Latest / Gunther Fehlinger Podcast / Bosnien in der NATO und der EU:Siradj Duhan- Krieg, Gerechtigkeit und Versöhnung - Gunther Fehlinger
Transcript
- 0:00Herzlich Willkommen bei der Günther Pott bei unserer Show,
- 0:03wo wir viele Dinge diskutieren. Unter anderem diskutieren wir
- 0:06heute Bosnien, die Zukunft Bosniens in der EU, in der Nato,
- 0:09im Euro, alle diese wichtigen Themen, die Themen natürlich
- 0:13haben, wie es dem Bosnien in Österreich geht, einer der
- 0:15wichtigsten Integrationscommunitys hier in
- 0:18Österreich, in Wien, und darum ist eine spezielle Freude für
- 0:21mich, einen Freund heute hier willkommen zu heißen.
- 0:24Sirac Stuhan ist der Präsident der bosnischen Akademik Verbands
- 0:28Österreichs und eine. Wirklich außergewöhnliche
- 0:31Persönlichkeit mit einer großartigen Lebensgeschichte und
- 0:34einem großartigen Beitrag zur Entwicklung Österreichs und zu
- 0:37Bosniens. Du hast auch ein Buch
- 0:39geschrieben und wir wollen alles über die Wissen, aber zuerst und
- 0:43zuallererst wollen wir wissen, wie das Morgen ausgehen wird
- 0:46zwischen Bosnien und Österreich. Das Fußballspiel bitte herzlich
- 0:50willkommen siraj. Gunther, vielen Dank für die
- 0:53Einladung und die Möglichkeit, dass sich auch Bosnien,
- 0:56bosnische Community in Österreich präsentieren darf.
- 1:01Morgen egal welche Mannschaft gewinnt, ich gewinne.
- 1:06Also du bist immer auf der Siegerseite.
- 1:09Österreichische Bosnier gewinnen, sage ich mal so, weil
- 1:14auch die anderen haben mir geschrieben, schau, wer gewinnt.
- 1:18Ich habe gesagt, wir kämpfen morgen nicht gegeneinander, wir
- 1:21spielen nur die. Aber wir kämpfen miteinander für
- 1:24EU beitritt und das ist eigentlich.
- 1:26Ein. Wichtigeres Thema.
- 1:28Aber wenn über Fußball, vielleicht darf ich noch etwas
- 1:31zu. Absolut, absolut.
- 1:33Unser Mitglied war in Österreich sehr bekannt.
- 1:38Ibiza Ossim war Trainer von Sturm Graz und hat sich dafür
- 1:44engagiert, dass wir auch eine Veranstaltung in Graz.
- 1:50Organisieren zum Thema bosnische Geburtsurkunde eigentlich, das
- 1:58ist der Vertrag zwischen Kundin Bahn und Dubro, liegt 836 Jahren
- 2:06vorher. Aber das ist ein anderes Thema,
- 2:08auf alle Fälle Sport. Morgen sind wir alle eigentlich
- 2:13begeistert, auch wenn es. Bosnien gewinnt gewinnen
- 2:16Bosnien. Wenn Österreich gewinnt, gewinnt
- 2:18Österreicher in beiden Fällen gewinnen Österreichische
- 2:20Bosnien. Auf jeden Fall.
- 2:22Und dann wünschen wir viel Erfolg, wenn man, ich weiß nicht
- 2:24genau, zu wem wir halten werden morgen.
- 2:28Wenn eigentlich am besten wäre vielleicht.
- 2:30Ein Unentschieden. Ein Unentschieden, wenn beide
- 2:33zur Weltmeisterschaft gehen, dann haben wir alle gewonnen.
- 2:36Ja, auf jeden Fall. Das ist der richtige Weg und
- 2:37natürlich geht's in dieser Podcast ganz sicher um die
- 2:40Zukunft Bosniens in der Europäischen Union, in der Nato,
- 2:43in der EU, und das verbindet uns ja und herzlichen Dank, dass du
- 2:46willkommen bist, hier auf die Pot sirac kannst du mir ein
- 2:49bisschen erklären, noch deinen eigenen Lebenslauf, wie bist du
- 2:52nach Österreich gekommen, wie ist deine Geschichte, was ist
- 2:55passiert, warum ist Sirac heute in Wien.
- 3:00Die Geschichte mit meinen Exodus aus Jugoslawien begann im Jahr
- 3:0789, als ich erkannt habe, dass un Jugoslawien etwas schief
- 3:14läuft. Ich war damals
- 3:17Entwicklungsingenieur in Rüstungsindustrie tätig und habe
- 3:22viele Indizen gesehen, dass etwas schief läuft.
- 3:28Das war das Jahr auch, wo Milosevic seine große Rede am
- 3:31Amselfeld gehalten hatte, im Juni 1989. 89 genau.
- 3:38Das war der Moment, wo du gesagt hast, das wird nicht gut
- 3:41ausgehen. Das ist 1 von Momenten.
- 3:44Also es gab schon viele Punkte oder Steinchen, die in Mosaik
- 3:50gepasst haben, und dann habe ich gesagt, okay, das ist nicht mehr
- 3:52für mich, ich habe etwas versucht zu.
- 3:56Biegen, aber dann hat mich der Offizier der Staatssicherheit
- 4:02angeordnet, Jugoslawien zu verlassen.
- 4:04Das war im Jahr 90, also kurz drauf.
- 4:07Ich war eigentlich im Positomstudium für
- 4:08Raketentechnik fertig und dann musste ich Jugoslawien
- 4:15verlassen. Die Staatssicherheit, also die
- 4:17Utbar, ja mehr oder weniger dich hinausgeschmissen.
- 4:20Richtig, ja, also. Die waren zumindest fair, die
- 4:22haben nicht sofort eingesperrt. Aber das war die Drohung, das
- 4:27war quasi die Drohung, entweder du bist eingesperrt oder.
- 4:30Genau so richtig 4 Tage habe ich Zeit gehabt. 4 Tage ja, und dann
- 4:35hast du alles mitnehmen müssen können.
- 4:37Ich habe zunächst, aber ich bin selbst eigentlich weggegangen,
- 4:41um Platz in Europa zu finden, weil das ist nicht so einfach
- 4:47gewesen, wohin ich bin durch Wien marschiert, Linz, dann
- 4:52Deutschland, Schweiz. Und warum?
- 4:55Österreich war das die nächste österreichische?
- 4:58Eigentlich. Das war fast für mich das erste
- 5:00Mal, dass ich in Wien war und habe ich in einem Kurier damals
- 5:05ein Inserat gesehen. Die haben einen
- 5:08Konstruktionsleiter gesucht, eine Firma, und habe mich
- 5:11beworben und nach einigen Monaten, bis das Visum fertig
- 5:17war und allen möglichen Papieren, habe mich dann
- 5:20angerufen, war ich dann in der Schweiz, bin ich aus der Schweiz
- 5:23zurückgekommen und. Und im März 91 offiziell.
- 5:29Praktisch bin ich in Wien tätig. Erzähl mal noch kurz, was hat
- 5:35der warum hat der Utpa dieses Ultimatum gestellt hier, also
- 5:38warum hat er gesagt innerhalb von 4 Tagen musst du aus
- 5:41Jugoslawien raus? Schau, jedes System kann die
- 5:47immer etwas anschaffen. Ich habe versucht, eigentlich
- 5:52die. Richtig zu deklarieren, zu
- 6:00interpretieren, die Sachen, die sich in Jugoslawien angehäuft
- 6:08haben und alles hat eigentlich für mich in Richtung gezeigt,
- 6:17dass so ein Libanon kommt, das habe ich so definiert.
- 6:21Es kommt Libanon. Wir haben nicht gewusst.
- 6:23Also ich habe nicht gewusst, dass Staaten entstehen werden.
- 6:28Das hat damals noch kaum wer ahnen können.
- 6:30Aber Libanon habe ich gesehen. Das heißt?
- 6:32Libanon, also in der Richtung Überkriegt.
- 6:35Und richtig, ich habe dieses. Chaos?
- 6:37Ja, und? Genau.
- 6:38Ich habe gesehen eigentlich, dass die jugoslawische Armee
- 6:43eine große Rolle spielen wird und die werden als Überrollen
- 6:47übernehmen. Und ich wollte nicht da
- 6:49teilnehmen. Ich habe versucht, meine Meinung
- 6:52zu äußern, habe versucht, die Drina zu biegen, so sagen wir
- 7:00unten, also die Drina ist so. Drinnen ist ja der Grenzfluss
- 7:04zwischen Bosnien und Serbien. Ja, aber der Drina ist so
- 7:06einfach, hat viele Entschuldigung, Biegungen und
- 7:11wir sagen, wenn etwas gerade gestellt werden soll, du sollst
- 7:16die Drina bügeln. Das ist fast unmöglich, ja.
- 7:19Genau die Möglichkeit und das System hat das anders
- 7:27verstanden. Entschuldigung muss ich da
- 7:29trinken. Bitte, bitte, bitte.
- 7:32Es sind emotionale Zeiten gewesen.
- 7:33Du hast die also eingesetzt für die Veränderung von Jugoslawien
- 7:36und hast gesehen, dass es in Richtung Libanon geht, richtig,
- 7:39richtig, und dann hat der utba dir den.
- 7:41Ausreißer gefehlt genau die haben dann verstanden, ich bin
- 7:45Unruhestifter quasi gewesen. Unruhestifter.
- 7:48Und aus dem Grund, Ich war 28 Jahre dann und die haben gesagt,
- 7:55bevor das ausufert, wir verspüren ihn ein.
- 8:00Mein Vorteil war, dass mein Vater als Partisang war.
- 8:08Hat von Tito auch eine eine Medaille für Verdienste des
- 8:12Volkes bekommen, war ein Jasenova in Konzentrationslager,
- 8:17Mein Onkel war hier in Mauthausen.
- 8:20In Konzentrationslager, also antifaschistische Familie
- 8:23praktisch, und das war diese 4 Tage Bonus für mich.
- 8:28Also das hat die quasi gerettet vor Gefängnis.
- 8:30Wenn du aus einer regimetreuen Familie kommst mit großen
- 8:33Verdiensten rund um Jugoslawien hat man dir die Möglichkeit zur
- 8:36Ausreise gegeben. Richtig, richtig.
- 8:39Und dann bist du als junger Raketeningenieur in Wien
- 8:41gelandet. Richtig, dann bin ich zum einen
- 8:44Anlagenbauingenieur geworden, da habe ich Anlagen gebaut.
- 8:49Welche Anlagen zum Beispiel? Das war am Anfang waren die
- 8:52metalogischen Anlagen, also für Kupfer und Kupferlegierungen und
- 8:56letzten 20 Jahren bin ich bei der Firma Schindler in der
- 9:00Entwicklung der Fahrtreppen. Die die Vollpreisen.
- 9:02Sind aus Treppen richtig, richtig, aber wir haben viele
- 9:05Projekte von New York bis Hongkong.
- 9:09Danke, dass du nach Österreich gekommen bist und hier zum
- 9:12Wohlstand und zum Fortschritt deinen Beitrag geleistet hast.
- 9:15Ja, das glaube ich sagen zu dürfen zu können, dass mein
- 9:20Beitrag ein bisschen, sagen wir so dazu auch beigetragen hat.
- 9:25Ein paar Großprojekte haben wir angezogen, wie zum Beispiel der
- 9:29Flughafen in Istanbul, das war sehr gut, aber.
- 9:34Okay das ist eigentlich auch. Arbeit Jugoslawien hat immer die
- 9:36besten Ingenieure hervorgebracht, weltweit tätig
- 9:40und danke, dass du dann zu uns gekommen bist und hier deinen
- 9:43Beitrag geleistet hast. Auf der anderen Seite muss ich
- 9:46sagen, ich muss mich bei Österreich bedanken, dass
- 9:52Österreich danach im Jahr 9293 so viele Flüchtlinge aufgenommen
- 9:58hat und sich als. Und Mutter der Nation praktisch
- 10:05positioniert hat. Und viele Bosnier sind hier
- 10:09geblieben und ich muss wirklich mich noch mal bedanken, dass die
- 10:16österreichische Regierung damals sich so gezeigt hat und Bosnien
- 10:23keine Probleme gemacht hat. Gut, wir haben auch historische
- 10:26Verbundenheit aus dem Ersten Weltkrieg, aus Monarchiezeit.
- 10:30Das spielt sicherlich auch eine Rolle, aber trotzdem, Österreich
- 10:34ist für viele zweite Heimat geworden.
