Latest / MOMENTUM - kevinkellermazza / #40 Die Lehrerin die Du dir gewünscht hättest - Selina
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- 0:00Herzlich willkommen zu einer neuen Podcast-Folge von «Du entscheidest» mit Kevin und mir. Unseren heutigen Gast haben wir nicht nur eingeladen, weil sie so geile Vibes spreadet und einfach ein purer Sonnenschein ist. Nein, sondern sie hat ein Herzensprojekt, das sie in die Welt trägt, das so unglaublich wichtig ist.
- 0:17Ihre Mission ist es, die nächste Generation zu stärken. Was das genau heisst, wie sie das macht und warum sie überhaupt auf das gekommen ist, erfahren wir in der heutigen Folge. Darum einen fetten, fetten, fetten Applaus für Celina. Danke, dass du da bist. We made it.
- 0:34Kannst du bitte alle Namen sagen? Danke! Ich versuche es. Celina, Joel, Samira, Ramine, Depre. Wow! Noch einen Applaus. Super!
- 0:50Hey Selina, schön bist du da. Danke vielfach. Finally. Und was für eine Begrissung mit allen Namen. Hey, zu der ersten und wichtigsten Frage, also natürlich auch von meiner Seite herzlich willkommen, mega schön, dass du da bist. Zu der wichtigsten Frage von allen, wie geht es dir? Sehr gut.
- 1:07Es geht mir heute richtig gut. Ich bin mega motiviert und voll excited. Aufgestanden, schon 5.55 Uhr weggestellt. Allein? Und ja, jetzt bin ich voll ready. Sehr schön. Es war schon immer mal ein bisschen die Rede, dass sie künftig mal hierher kommen wird. Aber es war noch nie der richtige Zeitpunkt. Und ich glaube, heute sind wir endlich so weit. Fun Fact, ich habe Celina einfach so randomly vor zwei Jahren im Zug kennengelernt.
- 1:35Aus dem Nichts waren wir wie verreinandet, bestimmt gewesen, um uns zu connecten, auszutauschen. Im Zug haben wir gekämpft? Ja, einfach so nach dem Terrazzo. Wir sind beide mega früh nach Hause, voll nicht so begeistert von dem Fest. Voll nüchtern im Zug. Dann waren wir uns einfach am anlächeln. Keine Ahnung, wie es angefangen hat. Aber ich meine, wie kann man nicht?
- 1:57Wir haben angefangen, mit ihr zu sprechen. Wir haben dann angefangen, sich dort zu connecten. Wir haben gemerkt, dass wir ziemlich auf der gleichen Journey sind, wie ich es mit den Erwachsenen mache. «Unfuck yourself» machst du ja für Kinder in der Schule. Was machst du? Was ist dein Herzensprojekt, das du in die Welt herausfindest?
- 2:20Okay. In a nutshell bringe ich Achtsamkeit und Persönlichkeitsentwicklung in Schulen, aber auch in Familien, weil es mir einfach so fest am Herzen liegt, dass wir wirklich eine neue starke Generation haben. Und das mache ich durch meine Arbeit, durch unterschiedliche Angebote. I love it. So schön. Wie bist du auf das gekommen?
- 2:46Das ist ein bisschen eine Language-Erinne. Wir haben mega Zeit. Wir haben Zeit. Die Kopfkurve ist vorbereitet. Leider nicht. Puh. Oder kann ich eine Zwischenfrage stellen? Ja, sicher. Du warst ja schon in den Schulen vertreten. Das heisst, du hast irgendwie PH studiert. Wie bist du überhaupt in das Schulsystem als Lehrerin gekommen? Genau, also ich bin Lehrerin.
- 3:11Genau, also ich habe zuerst eigentlich das KV noch gemacht voll, überhaupt nicht ich habe einfach gedacht, ja einfach noch etwas machen eigentlich habe ich zuerst schon immer eine Lehrerin werden wollen, mein Vater ist auch Lehrer ich habe schon immer eine Lehrerin werden wollen damals hat es geheißen ich kann BM machen und so und dann direkt an den PH dann habe ich Wirtschaftsmittelschule gemacht weil ich dachte, ja, dann habe ich etwas in der Hand und kann dann BM machen
- 3:40Und genau dann, als ich fertig war mit der BM, hat es wie... Die Reform gewechselt. Genau. Wow. Und dann hat es gewechselt. Dann hat es geheisselt, mit der BM kommst du nicht mehr an die PA. Und ich so, was? Ich nicht. So ein Scheiss. Dann hat es mich richtig angeschissen. Und ich dachte, was mache ich jetzt? Geh mal ins Büro schauen.
- 3:55Ich wurde nicht glücklich. Ich wusste, ich müsste eine Passerelle machen. Oder einen Vorkurs. Und nochmals Chemie, Physik, all das Zeug. Ich so wow, I don't know. Für was? Ich war einfach so unglücklich im Büro. Ich merkte, das kann nicht sein. Dann fasste ich den Mut,
- 4:15Doch nochmal das anzuschauen, zu lernen, den Weg zu gehen. Und dann habe ich dann später noch das Studium gemacht. Genau, als Lehrerin. Währenddessen hast du aber noch im KV gearbeitet, in welcher Branche? Ich habe in der MFK gearbeitet. Was ist das? Motorfahrzeugkontrolle. Oh mein Gott, Mensch!
- 4:31Wo? In Winterthur? Nein, in Basel. Und auf der Post. Auf der Post habe ich gearbeitet. Auf der Postfinanz. Immer beim Staat. MFK. Spannend. Post. Und jetzt Schule. Immer.
- 4:51Dort hast du aber nicht gewusst, was auf dich zukommen wird, sondern einfach klassische Lehrerin. Genau. Dann hast du die Passerelle gemacht, wahrscheinlich alles bestanden, was du brauchst. Und dann hattest du deine erste Klasse, was kleine Kinder, grössere? Also ich habe immer erste bis sechste Klasse gemacht. Und ich habe meistens dritte, vierte unterrichtet. Das ist meine Lieblingsstufe. Okay, wie alt sind die dritte, vierte Klasse? Achte, neunte. Ja, okay.
- 5:17Dann war ich auch Lehrerin, Klassenlehrerin, mit einer guten Kollegin in der Klasse auch übernommen. Ja, ich war dann irgendwie auch nicht so happy. Auch mit mir selber, in der Beziehung, mega viele Sachen in meinem Leben haben nicht so gestimmt, das war so out of alignment. Dann habe ich gekündigt, das war 2018.
- 5:40Und dann habe ich die Projektor-Journey angefangen. 2018 habe ich dann gekündigt, als ich einfach gemerkt habe, irgendwie ist etwas noch mehr in mir. Ich wollte herausfinden, wer ich bin, was ich kann. Und bin dann einfach mal blind nach Kolumbien.
- 6:01Und da in Columbia hat für mich mein Butterfly Journey angefangen, meine eigene Transformation. Butterfly Journey, deine, die du jetzt für Kinder machst? Genau, das ist der Name auch des Businesses, Butterfly Journey heisst. Und für mich ist das so sinnbindlich, eigentlich, ja,
- 6:27Ich habe erfahren, dass in uns allen, also ich habe es an mir selber erfahren, dass in mir etwas ganz Wundervolles, Einzigartiges schlummert. Aber wir durch unsere Glaubenssätze, durch unsere Prägungen, frühkindliche Prägungen, Programmierungen, all das, dass wir uns oft wie in einem Kokon gefangen fühlen und wir nicht den Mut haben, uns dort frei zu machen und daraus herauszubrechen. Ich habe gemerkt, dass ich
- 6:56mich mal von meinem Umfeld gelöst habe in der Schweiz, in ein neues Umfeld gekommen bin, in Kolumbien, habe ich plötzlich angefangen, Dinge in mir zu entdecken. Menschen haben Dinge in mir gesehen, wer ich bin, was ich für Potenzial habe, dass ich so sein kann, wie ich wirklich bin. Das war ich eigentlich 28 Jahre lang nicht. Ich habe mich eigentlich immer versteckt und verleugnet, wer ich bin.
- 7:19Dort konnte ich das erste Mal mich selbst sein. Für mich war es so, aus dem Kokon herauszukommen, sich zu befreien und mir endlich die Flügel wachsen zu lassen. Das hast du das erste Mal in Kolumbien so verspürt? Genau, das allererste Mal habe ich das dort so gespürt, weil Menschen in mir etwas gesehen haben, was ich nicht gesehen habe. Da bist du dutzig geworden oder so? Genau, dadurch haben sie das in mir entfacht. Aktiviert. Das ist genau das, was ich heute mache mit den Kids. Sie haben das in dir entfacht und dann musstest du aber auch
- 7:48wie aktiv an dem arbeiten, um aus dem Kokon wirklich rauszukommen. Es gab vielleicht mal ein Risschen, das ein Mensch oder Menschen ausserhalb anbrachten, um ein Risschen zu machen in dem Kokon, aber nachher musste man es ausbrechen und wie hast du das dann angebracht? Genau, durch das du dich loslösst von deinen Verpflichtungen zu Hause, von irgendwelchen Einflüssen von aussen oder Gewohnheiten der Alten,
- 8:13kommst du endlich mal zu dir, dem du plötzlich hören kannst. Du hörst plötzlich deine innere Stimme, du hörst plötzlich deine Herzenswünsche, was möchtest du, was fühlst du überhaupt, all diese Sachen. So bin ich eigentlich nach und nach auf Menschen gestossen, wie auf dich, Tati. So ein Zufall. Komisch. Die mich immer wieder
- 8:36weitergebracht haben auf dem nächsten Weg. Und wir eigentlich immer wieder neue Sämle gepflanzt haben. Ich weiss noch, ich war mal in einem Büchershop, nein, Bücherflomie, irgendwo in Columbia, in Cartagena. Und dann, ich bin so gelaufen und ich schwöre, es gab ein Buch, das war wie ein Magnet. Krass. Also ich habe eigentlich nichts wahrgenommen rundherum. Einfach das Buch, es hat wie so...
- 9:01und leuchtet, weisst du so. Es war wie eine alte Bibel. Und es ist fast auseinandergefallen. Weisst du, welches Buch das war? Das ist der Alchemist. Oh mein Gott! Auf Spanisch! Und ich konnte dort noch nicht richtig Spanisch. Aber ich habe das Buch gelesen und ich habe einfach verstanden, was dort drin steht. Ich habe einfach die Essenz verstanden. Und dann, das war das erste Buch, das hat mich gerade so gehittert. So geil! Und ich so, fuck, okay. Dann bin ich dem immer mehr nach und nach.
