Latest / re:invented – Der Business Podcast für Prozesse, Cloud & Transformation / 11 #BestPractice: SAP Cloud ERP – Chance oder Notwendigkeit?
Transcript
- 0:00Willkommen zu re:invented dem Business Podcast von Scheer IDS.
- 0:05Wir sprechen über Cloud Prozesse und digitale Transformation. Praxisnah,
- 0:10verständlich und immer mit Blick auf das, was Ihrem Unternehmen echten Mehrwert bietet.
- 0:19Zu einer neuen Folge begrüßt euch und Sie Susan Zare. Steigende IT Kosten,
- 0:24komplexe Eigenentwicklungen, Fachkräftemangel und gleichzeitig aber auch der Wunsch, Innovationen
- 0:30wie KI, Künstliche Intelligenz schnell und sicher in den Unternehmensalltag zu integrieren.
- 0:35Kurz gesagt viele Unternehmen stehen vor ganz schön vielen Fragen darunter brandheiß auch vor
- 0:41der Frage, wie ihre ERP-Landschaft künftig aussehen soll. SAP setzt auf die Cloud ERP.
- 0:47Aber was steckt da genau dahinter? Darüber wollen wir heute sprechen. Ist die Cloud
- 0:51vor allem ein technologischer Trend oder könnte man sagen, das ist inzwischen eine strategische
- 0:56Notwendigkeit für ein Unternehmen? Das soll unser Thema sein. Ich freue mich sehr auf zwei Gäste,
- 1:01die Unternehmen auf diesem Weg tagtäglich begleiten. Ich freue
- 1:05mich auf Andreas Meyer. Er ist Head of Business Unit Manufacturing bei Scheer IDS.
- 1:10Sein Schwerpunkt liegt also auf SAP-basierter Prozessoptimierung
- 1:13und S/4HANA Transformation. Also er unterstützt Unternehmen dabei,
- 1:17ihre industriellen Geschäftsprozesse effizienter aufzustellen. Ich grüße dich, Andreas. Hallo. Ja,
- 1:22hallo. Und außerdem begrüße ich Laura Jakoby. Sie ist Managing Consultant Automotive Manufacturing
- 1:30bei Scheer IDS. Sie begleitet Unternehmen bei der Optimierung ihrer Geschäftsprozesse
- 1:34in Produktion und Konstruktion und bringt da ihre Erfahrung aus Cloudprojekten mit ein.
- 1:39Ich freue mich, dass wir miteinander sprechen. Hallo Laura. Hallo! Ich freue
- 1:42mich auch. Bevor wir ins Thema einsteigen noch mal vielleicht, um so ein bisschen anzukommen.
- 1:48Da sind ja immer viele Begrifflichkeiten. Andreas, vielleicht erst mal auch deine
- 1:53Rolle. Was genau umfasst die denn als Head of Business Unit Automotive and Manufacturing?
- 1:58Ja, also wie der Name schon sagt also ich betreue Kunden im Bereich Automotive und Manufacturing
- 2:03bei SAP Projekten, aber auch bei der strategischen Entscheidung: Welche Richtung gehen wir?
- 2:09Gerade in den heutigen Zeiten, wo Innovation das Nonplusultra ist für Unternehmen. Dazu gehört
- 2:16natürlich auch dann die Weiterentwicklung des Teams, mitunter halt also auch Beratungsprodukte
- 2:21entsprechend weiter voranzutreiben. Ganz wichtig ist natürlich auch die Beobachtung:
- 2:27Wo geht die Reise hin? Was tut sich am Markt? Was tut sich innerhalb der SAP? Wie sind die
- 2:33technologischen Weiterentwicklungen? Welche Innovationen kommen in den nächsten Wochen,
- 2:38Monaten, Jahren auf den Markt und dahingehend natürlich auch ist die Rolle ganz wichtig,
- 2:43den Kunden auch entsprechend dahin zu führen und zu beraten.
- 2:48Manufacturing Laura ist auch bei dir das Stichwort. Wie sieht der Arbeitsalltag als
- 2:52Managing Consultant aus? Der ist tatsächlich sehr abwechslungsreich. Ein großer Teil von
- 2:58meiner Arbeit findet gemeinsam mit unseren Kunden statt. Wir analysieren Prozesse,
- 3:03wir moderieren Workshops zusammen und wir diskutieren sehr häufig,
- 3:07sehr, sehr intensiv darüber, welche Unternehmensabläufe man wirklich
- 3:11braucht und wie man die gegebenenfalls in einem ERP-System eben auch abbildet.
- 3:17Das Spannendste eigentlich an meinem Alltag ist, dass wir häufig ganz wenig
- 3:20nur über Technik diskutieren, sondern ganz häufig eben über das Thema Veränderung.
- 3:26Und viele unserer Kunden sind sich durchaus darüber bewusst, dass sie sich weiterentwickeln
- 3:30wollen. Und gemeinsam versuchen wir dann eben, die Herausforderungen zu evaluieren,
- 3:36die uns entgegentreten, wenn es darum geht, uns weiterzuentwickeln und zukunftsfähig zu machen.
- 3:43Beim Stichwort sich weiterentwickeln, zukunftsfähig werden ist man ganz schnell
- 3:46bei der Frage: Was macht denn überhaupt so ein intelligentes Unternehmen aus?