- 10:37Ja, ich kann mich erinnern. Ich war damals bei der
- 10:39Hochschülerschaft internationaler Referent und wir
- 10:41haben auf den Straßen von Wien, pro Bosnien, der Mensch zuerst
- 10:45hat die Aktion geheißen und dann war die große Nachbarnotaktion,
- 10:50das war wirklich sehr, sehr groß, ich kann mich noch
- 10:52deutlich erinnern, und Österreich war, glaube ich, sehr
- 10:54solidarisch mit Bosnien, hat sehr viele bosnische Flüchtlinge
- 10:58aufgenommen. Richtig, ich kann mich gut
- 11:01erinnern an früheren Außenminister Alois Mock.
- 11:05Einer unserer ganz großen. Großen, Richtigen auch.
- 11:08Ich möchte noch einen großen erwähnen, der Kardinal König hat
- 11:13sich sehr sehr stark für Bosnien eingesetzt und wie gesagt, mit
- 11:18solchen Leuten könnte man eigentlich jetzt auch Europa
- 11:25nicht nur regieren, sondern eigentlich auch retten von
- 11:28allen. Diesen Schlomasli.
- 11:30Absolut alles mog hat sich ja besonders eingesetzt für die
- 11:33Unabhängigkeit von Bosnien. Das war ja durchaus auch
- 11:36umstritten am 1. März. 1992 ist ja dann die
- 11:39Unabhängigkeit beschlossen worden, das Referendum, wo warst
- 11:43du da, wie war deine Rolle, du warst in Wien.
- 11:46Das war ich schon in Wien. Ja richtig, in Wien war ich und
- 11:50dann habe ich das. Zunächst habe ich beschlossen,
- 11:53mich überhaupt nicht mehr zu irgendwelchen politischen
- 11:56Dingen. Engagieren zu äußern, weil ich
- 12:00nicht gewusst habe, wie gesagt, dass Staat entschieden, aber als
- 12:03Bosnien als Staat entstanden ist, dann sind die Rufe aus
- 12:12Mittelalter gekommen, mich zu engagieren.
- 12:16Also ich plädiere für eine unabhängige, offene
- 12:22Gesellschaft. Und damals war Bosnien im
- 12:26Mittelalter ein Beispiel in Europa.
- 12:29Wenn man die Geschichte ein bisschen kennt.
- 12:32Das hat auch sogar der kroatische Schriftsteller
- 12:36gesagt. Bosnier war ein Leuchtturm in
- 12:39Europa, wo Denker aus Europa Schutz in Bosnien gefunden
- 12:45haben, und diese Bosnier haben auch sogar einen großen Anzahl
- 12:52von sephardischen Juden und. Aufgenommen auch, sogar wenn das
- 12:56in Osmanischem Reich war, aber trotzdem, die Bosnier haben es
- 13:00aufgenommen, dass die Menschen dort waren, offen für alle
- 13:05Religionen, für alle Richtungen, egal was du glaubst, du musst
- 13:09nur ein guter Mensch sein, und das ist eigentlich diese alte
- 13:13Bosnien, die mich dann gedrängt hat, für jetzige Bosnien nicht
- 13:19einzusetzen, eventuell in die Richtung zu gehen, diese alte
- 13:23offene. Gesellschaft wieder zu eines
- 13:27Tages zu bekommen. Das ist die jahrhundertelange
- 13:30Tradition von Bosnien, das immer ein Zufluchtsort war für viele
- 13:34Kulturen, Religionen und immer ein offener und vernünftiger,
- 13:38rationaler und schöner Ort war. Ich liebe ja Bosnien, ich war ja
- 13:41schon mehrmals Theater und bin ganz begeistert.
- 13:45Schön, danke, die Bosnier sind, sagen wir mal so, ich habe immer
- 13:49gesagt, die Bosnier sind anders. Dann hat ja auch der Präsident
- 13:53Fischer, als ich das gesagt habe.
- 13:54Ja, was heißt anders, Alle Leute sind anders, aber ich, wenn ich
- 14:00darf eine kurze Geschichte erzählen, das war jetzt zuletzt
- 14:03in Bosnien, und ich habe einen Ort gesucht, wo ich mit einem
- 14:09unseren Schriftsteller Jewal Karachas besucht habe, er hat
- 14:13mir gesagt, Siraj, ich werde dir jetzt etwas zeigen, was du noch
- 14:16in Sarajevo nicht gesehen hast. Ok, gut, dann hat mich auch ein.
- 14:21Teil von Wradnik auf einen Teil von Sarajevo.
- 14:24Wir sind zu Fuß gegangen und ein Altes, ein altes Kaffeehaus
- 14:31gezeigt, wo nur Pensionisten kommen, das ist wirklich sehr,
- 14:34sehr alt und dort trinkt man turcia, das ist jetzt ein
- 14:40bosnischer Name für ein Getränk aus Walholdbeeren und Turcia
- 14:48aus. Waldhortbeeren das sind die
- 14:55Waldhortbeeren Früchte werden in Wasser gelegt und nach gewissen
- 15:00Zeit. Jetzt kenne ich nicht ganze
- 15:03ganze Ablauf, aber es schmeckt sehr gut.
- 15:06Und dann? Jetzt habe ich wieder versucht,
- 15:09diesen Ort zu finden. Es ist mir aber nicht gelungen,
- 15:11weil die Straße, die die Gassen sind, so eng, und dann habe ich
- 15:15einen Mensch angesprochen, habe ich gesagt, bitte kannst du mir
- 15:19zeigen, dass ich weiß, dass irgendwo in der Nähe ist.
- 15:21Aber ich finde es nicht und wir sind in Gespräch geraten und wer
- 15:28was, wo und dann sagt er kein Problem, Ich fahre dich dorthin,
- 15:33er war früher Taxifahrer. Jetzt ist in Pension und ist
- 15:37wirklich mit dem Auto. Bin dorthin gefahren und sogar
- 15:40er hat sogar auch bezahlt. Also er hat sich bedankt für
- 15:43gute Gesellschaft, sagt immer wenn du nach Sarajevo kommst
- 15:48rufen wir an, das war's, ich habe ihn erstmals gesehen, wer
- 15:52weiß ob ich ihn jemals noch sehen werde.
- 15:54Das ist aber unsere Gastfreundschaft.
- 15:56Genau, genau das sollte. Ich sagen, jeder wirklich
- 15:59freundlich und nett ist tonant. Solche Beispiele zu finden,
- 16:02genau. So ist das sehr, sehr schöne.
- 16:04Leider ist es dann aber dramatisch schlecht geworden in
- 16:07Bosnien 92 es wandern diese extremen Massaker, der Genozid
- 16:11hat begonnen und die Serben haben unglaubliche Verbrechen
- 16:15begangen. Das Schrecklichste natürlich
- 16:17Srebrenica, aber es hat ja schon 92 im Sommer, das war wirklich
- 16:21eine schreckliche Eskalation von Verbrechen.
- 16:25Speziell im Norden von Bosnien, glaube ich, war vor 2 Jahren
- 16:28einmal dort in diesem Steinbruch, wo so schreckliche
- 16:31Verbrechen begangen sind. Oma hat es, glaube ich geheißen,
- 16:33ne, was omaska ja, also schrecklich, was ist da
- 16:37passiert, warum ist das alles plötzlich so schief gegangen,
- 16:40warum diese schreckliche Eskalationswarenheit?
- 16:43Ich würde mich da ein bisschen vorsichtiger äußern und ich
- 16:47möchte nicht sagen alle Serben, sondern eigentlich.
- 16:52Extremisten oder Naziserben vielleicht kann man dort
- 16:55Tschetniks wieder als Naziserben benennen.
- 16:59Und warum überhaupt ist so ein Hass entstanden, dass die
- 17:07plötzlich aus Serbien kommen, dort Leute aufmischen und gegen
- 17:15einen Teil von bosnischer Bevölkerung so brutal losgehen?
- 17:21Ich glaube, dass. Das ist geschichtlich verankert
- 17:27in paar Bücher in Serbien, die noch immer bosnische Muslime als
- 17:37Türken betrachten und die Leben in diesem Amselfeld mit
- 17:47Gedanken, da muss man die Türken töten.
- 17:51Und die Bosnier? Bosnische Moslems wären
- 17:54eigentlich eine Gelegenheit dafür.
- 17:57Das, das ist, in deren Köpfen. Es gibt auch ein paar Bücher,
- 18:02ich kenne ein Buch, der sagt Podorica, das heißt, Derjenige,
- 18:08der Islam beigetreten hat, ist schlimmer als der Türke selbst,
- 18:15und den muss man ausrotten, und das ist das Problem.
- 18:21Das ist auch dieses schreckliche Video von das online auch ist.
- 18:24Ja, von ich will den General nennen, aber dieser
- 18:27Kriegsverbrecher Mladic, der nach Srebrenica kommt, 1995 und
- 18:32da von den Türken spricht, ja die deren Zeit jetzt gekommen
- 18:35ist. Ja Türken.
- 18:37Ja, ja, richtig furchtbar, obwohl.
- 18:39Obwohl aber wenn man es wirklich kennt, der größte Anteil von
- 18:46Menschen, die in Osmanischen als osmanische Wesire waren, waren
- 18:50eigentlich Serben und. Und nicht die bosnischen
- 18:52Bosnien, sondern ein paar, aber viel mehr Serben.
- 18:57Und die Serben haben sich eigentlich viel mehr mit Türken
- 19:00in Verwandtschaft gegangen, die Frauen mit Türken und Türken
- 19:04heiratet und so weiter und somit ist eigentlich unerklärlich,
- 19:10warum das passiert und es muss etwas bei denen, bei diesen
- 19:15Extremisten fast in Genen da sein.
- 19:19Also das ist. Leider, da müsste man ordentlich
- 19:24forschen, warum so was passiert. Das ist ähnlich wie Hutututsi
- 19:29in. Ja, es ist leider jetzt auch
- 19:31noch so, dass der Dodik, den ich ja immer als Tyrannen bezeichne,
- 19:36hat ja dann kürzlich in Ost Sarajevo wieder eine Rede
- 19:39gehalten. Ich glaube, gerade nur letzte
- 19:41Woche, wo er wieder dieses Türken, Türken, Türken, also
- 19:45wären da die Türken, da sagen keine Türken, warum sagt er so
- 19:49was, warum verwendet er? Diese Form von beleidigender
- 19:53Türken ist ja keine Beleidigung. Das ist ein Nato alliierter ist
- 19:57ein Volk, aber die sind natürlich.
- 19:59In Bezug auf Bosnien ist die. Beleidigung.
- 20:01Es ist schrecklich und das ist natürlich genau in der Tradition
- 20:03von Ladic und von Omaska und dementsprechend, warum verwendet
- 20:08er so eine Sprache? Um an Macht zu bleiben, ist ganz
- 20:12einfach, also was, was Gauner machen, machen alles Mögliche,
- 20:16um an Macht zu bleiben. Und deswegen würde ich gerne
- 20:21nicht über ihn reden. Oder er verdient nicht das.
- 20:24Ich möchte dich nicht sein Name mal nennen, weil das verdient
- 20:28nicht, dass ich das ausspreche. Ich möchte über Gute bei den
- 20:35Menschen reden, es gibt genug gute Menschen, auch in Serbien,
- 20:41die kommen aber nicht durch, weil solche wie du erwähnt hast.
- 20:47Und andere, die in Serbien macht sind eigentlich erlauben nicht,
- 20:51dass die Guten nach oben kommen, außerdem, die haben eigene Guten
- 20:57auch selbst eigentlich ermordet und somit ist die Demokratie
- 21:03eigentlich sehr, sehr fragiler Prozess.
- 21:08Wir werden sehr weiterentwickelt, das Problem in
- 21:12Bosnien ist, dass es ein Land ohne.
- 21:17Praktisch ohne Sieger mit viele Verlierer.
- 21:25Wer kann man als als wer hat gewonnen, wer hat verloren?
- 21:32Wir wissen es. Gewonnen haben die Gauner,
- 21:37verloren haben die Menschen, die sein Leben umsonst verloren
- 21:42haben, aber die Frage ist, wer hat gesagt?
- 21:48Versagt hat sich einmal am Anfang die internationale
- 21:51Community, die internationale Gemeinschaft, weil wir haben
- 21:53behauptet zu helfen, aber wir haben zu wenig gemacht, der
- 21:57Krieg ist 3 Jahre lang 3 Jahre lang, von 92 bis 95 vor unseren
- 22:01Augen, quasi vor Wien, ist ja nicht weit weg, 6 Stunden, 7
- 22:06Stunden kann man mit dem Auto in Bosnien sein, heute und damals
- 22:10auch schon. Ja, schrecklich, unser Versagen.
