Latest / Rheinpegel - der Düsseldorf-Podcast / Hat Düsseldorf ein Müllproblem?
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- Also, dass die Zeit schnell vergeht, habe ich ja mittlerweile verstanden und auch akzeptiert. Das aber im Gefühl, der drei Wochen schon wieder Weihnachten ist irgendwie, ich weiß ja nicht. Ein sicheres Zeichen dafür, das Gebäck in den Supermarktregalen, die Dekoartikel in einschlägigen Läden und die Nachricht, dass das Riesenrad auf dem Burgplatz, das Wheel of Vision, ab dem 18.10. wieder steht. Wenn man also nicht wie ich die totale Höhenangst hat, kann man also ab morgen wieder die Aussicht über die Stadt genießen, kann sich einen Überblick verschaffen, also einen kleinen Perspektivwechsel, ist ja auch ganz cool eigentlich. Und ich werde wie jedes Jahr groß rumtönen, dass ich mich ganz sicher diesmal auch traue, eine Runde zu fahren. Und naja, wir werden sehen. Was man von dort oben leider sicher auch sehen kann, ist der Müll, der sich laut einigen BewohnerInnen vor allem in der Innenstadt türmt. Ist Düsseldorf wirklich so dreckig? Maximilian Neufroth hat sich das Problem mal von nahm, nicht von oben angesehen. Gut betrachten sollte man in der dunkleren Jahreszeit vielleicht auch mal, wie sicher die eigenen vier Wände eigentlich sind. Die Einbruchserien häufen sich im Herbst. Wie man vorsorgen und sich schützen kann, weiß Paul Küchler. Tattoos sind was Besonderes eigentlich immer. Wenn sie dann noch an ungewöhnlichen Orten, wie vielleicht, naja, am Riesenrad gestochen werden, umso aufregender. Zum 40-jährigen Bestehen des Düsseldorfer Fine Line Studios hat sich Inhaber Oliver Paas etwas ganz Besonderes ausgedacht. Das und einige Anekdoten aus den letzten Jahrzehnten hat er mir erzählt. Und damit herzlich willkommen beim Rhein-Pädel. Ihr hört Folge 338 und der Rhein steht bei 3,99 Meter. Music. Herzlich Willkommen beim Rheinpegel, dem Podcast, in dem wir jede Woche darüber sprechen, was in Düsseldorf los ist, was die Bewohnerinnen und Bewohner umtreibt, was, say it with me, loud and clear geht. Mein Name ist Tosja Kormann und für eine kleine, wunderbare, demnächst sehr weihnachtliche Weile darf ich diese wirklich schöne Aufgabe übernehmen. Wenn ihr uns etwas mitteilen wollt, wenn ihr Lob oder Kritik habt, wenn wir auf Veranstaltungen hinweisen dürfen oder wenn ihr Themen wisst, über die wir hier einmal sprechen können, dann schreibt uns unter rheinpegel at rheinische-post.de oder 0160 80 80 844. Wir freuen uns, immer von euch zu hören. Düsseldorf weckt außerhalb der Stadtgrenzen sicher viele Assoziationen. Vielleicht ein bisschen posch, feierfreudig, schön gelegen am Rhein. Aber gehört dreckig auch dazu? Ja, das sagen zumindest einige BewohnerInnen, die sich an den wachsenden Müllbergen vor allem in der Innenstadt stoßen. Und das, obwohl doch der Oberbürgermeister vor mittlerweile vier Jahren eine Sauberkeitsoffensive ausgerufen hat. Wie diese fruchtet, wo es ganz besonders dreckig ist und wie die Stadt das Problem in den Griff bekommen kann und soll, weiß Maximilian Norfrott. Lieber Max. Liebe Tosja. Es ist schön sauber hier, oder? Ja. Also hier im Konferenzraum der Düsseldorfer Lokalredaktion sowieso, also hier sieht es immer aus, passiert hier nie irgendwas oder wird hier ständig aufgeräumt? Das frage ich mich sowieso. Hier liegt nie irgendwas rum. Es riecht auch gut. Es riecht auch gut, ne? Ja. Wir sind ja in der Stadt, in den Shadow-Arkaden und diese Stadt ist eine schöne und auch eine durchaus aufgeräumte, aber teilweise eine verschmutzte, wie du rausgefunden hast. Wir reden heute über Müll beziehungsweise das vermeintliche Müllproblem, das diese Stadt hat. Also ich habe es genau genommen gar nicht herausgefunden im Sinne von, was man sonst als Journalist so macht, irgendwie zu recherchieren, Hinweisen nachzugehen oder so, sondern es ist eher aus meinem persönlichen Alltag entstanden, aus Beobachtungen, als jemand, der in Oberbilk hinterm Bahnhof lebt und sich täglich und vor allem am Wochenende wundert, warum es da eigentlich so dreckig ist. Rund um Altpapiercontainer landen Dinge zwischen Bügeleisen, Einkaufswägen, Pappkartons und allerlei Hausrat. Altkleidercontainer werden zerrupft. Rund um Mülltonnen ist es einfach Quiltes über und ja, wenn ich da mit meinen Kindern langgehe, kommt es mir einfach dreckig wo, aber das ist ja nur ein Teil von Düsseldorf und, Rund um Bahnhöfe ist es immer ein bisschen dreckiger als sonst. Ich glaube, wenn jemand in Oberkassel lebt, würde er es vielleicht anders sehen. Das ist ja auch immer sehr subjektiv. Aber warum eigentlich? Warum ist es rund um Bahnhöfe immer irgendwie chaotisch? Ja, weil da weniger Leute leben, die sich mit diesem Ort identifizieren. Das ist eine hohe Fluktuation. Das ist das eine. Und das andere ist, dass sehr viele Leute da langlaufen, die überhaupt nichts mit dem Ort zu tun haben. Junggesellenabschiede, Junkies, Touristen, Hinz und Kunz, die auch Zeug wegschmeißen, weil sie sagen, naja, ist mir wurscht, ist ja nicht mein Düsseldorf. Ich verstehe, ich verstehe. Und es ist aber dein Düsseldorf und es ist auch mein Düsseldorf. Ja, unser Düsseldorf. Unser Düsseldorf. Und jetzt ist die Überschrift des Stückes, was du dazu geschrieben hast, dass die Stadt den Müll nicht im Griff hat. Das ist ein Zitat. Genau, das ist ein Zitat. Darauf wollte ich jetzt hinaus. Die Stadt hat den Müll nicht im Griff. Wer das sagt, wirst du uns ja bestimmt jetzt gleich erklären und erläutern und auch, was das bedeutet. hat, weil ich, da haben wir uns gerade eingehend schon drüber unterhalten, als ohne Mikros, mir wäre das jetzt nicht so aufgefallen. Vor allem, ich wollte darauf so ein bisschen hinaus, dass wir hier in der Stadt sind, weil du ja an verschiedenen Orten in der Stadt warst und geguckt hast, wie da die Müllsituation ist. Auch eine nicht weit von hier. Genau, das stimmt. Also Schadostraße. Also ich habe mir vier Orte angeschaut, Bahnhof haben wir schon drüber gesprochen, Schadostraße, da vor allem der Teil rund um C&A und Primark, Karstadt. Dann Königsallee und Altstadt, also eigentlich so die vier Orte, wenn man jetzt vom Hauptbahnhof losstiefelt, die sich alle anschauen, die in Düsseldorf was zu tun haben oder hier auch touristisch sind. Ja, und bin dann doch drauf gestoßen, eben einerseits getriggert durch meine persönliche Beobachtung, aber auch durch eine Diskussion auf der vornen Plattform Reddit vor zwei, drei Wochen, wo es auch um diese Frage geht, warum ist das Lauf eigentlich so dreckig, wo sich auch Dutzende Leute zu gemeldet haben. Dass es dort tatsächlich, wenn man mal darauf achtet, dreckig aussieht. Und Schadowstraße, da kommt auch das Zitat her, die Stadt hat den Müll nicht im Griff. Das hat mir da ein langjähriger Händler gesagt, der sich halt ärgert, dass da Mülltonnen zu selten geleert werden, dass die zu klein sind, dass Urin und Kot von Obdachlosen rumliegt. Und er sagt halt, dass die Ordnungskräfte, also das Ordnungsamt mehr Präsenz zeigen sollte. Ich frage mich halt, ob die Stadt den Müll nicht im Griff hat oder ob sich manche Leute selber nicht im Griff haben, weil es ist ja, also, es geht ja auch darum, wie ich mit meinem Müll umgehe. Und wenn ich den natürlich hinwerfe, dann kann die Stadt ja am Ende relativ wenig dafür, also klar, wenn es jetzt an so Riesenkartons gibt und es wird nur einmal die Woche abgoldet, das ist nochmal eine andere Sache. Aber dieses nicht im Griff haben, das habe ich sofort gedacht. Ich habe gedacht, naja, also man muss sich ja auch selber im Griff haben, um nicht zu müllen. Richtig, weil die Stadt sind ja nicht nur die 10.000 Leute, die für die Stadt arbeiten, sondern auch die 600.000, die hier leben. Ich habe mit Renate Böhm gesprochen, die war sehr lange Avista-Abfallberaterin, ist mittlerweile im Ruhestand und Chefin des Vereins Pro Düsseldorf, die diesen Dreckweg-Saubertag einmal im Jahr organisieren. Und sie sagte, es braucht eigentlich drei Dinge für eine saubere Stadt. Das eine ist, dass Leute bewusst sind, Müll nicht einfach so rumliegen zu lassen, zum Beispiel durch ein Schulfach, Sauberkeit oder Ordnungsbewusstsein, wie auch immer. Das würde sie gerne sehen. Aber eben auch, dass die Stadt ständig sich darum kümmert mit Maßnahmen der Avista, der Stadtreinigung und gleichzeitig Leute, die unerlaubt Müll wegschmeißen, zum Beispiel irgendwie in Sperrmüllwild rumliegen, sehr schnell zur Kasse bittet. Und diese drei Maßnahmen, also Bewusstsein, Aufklärung, aber eben auch Kontrolle und Reinigung, das meinte sie, es hat zwar zugenommen in den vergangenen Jahren, aber weil gleichzeitig auch der Müll zugenommen hat, liegt halt genauso auf der Straße, so viel auf der Straße wie früher. Ja, ich verstehe. Also ich finde, die Präsenz von der Avista tatsächlich ist mir heute Morgen, ich war eine Runde spazieren und auf diesem Spaziergang und ich war jetzt vielleicht 40 Minuten unterwegs, sind mir, ich weiß nicht, wie viele von den Straßenreinigungswägen entgegen und hinterher gefahren und entgegengekommen. Ich habe Müllabfuhr, also die, wie nennt man es? Heißt es noch Müllabfuhr? Ja, klar. Straßenreinigung, kannst du auch sagen. Ja, aber es ist ja die Müllabfunde, die auch den Hausmüll abholt. Also da ist schon irgendwie viel los. Ich habe das Gefühl, das ist durchaus präsent, wie es jetzt mit der Aufklärung oder der Erziehung quasi aussieht, dass man jetzt seinen Müll nicht irgendwie rumwirft und seine Sachen nicht irgendwo stehen lässt. Weiß ich nicht. Also darum frage ich mich, ja, dieses Nicht-im-Griff-Haben. Ich finde, das klingt so wild. Also es klingt sehr, sehr wild. Oder war das vielleicht auch einfach der Situation geschuldet? Ja, also das war halt, wie gesagt, dann so ein bisschen der Hilferuf dieses Händlers an der Shadowstraße. Wir haben aber auch nach Erscheinen des Artikels, der ging ja am Montag online, einige Leute auch geschrieben und unter dem Online-Artikel findet man zahlreiche Kommentare, die das einerseits bekräftigt haben. Ja, bei uns ist dreckig oder Shadowstraße ist wirklich schlimm. Manche haben aber eben auch gesagt, naja, schau doch auch mal auf die Dinge, die Leute schon tun, um die Sauberkeit zu verbessern, zum Beispiel per Eigeninitiative am Mintrop-Kiez oder die Stadt auch selber, die hat ja in Person von Oberbürgermeister Stefan Keller vor vier Jahren die sogenannte Sauberkeitsoffensive gestartet. Auf die wollte ich hinaus. Ist ein schönes Schlagwort erstmal. Was heißt das? Einerseits, dass die Avista häufiger vorbeikommt, zum Beispiel um Altkleidercontainer oder Altpapiercontainerstandorte zu lernen, aber auch, dass sogenannte Mülldetektive im Einsatz sind. Das ist ungefähr ein Dutzend im Moment in Düsseldorf, die halt gezielt an Müll-Hotspots, wahrscheinlich auch bei mir um die Ecke in Oberbürg, schauen. Lässt da irgendwer was illegal liegen und wenn ja, sofort aufschreiben und zur Kasse bitten. Und dass halt auch die Reinigung an bestimmten Stellen, wo es besonders dreckig ist, einfach bis zu sechsmal in der Woche