Latest / Border Allein – Selbstführung für emotional intensive Menschen / #28 - Border zu zweit
Transcript
- 0:02Border allein. Das Hörbuch eines Depressiven?
- 0:07Von und mit Sven. Triggerwarnung dieser Podcast
- 0:13enthält Inhalte, die zum Nachteil eines depressiv oder
- 0:19akut depressiv Erkrankten dienen könnten.
- 0:22Also bitte, wenn ihr euch dem nicht gewachsen fühlt.
- 0:26Bitte schaltet ab ansonsten viel Spaß mit Hashtag Border allein,
- 0:31ja, dann Lets Go herzlich willkommen bei Border.
- 0:34Allein heute habe ich die Laura hier sitzen sag mal, sag mal,
- 0:38Hallo hallöchen, sag ich hier mal hallöchen.
- 0:40Sagt Simon. Die Laura ist irre.
- 0:44Genau wie du genau genau, wir müssen das Mikro ein bisschen,
- 0:47wir müssen zusammenrücken. Laura ja, wir müssen ins Mikro
- 0:50gleich weil ich hab nur ein Mikro bei.
- 0:53Und ja, das ist das erste Mal, dass ich ein Interview hier in
- 0:56dem Format für und. Ja, vielleicht stellst du dich
- 1:00einmal kurz vor, erzählt so viel, wie du willst und wenn du
- 1:03irgendwas nicht sagen willst oder nicht, oder die Fragen, die
- 1:06irgendwie zu weit gehen oder keine Ahnung tut, einfach
- 1:11Scheiße findest und sagst du einfach ok natürlich was machen
- 1:14dann Homer rein? Also ich bin Laura 24 Jahre alt,
- 1:18sieht aber viel viel viel älter aus arbeitung Dankeschön.
- 1:23Ja, ich bin zur Zeit in einer Klinik, wo jetzt die Entlassung
- 1:27angestrebt wird. Anfangs war der Verdacht, dass
- 1:31ich eine Depression habe, jetzt vor einer Woche hat sich das
- 1:36Ganze nochmal geändert. Ich habe eine
- 1:39Persönlichkeitsstörung, also eine emotionale, instabile
- 1:43Persönlichkeitsstörung. Jetzt sage ich das richtig so
- 1:46Vorgespräch gar nicht gerade nichts rausgekriegt das Wort die
- 1:50MMMM ein zungenbrecher ist, das finde ich.
- 1:53Bekannt als Border allein Mann aha, ja schrägstrich genau ja,
- 2:01mir geht es momentan gut. Ja, ich freu mich auf meine
- 2:05Entlassung. Ja, das war es jetzt erstmal ja,
- 2:10wie ist das denn? Wie ist das denn bei dir?
- 2:12Wie hat sich das denn überhaupt rausgerückt?
- 2:14Also man muss dazu sagen du bist noch in einer stationären in
- 2:18einem in einem stationären Aufenthalt ja ja und wie lange
- 2:23bist du jetzt? Oh, das ist eine gute Frage.
- 2:26Ich boah, ich hab gar nicht mal mitgezählt.
- 2:28Also ich bin seit 17.5. In einer genau in einem
- 2:32stationären Aufenthalt. Da gab es leider Höhen und
- 2:36Tiefen. Und ich musste zeitweise auch
- 2:39leider auch. Auf eine geschlossene Station
- 2:43magst du sagen, warum ja, das waren halt sehr negative
- 2:48Gedanken, die ich im Kopf hatte, dass ich sogar aus der Klinik ja
- 2:52rausgegangen bin und in einen Garten gegangen bin.
- 2:57Also ja, ich weiß gar nicht wissen Sie eigentlich alle, wo
- 3:00wohnst also kann ich den Ordner sagen, nehmen wir halt in
- 3:03Nordwalde, Nord und Klinik halten wir hier anonym okay,
- 3:06dann ja, auf jeden Fall. Ich musste weit reisen
- 3:09hinzukommen. Ich Übernachtung und so zum
- 3:12Glück gibt es noch das 9€ Ticket.
- 3:14Ne Nein, okay okay lassen wir das hab ich in mein Auto
- 3:19getankt, aber naja, egal wurden Witz reißen, der war nicht so,
- 3:23doch der Lieder war super, der war super, ne auf wieviel
- 3:27Schenkelklopfer ja, ich war halt in so einem Botanischen Garten.
- 3:31Es gibt ja in jeder Stadt ja und da hab ich halt versucht mich
- 3:37Anfang selber zu verletzen und bin dann halt auf die Idee
- 3:40gekommen, auch meine. Pulsadern aufzuschneiden was
- 3:43letzten Endes leider nicht funktioniert, aber was heißt
- 3:46leider nein? Es hat nicht funktioniert, da
- 3:48bin ich jetzt heute auch sehr froh darüber.
- 3:50Ich musste halt zurück. Die Wunde musste versorgt werden
- 3:54und ich wurde halt dann direkt ganz anders eingestuft, dass ich
- 3:58halt wieder in einen. Ja, wie soll man das Sagen in
- 4:03ein sicheres Umfeld muss und da ist dann halt leider die
- 4:06geschlossene Station halt sicherer, weil mir dann halt
- 4:10auch Gegenstände abgenommen werden, die dann spitz sind.
- 4:14Da war ich dann für paar Tage und bin dann halt wieder auf die
- 4:18offene gekommen, wo ich auch sehr froh darüber bin.
- 4:22Ja, ich konnte mich in der Anfangszeit nicht so wirklich
- 4:24öffnen. Bei der Therapeutin, bei den
- 4:27Ärzten oder generell die Therapien auf mich nehmen, weil
- 4:30ich einfach generell. Sehr durcheinander war.
- 4:34Ja, dann hatte ich halt leider auch Moment.
- 4:37Leider die Regel gebrochen habe in so einem wenn man halt in
- 4:41einen stationären Aufenthalt ist, darf man halt keinen
- 4:44Alkohol konsumieren oder generell auch keine anderen
- 4:46Drogen konsumieren und ich wollte mich halt.
