Dann haben wir die Tiefsprache, ähm... Equipment, einfach mal starten, nicht viel reden, einfach mal machen. Doch, während dem Podcast dann schon. Während dem Podcast nicht, ich schnitt's gleich. Aber kennst du jemanden, der sagt, ich will auch mal einen Podcast machen, oder ich will auch mal das, oder ich will auch mal das, mach doch. Ja, mal überleiten, wenn wir ein Video machen. Ja, mal überleiten. Tu es, mach es. Do it. Ja, unbedingt. Sind das drei Sachen gewesen?
- 54:38Nein, das Equipment hast du gesagt. Ja, das dritte Feld noch. Aber in diesem Fall schon ein Video dazu. Ein Video finde ich wichtig. Aber Clips oder den ganzen Podcast? Auf YouTube, ja. Ja, fix. Und bei Spotify kann man das auch. Kannst du auch. Aber schaust du einen stündigen Podcast?
- 55:02Also wenn jetzt das Strassenverkehrsamt zuschaut, dann nein. Wenn die Polizei zuschaut, dann nein. Das würde ich niemals machen. Das würde ich lieber während des Autofahrens Podcasts hören. Ja. Schauen. Ja. Ja. Das iPhone ist wie mein... Also ich habe es halt vorne dran und dann lasse ich etwas laufen. Aber ich liebe YouTube.
- 55:24Ich liebe YouTube. Ich setze YouTube als meine wichtigste Plattform. Und ich setze, auch wenn es vielleicht ein bisschen... Vielleicht kann man es als faire Entscheidung interpretieren, aber ich setze voll auf YouTube. Auch wenn Spotify in der Schweiz für Podcasts noch viel grösser ist. Aber ich setze voll auf YouTube. Ab wann kann man bei YouTube Geld verdienen? Ab 1000 Abonnenten.
- 55:48Schon? Ja. Krass. 1000 Abonnenten und... Also das ist so wie Abstufungen. Bei 500 Abonnenten kannst du... Kanal... Abos machen. Ja. Wo man dir irgendwie... So 2-3 Franken schenken kann. So 2-3 Stunden supporten, ja. Ab 1000 verdienst du... Wenn du 1000 Abos hast mit... Ich glaube 4'000 Hörstunden... Dann beginnst du Geld zu verdienen.
- 56:19Krass. Das ist eigentlich viel lukrativer als Spotify. Viel? Ja.
- 56:26Ich habe es auf YouTube, aber nur die Audios. Was YouTube geändert hat, was ihnen zu sagen ist, ist, dass jetzt Shorts auch dazugehören. Bei den Hörstunden. Das heisst, wenn du geile Shorts machst und die haben dann ein paar 1000, 100'000 Aufrufe, das sind so viele Hörstunden, die du dazugehörst.
- 56:52Ich finde es schon so, dass das Video etwas ausmacht. Ich bin der Meinung, dass viele Leute im Auto oder beim Putzen oder wenn sie etwas machen, nicht aktiv schauen. Aber ich finde, Mimik und Gestik beim Spazieren macht nochmals so viel aus. Ja, das ist ultra-richtig. Haben wir jetzt drei Punkte?
- 57:15Bist du zufrieden mit dem Video? Video machen. Tiefgründe, Glocke nicht gescriptet. Im Flow. Eigentlich haben wir mehr. Im Flow, nicht gescriptet, Video, Licht. Und einfach mal anfangen. Einfach mal machen. Und ich finde schon, man muss nicht am Anfang ein professionelles Studio haben. Oder mega Equipment. Man muss auch nicht Video machen. Man kann auch einfach nur mit Audio anfangen. Einfach mal anfangen.
- 57:44Und alle sagen, es gibt ja schon so viele Podcasts. Und? Dann haben wir doch nochmal einen coolen. Und das ist es genau. Mega viele fangen nicht an, weil sie denken, es gibt ja mega viele Podcasts. Aber 95% der Podcasts, die rauskommen, machen nicht mehr als 10 Folgen. Krass. Mach 11 und du hast schon mehr als 95% von den Podcasts, die es schon gibt.
- 58:06Da finde ich eben so... Da machen die jetzt alle von ihm Trend und so, aber wenigstens ist es ein cooler Trend. Hey, voll. Und das kommt ja wirklich noch darauf an, was hast du für einen Podcast. Weil dieser Podcast ist ja nicht irgendwie ein Entertainment-Podcast. Es ist kein Comedy-Podcast. Es ist nicht ein Krimi. Es ist ein... Ich nenne es gerne ein Adultainment. Educational und Entertainment. Wir müssen trotzdem ein bisschen lachen.
- 58:35Ja, und trotzdem hat es ein paar Messages als Servicebeitrag drin. Aber es hat viele wichtige Sachen drin. Und darum, übrigens, wenn du bei YouTube so einen Podcast hast, dann mach als educational, weil du kannst Kategorien machen. Das wäre ein besserer Zoll. Das ist ein geiles Wort. Mich fragen die Leute auch oft, wer dein Podcast ist, oder was ist es für ein Podcast? Und ich sage immer, es ist ein Geschenk.
- 58:56Gesellschaftspodcasts, ein paar Tabuthemen ansprechen über Menschen und ihre Geschichte. Du hast schon Tabuthemen ansprechen? Was sind das für Themen?
- 59:08Ja, viel so mentale Gesundheitssachen. Vor allem bei mir. Ich habe viel über Therapie und solche Sachen erzählt. Ich habe Sachen angesprochen. Oder werde jetzt mit einer ein Podcast haben, wo Fehlgeburt das Thema sein wird.