stattfindet. Wie gesagt, ich finde, das sieht man auch schon oft. Das ist nicht nur eine Idee, sondern ich habe das Gefühl, diese Reinigungssachen sind durchaus präsent. Jetzt frage ich mich, du hast diese vier Orte in der Stadt angeguckt, ist es auch ein bisschen saisonabhängig? Vor einiger Zeit habe ich mit unserer lieben Kollegin Julia über diese... Menschen gesprochen, wie heißt das, sind nicht die Mülldetektive, die auf den Rheinwiesen auch rumlaufen und diese Taschenaschenbecher und Müllbeutel verteilen und so. Das ist auch Teil von dieser Stadt sauberkanzoffensive. Das war ja auch was Städtisches, die natürlich im Sommer, klar, wenn auf den Rheinwiesen irgendwie viele Leute oder in den Parks, also da stelle ich mir vor, dass es jetzt im Winter oder gen Herbst oder so eher nicht mehr so dreckig ist oder auch in der Stadt, klar, so um Karneval rum oder in Zeiten, wo halt in der Altstadt viel los ist. Ich fände es halt auch spannend, wie es in Oberkassel ist. Ist da auch dreckig um Mülleimer rum oder ist das dann tatsächlich, was du vorhin gesagt hast, was mir total einleuchtet? Da habe ich vorher gar nicht dran gedacht, dass es natürlich auch darauf ankommt, ob man da lebt, also ob ich da lebe und wie ich es haben möchte um mich rum. Ich denke, saisonal hast du recht, im Sommer sind mehr Leute draußen, da wird auch mehr weggeschmissen in Parks, an Rheinwiesen und so. Auf der anderen Seite haben wir jetzt ja von Mitte Oktober bis Weihnachten einen Touristen-Boom, den es vielleicht noch im Sommer zur EM gab, aber sonst eigentlich nie im Jahr im Weihnachtsgeschäft. Das ist schon wirklich immens. Das wird jetzt von Woche zu Woche mehr und wenn du mal darauf achtest, siehst du dann halt schon mehr Verpackungsmüll auf der Straße. Also Einkaufstüten, Döner, Verpackung, Pizzakartons. Da hat mir eben auch ein Gastronom in der Altstadt gesagt, das ist ganz schön dreckig hier. Das lockt dann Ratten an, die gehen in die Restaurants rein, sorgen für Ärger. Auch der Chef der Altstadtgemeinschaft, Peter Klinghammer, hat mir gesagt, dass er es im Sommer super sauber fand während der Europameisterschaft, aber seitdem der Müll wieder zugenommen hätte. Das finde ich auch spannend, weil man würde ja denken, das wäre in so einer EM irgendwie, wo dann auch das ein oder andere alkoholische Kaltgetränk im Umlauf ist. Also dass man da eher so denkt, dann schmeißt man es irgendwie rum und achtet, da hat es nicht mehr im Griff oder eh im Eifer des Gefechts oder so. Also dass es da sauberer war als jetzt, das finde ich schon irgendwie auch beeindruckend. Ja, daran kannst du, finde ich, sehr schön sehen, dass sehr wohl Maßnahmen der Stadt Früchte tragen. Also es gibt ja auch in der Soziologie die Broken Windows Theorie, kennst du die? Also nach der quasi, wenn so eine gewisse Zahl an eingeschlagenen Scheiben erreicht ist, alles eskaliert, weil es allen alles egal ist. Aber unter diesem Bereich, also auf unser Thema übertragen, wenn es einfach immer sauber ist, halten Leute das auch sauber, weil sie sensibilisiert dafür sind. Und deswegen finde ich es schon legitim zu sagen, die Stadt ist in erster Linie dafür verantwortlich, aber eben natürlich auch dann eben die Bürger mitzuschauen. Auch diese App Düsseldorf bleibt sauber, die nutze ich nahezu täglich und die funktioniert super. Also teilweise binnen 24 Stunden kommt dann ein netter Mensch von der Avista vorbei und macht einen wilden Sperrmüllhaufen weg. Also Respekt für diese Leute, Dankeschön. Aber da muss irgendwie noch mehr von kommen. Ja, und es ist auch noch mehr in Planung, also soll diese Sauberkeitsoffensive, die ist ja auch inzwischen schon vier Jahre, glaube ich, alt, ne? Genau, die wurde vor vier Jahren initiiert. Genau, und du zitierst ja auch, dass es irgendwie erkennbar verbessert wurde, alles und so, hatten wir ja jetzt auch gerade, aber gibt es auch noch weitere, also was kann man noch machen? Ja, also nächstes Jahr wird zum Beispiel, wenn du in deinem Haus eine blaue Tonne hast, also die Altpapiertonne, wird die demnächst einmal pro Woche, nicht nur alle zwei Wochen geleert. Und es wird gesagt, ihr dürft in die gelbe Tonne nicht nur diese klassischen Plastiktüten und Deckel von Dosen schmeißen, sondern einfach mehr Dinge, die sonst vielleicht manchmal auf der Straße landen würden, zum Beispiel einen alten Wasserkocher oder so. Also da ist die Stadt quasi jetzt so ein bisschen flexibler, was die Mülltonnen betrifft, um zu sagen, schmeißt einfach mehr in diese Tonnen rein, wir holen die ab und weniger auf die Straße. Ja, Peter Wien, mit dem, was du auch gesprochen hast, ist der Sprecher der Königsallee-Anlieger. Richtig. Was heißt das? Die, die da… Der oberste Köh-Lobbyist. Der ist so, also kann man wirklich so sagen. Und den zitierst du mit, internationale Gäste wundern sich, wie es hier aussieht. Also hat Düsseldorf vielleicht nach außen eigentlich den Ruf ein bisschen sauber? Also ich weiß gar nicht, wie gesagt, als wir vorhin darüber gesprochen haben, vielleicht bin ich auch irgendwie müllblind. Also ich fand jetzt Düsseldorf weder besonders dreckig, noch besonders sauber. Also gehört es sich eigentlich für eine Großstadt, wo viele internationale Sachen stattfinden, irgendwie sauber zu sein und ist es dann wirklich so krass, dass sich internationale Gäste wundern? Also haben wir so einen Ruf schon? Du, also es ist wie immer subjektiv, das ist das, was er empfindet und was er scheinbar eben auch wahrnimmt. Jetzt muss man sich natürlich fragen, mit was wird denn da Düsseldorf verglichen? Ich war schon länger nicht mehr in New York oder Paris oder London auf den Straßen. Ich weiß, dass in Singapur, da war ich mal vor gut zehn Jahren, wenn du da auch nur einen Kaugummi wegspuckst, zahlst du 2000 Dollar, da ist es wirklich peakfein sauberer als bei mir zu Hause auf der Straße. Das kann man jetzt nicht in Düsseldorf so durchsetzen, aber das ist halt das, was er meint, dass andere Städte das viel aggressiver angehen, dieses Sauberkeitsdingen. Und mit welchen Maßnahmen auch immer, kann man sich dann ja verschiedene anschauen, es schaffen, die Innenstadt sauberer zu halten, als es Düsseldorf tut. Aber das hat er halt auf die Königsallee bezogen und da hat er sogar in sechs Wochen einen Termin mit dem Oberbürgermeister Keller, wo es genau darum geht. Okay, weil die Köh auch besonders verschmutzt ist. Sagt er und sagte als Beispiel, er hat mir dann per WhatsApp direkt acht Fotos geschickt, das wäre ja vorbereitet für meine sehr spontane Anfrage gewesen, mit Stromkästen, die ja fairerweise mit den Stadtwerken, aber da ist die Stadt ja auch zu einem Viertel beteiligt zu tun haben, die halt komplett beschmiert und beklebt sind und das stinkt ihm, ja und das will er ändern und. Aber das ist ja nochmal was anderes als Müll, finde ich. Ja, aber um zum Müll zu kommen, Ihnen stört auch, dass der Tritonenbrunnen, das ist ja dieser Brunnen auf der Brücke zwischen Köl und Altstadt, dass da halt immer Laub und Abfall drin ist und dass das zu wenig geleert wird. Jeder hat so seine Beobachtung. Ja, ich wollte gerade sagen, weil das ist ja dann schon nochmal was anderes. Ich weiß jetzt, also die Schadostraße hinten da bei C&A und sowas, was du eben beschrieben hast, das habe ich jetzt schon vor Augen und das ist ja tatsächlich vermüllt. Und ich finde dann, also Stromkästen, die so ein bisschen, wo hier mal irgendwie jemand was draufgetackt hat oder was geklebt hat, das ist ja nochmal. War mir auch noch nie aufgefallen. Also das ist ja nochmal was anderes. Und also ich denke die ganze Zeit gerade genau, also man kann es jetzt nicht irgendwie vergleichen mit anderen Städten oder, ich habe jetzt auch keine ich habe ja mal eine Zeit lang, ja genau ich muss mal wieder darauf kommen, ich habe ja mal eine Zeit lang in Amsterdam gelebt und da zum Beispiel habe ich nämlich das Gefühl gehabt, da gibt es gar nicht jetzt so wie in Singapur, das habe ich auch durch eine Freundin schon gehört, dass es da so super streng ist, da funktioniert das einfach, also da ist das in den Menschen irgendwie drin und da wird wirklich, das fand ich immer so beeindruckend, da ist ja, Königstag, beziehungsweise Königinnentag, jetzt Königstag und da ist ja ab, weiß ich nicht, halb sieben Uhr morgens irgendwie, Straßenfest Deluxe und wirklich um zehn abends ist alles aufgeräumt, es ist alles sauber, alle sind irgendwie abgeschminkt und eingecremt im Bett, habe ich das Gefühl. Also das ist ja auch tatsächlich so eine, also. Wir haben jetzt darüber gesprochen, dass es Präsenz gibt und Reinigungsmaßnahmen tatsächlich, aber ich möchte nochmal auf dieses Erzieherische ein bisschen hinaus. Ja, total guter Punkt. Also ich bin zum Beispiel super sensibilisiert dafür. Ich habe früher auch, gebe ich zu, als ich meine Zigaretten irgendwie weggeschnipst, ich habe bestimmt auch mal das ein oder andere Kaugummipapier auf den Boden geworfen und irgendwann hat sich bei mir so ein Schalter umgelegt. Und zwar, ich sage das ganz offen und ehrlich, natürlich auch aus dem Gedanken, dass ich nicht mehr Müll machen will, aber ich möchte auch einfach nicht dabei gesehen werden. Also es hat schon so, dass ich möchte nicht diejenige sein, die, also ich werfe nichts auf die Straße, so mache ich nicht, auch keinen Strafzettel, den ich kriege und davon kriege ich ja einige oder wenn irgendwas in meinem, da habe ich letztens drüber geredet, in meinem Fahrradkorb sind ganz oft Sachen, also irgendwie lädt das dazu ein und ich frage mich dann manchmal, denke ich, das ist ja nicht mein Müll, werfe ich den jetzt einfach weg, also gebe ich den einfach weiter auf die Straße oder bemühe ich mich den auch in eine Müllteile zu werfen und so, also wo kann man da vielleicht noch ansetzen, auch im fortgeschrittenen Alter, jetzt nicht in der Schule. Also da hat mir die Omid Goudasi was Spannendes erzählt. Sie ist Mitgründerin der Initiative Mintrop Kiez, also einem Verein von einem Viertel rund um den Bahnhof. Und sie sagte, dass dort ja auch viele Menschen leben, die nicht in Deutschland aufgewachsen sind und dieses Bewusstsein vielleicht haben, was du gerade beschrieben hast. Und da sind die dann halt nicht oberlehrerhaft vorgegangen und haben gesagt, so, ihr dürft hier keinen Müll abladen, wilder Sperrmüll und so, direkt Ordnungsamt gerufen, sondern die haben mehrsprachige Flyer verteilt, die die Avista auch druckt und kostenlos kann man die dort bestellen und haben damit einiges erreicht. Dass die Leute einfach scheinbar nicht besser wussten, dass sie ihren Müll eben nur zu vorangemeldeten Zeiten hinstellen dürfen, damit das abgeholt wird. Und das hat wohl schon einiges bewegt. Also das Verteilen von mehrsprachigen Flyern. Verstehe. Also ist es ein bisschen das Bewusstsein schaffen, gepaart mit vielleicht dann Strafen oder Regeln. Ja, verstehe. Und hast du das Gefühl, dass das auch was ist, was sich tatsächlich ändern kann und wird? Ja, auf jeden Fall. Also ich meine, Singapur war auch mal ein Drecksloch. Jetzt, wie gesagt, die Maßnahmen, die die