Latest / Gin And Talk / Mousse T. über Musik, Inspiration und die Kulturbranche
Transcript
- 0:00Speaker 0: So ein Titel wie Sexbombe, da habe ich mich ganz piano gesetzt und hab einfach drei Blues Harmonien gespielt.
- 0:05Speaker 0: Und dann kam mein ehemaliger Partner hat eine Idee gehabt und gesagt ey so und so könnte es aussehen.
- 0:10Speaker 0: das hieß damals Sex-Symbol weil wir Tom Jones im Kopf hatten.
- 0:13Speaker 0: und dann haben wir Sex-Simple, Sex-simple.
- 0:15Speaker 0: und dann sind wir so gemacht und gesagt Sex-simple klingt nicht Sex-Bombe er ist noch ne Sex- Bombe weil er immer die Schlipfe auf die Bühne geforfen bekommt und dann rollt sie dabei.
- 0:24Speaker 0: Dieses gefährliche Halbwissen finde ich sympathisch.
- 0:28Speaker 0: Wenn man von allem weiß, das find ich sexy!
- 0:32Speaker 0: Die Pandemie hat Folgendes gemacht und uns ganz knallhart den Spiegel vorgehalten auch mit allen Abgründen die Menschen haben wenn sie Angst haben wie sie reagieren was alles verständlich ist aber es hat gezeigt dass es möglich ist in Krisenzeiten zusammen zu halten und schnell Dinge umzusetzen.
- 0:52Speaker 1: Herzlich willkommen Mein Name ist Daniel Fürg und bevor wir gleich rüber an unseren coronabedingt virtuellen Bar-Tresen gehen, möchte ich kurz unseren heutigen Gast vorstellen.
- 1:02Speaker 1: Musti ist längst zu einer echten Institution der deutschen Musikszene geworden – wir alle kennen seine Songs!
- 1:09Speaker 1: Als Remixer arbeitete er mit Branchengrößen wie den Backstreet Boys simply Red and Michael Jackson zusammen.
- 1:16Speaker 1: Für seinen Remix zu Jacksons Song Ghost wurde Musti sogar für den Grammy nominiert.
- 1:22Speaker 1: Sein Durchbruch hatte der Rano Farana im Jahr e.a.
- 1:26Speaker 1: mit seiner Hit-Single Horny.
- 1:28Speaker 1: Nur ein Jahr später machte er sich mit der Single Sexbomb, die er e.A.
- 1:32Speaker 1: exklusiv für Tom Jones schrieb weltweit einen Namen als Songwriter und Musikproduzent.
- 1:38Speaker 1: Seit e. A. ist er Mitinhaber des erfolgreichen Plattenlabels Peppermint Jam, das seinen Sitz im ehemaligen belgischen Expo Parvillon hat den Musti nach der Weltausstellung erwarten.
- 1:50Speaker 1: Ich freue mich auf ein Gespräch über Musik, über Inspiration und die Kulturbranche.
- 1:56Speaker 1: Viel Spaß beim Zuhören und schön dass ihr alle wieder mit dabei seid!
- 2:05Speaker 0: Und
- 2:21Speaker 1: tauche ein in die verrucht düstere
- 2:25Speaker 0: Atmosphäre
- 2:26Speaker 1: unserer Studiobahn.
- 2:58Speaker 1: deutschen Professor studiert und wollte eigentlich, dass du auch Arzt wärst.
- 3:04Speaker 1: Aber irgendwie wolltest du das nicht so richtig oder?
- 3:08Speaker 0: Also erst mal danke für die Einladung, Daniel.
- 3:09Speaker 0: Freu mich sehr dass ich dabei sein kann hoffentlich in beide Mal eure Bar ausprobieren kann in München und ich sehe auch das du Wikipedia beherrscht.
- 3:19Speaker 0: also das ist auch geil ja es fast richtig.
- 3:25Speaker 0: mein Vater kam glaube schon in den fünftigern nach Deutschland wurde hier tatsächlich wirklich regelrecht hergelockt irgendwie weil er als Arzt natürlich auch interessant war und hat unter einem deutschen Professor in Istanbul studiert, tatsächlich ist Gynäkologe geworden.
- 3:41Speaker 0: Kommt aber eigentlich aus Ankara und hat so eine Wurzelnache Niederachserei.
- 3:46Speaker 0: das ist ein bisschen östlicher.
- 3:48Speaker 0: Ich bin dann sechsundsechzig in Deutschland geboren Fast-forward, fast-forward natürlich.
- 3:54Speaker 0: Irgendwie auch dann Schule und Abi und Gymnasium wie auch immer.
- 3:57Speaker 0: Und eigentlich war mein Weg vorbestimmt weil es wurde natürlich auch zu Hause gelebt.
- 4:01Speaker 0: Mein Vater hat diesen großen Satz gesagt wenn du kein Akademiker bist, bist du gar nichts.
- 4:06Speaker 0: also insofern musst du zumindest irgendwas in der Richtung machen.
- 4:10Speaker 0: am besten Arzt und irgendwann mal Praxis übernehmen fand ich alles logisch.
- 4:15Speaker 0: irgendwie war okay.
- 4:17Speaker 0: Nur hat wahrscheinlich mein Vater, ich weiß gar nicht ob es meine Liebe zu Musik war oder mal der fatale Fehler meines Vaters.
- 4:24Speaker 0: Der hat mir irgendwann nagelegten Instrumenten zu lernen und dann habe ich angefangen Heimorgel zu spielen also diese zweimal Nualige so ein bisschen freundslambadmäßig Und fand das dann irgendwann langweilig weil es während der Schulzeit war und ich ja quasi nach der Schule dann nochmal schule machen musste mit dem Orgeln und das war da nichts zu meinen und hat dann meinen ersten Synthesizer mir quasi gekauft, den JX-III P von Roland.
- 4:46Speaker 0: Den hab ich immer noch, den nutze ich auch noch und dann habe ich zu Hause langsam angefangen Musik zu machen.
- 4:50Speaker 0: das wurde halt immer mehr habt es aber nicht ernst genommen und eigentlich auch nie gedacht dass das mal mein Hauptberuf werden könnte.
- 4:56Speaker 0: Aber wurde halt Immer mehr und dann kam halt ein Ding zum nächsten Und irgendwann war natürlich nach dem Abi so nach dem Motto okay jetzt mal studieren.
- 5:03Speaker 0: und Ich habe Danach besser gesagt zwischenzeitlich noch während meiner Studienzeit den handelferanischen Baseballverein mit gegründet.
- 5:12Speaker 0: Also war auch sehr sportlich und also sie sich muss so ein bisschen abschweifen.
- 5:18Speaker 0: Hab dann aber während dieser Baseballtätigkeit mir quasi irgendwann das Knie gebrochen und konnte deswegen nicht studieren, weil Medizin wird in Hannover immer nur zum Wintersemester angeboten oder wurde damals zumindest Und Knie kaputt, also dann war ich quasi ein halbes Jahr lahmgelegt und er sagte meinen Vater aber auch jetzt mal gucken wenn die wieder fit bist.
- 5:40Speaker 0: Dann hängt zumindest nicht bis zum nächsten Wintersemesterabmache irgendwas anderes und habe dann Wirtschaftswissenschaften angefangen in Braunschweig zu studieren und bin dann später nach Hannover gewechselt.
- 5:53Speaker 0: Aber damit war zumindest erstmal Medizin vom Tisch und parallel sprach aus der Musik durch mich und hat dann irgendwann auch gesagt, weißt du was?
- 6:03Speaker 0: Nee studieren wird es nicht.
- 6:04Speaker 0: Ich mach mal Musik.
- 6:05Speaker 1: jetzt habe ich mir ja wirklich ganz schön viel von dir angeschaut und es gibt ja auch sehr sehr viel von ihr zu sehen und zu lesen um zu hören natürlich.