- 59:30Ich dachte, das kann ich. Arbeitslosigkeit war ein grosses Thema, darüber habe ich mit einigen noch gesprochen, die seit über einem Jahr auf dem Raffinieren sind. Einfach mal ansprechen. Es sind auch Sachen scheisse, es ist ja okay, wenn Sachen scheisse sind. Du hattest noch einen Arbeitslosenkalender. Wie hat es geheissen? Arbeitslosen-Adventskalender. Ich habe jeden Tag einen Vlog gemacht, als ich als Arbeitslose arbeitete. Was kam dabei raus?
- 1:00:00Ich habe auch easy viel gemacht. Gar nicht mal so fest arbeitslos gewesen. Ich habe dort schon angefangen mit meinen eigenen Projekten. Firma, Gründung usw. Und habe die Leute mitgenommen. Und eher gezeigt, dass ich arbeitslos nicht gleich nur chillen und Sport aufstehen kann. Immer schön mit einer Message dahinter.
- 1:00:23Ja, voll. Wie war die Anmeldung deiner Selbstständigkeit von deinem Einzelunternehmen? Wie hast du das empfunden? Das erste Mal, dass du etwas angemeldet hast? Ja, aber das wurde mir auch abgenommen von meinem Treuhänder, von dem haben die das auch in die Welt geleitet. Was ich jetzt aber bekommen habe, ist...
- 1:00:42Von der Versicherung, dass ich hier AHV und so auch wirklich alles bekomme und jetzt noch ein paar Sachen einreichen und so. Aber ja, ich musste einen Businessplan machen und so ein paar Sachen. Geschäftskonto anlegen, all das Zeug halt so vom Scratch. Webseite am Überarbeiten gewesen, mein Media Kit, meine Dienstleistung, meine Pricings abpasst. All das, ja, jetzt läuft es.
- 1:01:08Schön. Nächstes Projekt? Wo kann man dich bald auf einer Bühne sehen oder eine Moderation?
- 1:01:16Ich glaube, das nächste ist von einem Sponsorenanlass von einem Fussballclub, ich nenne es jetzt nicht, wo ich einen Podcast auf der Bühne mache mit einem, der über Sportpsychologie spricht. Ich glaube, das wird mega spannend. Das ist das nächste, ich bin gar nicht sicher, ob das öffentlich ist.
- 1:01:39Und sonst habe ich noch... ...dann droppe ich die Brands... ...mit Red Bull bald... ...Moderation. Hast du sogar etwas posten können? Genau, dort haben wir ein Video aufgenommen für den Teaser für das Event. Oh, sorry. Eigentlich hätten wir es doch auf Englisch machen können.
- 1:01:57Ja, du kannst mit mir auf Englisch sprechen, weil ich in Englisch und Deutsch Host bin. Das war mein erstes englisches Video. Ich habe ab und zu mal Interviews auf der Bühne kurz auf Englisch, aber es wird auch mein erstes englisches Video sein. Mit Red Bull geht es um Startups und so.
- 1:02:21Genau, und ansonsten, ja, ein Politpodium habe ich noch für Jugendliche, die jetzt langsam mündig werden und mit allen Parteien aus der Schweiz, also Vertreter von diesen Parteien, die wichtigen Themen von unserer Nation besprechen. Ja, wird das so sein.
- 1:02:41Schön. Also läuft. Läuft, ja. Schön. Was soll es noch sein? Toi, toi, toi. Merci. Es soll immer so weitergehen und der Böller soll immer grösser werden. Schweizweite aktuelle Themen gibt es ganz viele. Weltweite auch.
- 1:03:00Deine Sicht in einer Nutshell zu den aktuellen Themen, die hier in der Welt so ein bisschen am Ablaufen sind. Stichwort Epstein. Hast du da eine Meinung? Wie gehst du mit dem um?
- 1:03:14Das ist ganz schwierig für mich. Ich bin eine sehr sensible Person, die solche Sachen sehr nahe nimmt. Im Radio, wenn du die ganze Zeit mit Weltgeschehen konfrontiert bist, ABS-Leute, Nachrichten und so, habe ich immer Mühe, mich komplett davon abzugrenzen. Und auch jetzt, seit ich nicht mehr im Radio bin, dass ich etwas weniger, nicht weil es mich nicht interessiert, nicht aus egoistischem Grund, aber
- 1:03:41für meine Gesundheit nicht mega fest mich in Themen hineinzulesen. Was auf der Welt passiert, weil es ist schlimm. Ich finde es crazy, was abgeht überall ein bisschen. Ähm, Epstein, lustig, ähm, habe ich gerade gestern fertig geschaut. Auf Netflix gibt es ja so einen Druck. Ich habe die ganze Nacht nicht gepennt. So etwas beschäftigt mich mega, wie so etwas passieren konnte und wie der Sport herauskam und... Ja, also keine Ahnung. Ich versuche mich ab und zu bewusst davon zu distanzieren.
- 1:04:12Und trotzdem finde ich es schwierig, einen Mittelweg zu finden, wie es uns alle etwas angeht, was passiert. Und sich nicht komplett daraus zu nehmen. Viel zu sprechen. Mit Menschen und Sachen zu diskutieren. Aber ja, ich weiss nicht, wie es dir geht, aber ich fühle mich manchmal auch so ein wenig ohnmächtig. Du kannst was willst du machen, gell? Es passiert halt einfach. Aber ich glaube, meine Werte oder meine Ansicht irgendwie versuche ich ein wenig weiterzugeben in den Sachen, wo ich es kann.
- 1:04:42Aber ja, ich finde es schon schwierig. Belasten mich schon. Ich auch. Hey ja, ähm... Belasten... Oder Beschäftigen. Beschäftigen. Beschäftigen ist das bessere Wort. Belasten glaube ich nicht so. Ich bin... Schon als das Ganze angefangen hat, vor ein paar Monaten mit dem PIDIDI, war mein Ding so, okay...