- 9:30Das war auch mein Gamechanger. Das Buch hat die Macht. Das ist unglaublich. Das war wie eine Bibel für mich. At least drei Mal. Ich höre gerne. Drei oder vier Mal habe ich es sicher schon gehört. Ich finde es so faszinierend. Dieses Mal entdeckst du etwas Neues. Ich habe auch einen Moment mit diesem Buch. Ich erzähle es bilateral. Mega lustig. Wie fand ich das Buch?
- 9:55Das ist schon sehr lange her. Das erste Mal in meiner Jugend war ich vielleicht 14 oder 15. Durch meine Mutter, weil sie es gelesen hat. Ich glaube, das erste Mal kam ich an das. Und dann war ich lange vergessen, weg gewesen, out of mind.
- 10:16Bevor ich mich selbstständig gemacht habe, ist es wieder gekommen. Ja, lustig. So lustig. Die weinte heimlich. Ja, ich schwöre. So gross. Gut, dann warst du dort in Kolumbien, hast das Buch gesehen, hast es verschlungen, auch wenn du es nicht wortwörtlich verstanden hast, hast du alles verstanden. Und dann bist du irgendwann mal in die Schweiz zurückgekommen wahrscheinlich? Ja, genau. Wie lange warst du da? Ich war fünf Monate. Keinlich wollte ich von Kolumbien bis auf Mexiko reisen, aber ich bin einfach stecken geblieben. Ich bin in Kolumbien geblieben. Weil ich so viele tolle Menschen kennengelernt habe.
- 10:46Ich habe dort auch schon mit Kindern auf einer Insel gearbeitet. Ah! Da hast du schon mal in das Nicken. Genau, schon mal Dankbarkeit, Achtsamkeit, all die Sachen, die ich gerade selber für mich entdeckt habe, dort schon mal weitergegeben und getestet. Und dann hast du dort gemerkt, genau das, was du den Kindern dort weitergegeben hast, möchtest du dann auch hier in der Schweiz machen? Oder ist dir das noch nicht so... Das ist mir gar noch nicht so bewusst gewesen. Ich bin dann zurückgekommen, hatte wirklich eine Schmerz, zurückzukommen, weil ich einfach dachte, scheisse.
- 11:15Du musst wieder in den Kuckuck rein. Ich muss wieder in den Kuckuck und in das alte Umfeld. Oh mein Gott, nein, ich passe gar nicht mehr dort rein. Ich bin gar nicht mehr dieser Mensch. Ich kann vielleicht gar nicht mehr mit diesen Menschen umgehen. Und ich habe mich so fremd gefühlt und so anders gefühlt. Und so auch alleine gefühlt. Ich hatte richtig Angst, nach Hause zu kommen. Weil ich wusste, ich werde nie mehr dieser Mensch sein, den ich gesehen habe, den ich gegangen bin. Und quasi wer bist du jetzt? Zum Glück. Ja. Aber dann hast du es ja trotzdem gemacht.
- 11:45Dann kam ich zurück. War es wirklich so schlimm? Es war wirklich schlimm. Ich habe mich so einsam gefühlt. Ich habe mich nach einem neuen Umfeld gesehen. Du warst immer noch 18? Ja, ich war immer noch 18. Und wie ging es weiter? Dann war es so... ähm... genau...
- 12:05Ich kam dann zurück und während der Reise sah ich noch einige Dinge wegen der Stelle. Eigentlich hätte ich ja eine andere Schule, weil ich in einem anderen Schulhaus unterrichten wollte. Aber während der Reise sagte jemand einfach, dass ich nicht kommen würde, weil es für mich nicht stimmte. Und ich habe gleichzeitig nochmals ein anderes Angebot von meiner ehemaligen Schule bekommen. Dort wollte ich dann wieder gehen und da habe ich mich auch gefreut.
- 12:32Ich kam zurück und übernahm in zwei Klassen jeweils 50% Klassenlehrpersonen. Ah, also 50% in der dritten Klasse und 50% in der vierten Klasse. Es war ein Mutterschaftsurlaub, da übernahm ich das. Kurz daraufhin ging es nicht einmal lange.
- 12:56vor der Herbstferie oder so, sind zwei einschneidende Sachen passiert, die eigentlich jetzt ausschlaggebende Gründe sind, warum ich das mache, warum ich das mache. Und was passiert ist, es ist eigentlich mega traurig und es hat mir wirklich mega weh getan im Herzen. Und zwar kann ich mich noch erinnern, es ist beides in der gleichen Woche passiert, am Mittwoch Morgen meine ich, rufen die Mutter brüllend an, auch die Kollegin, sie weiss nicht mehr was zu tun, ihren Sohn möchte ich nicht mehr leben.
- 13:25Wie alt? Acht. Och. Und in der gleichen Woche am Freitag ist ein mega heftiger Vorfall passiert in meiner vierten Klasse, auch mit einem Jungen, der sich etwas in der Schule antun wollte. Also eine Neun. Eine Neun, genau. Krass. Und das waren wirklich zwei mega krasse Momente. Ich musste nur noch funktionieren, vor allem das am Freitag. Ich weiss noch, das ist für mich so.
- 13:55Ja, es war mega schlimm. Also mit durch die erste Nachricht, mit durch morgen und dann am Freitag die zweite. Genau. Und es war beides in der gleichen Woche bei mir. Und Achtung, jetzt ist in diesem Schulhaus noch nie so etwas vorgefallen. Und ich weiss noch, am Freitag 20.03 Uhr Schule aus, ich musste nur noch funktionieren. Ich kann mich noch erinnern, ich bin nach Hause, also gerade aus dem Schulhaus, Fieber, Halsweh, Migräne. Mein Körper hat das überhaupt nicht mehr tragen können.
- 14:24Aber hast du dich wie verantwortlich gefühlt? Hey, die Kinder sind bei mir. Oder war es einfach ein Wake-up-Call? Da muss es tiefer gehen. Es kann doch nicht sein, dass ein 8- und 9-Jähriger schon Selbstmordgedanken hat. Genau.
- 14:40Ich habe überhaupt keine Schuld gefühlt, gar nicht, weil ich auch ganz früh die Klasse übernommen habe. Also es ist wie so, sie waren ja ganz früh noch bei mir, diese Kinder, ein paar Wochen. Und für mich war es wie so klar, okay, es kann nicht sein, dass es Kindern so schlecht geht. Ich war dann fünf Tage krank, bis am Dienstag flach im Bett liegen. Ich weiss noch, mein Bruder hatte seinen 40. Geburtstag oder so. Und noch andere Festchen waren da, ich musste alles absagen. Ich war einfach im Bett.
- 15:10Sie haben mich so aus den Fugen gehauen. Und dann kam es wie eine Eingabe. Es war mega spannend. Es kamen Sachen, Downloads, Visionen. Ganz klar war es, dass es nicht sein kann, dass Kinder schon so früh leiden müssen und dass es ihnen so schlecht geht. Ich darf irgendetwas kreieren und erschaffen, damit es den Kindern auf unserer Erde besser geht.
- 15:32Und dann habe ich einfach angefangen, mit diesen zwei Jungs eigentlich zu arbeiten. Also ich habe einfach vor der Schule, nach der Schule, während der Schule, habe ich einfach mit denen die Sachen gemacht, die mir persönlich geholfen haben auf meiner Reise. Dankbarkeit, Affirmationen, Meditation, Atemübungen. All diese Sachen habe ich einfach mit denen bilateral gemacht, weil ich einfach dachte, ich mache jetzt einmal.
- 15:55Und Sie hatten auch Lust dafür? Ja, sie waren da. Vor allem der eine war so herzlich. Dort gab es noch keine Kennwahrheit. Ich habe alles von Hand gemalt, gebastelt, Bücher zusammengebastelt für sie. Dann habe ich mit ihnen besprochen, wie wichtig es war, dass ich glaube, dass sie wertvoll sind, genug gut und geliebt sind. Die ähnlichen Sachen. Ich habe wirklich gemerkt, in kürzester Zeit hat sich das so geschifft,
- 16:24die mit so einer düsterheit plötzlich so eine funke in den augen gehabt haben plötzlich so eine strahlung plötzlich auch ganz andere umgang gehabt haben mit den anderen kinden liebevoll gesehen sind wir sind meistens die, die die elbe getroffen haben
- 16:39Sind das so zwei Jungs? Nein, der eine gar nicht. Und der andere mehr so ein bisschen verhaltensuffällig. Beide verhaltensuffällig. Aber einer mehr so ein bisschen der Gemobbte, die Ausgeschlossene. Und ja, einfach so destruktiv. Nicht mitmachen wollen. Alles egal. Nicht los, alles egal. Und hast du das mit den Eltern, wir müssen auch besprechen, dass du das jetzt machst. Oder war es so, dass du
- 17:05Ich habe es einfach gemacht. Ich habe nichts hinterfragt. Ich habe überhaupt nicht irgendwie... Und nach dieser Transformation sind dann nicht die Eltern auf dich zugekommen? Ja, was passiert ist vor allem, dass in der Schule vor allem die Lehrer auf mich zugekommen sind, weil sie gemerkt haben, die Klasse hat sich verändert, die Kinder haben sich verändert.
- 17:28Und so wurden ein paar neugierig. Was habe ich denn gemacht? Wie machst du das? Und dann habe ich das einfach auch verteilt. Und irgendwann dachte ich mir, weisst du was, ich mache jetzt einen Onlineshop mit meinen Materialien und verticke die. Alle Kinder können keine Grammatik, keine Mathematik, die Kinder sind so voll dankbar.
- 17:51So krass. Ja, so hat es angefangen. Seitdem bin ich fast nur noch als stellvertretende Lehrperson unterwegs, weil ich einfach so der Wärterin im Säumli sein war. Klar, manchmal habe ich mal drei Monate, mal drei Wochen, mal fünf Wochen, mal sieben Wochen, vielleicht mal nur eine Woche, verschieden. Manchmal nur einen Tag oder drei.
- 18:16Ich konnte dadurch so viel sehen, wie fest diese Arbeit, was das für eine Wirkung hat, ein Gamechanger ist. Darf ich fragen, wie bist du aufgewachsen?
- 18:33Wie ich aufgewachsen bin. Warst du deine Kindheit? Ja, also in Form von, meinst du jetzt mit Achtsamkeit oder so? Ja, allem. Ist es eher das Geborgenen oder eher auch schwierig? Also ich bin als Pflegekind aufgewachsen in einer Schweizer Familie. Meine Eltern hatten schon fünf eigene Kinder. Und ich bin das sechste Kind. Also deine Adoptiveltern? Meine Pflegeeltern, genau. Die hatten schon fünf eigene Kinder. Ja, gut.
