Latest / Die Zeitgenossen / Die Zeitgenossen 15: Die Pest, Nerd-Tube, an Rom Denken, Weimar, Sticker & Leder
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- speaker-0: Hör speaker-1: Meine Zeit genoss... kommen zur 15. Folge der Zeitgenossen. 15, das ist ja schon fast ein Jubiläum. Ist das irgendwie, was ist das? Ist das die eiserne Hochzeit, die 15, oder ist das die, ich weiß es, ich kriege das immer durcheinander. 25 ist silbern, 50 ist gold, 15 ist, glaube ich, eisern. Und als speaker-0: Gibt es hier was Trash? speaker-1: Papierhochzeit? Ich weiß es auch nicht. speaker-0: Ja, irgendwie. Also wir sind wahrscheinlich bei Katon jetzt angekommen. speaker-1: Diejenigen, sich unsere reizende kleine Podcast-Show auf YouTube anschauen, die sehen bei mir schon gleich einen visuellen Clou auf ein Thema, was ich in der Vergangenheit besprochen habe. Denn dieses hier ist ein Fußballtrikot. Das Fußballtrikot, von dem ich damals sprach, mit dem ich offiziell den Bund fürs Leben eingegangen bin mit der Stadt Sevilla. Das ist nämlich das Fußballtrikot vom FC Sevilla. Das habe ich mir damals gekauft als Symbol meiner ewigen Verbundenheit. weiß gar nicht, wie viele Folgen zurückliegt, das acht Folgen, heute die 15. Und wie so häufig steigen wir in die 15. Folge mit einem sehr bedenkenswerten, aber auch sehr bereichernden Thema. Es geht wieder um das Thema Literatur. wie schon eigentlich, ich dachte, letzte und volleste Folge versenkt sich Stefanie jetzt auch endlich, würde ich sagen, in die Bereiche der Hochliteratur, die mir am Herzen liegen, und zwar mit Camus, Pest. Und ich weiß nicht, wie es bei euch ist. Camus ist ja irgendwie so ein Autor, oder diese ganzen französischen Existenzialisten, wo viele drauf stoßen in den frühen Studienjahren. Ich glaube, ich habe den ersten Camus sogar schon mit der Schulzeit gelesen, aber das ist irgendwie so eine Phase im Leben. War das bei dir auch so, Stefanie? Und warum die Pest? Und warum geht's da überhaupt? speaker-0: Ja, muss sagen, Simone Beauvoir war die erste, die die Existenzialisten bei mir so losgetreten hat. Und dann bin ich dem Sato über die Füße gefallen und dann beim Camus gelandet, so Anfang Mitte 20, würde ich sagen. Und ich habe das Buch auch hier dabei. Und das ist wirklich das Buch, das ich auch damals gelesen habe, die Ausgabe. Und das war eine wirklich tolle Zeit. ich habe mal wieder überlegt, von welcher Perspektive suche ich ein Buch aus? Und das war wirklich so... Ich hatte eine sehr romantische Buchzeit, wo ich morgens mir wirklich den Becker gestellt habe, ⁓ morgens ⁓ fünf auszuwachen, ⁓ noch mal eineinhalb Stunden zu lesen, bevor ich in den Verlag fahre. Ich habe ja meine Ausbildung im Verlag gemacht und das war quasi über Wochen hinweg meine Morgenbeschäftigung, den Alberto Camudipes zu lesen. Und als ich so noch mal durch die Vergangenheit gerauscht bin und gerade auch noch mal inspiriert von Andorra, über das wir ja letztes Mal gesprochen haben. Hab ich gedacht, was war noch mal so ein anderes Buch, was immer so im Hinterkopf schwirrt, was irgendwo immer präsent ist. Und da ist natürlich der Kammü mir noch mal auf die Füße gefallen. Und die Pest hat einen besonderen Platz auch in meinem Herzen, würde ich auch sagen, weil das so ein Buch war, was mich wirklich sehr lange nachdenklich gestimmt hat und auch noch mal viele, denen das glaube ich genauso ging, während der Corona-Zeit. Also das war übrigens auch so Fun Fact. dass die Pest sich übrigens noch mal deutlich in den Bestsellerlisten nach oben geschossen ist, während Corona und nochmals ganz viele neue Leser gefunden hat. Aber eigentlich in Chemüs, die Pest geht es nicht nur ⁓ Krankheit, es ist eigentlich auch wieder eigentlich nur eine Analogie für ein viel tieferes Thema. Es geht wie Menschen auf Angst, Krisen und andere Unsicherheiten reagieren. Wenn wir uns mal ganz kurz über Camus sprechen, ist 1913 in Algerien geboren, französischer Schriftsteller, auch Philosoph und Journalist. Und es ging viel in seinen Themen um das absurde, um Freiheitsbegriff, um Verantwortung und wie Menschen in diesen Unwegsamkeiten, in diesen Unsicherheiten darauf reagieren und was damit auch eigentlich Menschlichkeit ausmacht. So große Werke der Fremde. der Mythos des Sisyphos, das ich ehrlich gesagt nie zu Ende gelesen habe. Da bin ich irgendwo eine Hälfte stecken geblieben, weil ich persönlich denke, dass Hetzekammer jetzt nicht der allerbeste Philosoph ist. Aber ich fand, der war ein wahnsinnig guter Schruttsteller. Ich habe das Buch wirklich sehr genossen zu lesen und auch sehr die Sprache genossen, in die er das geschrieben hat. hat 1957 den Nobelpreis für Literatur gewonnen und ist dann auch 1960 leider beim Autounfall verstorben. Das Buch Die Pest ist 1947 herausgekommen und es geht ⁓ eine algerische Stadt Oran, bei der sich plötzlich die tödliche Pest ausbreitet. Und was passiert ist, die Stadt wird abgeriegelt und wie reagieren die unterschiedlichen Personen auf diese Situation? das Erste, was passiert ist, wird versucht zu ignorieren. Es wird versucht, so eine Form von Normalität aufrechtzuerhalten. Die Leute wollen das erst mal gar nicht wahrhaben und ignorieren das Ganze. Und das erinnert einen natürlich auch an unterschiedliche Krankheitsformen wie Faschismus oder auch Epidemias, die auftauchen und all der Mensch versucht, erst mal nicht ins Gesicht zu schauen, sondern eigentlich erst mal in der Normalität stand zu halten. Und dann, was natürlich passiert ist, wäre das, System abgeriegelt wird, also die Stadt abgeriegelt, dass wir reagieren dann die unterschiedlichen Menschengruppen darauf. Und was natürlich interessant ist, es gibt da jetzt kein großes... Das Heldentum wird hier nicht in dem Buch gefeiert, sondern es geht eher darum, im Alltäglichen, wie Menschen reagieren und wie sie eigentlich im Alltäglichen dann und im Miteinander sich beistehen und Hilfe leisten und dadurch halt Menschlichkeit ausdrücken. Was für mich ein ganz spannendes Thema ist, weil zum Thema Klimakrise, politische Radikalisierung, der wir uns wieder befinden, fast 120 Jahre bevor das Buch erschienen ist. Aber wir sind gerade wieder in einer ähnlichen Phase, wo Vergessenheit überall eintritt und wir alle versuchen uns, ja. nichts sehenden Auge ist, was auch immer gerade ⁓ uns herum passiert, einfach nicht richtig wahrzunehmen und uns unseren eigenen Bubbles zu vergraben. Da hatten wir auch schon letzte Woche mal bei Andorra sehr tief drüber gesprochen. Und ich glaube, diese Solidarität, die in Camus da auch rüberkommt, ist etwas wirklich Wichtiges. Das zeigt halt, müssen wir erst