- 1:05:10Wieso? Jetzt? Wovon möchten sie uns ablenken? Und jetzt rückblickend, connecting the dots, für mich war das wie ein Vorspeis. Jetzt haben wir einen Hauptgang.
- 1:05:31Das war Vorspeise, so «Hey, schau, was da Menschen imstande sind zu machen über Jahrzehnte.» Irgendwelche komischen Freak-Partys und hin und her. Und Babyöl-Skandal links und rechts. Und was passiert automatisch, es schwächt dich ab, weil du hörst die ganze Zeit «Bam, bam, bam.» Du wirst die ganze Zeit bombardiert. Das erste Mal ist so «Boah, was passiert da?» Das zweite Mal ist so «Megaschleben.» Das dritte Mal ist so «Ah, das nächste.»
- 1:06:01Gut, dann wurde es ja etwas ruhiger. Um das Ganze. Und jetzt kommen diese ganzen 3.5 Millionen Files. Epstein. Und noch viel grausamer, noch viel gruseliger, noch viel abscheulicher.
- 1:06:18noch viel tiefer in der Weltpolitik, in den Finanzen. Dann denkst du so, ist das jetzt der Hauptgang? Das ist jetzt so der Peak, oder? Also schlimmer, also wie? Geht ja kaum schlimmer.
- 1:06:35Und dann denke ich mir, von was möchte jemand uns ablenken? Es ist wie eine Ablenkung. Es wird so viel Zeit investiert, um sich damit zu beschäftigen. Von was möchte sie uns ablenken? Ich glaube, es wird noch schlimmer in diesem Fall. Nein, ich glaube nicht, dass es etwas gibt, das noch schlimmer wird. Aber es ist so, schaut auf das, damit man das aufbauen, machen, kreieren, erstellen kann. Damit dort kein Auge ist.
- 1:07:05Ich bin aus Süditalien. Warte, warte, warte. Nein, nein, nein. Ich weiss nicht, wie ich das so angefangen habe. Und wir glauben an Verwirrungstheorien. Nein. In Süditalien ist die Mafia immer noch sehr präsent.
- 1:07:20Man weiss, in Süditalien gibt es eine Stadt, Tropea, wunderschön, ein sehr schöner Strand, herrliche Kulissen. Das ist die einzige Stadt, die Tourismus anzieht, aber es ist scheu.
- 1:07:39In ganz Kalabrien will man den Tourismus gar nicht. In Kalabrien hast du alles. Du hast ein wunderschönes Meer, eigentlich nur einheimische. Du hast Berge, du hast sogar Skigebiete. In Kalabrien, in Italien, wo am Meer 40 Grad ist, kannst du Skifahren. Das kennt man alles nicht. Aber man will den Tourismus nicht, weil desto mehr Tourismus, desto mehr Augen. Und desto mehr Augen, desto weniger können andere sehen,
- 1:08:09Ihre Geschäfte machen. Geschäfte machen. Und für mich ist das wie so... Ja, es macht schon Sinn, weil du sagst, mega fest, ja. Vielleicht auch nicht, vielleicht nicht, mich glaube ich. Macht natürlich aber auch ein bisschen Angst, ja. Also allgemein ist auch noch so ein Thema, es macht irgendwie ein bisschen Angst oder ein bisschen unsicher. Und es nimmt mir mega viel Vertrauen in unsere Welt und in unsere Gesellschaft. Also nur mal kurz auf der Epstein, wie kann man so lange... Unglaublich.
- 1:08:389. gegen die Woche, nachdem sich so viele Frauen gemeldet haben. Und du hast das gehört, es ist ja, obwohl die Sachen ja alle draussen sind,
- 1:08:45Es sind ja trotzdem immer noch viele Mittäter, bis heute kein einziges Mal darunter gekommen. Keine Anklage. Und es werden keine Anklage stattfinden. Das ist krass. Das ist krass. Und es sind unter anderem Royals dabei. Ja, ja, das ist toll. Und dann geht es auch noch um die Thematik, wer Geld und Macht hat, kommt aus allem einfach fein raus. Und da ist dann die Umverteilung und die Fairness unserer Welt einfach krass. Es gibt mega viele Sachen, die man sich fragen kann.
- 1:09:14Wirklich, wirklich crazy. Ja. Und dann sind wir da manchmal so in unserer schön behüteten Schweiz. Aber ja. Kennst du dir vor, dass du irgendwo anders wohnst als in der Schweiz?
- 1:09:27Ich würde sehr gerne einmal so ein Jahr irgendwo anders wohnen. Zum Beispiel? Was würdest du gerne? Spanien. Spanien? Ja, ich liebe ja Spanien. I pretend to be a Spangirl, auch wenn ich kein Spin. Aber so ein Jahr, weil ich kenne Spanien mittlerweile auch sehr gut und weiss, dass es nicht für immer dort wird schlimm. Spanisch?
- 1:09:48Das ist das Einzige, was du kannst. Nein, ich muss da tatsächlich ein bisschen mehr. Kannst du ein bisschen reden? Du setzt mich jetzt böse unter Pressure. Du verstehst es ein bisschen? Ja. Okay, super. Also in Spanien so ein Jahr. Ja, aber mehr nicht. Nein, ich schätze die Schweiz und all das, was wir hier schon mega haben. Die Schweiz ist das Leben. Ich liebe die Schweiz so unglaublich. Wir haben alles da. Ja, wir haben alles da.
