Latest / Coding Buddies | Tech & Dev-Mindset / #117 Shutdown im Kopf: Warum so viele Devs ausbrennen
Transcript
- 0:00Solange du funktionierst und die Tickets abarbeitest immer mehr
- 0:04machst. Ja und man sich auf dich
- 0:05verlassen kann im im Arbeitskontext, dann ist dann
- 0:08wird da nichts passieren. Ja also da wird niemand
- 0:11irgendwelche Gegenmaßnahmen einleiten.
- 0:14Coding Buddies Dein Podcast rund um Softwareentwicklung und
- 0:17aktueller Tech News herzlich Willkommen.
- 0:32Einen wunderschönen guten Tag und herzlich Willkommen zur
- 0:35neuen Folge von unserem Coding Buddies Podcast und wir, die
- 0:39Coding Buddies, sind natürlich wieder am Start und zwar Tino,
- 0:42den sehe ich hier schon und mich natürlich der Fabi und ich würde
- 0:46mal sagen Tino herzlich willkommen, schön, dass du
- 0:48wieder da bist, ohne dich macht das ja auch alles gar keinen
- 0:51Sinn. Nur nur halb so viel Sinn.
- 0:56Fabi, Was geht ab? Was geht, geht's dir gut, hast
- 0:59du. Ja, ich finde, die Woche ist
- 1:00sehr gut überstanden, absolut absolut.
- 1:03Es ist eine ganz coole Woche, muss ich sagen.
- 1:06Das freut mich. Eine gute Woche bedeutet auch
- 1:09eine gute Podcast Folge oder was haben?
- 1:12Wir heute? Ich denke, denn wir haben ein
- 1:13fantastisches Thema mitgebracht, aber gleichzeitig auch ein
- 1:17wirklich sehr ernstes Thema okay, was ich aber sehr gerne
- 1:21mit dir besprechen möchte, weil ich es jetzt wieder.
- 1:23Wie dann so ein bisschen mehr auf meinen Tisch gekommen ist,
- 1:26so quasi in der Softwareentwicklungswelt.
- 1:29Und zwar möchte ich heute mit dir über das Thema Burnout unter
- 1:35codern reden, warum Studien ergeben, dass sehr viele
- 1:41Entwicklerinnen und Entwicklern Burnout Syndrome haben, sage ich
- 1:46mal. Ja.
- 1:47Also Syndrom oder vielleicht auch Erscheinungen.
- 1:49Es muss ja nicht immer gleich das direkt NN kompletter Burnout
- 1:53sein, aber ich weiß was du meinst.
- 1:57Also es ist natürlich schon, also ich also ne auch wenn man
- 2:01jetzt mal aus dem eigenen Nähkästchen plaudert, man hat
- 2:02natürlich immer irgendwie ne hohe nen hohen Workload den man
- 2:07so bewältigen muss und das merkt man irgendwie schon so.
- 2:11Also es muss ja wie gesagt nicht immer gleich zum Burnout kommen,
- 2:13aber man kennt das wahrscheinlich auch von sich
- 2:16selber, zumindest streckenweise, dass es auch manchmal wirklich
- 2:20viel ist. Nennen wir es einfach mal so ne.
- 2:23Ja, und deswegen hier auch am Anfang gleich die Anmerkung,
- 2:26Liebe Zuhören, liebe Zuhörer, nimm dir in Ruhezeit.
- 2:28Für die Folge ist das wirklich n wichtiges Thema und.
- 2:32Wir wünschen dir viel Spaß dabei.
- 2:33Auf jeden Fall. Also, wenn man jetzt noch mal
- 2:35ganz kurz das n bisschen einordnet, ne, also auf der
- 2:38einen Seite hast du natürlich jetzt Softwareentwicklung als n
- 2:40gut bezahlten sicheren Job mit Zukunft ne, so kennt man ihn und
- 2:49aber trotzdem gibt es ja irgendwie auch Studien, die dann
- 2:51wiederum auf der anderen Seite sagen, OK, es gibt halt einfach.
- 2:54Viele, viele Leute, die eben ausgebrannt sind.
- 2:58Ne, ja, das finde ich halt auch super schockierend, dass es
- 3:01Studien gibt, die belegen oder was heißt belegen, aber die
- 3:05ergeben, dass über 80% an Codern angeben, dass sie ausgebrannt
- 3:12sind. Das ist halt ne enorm hohe Zahl.
- 3:15Das schon recht viel. Ja, also so krass hätte ich es
- 3:17jetzt auch nicht erwartet, muss ich sagen, aber ist natürlich
- 3:19schon ordentlich. Aber, und das ist jetzt genau im
- 3:23Endeffekt auch so, das das Thema der Folge, dass wir uns heute
- 3:26einmal mal anschauen, warum ist das eigentlich so und wie kommt
- 3:30man da vielleicht auch wieder raus, also was kann man zum
- 3:32Beispiel auch vor allem halt auch präventiv tun, damit man
- 3:35auch gar nicht irgendwie in so n ich nenn es mal Loch fällt, denn
- 3:40das muss man natürlich immer immer wieder sagen und das ist
- 3:43sehr, sehr wichtig, dass man sich das auch immer mal wieder
- 3:46so vor Augen ruft, dass man halt die Gesundheit, die man so hat,
- 3:50ist natürlich immer das allerwichtigste, ne.
- 3:52Also du kannst natürlich auch richtig einen Abreißen und du
- 3:54kannst dir für keine Ahnung 10 Jahre den Arsch aufreißen, auf
- 3:58gut Deutsch gesagt, aber es bringt dir halt alles nichts,
- 4:01wenn du danach halt, weiß ich nicht dich selbst wegwerfen
- 4:05kannst. Ne ja.
- 4:07Genau, die Gesundheit ist halt einfach das Allerwichtigste.
- 4:09Deswegen ist uns das Thema ja auch wichtig und deswegen
- 4:11besprechen wir das heute mal in der Folge und.
- 4:14Aber dann lass uns doch mal schauen, wie es überhaupt dazu
- 4:18kommt oder was so unsere Vermutung ist, warum so viele
- 4:22Leute denn angeben, dass sie so an Burnout, Symptomen oder
- 4:28Burnout Symptome haben. Sagen wir es mal so ne, also
- 4:30weil du ja meinst, das ist ja irgendwo schleichend, das ist ja
- 4:33nicht binär, wieso viele Softwareentwicklung, sondern?
- 4:38Es ist halt so ein schleichender Prozess, dass man halt merkt,
- 4:41OK, so langsam, irgendwas stimmt nicht und das wird immer
- 4:44schlimmer, immer schlimmer, bis man halt wirklich vielleicht von
- 4:47dem richtigen Burnout reden kann, aber dann ist es halt
- 4:49leider auch schon viel zu spät. Ja und um das ganze Mal
- 4:52einzuordnen, du hast ja gesagt, Softwareentwicklung gilt da als
- 4:56gut bezahlter und sicherer Job und hat Perspektive und Zukunft,
- 5:00das sehe ich ja genauso. Ich mein, dafür stehen wir ja
- 5:02auch mit der Coding Buddies Community, ne, dass wir damit
- 5:05werben. Und jetzt gehen wir mal davon
- 5:08aus. OK, viele deaths verdienen
- 5:11wirklich gutes Geld, also auch im Dachraum.
- 5:13Ne, wir reden jetzt nicht nur wieder vom Silicon Valley,
- 5:16sondern gehen wir mal wirklich auf unseren Raum, so ne, dann
- 5:20hast du halt große Firmen wie wir letztes Jahr ne Folge n
- 5:23bisschen über SAP gemacht haben super Beispiel du hast in
- 5:26anderen Branchen wo es auch Softwareentwicklung gibt,
- 5:29Siemens zum Beispiel Volkswagen oder auch Zalando zum Beispiel
- 5:34ja also du hast halt viele Firmen.
- 5:36Wo also, um nur jetzt mal n Paar zu nennen, wo man wirklich n
- 5:41guten Job haben kann und auch sehr gutes Geld verdienen kann.
- 5:44Das Problem ist halt nur, dass dieses Geld nicht vor mentaler
- 5:48Erschöpfung schützt. Also es ist natürlich schön viel
- 5:51Geld zu verdienen, aber das schützt dich halt nicht davor in
- 5:55diese Falle zu tappen. Ne die scheinbar bei Entwicklern
- 5:58und Entwicklerinnen weit verbreitet ist.
- 6:01Denn was man auch sehen kann ist einfach.
