Latest / Indiefilmtalk - Der Podcast über das Filmemachen | Produktion | Drehbuch | Regie / #202 – Speaking in Sound: Wie man Musik kommuniziert und für künstlerische Visionen kämpft - Mit Florian Tessloff
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- 0:00Speaker 0: Ich finde, das Level an Respekt im Umgang miteinander ist das Wichtigste.
- 0:04Speaker 0: Wenn man dann über Emotionen spricht, kann man alles lösen aber es darf nie vergessen werden auch wenn man in Demo Scheiße findet dass da echt viel Zeit und viel Überzeugung reingegangen
- 0:16Speaker 1: ist.
- 0:31Speaker 0: und dass ihr wieder dabei seid.
- 0:32Speaker 0: Wie ist eine etwas andere Folge des Podcasts?
- 0:34Speaker 0: Ich habe das Gefühl, dass sage ich jetzt gerade öfter, denn sie wurde live beim diesjährigen Filmfest in München im Juli aufgezeichnet!
- 0:41Speaker 0: Für die, die es noch nicht wissen nehmen unsere regulären Folgen, dann starten wir auch hin und wieder mal spannende Workshop-Formate bei denen wir nochmal enger mit euch an fünf spezifischen Themen arbeiten können Natürlich immer mit dem Gedanken des Austausches, der Vernetzung und das Open Source-Gedankens, den wir in der Filmbranche stärken möchten.
- 0:58Speaker 0: Diese hat mir die Möglichkeit beim Filmfest München mit unserem neuen Format Speaking In Sounds zu starten, wo wir jetzt explizit in einem participativen Werkstattgespräch mit der Frage beschäftigen wie man Musik eigentlich wirklich kommuniziert und mit Sound und Musik Geschichten erzählt.
- 1:13Speaker 0: In unserer ersten Ausgabe hatten wir Filmkomponist Florian Testloff ins Tornstudio eingeladen, der mit seinem Film Blackbird Premiere Filmfest München feierte.
- 1:21Speaker 0: Mit dem Film als Grundlage gibt er uns spannende Einblicke in seine Herangehensweisen, in seiner Arbeit mit Sendern, Produzenten und Regisseurinnen und erzählt uns warum es manchmal auch wichtig sein kann für mehr Budget in einem Projekt für das Eigengewerk einzustehen.
- 1:36Speaker 0: Also eine vollgepackte Folge, die ich mit Komponistin Ricky Lee Kroll vor Ort aufnehmen konnte.
- 1:42Speaker 0: Ich würde sagen viel Spaß beim Zuhören und gibt uns gerne nach dem höheren Feedback wie ihr dieses neue Format Experiment fandet.
- 1:49Speaker 0: Gesteigen in das Gespräch ein, nachdem eine Szene aus dem Film Blackbird gezeigt wurde und Florian über die Entstehung der Musik berichtet und erzählt, wie Musikentscheidungen auch gewerkeübergreifend entstehen können!
- 2:04Speaker 0: Ja, da kann ich auch schon die erste Interaktion mit anderen Gewerken anmerken.
- 2:08Speaker 0: Dieses Sounddesign was ihr hört wenn es ins Zimmer zurückgeht das könnte man meinen so ja dass hat man sich dann irgendwie toll ausgedacht in der Mischung und da kommt ein Sounddesigner noch dazu was immer der Fall ist Das war tatsächlich schon im Rohr-Schnitt.
- 2:23Speaker 0: vom Editor Thomas Stange heißt er ganz ganz toller Editor Im EWID was natürlich erst mal um die Ohren fliegt, weil es ein bisschen grober ist und so.
- 2:33Speaker 0: Aber das hat dann überlebt bis zur finalen Version, wo denn halt in der Mischung das angepasst wird.
- 2:38Speaker 0: aber die Idee dieses oszillierende betäubte Geräusch da drin zu haben war von Anfang an da und das hat auch Max Zähler dazu gebracht zu sagen wir gehen erst mit der Musik rein wenn er wieder draußen ist.
- 2:52Speaker 0: aus dem Zimmer
- 2:53Speaker 1: War das ein Gespräch?
- 2:55Speaker 1: Ihr länger geführt hat oder hatte er eine ganz klare Vision?
- 2:58Speaker 1: Oder habt ihr dann...
- 2:59Speaker 0: Ja, total klare Visionen.
- 3:01Speaker 0: Also ich glaube wenn er eine Sache wirklich für sich spürt ist das so Mikrotimings Dialoge vs Musik vs Geräusche und wenn er sich einmal auf eine Idee eingeloggt hat, dann ist er da auch sehr von überzeugt was natürlich zur Reibung führen kann.
- 3:23Speaker 0: und manchmal will man ihn oder nicht nur auf Max bezogen, aber generell auch vielleicht einen anderen Vorschlag machen.
- 3:30Speaker 0: Hey ich denke vielleicht kann es auch in die Richtung gehen.
- 3:32Speaker 0: das passiert auch manchmal, aber meistens hat er schon echt recht mit seinem Bauchgefühl so.
- 3:37Speaker 0: Das fühl mich genau.
- 3:37Speaker 0: zu der Frage weil du meintest ja genau dieses Szene wo du meinst ist er kam einem anderen Bauch gefühlt als du dir wirklich gesehen.
- 3:45Speaker 0: wie lange war diese Kommunikation dazu?
- 3:49Speaker 0: Lange lange lange also.
- 3:51Speaker 0: die ersten Layouts hatte ich ihnen geschickt und Wir müssen mal kurz überlegen, nominär wie lange das überhaupt war.
- 3:57Speaker 0: Ich habe glaube ich im Januar angefangen und Ende März war glaube ich die Mischung irgendwie so roundabout und wir haben bis in die Mischen rein daran gearbeitet auch...ich musste gerade ein bisschen schmutzig warm anfangen.
- 4:10Speaker 0: ist so eine ungrade Taktzahl?
- 4:11Speaker 0: dann kann ich mich gar nicht dran erinnern.
- 4:13Speaker 0: Das lag denn daran dass sich noch in der Mischungen muss sich aus zwei vier Vierteln einfach an sechs Viertel machen weil es ihm ein Timing wichtiger war.
- 4:21Speaker 0: Und ich höre das jetzt natürlich so, denkst du hey wieso ist es dann ein Sechs Viertel-Takt?
- 4:26Speaker 0: aber fand ich nicht schlimm also.
- 4:28Speaker 0: Aber das ist ein Beispiel für... Ich kann ja auch mal zeigen, ich habe die für die Mischung dann die verschiedenen Elemente der Musik in sogenannten Stamps vorbereitet und so kann man dann immer noch sagen naja die gezupften Streiche sind mir zu laut oder zu leise oder sie sollen erst später reinkommen einen Eingriff haben, ohne die Musikmischung wieder aufmachen zu müssen.
- 4:53Speaker 0: Und das hat in dem Fall sehr geholfen.
- 4:55Speaker 0: Kann ich aber nachher auch noch mehr sagen?
- 4:58Speaker 1: Genau bei der Film da hast du ganz eine gute Geschichte zu erzählen wie es eben von der Evolution des Scores, also Mischungen, Evolution deines Musik und des Budgets des Films kannst du nachher nochmal ein bisschen...
- 5:12Speaker 0: Also Die Genese ist ja ein Fernsehfilm vom hessischen Rundfuck im Auftrag gegeben Und ursprünglich war es als Kinofilm konzipiert, aber die Produzenten sind sehr schnell zu der Erkenntnis gelangt.
- 5:25Speaker 0: Das und damit komme ich zu den Songs, die im Film eine Rolle spielen.
- 5:28Speaker 0: Die Musiklizenzen so exorbitant teuer gewesen wären dass das selbst mit fünfzehn Millionen Gesamtbudget nicht so richtig doll hingehauen hätte weil da wirklich alle... und das bildet halt ganz viel Zeitgeistatmosphäre des Films.
- 5:42Speaker 0: Alle Weltsongs von David Bowie Alle die da waren, also aktuell waren in der damaligen Zeit.
- 5:53Speaker 0: So wurde es zum Fernsehfilm und so ging dann auch die ursprünglichen Verhandlungen zum Score los Und die beinhalteten halt nicht die Absicht mit Live Musikerin das aufzunehmen, die Musik Also sei's ein Solist zwei Solisten Streichorchester oder wie auch immer Genau Das war anfangs so ein bisschen in Stein gemeißelt.
- 6:18Speaker 0: Da haben Max und ich versucht, schaffen wir das irgendwie mit Hausmitteln sozusagen hinzukriegen, eine Entität herzustellen die sich auch gegen diese Weltsongs von damals präsentieren lässt also nur Klavier oder Nur Cello oder Klavionne Geige oder so.
- 6:37Speaker 0: was relativ schnell klar war dass man die Welt hat heutzutage in den Demos die man erstellt einfach Ja, nicht trägt von der emotionalen Tiefe her.
- 6:48Speaker 0: Also mit Streichersamples kann man ja super viel machen heutzutage und es sind tolle Tools und so.
- 6:54Speaker 0: aber Und so war der Kommunikationsprozess ging dann immer weiter und da haben wir eine runde Layouts gemacht und Dann gab's einen Punkt habe ich mich hingestellt und meinte pass auf Ich muss das jetzt einfordern von euch Wir brauchen budget um die Musik aufzunehmen.
- 7:08Speaker 0: und dann hat glücklicherweise der Sender auch noch mal gepusht und gesagt okay wir müssen das jetzt aufnehmen haben wir in Budapest, war das in dem Fall Streichorchester aufnehmen können und so Listen dazu noch.
- 7:22Speaker 0: Das habe ich aber in Hamburg gemacht.
- 7:23Speaker 0: Wie sollte denn da nachgegeben werden?
- 7:27Speaker 0: Das ist ein Warnemungsprozess glaube ich so ein bisschen... Es gibt ja auch gerade im öffentlich-rechtlichen Bereich relativ strikte Strukturen.