Not an Mann kommen lassen, dass wir zusammenhalten und das Positive in Menschen wieder sehen. ist so die große Frage, die sich da mir gestellt hat. Und was natürlich ein spannendes Zitat ist, mit dem auch die Pest endet, und vielleicht kann ich da das erste Mal, das habe ich noch nie gemacht, zitieren aus dem Buch. Und zwar endet das Buch mit der Freude darüber, dass die Pest besiegt worden ist. Und während Rio den Freudenschreien lauschte, die aus der Stadt aufstiegen, erinnert er sich nämlich daran, dass diese Freude immer bedroht war. Denn er wusste, was dieser Menge im Freudentaumel unbekannt war und was man in Büchern lesen kann, dass nämlich der Pestbazillus nie stirbt und nie verschwindet, dass er jahrzehntelang in den Möbeln und in der Wäsche schlummern kann, dass er in Zimmern, Kellern, Koffern, Taschentüchern und Papieren geduldig wartet und dass er vielleicht der Tag kommen würde, an dem die Pest zum Unglück und zur Belehrung der Menschen ihrer Ratten wecken und zum Sterben in eine glückliche Stadt schicken würde. Ja, und ich glaube, die Pestelstück niemals, auch, ja, das sagen wir auch, die negative Seite des Menschentums und unsere Verantwortung ist es, uns zu erinnern und zu schauen, dass uns die Fehler nicht immer wieder, dass uns die gleichen Fehler wieder passen. speaker-1: Da ist ja wirklich eine direkte Beziehung zu Andorra, worüber du das letzte Mal gesprochen hast. Also Bücher, die einen die fundamentalen Fehler, die immer und immer wieder auftreten, obwohl man doch eigentlich irgendwann daraus lernen müsste, sind. Also die aus so einer Flughöhe von Autoren kommen, nicht nur über irgendetwas Heiteres oder Spannendes oder Action oder Liebe oder sowas schreiben wollen, sondern die eine viel, viel größere Botschaft über die großen Wahrheiten einem mitgeben wollen. Das ist das, was ich ja immer in Büchern suche, dass man halt eben nachher da rausgeht und gestärkt fühlt oder oder oder getroffen fühlt oder gewarnt fühlt oder auch mit anderen Leuten darüber reden will was man darin gefunden hat und das ist ja bei Camus also das ich habe ihn nie als Philosophen wahrgenommen ich habe den wirklich nur als Autor wahrgenommen weil mich ja diese französische Philosophie auch so eigentlich am ende wenig interessiert also auch der Sartre den kann ich ja wie gesagt nicht leiden simon de Beauvoir kann ich leiden aber auch da will ich eigentlich nicht so tief in die ich lese gerne und ich höre gerne den Stimmen aber Die Philosophie. Und bei Camus entsprechend auch das Buch, Die Pest, habe ich vor allem als spannendes Buch und als gut zu lesendes Buch, als Allegorie gelesen. Genauso wie Fremde und das ist ja glaube ich das eine, vielleicht sogar noch das bekanntere Werk von Camus, wo es ja darum auch ⁓ die Entfremdung des Menschen im wahrsten Sinne des Wortes geht, dass es eigentlich passieren kann, was will. Jemand dringt einen Menschen ⁓ und ist ihm eigentlich egal und lebt einfach weiter. Also haltlose Menschen, die auch irgendwann Das Bewusstsein, dass was gut und schlecht und absolut verdammtenswert ist, alles ist irgendwie gleich, alles irgendwie passiert, irgendwann stirbt man. Das ist ja so bisschen diese tragische Philosophie dahinter. Und bei Camus habe ich immer gefunden, dass von diesen ganzen französischen Philosophen er vielleicht der beste Schriftsteller ist. speaker-0: Er war der beste Schriftsteller, ohne Worte. Ich mag die Simone de Beauvoir auch sehr gerne, wie sie schreibt. Aber der Camus, würde ich auch sagen, ist mein Topfavorit. Und ich glaube, was er einfach sehr gut schafft, ist, diese Atmosphären zu schaffen. Und das waren auch diese Morgenmedien, ich da hatte, wo ich das gelesen habe, ich gar nicht irgendwie... Obwohl das alles tragisch war, trotzdem willst du nicht, dass es aufhört. Du willst trotzdem in diesem Bewusstseinsgrad weiter existieren. Und ich glaube, das ist auch das... Was mich an Weltliteratur dann auch berührt, ist, wenn das Bücher sind wie Camus oder jetzt aber auch Andorra, also Max Frisch, die es einfach schaffen, in meinen Köpfen über 20 Jahre zu coexistieren und auch mit einmal Lesen da einfach wirklich eine Kerbe hinterlassen haben. Und das haben wirklich nicht viele Bücher geschafft. Das sind vielleicht zehn oder so. ich insgesamt da auf der Liste habe, da kann ich nicht mehr so viel beitragen irgendwann. Da müssen wir neue Bücher finden, die das jetzt gerade schaffen. Aber auch diesen Mut zu haben, nicht zu entertainen zu wollen. Also das ist ja nicht so, dass das so, wie soll ich sagen, permanent die ganze Zeit wegen einem der Blutdruck hochgeht und man irgendwelche Endorphins sich aus schütten, sondern das sind diese langsamen, diese atmosphärischen Welten, in die man auch eintaucht und die einem dann über Jahrzehnte hinweg dann immer noch berühren. speaker-1: Ja, sehe ich ganz genauso. Da sind wir uns endlich mal wieder richtig einig. speaker-0: Dann würde ich sagen, es wird Zeit, Thema zu wechseln. Das macht überhaupt keinen Spaß. speaker-1: Ich habe nämlich zum Thema Serial Monogamy wieder mal was ganz Feiteres und Einfaches mitgebracht. speaker-0: Der permanente Rollentausch, das finden wir wirklich total. speaker-1: Vielleicht, ja, aber das ist ja vielleicht auch gewünscht, nicht wahr? Wenn wir uns unterhalten, wir wollen ja beide vom anderen ein bisschen was mitnehmen. Ich fange mal aber auch ex negativo an. Also Influencer auf YouTube und Instagram sind für mich ja ein absolut rotes Tuch und waren für mich halt so lange ein rotes Tuch, dass ich mich eigentlich sogar geweigert habe, Instagram und YouTube über ein Minimum hinaus zu nutzen. Und es hat wirklich bei mir vergleichsweise lange gedauert, bis ich echt entdeckt habe, also über meinen Vorteilsschatten gesprungen bin und gemerkt habe, dass da auch einige Leute richtig, richtig gute Sachen machen. Und dass es Künstler gibt und ja, befähigte Menschen, die diese Kanäle wirklich nutzen, ⁓ diese klassischen Medien zu überspringen und sich selber eine Welt zu erschaffen, in der sie fantastische Geschichten erzählen oder Künstler sind oder auch unterhaltsame Shows oder Witze erzählen. Es hat bei mir vergleichsweise lange gedauert. Weil in meinem, von meinem inneren Auge war halt eben immer die Dubai-Inflatfluencerin. der Dschungelcamp-Teilnehmer und so. Weißt du, diese ganze Trashkultur, die ich ja so sehr verabscheue, die hat für mich immer Pass Pro Trotto für diese Kanäle gestanden. Das hat sich geändert, würde ich sagen, vor fünf oder sechs Jahren. Und mittlerweile habe ich einen richtigen Kanon von Kanälen, die ich abonniere und die ich liebe und die mich