Latest / Anonym Suchthilfe – KI-gestützte Selbsthilfe / Social Media: Verbunden und doch allein 📱
Transcript
- 0:00Hallo und herzlich Willkommen zu unserer heutigen Besprechung.
- 0:03Schön, dass du wieder dabei bist.
- 0:05Heute schauen wir uns mal einen Artikel genauer an, den du uns
- 0:09geschickt hast. Der ist von Gabriel, vielleicht
- 0:12kennst du ihn als Neelix Berlin von seiner Webseite Clean mit
- 0:17Neelix Berlin und der trifft irgendwie einen Nerv, finde ich
- 0:20dieses Gefühl du scrollst ewig durch Social Media und danach
- 0:27fühlst dich leerer. Vielleicht sogar einsamer als
- 0:30vorher. Genau dieses Paradox beleuchtet
- 0:33Gabriel, lass uns da mal reingehen.
- 0:35Absolut. Und was mir sofort aufgefallen
- 0:38ist und dir vielleicht auch. Das ist.
- 0:40Gabriels persönlicher Hintergrund, Er redet ja auf
- 0:43seiner Seite wirklich sehr, sehr offen über seine eigenen
- 0:45Erfahrungen mit, Sucht auch mit psychischen Themen.
- 0:49Er sagt ja selbst der Blog ist quasi sein persönliches Logbuch
- 0:52auf dem Weg zurück ins Leben, nach Jahren der Abhängigkeit.
- 0:56Das gibt dem Ganzen finde ich so ne, na ja, besondere Tiefe, ne
- 1:00Authentizität. Das ist halt nicht nur Theorie.
- 1:03Ja genau das merkt man. Er beschreibt ja 3 Zentrale
- 1:07fallen, in die wir da so tappen können.
- 1:10Die Erste ist die Vergleichskrankheit kennst du
- 1:13sicher oder man sieht diese perfekten Highlight Reels der
- 1:16anderen super Urlaub, toller Job, neue Wohnung, was auch
- 1:20immer und das eigene Leben wirkt plötzlich irgendwie.
- 1:25Mau. Eben.
- 1:26Und Gabriel sagt ja auch ganz klar, man sieht halt nur die
- 1:30Spitze vom Eisberg, nie die 99%, darunter den ganzen Stress, die
- 1:35Zweifel, die harte Arbeit oder eben auch mal die schlechten
- 1:40Tage, die sieht man nicht. Und das ist ja psychologisch
- 1:43auch echt fies. Unser Gehirn vergleicht ja
- 1:46ständig, das war früher mal sinnvoll.
- 1:49Ja, klar, aber Social Media liefert uns halt diese
- 1:51dauernden. Verzerrten Vergleiche immer nur
- 1:54das Beste vom Besten. Das schürt natürlich
- 1:57Unzufriedenheit und spannend ist eben, wie Gabriel das mit seiner
- 2:00eigenen Geschichte verknüpft. Wer selbst gekämpft hat, der
- 2:04sieht diese Fassaden vielleicht noch mal klarer, wie brüchig die
- 2:08oft sind. Stimmt der zweite Punkt, den er
- 2:11anspricht, die Illusion von Verbindung?
- 2:14Hunderte Freunde online, aber trotzdem allein, ja.
- 2:18Diese schwachen Bindungen, wie er sie nennt.
- 2:20Die können eben echte tiefe Beziehungen, also die starken
- 2:24Bindungen, nicht ersetzen. Genau, ein Like ist halt kein
- 2:28echtes Gespräch, kein Arm um die Schulter, wenn es einem schlecht
- 2:31geht. Richtig, und da geht er ja in
- 2:33den FIQS auf seiner Seite auch noch mal genauer drauf ein,
- 2:36erklärt diesen Unterschied echt gut.
- 2:39Starke Bindungen, die brauchen halt Zeit, Verletzlichkeit,
- 2:42echtes Zusammensein, offline sozusagen.
- 2:44Das Problem ist ja, wenn wir unsere begrenzte soziale
- 2:47Energie, die wir alle nur haben, in Hunderte oberflächliche
- 2:51online Kontakte stecken. Dann fehlt sie für die
- 2:53wichtigen, die starken Bindungen im echten Leben.
- 2:55Genau, und das macht dann einsam, obwohl man scheinbar
- 2:58total vernetzt ist. Ziemliche Falle.
- 3:01Ja, und die dritte Falle Fomo. Diese Fear of Missing out, also
- 3:06die Angst, ständig was zu verpassen, die coole Party, das
- 3:11Event, der neueste Trend, den man im Feed der anderen sieht.
- 3:15Das Paradoxe ist ja, und da wird s wirklich interessant, finde
- 3:18ich. Man verpasst dadurch das eigene
- 3:21echte Leben, weil man nur schaut, was die anderen machen.
- 3:25Total man jagt quasi dem Leben der anderen hinterher und
- 3:30vergisst dabei sein eigenes. Und auch dazu sagt Gabriel, Was
- 3:34in den FA. Qs zur Frage, ob die Plattformen
- 3:36uns absichtlich unglücklich machen.