- 22:13Man kann sich nur immer entschuldigen für dieses lange
- 22:16zuschauen und diese Untötigkeit, die Zerstrittenheit der
- 22:19internationalen Community. Ja, das ist eine andere
- 22:22Geschichte. Entschuldigen kann man es, aber
- 22:24Wiedergutmachung ist eigentlich eine Frage, wann kommt das denn,
- 22:31was Europa machen könnte? Genau aus diesem Grund,
- 22:36eigentlich wäre ein Weg Bosnien in die EU.
- 22:42Zu gewähren, wohl wissend, dass all diese Fragen, die die EU
- 22:48jetzt auf den Tisch gelegt hat, nicht beantwortet werden können,
- 22:52weil Bosnien ist ein unmöglicher Staat, staatskonstrukt und so
- 23:00ein Konstrukt erlaubt nicht die Lösungen, Konstrukt erlaubt nur
- 23:04Probleme wir haben 3 Präsidenten in dem Präsidium.
- 23:11Und wir wissen aus der sogar Mathematik, dass wenn 2
- 23:18miteinander kommunizieren ist keine Lösung da.
- 23:24Das hat ein Mathematiker sogar auch ein österreichischer
- 23:27Mathematiker, der an Oxford unterrichtet hat ein Buch
- 23:32geschrieben corporators er hat. Dort bewiesen, dass 2 nicht
- 23:38kooperieren. Sogenannte Prisoners Dilemma ist
- 23:42bekannt aus USA noch. Darf ich nur kurz erwähnen,
- 23:48worum es geht, damit Leute die Leute auch wissen.
- 23:50Also ein Polizist hat gesehen in einem Auto, da führen 2 Personen
- 23:57eine Pistole, mit der hat die aufgehalten und und hat
- 24:01verlangt, dass die eigentlich eine Lizenz für Pistole haben,
- 24:04die haben es nicht gehabt, er hat die Untersuchungshaft
- 24:11geführt und dann interessanterweise, die haben
- 24:14dann die 2 getrennt. Und der eine Richter hat gesagt,
- 24:17Schau, vielleicht haben die einen Bankraub begangen,
- 24:20irgendwo in der dritten Stadt, weit, weit weg am Anfang.
- 24:25Wir haben es geleugnet, aber dann hat ein ein Trick gefunden,
- 24:32hat gesagt, Schau, wenn du jetzt sagst, dass du das gemacht hast,
- 24:37dann bist du frei, aber er geht in Gefängnis nach kurzer Zeit.
- 24:45Weil das Spiel hin und her gegangen ist, beginnen die Leute
- 24:50zu denken, aha, er wird mich verraten und aus dem Grund haben
- 24:57dann beide zugestimmt und beide sind im Gefängnis gegangen aus.
- 25:01Dem du sagst eben, dass bosnische Präsidentschaft so
- 25:03eine Art Gefangenendilemma. Richtig, richtig und nämlich die
- 25:07haben jetzt nicht 2, sondern die haben 3.
- 25:09Und weil wir haben jetzt 24 Interaktionen.
- 25:13Ich, du, du mit mir, ich mit dir mit 3, also mit 22 hoch 2 mit 3
- 25:21wären 3 hoch, 3 wären 27 Interaktionen unterschiedliche
- 25:24Arten von der von der Kommunikationswege und.
- 25:29Das ist die Unmöglichkeit. Und da geht es jetzt eben um die
- 25:32Präsidentschaft der 3 ethnischen Gruppen, die dann zu einem Veto
- 25:37meistens der Serben führt, was ja natürlich aufhält an den Nato
- 25:41beitritt, weil es geht ja um das Veto dagegen, und es hält
- 25:44natürlich auch die Anerkennung der Republik Kosovo durch
- 25:46Bosnien auf, also ganz wesentliche Dinge, die
- 25:49eigentlich passieren sollten seit langem, und die Mehrheit
- 25:51dafür ist 2 gegen 1. Wie kann man das lösen?
- 25:55Das ist, das kann man lösen. Nur wenn Detto in neu
- 25:58geschrieben wird. Das Dayton der
- 26:01Nachkriegsvertrag, den die Amerikaner in Ohio damals 95.
- 26:05Genau vor. 30 Jahren. Genau.
- 26:07Und es. Ist genau 30 Jahre her in
- 26:09wirklich 30 all diese Ereignisse von 95 ja, jetzt im November
- 26:13glaube ich, war die Unterzeichnung.
- 26:15Genau. Ja, ja, das ist jetzt 30 Jahre
- 26:17Dayton. War ja Mitte November glaube ich
- 26:19ist. Jetzt fast.
- 26:20Im November das Datum weiß ich jetzt, muss ich sagen, jetzt
- 26:24nicht ganz genau, aber es ist mir eigentlich egal. 2 Jahre. 30
- 26:29Jahren, weil ich möchte nicht mit diesen Daten operieren.
- 26:33Für mich sind viel wichtigere Daten von früher, die etwas
- 26:37Positives bewirkt haben für Dayton.
- 26:39Für mich ist es nicht besonders positiv, um unmöglich zu sein.
- 26:44Viele, sagen du. Organisierst ja jedes Jahr hier
- 26:46den Geburtstag von Bosnien richtig aus dem Mittelalter.
- 26:49Wann ich sagen kann, in Dubrovnik war glaube ich dieses
- 26:53Dokument, das muss man vielleicht auch kurz erklären,
- 26:55da war ich eingeladen, das war eine sehr schöne Feier am 3.
- 26:58Oktober war das jetzt in der diplomatischen Akademie in Wien,
- 27:01und da war der Geburtstag von Bosnien historisch genau der
- 27:05wievielte was? 836. 836 also Bosnien hat eine
- 27:10ganz lange Geschichte, ein europäisches Land, richtig?
- 27:14Seitdem es Österreich gibt, gibt es ja Bosnien, wenn man so will.
- 27:18Genau Name ist konstant. Bosnien war damals.
- 27:20Bosnien war schon da. Bosnien er war bosnische Bahn,
- 27:24kulin, ja bosnische Herrscher Kulin unterzeichneten Vertrag
- 27:28mit der buduluniker Herrscher und erlaubt ihm, dass die
- 27:33Handelsleute aus Dobrunik frei sich bewegen, in Bosnien bewegen
- 27:37können und das wäre praktisch so ein Schengen Vertrag.
- 27:44Freiheit des Handels, bei der Geschäftsleute, das hat man
- 27:47schon vor 850, ja. 36. 836 Jahren hat man das abgeschlossen
- 27:52zwischen Dupuvnik und Bosnien Ban Kuli, also eine lange
- 27:56europäische Tradition der Wirtschaftsverflechtungen
- 28:00zwischen Bosnien, und damals war man so wie in Kroatien, aber in
- 28:02Wirklichkeit dem Römischen Reich und.
- 28:04Dem venezianischen Reich Kroatien genau Souvenir.
- 28:07Die gehört aber Dubbrunik war unabhängig aus der Republik
- 28:10Dubbrunik Ragusa vorher ne und. Das ist der Beweis, dass
- 28:16eigentlich Bosnien nicht nur mit Namen, sondern auch mit dem
- 28:22Territorium der Bosnien war. Ungefähr zwischen Savi im
- 28:26Norden, Adria unten, Brina im Osten und Unna im Westen.
- 28:32Also das ist Bosnien und. Statt diesen künstlichen
- 28:36Datenvertrag so zu feiern, die 30 Jahre sollte man ja die
- 28:39historische Wurzel dieser Nation, Bosnien, das ist für
- 28:43mich Bayern, und das machst du ja jedes Jahr auf der
- 28:45diplomatischen Akademie und eine sehr große Veranstaltung mit
- 28:48über 250 Leuten, da kommen wir noch zurück.
- 28:51Was ist wichtig dabei? Weil das ist ein Dokument, also
- 28:54erstens Beweis für Staatlichkeit.
- 29:00Schrift wurde als alte bosnische Schrift Bosnanjica verwendet und
- 29:05noch immer, wer sich ein bisschen da einübt, kann man
- 29:09lesen. Also das hat sich nicht in 800
- 29:12Jahren so viel verändert und das ist auch ein Beweis, dass
- 29:19Bosnien offen war und für alle anderen Nachbarn, darum haben
- 29:25wir von unserer Gesellschaft diesen Tag für.
- 29:29Verlangen wir von UNO von UNO, dass Dienstag als Tag der
- 29:33zwischenstaatlichen guten Nachbarschaftsbeziehungen
- 29:36ernannt wird. Wir brauchen Gutes, rundherum
- 29:39wie gute Nachbarschaft, wir brauchen nicht uns erinnern an
- 29:43irgendwelche Gräueltaten schon auch, aber viel besser wäre, und
- 29:49das machen wir in der der Blockbusch Akademie, Wir
- 29:53verleihen Preise an unseren Studierenden in österreichischen
- 29:58Universitäten. An Wissenschaftler, Künstler und
- 30:03wir feiern in Bosnien und wir jammern nicht da, sondern.
- 30:08Wir als ein sehr beeindruckendes Event.
- 30:10Ich war selbst dort im Oktober 3.
- 30:12Oktober und das waren so über 200 Leute, wenn ich es richtig
- 30:15überschätze und das waren tolle Preise an Studierende und
- 30:19Akademiker aus der Genetik biologieingenieure wenn die
- 30:24jetzt aus der bosnischen Community kommen und heute voll
- 30:27angekommen sind in Österreich und.
- 30:29Ein Teil unserer Gesellschaft an, also wirklich wahrscheinlich
- 30:32die bestorganisierte Community in Österreich, aktuell die
- 30:35Bosnier. Das sagen viele, das kann ich
- 30:38selbst nicht beurteilen. Du bist bescheiden, aber du bist
- 30:41ja Präsident dieser Vereidigung. Also du hast da schon einen
- 30:44wesentlichen Beitrag geleistet, die letzten 30 Jahre.
- 30:46Das hat uns auch die österreichische Haus der
- 30:54Geschichte. Er hat die Hauptgeschichte
- 30:59erkannt und uns eingeladen, über bosnische Volksgruppe zu reden.
- 31:04Und das war für mich sehr überrascht.
- 31:09Die bosnische Volksgruppe seid ihr schon anerkannt?
- 31:11Noch nicht, noch nicht offiziell, noch nicht, aber wir
- 31:14arbeiten daran, aber die, die Haus der Geschichte hat uns, wie
- 31:21gesagt, Nationalbibliothek hat eingeladen und uns schon bei.
- 31:26Beiden anerkannten Volksgruppen positioniert das war für uns
- 31:31auch für alle, die damit wirken. Da hoffe ich, dass das jetzt
- 31:34offiziell wird. Einige Politiker unterstützen
- 31:36euch ja in diesem. Ja, ja, wir haben.
- 31:38Wir haben Österreichischen Unterstützungskomitee gegründet,
- 31:44eigentlich oder initiiert von Erhard Bußekleider verstorben.
- 31:47Unser Größter natürlich mein Mentor und Freund.
- 31:52Wir vermissen ihn aber. Aber.
- 31:55In diesem Unterstützungskomitee sind viele auch Politiker,
- 31:58Wissenschaftler Österreichs und auch ich.
- 32:01Möchte einige Politiker nennen, die das unterstützen.
- 32:04Ehemalige Präsident Fischer, die ehemalige Präsidentin von
- 32:08Gerichtshof, Irmgard Gries. Am meisten hat es aber ihr,
- 32:14glaube ich, bei den Grünen natürlich vertreten, weil.
- 32:17Almazadic. Mit Olga Vogelauer ist in diesem
- 32:20Komitee sehr gut Olga Vogelauer. Sie wollte unsere ehemalige
- 32:23Justizministerin erwähnen, die ja selbst als Flüchtling mit 10
- 32:27Jahren bin ich richtig aus Tuzla.
- 32:29Aus Tuzla gekommen. Mit dem Bus geflohen ist mit
- 32:32ihrer Familie, mit ihrer Mutter und dann bis zur Ministerin.
- 32:36Und dann hat der populärsten österreichischen Politikerin
- 32:38geschafft. Hat ja, ich muss auch sagen,
- 32:41eine von den besten. Sie hat wirklich einen guten Job
- 32:44gemacht. Also Österreich, quasi das neue
- 32:48Amerika in Mitteleuropa, wo man als Flüchtlingskind Minister
- 32:52werden kann. Richtig, ja.