jeden Tag erfreuen und die ich unter dem Oberbegriff Nerd speaker-0: Ich jetzt bei Schokolade. speaker-1: zusammenfasse. Das sind also durch die Bank Leute, die halt eben nicht irgendwie gut aussehen oder irgendeine Mode nach vorne bringen, sondern die ganz eigenartiges Blins haben oder Sachen, die mich persönlich interessieren, total toll können und da sich erbarmungslos tief rein versinken. Die Königin von NerdTube, meiner Ansicht nach, aber auch nur eine von vielen, die ich hier nach vorne stellen möchte, ist El Cordova. Und El Cordova ist eine am speaker-0: Wo finde ich die? Auf welchem Kanal? ist die unterwegs? YouTube. speaker-1: YouTube ist eigentlich deren wichtigster Kanal und Elle Cordova ist eine amerikanische Sängerin. Habe ich im Nachhinein auch erst erfahren, eine der ersten Sängerin, regelmäßig auf YouTube gepubliziert haben, schon ich glaube seit 2008 oder so, also wirklich sehr, früh. Und Elle Cordova hat eben sehr, lang sehr, sehr gute Amerikaner-Musik gemacht, also Singer-Songwriter zusammen mit einer Gitarristin, die auch total toll ist. haben auch eigene Songs gemacht, auch so Quatsch-Songs mit eigenen Texten. Also all das war schon sehr gut, aber in den Ins Bewusstsein gerückt ist sie mir, als sie vor ein paar Jahren so eine Art Wechsel in ihrer Identität vornahm. Früher hieß El Cordova auch nicht El Cordova, sondern Reina del Cid. Das war einfach ihr Name. Und dann aber trat sie hinter diesem Künstlernamen zurück, hat sich neu benannt mit ihrem wirklichen Namen El Cordova und macht seitdem nur nerdigen, geilen Scheiß. Also unter anderem regelmäßig Buchclub-Live-Sessions, wo sie mit irgendjemandem über obskure Science-Fiction-Bücher spricht. Sie macht ständig kurze Videos aus der Technologie, aus der Science-Weltraum-Welt. Sie macht Poetry-Slam aus dem Maschinen-Deck der USS Enterprise. Sie macht Wettkämpfe zwischen einem Federtäufe und dem Grammarist, also dem Grammatikbuch. Sie macht Wettstreite zwischen den verschiedenen Roboter-Stimmen, also Siri versus die alte Windows-Büroklammer. Sie macht ... Ein Nachmittagstee sämtlicher Fontarten, also Arial und Helvetica macht lustig über Times New Roman, solche Geschichten, also nur richtig nerdiges Zeug und das alles mit einer Eleganz und mit einer Reiterkeit, aber auch mit großer intellektueller Düse und Lässigkeit und die hat mittlerweile auch, ich weiß nicht, eine Million Abonnenten. speaker-0: Guck, 770.000, also wirklich beeindruckend. speaker-1: Ja. Und dann, sie kann so viel. Sie kann dann auch noch so toll singen, so toll Songs schreiben. Sie ist halt einfach ein fantastischer, unglaublich begabter Nerd. Und deswegen ist sie für mich die Queen of NerdTube. Aber ich möchte für die Bandbreite noch ein paar andere Namen nennen. Der König vielleicht von NerdTube, zumindest wenn man Musik mag, heißt Rick Beardo. Und Rick Beardo, hat schon über fünf Millionen Abonnenten. Der weiß alles über Musik und macht daraus ein absolutes Festival. Der geht auch manchmal auf Wallfahrten zum Beispiel, war letztens auf einer Wallfahrt in Leipzig, weil er Johann Sebastian Bach liebt, wie nichts Gutes, aber der hat ein absolutes Gehör. Der macht Interviews mit den berühmtesten Musikern, David Gilmoth zum Beispiel. Jeder, der überhaupt Musik macht und vor allem Gitarist, ich bin ja auch Gitarist, jeder Gitarist, etwas von sich hält, ist irgendwo bei Rick Beato auf der Couch und die reden dann halt eben wirklich nur über nerdiges Zeug, über Ausrüstung und welchen Ton kriegen die hin. Ein Dritter, der ist vielleicht der Extremste und ich nenne nicht alle, ich nenne nur noch diesen Dritten von meinem NerdTube. Das ist wirklich völlig irre, da frag ich mich auch warum. speaker-0: Hier übrigens, wird so geschrieben. speaker-1: Ganz genau. Da frage ich mich wirklich, was ist mit mir los? Und zwar gibt es einen Kanal, heißt Die Apeschrauber. Und Apes sind ja diese italienischen Tuktuks, diese drei Räder, diese Lieferräder. Und da gibt es so Typen, der wohnt in einem Vorort von Bremen. Und der ist langhaarig. Und wenn man in irgendeinem Film mal die Rolle des Hyper-Meganerks besetzen müsste, dann mit dem. Der trägt ständig irgendwelche Metal-Shirts, ist spindeldür, hat lange Haare, hat so einen zotteligen Barb. Und inszeniert jedes dieser Videos, denen es nur darum geht, wie er an den Motoren und Einzelteilen von diesen Mopeds schraubt. Mit öligen Fingern, die ganze Zeit erklärt, was jetzt gerade wieder das Problem mit der Lichtmaschine ist. Und warum der Auspuff hier so komisch runterhängt und welche Varianten es von der Ape gab in 70 Jahren. Und der fährt dann ständig auf irgendeine Ape treffen. Das Ganze ist völlig irrsinnig nerdig und ich hab zwei linke Hände. Ich kann selber nicht schrauben, ich hab nie eine Ape besessen, will auch keine besitzen, aber der Die heilige, das muss man wirklich so sagen, die heilige, unschuldige Begeisterung und Leidenschaft, die dieser Typ in ein so abseitiges Thema wie das Schrauben an Mopeds steckt, die löst in mir Begeisterung und Ehrfurcht aus. Ich kann mir keins dieser Videos bis zu Ende anschauen. Die sind immer so ungefähr eine halbe Stunde lang und dann eine Viertelstunde mit öligen Fingern an irgendwelchen Kolbenfessern rumlöten. Kann ich mir jetzt auch nicht länger anhören. Aber die erste Viertelstunde ist jedes Mal halt wirklich so ein Weißt du, so ein Lichtstrahl, dem du denkst, du wirst auf einmal berührt von so einer heiligen, fröhlichen Einfallfachheit, die, glaube ich, so weit entfernt ist von der Welt der Dubai-Influencer, wie man überhaupt nur sein kann. Toni Alessandro heißt der Typ. Ich glaube, der heißt tatsächlich Alexander. da ist halt eben alles schrutzig. Und auch da, wo er wohnt, ja, vor Ort von Norddeutschland, es regnet, es ist Asphalt, nichts ist schön, es ist ständig kalt, nichts ist besonders stylisch. Aber alles ist halt wirklich das echte, ehrliche Leben und ein Typ, der alles dafür aufbringt, sich selbst und andere dafür zu begeistern. Das ist eigentlich das, was ich auf YouTube entdeckt habe. Deswegen bin ich auch zum YouTube-Freund geworden. Bei Instagram bin ich noch nicht ganz so weit, weil mir da halt irgendwie diese Dubai-Influencer doch zu weit vorne stehen und diese ganzen Fitnessmodels und so, stößt mich alles so ab. Aber NerdTube, kann wirklich, das ist sozusagen fast ein Lebensweisheit. Ich kann eigentlich jedem nur empfehlen oder vielleicht sollte ich in Zukunft auch Freunde oder Leute, ich treffe. auch mal danach fragen, wie deren Liste von NerdTube aussieht. Also Zeug, dem sie folgen, obwohl das irgendwie so bisschen oder total nerdig oder