- 1:10:11Du hast vorhin gesagt, wir seien in dieser schönen, wohlbehüteten Schweiz. Läuft alles perfekt? Nein. Logisch nicht. Okay. Aber es läuft viel besser als an ganz vielen anderen Orten. Darum, Schweiz ist super. Love it. Und damit es so bleibt, müssen wir auch bei den Abstimmungen die richtigen Sachen wählen. Unbedingt. Als kleiner Hint. Die sind nämlich am 8. März. Freunde, sind Sie bescheid? Ja. Unbedingt.
- 1:10:41Wirst du politisch in deinen Podcasts? Ähm, ich werde politisch. Ich hatte auch schon Politiker bei mir. Und finde das sehr, sehr spannend. Du kannst deine Meinung kundtun. Ja. Ich habe keine Probleme damit. Könntest du dich einordnen? Von rechts bis links. Ich würde sagen, ich bin so FDP.
- 1:11:05Ich würde auch für FDP wählen. Okay. Und wenn ich in der Stadt Zürich wäre, würde ich für Bärpi wählen. Bärperin Kärsich. Sehr gut. Ah, okay. Du bist sehr offen damit. Ja, mega. Weil es ist ja... Ja, ja, voll. Ich finde es ja nicht schlimm. Sie sind immer so mega bedeckt mit solchen Sachen. Nein. Nein, ich bin auch mega offen. Aber ich würde mich jetzt nicht auf eine Partei festlegen wollen, aber Mitte-Linke.
- 1:11:33Mütterlings, ja. Ich habe eingeschätzt. Ja, ja, voll. Lehrerin. Ich komme wirklich aus einer Lehrpersonenfamilie. Mami, Papi, Schwester, Gotti, Goeti, alle. Ist SP, oder? In der SP.
- 1:11:53SP ist halt links-links. Ich finde auch nicht alles gut, was der SP sagt und macht. Aber meistens bin ich zwischen Mitte und links. Ja. Schön. Herrlich. Oder? Mega gut. Ja. Hast du noch etwas zu fragen? Ich habe noch etwas zu fragen. Hast du schon abgestimmt? Ja. Kann ich dir etwas fragen? Ja.
- 1:12:22Weisst du, bei der Halbjährungsinitiative gestimmt? Also bist du für die Halbjährungsinitiative? Für, dass wir weniger Seraphe bezahlen? Oder dagegen? Also, ich bin der Meinung... Ich glaube, wir haben ein falsches Bild von der Seraphe. Inwiefern? Ich glaube, die meisten wissen gar nicht, was die Seraphe alles macht. Und was sie auch für... Die Seraphe ist ja nur die, die die Rechnungen stellt. Genau.
- 1:12:55Ich finde nicht, dass es halbiert werden muss. Weil sie haben ja auch ein Programm. Ich fasse es mal in meine Worte. Sie haben ein Programm. Sie haben vom Bund gewisse Vorgaben, die durchgesetzt werden müssen. Und ein Thema Radios. Das ist ein Thema,
- 1:13:17Die müssen auch finanziert werden. Ich bezahle ja sonst keine Franken an NRG St.Gallen oder Zürich. Also irgendwie müssen die auch finanziert werden. Und sie haben ja auch gewisse Vorgaben, also du bist wahrscheinlich viel bewandter in diesem Thema,
- 1:13:35Sie haben auch gewisse Vorgaben, die sie an Lehrthemen ansprechen und vermitteln müssen. Ich finde das richtig und wichtig. Darum finde ich, dass man das nicht halbieren sollte. Wieso auch? Der Betrag ist ja jetzt wirklich anders aus. Darf ich etwas dazu sagen? Das bewegt mich ein wenig.
- 1:14:02Also es geht ja darum, dass alle Haushalte 100 Franken weniger Seraphe-Münze zahlen und Unternehmen ganz entlarvt werden von den Seraphe-Gebühren. Was dann wiederum heißt, dass die SRG...
- 1:14:19die Hälfte des Budgets in Zukunft wird bekommen. Und das wäre prekär. Weil mit der Hälfte des Budgets könnten sie den Auftrag, den du vorhin nicht darüber gesprochen hast, die Konzession, die sie erfüllen müssen, nicht erfüllen. Und dann würden sie auch kein Geld mehr von dort bekommen. Und dann hätten sie gar kein Geld mehr. Was sprich, wie heisst das, dass all diese Sendungen und Medieninhälter, ob auf Social Media, ob auf Print, nicht finanziert werden können, nicht gemacht werden können.
- 1:14:49Ich verstehe nicht, es gibt ja ein paar Leute, die sagen, ich zahle für den Müll, der SRF macht. Die meisten sagen es wirklich so. Ja, für das zahle ich sicher kein Geld. Und dann bin ich so, okay, Bruder, du hast noch nie in deinem Leben, du hast noch nie in deinem Leben, würde ich mal sagen, einen Fussball-WM auf SRF geguckt. Du hast noch nie in deinem Leben in eine Olympiade etwas geguckt.
- 1:15:13Du hast noch nie in deinem Leben ein Wimbledon-Finale, du hast noch nie in deinem Leben eine Skirennenabfahrt geschaut. Okay, wenn das alles nicht ist, bin ich schon mal krass. Kulturbanause, aber ich in dem Fall nicht. Dann hast du noch nie... Sorry, ich werde mich emotional in diesem Thema. Love it. Dann hast du noch nie in deinem Leben News geschaut. Bin ich auch noch krass, dass du...