- 19:02Ich kam dann als sechster Nachzügler, weil meine liebliche Mutter gestorben ist, als ich zwei Monate alt war. Sie ist an Krebs verstorben. Sie war gerade 29 Jahre alt. Meine jetzige Mutter und sie waren damals befreundet, gerade noch ein Jahr vorher.
- 19:25Ein Jahr bevor das passiert ist, haben sie sich per Zufall kennengelernt. Dann haben sie dich einfach adoptiert? Ja, als hätten sie das abgemacht. So krass. Ich hatte das noch nicht gewusst.
- 19:45Und das hat natürlich, wenn du halt so hilflose Kinder siehst, hat dich das ja mega getriggert, weil du dich ja mit dem hast identifizieren können. Auch wenn du ein mega schönes Geborenesumfeld hattest. Aber es ist halt gleich nicht... Ich glaube, der Kern war, dass ich einfach...
- 20:02Mein ganzes Leben habe ich versucht mich anzupassen und dazuzugehören. In diese Familie? In diese Familie, in mein Umfeld. Ich hatte eigentlich immer ein weisses Umfeld. Und ich habe mich einfach immer, egal wo ich war, ich habe mich immer als schwarzes Schäfchen gefühlt. Und das Gefühl von
- 20:23Ich hatte das Gefühl, meine Einzigartigkeit darf ich nicht zeigen oder kann ich nicht leben. Und genau das ist das, was ich in den Kindern sehe. Dass in jedem von uns etwas Einzigartiges schlummert. Und jeder hat Erlaubnis und jeder darf das zeigen. Und das kommt natürlich aus meiner eigenen Geschichte. Und auch das...
- 20:50dass man sich nicht anpassen muss, sondern man darf sich selber sein, so wie man ist. Und man ist genau richtig, so wie man ist. Und ich habe das erst gelernt, als ich in Kolumbien war, ich war mit 28. Du hast natürlich auch deine Haare getragen. Ja, ich hatte 28 Jahre lang gestrettet. Wirklich? Steckengrad.
- 21:05Also chemisch? Chemisch, aber jeden Tag noch mit dem Glätteisen. Und ich habe es gehasst, zu baden. Ich habe nie gebadet. Ich habe es gehasst, als Kind in der Sonne zu sein. Ich wollte nicht dunkel sein. Ich habe es gehasst. Ich habe alles an mir gehasst. Literally alles. Meine Grösse, alles.
- 21:25Und jetzt ist alles... Und jetzt ist alles so, die Einzigartigkeit, wo du bist, ist so... Du bist ein voller, du bist ein richtiger Diamant. Wenn man dich sieht, man erkennt dich sofort. Deine Grösse, deine Haare, deine Ausstrahlung, deine Persönlichkeit, ist ja so richtig so...
- 21:42Ja, aber das ist alles... Und das konntest du nie ausleben? Nein, das habe ich immer unterdrückt. Und möglichst so sein wie alle anderen. Also wenn du Fotos von mir und meinen ehemaligen Freundinnen siehst, ich sehe eigentlich aus wie sie, einfach ein bisschen grüner. Krass. Und ich... Ja, ich habe wirklich auch versucht, auch auf den Fotos, beim Bearbeiten, ich habe die immer gemacht, damit ich ein bisschen weiss aussehe.
- 22:01Ja, krass. Ich habe mich kleiner gemacht, weil ich nicht so gross sein wollte. Ich habe den Buckel gemacht und mich angepasst mit der Grösse. Krass. Ich bin nie in meine volle Grösse gekommen. Und meine Haare waren für mich der Pain als Kind. Wenn die Lausfrau gekommen ist, Horror. Die Lausfrau? Ich musste meine Haare aufmachen, vor allem. Shame.
- 22:27Und wenn du denkst, dass all das, was an dir eigentlich Hass ist, du nicht annehmen kannst zu deinem grössten USP. Das ist schon krass. Machen wir das heute noch? Die «Luzra» gibt es noch? Ja, die gibt es. Krass.
- 22:42Und warum kommt kein Meditationsstand auf? Ja, ich schwöre. Das war mein grösster Trigger. Warum hat uns das in der Schule niemand beigebracht? Genau. Hauptsache wir können jetzt Zähne putzen und so. Aber für das haben wir jetzt Celina. Celina, vielen Dank. Weiter geht's. Du bist ja jetzt an einem Punkt. Du hast wann angefangen? 19? Ja. Instinktiv im 19? 18, 19, ja.
- 23:03Und wann hast du gemerkt... Nein, genau, wann hast du als Aushilfe angefangen, deine... Im 19. Im 19. Und wann hast du gemerkt, hey, das läuft, oder ich bekomme so viel Anklang oder Zustimmung über, ich versuche jetzt hier etwas Größeres zu machen.
- 23:19Das grösste Feedback waren immer die Kinder. Ich habe Feedback auch von Eltern bekommen. Es war Covid-19 2020. Ich war in Südafrika in Kapstadt und ich musste eine Klasse übernehmen, aber ich konnte nicht nach Hause fliegen. Das heisst, ich habe online die Klasse übernehmen können.
- 23:45In der Schweiz gab es aber auch Quarantäne, man konnte gar nicht in die Schule. Also war es eher Online-Schule. Wow, Timing, Mann. Timing! Ich liebe das, online von überall raus. Da habe ich angefangen und ich weiss noch, ich wusste nichts über diese Klasse. Ich liebe das, unvoreingenommen. Ich wusste nichts über diese Klasse. Also quasi das System. Ja, genau. Super, Hammer. Hammer.
- 24:09Ich habe einfach mit ihnen angefangen. Plötzlich kamen auch von den Müttern Rückmeldungen. «Danke vielmals, mein Kind kommt wieder gerne in die Schule.» Es ging gar nicht mehr gerne in die Schule. «Danke vielmals, mein Kind glaubt an sich.» «Danke vielmals ...» So viele Danken von den Eltern kamen. Ich weiss noch, eine Situation war so lustig. In der Schule war es normal.
- 24:35Und es waren ja keine Kinder, die sich an den Kopf eingeschlagen haben. Die in der Pause draussen vor der Tür immer gestritten haben. Das wusste ich nicht. Auf jeden Fall war es einmal sehr laut draussen. Und dann kommt der Lehrer rein und meinte, es seien wieder meine Kinder. Also diese Klasse. Die sind voll ruhig am Arbeiten. Dann schaut er raus und merkt, das sind gar nicht diese Kinder, sondern andere Kinder. Und dann wurde er auch neugierig und fragte, was er mit diesen Kindern hat. Soll ich aber jetzt? Gut.
- 25:04Was hast du mit diesen Kindern gemacht? Ich liebe es! Die gleiche Frage wie der Lehrer. Was hast du mit diesen Kindern gemacht? Was ist die Butterfly Journey? Um was geht es dort? Wie gehst du das an? Heute hast du am Nachmittag Schule. Bei Kindern, die du nicht kennst. Wie gehst du rein? Was erzählst du ihnen? Wie fängst du an?
- 25:28Gut, ich nehme euch mal mit. Ja, unbedingt. Also, das Erste ist überhaupt, die Lehrer kommen ja mit mir in Kontakt und die wollen die wollen
- 25:41Ich frage dann immer, ob es noch in Ordnung ist, wenn ich mein Programm ein bisschen mache. Ich mache das mit den Kindern, ich bringe Achtsamkeit und Persönlichkeitsentwicklung in die Schule. Hättest du Lust, wenn ich das mit in eine Klasse mache? Viele sind offen, viele sagen, dass das und das gemacht werden muss. Ein bisschen Rahmenbedingungen.
- 26:03Und ganz viele Lehrer tendieren, wir dann immer zu sagen, ja, der Schüler ist so, der Schüler ist so, die Kinder sind so, der hat das, der hat jedes. Sie wollen da schon ein Wahrnehmungsfilter geben. Genau, schon mal so den Stempel. Und dort mache ich schon gerade mal das. Ich sage, hey, ich möchte gar nichts hören über irgendein Kind.
- 26:21Ich gehe einfach mit meiner weissen Platte rein. Ich glaube, das ist ein mega Game-Changer. Ich schaue schon allein das. Dann gehe ich und mache das Ambiente schön, gemütlich, lasse meistens ruhige Musik laufen, die Mandafeln schön machen, liebevoll. Und ich bin ganz präsent. Wenn sie kommen, bin ich präsent und stehe an der Tür.
- 26:44Und das ist auch etwas, was ich früher nie gemacht habe als Lehrerin. Ich war noch irgendwie bei meinem Pult, habe vielleicht noch etwas ausgedruckt, kopiert, war noch irgendwie an meiner Agenda am schauen, was eigentlich überhaupt das Programm ist. Die Kinder kamen rein, machten was, überhaupt nicht präsent. So fühlen sie sich schon mal willkommen, dass sie... So fühlen sie sich wie?
- 27:02und willkommen und wertgeschätzt. Also bin ich an der Tür und begrüsse jedes Kind. Wir haben verschiedene Begrüssungsformen. Machst du das auch so? Willst du eine Umarmung? Willst du ein High Five? Ja, dann kann ich immer drücken und dann mache ich das. Dann gibt es Kinder, die eine Umarmung brauchen, weil vielleicht die Sprache von der Liebe «physical touch» ist, oder? Und dann gebe ich ihnen... Ja, das ist sehr herzlich.
- 27:22Ich darf jetzt so die Ritual-Folge hören? Ja, genau. Oh Mann, so herzig. Oder Handklatschen, oder whatever. Also das Tanzlehen mit den Wipes. Und dann läuft eigentlich ruhige Musik, weil mir ist es so wichtig, dass sie in einen Raum kommen, ja, von der Präsenz, grounded. Weil draussen können sie Chaos machen, aber das ist ein Lernraum, wo wir uns liebevoll begegnen. Und Frequency-Musik stimmst du ja gerade ein, in welchen Mood du rauskommen solltest. Absolut. Gut.
- 27:52Genau, High Frequency Musik. Und dann ist meistens Mandala dort. Es ist egal, welche Klasse, sogar mit Sekundarschülern. Die lieben den Scheiss. Scheiss! Die lieben das! Mandala, auch Erwachsene. Ich mache auch Workshops mit Erwachsenen oder jungen Lernenden. Es ist so beruhigend. Aber zuerst ist immer so ein bisschen Widerstand da. Aber wenn sie wohl drin sind, ist es so...