da haben, wären in Deutschland undenkbar, weil viel zu hart oder gar drakonisch. Aber ich denke schon, dass dieser Dreiklang, den Renate Böhm von Pro Düsseldorf genannt hätte, der macht für mich auch Sinn. Und dass die Stadt ja auf einem ganz guten Weg ist, weil sie es ja auch selber erkannt hat, aber es reicht scheinbar eben noch nicht. Ja. Was glaubst du, ist der sauberste Ort in der Stadt? Der Platz vorm Rathaus. Ja, ne? Stimmt, da ist wenig los. Ich hätte jetzt auch gedacht, ich finde die Altstadt nämlich erstaunlich sauber. Dafür, was sie ist, jetzt unabhängig von irgendwie, wenn man natürlich da samstags morgens durchgeht oder sonntags morgens oder so, fahre ich in Dienstag oder so, aber ich finde, dass die Altstadt wirklich relativ sauber ist. Der Platz vorm Rathaus. Weil da wird man natürlich sofort beobachtet vom Initiator der Sauberkeitsoffensive und da möchte sich ja nun wirklich keiner dabei erwischt lassen. So sieht's aus. Ich danke dir sehr für dieses reinigende Gespräch. Bleib sauber. Bis zum nächsten Mal. Tschüss. Music. Absteigt die Einbruchsquote. In Düsseldorf kommen auf 100.000 Bewohner in 220 Delikte. Die kriminalpolizeiliche Beratungsstelle gibt Tipps, wie man sich und sein Zuhause vor Diebstahl schützen kann und wie man es potenziellen Tätern schwer macht. Paul Küchler erzählt mir und uns, was er gelernt hat. Lieber Paul, herzlich willkommen ein weiteres Mal. Vielen Dank, liebe Tosja. Wir sitzen uns gegenüber im Konferenzraum der Lokalredaktion in Düsseldorf. Ich gehe davon aus, dass du wie auch ich hier mit einem Schlüssel beziehungsweise einer Schlüsselkarte reingekommen bist und nicht Gewalt anwenden musstest an der Tür oder gar durchs Fenster. heute nicht. Das ist jetzt ein sehr flapsiger Einstieg in ein Thema, über das wir jetzt sprechen, was natürlich einen ernsten Hintergrund hat. Ich betone, wie immer, ich mache mich über gar nichts lustig. Ich versuche immer nur irgendwie reinzukommen, im wahrsten Sinne des Wortes. Wir reden über Einbrüche, beziehungsweise, ja, eigentlich darüber, was man machen kann, um sich vielleicht ein wenig zu schützen. Und jetzt fängt der Herbst an, es wird alles ein bisschen dunkler. Das ist ja irgendwie so ein bisschen spooky season und auch irgendwie die Einbruchssaison. Und dann habe ich schon gesagt und das wiederhole ich jetzt einfach, ich dachte immer im Sommer wäre die Einbruchssaison. Also es ist irgendwie immer Saison oder was? Gefühlt ja und man muss auch dazu sagen, also ich hatte mir im Zuge des Artikels auch natürlich ein paar Zahlen angeguckt und Düsseldorf liegt tatsächlich auch relativ weit vorne bei den Großstädten deutschlandweit im Vergleich, quasi wie viele Einbrüche hier auf 100.000 Einwohner kommen. In Düsseldorf sind es glaube ich 220 und das ist schon ein relativ hoher Wert auf 100.000 Einwohner. Also wie macht sich diese Zahl, also wie sich die festmacht, ist mir klar, aber wie kann das sein, dass wir zum Beispiel höher sind als wahrscheinlich, weiß ich nicht, Köln oder was? Gute Frage, ich kann da auch nur mutmaßen. Ich würde vielleicht behaupten, Düsseldorf hat natürlich den Beruf, eine relativ teure Stadt zu sein, dementsprechend, dass natürlich auch die Menschen hier tendenziell vielleicht mehr Geld verdienen oder höhere Vermögenswerte haben, die die dann vielleicht auch zu Hause lagern. Man kennt das ja von vielen Leuten, die dann irgendwie klassisch 1000 Euro Bargeld irgendwo versteckt haben für einen Notfall. Ja, ist mir noch nie passiert, aber könnte wahrscheinlich. Mir leider auch nicht, aber ne. Ich hab schon von gehört. Nein, aber genau, das ist einfach die Sache. Also ich schätze, hier ist halt einfach Beute vorhanden, die Täter dann sich gerne holen würden. Also, dass es sich mehr lohnt. Im Gespräch mit dem Herrn Fischer, der ja selber auch Polizeihauptkommissar ist, Kriminalhauptkommissar ist. Der hat mir tatsächlich erzählt, es gibt dieses Phänomen, dass quasi Täterbanden nach Deutschland gebracht werden, ich sag mal wie so zum Urlaub machen, die werden dann hier hingebracht zuhaufe und von hier aus operieren die dann und. Und rauben Wohnungen und Häuser aus, brechen ein und sind dann aber auch ganz schnell wieder weg. Also dieses Phänomen gibt es tatsächlich. Dann macht es natürlich auch Sinn oder dann ist es auch sinnig, dass es sich in so größeren Städten eher abspielt, weil ich stelle mir vor, in so kleinen Städten irgendwie, ne, Langlatum, da ist das halt schnell abgegrast und macht natürlich, also fällt es auch einfach mehr auf, wenn plötzlich so eine ganze Gruppe einreißt. Das ist auch tatsächlich einer dieser Punkte, zu denen wir gleich wahrscheinlich eh noch kommen würden, aber ich greife jetzt einfach schon mal vor. Das sagte eben auch der Polizeihauptkommissar, der eben gesagt hat, hey, du hast einfach auch eine Diskrepanz zwischen Stadt und Land, weil du natürlich auf dem Land tendenziell nochmal vielleicht eher mit deinen Nachbarn gut gestellt bist, man kennt sich untereinander. Das ist ja immer so dieser klassische Witz, Mensch, wer steht denn da schon wieder beim Nachbarn, welches Auto steht denn da vorm Haus? Aber so ist es ja einfach ein bisschen. Also man passt da, würde ich behaupten, noch ein bisschen mehr aufeinander auf, hat das so ein bisschen im Blick. Und natürlich die Anonymität der Großstadt hat viele Vorteile, aber auch entsprechend viele Nachteile. So, ich wohne selber in einem Mehrfamilienhaus. Ich kenne jetzt meine Nachbarn tatsächlich, aber das ist nicht immer der Fall. Wobei man auch manchmal ganz dankbar ist. So, aber das ist schon der erste Punkt quasi, so diese Aufmerksamkeitsspanne. Also selbst wenn man alleine nicht zu Hause ist, gibt es natürlich Menschen, die im gleichen Haus wohnen, vielleicht auf der gleichen Etage. Und da sagte er nämlich auch, der Herr Fischer, das ist schon mal ein riesiger Punkt, gerade was so Themen angeht, wenn man mal abwesend ist, wenn man mal im Urlaub ist, abends spät nach Hause kommt, weil man weiß, man hat vielleicht eine bestimmte Veranstaltung oder so. Sagt er ja auch, informieren Sie immer Ihre Nachbarn oder versuchen Sie zumindest so einen guten Kontakt mit denen zu halten, weil das oftmals schon den Unterschied macht bei Einbrüchen natürlich. Dass einfach da jemand ist, der vielleicht mal durch einen Türspion guckt oder mal nachfragt, hey, was machen Sie denn hier eigentlich im Haus? Das macht einen Unterschied. Ja, was, also ich habe mir jetzt hier die Frage aufgeschrieben, was passiert am meisten, das ist natürlich eine sehr offene Frage, aber was sind so die, naja, was passiert am meisten im Sinne von, also was ist so der klassische Einbruch? Also es sind natürlich Schmuck- und Wertgegenstände, natürlich, ich würde mal behaupten, was man eben auch auf die Schnelle zu Hause findet bei jemandem. Also das kann dann eben der Bargeldbetrag sein, der vielleicht ganz klassisch in der Sofa-Ritze versteckt ist oder in der Erbsentüte in der Kühltruhe oder so, also auch diese Verstecke, von denen man vermeintlich denkt, hey, da sind sie sicher, die sind nicht sicher. Das muss man auch mal direkt dazu sagen. So, das heißt, es ist Bargeld, es sind Schmuckgegenstände, es sind technische Gegenstände, Handy, Laptop. Im Grunde genommen alles, was du irgendwie zu Geld machen kannst. Und das ist auch so ein riesiger Punkt, was die Thäser halt sich auch schnell holen können. Also die Zeit spielt da einfach eine riesige Rolle. Und wie lange dauert so ein Einbruch? Also was ist so, ne? Ich stelle mir das halt, ich stelle mir das natürlich, weil es mir auch jetzt selber noch nie passiert ist. und vor, die kommen, das dauert irgendwie zwei Stunden, dann gehen die durch alles durch, verwüsten alles. Aber in meiner Vorstellung dauert so ein Einbruch um die zweieinhalb Stunden. Tat's in meiner auch, bis ich dann vergangene Woche bei der Polizeiberatungsstelle war. Und tatsächlich ist es so, der durchschnittliche Einbruch dauert fünf bis sieben Minuten. Ja. Das heißt, und auch das ist wie gesagt dieser riesige Punkt Zeit, man soll es den Tätern so schwer wie möglich machen, weil jede Minute, jede Sekunde, die die quasi länger beschäftigt sind. Dabei sozusagen die Tür aufzuhebeln, das Fenster aufzuhebeln, irgendwo reinzukommen, jede Sekunde, jede Minute, die man da nach hinten zögert, hilft einem. Weil nämlich Täter eigentlich total faul sind, sagte eben der Polizeimensch. Die wollen rein, die wollen sich schnell Sachen schnappen und die wollen wieder abhauen. Weil das natürlich deren Gefahr entdeckt zu werden auch radikal verringert. Verstehe, also sind diese Verstecke, von denen du gerade sprachst, die vielleicht nicht so sicher sind, wie man denkt, aber man kann es immerhin einfach nervig machen. Also selbst wenn die Täter und Täterinnen, wahrscheinlich eher Täter, ich sage ganz ehrlich, wie es ist, das jetzt eh schon in der Erbsentüte vermuten, die müssen da ja trotzdem erstmal dran. Natürlich. Also das heißt, ich, und ne? Genau. Und da setzt man nämlich eben auch an, dass man sagt von vornherein, alles probieren, um es den Tätern so schwierig wie möglich zu machen, überhaupt die Wohnung zu betreten von vornherein. Also wir kommen jetzt gleich auf jeden Fall zu den Präventionsmaßnahmen, weil deswegen warst du ja auch bei der Polizei, um das quasi alles einmal zu erfragen für uns und es uns dann hier zu erzählen. Aber es ist ja auch im Interesse der Einbrechenden eher nicht auf Leute zu treffen. Wie man sich verhält, wenn das passiert, da können wir vielleicht auch gleich nochmal drauf kommen. Aber jetzt erstmal, also die Situation ist dann wahrscheinlich folgende, die gehen durch eine ruhige Straße in einem Wohngebiet, sehen, aha, hier sind vier Fenster dunkel oder im Sommer Rollos runter oder was, hier versuchen wir mal unser Glück. Ja, tatsächlich schon. Also es gibt natürlich gewisse Zeichen, die die einfach deuten können, sehen können. Ich meine, wir haben es schon vorhin eingangs kurz angesprochen, jetzt beginnt die dunkle Jahreszeit. Dementsprechend sieht man einfach von vornherein an der Straßenfront, wer ist zu Hause, wer ist nicht zu Hause, wo ist das Licht an, wo ist das Licht nicht an. So und dementsprechend gehen sie dann halt in die Wohnung rein, da wo das Licht aus ist. Gibt es da eigentlich Unterschiede, also wird eher in Wohnungen eingebrochen oder eher in Häuser? Das hat mich auch interessiert. Ich habe es Ihnen auch gefragt. Tatsächlich gibt es kaum Unterschiede. Also in dem Sinne, es passiert beides. Täter haben natürlich, wenn du jetzt in zwölf Parteien ein Mietshaus gehst, gibt es halt meistens in den meisten Wohnungen immer nur einen Eingang. Und der geht natürlich vom und zu ins Treppenhaus rein. Dementsprechend, wenn du jetzt eine Doppelhaushälfte, ein Reihenhaus, ein Einfamilienhaus, was auch immer anguckst, also ein Gebäude, was alleine steht sozusagen, da gibt es dann natürlich viel mehr Möglichkeiten für Täterinnen und Täter irgendwie rein zu gelangen. Also vielleicht über eine Kellertreppe, die nicht ganz so