- 1:15:33dich nicht interessiert für, wenn nicht, was auf der Welt passiert, in dem Fall auch nicht, was in deiner Region passiert und so weiter und so fort. Okay, wenn du da alles nicht machst, dann fair enough. Und dass du dir Entertainment-Sachen, die auch noch laufen, oder Kultursachen, die mittlerweile ja alle gekürzt worden sind, weil sie eh schon kein Geld mehr haben, auch nicht schaust, okay, dann zahlst du halt aber vielleicht, weil wir ein gesellschaftliches System sind in der Schweiz,
- 1:15:57für Hans und Manuela, deine Nachbarn, die nämlich auch sehr gerne schauen würden. Die sich nämlich sehr gerne recherchieren und informieren wollen, was auf der Welt passiert. Darum finde ich das ein egoistischer Gedanke, zu sagen, ich schaue das nicht, darum zahle ich das auch nicht. Es geht halt hier um eine Abstimmung, die alle von uns betrifft. Darum geht es auch darum, dass man vielleicht mal etwas zahlt, das für die anderen ist. Ich zahle auch, vielleicht werde ich niemals Kinder haben, I don't know, aber ich werde trotzdem mein Leben lang Schulsteuern zahlen.
- 1:16:27Es geht ja darum, dass wir zusammenleben und füreinander denken. Und ich finde es krass, dass Leute nicht checken, dass wenn das Budget halbiert wird, dass die Inhalte nicht mehr produziert werden können. Ich sehe ein bisschen Hinterkulissen und weiss, dass es sehr viel braucht. Und das Geld wird nicht vergütet, glauben wir. Es verdienen schon alle relativ knapp bei den Medien, also du wirst dort nicht reich. Und es wird kein Geld rausgeschmissen.
- 1:16:53Es sind schon so viele Sachen gestrichen worden. Ob ganze Radiostudios, wie zum Beispiel «Mies», wo viele Leute ihren Job verloren haben. Kultursendungen, Gesichter und Geschichten, nur als Beispiel. Kultursendungen, wo eigentlich Leute, die sonst keine Bühne in der Schweiz bekommen, Musikerinnen, Historiker, Künstlerinnen, Comedians, kommen sowieso schon keine Plattformen. Es wird nur noch Sport und News. Und wenn das auch noch wegkommt, dann fangen wir an, unsere News über Social Media zu konsumieren.
- 1:17:23dann haben wir ein Problem, weil ich weiss nicht, ob das gut recherchiert ist und ob mit KI und AI in dem Zeitalter, in dem wir leben, mir da irgendwie noch Fakten passiert, Infos überkommen. Darum, ich checke nicht, wie man das nicht kann.
- 1:17:39Mega schön gesagt, danke vielmals. Vor allem für diese Aufklärung. Ich glaube, das ist mega wichtig. Und ich glaube, aus dem können wir unseren eigenen Reel schnell rauscutten und das wirklich schnell publizieren. Wenn du das willst, das würde ich sehr gerne. Ich finde das gerade mega wichtig. Und für die, die noch nicht gewählt haben, vor allem, weil dann hat es auch so ein bisschen eine Baseline. Ich glaube, meistens informiert man sich auch viel zu wenig. Danke auch für den Hinweis. Ich war gerade mega unsicher.
- 1:18:09Ja, und weisst du, das Seraphe-Geld, da geht es um einen grossen Teil. Ich glaube, da würde ich jetzt nicht mein Handys fürlegen, aber ich glaube, zu 90% geht es an die SCRG, also Schweizer Radio und Fernsehen. Aber es geht auch noch an andere wichtige Sachen. Das sind all die Privatradios, also die kleineren Radios, wenn du so willst, die, die einfach nicht staatlich sind, zum Beispiel dort, wo ich auch gearbeitet habe, und auch all die regionalen Fernsehsender,
- 1:18:36an die regionalen Zeitungen, die auch auf dieses Geld angewiesen sind. Es geht zum Beispiel auch an die Kisten SDA, das ist der News-Dienst. Dort kommen alle Radios und Fernseher von Kisten SDA, ungefiltert, ohne irgendwelche Meinungen oder schön getextet, Nachrichten darüber, was auf der Welt passiert ist. Keine Ahnung, Anschlag in Syrien. Kisten SDA liefert in der Schweiz all diese Infos. Können aber nur Radio darauf zugreifen?
- 1:19:04Also Medienunternehmen, ja. Oder das Geld geht zum Beispiel auch in unsere Archive, dass wir auch noch in 50 Jahren schauen können, wie die Corona-Zeit passiert ist. Keine Ahnung. Also das Geld geht an viele Orte. Ja, weil das muss ja auch...
- 1:19:19Lager von diesen x Tonnen an Terabytes, die ja irgendwo gemacht werden. Das sind Server. Das kostet alles Geld. Cool. Und alle sagen so, woher geht denn das ganze Geld, das man zahlt? Dann fangen sie an zusammenzurechnen, wie viel es denn gibt, wenn jeder Haushalt so viel Geld zahlt. Ja, es ist viel Geld, aber es braucht auch viel Geld. Es braucht viel Geld, um so Produktionen zu machen.
- 1:19:44Ich meine, nur schon Olympiaden aktuell, die auf dem SRF laufen. Weisst du, wie viel Manpower braucht es da? Oder Womanpower, um das auf die Beine zu stellen? Das ist nicht nur das, was wir dann sehen, dass ein Moderator da vorne steht. Da hat es tausende Leute im Hintergrund, die arbeiten. Jeinstens. Darum... Lass es euch einfach gut durch. Ich will niemandem nie eine Meinung aufdrücken. Aber informiert euch gut. Da wollte ich noch loswerden.
- 1:20:14Wo werden diese Themen wirklich besprochen? So Arenatag wahrscheinlich. Mhm. Also ich würde gleich sagen, Arena ist kein schlechtes Ding. Und sonst, ich muss gleich noch schauen, wie sein Name ganz genau ist auf Instagram. Jemand, der Abstimmungen und aktuelle politische Themen Ah, ich weiss er! mega gut abgebrochen hat, Flavio Guse.