- 28:16Es ist so beruhigend. Das coole beim Mandala-Molen ist, wenn sie ein Buch lesen, sind sie schon wieder beim Kopf, müssen sich wieder konzentrieren. Mandala kannst du einfach mal sein. Und intuitiv einfach... Es geht auch nicht um richtig oder falsch, sondern irgendwie performen. Ich glaube, der Anfang ist so wichtig. Ich gebe einfach einen Rahmen. Anfang und Schluss sind so die Routinen, die ich habe. Mit den Kindern einfach mal ankommen, ohne dass sie gleich...
- 28:46Buch auf dem... Jetzt machen wir auf der Matte. Auf der Boule page 76. Ja, genau. Lalalala, okay. Genau. Oder? Sondern einfach mal... Ich habe das Flashback. Ja, eben, gell? Ich schwöre. Krass. Und das ist etwas, das immer zurückkommt als Feedback. Sie lieben es und sie schätzen es, einfach mal anzukommen und einfach mal sein zu können.
- 29:07Das Leben ist schon genug anstrengend. Ich kann mir vorstellen, dass ein 8-9-Jähriger, der Selbstmordgedanken hat, einfach einen Raum hat, um unbewusst, bewusst mal dahin zu stehen, einfach mal anzukommen, einfach mal zu sein. Und wie geht es nach der Mandelung weiter? Wie geht es weiter? Ich habe immer Wetterkarten.
- 29:27Ich arbeite mit den Kindern mit Gefühlen. Für mich ist das Wetter ein perfektes Beispiel, um zu repräsentieren, wie unsere Gefühle sind. Sie sind vergänglich, sie ziehen vorbei, sie sind nie konstant, sie sind wechselhaft. Das Schönste ist, ich bringe das Bild immer rüber,
- 29:44Stell dir vor, wir hätten immer noch Sonne, Sonnenschein, Sonnenschein und auch mit unseren Gefühlen immer noch Sonne, Sonne. Wir hätten so eine vorzutrockene Erde und es wäre so farblos. Und durch den Regen, durch den Wind, durch den Sturm, der die Sämle durchfetzt, ist unsere Welt so bunt.
- 30:06Und genau so ist es auch mit unseren Gefühlen. Nur weil wir alle Gefühle haben, macht es unser Leben lebenswert und facettenreich. Und das gebe ich den Kindern von Anfang an mit, dass es nicht darum geht, nur gute Gefühle zu machen. Es gibt keine guten und schlechten Gefühle. Es sind angenehme und unangenehme Gefühle. Dass wir wirklich alle hier lassen dürfen. Und dann machen sie eigentlich so einen Wettercheck-in. Wie fühlen sie sich? Genau, selber dürfen sie es zeichnen. Meistens zeichnen sie es gerade hinten drauf aufs Mandela.
- 30:34Wenn ich es schon eingeführt habe, habe ich es dann vorne im Kreis oder an den Tafeln. Diese Zeichen, dann nehmen sie ihr Namensschild. Genau, und dann je nach Zeit, manchmal lasse ich sie darüber reden, manchmal nehme ich nur eine Handvoll Kinder. Ich merke, es sind gerade viele beim Sturm, dass sie dort auch versuchen erklären, warum. Und ganz wichtig, ich sage immer, ich fühle mich so, nicht ich bin. Weil, dass sie eben schon dort lernen,
- 31:02Distanz gewinnen, dass sie nicht die Emotion sind, sondern dass sie immer noch die Beobachter von dem Ganzen sind. Dass sie sich einfach so fühlen, dass es einfach im Zustand ist, aber sie nicht das Gefühl sind. Also holst du sie ab in ihre Gefühlswelt und lässt zu, dass sie das zum Ausdruck bringen dürfen. Ich habe ganz gut schon die ganze Zeit bei der EU.
- 31:24Ja, und das ist mega kraftvoll. Schon nur das. Wenn Kinder voneinander sehen, wo sie stehen, wie es ihnen geht, können sie natürlich Empathie entwickeln. Das heisst, sie sehen,
- 31:38Mein Kollege ist heute gerade beim Sturm oder beim Regen. Dann können sie bewusst Rücksicht lernen. Bewusst, dass es den Kindern etwas Gutes tut an diesem Tag. Über das reden wir dann auch. Was könnte man machen, wenn jemand vielleicht im Sturm ist? Was könnte man machen, wenn jemand beim Regen ist? Dass sie dann lernen, wie kann ich mit so Mitschüler und Schülerinnen umkommen. Oder sich fragen, was braucht es denn? Dann sind sie mega offen und sagen das. Genau, fragen, was braucht es?
- 32:07Das schifft schon alles, weil wenn sie sich bewusst wären, was sie fühlen, dann gibt es einen Schiff. Und das ist eigentlich, warum sie von rebell und aggressiv zu die friedliche Klasse von Selina. Weil sie einfach Raum haben zum Mal. Und für mich ist das wirklich unvorstellbar, dass es heutzutage, 2020, 2024, einfach noch nicht ein Must ist, dass das in der Schule gang und gäbe ist.
- 32:36Ja, weil der Lehrplan 21 und der nächste wäre der 35er. Ah, die sind so 10 Jahre... Ja, der ist ja schon geschrieben für die 35er. Was ja völlig hirnrissig ist. Das muss in der Masse funktionieren, das ist ja ein Prozess. Ja, sicher. Aber schon krass.
- 32:59Und dann? Dann ziehen wir immer noch eine Affirmationskarte, eine Tageskarte. Because Affirmations are my favorite tool. Ich habe eine ganze Toolbox mit Materialien und allem, wo ich mit diesen Sachen arbeite.
- 33:15Und die verkaufst du auch online, oder? Für alle Eltern, Lehrer, die da raus wollen? Wir verkaufen alles. Genau, dann gibt es noch die Affirmation. Genau, zum Beispiel, ich bin liebevoll mit mir und mit anderen.
- 33:32Ich bin gut, so wie ich bin. Dann bewegen wir das dazu. Danach besprechen wir, was das heisst. Das ist so schön. Ich bin liebevoll mit mir und mit anderen. Was heisst das? Dann können sie fragen, was das heisst. Das Hinterfragen. «Lieb sein? Was heisst das?»
- 33:55dann finden sie ja, ja, anderen etwas gut zu tun. Und dann ja, was kannst du gut tun? Und dann, weisst du, das wirklich auch konkret zu verstehen. Anbringen, in die Proxys an. Genau, manchmal machen wir ein Rollenspiel dazu. Also, ja, es ist auch cool. Ultra wertvoll, so schön. Dann ist das wirklich unsere Tageskarte. Und ich kann es eben vorkommen, dass vielleicht die Kinder untereinander gerade nicht so nett sind, dann nehme ich sie nochmal zu mir und sage, komm, lesen wir nochmal die Tageskarte.
- 34:19dann merken sie gleich selber, ja, vielleicht könnte ich jetzt noch mal etwas netter sein. Wir wiederholen diese Affirmation auch mehrmals am Tag. Es ist nicht einfach einmal, sondern immer wieder, mit Bewegung, weil mit Bewegung bleibt es auch besser. Wow. Kommen Sie dann nach diesem Ritual, sage ich jetzt mal, dann auch noch in den normalen Schulstoff? Ja. Aber das ist so ein bisschen der Einstieg, wie du deinen Schultag startest mit deinen Kindern. Genau. Und wie lange braucht das etwa?
- 34:47Es kommt darauf an, ob es eine Halbklasse ist oder eine ganze Klasse. Sind es kleine Kinder oder ältere Kinder? Denn die Kleinen können manchmal nicht so auf den Punkt kommen. Genau. Zwischen fünf bis zwanzig Minuten. Je nachdem. Also warte, mit Gefühl, mit Mandala, mit Affil... Ach, wir reden hier von drei Stunden. Mit Interaktionen, jeder erzählt von sich.
- 35:11Das ist ein ongoing process, wo du die Karten wieder nach vorne holen kannst, wenn du etwas im Unterricht merkst. Genau. Dafür musst du die Karten dann nehmen. Genau. Und bei den Teenagers. Und noch etwas habe ich vergessen. Ich habe in Zwiefel auch zwei Karten. Ein Herz und ein Kleeblatt.
- 35:28Das ist so für Glücksmomente und für Dankbarkeit. Und das ist auch etwas, was immer reinfliesst, dass man nochmal den Fokus darauf richtet, für was bin ich heute dankbar oder was ist mein Glücksmoment oder was macht mich glücklich. Weil so können die Kinder wirklich auch lernen, ihre Gedanken gezielt auf etwas Schönes zu richten und etwas Positives.
- 35:49Ich schwöre, ich mache so eine Statue, Mann. Das wäre eine mega grosse Statue. Was sehr schön ist. Jetzt hast du etwas angesprochen, glücklich. Und zwar ist das ein Thema, das gerade mega wichtig ist. Was heisst für dich Glück? Und was heisst für dich glücklich sein?
- 36:08Für mich heisst es glücklich, den inneren Frieden zu haben. Sich annehmen, akzeptieren und lieben, so wie man ist. Wissen, dass man genug wertvoll ist. Und wirklich das Leben, das man liebt. Dem können auch Nachhinein gehen. Was liebst du?
- 36:29Ich liebe es, Menschen zu bewegen, zu berühren, zu inspirieren und in ihre volle Kraft zu bringen. Das macht mich glücklich. Und angefangen habe ich bei unseren Kindern, weil ich einfach sehe, dass sie unsere nächste Generation sind. Ich denke halt gross, ich bin eine Visionärin.
- 36:50Meine Big Vision ist Frieden, Liebe, Verbundenheit, Harmonie auf unserer Erde, Bewusstsein. Wenn wir jetzt bei unseren Kindern anfangen, dann wieder ihre Kinder und so weiter. Also gibt es vielleicht, keine Ahnung, drei, vier Generationen und dann haben wir super...
- 37:07Und was sind schon drei, vier Generationen? Eigentlich gar nichts. Und wenn wir heute schon bei unseren Kids anfangen dürfen. Klar, wichtig ist, dass du bei dir selbst anfängst. Darum arbeite ich mit Lehrpersonen, darum arbeite ich mit Eltern, mit Erwachsenen, die irgendwie noch einmal in Berührung sind mit Kindern oder in Zukunft Kinder haben werden. Noch besser.