- 6:14Speaker 1: Ich kann jetzt vollkommen falsch liegen aber ich hatte irgendwie das Gefühl irgendwo so zwischen den Zeilen herauszusehen und herauszulesen dass Du eigentlich ja nicht die totale Rampensau Warst, oder?
- 6:29Speaker 1: Kann das sein?
- 6:31Speaker 0: Aber damit hast du zumindest für ganz früher hast du recht.
- 6:35Speaker 0: Deswegen gefällt mir eigentlich auch immer noch der Beruf des Musikproduzenten weil du natürlich irgendwie... Du kannst ja eigentlich bist du derjenige, der die Stritten zieht also du hast schon eine Verantwortung und auch ne gewisse Macht will ich mal sagen aber du kannst dir mittlerweile aussuchen willst du vor der Kamera stehen bis zu hinter der Kamera steht hinter den Reglern Und das hat sich da quasi hinentwickelt.
- 6:57Speaker 0: Das war wie so ein Lernprozess, den du natürlich auch irgendwann, gerade wenn du als einer deiner... Tätigkeiten, wenn du dann natürlich auch als DJ unterwegs bist.
- 7:08Speaker 0: Der natürlich mit Leuten zu tun hat oder wenn Du Live-Livekonzerte spielst in Berührung mit Leuten kommst was auch toll ist.
- 7:13Speaker 0: also ich bin ein großer, großer Connector aber war jetzt nie mal derjenige gesagt Ich werde jetzt irgendwie Popstar oder wie auch immer.
- 7:20Speaker 0: Aber Dann kommt halt aus Versehen mal so einen Hit um die Ecke und zwingt dich quasi dazu weil du natürlich dann auch damals noch MTV und Viva, lief das halt hoch und runter.
- 7:29Speaker 0: Und dann kamen noch Sexbomben und so.
- 7:30Speaker 0: Also irgendwann bist du natürlich auch in People's Faces sag ich mal.
- 7:36Speaker 0: Dann hab' ich mich irgendwie damit irgendetwas abgefunden.
- 7:38Speaker 0: Es war am Anfang sehr lästig muss ich wirklich sagen.
- 7:41Speaker 0: es war ein komisches Gefühl dass Leute die hinterher gucken und tuschel-tuschel und so und mittlerweile mag ich das gerne und steh auch dazu was ich mache und verkaufs auch lieber selber als dass ich das jemandem anderen gebe sage hier sprich mal in meinem Namen oder wie auch immer.
- 7:55Speaker 0: Also das ist mittlerweile eine ... Das ist ne ganz nice Entwicklung, sag ich mal.
- 7:59Speaker 1: Jetzt hast du ja ne ganze Menge von Jobs gleichzeitig!
- 8:01Speaker 1: Du hast grad schon gesagt Musikproduzent ist das eine.
- 8:04Speaker 1: Du bist aber auch Komponist, du bist DJ und du bist irgendwie auch Live-Artist und bist neben dem allen auch noch irgendwie Unternehmer mit einem durchaus doch recht respektablen Unternehmen da in Hannover inzwischen.
- 8:21Speaker 1: Wie bekommst du denn all diese Aufgaben unter einen Hut?
- 8:27Speaker 0: Sehr, sehr gute Frage.
- 8:29Speaker 0: Ich glaube das ist so... ich habe einen Lieblingsspruch der heißt Learning by Burning.
- 8:32Speaker 0: Also einfach irgendwie mal machen und wenn du dann irgendwo an eine Grenze kommst, dann guckst du halt ob du nach links oder rechts weiter schwenkst.
- 8:39Speaker 0: und das ist mit diesen ganzen Bereichen so.
- 8:41Speaker 0: Und es hat natürlich auch mit Motivation zu tun dass du natürlich auch schaust okay Wenn du jetzt ein Jahr lang auflegen würde Dann wäre ich irgendwann gelangweilt Oder vielleicht auch durch und einfach irgendwie burn out-mäßig.
- 8:52Speaker 0: Deswegen ist dieses Saisonale finde ich ganz spannend, dass sie jetzt sagen kann.
- 8:56Speaker 0: Ich mache mal irgendwie entweder wenn es jetzt nur am Wochenende ist legst du halt mal auf oder machst eine drei Monats Tour im Live-Tour in Australien dann bist du wie einem Studio schreibst Musik Dann kriegst du vielleicht ne tolle Anfrage für die Filmmusik.
- 9:07Speaker 0: Zwischendurch natürlich immer gucken das auch das Unternehmen läuft Das irgendwie die Plattenfirma läuft Dass man die füttert quasi.
- 9:13Speaker 0: ich bin ja beteiligt an zwei Platten Firmen also erstmal Peppermint Jam mittlerweile sechsundzwanzig Jahre alt sehr sehr stolz darauf ist als so ein House Music Label was international große Reputationen genießt und bin noch beteiligt bei SPV.
- 9:28Speaker 0: das ist eine ganz, ganz alter deutscher Plattenvertrieb eigentlich spezialisiert auf Heavy Metal Hard Rock aber wir vertreiben auch von Dr.
- 9:37Speaker 0: Dreding kompletten Backkatalog usw.
- 9:39Speaker 0: und sofort.
- 9:39Speaker 0: also ziemlich große Nummer eigentlich.
- 9:41Speaker 0: und da es natürlich auch spannend für mich natürlich als Geschäftsmann zu gucken wie läuft das da?
- 9:46Speaker 0: Aber natürlich auch viel durch das ganze Netzwerken, was damit einhergeht.
- 9:52Speaker 0: Auch viel für mich als Produzent zu schöpfen entweder in Form eines Jobs oder natürlich auch in Form von Inspiration das ich aus sehe.
- 9:58Speaker 0: okay wie machen denn die Hartrocker das?
- 9:59Speaker 0: Oder wir machten mein Hausmusik-Kollege das in New York oder wie auch immer.
- 10:03Speaker 0: also der Netzwerkgedanke ist ganz groß und all diese Hüte wie du es so schön gesagt hast unter einen Hut zu bringen.
- 10:09Speaker 0: wie gesagt ich mach's einfach und gucke mal dass man immer dass man imerso ein bisschen Das Nötigste macht, sage ich mal.
- 10:17Speaker 0: Aber all diese Hüte sind mir schon wichtig!
- 10:19Speaker 0: Das macht den Beruf eines Musikproduzenten irgendwie auch aus.
- 10:22Speaker 1: War das bei dir vielleicht auch so ein bisschen ... Ich hatte immer irgendwie das Bedürfnis alles zumindest soweit selber zu können, dass ich irgendwie zumindest weiß worum es geht?
- 10:32Speaker 1: Also wenn ich Dinge gemacht habe, ich wollte irgendwie Grafik selber können... ganz viel redaktionelle Geschichten früher gemacht.
- 10:41Speaker 1: Ich wollte immer irgendwie alles verstehen, zumindest soweit dass ich es zur Not auch selber machen kann.
- 10:48Speaker 1: War das bei dir auch so ein bisschen eine Motivation?
- 10:50Speaker 1: Dass du gesagt hast naja irgendwie will ich schon in allem irgendwie zumindest meine Finger reinstecken können wenn ich's denn müsste damit ich zumindest verstehe was die da tun.
- 11:00Speaker 0: Also zumindest in dem Bereich, den ich selber verantworte.
- 11:04Speaker 0: Also wenn ich jetzt irgendwie gerade... Ich mach meine Musik komplett selber!
- 11:08Speaker 0: Ich hab hier keinen Tontechniker, kein Word-Ever.
- 11:10Speaker 0: Ich mache alles selber.
- 11:11Speaker 0: natürlich Wenn ich jetzt mit einem Sängerarbeit ist der Sänger dabei oder ich sag jetzt hier komm' ich brauch noch einen Bassisten Oder ein Orchester und so das kann ich alles nicht.