- 7:37Speaker 0: Da wird jetzt nicht unbedingt nur gefragt hey was brauchst du um das Punkt zu machen.
- 7:44Speaker 0: Das kann man auch akzeptieren, irgendwie so im Prozess und ich hatte Gott sei Dank da einen sehr guten Redakteur an der Seite vom Sender, der sehr musikaffin ist zusammen mit den Produzenten die dann auch gesagt haben ja ok sehen wir müssen halt nur gucken wo wir das Geld erholen und die Kombination hat es dann gerettet.
- 8:05Speaker 0: Es kann auch sein dass es nicht funktioniert.
- 8:07Speaker 0: also das ist kein live Hack.
- 8:10Speaker 0: jetzt ... Recording Budgets freizukriegen oder so.
- 8:13Speaker 0: Ich kann es einfach mal kurz einordnen, wie viel mehr Aufwand ist das denn?
- 8:17Speaker 0: Wenn du dann mit... Also wirklich das einspielen lässt.
- 8:22Speaker 0: Übergleich zu wenn du das... Du hast das mit Hausmitteln, hast du das erklärt aber theoretisch meinst du genau mit... Ich versuch's mal so bildlich zu beschreiben.
- 8:30Speaker 0: also wenn ich jetzt nicht aufnehmen würde, dann würde ich in Logic arbeiten ...mit Samples und meine Solo-Instrumente da reinauf nehmen ...und dann mache ich einen Mix mit dem, was mir zur Verfügung steht und schickt das los.
- 8:44Speaker 0: Und dann ist es die Musik, die ich auch in die Filmbischung eingebe.
- 8:50Speaker 0: Was da ansteht, ist dass sogenannte Orchestrieren und Arrangieren, wenn ihr da irgendwie Fragen habt, sagt ihr Bescheid?
- 8:57Speaker 0: Das ist das, was denn schlussendlich auf den Papier landet.
- 9:00Speaker 0: Also die Noten, die ihr habt sind eine Übertragung dessen, was ich digital in der Workstation, in dem Fall Logic programmiere Und da ist es oftmals so, dass das was ich greife oder was sich an Sounds benutze nicht so eins zu eins übersetzbar ist aufs Papier.
- 9:20Speaker 0: Das muss dann orchestriert werden.
- 9:21Speaker 0: Das heißt jetzt muss sich jemand angucken der sagt wenn ich den Sound im Computer höre muss ich das aus Papier schreiben damit erste Geige drittes Pult weiß Ich musste es jetzt flautando über dem Griffbett mit ganz wenig Bogendruck spielen Damit der sound kreiert wird.
- 9:37Speaker 0: kann ich gleich nochmal ein paar Beispiele zeigen die man haben will?
- 9:40Speaker 0: Und also das Orchesteren kommt als erstes, dann wird die Aufnahme gemacht.
- 9:45Speaker 0: Das Recording in dem Fall war es im Budapest.
- 9:47Speaker 0: Die heißt ein Budapeste Art Orchestra und die haben sich extrem auf Remote Recording spezialisiert in den letzten Jahren gerade während der Covid-Zeit und sind ultra effektiv und gut geworden.
- 10:02Speaker 0: und da hatten wir Ensemble von sechsundzwanzig Streichern, was jetzt nicht so super viel ist.
- 10:08Speaker 0: Es ist eher kammermusikalisch haben dann aber und das seht ihr auch auf den Partituren in sogenannten mehreren Passes aufgenommen.
- 10:15Speaker 0: Das heißt wir haben erst zum Beispiel die Langnoten aufgenommen, dann die gezupften Noten, dann nochmal die anders gespielten langen Noten.
- 10:22Speaker 0: Dann die Melodie eins, Melodie zwei und sozusagen im Baukastenprinzip das Gesteckt.
- 10:29Speaker 0: Das führt ins dritten Punkt dass nach der Aufnahme Editiert werden muss, ähnlich wie im Film.
- 10:35Speaker 0: Man schießt Rohmaterial für eine Szene und das muss dann montiert werden.
- 10:42Speaker 0: Rhythmik, Intonation, Harmonik... Das müssen ja alles miteinander gut klingen.
- 10:50Speaker 0: Ich finde ich der meist unterschätzte Aspekt im Nachklang von einer Aufnahme weil da auch Produzenten gerne sagen hey wozu hast du denn noch Geld fürs editieren?
- 11:00Speaker 0: Du hast es dann aufgenommen Super wichtig.
- 11:03Speaker 0: und Musikmischung.
- 11:07Speaker 0: Alle Elemente der Musik werden zusammengeführt, genau das sind so die vier Punkte.
- 11:11Speaker 0: Und dann bräuchte es eigentlich noch wenn man richtig luxuriös denkt einen sogenannten Music Editor Der denn das Material nimmt und Betreut in der Filmmischung weil das wird jetzt vielleicht ein bisschen weit.
- 11:22Speaker 0: also belassen wir es mal beim bei beim Mix als vierten Schritt und Dann hat man das was wie hier gerade gehört haben und Das ist natürlich ein beträchtlicher Mehraufwand Nicht nur Kosten per se für die Punkte, sondern auch für mich.
- 11:38Speaker 0: Also auch ein zeitlich ... Kann man gar nicht so richtig beziffern?
- 11:43Speaker 0: Ich nehme mir immer ganz oft vor bei Projekten diese Zeiterfassung-Tools zu benutzen und mal zu checken wie viel ich eigentlich wirklich für welche Prozesse benötige.
- 11:53Speaker 0: aber das vergesse ich immer.
- 11:57Speaker 0: Oder ich riecht es mir schön und sage, das hat doch gar nicht lange gedauert.
- 12:00Speaker 0: War doch gar gar gar nicht schlecht.
- 12:03Speaker 1: Ne, aber beeinflusst eben so ein Gespräch über so wenig Budget am Anfang dann die Instrumentation?
- 12:09Speaker 1: Voll
- 12:09Speaker 0: und auch die Laune vor allen Dingen.
- 12:10Speaker 0: Ne ihr müsst euch das so vorstellen.
- 12:12Speaker 0: also in dem Fall ich kenne Max schon echt länger bisschen und also die Chance den Roman von Matthias Brandt zu verfilmen ist per se schon mal eine große große... Ja, Ehre kann man sagen.
- 12:23Speaker 0: Ich habe den nicht gelesen aber ich bin persönlich Fan von Matthias Brandt und Max muss mir nur zwei Sätze sagen und ich bin Feuer und Flamme dafür.
- 12:30Speaker 0: weil also mir geht es darum im Idealfall Geschichten mit erzählen zu können die einem nahe gehen und die einen stückweit auch für alle Lebenslagen begeistern.
- 12:41Speaker 0: so und ja da komme ich automatisch dazu ja und wie produzieren wir das?
- 12:48Speaker 0: Also weil die Annahme in Zeiten, auch wenn es um KI geht und um tolle Samples und so.
- 12:54Speaker 0: Dass das ausgeklammert wird, dass das irgendwie umgesetzt werden muss.
- 12:59Speaker 0: Verstehe ich nicht.
- 13:00Speaker 0: also bin ich auch gerne der mittelalte weiße Mann, der sagt wieso?
- 13:05Speaker 0: Und es gibt schon Leute, die auch besser Demos erstellen als ich aber im Sinne von realitätsnäher genau.
- 13:15Speaker 0: Aber das ist irgendwie so.
- 13:16Speaker 0: das eine Bedarf irgendwie des anderen.
- 13:20Speaker 0: Also, wie kann man was Singuläres schaffen?
- 13:24Speaker 0: Was irgendwie eine Wahrhaftigkeit hat für so ne Geschichte die ja nun wirklich verhaftig ist geht um Liebe Musik und Tod.
- 13:31Speaker 0: Und das war dann so meine Argumentationsgrundlage und am Anfang wurde es halt abgeblockt und Dann habe ich um das kurz zu machen gesagt okay dann pass auf den mache Ich einen Vorschlag mit einem solisten und Klavier.
- 13:41Speaker 0: da hab' ich ein befreundeter Kollege von mir in Islander Victor Orionison ganz toller Geiger und Bratscher.
- 13:48Speaker 0: Der hat das auch gemacht.
- 13:50Speaker 0: Kann ich euch noch mal zeigen, die ersten Versionen so aufgenommen... Aber es hat in der Besetzung die Breite gefehlt, die zu dem Stück führt.
- 13:59Speaker 0: Also weil der Score fängt total klein an.
- 14:02Speaker 0: Das ist nur Geige, Bratsche und ... Und die Idee ist halt dass das in der Szene richtig, wie Max immer sagen würde, richtig fliegt.
- 14:10Speaker 0: So, um das halt Filme machen.
- 14:14Speaker 0: Sorry aber da gibt's tatsächlich aus meiner Sicht Auf Punkte, wo ich einfach die Hand hebe und sage, dann kann ich es halt nicht machen.
- 14:24Speaker 0: Und das wäre auch vielleicht ein Appell so ins Gewerk hinein, dass wir trotz aller Hilfsmittel, die wir haben, diese Punkte auch nicht verpassen sollten.
- 14:36Speaker 0: Einfach auch einfach Nein sagen.
- 14:39Speaker 1: Besonders weil du auch meintest, dass Max Zähler halt darauf besteht, dass der Produktionslevel der Musik eben sehr hoch
- 14:46Speaker 0: ist?
- 14:46Speaker 0: Der ist aber mit allen Gewerken.
- 14:47Speaker 0: So der Kameramann Freund Küpper Der hat irgendein Startup-Linsenunternehmen, ich kenne mich da überhaupt nicht mit aus.
- 14:55Speaker 0: Hier nördlich von München gefunden die so Anamorphe Superlinsen herstellen, die viel zu teuer sind eigentlich für Fernsehproduktion.
- 15:03Speaker 0: aber der hatte irgendwie den Koop mit denen dann gemacht.