- 37:33Was ich eines Tages an Kinder habe, Selina, du bist Privatlehrerin, ist mir scheissegal. Also nein, sorry, das ist Gold wert. Ich glaube, jeder da draussen weiss, was es heisst, einen guten oder schlechten Lehrer zu haben. Weil es hinterlässt Spuren, es hinterlässt Samen. Ich meine, es sind deine Eltern, die dich erziehen, aber es sind auch die Lehrer, die dich erziehen. Weil du ja hauptsächlich in der Schule bist und das ist so unglaublich wichtig. Etwas Umfeld. Es ist so wichtig. Sie haben meistens Zeit verbringt, oder? So krass.
- 38:01Du hast es vorhin sehr schön erklärt mit dem Wetter und den Gefühlsebenen, die es alles gibt. Und dass es vergänglich ist und dass es nicht irgendwie «ich bin» hässlich ist, sondern «ich fühle mich jetzt so»
- 38:15Jetzt hast du ganz schön erklärt, was für dich glücklich sein heisst, wieso du glücklich bist und was dich glücklich macht. Was sind deine go-to-tools, wenn du mal nicht glücklich bist, wenn es dir mal nicht gut geht, wenn du mal wütend bist oder enttäuscht von etwas? Wie gehst du damit um?
- 38:34Ich lasse es einfach so sein. Ich nehme es an, versuche mich nicht abzulenken. Oftmals versucht man dann, irgendetwas zu machen. Man versucht sich abzulenken, sei es Arbeit, sei es mit Freunden treffen, sei es eine Saufen, Drogen, was auch immer. Ich probiere dann einfach wirklich mit dem tot zu sein und es einfach zu erlauben. Ich darf jetzt traurig sein, ich darf mich jetzt hässlich fühlen.
- 38:59Was mir einfach hilft, generell, ist sicher das Aufschreiben, das Journalen. Hilft mir mega fest. Weil dann kann ich es einfach rauslassen. Es gibt nichts Schlimmeres, als wenn man es unterdrückt. Hast du schon mal versucht, einen Wasserball unter Wasser zu drücken? Wie lange kannst du das? Das ist anstrengend. Das ist sehr anstrengend. Irgendwann macht es und dann ploppt es irgendwo raus. Aber nicht dort, wo du es eigentlich denkst. Und das ist dann eben, wenn wir unsere Gefühle nicht mehr kontrollieren können. Wenn wir keine Gefühlsregulation haben. Sondern...
- 39:28Das versuchen sie zu unterdrücken. Ich nehme es einfach an, gehe in die Stille, gehe in den Wald und journal. Ein bisschen erden. Einfach hier sein lassen. Meistens, wenn ich es annimm und akzeptiere, löst es sich auf. Wenn du noch etwas festhältst, ist es sehr anstrengend. Es ist anstrengender als loszulassen.
- 39:51Es ist mega anstrengend, anstrengend, anstrengend. Ich tue mir die ganze Zeit fest, das ist voll anstrengend. Aber wenn ich loslose, es gibt Raum, es öffnet sich etwas. Und so hat es auch wieder Platz für Neues, für ein neues Gefühl. Das ist ja nicht.
- 40:06Du bist so begeistert und fasziniert. Wie gehen Teenager damit um? Was will diese Frau? Ja, klar, die sind natürlich noch ein bisschen mehr so eh. Vorigen und vor allem auch mit ihren Gefühlen. Die haben halt wirklich sehr viel Schamgefühl, um zu zeigen, wie sie sich fühlen.
- 40:25Ich schaffe es, die Jugendlichen durch meine Art abzuholen. Ich bin einfach ehrlich und authentisch. Ich gehe mit ihnen auf die Augenhöhe. Ich nehme sie ernst. Das sind Qualitäten, die sie auch ganz fest wertschätzen. Und auch immer wieder sagen,
- 40:43Wenn ich mir persönlich sage, dass ich mich anders fühle, dann frage ich mich, was ich anders mache. Dann kommen mir genau solche Sachen wie, du hörst uns zu, du hast Respekt, du gehst nicht von oben runter,
- 41:00Du bist nicht so das Gefühl, du bist der Chef und du hast alles zu sagen. Ich sitze mir ja nicht. Wir sagen, es sei Selina. Und auch in der kleinen Klasse. Dort beginnt es ja schon mal. Ich habe das einfach entschieden. Ich habe einfach gesagt, ich sage immer, ich bin Selina. Dann sage ich auch immer, ich habe einen ganz langen Namen. Aber wenn du möchtest, kannst du mir auch sagen, Frau Döprer, wenn das für dich komisch ist, Selina zu sagen. Ich stelle das immer frei.
- 41:24Darf ich fragen, ist Deppere jetzt von deiner Adoptivfamilie? Nein, von meiner richtigen Mutter. Okay, ja. Und dann... Also hast du... Ich habe schnell ein Bild. Ich stelle mir dich vor. Wobei... Nein, ich bin auch... Wenn ich so jemanden gesehen hätte damals, wäre ich auch irgendwie gerade aufgegangen. Das sind ja Energien. Aber... Hast du auch so... Du stehst bei ihnen auch wahrscheinlich an der Tür. Ja. Und machst mit ihnen auch den Check. Wie willst du mir das sagen? Nein, bei ihnen nicht. Bei ihnen mache ich einfach so. Okay. Bei wem machst du das? Bei den Jugendlichen. Ah ja.
- 41:53Und dann merkst du gleich den Raudi. Ja, logisch. Ich habe auch einen Raudi gesehen. Da kommt der Raudi rein, sitzt hin. Wie knackst du? Das klingt mir so gut. Wrong Housekick. Ich glaube, das klingt mir gut, weil ich selber in einem verdammten Raudi war. Ich war immer die am lautesten, die scheisse gemacht hat, die zugehört hat, von der Tür durchgestanden ist.
- 42:21Das heisst, ich spüre die gerade. Irgendwie habe ich einfach eine Connection zu denen. Ich habe gerade am Montag auch wieder eine Klasse gehabt. Es gab zwei, die waren sechs Klässler. Jemand gegen mich. Die mussten sich etwas testen. Aber ich gehe gar nicht auf das ein. Ich nehme sie gerade. Ich nehme ihnen den Wind aus den Segeln.
- 42:51Ich zeige wahres Interesse. Das heisst, ich gehe zu ihnen, zum Beispiel diese zwei Jungs, die haben nur geschwätzt und kaum zugehört am Anfang. Ich gehe zu ihnen und sage, hey, ich glaube, ihr zwei seid beste Kollegen. Und dann schaut es mich an und ich sage, ja, ich merke es, ich unterhalte euch gerne.
- 43:13Ich sagte nicht, sie sollen aufhören zu reden. Ich sagte nicht, was sie nicht sollen. Ich beobachtete nur Gott und sagte, «Gell, jetzt sind gut Freunde.» Und dann haben sie schon gedacht,
- 43:24Speziell wahrscheinlich, das höre ich vielleicht auch nicht so oft. Sonst heisst es immer, das ist schmuck, jetzt machst du nicht das, nicht jenes. Und dann gibt es meistens auch bei denen mega viel Aufmerksamkeit. Das heisst, ich gehe immer wieder mal vorbei, gehe einfach mal Sachen fragen. Ich sehe, du hast irgendwie noch andere Wurzeln, von wo kommst du noch? Einfach Interesse zeigen. Also da können sie sich öffnen. Das heisst, sie können dann, es geht alles über Beziehungsarbeit.
- 43:51Und dann haben sie Respekt vor dir, weil du sie respektierst und wahrnimmst und ernst nimmst. Genau. Und ich soll nicht abstempeln, ihnen nicht irgendwas überstülpen oder so, sondern ich einfach sie annehme, so wie sie sind. Ein anderer würde kommen und sagen, wir wissen schon, ich habe es schon erfahren von den Lehrern, ihr zwei sind die Klasse gelohnt, schön, haben wir auch schon gelernt. Und mit der eigentlichen Art und Weise, okay, super, dann muss ich jetzt das zeigen, wie ich das bin. Genau, genau, und das ist der Pygmalion-Effekt. Und dort geht es genau darum, dass ich...
- 44:19Welcher Effekt? Pygmalion-Effekt. Wer ist das? Das ist so ein... Du hast ja quasi Erwartungshaltung an jemanden und diese Person verhält sich dementsprechend. Okay. Das ist so... Story of my life. Das ist der Pygmalion-Effekt. Und der ist wirklich bewiesen. Das ist so ein geiler Scheiss. Weil... Die Erwartungshaltung, die du hast,
- 44:44So verhält sich die andere Person. Dann ist das ein Kreis, ein Loop. Darum gehe ich unvorreigno in die Klasse. Ich gehe immer vom Besten aus. Ich sage immer, das sind die liebsten Kinder. Die sind motiviert, die haben Bock, die sind liebevoll, respektvoll. Du entscheidest. Ich entscheide. Du entscheidest.
- 45:09Und das ist eben noch mega spannend. Da muss ich auch kurz etwas erzählen. Das ist so lustig. Kinder, ganz oft im Unterricht, nachdem ich mit ihnen unterrichtet habe, sagen sie, sie kennen gar nicht, sie wissen gar nicht, dass sie so sind. Sie sagen dann, sie haben gar nicht gewusst, dass sie so sein können.
- 45:32Entdecken ganz andere Facetten an sich. Da denke ich mir so. Weil wir immer in etwas gepresst worden sind, wo wir eigentlich gar nicht sind. Ihr könnt so viel mehr sein. Aber man hat immer das Bild von euch, und das wird immer weitergegeben.
- 45:51Von Lehre zu Lehre. Bei mir ist es einfach ein weisses Blatt. Ich gehe davon aus, dass sie einfach liebevoll, motiviert, mitmachen können, mutig, interessiert, offen, coole Kinder sind. Sie können ruhig sein, gut zuhören, sind liebevoll miteinander. So gross.
- 46:19Das sind so Sachen, wo ich mir denke, «Schaut, jetzt ist in euch etwas entfacht, wo ihr das Gefühl habt, das existiert gar nicht. Aber ihr wisst jetzt, dass es möglich ist. Also bitte, bleibt dran, glaubt daran, dass genau das, die Essenz, grösser werden kann.» Wir haben es heute bewiesen. Manchmal sind Kinder so mindblown, dass sie denken,
- 46:45Unsere Klasse war noch nie so ruhig. Unsere Klasse hat nie so gut mitgemacht. Ich glaube, ich muss den Pygmalion-Effekt... Ich muss den wirklich mal ein bisschen recherchieren. Das ist gerade sehr tief. Wie wachst du auf, weil dir immer Sachen gezeigt werden? In der Schule war es immer so, pass auf den Cameramann auf, er weiss immer wie er spekt.