- 4:51In manchen Momenten betäuben, so nenne ich das einfach einfach
- 4:56nicht, diesen Schmerz zu fühlen und ja, ich wurde leider
- 4:59erwischt. Ich sag schon wieder leider, ich
- 5:01wurde er wirklich glaubt vielleicht ich meine Damen ist
- 5:04ja im Vorgespräch geklärt, manchmal ist das leider
- 5:07vielleicht sogar so ein Richtungsweisender eher so eine
- 5:10richtungsweisende Richtung oder so vielleicht im Zuge der
- 5:14Verbesserung, dann ja ja genau genau man verschlimmbessert das
- 5:17erstmal, aber dann hinter ja lernt hier auch dann raus.
- 5:21Richtig richtig, ich hab das ganze jetzt.
- 5:22Also generell auch die Situation, was alles so passiert
- 5:25ist, auch reflektiert und also ich bereue es auf jeden Fall,
- 5:28was ich so gemacht habe, weil du musst, du musst das nicht sagen,
- 5:33ne doch ich brauch okay, das sind halt einfach ein impulsiver
- 5:37Handlungen, die ich geführt habe.
- 5:39Ich bin halt auch leider. Ja, da in der Klinik gibt es
- 5:45halt ein Flachdach. Da war ich halt auch aufm Dach.
- 5:49Das Ganze hat natürlich so meine Situation nochmal anders
- 5:52eingestiegen ja, wasch gedacht, du bist Karlsruhe vom Dach und
- 5:56hast ein Propeller am Kopf oder ne?
- 5:58Ich wollte tatsächlich aus der Klinik fliehen, weil ich hab die
- 6:02offenen aufnehmen, weil ich war unter Beobachtung, weil ich
- 6:06zuvor ja erwischt wurde, dass ich Alkohol konsumiert habe und
- 6:09ich dachte halt klar, da sind überall auch Zäune, aber jetzt
- 6:13nicht so wie im Gefängnis also man soll jetzt nicht denken, das
- 6:16ist jetzt. Ja, du weißt, was ich meine, ich
- 6:19höre das jetzt gar nicht gut erklären.
- 6:22Ich weiß genau was du meinst, ich war ja auch auf der offenen
- 6:24und ja, es gibt da Zäune, aber das ist dann eher dafür gedacht,
- 6:28dass vielleicht andere nicht reinkommen oder irgendwelche
- 6:30Hasen oder so alles rein und natürlich können wir überall
- 6:33kann man jederzeit gehen, kommen und gehen wie man will.
- 6:36Eigentlich aber es gibt halt einfach nur mal regeln, die man
- 6:38sich zu halten hat. Man halt ausgangszeiten sich
- 6:41nicht dran hält dann muss man halt aus der Klinik raus, dann
- 6:43ist halt einfach so. Das ist ja wie du schon sagst
- 6:45kein Gefängnis. Soll ja, es soll ja zur ja, wenn
- 6:49ich im Krankenhaus bin und leg dein Feuer muss ich dann auch
- 6:51nach Hause gehen, wahrscheinlich egal gebrochenes Bein ab.
- 6:55Gibt hat Konsequenzen dann meistens ja.
- 6:58Worauf ist denn bei dir alles zurückzuführen?
- 7:00Magst du erzählen, was so die die Auslöser waren oder was?
- 7:04Was für Auslöser du vielleicht vermutest, die dich ja in die?
- 7:09In die Situation eine Situation in die Krankheit getrieben
- 7:12haben, weil ich sag ja immer wieder wie Krankheit hat, jeder
- 7:14in sich Depressionen, Borderline und wann auch immer hat jeder in
- 7:17sich. Bei dem einen bricht es aus
- 7:18durch irgendwelche Erlebnisse, bei dem anderen eben nicht.
- 7:21Der eine kann besser damit umgehen, als der andere zählen
- 7:24oder so suchen gute Frage ja ich also, ich hab halt, sag ich mal
- 7:30jetzt nicht so eine schöne Kindheit gehabt.
- 7:34Das ist auch sehr kompliziert. Also das könnte ich jetzt hier
- 7:37nicht ins Detail erklären, weil. Da für würde die Folge einfach
- 7:42zu lang gehen, sagen wir es einfach so ich hab halt Kind
- 7:45nicht die Zuneigung bekommen die Liebe, die Aufmerksamkeit und
- 7:50das Vertrauen, was halt echt wichtig ist als Kind zu spüren
- 7:55zu bekommen und dadurch ja weil mein Staat sag ich mal ins Leben
- 8:01nicht so einfach in der Schule. Hab ich dann halt gemerkt, dass
- 8:07meine Freunde ganz andere Familienverhältnisse haben?
- 8:09Das war für mich auch dann sehr schwierig einzuschätzen, wie das
- 8:13dann ja mit mir weitergeht. Ja, dann hab ich auch nach der
- 8:19Schule eine Ausbildung angefangen auch zu Ende gemacht.
- 8:23Das war aber auch sehr holprig, weil da wurde ich leider
- 8:26ausgenutzt und hab da auch das erste Mal so richtig Mobbing
- 8:30mitbekommen, also an der eigenen Haut oder so ja ne eigenen Leid
- 8:37ja, und das war dann halt auch Momente, die mich echt
- 8:40runtergezogen haben und ja, ich hab aber alles in mich
- 8:44reingefressen. Und dann?
- 8:47Irgendwann habe ich halt gemerkt irgendwas stimmt nicht mit mir
- 8:50und da hab ich dann jetzt das geäußert die sich das stimmt
- 8:53nicht mit mir ich hab halt gemerkt, dass ich, wenn ich
- 8:57traurig bin, dass ich das viel intensiver fühle als andere und
- 9:02bei mir hat die Psyche auch psychosomatische Symptome
- 9:05ausgelöst. Ich hatte jeden Monat eine
- 9:07Blasenentzündung. Dachte anfangs, es liegt an dem
- 9:11also einem Stress auf der Arbeit oder hab auch gedacht, das kommt
- 9:14von meinem Exfreund ne, aber das waren Warnsignale von meinem
- 9:18Körper also praktisch so eine Schutzfunktion die dann
- 9:20einsetzt, die sich dann meistens in irgendwelchen Schmerzen,
- 9:24Entzündungen oder sonst irgendwas dann halt auswirkt.