- 32:54Mit der Unterstützung der bosnischen.
- 32:56Community gut, aber sie war gut. Also das muss man schon sagen.
- 33:02Und es ist sehr populär in der bosnischen Community.
- 33:04Also. Schon, ja, ja, schon.
- 33:06Das ist auch ein Beweis, das, was wir immer wieder auch
- 33:09erwähnen, dass die bosnischen Frauen.
- 33:14Sie sehr stark in Österreich auch positioniert haben.
- 33:18Ich. Habe sehr viele
- 33:19Wissenschaftlerinnen gesehen, genetikerinnen, Biologen,
- 33:23Ingenieure, It, Wissenschaftler aus Oberösterreich mit
- 33:26bosnischen Namen, bosnischen Wurzeln.
- 33:28Aber heute ist ganz Österreich auf ihre Erfolge stolz.
- 33:32Wir haben in Österreich, das muss man schon als stolz
- 33:36vielleicht benennen, der größte Anteil von Auslandsstudierenden
- 33:42in Österreich. Nicht deutsch sprechenden Raum
- 33:46sind die Bosnier bosnische Studierenden, das heißt gut.
- 33:49An erster Stelle sind deutsche Deutsche sind die Groß,
- 33:52Deutschland ist. So 10 mal größer.
- 33:53Genau. Das kann man nicht mehr als 1020
- 33:57mal und auch aus Südtirol gibt es auch.
- 34:00Das ist auch Deutsch sprechende, aber dann kommen die Bosnier und
- 34:03das war für mich das eigene Statistik austriaksam und das
- 34:06war für uns auch ein bisschen. Du bist stolz, überrascht, sag
- 34:09ich mal so. Naja, das ist jetzt 30 Jahre
- 34:11her. 35 Jahre seitdem du persönlich als Raketeningenieur
- 34:15nach Wien gekommen bist. Und es sind ja viele
- 34:17gleichzeitig gekommen in den Jahren des Krieges, Österreich
- 34:20quasi als Tor zur Freiheit, zur Sicherheit, wo man leben
- 34:24aufbauen kann, und das sind ja, ich weiß nicht, genaue Zahlen,
- 34:27wie viele Bosnier gibt es heute, bosnische Wurzeln, wie viele
- 34:30Menschen beziehen sich auf Bosnien, die heute in Österreich
- 34:33leben. Wir schätzen, das kann man nicht
- 34:36nur schätzen, weil die Statistik betrachtet nicht auch alles,
- 34:40also zwischen 260 und 300000. 260 bis 300000 Österreicher mit
- 34:45bosnischem Wort. Und da spricht etwas dafür, dass
- 34:52wir uns auch als Volksgruppe nicht nur benennen, sondern dass
- 34:57wir auch akzeptiert werden und dass wir uns.
- 35:04Unseren Beitrag noch für Österreich auch noch mehr
- 35:07leisten können, aber auch ein Beitrag Richtung Bosnien auch
- 35:15leisten können. Und die Frage ist warum also die
- 35:21Frage, die mir ständig gestellt wird, warum ist es notwendig die
- 35:27sbodische Volksgruppe anzuerkennen oder was hat man
- 35:30dann davon? In Gegenfragen stelle ich auch.
- 35:35Der österreichische Außenminister die letzten 2
- 35:38Außenminister waren ja auch in Slowenien, die haben gefragt,
- 35:43gesucht, dass die deutschsprachige Minderheit in
- 35:48Slowenien als Volksgruppe anerkannte, und dann frage ich,
- 35:54warum ist das für euch das wichtig?
- 35:57Absolut absolut. Wann wir das wollen, dass die
- 35:59deutschsprachigen Slowenien anerkannt werden, sollen wir uns
- 36:02entsprechend bemühen, um 300000 Bosnier in Österreich, das ist
- 36:07ja eine Große. Gruppe.
- 36:10Vielleicht zur Erklärung, Wir haben ja schon die Kroaten, die
- 36:13Slowenen, die Tschechen, die Ungarn, das sind glaube.
- 36:16Ich Kroaten und Slowaken. Und Romantik.
- 36:18Der letzte war im Jahr. 93 und Roman sind die anerkannt und das
- 36:23war für mich. Initiierung des Gedankens warum
- 36:28eigentlich sind Bosnien nicht anerkannt?
- 36:29Weil wir waren in Monarchiezeit Gesamtterritorium Bosnien
- 36:34Herzegowina war Teil von der Monarchie und dann habe ich
- 36:37ausgerechnet. 40 Jahre für 40 Jahre war er Bosnien
- 36:40österreichisch. Richtig, eigentlich schon.
- 36:43Und Bosnien sind jetzt das einzige Volk, der nicht als
- 36:50Volksgruppe in Österreich aus der Monarchie anerkannt ist.
- 36:52Alle anderen sind schon, also Tschechien, Slowaken, die.
- 36:55Slowenien gerade und. Es scheint eine große
- 36:59Ungerechtigkeit zu sein und ich hoffe, dass wir das jetzt lösen
- 37:01können. Mit der mit der Politik hat
- 37:04jetzt eine Reformpartnerschaft angekündigt, also das wäre ein
- 37:07schöner Erfolg, wenn man das zumindest reformieren könnte.
- 37:10Es ist zu hoffen, ich bin der guten Hoffnung, dass auch
- 37:14passiert, vielleicht in den nächsten paar Jahren.
- 37:17Und aber wir haben. Ein 2026, was man hinausschiebt,
- 37:23wird dann vielleicht nie passieren.
- 37:25Also schneller ist da besser. Naja, bin dafür auf morgen also
- 37:29kein Problem. Und das hilft uns natürlich auch
- 37:32in der Frage des EU Mitgliedschaft, der EU
- 37:34Mitgliedschaft von Bosnien also. Und natürlich hat er Nato
- 37:37Mitgliedschaft, das soll ja alles passieren.
- 37:39Noch eine Verbindung zu diesem Thema für Leute, die das noch
- 37:44nicht wissen. Als Bosnien in Monarchie war,
- 37:49die waren sehr treue Bürger der Monarchie.
- 37:53Am Anfang war es schon Widerstand, keine Frage, aber
- 37:55dann haben die gesehen okay diese neue Herrscher ist okay,
- 37:59mit denen kann man gut leben und die haben dann diese Monarchie
- 38:04verteidigt, sogar so, dass das zweite bosnische Regiment meist
- 38:09ausgezeichnete Regiment in der KOK Armee überhaupt geworden
- 38:13ist. Und die besten Soldaten waren
- 38:15aus Bosnien. Richter ist keine Frage.
- 38:17Und jetzt wäre es schon gerechtfertigt, auch wegen
- 38:23diesen Leuten. Viele liegen jetzt in
- 38:26Österreich, in Lebring zum Beispiel 805.
- 38:28Da gibt's ja immer dieses Maletta.
- 38:30Maletta Tradition und genau das ist der.
- 38:33Die österreichisch bosnische Gesellschaft feiert da jedes
- 38:36Jahr die bosnischen Soldaten, die für Österreich.
- 38:39Erinnerung, ich sage dir, wir feiern nicht mehr für die
- 38:41Erinnerung. Das ist in Italien gewesen.
- 38:45Montemaleta fio 1916 als die Monarchie gegen Italien.
- 38:49Gekämpft, die Sonn zur Front haben ja sehr viele Kroaten und
- 38:53Bosnier für die Monarchie und für den Kaiser gekämpft und sind
- 38:56auch gefallen. Und da möchte ich jetzt in Bezug
- 38:59auf jetzige Bosnien etwas sagen. Und zwar.
- 39:02Diese Soldaten waren aus 4 Religionsgruppen gemischt.
- 39:10Die größte Gruppe waren eigene Orthodoxen, dann die Muslime,
- 39:14dann die Katholiken, dann die Juden, das ist jetzige Bosnien,
- 39:19auch das witzige Bosnien ist eigentlich gemischte, gemischtes
- 39:26Volk aus 4 monotheistischen Religionen und Atheisten, was
- 39:30auch immer. Jemand hat mit Dayton und daraus
- 39:39resultierenden eigenen Verfassung geschaffen, dass 3
- 39:46Religionsgemeinschaften, nicht Volks Religionsgemeinschaften
- 39:52Rechte haben, für Präsidium zu kandidieren.
- 39:55Wir haben vorher gesprochen über 3, die anderen haben aber nicht
- 40:00somit haben. Dayton und Weltgemeinschaft eine
- 40:03Apartheid geschaffen mitten in Europa, das wird abgeschafft.
- 40:10Fehler. Absolut.
- 40:11Aber. Du nimmst das aktuelle System in
- 40:13Bosnien Apartheid richtig in Südafrika.
- 40:16Absolut. Warum?
- 40:18Ich darf nicht kandidieren, ich bin Bosnier, sagen wir, ich bin
- 40:24Bosnier, also du musst jetzt entweder bosnische, Bosnier,
- 40:28bosnische, Serbien oder bosnische Kroate sein.
- 40:30Der bosnische Jude, Roma Minderheiten und bosnische
- 40:33Bosnier also nur Bosnier, wenn du sie nennen möchtest.
- 40:37Du darfst nicht kandidieren. Das ist ja wirklich gegen EU
- 40:40recht und ungerecht. Ist so, ist so, ist aber das
- 40:43Problem ist nämlich so, dass es gab auch eine Entscheidung, dass
- 40:48das sogenannte Sedisch Finzi, ein jüdische und römische A.
- 40:56Roma Organisationen haben sich zusammengetan und haben Staat
- 40:59geklagt, haben gewonnen, aber trotzdem hilft nichts, weil die
- 41:06jetzigen Religionsgemeinschaften haben Vetorecht und somit.
- 41:12Ja, wieder diese schreckliche Vetorecht.
- 41:14Genau somit ist es immer wieder das.
- 41:16War in Wirklichkeit auch eine Form von Appeasement damals
- 41:191995, weil die Amerikaner wollten eben nicht den Krieg
- 41:23gegen. Serbien ausdehnen und man hat
- 41:27dann einen schwindligen Kompromiss de facto in Dayton
- 41:30Zusammengehämmert mit amerikanischer Führung und den
- 41:35haben wir heute noch, als Dayton eben als Realität der Verfassung
- 41:39für Bosnien. Also das muss schon geändert
- 41:40werden. Das ist richtig, deswegen wir
- 41:43versuchen jetzt mit dem bosnischen Rat, der weltweit
- 41:47operieren wird, Diaspora und ng US aus Bosnien zu gewinnen.
- 41:54Also da ist ein weltweiter Zusammenschluss der Bosnier
- 41:57richtig und dem wirst du auch selbst involviert.
- 41:59Sein richtig, also unsere Gesellschaft ist auch dabei, wir
- 42:02unterstützen das und wir haben beschlossen, dass der Sitz auch
- 42:06in Wien sein sollte. Wir als Gesellschaft bosnischer
- 42:11Akademiker sind auch Mitglied bei UNO, bei Ecoshock, das
- 42:16heißt, Wir haben Zugang zu UNO Gebäude und könnten dort auch
- 42:19etwas organisieren. Ja, da hast du ja dieses Jahr
- 42:22die 30 Jahre Srebrenica. Genozid.
- 42:25Genozid Veranstaltung federführend mitorganisiert ja,
- 42:29das war selbst dabei, das war sehr bewegend.
- 42:33Im Un Gebäude sehr würdig und die UN hätte sich dort
- 42:36eigentlich entschuldigen sollen. Habe ich nicht gesehen.
- 42:39Die Entschuldigung aber wo ich in Srebrenica beim Memorial war
- 42:45vor 2 Jahren, da hat man ja deutlich gesehen wie das
- 42:48Versagen der un in den Schutzzonen abgelaufen ist.
- 42:52Und eigentlich sollte sich die un jeden einzelnen Tag aufs Neue
- 42:55entschuldigen, dass die Menschen aus Srebrenica nicht geschützt
- 42:57worden sind. Es ist leider nicht nur
- 43:00Srebrenica, es ist vieles ist schief gelaufen und Uno nicht
- 43:06nur entschuldigen, also Entschuldigung, ja was kann man
- 43:09mit Entschuldigung anfangen, die müssen auch tat folgen.
- 43:16Ich habe mit einem Menschen aus Srebrenica kurz gesprochen und
- 43:20gesagt, weil ich sehe wie die Situation ist, habe ich gesagt
- 43:25Srebrenica stirbt und. Und viele haben nur
- 43:29Veranstaltungen über Srebrenica, um etwas zu zeigen.