- 6:04Dass in dem Bereich Software Development auch oftmals ein
- 6:08hoher Krankenstand herrscht, dass es dass die Mitarbeiter
- 6:12müde wären, ne, also die Motivation so ein bisschen
- 6:14verlieren, einfach erschöpft sind, was man wirklich von
- 6:16Erschöpfung reden kann, bis hinzu stillen Kündigungen, dass
- 6:20sie sagen, OK, ich kann das nicht mehr, ich mach das nicht
- 6:22mehr, ich muss woanders hin, ja, obwohl der Job vielleicht mal
- 6:25ursprünglich genau ihr Ding war, und das ist halt unfassbar
- 6:29spannend, warum ist das so, ja. Ja, auf jeden Fall.
- 6:32Also es gibt ja auch irgendwie n Zitat das das fand ich ganz gut.
- 6:37N Job kann auf der einen Seite begehrt sein und gleichzeitig
- 6:41aber auch toxisch sein, ne und das ist es kann natürlich
- 6:46wirklich einfach das, das ist halt.
- 6:49Irgendwie. Total bescheuert eigentlich ne,
- 6:51dass es, dass es sowas gibt, sag ich jetzt einfach mal weil.
- 6:56Du kannst dich natürlich hinstellen und sagen, ey cool,
- 6:58ich will jetzt unbedingt, vielleicht hast du ein riesen
- 7:00Ziel und sagst so oder hast dein Ziel.
- 7:04Ist zum Beispiel in irgendeiner Großen in einem Großen, in einer
- 7:07großen Firma zu arbeiten, als Softwareentwickler oder
- 7:09Softwareentwicklerin und arbeitest daraufhin und bis dann
- 7:13weiß ich nicht, manchmal gibt es ja so Wege, dass du irgendwie
- 7:15erst mal so Fuß in die Tür setzt über externe Firmen oder was
- 7:19auch immer und dann am Ende sozusagen wirklich übernommen
- 7:23wirst, weil die Leute auch dann irgendwie sagen, so ey, Mensch
- 7:25hier. Der hat Know How, der ist gut,
- 7:27der kommt, den nehmen wir mit rein.
- 7:30Vielleicht kommt man auch direkt über ne Bewerbung rein, aber
- 7:32dann bist du irgendwann da und denkst dir vielleicht so OK
- 7:36krass, also hab ich mir jetzt erstmal so auch gar nicht
- 7:39vorgestellt oder vielleicht hast du es dir auch so vorgestellt,
- 7:41aber du hast halt n unglaublich hohen Workload ne, es ist ja
- 7:44auch nicht so, dass du irgendwie sagst, ja gut, ich arbeite jetzt
- 7:49mal ne Woche und dann mach ich erstmal ne Woche wieder n
- 7:52bisschen piano sondern meistens und das.
- 7:55Kennt man ja auch selber. Es ist ja eben nicht so, dass du
- 7:59sagst, okay, du hast weniger zu tun, also meistens ist es
- 8:03zumindest aus meiner Erfahrung her immer so, dass du
- 8:06eigentlich, sagen wir mal, Zeit für, sagen wir mal 40 Stunden
- 8:11hast. Aber eigentlich so viel arbeiten
- 8:13müsstest, damit du es schaffst. Wie für 60 Stunden oder so ne.
- 8:18Ja, und das ist halt, weil du ja meintest, so große Firmen ich.
- 8:23Kennen, dass es halt auch so verbreitet ist und ich versteh
- 8:25das auch absolut ne, dass auch viele Entwicklerinnen oder auch
- 8:29Entwickler davon träumen, mal für Google oder Amazon zu
- 8:32arbeiten. Ja, das sind ja nun mal so so
- 8:34Größen wo wo alle direkt an. Entwicklung denken an ganz vorne
- 8:41vorweg laufen so State of the Art sein und oftmals ist aber
- 8:46auch so, dass da wirklich ein hohes Arbeitspensum herrscht,
- 8:48wie du gerade meintest. Also mit diesem Job, der
- 8:51vielleicht ein Traum ist, kommt natürlich auch eine hohe
- 8:55Arbeitslast meistens mit sich und ich glaube, dass oftmals das
- 9:00Problem ist. Und da würde ich gerne mal jetzt
- 9:02mit dir darüber sprechen, das ist so eine.
- 9:06Diskrepanz gibt zwischen Erwartung und Realität von so
- 9:09einem Job oder auch zwischen innerhalb des Teams
- 9:14beispielsweise, da gibt es ja so viele Faktoren, also die, Glaube
- 9:17ich oder meiner Meinung nach dazu führen, dass man halt so
- 9:20müde wird oder komplett ausgelaugt ist.
- 9:22Völlig überarbeitet ist. Ja, also gehen wir jetzt mal
- 9:26davon aus, du hast jetzt deinen Traumjob auf einmal und alles
- 9:29klingt mega perfekt und da gibt es auch klare Strukturen, wie
- 9:32gearbeitet wird. Keine Ahnung.
- 9:34Sagen wir mal. Es ist ein agiles Umfeld, wird
- 9:36nach Scrum gearbeitet, das heißt, du bekommst jetzt deinen
- 9:39klaren Scope und auch einen Zeitplan, zum Beispiel Tickets,
- 9:42ne, du wirst oder keine Ahnung, du wirst jetzt einen Monat
- 9:44eingearbeitet, dann übernimmst du die ersten Tickets, alles ist
- 9:48irgendwie so abgesteckt und vernünftig, ne, dann bist du
- 9:51irgendwann dabei, arbeitest ne Weile da und bist so fest im
- 9:54Team integriert und alles wirkt ja am Anfang immer noch so, wie
- 9:58soll ich sagen. Geordnet und strukturiert.
- 10:01Ich mein, das kennst du wahrscheinlich selbst, wenn man
- 10:02so anfängt. Am Anfang ist alles noch so
- 10:06kunterbunt, ne, die rosarote Brille, wie man so schön sagt.
- 10:10Du hast auch schon erlebt, dass man anfängt und sich denkt, so
- 10:13OK, was geht denn jetzt hier gerade ab?
- 10:15Also Onboarding läuft ja gerade nicht so pralle.
- 10:19Wenn das auch andere Problem, aber dann hast du direkt die
- 10:21Realität, ne, dann baust du keine falsche Erwartung auf.
- 10:25Auf jeden Fall. Was ich beides, das klingt ja
- 10:27wirklich fair, so ne das das ist so wie es sein muss und dann
- 10:30kommt so dieser typische Montagmorgen, so der Product
- 10:33Manager kommt rein, er hat wieder ne super Idee am
- 10:36Wochenende sich überlegt so kommt um die Ecke und sagt Mal
- 10:39um so n Beispiel zu nennen was so allgegenwärtig ist momentan
- 10:42Leute wir brauchen KI. KI ist es.
- 10:45Ohne KI läuft hier gar nichts mehr.
- 10:47Was macht ihr gerade? Ja OK, macht das fertig, aber
- 10:49jetzt mit KI noch und überall KI weißt du und dann dann dann
- 10:54kriegst du so n so n Störfeuer rein ja das auf einmal heißt es
- 11:00es kommt n neuer Feature request der zu nichtssagend das ist
- 11:04einfach so so n Buzzword oft ne. Das brauchen wir jetzt, das
- 11:07musst du jetzt machen. Gleichzeitig bleibt aber deine
- 11:09Deadline noch für dein eigentliches Thema erhalten, ist
- 11:11ja nicht so, dass es heißt, ach komm, das ist nicht mehr
- 11:14wichtig, wir machen jetzt das, was ich gesagt habe, so, jetzt
- 11:17hast du 2 Optionen, du schaffst es nicht Option 1, die wird
- 11:24meistens ja aber nicht präferiert, sondern der Ehrgeiz
- 11:26ist geweckt und du sagst okay okay okay ich schaffe das, ich
- 11:31will zeigen was ich kann, ich möchte hier der High Performer
- 11:34sein. Und was kauft?
- 11:38Man sich aber damit ein. Ich glaub du weißt genau worauf
- 11:40ich hinaus will, weil das n Riesenproblem ist.
- 11:42Wenn man diesen Weg beschreitet na ja klar, also wenn du jetzt
- 11:45zum Beispiel einfach sozusagen das Doppelte in der gleichen
- 11:49Zeit schaffst, dann denkt sich ja hinterher irgend mindestens
- 11:51irgendjemand, ja, ist doch geil, also du schaffst quasi nicht
- 11:56nur, weiß nicht um mir jetzt mal zahlen zu nennen, sich besser
- 11:59vorzustellen, nicht nur 2 Tickets Tickets sind einfach so
- 12:014 ist ja der Knaller also. Können wir das doch einfach
- 12:05jetzt für immer so machen, oder? Also du hast ja dann irgendwie
- 12:07so n so ne gewisse Erwartung, es ist ja wie wenn du irgendwie bei
- 12:11Olympia oder so weißt du irgendjemand stellt n neuen
- 12:13Sprintrekord auf, dann hast du irgendwie auch als Zuschauer
- 12:17irgendwie die Erwartung irgendwo in dem Bereich müssen sich die
- 12:19neuen Leute jetzt auch bewegen, die jetzt wieder antreten, so
- 12:21weißt du, weil das ist sozusagen ne neue Norm, dann ne genau weil
- 12:25man hat ja gesehen, dass es geht, genau und das ist ja
- 12:28irgendwie so n bisschen das was was dann dadurch sozusagen
- 12:31resultiert. Wenn du sagst ey ich krieg das
- 12:33hin, ich schaff das. Bist sogar noch vielleicht n
- 12:35bisschen angespornt um zu sagen, so ey, jetzt komm gib noch mal
- 12:40alles, jetzt geht es los und dann machst du das.