gut gesichert ist wie vielleicht die Haustür, vielleicht über die Terrassentür auf der Rückseite oder über ein kleines Fenster, an das niemand mehr gedacht hat. Also da ist zumindest die Gefahr etwas größer in dem Sinne, dass es einfach mehr Flächen gibt, die die nutzen können, um reinzukommen, als in der Mietswohnung, in einem, wie gesagt, Mehrfamilienhaus. Das heißt nicht, dass dort nicht eingebrochen wird. Das passiert leider genauso oft. Schwindet es mit Stockwerken auch die Chance? Also je höher ich wohne, desto besser? Ja und nein. Ich hatte das tatsächlich auch gedacht, weil ich bin so ein Mensch, ich wohne im Dachgeschoss und muss leider auch zu meiner eigenen Schande mal gestehen, ich bin dann auch so, weißt du, im Sommer, wenn es 30 Grad hat und ich muss mal kurz zum Rewe um die Ecke und bin eine Stunde unterwegs, ich lasse die Terrassentür offen, weil ich mir so denke, mein Gott, da klettert doch jetzt eh kein Mensch hoch. Doch, es gibt Fassadenkletterer, auch zuhaufe tatsächlich. Das heißt, auch wenn ich im vierten Stock zum Hinterhof, Ja, genau. Rauswohnen, die kommen rein. Also, du hast natürlich von vornherein eine etwas bessere Ausgangslage, wenn du vielleicht im fünften Stock wohnst, ohne Balkone hinten dran, ohne irgendwie eine Regengerinne direkt neben dir beim Fenster, wo sie hochklettern können. Das ist schon mal eine bessere Ausgangslage, definitiv. Aber auch da würden sie einen Weg finden. Und gibt es so, also kann ich davon ausgehen, wenn einmal eingebrochen wurde, dann ist das erstmal auch gut? Also ist das so ein bisschen, okay, jetzt haben sie hier die Ecke von der Siedlung. Dann passiert da erstmal nichts oder ist es tatsächlich systematisch oder gibt es einfach kein System, weil es einfach ein bisschen Hit and Run, Hit and Miss mäßig ist? Letzteres würde ich sagen. Also ich glaube so systematisch, wie man sich das auch selber immer vorstellt, gehen die überhaupt nicht vor. Also die gucken tatsächlich einfach, wo sieht es gerade gut aus, wo ist gerade wenig los, wo ist niemand da, der vielleicht ein Auge auf solche Sachen hat oder ein Nachbar, der ein Auge auf solche Sachen hat und dann gehen sie rein. Und ich meine, es kann nun mal vorkommen, dass eine Woche später, nachdem im Nebenhaus eingebrochen wurde, bei dir im Haus eingebrochen wird. Also die Gefahr besteht und ich glaube, da darf man sich auch tatsächlich nicht in falscher Sicherheit wiegen. Also dass man dann denkt, Mensch, jetzt kommen sie erstmal nicht mehr hier ins Viertel, jetzt sind wir ja sensibilisiert oder so. Verstehe. Jetzt haben wir etabliert, es ist Einbruchssaison und wir wissen schon, wir sollen es so schwer wie möglich machen. Das heißt wahrscheinlich schon, dass die Tür... Also als ich neu eingezogen bin, wurde mir auch sehr, sehr stark angeraten, so einen Riegel davor zu machen. Ich habe eh diese Kette und so. Also wir fangen jetzt mal von außen an. Haustür. Ich bin jetzt in einem Mehrfamilienhaus. Was können VermieterInnen machen an der Haustür? Fängt es da schon an? Ja, da fängt es schon an. Also was natürlich eine Möglichkeit ist, ist sowieso eine Gegensprechanlage. Die sollte eigentlich vorhanden sein. Ist sie tatsächlich in vielen Wohnungen nicht. Und was noch besser ist, ist eine Videosprechanlage. Das heißt, dass wenn bei mir geklingelt wird, dass ich im Idealfall wirklich sehen kann, hey, wer steht nicht nur bei mir vor der Wohnungstür, wie man es ja durch den klassischen Türspion zum Beispiel kennt, der auch wichtig ist. Sondern im Idealfall sollte ich natürlich schon wissen, okay, wer möchte hier ins Haus rein, gewähre ich Zutritt oder eben auch nicht. So, das ist der erste große Punkt sozusagen. Aber was man auch dazu sagen muss, es gibt ja noch ganz, ganz viele Menschen, die zum Beispiel abends um zehn brav die Haustür abschließen in einem Mehrfamilienhaus. So was sollte man auf gar keinen Fall machen, weil da einfach auch so Dinge eine Rolle spielen, wie zum Beispiel Brandschutz. Was, wenn es brennt in dem Haus, muss ich einen Fluchtigen haben, um rauszukommen. Ich habe jetzt sofort da eine Frage, weil das ist bei uns zum Beispiel auch, also ich wohne im Erdgeschoss so, das klingelt dann manchmal und dann, ich gucke auch, also ich, Gegensprecheinlage und alles und so, wenn ich niemanden erwarte, mache ich eh nicht auf. Aber klar, ich bin schon ganz gewöhnt, dass einfach jemand ruft Post oder Paket oder stelle ich hier hin und ich kann ja auch, also ein paar, erkenne ich tatsächlich an der, also es sind ja immer dieselben Menschen so, aber was weiß ich denn, also letztens hat es auch geklingelt und dann ist jemand hochgelaufen, und dann habe ich irgendwie so gedacht, das war jetzt irgendwie, weil ich habe dann gehört, dass es an mehreren Wohnungen geklingelt hat und dann hat sich auch einfach jemand, also fair enough, das ist jetzt wieder was ganz anderes, aber in den Haus so gelegt, so, und weil es halt warm ist und so, aber also da habe ich ja auch aufgemacht. Genau. So, weil man, ne? Man vertraut, man hat halt irgendwie den Glauben, da steht jemand, der möchte vielleicht den dritten Stock, da öffnet gerade jemand, und niemand, drücke ich mal auf, kann da immerhin rein, muss nicht draußen stehen bleiben, klar. Also da, das heißt, ich bin auch, ich muss leider misstrauisch sein wahrscheinlich, ne? Eigentlich schon. Das ist ja was, was mir persönlich sehr widerstrebt und ich denke dir auch, aber das, also damit fängt es quasi an. Man kann es natürlich jetzt als misstrauisch bezeichnen, man kann es natürlich auch umdrehen und sagen, hey, einfach so aufmerksam sein, wie möglich. Ja, meine ich so. Ja, aber natürlich, klar, ja, eigentlich schon. Man muss sagen, wirklich und so, okay. Dann habe ich jetzt das schon mal, also da kommt jetzt schon mal keiner rein. Wenn jetzt aber doch jemand im Haus nur zum Beispiel ist, weil irgendjemand anders zum Beispiel nicht die Tür aufgedrückt hat. Also dann geht es natürlich an der Wohnungstür weiter, wenn wir jetzt davon reden, mehr Familienhaus, jemand in der zweiten oder dritten Etage, von mir aus auch im Erdgeschoss, das geht natürlich an der Wohnungstür weiter. Also die erste Sache ist, immer wenn ich die Wohnung verlasse, egal ob ich zur Arbeit fahre für acht Stunden oder ob ich zum Bäcker ums Eck gehe und eigentlich nach zehn Minuten wieder da bin, immer die Wohnung komplett verriegeln und abschließen. Das gilt auch auf jeden Fall für Fenster zum Beispiel. Oder es gibt ja auch Fenster, die verschließbar sind quasi, die diesen Schlüssel haben und ein extra Schloss. Auch da gilt das. Die sollten immer komplett geschlossen sein, auch wie gesagt in Hoflage, vierter Stock nach hinten raus zu machen. Verstehe. So, das ist der erste Punkt. Also immer alles weitmöglich verriegeln und sichern. Dann haben wir natürlich schon das Thema jetzt gerade gehabt, einen Riegel irgendwie an der Tür haben. Also eine zweite Sicherungsmöglichkeit, abgesehen vom normalen Schloss, weil es auch einfach so ist, viele Häuser sind vielleicht schon älter, viele Häuser wurden in den 50er, 60er, 70er, 80er Jahren gebaut, als natürlich auch noch ganz andere Sicherungsanforderungen waren. Und es kann ja auch oftmals sein, dass seitdem vielleicht renoviert wurde, aber solche Sachen wie Türen und Fenster eben nicht ausgetauscht wurden. Okay, das heißt, ich habe jetzt also trotz Riegel und Türspiel, also die sind jetzt in der Wohnung. So, dann? Also der erste Punkt ist erstmal, solltest du selber dich in der Wohnung befinden und irgendwie merken, entweder du hast ein Unsicherheitsgefühl, da ist vielleicht noch jemand vor der Tür oder hat es schon irgendwie reingeschafft, sofort Polizei anrufen, sofort den Notruf wählen, bloß keine falsche Bescheidenheit oder sich so denken, ach Mensch, bin ich gerade ein bisschen paranoid oder bilde ich mir das jetzt vielleicht ein, dass da jemand an meiner Tür gerade versucht irgendwie reinzukommen. Nein, sofort anrufen, das ist die Aufgabe der Polizei und das sagt da eben auch der Experte in dem Fall. lieber einmal zu viel anrufen, darüber keine Gedanken machen, sondern sobald dieses Unsicherheitsgefühl einsetzt, den Notruf wählen. Das ist schon mal der erste Schritt. Wenn ich jetzt also nach Hause komme und sehe, da wurde eingebrochen, was mache ich dann? Also was ist dann? Also eigentlich auch sofort am besten den Notruf wählen. Da geht es ja auch um so Themen wie Spurensicherung zum Beispiel. Man muss ja leider dazu sagen, Einbrüche haben eine wahnsinnig niedrige Aufklärungsquote. Ich wollte gerade fragen, wie groß sind die Chancen, dass ich das wiederbekomme. Relativ gering, weil man auch dazu sagen muss, wenn wir jetzt als Beispiel haben, da sind vielleicht Täter, die aus einer Bande heraus agieren. Wir sind jetzt in Düsseldorf nicht weit von der niederländischen Grenze, von der belgischen Grenze. Wir haben einen Bahnhof hier, einen Flughafen. Die sind auch ganz schnell wieder weg. Das ist einfach die Sache. Das heißt, die Aufklärungsquote ist schon relativ gering. Und deswegen würde ich sagen, auch sofort, wenn man sowas mitbekommt, den Notruf wählen, Polizei kommen lassen. Die sichern dann, in dem Fall ist es ja auch ein Tatort, die sichern den dann, gucken, was sie da irgendwie noch an Spuren herausziehen können. So, bevor man dann vielleicht anfängt aufzuräumen oder, oder, oder, was natürlich alles noch passiert. Es ist schon einfach doll. Also wenn sowas passiert, das ist einfach traumatisierend. Also ich möchte nochmal betonen, dass mir und auch dir das sehr bewusst ist. Natürlich, auf jeden Fall. Und im besten Falle geht es ja dann immerhin so glimpflich in Anführungszeichen aus, dass es ein materieller Schaden ist und in den seltensten, aller, aller seltensten Fällen vielleicht aus einer Situation im Affekt noch irgendwas passiert. Die Beratungsstelle, da kann ich mich als Privatperson einfach informieren. Also es gibt nicht irgendwelche besonderen Veranstaltungen, sondern ich kann einfach hin. Wo ist die? Die ist quasi im Gebäude der Rentenversicherung. In Friedrichstadt ist das dann glaube ich schon und sitzt da unten relativ unscheinbar. Das ist so am Ende von der Köhe, ne? Am Ende von der Köhe schon ein Stück weiter. Das ist schon die Friedrichstraße und da sitzt es auf der Ecke quasi im Ladenlokal unten im Erdgeschoss. Okay, also da kann ich hingehen und einfach mal mich informieren, mir Tipps holen. Du kannst einfach vorbeigehen quasi, innerhalb der Öffnungszeiten natürlich, ist klar, und kannst dich informieren. Oder du kannst auch schon vorher gegebenenfalls anrufen und sagen, hey, ich habe ein bestimmtes Anliegen, vielleicht kommen wir da gleich auch nochmal drauf zu sprechen, an welchem Stadium quasi man da auch hingehen kann. Und kannst dann einen Beratungstermin richtig vereinbaren und dich entweder grundsätzlich mal beraten lassen oder eben zu ganz spezifischen Fragen, die man eben hat. Oder es gibt auch noch eine dritte, also ganz viele Alternativen und Möglichkeiten, aber es gibt zum Beispiel auch die