- 43:34Nein, nein, siraj Srebrenica ist schon gestorben, dort gibt es
- 43:40nichts mehr. Es ist ein sehr einsames Tal.
- 43:44Und die Jugend? Ich habe vor 2 Jahren, wo ich
- 43:47dort war, mit jungen Leuten gesprochen, die dort leben, die
- 43:49haben gesagt, Na, einmal im Jahr kommen alle, die ganze Welt
- 43:52kommt hin und dann sind alle Hotels ausgebucht für einen Tag
- 43:55und den Rest haben wir keine Arbeit, keine Zukunft, keine
- 43:58Möglichkeiten und müssen sowieso nach Wien auswandern oder nach
- 44:01Frankfurt, wann wir was werden wollen.
- 44:03Das ist, das ist das Problem und eigentlich das Problem ist das
- 44:07System in Bosnien jetzt dieses Barchheizsystem wir haben von
- 44:12oben so. Pyramiden von Top Down muss
- 44:16geregelt werden, nicht von Bottom ab.
- 44:18Also es geht nicht. Also ich habe kurz Geschichte
- 44:20mit dem Taxifahrer erzählt, also die Menschen sind herrlich.
- 44:26Sieht wirklich toll aus. Und da hängt überhaupt nicht,
- 44:29wer ist wer von Religion her überhaupt nicht, sondern top.
- 44:35Die Leute sind so, dass die eigentlich Dayton nutzen, im
- 44:42eigenen Teich zu fischen. Und jeder hat eigenen Teich, 3
- 44:46Teiche und wenn das schon so weitergeht, irgendwann ist das
- 44:54Ding die Unmöglichkeit. Alle werden mit Füßen, so hat
- 44:58ein Analytiker gesagt, die werden mit Füßen mit Füßen
- 45:03stimmen, das heißt, die werden weggehen.
- 45:06Und. Und wer bleibt?
- 45:08Die Politiker? Selbst und nur die Politiker
- 45:10bleiben und machen das Licht. Aus.
- 45:13Naja, so wollen wir nicht hoffen, dass die Zukunft von
- 45:14Bosnien soll in der Nato, in der EU werden.
- 45:17Und es gibt ja Wege, wie man das machen könnte.
- 45:20Die internationale Gemeinschaft über den High Representative,
- 45:23den hohen Vertreter, hat ja die sogenannten Bonpowers, was?
- 45:27Was könnte man da machen mit dieser Macht, die wir alle noch
- 45:31haben über bosnische Verfassung? Was könnte man jetzt machen, um
- 45:34diese Veto Krise zu lösen? In erster Linie, was wir jetzt
- 45:40mit diesem Rat, der Bosnien weltweit planen.
- 45:46Wir planen, dass Ng OS aus Jasper und Bosnien einen Druck
- 45:50aufbauen Richtung Brüssel und Brüssel soll Druck auf diesen.
- 45:58Heurepräsentant ausüben ihm macht zu geben, Daten zu ändern,
- 46:04das ist der Weg, das heißt der Bosnier, nicht der bosnische
- 46:09Bosnier, bosnischer und diese konstitutive tralala, nein, das
- 46:13gehört abgeschafft und der Bosnier selbst als Bürger sein
- 46:20normale Bürger, warum kann man ein Franzose in Frankreich sein,
- 46:24das. Warum kann man in Österreich ein
- 46:25Österreicher sein, in Deutschland ein Deutscher?
- 46:28Warum in Bosnien kein Bosnier, darf man nicht werden, absolut
- 46:33bosnia bosnia bosnia Bosnien, bosnia Kroatien und das sind die
- 46:37die 3, die eigentlich die Bosnien zerstören alle 3 also
- 46:43keine Ausnahme, nur Bosnien mit dem Blut aus Mittelalter.
- 46:53Gedanken also, man muss schon ein bisschen.
- 46:56Es geht darum, ein Land der Bürger zu werden, wenn wir es in
- 46:59der Europäischen Union überall haben.
- 47:01Richtig Österreicher, du bist Österreicher, Bürger eindeutig
- 47:06und genauso sollte jeder, der in Bosnien lebt, eben der der
- 47:09Staatsbürger ist, richtig ist dann Bosnier.
- 47:12Fertig. Bürger genau und was er glaubt,
- 47:14was er dir glaubt, Religion sollte eigentlich sekundär sein.
- 47:18So wie in Österreich, so wie in Deutschland, so wie in Italien.
- 47:21Wo überall. Und dann fragt man sich, warum
- 47:24haben die das getan? Das heißt, irgendwem hat dieses
- 47:29Problem. Ich glaube, wir müssen ein
- 47:31bisschen zurückgehen, wie das damals 95 war natürlich der
- 47:34schreckliche Massaker in Srebrenica und dann natürlich
- 47:37die amerikanische Hilfe, militärisch auch die
- 47:40Unterstützung in der Bosnisch kroatischen Föderationsforces,
- 47:44und die sind ja dann zuerst war ja dann die Greenya, die
- 47:48Befreiung, die Operation Oluja, und dann hat sich das ja in
- 47:52Bosnien fortgesetzt, vielleicht kannst du kurz über diese
- 47:55Offensive damals 95 im Sommer sprechen.
- 47:58Erstens würde ich jetzt auf vielleicht von Oluja zurück.
- 48:04Auch das ist für mich das Negative, weil Volk die dort in
- 48:12Krainer gelebt hat und Menschen die normale Menschen, die haben
- 48:19mit Krieg nichts zu tun, sondern die Extremisten von den
- 48:22bosnischen kroatischen Seiten, die haben beschlossen so was zu
- 48:26organisieren und. Orthodoxen Kroaten oder Serben
- 48:31zu entvölkern? Und was ist dann passiert?
- 48:36Das ist die Odoya alle Serben sind weggeflogen und viele von
- 48:42denen sind nach Bosnien gekommen und dann haben die dann
- 48:47Praktisches ausgenutzt, um diese ethnische Säuberung in Bosnien
- 48:52durchzuführen und somit haben versucht.
- 48:58Sogenannten ethnischen Gebiete zu schaffen.
- 49:05Der Problem der Problem von Nato ist der Nato hat nicht den Date
- 49:10Not Krieg beendet sondern Nato der NATO hat die selbischen
- 49:15Stellungen bombardiert und da hab ich gesagt OK mit Nato ist
- 49:17nicht zu spaßen. Hör mal auf.
- 49:20Das war dann Ende August. Der war ja zuerst noch in
- 49:22Sarajevo. Diese sogenannte Marktplatz
- 49:24Bombardierung im August 95 und dann erst die entscheidenden
- 49:28Schläge gegen die Bosnisch serbischen Stellungen, die dann
- 49:31auch Sarajevo, den nennt, den Belagerungsring gesprengt haben
- 49:35und dann die Bosnia de facto. Ich darf jetzt sagen, 30 Jahre
- 49:39sind vergangen, wir waren sehr gut mit dem Simon Wiesenthal.
- 49:44Simon Wiesenthal hat sich dafür eingesetzt, auch in.
- 49:47Er hat dann Präsident Clinton damals geschrieben.
- 49:50Wir haben ihn gebeten, etwas zu unternehmen, weil sein Name.
- 49:54Wir waren die Bosnier. In Wien.
- 49:57Du hast ihn. Persönlich gekannt, oder?
- 50:01Ja, ich war bei ihm öfters. Er hat im 19 Bezirk.
- 50:04Also du warst nicht nur raketeningenieur damals und dann
- 50:08hast du ja auch sehr eingesetzt für Bosnien.
- 50:10Ja, es geht nicht anders. Ich habe gesehen, dass er
- 50:14Unrecht für Bosnien. Vormarsch ist und meinen Beitrag
- 50:19habe ich dort gesehen, alles Mögliche zu unternehmen, damit
- 50:24ich mich selbst nachher nicht fragen frage, warum du nichts
- 50:30getan hast. Ich möchte ruhig schlafen und
- 50:33möchte meinen Beitrag für die Gerechtigkeit.
- 50:35Ich möchte nicht Leute in die Richtung treiben, jetzt müssen
- 50:40wir gegen Serbien Vormarsch machen, das geht nicht.
- 50:44Also ich möchte keine Rache ich. Sondern die Gerechtigkeit.
- 50:48Und. Aber der Vormarsch hat ja schon
- 50:50stattgefunden. Also die bosnischen,
- 50:53kroatischen. Truppen.
- 50:55Haben ja dann mit amerikanischer Unterstützung, sind ja fast bis
- 50:58Prijedor gekommen, aber dann haben sie den Befehl.
- 51:00Es ist noch immer Befreiung. Ich habe gedacht Richtung
- 51:04Serbien, also die bosnischen Soldaten waren nicht in Serbien,
- 51:07bosnische Soldaten waren nicht in Kroatien und.
- 51:09Umgekehrt beiden waren schon dort und das ist der
- 51:12Unterschied. Also Belgrad hat Sarajevo
- 51:15bombardiert, Zagreb hat Mostar bombardiert, Sarajevo hat keine
- 51:19von den 2 Städten bombardiert, das muss man sagen, und deswegen
- 51:24hat keine Rache bedeutet nicht, dass wir jetzt gegen Serbien
- 51:27etwas unternehmen, das geht nicht, sondern die
- 51:30Gerechtigkeit, jeder der Radkomadisch und Co.
- 51:34Müssen bestraft, bestraft werden, das ist keine Frage.
- 51:40Was wir jetzt und nur dass ich zu Ende bringe, also Nato Bonbon
- 51:46hat Krieg beendet, Dayton hat nur dann, wer auch das immer
- 51:52erfunden hat, die. Amerikanischen Bombardements der
- 51:56serbischen Stellungen entscheidend.
- 51:57Richtig, absolut absolut entscheidend.
- 52:01Und das hat wie gesagt der Simon Wiese da hat.
- 52:04Gebeten den Präsidenten, ich habe den Schriftstück noch bei
- 52:07mir. Damals war die Faxmaschine oder
- 52:10mit der Fax ist gegangen. Du hast ihn persönlich
- 52:14getroffen? Ja, kann man darauf zu.
- 52:16Erhofft. Eigentlich war ich bei ihm zu
- 52:18Hause im 9. Bezirk.
- 52:20Im ersten Bezirk hat er, er war dann unser Ehrenmitglied Simon
- 52:25Wieses da. Beim bosnischen Akademiker
- 52:27verband. Ja, ja, schon.
- 52:28Ehrenmitglied hab ich nicht gewusst.
- 52:29Ja, ja, das war der Erste in diesen Reihen.
- 52:33Und dann hat auch seine sein Office in Los Angeles mit einer
- 52:41Schrift Enaf ist Enaf, die haben den Präsidenten also 7 Tage
- 52:45danach der Office in Los Angeles hat geschrieben, diesen
- 52:50Schriftstrich habe ich auch enaf ist enaf Präsident, jetzt musst
- 52:53du militärisch eingreifen und kurz darauf ist passiert, also
- 52:59die haben schon Einfluss. Gehabt und.
- 53:03Also Wiesenthal als diese zentrale Richtige war
- 53:06Unterstützer der bosnischen Befreiung und der Nato
- 53:10Intervention. Er hat damals gesagt, gesagt,
- 53:13ich kann nicht mehr schweigen, weil dieses Schweigen zu Himmel
- 53:17schreit. Das waren seine Worte, und das
- 53:21hat uns sehr, sehr geholfen. Damals muss ich noch einen
- 53:25Mensch erwähnen, der Palo Urban. Er hat ihn gekannt und hat mich
- 53:29dann gefragt, was sagst du, denkst du ob wir den Simon
- 53:33Visital einladen um unser Ehemitglied zu werden?
- 53:36Was soll ich denken, bitte sofort.
- 53:38Also ich habe erkannt wie wichtig so eine Persönlichkeit
- 53:44ist. Er gehört unter diesen
- 53:46Persönlichkeiten wie Alois Moog, Kardinalkönig und so weiter das
- 53:49war die alte Garde von gute Persönlichkeit in Österreich mit
- 53:54denen. Konnte man sehr viele gute Dinge
- 53:57machen. Alo Smog war ja der
- 54:00entscheidende Mann damals. Er war Außenminister und ist eng
- 54:04befreundet, auch mit dem deutschen Außenminister, er hat
- 54:07ja von 92 bis 95 hier ganz entscheidend die Bosnien Politik
- 54:11Europas mitgeprägt und zur Befreiung beigetragen.