- 9:26Ich kenne das selber ja genau das ist halt leider der Körper
- 9:30schickt dir Warnsignale. Anfangens ja, sucht man halt
- 9:34andere Fehler aber es ist halt leider die Psyche und da kommt
- 9:39man halt s. Ja, das ist eigentlich immer
- 9:41komischerweise, obwohl das eigentlich mittlerweile in der
- 9:44Mitte der Gesellschaft angekommen ist.
- 9:45Das ganze Thema Depressionen ist es so, dass jeder Hausarzt
- 9:48erstmal her geht und natürlich organisch alles ausschließt.
- 9:51Dann werden Blutbilder genommen und ich meine Depressionen und
- 9:54kannst du nicht im Blut sehen, die kannst du nicht in den
- 9:56Organen sehen. Wie siehst du nirgendwo?
- 9:57Und dann ist dann meistens immer eine extrem lange Zeit ins Land
- 10:01gezogen, bis dann nur der Verdacht geäußert wird, könnte
- 10:05ja sein, das ist eine Depression ist gehen sie doch da da und da
- 10:10hin und dann hat man ja meistens Probleme.
- 10:11Erwartet keine Ahnung 34 Monate auf einen Termin und da geht mal
- 10:15locker Sonja und darüber ins Land.
- 10:18Stoppe das trägt irgendwie so parallel direkt abschicken lässt
- 10:21weißt du ja, ich weiß, was du meinst, das ist sehr, sehr
- 10:23schwierig. Erst mal zu erfahren, dass es
- 10:27halt überhaupt, ja leider eine Depression sein kann.
- 10:30Bei mir hat es auch sehr lange gedauert.
- 10:33Ich wurde letztes Jahr öfters von meinem Hausarzt
- 10:37krankgeschrieben. Er meinte auch ich brauch
- 10:40erstmal ein bisschen Zeit für mich, weil es auf der Arbeit
- 10:42halt drunter und drüber lief, also so hart wieso Burnout?
- 10:47So ungefähr ja, das hat er nie geäußert.
- 10:52Ich weiß auch gar nicht wie er also was welcher Grund also es
- 10:56gibt ja immer so Indikationen, wie man krankgeschrieben wird.
- 10:59Ich weiß jetzt gar nicht mehr, wie er mich krankgeschrieben
- 11:01hat. Aber er meinte halt ich brauch
- 11:03einfach mal ein bisschen Zeit für mich, sag ich mal so ein
- 11:06extra Urlaub wurde dann halt für 2 Wochen krank geschrieben, hab
- 11:11dann gemerkt, ich brauch aber noch mehr Zeit und dann wurde
- 11:14ich halt auch mal länger krankgeschrieben.
- 11:16Bis ich halt dann das erste Mal einen ganz krassen Tiefpunkt
- 11:21war, wo ich halt. Ja, auch leider versucht habe
- 11:26mir die Pulsadern aufzuschneiden und da hats dann echt angefangen
- 11:30echt scheiße, ich bin echt am Boden.
- 11:32Ich brauch jetzt wirklich eine Hilfe um mich herum.
- 11:35Ich kann nicht allein sein, ja und dann hat es angefangen mit
- 11:38der Klinik. Ich meine, ich kenn das.
- 11:40Ich kenne diese Gedanken daran, ne an an Suizid, also soziale
- 11:44Gedanken. Das kenne ich, aber ich hab zum
- 11:47Beispiel also ich persönlich hab so n so n so ne gesunde
- 11:50Hemmschwelle zu sagen. Der Gedanke ist die eine Sache,
- 11:54die aus Führung. Andere wenn man dann zeigt das
- 11:57ja im Prinzip nur wie weit das eigentlich bei dir schon dann
- 11:59fortgeschritten ist, ja, wie bist du damit umgegangen, als du
- 12:03das erste Mal versucht hast? Was hat das mit dir gemacht?
- 12:06Also weil ich stell mir das extrem, ja extrem hart vor also
- 12:10ich, das war auf jeden Fall nicht schön, also ich war da
- 12:14halt auch leider i kolonisiert also ich hatte halt ja gut
- 12:18getrunken an den Abend wo ich das gemacht habe und am nächsten
- 12:21Tag musste ich arbeiten. Ich bin dann halt wach geworden
- 12:24und hab dann halt gesehen. Scheiße, ich hab überall alles
- 12:27auf ich hab das dann halt verarztet, bin aber dann auch
- 12:30zur Arbeit gegangen, weil ich bin halt immer so Mensch
- 12:33gewesen. Ich bin immer arbeiten gegangen,
- 12:35egal was ich hatte, das hat mich halt abgelenkt und.
- 12:40Ja, dann hab ich halt einfach wirklich realisiert ich.
- 12:43Ich brauch ne andere Hilfe und hab dann halt überall angerufen
- 12:47bei Psychologen. Ich hab beim Hausarzt und hab
- 12:53das auch alles offen und ehrlich gestanden, was ich gemacht habe
- 12:56und da hab ich dann auch ne Überweisung bekommen mit so
- 13:00einem. So n ich weiß gar nicht, wie man
- 13:03das nennt, da war so ne Nummer drauf der Überweisung und da
- 13:06konnte ich anrufen und da hab ich direkt eine Sitzung
- 13:08bekommen, so eine Notfallsitzung, das 116 117 zu
- 13:11finden ist nämlich die körperliche Vereinigung und die
- 13:15leiten dich dann direkt, weil jeder jeder Psychologe und jeder
- 13:18Therapeut muss ein gewisses Kontingent für diese
- 13:21Telefonnummer bereithalten also eure Psychologen oder Euro
- 13:25Therapeuten, die ja die haben immer ein gewisses Kontingent
- 13:27an. An Stunden in der Woche frei, wo
- 13:30die Notfall. Stunden machen genau diese eher
- 13:34genau, ja, da hab ich nämlich damals auch angerufen bei dem ja
- 13:38wie ist das denn als du, weil man sagt ja wenn man wenn man
- 13:41das merkt oder wie auch immer die erste Weg sollte jetzt zum
- 13:44Hausarzt führen hat man dir denn damit auch direkt geholfen oder
- 13:48war das eher so? Ja so ne so ne ne Zäsur, sag ich
- 13:53mal also es war schon schwierig, weil ich hatte halt Angst, dass
- 13:58sie mich direkt auf eine geschlossene Station bringen
- 14:00weil ich hatte noch nie damit. Irgendwie eine Erfahrung
- 14:04gemacht. Aber als ich dann da wirklich in
- 14:07meinem Zimmer saß und dann halt alles gesagt habe, was mich halt
- 14:11belastet, was mit mir los ist, was ich gemacht habe, ging es
- 14:14mir danach besser und ich hab auch gemerkt, dass meine Ärztin.
