Latest / Gin And Talk / Mogli über Musik, Chancengleichheit und Emotionen
Transcript
- 0:00Speaker 0: Bei Ravage habe ich einfach ganz klar gemerkt, was es mir wichtig und was möchte ich sagen.
- 0:04Speaker 0: Und dann hab' ich's gesagt – das hat eben auch das Genre beeinflusst.
- 0:08Speaker 0: Was aber beim nächsten Abend passiert kann ich wirklich noch nicht sagen!
- 0:12Speaker 0: Es gibt absolut keine Chancengleichheit in Deutschland um sich diesen Privilegien bewusst zu sein, weil es ja auch so differenziert sein kann.
- 0:21Speaker 0: Da ist es teilweise echt schwer also... Ich bin eine Frau und werde deswegen teilweise diskriminiert.
- 0:29Speaker 0: Ich bin aber trotzdem, obwohl ich halt dort Afrikanerin bin, werde ich als Weiß gelesen und habe dadurch Privilegien.
- 0:36Speaker 0: Und sich dieser Differenz bewusst zu sein ist auch super
- 0:40Speaker 0: wichtig.".
- 0:41Speaker 1: Herzlich willkommen!
- 0:42Speaker 1: Mein Name ist Daniel Fürk und bevor wir gleich mit dem Gespräch starten möchte ich euch kurz unseren heutigen Gast vorstellen.
- 0:48Speaker 1: Mowgli ist Sängerin, Songwriterin, Schauspielerin, Produzentin, Filmemacherin, Model-, Designerin- und Artdirektoren – kurzum ein kreatives Multitalent.
- 0:58Speaker 1: Ihr neues Album Ravage wurde vor wenigen Tagen in Form eines Cinematic-Albums veröffentlicht.
- 1:04Speaker 1: Es gibt also nicht nur Musik, sondern auch ein ganzen Film.
- 1:08Speaker 1: Ich wollte von ihr wissen wie sie die Themen ihrer Kunst verarbeitet, woher sie ihre Inspiration nimmt und welche Rolle ihre eigenen Erlebnisse und Erfahrungen dabei spielen.
- 1:17Speaker 1: Bevor wir aber gleich starten noch eine Bitte Wenn euch Ginnertalk gefällt, folgt uns bei Spotify, Apple Podcast oder wo auch immer ihr gerne Podcast hört.
- 1:26Speaker 1: So verpasst ihr auch keine der folgenden Episoden!
- 1:29Speaker 1: Jetzt aber viel Spaß beim Zuhören – schön dass ihr alle wieder mit dabei seid!
- 1:51Speaker 1: Mach es dir gemütlich,
- 1:52Speaker 0: lehne dich zurück und tauche
- 1:54Speaker 1: ein in die verrucht düstere
- 1:57Speaker 0: Atmosphäre
- 1:58Speaker 1: unserer Studio-Bar.
- 2:07Speaker 1: Mokli ich freue mich sehr dass wir uns heute hier virtuell treffen können um ein wenig über dein neues Album deinen neuen Film aber vor allem über dich zu sprechen.
- 2:17Speaker 1: herzlich willkommen bei Gin &
- 2:19Speaker 0: Talk.
- 2:20Speaker 1: Wenn wir hier diese Episode veröffentlichen, ist dein Album und dein Film gerade quasi live gegangen.
- 2:28Speaker 1: Wie fühlt sich es denn eigentlich an so kurz vorher oder um den Termin herum?
- 2:34Speaker 1: Wie aufgeregt ist man eigentlich?
- 2:36Speaker 0: Das ist so verrückt!
- 2:37Speaker 0: Ich bin jetzt einfach mal ganz ehrlich.
- 2:38Speaker 0: ich habe grade so viel damit zu tun dass ich noch gar nichts dazu fühle.
- 2:45Speaker 0: Ich glaube, das kommt erst am Release-Tag selbst dann und ich bin nicht aufgeregt.
- 2:49Speaker 0: Ich freue mich noch nicht mal gerade.