- 15:06Speaker 0: und der Film sieht einfach so... Und da fehlt mir auch das Fachwissen oder Vokabular aber so ganz platt gesagt kinofilmisch aus.
- 15:16Speaker 0: So und Max fordert es halt so von allen seinen Gewerken, Heads of Departments ein zu sagen okay wie können wir das umsetzen und in die Richtung bringen.
- 15:26Speaker 0: Und da hat er echt einen positiven Sinne.
- 15:30Speaker 0: auch beißtet sich auch fest.
- 15:34Speaker 1: Das ist auch toll dass er sich dann noch so einsetzt eben für die Qualität die er sich auch vorstellt und dann auch für alle in der Crew all dem Team auch so einsetzt
- 15:43Speaker 0: sieht man auch an der Ausstattung überhaupt wenn ihr den Film nochmal seht in Gänze.
- 15:47Speaker 0: Ich finde das so faszinierend wie diese Welt von damals.
- 15:50Speaker 0: Ich habe mich wirklich angestrengtes zu finden, man denkt wirklich es ist neunzeits als siebenundsiebzig und dass in einem Budget von einem Fernsehfilm zu machen, ist halt unfassbar.
- 16:01Speaker 0: Also es ist wirklich krass!
- 16:03Speaker 0: So natürlich ein bisschen retuschieren hier und da wie bei allen Sachen aber es ist echt gut.
- 16:09Speaker 0: Was waren die zwei Sätze, die Max zu dir gesagt hat?
- 16:11Speaker 0: Du sagst du warst lustig auf dieses Projekt.
- 16:14Speaker 0: Da war ich gerade ein bisschen down, weil er hat eine Serie gemacht.
- 16:17Speaker 0: Vorher ist jetzt in der Postproduktion eine europäische Co-Produktion die extrem interessant wäre und da hat er mich auch eigentlich für angefragt aber... Ich war dann nicht mit am Bord am Ende wegen sogenannten Fördereffekten.
- 16:35Speaker 0: Kennt ihr euch vielleicht auch ein bisschen mit aus?
- 16:37Speaker 0: Weil es Pan-Europäischen Co-Produktionen ist musste denn unbedingt jemand aus Luxemburg die Musik machen egal Wer halt gerade in Luxemburg Musik macht.
- 16:47Speaker 0: Das meine ich gar nicht despektilig, aber hätte auch Spanien sein können so.
- 16:52Speaker 0: Ich habe mich ein Jahr darauf vorbereitet und eigentlich total gefreut und auf Freie gehalten.
- 16:57Speaker 0: Muss man ja auch mal ein bisschen gucken.
- 16:58Speaker 0: Und dann war ich so ein bisschen... Na hat er mich angerufen?
- 17:04Speaker 0: Und ich war total verwundert weil er meinte Ja hier bin grade auf Location Scouting Tour und so.
- 17:10Speaker 0: Hier Port-au-Prince ruft dich an morgen wir müssen unbedingt den Film zusammen machen.
- 17:13Speaker 0: ist alles klar?
- 17:14Speaker 0: Okay, die zwei wird.
- 17:22Speaker 1: Du machst das?
- 17:23Speaker 0: Ja und Blackbird als alter Beatles-Fan und Red Mildor Fan und Blackbirds Fan und dachte ich nur so ja gut also du kannst mir jetzt auch sagen dass ich da irgendwie auf dem Kamm blasen soll, würde ich auch machen.
- 17:38Speaker 0: Was sind denn so?
- 17:39Speaker 0: vielleicht wenn man es ein bisschen weiterfasst Ausschlaggebende Punkte, wo du sagst, du hast Lust auf ein Projekt vielleicht einmal.
- 17:44Speaker 0: Wenn jetzt nicht mal... Das war ja jetzt ein spezieller Fall.
- 17:47Speaker 0: in dem Fall aber wenn es ein bisschen weiterfasst also wie technisch oder was brauchst du von der Regie zum Beispiel als Information über das Projekt um zu sagen Ja da habe ich Lust.
- 17:59Speaker 0: Also ich finde schon immer Buchebene total interessant.
- 18:02Speaker 0: Ich war lange irgendwie hab' ich damit gehadert weil ich irgendwie kein guter Buchleser hatte ich keine Geduld, glaube ich auch so.
- 18:09Speaker 0: Aber ich finde mittlerweile, dass man die Qualität von der Umsetzbarkeit und der Art des Humors schon echt im Buch lesen kann.
- 18:21Speaker 0: Und David Ungureit hier zum Beispiel hat das Buch adaptiert.
- 18:25Speaker 0: Sensationell!
- 18:26Speaker 0: Das ist so eine Sache und das andere ist im weitesten Es gibt Dinge, wo ich mich anfassen kann.
- 18:36Speaker 0: Was mich interessiert und was mir nahe geht.
- 18:39Speaker 0: Und natürlich... Also ich bin da der Letzt!
- 18:40Speaker 0: Ich würde jetzt auch nicht zu rosig malen, dass man sich nur die Sachen raussuchen kann, die immer ganz toll mit einem resonieren.
- 18:48Speaker 0: Das ist ja alles das Beste, was man machen kann.
- 18:50Speaker 0: Sondern es ist tatsächlich eine Voraushetzung.
- 18:54Speaker 0: Wenn man nichts hat bei einem Film, wo man andrücken kann, dann hat man ein echtes Problem.
- 19:02Speaker 0: finde ich in Genre bezogen, oft so im Crime-Bereich zum Beispiel wenn also Behauptungen aufgestellt werden wo du als Kreativschaffender davor sitzt und sagst sorry, die Eidung gerdet.
- 19:18Speaker 0: Ich verstehe es nicht, ich dockte auch nicht an und auch da ist natürlich Handwerk dann oft gefragt.
- 19:25Speaker 0: aber wenn man das vorher ein bisschen abstecken kann ob da Sachen dabei sind mit dem man gar nicht umgehen kann, dann hat man schon echt einen großen Schritt gemacht.
- 19:35Speaker 0: Dann kann man auch von Herzen absagen wichtig nehmen.
- 19:40Speaker 0: Schön für die anderen!
- 19:46Speaker 0: Ja aber es ist ja auch wichtig dass man da einen respektvollen Umgang behält und das Arbeiten ist das Wichtigste natürlich für alle in der Branche so denke ich mal übergreifend.
- 19:58Speaker 1: Und bist du dann schon, wenn du das Drehbuch dann hast und fertig hast und es dich dir zusagt, kommunizierst du das so oder hast du eine Art Suite im Vorhinein?
- 20:08Speaker 0: Ja die sind ein bisschen gemacht.
- 20:12Speaker 0: Ich mache auf jeden Fall immer so einen Satz Tracks ob das nun zusammen hängt ist oder nicht Die als Mut gelten weil ich über meine Erfahrung ist dass wenn man im Schnitt Musik verwendet.
- 20:26Speaker 0: Das Allerschlimmste, was passieren kann ist dass die Leute Musik von mir benutzen im Schnitt.
- 20:31Speaker 0: Die aber nicht für den Film ist und man sich am Ende dann versuchen muss irgendwie selbst zu kopieren falls irgendwas gut funktioniert.
- 20:37Speaker 0: das ist fürchterlich.
- 20:39Speaker 0: Und Aber auch fremdmusiken Im schnitt wenn sie sich mal so fest zur an.
- 20:46Speaker 0: das Ist schwierig da rauszukommen.
- 20:49Speaker 0: deshalb Aber es ist zeitlich nicht immer möglich.
- 20:51Speaker 0: damit ganz ganz realistisch.
- 20:53Speaker 0: hier war's möglich so.
- 20:54Speaker 0: aber Ich denke, gerade beim Multi-Episoden Sachen die wirklich so dreieinhalb Minuten Film darstellen ist es essentiell wichtig ein Toolkit zu haben vorher auch selbst wenn von fünfzehn Sachen vielleicht fünf drin bleiben.
- 21:09Speaker 0: am Ende aber man hat vielleicht eine Signatur.
- 21:10Speaker 0: Eine Klangwelt.
- 21:12Speaker 0: ich glaube Klangwelt ist so einen Überbegriff den man ganz gut anwenden kann.
- 21:18Speaker 0: da muss noch nicht alles stimmen.
- 21:20Speaker 0: Aber also hier war zum Beispiel total klar Als ich den Rohrschnitt gesehen habe, dachte ich, okay, filmen in den Siebzigerjahren.
- 21:28Speaker 0: Ich hab meinen Fender Rhodes hier und mein Wurli hier.
- 21:31Speaker 0: Geil Ebers spielen, Schlagzeug ... So was hat man halt so im Sink oder Hammond Orgel?
- 21:36Speaker 0: Und es war so klar, dass der Score nicht in diese Welt rein, sondern in eine universellere Scoringe ... Wie nennt man das so?
- 21:48Speaker 0: Minimalistisch klassische Welt rein sollte.
- 21:52Speaker 0: Das war gut vorzubereiten, so als Klangwelt.
- 21:55Speaker 0: Ich wollte mal kurz in die Hunde fragen, gibt es hier schon erstmal eine Frage aus den Publikum?
- 21:59Speaker 1: Also das bedeutet du hast die Szene gesehen und dann spezifisch also während du an diese Szene gedacht hast einfach mal losgelegt.
- 22:08Speaker 1: oder wie ist denn die erste Melodien standen?
- 22:10Speaker 0: In der ersten Melodie ist bevor ich irgendwas gesehen habe entstanden Dann hab' ich ein Rohrschnitt gesingen Und dann haben wir drüber gesprochen.
- 22:17Speaker 0: Wie wirkt was?
- 22:18Speaker 0: Die erste Version von dem Stück war zum Beispiel in der Tonalität noch nicht richtig.
- 22:23Speaker 0: Da kann ich gleich nochmal detaillierter was zu sagen, aber also Idee schreiben, Szene gucken, anpassen und dann angepasst an Regie schicken und dann Feedback einsammeln und weiterentwickeln.