- 11:18Speaker 0: natürlich aber spiele ganz passabel Keyboard und Klavier.
- 11:22Speaker 0: also all dass kann ich machen Und es ist auch wichtig.
- 11:24Speaker 0: allerdings habe ich mit der Zeit auch gelernt Lieber auch mit Menschen zusammen zu arbeiten, die Sachen ganz gut machen.
- 11:32Speaker 0: Also ich klar war irgendwann die Philosophie der Plattenfirma wir wollen schon unsere unser Glück in unserer eigenen Hand haben aber dann irgendwann jetzt natürlich auch zu sagen hey wir haben dann Marketingprofi der Sitz in München oder in Berlin lass uns doch lieber mit dem zusammenarbeiten als dass man jetzt Krampfer versucht das irgendwie selber zu machen finde aber dieses gefährliche Halbwissen das find' ich ganz sympathisch.
- 11:53Speaker 0: also wenn man das wirklich... Wenn man von allem so ein bisschen weiß das finde ich ganz sexy
- 11:57Speaker 1: Ja ... kann ich unterschreiben.
- 11:58Speaker 1: Deine Karriere hatte ja irgendwann wirklich wie so eine Art Kickstart, als dann irgendwie alles losging und dann war er irgendwie... Achtundneunzig kamen auch schon diese Grammy-Nominierung um die Ecke und auf einmal, wie du vorhin gesagt hast, haben dich alle Leute irgendwie erkannt?
- 12:18Speaker 1: Wenn du dir anschaust wie heute Musikkarrieren entstehen und du warst ja auch selbst zum Beispiel eine Zeit lang bei DSDS, auch in der Jury.
- 12:29Speaker 1: Glaubst du ist es heute leichter oder schwerer so ne erfolgreiche Karriere in dem Business zu machen als Künstler?
- 12:38Speaker 0: Also gut dass du gerade noch als Kündstler angefügt hast weil also ihr müsst euch auf ein Zunge zergehen lassen das Oder sage ich mal anders, es gibt ja diesen berühmten Spruch so nach dem Motto Ich bin über Nacht erfolgreich geworden und das hat zwanzig Jahre gedauert.
- 12:55Speaker 0: Also du bist wirklich, ich hab das ja alles pre-Internet gemacht.
- 13:00Speaker 0: Du hast dann irgendwann Musik rausgebracht und es wurde auf Venyl veröffentlicht, auf CD.
- 13:04Speaker 0: Dann ging das irgendwie drei Monate lang über einen größten Zeit.
- 13:07Speaker 0: Dann haben sie irgendwann mal per Fax Amerikaner gemeldet, die gesagt haben, ey, das ist super!
- 13:12Speaker 0: Und wir nominieren dich mal für ein Grammy, dann kam halt Horny um die Ecke.
- 13:15Speaker 0: Das hat natürlich irgendwann dieser Output, den ich hatte.
- 13:19Speaker 0: Ich glaube, das war ein ganz großer Erfolgsfaktor tatsächlich.
- 13:22Speaker 0: Aber alles ohne eigentlich eine Marketing-Strategie zu haben.
- 13:27Speaker 0: Und das ist ja heute eher was Karrieren begleitet, dass du eher über ein Konzept nachdenkst und dann irgendwann überlegst... Also ich will jetzt gar nicht böse meinen, aber dann irgendwie überleg's wie völlig dieses Konzept mit Sinn!
- 13:41Speaker 0: Oder mit irgendeiner Tätigkeit finde ich auch sehr spannend, gerade wenn beides zusammenkommt.
- 13:46Speaker 0: Wenn man sagt wie hat man hier ein ganz großes Talent oder ein großartiges Konzept und wie macht man das groß?
- 13:53Speaker 0: Ist natürlich heute sage ich mal...wenn es um Marketing geht ist es natürlich einfacher.
- 13:59Speaker 0: Es gibt bestimmte Knöpfe die kann man drücken.
- 14:02Speaker 0: dann weißt du zumindest haben dich erstmal auf den Schlag so in zu viel hunderttausend Leute gesehen und gehört.
- 14:07Speaker 0: Das ist ganz gut ob das Ob das eine langfristige Geschichte ist, ob man dann irgendwas fundiert ist.
- 14:13Speaker 0: Damit muss da die Zeit zeigen.
- 14:16Speaker 0: und du hast ein ganz schönes Projekt gerade angesprochen.
- 14:20Speaker 0: Ich habe natürlich weil ich als Musikieproduzent das ohnehin mache, hab' ich auch bei Konzepten mitgemacht wie Weber DSDS oder auch mal... Wie hießen das damals?
- 14:30Speaker 0: Teenstars!
- 14:30Speaker 0: Das war quasi der Kinderableger von Popstars.
- 14:34Speaker 0: also ganz interessant, ganz toll.
- 14:37Speaker 0: Wo ich gesehen habe, wie gehen die mit den Menschen um?
- 14:40Speaker 0: Wie behandeln die Talent also das was da ein Marketing Power dahinter steckt.
- 14:43Speaker 0: Das ist schon gewaltig.
- 14:46Speaker 0: aber du siehst natürlich auch an diesen Konzepten genau was nicht funktioniert nämlich dann wenn es vorbei ist Dann sind auch die Gewinner auch wenn sie talentiert sind dann hörst du nichts mehr von denen und dass ist schade.
- 14:57Speaker 0: gibt's halt ein paar Ausnahmen oder Ich will sich pauschalisieren, aber ich glaube in England und Amerika wird es ein bisschen ernsthafter betrieben.
- 15:03Speaker 0: Weil du dann auch Leute hast die da wirkliche Musikkarrieren daraus gemacht haben.
- 15:09Speaker 0: also sei's Jennifer Hudson, ich habe keine Ahnung großartige Talente Leona Lewis Und ja das ist natürlich so wie es in Deutschland gemacht wird.
- 15:18Speaker 0: Es ist leider noch nicht so richtig perfektioniert sag' ich mal.
- 15:22Speaker 0: Aber all diese Instrumente Also auch im Fernsehformat Sei´s das Internet Natürlich gebündelt mit deinem Talent und dem was du wirklich kannst, ist der Baustein deines deiner Karriere.
- 15:35Speaker 1: Ich habe aus meiner leihenhaften Perspektive auf diese Castingshow sogar eher gerade in Deutschland das Gefühl dass die Gewinner oder die die da mitgemacht haben fast schon eher so eine Art Stigma danach haben.
- 15:48Speaker 1: So nach dem Motto das war ja der der bei DSDS mal gewonnen hat Kleine Unterschrift irgendwie.
- 15:56Speaker 1: Den muss man eh nicht so ernst nehmen, künstlerisch gesehen quasi.
- 16:01Speaker 0: Interessant ja ich glaube das kann man so sehen ist auch oft so.
- 16:07Speaker 0: auf der anderen Seite war es genau Der Punkt den ich mir damals überlegt habe als es darum ging machst du da überhaupt mit oder nicht bei dem Format?
- 16:15Speaker 0: weil werden die Leute dann sagen hier ist es der von DSDS wie auch immer und Ich glaube es ist einfach wichtig, wenn du dich gut verkaufst.
- 16:24Speaker 0: Wenn du das authentisch machst was du da machst wirklich auch mit Liebe und wirklich auch gerade dass die Leute sagen hey den nehme ich das ab dann muss man vor solchen Sachen gar keine Angst haben.
- 16:32Speaker 0: Es ist nur einfach schade Dass du natürlich bei dem Talent nicht mein ich bin gestandener Mann ich habe meine Karriere sage ich mal ich mache damit Und nutze das natürlich auch für mich.
- 16:40Speaker 0: aber wenn Du so ein junges talent bist und eigentlich Natürlich auch darauf angewiesen bis das danach eine plattenfirma mit die kooperiert und so weiter und sofort.