- 14:19Verständnis gezeigt hat und sie hat mir halt wirklich direkt
- 14:23geholfen mit dieser Überweisung mit der Nummer.
- 14:28Und dass ich halt auch wirklich direkt ein psychologisches
- 14:30Gespräch erhalten kann, und das hat mir auch weitergeholfen,
- 14:34weil da wurde dann halt auch gesagt, es wäre.
- 14:37Also sie hat mir halt empfohlen, dass es wichtig ist, dass ich
- 14:40jetzt einen stationären Aufenthalt angehe und erstmal
- 14:43stabil werde und das war auf jeden Fall echt.
- 14:47Wichtig ist auch so der erste Schritt, wenn man den Mann tut.
- 14:49Man hat so seinen seinen seinen Fuß in diesem System drinnen und
- 14:53ist den ersten Schritt gegangen und habe gesagt so Hammer ich
- 14:54brauche Hilfe, mich aber brennend interessiert ist
- 14:57inwieweit hat denn dein dein Umfeld also respektive deinen
- 15:01deine Familie dich dann da unterstützt, weil du sagst du
- 15:04hast eigentlich nie Liebe erfahren und der Zuneigung oder
- 15:06nicht? In dem Maße so wie du?
- 15:07Chris gebraucht gab es denn da Unterstützung oder gab es auch
- 15:12da weiterhin? Ich sag mal Ablehnung und
- 15:15belächeln, oder, oder? Oder war also ich hab es nicht
- 15:17einen Familienangehörigen erzählt, das wollte ich einfach
- 15:21nicht, weil ich hab mich leider auch dafür irgendwie auch
- 15:23geschämt. Ich weiß nicht warum, das ist ja
- 15:26leider auch so ein Thema bei einigen.
- 15:31Aber. Also meine Schwester zum
- 15:34Beispiel, die war auf jeden Fall da für mich, ich hab zu ihr
- 15:37auch. Von der enge Verbindung und das
- 15:41hat mir auch gut getan, dass ich da so einen Rückhalt hatte und
- 15:44mein Ex Partner war auch für mich da.
- 15:47Und das ist auf jeden Fall schön, wenn man merkt, dass es
- 15:50wirklich die wichtigen Leute hinter dir stehen.
- 15:55Hat die Partnerschaft du sagst ex Partner hat die Partnerschaft
- 15:58das überlebt oder darf ich das Fragen?
- 16:01Du darfst das Fragen. Ja also.
- 16:05Nicht wirklich also mein Ex Partner hat sehr darunter
- 16:09gelitten, dass ich diesen Versuch gestartet habe.
- 16:15Ja, ich will jetzt nicht sagen er hatte eine Art Trauma davon,
- 16:17aber es geht schon in die Richtung.
- 16:19Er hatte monatelang Albträume davon, was mir auch wirklich
- 16:23sehr leid getan hat. Ja, aber es hat einfach dann.
- 16:28Nach meinem Klinikaufenthalt also nach dem Ersten hat es
- 16:30einfach nicht mehr so wirklich zwischen uns beiden
- 16:32funktioniert. Weil ich mich halt auch
- 16:36verändert haben und wenn man verändert sich ja auch, wenn man
- 16:39einen Klinikaufenthalt hinter sich hatte.
- 16:43Ist ja praktisch so, dass Du bei dem bei dem ersten
- 16:45Selbstmordversuch schon in dieser Beziehung war es okay,
- 16:48okay, das hat er auch überhaupt nichts mit meinem Partner zu
- 16:52tun, das ist einfach. Ja, ich hatte wieso eine Art
- 16:56Tunnelblick und da konnte ich halt einfach nicht mehr
- 16:59wegschauen und alles kam auf einmal.
- 17:01Jetzt werden sie wahrscheinlich die, die die normalen die nicht
- 17:04kranken unter euch werden sagen ja, aber warum hat sie nicht mit
- 17:07ihrem Partner gesprochen dies das jenes ich meine jetzt ohne
- 17:10da jetzt so ruinieren noch näher darauf einzugehen aber es ist ja
- 17:13so unterm Strich Leute. Ist es eine Krankheit und diese
- 17:16Krankheit die macht was mit einem, das ist rational nicht zu
- 17:19erklären und da ist es auch völlig hupe, ob jemand in einer
- 17:23Beziehung ist oder Kinder hat. Wie viele Depressive haben sich
- 17:26schon umgebracht? Obwohl sie keine Ahnung 23
- 17:28Kinder haben, das kann man glaub ich nicht so verallgemeinern,
- 17:32oder wie siehst du das ne also das das ist halt echt schwierig
- 17:37Hilfe anzunehmen gerade von Leuten.
- 17:42Die sag ich mal dich, die anderen sind ja die nicht ja,
- 17:46die nicht die Erkrankung haben, weil die können das nicht so
- 17:48richtig nachvollziehen also es ist immer schwierig, mit Leuten
- 17:52darüber zu sprechen, die das nicht richtig nachempfinden
- 17:55kann. Da will man sich dann halt auch
- 17:59nicht komplett öffnen und gerade wenn man so ein starkes Tief
- 18:03hat, dann fokussiert man sich leider wirklich nur auf das
- 18:06negativ und dann hat man wie ich das eben schon gesagt hab so
- 18:09einen Tunnelblick man kommt da nicht raus.
- 18:12Aber ich kann euch nur sagen, es ist wirklich wichtig, Hilfe
- 18:16anzunehmen. Wann kommt aus jedem tief wieder
- 18:20raus? Man muss sich an den kleinen
- 18:22Dingen erfreuen und jetzt hab ich auch in der Klinik hat auch
- 18:26gemerkt, was wir Skills ich anwenden kann, wie ich mich
- 18:29ablenke und maximal davon erzählen, welche das dann nur so
- 18:34Beispiele was ist denn in welchem Zustand welcher Stil für
- 18:37dich zutrifft, ist vielleicht den einen oder anderen Sand,
- 18:39vielleicht kann man das irgendwie adaptieren, oder?