- 2:51Speaker 0: Das meine ich aber nicht negativ sondern es ist einfach so... Also ein Trubel grade!
- 2:57Speaker 0: Dass dafür keine Zeit ist.
- 2:58Speaker 0: da mal kurz anzuhalten muss man ja auch immer kurz mal anhalten um zu checken wie man sich fühlt.
- 3:03Speaker 0: Das heißt doch, ich freue mich darauf wenn's dann draußen ist und ich eben mal kurz durchschnafen kann und dass auch mich wecken lassen.
- 3:10Speaker 1: Es geht ja quasi um eine helldinnenreise zum Mut und Mitgefühl.
- 3:15Speaker 1: Wie kam es denn zu diesem Thema für dich?
- 3:19Speaker 1: Also ich habe mir auch die Clips angeschaut usw.
- 3:24Speaker 1: Und diese sind ja auch optisch wirklich sehr unterschiedlich, auch je nach Song- und Thema sozusagen.
- 3:33Speaker 1: Wie hast du diese Themen ausgewählt gerade für dieses ... Ich nenn's jetzt mal Projekt und meine damit Film und Album in einem quasi.
- 3:42Speaker 0: Ja also das Schöne war, dass ich sie nicht ausgewählt habe sondern dass es ganz intuitiv passiert ist weil ich erstes Album geschrieben habe.
- 3:49Speaker 0: also zu dem Zeitpunkt wo ich im Studio war hatte ich noch gar nicht geplant irgendwie ein Film drauszumachen.
- 3:55Speaker 0: Und hab da deswegen auch wie immer beim Songwriting bei mir jedenfalls gar nicht über Story nachgedacht sondern einfach das als Outlet genutzt Auszudrücken, wie ich mich gerade fühle oder was ich auf dem Herzen habe und das Album ist auch über einen gewissen Zeitraum entstanden.
- 4:11Speaker 0: Also gar nicht so... Ich gehe jetzt mal ein Monat ins Studio und schreibe ein Album sondern es hat mich glaube anderthalb Jahre begleitet dass sich immer Wenn ich so den nächsten Step gemacht habe auf meiner emotionalen Reise ins Studio gegangen bin und ja dann Zorn geschrieben hab über den Moment oder über das Gefühl.
- 4:28Speaker 0: Und dann war das Ganze fertig, hat auch bei mir im eigenen Leben total viel bewegt weil es sehr heilend sein kann zu schreiben und zu reflektieren.
- 4:38Speaker 0: Ich hab dann eigentlich erst nachträglich gemerkt was da für eine Story drin steckt.
- 4:43Speaker 0: Da muss man dazusagen, ich habe schon auch beruflich Story-Entwicklungen gemacht.
- 4:47Speaker 0: Das ist super spannend finde es mir extrem viel Spaß macht Geschichten zu erzählen also im Film jetzt und ich war ehrlicherweise echt ein bisschen erschlagen davon als ich gemerkt habe was da für eine Geschichte drinsteckt.
- 5:01Speaker 0: Also ich habe mir das nicht ausgesucht, dass es ne Heldinreise ist sondern ich hab dann nachträglich als ich mir die Themen angeschaut hat von jedem Song auch wenn sich im Writers Room war schon mit dem Regisseur und der Produktion wir halt immer wieder gemerkt okay das ist hier gerade so klassisches Storytelling.
- 5:20Speaker 0: was da passiert ist Genau, das heißt ich habe es eigentlich erst hinterher gemerkt und dann hat es mir aber super viel Freude gemacht.
- 5:26Speaker 0: Warum es denn diesen Film gibt ist weil in meinem Album trotzdem meine eigene persönliche Geschichte ist und ich mich da auch sehr verlässlich gemacht habe über meine Erfahrung gesprochen hab.
- 5:37Speaker 0: Und in dem Moment wo ich gemerkt habe okay... Wie du gesagt hast, eine Heldinreise oder hier ist einfach... Hier steckt ne Message drinne.