- 1:20:39Ein bisschen längere Haare. Er wird sich mega gut abebruchen. Flavien Gussi. Geht mal bei ihm schauen. Er wird es mega gut erklären. Und sonst immer noch das gute alte rote Büchlein, wo man alle mit Heimgeschichte überkommen hat. Dort steht auch drin, worum es geht.
- 1:20:57Ich glaube, beim Floppen haben sie sogar das mit dem Hochzeiten... Wie hat es geheißen? Individual-Bestörung. Ja, voll. Da wusste ich auch nicht so recht hin und her. Was sagst du dazu? Bin ich für ja. Individual-Bestörung.
- 1:21:17Was für mich im Kopf mehr Sinn gibt, das ist natürlich für jeden ein bisschen anders, aber mehr Sinn gibt, wenn man Personen individuell anschaut. Und gerade vielleicht bei Gedanken von Frauen, Familien, wo sie nicht arbeiten kann, weil sie den Kindern schauen müssen und so. Ja, würde die Frau eher hinten runter machen. Darum, ja, es ist veraltet.
- 1:21:44Ich glaube, der Punkt in dieser Initiative ist, dass es mega viel Geld kostet, um dich umzuändern. Aber irgendetwas muss passieren, weil ja, wie du sagst, veraltet.
- 1:21:57Es gibt auch Zeiten, in denen die Frau nicht mehr arbeiten kann, und zu Hause für die Kinder. Heute geht es fast nicht mehr. Ja, voll. Und wenn jemand dann arbeiten möchte, wird er für diese Bestraft mitgegeben. Ja, klar. Genau, jetzt sind wir mega politisch geworden. Heiland Sacramento. Ja.
- 1:22:21Spanisch haben wir schon gesprochen, du verstehst Spanisch. Englisch haben wir gehört, du sprichst sehr gut Englisch. Du kannst auch Deutsch, haben wir auch gehört, dass du auch Deutsch und Schweizerdeutsch sprichst. Was hast du sonst noch für Sprachkenntnisse? Hey, da ist dann schon fertig. Französisch? Ein bisschen. Nein, nur, dass ich nicht so gut Französisch bin. Letztens in Paris musste ich merken, ich bräuchte hier mal wieder einen Fresh-up. Aber ja, ich kann grundsätzlich mein Smalltalk verständigen.
- 1:22:49Ich versuche gerade Portugiesisch zu lernen mit meinem brasilianischen Freund. Brasilianisch finde ich schöner als das Portugiesisch-Portugiesisch. No frontali Portugiesisch. Nein, nein, yes, es geht. Alle Sprachen sind schön. Aber ja. Das muss man jetzt auch nicht sagen, aber okay. Das ist eine Lüge.
- 1:23:16Und du Italo? Ja. Das hätte Jene auch gerne können. Das ist auch eine geile Sprache. Aber auch, also Französisch gar nicht. Ganz, ganz grosse Nieten.
- 1:23:24Spanisch? Verstehe ich, weil ich mit Italienisch relativ viel ums. Fun Fact, bis vor etwa anderthalb Jahren, ich bin eigentlich ein perfekter Spanischredner. Nein, nicht so kurz her, schon. Ich war damals noch so. Mit meiner Schwester, wir dachten immer, wir seien Spanier, weil wir nach jedem italienischen Wort ein S angehängt haben. Und wir dachten, wir können Spanisch. Mach das mal.
- 1:23:48«Ciao, mi chiamo es Kevins, yo hab parlado muchos españoles.» Und dann dachte niemand, dass ich kein Spanisch bin. Und wenn ich in Spanien bin, dann habe ich es. Dann schaffe ich es. Sehr gut. Ich bin dann auf die Welt gekommen, als ich das erste Mal auf der Randschicht in Spanien war. In Valencia. Und mich niemand verstanden hat.
- 1:24:08Upsi. Gleich nicht ganz so einfach. Gleich nicht ganz so einfach. Hey, ähm... Wir sind schon eineinhalb Stunden dran. Sicher nicht. Oh mein Gott. Darum habe ich Zeit für eine Cold, weil ich habe noch eine Schnellführrunde für dich. Ah, cool. Sie heisst Schnellführrunde. Mhm.
- 1:24:31Leider ist es meistens keine Nachführrunde, weil das macht Themen auf. Soll ich mich kurz halten? Ich habe das schon, wenn ich muss. Ja, wie es gerade fliegt. Wie es gerade fühlst. Du hast eigentlich deinen Podcast «Schneiden» oder «One Take» gemacht? «One Take». Also ist jetzt das deine, wenn ich dir das sage?
- 1:24:49Ja, ja. Ah, lustig, okay. Gut. Das ist ein unzensierter Podcast. Find ich gut, ich mach eigentlich auch einen Text. Aussen du sagst «Lass, äh...» Ja, genau. «Ich hätte das nicht sagen dürfen.» «Ich bin unangenehm.» «Es ist mir mega unangenehm, ich möchte nicht da.» Dann ist natürlich alles für dich. Ich habe nichts, das dich belasten würde. Sonst werde ich dich ein. Überhaupt nicht. Gut. Alim, bist du ready für die Schelfehrrunde?
- 1:25:17Ich glaube schon. Okay, super. Also, Radio oder Podcast? Ja, das ist schon schwierig. Zum Glück habe ich gesagt, schnell vier Runden. Ich kann mich kurzfassen. Nein, das kann ich nicht beantworten. Muss ich? Ich muss etwas sagen. Ich finde beides schön. Ich sage tatsächlich Radio. Gut.