nur ganz wenige Subscriber, aber irgendetwas daran fasziniert sie und sie werden zu Freunden dieser Leute, die das da aufnehmen. Das ist mein Plädoyer, Gegenentwurf zu diesem ganzen Trash, man ständig bekommt. Einfach diese Leute finden, die es total ehrlich meinen, die damit nicht reich werden, die aber Schönheit schaffen in ihren kleinen Winkeln. Und da drängt sich natürlich Frage auf, Stefanie, hast du sowas auch? speaker-0: Darauf hätte ich mich jetzt einfach vorbereiten müssen. Ich mag YouTube nicht. Das ist wirklich hart, das jetzt hier zu sagen, womit unsere eigene Show auf YouTube platziert ist. Aber das macht es mir einfach. Immer wenn ich gucken will, wie viele Views wir haben, muss ich nur das alte Suchergebnis, also ich nur das eine, was ich da habe, ich einmal seitgenossen eingetippt habe, mich immer wieder draufklicken, sonst nichts. Mir wird doch nichts anderes außer uns angeboten. Das ist total gut. Ich habe natürlich so ein paar Sachen auf TikTok. den ich folge. Und jetzt weiß ich aber all denen ihre Namen nicht. Also ich mag auf TikTok, da gibt es eine kanadische Komikerin, die so Multi-Persona-Comedy macht. Also sie hat quasi eine ganze Familie erschaffen. Ich glaube, das sind irgendwie 15 bis 20 Personen. Und sie dreht dann diese Comedy quasi mit sich alleine und diesen unterschiedlichen Personas. Und jeder sieht halt anders aus. Und dann hat sie so kleine Plastikhände. Die sind dann immer, da weiß man, dass die Kinder sind, wenn die Plastik-Hände in der Hand sind, kleinen da, die Plastik-Hände, dann weiß man, okay, das ist jetzt ein Kind. Und dann spricht sie auch wirklich in diesen anderen, ja, auch Männer und was auch immer. Und das ist wahnsinnig komisch. Also das ist auch die Arbeit, die sie sich da gemacht hat, dass sie das auch gescriptet hat. Also ich werde das herausfinden. Ich habe gedacht, ich finde die jetzt mal so einfach. Aber das ist das Problem mit TikTok. Man kennt da ja doch dann eigentlich am Ende niemanden halt. Also ich habe TikTok... speaker-1: Ich schon gedacht, du wenigstens vielleicht dann zum Beispiel an irgendwelchen Bauhaus-Erklärern oder im Mode ist ja so ein großes Thema. Also ich hätte mir schon vorstellen können, dass du dann vielleicht auch an Leuten hängst. speaker-0: Nee, ich häng total auf TikTok. Und was ich da hab, ich hab da bestimmt vier oder fünf von so Kunsterklärern. Das ist eigentlich relativ cool. Also es gibt so, also ich muss da mal eine Liste machen. Das mach ich dann nächstes Mal. Da bring ich meine Liste mit. Weil was ich halt total mag, es gibt so Leute, die halt so Künstler vorstellen, die einem nicht so bekannt sind halt. Und da gibt es bestimmt vier, fünf, denen ich folge. Dann gibt es Leute, die einem Design erklären. Dann gibt es Leute. Ja, das mach ich aber alles auf TikTok. speaker-1: Genau, das hätte ich nämlich auch gedacht. Okay, erstaunlich. Das muss dann wohl dieser Generationenunterschied zwischen uns... speaker-0: Wir haben ja festgestellt, ich hatte gerade Geburtstag. Jetzt auch. festgestellt, dass wir weiter auseinander liegen, als ich das gedacht habe. Das war natürlich ein Kompliment. Das ist hier noch mal festgestellt. Aber ja, finde ich voll cool. Ich habe ja gemerkt, dem YouTube, warum auch immer ich gucke auf YouTube, wenn mal überhaupt irgendwas, Trailer. Das ist der Ort, dem ich so Trailer-Compilations mir angucke. So was kommt als Nächstes. Das ist mein YouTube-Task. Alles andere. Mein Mann guckt sich da immer Sachen auf YouTube an und ist immer voll nervig. Ich weiß auch nicht warum, aber ich kann mit dem Format nicht leben. Der guckt dann immer so nerdige Sachen. So warum irgendwelcher Commodore 65, was auch immer, so auch immer umgebaut worden ist. Der guckt sich diese ganzen Sachen an, Atari, bla bla bla. dann mit den Installationen hier, was auch immer. speaker-1: Den sollten wir mal dazuholen, der hätte wahrscheinlich noch zehn weitere Themen. Aber ich einen weiteren Tipp, bevor wir zu dir wieder überlaufen. zwar viele Leute, oder YouTube ist ja auch tatsächlich immer unerträglicher geworden in den letzten Jahren, weil die Werbung immer mehr überhand genommen hat. Und mein Tipp als Werbevermeider ist, ladet, das habe ich gemacht, ladet euch als Browser Opera runter. Weil Opera hat einen unglaublich gut funktionierenden Werbeblocker und ich gucke tatsächlich seit Jahren YouTube komplett ohne Werbeeinwendung. ohne irgendwas wegklicken zu müssen, einfach Opera, einfach oben einstellen und man schaut YouTube wie normales Fernsehen mit sogar noch weniger Werbung als auf Amazon. Also wer es ernst meint mit seinem NerdTube oder wer Lieblingskanäle hat und wer regelmäßig guckt, der braucht Opera und Opera ist auch sonst ein ziemlich guter Browser. Es ist funktioniert. ist der beste, den ich... speaker-0: Aber da kommen wir jetzt mal zu Partnerschaften halt. Also wir haben ja eine super Partnerschaft mit dem Streaming-Empfehler Shelfed. Ja. Und das ist eine Win-Win-Situation. Bei Shelfed macht das, was wir für Bücher und alle anderen Themen machen, einfach ganz gezielt auf Streaming-Hinweise. Da findet ihr die coolsten Serien, die man bei Disney plus Prime, Netflix und Co. halt gerade zu sehen bekommt. Und ein super erfahrenes Team von Donalysin, das für euch zusammenstellt. Und da gucken wir auch oft rein malen. Ganz wichtig. speaker-1: Diese Woche in dem Magazin, das Sie da veröffentlichen, ich unter anderem der Gründer David, den wir von Puffhold bei uns in der Show hatten, sich darüber oder hat seine Enttäuschung ausgesprochen darüber, Netflix so sehr auf dem absteigenden Ast ist und dass seine Begeisterung für Netflix, die ja generell eigentlich mal am Anfang aus seiner Streaming-Existenz stand, dass die immer mehr verblasst und dass die ganzen geilen Serien wie House of Cards und Mein Tantas, dass das einfach lange her ist, dass man die zum letzten Mal gesehen hat. Da habe ich mir natürlich auch überlegt, stimmt das? Lange Zeit war tatsächlich dieses D-d-d-d-d- speaker-0: fast ein gesetzliches Thema draus machen. jeden Fall. speaker-1: Aber keine Zeit, wir müssen ja nach Weimar. speaker-0: Wir müssen nach Weimar. Okay, also wir sind bei unserem anderen Thema jetzt gewusst wo und da habe ich was mitgebracht. Mal was aus Deutschland. Das habe ich noch nicht gemacht. habe noch nie was aus Deutschland vorgestellt. Und das war eine Unfall, dass ich diese Stadt für mich entdeckt habe. Und zwar musste ich relativ eilig eine Reise antreten nach Frankfurt, wo ich geboren bin. Ich habe ja 20 Jahre in Berlin gewohnt. und habe eine Übernachtungsmöglichkeit gesucht, die genau in der