Latest / Hamburg-News – der aktuelle Nachrichten-Überblick um 17 h / Hamburg-News: Ärzte am Limit, Millionen-Kosten für Hotels und ein Wolf auf Wanderschaft."
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- Willkommen zu deinem täglichen News-Update. Dies sind die Themen vom 29. April. HNO-Ärzte warnen vor Gesundheitsreform. Sprenggranate in Neugraben-Fischbeck entdeckt. Immobilienpreise in Hamburg bleiben stabil. Klinsmann warnt DFB11 vor moralischem Übermut. In einer beispiellosen Aktion haben HNO-Ärzte aus Hamburg ihre Einnahmen und Ausgaben offengelegt, um zu belegen, wie stark sie von der geplanten Gesundheitsreform der Bundesregierung gebeutelt werden. Sie sprechen von Stellenabbau in ihrer Praxis, weniger Terminen und Einschränkungen für ihre Patientinnen und Patienten. In einem Brief an den ersten Bürgermeister Peter Tschentscher und Sozialsenatorin Melanie Schlotzhauer bei der SPD fordern sie den Senat auf, sich auf Bundesebene für die niedergelassenen Ärzte einzusetzen. Der Brief liegt dem Abendblatt vor. Er war auch an Hamburger Abgeordnete adressiert. Sie könnten die Pläne vor allem von Gesundheitsministerin Nina Warken, CDU, noch abändern. Die Ärztinnen und Ärzte um Dr. Timo Kurzweg aus der großen HNO-Praxis Eidelstädter Platz sprechen von einer echten Dringlichkeit ihres Anliegens. Der Referentenentwurf des Bundesgesundheitsministeriums vom 14. April 2026 bedroht die ambulante Facharztversorgung in Hamburg in einem Ausmaß, dass, wenn es nicht aufgehalten wird, irreversible Folgen für hunderttausende Hamburgerinnen und Hamburger haben wird. Wir bitten Sie, diesen Weg im Bundesrat, in der Bundespolitik und in der öffentlichen Debatte zu stoppen oder zumindest substanziell abzumildern. Eine Zahl elektrisiert das Netz. Die Hotelunterbringung für Schutzsuchende kommt Hamburg teuer zu stehen. Insgesamt fielen zwischen 2022, dem Jahr des russischen Überfalls auf die Ukraine, und 2025 Gesamtkosten von 592,8 Millionen Euro an. Das ergibt eine Anfrage der AfD. In den Jahren zwischen 2023 und 2025 lagen die Kosten durchgehend auf einem hohen Niveau zwischen 164 und 199 Millionen Euro, zuletzt sanken sie leicht. Die Zahlen schlüsseln sich auf in Beherbergungskosten von insgesamt 324,3 Millionen Euro und Cateringkosten in Höhe von 268,5 Euro. Diese hohen Kosten entstanden durch die akute Notlage. Die Stadt war wie alle anderen 2022 nicht auf eine Massenflucht aus der Ukraine vorbereitet. Wie auch? Um Obdachlosigkeit zu verhindern, musste die Stadt zusätzliche Unterbringungsmöglichkeiten schaffen. Hotels boten dabei kurzfristig die einzigen verfügbaren Kapazitäten, die ohne lange Bau- oder Planungszeiten genutzt werden konnten, sagt Behördensprecher Wolfgang Arnhold. Eine Sprenggranate aus dem Zweiten Weltkrieg hat am Mittwochvormittag in Neugraben-Fischbeck für Aufregung gesorgt und den Bahnverkehr beeinträchtigt. Das Geschoss wurde kurz vor 9 Uhr auf einem Erdwall an der Vostrift gefunden, nur wenige Meter von der Hamburger Landesgrenze entfernt. Laut einem Sprecher der Feuerwehr Hamburg hatte die Sprenggranate einen Durchmesser von 3,7 Zentimetern. Da sie nicht transportfähig war, wurde sie vor Ort gesprengt. In einem Radius von 300 Metern mussten Anwohner ihre Häuser verlassen, Straßen wurden gesperrt. Die nahegelegene und an dieser Stelle besonders stark befahrene Cuxhavener Straße, B73, war aber nicht darunter. Gegen 12 Uhr konnte Entwarnung gegeben werden. Die Preise für ein- und zwei Familienhäuser in Hamburg sowie für Eigentumswohnungen sind im vergangenen Jahr im Vergleich zum Vorjahr annähernd gleich geblieben. So lag der Median bei ein und zwei Familienhäusern, 50 Prozent waren damit teurer und 50 Prozent billiger, bei 565.000 Euro und somit ein Prozent höher als im Jahr zuvor, heißt es im Immobilienmarktbericht des Gutachterausschusses für Grundstückswerte. Grundlage