- 1:25:46Ich weiss gar nicht, wie ich mich hier stellen soll. Ananas auf der Pizza? Nein. Gut! Ich habe mich nie getraut, das vor dir zu sagen. Kontrolle oder Spontanität? Ich wäre gerne spontan. Es ist aber Kontrolle. Schon? Du hast ja vorhin gesagt, du bist ein sehr... Ich finde nicht, dass ich einen Control-Freak finde. Ja, das ist wahrscheinlich ein Control-Freak. Aber ich glaube, das hast du selbst gesagt. Ja. Wo wärst du gerne spontaner?
- 1:26:18Beim Entscheidungen treffen, einfach so allgemein. Oder bei Terminen. Dann ist es mal wieder... Ich weiss nicht, ob ich das letzte Mal den Telefon von einer Kollegin in Freitag bekam. Ja, voll, ich habe Zeit, weil es ist bei mir alles durchgeplant. Das ist doch so ein bisschen gesellschaftlich, nicht? Ja, voll. Aber schade, ja. Und eben Entscheidungen, ja, ja, da entscheide ich dann spontan. Das ist bei mir nicht. Da kann man es auch mal durchrechnen. Karriere oder Freiheit?
- 1:26:51Wenn du mich vor drei Jahren gefragt hättest, hätte ich gesagt Karriere, mittlerweile sage ich Freiheit. Was heisst für dich Freiheit? Das machen, was ich liebe und das mit meinen Werten dafür einstehen. Schön, gut. Wunderbar. Laut oder dieslänglich? Laut.
- 1:27:16Ich weiss nicht, ob wir das im Kontext verstanden haben. Nein, also ja. Gut. Ski oder Snowboard? Ski. Schon immer? Fahrst du Snowboard? Ich habe es zwei Tage probiert. Ich konnte es nicht. Aufgeben. Nach zwei Tagen aufgeben? Nein, und ich kann gut Ski fahren. Okay, super. Stick zu den Sachen, die du gut kannst. Never change a winning team. Genau. Social Media. Fluchen oder sagen?
- 1:27:46Zeige. Ja, schön. Wieso?
- 1:27:52finde ich auch schwierig zu beantworten. Normalerweise sage ich immer Social Media Fluch und sage. Aber ich glaube, es macht uns auch ganz viele Türen auf. Ich glaube, man kann auf keiner Plattform so schnell Netzwerke und so schnell Marketing betreiben wie auf Social Media. Und es gibt auch mittlerweile ganz viele Sachen, die uns positiv influenzen und nicht nur negativ. Aber man muss aufpassen.
- 1:28:19Vor allem heutzutage mit den KI. Ja, cool. Man muss aufpassen und die ganze Geschichte mit sich vergleichen. Sicher ist es ein gefährliches Terrain. Aber wenn man es richtig und bewusst macht... Man kann es wirklich gut einsetzen. Man kann es wirklich sehr gut einsetzen. Hmm... Ich liebe dieses Spiel. Was reizt dich mehr? Bühne oder Kamera? Bühne. Find ich echt gut.
- 1:28:48den Moment, wo man ein echter Publikum stehen kann, live. Nur ein bisschen geiler. Aber macht besser. Macht besser. Erfolg bedeutet für dich, haben wir schon vorhin kurz angesprochen. Von wem hast du am meisten Respekt? Wow.
- 1:29:18Am meisten? Ich habe von mega vielen Menschen Respekt. Vor allem von meinen Freunden, von von den Leuten, die zu ihrer Meinung stehen. Aber am meisten Respekt würde ich wahrscheinlich von mir selber haben. Ach, herrlich. Beste Antwort. Beste Antwort. Ich finde das am wichtigsten.
- 1:29:48Ist das bei dir auch so? Ja, voll. Hundertprozentig. At the end of the day, all you have is yourself, sage ich immer. Ist das so? Du musst es eigentlich nur dir recht machen. Es ist dein Film, deine Story. Und die Menschen, die dazugehören, die werden mit deinen Werten und mit deinem Verhalten, wie du bist, werden sie mit dir sein. Und wenn nicht, dann ist es nicht das Richtige. It's not for you, yeah.
- 1:30:18Was willst du, dass man in 10 Jahren von dir sagt? Berlin war immer authentisch. Immer ehrlich und echt. Ist das immer so? Ist das ein Grundprinzip von dir? Klingt nicht immer wie alles im Leben, aber es funktioniert auch dann am besten.
- 1:30:49Wenn man es ehrlich und echt macht. Okay, sehr schön. Und die Letzte. Du hast einen On-Air-Charakter und einen Off-Air-Charakter. Wo unterscheiden sie sich? Gute Frage. On-Air, sehr outgoing.
- 1:31:17Immer auch ehrlich und authentisch, aber ein bisschen lüter, ein bisschen lachender, ein bisschen unterhaltsamer, ein bisschen Energy und Präsenz. Gern mit Leuten, eher ein extrovertierter Charakter. Und oft kann er auch mal ein bisschen zurückziehen, in die Beobachterrolle gehen, den Puls ein bisschen senken.
- 1:31:47Ja. Was ist deine Lieblingseigenschaft von dir selber? Ich würde mich als Macherin beschreiben. Ich mache Sachen. Sehr gut. Ich bin zu arrogant, ich hoffe nicht. Nein. Du kannst es nur dir recht machen. Ist so. Nein, aber ich mache Sachen. Ich probiere, ziehe durch, es funktioniert nicht, ich versuche es wieder.
- 1:32:17Bloß ist viel, was links und rechts zeigt. Immer weniger. Habe ich schon. Ich habe mit dem schon ein Problem gehabt, wegen dem alle nicht alles recht machen. Aber immer weniger. Und es geht besser. Mhm. Mega cool.