- 16:47Speaker 0: Dann sind's eigentlich die platten firmen die Klassische sage ich mal, die erstmal dafür sorgen dass du da mitmachst und dann dich aber feilen lassen.
- 16:55Speaker 0: Das ist so ein bisschen krumm das passt nicht so richtig.
- 16:59Speaker 1: Jetzt bist Du als Musiker ja auch so eine gewisse.
- 17:03Speaker 1: also ich fasse jetzt mal all deine Tätigkeiten irgendwie unter dem Dach des Musikers zusammen.
- 17:09Speaker 1: Du bist ja wie so ne Art Kreativitätsmaschine Kann ich nach vielleicht ja guten fünfzehn Jahren in dem was ich so tue halbwegs passablenen Text schreiben, aber auch nicht immer und am allerwenigsten dann wenn wahnsinnig viel Druck irgendwie Zeitdruck dahinter ist.
- 17:31Speaker 1: Stück Musik ist aber viel, viel schichtiger.
- 17:34Speaker 1: Also du brauchst ja einen guten Text, du brauchste eine Melodie, du musst dir überlegen was will ich denn eigentlich für Instrumente haben?
- 17:40Speaker 1: Was braucht es für eine Dynamik?
- 17:42Speaker 1: und so weiter und sofort.
- 17:43Speaker 1: Und wenn ich befreundete Musiker frage die auch teilweise recht erfolgreich sind Ich sage das vor ein paar Tagen erst wieder mit Rüdiger von den Sportfreunden still bei Einzweibir zusammen Wenn ich den frag, wie kriegst du denn irgendwie deinen Kopf frei um Ideen zu haben?
- 18:03Speaker 1: Dann sagt er naja.
- 18:04Speaker 1: Ich lese irgendwelche Bücher und danach gehe ich in den Wald und lauf mir die Seele aus dem Leib so ungefähr Und danach habe ich irgendwie einen freien Kopf und kann nachdenken Wie funktioniert das dann bei dir?
- 18:19Speaker 1: hast du da so ein Rezept für dich wo du sagst Irgendwie wenn ich das mache dann kommen mir Ideen.
- 18:25Speaker 0: Also ich glaube, dass jeder kreative Mensch der hat natürlich schon irgendwie irgendwas in sich sag' ich mal wo du immer drauf zurückgreifen kannst.
- 18:34Speaker 0: Auch wenn das jetzt nicht der große Wurf ist oder sowas.
- 18:37Speaker 0: aber ich könnte jetzt innerhalb von zehn Minuten dir ein Lied machen jetzt natürlich instrumental weil ich kann sagen wo du sagst ey das ist aber zumindest grovieso also das krieg ich hin.
- 18:45Speaker 0: Aber dann natürlich der rüdiger Recht.
- 18:48Speaker 0: und so dass man die klassische Inspiration Und da haben wir Menschen ja auch Glück, dass wir ein paar Augen und ein paar Ohren haben.
- 18:56Speaker 0: Die Augen können wir wissentlich zumachen.
- 18:59Speaker 0: Die Ohren bleiben immer offen – das ist natürlich ein bisschen mein Britt -, dass man tagtäglich durch die Weltgeschichte saust und irgendwie immer Einflüsse hat!
- 19:07Speaker 0: Und natürlich irgendwann auch bewusst sich hinsetzt und Musik anhört oder ein Buch liest zum Beispiel.
- 19:13Speaker 0: Was für mich ganz interessant ist, wenn man auch mal in Themen eintaucht die eigentlich nichts mit dir zu tun haben und einfach mal hoch wissenschaftlich oder politisch wurde aber immer vielleicht sogar so eine catchphrase siehst wurde sagst du wow das ist interessant und dann fängt irgendwas irgendwas an zu gern oder ganz klassisch also so ein titel wie sex bomb.
- 19:31Speaker 0: da habe ich mich ans piano gesetzt und hab einfach drei blues harmonien gespielt und dann kam mein ehemaliger part hat eine Idee gehabt, er hat gesagt so und so könnte es aussehen.
- 19:40Speaker 0: Das hieß damals Sex-Symbol weil wir Tom Jones im Kopf hatten.
- 19:43Speaker 0: und dann haben wir Sex-Simple, Sex- Symbol.
- 19:45Speaker 0: und da haben wir so gemacht, dass ich gesagt habe Sex-Psymbol klingt nicht Sexbombe erst noch ne Sexbambe weil er immer die Schlipfe auf die Bühne geforfen bekommt und dann rollt sie dabei.
- 19:54Speaker 0: also oft ist das natürlich auch toll wenn man Sparringspartner hat.
- 19:58Speaker 1: Wo du gerade schon über die Entstehungsgeschichte von Sexbomb sprichst, kannst du da noch mal ein bisschen mehr erzählen.
- 20:05Speaker 1: Wie es eigentlich zu diesem Titel kam?
- 20:07Speaker 1: Also gänden nicht nur zu der ganzen Geschichte kam.
- 20:11Speaker 0: Ja sehr gerne!
- 20:12Speaker 0: Das ist auch wirklich obskur und daran siehst du auch immer wie das Leben spielt.
- 20:16Speaker 0: Meine Mutter hat früher nur Tom Jones zu Hause gehört und ich hab's natürlich gehasst, weil es seine Eltern waren die das gehört haben.
- 20:23Speaker 0: Mein Vater türkische Volklore gehört.
- 20:24Speaker 0: zuhause gehört meine Mutter Sexbomb, endlich Sexbombe!
- 20:26Speaker 0: Das gab sie damals nicht, Tom Jones.
- 20:28Speaker 0: Er hatte ja auch seine sehr erfolgreiche Fernsehshow damals gehabt.
- 20:33Speaker 0: Ich fand´s nicht geil Und natürlich mit zunehmendem Alter und mit mehr Professionalität.
- 20:38Speaker 0: irgendwann begreifste schon dass der Typ schon ein bisschen was kann Und ich habe dann durch meine zahlreichen Remixes irgendwann diese Gremiennominierung erhalten und hab zeitgleich meinen ersten Erfolg Horny veröffentlicht.
- 20:52Speaker 0: Das kam so ein bisschen Hand in Hand, fast zeitgreich Anfang'iteinzig.
- 20:56Speaker 0: Dann nehme dich natürlich auch dieser anderen Kaliber wahr!
- 21:01Speaker 0: Wir haben dann irgendwann den Sohn von Tom Jones der im Managed Mark Woodward bei der Musikmesse Midam in Cannes kennengelernt Und er hat gesagt, oh hier musti und geil und remixes.
- 21:11Speaker 0: Lass uns doch mal was altes von Tom Jones remixen.
- 21:14Speaker 0: Ja klar selbstverständlich meine Mama wäre happy.
- 21:18Speaker 0: Dazu kam es nicht.
- 21:19Speaker 0: aber so hatten wir den Kontakt und quasi als Nachfolgesingel zu Hornie haben wir gedacht Mensch irgendwie was mit Tom Jones das wär doch witzig.
- 21:28Speaker 0: Und wir haben dann, wie ich gerade schon erwähnt habe für uns ist Tom Jones immer noch tatsächlich.
- 21:32Speaker 0: Er ist jetzt achtzig Jahre alt aber wenn du mit dem unterwegs bist, du merkst halt dieses Knistern der hat halt diese Aura und er ist echt eine Sexbombe also für uns.
- 21:40Speaker 0: Wir sagen das so wirklich respektvoll auch tatsächlich.
- 21:45Speaker 0: und dann haben wir angefangen Ich am Piano und dann hab ich irgendwann so einen weiß Tom Jones Also ich finde seine Sachen geil die er in den sechziger siebzehn gemacht hat wirklich dieses groovy Gebietzeug und hab dann quasi auch so ein Beat gemacht, hab das Piano dazu gespielt.