- 12:42Hast du es fertig und das ist ja dann meistens, sagen wir mal so,
- 12:47dass man dann eher so was kriegt wie OK, geil, dass du es
- 12:50geschafft hast. Und dann hast du so einmal so ne
- 12:53cool passt und danach heißt es so und jetzt ab jetzt bitte mal
- 12:58so. Ja, es ist ja n Irrglaube zu
- 13:02denken. Irgendwie.
- 13:03Dass man danach quasi in der nächsten Runde nenn ich es mal
- 13:08nur die Hälfte arbeiten muss, weil man hat ja so viele letzte
- 13:11Mal gemacht. Jetzt kann man einfach mal n
- 13:12bisschen entspannen, das wird ja niemals passieren, sondern im
- 13:14Gegenteil wie du meintest, das ist dann der neue Standard, der
- 13:18neue Maßstab, das heißt, wenn du Übererfüllst, erwartet man das
- 13:22immer und immer wieder von dir, weil du bist jetzt derjenige,
- 13:26der über dem Mars hinaus arbeiten kann und dann wären das
- 13:29deine 900%. Es wird ja keiner sagen, Ey, der
- 13:33läuft ja ständig auf 120% hier. Nee, das sind deine 100% danach
- 13:37und das ist n absolut gefährlicher Teufelskreis in
- 13:40meinen Augen. Und wenn man jetzt, wenn ich so
- 13:43n bisschen von mir jetzt mal rede, quasi.
- 13:47In den letzten Jahren, oder es gab Jahre, wo ich das auch
- 13:50gemacht hab, weil du ja halt, gerade wenn du so zum Übergang
- 13:54Junior Def mit def oder so auf dem Weg Richtung Senior def.
- 13:58Ich das sind alles nur begriffene, aber sagen wir mal,
- 14:00du bist jetzt so in der Phase wo du merkst, OK, ich kann das und
- 14:04jetzt möchte ich zeigen, dass ich auch schon Erfahrung hab ne
- 14:06und du willst so high performen, dann fängst du halt manchmal an
- 14:10zu sagen, Ey NÖ, das mach ich auch noch.
- 14:11Ja das Krieg ich hin und dann merkst du schon diesen inneren
- 14:14Druck und diese Unruhe so ne. Und weißt nicht, ob das jetzt
- 14:18alles so richtig ist. Aber du schaffst das irgendwie.
- 14:19Du machst weiter und weiter und weiter und das ist n absoluter
- 14:21Teufelskreis und das hat zum Beispiel bei mir auch gedauert
- 14:25zu erkennen, dass das völlig der falsche Weg ist, diesen Weg zu
- 14:29bestreiten, sondern zu sagen, Nein, das geht nicht, ich mach
- 14:35100% und das sind meine 100% und da wird jetzt auch nicht mehr
- 14:39kommen, weil ich einfach auch n bisschen auf mich selbst achten
- 14:41muss. Da können wir später auch noch
- 14:43mal genauer drauf eingehen. Vielleicht so bei so n paar
- 14:45Maßnahmen was man machen kann, aber das finde ich es halt enorm
- 14:48wichtig, dass jetzt hier an der Stelle vom Teufelskreis noch mal
- 14:51zu platzieren. Ja, also das geht echt vielen
- 14:54Leuten so, da würde ich mich selbst ja niemals rausnehmen,
- 14:57ja. Also ich sag mal so, es ist auch
- 14:58nicht schlimm, wenn du jetzt ab und an mal irgendwie merkst, du
- 15:01hast n bisschen höheres. Also ich kenne das manchmal,
- 15:03dass man, wenn man n höheres Pensum hat und man zum Beispiel
- 15:05sich weißt du du startest morgens in den Tag und hast
- 15:09irgendwie was, was du dir vorgenommen hast.
- 15:10Und dann kommt vielleicht noch was rein und du denkst ja, aber
- 15:12so OK, hör mal das, was ich mir vorgenommen hab, das ist noch so
- 15:15da wo ich noch n Ticket abschließend das Krieg ich hin,
- 15:17dann kommt noch das rein alles klar, dann bist du schon bei dem
- 15:20einen hast gedanklich das andere noch vor dir und dann kommt noch
- 15:22was anderes irgendwie rein so ne dritte Sache und.
- 15:26Manchmal hab ich einfach so, dann bin ich so weißt du, dann
- 15:29fall ich in so n richtigen Fokus, denk mir so boah geil
- 15:32alter und dann hab ich auch also hab so Tage wo ich auch richtig
- 15:35Bock hab ne wo es dann so richtig losgeht wo ich mir dann
- 15:37denk so OK jetzt zack jetzt machst du das und dann läuft es
- 15:39auch wie geschmiert und das nächste Bam und dann haust du
- 15:41das runter und dann ne also kriegst du alles abgearbeitet an
- 15:45dem Tag und dann ist so richtig so Yes so und dann hast du ja
- 15:49irgendwie so also. Ne, manchmal hab ich so Tage und
- 15:52dann ist das auch geil, dass man sich so denkt.
- 15:54So, ich hab das jetzt so richtig hier runter gerockt nur und das
- 15:57darf man halt nicht vergessen, es funktioniert halt nicht jeden
- 15:59Tag so, weil du hast dann auch mal wieder n Tag wo keine
- 16:02Ahnung, da bist du vielleicht nicht ganz so aufmerksam oder
- 16:05nicht, kannst dich nicht ganz so konzentrieren, warum auch immer,
- 16:07sind ja unterschiedliche Faktoren, aber also was ich
- 16:11sagen würde ist es es gibt ja manchmal Sachen wo man wo ich
- 16:14mich auch hinstellen würde und sagen komm.
- 16:15Wenn du mal richtig Bock hast, wenn du mal so n.
- 16:17Es gibt ja auch nicht mal so überproportional gute Tage, dann
- 16:22ist das halt geil und dann gib auch alles und dann dann dann
- 16:24hab Spaß daran, weil dann hab ich auch Spaß daran, aber
- 16:26manchmal geht es halt nicht so. Also ich hab letztens von einem
- 16:29guten Freund irgendwie gehört so das fand ich so geil, da meinte
- 16:33er auch so ey, kennst du das wenn du so manchmal so Tage hast
- 16:37wo du das Gefühl hast, dass dein Gehirn so auf 150% läuft und
- 16:40dann gibt es wieder so Tage, da läuft es nur auf 80 oder 70.
- 16:44Und ich dacht mir in dem Moment so, ja genau, das kenn ich so.
- 16:48Aber wenn du halt sagst du willst du also deine Norm ist
- 16:51immer 120%, aber du läufst eigentlich nur mal in dein
- 16:55Gehirn, läuft aber nur in Ausnahmen mal auf 150 und aber
- 17:00eigentlich sollst du mal 120 machen, dann hast du irgendwann
- 17:03halt wie du meintest. So dann spürst du irgendwann
- 17:04diesen inneren Stress und den kenn ich ja zum Beispiel auch
- 17:08ne. Wenn du dann manchmal arbeitest
- 17:10du an einer Sache, wo du wirklich auch dich drauf
- 17:12konzentrieren musst, wo wirklich was Wichtiges ist.
- 17:14Und dann kriegst du die ganze Zeit immer Störfeuer von rechts,
- 17:16von links, von überall. Und du denkst dir so, also du
- 17:19willst das nur fertig machen, hast du im Kopf, oh, das kommt
- 17:22noch, dies kommt noch und Krieg schon wieder Krieg, jetzt schon
- 17:24wieder Herzrasen ja, beruhig. Dich, hey, beruhig dich, atme in
- 17:30die Tüte. Ich finde, du hast ein
- 17:34entscheidendes Wort dabei gesagt, was mir immer sofort in
- 17:37den Sinn kommt, wenn es um dieses Thema geht und das ist
- 17:39Fokus, weil du musst. Also gehen wir in die Welt der
- 17:43Softwareentwicklung, noch mal jetzt direkt rein.