- 18:43Ja also wenn ich merke, ich bin sehr, sehr angespannt und mir
- 18:47geht es gar nicht gut ist für mich als erstes erstmal wichtig,
- 18:50Musik zu hören. Ich muss dann wirklich auch für
- 18:52mich alleine sein. Ich setz die Kopfhörer rein.
- 18:56Ich möchte mich dann bewegen und wenn ich merke das funktioniert
- 18:59auch nicht wirklich, dann habe ich immer so so Gummibänder an
- 19:03Handgelenk und dann lasse ich die immer so Fletschen also
- 19:07praktisch auf einen Schmerzimpuls genauso ein
- 19:09Schmerzen, Puls und dann. Wie ich halt für den Moment das
- 19:13Halt habe mich also wie ich ja ich möchte mich halt spüren.
- 19:16Ich brauch diesen Schmerz, aber ich möchte mich halt auch nicht
- 19:19selber verletzen, das ist halt Sinn des Zwecks diese Skills
- 19:22Anwender schau mal auch Chilischoten.
- 19:27Die verwende ich aber sehr selten, wenn wenn es, wenn es
- 19:31wirklich nur ganz, also wirklich ganz schlimm ist, dann, wenn ich
- 19:34dir an ja diese Chili Bonbons und ich kann dir 1 und ich habe
- 19:37noch die harmlosen ich hab die mit Himbeergeschmack, die haben
- 19:39so ein bisschen was auf und wie geht es dir gehen wir haben ja
- 19:43gerade schon im Vorgespräch den es gibt noch einen Skill, den
- 19:46finde ich ziemlich heftig. Das ist die Vitamine C
- 19:48brausetablette zu lutschen. Jetzt könnt ihr euch ungefähr
- 19:51vorstellen, was da passiert und glaubt mir wäre grad schon zu
- 19:55erlauben, sagt er. Könnte die Rasierklingen haben,
- 19:56vergisst sie, warum Medina. Und weil das einfach so
- 19:59widerlich überall scheint das raus, das ist wie nach einem
- 20:03chinesischen vernünftiger Podcast so richtig.
- 20:08Was mich interessieren würde, weil ich habe das so empfunden,
- 20:11da kommt man in so ne Klinik und dann guckt man sich so wie die
- 20:14Mitpatienten an und dann denkt man doch im ersten Schritt.
- 20:18Alter. Ist nicht los.
- 20:20Wir sind der Führer für skurrile Gestalten.
- 20:24Aber ich war ja nur ein paar Tage da und du bist jetzt schon
- 20:27seit Mai. Wir haben jetzt August.
- 20:30Arrangiert man sich damit, nimmt man von denen was mit oder wie
- 20:33ist der, wie ist dein Umgang damit den Mitpatienten sag ich
- 20:36mal jetzt egal welches Krankheitsbild Jahren also?
- 20:40Es ist manchmal echt sehr schwierig also, da sind auf
- 20:43jeden Fall einige Kandidaten, mit denen versteh ich mich nicht
- 20:47den versuch ich dann halt einfach aus dem Weg zu gehen,
- 20:49wenn man möchte einfach nicht. Noch mehr Konflikte haben also
- 20:52was heißt Konflikte haben? Man braucht sowas halt einfach
- 20:55nicht ne Streit oder sonst irgendwas.
- 21:00Da gibt es natürlich auch Leute, mit denen versteht man sich gut,
- 21:02dann ist man auch gerne in Gesellschaft, aber man muss halt
- 21:07auch wirklich aufpassen. Man hat auch Gruppensitzungen,
- 21:10also Therapien. Da sitzt man dann zusammen im
- 21:14Aufenthaltsraum, mit einer Psychologen und dann als Hilton
- 21:17also erzählen halt mehrere Patienten halt sowas gerade so
- 21:20bei den los ist und man diskutiert über ein Thema da
- 21:22muss man wirklich aufpassen, dass man gewisse Dinge nicht zu
- 21:26nahe an sich ran lässt, weil man muss ja auch wirklich auf sich
- 21:28achten und wenn man halt auch merkt.
- 21:31Nee, das ist so viel, das kann ich gerade nicht dann.
- 21:35Muss man wirklich einfach aufstehen und sagen Hey, das
- 21:38geht nicht, ich muss mich jetzt zurückziehen und das mache ich
- 21:41auch wirklich, weil ich bin ja auch wirklich da auf mich zu
- 21:45schauen. Ja, ja, ich war auch am ersten 2
- 21:50Tage hab ich auch gedacht so. Nee, du wirst hier nicht hin.
- 21:54Aber man arrangiert sich damit und ja ja.
- 21:58Was ist denn jetzt so innerhalb der der Klinik also, die die
- 22:02therapeutischen Maßnahmen, die die psychologischen Maßnahmen
- 22:06hatte das irgendwas genutzt? Also kannst du Leuten, die jetzt
- 22:09in deiner Situation waren oder generell Leuten die, die mal
- 22:12irgendwann in einer ganz kritischen Situationen sind,
- 22:15kannst du denen eine Klinik empfehlen, jetzt so aus deiner
- 22:17eigenen Erfahrung heraus also es kommt halt immer auf die Person
- 22:21an, also wenn man dafür offen also man muss wirklich schon
- 22:25dafür offen sein. Anfangs ist es schwierig, da
- 22:27erstmal anzukommen. Und sich damit abzufinden, dass
- 22:30man wirklich jetzt aus seinem gewohnten Umfeld rausgerissen
- 22:34wurde und da wirklich Tag und Nacht ist.
- 22:38Aber ich kann es wirklich nur empfehlen.
- 22:43Weil gerade dann kann man sich wirklich auf sich fokussieren
- 22:46und die Therapeuten, die da aus sind, die sind wirklich klasse.
- 22:53Bei den konnte ich mich auch wirklich öffnen und einfach das
- 22:56sagen, was mir gerade wichtig ist und was ich besprechen muss.