- 47:14Ich habe mir so viel Mühe gegeben, ich hatte die geilsten Spicks immer. Überall. Ich habe in meinem Hut, überall, irgendwo einen Spick gehabt. Weil ich gewusst habe, die Leute haben das Gefühl, ich weiss, wie gut Spicken geht. Ah, so muss ich das zeigen. Und dann ist es immer weitergegangen. Ja.
- 47:29Darf ich kritisch werden? Ein Lehrer, der sich jetzt vielleicht triggert, sie weiss es besser, sie hat die Schüler einen Tag, zwei. Wenn du drei Wochen am Stück mit ihnen arbeitest, sind sie immer noch so, nach wie vor? Oder ist das so, ich habe meine Nächte, dann gehe ich sie an den Tag, sie sind Engel gewesen, dann sind sie zuhause, dann sind sie wieder Teufel. Ist das wirklich so etwas Konstantes? Nachhaltig. Es ist nachhaltig, ja.
- 47:55An einem Tag kann es super magic passieren. Manchmal sind es eine Woche, manchmal drei Wochen Kinder. Ich habe mal ein Projekt mit Kindern neun Wochen lang gemacht. Das war auch eine herausfordernde Klasse. Die Schritte waren ganz langsam, aber sie waren da. Bis jetzt waren immer die Schritte da. Es war schlussendlich immer ein Erfolg.
- 48:21Das coole ist, wenn ich auch mal drei Wochen da bin, dann mache ich auch Mathe, dann mache ich auch Deutsch, dann mache ich auch Englisch, dann mache ich ja die anderen Sachen ganz normal auch. Aber ich lasse das alles hineinfließen. Ich lasse Mindset hineinfließen, ich lasse Gefühle hineinfließen, ich lasse Dankbarkeit hineinfließen. Und durch das...
- 48:39Die Kinder sind ganz anders im Unterricht. Sie sind untereinander viel aufmerksamer, respektvoller, liebevoller. Durch das gewinne ich so viel Lernzeit, wo sie sich konzentrieren können und arbeiten. Für mich ist die Frage, die ich auch lernen kann, was machst du? Was beitragst du, damit die Kinder
- 49:06Freude am Lernen nicht verlieren. Das finde ich so essenziell als Lehrperson, sich das jetzt bewusst zu sein. Was kann ich machen, dass die Kinder Freude am Lernen nicht verlieren? Stell dir vor, ihr hättet anstatt Lehrer... Jeder hier draussen, wenn er an Lehrer denkt, wird es vielleicht etwas eng, denkt zu einem Mr. Burns von den Simpsons.
- 49:35Stell dir vor, in Zukunft, die Lehrer sind deine Mentoren, sie sind deine Coaches. Und nicht das Autoritätsbild und das Gefühl, das man der Person gegenüber empfindet. Sondern so, wow. Da hast du eine old economy, eine new economy. Aber eben Pionierarbeit. Drei Projektoren an einem Ding. Für mich ist wirklich so, dass...
- 50:00Ja, wirklich entscheidend. Mit den Kindern in Beziehung gehen und auf Augenhöhe sein und ein Coach sein. Ich bin nicht die Lehrerin. Ich sage ihnen auch, ich bin nicht die, die über euch entscheidet. Ich bin nicht die, die die Macht hat über euch oder so. Sondern ich bin mit euch auf der Seite.
- 50:17Ich spreche auch mit ihnen auf Augenhöhe. Ich gehe auf Augenhöhe. Mit der Körpergrösse, literally. Dass sie auch spüren, ich nehme sie ernst. Und das sind so ganz kleine Nuancen, die entscheidend sind. Aber könntest du dir vorstellen, dass ein Lehrer, eben da wären wir wieder bei Fulltime, und ab und zu mal ein wenig die Flügel ausbreiten geht,
- 50:38Wir machen ja auch ganz viel Persönlichkeitsentwicklung im Alltag, in der Umsetzung. Wir können ja nicht 100% achtsam sein. Wie siehst du das bei jemandem? Oder würdest du sagen, dass wir, um ein mega Coach und Mentor zu sein, dass wir das nicht 100% machen könnten? Jetzt einfach auf die Zukunft gerichtet, sondern dass man sagt,
- 51:01Man hat nur noch Lehrer und Hauptlehrer zweimal in der Woche oder zweieinhalb Tage, damit man sich umso mehr fokussieren kann. Nicht mal um den Unterricht, aber damit sie selber achtsam sein können, damit sie nicht in Stress und Überforderung kommen. Damit sie die beste Version von sich selber sein können und das präsentieren können. Ist es realistisch, dass 100% auszuüben können oder eben nicht?
- 51:26Ja, also es ist schon heftig. Als Lehrperson, wenn du 100% schaffst... Es ist richtig viel. Wie viele Kinder im Durchschnitt? 20? Ja, du hast ja immer so einen Energieausgleich. 20 Kinder, schreien, blablabla. Es ist heftig. Du brauchst ganz fest deine eigene innere Achtsamkeit. Du musst sehr viel senzen, um das zu machen.
- 51:52Das ist schon Hut ab. Ich habe Respekt vor allen, die es 100% machen. Ich weiss, dass jeder Lehrer versucht, das Beste zu geben. Jeder Mensch versucht.
- 52:11Genau, und dort versuche ich mit ganz kleinen Tools, das zu stärken und zu empoweren, dass es wenige Sachen kann, grosses Bewirken verändern, eben wie die Präsenz zum Beispiel, wie das Thema Gefühl.
- 52:27auf die Augenhöhe kommt, auf die Beziehungsebene. Ich verstehe es extrem. Man ist dann auch so im Stress und im Hassel, dass man dann auch die Macht, die man als Lehrer hat, dann ist es auch so eine letzte Eisenbahn. Wo man dann auch sagt, ich bin jetzt der und ich entscheide. Ich kann das schon nachvollziehen. Trotzdem ist es so wichtig, dass man immer versucht, wieder bei sich zu bleiben.
- 52:53Aber glaubst du, dass das möglich 100% so ausführen würde? In einem gesunden Mass? Ich würde sagen, dass es maximal 80% so ausführen würde. Dass du vielleicht 4 Tage arbeitest und einen Tag für dich zu rechargen hast. Das wäre meine nächste Frage. Wie ladest du dich selbst wieder auf? Weil du ja mega Energie austauschst mit den Kindern. Egal mit wem. Aber wenn du mit Kindern arbeitest, wie ladest du dich wieder auf?
- 53:21Ja, viel Schlaf. Ich schlafe gut. Mit Projektoren, die auch noch beschränkt sind. Genau, viel Schlaf. Und wirklich Dinge machen, die mir Freude machen. Was macht dir Freude? Tanzen, Musik hören, auf der Strasse tanzen. Vor allem, wo ich bin. Also wenn ihr an den Delvues geht und jemanden tanzen sieht, ist es sie.
- 53:41Wir können sie eh nicht übersehen. Wir können sie nicht übersehen. Ja, tanzen, singen, im Wald gehen, journalen. Du hattest noch mal zwei Fragen, die ich dich unterbrochen habe. Es tut mir mega leid, Kevin. Ich weiss es schon nicht mehr. Es wird so aus dem Gespräch sein. Dann habe ich noch eine. Und zwar, wie weit bist du jetzt in diesem ganzen Lehrer-Business drin? Bist du schon irgendwie...
- 54:08bei den Entscheidenden oder bist du jetzt erst mal bei den Lehrkräften am anpacken? Oder bist du vielleicht schon eine Stufe weiter, wo so... Weisst du, die Leute, die Macht haben, die Leute, die die Entscheidungsträger sind. Wie weit bist du da? Okay. Also ich arbeite ja mit Eltern und Lehrpersonen. Grundsätzlich bin ich wirklich mehr auf privater Ebene.
- 54:30in der Schule, bei den Schulleitern oder privat bei Lehrern oder vor allem auch Eltern. Weil ganz viele Eltern haben auch Sorgen, wie es ihren Kindern geht. Und Eltern sind oftmals noch mehr bereit, für ihre Kinder einen Schritt weiter zu gehen.
- 54:50Ich zeige mir, was ich kann, aber ich habe noch keine Instanz, wo ich weiss, dass sie Entscheidungsträger oder Trägerinnen sind. Das wäre für mich ein grosser Schritt.
- 55:08Zum wo reinkommen, in welchen Kreisen, sagen wir jetzt mal. Etablierter machen können wahrscheinlich. Genau, also zum einen einfach eine Stimme haben, dass die Programme, die ich habe, die Workshops, die ich mache, die Weiterbildungsangebote, dass das wirklich flächendeckend eigentlich in die Schulen ziehen darf. Dass die Schulen sagen, hey, das ist wie ein Fundament, ein Mast, dass wir das machen, dass wir diesen Kurs besuchen oder dass Lehrer
- 55:37Jeder, der heute Lehrer werden möchte, muss 10 Stunden Butterfly Journey Workshop absolviert haben, um weiter unterrichten zu können oder um überhaupt unterrichten zu dürfen. Für mich ist das wirklich das Fundament, das ich mitgebe.
- 55:59Das ist aber nicht nur für Lehrer, sondern auch für Familien. Für jede Einzelperson. Man kann prinzipiell als Elternteil, und wir haben viele Eltern, die auch zuhören, kann man dich auch privat buchen, man kann dich privat anschreiben, weil du privat Unterricht machst mit den Kindern. Nein, nicht unterrichtet.
- 56:17Aber sie gibt Tools weiter, Coachings. Genau, ich habe einen Online-Kurs, der 4 Monate, 16 Wochen lang geht, wo ich dich als Erwachsenen mitnehme, von A bis Z, wie du all die Sachen, die ich lebe und weitergebe, kannst du selber verkördern und weitergeben.
- 56:36Für Erwachsene. Für Erwachsene, aber wie du es mit Kindern machst. Genau. Das ist es. Du machst es für dich, aber dann immer, wie machst du es jetzt mit Kindern konkret? Okay. Also das, was ich mache, aber nur der Zusatz, es ist auch für dich und gerade noch für dein Kind bezogen. Ob es jetzt Unterricht ist, ob es Hüte ist, ob es... Genau. Also ich habe alles immer Tools zum Thema Bewusstsein und Wahrnehmung. Ich habe Tools für dich.
