Latest / Hamburg-News – der aktuelle Nachrichten-Überblick um 17 h / Hamburg-News: Elbchaussee für Marathon umgebaut
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- Willkommen zu deinem täglichen News-Update. Dies sind die Themen vom 24. April. Groß angelegte Razzia in mehreren Wohnunterkünften an der Hamburger Reeperbahn. Tödlicher Unfall am Jungfernstieg wird neu aufgearbeitet. 2010-20 dürfte für Hamburg in Sachen Kreuzfahrt ein Rekordjahr werden. Müllbehälterparade am Elbstrand. Der Boden federt schön, staubt aber gewaltig. Es geht um den gerade hergestellten Belag im Bereich der Elbchaussee-Baustelle. Was derzeit viele Hamburger zu Fuß oder mit dem Fahrrad rege nutzen, bleibt allerdings nicht lange so. Denn es handelt sich dabei bloß um ein Provisorium, das extra für den Hamburg-Marathon am Sonntag zwischen dem Hohenzollernring in Othmarschen und dem Rathaus Altona aufgebracht wurde und das nach der Großveranstaltung wieder verschwinden wird. Das bestätigte der zuständige Hamburger Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer, LSBG, dem Abendblatt auf Nachfrage. Es wurde ein vier Meter breites Provisorium aus Glensander, Schotter, eingebaut. Nach dem Marathon wird dies wieder ausgebaut, erklärt eine Sprecherin. Und sie betont, die Arbeiten auf der Elbchaussee-Baustelle laufen parallel weiter. Das müssen sie auch. Denn offenbar ist man im Rückstand, was den Zeitplan angeht. Denn der Plan sah eigentlich ganz anders aus, was den Hamburg Marathon und die Strecke entlang der Elbchaussee angeht. Der ursprüngliche Bauablaufplan sah vor, dass bereits bis Ende April zumindest eine Asphaltbinderschicht eingebaut ist, auf der die Läufer und Läuferinnen laufen können. Durch den starken und lang anhaltenden Winter sind die Arbeiten verzögert, sodass das Provisorium nötig ist, erklärt die LSBG-Sprecherin. Warum eine Verlegung des Streckenverlaufs nicht möglich war, erklärt sie so. Eine Änderung der Route noch im Februar, März war nicht mehr möglich. Alternativ hätte der Marathon gegebenenfalls komplett ausfallen müssen. Groß angelegte Razzia in mehreren Wohnunterkünften an der Hamburger Reeperbahn und an der Straße Hamburger Berg. Dort haben Polizisten, Steuerfahnder sowie Mitarbeiter des Bezirksamts Hamburg-Mitte und des Jobcenters diverse Räumlichkeiten durchsucht, wie Bezirksamtssprecherin Elsa Scholz dem Abendblatt bestätigte. Zwei der Unterkünfte wurden wegen erheblicher Mängel geschlossen. Bei dem Einsatz ging es um den Verdacht auf Sozialleistungsbetrug im großen Stil und illegale Unterbringung. Dem Jobcenter lagen Daten vor, die insgesamt 23 Bedarfsgemeinschaften mit 37 Personen in den Objekten vermuten ließen, darunter 13 Kinder. Überprüft wurde insbesondere, ob eine Überbelegung der Räume vorliegt, ob die gemeldeten Personen tatsächlich dort wohnen und ob sich weitere, nicht gemeldete Personen in den Objekten aufhalten. Wegen unhaltbarer Zustände mussten die Behörden schließlich zwei Wohnunterkünfte schließen. In beiden Immobilien habe es keine Kochmöglichkeit, keine Waschmaschinen, vielfach keine Möglichkeit, Kleidungsstücke unterzubringen, gegeben. Wie das Jobcenter-Team Arbeit Hamburg nach der Überprüfung mitteilte, gab es in den Unterkünften dafür teils offene Stromleitungen und eine deutliche Überbelegung. Fast zwei Jahre nachdem ein Fahranfänger am Hamburger Jungfernstieg einen Familienvater totgefahren hat, wird der schockierende Unfall womöglich neu aufgearbeitet. Die Witwe des Verstorbenen habe Beschwerde gegen die Einstellung der Ermittlungen eingelegt, teilte die Staatsanwaltschaft auf Anfrage mit. Auf Anordnung der Generalstaatsanwaltschaft wurden die Ermittlungen wieder aufgenommen, so Oberstaatsanwältin Melina Traumann. Unter anderem sei ein ergänzendes Gutachten in Auftrag gegeben worden. Die Staatsanwaltschaft hatte vor einem Jahr die Ermittlungen gegen den Unfallverursacher eingestellt. Hierfür war ein neurologisches Gutachten entscheidend. Es attestierte dem damals 18-Jährigen, dass er kurzzeitig das Bewusstsein und damit einhergehend