- 23:00Und? Ja, gerade die Therapeuten haben
- 23:03es halt dann auch. Angesprochen, dass sie halt die
- 23:07Vermutung haben, dass ich nicht nur eine Depression habe, dass
- 23:09ich halt ne diese Persönlichkeitsstörung habe und
- 23:12das hat mich halt. In dem Moment halt auch wirklich
- 23:15erleichtert, ne ist das? Jetzt werden, wenn er den
- 23:19Vergleich ziehst, zu einer normalen stinknormalen Therapie
- 23:22sowie ich mach eine Akuttherapie, das heißt, ich bin
- 23:24ein zweimal die Woche bin ich bei meiner Therapeutin, das ist
- 23:27ja so, dass du dir tagtäglich da bist.
- 23:30Macht das einen großen Unterschied, weil ich frag
- 23:33deswegen weil bei mir ist es so wenn ich eine Therapiestunde
- 23:35hatte, dann brauche ich immer so 23 Tage, um das so ein bisschen
- 23:38zu verarbeiten weißt du wie ich mein?
- 23:42Und jetzt weiß ich nicht, wie das bei dir gelagert ist, ob du
- 23:43da jeden Tag irgendwelche Anwendungen hast oder sonstiges
- 23:47was würdest du einschätzen? Ist es.
- 23:49Nach Härtegrad, dass man in die Klinik besser geht, um dann
- 23:52täglich unter Beobachtung unter Therapie zu sein oder wie auch
- 23:55immer oder reicht da eine ambulante Therapie?
- 24:00Oh, das kommt immer auf deiner Einschätzung es kommt immer auf
- 24:03den Menschen an, also je nachdem, wie die Vorgeschichte
- 24:08ist, wie die Situation gerade ist.
- 24:11Es ist halt immer zwischen Situationen sehr sinnvoll, dass
- 24:14Menschen stationären Aufenthalt lieber angehen, weil die Halt
- 24:18rund um die Uhr, sag ich mal ja nicht bewacht sind, aber
- 24:22absichtlich ja genau, genau, weil da halt wirklich auch das
- 24:24Pflegepersonal rund um die Uhr da ist, dass man Ansprechpartner
- 24:28hat und die Klinik ist dafür da, dass man stabil wird und
- 24:33Menschen, die Halt in der Klinik sind die.
- 24:35Die sind nicht stabil, die müssen erstmal wirklich stabil
- 24:39werden, um die Therapie richtig angehen zu können.
- 24:42Und? Zum Glück gibt es ja auch immer
- 24:45diese vor Sitzung, also dieses Aufnahmegespräch und dann wird
- 24:48es ja auch mit einem besprochen, welche Therapie jetzt sinnvoll
- 24:51wäre. Ob Teilstationär das wäre eine
- 24:53Tagesklinik, da werden wir ja dann morgens von bei sich, nicht
- 24:56von 8 - 16 Uhr da. Und ja, oder die Stadt ja, der
- 25:01stationäre Aufenthalt und da hast du einmal die Woche ein
- 25:06Einzelgespräch. Ja, das hilft ist natürlich auch
- 25:12anstrengend, weil man danach aufgewühlt ist, aber man hat ja
- 25:16auch in den nächsten Tagen verschiedene Therapien, wie zum
- 25:19Beispiel die Ergotherapie. Da lernt man halt wieder.
- 25:22Ja, aktiv zu sein zum Beispiel ich hab ne zeitlang auch gemalt,
- 25:27dass wenn ich jetzt wieder an oder die Musiktherapie
- 25:30reaktivieren genau und das macht ja dann auch Spaß, das lenkt ja
- 25:34dann auch ab und man ist auch wieder aktiv und das das tut
- 25:37wirklich gut. So jetzt sagst du ja selber die
- 25:40Entlassungen, die steht da jetzt nicht unmittelbar bevor, aber
- 25:45die ist jetzt dann doch in Sichtweite wie wie respektvoll
- 25:50siehst du denn Entlassungen? Und da sind, mit wieviel Respekt
- 25:53Angst oder ja triffst du dir gegenüber, weil im Prinzip wirst
- 25:57du ja dann. Ich sag mal übers Montags
- 25:59entlassen und dann bist du wieder da, wo du vorher warst
- 26:04wieviel Angst ist dabei? Da ist auf jeden Fall eine sehr
- 26:07große Angst, das muss ich auf einen Alice sagen, aber ich
- 26:11glaub das ist ja auch normal, weil ich mich jetzt über diesen
- 26:14gewissen Zeitraum auch daran gewöhnt habe.
- 26:18Ja, rund um die Uhr Ansprechpartner, sag ich mal zu
- 26:20haben, was ich ja auch nicht immer anwenden ein, aber ich
- 26:24freu mich drauf also ich hab auf jeden Fall jetzt in den letzten
- 26:27Wochen sehr viel mitgenommen. Ich bin positiv eingestellt,
- 26:32klar, es gibt immer diese Phasen, auch am Tag.
- 26:35Mal fühle ich mich nicht so gut, aber ich versuch mich nicht mehr
- 26:39so viel davon ein Einzuflößen und geh sehr optimistisch
- 26:44einfach daran cool ja, ich kenn dich ja jetzt ein bisschen und
- 26:49es ist tatsächlich so, dass wenn jemand alleine schon mit dem
- 26:52Willen das schaffen zu wollen, aus dieser Klinik geht ja, womit
- 26:55zu einigen Skills und Möglichkeiten das da die meiner
- 26:59Meinung nach die Chance auch wirklich groß ist.
- 27:02Dass man dann so einigermaßen das Leben wird, aber wirst du
- 27:05denn jetzt, wie soll ich das jetzt sagen?
- 27:06Willst du denn so sowieso ne Art resozialisiert, also hast du
- 27:09vorher hast du Aufenthalte zu Hause oder ich sag mal schmeißt
- 27:14man dich montags raus und sag so ja lauralein guck wie du klar
- 27:18kommst in der großen weiten Welt wie läuft das also ich werd auf
- 27:23jeden Fall vom stationären Aufenthalt entlasten und da ist
- 27:27wohl eine Ärztin, die möchte bei mir eine DBT Behandlung.
- 27:32Durchführung. Und die PC heißt ich habs ich
- 27:37habs schon egal, klingt klug, erzähl weiter als Kind klug ist
- 27:40dwt wisst ihr wisst Bescheid ist ist dasselbe wie DVB t das ist
- 27:44nämlich ein Receiver und da hat hat sie Laura nen super einen
- 27:47super Empfang in ihrem Kopf ne, ich habs mal gegoogelt.