- 22:38Speaker 0: Und die Idee von Max ist bei ihm auch echt stark, dass er gesagt hat das ist eine unfassbar traurige Geschichte Vier Melancholie, aber wir können nicht Trauigkeit mit Trauigkeiten doppeln.
- 22:54Speaker 0: Sondern er hatte immer so vier Attribute genannt.
- 22:56Speaker 0: Er meinte sehr, sehr bitter-sweet, lebensbejahend und da geht es um die Sichtweise des Scores.
- 23:06Speaker 0: beiläufig das ist nicht kommentiert und minimalistisch.
- 23:12Speaker 0: Und wenn ich euch andere Stücke in der Vorspielwürde dir hören dass es geht immer um vier Akkorde die sich wiederholen mit anderen Melodien und so.
- 23:19Speaker 0: Und das ist sozusagen der Eingreifaktor an Werkzeugen, die ich hatte.
- 23:27Speaker 0: Genau!
- 23:29Speaker 1: Eine Frage noch dazu – wie schreibst du dann?
- 23:31Speaker 1: Wie legst du los?
- 23:32Speaker 1: Machst du das am Klavier oder spielst du was später das Cello?
- 23:35Speaker 1: Dann spielt es am Bass ein oder direkt am Computer?
- 23:39Speaker 0: Ich bin Riesenfreund von ... Ich sitze am Computer mit meinen Tools, welches sie brauche aber habe Klaviersounds offen und mache alles.
- 23:49Speaker 0: Also ich komme auch vom Klavier her, deshalb fällt es mir ein... ist das eigentlich natürlich?
- 23:52Speaker 0: Und dann mach' ich oft sketches auf dem Klavier so.
- 23:57Speaker 0: Das ist hier halt anders als bei zum Beispiel beim dystopischen Thriller wo man eher, wo ich eher von einer klanglichen oder Soundperspektive rangehen würde und sagen erst mal sagen würde okay was sind hier abgründige Sounds die ich suchen kann?
- 24:13Speaker 0: da würde ich eher bei Synthesizer anfangt und habe ich mit Klavier begonnen.
- 24:21Speaker 0: Wenn die dir jetzt das Geld für Wert hätten, für diese ganze Streichaufnahme und du sagst es... Du machst es nicht im Duo was für Instrumentierungsansätze hättest du sonst noch?
- 24:32Speaker 0: Guter Punkt!
- 24:33Speaker 0: Superpunkt!
- 24:34Speaker 0: Habe ich auch oft darüber nachgedacht.
- 24:36Speaker 0: aber Max und ich auch gesprochen haben.
- 24:37Speaker 0: wir hatten einen richtig so ein Streitgespräch Mit den beteiligten Leuten und Max meinte so naja also eigentlich Wer das jetzt so der Punkt, wo du aussteigen würdest oder?
- 24:50Speaker 0: Ja und es ist ein bisschen schwer zu sagen rückblickend weil es halt eben gewährt wurde.
- 24:55Speaker 0: In einer theoretisch perfekten Welt würde man nicht sagen dann hätte ich gesagt dann bin ich raus.
- 25:03Speaker 0: Ich hätte aber wahrscheinlich also letztens natürlich auch quatscht da hätte man es irgendwie anders gemacht.
- 25:07Speaker 0: Aber wie weiß ich nicht kann ich dir nicht beantworten.
- 25:10Speaker 0: Das liegt auch daran dass man jetzt das fertige Produkt hat und man sich nicht vorstellen kann, wie man es hätte zum funktionieren bringen können.
- 25:18Speaker 0: Und mit Funktionieren meine ich nicht funktional dass das für den Film für Außenstehende funktioniert sondern Ich muss ja als Komponist erst mal Regie so abholen, dass sie sagen Ja okay das machen wir so!
- 25:32Speaker 0: Wenn das nicht der Fall ist und Das Nicht Passiertin Ist Irgendwann Der Punkt Da Dass komponistenwechsel stattfinden Über andere Wege nachgedacht wird.
- 25:44Speaker 0: und Es ist Natürlich auch ein gängiger Bestandteil meines Berufs.
- 25:48Speaker 0: Das kennt ihr wahrscheinlich auch alle, dass es manchmal Situationen gibt wo man künstlerisch nicht zusammenkommt.
- 25:53Speaker 0: und was hätte denn durchaus passieren können?
- 25:58Speaker 0: Also wichtiger Punkt aber ich kann's nicht so ganz realistisch beantworten.
- 26:16Speaker 0: Ich würde vor Dreh sagen schon mal weil man man kann konzeptionell super viel besprechen worauf man sich selber vorbereiten kann.
- 26:23Speaker 0: das muss man gar nicht so in Form von Demos oder so festhalten sondern Es ist besser, einen Monat oder zwei mit einer Idee oder mehr rumzulaufen.
- 26:33Speaker 0: Gerade um auch die Frage zu beantworten wie setze ich das jetzt um?
- 26:36Speaker 0: Weil ein anderes Projekt.
- 26:39Speaker 0: was ich jetzt angenommen habe ist ein Fernseh-Thriller ganz düsteres CG wo ich bewusst gesagt hab ja für das Budget mache ich das und da baue ich jetzt auch kein Streichorchester dafür.
- 26:53Speaker 0: Aber ich muss mir mal Gedanken machen, wofür ich meine Mittel einsetze.
- 26:57Speaker 0: Und wenig Frage und wenn du kein Geld hast was ja auch oft der Fall ist kann man sich Gedanken natürlich machen.
- 27:03Speaker 0: wehen aus meinem Netzwerk könnte ich jetzt aktivieren mir gefallen zu tun eine Hand wäscht die andere.
- 27:10Speaker 0: das ist ja super wichtig.
- 27:12Speaker 0: also dass man und es auch völlig legitim sich so etwas einzufordern von Freunden und Bekannten.
- 27:19Speaker 0: Meintest du, ich würde das gerne auch vor dem Dreh schon irgendwie informiert werden und schon irgendwie nicht schon schwanger damit werden mit der Idee oder den Projekt.
- 27:28Speaker 0: Bist du da schon kompensiert für diese Zeit?
- 27:30Speaker 0: Nein, dann lieber nichts darüber nachdenken!
- 27:37Speaker 0: Die Struktur ist bei uns so dass es eine sogenannte Honorar- und Produktionsnote gibt.
- 27:44Speaker 0: Baustein eins, Bausteins zwei wäre Recording Budgets Und die Auswertung über die GEMA, also die Wahrnehmung der Urheberrechte.
- 27:54Speaker 0: Dieses Inkasso-System das ist halt der dritte große oder zweite große Block in dem Wirtschaftskreislauf Filmmusik und ich glaube man tut sich überhaupt keinen Gefallen damit dass an zeitlichen Tagessätzen.
- 28:09Speaker 0: Tagesatz zum Beispiel der Feind der Filmkomposition würde ich sagen weil Ich glaube, man hat immer so eine gewisse Begeisterung auch für ein Projekt.
- 28:20Speaker 0: Wenn man irgendwie dann mal zusagt und dieses damit schwanger gehen und sich Gedanken drüber machen ist essenzielles Futter dafür dass man diese intensiven Phasen gut übersteht.
- 28:33Speaker 0: Und deshalb wird nicht kompensiert.
- 28:35Speaker 0: aber man hat natürlich ab dem Punkt wo man sagt okay wir machen das unterschreibt einen Vertrag und dann kriegt man eine Anzahlung insofern.
- 28:44Speaker 0: Okay dann kann man zumindest in der Zeit schon Genau, also das hilft bei der Strukturierung des Einkommensströme sozusagen schon.
- 28:53Speaker 0: Dass es vor Unterschriftsabschlackzahlungen gibt.
- 28:59Speaker 0: Bei der Abnahme ist immer ein bisschen anders bei den jeweiligen Verträgen abnahmender Layouts.
- 29:04Speaker 0: Das ist ein sehr schwammiger Begriff weil Als ich angefangen habe, zum Beispiel war die Phase wo es ein Lockpicture gibt ganz klar definiert und da war auch nichts viel zu rütteln.
- 29:15Speaker 0: Und das hat sich so entwickelt dass es also mittlerweile in der Tonmischung noch Schnittänderungen gibt weil eben alles aufgrund der Tools auch machbar ist.
- 29:27Speaker 0: Der dritte Punkt ist dann halt wenn alles fertig ist wer kriegt bei einer Abschlusszahlung?
- 29:32Speaker 0: So ist das strukturiert.
- 29:34Speaker 0: Was gibt es denn für Sachen, die ein Regisseur dir vielleicht auch sagt?
- 29:38Speaker 0: Wo du sagst okay, da kannst du mit diesem Kommentar und dieser Feedback kannst du wenig anfangen.
- 29:46Speaker 0: Also du kannst sie nicht umsetzen.
- 29:47Speaker 0: Das geht ja so ein bisschen... Wir würden gerne auch so ein bißchen das auch beleuchten, weil Musik zu beschreiben ist doch einfach nicht einfach glaube ich wenn man nicht selber Musiker isst oder ne?
- 29:57Speaker 0: Und wie beschreibe ich Musik für dich, dass du sagen kannst Aber am Ende geht es um Vertrauen.
- 30:05Speaker 0: Am Ende geht's darum, dass ich dich erreichen möchte?
- 30:07Speaker 0: Vertrauen ist das Wichtigste und sodass man so ein Safe Space hat wo er auch Sachen sagen kann, wo er nicht jedes Mal darüber nachdenken muss, trete ich ihm damit jetzt zu nahe, beleidigt ihn das oder... Und da muss man sich auch echt von frei machen ja.
- 30:22Speaker 0: Ich glaube, das ist so bisschen erfahrungsabhängig, dass man eigentlich auf alles eine Antwort haben kann Bis auf und das ist wirklich das Todesding.