- 17:45Ne Programmieren ist kognitiv extrem fordernd, das ist einfach
- 17:50so. Du brauchst n Fokus um Aufgaben
- 17:52zu lösen, ja um deine Tickets abzuarbeiten um Features zu
- 17:56implementieren und jetzt hast du diese Realität wie du es ja
- 17:59gerade so beschrieben hast. Dann kommen aber immer Störfeuer
- 18:03und Störfeuer. Mein ich jetzt auch ganz klar
- 18:05sowas wie Meetings ja Slack oder Teams, je nachdem was man
- 18:10verwendet. Der Team Chat Pinkt die ganze
- 18:13Zeit und wer schreit was hat wieder was, dann kommt noch ey
- 18:17kannst du mal bitte dein Ticket noch aktualisieren?
- 18:20Wie ist denn das gemeint? Kannst du hier mal supporten
- 18:23dann ach warte mal ne in 5 Minuten ist ja eh schon wieder
- 18:26der nächste Team call ich überspitzt.
- 18:29Formulier ich das jetzt sehr negativ?
- 18:31Ne, das sind ja teilweise wirklich teilweise auch wichtige
- 18:34Sachen, aber das Problem ist, dass du immer wieder diesen
- 18:38Fokus verlierst und das was du beschrieben hast, diese dieser,
- 18:41dieser Modus von 150% und dann läuft es einfach abgearbeitet,
- 18:45abgearbeitet, so weißt du, das ist so ne Phase von einem tiefen
- 18:49Fokus, der aber oftmals einfach nicht stattfinden kann.
- 18:52Du kommst halt gar nicht dazu deine eigentliche Arbeit zu
- 18:55machen. Ja und das bringt.
- 18:58Unglaubliche innere Unruhe. Da geh ich ganz mit.
- 19:01Und was machen viele Leute? Dann arbeiten sehr lange, machen
- 19:05länger, sagen OK, pass auf, jetzt keine Ahnung, sagen wir
- 19:09mal 17 18:00 Uhr oder vielleicht noch später, bei manchen kommen
- 19:13sie erst in die Phase, wo sie Zeit haben ihre Sachen zu
- 19:16machen, weil alle anderen jetzt Feierabend haben ja ja.
- 19:19Also keine Termine mehr. Der letzte war jetzt meinetwegen
- 19:22bis 17 18:00 Uhr, danach sagen die Leute so schön Feierabend
- 19:25und ich bin jetzt aber der Highperformer, der auf 120%
- 19:28läuft und ich mach jetzt mein Bonusticket noch, weil jetzt
- 19:31kann ich ganz in Ruhe da dran arbeiten.
- 19:33Kennst du das wenn so? Leute so irgendwo, egal wo auf
- 19:38irgendeinem Kanal irgendwie dann noch mal schreiben, so, Boah,
- 19:41jetzt weißt du jetzt noch mal, jetzt hab ich Feierabend
- 19:44gemacht, ne und denkst und ich denk mir dann manchmal so.
- 19:47Wow, ganz toll. Du bist hier Applaus, hast um
- 19:5122:00 Uhr Feierabend gemacht und super, also das ist manchmal so
- 19:57n bisschen so, also die Leute sagen das ja auch um dann um
- 20:00Aufmerksamkeit zu kriegen um zu sagen guck mal Hallo ich hab
- 20:02hier bis 22:00 Uhr gearbeitet krass oder bin hier.
- 20:04Der Halbperformer ganz ehrlich, ich hab vor n paar Jahren mal n
- 20:07Projekt gearbeitet, da bin ich nächsten morgen so zur Arbeit.
- 20:13Hab erstmal meine mein Repository geupdatet geguckt was
- 20:16so abging und. Und hab mir dann commits
- 20:19gezogen, die einfach in der Nacht um 02:00 Uhr gepusht
- 20:22wurden und das waren keine automatisierten Commits und
- 20:25Pushs ja, sondern da hat jemand nachts gearbeitet und Sachen
- 20:30implementiert und die dann noch schnell reingehauen.
- 20:33Ich mein du. Weißt, dass du überlegst.
- 20:34Du kannst doch auch abends gut arbeiten.
- 20:36Also jetzt, wenn es jetzt zum Beispiel so keine Ahnung, wenn
- 20:40wir jetzt twitchen oder so, geht ja abends auch sehr gut, ne
- 20:43also. Ja, aber.
- 20:46Das der Unterschied ist natürlich das eine ist mein Job
- 20:49und ich habe schon meine 8 oder 8 bis 10 Stunden sag ich mal
- 20:52gearbeitet an dem Tag und häng aber dann noch danach dran und
- 20:56arbeite weiter und diese Person kommt ja dann nicht nächsten Tag
- 21:0013 14:00 Uhr ins Büro sondern ist ja auch gleich wieder am
- 21:02Start morgens, das ist ja das gefährliche dabei weißt du.
- 21:06Also ich weiß was du meinst. Es ist ja auch die Frage, mach
- 21:08ich das hobbymäßig oder ist das mein Job?
- 21:11Das ist ja auch noch mal n Unterschied ne, also welchen
- 21:13inneren Druck ich dann mit mir schleife sozusagen.
- 21:16Das muss man natürlich auch, find ich noch ganz kurz
- 21:19erwähnen, weil du hast natürlich auf der einen Seite hast du
- 21:23gerade auch, weil du vorhin zum Beispiel von Google geredet
- 21:25hast, ne? Du hast ja irgendwie auch eine
- 21:27Verantwortung. Das heißt, wenn du zum Beispiel
- 21:28diese Erwartungen hättest und sagst, ey cool, ich kann jetzt
- 21:31da arbeiten, weil ich da eine Jobzusage bekommen habe, und da
- 21:33gibt es ja keine Ahnung, essen umsonst, und ich habe da Chill
- 21:36Lounges, und das ist ja, das wird ja das beste Leben
- 21:38überhaupt, man muss ja auch immer gucken, dass man auch in
- 21:41dem Fall auch zum Beispiel, was du meintest, jetzt eben du
- 21:44arbeitest bis nachts, stehst morgens wieder auf, bist
- 21:46vielleicht total müde, kannst dich nicht mehr richtig
- 21:48konzentrieren, man hat einfach auch diese Verantwortung, die.
- 21:52Ja, vielleicht auch noch zu einem, also einem gewissen Druck
- 21:55erzeugen kann zu sagen und und je größer sagen wir mal, das
- 22:00Unternehmen ist, desto größer kann theoretisch auch der Impact
- 22:03sein oder die Verantwortung, die man zu tragen hat, was natürlich
- 22:07auch irgendwo wieder diesen Druck aufbauen kann, ne und wenn
- 22:09du dich dann aber noch sozusagen in ne gewisse Weise dahin
- 22:12manövrierst, dass du ne große Verantwortung hast mit einem
- 22:15großen Workload und dann vielleicht noch.
- 22:18Wenig Schlaf, der dir vielleicht nicht gut tut.
- 22:21Manche können ja auch nur wenig schlafen, aber dann ist es
- 22:24natürlich auch. Das kann natürlich auch dann
- 22:27dazu führen, dass du irgendwann ein bisschen ausbrennst.
- 22:30Absolut. Ich meine, da greift halt dieser
- 22:32Sägezahneffekt. Du musst ja immer wieder diese
- 22:34Konzentration und den Fokus aufbauen für deine eigentliche
- 22:37Aufgabe um. Also weiterzukommen ne um
- 22:41wirklich progress zu machen. Das heißt, das ist ja nicht so,
- 22:43dass du, kannst du mal kurz hier ins Meeting kommen, ja gut,
- 22:46gehst da wieder raus und bist sofort wieder da, wo du vorher
- 22:48warst. Du hast komplett den Fokus
- 22:49verloren, musst dich wieder reindenken, du musst das erst
- 22:51wieder aufbauen und dann gerade wenn du das Gefühl hast, ah
- 22:55jetzt ah warte mal. Ich glaube ich weiß jetzt so
- 22:57langsam was hier los ist. Pinkt es irgendwo schon wieder
- 23:01zack wieder rausgerissen und das ist das Problem und ich hab mal
- 23:04so n richtig geilen Vergleich gelesen und das muss man sich
- 23:06einfach mal bildlich vorstellen. Stell dir vor, Fabi.
- 23:11Du bist. Arzt ja, und du bist jetzt im OP
- 23:14und ziehst gerade ne krasse OP durch, musst dich so total
- 23:18konzentrieren, weil da liegt n Mensch ja der sich auf dich
- 23:20verlässt. Sozusagen, dass du n guten Job
- 23:22machst. Ja wenn ich Arzt.
- 23:23Konzentriert mich bitte nicht. Ich bin der Herr Doktor Doktor
- 23:27fabi. Und stell dir vor.