- 27:50Ich hab ich hab jetzt noch irgendwie so ein paar Punkte im
- 27:54Kopf. Das ist irgendwie eine Therapie
- 27:55für Borderliner, als dass man sehr trommer.
- 28:01Therapie die Borderline Therapie Deutsche Borderline, Deutsche
- 28:04Borderline Therapeuten ich weiß nicht, das weiß ich nicht, wie
- 28:08es heißt, aber es ist auf jeden Fall dafür da, dass man lernt,
- 28:10mit gewissen Stress Situationen umzugehen, dass man seine
- 28:14Gefühle besser einordnen kann und dass man sich auch selber
- 28:18liebt, ne und? Ja, ich bin auf jeden Fall sehr
- 28:22gespannt, das wird ja ambulant denn weitergeführt.
- 28:26Ich hab zweimal die Woche muss ich dann auch zu der Klinik,
- 28:29aber ich bin dann nicht mehr stationär und hab dann diese
- 28:32Einzelsitzungen mit der Ärztin und ja, das passiert alles
- 28:36praktisch nach der Entlassung aber wirst du denn vor deiner
- 28:39Entlassung schon darauf vorbereitet, dass du wieder ins
- 28:42normale Leben in Anführungszeichen wieder zurück
- 28:45gehst? Ja, bei mir wird eine
- 28:48Belastungsprobe gemacht. Also das bedeutet, dass ich zu
- 28:54Hause übernachte okay und dann halt am nächsten Tag wieder in
- 28:59die Klinik fahren und dann wird dann halt daran dann
- 29:01abgeschätzt, ne wie sehr mich das mitnimmt und?
- 29:05Ja, jetzt ist man ja guck mal mei.
- 29:10Sind jetzt ungefähr ich sag jetzt 3 Monate ne 3 Monate, das
- 29:14ist im Prinzip bei deinem Leben jetzt 3 Monate draußen ich sag
- 29:17jetzt mal draußen hört sich ein bisschen anders aus dem Knast
- 29:19wirst aber du weißt wie ich meine hat.
- 29:21Der Stillgestanden, das heißt? Dann muss ja denn dann dein
- 29:26ganzes dein Ganzes das, was du vorher hattest, nen ganz
- 29:29soziales Umfeld, Job dies das jenes, das muss ja alles wieder
- 29:33neu aufgebaut werden oder sehe ich das falsch oder?
- 29:36Also wie sieht die Situation da aus?
- 29:40Ja, also, erzähl mal einen dritten ja so ein Job also ich
- 29:45bin leider zurzeit arbeitslos, ich muss meine Ausbildung
- 29:50abbrechen. Da werd ich auf jeden Fall mir
- 29:55einen neuen Job suchen, wie ich das noch alles mache, das weiß
- 29:58ich noch nicht. Wichtig ist es für mich jetzt
- 30:01erst mal ja zu Hause, sag ich mal wieder anzukommen.
- 30:05Meine Freunde, die stehen hinter mir die, die wussten auch, dass
- 30:11ich jetzt eine Zeitlang weniger Kontakt mit denen haben werde.
- 30:16Aber ich hab mich jetzt in den letzten Wochen auch wieder bei
- 30:18denen gemeldet, hab auch schon paar Freunde getroffen.
- 30:20Das hat auch sehr gut getan, weil das hat mich auch wieder an
- 30:23meinem Leben erinnert. Außerhalb der Klinik, ne.
- 30:26Cool. Wie gehen Sie damit um?
- 30:29Wie gehen Sie mit dir dann um? Hier ich weiß ja nicht, ob sie,
- 30:32bevor du in die Klinik gegangen bist, ob die da schon von
- 30:34wussten, dass das, was mit dir nicht stimmt?
- 30:38Aber jetzt wissen Sie es ja jetzt haben Sie ja praktisch
- 30:40dieselbe Diagnose wahrscheinlich mitbekommen, die du ja selber
- 30:44irgendwann bekommen hast und dann ist jetzt noch eine wie du
- 30:46sagst dazu gekommen? Wie gehen die mit dir um, gehen
- 30:49sie jetzt anders mit dir um oder sagen die ne, das ist immer noch
- 30:53unsere Laura und die ist so wie sie vorher waren halt nur noch n
- 30:57ticken bekloppter also das hat sich eigentlich gar nicht
- 31:00verändert, da bin ich auch sehr froh darüber also ich kann das
- 31:03jetzt nur zur Zeit beurteilen, wo ich ihn noch in der Klinik
- 31:05bin. Ich weiß nicht wie es ist, wenn
- 31:07wenn ich wirklich entlassen bin da, aber ich gehe sehr stark
- 31:09davon aus. Dass meine Freunde hinter mir
- 31:13stehen und? Ja, sie sagen selber auch, ich
- 31:16bin immer noch so, wie ich vor paar Jahren war, die merken auf
- 31:20jeden Fall, dass es mir jetzt besser geht.
- 31:23Aber ja, das Tat auf jeden Fall gut zu hören, dass das ja wie
- 31:28soll ich das sagen? Das sehe ich.
- 31:31Der Blick auf mich nicht verändert hat.
- 31:34Jetzt ist es ja so, dass du praktisch bewusst.
- 31:37Weißt du, wie ich das, wenn ich jetzt sagen du hast den Tod ins
- 31:39Auge geblickt und so sagen kann ne ist meine große Frage?
- 31:45Die sich mir auftut wie stehst du jetzt im Leben gegenüber?
- 31:48Mit großem Respekt Ich bin dankbar, dass ich.
- 31:55Liebe wirklich? Ja, dass ich mein Leben selber
- 32:00gestalten kann, dass ich das machen kann, was ich möchte und
- 32:05ich freu mich halt auch über die kleinsten Dinge, wie zum
- 32:08Beispiel heute scheint die Sonne es ist schön warm, wir sitzen an
- 32:13einem Teich. Genau hier sind hier ist das
- 32:16hier ist Nessi ist hier haben wir gerade gesehen die laufen
- 32:20aber auch sehr merkwürdige Menschen durch diesen Paar
- 32:22Kommission nicht schlimm. Auch Eure ist ja immer noch.