- 57:00Aber auch immer zu uns, wie kannst du Bewusstsein und Wahrnehmung mit den Kindern stärken? Thema Mindset, habe ich für dich, aber wie machst du jetzt das Thema mit den Kindern, kindgerecht? Thema Gefühl, wie machst du das für dich? Wie kannst du dich besser kennenlernen? Wie kannst du das jetzt aber konkret mit Kindern machen? Thema Kommunikation, achtsame Kommunikation, wie kannst du anders mit dem Kind, aber wir können auch Kinder lernen. Das ist immer...
- 57:29Das geht nicht ohne. Aber eben so... Eltern, die sagen, «Hey, versiefelt unseren Sohn, unserer Tochter, das geht nicht gut, sie kommt nicht weiter.»
- 57:42Du hast auch direkt mit den Kindern gearbeitet? Von einem älteren Teil? Selten, nicht mehr so oft. Ich habe das gemacht und habe gemerkt, dass es nicht so viel hilft. Es ist nicht so nachhaltig, unter folgendem Grund. Wenn ich nur mit dem Kind arbeite, es kommt zu mir, ist in unserer Bubble.
- 58:02Lala ist super. Es geht zurück ins Umfeld, geht zu den Eltern oder zu den Lehrern, die das überhaupt nicht leben. Eine ganz andere Leiste. Das kann nicht funktionieren. Die von oben herab, die tadeln, die bestrafen, die vielleicht schreien.
- 58:19Okay, dann haben wir bei mir das Kind gestärkt. Trotzdem ist der Rest der Woche, bei mir vielleicht eineinhalb Stunden, und der Rest der Woche ist dann dieses Umfeld. Machbar. Wir machen zwei Schritte nach vorne, vier Schritte zurück. Ein Schritt nach vorne, drei Schritte zurück. Da habe ich irgendwann gemerkt, dass es nicht nachhaltig ist. Darum bei den Lehrern und Eltern. Darum habe ich mit drei Jahren angefangen zu arbeiten. Lehrer, Eltern und Kinder. Da geht es jetzt um die Resilienzförderung.
- 58:48um Potentialentfaltung, um Aufklärungsarbeit, dass ich Menschen aufklären kann, wie wichtig das ist, bis ich anfange, um das zu transportieren. Das nenne ich Empowerment. Wenn nicht mehr ich die bin, die überall Feuer löschen muss, weil andere Lehrer auch gefragt haben, kommst du mal bei mir in die Klasse?
- 59:08Meine Klasse, oh mein Gott, ich brauche dich so stark. Bitte komm mal bei mir in die Klasse vorbei, es würde ihnen so guttun. Ja, kann ich machen, muss ich mich setzen, aber danach musst du das Pflänzchen diessen. Ich kann nicht die ganze Zeit diessen. Eigentlich musst du bei ihr anfangen und nicht bei der Klasse, weil sie ist das Problem. Ja, aber bei der Familie ist es genau gleich. Aber das heisst, wie viel Prozent arbeitest du jetzt? Entweder mit Schulklassen, mit Eltern oder mit Lehrern, wie ist das denn aus?
- 59:36Lehrer und Eltern sind etwa gleich ausgeliehen. Und mit Kindern ganz wenig. Nur wenn ich merke, dass es wirklich... Nein, in der Klasse selber. Du bist ja entweder am Schulgehen, unterrichten, oder du machst Workshops für Lehrer oder für Eltern. Genau. Mittlerweile mache ich es so, dass ich die Workshops und die Weiterbildung zusammenführe. Das heisst, der Kurs ist für Lehrer und Eltern. Was richtig geil ist, weil oftmals
- 1:00:03Ja, ich verstehe es. Oftmals sagen die Eltern nicht, was der Lehrer macht. Die haben einen blinden Fleck. Und die Lehrer nicht, was die Eltern machen. Und so kann ich gleichzeitig sie noch zusammenbringen, Verständnis schaffen. Wir haben einen Ausdruck. Und sind das aber Lehrer... Also ist das der ältere Teil, den diese Lehrerin hat? Nicht unbedingt. Nicht? Das sind...
- 1:00:23Nein, aber nicht unbedingt. Aber es kann natürlich schon passieren. Aber einfach, um überhaupt mal das Verständnis zu schaffen, was geht in einem Lehrer vor? Was geht in einem Mami oder Papi vor? Was sind ihre Triggerpunkte? Was haben die für Sorgen und Ängste? Was haben die für Sorgen und Ängste und Stress? Was haben die für Erwartungshaltungen? Und da bringe ich das alles auch mal zusammen unter einen Hut. Und so kann man mega viel...
- 1:00:46Aber was ist jetzt nochmal, sorry zu meiner Frage, Hauptarbeit einer Lehrer und Eltern oder einer Schüler? Wo bist du so ein bisschen prozentual? Was würdest du sagen, du bist voll ausbalanciert? Es ist wirklich gerade... Also eben in den Unterricht gehe ich einfach nur, wenn ich gerade Lust habe. Und dann habe ich auch mega Freude. Und am liebsten mache ich wirklich meinen Kurs und Workshops und Weiterbildungen. Das sind die Sachen, die ich richtig feiere, richtig Freude habe. Und ja, I love it.
- 1:01:16Und wo sind die nächsten Workshops? Wo kann man dich besuchen? Ist alles online oder machst du auch offline Workshops? Genau, also ich probiere möglichst vieles online zu machen, weil ich einfach gerne auch von überall aus arbeiten kann und möchte arbeiten und auch mehr Menschen erreichen.
- 1:01:33Vor ein paar Tagen konnte ich für über 220 Lehrpersonen einen Workshop halten. Das ist mega cool, weil die sich vom ganzen Dachbereich eintunten. Von der Schweiz, Österreich, Deutschland. Das hätte ich nicht so schaffen können, wenn es an einem Ort verbunden ist.
- 1:01:53Und von wem ist die Initiative gekommen? Bist du eingeladen worden? Von welchem Verband? Genau, FOBIS ist eine Plattform für Lehrpersonen. Dort sind über 300'000 Lehrpersonen, die dort Zugang haben. Und dort wurde ich eingeladen zum Thema Achtsamkeit. Wie wurden sie auf dich aufmerksam?
- 1:02:16Ich durfte bereits das dritte Mal Workshops geben. Bei Ihnen? Bei Ihnen, ja. Und sie wurden auf mich aufmerksam, weil ich damals auf Duki, das ist eine andere Plattform, meine Materialien platziert habe. Und eine von ihnen hat dort gearbeitet und hat immer so schön gefunden, was ich für Materialien mache. Und die hat dann aber nicht mehr dort gearbeitet und hat dann zu Phobies gewechselt.
- 1:02:38und wusste dann, dass die Selina so coole Sachen für Kinder macht. Auf dieser Plattform gibt es noch kaum Sachen zum Thema Achtsamkeit. Dann haben sie mich eingeladen und ich dachte, geil, das mache ich. Yes, yes, yes. So kann ich das dann auch spreaden. Dann mache ich auch Soft-Workshops, bei denen man auf meiner Webseite schauen kann, wenn die wieder da sind. Und auch einen Online-Kurs, das ist mein Haupt- und Babyprodukt, mein Schatz.
- 1:03:06Aber optimal wäre, wenn alle Leute von irgendwelchen Verbänden dich einladen, zum Education weiterzugeben, Workshops weiterzugeben. Absolut, alle. Du bist einfach die Expertin für den Umgang mit Kindern, Achtsamkeit, Empowerment. Das hat sich entwickelt, genau. Hammer, Hammer, Hammer. Das ist so... I love it!
- 1:03:26Ich weiss, ich habe auch schon den PH, die Pädagogische Hochschule, schon dreimal Gast dozieren dürfen, bei einem Dozent, der mich mega wertschätzt und die Arbeit auch liebt, was ich mache. Und ich finde es so wertvoll, wenn die Studierenden doch das schon mitnehmen. Darum würde ich am liebsten allen PHs das schon mitgeben können. How you do it. Das hast du schon rausgelassen. But you were born for it. Es ist schon da. Es ist auf dem Weg. Es ist...
- 1:03:55Ja, Hammer. Selina, zieh mir den Mut. Mega schön, was du machst. Danke vielmals für die Arbeit. Wirklich, wirklich, wirklich. Ich habe noch eine Affirmationskarte für euch zum Ziehen. Wirklich? Oh ja, let's go. Die könnt ihr auch nehmen? Ja, sicher. Also, let's go. Aber die Wolken wären auch noch herzlich gewesen. Die habe ich auch. Gut, bei mir ist jetzt die Sonne. Ganz, ganz klar, starker, wolkenloser Himmel mit Sonne. Wie ist heute bei dir das Wetter? Heute mein Wetter? Mhm.
- 1:04:24Heute ist mein Wetter auch warm. Wo ist dein Wetter, Kevin? Es ist schön, das Wetter. Schön? Ja. Okay. Hast du gebraucht, dass ich noch etwas nehme? Das sind deine Schulunterlagen. Teil davon. Oh, warte, ich will mal schauen.
- 1:04:44Du hast selbst keinen Eindruck mehr gemacht. Also eigentlich die ganze Box hier. Also. Schau. Helfen die Wetterberichte, der Wetterbericht helfen dir, deine Emotionen zu erkennen und zu entdecken, wie es dir von Moment zu Moment geht. Gewitter. Ich fühle mich wütend oder verärgert.
- 1:05:03Sturm, Schnee... Was ist Schnee? Ah, ich fühle mich ruhig. Sturm, ich fühle mich unruhig. Mund. Was ist der Mund? Ich fühle mich müde oder ruhig. Das Ding ist... Ich muss das Mikrofon nicht vergessen.
- 1:05:18Hammer! Das kann man kaufen, oder? Genau, weil bei den Gefühlen gibt es immer ein Zweierset. Einmal ist das Gefühl beschrieben und einmal ist nur «Ich fühle mich». Und dann kannst du es selber sagen? Dann ist es Interpretation, weil ich möchte den Kindern nicht sagen «So ist es». Im Regen kann es auch sein, dass du dich gut fühlst. Du musst sagen können und entscheiden, wie du dich fühlst. Also warte jetzt kurz. Kannst du erklären, das ist eine Box mit dem Wetter. Wie du dich fühlst, deine Affirmation für den Tag, wo du eine Karte ziehen darfst.
- 1:05:48Und was ist diese Reflexionskarte? Das ist für den Tagesabschluss. Zum Beispiel mein Glücksmoment war... Was ist dein Glücksmoment? Heute möchte ich mich bedanken für... Das hat besonders gut geklappt. Mich macht es glücklich, wenn... Heute hat mir Spass gemacht. Mega schön. Heute komme ich gut lernen. Und das ist was für ein Buch?