- 54:15Das ist richtig, aber wie gesagt, für uns ist wichtig,
- 54:17jetzt Brücken zu schlagen, damit wir auch zeigen können, diese
- 54:23mittelalterliche Bosnien. Wieder sollte Leuchtturm werden.
- 54:27Also wir brauchen nicht die, wir brauchen Gerechtigkeit, aber wir
- 54:33brauchen eine offene Gesellschaft und nicht unter
- 54:37Druck. Von diesen 3 köpfigen Präsidium,
- 54:43die sind jetzt gefangen, also die Bosnien sind jetzt gefangen
- 54:46in Apartheid wegen diesen 3 Persönlichkeiten die im
- 54:52Präsidium ausmachen und. Und Weltgemeinschaft, die nicht
- 54:59in der Lage ist, diese Date zu ändern.
- 55:03Deswegen fangen wir an, jetzt uns zu organisieren, gemeinsam
- 55:08mit NG OS aus Bosnien und Herzegowina, dass wir gemeinsam
- 55:12diesen Druck ausüben, Brüssel noch einmal wiederhole ich
- 55:16nicht, dass der Brüssel dann Druck Ausdreht, der Repräsentant
- 55:19ausübt, er muss das ändern, er muss ermöglichen.
- 55:24Dass der, dass der Bürger eine Hauptrolle spielt und nicht eine
- 55:30Ethnie. Absolut absolut.
- 55:32Das ist das Problem. Lass mich noch kurz diesen
- 55:34Moment, wir sind jetzt im im Sommer 95.
- 55:38Srebrenica Massaker hat stattgefunden, 8000 Leute
- 55:41Unschuldige schrecklich umgebracht worden vom Ladic im
- 55:45Osten des Landes. Ja, daraufhin kommt dann der
- 55:48Vormarsch der Bosnisch kroatischen gemeinsamen Armee
- 55:52mit amerikanischer Rückendeckung, die dann quasi
- 55:55militärisch eigentlich für sehr erfolgreich sind.
- 55:58Und dann das schreckliche Attentat auf Sarajevo mit über
- 56:0130 Toten, dieser Marketplace bombing.
- 56:04Und dann greift die Nato ein. Ende August und Anfang September
- 56:08bombardiert de facto in die serbischen Stellungen und
- 56:13zerstört den Großteil der serbischen Stellungen
- 56:16militärisch durch die Luftangriffe, gemeinsam mit den
- 56:19mit den und dann beginnen diese Verhandlungen, obwohl eigentlich
- 56:23gewonnen ist also der Krieg im weitesten ist ja gewonnen, es
- 56:26gibt ja heute noch sehr viele Leute in Sarajevo.
- 56:28So die sehr, sehr traurig sind, dass die Offensive eingestellt
- 56:32worden. Hatten müssen durch den Druck
- 56:34der Amerikaner dann beginnen diese Verhandlungen in Dayton im
- 56:37September bis November und in Paris der große Vertrag und alle
- 56:41diese Zeremonien, aber de facto wird eigentlich den Serben das
- 56:46halbe Land gegeben, de facto wird ihnen diese Vetomacht
- 56:50eingeräumt, obwohl der Krieg eigentlich gewonnen war und sie
- 56:54militärisch geschlagen waren. Warum ist das passiert?
- 56:58Jetzt kann man sagen, das ist ein Versagen von der damaligen
- 57:02bosnischen Führung. Man kann sagen, das ist auch
- 57:07gewollt so, dass die Bosnier nicht quasi Bosnien regieren,
- 57:15manche sagen, Europa oder Welt braucht immer ein Problem, um
- 57:20intervenieren zu können, wie? Zwischen Pakistan und Indien,
- 57:30diesem kleinen Stück eigentlich des Landes, der nicht gelöst
- 57:35worden ist. Kaschmir zwischen ob, das ist
- 57:38Pakistanisch oder indisch. Aber kann man den Krieg?
- 57:40Viel mehr wieder als typisches Appeasement bezeichnen.
- 57:43Man hat eigentlich den Krieg einstellen wollen, die
- 57:46Kampfhandlungen und hat dann den Serben gegeben, was man geglaubt
- 57:50hat gegeben zu müssen, damit man nicht mehr weitermachen.
- 57:53Muss also das war eigentlich. Aber eigentlich ist ja.
- 57:57Unnötig gewesen und eigentlich auch sehr ungerecht.
- 57:59Die Grenzbeziehung, weil viele der Orte speziell Priador, wird
- 58:02oft genannt, wo ein schreckliches Massaker
- 58:04stattgefunden hat. 92 und Priador ist heute im
- 58:07wesentlichen ethisch kann man sagen, dass da nicht mehr sehr
- 58:12viele Bosnien. Und es gibt Einzelfälle, die
- 58:17auch zurückkommen. Aber vielen Berichten ist nicht
- 58:22einfach. Wenn du zurückkommst,
- 58:24eigentlich, wo dann du nicht zu d wo auch immer du kommst, du
- 58:30gehörst nicht zu der Mehrheit, da hast du ein Problem da.
- 58:34Werden heute nur Leute diskriminiert?
- 58:36Wann Sie? Heute werden die Leute.
- 58:39Die Föderation Zurücksiedeln in ihre alten Häuser, in ihr
- 58:42Wohngebiet, wo sie bis 92 gelebt haben.
- 58:45Aber einen Ausdruck Konföderation, also da gibt es
- 58:49in vielen Ortschaften sogenannten. 2 Schulen und einem
- 58:53Dach oder Kroaten nicht mit Bosnien also, wo die Kinder
- 59:00nicht miteinander in die Schule gehen, sondern sie haben
- 59:03Geründet. Apartheid, also das ist.
- 59:05Stolatheru in Stolat sie kann mich erinnern, da ist der.
- 59:07Fall mehrere Ortschaften nicht nur stolat es gibt mehrere
- 59:10Ortschaften, die in Zentralbosnien noch.
- 59:14In einer Schule 2 unterschiedliche
- 59:15unterschiedliche Schulgeschichten, 2
- 59:17unterschiedliche Geschichten, unterschiedliche Darstellungen
- 59:20der Geschichte. Richtig.
- 59:22Von mir aus wäre in Ordnung, wenn man sagt Okay Sprache, es
- 59:26ist Bosnisch und Kroatisch gedrängt oder okay.
- 59:29Die 2. Klassen, aber alles andere
- 59:31eigentlich gehört gemeinsam und eigentlich, das sehe ich
- 59:35genauso, diese kroatische ob Nationalisten die das auch ein
- 59:46Stück von Bosnien haben wollten. Damals gab es so eine
- 59:50Föderation, die. Als Lösung und mit der Zeit ist
- 59:55eigentlich immer mehr geworden, so dass die auch einen dritten
- 1:00:02Teil von Bosnien quasi haben wollen.
- 1:00:04Und dann wäre ein Supergau, dann wäre ein Supergau.
- 1:00:09Dann hat mir Aidica aus ihm gesagt, einmal, dass sie da also
- 1:00:12bitte, dann fangen wir an und verlangen wir den vierten Teil,
- 1:00:18aha, und was ist der vierte Teil?
- 1:00:21Wo wir Bosnier miteinander gut leben können.
- 1:00:26Hätte ich einen Vorschlag, dass wir lieber gleich ein Bosnien
- 1:00:28gehen für die Bürger? Das ist der Bürger.
- 1:00:30Genau das ist der vierte Teil, ist für mich der vierte Teil ist
- 1:00:34eigentlich ein Gesamtteil und und das ist, was wir eigentlich
- 1:00:38jetzt plädieren und wo wir miteinander arbeiten, und ich
- 1:00:44bin einfach Optimist, dass das auch möglich wird.
- 1:00:48Wird. Optimist haben wir natürlich
- 1:00:49alle für Bosnien in der Nato, in der EU, im Euro.
- 1:00:53Aber erzählen wir noch kurz das Appeasement, das damals zu
- 1:00:55Dayton geführt hat, hat ja eigentlich, ist ja total
- 1:00:58gescheitert, weil Serbien das damals nicht angegriffen worden
- 1:01:02ist, weil Serbien, das damals diesen Preis, diese Belohnung de
- 1:01:05facto für Genozid bekommen hat, das halbe Land hat dann dieses
- 1:01:09schreckliche Genozid fortgesetzt im Kosovo.
- 1:01:13Und hat eben dann erst recht die Nato Intervention 1999
- 1:01:18gebraucht, um Milosevic endgültig zu stoppen.
- 1:01:23Es ist jetzt für mich etwas schwierig, über Kosovo zu reden,
- 1:01:27weil ich nicht alle Details kenne.
- 1:01:30Aber Milosevic hat auch dort mit Lüge begonnen im Jahr 89 also
- 1:01:37damals war schon die. Amsel von damals, wo auch deine
- 1:01:41politische Richtweise begonnen hat.
- 1:01:43Ja, genau. Damals.
- 1:01:44Am 28 Juni diese de facto Kriegserklärung gegen den Rest
- 1:01:48Jugoslawiens timilosevic gemacht.
- 1:01:50Hat also genau deswegen muss man immer wieder zurück.
- 1:01:53Er hat mit Lügen begonnen, hat gesagt, die Kosovaren haben die
- 1:01:57serbischen Polizisten angegriffen, das war die Lüge,
- 1:02:00die dann die serbischen Nationalisten, Nationalisten
- 1:02:03aufgenommen haben und gegen Kosovaren losgegangen sind und.
- 1:02:07Und der erste der jugoslawischen Verfassung zerstört hat, war
- 1:02:12Milosevic. Weil in Kosovo war, in
- 1:02:14Jugoslawien, Kosovo und Vojvodina waren unabhängige
- 1:02:22Territorien eigene Verwaltung, die haben es gehabt und er hat
- 1:02:28gesagt, Na, das gehört alles, Serbien ist alles Serbien
- 1:02:31geworden und somit war Jugoslawien eigentlich in.
- 1:02:37In Zerfall und Zustand. Da gibt es ja dieses Video von
- 1:02:40einer der Sitzungen von der jugoslawischen Sozialistischen
- 1:02:43Partei und noch unter Stamboulic, wo der Stamboulic
- 1:02:46selbst in Milosovic genau das vorwirft, dass er das Ende
- 1:02:49Jugoslawiens herbeiführt. Ja, und wer dann beendet worden
- 1:02:52ist, das wissen wir alle, Stamboulic ist dann umgebracht
- 1:02:55worden, wahrscheinlich auf Arbeitstag milosovic ist also,
- 1:02:59das ist das, genau das ist Schreckliche.
- 1:03:01Problem der Stamboulic war ein von der Guten.
- 1:03:05Garden war der Dzincic, war auch später, aber die Guten konnten
- 1:03:09sich nicht mehr durchsetzen, weil die die Nationalisten waren
- 1:03:14einfach sehr stark und ich muss sagen die Kosovo Albaner waren
- 1:03:21in Jugoslawien für mich sehr gute waren sehr gute Leute, ich
- 1:03:28war auch jugoslawische Armee habe ich gedient und habe.
- 1:03:34Ich habe gesehen, dass die, also Kosovo, Albaner eigentlich
- 1:03:40niemand hat Probleme gesehen, dass die irgendwann irgendwas
- 1:03:46getan haben, warum die so gegen Albaner fokussiert waren, könnte
- 1:03:53sein wiederum das Amselfeld. Wieder zurück also.
- 1:03:57Deswegen sage ich, die Geschichte ist so negativ bei
- 1:04:01den nationalistischen Serben also.
- 1:04:04Da drinnen im Blut, fast in Genen.
- 1:04:07Und die sind praktisch aus den Skorpionen geworden.
- 1:04:14Kennst du die Geschichte zwischen Skorpion und und
- 1:04:17Frosch? Nein.
- 1:04:19Darf ich nur kurz hören, fragt der Skorpion.
- 1:04:23Der Frosch, kannst du mich über das Ufer bringen?
- 1:04:26Ich kann nicht schwimmen, aber ich muss dort etwas erledigen,
- 1:04:29sagt der Frosch, ja, aber du wirst mir stechen und dann bist
- 1:04:33bin tot. Ja, aber wenn ich nicht steche,
- 1:04:35dann sterbe ich auch nicht, ich kann nicht schwimmen, logisch,
- 1:04:39sagt der Frosch, Spring an und nicht schwimmen irgendwo in der
- 1:04:42Mitte. Frosch spürt den Stich, wieso
- 1:04:48hast du das getan, sagt Skorpion, sinkend, ich kann
- 1:04:53nicht gegen meinen Genen, und das ist das Problem, nämlich
- 1:04:56wenn eine schreckliche Geschichte.