Möglichkeit zu sagen, hey, ich bin vielleicht gerade dabei, meine Wohnung zu renovieren, ein Haus zu bauen. Wie relevant das jetzt in der Großstadt wie Düsseldorf ist, andere Frage, weil hier einfach nicht die Flächen da sind, um so viel zu bauen. Aber was ich sagen möchte ist, du kannst im Grunde genommen schon mit einem Grundriss dahin gehen zur polizeilichen Beratungsstelle, rufst du vorher an und sagst, hey, bau gerade ein Häusle und würde das gerne mal checken lassen. Und dann gucken die sich den Grundriss an und da kann man schon gemeinsam schauen, okay, wo sind Möglichkeiten, Dinge zu verbessern? Wo sollte man vielleicht ein Fenster doch an einer anderen Stelle planen oder eine Tür an einer anderen Stelle planen? Das ist quasi die eine Seite. Und die andere Seite ist, ich wohne seit 20 Jahren in meiner Mietwohnung, jetzt wurde bei meiner Nachbarin im dritten Stock eingebrochen, jetzt würde ich mich gerne ausschützen. Also es geht wirklich von bis einfach vorbeikommen und sich da beraten lassen. Wir haben jetzt darüber gesprochen, hey, was ist möglich, was ist vielleicht nicht möglich? In welcher Situation befinde ich mich eigentlich gerade selber? Es gibt natürlich auch Momente. Klar, wenn ich zur Miete wohne, was die allergrößte Mehrheit von uns tun wird, auch da gibt es Möglichkeiten zum Beispiel nachzurüsten. Also es gibt sogenannte Teleskopstangen, die quasi von innen angebracht werden und dann, wenn sie da theoretisch das Fenster aufhebeln, können sie es nicht aufdrücken. Das heißt, an dem Punkt müssten potenzielle Einbrecher theoretisch das Fenster einschlagen, was ja wiederum den Effekt hat, das ist hörbar, das ist vielleicht sichtbar etc. Das heißt, da gewinnt man schon wieder ein bisschen Zeit quasi. Und sowas kann man selber nachrüsten. Das gleiche gilt natürlich auch für eine Wohnungstür. Da muss man so ein bisschen aufpassen, weil sobald du da ja ein Schloss einbauen lässt, veränderst du ja auch wiederum was. Da bin ich mir ehrlich gesagt gar nicht so sicher, wie das rechtlich aussieht, aber du hast natürlich die Möglichkeit von innen vielleicht eine Stange nachzurüsten. Wenn du eine Tür hast, die nach innen aufgeht, zum Beispiel eine Wohnungstür, dass du da noch eine Stange extra nachrüstest, so eine Teleskopstange, um da auch noch ein Stückchen Sicherheit mehr zu gelangen. Also die Möglichkeiten gibt es, die sind einfach ein bisschen beschränkter als für Menschen, die in ihren eigenen vier Wänden, die sie selber besitzen wohnen. Aber die gibt es. Ja, okay. Und das bekomme ich auch... Einfach so, also wo kriege ich so eine Teleskopstange? Genau, also das Ding ist, und das ist eigentlich auch das Schöne quasi an dieser polizeilichen Beratungsstelle, die sagen dir eigentlich genau, was du brauchst für deine Situation. Plus, du kannst auch auf deren Website einfach gucken, welche Anbieter von so Sicherheitsmöglichkeiten gibt es. Also wo kriege ich denn jetzt eigentlich die Teleskopstange? Kann ich die beim Bauhaus hier an der Ecke holen oder muss ich dafür ein Fachgeschäft? Da gibt es tatsächlich die Möglichkeit auf der Website dieser polizeilichen Kriminalberatungsstelle nachzugucken. Die stellen diese Information ganz neutral, würde ich mal sagen, zur Verfügung und zeigen dir dann auf, hey, wer stellt die her, die Dinger? Du kannst dich dann direkt an den Hersteller wenden. Wer vertreibt die Sachen, kann sich dann daran direkt wenden. Und natürlich auch, was kostet sowas? Was kostet sowas? Von bis, natürlich. Also eine Teleskopstange kriegst du schon für mehrere Dutzend Euro, würde ich sagen. Also ich habe jetzt keine genaue Zahl vor Augen, aber ich würde mal behaupten, das ist schon um die 100 Euro vielleicht machbar. So, wenn du natürlich deine Fenster austauschen lässt, Fenster sind sowieso immer das Teuerste an einem Haus mit, ist es natürlich, kommt man zu ein paar tausend Euro. So, also klar, wenn man was nachrüstet, ist es immer günstiger, als wenn man es komplett neu ersetzt. Aber man muss da schon, also wenn man jetzt wirklich sagt, hey, ich möchte meine Mietwohnung in dem Fall, möchte ich wirklich einbruchsicherer machen, eine hundertprozentige Sicherheit, auch das, glaube ich, sollte leider an dieser Stelle mal gesagt werden, wird es niemals geben können. Aber bis zum bestimmten Level, klar, dann musst du schon mit mehreren hundert Euro rechnen. Und deswegen ist es auch immer am Ende des Tages eine Frage des Geldbeutels und ja auch irgendwie eine soziale Frage, weil das kann sich nun mal nicht jeder leisten und das möchte sich auch nicht jeder leisten, was ich auch total nachvollziehen kann. So, aber das ist eine total individuelle Entscheidung und die muss jeder für sich selbst treffen am Ende des Tages. Ja gut, das heißt, die Möglichkeiten, die ich als Mieterin habe, ist, ich gehe zur Präventionsstelle, informiere mich und wäge dann vielleicht selber ab, was macht für mich Sinn, was hört sich für mich irgendwie gut an, wie sicher fühle ich mich. Genau, vielleicht auch in meinem NachbarInnenverbund, in meiner Gegend, in meiner Etage. Auf jeden Fall, ganz genau. Ich danke dir sehr für dieses Gespräch. Schön, dass ich da sein durfte. Für all die Tipps und all die Informationen. Und ich freue mich schon aufs nächste Mal, wenn wir vielleicht über etwas Leichteres sprechen. Ich freue mich auch drüber. Und bis dahin, schön sicher zu Hause bleiben. Ja, bis zum nächsten Mal. Tschüss. Bis bald. Music. Kurze Pause. Vielleicht mit etwas Werbung. Das Fine-Line-Tattoo-Studio auf der Corneliusstraße ist eines der bekanntesten der Stadt und der ältesten gleich dazu. Seit 40 Jahren surren hier die Nadeln, seit 10 unter der Leitung von Oliver Paas, der den Laden nach dem Tod von Gründer Ralf Guttermann 2017 übernahm. Wie er zum Tätowieren kam, was er in den letzten zehn Jahren alles erlebt hat und welche außergewöhnliche Aktion er sich zum Jubiläum ausgedacht hat, ich habe ihn besucht und nachgefragt. Ich bin auf der Corneliusstraße, ich bin mal wieder durch die Stadt gemeandert und gelandet an einem besonderen Ort. Mit diesem Ort verbinde auch ich was. Zwei Dinge, erstens, offenbar werden in dieser Stadt nur coole Sachen, 40 in diesem Jahr, unter anderem moi. Und dieser Laden hier, in dem wir gerade sind, Fineline Tattoo. Und ich wurde hier auch schon mal tätowiert. Das ist schon tausend Jahre her. Da war ich noch weit von der 40 entfernt und dieser Laden dementsprechend auch. Und ich glaube, da warst auch du noch gar nicht hier. Das war so 2009 rum. Wann bist du hier reingesteppt? Ich habe jetzt mein Zehnjähriges. Da sind so einige Jubiläen zusammengefallen. Also von daher, dein Geburtstag und halt auch mein Zehnjähriges. Okay, also dieses Jahr ist ein besonderes. Ja. Ja. Jetzt genau, wir wissen jetzt, wo ich bin, das Geheimnis ist gelüftet, ich sitze in einem Tätowierstudio, vielleicht, wenn man ganz genau hinhört, hört man im Hintergrund noch die Nadeln surren, wir sind nicht alleine, das ist ja auch hier ist wahrscheinlich immer was los und auch so Öffnungsteitentechnisch, wenn es halt länger dauert, dauert es länger. Ja, also das Ding ist so, wenn du von außen Tätowierstudios betrachtest, denkst du, wow, ein Traumberuf. Die haben von 12 bis 18 Uhr vier Tage in der Woche geöffnet. Das will ich auch hinter den Kulissen. Also wir haben fünf Tage geöffnet, fangen wir mal da an. Und du investierst zu viel Zeit ins Zeichnen, ins Drumherum. Also wenn du es mit einer hohen Identifikation und Leidenschaft machst, dann landest du irgendwie bei mehr als zehn Stunden pro Tag locker. Und am Ende ist der Kopf auch abends nicht aus. Ja, das kann ich mir gut vorstellen. Und mit Leidenschaft machst du es ganz, ganz sicher. Da habe ich gar keinen Zweifel. Wie bist du das geworden? War das schon immer? Also hast du gezeichnet, als du zwei warst? Absolut, genau das. Also ich habe immer schon einen Stift in der Hand gehalten, seit ich denken kann, male ich. Ich weiß noch, es gibt eine Anekdote aus dem Kindergarten, da mussten wir irgendwie so ein Vogelhaus malen. Und ich hatte das Bild sogar Jahre später mal gesehen, vielleicht das vorab. Und dann hatten alle gesagt, Mensch, wie toll das geworden ist. Und es muss damals schon irgendwie besser gewesen sein als das, was die anderen in meinem Alter gemalt haben. Und diese Historie hat sich irgendwie fortgesetzt. Ich wollte Design studieren, war damals aber zugegeben zu faul und auch ein bisschen sehr von mir selbst überzeugt, dass ich diese Mappe gemacht habe und wurde auch so ein bisschen von der Realität eingeholt, dass du halt schon was tun musst, wenn du deinen Lebensweg als Künstler auch praktisch gehen möchtest. Es gab so einen kleinen Umweg, wo ich dann halt so von Haus aus so ein bisschen gedrängt, lerne doch mal was Vernünftiges, eine Kaufmannische Ausbildung gemacht habe. Das kommt doch jetzt bestimmt auch manchmal praktisch rein, oder? Also wenn du so ein bisschen was mit, also ein bisschen kaufmännischer Verstand in der Selbstständigkeit hast, ist ja jetzt auch nicht das Allerschlimmste. Ja, ich meine gerade heutzutage, oder? Speziell in Deutschland, wo auch Bürokratie irgendwie so ein Bestandteil von Unternehmertum ist. Macht schon Sinn, wenn du ein bisschen Ahnung von soll und haben in der Buchhaltung hast. Auch, finde ich, in der Lage bist, vernünftig zu artikulieren. Aber das war irgendwie nur ein kurzes Kapitel und Malen war immer meine Leidenschaft. Ich hatte dann einen Freund aus Skateboard-Zeiten wieder getroffen und mit dem zusammen in so einem alten Solinger Industriegebäude wirklich angefangen zu malen, Tag und Nacht. Also die Leidenschaft, die ich nicht ins Studium investiert habe, wurde dann echt so eine Passion, wo ich Samstag, Sonntag mit dem immer gemalt habe. Auch während der Woche und das war so extrem, dass ich im Sommer angesprochen wurde, ob ich krank war. Weil ich halt Tag und Nacht nur mit dem in diesem Atelier war. Ich verstehe. Wir waren so weiß. So totale Leichen. Und die Belohnung war halt sonntags abends Pizza oder irgendwie ein Spaghetti-Eis, wenn dann Sommer war. Ich verstehe. Ja, du hast dann angefangen zu malen, aber vom Malen mit Stiften oder Pinseln oder Sprühdosen auf Oberflächen und Papier zu etwas in Haut reinstecken. Die Historie ist so, ich habe gar nicht angefangen mit dem Tätowieren primär, sondern es waren zehn Jahre Airbrush. Also ich habe mit Handyschalen und Airbrush angefangen oder Tankdeckeln. Dann habe ich Porträts gemalt für Hochzeiten, solche Dinge. Habe mich dann etwas spezialisiert im Custom Painting. Das sind hochkomplexe Lackaufbauten für diese ganzen Showbikes, Harley Davidson und Co. Und habe es da auch, ich sage jetzt mal bei aller Bescheidenheit, zu einem der Top Ten Leute in Deutschland geschafft. Und parallel habe ich noch ein paar Illustrationen gemacht. Mitunter auch hier für Werbeagenturen wie DDB oder in Osthamburg ist ja Jungfernmatt. Da gab es dann auch den ein oder anderen Blumentopf. Mitunter, es gibt den sogenannten ADC-Award. Das ist sowas wie der Oscar in