- 5:45Speaker 0: Oder überhaupt ne Reise und halt auch das was ich gelernt hab war es mir total wichtig dass ich ne Möglichkeit finde, dass andere Menschen sich damit auch identifizieren können.
- 5:54Speaker 0: Weil im Endeffekt dieser Weg zu Mut und mehr Verletzlichkeit etwas ist, was jede Menschen in einem ganz unterschiedlichen Kapitel im Leben begegnen kann.
- 6:04Speaker 0: Und ich habe dann immer das Thema meines Songs angeschautes aber abstrahiert und dann dazu den Film geschrieben.
- 6:12Speaker 0: Das heißt, es ist nicht so, dass ich den Film zu der Musik geschrieben habe sondern tatsächlich dann zu dem unten drunter liegenden Thema.
- 6:20Speaker 1: Jetzt passt ja eigentlich Mut und Verletzlichkeit sogar nicht in diese Zeit, in der jeder irgendwie perfekt sein will in der wir in Social Media die ganze Zeit versuchen unsere allerbeste Seite zu zeigen und auf gar keinen Fall irgendwie schwächer zeigen zu wollen.
- 6:41Speaker 1: Ist das für dich auch so ein bisschen eine Mission, die Leute dazu zu bewegen mal wieder ein bisschen ehrlicher zu sich selbst aber auch zu anderen zu sein wenn es um einen selbst geht?
- 6:52Speaker 1: am Ende?
- 6:53Speaker 0: Ja ist auf jeden Fall eine Mission da für Verletzlichkeit einzustehen.
- 7:00Speaker 0: und tatsächlich ist Verletzlichkeit ja noch ein Schritt mehr als ehrlich sein weil man kann sagen Hey, mir geht es heute nicht gut.
- 7:07Speaker 0: Zum Beispiel ist man ehrlich oder man kann sagen hey, mir gibt's heute nicht Gutweil und sich da irgendwie noch ein Stück weit mehr ausziehen.
- 7:15Speaker 0: Und warum ich diese Mission habe?
- 7:17Speaker 0: Weil ich in meinem eigenen Leben und mit meinen Erfahrungen gemerkt hab wie glücklich mich das macht.
- 7:22Speaker 0: also nicht nur weil ich jetzt denke dass es das Richtige oder so sollte man sich verhalten weil wir brauchen mehr Ehrlichkeit in der Welt oder so, sondern weil ich wirklich gemerkt habe okay wenn ich anderen Menschen die Möglichkeit gebe mich zu verstehen indem ich kommuniziere, indem ich wirklich kommunizieren wie es mir geht dann ist die Verbindung so viel schöner und dann kriege ich auf einmal Verständnis.
- 7:44Speaker 0: Und das heißt Es ist ein Versuch in der Antwort gegen vieles, was auf der Welt gerade passiert.
- 7:51Speaker 0: Gegen dieses Seifenblasen denken und aber auch gegen die Algorithmen, die uns in diese Seifen Blasen immer mehr reinpressen.
- 8:00Speaker 0: Ich habe irgendwie gemerkt gut wir brauchen mehr Verständnis.
- 8:03Speaker 0: Wir brauchen mehr Empathie.
- 8:05Speaker 0: vielleicht haben wieder einfach mal anders an alle viele Denken wir müssten mehr zuhören und dann hab ich gemerkt okay wenn man aber selbst den ersten Schritt geht Zu erzählen, wie es einem selbst geht zu kommunizieren.
- 8:18Speaker 0: Dann lädt man dadurch auch die anderen ein das Gleiche zu tun und dann entsteht ein Dialog und dann entsteht ein Gespräch und da entsteht im besten Fall Verständnis.
- 8:26Speaker 0: Und ich habe das so sehr in meinem Leben gespürt, wie gut mir das tut.
- 8:31Speaker 0: Ja dass ist einfach anderen Menschen auch Wünsche
- 8:34Speaker 1: Also quasi weg von der Oberflächlichkeit hinzu den wahren Themen und auch zu den Emotionen am Ende des Tages.
- 8:42Speaker 0: Ja genau.