- 30:33Speaker 0: Wenn wenn du das kriegst, dann weißt weißt Du bist eigentlich schon raus aus dem Projekt Ist wenn gesagt wird so hey ich habe mich angehört Verstehe nicht.
- 30:42Speaker 0: Also so I don't get it.
- 30:44Speaker 0: Und man ist selber folgt weil dann weiß man da so ein disconnect zwischen zwischen Wahrnehmung und dem was man also gerade bei Musikintensiven Sachen, die viel quantitativ auch Arbeit bedeuten.
- 30:57Speaker 0: Wenn man dann irgendwie vierzig Minuten filmlos schickt und sich sagt okay das funktioniert ja echt super so weil wenn du weißt im Umkehrschluss du musst es eigentlich noch mal machen von vorne auf vom weißen Blatt Papier und dass ist halt eingeschränkt möglich zeitlich sowie kapazitätstechnisch.
- 31:14Speaker 0: aber um das nochmal ein bisschen genau zu sagen ich glaube solange eine Kritik kommt die mit einem Weil versehen ist.
- 31:24Speaker 0: Mir ist das zu traurig, weil kann man alles verstehen und man kann auch verzeihen wenn dann ein Redakteur oder Produzent oder sagt so die Trompete da ist es mag ich echt nicht!
- 31:36Speaker 0: Und da ist keine Trompette drin?
- 31:37Speaker 0: Dann passiert er halt echt oft.
- 31:40Speaker 0: öfter sagen wir aber da muss man halt nicht sagen also Moment mal ja das ist gar keine Trommel, du hast gar keine Ahnung sondern sag mal okay dass die Melodie das gut gespieltet cello wirst du schon mögen Das war schon sehr, sehr viele lustige.
- 31:58Speaker 0: In Zoom-Calls ist das immer besonders schön, weil dann immer so ein betretendes Schweigenauftritt was irgendwie für mich immer schwieriger auszuhalten ist als in Persona und sagt so ja.
- 32:12Speaker 0: Jetzt werde dir das schon mal passiert.
- 32:13Speaker 0: dass hier jemand auch in der Arbeit im schlechten längeren Prozess dann sowas kam wie, sorry verstehe ich gar nicht total.
- 32:23Speaker 0: also ich finde auch wirklich Kennt ihr alle dieses Buch on the track heißt das?
- 32:30Speaker 0: Kennst du das vielleicht schon früher, also ist die Bibel.
- 32:32Speaker 0: Das ist doch super!
- 32:33Speaker 0: Also für jeden der im Filmbereich Musik schreiben will... Das lag die ganze Zeit bei uns auf der Toilette im Studio.
- 32:43Speaker 0: Da gibt es sogar ich bin so ein Zitate-Fan und dass das eine Zitat von wem ist das?
- 32:48Speaker 0: Emma Bernstein oder so?
- 32:52Speaker 0: Es passiert.
- 32:57Speaker 0: Es ist manchmal monsterenttäuschend und es geht richtig nah, weil man sich ja auch so persönlich an Sachen attache.
- 33:05Speaker 0: oder man sagt, mein Gott das wird so erfolgreich!
- 33:07Speaker 0: Und wenn ich jetzt hier rausfliege und so aber es ist ein offener... Also jeder der sagt dass das kein Teil des Jobs ist, lügt.
- 33:15Speaker 1: Aber kämpfst du denn noch mal um die zweite?
- 33:18Speaker 0: Manchmal findet man sich auch nicht grün.
- 33:23Speaker 0: Aber natürlich, man hat vertragliche Verpflichtungen.
- 33:27Speaker 0: Jeder Produzent oder Regisseur dürfen in einem Rahmen der schwammig definiert ist und sagen, das müssen wir noch mal anders machen.
- 33:38Speaker 0: Daraus resultiert erst der Punkt, dass gesagt wird, ich verstehe überhaupt nicht was du von mir willst, weil ich mache genau das, was du einforderst.
- 33:47Speaker 0: Sonst versuch mir das doch zu erklären.
- 33:48Speaker 0: in anderen Worten Das ist so das eine, aber das andere ist auch dass man manchmal in ein Projekt reingeht wo man davon überzeugt ist die Machart einem zu sagt.
- 34:05Speaker 0: Keine Ahnung kann noch ein schlechter Schnitt sein.
- 34:08Speaker 0: Wenn schlechtes Schnitt in der Roh-Schnittphase was Rhythmik angeht das ist so schwierig da einen Flow reinzukriegen der das macht.
- 34:18Speaker 0: Deshalb schätze ich Thomas Stange hier in dem Fall sehr weil er es so gut schon im Rohschnitt.
- 34:23Speaker 0: Also das ist auch der einzige Film, wo ich den ich im Rohsschnitt im Studio geguckt habe und geweint hab.
- 34:28Speaker 0: Muss ich mir aber ehrlich auch offen zu... Das ist der so super!
- 34:32Speaker 0: Und das steht und fällt mit den EditorInnen.
- 34:35Speaker 0: Gibt es eine Frage aus dem...?
- 34:36Speaker 1: Ja.
- 34:36Speaker 1: Frage bezüglich der nicht existierenden Trompete?
- 34:41Speaker 1: Oder was war's ja?
- 34:43Speaker 1: Was ist denn ... Oder wie sollte man miteinander sprechen, weil ich finde immer in zwischen den verschiedenen Departments gibt es oft so Übersetzungen und auch Übersetzungsprobleme.
- 34:55Speaker 1: Und wenn ich mich nicht so spezifisch dafür auskenne aber ist es dann besser einfach von Emotionen zu sprechen oder von Gefühlen zu sprechen?
- 35:03Speaker 1: Oder ist es dir dann doch lieber dass man versucht konkret und Details und dieses Instrument oder diesen Moment also der Emotion?
- 35:12Speaker 0: Ja.
- 35:13Speaker 0: Ganz klar, weil ich finde es gibt schon so ein Anforderungsprofil.
- 35:18Speaker 0: wenn man Firm Produzent in ist muss man also was sich nicht hören kann ist sowas wie ja ich habe jetzt alles gehört Ich muss das mal so ein bisschen überspitzen.
- 35:30Speaker 0: Also ich kann dazu ja eigentlich gar nichts sagen Weil Musik ist ja so subjektiv aber mir hat's gut gefallen.
- 35:36Speaker 0: Das will ich von Produzenten Seite nicht hören.
- 35:38Speaker 0: Sorry da bin ich auch echt streng manchmal Weil das gehört zu dem Berufsbild mit dazu, dass sich geäußert wird darüber was gearbeitet wird.
- 35:47Speaker 0: Und ich finde das Level an Respekt im Umgang miteinander ist das Wichtigste.
- 35:52Speaker 0: und wenn man dann über Emotionen spricht kann man alles lösen.
- 35:55Speaker 0: aber es darf nie vergessen werden auch wenn man in Demo Scheiße findet Dass da echt viel Zeit und viel Überzeugung reingegangen ist.
- 36:05Speaker 0: Im normal Fall Es gibt immer Ausnahmen so Und der Respekt ist in dem Fall weg, wo dann, wo es despektierlich wird.
- 36:12Speaker 0: Wo von oben herab?
- 36:15Speaker 0: und Christian Schwochow hat das glaube ich gesagt als er bei The Crown angefangen hat.
- 36:19Speaker 0: also bitte nicht mich zu dienen jetzt aber ich glaube er hat es mal bei der Filmakademie gesagt dass er gelernt hat, als er da bei the crown angefangen hatte erstmal die ersten Entwürfe von den Komponistinnen die dafür gearbeitet haben dann auch zweimal anzuhören Auch wenn er es nicht mochte und erst mal zu sagen, okay dem gebührt hier jetzt erstmal echt Respekt.
- 36:39Speaker 0: Und das ist in dem Fall keine Ahnung.
- 36:41Speaker 0: Martin Phipps der die ersten beiden Staffeln schon gemacht hat und so.
- 36:47Speaker 0: also das gehört jetzt nicht so sonderlich viel zu dem Argument.
- 36:49Speaker 0: aber ihr wisst was ich meine ne?
- 36:50Speaker 0: Also dieses Okay checke ich gerade nicht!
- 36:52Speaker 0: Ich höre es mir nochmal an und dann sprechen wir über die Emotionen und im Umkehrschluss fordere auch nicht ein Produzentin Wissen fast den Nickelhaber ist oder sowas.
- 37:09Speaker 0: Gibt es bei dir einen Punkt, wo du merkst, jetzt sind wir auf derselben Wellenlänge.
- 37:16Speaker 0: Jetzt scheinbar sprechen wie die selbe Sprache.
- 37:20Speaker 0: Besonders vielleicht auch beim Regisseur mit der du noch nicht zusammengearbeitet hast.
- 37:26Speaker 0: Wann kommt dieser Punkt im Prozess und wie merkst du den?
- 37:33Speaker 0: Eigentlich die Reaktion auf die ersten Layouts, die man verschickt.
- 37:36Speaker 0: Und ich finde, also ich bin ja ein Riesenfreund davon zusammenzusitzen und dann an der Musik auch zu arbeiten.
- 37:42Speaker 0: Aber im ersten Schritt möchte ich das überhaupt nicht, sondern ich will es loschicken und dass die Menschen in ihrem gewohnten Umfeld... Also ich fordere schon einen, dass sie das jetzt nicht im Zug bei plus fünfzig Grad irgendwie noch was?
- 37:56Speaker 0: Okay, ihr müsst schon nach Hause gucken und so und hören.
- 38:00Speaker 0: Aber das Gute daran ist, dass die nicht gezwungen sind sofort Feedback geben zu müssen und erst mal da sich eine Meinung zu machen können.
- 38:07Speaker 0: Und wenn dann... ...die Reaktion so lange auf sich warten lässt?
- 38:11Speaker 0: Das ist meistens nicht so ein gutes Zeichen!