- 23:31Du bist hochkonzentriert. Ja, alle arbeiten für dein Thema
- 23:34mit ne OP Schwestern sag ich mal die dich die assistieren, alles
- 23:42ist darauf ausgelegt, dass das jetzt gemacht wird.
- 23:45Ja. Da kommt doch auch keiner an und
- 23:49da kommt ja keine Durchsage. Doktor Fabi bitte zur Visite
- 23:52Doktor fabi Doktor Tino möchte Sie bitte am Kaffeeautomat
- 23:56sprechen, ist ganz wichtig. Weißt du, das passiert doch
- 23:59nicht. Da wird doch niemand kommen und
- 24:01sagen, Ey, lass mal kurz, lass, leg mal kurz alles ab, komm mal
- 24:05kurz mit, kannst gleich weitermachen, der schläft eh
- 24:08noch ne Weile, da weißt du, der wird doch.
- 24:11Niemals passiert du, du operierst in Opa, ich operiere
- 24:16in Opb und dann so ich klopf an der Scheibe ey kannste komm mal
- 24:19ganz kurz, guck mal guck mal hier ich hab sowas schon mal.
- 24:21Ich hab hier gerade ein Problem, guck dir das mal.
- 24:24Kannst du mir wirklich ganz kurz helfen so ich weiß wirklich wo
- 24:26kommt denn der Schlauch jetzt? Na ja, warte oder gucken wir mal
- 24:30zusammen. Halbe Stunde später, jetzt haben
- 24:32wir es noch OK ich geh mal wieder rüber, ach.
- 24:34Gut, gut, gut, ach, was muss ich noch mal machen hier.
- 24:36Ach so, ja, und dann machst du ne ganz Anruf die Milch.
- 24:41Weißt du jetzt bei allem Spaß, das würde ja niemals passieren
- 24:45und trotzdem ist man der Meinung, in der Software
- 24:48Development Welt. Ja wenn jetzt jemand zum
- 24:51Beispiel es ist n kritischer Fehler in der Software, der wird
- 24:54einfach nicht gefunden und der ist so richtig im Debuggen
- 24:56vertieft und ich glaube jeder der schon mal so ne richtig
- 24:59knallharte Debugging Session hatte weiß wie anstrengend das
- 25:02ist und was das. Was das mit dem eigenen Kopf
- 25:05macht? Ja, und dann kommen ständig
- 25:07Leute an, so ja, kannst ja gleich weitermachen, aber guck
- 25:09mal hier oder nee nee, jetzt haben wir hier aber das Meeting
- 25:12und du kommst da mit rein, obwohl du nichts zu melden hast
- 25:15im Sinne von kein Redebeitrag, aber das ist wichtig, dass du
- 25:18das jetzt hörst. Ich komm jetzt mit rein, ja sind
- 25:21so klassische Probleme das passiert, das ist in Ordnung,
- 25:25aber im Endeffekt ist es der gleiche Sachverhalt ja klar, das
- 25:29eine ist n Menschenleben ne da da da verstehen die Leute das
- 25:32mehr. Keine Frage, gehe ich mit, ja,
- 25:34aber das andere ist ja nicht, sage ich mal, es ist ja nicht
- 25:38noch mehr oder mehr geeignet dafür, den Fokus zu verlieren.
- 25:42Du hast ja im Endeffekt den gleichen, die gleiche negative
- 25:45Auswirkung dabei und das finde ich halt, deswegen fand ich
- 25:48diesen Vergleich so unglaublich aussagekräftig, wollte ihn jetzt
- 25:52mal mit dir und dir liebe zuhören, liebe Zuhörer teilen,
- 25:55weil ich finde das ist wirklich n fantastischer Vergleich auf
- 25:58jeden Fall. Also wie gesagt, es ist ja nur n
- 26:01Vergleich. Es ist ja nicht genau das
- 26:02gleiche wie du es so schön gesagt hast.
- 26:04Ne, aber ja, das ist natürlich, darüber sollte man sich einfach
- 26:10mal auch Gedanken machen, auch wenn man jetzt zum Beispiel und
- 26:13das ist finde ich immer so n bisschen das das schwierige an
- 26:17der ganzen Geschichte, weil es ist halt so n Trade off zwischen
- 26:20wenn es jetzt um diese Sägezahnnummer geht n Trade off
- 26:23zwischen, es hilft ja manchmal kurz ne Frage zu stellen ne und?
- 26:29Manchmal ist es aber auch wieder schwierig, diese Zwischenfrage
- 26:32zu bekommen, weil du dann halt genau in diesen Sägezahneffekt
- 26:35reinrennst. Ne.
- 26:36Also ich hab das auch schon oft erlebt, dass ich mir selber
- 26:39dachte, so ey, ich muss mal ganz kurz, ich schreib da mal kurz
- 26:42hin, ich hab ne Frage so und dann kriegst du auch ne Antwort
- 26:46zurück, eigentlich verhältnismäßig schnell und
- 26:47kannst dann weitermachen, das ist ja auch gut ne manchmal ist
- 26:50man ja dann auch genervt, dass man sich so denkt, so Alter,
- 26:53warum dauert denn das jetzt so lange?
- 26:54Ich will doch einfach nur ganz kurz hier diese diese Frage
- 26:55beantwortet haben, ne? Aber es ist natürlich dann auf
- 26:58der anderen Seite vielleicht genau der Punkt, dass sich die
- 27:01Person, die du fragst, in einem Gewissen.
- 27:04Wie sagt man? In einem gewissen Fokus befindet
- 27:08und diesen Fokus gerade nicht verlassen möchte und deswegen
- 27:11halt alles andere ausgeblendet hat.
- 27:12Ne, aber dann hast du halt vielleicht eben diesen Effekt,
- 27:15dass auf deiner Seite aus deiner Perspektive du dir denkst.
- 27:18Ja, warum geht das jetzt nicht so schnell, ist doch eine kleine
- 27:20Frage, komm mach mal ne. Also da muss man dann halt
- 27:23selber irgendwie vielleicht auch gucken für sich selber, dass man
- 27:26irgendwie ne gewisse Umgebung schafft, dass dieser
- 27:29Sägezahneffekt nicht auftritt und dann also also ne fokusteil
- 27:32halt einfach einrichten, ne. Ja, das ist ne simple Maßnahme.
- 27:38Ich will nicht sagen, dass sie einfach umzusetzen ist in
- 27:41verschiedenen Jobs, oder da wird es auf jeden Fall Gegenwind
- 27:46geben, aber grundsätzlich ist es ne simple Maßnahme, die extrem
- 27:49viel hilft, weil. Um noch mal den Bogen zu
- 27:52spannen, was hat das mit dem Burnout oder diesem
- 27:56schleichenden Burnout bei Codern zu tun?
- 27:59Genau diese Arbeitsweise tagtäglich macht unglaublich
- 28:03müde und erschöpft und laugt halt extrem aus, auch das kann
- 28:08man auch oder kann ich es auch aus eigener Erfahrung sagen, das
- 28:12ist keine keine gute Arbeitsatmosphäre am Ende.
- 28:16Also ich weiß nicht, ich, ich kenne auf jeden Fall auch so,
- 28:19dass man. Irgendwie nach dem Arbeitstag.
- 28:21Ich weiß, hast du bestimmt auch schon mal gehabt, aber dass du,
- 28:25du arbeitest so bis keine Ahnung 17 18:00 Uhr oder so und dann
- 28:31machst du Feierabend und dann bin ich manchmal so richtig so
- 28:38jetzt los so also so richtig, ich kann es gar nicht richtig
- 28:40ausdrücken, aber schon irgendwie.
- 28:44Ich könnt jetzt zum Beispiel nicht direkt Besuch empfangen.
- 28:46So weißt du, dass du sagst, so OK hier Rechner aus und dann
- 28:50klingelt es an der Tür und ey was geht kommt alle rein wie
- 28:53schön es ihr seid, sondern ich bin dann eher so, dass ich mir
- 28:55denke, so ich bin richtig, bin irgendwie richtig KO sacken
- 28:59lassen ja irgendwie so, also irgendwie wirklich so, so mental
- 29:04ausgelaugt, ich find das das trifft es glaub ich ja genau.
- 29:08Ja. Das ist halt ja, das trifft
- 29:10sogar sehr gut, weil du brauchst halt, oder du merkst dann erst
- 29:13mal, wie anstrengend das war. Es ist halt kein körperlich
- 29:16anstrengender Job, aber vom Kopf her kann es halt extrem ermüden
- 29:21und deswegen, ich würde gerne noch eine Sache mit dir
- 29:25aufgreifen und zwar haben wir ja gesagt, das ganze ist
- 29:31schleichend, also das. Der Weg Richtung Burnout ist
- 29:36halt schleichend und ich sag mal, bei diesen Umfragen haben
- 29:38die Leute ja auch nicht von heute auf Morgen entschieden.