- 8:43Speaker 0: Und da ist auch spannend, dass ich halt... Ich kriege dann aufzuhören so ja wenn du so mutig bist zum Beispiel, dann hast du dir wahrscheinlich einfach eine harte Schale zugelegt und einfach gelernt darauf so scheiß was die Leute über dich denken und da muss ich aber tatsächlich einfach das Gegenteil sagen.
- 8:59Speaker 0: Ich habe das Glück gehabt positive Erfahrungen gemacht zu haben damit in ganz kleinen Schritten man wird immer mutiger also du fängst klein an und es wird dann immer mehr weil ich dann tatsächlich Verständnis und auch Liebe zurückbekommen habe dafür, wer ich bin.
- 9:17Speaker 0: Und das ist einfach eine sehr schöne Erfahrung wenn man sich zeigt wie man ist und dazu auch kommuniziert Dann so angenommen zu werden für die Person, die man ist.
- 9:29Speaker 0: Das ist so bestärkend dass ich mir gar nicht eine harte Schale zulegen muss sondern das sich einfach quasi durch positive Erfahrungen der immer weiter... ...durchgetragen wurde.
- 9:38Speaker 1: Jetzt hast du ja auch Hypersensibilität diagnostiziert bekommen?
- 9:44Speaker 1: Ich stelle mir vor, Es mit dieser Diagnose natürlich dann vermutlich noch viel schwerer ist, seine Emotionen auch zurückzuhalten oder?
- 9:52Speaker 1: Also das stelle ich mir wahnsinnig anstrengend vor wenn man eben versuchen würde.
- 9:56Speaker 1: Das Gegenteil von dem zu machen was du gerade beschrieben hast.
- 9:59Speaker 1: also wenn man versuchen würde irgendwie ... die ganze Zeit anderen nur eine Fasade zu zeigen und irgendwie alle Emotionen von sich wegzuschieben.
- 10:08Speaker 1: Das ist ja dann erst recht noch viel anstrengender, oder?
- 10:12Speaker 0: Ja, funktioniert für mich auf jeden Fall gar nicht gut, ne?
- 10:15Speaker 0: Hast du Recht!
- 10:16Speaker 1: Ich hab vorhin im Vorgespräch schon erzählt... ich habe hier letzte Woche einen ein- und achtzigjährigen Künstler nämlich Bernat Vene interviewt und mit ihm gesprochen.
- 10:30Speaker 1: Und ich habe im Gespräch mit ihm Gelernt und er ist ein wahnsinnig vielfältiger Mensch also erst vor allem bekannt als Bildhauer.
- 10:38Speaker 1: Er ist aber auch Filmemacher, Musiker, Fotograf usw.
- 10:43Speaker 1: Ich hab irgendwie gemerkt ihm ist eigentlich das Format am Ende ganz egal.
- 10:49Speaker 1: es geht viel mehr darum den Inhalt den er irgendwie im Kopf hat die Visionen die er im Kopf in einen Format zu gießen, ob es am Ende ein Film wird oder ein Bild wird.
- 10:59Speaker 1: Oder eine Skulptur spielt für ihn eigentlich gar keine Rolle.
- 11:04Speaker 1: ist das bei dir ein Stück weit ähnlich?
- 11:06Speaker 1: also eben auch wegen Filmen und Musik und diesen Dingen dass du sagst am ende gehts dir darum die Botschaft die Message bestmöglich rüberzubringen und du nutzt dafür alle Formate Ich sage es mal einfach, die du kannst.
- 11:21Speaker 0: Ja also kann ich tatsächlich genau so unterschreiben weil ich ja ganz viele Formate selber auch habe und die so unterschiedlich aussehen und ich aber auf jeden Fall dieselbe Botschaft vermittle.
- 11:32Speaker 0: und da meine ich nicht nur irgendwie Gesang oder Film sondern ich mein auch das Artwork von meiner Vanügel.
- 11:39Speaker 0: Da steckt auch eine Botschaft drin in jeder kleinen Illustration ... dem Cover in tatsächlich in den letzten Monaten jedem Foto, was ich auf Instagram gepostet habe.