- 3:50Und wir haben ja so ein bisschen die Oberfrage heute: Ist SAP Cloud ERP da eine Chance oder
- 3:57ist es einfach notwendig? Ist das ein Muss oder Kann? Und deswegen erstmal, um da auch
- 4:02noch mal so ein bisschen zu sortieren, würde ich, Andreas, dich gerne als nächstes fragen.
- 4:08SAP spricht ja häufig vom intelligenten Unternehmen. Was steckt da eigentlich dahinter,
- 4:13hinter der Idee? Ja, vielleicht zuerst mal Chance oder Wandel halt. Es ist im Grunde immer beides,
- 4:18eigentlich. Also viele Unternehmen müssen ihre alten Systeme aufgrund des Lebenszyklus ohnehin
- 4:23ersetzen bzw. diesen Shift machen. Ob Brownfield oder Greenfield ganz neu. Und die Chance liegt
- 4:29darin, auch mal aufzuräumen, das heißt schlechte oder unnötig komplizierte Abläufe zu verbessern.
- 4:37Jetzt der Gedanke, wenn ich sage okay, ich gehe jetzt in die Cloud und mit dem Hintergedanken,
- 4:42ich mache das rein technisch, bringt in der Regel recht wenig. Also wir haben Kunden,
- 4:47die sowohl Brownfield machen und danach sich überlegen okay, was kann ich verbessern? Da
- 4:51gibt es auch verschiedene Möglichkeiten, das anzugehen. Es gibt aber auch Kunden,
- 4:55die sagen ich möchte komplett neu aufsetzen bzw. habe noch kein SAP.
- 4:58Ich gehe direkt in die Cloud hinein. Das intelligente Unternehmen grundsätzlich:
- 5:04Was steckt denn dahinter? Wir haben im Kern immer noch, wir reden immer vom
- 5:07digitalen Kern mit den zentralen Prozessen und Daten, also für Einkauf, für Vertrieb,
- 5:13für Produktion usw. usf. Darum haben wir weitere Systeme mitunter im SAP Universum,
- 5:20wie eine Sales Cloud, eine Service Cloud, ein Ariba für den Einkauf usw. und natürlich auch
- 5:26oftmals viele Drittsysteme, weil nicht alle Kunden immer nur SAP Produkte einsetzen.
- 5:31Und unter dem intelligenten Unternehmen verstehen wir die optimale Vernetzung
- 5:36dieser Systeme in vernünftig festgelegten Abläufen. Wir haben also mehrere Layer.
- 5:43Die Idee ist halt, über die Business Data Cloud, Daten dann zu konsolidieren
- 5:47aus allen Systemen im Endeffekt. Und jetzt kommt das ganz Spannende auch,
- 5:52viel geht in Richtung KI es ist die Zukunft. Und die KI nimmt als Datenbasis diese Business
- 5:57Data Cloud, um darauf Analysen zu fahren und dann die Agenten arbeiten zu lassen, die im Endeffekt
- 6:03dann halt Entscheidungen untermauern und die auch entsprechend mittelfristig auch umsetzen können.
- 6:10Das heißt also, ein intelligentes Unternehmen besteht jetzt nicht nur aus einer einzigen
- 6:14Anwendung, sondern es ist eine Verbindung von verschiedenen Anwendungen, Daten und Prozessen,
- 6:20die optimal untereinander kombiniert werden. Wenn wir bei diesen Begrifflichkeiten sind,
- 6:25Laura, ich nehme das, was Andreas gesagt hat, einfach mal auf und werfe jetzt noch
- 6:29einen Ball mit rein, um das so ein bisschen besser verstehen zu können.
- 6:33Wir haben ja gerade gesagt ganz viele,
- 6:34oder Andreas hat gerade nochmal gesagt viele Unternehmen sind in der Situation,
- 6:37dass sie einfach auch, dass die Software ein Verfallsdatum sozusagen hat gefühlt und man
- 6:42dann eben sich verändern muss. Da gibt es ja auch diese Begrifflichkeiten. Also
- 6:47was unterscheidet dann SAP S/4HANA Cloud Public Edition von der Private Edition?
- 6:54Also es ist mit Sicherheit ganz sinnvoll, erstmal diese ganzen Begrifflichkeiten auseinander zu
- 6:59zerren. Wir haben das ganz häufig, dass eben Begriffe wie Cloud ERP, Public Cloud, Private
- 7:05Cloud erstmal total vermischt werden, obwohl sie einerseits ganz unterschiedliche Dinge, aber eben
- 7:11auch ganz unterschiedliche Ebenen beschreiben. Grundsätzlich ist es so, dass der Begriff Cloud
- 7:18ERP zunächst einmal ein ERP-System beschreibt, das als Cloud Service bereitgestellt wird.