- 3:39Er sagt, Na ja, nicht direkt absichtlich unglücklich, aber
- 3:42das Geschäftsmodell? Basiert halt.
- 3:44Darauf, unsere Aufmerksamkeit zu fesseln.
- 3:46Maximal. Und wie geht das am besten?
- 3:48Eben mit Inhalten, die starke Emotionen auslösen.
- 3:52Neid, Ärger, aber eben auch Fomo.
- 3:55Das bindet uns. Das Unwohlsein ist also quasi ja
- 3:59eine einkalkulierte Nebenwirkung, Hauptsache wir
- 4:01bleiben länger auf der Plattform.
- 4:03Puh, OK, das führt natürlich zur Frage.
- 4:06Wie kommt man da wieder raus? Zum Glück gibt Gabriel da auch
- 4:09Tipps. 4 konkrete Wege schlägt er vor.
- 4:12OK, leg los. Erstens den eigenen Feed radikal
- 4:15kuratieren. Du bestimmst, was du siehst.
- 4:17Alles was nervt, Triggert, Runterzieht, raus damit.
- 4:20Macht Sinn. Kontrolle zurückgewinnen was
- 4:22noch? Zweitens Bewusst Zeit für echte
- 4:25Kontakte einplanen. Also statt nur zu scrollen,
- 4:28vielleicht mal wieder anrufen oder sich echt treffen.
- 4:30Ja, den Anruf statt des Likes gut.
- 4:33Drittens JOMO praktizieren, also die Joy of Missing out, die
- 4:37Freude daran entdecken, nicht überall dabei sein zu müssen,
- 4:40den eigenen Moment genießen. Oh, das gefällt mir.
- 4:43JOMO statt FOMO und der vierte Punkt.
- 4:46Eine Dankbarkeitsroutine sich bewusst machen, was im eigenen
- 4:50Leben gut ist. Das lenkt den Fokus weg von
- 4:52diesem ständigen Gefühl des Mangels.
- 4:54OK, also kuratieren echte Kontakte, JOMO und Dankbarkeit.
- 5:00Genau im Kern geht es darum, Social Media bewusster zu nutzen
- 5:05als Werkzeug, das unser echtes Leben bereichern kann, aber es
- 5:08eben nicht ersetzen sollte. Und das passt ja auch wieder
- 5:12total zu Gabriels eigenen Weg, finde ich.
- 5:14Wie meinst du? Na ja, er sagt ja selbst.
- 5:16Sein Motto ist aus allem schlechten in seinem Leben etwas
- 5:19Gutes zu machen. Sich aus der Sucht zurückkämpfen
- 5:22und diese Erfahrungen dann nutzen, um sich selbst zu
- 5:25helfen, aber eben auch anderen. Stimmt das, merkt man seinen
- 5:28Texten auch an. Ja.
- 5:30Und ein ganz pragmatischer Tipp noch aus den FAQS, der mir gut
- 5:33gefallen hat. Einfach mal die Push
- 5:35Benachrichtigungen für die problematischste App
- 5:38ausschalten, das ist ja ein kleiner Schritt, aber einer der
- 5:41schon viel Kontrolle zurückgeben kann.
- 5:43Absolut. Und das bringt mich auch zu
- 5:45einem wichtigen Punkt. Gabriel macht das ja alles
- 5:48allein sein Projekt Nilix Berlin, die Webseite, die
- 5:51Inhalte, das finanziert und erstellt er komplett selbst.
- 5:55Er steckt da unglaublich viel Arbeit und Herzblut rein, um
- 5:58seine Erfahrungen zu teilen und genau diesen Weg zu gehen aus
- 6:02dem Schlechten was Gutes machen. Also wenn dir die Einblicke aus
- 6:06dem Artikel, über den wir heute gesprochen haben, gefallen
- 6:08haben, wenn du seine Arbeit wertschätzt.
- 6:10Dann freut er sich riesig über Unterstützung, Teile seine
- 6:14Inhalte Like sie auf Social Media oder Podcast Plattformen.
- 6:17Jede Unterstützung hilft ihm wirklich dabei, weiterzumachen
- 6:20und auch anderen auf ihrem Weg zu helfen.
- 6:22Vielleicht als Gedanke zum Mitnehmen für dich aus unserer
- 6:25heutigen Runde. Welchen dieser 4 Wege von
- 6:28Gabriel und es kann ja auch nur der kleine Schritt mit den
- 6:31Benachrichtigungen sein, welchen könntest du vielleicht heute
- 6:34noch ausprobieren, um deine digitale Balance ja einfach ein
- 6:37kleines Stück bewusster zu gestalten.
- 6:40Das ist n guter Impuls zum Schluss.
- 6:41Damit sind wir für heute auch schon wieder durch mit unserer
- 6:44Analyse. Vielen Dank fürs Zuhören und
- 6:47danke auch dir, dass du uns auf diesen wirklich interessanten
- 6:50Artikel aufmerksam gemacht hast. Bis zum nächsten Mal.