- 21:57Speaker 0: Wir haben den Text entwickelt, kam dann irgendwann auf den Namen Sexbomb oder auf den Titel Sexbombe, haben das als Demo von der Sängerin Emma Lentford die Horny gesungen hat, haben was einsingen lassen und da habe ich das Tom geschickt.
- 22:09Speaker 0: Ich hab gesagt hier hör mal rein!
- 22:11Speaker 0: Hast du Bock das für mich zu machen?
- 22:13Speaker 0: Als Nachfolgesingel.
- 22:15Speaker 0: Promter rückruf quasi einen Tag später als nachdem man's gehört hat.
- 22:18Speaker 0: Und er hat gesagt äh die Nummer ist richtig geil komm rüber nach London wir nehmen die auf Und ich rüber in das erste Mal livehaft dich dann getroffen.
- 22:27Speaker 0: Mega Studio Session und zwei Takes gebraucht, also ein Aufwärm-Take quasi, den ich aber auch verwendet habe für die Song und dann noch mal einen dahinter her und schwitzend mit Handtuch wie so'n Hochleistungssportler.
- 22:44Speaker 0: Ich hab sofort gewusst dass das ein Hit wird, aber auch als Profi weiß man nicht immer was in Erfolg wird.
- 22:51Speaker 0: Und ein paar Tage später, als ich das Ding dann fertig gemacht habe ihm geschickt hat er gesagt du würdest dir was ausmachen dass ich die Nummer für mein Album verwende.
- 22:57Speaker 0: Und du natürlich auch das verwendet darfst aber... ...für diese Reload-Nummer wo er quasi mit Duettes gearbeitet hat also von Robbie Williams über Cardigans wäre auch immer da noch am Start weil gesagt hey!
- 23:08Speaker 0: Du bist der Tiger und entscheidest.
- 23:09Speaker 0: Ich finde das super.
- 23:13Speaker 0: Ja, dann haben wir die gemacht und haben noch mehr Nummern aufgenommen, die wir bisher noch nicht veröffentlicht haben.
- 23:17Speaker 0: Und meine Mutter hat tatsächlich – weil wir uns natürlich danach auch öfter gesehen haben – hat natürlich ihr Foto bekommen mit Tom Jones zusammen.
- 23:24Speaker 1: Irgendwann gibt's die Chance, dass es diese anderen Sachen, die noch nicht veröffentlicht worden sind.
- 23:28Speaker 1: Auch mal irgendwann veröffentlich werden oder ganz tief im Keller vergraben?
- 23:33Speaker 0: Es gibt eine Nummer im Speziellen.
- 23:34Speaker 0: Ich hab glaube ich vier, fünf Nummern mit Tom gemacht.
- 23:36Speaker 0: Also ich find den natürlich aber auch geil weil Tom die singt natürlich.
- 23:40Speaker 0: Weil ist halt einfach so ein Wahnsinns Charakter ist und solche Stimmen.
- 23:45Speaker 0: Die finde ich halt einfach nicht mehr.
- 23:46Speaker 0: Aber das gibt eine spezielle Nummer.
- 23:48Speaker 0: da nerf ich ihn jetzt schon paar Jahre Und wir gucken mal wann das Timing richtig ist ob sie da irgendwann Irgendwann den Moment gibt, weil er ist natürlich ein Superstar.
- 23:56Speaker 0: Und ich weiß auch, dass er sehr oder mit seinem Sohn sehr pinnibel darauf guckt, wann bringst du was raus?
- 24:02Speaker 0: Die letzten Alben waren eher gedämpfter und blusiger.
- 24:06Speaker 0: Allerdings wird Sexbomb auch zwanzig nächstes Jahr.
- 24:09Speaker 0: Ist das eine Chance, ne neue Sexbombersion von irgendwem machen zu lassen?
- 24:14Speaker 0: Oder vielleicht diese eine Nummer, die mir so am Herzen liegt?
- 24:18Speaker 1: Dann dürfen wir ja darauf schon mal gespannt sein.
- 24:20Speaker 1: Vielleicht kommt da etwas... Wenn man sich deine Musik oder die Musik, die du gemacht hast in welcher deiner Funktionen auch immer so anhört dann ist die Bandbreite ja Wahnsinn.
- 24:31Speaker 1: Also es gibt ja eigentlich nicht diesen einen Stil auf den man dich irgendwie fest nageln kann sondern da ist ja irgendwie alles dabei.
- 24:41Speaker 1: Wie kam's denn zu diesem kunderbunden Mix an Stilen-Musikrichtungen?
- 24:49Speaker 1: Da ist ja wirklich alles dabei.
- 24:50Speaker 0: Ja, vielleicht ist das auch dafür der Prozess des Erwachsenwerdens irgendwie verantwortlich und der wachsende Professionalität?
- 24:58Speaker 0: Weil du natürlich ... Wenn du jung bist, bist du nicht böse gemeint.
- 25:02Speaker 0: Du bist relativ arrogant.
- 25:03Speaker 0: Du findest eine Sache gut.
- 25:05Speaker 0: Dein Stil!
- 25:05Speaker 0: Und ich war früher großer Hardrock, also Riesen-ACDC-Fan
- 25:09Speaker 0: usw.,
- 25:10Speaker 0: und irgendwann hat es bei mir so klick gemacht als ich Alphila von Donner's Hammer gehört hab von Georgi Moroda produziert.
- 25:16Speaker 0: Und dann habe ich mich so angefangen für schwarze Musik, für Dance-Musik zu interessieren und immer noch aber natürlich... Ich bin der Kuhle!
- 25:24Speaker 0: Ich bin da Club Heini und wir haben ja das geilste Hauslabel in der Welt usw.
- 25:28Speaker 0: und lustigerweise weil wir gerade über Sexbomb gesprochen haben mein guter alter Bekannter Simon Dunmore, der Chef von Defected Records also auch ein großes Hausmusiklabel Der damals als Sexbombs so durch die Deckel ging hat er mich angefangen gesagt hey herzlichen Glückwunsch zu diesem riesen Erfolg.
- 25:42Speaker 0: Nummer eins da und hast du nicht gesehen England?
- 25:44Speaker 0: Aber das ist das Ende deiner Coolheit.
- 25:47Speaker 0: Und da hat er mir richtig Angst gemacht.
- 25:48Speaker 0: Da hab ich gesagt, wie meinst du das?
- 25:50Speaker 0: Man dachte ja und das ist doch nicht mehr cool und so... Das hat mich ein bisschen zu denken gegeben aber es hat auch eine Trotzreaktion verursacht weil Sexbomb eigentlich genau das Gegenteil gemacht hat.
- 26:04Speaker 0: Es hat mir diese Sicht auf alle Musikarten geöffnet.
- 26:10Speaker 0: Die letzte Nummer war Horni, das ging noch als House-Ding durch Und jetzt machst du so Sexbomb eigentlich komplett antizyklisch und die Leute feiern.
- 26:18Speaker 0: Spielst zwar vielleicht nicht in dem klassischen Hausclub, aber... ...du bist auf einmal in so einer ganz anderen Welt angekommen.
- 26:23Speaker 0: und dann habe ich gesagt ne was?
- 26:24Speaker 0: Was jetzt erst recht!
- 26:25Speaker 0: Und dann hab' ich mir auch noch so ein Spruch irgendwie quasi mit dem ich auch gut zurechtkomme You're always as cool As your last track.
- 26:33Speaker 0: Also ich kann jetzt irgendwie, hab wieder ein paar cool Sachen auf Defekt veröffentlicht.
- 26:37Speaker 0: Das finden alle geil da.
- 26:38Speaker 0: Da schreit keiner mehr und sagt oh das ist doch hier der Trottel von Sexbomb oder wie auch immer neben Gegenteil?
- 26:44Speaker 0: Ich finde es eine große Bereicherung wenn du in vielen Musikstilen klarkommst!