- 7:24Und innerhalb von diesem Oberbegriff gibt es verschiedene Betriebs- oder eigentlich auch
- 7:30Bereitstellungsmodelle. Und SAP unterscheidet dabei vor allem zwischen Public Cloud und der
- 7:36Private Cloud. Die Public Cloud spezialisiert sich eigentlich weitgehend auf standardisierte
- 7:42Ansätze. Die Private Cloud, da gibt es ein bisschen mehr Flexibilität und eben Raum
- 7:48für individuelle Anpassungen. Aufbauend auf diesen Begriffen gibt es Programme,
- 7:55die Unternehmen helfen sollen, ihre Transformationen umzusetzen,
- 7:59also die bestehende ERP-Landschaft zu der neuen S/4HANA Landschaft zu bewegen.
- 8:05Und die Begriffe beschreiben wirklich diese unterschiedlichen Ebenen. Ein
- 8:09Cloud ERP ist eben die Lösung. Die Public und Private Cloud sind die Betriebsmodelle
- 8:15und das RISE oder das GROW sind eben die Angebote, mit denen die SAP die Einführung
- 8:22und eigentlich auch den Betrieb unterstützt. Laura noch hinterher gefragt ist es dann so,
- 8:28dass da die SAP stark auf das eine setzt oder wenn ja, warum?
- 8:32Ja, also tatsächlich sehen ganz viele unserer Kollegen, aber auch andere Softwarehäuser eben
- 8:39die Bewegungen Richtung Public Cloud. Und das hat verschiedenste Gründe. Also mit Sicherheit
- 8:45mehr als aktuell es hier aufzuzählen. Aber ich kann gerne mal irgendwie auf
- 8:492 bis 3 eingehen. Also der wichtigste Grund, warum man sich zum Beispiel zu
- 8:53einer Public Cloud entscheiden würde oder warum man auf eine Public Cloud setzt, ist
- 8:58eben, dass es keinen Ort gibt, wo eine Innovationsstelle entstehen kann. Neue Funktionen
- 9:06im Business AI, eine Fehlerbehebung oder Automatisierung lassen sich in einer Public Cloud
- 9:12zentral bereitstellen. Das heißt, Unternehmen profitieren sofort davon, ohne dass sie lange
- 9:17Upgrade Projekte irgendwo etablieren müssen und ist natürlich für ein Unternehmen, für unsere
- 9:24Kunden total attraktiv. Warum? Die Komplexität von Ihren Projekten, von Ihrer Software reduziert
- 9:30sich erheblich einfach nur durch eine Einführung von einer neuen, von einer neuen ERP-Landschaft.
- 9:38Genau. Andreas, da stellt man sich direkt die Frage wäre es nicht irgendwie sinnig,
- 9:43wenn es da eine Standardisierung gäbe, die für alle Sinn macht? Oder was sind da die Gründe,
- 9:47dass das nicht so ist? Ja, also ich kann erstmal nur unterstreichen,
- 9:52was die Laura gesagt hat. Also nochmal der Kern also für das Public
- 9:56Deployment-Modell ist tatsächlich, also ich habe unheimlich viele Prozesse Out of the box.
- 10:01Ja, ich habe über 800 Best Practices, sozusagen Scope-Items, die installiert werden können,
- 10:08vereinfacht gesagt und auch sofort genutzt werden können. Zudem haben wir Upgrade-Zyklen
- 10:13von zweimal jährlich, das heißt alle sechs Monate kommt ein neues Release
- 10:18raus. Das ist auch nicht optional, das ist verpflichtend. Das heißt,
- 10:22ich habe sämtliche Innovationen, die die SAP in dieser Zeit entwickelt hat, sofort zur Verfügung.
- 10:29Und das ist der große Unterschied, diese Geschwindigkeit, wenn man überlegt,
- 10:32so in der Vergangenheit, viele Kunden haben teilweise Systeme, die sind veraltet,
- 10:38teilweise Release Zyklen von 5, 6, 7, 8 Jahren. Ja, das heißt man hat früher auch sehr viel
- 10:45Innovation selbst gebaut, mit eigenen Entwicklern, mit Beratungshäusern. Und so weiter und so fort.
- 10:53Ich meine, die logische Konsequenz ist ganz einfach, man fährt sich fest im Endeffekt.
- 10:58Release-Upgrades sind immer schwieriger durchzuführen,
- 11:01wenn ich nicht im Kern arbeite, wenn ich keinen Clean Core habe. So nennt man das.
- 11:06Und das ist eigentlich der große Grund dahinter, weshalb diese Public Cloud Modelle so attraktiv
- 11:14sind. Ich meine, Microsoft und andere große Häuser machen das vor. Ich kann
- 11:18mir auch jetzt nicht aussuchen, welche Version von Outlook ich haben möchte.
- 11:24Ich bin da an Release Zyklen gebunden usw. Ich muss es nutzen und ich nutze es so wie
- 11:28es ausgeliefert wird. Und ähnlich ist auch der Gedanke bei der bei der Public Cloud.
- 11:34Mit dem Unterschied, dass es hier um ERP-Prozesse geht, wo viele Jahre
- 11:38an Erfahrung und Projekten reingeflossen sind, dass es dem Kunden ermöglichen soll,
- 11:43ganz einfach von dieser Erfahrung auch auf Knopfdruck mehr oder weniger zu profitieren.