Mitte der Strecke liegt. Da bin ich die Landkarte entlang gefahren, in der Linie entlang und habe dann gesehen, da gibt es Weimar. Und Weimar ist für mich, ich wusste, das hätte irgendwas mit Güter zu tun, aber genau nicht was. Und ich hatte eigentlich nur das Bauhaus. Das Bauhaus war so, da könnte man sich ja das Bauhausmuseum mal anschauen. Und dann haben wir da einen schönen Pitstop eingelegt. Und das war eine sehr, sehr schöne Erfahrung. Also Weimar hat sich da wirklich in mein Herz geschlossen und es ist auch so gerade der Wunsch auch kommt gerade wieder hoch, da nochmal hinzufahren. Und zwar, was finde ich an Weimar so toll? Also erst mal so bisschen was zur Geschichte. Weimar ist ganz schön alt. Das ist 899 das erste Mal urkundlich erwähnt worden. Das ist ja schon mal ein paar Jahre, ne? ist keine Jugendstadt. Und dann ist das natürlich eine sehr wichtige Stadt, also nicht nur, dass sie genau zwischen Berlin und Frankfurt liegt, aber es war auch einer der wichtigsten Handelswege in Thüringen. Damit wurde schon da sehr früh Handel und Verwaltung und Handwerk betrieben und hat sich da quasi zur Kulturstadt auch schon angefangen zu etablieren. Und was da passiert ist, ist, dass da durch die Herzog gegen Anna Amalia im 18. Jahrhundert, seh da viele Denker und Künstler nach Weimar gelockt hat und unter anderem auch den Goethe. Und Goethe hat sich da, der kam 1775 nach Weimar und wollte ursprünglich nur ein paar Monate bleiben und ist dann einfach mal 50 Jahre hängen geblieben. Das ist ja, sprich ja schon mal für Weimar. Es hat natürlich auch bisschen was damit zu tun, dass er da nicht nur einen Einfluss da auf den Herzokal August hatte, sondern halt auch, dass er da auch sehr viel sich landschaftlich entfalten konnte und nämlich bei der Gestaltung des Stadtparks mitgestalten durfte. Und das ist wirklich ein absolutes Preisstück. Also wenn man Gärten mag oder Stadtparks mag, würde ich mal sagen, Weimarer, der Stadtpark, einer der schönsten. Also ich habe mich so bisschen gefühlt wie bei den Hobbits in so einer romantischen, idealisierten Naturversion. Also, diese gestalterische Art ist, so dass es ja natürlich aussehen soll, aber total geplant. Also, da wurde schon mit vier Kunsthandgriffen gearbeitet, so dass das nicht nach einem gestalten Stadtpark aussieht, mit überall Röstchen oder so, sondern es fühlt sich einfach wie einer idealisierten, romantisierten Form von Natur. Und Günther hat sich da in der Mitte des Parks auch ein kleines Häuschen hingebaut. Und angeblich hat er auch da viele seiner Werke geschrieben, weil er gesagt hat, diese Naturverbundenheit, also die romantisierte Version von Naturverbundenheit, ist für ihn sehr gestalterisch gewesen und auch eine große Inspiration. Der Schiller wurde da auch dann hingeloggt und die waren sich auch erstmal gar nicht so grün übrigens, die zwei, und dann wurde aber doch da auch eine große lange Freundschaft. Und was vielleicht nochmal toll ist zu wissen, wie oft deutsche Kultur in Weimar erschaffen worden ist. Und Christoph war da so ganz erschrocken, stell dir was willst du über Weimar sprechen? Da war doch jeder schon mal, da ist doch jeder mit der Schule hin und da hab ich gedacht, nee, ich schwör da nicht mit der Schule. Niemand hat mit mir je über Weimar gesprochen, dass da im Kunststudio mal Bauhaus gefallen ist. Und das war irgendwie so was auf der Fleck, auf der Karte. Und ja, wenn ich mich da nicht auf den Pitstop hinbewegt hätte, hätte mich da auch sonst keiner eigentlich da so hingebracht. Und deswegen will ich jetzt hier nochmal quasi die Werbetrommel für Weimar irgendwie läuten, also gerade für die deutschen Reisenden. Das ist wirklich eine wunderschöne kleine Stadt mit 60.000, 65.000 Einwohnern. Es hat auch eine Universitätsstadt, da sind viele Studenten, da sind viele Künstler auch heute noch, die sich da ansiedeln wieder. Also das Weimar wird auch wieder hip. Es gibt da auch veganes Essen. habe mich da auch nochmal schlau gemacht. Also man kann da auch als Vegetarier und man ist da nicht nur in Thüringen und kann irgendwie Wurst essen, sondern man ist da auch gut aufgehoben und es ist ja einfach eine florierende Stadt, wo im Park sich wirklich die Künstler und Studenten herumtreiben und gute Zeit haben. Also deswegen auch sehr modern geblieben ist. Und ich würde auch sagen, übrigens für dich Christoph, ich weiß, ob du das weißt, vielleicht weißt du das natürlich, dass es da auch ein ganz tolles altes Hotel gibt, nämlich eins der ältesten Hotels. Das Hotel, ich glaube, irgendwas mit Elefant hieß das. Ich das irgendwo mal rausgesucht. Und da in der Bar würde ich aber nur einfach sagen, trinkt keine Cocktails oder irgendwas anderes. Ist wahnsinnig teuer. Ist ja super schön. War auch mal, inzwischenzeitlich musste das auch mal seine Geschichte so ein bisschen aufarbeiten, weil auch Hitler da sehr häufig untergekommen ist. Der war da ein paar Mal auch im Hotel. Aber es ist einer der möglichen deutschen Perlen in der Hotellandschaft, die man auf jeden Fall da mal am Stadtplatz in Weimar besuchen sollte. Und wir haben ja auch schon mal eben gegoogelt. Es ist auch nicht uninteressant, wenn man mal unter dem Thema Real Estate, also Immobilieninvestments nachdenkt, weil das einfach ... eine gut besuchte Stadt ist mit Tourismus, wie der Christoph schon festgestellt hat, obwohl ich das gar nicht touristisch fand, als ich da war. Ich habe da nie andere, viele Menschen gesehen außer Studenten im Park. Aber du sagst, die fahren da mit den Bussen hin, das glaube ich dir natürlich. Aber es ist natürlich auch wirklich eine Perle, es ist super hübsch und man kann da ganz gut für, was haben wir eben gefunden, 100 Quadratmeter Altbau kann man für 250 bis 300.000 Euro erwerben. Also das ist ja schon mal kein schlechter speaker-1: Keine Besen kann man füllen. speaker-0: Ja, und es ist zwischen Frankfurt und Berlin genau in der Mitte. Da kann man sich dann aussuchen, wo man hinpendeln will. Ich meine, es ist bisschen zu weit zum Pendeln, aber gar nicht so weit, um nicht einfach auch mal einmal die Woche irgendwo hinfahren zu können. speaker-1: Absolut. meine, warum ich mich gewundert habe, du nicht... Oder vielleicht sollte man sich darüber nicht wundern. Also ich würde sagen, dass in den Augen der Welt oder, mal, wenn man als chinesischer Tourist nach Deutschland kommt und man hat nur drei Tage Zeit, dann sind, glaube ich, die drei Ziele, die in absolut jedem Reiseführer auf der ganzen Welt stehen, sind das Schwanstein, das Brandenburger Tor und Weimar. Weimar ist, glaube ich, halt eben global der eine Wegen Goethe und