- 32:24Naja, wir müssen ja für eine Seite des Lebens.
- 32:28Ja, nein, aber daran kann man sich ja freuen.
- 32:30Bei mir ist zum Beispiel so ich seh jetzt abends, ich seh
- 32:32sonnenuntergänge wieder ich ich hab Freude an Sachen also ich
- 32:36frag mich zum Beispiel ich hatte heute einen Termin, da hab ich
- 32:38mich drauf gefreut. Ich guck mal.
- 32:41Nicht jetzt jetzt fängt der Teich zu spritzen.
- 32:45Ernst naja, gut, lass das, da muss ich gleich wieder aufs Klo.
- 32:52Aha, ne und man freut sich wieder an an so kleinen Dingen,
- 32:56man freut sich einfach wieder unterbrechen wie kannst du ruhig
- 32:59ja, das ist so wichtig wirklich, das kann ich nur jedem mitgeben,
- 33:03ist man manchmal im Alltag, dass man sich auch über die kleinen
- 33:06Dinge freuen kann, dass das Essen geschmeckt hat, weiß ich
- 33:10nicht. Die Sonne scheint sie überhaupt
- 33:11was zu essen gehabt? Ja ja so, dass auch ja das waren
- 33:15gute Musik kann. Das ist Sonne, scheint guck mal,
- 33:18ich hab das, ich hab das hinterher gehabt.
- 33:19Da hat man. Da hat man mir gesagt an meine
- 33:21damalige Partnerin. Wie gesagt, mal guck mal, ist
- 33:23doch geiles Wetter draußen und ich so ja wo wohnst du hell,
- 33:28dunkel hier draußen mal es scheint die Sonne, es ist geiles
- 33:31Wetter komm, lass uns irgendwas machen und für mich war draußen
- 33:34alles dunkel, einfach alles dunkel, das ist weg mit sehe ich
- 33:37auch hier diese diese diese Fontänen, die aus dem Teich
- 33:40kommen und ich finde das einfach cool ja, das ist mir auch egal,
- 33:42ob wir uns gerade an den Ton versauen oder nicht.
- 33:45Ja, das ist dem Moment den du gerade geschrieben hast.
- 33:47Das ist halt wenn du leider an diesem Tiefpunkt bist und ja, da
- 33:54kann man sich ja die Dinge nicht erfreuen, aber wenn man schon
- 33:56weiter an sich gearbeitet hat, dann merkt man auch selber, dass
- 34:00man sich selber zum Lachen bringen kann und dass man im
- 34:04Moment einfach genießt. Letzte Frage was erwartest du
- 34:08jetzt vom Leben? Das aber hatte ich jetzt vom
- 34:10Leben. War.
- 34:15Ja, das. Also was ich jetzt so beruflich
- 34:19also generell sehen generell wie stellst du dir wie stellst du
- 34:22dir dein Leben jetzt vor, so mit neu gewonnenen Erkenntnissen und
- 34:27mit einem neuen Gefühl, vielleicht sogar und wie stellst
- 34:30du dir wo sehen sie sich in 10 Jahren okay, in 10 Jahren?
- 34:36Da möchte ich auf jeden Fall gerne eine eigene Wohnung haben,
- 34:39einen Job haben, wo ich gerne arbeite.
- 34:43Meine Freud, Freunde. Meine Freunde um mich herum
- 34:49haben vielleicht auch einen Partner.
- 34:51Und hatte ich erwähnt, dass ich Single bin?
- 34:57Ja, das ist. Eine schwierige Frage, aber ich
- 35:01weiß auf jeden Fall, dass ich ein gewisse Dinge anders
- 35:04herangehen kann. Und.
- 35:07Mich auch nicht vielleicht von anderen Menschen zu viel
- 35:10beeinflussen, das ist auf jeden Fall sehr, sehr wichtig.
- 35:13Bei mir tut sich gerade jetzt mal so aus meiner Sicht nochmal
- 35:16zu schildern, der dieses große Wort Neubeginn Neuanfang ist
- 35:20gerade ein Riesenthema bei mir, wo man sich denkt so ok.
- 35:24Wenn ich jetzt in die alten Muster wieder verfalle und mein
- 35:27mein Alltag doch immer wieder gleich gestalte.
- 35:30Wie stehst du zu dem Wort Neuanfang?
- 35:32Ich war doch nicht die letzte Frage, wie du merkst, weil das
- 35:35ist für mich gerade so ein so ein omnipräsentes Thema diesen
- 35:39Drang zu haben jetzt auch wirklich aufgrund der Situation,
- 35:42dass es besser wird. Auch wirklich alles verändern zu
- 35:46wollen ins Positive also jedenfalls ist der Wille da
- 35:49also. Das ist auf jeden Fall wichtig,
- 35:53wenn man einen Neuanfang startet dass man.
- 35:58Dass man es nicht immer ganz einfach hat, man.
- 36:03Ich darf nicht voreilige. Entscheidung, sag ich mal
- 36:07treffen, das ist sehr wichtig. Aber man darf auch nicht, wie
- 36:12soll ich das sagen? Man darf nicht aufgeben, also
- 36:15wenn man sich wirklich an die Idee in den Kopf gesetzt hat und
- 36:18man merkt, man möchte diese Sache wirklich unbedingt
- 36:20durchziehen, dann soll man das auch machen, aber natürlich auch
- 36:24vorher genügend ja weiß ich nicht so rüber sich Gedanken zu
- 36:29machen und das ist wichtig und. Na cool, ja doch das was war,
- 36:36das war es, das war ein schönes Schlusswort, also ihr seht ihr
- 36:39seht, dass selbst wenn ihr mal irgendwo am am höchsten Abgrund
- 36:43gestanden habt. Und wenn jetzt eigentlich schon
- 36:45fast zu spät war und dass man da immer einen Sicherungs findet,
- 36:49ja. Was ich immer wieder sage, gibt
- 36:51euch der Scheiße nicht hin in diesem Sinne mach's gut ist
- 36:55diesmal ein bisschen länger geworden als eine Viertelstunde,
- 36:57aber ja, dann danke ich dir recht herzlich für das Gespräch,
- 37:00ja, die auch, dass ich mitmachen durfte.
- 37:02Ja ja so rum zu schleimen. Alles klar, schön geliehen
- 37:07tschü.