die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren hatte. Die Anklagebehörde sah deshalb keine Anhaltspunkte, dass der junge Mann jederzeit mit einer solchen Situation hätte rechnen müssen. Der 18-Jährige war am Vormittag des 2. Juli 2024 mit einem mehr als 600 PS starken Mercedes-AMG über den Ballindamm gerast. Der Vater saß damals auf dem Beifahrersitz. An der Kreuzung zum Jungfernstieg fuhr der Sportwagen geradeaus über den Gehweg und durch die Außenbestuhlung eines Restaurants kollidierte mit einem am Resendamm geparkten Transporter und durchschlug schließlich den Eingang der dortigen Haspa-Filiale. Der Transporter war durch die Wucht des Aufpralls auf einen Fußgänger geschoben worden. Der 39-Jährige, ein Mitarbeiter der Hamburger Hochbahn, erlag wenig später seinen Verletzungen. Er hinterließ seine Ehefrau und einen kleinen Sohn. 2026 dürfte für Hamburg in Sachen Kreuzfahrt ein Rekordjahr werden. Doch während Und Woche für Woche zahlreiche Urlauberschiffe die Elbe hinaufziehen und an einem der drei Terminals festmachen, stellt sich manchem Bewohner am Ufer mitunter die Frage, was hat die Stadt eigentlich davon? Eine neue Wertschöpfungsstudie gibt darauf nun eine konkrete Antwort. Für 2024 errechnet die Untersuchung, die Experten der Universität Hamburg und der Economic AI GmbH im Auftrag von Hamburg CruiseNet und der Freien und Hansestadt Hamburg erstellt haben, einen Beitrag von 727,4 Millionen Euro zur Bruttowertschöpfung in der Region Hamburg sowie mehr als 7.000 zusätzliche Vollzeitstellen. Damit bekommt der Boom an der Elbe eine greifbare wirtschaftliche Dimension. Die Studie weist für 2024 einen regionalen Produktionswert von rund 1,7 Milliarden Euro aus. Dieser Wert beschreibt den gesamten in Geld gemessenen wirtschaftlichen Output, den die Kreuzfahrt in Hamburg auslöst. Dazu zählen Umsätze und Leistungen, die direkt, indirekt und induziert entstehen. Der Produktionswert umfasst auch Vorleistungen, also alles, was Unternehmen wiederum einkaufen müssen, um ihre Leistungen zu erbringen. Etwa Waren, Energie, externe Dienstleistungen oder Zulieferungen. Die Bruttowertschöpfung zieht diese Vorleistungen ab und zeigt damit präziser, was wirtschaftlich in der Region tatsächlich hängen bleibt. Der Anblick ist jedes Frühjahr beeindruckend. Dicht an dicht reihen sich die knallroten Müllbehälter der Hamburger Stadtreinigung am Elbstrand in Oevelgönne aneinander. Mit der Installation der Abfalleimer ist die Freiluftsaison an den Stadtstränden im Hamburger Westen eröffnet. Während im Winter lediglich 45 Abfalleimer entlang des Flussufers positioniert werden, steigt die Zahl im Frühjahr auf insgesamt 220. Aber ist die schiere Menge an roten Containern in Oevelgönne tatsächlich notwendig, um den Abfall aufzunehmen? Oder sind die Besucher des Elbstrands nur besonders unwillig, mehr als ein paar Meter zum nächsten Mülleimer zu laufen? Unsere Erfahrung zeigt, dass die Behälter insbesondere nach Wochenenden mit gutem Wetter vollständig gefüllt sind, sagt Anna-Maria Jeske, Sprecherin der Stadtreinigung. Die hohe Anzahl an Abfalleimern trage dazu bei, dass Unrat zuverlässig entsorgt werde. Um des Mülls Herr zu werden, der trotzdem im Sand landet, sind täglich zwei Trecker unterwegs, die mit Frontladern ausgestattet sind. Die Stadtreinigung setzt außerdem einen Beachcleaner ein, der den Sand durchsiebt und so Müll herausfiltert. Insgesamt beackert die Hamburger Stadtreinigung 127.000 Quadratmeter Strand. Zum Podcast-Tipp des Tages. In 040 Hamburg streng vertraulich sprechen Matthias Iken und ich über die Olympia-Bewerbung, die spätestens diese Woche in die entscheidende Phase eingetreten. Und natürlich geht es auch um Bundesliga-Fußball. Und sei es nur, weil der liebe Kollege seinen FC St. Pauli eigentlich schon abgeschrieben hat. Wer solche Fans hat, braucht keine Gegner mehr. Das war dein tägliches News-Update, erstellt mithilfe von künstlicher Intelligenz. Wenn dir diese Episode gefallen hat, abonniere unseren Podcast und teile ihn mit deinen Freunden. Bis zum nächsten Mal.