- 29:40So, ich fühl mich ausgebrannt, ja, sondern erstens, dieses
- 29:47Gefühl nimmt allmählich zu, ja, also das kommt nicht von heute
- 29:52auf morgen, sondern es wächst in dir und du hast irgendwann denn
- 29:55das Gefühl, weißt dann aber vielleicht auch nicht, wie du
- 29:57gegensteuern kannst. Aber das das das wächst halt und
- 30:03deswegen kann man auch wirklich von schleichend sprechen, weil
- 30:05wenn wir jetzt noch mal das Beispiel nehmen, du arbeitest
- 30:07deine Tickets ab oder oder hast neue Softwarestände deployed und
- 30:13mit mit jeder Lieferung, also wird das ja quasi wieder die
- 30:17neue Basis. Also immer wenn du was
- 30:19ablieferst Arbeit von dir, egal in welcher Form wird das ja die
- 30:23neue Basis für die weitere. Für die weiteren Tickets ja.
- 30:27Also das heißt, wenn ich einmal wirklich gut und schnell
- 30:30gearbeitet hab, ist das meine Basis und das wird dann einfach
- 30:34von dir erwartet, sozusagen, und dann kommst du auch irgendwann
- 30:38an den Punkt, wenn du sagst, ich nehme jetzt immer mehr
- 30:39Geschwindigkeit auf und ich arbeite das ab, ich arbeite das
- 30:42ab, dass du irgendwann keine Pausen mehr so wirklich hast.
- 30:46Du hast keinen Rückzug so wirklich, dann merkst du es
- 30:49manchmal auch im Team, dass du kein.
- 30:51Keinen sicheren Rahmen im Team hast, dass alle Mal sagen, Ey,
- 30:54komm, jetzt chillen wir mal kurz, sondern auch nur noch über
- 30:57Arbeit gesprochen wird, jeder irgendwie gestresst wirkt ne und
- 31:01man wirklich nur noch so von Scope zu scope rennt.
- 31:04Ja haben wir das schon fertig? Ja ist fertig, gut aber jetzt
- 31:06hier kommt kommt direkt das nächste auf den Tisch ja und was
- 31:11halt gerade in so großen Unternehmen traurig aber wahr
- 31:15ist. Du funktionierst für sie bis du
- 31:18es irgendwann nicht mehr tust und.
- 31:20Das ist n harter Satz und der ist aber pure Realität.
- 31:23Es wird keiner von alleine kommen und fragen wie es dir
- 31:27geht, das muss man einfach mal knallhart so sagen ne, also
- 31:31solange du funktionierst und die Tickets abarbeitest immer mehr
- 31:35machst. Ja und man sich auf dich
- 31:36verlassen kann im im Arbeitskontext dann ist dann
- 31:40wird da nichts passieren ja also da wird niemand irgendwelche
- 31:43Gegenmaßnahmen einleiten, es ist ja.
- 31:46Auch so, wie wenn jetzt zum Beispiel irgendjemand kommt und
- 31:47sagt, kannst du das noch machen und du sagst.
- 31:51Ja OK, mach ich noch. Also es ist ja deine eigene
- 31:53Entscheidung. Ich hab das, ich hab das ist n
- 31:56bisschen anderer Kontext, aber irgendwie musste ich daran
- 31:58denken ich hab mal so n gehört, dass wenn du zum Beispiel
- 32:03überfallen wirst ne und irgendjemand sagt zu dir, ey,
- 32:05gib mir dein Portemonnaie, dann wird vorher irgendwo hab ich
- 32:08gelesen, dass es empfohlen wird, dass man sagt, nee mach ich
- 32:11nicht, weil wenn du es nicht machst so.
- 32:15Also wenn du das Portemonnaie übergibst sozusagen ne, dann
- 32:18hast du ja im Endeffekt ihm das oder ihr, je nachdem wer der
- 32:21oder die Räuberin ist, das Portemonnaie über übergeben.
- 32:25Du hast ja es sozusagen einfach hingegeben.
- 32:28Weißt du also, wenn jemand sagt, es wäre so, als würde jetzt
- 32:30jemand sagen, ey, gib mir das und du sagst ja OK, hier OK
- 32:33danke weißt du und wenn du aber sagst nein, mach ich nicht so,
- 32:37dann erst dann kann es eigentlich zu einem richtigen
- 32:40Raub kommen. Also vor allem.
- 32:44Dass der Räuber dann am Ende auch nur danke sagt, das ist n
- 32:47sehr netter hier OK, Dankeschön nein, aber.
- 32:50Was ich meine ist, du hast ja immer noch diese diese
- 32:52Möglichkeit zu sagen, wenn irgendjemand kommt, ey, das muss
- 32:55fertig werden, kannst du es machen, dann kannst du ja auch
- 32:57sagen du. Nein, schaff ich nicht, ist
- 32:59nicht drin, ne. So also du.
- 33:01Hast ja die Möglichkeit es zu tun.
- 33:03Nur wenn du halt sagst ja OK, mach ich ja OK, mach ich ja OK
- 33:06mach ich so, dann wird ja auch keiner sagen und das ist genau
- 33:09der Punkt um jetzt mal den Bogen zu schließen, würde ja keiner
- 33:12sagen Ah meinst du schaffst es wirklich, ist es nicht
- 33:15vielleicht n bisschen viel für dich, sondern wenn du sagst ja
- 33:17mach ich dann OK geil hier bitte und Let's go sehr gut ne.
- 33:22Und das ist halt so ne klassische Reaktion, ne also
- 33:25klar, du hast immer diese beiden Möglichkeiten zu sagen, ja mach
- 33:27ich und. Oder mach ich nicht.
- 33:29Aber viele reagieren halt so richtig klassisch und sagen ja,
- 33:32komm, das arbeite ich noch schnell runter, das Krieg ich
- 33:34noch hin. Klar mach ich komm nächste Woche
- 33:36wird besser ist auch so n Standardsatz so nächste Woche
- 33:38wird ja besser ah oder in 2 Wochen geh ich in Urlaub und
- 33:42danach wird es auch besser so ne aber nee das genau das passiert
- 33:47ja dann nicht weil das Ergebnis ist du hast noch mehr Stress
- 33:50vielleicht auch weniger Schlaf weil es dich irgendwann anfängt
- 33:52zu beschäftigen, dass du dann unruhig schläfst weniger.
- 33:55Du kriegst Symptome, der Körper signalisiert dir das halt
- 33:58richtig ne, aber weiß nicht mal hier irgendwie meinen Rücken.
- 34:01Heute spür ich es aber ganz schön im unteren Rücken hier ne,
- 34:03ich kann halt irgendwie nicht so richtig sitzen, ne und dann hast
- 34:05du den Salat, dann kommst du halt in so ne richtige
- 34:07Abwärtsspirale, dann geht es dir körperlich schlechter, mental
- 34:10schlechter, der Druck auf Arbeit wird immer mehr, weil die Leute
- 34:13ja das immer mehr voraussetzen von dir, dass du das machst.
- 34:16Und dann ist die Frage, was jetzt?
- 34:18Ja, also dann bist du halt mittendrin und wenn du das für
- 34:21dich feststellst, auch diese ganzen Punkte, dann bist du
- 34:24mittendrin in dieser Nummer, ja, dann geht das nicht los, dann
- 34:27bist du mittendrin, ja. Definitiv.
- 34:29Gerade wenn irgendwie. Ich finde immer so, gerade wenn
- 34:32man so Schlafstörungen hat oder so.
- 34:35Weiß ich hör das manchmal so, dass irgendwie so, ja ich konnt
- 34:37nicht richtig pennen oder so. Klar, man kann auch manchmal
- 34:40nicht gut pennen, weil man weiß nicht, weil es dann laut war
- 34:42oder so, weil ich mein jetzt wirklich im Normalfall, wenn
- 34:44alles gut ist, du hast gute Gegebenheiten zum Pennen und
- 34:47dann hast du aber sowas wie ich konnt nicht richtig einschlafen
- 34:50oder ich hab keine Ahnung 8 Stunden geschlafen, bin immer
- 34:54noch müde, da muss man dann halt gucken OK krass, wenn du so
- 34:59lange schläfst oder halt nicht richtig pennen kannst 1 von
- 35:02beiden dann ist würde ich schon sagen, das ist schon da muss man
- 35:06dann schon mal n bisschen gucken und dann vielleicht auch
- 35:09wirklich einfach mal sagen, ey mach doch mal wirklich ne Pause
- 35:12ne ich find das lustig, ich glaub in Japan oder so da ist
- 35:16das gar kein Problem wenn du mal auf also da guckt dich keiner
- 35:20blöd an, wenn du einfach mal n kleinen Powernap auf Arbeit
- 35:22machst oder so ne so ich denk mir manchmal wirklich.