Schiller, der eine Ort, wo jeder hinkommt, der wenigstens oberflächlich an diesen Ort dieser Titanen möchte. Das heißt, möglicherweise waren viel mehr Asiaten in Weimar als Deutsche. Zumal, wenn sie aus Frankfurt kommen. Aber es gibt noch einen Aspekt, der Weimar so eindrücklich macht und den du offensichtlich vielleicht auch glücklicherweise verpasst hast. Und zwar ist nämlich Weimar auch noch auf eine andere Art und Weise Deutschland und alles, an Deutschland bedenkenswert ist, Guten und in Schlechten, dafür steht Weimar. Weil nämlich direkt vor den Türen, vor den Toren von Weimar, tut sich das Tor zur Hölle auf, nämlich in Buchenwald. speaker-0: ... speaker-1: Bukwald ist 10 Minuten entfernt. Als ich in Weimar war, erste Mal, habe ich beides gemacht. Ich habe am selben Tag zuerst vor diesem Denkmal von Goethe und Schiller gestanden und habe mich wohlgefühlt. Das ist ja ultra romantisch. Das ist eben so dieses Bild von einer Kulturnation. Direkt neben dem Bild der Kulturnation tut sich der Abgrund zur Hölle auf. Der Besuch in Buchenwald hat mich zutiefst erschüttert. Ich habe da eine Führung mitgemacht mit einem Führer, dem es gelangt, diesen Horror, diesen Wahnsinn, der sich da abgespielt hat, diese absolute Menschenfeindlichkeit im Schatten der größten Kulturschaffenden so richtig begreifbar zu machen. Das eines der schrecklichsten und, wie soll man sagen, ergreifendsten, obwohl es eigentlich unspektakulär ist. In Buchenwald ist ein Denkmal für das, was da passiert ist. Aber dieses Denkmal besteht nur aus einer Platte. Und diese Platte wird … rund ums Jahr 365 Tage im Jahr auf 37 Grad geheizt, nämlich die Körpertemperatur des Menschen. Die Körpertemperatur der Menschen, da erschlagen wurden, die da verhungert sind, das ist ein ganz erschütternder, schrecklicher Ort und der droht geradezu auf den Hügeln gegenüber Weimar. Und für mich ist das wirklich so ein Einkerort, auch wer Deutsch sein Ernst nimmt und wer das nicht nur als Zufall hier nimmt, für den steht Weimar für halt eben das A- das höchste und das absolut schrecklichste, was es bedeutet, deutschen Kultur zu gehören. Und das macht Weimar eigentlich erst in dieser Gesamtheit, in dieser Dualität zu einem Ort, den jeder, der ein Herz hat, besuchen muss. speaker-0: Super, ich glaube, haben das jetzt ganz rund gemacht, Weimar. Und hoffentlich auch super attraktiv für alle, die Weimar noch nicht gesehen haben. Macht euch auf den Weg. Es ist veganes. Lasst euch von der Kultur beeindrucken. Gar Natürlich. Aber ich finde das auch nochmal gut zu sagen, es gibt auch so viele Perlen, die man noch nicht gesehen hat in Deutschland. Und man kommt immer nach, wir gucken sonst immer so weit weg. speaker-1: bin überhaupt gar nicht angezogen. Bis doch. speaker-0: Und jetzt kommst du auch gleich noch mal mit dem nächsten Thema darum. Wir wieder woanders hin, auch voll die eigene Hauszoo zu schauen und zu sehen, was es da noch zu entdecken gibt oder wieder zu entdecken gibt und auch welche Geschichte man da noch mal aufarbeiten kann. speaker-1: Ja, aber auch vor allem habe ich etwas Heiteres. Es geht nämlich ⁓ es geht ja wieder ⁓ warum nur, ja, und es gibt einen konkreten Anlass, warum ich jetzt mit diesem Thema komme. Das Thema heißt Anromdenken. Und ich habe mir überlegt folgender Einstieg. Es gibt ja eine klischeehafte Szene aus allen romantischen Filmen, ist ja, dass halt ein Typ, der Typ schaut halt eben so in den Himmel und Und man weiß nicht so richtig, woran denkt er gerade, und die Freundin fragt ihn dann. so möglicherweise bisschen eifersüchtig, woran denkst du? Du denkst doch bestimmt an fremde Frauen, oder? Das Mädchen denkt immer, dass halt eben der Typ, egal was er gerade macht, das schaut ein bisschen ausdruckslos in die Sonne. Und sie hat die ganze Zeit den Verdacht, der denkt doch an irgendetwas Wichtiges und erzählt mir davon nichts. Oder wie gesagt, an andere Frauen. Und die Antwort, da dann häufig kommt, und wo es 2023 auch so einen richtigen Social Media Hype gab, ist, dass Männer einfach ganz häufig an das römische Reich denken. speaker-0: Jetzt weiß ich überhaupt, was du willst. Ich denke oft an Rom, aber ich habe natürlich nicht an die... Aber nicht an... Ich denke nicht an das griechische Reich, ich denke an Rom. Ich wollte nämlich lustigerweise, war das wegen Weimar und Rom ein Kopfrennen, was ich heute vorstellen wollte. Und dann habe ich so lustig gedacht, jetzt will der Christoph über Rom sprechen speaker-1: Wenn das Römerste Ich will an Rom über Romdenken sprechen. zwar habe ich da eben, weil, also erstens muss man dazu sagen, ich denke ständig an das Römische Reich. Da werde ich mich jetzt einfach mal outen. Das Römische Reich, ich glaube es gibt tatsächlich kaum einen Tag, an dem ich nicht an das Römische Reich denke, aus irgendeinem Grund. Und da gab es dann tatsächlich erstaunlicherweise eine Umfrage. Im September 23 brach das Ganze los und war auch auf vielen Social Media Kanälen. Es ist wohl tatsächlich so auf Basis einer Umfrage. speaker-0: Jaja, ich hab das gesehen. speaker-1: die YouGov in den USA gemacht hat, dass tatsächlich vier Prozent aller Männer jeden Tag an das Römische Reich denken, mehrmals die Woche oder monatlich, 20 bis 24 Prozent der Männer denken mehrmals pro Woche oder im Monat an das Römische Reich und selten aber immerhin auch noch einmal im Jahr oder mehr immer noch weitere 33 bis 36 Prozent. Und umgekehrt, nur 30 Prozent aller Männer denken niemals ans Römische Reich. Das finde ich eine ganz erstaunliche Zahl. Und zwar jeden Tag denkt immerhin ein Prozent der Frauen, also einer aus 100 denkt einmal am Tag ans Römische Reich, mehrmals die Woche oder monatlich sind 13 Prozent und bei niemals sind es halt eben 53 Prozent. das ist schon ein ziemliches Männerphänomen und bei mir hat das natürlich den Grund, also einen sehr konkreten Grund, ich habe ja alte Geschichte studiert, wahr? Das heißt also die Römer, über die habe ich auch geforscht und Ich habe auch Latein gelernt in der Schule und all diese Dinge. Das heißt, für mich liegt das nahe. Und dann natürlich die Reisen. Überall, ich hinreise, da findet man ja, wenn man in Südeuropa unterwegs ist, in Spanien. In Spanien ist ja schon, also die ganze Gegend, in der du wohnst, die ist ja schon seit dem, seit ungefähr 210 vor Christus, also seit der Eroberung von den Katargern, ist die ja römisch. speaker-0: Ich gerade wieder einer Ausgrabungsstätte ausgehoben gekommen. Das nächste Mal, wenn du kommst, wir da langlaufen. So Bügel ist da abgetragen worden. Auch im Schloßheim, wo ich herkomme, da auch ganz viel. Das Mainz ist ja