- 11:49Speaker 0: Ich hab da so Illustrationen von einer Freundin drauf gehabt und auch meine eigene Schrift und so.
- 11:59Speaker 0: also ja... Da war Poesie zum Beispiel von mir.
- 12:02Speaker 0: auf den Fotos auf Instagram, egal welchen Format oder in welcher Plattform die ich spüre versuche ich eine Botschaft auszudrücken.
- 12:12Speaker 0: und das ist glaube ich auch, dass was für mich Ravage so besonders macht.
- 12:16Speaker 0: Das es in dem Fall halt die gleiche Botschaft war also, dass ich mit dem Kostümdepartement über dieselben Sachen gesprochen habe wie mit meiner Illustratur und ich hab' mit dem Grafikdesign-Team von der Vinyl über die gleichen Sachen gesprochen wie den Makeup Department und mit der Choreografin, mit der ich dann die Tänze choreographiert habe.
- 12:34Speaker 0: Und es ging immer darum so aufrichtig wie möglich meine Intention da rein zu packen.
- 12:40Speaker 0: Wo ich hier wieder mal widersprechen würde wäre zu sagen dass das egal ist welches Format weil ich immer wieder merke dass sich total spannend für eine neue Formate zu entdecken.
- 12:49Speaker 0: Das heißt ich hatte bis zu Ravage noch nie getanzt.
- 12:53Speaker 0: ich hab noch nie gespielt Und es war eine wahnsinnig schöne Erfahrung für mich, diese Emotionen und diese Messages auch auf neue Art ausdrücken zu können.
- 13:04Speaker 0: Ich glaube das wird immer so weitergehen, dass ich noch neue Sachen finden werde mit neuen Plattformen suchen oder Ausdrucksweisen.
- 13:12Speaker 1: Geht's dir da mit der Musik ähnlich?
- 13:15Speaker 1: Dass du von der Art deiner Musik immer wieder in die andere Richtung dich bewegst.
- 13:21Speaker 1: Ravage ist ja quasi auch das Poppix des Albums bisher gemacht hast.
- 13:26Speaker 1: Deine Musik variiert ja auch immer sehr, also ist das für dich auch was, was dich reizt?
- 13:31Speaker 1: Immer mal wieder eine neue Art von Musik oder eine andere Richtung so ein Stück weit stärker einzuschlagen?
- 13:37Speaker 0: Also ich finde es auf jeden Fall spannend und natürlich werde auch ich beeinflusst dadurch, dass ich zum Beispiel selbst gerade höre und so...also das lässt sich nicht ausschließen.
- 13:46Speaker 0: Ich bin aber gleichzeitig fest davon überzeugt, Das, was ich da sage auch dann das Genre beeinflusst.
- 13:54Speaker 0: Ich habe ja schon gesagt dass... ...dass ich dann im Studio einfach immer das begleitet habe wie es mir gerade geht und so in so einer Reflexion war.
- 14:03Speaker 0: Und bei mir ist es so, dass ich keine wirklichen Demos habe In dem Sinne, dass irgendwie ein Song nur mit Gitarre schreibt oder so und nur die Bone Structure habe und erst die Produktion dazu kommt Sondern dass das schon Part ist Auch von der Songwriting-Session mit meinen Produzenten, wie das dann am Ende klingt.
- 14:23Speaker 0: Also das Genre und die Atmosphäre und tatsächlich der Klang von den Sachen.
- 14:28Speaker 0: Das ist eigentlich von Anfang an klar.
- 14:31Speaker 0: Und das entsteht auch wieder intuitiv daraus was ich gerade rüberbringen möchte oder gerade sage.
- 14:38Speaker 0: und das ist so intuitiv, dass ich da sogar wirklich sagen will.
- 14:41Speaker 0: Ich habe nur bedingt Einfluss drauf.
- 14:43Speaker 0: Aber du meintest ja grade selber schon es ist das Poppigste was ich je gemacht hab.