Werbekreisen. Ja, habe ich schon mal gehört. Da habe ich einen bronzenen Nagel gewonnen für so Illustrationen. Das war eigentlich eins meiner Lieblingsprojekte so im Rückblick. Das waren Bowlingkugeln. Die haben wir für den Fernsehsender 13th Street gestaltet. Und die sahen aus wie abgeschlagene Köpfe. Und die wurden dann wiederum im Rahmen von so einer Guerilla- Ja, ja, genau. Horror-Fernsehsender. Genau, genau. Und dann wurden die im Rahmen von so einer Guerilla-Marketing-Aktion auf Bowling-Bahnen eingeschmuggelt. Richtig, richtig coole Nummer. So, mit den Bällen haben wir dann halt damals diesen ADC-Award gewonnen, was interessanterweise auch mich zu einem meiner größten Kunden geführt hat. Das war nämlich Brunswick USA, der weltgrößte Bowling-Ball-Hersteller. Und für den habe ich dann einige Jahre so 360-Grad-Illustrationen auf Bowlingkugeln gemacht. Hat jemand sich zum Beispiel das Gesicht seines Ex- oder seiner Ex-Partnerin oder seines Ex-Partners gewünscht? Naheliegend, auf jeden Fall. Aber auch da so die technische Herausforderung, wie machst du nur Klarlack auf eine Kugel, die du nirgendwo auflegen kannst? Das sind so die kleinen Finessen, die du so auf dem Lebensweg irgendwie auch dann hast. Die dir bestimmt jetzt helfen, ne? Also so kleine Tipps und Tricks. Ja, also bei Haut stelle ich mir, also wir landen immer wieder da, ne? Ja, so ein Zufall. Ne, aber was ich sagen muss ist, indem ich jahrelang Formen von Motorrädern unterstützt habe durch visuelle Gestaltungen, ist es mir im Wechsel dann schon leichter gefallen, auch Menschen zu gestalten. Also so platt gesagt jetzt erstmal vom Verständnis. Ja, verstehe. Und immer noch vom Bowlingkugelkünstler, und das meine ich so respektvoll, wie es sich alles ist. Ich sehe auch deine Gesten dazu. Zum Tattoo-Studio-Besitzer in Düsseldorf und gerade hier dieses Studio. Da steckt ja auch eine Geschichte hinter diesem Studio auch schon. Die es quasi ohne dich vor dir schon gab. Also das Ding ist, wir nehmen den Bestandteil Gestaltungen von Motorrädern. Da gibt es eine Unterrubrik Pinstriping. Das ist mit Ziellinien und Schlepperpinsel machst du Schriftzüge etc. Das hat der Ralf auch gemacht. Da hängst Auch noch verschiedene Sachen, die ich dir gleich noch im Studio zeigen kann. Und ich war als Special Guest auf einer Tattoo-Messe in Wuppertal und Ralf war dort als Aussteller für das Feinlein. So und wir kamen so ins Gespräch, ich wusste aber gar nicht, wer er war. Wir haben uns irgendwie ganz gut erstmal so unterhalten und da war irgendwie sofort eine Verbindung da. Er hatte mir dann auch gesagt, ey, da vorne ist mein Stand, komm gerne mal vorbei. Und ich hatte dann irgendwie realisiert, okay, Feinline, ja, dann ist das wohl dieser Ralf. Aber weil ich jetzt mich zu dem Zeitpunkt noch nicht so intensiv im Tätowieren getummelt habe, war das einfach mehr so eine Verbindung auf der menschlichen Ebene, ohne aber, dass ich so, wow, das ist der Ralf. Also ich hatte nicht ansatzweise eine Ahnung. Ohne, dass du wusstest, dass du gerade ein Helden quasi bist. Genau, absolut. Aber das war eigentlich cool. Ja, kann ich mir vorstellen, dass das die, ja, da gibt es gar keine vorgefertigten Bilder schon in jeder Richtung, sondern ihr habt euch einfach auf dieser Ebene kennenlernen. Absolut so neutraler Boden irgendwie. Und auf der anderen Seite, er wusste ja auch nicht, wer ich bin. Aber irgendwie haben wir gemerkt, ey, der andere lebt das auch, volle Suppe aus allen Poren, aber ist irgendwie auch ein cooler Dude. Ja, verstehe. Und wann war das? Also wie alt war da das Studio schon? Das muss ja theoretisch zum 30-Jährigen gewesen sein. Plus, minus. Und dann seid ihr in Kontakt geblieben und dann hat sich das... Ja, wir hatten uns interessanterweise, Ralf war ja auch Motorradfahrer, hatten wir uns dann eigentlich, ich sag jetzt mal wirklich europaweit, auf verschiedenen Motorradtreffen wieder getroffen. Also irgendwie hat es der Kontakt gehalten, aber ohne Hintergedanken. Und wie ist es dann dazu gekommen, dass du hier jetzt sitzt mit mir in diesem Raum? Ich hatte das getan, was viele tun. Ich hatte zu Hause so ein bisschen angefangen, mal zu gucken, weil mich Tätowieren interessierte, beziehungsweise weil Motorradtanks einfach nicht so gesprächig sind. Ja. Und irgendwie, irgendwas war immer falsch. Und dann quillst du dich die ganze Nacht durch und du merkst aber, irgendwas fehlt dir noch, eine Komponente. Und hab gesagt, ey, ich will das doch ein bisschen intensiver machen, dieses Tätowieren. Und ich hatte halt dann nebenbei schon das eine oder andere Tattoo-Freunde gemacht. Okay, also du hast schon vorher tätowiert. Ja, aber... Warst du auch tätowiert? Nee, nee, das noch nicht. Beziehungsweise doch, doch. Bevor ich mein erstes Tattoo auf jemand anderes gemacht habe, habe ich mein erstes Tattoo auf mir gemacht. Also das erste Tattoo, was ich gemacht habe, war auch gleichzeitig das erste Tattoo, was ich bekommen habe. Geiler Moment, ne? Irgendwie schon. Möchtest du verraten, was das war? Ein Stern. Zu der Zeitpunkt, wo kein Tätowierer mehr Sterne tätowieren wollte. Das war so geil. Du bist über die Messen gegangen, die hatten überall so Schilder mit so durchgestrichenen Sternen. Und ich hatte mir frischen Stern tätowiert. Deutlich auch geil. Okay. Ich habe also den Hörer in die Hand genommen und dachte, wenn ich jetzt das ein bisschen professionalisieren möchte, ruf doch mal diesen Ralf an, der hat ja dieses Tattoo-Studio und dann schau doch mal, was ich denn beachten muss, um ein Studio aufzumachen. Und dann sagt er zu mir am Telefon, ey, fang jetzt bloß nicht an, irgendwelche Leute zu verhunzen, wenn du das wirklich lernen willst, dann kommst du zu mir. Ich wusste zu dem Zeitpunkt nicht, dass das ein Sechser im Lotto war. Also ich dachte mir, okay, ist cool. Dann haben wir uns hier im Feinland das erste Mal getroffen, das war so, wow, voll der ehrfürchtige Moment. Und er sagte so, gerade ist jetzt noch keine Gelegenheit. Ich habe jetzt jemanden, dem ich das beibringe. Ich kann mich aber gerne umhören. Also das war dann so ein bisschen nochmal Feintuning im Gespräch. Ja. Ich bin dann rausgegangen und dachte mir so, ja, umhören, okay. Also ich habe mich dann erstmal bedankt und sage, nehme ich gerne an dein Angebot, Ralf, um in diese Welt reinzukommen. Aber nach 20 Minuten habe ich ihn dann, als ich am Parkplatz wieder war, angerufen. Ich habe gesagt, ey Ralf, bei aller Liebe, wenn, dann will ich das bei dir lernen. Also das war für mich auch klar, dass ich mit ihm irgendwie einen guten Draht habe und ich wusste nicht, wo ich dann hinkomme. Und das wollte ich nicht. Also dann wollte ich dann schon auch ins Feinlein. Ich glaube, das hat ihm auch irgendwie gefallen. Und nach relativ kurzer Zeit klingelte dann das Telefon und hat gesagt, ey Oliver, let's go, dein Platz ist frei. Richtig, richtig cool. Ja, ich bin natürlich sofort hellhörig geworden, weil also, wie ich ja auch eben schon gesagt habe und was ja auch gar kein, also ich bin auch tätowiert und ich vertraue natürlich dann den Menschen, die die Nadel in die Hand nehmen, dass die wissen, was sie machen und jetzt nicht unbedingt an mir üben. Also wie lernt man tätowieren? Ich stelle mir vor, dass das Zeichnen ist natürlich ein großer Teil, aber das dann auch mit dieser Nadel zu übertragen, also an wem hast du geübt, außer jetzt an dir selber? Also ich habe wirklich klassisch, ganz am Anfang habe ich auf Schweinaut geübt. Ich bin zum Schlesier, zum Metzger, habe mir da Schweinaut geholt. Die konnte ich dann drei Tage tätowieren, danach stank die und war eklig. Und hatte parallel, es gibt ein Buch, ein geheimes Buch, wo Tätowieren sehr, sehr gut erklärt ist. Und das hatte ich durch einen Zufall schon vor dem Kennenlernen vom Ralf in die Hände bekommen. Und hatte mich da wochenlang morgens hingesetzt, immer zum Frühstück, 45 Minuten mindestens diese Sachen studiert. Das zum einen. Das andere musst du einfach wissen, in meinem Lebensweg als Künstler habe ich schon in so viele verschiedenen Techniken mich reingearbeitet, dass für mich die Tätowiermaschine nur ein anderer Pinsel war. Ich verstehe. Also ich weiß, wie ich mit den Augen ein Bild auseinandernehme und zusammensetze. In x Stilarten. So dementsprechend muss ich nur noch verstehen, wie klappt dieser Pinsel. Aber ich stelle mir das trotzdem noch... Ich stelle mir einfach auch diesen Moment vor, wo meine Nadel eine andere, zumindest die ersten Male. Absolut. Was ist das für ein Gefühl? Kannst du dich noch an dein erstes Tattoo auf jemand anderem erinnern? Ja, das ja. Ich kann mich aber auch noch daran erinnern, als ich hier angefangen habe. Also es war zum einen so, dass ich schon zum Probearbeiten hier war und mein älterer Bruder war so freundlich, sich mir zur Verfügung zu stellen. Da konnte ich immer ein paar Sachen üben. Plus, dass der Ralf halt dann auch gucken wollte, okay, wie skilled ist der? Und ich musste auch die ersten Wochen erst mal Leute tätowieren, die alle aus meinem Freundeskreis waren. Die musste ich alle mitbringen, bis er dann auch gesagt hat, okay, ich sehe, der macht das gewissenhaft, kann das auch in einer gewissen Geschwindigkeit und Qualität. Also es war jetzt nicht so, Leute kommen rein und ich tätowiere random fremde Menschen. Die denken, die kriegen jetzt ein Tattoo in Feinlein-Qualität. Trotzdem, interessanterweise, ich war schon einige Wochen hier, als ich dann angefangen habe, die ersten Kunden vom Laden zu tätowieren, war es komplett anders. Ich bin dann immer mit einer Basecap gekommen, weil mir der Schweiß auf der Stirn stand. Ich war so ready von dem Moment, Es war wirklich ein komplett, also ein ewiger Moment. Ja, verstehe, ich verstehe. In dem Stück, was in der Rheinischen Post über dich erschienen ist oder über euch, über dich, sagst du, man erkennt, also das ist wie eine Visitenkarte, ne? Also ich stelle mir gerade, und jetzt, wenn du gerade davon redest, dass man das ja auch sehr gewissenhaft übt, dann entwickelt man seinen eigenen Stil. Ist das tatsächlich, also erkennst du, wer es gemacht hat? Es gibt Künstler, die waren hier, deren Werke erkenne ich, wenn die reinkommen. Oder aber jüngst hat die Nina, die ja auch tätig ist. Ich habe ein für meinen Stil eher ungewöhnliches Werk gemacht. Und dann sagte sie, man sieht trotzdem, obwohl das nicht üblicherweise dein Stil ist, dass es von dir ist. Dann sage ich, das gibt es gar nicht. Ich dachte, doch, an den und den Stellen hast du den Strich so offen gelassen, damit da mehr Licht entsteht. Und das ist so ein Stilmittel, was nur du oder wenige andere verwenden. Ja, ich verstehe. Das ist halt total geil. Also da möchte ich gleich auf jeden Fall noch mehr drauf, weil es ist eine Kunst. Bin ich sofort bei dir, ja. Also sowieso, da müssen wir gar nichts drüber diskutieren. Da können wir gleich nochmal drüber sprechen. Ich möchte jetzt erstmal abschließen den Strang. Wie es dann dazu gekommen ist, dass du jetzt quasi hier den Laden überlaufen hast. Okay, okay. Also ich habe ja