- 11:49Es gibt natürlich auch noch Branchen oder Umfelder, wo man sagt, die Public Cloud
- 11:53ist da noch nicht für geeignet gerade so im validierten Umfeld, in der Pharmaindustrie,
- 11:59wo ich einfach diese sechsmonatigen Upgrades nicht machen darf, noch nicht. Auch dafür
- 12:04wird es Lösungen geben, mittelfristig. Und das ist eigentlich der große Unterschied. Ja,
- 12:09also viel Standard versus maximale Flexibilität.
- 12:14Ja, und gerade in unserer Branche merken wir auch, dass der Reifegrad mittlerweile von der
- 12:20SAP Cloud ERP, was unter Public Cloud lief früher von der Begrifflichkeit her,
- 12:29massiv gestiegen ist in den letzten acht neun Jahren, im Endeffekt, seit der ersten Version
- 12:35von 2017. Ich würde total gerne an der Stelle mit euch wirklich mal in die Praxis schauen,
- 12:43nämlich wie das denn tatsächlich dann ist, welche Branchen tatsächlich profitieren,
- 12:49wie so ein Transformationsprozess dann in der Praxis aussehen kann.
- 12:52Und letzte Begrifflichkeit würde ich aber vorher gerne noch ansprechen. Und zwar ja,
- 12:56ein Begriff, der auch immer wieder auftaucht, ist ja Fit-to-Standard. Was bedeutet der eigentlich
- 13:03konkret? Ich werfe mal den Ball einfach noch mal zu Laura rüber. Ja, Fit-to-Standard ist eigentlich
- 13:09ein Einführungsansatz, bei dem ein Unternehmen seine Geschäftsprozesse an die Standard Prozesse,
- 13:17die von SAP vorgegeben werden, anpasst und nicht umgekehrt.
- 13:21Früher wurde oft gefragt wie können wir das SAP an unsere Prozesse anpassen? Und
- 13:26heute lautet die Frage eher umgekehrt, nämlich: welche unserer Prozesse können wir vereinfachen
- 13:32und an den Standard ausrichten? Und das ist natürlich ein ganz anderer Denkansatz. Wie
- 13:38läuft das so konkret ab, wenn wir jetzt so mit dem Ansatz zum Kunden kommen,
- 13:44dann würden wir jetzt zum Beispiel mal den Einkaufsprozess uns angucken.
- 13:49In einem gemeinsamen Workshop mit dem Kunden würden wir dann eben diesen Standard Prozess,
- 13:54den sich die SAP durch Erfahrungen natürlich eben ausgedacht hat oder auch entwickelt hat,
- 14:01den würden wir uns gemeinsam mit dem Einkauf ansehen, den würden wir demonstrieren. Und der
- 14:05Fachbereich des Kunden prüft dann, ob das eben den fachlichen Anforderungen erfüllt,
- 14:12ob das diese Anforderungen erfüllen kann oder ob es hier eine Abweichung gibt.
- 14:15Und wenn das so ist, dann müssen wir erstmal feststellen,
- 14:19ist vielleicht die Anforderung des Kunden wirklich so wichtig,
- 14:22weil sie eben zu einem Wettbewerbsvorteil führt? Oder ist es vielleicht wirklich ein Prozess,
- 14:28der historisch gewachsen ist? Und dann muss man das erstmal bewerten. Das heißt, dieser
- 14:32Fit-to-Standard ist eben wirklich ein Workshop, in dem wir in eine große Diskussion rutschen werden,
- 14:37wenn es darum geht, ob Prozesse so beibehalten werden sollen oder ob wir sie anpassen können.
- 14:42Es bringt uns aber Laura wunderbar so ein bisschen in den nächsten Schritt,
- 14:44nämlich zur Frage. Ja, wir wissen jetzt erst mal so ganz grob die Begrifflichkeiten
- 14:50zu verorten. Aber die nächste Frage wäre ja eben, für welche Unternehmen die SAP
- 14:54Cloud ERP besonders geeignet ist. Andreas, wie geht ihr da ran an diese Frage? Also
- 15:00grundsätzlich ist das Cloud ERP für alle Firmen, also sämtlicher Größen geeignet.
- 15:07Ob jetzt im ein oder zwei Tier Szenario, muss man sich im Detail anschauen. Heißt natürlich auch für
- 15:12große Unternehmen, selbst sehr große prominente Automobilhersteller setzen teilweise auf Two-Tier
- 15:19Szenarien. Das heißt im Kern noch ja diese über viele Jahre gewachsene Lösung. Aber für gewisse
- 15:26Anwendungsbereiche oder auch Lokalisierung, Länder usw. dann halt tatsächlich die Public
- 15:31Cloud für gewisse Geschäftsbereiche, wie zum Beispiel im Bereich Finance usw. und so fort.
- 15:35Das heißt grundsätzlich für jede Branche geeignet, außer jetzt wie die Pharmabranche,
- 15:40die uns jetzt hier uns beide jetzt nicht so sehr betrifft. Aber grundsätzlich ist
- 15:45die Public Cloud für jedes Unternehmen, jeder Größe interessant. Es hängt natürlich auch daran,
- 15:52wie gehe ich damit vor? Wenn ich jetzt also ein sehr gewachsenes System habe,
- 15:57sehr groß bin, ist es oft sehr schwer zu sagen, ich setze noch mal neu auf.