- 38:15Speaker 0: Muss ich ehrlich gestehen.
- 38:16Speaker 0: also... Ich glaube es klickt, wenn die ersten Ideen mit so einem Hey, ich hab's gehört, ich find's total geil Weil Punkt aber Punkt und ich meld mich nachher im Detail Das ist auch eine Art von Safe Space für die auftraggebenden Filmemacherinnen, dass sie es erst mal sagen können.
- 38:40Speaker 0: Ich habe's gehört ohne sich entschuldigen zu
- 38:41Speaker 0: müssen.".
- 38:43Speaker 0: Ja du sagst ja, weil das mein Amende ist ja das auch mit der Begründung ne?
- 38:45Speaker 0: Also ich glaube, wenn viel Kommunikation ist, dann ist das immer so ein Thema.
- 38:49Speaker 0: Wenn du einen Feedback hast, wo du begründen kannst kann man das besser annehmen als wenn du einfach nur sagst, du magst etwas nicht oder du kannst nicht sterben.
- 38:57Speaker 0: Oder es funktioniert nicht und das ist immer so schwierig zu... Definieren, was heißt denn das funktioniert nicht?
- 39:05Speaker 0: Meinst du nicht dass ich bin jetzt mal ganz provokant.
- 39:07Speaker 0: Das ist nicht so eine musikalische Grundausbildung auf mindestens untersten Niveau eigentlich für Regie da sein sollte?
- 39:18Speaker 0: also ich mein ich finde immer der kann die Regie kann sich immer schön mit einem Kameramann irgendwelche Brennweiten zu rufen weil er meistens weiß was das bedeutet.
- 39:27Speaker 0: Aber so ganz ohne musikalische Vorerkennung in diesen Beruf zu steigen, finde ich schon schwierig.
- 39:35Speaker 0: Also irgendwie muss man ja von allem ein bisschen was wissen, mindestens so dass man halbwegs gerade aus kommunizieren kann mit den Komponisten?
- 39:43Speaker 0: Ja das fand es meinte ich mit Anforderungsprofil genau.
- 39:47Speaker 0: Also Max hat eine klare musikalisch Stärke zum Beispiel im Bezug auf Songs, wie die digitisch eingesetzt werden innerhalb des Filmkontextes.
- 39:56Speaker 0: Es hat ja auch alles selber gemacht übrigens... ...die anzulegen und die rauszusuchen und es ist so sein Steckenpferd, ja?
- 40:02Speaker 0: Und das informiert ihn natürlich auch darüber was er dann vom Score erwartet.
- 40:08Speaker 0: Das ist nicht von Fachtterminologie geprägt aber von Intuitionen und so.
- 40:13Speaker 0: Das will ich denn vorkomm okay!
- 40:15Speaker 0: Aber so ganz so zu tun von wegen so hehhh Ich kann mit Musik eigentlich nichts anfangen, finde ich auch schwierig.
- 40:21Speaker 0: Weil per Definition macht ja immer Musik was die deutet ja immer den Film also es übrigens guter Satz ist Ja nee das macht irgendwie zu viel mit dem film dass ich Das deutet mir die Szene zuviel.
- 40:34Speaker 0: dann kann man schon sagen so ja okay Dann gibt's jetzt der Mittel und Wege das zu entschärfen.
- 40:38Speaker 0: aber die Definition von Filmmusik ist eine Deutung dessen Was dramaturgisch passiert?
- 40:44Speaker 0: Egal wie du es mündst Es ist immer die dritte Ebene Und da kann man sagen, was ist Zeitgeist?
- 40:50Speaker 0: Was nicht-Zeitgeist und so.
- 40:52Speaker 0: Aber es ist immer ... Dann muss halt keine Musik nehmen!
- 40:55Speaker 0: Also da bin ich auch denke... Übrigens super!
- 41:00Speaker 0: Also Stille im Film ist toll und dann wirkt die Musik viel besser wenn sie dann spielt.
- 41:07Speaker 1: Denn genau schließt mal an mit einer Frage und zwar das leidige Thema KI Genau wie stehst du dazu?
- 41:15Speaker 1: Betrifft es dich jetzt schon im Arbeitsalltag und vor allem bei Low-Budget Produktionen in Zukunft?
- 41:21Speaker 1: Wie siehst du da die Zukunft.
- 41:23Speaker 1: Ich
- 41:23Speaker 0: kann nur mal aus meiner Sicht einfach sagen, also bei mir ist generativ KI freie Zone.
- 41:30Speaker 0: ich kann das überhaupt nicht verstehen woher das Interesse kommen soll den kreativen Prozess sich abnehmen zu lassen von einer sehr verallgemeine Ausgedrückt aber ich checks echt nicht.
- 41:43Speaker 0: Also auch so dieses auf Instagram war gerade von Ace Studios, dieses Streicher sich also Medi-Daten hochzuladen und dann kriegt man programmierte Streichern die besser klingen oder echter klingen als das was ich da zum Beispiel gemacht habe.
- 42:01Speaker 0: Das Programmieren der Streichers ist Teil des Schreibprozesses für mich und ich hab überhaupt kein Interesse daran dass mir das abgenommen wird.
- 42:07Speaker 0: Was ich cool finde es nicht generativ Mit, ich weiß gar nicht was der Fachbegriff ist.
- 42:14Speaker 0: Aber wenn man so KI benutzt wie in Plugins jetzt Mastering Assistenten zum Beispiel Ozone von Isotope oder irgendetwas benutzt Das ist meine persönliche Meinung dazu.
- 42:27Speaker 0: Ich habe da null Bock darauf kein Interesse dran.
- 42:30Speaker 0: Ich merke natürlich dass der Druck zunimmt ob Prozesse um die Produktion der Musik herum Von KI übernommen werden können.
- 42:38Speaker 0: Also hier war zum Beispiel im Gespräch Können die Noten von KI erstellt werden, damit wir das nicht bezahlen müssen.
- 42:45Speaker 0: Ein klares Nein!
- 42:47Speaker 0: Also wirklich auch ein echten ärgerliches klares nein weil das ist einer von euch hier in der Filmakademie, in der deutschen Filmakademie vielleicht?
- 43:00Speaker 0: Da geht es ja auch um Ethik, da geht's nicht nur um kostenscheinsparen und so... Korrigiere mich, wenn ich da falsch liege.
- 43:08Speaker 0: Aber auch die Punkte, dass man sagt generative KI ist jetzt einfach nicht so durchzuwinkeln im firme schaffenden Prozess.
- 43:15Speaker 0: Auf jeden Fall stand jetzt und das mit den Noten ist halt eine hoch persönliche Angelegenheit, auch eine sehr individuelle Angelegung.
- 43:30Speaker 0: Ich muss mal anders formulieren... Dieser Aufnahmetag bewegt sich alles drauf hinzu.
- 43:36Speaker 0: Man kriegt diese Kosten freigeschlagen und dann machen die verschiedenen Departments ihre Arbeit, da muss das aber auf den Punkt genau sein!
- 43:45Speaker 0: Ich habe auch kein Interesse daran, dass die KI-Noten erstellt, wo Fragen aufkommen und man muss vorher draufgucken.
- 43:55Speaker 0: Das bin ich und ich sehe es total kritisch was du sagst im Low Budget Bereich.
- 44:01Speaker 0: Source Musiken werden von KI erstellt werden, da fällt viel Sync-Einnahmen für die gesamten Kataloge von den Libraries weg.
- 44:09Speaker 0: Library Musik wird viel von KI generierten Content geflutet werden.
- 44:15Speaker 0: Spotify ist schon von KI-generierten Content geflooted.
- 44:19Speaker 0: Es gibt also um das Jungen Wort Gottlos mal zu benutzen diese Cover Version Die überall rumschwirren.
- 44:26Speaker 0: Das ist ja kulturelle Aneignung Aber das passiert halt immer noch und immer schneller.
- 44:33Speaker 0: Und ich glaube, was mir – deshalb bringe ich mich da auch so auf drüber die Geschwindigkeit in der Entwicklung ist halt so exponentiell dass sich wahrscheinlich da auch….
- 44:45Speaker 0: Da kann man gar nicht sehen wo das noch hinläuft.
- 44:47Speaker 0: aber ich glaube wir tun alle gut daran Das abzuwägen.
- 44:52Speaker 0: Und ich hatte ein Gespräch mit einer anderen Regie-Konstellation, wo es auch um Songs im Film geht ganz viele berühmte Pop-Songs unterauch dein intuitiv gesagt wurde ja ich hatte die Idee dann die Stimme von Künstlerin X zu nehmen und die denn als Voiceover Stimme zu benutzen.
- 45:08Speaker 0: und ich so ah ich bin daraus.
- 45:10Speaker 0: also das ist ja auch eine rechtes geht nicht rechtlich und was wird hochproblematisch?
- 45:16Speaker 0: Also Werbemusik zum Beispiel Riesenproblem Das sind
- 45:20Speaker 1: ja alle Gewerke, ne?
- 45:22Speaker 1: Ich bin die Zaußspielerin und das trifft hier uns auch.
- 45:25Speaker 1: Also ich glaube... ...das ist dann einfach eine generelle Frage wie als Konsumenten entscheiden wir auch wollen wir denn das Bio-Fleisch?
- 45:30Speaker 1: also jetzt mal als Beispiel was konsumieren will?
- 45:33Speaker 1: damit können wir es glaube ich auch ein bisschen steuern oder lenken.
- 45:36Speaker 1: Und dann glaube ich kann sich im Film fast jede Abteilung fragen Also kannst du ja wirklich einen Crumb eingeben und das wird in den mittlerweile irgendwelche Filme ausgespuckt.
- 45:43Speaker 1: Insofern
- 45:44Speaker 0: glaube
- 45:45Speaker 1: ich mittlerweile eine generell Frage Was will man auch konsumieren am Ende des Tages?
- 45:50Speaker 0: Genau, was will man konsumierend?