- 35:25Eigentlich ist es geil. Ich hab zum Beispiel auch schon
- 35:27mal in der Mittagspause einfach mal wirklich so Wecker gestellt,
- 35:3010 minuten mich aufs Sofa gelegt, weil ich irgendwie voll
- 35:32erschöpft war, sagen wir mal 10 Minuten Wecker gestellt, so ne
- 35:35hab mich hingelegt, gepennt, wieder aufgewacht, mir ging es
- 35:38tausendmal besser so irgendwas ja.
- 35:39Ich mein gut. Muss man immer gucken, ne.
- 35:41Also ich glaube wenn ich mich jetzt nicht falsch informiert
- 35:43bin ist glaub ich Japan auch ne relativ krasse Arbeitskultur die
- 35:46die die die dort haben und da muss man natürlich auch gucken
- 35:49ne wenn du jetzt einfach mal von morgens bis abends bis in die
- 35:51Nacht im Büro bist. Ja gut, dann ist es vielleicht
- 35:55auch wirklich ne ganz nette Sache, wenn du ab und zu n Power
- 35:57nap machst und dich keiner blöd anguckt, aber geduldig ja, aber
- 35:59wenn du 16:00 Uhr nach Hause gehst, dann guckt dir jeder
- 36:01blöde an. So nach dem Motto, Das ist
- 36:03natürlich, dann muss man noch mal differenzieren.
- 36:06Aber also ich meine es ist das an sich ja eigentlich, also
- 36:11jeder kennt das, du hast irgendwie mal n tief irgendwann
- 36:13und denkst dir so, boah mir fallen gerade die Augen zu und
- 36:16gut. Ich hab auch schon gehört, dass
- 36:18manche keine Power nap machen können, aber also ich kann das
- 36:22schon ganz gut und dann geht es mir auch direkt wieder besser.
- 36:25Danach ne, also das ist schon ne gute Sache, es hilft.
- 36:30Auf jeden Fall ist halt immer die Frage, wie man es
- 36:32unterbringen kann, ne, aber es ist auf jeden Fall ne Maßnahme
- 36:36um mal kurz den Körper runterzufahren, quasi ne Pause
- 36:39zu machen, sei es n Power Nap oder auch einfach wenn es geht
- 36:43vielleicht mal an die frische Luft gehen.
- 36:44Ne wir sitzen nun mal den ganzen Tag am Schreibtisch und vorm PC.
- 36:48Oder einfach in der Kaffeeküche mal über was anderes reden.
- 36:50Ich finde es auch unglaublich erfrischend für den Geist
- 36:53einfach nicht über Arbeit zu reden.
- 36:56Du gehst jetzt in die Kaffeeküche oder so tristen
- 36:58Kollegen, redet nicht über Arbeit, redet einfach mal über
- 37:01andere schöne Dinger gibt es ja genug, über das man reden kann,
- 37:06was nicht mit dem Arbeitskontext steht.
- 37:09Aber wenn wir schon so mit Maßnahmen anfangen, dann lass
- 37:12uns da mal ein bisschen weiter drauf eingehen, weil ich finde,
- 37:14das sollte jetzt auch mal so. Abschließend noch der positive
- 37:17Aspekt an dieser Folge sein, weil es ist wie gesagt ein
- 37:19ernstes Thema und klingt alles nicht so geil, ist es auch
- 37:22nicht, aber es gibt Sachen, die man tun kann und ich finde zum
- 37:25Beispiel Pausen einplanen, was du gerade meintest, ist ein
- 37:28unglaublich wichtiger Punkt, kommt nicht in diesem Modus zu
- 37:32sagen, nach dem Ticket ist vor dem Ticket ja also so.
- 37:36Ich hab das Ticket jetzt abgeschlossen.
- 37:38Gut ist released oder deployed oder wie auch immer, jetzt geht
- 37:42es gleich weiter. Oh ich hab ja noch so viel auf
- 37:44dem Tisch direkt weiter weil dann lässt du diesen Druck halt
- 37:47auch zu ne, sondern dann einfach mal kurz die Auszeit nehmen.
- 37:50Mal wirklich sag ich mal den den Kopf rebooten ja also einfach
- 37:54mal wieder frisch an die nächste Sache rangehen weil dann läuft
- 37:57es auch besser, das ist nämlich auch so n Punkt ne Pausen machen
- 38:00dich ja auch wieder effektiver danach.
- 38:03Ist ja nicht so, dass du einfach nur Zeit verlierst, sondern du
- 38:06sorgst dir aktiv dafür, wieder effektiver sein zu können, aber
- 38:09im positiven Sinn ja. Und ein Punkt, der auch
- 38:14unfassbar wichtig ist. Als allererstes find ich, dass
- 38:18man das ganze diesen Stress halt früh erkennen sollte.
- 38:22Ja, also wenn du jetzt sagst, sowas wie ich komm nicht gut in
- 38:24Schlaf vorm schlafen denk ich da ewig noch drüber nach ich hab
- 38:28Kopfschmerzen. Ich fühl mich ausgelaugt, ich
- 38:31hab Magenprobleme, hab ich auch schon gehört, ne, dass Leute
- 38:34sagen ey irgendwie, seit Wochen geht es mir nicht gut, ständig
- 38:36Magenkrämpfe oder sowas, also wenn der Körper irgendwelche
- 38:39Signale sendet, dann sollte man das verdammt ernst nehmen, ja.
- 38:43Definitiv also das und und da kommt es dann vielleicht auch
- 38:47wirklich mal, oder vielleicht kommt man dann irgendwann nicht
- 38:50drumrum auch mal. So Soft Skills einzusetzen, wie
- 38:54zum Beispiel auch mal zu, also wirklich mal, wie wir vorhin
- 38:56schon meinten, so Nein zu sagen, wirklich einfach mal zu sagen,
- 38:58so kannst du das noch, nee, wirklich passt nicht, geht nicht
- 39:01so, weil am Ende muss man ja auch wirklich für sich selber
- 39:05sorgen wie du meintest. Du kannst ohne Probleme dir
- 39:07einen riesen Workload aufhalsen, den du dann vielleicht entweder
- 39:11nicht schaffst oder eine ganze Zeit lang schaffst, bis du ihn
- 39:14nicht mehr schaffst, weil du es einfach nicht mehr aushältst.
- 39:18Beispielsweise ne. Das funktioniert von alleine,
- 39:21das ist gar kein Problem, aber wenn du zum Beispiel das finde
- 39:25ich, ist ja auch irgendwo die Verantwortung für sich selber,
- 39:28also du hast natürlich eine Verantwortung auf Arbeit und Du
- 39:30hast eine Verantwortung für dich selber, und wenn du sagst, okay,
- 39:34wie kann ich denn auf mich selber aufpassen, mein also für
- 39:37mich, du musst, ja wird es ja auch, sage ich mal lange
- 39:40funktionieren, dann ist es einfach auch wichtig, sich
- 39:43sozusagen selber ein ordentliches Umfeld zu schaffen,
- 39:45in dem man arbeiten kann, also. Wenn man ja und und wenn du
- 39:49jetzt zum Beispiel sagst, ey ich, wieso werde ich denn zum
- 39:51Beispiel alle 23 Monate krank, so, dann muss man vielleicht
- 39:54auch irgendwie gucken, OK, irgendwas mach ich vielleicht
- 39:56irgendwie auch nicht ganz richtig, ne, also jetzt immer
- 39:59vom Normalfall ausgegangen. Klar, es gibt Leute, die haben
- 40:03auch vielleicht irgendwie chronische Krankheiten oder so
- 40:05ne irgendwie, ich hab ja gibt. Das ist was anderes.
- 40:08Ich hatte auch schon mal n Kollegen, der hat auch einfach
- 40:11sozusagen von ne von Natur aus ne Immunschwäche.
- 40:14Das ist noch mal was ganz ganz anderes, ne gar kein, also gar
- 40:17kein Stress dann an der. Stelle so aber auch
- 40:20logischerweise so. Solche Leute müssen sich
- 40:22natürlich auch Pausen und Ruhezeiten nehmen, sage ich
- 40:25jetzt mal ne, aber was wichtig ist ist man muss es selber für
- 40:28sich schaffen irgendwo, das ist die Verantwortung die man für
- 40:31sich hat finde ich also was da. Halt hilft.