- 1:32:35Aline, ich fand es ein mega cooles Gespräch. Jetzt sind wir fast bei einer Stunde 40. Es ist wirklich im Flug vergangen. Es hat enorm Spass gemacht. Ich möchte dir noch deine Zeit geben, um in die Kamera zu reden, um etwas für deine Community zu sagen, für deine Leute etwas zu sagen. Etwas, was dich vielleicht auf dem Herzen liegt. Da kannst du wirklich frei, da bist du der Profi von uns, einfach frei schnauzen, was du im Herzen und Kopf hast.
- 1:33:04Also gut. Ich glaube, wir haben schon viel angesprochen in dem Podcast und auch dieses Thema kurz, aber ich würde es gerne noch mal vertiefen oder einfach noch mal kundmachen. Supportet euch ein bisschen mehr. Gönnt euch ein bisschen mehr. Kevin hat es vorher schon gesagt, es hat für alle genug. Ich glaube, Erfolg wird nicht kleiner, wenn jemand ein Stückchen vom Kuchen nimmt.
- 1:33:35Sondern es gibt einem viel mehr, wenn man sich gegenseitig unterstützt. Und wenn man gegenseitig füreinander laut klatscht, auch wenn man nicht selbst auf der Bühne steht. Es gibt dir und deinem Gegenüber sehr viel. Wir können alle erfolgreich sein. Das ist eines. Gönne etwas mehr. So wirklich der Support kostet dich nichts.
- 1:34:00Und das andere ist, schaut die Abstimmungsunterlagen einmal genau an. Informiert euch gut. Merci für das. Und lasst euch mal rein bei «Eis am Sender». Das würde mich sehr freuen. Sehr schön. Ist das okay? Es war mega gut. Cool. Es hat mich auch mega gefreut. Ich war mega entspannt. Cool. Und es war mein allererster Podcast, den ich als Gästin eingeladen habe. Hey, ich habe... Nein!
- 1:34:24Schau, wie ein Kopf. Ich wollte das sogar noch ansprechen. Ja, das immer. Mega lässig. Ich hätte gedacht, du bist schon in x Podcasts gesehen. Jetzt bin ich tatsächlich gleich in den nächsten zwei Wochen noch in zwei eingeladen. Es sind gleich ein bisschen mehrere. Aber das war mein erster und es war eine super tolle Erfahrung. Megaschön. Danke vielmals. Du hast ganz tolle Fragen gestellt. Schätze ich sehr.
- 1:34:48Es gibt einen Sechser. Es gibt einen Sechser? Ja! Nein, wirklich. Das hat mich mega wohlgefühlt. Ich hätte noch eine. Also, eine Frage. Eine Frage. Ja, bitte. Der Podcast heisst Momentum. Was heisst für dich Momentum? Ja, jetzt kommst du noch mit so einer Frage zum Schluss. Momentum heisst für mich, einen Moment zu kreieren, einen wichtigen Moment zu kreieren.
- 1:35:20Ein Moment, der mit Emotionen gefüllt ist und deshalb im Kopf bleibt. Cool. Schön. Kann man das so sagen? Das ist völlig egal. Meine Interpretation. Das ist deine Interpretation. Ja, und ich finde, das haben wir gemacht. Ich glaube, du bist gerade in einem Megamomentum. Ja. Ja. Ja.
- 1:35:45Wenn du etwas machen willst, dann kreieren. Und ich glaube, du bist jetzt gerade... Alles, was du am Machen bist, bist du in deiner ganzen Zukunft am Kreieren. Es gibt ja eh nur das Heute und Jetzt. Das ist so, ja. Was passiert ist, kannst du eh nicht mehr ändern. Was kommt, kannst du nicht... Steuern. Weisst du, kannst du nicht steuern, da kannst du nur jetzt sein.
- 1:36:05Es kommt, es kommt. Ein bisschen aufs Leben vertrauen auch. Ja, mega, musst du ein bisschen. Hey, super. Aline, nochmal danke vielmals von Herzen, dass du dir die Zeit genommen hast, von einem Dörfchen hierher zu fahren, in die grosse Stadt. Danke, es ist kein Dörfchen.
- 1:36:29Nein, dort ist es nicht. Nein, nein. Es ist eine Stadt. Wirklich, danke vielmals, dass du dir die Zeit genommen hast, um hierher zu kommen. Es hat mir wirklich sehr viel Spass gemacht. Es war mega im Flow. Und ich wünsche dir auf deinem weiteren Weg alles, alles, alles Gute. Ich glaube, wir werden dich noch an ganz vielen Orten sehen. Super sympathisch, du machst es gut, du redest gut, du hast das Herz am richtigen Ort und das merkt man.
- 1:36:57Und deshalb, ich glaube, die stehen die Türen offen. Und ich habe eigentlich scheissegal, was ich sage. Weil du wirst eh durchziehen und das ist fantastisch. Von daher, danke viel, vielmals. Und an dieser Stelle auch danke dir. Danke, dass du wieder eingeschaltet hast bei Momentum. Dein Podcast, der inspirierende Menschen, inspirierende Geschichten erzählt. Heute mit Aline, Radiomoderatorin mit Herz.
- 1:37:22Podcasterin aus Leidenschaft. Und darum, schaut unbedingt eure Sachen an. Schaut auch ihren Podcast «Eis am Sender» ab. Da unten ist es verlinkt. Irgendwo da unten in der Caption. Und wenn du schon hier runter schaust, hast du so zwei, drei Knöpfchen. Einer ist der Abonnieren-Button.
- 1:37:4195% der Zuhörer haben noch kein Abo hinterlassen. Das ist unglaublich. Trotzdem danke für deinen Support, dass du bis hierhin gehört hast. Unter anderem ist der Like-Button. Kostet nichts, ist völlig kostenlos. Auch hier. Darum würde es mich riesig freuen, wenn du drückst. Danke vielmals, alles Gute und bis bald.