angefangen zu tätowieren und auch dann hier eine Zeit lang gearbeitet. Und dann bekam Ralf die unschöne Diagnose, dass er Krebs hat. So, ich meine auch das ist kennzeichnend für ihn gewesen. Das war so, als hätte er gesagt, ich habe einen Schnupfen. Also Ralf war auch so, das muss ich einfach erwähnen, weil er einfach als Mensch so ein maximal geradliniger Kerl war. Wer diese Fernsehserie Der Seewolf kennt, der wird irgendwie eine Ahnung haben, was das für ein Typ war. Also Ralf war auch so, der ist irgendwie auf so einem Motorrad-Event gewesen, hatte sich irgendwie da den Fuß beim Blöd vom Motorradabsteigen verstaucht. Jeder andere wäre nach Hause gefahren. Er ist einen Tag im Hotel geblieben, hat den Fuß hochgelegt und gekühlt. Nächsten Tag das Erste, was er macht, aufstehen, Fuß in Stiefel, weil der wieder etwas abgeschwollen war und geht dann wieder drei Tage über das Event. So, also um eine so eine Sache zu benennen. Okay, und ja, Also er hatte halt dann diese Diagnose Krebs und das hat dann so gute zweieinhalb Jahre irgendwie gedauert und an einem gewissen Zeitpunkt war absehbar, also die damals, ich war ja nicht der Einzige, der hier tätig war, aber die sonstigen damals hier tätigen Artists, die hatten halt vor Ralfs Diagnose bereits eigene Vorstellungen von Lebenswegen, die Welt anschauen, der andere wollte nach Berlin wegen seiner Partnerin. Bin er halt hier geblieben. Was erstmal vielleicht erwähnt werden muss, einfach aus Anerkennung vor den ganzen anderen Tätowierern, dass eine deutschlandweite Aktion ins Leben gerufen wurde, um die Nachfrage, die wir hier hatten, abzufedern. Also es sind wirklich bis aus dem Schwarzwald Leute hier angereist. Um uns wochenweise zu unterstützen. Aus Trier waren Leute, aus Hamburg waren andere Tätowierer hier, die haben uns echt auf gut deutschen Arsch gerettet, damit das Feinlein auch nicht absäuft und auch trotzdem auf der anderen Seite diese Qualität gewährleisten kann. Richtig, richtig respektabel. Also an dieser Stelle vielen Dank dafür. Nur leider, leider war es zum gewissen Zeitpunkt dann doch nicht, oder war leider absehbar, dass die Sache nicht gut ausgeht. Und dann haben wir uns halt noch zu Lebzeiten drüber unterhalten, wie dann die Übergabe mit dem Studio läuft. Und ey, das war eigentlich ein Handschlagding. Unter Kerlen, pass mal auf, das Ding ist sauber und ich kümmere mich darum, dass das sauber läuft. Ey, wo hast du das heutzutage? Bei so einem sensiblen Thema. Ja, ja, voll. Und das fand ich richtig cool. Also ich merke, wenn du darüber sprichst, ein Strahlen geht über dein Gesicht, obwohl es natürlich am Ende um ein trauriges Thema geht, weil du sitzt jetzt hier und Ralf ist nicht mehr da, also es ist halt... Ja, wobei, so ein bisschen ist er immer noch hier. Er ist noch hier, aber... Nee, nee, ohne Scheiße, weil es passieren ja auch regelmäßig Sachen, auch wenn das kaum zu glauben ist. Aber es gibt ja echt ein paar Anekdoten, wo Sachen passieren, wo du denkst, ey, das ist nicht normal. Also von diesem Regal da oben, ich hatte ja mit dem Kunden gesessen, gezeichnet und dann sagte der Kunde irgendwas und ich sage so aus Spaß, oh, ich weiß nicht, ob ich das hinbekomme. Und in dem Moment fallen da oben vom Regal zwei Schlüssel runter. Nicht einer, weil irgendwie zu welchem Wind gegangen ist. Zwei Schlüssel fallen vor mir auf die Nase runter und ich denke so, ey, das heißt also, du wirst nie wieder zu deinem Kunden sagen, ich weiß nicht, ob ich hinbekomme. So, und es gibt so ein paar andere Sachen, die hier passiert sind. Also wirklich, wirklich coole, spooky, aber auch mit einem guten Gefühl verbundenen Geschichten. Er ist noch hier, aber in Person leider nicht. Ich möchte nur noch einmal ganz kurz, weil wir jetzt so viel darüber sprechen, das ist ja was sehr emotionales. Tätowieren ist was emotionales. Viele Menschen lassen sich, also wenn wir jetzt mal davon weggehen, dass es eine Mode ist oder so, sich Erinnerungen gestechen oder wollen sich an irgendwas erinnern. Siehst du manchmal Menschen und denkst so, haha, ich bin beteiligt an dir, also ich hab das gemacht oder bestimmt hast du auch schon krasse Storys gehört, das sollst und musst dir jetzt auch gar nicht ausbreiten, weil das ist ja sehr privat so. Aber ich frag mich, ob dir bewusst ist, dass Menschen dich mit unter der Haut tragen oder dass du geholfen hast, dass sie was... Ja, also okay, ich muss da zu einem Spruch, der liegt jetzt wieder so ein Elfmeter vor mir, das sagen wir auch häufig. Irgendwie so, das letzte Hemd hat keine Taschen, aber wir begleiten euch bis ins Grab. Das ist ja so ein bisschen, ja, häufig sehen ... Und teils, teils halt, ich meine, die kommen halt dann auch regelmäßig wieder hierhin, die Leute, oder ich treffe dann auch an anderen Orten, Kirmes, Konzert oder so, siehst jemand, hey, den kenne ich. Interessanterweise, und das geht uns allen so, über die Jahre, erinnerst du dich viel mehr an das Tattoo, als wenn jemand reinkommt und sagt, hey, da bin ich wieder, okay, zeig doch mal eben das Tattoo. Und dann hast du meistens sofort wieder einen Anschluss plus sogar zwei, drei Anekdoten, die besprochen wurden. Also auf irgendeine Art connected, das ist unheimlich tief, dass ich in den meisten Fällen sogar noch ein bisschen weiß, was hat denn der Mensch mir erzählt? Ganz verrückt. Spannend. Ja, finde ich. Aber kann ich mir gut vorstellen, dass man, weil das ist ja das, was du siehst am Ende und was du auch. Und weil da gucke ich ja stundenlang drauf. Auf das Gesicht gucke ich jetzt nicht so lange. Genau. Wir kommen jetzt auf das Pop-Up-Tattoo-Ding, weil es ist ja immer noch, also das dürfen wir jetzt nicht aus den Augen verlieren, es ist ja immer noch Jubiläumsjahr. Und 40 ist ja auch das neue 20, wie wir alle wissen und so. Dieses Pop-up-Tattoo-Performance-Konzept, das ist ja auch insofern spannend, weil ihr aus diesem Ort, an dem ihr hier sonst seid oder du hier sonst bist auf der Corneliusstraße, das ja ins Stadtbild rausholst. Und du hast das selber beschrieben und das darfst du und sollst du auch gleich nochmal mit deinen eigenen Worten machen. Es soll ja auch ein bisschen was aufsprengen oder irgendwie anregen. Ja, also das ganze Ding nennt sich künstlerische Intervention. Ich meine, ich bin jetzt nicht akademisch gebildet als Künstler und trotzdem ist es einfach so, dass du temporär irgendwie bewusst Kontexte oder auch Räume mal so ein bisschen nutzt und auch dadurch die Menschen in eine Diskussion auch reinbringst, wo man einfach auch das einfach mal anders betrachtet. Und gerade aktuell gibt es ja immer noch die Frage, so ist Tätowieren Kunst? Wir hatten eingangs das Gespräch schon mal ganz klar gesagt, so Tätowieren ist Kunst. Und es geht schon darum, auch mal so ein bisschen zu sagen, hey, das hier ist einfach auch eine Performance, die stattfindet, wo auch einfach dann nicht ignoriert werden kann, dass es einen Einfluss hat auf die Menschen, die auch da sind. Und dass auch einfach etwas konserviert wird. Und ich finde es einfach wichtig, auch mal neu zu betrachten. Ich meine, das ist eine der ältesten Kunstformen der Menschheit. Die ist international unabhängig voneinander. Also lange, lange vor dem Internet ist das irgendwie bei den Inuit auf Grönland, den Pikn in Schottland und den Maori auf Neuseeland entstanden. Oder auf Neuseeland, Entschuldigung. Und das wird, weil es nie diskutiert wurde, so als Dienstleistung abgetan. Ich habe sogar bei ChatGPT danach gefragt und auch die sagen, ey, das ist ganz klar Kunst. So, das Ding geht nach Logiken. Und mit dieser Aktion soll auf jeden Fall auch einmal ins Gespräch gebracht werden, was ist denn jetzt Kunst? Also eigentlich ist das Ziel, am Ende des Jahres da draußen am Laden eine Banane zu haben von Thomas Baumgärtel, der sagt, ey, das Team, die machen Kunst. Da wollen wir hin. Ja, ja, ich verstehe und das bringt natürlich auch eine und ich möchte da gar nicht so drauf rumreiten, um irgendwie so, also so künstlich hergestellt, aber ich stelle mir vor, es ist im Wandel und wir haben auch eben schon etabliert, dass Tattoos jetzt auch gar nicht mehr so aufsehenerregend sind, wie sie mal waren. Und trotzdem ist es vielleicht noch nicht ganz da, dass das so wie Ohrlöcher stechen oder irgendwie, also völlig, oder ich schneide mir mal einen Pony oder mache mir mal eine Dauerwelle oder so, will heißen oder will meinen. Du holst das damit ja auch ein bisschen in die Stadt und bringst es ja auch an Orte, vielleicht wie die Königsallee. Also ich sag's mal ganz provokant, am vergangenen Wochenende war eine Tattoo-Messe in Dusloff und wir waren nicht da, weil das halt inside the box ist, sorry, aber wir sind outside the box. Wir erfinden das Tätowieren seit 40 Jahren immer wieder neu und wir trauen uns einfach auch mal Sachen anders zu machen und monetär kannst du das vergessen. Also die Vorbereitungszeit und was da alles erforderlich ist, um das schön zu einem Event zu machen, inklusive einfach einem Videoschnitt am Anschluss, das kannst du nicht, wenn du nur monetär tätowieren betrachtest. Das muss einfach mit Idealismus passieren. Aber auf die Art und Weise ist es einfach auch möglich, eine Sache neu zu denken, voranzubringen. Und A geht das halt bei den Dingen, die wir jeden Tag gestalten, aber B auch, finde ich, indem man sowas einfach mal macht. So die einen, die reden, die anderen, die machen. Wir machen halt. Ralf war ein Macher, wir sind Macher, das ist halt so. Und das wollte ich jetzt gerade auch noch fragen, ist das, ist das eine Idee, die du schon länger mit dir rumträgst und die jetzt quasi zum, also weil das Jubiläum ist ja offiziell, also im August 84 wurde eröffnet, ne? Also am 15.06.84 ist der Mietvertrag unterzeichnet. Und dementsprechend ist das halt für mich einfach auch das Datum. So, das ist halt datiert, das Ding gibt es schwarz auf weiß, das haben wir noch hier. Okay, das heißt, aber ich will darauf hinaus, also das ist ja, wir sind ja jetzt nämlich schon ein bisschen weiter im Jahr, aber in eurem Jubiläum sind wir quasi noch ein bisschen frischer. Genau, genau. Und ist dieses Pop-Up-Tattoo, also diese künstlerische Intervention, ist die... Ist die was, was schon länger in dir spielt und du hast dann gesagt, okay, das machen wir zum 40-Jährigen oder hast du zum 40-Jährigen Ideen gesammelt, was man, weil es ist ja was Besonderes, man will ja was machen. Also ich könnte jetzt erzählen, dass ich schon seit drei Jahren diese Idee habe, aber die Wahrheit ist, ich hatte aus irgendeinem Grunde auf einmal diese Idee, ich habe gesagt, was kann ich machen, was kann ich machen, um nochmal diese Verbindung von Feinland und Düsseldorf, also wie gesagt, das Studio ist ein Wahrzeichen im Stadtbild, jeder kennt es, der irgendwie seit zehn Jahren mal hier in die Stadt rein und rausfährt, so ne. Und wie kann ich das unterstreichen? Und dann kam auf einmal diese Idee und ich hab gedacht, ey, das ist es, das mach ich, ich verbinde den Facettenreichtum unserer wirklich wunderschönen Metropole Düsseldorf