- 14:47Speaker 0: Das hat damit zu tun also meine Definition von Poppigs, dass man einfach wirklich genau sagt was man denkt und da nicht so viel drum herum redet.
- 14:59Speaker 0: Ja bei Ravage habe ganz klar gemerkt, was ist mir wichtig und was möchte ich sagen?
- 15:04Speaker 0: Und dann habe ich es gesagt.
- 15:05Speaker 0: Und das hat eben auch das Genre beeinflusst.
- 15:08Speaker 0: Was dann aber beim nächsten Abend passiert kann nicht wirklich noch nicht sagen also ich weiß es nicht.
- 15:13Speaker 0: Es wird sich ziemlich sicher auch wieder nicht durch irgendwie... Ich finde jetzt ein neues Genre spannend oder ich hab jetzt Bock Rockmusik zu machen ergeben sondern dadurch dass jetzt gerade noch nicht klar ist Was bewegt mich, worüber möchte ich schreiben und was das dann sein wird?
- 15:29Speaker 0: Das würde auch die Musik beeinflussen.
- 15:31Speaker 1: Jetzt ist ja dein Ziel auch so ein bisschen dass die Zuschauer, Zuhörerinnen bei diesem Prozess deines Albums beim Prozess Deines Films so ein bischen auch ihre eigenen Learning aus deinen Stories, die du ja eben erzählst in der Musik und im Film, dass sie daraus auch wirklich etwas lernen sozusagen auch offener mit Emotionen, mit Gefühlen umgehen und so weiter.
- 15:59Speaker 1: Was glaubst du denn müsste generell in unserer Gesellschaft passieren dass wir wegkommen von eben diesem beständigen irgendwelchen Idealen nach Eifern und nach Perfektion streben?
- 16:13Speaker 1: Glaubst du das passiert irgendwann von ganz alleine weil wir alle kollektiv merken dass es ja viel zu anstrengend was wir da eigentlich die ganze Zeit versuchen und ist nicht gesund?
- 16:23Speaker 1: oder bräuchte es dafür mal irgendeine Art von echter gesellschaftlicher Bewegung, die da quasi Stopp ruft?
- 16:32Speaker 0: Also ich habe mit meinem Projekt eigentlich kein Interesse, jemandem jetzt direkt irgendwie was beizubringen oder denen meine Learnings so aufzupressen.
- 16:39Speaker 0: Sondern nicht alles, was ich machen kann ist zeigen wie's bei mir war und im Endeffekt damit inspirieren weil nach dieser Reise glücklich rausgekommen bin.
- 16:51Speaker 0: Ja, einfach das starke Bedürfnis hatte es zu teilen dass dieser Weg mich glücklich gemacht hat.
- 16:57Speaker 0: Das heißt alles was ich machen kann ist Menschen irgendwie diese Möglichkeit aufzuzeigen sich für den mutigen Weg zu entscheiden in der Hoffnung dass sie auch glücklich macht und ich habe ja vorhin schon mal angeschnitten.
- 17:09Speaker 0: natürlich hat's auch Challenges aber es war auch währenddessen halt eine sehr positive Erfahrung.
- 17:15Speaker 0: jedes Mal wenn ich Authentizität gelebt habe und wirklich gezeigt hab wer ich war und dafür angenommen wurde, dann hat mich das so happy gemacht.
- 17:24Speaker 0: Das macht fast süchtig!
- 17:25Speaker 0: Das heißt meine Hoffnung wäre dass Menschen es einfach mal ausprobieren.
- 17:30Speaker 0: Ich glaube da kann man gar nicht mehr anders.
- 17:33Speaker 0: Ja ich glaube wenn man die letzten Monate zum Beispiel sich angepasst hat und dachte in meinem Beruf Da kommt es nicht gut an, wenn ich, weiß ich nicht, Tattoos habe oder mir die Haare färbe.
- 17:48Speaker 0: Oder ist eigentlich wirklich egal was?
- 17:50Speaker 0: Und dann am einen Morgen aufsteht und sagt so hey!
- 17:54Speaker 0: Ich probiere das jetzt einfach mal.