- 26:50Speaker 1: Du findest es ja heute auch nach wie vor verständlicherweise mega cool auch immer noch als DJ hier und da auch mal in den Club zu gehen, wenn sie dann irgendwann hoffentlich wieder aufmachen dürfen Da musst du ja auch, also ich fand dieses DJ Leben immer Wahnsinn weil... Also ich habe früher mal so ein paar regelmäßige Partys organisiert und hatte dann da auch immer alle möglichen DJs.
- 27:16Speaker 1: Und ich fand es immer Wahnsinn, weil du musst ja eigentlich wirklich so einen Riesenblick auf Musik haben.
- 27:25Speaker 1: Du musst genau das Gefühl haben was kommt da jetzt eigentlich als nächstes?
- 27:29Speaker 1: Was kann ich dazu jetzt spielen?
- 27:31Speaker 1: Was suche ich mir eigentlich alles für so ein Set zusammen?
- 27:36Speaker 1: Wie gehst du daran, wenn du jetzt sagst, du hast irgendwie so einen Abend wo du ein zwei Stündchen auflegst.
- 27:44Speaker 1: Wie bereit bist du dich darauf
- 27:45Speaker 1: vor?".
- 27:46Speaker 0: Also das hast du eben ganz perfekt eigentlich erklärt.
- 27:51Speaker 0: dass eigentlich den richtig guten DJ macht eigentlich tatsächlich seine Musiksozialisation aus und sein Musikwissen Und dann interessiert es meiner Meinung nach auch keinen, wie geil du Scratch'n kannst oder wie geil mixen.
- 28:02Speaker 0: Es geht wirklich um diese Auswahl, die dich speziell macht und natürlich heutzutage auch gepaart mit deinen eigenen Stücken.
- 28:10Speaker 0: Weil wenn jetzt ein David Getter irgendwo auflegt oder wie auch immer denn erwarten natürlich die Leute dass er natürlich auch einen größten Teil von diesen zwei Stunden dir da auflegt seine eigene Sachen spielt.
- 28:18Speaker 0: das ist ja wie ein Live-Konzert!
- 28:22Speaker 0: Das finde ich halt ganz interessant.
- 28:23Speaker 0: und auch da natürlich liebe ich es in den coolsten Clubs aufzulegen.
- 28:27Speaker 0: Aber mache manchmal auch so Corporate Geeks oder leg mal irgendwie beim Bambi auf.
- 28:30Speaker 0: Oder wie auch immer, weil ich mag halt geile Diskomusik und wieder kannst du halt auch mal gucken dass die das irgendwelche Schätze die sonst keiner hat irgendwie die kannst dann da mal präsentieren.
- 28:39Speaker 0: oder wenn ich gerade irgendwie ein neues Stück gemacht habe mit etwas was ich wem Kylie Minogue dann sage ich so hier Freunde neue Nummer und sonst noch keiner gehört Und dann geht einem natürlich grade kreativen Menschen das Herz auf.
- 28:50Speaker 0: Das ist ja auch so bisschen mal diese Diese Jagd nach dem nächsten Kick irgendwie, dass du sagst, guck mal das gerade.
- 28:56Speaker 0: Es war gestern noch im Studio und jetzt tanzen hier zuschult die Leute.
- 28:59Speaker 0: Und das ist schon ganz schön!
- 29:01Speaker 1: Ist ja auch das direkteste Feedback was man irgendwie bekommen kann.
- 29:05Speaker 1: also grade auch bei irgendeiner Party wo die Leute dann in Feierlaune sind und man bekommt direkt dieses Feedback zurückgespielt.
- 29:14Speaker 1: Im positiven wie negativen Sinne weil wenn man irgendwie daneben greift dann merkt man auch ziemlich schnell nicht es war jetzt nicht so gut
- 29:21Speaker 0: Genau, aber das ist natürlich auch gut und deswegen finde ich es toll.
- 29:24Speaker 0: Also ich habe wirklich seltenz.
- 29:26Speaker 0: also wenn's natürlich die technischen Gegebenheiten irgendwie voraussetzen dass du dir vorher Gedanken machst und ein zwei Nummern weiß ich ja immer weil du mal weißt okay ein zweimal von dir selbst wirst du spielen Aber ich mache mir eigentlich nie Gedanken und nie eine Tracklist Und das ist halt einfach geil.
- 29:42Speaker 0: Die erste Nummer die musst du halbwegs sitzen dass du so weißt ok?
- 29:45Speaker 0: Das ist fast die wichtigste Nummer des abends das intro Und dann geht es halt ab.
- 29:50Speaker 0: Das ist immer das Spannende, weil ich leese Leute auf der Tanzfläche.
- 29:54Speaker 0: Ich gucke genau wie ... Was ist die Körpersprache?
- 29:58Speaker 0: Gucken die mich an?
- 29:59Speaker 0: Lachen die auch immer und dann geht's los!
- 30:02Speaker 1: Vielleicht noch mal ein ganz anderes Thema was du ja auch machst.
- 30:06Speaker 1: Du schreibst auch viel Filmmusik tatsächlich.
- 30:10Speaker 1: Du hast zum Beispiel den Soundtrack für Tatort- und Co.
- 30:15Speaker 1: immer wieder einmal gemacht.
- 30:18Speaker 1: Wie gehst du an sowas ran?
- 30:22Speaker 1: Versuchst du irgendwie dieses Bild, diese Geschichte so zu verinnerlichen dass du irgendwie merkst.
- 30:31Speaker 1: Da muss jetzt das und das dazu damit... Also ich stelle mir einen Film ohne Musik anzuschauen also ohne die Atmosphäre die durch die Musik entsteht wahnsinnig spannend vor als Inspirationsquelle dann auch für die Arbeit die man da tut
- 30:47Speaker 0: Absolut.
- 30:48Speaker 0: Und da muss ich auch natürlich fairerweise sagen, klar kriege ich diese Angebote dann auch weil die Leute so einen gewissen Sound haben wollen für die Filmmusik.
- 30:57Speaker 0: aber ich mach das dann immer mit Menschen zusammen.
- 30:59Speaker 0: also ich mache das dann gerade wenn es um Filmscores und klassische Scores geht mache ich das mit Peter Hintertür zusammen großartiger Kollege von mir der auch.
- 31:07Speaker 0: was hat er denn gemacht?
- 31:10Speaker 0: hier Bader Meinhoff zum Beispiel.
- 31:11Speaker 0: Also richtig geile Sachen was ich auch versuche, in meiner regulären Musik umzusetzen.
- 31:18Speaker 0: Immer ein gewisser Clash an Stilen, dass du so ein bisschen dadurch etwas Neues kreierst und dann natürlich diese andere Ebene des Bildes da noch hast.
- 31:28Speaker 0: Das ist ja eigentlich das größte der Gefühle, weil wenn du eine Musik anhörst, dann hast du den Text natürlich, der dich irgendwie kickt.
- 31:36Speaker 0: Du hast die Musik aber wenn das Bild dazu kommt, dann gehen also die großen Gefühlen los.
- 31:43Speaker 0: Ich würde es gerne mehr machen, ehrlich gesagt.
- 31:44Speaker 0: Das ist halt wirklich ein großer Wunsch von mir.
- 31:47Speaker 0: und der letzte Film ist jetzt auch schon bisschen her ein paar Jahre aber das macht Spaß!
- 31:52Speaker 0: Und wie gesagt Tattoo durfte ich einmal machen zwei drei Kinofilme mit dem Mark Rotemund und da muss man natürlich auch fairerweise sagen dass der Regisseur oft mit geilen Ideen ankommt.
- 32:03Speaker 0: Der kommt natürlich auch an und sagt so hier, ich würde schon in die Richtung gehen und sagt den natürlich auch.
- 32:08Speaker 0: dann Tracks oder Komponisten und dann trinkt man da eine Fasche Wein drüber und dann findet man so den eigenen Stil.