wirklich fast ein Problem. Jedes Mal, wenn die da irgendwo ein Parkhaus bauen wollen, finden die da eine Ausgrabungsstätte und müssen vorbei. speaker-1: Bye! Also bei mir gibt es ja halt eben sehr viele konkrete Anlässe, mich beschäftigt das beruflich, aber für sehr- speaker-0: Was ist denn so konkreter Anlass, man dann andersrum schreit denkt? ich meine, ist denn so ein Anlass? Jeden Tag! Sag doch mal einen Anlass, was ganz konkret ist. speaker-1: Pass auf, es gibt da verschiedene Ebenen. Eine Ebene ist, dass das Römische Reich in ganz vielen Geschichten, die man immer wieder zur Kenntnis nimmt, präsent ist. speaker-0: Aber heute, sag mal heute, wo war heute der Trumpf oder in das römische Reich gemacht? speaker-1: Asterix, es geht los mit Asterix. Alle Kinder und alle Männer vor allem lesen Asterix. kenne niemanden, nicht mit Asterix groß wird. das ist schon gleich eine, man zitiert daraus, man hat diese Szenen, man denkt an einzelne Titel, man denkt an Tour de France, man denkt an Asterix bei den Spaniern und immer sind die Römer mit dabei. Das ist schon eine ganz große Geschichte. Dann zweitens, das Römische Reich ist natürlich auch in Deutschland, also in ganz vielen Ländern, sehr, sehr präsent und auch konstituierend. Sogar in Deutschland, der Limes, es gibt immer wieder Umfragen, gerade letztens. dass die Gegenden Deutschlands, die mal von den Römern besetzt waren, also bis zum Rhein eigentlich, dass die auch tausende von Jahren später immer noch kulturell und zivilisatorisch vor den sozusagen barbaren Gebieten stehen. Dann gibt es ja ganz viele UNESCO-Weltkulturerben, die römisch sind. Das heißt, jeder, der überhaupt in Europa reist, der wird halt eben von diesen Orten auch angezogen. Das Aqueduct in Seguvia zum Beispiel, das ist ja so herrlich. ich war jetzt ja gerade, darüber müssen wir noch ein anderes Mal sprechen, in Niem mit dem fantastischen Amphitheater im Süden. Dann die gesamte Rechtsprechung. Also jeder, sich für Recht interessiert, jeder, der Juha studiert, der lernt, dass das westliche Recht eigentlich auf dem römischen Recht beruht. Alle Leute, die Christen sind, wissen, dass römischer Zeit und die ersten römischen Kirchen und das Papstum kommt aus dem römischen Zeit. Es gibt sehr, sehr viele konkrete Anlässe. Aber dann gibt es noch eine kulturelle Geschichte, die das Ganze besonders männlich macht. Und zwar der Ingenieurs-Aspekt. dass die Römer so unglaublich viel gebaut haben über die Jahrtausende und dass man immer noch darüber lernt, welches Zement und welche Art von Werkzeugen. Und jeder, so einen Sinn fürs Praktische hat, der interessiert sich auch für römische Architektur, du das alles zusammennimmst, das eine ganze Menge. Und dann vielleicht als der letzte Aspekt auch noch, dieser Aspekt der männlichen Stärke. Die Römer waren ja militärisch unglaublich erfolgreich. Das ist möglicherweise das erfolgreichste, vielleicht römische, das erfolgreichste europäischel Land überhaupt, denn die haben ja wirklich einen Reich über mehrere Kontinente über Jahrhunderte verteidigen können und da steht dann halt eben der römische Legionär. Und es gibt eine riesengroße Re-Enactment-Szene, das heißt, man staffiert sich so aus, man zieht sich die Panzer an, diese roten Umhänge, der Testudo, als wie man sein Schild über den Kopf hängt. Das heißt, es gibt eine ganze Menge, vor allem aus dieser Ecke, so ein bisschen auch nerdig. Ingenieurwesen, Militärtechnik, diese großen Bauten, dann natürlich halt die Verfassung des Staates durch die Rechtsformen. Und das sind wohl alles Dinge, die ganz besonders Männer ansprechen. Und deswegen nennt man eigentlich ständig als Mann über das römische Reich nach. speaker-0: Ich finde das so lustig. Alles was du sagst, das finde ich, dass ich das nicht sehe. Aber ich interessiere mich aber nicht so richtig dafür. Also ich sehe ja auch, Astrid zum Obliques habe ich auch gemocht. Aber tagtäglich juckt mich das überhaupt nicht. Also das ist nicht, dass ich da Kontext mir wirklich so, ⁓ jetzt denke ich mir das Rücken schreien nach. Also das ist nicht irgendwas, was irgendwo so speaker-1: Dann nimm das doch mal als... Dann nimm das doch mal als... speaker-0: Ich habe das ja auch gesehen, diesen Trend und habe mich darüber schwer gewundert und mich gefragt, ja, schön. Wir haben ja auch so römische Tage in Blanes. Da war übrigens letztens ein wo hier der Hauptlegionär irgendwie ausgetauscht worden ist. Da gab es so Riesenparade und allen möglichen. Ich sehe das, aber mich dr?t das nicht. Ich laufe da auch daran vorbei und denke, hm, Leben draus machen, sich als Römer zu verkleiden. Schön für euch. Danke. speaker-1: Aber du kannst dir einfach, wenn du diesen Trend nochmal nachvorsprichst, jetzt in dieser Woche Männer, denen du triffst, die du triffst, frag die doch einfach mal überfallartig, wann sie das letzte Mal ans Römische Reichsland haben. Die natürlich immer alle sagen, vor fünf Minuten oder gestern, dann weißt du, it's real. speaker-0: Okay. It's real. Ich meine, ich bin gespannt. Es scheint ja echt so ein Männer-Frauen-Ding zu sein. Und übrigens, wir haben ja gerade über Netflix geguckt. Der ist ja Frauen-First. Also, ist ja gerade rausgekommen. Der filmt Sascha Kohn, der, weißt du, der Comedian. Und ja, Pike, wie heißt die noch mal? Und Vornamen? Ja, das ist unglaublich toll für... Ich meine, ist okay. speaker-1: Mike? speaker-0: Aber ich fand die Message richtig cool. Also da geht es ja darum, dass er rennt sich den Kopf ein und dann ist die Welt schon Frauen regiert. Das ist so bisschen wie Barbie, der Film, oder der, weißte mit Mel Gibson, der im Prinzip die Gedanken der Frauen lesen kann. Also der haut sich den Kopf und dann plötzlich die Welt ist einfach nur auf den Kopf gestellt. Und es ist einfach ganz simpel. Alles, was vorher Männer gemacht haben, machen halt dann Frauen. Also Frauen sind ja Macht. Frauen sind die, die sexistisch sind. Frauen benehmen sich schlecht. Und es ist einfach lustig, das zu sehen. Und die haben halt auch wirklich alles auch komplett ungebrandet. Also dann heißt, also alle Brandnamen halt sind dann halt so Pauline Smith und Paul Smith. Also überall, du auch vorbei läufst, diese ganze Welt ist halt einmal auf Mann, Frau ungetrimmt. Und das lustigste fand ich, in Victoria Men oder sowas, da gibt es dann halt Push-Up Brass for the Balls. speaker-1: Ich weiß jetzt nicht, was das mit den Römern zu tun speaker-0: Das ist genau der Moment, wo man sagt, dass es die Welt umgekehrt hat. Plötzlich denken alle Frauen an das Römische Reich. Warum denn nur, frage ich mich halt. Das ist wirklich sehr