mit dem, was tätowieren ist. Und da hab ich heute noch mit jemand anderem, aber ich will nicht zu viel spoilern so, ne? Also es entwickeln sich dadurch auch ganz fantastische Möglichkeiten, an die ich vorher selber gar nicht gedacht hätte. Zum Beispiel, das kann ich ja droppen, weil es ja passiert ist, dass ich zur Eröffnung der Rheinwiesenkirmes hab ich auf diesem Schiff MS-Galaxie Rhein-Galaxy tätowiert. Und das war ein Traum, den ich wirklich seit Jahren hatte. Ich wollte immer schon in irgendeinem Geschäft im Schaufenster arbeiten. Und das ist dann möglich geworden mit der Galeria Kaufhof, Adresse Königsallee 1. Es war nicht Königsallee 17, es war Königsallee 1. Und das ist fantastisch. Das konnte ich jetzt vor den Sommerferien da machen. Das ist einfach schon so, dass das Konzept immer wieder Türen öffnet. Und auch interessanterweise sind viele meiner Gesprächspartner oder Partnerin nicht tätowiert und trotzdem sagen, ey, dieses Konzept, das hat was. Ich mach gerne mit. Also an dieser Stelle vielleicht auch der Appell, wer jetzt sagt, ich habe hier eine Location, die außergewöhnlich und signifikant für die Stadt ist. Bitte einmal bei mir melden. Ich bin offen und ich mag einfach auch ein bisschen Unsinn, Wahnsinn und auch außergewöhnliche Dinge machen. Also Groundbreaking. Und das ist jetzt nochmal das andere Ding mit diesem jungen, frischen Medium. Also auch wenn es über 30.000 Jahre alt ist, tätowieren, aber es ist ja jetzt aktuell zeitgemäß ist das junges, frisches Medium, lässt dich ganz am Ende auf einmal, eine Bandbreite der Stadt erzählen, auf einem ganz anderen Wege. Du holst die Menschen nochmal ganz anders ab und sagst, hey, Düsseldorf ist übrigens ABC, auch historisch gesehen, also so ein, jetzt nehmen wir mal das Immendorf-Atelier, da bin ich noch dran gerade. Das alte Immendorf-Atelier, da ist jetzt eine Firma drin, also da will ich auch noch rein. So, dass du so ein paar Punkte abfeierst, die Düsseldorf einfach ausmachen. Und das kannst du auf einem ganz, ganz jungen Weg vielleicht und frisch mal erzählen, wo du sagst, ey, dann höre ich dir gerne zu. Was zeichnet Düsseldorf alles aus? Und apropos, was zeichnet Düsseldorf alles aus? Wie oft hast du schon Düsseldorf auf Leute gezeichnet? Also wollen viele hier die Skyline mit Rheinturm. Also Jan Wellem habe ich tätowiert. Ich glaube, der hängt da vorne noch irgendwo als Vorzeichnung. Ratschläger gibt es, Rheinturm, Skyline gibt es. Also verschiedene Dinge von Düsseldorf. Und das ist immer schön. Und ich weiß, dass der Ralf irgendwann sagte, Jan Wellem habe ich noch nie gemacht. Ich kann das gar nicht glauben, aber ich hatte mal einen gemacht. Den habe ich noch nie gemacht. Voll schade. Unser Rheinturm-Podcast-Logo ist ja die Brücke mit dem Rheinturm dahinter. Und als ich mal für eine Weile diesen Podcast nicht mehr gemacht habe und meine letzte Folge hatte, habe ich ja, ich habe ja groß rumgetönt, ich lasse mir das Logo tätowieren und da hat tatsächlich meine liebste Kollegin Helene Pawlitzki mir so ein Abziehtattoo gemacht. Ach, wie schön. Dann hatte ich ein bisschen hier auf dem Schlüsselbein das Reinpegel-Podcast-Logo, also irgendwann, wenn ich es mache, dann mache ich es hier. Sehr, sehr, sehr gerne und auch das muss man einfach mal sagen, vielleicht auch dieses Stichwort, jetzt gibt es nochmal einen Mini-Exkurs, ich weiß nicht, ob es vom Schnitt reinpasst, aber es gab ja diesen Fernsehbericht mit dem WDR, wo wir halt also Laien mittels unserer Expertise zum Thema Tätowierungen aufgeklärt haben und der Moderator Daniel Assmann, der war eigentlich erstmal fake-mäßig unterwegs, um mit so einem Fake-Tattoo zu fragen, so hey und wenn ich mir das stechen lasse, Skyline von Hattingen, wo wir gerade bei den Skylines sind, was kostet mich das? Und ich habe eben als Einziger gesagt von allen, die sind auch videomäßig verbrieft, ey können wir gar nicht machen, weil alle anderen haben ihm den Preis gesagt. Dann kamen wir aber auf so ein Logo, was so ein Designer auch für Hattingen gestaltet hat. Nachdem die Aufzeichnung fertig war, klingelt das Telefon zwei, drei Wochen später und dann sagt jemand, ey, der Daniel will sich das tätowieren lassen. Du hast ihn scheinbar so begeistert und er hat auch so viel Vertrauen gefasst, der will das machen lassen. Also auch da zur Identifikation und ist einfach ganz fantastisch, wie solche Sachen auf einmal, so ein Gefühl dann angetitscht wird und so wie du sagst, ey, der Reinpegel, das Podcast, das Logo, so hat er auf einmal die Liebe zu seiner Heimatstadt, ich brauche das jetzt unter der Haut. Und ist das nicht fantastisch? Ja, das ist eine sehr schöne Anekdote. Hier passieren sowieso, glaube ich, sehr viele sehr schöne Anekdoten. Also ich würde gerne mal einen Tag so Mäuschen spielen und einfach zuhören und miterleben. Hast du die Idee, dass also Fineline ist für die Stadt auf jeden Fall eine Adresse, das haben wir ja jetzt auch schon des Öfteren hier etabliert, wäre dieses Pop-up künstlerische Tattoo-Intervention-Konzept auch eins, womit du vielleicht Düsseldorf in andere Städte trägst? Also könntest du dir auch vorstellen, das mal in Essen zu machen oder in Hamburg oder in. Konstanz. Also wäre das also Also passt für mich jetzt aktuell nicht in die Idee. Also die Idee ist jetzt wirklich auf Düsseldorf bezogen und der Rahmen ist da ganz klar und da gibt es auch noch ein paar Sachen, wo ich wirklich, wirklich hoffe, dass die sich realisieren lassen. Falls hier Mover und Shaker von Fortuna dabei sind, wir wollen zu euch. Bitte, bitte Übrigens mit euch im Gespräch. Dann wäre das so auf dem Fußballfeld. Am allerliebsten ja, aber das geht aus logistischen Gründen nicht. Also Mittelkreis in der Halbzeitpause, das war das Ding. Also da hätte ich es gerne gemacht, aber das geht aus verschiedenen logistischen Gründen nicht. Trotzdem solche Dinge, wo einfach auch das Herz schlägt, ganz klar. In der Oper wäre irgendwie auch cool, oder? Auch schöne Idee, ja. In der Oper auf der Bühne, im Schauspielhaus auf der Bühne. In der Tonhalle. K21 Tonhalle auch, ja, ja. Da gibt es auf jeden Fall, also wir haben eine ganze Liste und wir sortieren immer so ein bisschen die Prioritäten aus und manche lassen sich halt dann schon realisieren, da sind wir schon in verschiedenen Dialogen. Spannend. Also, wenn man in den nächsten Wochen und Monaten mit offenen Ohren durch die Stadt geht, hört man vielleicht die ein oder andere Tätonadel surren und dann weiß man, du bist da, ihr seid da. Und wenn man ganz viel Glück hat, kriegt man auch was unter die Haut, kann man sagen, geschoben, unter die Haut. Genagelt. Genagelt. Ich danke dir sehr für dieses wunderschöne Gespräch, für all die Anekdoten, für die Erinnerungen und ja, für dieses doch sehr, sehr runde Bild von eurem Laden und dem, was hier so passiert. Sehr gerne. Vielen Dank auch für deine Zeit. Bis zum nächsten Mal. Und fürs Zuhören auch. Danke an dieser Stelle. Tschüss. Jetzt kommt das Wochenendwetter für Düsseldorf. Vom Wetterstruxie. Es gibt aktuell wahnsinnig viele spannende Themen, die es rund ums Wetter zu berichten gibt. Wir kümmern uns heute zumindest mal um die kurzfristigen spannenden Themen. Ich grüße euch damit ganz herzlich zum Wochenendwetter. Im Moment geistern wahnsinnig viele Dinge, auch durch die Medien, gerade in Bezug auf wie wird denn der November, wie wird denn der Dezember, wie wird der ganze Winter. All das würde den Rahmen jetzt hier natürlich sprengen. Aber, und das sei mal zumindest mal dazu gesagt, es gibt zuerst Andeutungen, dass es so einen ersten markanteren Kälteluft-Einbruch gibt in Richtung Ende Oktober. Wir werden davon dann halt nasskaltes Schmuddelwetter bekommen, aber zumindest die höheren Lagen und alles oberhalb von 500 bis 700 Meter Höhe wird zumindest mal so ein bisschen angezuckert werden. Das mal beiseite geschoben. Wir kümmern uns jetzt um das, was uns dieses Wochenende erwartet. Und wir starten sehr freundlich in das Wochenende. Der Freitagmorgen wird... Uns noch relativ viel Sonne bringen, das Ganze wird dann halt eben zum späten Vormittag bzw. Frühen Nachmittag irgendwas so um diesen Dreh, wird es sich dann zuziehen und die Wolken werden dann bis zum Tagesende auch relativ kompakt bleiben. Temperaturen bleiben nach wie vor auf einem sehr hohen Niveau von 13 bis maximal 20 Grad. Der Samstag wird vorausgehend aus einer Kaltfront, die in der Nacht über uns zieht und wo es auch schon mal kräftiger regnen kann, relativ ungewiss. Sagen wir mal so, es ist noch relativ ungewiss. Wir werden wohl bis zum Vormittag noch kompaktere Wolken haben und diese können auch noch ein bisschen Regen bringen. Zumindest so, wenn wir die europäischen Modelle heranziehen, wenn wir das amerikanische Modell heranziehen, das bringt uns eigentlich vom Start weg sonniges Wetter. Also da ist noch eine gewisse Unsicherheit dabei. Der restliche Tag wird einen Mix aus Sonnen und Wolken bringen. Vermutlich werden die Wolken etwas kompakter sein. Aber der große und ganze Eindruck ist eigentlich relativ freundlich. Temperaturen liegen dann bei 13 bis maximal 18 Grad. Der Sonntag wird uns relativ ähnlich zum Freitag werden. Da werden wir zum Tagesstart hin freundlicheres Wetter bekommen mit etwas mehr Sonne. Zum Nachmittag zieht es sich dann erneut zu und wir werden dann so rund um die Vormittagnachmittagszeit auch wieder stärkeren Wind bekommen. Die Spitzenböen liegen dann bei 45 km pro Stunde, also jetzt nicht so wahnsinnig hoch, aber wir werden es auf jeden Fall merken. Temperaturen liegen dann immer noch auf einem sehr milden Niveau von 11 bis 18 Grad. Und dann blicken wir noch kurz auf die neue Woche, die wird uns dann gerade zum Montag hin wieder mehr Wolken und Regen bringen. Der Regen wird dann sehr wahrscheinlich in Richtung Spätnachmittag dann auch etwas kräftiger ausfallen können. Das Ganze dann noch bei 15 bis maximal 16, 17 Grad und der Dienstag wird dann einen Mix aus Sonnenwolken bringen, nur vereinzelte Schauer und das Ganze dann bei 10 bis 15 Grad. Die Temperaturen werden dann im weiteren Verlauf immer peu a peu ein bisschen weiter zurückgehen, bis wir dann so 10 bis 13 Grad in Richtung Mitte nächster Woche haben werden. Alles weitere, ihr kennt es auf meiner Homepage jensstrux.blog, Da ist alles informative, was es zum Wetter für Düsseldorf zu wissen gibt. In diesem Sinne, euch jetzt ein schönes Wochenende und wir hören uns in der nächsten Woche wieder zum Wochenendwetter. Also, bis dann. Ciao, ciao. Mehr Düsseldorf-Wetter gibt es im Wetterstruksi-Blog. JensStrux.blog Das war der Rheinpegel für diese Woche. Wenn ihr uns eine riesengroße Freude machen wollt, dann abonniert diesen Podcast, bewertet ihn mit Daumen, mit Sternen, mit Punkten, mit allem was geht und empfehlt ihn weiter. Erzählt jemandem davon, der Düsseldorf liebt oder viel besser, der das noch lernen soll. Mein Name ist Tosja Kohlmann. Bis zum nächsten Mal. Tschüss! Ihr wollt diesem Podcast etwas richtig Gutes tun? Dann schreibt eine kurze Bewertung bei Apple Podcasts. Music.