- 1:05:03Die mit Hass verbunden ist, solange erzählt wird Türken,
- 1:05:12dann glaube ich, es gibt auch genetische Veranlagung, und das
- 1:05:21ist das Problem. Das ist sehr.
- 1:05:23Also ich habe so drum das. Wollen die sehr viel schützen in
- 1:05:26der Form und drum ist ja bis heute die Nato dort.
- 1:05:29Der Leiter der Bosniens Frösche. Ja, das ist die Gefahr natürlich
- 1:05:33nach wie vor, weil es gibt ja nach wie vor Gefahr für die
- 1:05:35Integrität Bosniens. Und Drodig du willst nicht über
- 1:05:39ihn sprechen, aber er ist natürlich immer wieder Spieler
- 1:05:42mit dieser Idee. Er hat sich ja mit Russland
- 1:05:44verbündet und hat den Putin einen Orden gegeben, lauter
- 1:05:46schreckliche Sachen hier während der letzten dreieinhalb Jahre,
- 1:05:50wo wir leider wieder Krieg in Europa haben und halt wieder
- 1:05:53leider viele Serben auf der Seite Russland stehen, was sehr
- 1:05:56bedauerlich ist. Also hier quasi meine Frage an
- 1:06:00die siehst du die Zukunft Bosniens in der Nato als
- 1:06:03Vollmitglied? Möchtest du das erreichen und
- 1:06:06glaubst du wir können das erreichen?
- 1:06:10Ich würde einen Schritt noch vorher setzen.
- 1:06:14Zunächst wäre für Bosnien eine Mitgliedschaft in EU notwendig,
- 1:06:23dann ist eigentlich die Nato nur eine Foralitätssache, was?
- 1:06:27Bei EU selbst kann sich nicht mehr retten, also ohne Nato ist
- 1:06:36EU so zerstritten, das ist Ding der Unmöglichkeit.
- 1:06:40Das freut mich, das ist die beiden EU und Nato, natürlich
- 1:06:43als Einheit. Ich sehe, ich sehe das so.
- 1:06:47Wobei muss man sich jetzt eine philosophische Frage stellen,
- 1:06:52was wäre, wenn alle Staaten der wilden Nato gehören?
- 1:06:57Und das wäre optimal für mich. Wäre das überhaupt notwendig,
- 1:07:01dass Nato existiert? Und das wahrscheinlich nicht
- 1:07:03mehr. Genau das ist der Punkt.
- 1:07:05Also man sollte der Nato sollte eigentlich ein Friedensstifter
- 1:07:11werden, das wäre ein Hit, man sagt Okay wenn du zu uns kommst,
- 1:07:18wir schützen dich. Zuerst muss man immer mal den
- 1:07:21Frieden. Making Peace Making ist einmal
- 1:07:23die erste Frage und ähnlich wie in Bosnien könnte man ja in der
- 1:07:27Ukraine jetzt eingreifen um die Ukrainer zu befreien von der
- 1:07:31russischen Okkupation. Aber leider ist Epeacement immer
- 1:07:34stark in Europa und in Amerika, aber die Hoffnung ist der
- 1:07:38Präsident Trump möchte jetzt Peace Maker sein, vielleicht
- 1:07:41wird er sich auch um Bosnien kümmern und Bosnien in die Nato
- 1:07:43aufnehmen, das wären seine Möglichkeiten. 2026 blickst du
- 1:07:48da optimistisch in diese Frage und arbeitet hier mit allen
- 1:07:51bosnischen Vereinen in Amerika, auch an der Nato Aufnahme
- 1:07:56Bosniens. Ich sehe so ein bisschen mit
- 1:08:00Präsident Trump ein bisschen, naja, man kann nicht ganz
- 1:08:09planen, sag ich mal so, ja. Die Planungssicherheit ist
- 1:08:12begrenzt. Ist begrenzt, ja richtig, aber
- 1:08:14auf alle Fälle. Wie gesagt, Bosnien ist in
- 1:08:19Europa, da kann man nicht wohin. Und Bosnien gehört zur EU und
- 1:08:27dann parallel. Eigentlich ist die Nato eh da,
- 1:08:31also das sehe ich. So, wir sind ja nie weggegangen.
- 1:08:34Nato ist ja seit 96 als die amerikanischen Truppen den drin
- 1:08:37über und die Sava überschritten haben, eigentlich immer dort und
- 1:08:41heute ist es ja so, dass die Sicherheit Bosniens durch die
- 1:08:45Nato. Garantiert wird also, sollte es
- 1:08:48irgendwelche Probleme geben, fliegt dann immer wieder
- 1:08:51amerikanisches Flugzeug ganz in niedriger Höhe über Banja Luka
- 1:08:55und dann bekommen sie im Regierungsgebäude von Banja Luka
- 1:08:59die Message durchaus deutlich mitgeteilt.
- 1:09:02Leider, leider muss ich sagen, dass das so überhaupt so was
- 1:09:05notwendig ist, was ich erreichen möchte, ist eigentlich ein
- 1:09:08Frieden. Darum habe ich in meinem Buch
- 1:09:11auch die Versöhnung der Welten. Von.
- 1:09:16Das ist der Name des Buches, das du letztes Jahr auf der Sarajevo
- 1:09:18Buchmesse vorgestellt. Hast richtig, es war auch ein
- 1:09:22Preisattelbuch bekommen. Gratulation.
- 1:09:24Ich hoffe es wird auch bald auf Deutsch erscheinen, weil wir
- 1:09:27wollen natürlich auch das Bild Bosniens verbessern in der
- 1:09:29österreichischen Öffentlichkeit, damit klar ist, dass Bosnien in
- 1:09:33die EU aufgenommen wird, am besten schon 2029.
- 1:09:37Ja, das ist richtig, richtig. Also er ist möglich, sagen wir
- 1:09:42so die. Was ich jetzt versuche, auch mit
- 1:09:47den Kollegen in Serbien auf die Beine zu stellen.
- 1:09:53Friedensinitiative und Versöhnungsinitiative Versöhnung
- 1:10:00kann nicht von Opfer verlangt werden Versöhnung muss von Täter
- 1:10:08kommen. Dass er sich entschuldigt in
- 1:10:10erster Linie. Hat sich Serbien je entschuldigt
- 1:10:13für Srebrenica Genozid? Habe ich noch nie gesehen.
- 1:10:16Vucic war ja einmal in Srebrenica.
- 1:10:19Das war eine Phase was, was ich als richtiger Schritt sehe,
- 1:10:26wäre, dass ein Präsident, ein Regierungsmitglied.
- 1:10:38Srebrenica kommt und macht das, was der Willy Brandt getan hat.
- 1:10:45Du meinst, der Kniefall in Warschau, um sie für die
- 1:10:48deutschen Verbrechen vom polnischen Volk zu
- 1:10:51entschuldigen? Hat sie je ein serbischer
- 1:10:53Präsident oder Premierminister für den Genozid gegen die
- 1:10:57Bosnier 92 bis 95 entschuldigt? Habe ich noch nie gehört.
- 1:11:02Noch nie. Nein, kann ein Land aufgenommen
- 1:11:04werden, kann ein Land in die EU aufgenommen werden, das
- 1:11:07Kriegsverbrechen begangen hat und sie nie entschuldigt hat.
- 1:11:11Das ist die Frage, die EU beantworten muss.
- 1:11:14Nein. Ich würde, ich würde, ich würde
- 1:11:15mal Nein sagen, aber ich. Würde auch Nein sagen, aber das
- 1:11:18EU EU muss entscheiden was ich eigentlich wirklich erwarte.
- 1:11:23Vermutlich nicht also der will sowas nicht machen, aber vom
- 1:11:28nächsten Nachfolger. Dass die einmal durch die
- 1:11:34Geschichte durchgehen, akzeptieren, dass die
- 1:11:38Entscheidungen vom Gerichtshof, das Genozid da war.
- 1:11:44Und wir möchten aber dadurch nicht so pointieren, um nur
- 1:11:50darüber zu reden. Wir Leute müssen weiterleben
- 1:11:53morgen, nach 100 Jahren, lebt wie andere, aber ich möchte in
- 1:11:57Frieden leben und wie kann. Hat einen Frieden leben, indem
- 1:12:01wir jetzt Fundament stellen und stemmen und sagen Okay Serbien
- 1:12:10war schuldig, absolut, sie soll sich entschuldigen.
- 1:12:18Absolut. Und aber Schritte setzen, dass
- 1:12:21die Versöhnung möglich wird, dann der Opfer, dann der
- 1:12:25Bosnier. Okay schauen wir Schritt für
- 1:12:29Schritt. Wie dieser Versöhnungsprozess
- 1:12:33möglich wird. Und dann glaube ich, dass das
- 1:12:36auch wirklich möglich ist. Ich habe auch in mein Buch
- 1:12:39geschrieben, also von mir ist weggegangen, Versöhnung nicht
- 1:12:44für Bosnien, es gibt oder nicht nur Srebrenica, es gibt paar
- 1:12:50Städten in dem Balkan, die sehr wichtig sind, das ist
- 1:12:54Yarsenovac, das ist Konzentrationslager, trustasha,
- 1:12:57Konzentrationslager im. Damals in DH kroatische
- 1:13:04Regierung mit mit deutschen Faschisten oder Narzissten sich
- 1:13:11getan hat. Aber die dortige Feier in
- 1:13:15Yasinovacs wird ja von der kroatischen Regierung immer zu
- 1:13:18einer Entschuldigung genutzt. Also da wird die Vergangenheit
- 1:13:21ordentlich aufgearbeitet, wie es in einem europäischen Land
- 1:13:24notwendig. Ich will was anderes zu sagen.
- 1:13:27Der Yasenova sollte nicht nur für paar Politiker Städte sein,
- 1:13:33sondern dass die Serben und Kroaten miteinander und außerdem
- 1:13:38die Bosnier auch weil mein Vater war in Yasenova aus Bosnien
- 1:13:41wurde geschnappt neben der Sarajevo nigman also nicht nur
- 1:13:45die Serben, sondern viele auch Juden aus Bosnien waren dort.
- 1:13:49Also darum sage ich ja für Balkan sollte eine Städte sein,
- 1:13:54Srebrenica sowieso und. Und aber auch Amselfeld.
- 1:13:59Warum ist Amselfeld, um diese Geschichte loszuwerden, das
- 1:14:05sollte bitte nach 600 Jahren Folklore sein und nicht die
- 1:14:10feiern heldenhaft, was wird gefeiert so Napoleon wird jetzt
- 1:14:18als. Figur manchmal lachfigur, obwohl
- 1:14:23er eigentlich genauso eigentlich Kriegsverbrechen bekommt.
- 1:14:26Ein Vorschlag wäre, dass man Amselfeld eine europäische
- 1:14:29Gedenkstätte Richtigen, den Genozid in Bosnien, Kosovo und
- 1:14:33die Kriegsverbrechen. Genozid.
- 1:14:36Sehr gute Idee, absolut, da bin ich froh dafür.
- 1:14:38Dann habe ich gesagt eigentlich, dass der der Türer für die
- 1:14:42Versöhnung der Welten ist in Kosovo aber der Schlüssel ist in
- 1:14:48Belgrad. Also der Belgrad muss den ersten
- 1:14:51Schritt machen und dann habe ich auch ganz genau geschrieben, die
- 1:14:55sollen mit Türken, mit Kosovo, mit Bulgarien, mit Mazedonien,
- 1:15:03mit Albanien, mit Bosnien, mit Montenegro und mit all diesen
- 1:15:07Balkanländern eigentlich zunächst das Verständnis auch
- 1:15:13schaffen, dass das notwendig ist, damit wir alle miteinander
- 1:15:17leben können in. In Ruhe und nicht in Vorurteilen
- 1:15:22der Türken meine, warum das notwendig ist, weiß ich jetzt
- 1:15:28nicht, weil alle monotheistischen Religionen.
- 1:15:32Stammen aus einem aus Nahosten. Absolut die Hallo.
- 1:15:36Sind Semiten. Ich habe dieses Video geteilt an
- 1:15:39den Präsident Erdogan, also Dodiks letzte Eskalation gegen
- 1:15:44Türken und ich hoffe, dass der Erdogan dann angerufen hat bei
- 1:15:49Dodiq, weil diese Form von deroagativen negativen
- 1:15:53Nominationen andere Leute zu verunglimpfen mit Türken ist
- 1:15:57absolut unakzeptabel und grenzt ja schon an den Aufruf zum
- 1:16:00Völkermord und Genozid, also guten Tod.