spannend, anzugucken. Schaut euch den Film mal an, wenn ihr bisschen lachen wollt. Aber auf jeden Fall noch mal gutes Learning. Mein Mann hat nachdem ihr den Film gesehen habt, ist das wirklich so für dich? speaker-1: Du hast ja wieder auch mal was Kreatives mitgebracht, also anders als ich. Klebst und machst du und schneidest und kreierst du auch Dinge. speaker-0: Das geiler Scheiß. Das erste, was mir mitgebracht wird, ist eins meiner, ist schon wieder ein Buch. ist eigentlich einer, aber mein geiler Scheißkuchen, würde ich mal sagen, wenn man was damit macht. Also man liest da drin nicht, sondern man draut sich nur Sachen an und auf die besser. Man kann dann Sachen auch verschenken oder irgendwo draufkleben. Es ist ein anbeliebungsvolles, fantastisches Art Sticker-Book. Und da gibt es wirklich die aller coolen Sticker. die man sich in der Welt nur so vorstellen kann aus Kunstwerken, die existieren. Und man sieht auch schon, da fehlen auch ganz viele schon, weil nämlich jeder, hier zu sucht kommt, kriegt nämlich schon hier so einen Sticker. Krosthof hat auch einen Sticker bekommen, der Max hat einen Sticker bekommen, es gibt ganz viele, also wenn du hier was kriegst, auf jeden Fall mal einen Sticker, also wer mich besucht, kriegt Sticker. Und da gibt es halt wirklich lustige, provokative und was halt echt so toll ist, ist speaker-1: Unter anderem ich! speaker-0: Ein Sticker passt irgendwo überall drauf und wo ich die vor allem verwende, ist ein anderes Form von Buch, was ich total spannend finde, sind nämlich die Tietzbücher. Und es gab mal so ein ganz großer Trend, diese Einbände von Tietzbücher zu kaufen und da gibt es eine Firma in Paris, die heißt Louis Carme und die haben da so einen richtigen YouTube-Trend losgetreten und dieser Ledereinbänder von Tietzbüchern zu kaufen. Die kosten dann bis zu 250 Euro, weil man die sich dann noch so bestücken kann. Da kann man dann so Anhänger noch dran machen, Farbe aussuchen, was auch immer. dann, was ich halt gemacht ich das selbst gemacht. hab mir das letzte Mal, als ich in Indien war, ich mir Leder, ich habe auch da drei Stück schon gemacht. Hab mir das einfach ausgeschnitten. Das kann man nämlich einfach, Leder kann man einfach schneiden. Das war einfach total leere, einfach mit so einer Haus... Halsschere schneidest du einfach Leder. Mit so einer Feile zerrt man sich das irgendwie rund und auch so ein bisschen glatter. Und dann mit so einem kleinen Gewild, was ich für zwei Euro im Baumarkt gekauft habe, haben wir dann hier so Löcher reingemacht und mit so Nieten, da haut man dann einmal drauf. Das lass ich dann einmal den Mann machen, weil der da bisschen präziser ist als ich. Ich bin also doch leider etwas tügerlich gewesen. Und dann habe ich quasi mir diese Muleskinen. und das Ganze habe ich aber auch noch mal in groß und dann habe ich gedacht, jetzt werde ich aber fancy und habe mir noch so eine Tasche rein genäht. Mega fancy. Und dann habe ich auch noch gelernt, den Sattelstich, der hat aber erst zum Schluss funktioniert. Also sieht man ja, habe ich leider den Stichstich abgeändert, aber ich habe es gelernt und das Ding hält ohne Ende. Hier sind da auch meine Visitenkarten, stecke ich hier rein und alle möglichen anderen Sachen und das Ding ist super. Also ich habe das jeden Tag in der Tasche dabei. Und haben mir einfach diese Gummibänder gekauft und das war's gewesen. Und es kommt natürlich immer ein Sticker auf jedes Notizbuch drauf, ⁓ da halt die neue Ära einzuleiten. Also ich kann nur sagen, die Verbindung aus, ich mach mir was, anstatt mir das teuer zu kaufen und ich kauf mir auch einfach mal was, was so richtig, eigentlich teuer ist, aber so viel Spaß macht. Weil das sind ja immer diese Investitionen, wo man sagt, naja, warum kaufst du, hat die sicher, das hat 50 Euro gekostet, so 50 Euro. Stickerbuch und ich kann einfach nur sagen, weil ich damit unglaublich viel Freude habe und unheimlich viel Freude verbreite, weil nämlich jeder, der so ein Sticker mitgenommen hat, der hat sich auch echt richtig gefreut. speaker-1: kann ich wirklich auch nur tief den Hut vorziehen. Also sowohl vor diesem handwerklichen Geschick, was du da demonstrierst, und mir völlig abgeht. Und dann aber natürlich dieser Ritus, das ist ja total toll. Also dass eigentlich jeder, der dich besucht, der dich trifft, von dir so ein kleines Geschenk bekommt, was dann auch nie weggeht. Also ich hab Ich hab meinen Sticker, der klebt ja hier an diesem Laptop, mit dem ich das jetzt gerade aufnehme. Und wir sind gemeinsam durch den Buch durch und es gibt so viele Möglichkeiten. Und ich hab mich dann für einen Sticker entschieden, der halt eben so bisschen, also wenn ich mit diesem Laptop arbeite, sieht jeder auf der aufgeklappten Rückseite diesen Sticker mit den Worten, it won't fail because of me. Und weil ich ja natürlich so häufig, weißt du, in der Arbeitswelt und die Dinge gingen ja ständig schief, das weiß ja jeder, egal woran man arbeitet, in der Regel geht's schief. Und mein stolzer Ausspruch, es wird vielleicht schiefgehen, aber ich hoffe, dass es wenigstens nicht meinetwegen ist. Das heißt, ist wirklich so. Seitdem wir uns getroffen haben, ich dieses Ding, bin ich ein bisschen anders als vorher. Ich trage etwas aus deiner Welt mit mir rum. Und wie schön ist das? speaker-0: Ich habe ein anderes Ritual etabliert, das ist aber auch ganz neu. Das mache ich auch nicht immer, aber manchmal das Amperehendchen zu machen. Ich habe ganz viele, die ich auch immer aus Indien oder sonst wo mitbringe und die gehen dann ja immer kaputt, diese indischen Dinge. Das hier ist übrigens kurz davor auseinanderzubrechen, dass hängt hier wirklich am letzten roten Faden. Und dann sammle ich die alle in so einer Box. Und dann zum Beispiel, als meine Freundin Inga Berge hier war, dann haben wir halt zusammen Armbändchen gebastelt füreinander. Das war total nett. Also ich habe meiner Mama auch letztens eins gemacht, dann wir damit Gabel's Mama, ihn, also mein Mann, seiner Mutter, meiner Mutter und ich, wir saßen am Tisch und haben uns gegenseitig Armbändchen gebastelt. speaker-1: gemeinsam basteln. Das ist glaube ich der schönste Abfluss für diese Folge, den wir uns vorstellen können. Macht mehr Dinge mit den Händen, sei es Motorradschrauben, sei es Stickerbücher durchgehen. Macht aber vor allem gemeinsam mit anderen und Freunden. Das bringt immer mehr als die virtuelle Welt, nicht wahr? speaker-0: In diesem Sinne. Verpasst keine nächste Folge mehr, folgt uns auf YouTube. Wir freuen uns auch auf jedes Like und Kommentar. Und dann bis zum nächsten Mal. speaker-1: Bis bald.