- 16:01Ja, deswegen macht es hier Sinn, durchaus erst mal den Schritt über die Private Cloud
- 16:05zu gehen. Ganz einfach um zu skalieren und auch um auf den Kern zurückzukehren.
- 16:12Das heißt Entwicklung wieder entzerren, rausnehmen, Komplexität reduzieren auf SAP
- 16:17Standard, der sich ja auch in den letzten Jahren massiv erweitert hat, zu gehen,
- 16:23um dann hinterher auch den Schritt dann in die Public Cloud einfacher vollziehen zu können.
- 16:28Also man kann jetzt nicht sagen, dass es Branchen gibt, die da besonders profitieren,
- 16:31sondern das ist eher so ein breiter Blick, habe ich das richtig verstanden? Genau richtig,
- 16:35ja. Muss denn ein Unternehmen bestimmte Voraussetzungen mitbringen, damit die Cloud
- 16:41ERP erfolgreich funktioniert, Andreas noch nachgefragt? Ganz wichtig der Mindset. Ja,
- 16:46und das predigen wir eigentlich immer. Der Mindset ist das A und O in so einem Projekt.
- 16:51Das heißt die Bereitschaft, auch mit Standard zu arbeiten und ihn
- 16:55auch zu akzeptieren, ist das A und O ja. Wenn Unternehmen, die versuchen,
- 17:00ihre alten Prozesse nicht zu hinterfragen, sind zum Scheitern verurteilt bei so einer Cloud
- 17:07Einführung. Das wird nicht funktionieren. Das haben wir auch erlebt in Projekten.
- 17:13Ihr begleitet eben beide Unternehmen bei diesen Transformationen. Deswegen Laura, an dich noch
- 17:19mal gefragt, auch aus der vielleicht positiven Brille noch mal: Welche Vorteile sehen denn
- 17:25dann auch Kunden nach der Einführung tatsächlich? Oder gibt es da so Aspekte, wo man sagen könnte,
- 17:30das gibt den größten Unterschied im Alltag, die wir vielleicht konstatieren können? Also viele
- 17:37Kunden sagen zunächst einmal die geringere Komplexität während der Projektlaufzeit,
- 17:42weil es eben diese Einführungsstandards gibt, die wir dann gemeinsam mit dem Kunden umsetzen.
- 17:48Interessant wird es aber natürlich erst lange danach. Nämlich dann, wenn es darum geht,
- 17:52neue Funktionen schnell zur Verfügung zu stellen. Oder eben auch wenn es darum geht,
- 17:58internationale Standorte zu integrieren. Das sind alles Themen, in denen die Cloud wirklich
- 18:04eine ganz starke Stärke eben auch aufweisen kann. Es kann gegebenenfalls auch dazu kommen,
- 18:11dass eben die IT durch die Innovationen, die mit der Cloud kommen, eben auch entlastet wird.
- 18:16Also das sind alles Themen, die man langfristig eben vom Kunden
- 18:19immer wieder hören kann. Auch wenn man mal Richtung Zukunft blickt. Mit
- 18:24so einer Einführung von der Public Cloud hat man eben auch einen gewissen Standard,
- 18:27den die SAP sich vorstellt für neue Technologien wie zum Beispiel KI. Je standardisierter,
- 18:33eben unsere Prozesse, unser System ist, desto mehr können wir auch davon profitieren.
- 18:37Und das sind natürlich auch Themen, die werden erst in Zukunft noch von unseren
- 18:41Kunden widergespiegelt werden können. Aber wir sind schon gespannt auf die Rückmeldung. Das
- 18:46sind sicher Punkte, die uns immer mehr beschäftigen werden in jedem Bereich.
- 18:51Trotzdem haben wir gerade mal so ein paar positive Sachen rausgezogen. Und ja, nicht jedes Projekt
- 18:57läuft automatisch direkt erfolgreich. Vielleicht auch mal kritisch geschaut.
- 19:01Andreas, was sind denn vielleicht auch große Hürden in SAP Cloud ERP Projekten? Was muss
- 19:06man da vielleicht auch im Kopf behalten? Ja, also wie gesagt, der Cloud Mindset
- 19:10ist eigentlich der Rahmen, das Wichtigste überhaupt. Man braucht eine klare Struktur,
- 19:13auch das heißt Verantwortlichkeiten, auch Mitarbeiter oder Key-User wie
- 19:17man sie auch ganz gerne mal nennt, die auch bereit sind, diesen Weg mitzugehen,
- 19:21die verstehen, was dahinter steckt. Ja und genau, was auch die Laura eben gesagt hatte halt
- 19:26mit dem Ziel, langfristig skalierbar zu bleiben. Das heißt, von diesem schnellen Innovationsdruck,
- 19:32den wir ja haben, den wir alle haben, auch profitieren zu können. Das heißt auch bereit sein,
- 19:38entsprechend mal die 80 % Lösungen erstmal einzuführen und dann Sukzessive weiter
- 19:43zu verbessern. Das heißt, das ganze Thema Cloud ERP ist eine Reise aus unserer Sicht.