- 40:33Ist halt auch wirklich so, sage ich mal so, gesunde Rituale
- 40:37schaffen ja, so kann man das eigentlich nennen, irgendwelche
- 40:40Abläufe im Alltag, die dir genau dabei helfen, sei es Bewegung,
- 40:47ja. Zum Beispiel zu sagen, ja, ich
- 40:49gehe einfach am Tag dann und dann raus und wenn es nur ist,
- 40:53dass ich keine Ahnung zum Bäcker um die Ecke gehe und mir
- 40:55irgendwas zu essen hole oder so, aber irgendwie quasi die
- 41:00Rituale, ich find, das ist n ganz gutes Wort zu schaffen, die
- 41:04die die fördern, dass dass es dir gut geht, sozusagen ne oder
- 41:09auch ausgleichende Hobbys, ne, Wir haben n schreibtischjob, wir
- 41:12sitzen stundenlang an diesem Tisch.
- 41:15Und vorm PC so, dann kann man sich ausgleichende Hobbys
- 41:18suchen, die einfach den Geist freimachen.
- 41:20Ne, also ich weiß, dass es bei dir genauso ist.
- 41:24Bei uns ist es ja so, dass Sport unglaublich befreiend wirkt,
- 41:28also nicht nur, dass es körperlich natürlich gesund ist.
- 41:31Also kommt immer auf den Sport an, aber gehen wir jetzt mal
- 41:33davon aus. Der Hauptpunkt, was warum es mir
- 41:38persönlich so gut tut, ist, dass ich mein Geist und meinen Kopf
- 41:41befreien kann von diesen ganzen, von dieser ganzen Last.
- 41:44Ne, weil dann geht es halt nur darum sich zu bewegen und das
- 41:47lüftet sozusagen den Kopf. Das finde ich halt extrem gut
- 41:50dabei, oder oder ja. Ja, das klingt jetzt so, so
- 41:55banal, aber so Freunde auch offline treffen ja also auch
- 41:58wirklich zu sagen, ich geh jetzt raus und such die Interaktion,
- 42:01die nichts mit der Arbeit zu tun hat wie damals.
- 42:04In so einem Freundebuch weißt du, was sind deine Hobbys,
- 42:07Freunde treffen, Freunde treffen.
- 42:09Aber ja. Man sollte Freunde treffen, auf
- 42:11jeden Fall, das ist wichtig, ja, das muss man ja.
- 42:14Heutzutage auch in in Zeiten von Homeoffice sagen, es ist ja
- 42:17wirklich n valider Aspekt geworden, darauf hinzuweisen.
- 42:22Weil ich mein, wir beide arbeiten ja auch fast 100% im
- 42:24Homeoffice und die, wie soll ich sagen, es kann ja schnell
- 42:30passieren, dass du gefühlt nur noch digitalen oder online
- 42:34Kontakt hast. Also.
- 42:37Zumindest. Im Arbeitskontext ist es ja dann
- 42:38schon mal so gegeben, also sollte man sich dann halt auch
- 42:41die Zeit nehmen zu sagen, nee, jetzt geh ich aber mal raus und
- 42:43such da den Kontakt auch zu Kollegen zum Beispiel.
- 42:45Ja muss muss ja jetzt nicht nur im komplett privaten Bereich
- 42:49sein. Und der letzte Punkt, den haben
- 42:53wir schon ausführlich besprochen.
- 42:54Nur noch mal kurz für zur zur Vollständigkeitshalber sage ich
- 43:01mal die Fokusphasen einfordern, ja.
- 43:04Bestimmt. Das ist natürlich auch immer
- 43:06wichtig, also sich selber das natürlich auch so und das meinte
- 43:09ich auch noch mal. Man hat ja selbst auch die
- 43:10Verantwortung für solche Sachen, dass man sich das dann
- 43:13ordentlich zurecht legt und das vielleicht auch ordentlich plant
- 43:17und da halt eben auch seine, wie sagt man.
- 43:20Seine Dinge ausprobiert oder etabliert, die funktionieren für
- 43:23sich selber. Ne, das ist natürlich wichtig,
- 43:25also auch im Bereich Focus zum Beispiel, aber was auf jeden
- 43:29Fall natürlich auch an der Stelle kann man sich immer
- 43:32sagen, so OK, vielleicht kann man selber auch jetzt genau nach
- 43:36dieser Folge auch noch mal n bisschen reflektieren und sagen,
- 43:40OK, auch Liebe zu lieber Zuhörer, frag dich doch auch
- 43:42mal, wann hast du zum Beispiel das letzte Mal gedacht, ich kann
- 43:45nicht mehr oder so ne also. Ich weiß zum Beispiel bei mir
- 43:48so, ich hab manchmal ich, ich kenn das, dass ich, wenn ich so
- 43:51n in so n Punkt komme, wo ich mich mal aufs Sofa setze und
- 43:54einfach nur mal sage, OK, ich guck jetzt was ich bin so
- 43:57schnell in so einem Modus, dass ich mir denke so OK was, aber
- 43:59was machst du denn jetzt und ich glaube, dass das auch so n
- 44:03kleines Anzeichen vielleicht dafür ist, dass man irgendwie,
- 44:06ich sag mal, also vielleicht so n bisschen überarbeitet ist,
- 44:11weil man gar nicht mehr loslassen kann, weißt du, weil
- 44:13du immer, weil man sich immer nicht abschaltet, genau weil man
- 44:14sich immer wieder denkt so. Und jetzt?
- 44:16Was mach ich jetzt, was mach ich jetzt?
- 44:17Ey hier ne wie hier, das ist Zeitverschwendung Liegestütze du
- 44:25weißt was ich meine nee aber weißt du genau sowas und da kann
- 44:28man sich einfach wirklich mal fragen, wann hatte ich das denn
- 44:31mal und schreibt uns auch gerne auf der Podcast Mail wenn dich
- 44:36schon mal dieses Thema rumgetrieben hat oder wenn du da
- 44:39auch vielleicht schon mal irgendwie bestimmte Erfahrungen
- 44:42gemacht hast mit dieser ganzen Burnautomatik das natürlich.
- 44:46Sehr, sehr. Spannend und natürlich auch
- 44:48wichtig, dass man da irgendwie auch sozusagen den Bogen am
- 44:51besten rechtzeitig bekommt und sich da dann quasi nicht vom Sog
- 44:56der Arbeit komplett einsaugen lässt.
- 45:01Ich. Denke, dass der wichtigste Punkt
- 45:03halt wirklich der Austausch ist. Das für sich zu erkennen und
- 45:07darüber zu reden. Also darüber reden ist halt
- 45:09enorm hilfreich und deswegen an der Stelle.
- 45:12Auch, liebe Zuhörer, liebe Zuhörer, falls du das Gefühl
- 45:16hast, davon betroffen zu sein oder darüber reden möchtest,
- 45:20laden wir dich sehr, sehr herzlich in unsere Community
- 45:23ein. Komm zum Beispiel auf unseren
- 45:25Discord vorbei, dort findest du den Austausch zu solchen Themen
- 45:29und auf einer sehr ehrlichen Art und Weise und wir würden dann
- 45:32auch sehr gern mit dir darüber reden, wenn du einfach mal was
- 45:34loswerden möchtest. Wie gesagt, du bist herzlich
- 45:37eingeladen, denn. Wenn man das Ganze so n bisschen
- 45:40zusammenfassen kann, man muss immer dran denken, dass man
- 45:43selbst kein Jenkins Job ist. Man ist nicht nur ne USER ID für
- 45:47das Unternehmen, sondern man ist ein Mensch und man muss halt
- 45:51einfach quasi es ernst nehmen, wenn solche Symptome aufkommen
- 45:56und Gegenmaßnahmen einleiten, weil die Gesundheit das
- 45:58allerwichtigste ist. Ganz genau.
- 46:01Und auch wenn du zum Beispiel sagst, ey, ich hab auch voll die
- 46:04guten Ideen oder voll die guten Tipps für um Bedauerstress im
- 46:08Alltag oder im Dev Alltag Alltag umzugehen, dann ne schreib uns
- 46:12das auch. Geh mal raus.
- 46:12Damit komm mal auf n Discord Podcast was?
- 46:15Auch immer steht alles in den Shownotes alle Links dazu.
- 46:18Genauso wär es natürlich super cool, wenn du sagst, der Podcast
- 46:22gefällt mir, dann lass doch auf jeden Fall mal ne Bewertung da
- 46:24oder empfiehl ihn gerne weiter. Und ansonsten würde ich sagen,
- 46:27Tino, vielen Dank für das interessante Thema, dass wir das
- 46:32so schön bestellen. Es hat.
- 46:33Mega Spaß gemacht darüber zu reden, auch wenn es sehr ernst
- 46:35war. Das Thema das das meint immer
- 46:37was anderes, ganz genau und auch.
- 46:39Danke fürs Zuhören und in dem Sinne würde ich sagen, hören wir
- 46:42uns einfach in der nächsten Folge wieder deine colling
- 46:44Bollies gemeinsam. Besser.