- 1:16:02Krieg muss sich da entschuldigen und es ist gut, dass er keine
- 1:16:05politische Funktion mehr in Bosnien haben wird.
- 1:16:08Ich glaube nicht nur 6 Jahre, sondern auf eine lange Frist
- 1:16:12wird es verbessert. Das ist unangebracht, aber da
- 1:16:14sieht man irgendwie, dass jeder, der irgendetwas zuerst mal, wenn
- 1:16:18er sprechen kann, spricht irgendwas und das Problem ist
- 1:16:23nicht, dass er redet, sondern das Problem ist, dass es gibt
- 1:16:26Leute, die ihn hören und. Das ist eigentlich für mich ein
- 1:16:31größeres Problem. Also die Bildung muss geschaffen
- 1:16:35werden, die Bücher müssen neu geschrieben werden, alle
- 1:16:39miteinander. Du bist ja ein Mann der
- 1:16:42Versöhnung, trotz deiner. Ich glaube, du bist einmal sogar
- 1:16:44verhaftet worden von den Serben. Ich bin in 96. 96 war der Krieg
- 1:16:49schon vorbei, oder? Ja, genau, aber.
- 1:16:51Warum bist du dann 6? Und 90 ich bin eigentlich mit
- 1:16:53einer Mission nach Sarajevo gegangen und bin zufällig in der
- 1:16:57Nähe vom Flughafen gewesen. Am falschen Ort der falschen
- 1:17:02Zeit, falschen mit falschen Namen.
- 1:17:05Und ich habe mich dann zuerst ins Gefängnis kula gebracht und
- 1:17:09dann später dann in Einzelhaftigen Sokolats Romania.
- 1:17:17Du warst sogar länger. Wie lange warst du denn?
- 1:17:20Wieder eigentlich nicht als das ist interessant, das ist nicht
- 1:17:22allzu lange eine Woche. Eine Woche im Gefängnis.
- 1:17:24Aber ich habe geglaubt, die werden mit.
- 1:17:28Töten, weil das habe ich damit abgefunden.
- 1:17:31Aber dann ist Befehl gekommen für die, dass die uns wir waren
- 1:17:38zu zweit, dass die uns freilassen freilich, also da gab
- 1:17:43es schon Prüfungen, also im Gefängnis zu sein und nicht zu
- 1:17:47spüren gibt es auch nicht. Aber du bist nicht gefoltert
- 1:17:51worden, oder? Ein bisschen nicht viel.
- 1:17:53Ein bisschen gefoltert. Ja, das ist sag ich mal so
- 1:17:57sportlich. Weil ich bin aber nicht so
- 1:18:01wütend auf diese Leute, weil wenn nicht a, dann würde er b
- 1:18:04machen, weil System ihm gesagt hat.
- 1:18:07Also ich möchte es einfach so vergessen, dass ich keine Rache
- 1:18:13möchte, ich möchte keine Rache an diesen Leuten, weil das.
- 1:18:16Ist eigentlich ein Mann der Versöhnung und des Friedens.
- 1:18:21Glaube ich schon. Das kann ich nicht so
- 1:18:23definieren. Ich neige zu glauben, dass ich
- 1:18:26so ein bin. Aber.
- 1:18:27Also du vergibst den Serben für ihre Verbrechen.
- 1:18:33Nein, ich kann nur vergeben für das, was mir eingetan hat.
- 1:18:38Das, was die in Srebrenica Eingetan haben, das kann ich
- 1:18:42nicht, das ist nicht in meine macht, das können nur Leute, die
- 1:18:47das selbst gespürt haben, also vergeben ist ein sehr.
- 1:18:59Zum Vergeben gehört ja mal die tätige Reue und am Anfang die
- 1:19:02Entschuldigung. Richtig.
- 1:19:03Also es muss auf jeden Fall so sein, dass Serbien für die Opfer
- 1:19:07Geldzahlungen und eine Entschuldigung macht.
- 1:19:10Ist das schon passiert? Nein, also ich habe noch nicht
- 1:19:13gesehen, deswegen sage, ich habe noch nichts gesehen und das
- 1:19:18Problem ist folgender, wenn ich sage, ich vergebe Serben, wie
- 1:19:24kann ich jemanden jetzt den. Er, geboren in Nisch, was soll
- 1:19:29ich ihm vergeben? Er hat nichts getan, also diese
- 1:19:34Stigmatisierung eigentlich muss weg.
- 1:19:37Also du bist die Kollektivschuld aller Verben, die
- 1:19:40Kollektivschuld, aber diejenigen kollektive Verantwortung sind.
- 1:19:43Die Täters an und die heute teilweise noch ausgezeichnet
- 1:19:46werden von Präsident Wucis bekommen die Medaillen hier
- 1:19:49angesteckt. Polizeioffiziere, die in
- 1:19:52Graltaten in Kosovo, in Bosnien involviert waren, bekommen dann
- 1:19:56noch Auszeichnungen für ihre Verdienste, das ist nicht
- 1:19:59schrecklich. Das ist super, darum sage ich
- 1:20:02ja, das ist eine Verantwortung von der serbischen Regierung,
- 1:20:06also das ist Verantwortung, was nachhinein passiert, und wenn
- 1:20:10die das nicht ändern. Dann wächst so ein Gefühl, dass
- 1:20:14ein Kollektiv kollektive Verantwortung ist, aber trotzdem
- 1:20:18nicht. Also Verantwortung für Regierung
- 1:20:21schon. Aber wie gesagt, wenn jemand,
- 1:20:24der jetzt in Tschadschaki geboren ist, was soll er, und
- 1:20:29das kann er aber später, wenn er erwachsen wird und weiter
- 1:20:35treibt, dann ist er verantwortlich.
- 1:20:37Die. Die beste Politik für die
- 1:20:39internationale Community jetzt in Bezug auf Bosnien ist dann
- 1:20:42die Integration in die westlichen Strukturen.
- 1:20:45Nato, EU. Richtig, das ist, glaube ich,
- 1:20:48für den gesamten Balkan wäre. Für Serbien auch.
- 1:20:53Zunächst müssen die aber Schulden begleichen, also da
- 1:20:57müssen die selbst die, sage ich mal so, selbst durch die
- 1:21:04Katharsis kommen, also die. Hat ja noch nicht stattgefunden.
- 1:21:07Nein. Becatasis.
- 1:21:08Nein, leider, leider nicht. Ich kenne ein paar Menschen, die
- 1:21:13sich für Menschenrechte einsetzen, die sind aber in
- 1:21:18Minderheit und leider von von Regierung von System so
- 1:21:25unterdrückt, dass die nicht zu Vorschein kommen, nicht so viel
- 1:21:30und es gibt sogar Politiker, die auch von serbischen.
- 1:21:35Regierung von Polizei auch gefoltert werden.
- 1:21:38Also wenn jemand ein Politiker, der sich für ein für Tötung
- 1:21:43eines Mädchen in Kosovo entschuldigt hat, wurde von
- 1:21:47serbischen Polizisten gefoltert, also dann frage ich mich.
- 1:21:54Du sprichst. Die Richtung geht des.
- 1:21:56Präsidentschaftskandidaten Sandulovic, der nicht in Brekas
- 1:21:59war, sich entschuldigt hat für das Massaker von Brekas in
- 1:22:02Kosovo und der dann nachher von Wulins und seinem Geheimdienst
- 1:22:06verprügelt worden ist, vorgesehen.
- 1:22:08War recht schrecklich also, aber es gibt auch andere Menschen,
- 1:22:14die ähnlich machen und zuletzt auch diese Bewegung von von
- 1:22:20Studenten. Wir haben alle gehofft, dass
- 1:22:24etwas wird, aber hat sich ein bisschen jetzt wieder beruhigt.
- 1:22:27Das System hat gewirkt und das System weiß, wie das zu
- 1:22:31unterdrücken ist. Und da müsste eigentlich die
- 1:22:33Weltgemeinschaft stärker. Aber hier auch wieder dieses
- 1:22:37Appeasement, also das System Milosevic.
- 1:22:40Vucic ist ja ein System in Wirklichkeit und hier wieder die
- 1:22:43gleiche Appeasement Linie, man will sich da besser arrangieren
- 1:22:46mit Belgrad auf Kosten der Opfer.
- 1:22:50Naja, gerecht. Genau das ist jetzt auch ein
- 1:22:52Problem. Lithiumfall Lithium soll du hast
- 1:22:56Lithium kein Problem mehr, du kannst machen was Moment du
- 1:22:58kannst und plötzlich war Wucici salonfähig.
- 1:23:03Also das ist jetzt auch eine Sache von EU, wie weit kann man
- 1:23:09mit Wirtschaftsinteressen Menschen und.
- 1:23:20Ja, wie soll ich es definieren? Nicht ganz menschenkonforme
- 1:23:24Regierungen unterstützen, sag ich mal so.
- 1:23:27Ja, also demokratiekonforme Regierungen.
- 1:23:29Du wirst nicht gerne über den Dodik sprechen, aber er hat sie
- 1:23:32kürzlich quasi befreit von den Sanktionen in Amerika.
- 1:23:35Was ist da genau passiert, warum ist man nicht strenger?
- 1:23:39Naja. Die Cyanen Kampagne Luca.
- 1:23:41Er hat die Lücke genutzt und er hat sehr viel Geld in USA
- 1:23:48geschickt. Hat einige Lobbyisten bezahlt
- 1:23:54und New York Times hat auch genannt, welche Lobbyisten
- 1:23:57waren, wieviel Geld die bekommen haben und das sieht man
- 1:24:02eigentlich, dass mit Geld sehr viel getan hat.
- 1:24:04Es gibt einen Witz, der Araber fragt eine Juden, wieso glaubst
- 1:24:09du nicht, dass der Allah der größte, der mächtigste und und
- 1:24:12so weiter und so weiter sagt und ist ihm auf den Amerika
- 1:24:16gegangen, sagt der Jude okay. Auf ja ist okay ist gut, aber
- 1:24:21der mächtig $60 oder und und das sieht man ja in dem Fall auch,
- 1:24:28dass $1000000 sehr viel bewirken kann und nicht nur 1000000,
- 1:24:33sondern er hat viele dort investiert, also New York Times
- 1:24:36hat sehr genau definiert, eigentlich geschrieben, welche
- 1:24:40Leute da Geld bekommen haben und wieviel, und das ist er und
- 1:24:44jetzt, wenn der Trump Regierung. Nur über Geld spricht, dann ist
- 1:24:51eigentlich die Frage, wie Weltgemeinschaft weiter.
- 1:24:54Funktioniert wirtschaftliche Interessen und Appeasements von
- 1:24:56Serbien führen da zur falschen Politik.
- 1:24:59Man kann nur aufrufen, dass die internationale Gemeinschaft, die
- 1:25:02Nato und die EU jetzt dieses Land, das wir befreit haben.
- 1:25:07Wir haben ja Bosnien gemeinsam mit Bosnien befreit, aber es war
- 1:25:10die 1995 er Intervention, die Bosnien befreit hat und auf den
- 1:25:15richtigen Weg gebracht hat. Dass wir jetzt dann den großen
- 1:25:18Schritt nehmen und Bosnien als Vollmitglied in Nato und EU
- 1:25:22aufnehmen, das wäre der richtige Schritt und Serbien muss sich
- 1:25:25zuerst entschuldigen und dann verändern und dann wirklich
- 1:25:30einmal dem Freien der freien Welt beitreten, kann, dann erst,
- 1:25:35so muss es sein. Das sehe ich genauso.
- 1:25:37Gut, das war mein ausführliches und langes und intensives
- 1:25:40Gespräch mit dir, dem Präsidenten der bosnischen
- 1:25:45Akademiker in Österreich, einem Mann, der selbst im Gefängnis
- 1:25:49gesessen ist, eine Woche lang 1996, der den Serben bereit ist
- 1:25:54zu vergeben, aber der gleichzeitig aufruft zur
- 1:25:57Veränderung in Serbien und zur Mitgliedschaft für Bosnien in
- 1:26:02Nato und EU. Herzlichen Dank, lieber Sirac.
- 1:26:05Das war ein sehr gutes Gespräch. Ich freue mich, dass du hier
- 1:26:07warst und auch gute Zusammenarbeit und alles Gute
- 1:26:11für Bosnien am Weg in die Nato und in die EU herzlichen Dank.