Latest / Ab ins Bett - Die tägliche Gute-Nacht-Geschichte / #2227 Leo und das Papierflugzeug
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- Leo und das Papierflugzeug Ab ins Bett mit Marco König · Folge 2227 · Donnerstag, 1. Oktober 2026 00:00 Diese Werbung unterstützt Ab ins Bett dabei, unabhängig zu bleiben. Liebe Eltern, der Oktober hat angefangen und damit auch die Zeit, in der man sich schon Gedanken über den Advent macht. Ihr kennt das: Jedes Kind hat einen Kalender. Ja, und jeden Morgen ist die Schokolade dann in fünf Sekunden weg. 00:16 Beim Ab ins Bett Adventskalender braucht ihr nur einen und bekommt jeden Abend mindestens eine Viertelstunde, denn jeden Abend gibt es eine von 24 Geschichten mit Pupsi, dem kleinen Elefanten. Fünf Minuten davon hört ihr jetzt schon kostenlos auf abinsbett.net Schrägstrich Türchen eins. Werbung Ende. 00:38 Ab ins Bett, ab ins Bett, ab ins Bett, ab ins Bett, der Kinderpodcast. Hier ist euer Lieblingspodcast, hier ist Ab ins Bett, ich bin Marco. Ich begrüße euch heute Abend zur 2.227. Gute-Nacht-Geschichte. Vorher wie immer das Recken und das Strecken. 01:01 Nehmt die Arme und die Beine, die Hände und die Füße, und reckt und streckt alles so weit weg vom Körper, wie es nur geht. Macht euch ganz, ganz lang. Spannt jeden Muskel im Körper an. Und wenn ihr das gemacht habt, dann lasst euch ins Bett hineinplumpsen und sucht euch eine ganz bequeme Position. 01:25 Und heute Abend, bin ich mir sicher, findet ihr die bequemste Position, die es überhaupt bei euch im Bett gibt. Hier ist die 2.227. Gute-Nacht-Geschichte für Donnerstagabend, den 1. Oktober. Leo und das Papierflugzeug. 01:49 Leo ist ein ganz normaler Junge. Es ist ein ganz normaler Tag, es kann sogar heute sein. Der letzte Buntstift ist der hellblaue. Leo hält ihn ganz locker, so wie es ihm Oma gezeigt hat. Er malt damit etwas aus. Eine Feder. Er hat die ganze Woche an diesem Vogel gemalt. Jede Feder hat eine andere Farbe. 02:19 Kirschrot, Sonnengelb, Tannengrün, Pflaumenlila. Und er hat kein einziges Mal über den Rand hinausgemalt. Es ist die letzte Seite in seinem Malbuch. Leo betrachtet sie lange. Dann reißt er sie heraus, ganz langsam, damit nichts einreißt. Was machst du da?, fragt Fenja. 02:44 Fenja ist seine kleine Schwester. Sie steht in der Tür. Ein Flugzeug, sagt Leo. Und du darfst nicht mitmachen, das ist nämlich meins. Fenja schiebt ihre Unterlippe vor und tapst zurück ins Wohnzimmer. 02:59 Leo legt das Blatt auf den Schreibtisch. Er knickt es in der Mitte und fährt mit dem Daumennagel über die Kante, bis sie ganz scharf ist. Dann die Ecken nach innen, noch einmal, und dann die Flügel. Alles sitzt. Am Ende ist der bunte Vogel, den er ausgemalt hat, auf beiden Flügeln zu sehen. So, als würde er selber fliegen. 03:27 Leo hebt den Flieger hoch. Das Papier zittert, erst an der Spitze, dann an den Flügeln, und es löst sich von seinen Fingern. Der Papierflieger hebt ab und dreht drei Runden unter der Zimmerlampe. Er landet auf Leos Schulter. Leo hält die Luft an. 03:50 Danke, sagt auf einmal der Flieger. Du hast mich so lange und so sorgfältig ausgemalt. Dann hast du mich so gründlich gefaltet. Es war so schön, so lebendig. Deswegen bin ich aufgewacht. Du kannst sprechen, sagt Leo. Und fliegen, sagt der Flieger. Aber ich habe noch nie den Himmel gesehen. 04:13 Auf meiner Seite im Malbuch gab es nur einen weißen Rand. Zeigst du mir den Himmel? Zeigst du mir den Himmel? Leo schaut zum Fenster. Der Papierflieger will es wirklich wissen. Aber draußen ist es schon dämmrig. Raus darf er jetzt nicht mehr. 04:31 Doch Leo fällt was ein. Über seinem Hochbett, da ist doch das Fenster, und von da aus kann man durch die Scheibe direkt in den Himmel schauen, wenn man im Bett liegt. Ich weiß, wo, sagt Leo. Komm mit. Der Flieger segelt los, aber er scheint sich zu verfliegen. Er biegt ab, nicht zum Hochbett, sondern in den Flur. Ich will erst alles sehen, sagt der Flieger. 