- 19:50Man macht es nicht einmal und dann ist gut, sondern man macht immer weiter. Das heißt man
- 19:55verfeinert, man richtet neue Geschäftsprozesse ein, Geschäftsmodelle. Momentan ist die Welt
- 20:01ja auch sehr schnell, was das angeht. Auch jetzt zum Beispiel in Bezug auf viele Unternehmen, die
- 20:07verkaufen ihre Produkte nicht mehr, die vermieten sie, stellen sie hin und die Kunden produzieren
- 20:12und zahlen im Endeffekt dann halt für den Output, der generiert wird und so weiter und so fort.
- 20:16Das bedingt natürlich, dass ich da ganz andere Geschäftsmodelle einsetzen muss. Ja,
- 20:22das heißt Subscription-Modelle zum Beispiel usw. und so fort. Und das
- 20:27ist eigentlich das A und O, die Struktur, die Organisation innerhalb der Kundenorganisation
- 20:33entsprechend aufzusetzen mit der Bereitschaft, auch ich sage mal, die Promotoren mitzunehmen,
- 20:39die das auch in die Breite tragen und auch diesen Mehrwert, den man dadurch hat.
- 20:43Ja, das heißt Skalierbarkeit, einfache Betreuung, geringere IT-Kosten und einfach Geschwindigkeit
- 20:52da mit reinzukriegen. Und das funktioniert nicht, wenn, wie wir eben schon gesagt haben,
- 20:57wenn alte Strukturen so bleiben und kein Signal gesetzt wird, wir gehen jetzt den
- 21:03innovativen Weg. Warum, Laura scheitern da vielleicht dann auch manche Projekte?
- 21:09Liegt das dann vielleicht auch am Punkt der Individualisierung? Könnte ich mir vorstellen.
- 21:14Ja, also das ist mit Sicherheit einer der Punkte. Also ich kann eigentlich auch darauf aufbauen,
- 21:18was Andreas gerade gesagt hat. Also für mich wäre wirklich auch dieser erste große Grund
- 21:23mit der Priorität eins, ist wirklich dieser Widerstand gegen Standardisierung. Und da
- 21:29kommt natürlich auch ganz oft zu tragen, dass eben ja einmal Prozesse natürlich auch mit Menschen,
- 21:36Organisationen zu tun haben, das heißt, die leben diese Prozesse schon seit vielen,
- 21:41vielen Jahren und dann möchte man das eventuell ablösen oder mit einem neuen
- 21:45Standard irgendwo etikettieren und dann kommt es natürlich erstmal zur Diskussion.
- 21:50Also das kann wirklich ein ganz großer Grund sein, warum etwas zum Scheitern verurteilt ist.
- 21:55Ich glaube, ein anderer wichtiger Grund wäre zum Beispiel eben auch das Thema Change Management.
- 21:59Also auch wir sind natürlich immer wieder angehalten, das immer wieder in Frage zu stellen,
- 22:05was bei unseren Projekten entschieden wird und was gesehen wird und was nicht gesehen wird. Das
- 22:11heißt, wir wissen ganz genau darum, dass eben dieses Veränderungsmanagement in diesem Projekt
- 22:18startet und dann eben mit uns zusammen eben im gesamten Unternehmen auch diskutiert werden muss.
- 22:23Also da lassen wir auch unsere Kunden nicht alleine. Wir wissen, dass das ein ganz
- 22:26wichtiger Punkt ist in solchen Projekten. Und da müssen wir natürlich auch ein Garant sein,
- 22:31dass das Projekt eben nicht scheitert. Und ist es denn so, dass dann man,
- 22:37wenn man in dem Projekt drin ist, dass man auch sagen kann, das ist jetzt auch wirklich
- 22:40vielleicht auf lange Sicht betrachtet günstiger oder kann man das nicht sagen, Public Cloud?
- 22:48Also die wirtschaftliche Rechnung ist natürlich jetzt nicht ganz so einfach. Ja,
- 22:52und ich sage mal, es sind Unternehmen, auch kleinere, die selbstgebaute Lösungen einsetzen,
- 22:59die natürlich in der Regel günstiger sind. Die Frage ist halt was, was bekomme ich dafür? Was
- 23:03bekomme ich für das, was ich bezahle? In der Public Cloud zahle ich im Endeffekt
- 23:10nach Usern und nach natürlich nach den Software Komponenten, die eingesetzt werden.
- 23:16Es gibt Komponenten die im Kern mit drin sind, die sind mit der Basislizenz soweit
- 23:21abgedeckt. Es gibt natürlich aber auch erweiterte Funktionalitäten,
- 23:25die auch über den Kern hinausgehen, wie zum Beispiel in die Sales Cloud oder
- 23:29auch erweiterte Funktionalitäten wie die erweiterte Verfügbarkeitsprüfung im Kern.
- 23:35Die kostet natürlich Geld. Das ist immer so ein, ich sage mal, ein Mischmasch.
- 23:40Man muss, im ersten Schritt macht man in der Regel einen sogenannten DDA, ein Digital Discovery
- 23:45Assessment, wo man genau die entsprechend, die Lizenznotwendigkeiten ermittelt. Ja,
- 23:51und oft ist es auch so, dass man sagen kann, okay, diese Funktion wäre jetzt schön zu haben. Ja,
- 23:58die macht durchaus Sinn, aber der Businessnutzen rechtfertigt die Extrakosten jetzt nicht.