- 45:51Speaker 0: und deshalb finde ich auch... Ich persönlich habe wieder gemerkt, am Montag so dieses im Kino zu sitzen mit Leuten.
- 45:56Speaker 0: Dieses kommunale Erlebnis mit anderen Menschen zusammen und so.
- 46:00Speaker 0: Und das ist halt... Ich glaube da kommt jetzt auch so ein vielleicht hoffentlich so eine Art Backlash-Bewegung mit rein, dass da Leute keinen Bock drauf haben.
- 46:06Speaker 0: Ich hab' auch kein Bock wenn man zum Beispiel so Establishershots im Film hat der unter irgendwie einem Flugzeug landet in dem Flughafen irgendwo keine Ahnung, San Francisco oder so.
- 46:16Speaker 0: und das ist denn KI generiert.
- 46:18Speaker 0: Hatt ich jetzt kürzlich Anfang des Jahres?
- 46:20Speaker 0: Und alle sind ganz stolz, es ist KI-generiertes!
- 46:22Speaker 0: Du hast doch auch ganz gut,
- 46:23Speaker 0: oder?!
- 46:24Speaker 0: Und ich...und ich sage ja, nee weiß nicht.
- 46:27Speaker 0: Also man sieht's halt auch voll.
- 46:30Speaker 0: Ja also
- 46:30Speaker 1: bei vielen Dingen sieht man's
- 46:32Speaker 0: oder hört
- 46:32Speaker 1: man's aber oftmals weil du jetzt auch mal nimmst so wir müssen uns alle fragen was wollen wir konsumieren.
- 46:38Speaker 1: Oftmals haben wir gar nichts Wir haben keinen Überblick und viele hören es eben dann doch nicht, gerade wenn man so irgendeine Playlist in Spotify an hat und es läuft zum Hintergrund.
- 46:47Speaker 1: Haben dann viele vielleicht gar nicht den Anspruch oder können sie halt gar nicht unterscheiden?
- 46:54Speaker 1: Das muss halt irgendwie ein Label her.
- 46:56Speaker 0: Ja genau das ist das Hauptproblem.
- 47:00Speaker 1: Da war ein Panel und da hat einer sich hingesetzt.
- 47:02Speaker 1: Erhörspielproduzent der Gang... selbstbewusst eben meinte, nee Film nicht Film.
- 47:08Speaker 1: Komponisten sind ihm zu teuer.
- 47:12Speaker 1: Also die Musik, die dazwischen in den Hörspielen läuft.
- 47:14Speaker 1: das macht er jetzt in KI und es beschwert sich auch keiner.
- 47:19Speaker 1: Es fällt auch keinem auf weil also es war cool
- 47:23Speaker 0: dass das
- 47:23Speaker 1: ein Thema war KI.
- 47:25Speaker 1: Und da wurden schon so ein paar Dinge gezeigt wo wir alle drin saßen und uns sagten ja okay ne das hätten wir jetzt nicht.
- 47:32Speaker 0: Ja, ich bin da ganz bei dir.
- 47:34Speaker 0: Ich habe auch schon Kurzfilme gesehen die mich emotional total berührt haben.
- 47:39Speaker 0: das meine ich mit Ethik.
- 47:40Speaker 0: also wir müssen uns selber schützen bisschen und diese Diese Unreglementierung die uns wieder passiert so wie damals bei der Digitalisierung generell mit einem viel größeren Ausmaß.
- 47:49Speaker 0: Ich meine die ganzen getritt Trainings Models die von Google FB hat es nicht gesehen Das sind ja unsere unser Urheberrecht wird er so hart missbraucht Und der ganze Content ist er ja schon reingegangen sitzt Sonst hätten die das ja nicht gelernt, die Scheiße so zu machen.
- 48:03Speaker 0: So und das ist auf politischer Ebene halt vollkommen in Sand gesetzt worden?
- 48:08Speaker 0: Es ist auch wirtschaftlich wirklich dumm weil wenn wer eins wissen ist dass unsere Kundschaft will es nicht Coca Cola musste er sogar.
- 48:18Speaker 0: ich hatte wirklich gedacht eine Werbung ist es scheiß egal.
- 48:20Speaker 0: aber Coca Cola muss jetzt an Weihnachten ein Werbespot zurückziehen Weil der Backlash so hart war weil der KI generiert war Wenn wir unsere Zuschauer wirklich vergraulen wollen, wenn wir dafür sorgen wollen dass die nicht mehr ins Kino gehen dann müssen wir KI machen.
- 48:36Speaker 0: Ich glaube unser Problem ist halt das wir zu sehr Kosten von den Kosten her denken und glauben okay so ergebnisorientiert.
- 48:45Speaker 0: aber Ich meine Kunst ist eine Kommunikation und wenn auf der anderen Seite eine Maschine sitzt, die nicht weiß was sie tut dann interessiert es auch.
- 48:54Speaker 0: Ich glaube intuitiv die Zuschauer irgendwann nicht mehr und das finde ich immer eigentlich das beste Argument.
- 48:59Speaker 0: Es ist völlig egal wie gut es aussieht.
- 49:01Speaker 0: Ja du hast einen guten Punkt genannt weil wir beleuchten hier ja Postproduktion generell ne?
- 49:06Speaker 0: Und dass muss sich auch einmal kritisch vielleicht äußern.
- 49:11Speaker 0: Schon auch in Bezug auf Deutschland muss ich auch sagen, echt so ist das halt einfach stiefmitterlich behandelt wird.
- 49:17Speaker 0: Also sei es in der zeitlichen Planung wie in der budgetären Planung, das kann man nicht wegdiskutieren und dass das anfällig ist für die Überlegungen.
- 49:27Speaker 0: Wie können wir denn noch mehr Geld sparen?
- 49:29Speaker 0: Ist eigentlich auch schon klar.
- 49:31Speaker 0: also eigentlich wundert mich eigentlich.
- 49:35Speaker 0: Wenn hast du ja vieles gesagt auch am Ende auch das Thema die Frage von KI als Werkzeug hast du ja kurz so ein bisschen angedeutet.
- 49:42Speaker 0: Darf ich ein Beispiel nennen, ganz kurz?
- 49:44Speaker 0: Weil das da in Logic ist gibt es so einen Tool.
- 49:47Speaker 0: Ich hatte bei einem Film.
- 49:48Speaker 0: im Anfang hatte ich eine Billie Holiday Song der ins Score übergeht und dann dachte mir okay können wir nicht die Vocals getrennt haben und dass ist nicht generative KI habe ich auch noch angefragt rechtlich und dann hab' ich das gesplittet und es klang wirklich gut.
- 50:01Speaker 0: und dann habe ich Bass, Schlachtzeug, Gitarre ausgemacht, Stimme blieb an Und du kannst den Score da reinbringen.
- 50:07Speaker 0: Also das ist doch ein super Beispiel für wie man KI, finde ich fürs Gute des Films nutzen kann.
- 50:14Speaker 0: Das was wo auch ich glaube ich auch genaues möchte ist halt dass man ja da die Diskussion sehr super spannend hier gerade auch führt und das ist ja so... Ich glaub wenn Du Künstlerinnen fragst ob sie die KI mit einem Button einen Film generieren möchten würden wahrscheinlich die meisten sagen also dann verliehe ich den ganzen Spaß an der ganzen Arbeit.
- 50:33Speaker 0: So, und ich glaube es kommen vielleicht von anderen Richtungen.
- 50:36Speaker 0: erstmal dieser Blick.
- 50:37Speaker 0: Man könnte jetzt damit so viel machen.
- 50:39Speaker 0: Ich bin gespannt wie das sich weiterentwickelt.
- 50:42Speaker 0: Ich habe mir genau wie du gerade gesagt hast auch ein Backlash könnte auch passieren dass man sagt hey man möchte vielleicht wieder mehr irgendwie handgemachtes Anführungsstrichen Und ich glaube zusätzlich muss man immer über die Kommunikation sprechen weil viele Leute wissen gar nicht was es heißt Musik für eine Komposition zu machen.
- 51:01Speaker 0: Die wissen gar nicht, dass es halt eben der Prozess, den du gerade beschreibst wie tiefgehend er ist und wie viel Spaß der macht da vielleicht sogar.
- 51:08Speaker 0: Und das der Wert daran gar nicht ist dieses fertige Produkt die Musik zu sehen sondern vielleicht auch ein Teil des Werks ist.
- 51:16Speaker 0: Das muss man vielleicht mehr kommunizieren.
- 51:18Speaker 0: Auch wieder an die... Ja, das ist eine schwarze Magie so'n bisschen.
- 51:23Speaker 0: Also auch Produzenten, die gehen denn aus so'nem bisschen?
- 51:26Speaker 0: Ich will gar nicht Produzentenswashing machen aber ich meine sind halt die Auftraggeber in dem Fall dass das so abgegeben wird, hier macht mal und dann muss dazu was gesagt werden.
- 51:35Speaker 0: Aber ich hatte vielleicht noch eine andere Anekdote von der Fernsehproduktion wo ich auch gekämpft habe für ein Budget und dann haben wir im Babelsberg einen Filmorchester aufgenommen und ich hab den Produzenten eingeladen zur Aufnahme.
- 51:47Speaker 0: und die letzten zehn Male ist niemand gekommen.
- 51:49Speaker 0: aber der ist dann gekommen und das war für den auch so wichtig in seinem Ja, sage ich mal, Chef von Dienst.
- 52:01Speaker 0: Blick auf die Dinge zu sehen was wieder wo reingeht wenn da zweiundsechzig Leute Auf die Minute getimt Instrument in die Hand nehmen und er sagt Alter!
- 52:11Speaker 0: What?
- 52:12Speaker 0: So... Und das ist überhaupt nicht Honig im Mund spielen sondern es ist einfach... Das ist Teilnehm an diesem Prozess.