04:59 Leo flitzt hinterher. Der Flieger gleitet am Garderobenständer vorbei, da hängt Papas Jacke, dann über das Bücherregal im Wohnzimmer, und zum Sofa segelt er, zu Kater Bruno. Der öffnet erst ein Auge, dann das zweite. Sein Schwanz zuckt hin und her. Leo weiß, was das bedeutet. Oh nein!, ruft er. Aber Bruno springt auf, und seine Pfote saust durch die Luft. 05:31 Sie ist da, wo eben noch der Flügel von seinem Papierflieger war. Der Flieger macht einen Haken und landet auf dem Vorhang. Bruno setzt sich drunter und starrt nach oben. Leo hat eine Idee. Er holt ein Wollknäuel aus Mamas Strickkorb und rollt es über den Teppich bis zum Esstisch. 05:54 Bruno schaut noch einmal hoch zum Flieger, dann zum Wollknäuel, und er macht das, was er am liebsten macht. Er jagt dem Knäuel hinterher. Schnell!, sagt Leo, und er winkt dem Flieger zu. Das heißt so viel wie: Komm mit mir in mein Zimmer zurück! 06:13 Doch an der Zimmertür steht Fenja. Sie sieht den Flieger. Ihre Augen werden groß. Ein Vogel fliegt bei uns in der Wohnung, sagt Fenja. Nein, Fenja, nicht!, sagt Leo. Aber Fenja streckt ihre Hände nach oben, greift in Richtung des Fliegers, oder des Vogels, und möchte ihn festhalten, damit er nicht weiterfliegt. 06:41 Es knistert, und sie hat ihn gefangen. Es ist kein Flieger mehr. Das, was eben gerade noch als Papierflieger und bunter Vogel in der Luft war, das ist in Fenjas kleinen Händen nur noch eine zerknüllte Kugel. 06:59 Leo spürt, wie er sauer wird. Du hast ihn kaputtgemacht!, sagt er und holt tief Luft, um nicht noch mehr zu schimpfen. Doch dann sieht er, dass Fenja weint. Dicke Tränen laufen ihr über die Wangen. Leo, das wollte ich nicht. Leo versteht, dass Fenja doch nur mitspielen wollte. 07:22 Er setzt sich auf den Teppich. Gib mal her, wir machen das wieder heil, sagt er, und er weiß gar nicht so richtig, was er denken soll. Er ist ein bisschen sauer auf Fenja. Aber es ist doch traurig, dass sie traurig ist. Und er ist sauer auf sich selber. Sauer, dass sie nicht mitspielen durfte. 07:42 Leo faltet die Kugel, das Knäuel, ganz vorsichtig auf. Das Papier ist voller Knicke, kreuz und quer. Es sieht aus wie eine Landkarte mit tausenden Straßen. Der Vogel ist noch da. Er ist immer noch bunt, aber ein bisschen zerknittert. 07:59 Fenja und Leo versuchen, den Papierflieger gemeinsam zu reparieren. Leo streicht von der einen Seite, Fenja von der anderen, immer wieder, bis das Papier fast glatt ist. Ob der noch mal fliegen wird?, fragt Leo, und er ist skeptisch. 08:19 Fenja hat eine Idee. Sie faltet den Flieger noch einmal zusammen, so, dass es kein Papierflugzeug, sondern ein Papiervogel ist. Und am Ende sieht dieser kleine Papiervogel wunderschön aus, mit seinen kirschroten und sonnengelben Flügeln. Aber fliegen wird er nicht mehr, meint Leo. 08:44 Doch dann zittert eine Flügelspitze. Der Vogel schüttelt sich wie ein Spatz nach dem Baden. Er schlägt mit den Flügeln. Ihr habt mich so sorgfältig gefaltet, sorgfältiger als jemals zuvor. Zu zweit. Und jetzt kann ich sogar flattern. 09:06 Fenja quietscht vor Freude. Leo nimmt Fenja an die Hand. Komm, wir zeigen ihm den Himmel. Zusammen klettern sie auf Leos Hochbett. Der Himmel ist orange. Ein erster Stern blinkt auf. Der Vogel sitzt auf der Scheibe. Und?, fragt Leo nach einer Weile. Das ist ja viel größer als die Seite im Malbuch. 09:38 Fenja und Leo beschließen, dass sie morgen den ganzen Tag noch ganz viele Vögel malen und Papierflieger falten, oder Papiervögel. Leo weiß genau wie du: Jeder Traum kann in Erfüllung gehen, du musst nur ganz fest dran glauben. Und jetzt heißt's, ab ins Bett und träumt was Schönes. 10:01 Bis morgen ab 18 Uhr auf abinsbett.net. Gute Nacht, und bitte vergesst nicht, dem Podcast zu folgen und ihn zu bewerten. Dankeschön. --- Alle Folgen und mehr: https://abinsbett.net Den Podcast unterstützen: https://abinsbett.net/support