- 24:04Das ist immer halt so ein Weg, den man in der ersten Phase in der Regel gemacht hat,
- 24:07wenn man in der Discovery ist und auch die Roadmap erstellt, wo man genau auf diese
- 24:11Punkte schaut und dann schaut, was kostet es im Endeffekt dann halt. Also deswegen diese Rechnung
- 24:20ist schwierig, muss aber gemacht werden, natürlich vor jedem Projekt.
- 24:25Andreas, ich danke dir. Eine letzte Frage möchte ich gerne auch aus der Praxis noch mit
- 24:29euch ansprechen. Es geht wieder um einen Begriff Clean Core. Und auch da gerne noch mal die Frage,
- 24:35was das denn in der Praxis bedeutet. Andreas sollen wir bei dir bleiben noch kurz? Ja,
- 24:40kann ich gerne erläutern. Also Clean Core heißt den Kern upgradefähig zu halten.
- 24:47Das gilt nicht nur für die Public, es gilt auch für die Private, im Endeffekt. Das heißt
- 24:51je cleaner mein Core ist, desto einfacher sind Upgrades auch in der Private Cloud.
- 24:55natürlich. Im Clean Core, in der Public oder im SAP Cloud ERP heißt es, ich habe gewisse Bereiche,
- 25:04in denen ich erweitern darf. Die sind aber festgelegt, die sind von der SAP festgelegt.
- 25:09Das sind In-Core Erweiterungsmöglichkeiten. Das heißt, ich kann In-Core, also in zertifizierten
- 25:16Umgebungen, tatsächlich auch Quellcode installieren, Quellcode entwickeln.
- 25:22Ich kann auch Customizen. Ja, also Clean Core heißt
- 25:26ich entwickle nur in den Bereichen oder darf nur in den Bereichen entwickeln, die mir eine
- 25:31Release-Upgradefähigkeit gewährleisten. Was ich sagte, diese sechs monatigen Zyklen halt,
- 25:37die ich machen muss und die macht die SAP, ob man das möchte oder nicht.
- 25:43Also die werden gemacht mit allen Vorteilen. Ich sage bewusst Vorteil, heißt natürlich auch
- 25:48ein bisschen Testaufwand in jedem Release Zyklus. Aber wie gesagt, dieser Clean Core
- 25:56ermöglicht das eigentlich erst, dass diese Upgrades möglich sind. Wenn ich so überlege,
- 26:01in der Vergangenheit, auch die On-Premise Lösungen. Das sind Upgrade Projekte,
- 26:05teilweise, die über ein Jahr, man muss sich das mal vorstellen ein Jahr und mehr teilweise, um ein
- 26:11Release Upgrade zu machen. Das ist Heutzutage ist das Wahnsinn und das hemmt Innovation,
- 26:16und das hemmt Geschwindigkeit usw. und genau da kommt das Cloud ERP, die Public Version natürlich
- 26:24deutlich besser bei weg in der Regel, als bei den On-Premise oder bei den Private Clouds.
- 26:28Laura hast du noch was dazu zu ergänzen? Du nickst gerade. Genau. Also ich würde
- 26:34auf jeden Fall gerne mal ergänzen, dass ich das ebenfalls auch so sehe,
- 26:37das ja Public Cloud eben eigentlich auch langfristig zum Standard werden wird. Also
- 26:41genauso wie das der Andreas gerade gesagt hat. Alleine die Geschwindigkeit ist das Thema,
- 26:46das unsere Kunden umtreiben wird. Und da ist einfach die Public Cloud unschlagbar.
- 26:50Das heißt, wir werden uns alle darauf gefasst machen müssen, dass wir vieles erstmal infrage
- 26:55stellen müssen mit dem Kunden zusammen. Viele Prozesse, viel Diskussion. Aber im Endeffekt
- 27:00wird es uns dazu bringen, dass wir wirklich einen der größten Mehrwerte erschließen können.
- 27:07Genau, also ich glaube, ein Cloud Projekt sollte eben eigentlich nicht
- 27:12mehr nur als reines IT Projekt verstanden werden, sondern wirklich eben als Chance.
- 27:16So wie der Andreas das gesagt hat, Prozesse, ganze Organisationseinheiten,
- 27:21die Zusammenarbeit zwischen den Abteilungen wirklich neu zu denken. Und wenn wir das machen,
- 27:25dann haben wir wirklich eigentlich eine Chance, langfristig einen großen Mehrwert zu erzielen. Es
- 27:30hört sich für die Zukunft vielversprechend an, ich würde gerne den Schluss nutzen. Natürlich ist ja
- 27:35immer die Chance da, eben mit euch tatsächlich ganz individuell ins Gespräch zu kommen.
- 27:40Aber was wir vielleicht noch mal auch allgemein zum Schluss festhalten könnten
- 27:44mit einem Blick in die Zukunft, da haben wir schon ganz viel KI angesprochen. Aber Laura,
- 27:49vielleicht gerade noch mal was würdest du sagen, welche Rolle werden Business AI,
- 27:53SAP Joule künftig spielen? Das wird eine ganz große Rolle spielen. Also
- 27:58ich habe das eben schon mal gesagt, das möchte ich ganz gerne mal vorziehen.