- 32:14Speaker 0: aber du die Inspiration die du oft mitgeliefert bekommst ist schon echt gold wert.
- 32:19Speaker 1: Wir leben ja gerade in dieser dieser verrückten Corona-Pandemiezeit.
- 32:23Speaker 0: Hab ich dich mitbekommen?
- 32:24Speaker 0: Ich bin nur im Studio!
- 32:27Speaker 1: Du hast zumindest deine Plattensammlung irgendwie ausgemistet, wie sehr hat dir denn da das Herz geblutet?
- 32:37Speaker 0: Ach Mensch, ja das ist natürlich eine ganz ganz besondere Zeit.
- 32:40Speaker 0: allerdings schätze ich sehr an dieser Zeit dass du erst mal auf Gedanken kommst die du vielleicht sonst nie gehabt hätt es oder vielleicht immer vor dir hergeschoben hättest.
- 32:48Speaker 0: und dazu zählt natürlich auch mal zu sagen.
- 32:52Speaker 0: Heute man sich mal geht man wieder durch die alte Plattensammlung räumt auf und kommt dadurch irgendwie auf neue Ideen und ich räume ja auch in mehreren Bereichen auf.
- 33:02Speaker 0: also ob das jetzt auf meinen Festplatten ist, wo du sagst, da sind es doch so viele geile Ideen drauf.
- 33:07Speaker 0: Das habe ich jetzt auch mal gemacht eigentlich.
- 33:09Speaker 0: Was ich normalerweise, wenn ich diese normale Struktur gehabt hätte bis März, kam ja März gerade von der Asientour wieder irgendwie und dann ging das ja alles los.
- 33:17Speaker 0: Und wenn das normal war, dann hättest du wahrscheinlich jedes Wochenende irgendwie mal geguckt, hast du da einen Gig und so, ich hätte das nie gemacht und hab aber auch für mich entdeckt dass ich sage Ich schätze sehr die Vergangenheit Aber für mich ist die Zukunft viel interessanter Und dazu zählt auch so ein Prozess wie zu sagen, das ist meine Plattensammlung.
- 33:38Speaker 0: Aber die ist wahrscheinlich in den Händen von jemandem der dafür stürbt und sagt, diese Platte habe ich noch gesucht oder hast du doch das als Promo?
- 33:45Speaker 0: Das finde ich super!
- 33:46Speaker 0: Da hab' ich Leute meines Vertrauens gefunden im Bremen, die gesagt haben, her mit dem Zeug wir machen da einen Tag der offenen Tür dann können die Leute das kaufen, dann verdienen die in Bremen dann auch ein bisschen Geld irgendwie.
- 33:55Speaker 0: Ich weiß dass kommt den Fans da zugute und ich hab hier einfach mal wieder ein bisschen freien Platz.
- 34:02Speaker 0: Also sprichwörtlich auch, aber auch freien Platz in meinem Kopf.
- 34:06Speaker 1: Du hast in einem Interview vor ein paar Monaten gesagt dass du Musik auch wirklich als systemrelevant siehst.
- 34:16Speaker 1: magst du vielleicht ein bisschen erklären wie du das meinst?
- 34:20Speaker 0: Ja das mache ich sehr gerne Daniel!
- 34:22Speaker 0: Das ist natürlich dann immer schnell schnell.
- 34:25Speaker 0: dann dieser Vergleich, dass man sagt okay ist jetzt aber Musik wichtiger als die Pflegekraft im Heim oder der Arzt der Garten leben rettet und darum geht es nicht.
- 34:35Speaker 0: Weil es geht ja darum das wir uns als Gesellschaft natürlich irgendwie auch.
- 34:38Speaker 0: du kannst jetzt natürlich aussagen alles was das System einfach nur am am Laufen hält das ist jetzt systemrelevant.
- 34:44Speaker 0: Dann haben wir ein Leben Wo im Prinzip alles funktioniert und du natürlich immer zur Tankstelle fahren kannst ein Auto.
- 34:50Speaker 0: So dann hast du Leben, dann gehst du abends wieder schlafen und das war dein Leben.
- 34:53Speaker 0: Und so funktioniert es natürlich nicht.
- 34:55Speaker 0: wir brauchen die Kultur.
- 34:57Speaker 0: dass ist ja der Kit der Gesellschaft wie er oft so schön gesagt wird Und die ist extrem wichtig, weil das ist natürlich schon irgendwie ... Das ist ja das wo wir alle wieder herkommen und hinkommen wollen.
- 35:12Speaker 0: Als Lebewesen oder als Teilnehmer dieser Gesellschaft auch ausdrücken wollen und genießen wollen.
- 35:19Speaker 0: Das ist das Leben und darum geht es irgendwie.
- 35:21Speaker 0: Das habe ich damit gemeint dass auch ohne, wenn wir jetzt sagen... Die Gesellschaft so funktioniert, ohne Kultur ist es tatsächlich still!
- 35:30Speaker 1: Till Brenner hat ja ein sehr, sehr intensives Video dazu gemacht mit einem sehr starken Statement das du auch auf deinen Kanälen geteilt hast.
- 35:40Speaker 1: Wie siehst du denn und du bist ja auch seit ich glaube, im Jahr zwei Tausend Achtzehn Mitglied der Grünen habe ich gelesen also auch durchaus politisch engagiert.
- 35:54Speaker 1: Wie siehst du denn hier wirklich den Umgang der Politik mit Kultur schaffenden?
- 36:04Speaker 0: Also vorab, ich fand das Statement von Till.
- 36:06Speaker 0: Obwohl er war ja nicht der erste, der so ein Statement in dieser Art gebracht hat aber er hat es wahrscheinlich zur richtigen Zeit und auch im richtigen Ton und in einer richtigen Art gebracht.
- 36:17Speaker 0: Ich fands einfach perfekt weil's wirklich einfach ohne ohne zu meckern, aber doch auf die Wichtigkeit hinzuweisen irgendwie.
- 36:25Speaker 0: Und eventuell natürlich auch irgendwie mit Optionen wie man so was umgehen kann also als perfekt gemacht.
- 36:31Speaker 0: und ich finde natürlich wir dürfen einzig vergessen so eine Pandemie gab es noch nie.
- 36:36Speaker 0: Ja das ist alles irgendwie Neuland für alle und Ich bin sixty geboren und habe natürlich in der Ferne mal mitbekommen wenn irgendwann auf den Falkland-Inseln irgendwie die Briten einmarschiert sind.
- 36:47Speaker 0: Oder du kriegst dann irgendwie mal mit, dass natürlich bei Nein Eleven schlimmerweise da Schlimmes passiert und so weiter und so fort.
- 36:54Speaker 0: Aber es hat uns nie direkt betroffen!
- 36:56Speaker 0: Diese Pandemie betrifft uns richtig ernsthaft direkt... Und ich nehme das Thema auch sehr, sehr ernst ...und jetzt merken wir natürlich auch was alles davon betroffen ist und das natürlich so eine Kultur betroffen sind wir trotzdem darüber reden.
- 37:09Speaker 0: ich meine welches land macht das schon seine kulturschaffenden oder viele branchen einfach auch mal ganz kurz mit mit mit barren gelb zu unterstützen.
- 37:17Speaker 0: also dass es schon echt ein großes kino finde ich.
- 37:21Speaker 0: und natürlich muss das irgendwann auch jetzt in den paar Monaten, die wir nur haben auch gelernt werden und auch irgendwie sinnvoll gemacht werden.
- 37:28Speaker 0: So dass natürlich die Politik und auch das System noch funktioniert aber natürlich auch die Menschen nicht nur Künstler kulturschaffende sondern natürlich auch Gastronomie usw.
- 37:41Speaker 0: Das sie nicht auf der Strecke bleiben und dass wir uns als Land überhaupt leisten können ist ja schon mal Wahnsinn!