- 1:06:12Das kommt alles mit in dieser Box. Und das hast du selber erschaffen, kreiert? Genau, das habe ich damals vor vier Jahren mit einer Kollegin gemacht. Ja, das ist eine Box. Und was ist es in diesem Büchlein? Das sind alles verschiedene Übungen. Also insgesamt 31 Achtsamkeitsübungen, sechs Meditationen, Yoga-Übungen.
- 1:06:37Und das ist eigentlich auf Kinder ausgelegt. Genau, das sind alles Übungen, wie du mit Kindern mehr Achtsamkeit hast. Im Unterricht oder so. Ja. Oder zuhause. Megaschön. Leute, das ist die Zukunft. Das ist Zukunftsmusik, ich sage es euch. Und jetzt dürft ihr dann eine ziehen.
- 1:06:55Wie viele Auflagen hast du schon bekommen? Ist das etwas, das du noch stark zunehmen darfst? Oh ja, das darf ich noch stark zunehmen. Aber das ist jetzt meine letzte Auflage. Ich habe jetzt nur noch ein paar Boxen zuhause, drei oder so. Und wie viele hast du noch? Jetzt will ich unbedingt neue kreieren, weil das war vor vier Jahren. Mittlerweile habe ich schon so viele neue Sachen und Ideen.
- 1:07:15Aber schon in diesen Themenbereich, weil der Kern bleibt ja immer und er verändert sich auch so ein bisschen. Genau, es kommen einfach neue Tools dazu. Mega schön. Wow. Was kostet jetzt so eine Box? Weil ich glaube, man kann ja alles einzeln, oder ist es nur die Box? Ja, momentan kannst du nur die Box, aber sonst kannst du auch die Sachen einzeln. Und was kostet jetzt so eine Box? 155. Okay, fair enough. Mega fair. Wow.
- 1:07:37Wow, also Leute, wenn ihr 155 Franken investieren wollt, für das Wohlsein eures Kindes, aber auch eures selbst, ich meine, so in so einem Wetterbox kann jeder gebrauchen. Ähm, ja, go for it, wir verlinken alles. Jetzt wären wir noch bei unserer Karte. Wir haben dann auch noch etwas für dich, ich muss nämlich noch die Frage stellen. Ah ja, stimmt. Hmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmm
- 1:08:09Vertrauen und hören auf mein Herz. Oh, super. Und du? Ich auch. Ja, sicher. Ich darf jetzt hier halten. Im Ernst? Ja. Alles klar. Danke vielmals. Ich schwöre. Aber es ist mega passend. Es passt schon sehr gut. Wie fest du siehst. Ich muss mir auch eine ziehen. Oder den Lichter an. Ja. Oh, darf ich sie überhaupt halten? Weisst du, mit dieser Energie? Sicher. Du hast Hexenwissen. So, wie es läuft, oder? So.
- 1:08:38Das sind solche, die ich einzeln habe, die ich nicht mehr als Set verkaufen kann. Ah, super. Ja, das ist gerade gut. Diese möchte ich. Die Frage ist schon, ob sie eine möchte. Ich freue mich über jeden neuen Tag.
- 1:08:51Und neue Kunden auch. Nein, Spaß. Neue Aufträge. Super, da wären wir. Hey, ich bin so überwältigt. Du hast mal die Frage gesucht. Wir haben ein Konzept. Wahrscheinlich kennt das ja jeder. Der darf eine Frage am nächsten Gast stellen. Und weil wir dich nicht beeinflussen wollen mit der Frage, die du bekommen hast, darfst du zuerst am nächsten Gast eine Frage stellen. Okay.
- 1:09:21Hm. Hm. Das ist gerade schwierig. Gell? Wir hatten schon alles. Denk, was gerade aufgepoppt ist. Nicht denken, also... Denk, aber denk nicht. Du weisst, auch wenn es kein Sinn ist. Was treibt dich an? Was treibt dich an? Mhm. Okay, und was treibt dich an? Gute Frage.
- 1:09:42Mich trifft genau das an. Das ist wirklich, ich kann stundenlang über Persönlichkeitsentwicklung, Achtsamkeit, Spiritualität reden, Menschen zu stärken, wirklich so in ihre Kraft zu schwingen. Wenn ich das kann, den Rest meines Lebens machen, God bless. Nein, wirklich, das trifft mich so fest an. Sehr schön. Ich liebe es, mich auch kreativ auszudrücken. Ich liebe es.
- 1:10:08Man sieht, du machst ja sehr viel. Du kannst zeichnen, schreiben, Kalligrafie. Hast du das gelernt? Einmal habe ich einen halbtags Workshop gemacht. Man sieht, du kannst schreiben und machen. Ich liebe das. Wow. Das ist eine Art von Ausdruck. Das ist sehr schön. Ja, voll. Eine lustige Frage. Was ist das Peinlichste, was du erlebt hast?
- 1:10:36Peinlich, das ist eine allermeiste Frage. Das ist wahrscheinlich eine gemeine Frage. Ich finde das ein bisschen gemein. Wegen dem Schamgefühl würde mich schämen, das zu erzählen. Peinlich, peinlich. Oder gibt es einen lustigen Moment, wo du in der Schule mal... Ich weiss nicht, bist du jung oder... Jetzt soll er dich beeinflussen. Nur weil es dich trägt. Was war peinlich? Shit. Ich habe gar nicht so viele Schamgefühle.
- 1:11:04Von jemandem, der überall rumtänzelt und auf jeder Bühne steht. Das ist peinlich. Peinlich. Das wird dir nachher im Tram in den Sinn kommen. Ja, das ist jetzt wirklich schwierig. Lass mich überlegen. Ist das peinlich? Ist das? Ich habe ein bisschen Lust.
- 1:11:32Was ist das Lustigste, das du jemals erlebt hast? Das, meinst du, oder? Ja, wenn dir nichts in den Sinn kommt. Ja? Ich habe gerade eine richtige Blockade. Alles gut? Was ist das Lustigste? Wir haben direkt gefragt, was beim Gast das Peinlichste war. Ich konnte die auch nicht beantworten. Stimmt, ja. Auch nicht? Nein. Ja, das ist jetzt wirklich schwierig. Was war denn peinlich? Oder mal einen mega lustigen Moment, wo ihr alle über euch selber gelacht habt in der Schule mit den Kids oder so.
- 1:12:07Das ist krass, ich habe wirklich geblankt. Gut. Ähm... Oh shit, ich hätte jetzt gerne etwas dropen können. Alles gut, du bist... ...schamlos. Apropos droppen... Was ist deine Message für die Welt? Meine Message für die Welt? Hm...
- 1:12:33dass jedes Individuum, jeder Mensch, jede Seele einzigartig ist und sich erlauben darf, das zu zeigen und aus dem Kokon auszubrechen und die Flügel wachsen lassen. Wenn ich das so sagen darf, das, was ich am meisten mitnehmen konnte, was du gesagt hast,
- 1:12:54Das hat mega so resoniert. Ist zum Gefühl nicht als ich bin, sondern als einen Zustand, einen aktuellen Zustand zu betiteln und nicht sich
- 1:13:09Wenn ich jetzt wütend bin, sondern nicht sage, ich bin wütend, sondern ich fühle mich wütend. Ja, genau. Das ist etwas vom Schönsten, was ich mitnehmen kann aus diesem Podcast. Es war mega toll, es hat mir mega, mega festgefallen. Ich finde, deine Art, die du leistest, finde ich einsame Spitze, wirklich. Es ist mega, mega schön. Und ich glaube, es sollte...
- 1:13:29ganz viele Menschen erreichen, was du machst, um da wirklich einen schönen, grossen Impact zu haben. Ich wünsche mir ganz viele Butterflies auf der ganzen Welt. Ja, es ist nicht einfach, wenn man Pionierarbeit am leisten ist. Hält dich davon wahrscheinlich gar nicht, worum es wirklich geht.
- 1:13:47Und du bist so... Aber glaub mir, wir reden in fünf Jahren nochmal... Also weisst du, ich habe... Ich sage das schon, seit ich dich kenne, ich sehe dich mit diesem Projekt schon an der Spitze. Aber es ist dann schwierig im Alltag. Wir kennen es, wir wissen, worüber wir reden. Wir sind einfach noch etwas zu früh. Jedem Monat Mentor Breakdown. Genau, wir sind einfach noch etwas zu früh. Aber eben Geduld, es wird alles kommen, genau wie es muss. Es sind aber auch... Ich meine, du könntest es halten.
- 1:14:17wenn es von heute auf morgen so krass boomt. Weisst du, das ist eben das. Darum gibt es das Universum, das alles Step by Step, damit du das halten kannst und nicht an deiner Vision, Mission kaputt gehst, weil es zu viel ist. Darum keep going, girl. Ich schwöre, es ist so wichtig, was du machst. Und ich bin so dankbar für dich. Ich bin so dankbar, dass wir uns begegnet haben.
- 1:14:38Und dass wir diese gemeinsame Journey gestartet haben. Und ich habe mich so krass gefühlt auf diesem Weg. Und ja, danke für deine Zeit und dass du da warst. Eher schön, dass du da warst. Danke. Ja, ich glaube, jetzt rappt es langsam. Yes, und an dieser Stelle, vielen Dank, dass ihr auch zugeschaut habt. Auch bis zum Schluss, als wir hierher gekommen sind. Wie du entscheidest, euer Podcast für Business Erfolg und persönliche Weiterentwicklung. Heute mit Selina, die eine richtig, richtig tolle Arbeit hier draussen leistet.
- 1:15:04Und wir wollen wissen, ob ihr bis hierhin gekommen seid. Wenn ja, gebt uns doch Bescheid in die Kommentare. Auf YouTube, Spotify, ich weiss nicht, ob man auf Apple kommentieren kann. Gebt doch eure Wetterlage ein. Wie fühlt ihr euch jetzt gerade? Ist es ein Sonnen- oder ein Sturm? Ist es ein Mond? Ist es Schnee?
- 1:15:23Ja, das würde mich sehr wundern. Zu diesem Punkt auch, wie mehr ihr mit uns interagiert, liked, folgt uns auf Instagram, auf YouTube, auf Spotify, desto mehr können wir für euch kreieren. In diesem Sinne danke für euren Support. Danke nochmal Selina für deine wertvolle Zeit und deine wertvolle Arbeit. So schön gewesen. Danke vielmals. Genau, heute Tag kommt man so, gell? Un-fuck-the-school-system, Mann. Yes!
- 1:15:50Danke, danke, danke. Danke euch.