- 28:01Also die ganz große Bedingung zum Einsatz von KI ist wirklich Standard. Und zwar nicht nur, worauf
- 28:07ich immer sehr rumreite, die Prozesse, sondern eben auch ein hoher Standard von Datenqualität.
- 28:13Wenn das gegeben ist, dann wird das eine ganz große Rolle spielen, weil wir dadurch eben
- 28:18Routineaufgaben wirklich erledigen lassen können. Also das heißt, eine KI kann uns unterstützen. Es
- 28:24kann Informationen zusammenführen, es kann Mitarbeitende im Tagesgeschäft entlasten.
- 28:30Und das sind alles Dinge, die wollen wir natürlich für unsere Kunden und dazu müssen wir
- 28:34natürlich auch noch einiges erledigen. Andreas, Standardprozesse kann man das pauschal sagen,
- 28:39werden die für den Einsatz von KI wichtiger werden? Kann man das überhaupt so ansteigend
- 28:46festhalten? Das kann man auf jeden Fall, gerade wenn wir über diese Layer sprechen,
- 28:51wir haben unten den digitalen Kern, dann haben wir die, ich sage mal erweiterten Lösungen,
- 28:54halt Sales Cloud, Ariba für Einkauf usw. und so fort.
- 28:58Wir haben den Data Layer BDC und wir haben oben dann halt die KI mit den Agenten obendrauf. Und
- 29:04wenn man sich das mal anschaut, so im Querschnitt. Im Endeffekt kann das nur
- 29:08funktionieren, schnell KI einzuführen, wenn die Prozesse durchgängig miteinander
- 29:12verzahnt sind und funktionieren. Natürlich kann KI auch in Umgebungen funktionieren,
- 29:19die ich mir selbst aufgebaut habe. Nur ich habe halt diesen Vorteil der Standardisierung und der,
- 29:24ich sage mal, des Einsatzes auf Knopfdruck, den habe ich halt nicht in anderen Systemen.
- 29:32Also in der Public Cloud habe ich das, weil einfach diese Durchgängigkeit und diese
- 29:37Innovationen, die alle sechs Monate gelauncht werden oder auch in den Feature-Packs unterjährig,
- 29:43die geben das natürlich dann her, weil Prozesse, Daten optimal miteinander verzahnt sind.
- 29:53Was würdet ihr, und das vielleicht als Schlussfrage, welche Empfehlung würdet
- 29:56ihr vielleicht Unternehmen heute geben, die sich mit der Zukunft ihres ERP Systems beschäftigen?
- 30:01Mit der Frage: Wird denn vielleicht Public Cloud irgendwann zum Standard oder nicht?
- 30:06Oder was für eine Empfehlung hättet ihr für die Unternehmen? Laura, du zuerst. Ich denke,
- 30:14ich würde eigentlich immer empfehlen, nicht mit der Software zu beginnen,
- 30:18nicht mit der großen Software Frage, sondern vielmehr mit den Geschäftsprozessen.
- 30:24Wer versteht, was das Unternehmen wirklich einzigartig macht und wo die
- 30:29Standardisierung sinnvoll ist, der trifft am Ende auch die richtige Entscheidung zu
- 30:34der Software. Also ich würde sagen, das ist sozusagen eigentlich nicht die erste Frage,
- 30:39die man sich stellen sollte: Gehe ich auf eine Public,
- 30:41gehe ich auf eine Private? Sondern wirklich was macht mich aus und was brauche ich dazu?
- 30:45Andreas, was würdest du ergänzen? Also ich kann das nur das streichen,
- 30:49was Laura gesagt hat. Also nicht direkt mit der Produktentscheidung anfangen,
- 30:53was nehme ich? Sondern tatsächlich, also kritisch hinterfragen, was sind meine alten
- 30:57Sonderlösungen und was sind vor allen Dingen, was sind meine kritischen, wichtigen Prozesse?
- 31:01Damit anzufangen und zu schauen, inwieweit kann ich diese in der Public Cloud nutzen?
- 31:06Das heißt auf Basis von Scope-Items und mitunter auch durch Customizing und Erweiterungen. Und
- 31:14auch wirklich fairerweise natürlich dann auch die Public und die Private Cloud,
- 31:18Deployment-Modelle kritisch miteinander zu vergleichen,
- 31:21um zu schauen, welchen Weg gehen wir jetzt da zusammen? Also wie gesagt, zuerst die Prozesse,
- 31:28dann die Software. Genau wie die Laura auch gesagt hat. Genau das nehmen wir mit.
- 31:32Genauso wie eben natürlich die Möglichkeit, auch noch mal all das in einem kleineren
- 31:38Rahmen zu besprechen. Ich freue mich erstmal, dass wir uns herangewagt haben an diese große
- 31:42Thematik und ein Dank an euch, an Dich, Andreas Meyer, Laura Jakoby. Danke für
- 31:47das Gespräch. Vielen Dank auch. Danke auch. Das war re:invented, der Business Podcast
- 31:55von Scheer IDS. Mehr Impulse, Best Practices und Hintergründe finden Sie auf scheer-ids.de
- 32:03Wenn Sie wollen, hören wir uns in der nächsten Folge wieder. Bis dahin machen Sie's gut.