- 37:46Speaker 0: Aber es gibt natürlich auch Ansätze von wirklich schlauen Leuten auch an Herbert Grönemeyer.
- 37:51Speaker 0: ich finde das gar nicht gar nicht doof das Prinzip zu sagen, ey guckt mal hier die zehn Prozent oder fünf Prozent wirklich reicher Menschen in Deutschland.
- 38:00Speaker 0: Wie sieht es denn aus wenn ihr immer so eine Kulturabgabe macht und zumindest diskutierenswert?
- 38:05Speaker 0: Das tut hoffentlich den Menschen nicht weh und man kann damit Leuten helfen.
- 38:08Speaker 0: und ich vergleiche sie mal ein bisschen wie alle egal ob du multimillionär bist oder HZV-Empfänger wer auch immer wir alle zahlen steuern Und diese Steuern, das ist ja die Basis unseres Funktionierens unserer Gesellschaft.
- 38:23Speaker 0: Da fragt auch keiner wer kriegt das und wie auch immer sondern das regelt unser System dem wir vertrauen.
- 38:28Speaker 0: Im Prinzip müssen wir jetzt natürlich alles zusammenhalten und gucken okay dieses Prinzip funktioniert da kriegen was im Prinzip in der Pandemie auch irgendwie geregelt dass man etwas macht was allen zugute kommt.
- 38:40Speaker 0: Wie auch immer sei das nur eine maske zu tragen was kein weh tut irgendwie es kriegt jeder mal hin.
- 38:46Speaker 0: Ja, jetzt habe ich ein bisschen ausgeschweift.
- 38:48Speaker 0: Aber das ist so ein bisschen meine Gedanken dazu.
- 38:50Speaker 1: Ich glaube man muss auch wirklich einfach sinnvolle Konzepte erarbeiten damit auch... Klar wir haben die letzten Tage positive Nachrichten rund um die Impfstoffe gehört und aber am Ende des Tages wird es sicherlich noch bis Herbst nächstes Jahr dauern bis wir wieder ohne irgendwelche wenn Also wenn wirklich alles gut läuft Herbst nächstes Jahr, bis wir wirklich wieder Konzerte wie wir sie früher gekannt haben durchführen können.
- 39:16Speaker 1: Und bis dahin brauchen wir aber irgendwie eine Lösung.
- 39:19Speaker 1: also man muss sich ja mal Gedanken machen Wie kriege ich das auch in dieser Zeit hin?
- 39:23Speaker 1: Sei es mit Schnelltests Mit irgendwelchen anderen Lösungen.
- 39:28Speaker 1: Aber Ich habe immer das Gefühl dass diese Optionen Diese Konzepte um dieses Thema zu ermöglichen In dieser Situation da immer gerne so ein bisschen weggeschoben werden und nicht so wirklich ernst genommen werden, sowohl auf der Kulturseite als auch auf der Veranstaltungsseite.
- 39:47Speaker 1: Wir machen ja normalerweise auch ganz viele Events Konferenzen und ähnliches.
- 39:52Speaker 1: Und wenn man sich da dann mal wirklich mit den verantwortlichen Behörden unterhält darüber was denn zum Beispiel ist?
- 39:58Speaker 1: Wenn man jetzt jeden Teilnehmer testen würde... kommt man nicht wirklich weit, weil das haben die in ihren ganzen Konzepten und Überlegungen noch gar nicht vorgesehen.
- 40:10Speaker 1: Und wollen lieber dieses ganze Thema Events, Konzerte, Kultur all diese Dinge lieber erst mal vom Tisch haben?
- 40:17Speaker 0: Ja, das ist natürlich wie gesagt auch für uns ja komplett alles Neuland und du hast natürlich auch erstmal wenn du bei irgendeinem Amt sitzt dann wird der wahrscheinlich erst mal sagen so eine Lufthansa, das verstehe ich.
- 40:29Speaker 0: Das hat für mich eine Relevanz und auch eine gewisse Priorität.
- 40:33Speaker 0: Und ob er jetzt ne Party macht?
- 40:34Speaker 0: Auch verstanden aber das hängen wir mal hinten ran.
- 40:37Speaker 0: also das kann man ja zumindest nachvollziehen.
- 40:39Speaker 0: dass die Leute so denken Ob das richtig ist, weiß ich nicht und ich finde aber man darf eine Priorität geben.
- 40:46Speaker 0: Und davon wird auch unsere Branche profitieren, dass wir so eine Lufthansa jetzt auch zum Beispiel Tests machen mit einigen Flügen wo sie sagen jetzt geht es von Hamburg nach München und die Leute die halt einstagen die machen vorher fünfzehn Minuten so einen Schnelltest und dann geht's los!
- 41:01Speaker 0: Das ist natürlich toll.
- 41:02Speaker 0: wenn wir dann darauf quasi so huckpackmäßig aufspringen können sagen guck mal die Luftansatz gemacht werden wir jetzt mal in einer Veranstaltungsbranche probieren wie auch immer.
- 41:11Speaker 0: Aber ich glaube tatsächlich an den Menschen, auch an den Erfindergeist des Mensch.
- 41:17Speaker 0: Guck mal was wir jetzt gerade machen.
- 41:18Speaker 0: hätte man sonst vorher nicht gemacht hätte man vielleicht gesagt ja machen wir mal irgendwann oder Podcast vielleicht erst einmal nicht weil jetzt haben wir erst mal Events und so.
- 41:25Speaker 0: also Menschen sind schon erfinderisch auch in diesen Zeiten.
- 41:27Speaker 0: das ist schon ganz cool.
- 41:28Speaker 1: Gibt es denn etwas wenn du auf die letzten Monate zurück schaust?
- 41:32Speaker 1: Gibt's dann etwas Wovon dort ihr wünschen würdest, dass es auch nach dieser Pandemiezeit bleibt von all diesen Veränderungen die wir da irgendwie mitgemacht haben.
- 41:42Speaker 0: Ja also ich glaube die Pandemie hat natürlich Folgendes gemacht.
- 41:45Speaker 0: sie hat uns natürlich ganz knallhart auch den Spiegel so ein bisschen vorgehalten auch mit allen Abgründen die halt Menschen so haben wenn sie Angst haben wie Sie halt reagieren wie auch immer was alles verständlich ist aber es hat auch gezeigt das es möglich ist in Krisenzeiten zusammen zu halten und schnell Dinge umzusetzen.
- 42:03Speaker 0: Und wenn wir jetzt, sage ich mal, wenn alles wieder normal ist.
- 42:06Speaker 0: Ich hoffe dass es vielleicht sogar noch ein bisschen eher ist als Herbst nächsten Jahres aber wenn alle wieder zumindest läuft und alle irgendwie das Gefühl haben hey Wir dürfen wieder richtig frei sein Dass wir das nicht vergessen und dass wir dann auch gleich dran bleiben und sagen okay Wo sind die nächsten Probleme?
- 42:21Speaker 0: Die vielleicht nicht uns direkt betreffen Aber vielleicht in der dritten Welt oder wie sieht's mit dem Klima aus?
- 42:26Speaker 0: und wir auch immer einfach dranbleiben weil Sachen wir haben es jetzt gemerkt dass Sachen trotzdem So schnell es geht, umgesetzt werden können.
- 42:36Speaker 0: Das würde ich mir wünschen.
- 42:36Speaker 0: Es ist
- 42:38Speaker 1: ein wunderbares Schlusswort und
- 42:40Speaker 0: ein perfekter
- 42:41Speaker 1: Appell.
- 42:42Speaker 1: Danke dir für deine Zeit!
- 42:43Speaker 0: Danke dir fürs schöne Interview
- 42:44Speaker 0: Daniel.".
- 42:59Speaker 1: Aber vergiss auf keinen Fall, den abonnieren Button zu klicken.