- 52:19Speaker 0: Das ist wichtig, das ist auch Kommunikation.
- 52:21Speaker 1: Es sollte eine Pflichtveranstaltung sein.
- 52:23Speaker 1: zu diesen Scoring-Momenten?
- 52:24Speaker 0: Find ich schon!
- 52:26Speaker 0: In anderen Ländern ist es ja auch viel mehr Gang um Geber.
- 52:28Speaker 0: Ich habe gerade mit Amerikanern und Brasilianern zusammengearbeitet.
- 52:32Speaker 0: die konnten nicht kommen weil sie halt in Brasilien und USA waren und die haben sich so geärgert dass sie nicht oh wir haben kein Budget mehr und hier und da und kannst uns hin und dafür ist halt mindestens mal Zoom link mit einem verlässlichen Ruckelfreien Bild, guten Live-Mix und so.
- 52:52Speaker 0: Super notwendig!
- 52:54Speaker 0: Die wollten mir dann ein bisschen zu viel erzählen.
- 52:57Speaker 0: Ja die Flöten müssen leiser und das muss lauter also... Das ist natürlich so ein bisschen übergriffig aber will sagen dienen is der Prozesse wichtig gewesen.
- 53:06Speaker 1: Zum Thema Spotting können wir da nochmal drüber sprechen wie du mit Max jetzt bei diesem Film zusammengearbeitet hast, wie da euer Prozess war.
- 53:15Speaker 0: Der Prozess ist immer mega unterschiedlich weil Regie und Regie da völlig ungleich arbeiten.
- 53:23Speaker 0: einige bestücken zum Beispiel ganz wenig nur so exemplarisch Szenen im Schnitt.
- 53:28Speaker 0: Kennst du ja sicherlich auch, obwohl dann so man was versucht wird aber man nicht keine Tonalität vorgegeben wird?
- 53:35Speaker 0: Also sowas wie Temtracks sind in dem Sinne wo man einfach irgendwas rein legt.
- 53:38Speaker 0: Genau!
- 53:39Speaker 0: Und da gibt es Leute die machen das ganz krass viel Und dann gibt es Leute, die machen das eigentlich kaum.
- 53:47Speaker 0: Bei Max informiert sich das Spotting des Scores daraus wo die Songs sind in dem Fall.
- 53:52Speaker 0: und der Weg zum richtig guten Spotting ist einfach immer wieder den Film gucken was ich auch teilweise anstrengend fand aber mittlerweile nicht mehr so anstrend finde in Schnittabnahmen mitzusitzen wo es eigentlich überhaupt nicht um meine Arbeit geht, sondern darum was hat Schnitt mit Regie gemacht?
- 54:12Speaker 0: und da so ein bisschen vorfühlen bei Senderleuten, bei Produzenten.
- 54:18Speaker 0: Wie reagieren die auf die Musiken, die da drin sind jetzt in der Schnittphase?
- 54:21Speaker 0: Und spezifisch bei Max und mir war's einfach so dass er gesagt hat ich möchte das du in der und der Szene anfängst Ich möchte die und die Szenen bestücken.
- 54:33Speaker 0: Dafür habe ich deine Moods zum Beispiel schon mal benutzt, dann wurde ein bisschen Leslie Barber benutzt als Platzhalter hier und da.
- 54:40Speaker 0: Und vieles und ein Ennio Morricone Stück
- 54:43Speaker 0: z.B.,
- 54:44Speaker 0: und das ist ein guter Punkt.
- 54:46Speaker 0: manchmal ist es so dass Regie auch vielleicht um die Ecke kommt mit Vorschlägen die völlig abstrus sind also beispielsweise Trompete versus Instrumente die wir eigentlich benutzen.
- 55:01Speaker 0: Aber da muss man sich dann selber ein bisschen zurücknehmen und mal überlegen, so okay vielleicht was meinen die denn damit?
- 55:07Speaker 0: Was könnten sie denn meinen?
- 55:08Speaker 0: Und daraus entstehen ja vielleicht ganz gute Ideen.
- 55:13Speaker 0: Genau aber es war lückenhaft besetzt der Film auf jeden Fall.
- 55:17Speaker 0: und dann kam die Layout-Phase von mir und gemessen an dem geringen Anteil von Scoremusik hat das sehr lange gedauert weil wir sehr im Detail gearbeitet haben und bis hin zu bei mir im Studio sitzen Jede Note.
- 55:33Speaker 0: Du saßst
- 55:34Speaker 1: ihr beide?
- 55:35Speaker 1: Und du?
- 55:35Speaker 0: Ja, okay!
- 55:36Speaker 0: Max lebt auch in Hamburg und muss ja auch hilft natürlich aber das wäre auch egal ob wir in Berlin oder hier sind.
- 55:43Speaker 0: Der liebt das also der findet es total richtig und wichtig... ...und du findest es auch nicht stören?
- 55:50Speaker 0: Nee bei ihm nicht.
- 55:52Speaker 0: Nein ich finde es richtig doll wichtig um die Vibes besser checken zu können gerade ein anderes Projekt angefangen, wo richtig viel Musik drin ist und die Regie Konstellation hatte ich noch nicht bis jetzt.
- 56:07Speaker 0: Und der kam auch zu mir ins Studio und das schafft auch Vertrauen glaube ich.
- 56:12Speaker 0: Also überhaupt zum Thema Studio und so bin ich daran, dass so einen Arbeitsraum, der das widerspiegelt wie man selber is, total wichtiges Tool in der Kommunikation mit den Filmschaffenden, mit denen man zu tun hat.
- 56:27Speaker 0: Gibt es noch eine Frage?
- 56:28Speaker 0: Wir kommen langsam zum Ende, deswegen frage ich jetzt schon mal... Und zwar habe ich es vorhin richtig verstanden, dass du in den Staaten studiert hast.
- 56:35Speaker 0: Ich würde antrisieren was und ob's mal eine Zeit gab in deiner Karriere wo du dir überlegt hast vielleicht dort zu bleiben?
- 56:42Speaker 0: Ja absolut!
- 56:44Speaker 0: Ich hab so wie Ricky auch in Boston Berkley College of Music studiert.
- 56:47Speaker 0: Komposition kam später dazu.
- 56:50Speaker 0: Ich hab Jazz-Lavier, Jazz Performance, habe ich begonnen und hab das dann dual weitergeführt aber dann relativ schnell gemerkt dass die Nischel, in die ich rein will auch aufgrund von dem Mix von Technologie und Musik definitiv Filmscoring ist.
- 57:08Speaker 0: Und das war ja damals so... Das war eigentlich der Ort wo es unterrichtet wurde mit Hilversum zusammen, glaube ich, und noch paar Schulen hier.
- 57:17Speaker 0: Und dann war mir das eigentlich relativ klar.
- 57:18Speaker 0: Und nach einem Studium habe ich auch einige Jahre in Los Angeles gelebt.
- 57:22Speaker 0: Dann bin ich aber sehr bewusst und aus mehreren Gründen nach Deutschland zurückgegangen.
- 57:29Speaker 0: Und jetzt ein paar Jahre später leben wir in einer eh gänzlich globalisierteren Welt, wo die Lokalität nicht mehr so eine Rolle spielen wie damals.
- 57:42Speaker 1: Das kommt auch darauf an denke ich was du möchtest als Komponist oder Komponeistin?
- 57:47Speaker 1: wenn du die Hollywood-Schiene wirklich fahren willst oder halt europäischen Filme machen willst, gesünder leben willst
- 57:55Speaker 0: generell.
- 57:55Speaker 0: Die vier Jahre als Assistent haben mir sehr gereicht und da muss man sich auch ehrlich eingestehen.
- 58:02Speaker 0: also das war ja damals so.
- 58:03Speaker 0: das Modell um anzufangen musste immer etablierten Leuten assistieren und das war auch wahnsinnig wichtig und lehrreich Das auf lange Sicht durchzuhalten, wusste ich das nicht.
- 58:17Speaker 0: meins war und habe sehr bekannte, berühmte, gute Freunde die das gerne und ohne Probleme durchgehalten haben.
- 58:25Speaker 0: Da ist ja eine Frage darüber was man machen will und welches Ziel man selber verfolgt.
- 58:31Speaker 0: also ich hatte nie das Ziel.
- 58:33Speaker 0: wenn du darauf ansprichst vielleicht auf Hans Zimmer und der Studio da hatte ich keine Ambitionen.
- 58:41Speaker 0: trotz mehrerer Versuche habe ich da schnell gemerkt, dass das nicht für meinen Biotop ist.
- 58:47Speaker 0: Und was meint ihr bestresst dort?
- 58:48Speaker 0: Also hast du da der Unterschied dafür?
- 58:50Speaker 0: Ja also kommen mehrere Sachen zusammen.
- 58:52Speaker 0: Der Wohnzutag in Los Angeles war damals schon irre teuer und bis sozial absolut isoliert und es sind halt dann so hoch intensive Produktionen gewesen wo auch das Wort Safe Space gab's damals noch Schutz und sowas sowieso auch nicht.
- 59:12Speaker 0: Das soll gar nicht so eine generelle Abneigung da ging.
- 59:15Speaker 0: das war super also wie ne Lehre, aber das musst du auf lange mit langer Sicht meine ich zehn, fünfzehn Jahre.
- 59:24Speaker 1: Sehr anderer Päs?
- 59:25Speaker 0: Ja stimmt.
- 59:26Speaker 0: So viel Zeit haben wir nicht mehr.
- 59:27Speaker 0: dementsprechend fühle ich langsam zum Ende auch weil vielleicht einige von euch noch weitere Events jetzt haben danach im Anschluss den.
- 59:33Speaker 0: bedanke mich erstmal für deine Einblicke.
- 59:37Speaker 0: Danke mich bei euch dass ihr hergekommen seid Sound und Musik in die Post mal reingucken.
- 59:43Speaker 0: Ich hoffe, das bleibt das Interesse und vielen Dank!