des Berichts ist den Angaben zufolge eine Auswertung der tatsächlich notariell beurkundeten Kaufverträge und Preise. Bei Eigentumswohnungen sei der durchschnittliche Quadratmeterpreis ebenfalls stabil geblieben. Er sei im Vergleich zum Vorjahr um 1% gestiegen. Für eine neu gebaute Wohnung in mittlerer Lage mit Fahrstuhl und Einbauküche wurden demnach pro Quadratmeter rund 8.400 Euro bezahlt. Teurer wurden dagegen Mehrfamilienhäuser. Dort betrugen die Preise den Angaben zufolge im Jahresmittel rund 3.300 Euro pro Quadratmeter, 14% mehr als im Jahr zuvor. Der Gutachterausschuss wies jedoch darauf hin, dass es im vergangenen Jahr eine relativ hohe Anzahl an Verkäufen in bevorzugter Lage gegeben habe. Im Mittel sei das 22,1-fache der Jahresnetto-Kaltmiete bezahlt, das sind 5 Prozent mehr als im Vorjahr. Empfehlen kann ich Ihnen das Interview, das mein Kollege Peter Wenig mit dem ehemaligen Bundestrainer Jürgen Klinsmann geführt hat. Er hat die DFB-Elf vor politischen Gesten bei der anstehenden Fußball-WM 11. Juni bis 19. Juli gewarnt. Er hoffe, dass wir unsere Lektion aus Katar gelernt haben, sagte Klinsmann, der in den USA lebt, in einem Interview mit dem Abendblatt. Du wirst nicht Weltmeister, wenn du hierher kommst und irgendwelche gesellschaftspolitischen Themen rauf und runter diskutierst. Dann fliegst du früh nach Hause. Bei der WM in Katar hatten sich die Nationalspieler beim obligatorischen Mannschaftsfoto vor dem Anpfiff des ersten Gruppenspiels gegen Japan die Münder zugehalten, um gegen den Weltverband FIFA zu protestieren. Dieser hatte damals die One-Love-Kapitänsbinde verboten. Da wusste ich schon, dass diese WM brutal in die Hose gehen wird. Das war absolut respektlos gegenüber dem Gastgeber, sagte Klinsmann. Angesichts der aktuellen Kriege und gesellschaftspolitischer Krisen in den USA gibt es auch vier Jahre nach Katar wieder eine Debatte um ein WM-Gastgeberland. Natürlich sehe er auch die Probleme, verstehe die Kritik, sagte Klinsmann. Dennoch sollten wir uns bei dieser WM auf das Wesentliche besinnen, auf den Fußball. Und Respekt gegenüber den Gastgebern zeigen, zu denen ja auch Mexiko und Kanada gehören. Wir haben leider die Tendenz entwickelt, andere Länder zu beurteilen, obwohl wir sie in Wahrheit gar nicht kennen. Wir spielen uns auf als oberster Richter der Welt. Auch den Russen haben wir 2018 nicht gegönnt, dass sie eine gute WM organisieren können. Ich war dort. Und es war fußballerisch ein absolutes Top-Turnier. Bevor die Hysterie um Timmy, den heimkehrenden Wal, einsetzte, hatten wir den bösen Wolf in der Stadt. Ihm hat es aber offenbar nicht so gut in Altona und der Binnenalster gefallen. Zumindest hat sich das Tier weiter von der Hansestadt entfernt. Das Tier befinde sich aktuell nicht mehr auf dem Stadtgebiet, teilte ein Sprecher der Umweltbehörde mit. Mittlerweile hält sich der Wolf den Angaben zufolge mehr als 100 Kilometer entfernt von der Stadtgrenze auf. Zu genaueren Standorten geben wir aus Tierschutzgründen grundsätzlich keine Auskünfte, sagte der Behördensprecher. Der junge Wolf war nach dem Vorfall in Altona mehrere Kilometer durch die Stadt bis in die Binnenalster geflüchtet. Funkstreifenbesatzungen entdeckten ihn schwimmend im Wasser und sicherten ihn. Nach einem Aufenthalt in der Wildtierauffangstation Sachsenhagen in Niedersachsen wurde er Ostersonntag mit einem Sender ausgestattet im Süden Hamburgs an der Grenze zu Niedersachsen freigelassen. Da der Wolf besendet ist, kann die Umweltbehörde verfolgen, wo sich der Wolf befindet. Das war dein tägliches News-Update, erstellt mithilfe von künstlicher Intelligenz. Wenn dir diese Episode gefallen hat, abonniere unseren Podcast und teile ihn mit deinen Freunden. Bis zum nächsten Mal. Ein Podcast von Funke Weitere Podcasts vom Hamburger Abendblatt finden Sie in unserer Abendblatt-Podcast-App.