- 17:55Speaker 0: Ich bin heute mutig, ich mache das... ...und dann das spürt, was dann an dem Tag passiert.
- 18:00Speaker 0: also meine Erfahrung ist halt einfach dass man dann nicht diskriminiert wird dafür sondern Ja, dass das eigene Gefühl wie stark man sich fühlt.
- 18:10Speaker 0: Dass man zu sich steht.
- 18:11Speaker 0: Dass es so beflügelt, dass man dann da immer weiter Bock drauf hat.
- 18:14Speaker 0: Will ich aber jetzt auch nochmal einmal dazu sagen, dass ich mich auch deshalb so... Also dass ich auch deshalb das Gefühl habe Ich muss das ausleben weil ich in einem Land lebe wo ich das darf oder weil ich In der Position bin Wo ich die Möglichkeit dazu habe Weil es gibt Ecken in unserer Welt wo Menschen dafür umgebracht werden wer sie sind und Das bringt mich dazu das Bedürfnis habe, dieses Privileg was ich habe dass sich so frei sein kann halt erst recht umsetzen und die schade es wäre wenn ich mich jetzt verstecke wo ich's doch nicht muss.
- 18:47Speaker 1: Ist uns das eigentlich überhaupt wirklich bewusst?
- 18:50Speaker 1: Also wenn man sich damit beschäftigt klar dann wird einem recht schnell bewusst so gut wie es uns hier geht also auch im Hinblick auf Meinungsfreiheit auf die Freiheiten oder unser Leben so zu gestalten, wie wir es möchten.
- 19:06Speaker 1: Ist uns das manchmal einfach nicht bewusst genug?
- 19:09Speaker 1: Wie gut es uns hier eigentlich geht?
- 19:11Speaker 0: Ja also in vielerlei Hinsicht ist es super schwierig seine eigenen Privilegien anzuerkennen weil man da auch einfach so im Alltag nicht drauf gestoßen wird.
- 19:21Speaker 0: Das heißt wenn man nicht von etwas betroffen ist dann kriegt man's ja auch einfach nicht mit dass auf jeden Fall einen weiteren Grund warum es mein Projekt gibt weil ich irgendwie Ja, weil das auch Themen sind von Ravage-Diskriminierung.
- 19:37Speaker 0: Von Menschen die Anlass sind in irgendeiner Form zu thematisieren, wenn man es nicht mitbekommt und das aber eigentlich unsere Aufgabe wäre.
- 19:48Speaker 0: also ja kurz gesagt Wir sollten auf jeden Fall noch besser unsere Privilegien anerkennen und das aber nicht nur in irgendeine fremde Ecke irgendwo ganz anders auf der Welt, wo es denen so schlecht ging.
- 20:01Speaker 0: Und uns geht's so gut sondern auch innerhalb unserer Gesellschaft gibt es so große Unterschiede.
- 20:05Speaker 0: Es gibt absolut keine Chancengleichheit in Deutschland um sich diesen Privilegen bewusst zu sein weil es ja auch so differenziert sein kann und da ist teilweise echt schwer.
- 20:16Speaker 0: also Ich bin eine Frau und werde deswegen teilweise diskriminiert.
- 20:23Speaker 0: Aber trotzdem, obwohl ich halt dort Afrikanerin bin, werde ich als Weiß gelesen und habe dadurch Privilegien und sich dieser Differenz bewusst zu sein ist auch super wichtig.
- 20:34Speaker 1: Würdest du eigentlich sagen dass das ein Stück weit gerade wenn es um Gleichberechtigung geht, um Chancengleichheit geht?
- 20:40Speaker 1: Würdest Du sagen Generationenthema ist, also jetzt sind wir vom Alter her nicht so wahnsinnig weit auseinander.
- 20:49Speaker 1: Deshalb würde ich jetzt mal sagen, wir sind irgendwie die gleiche Generationen aber würdest du sagen dass unsere Generation diese Themen schon von Anfang an ein Stück weit anders sieht als die Generationen vor uns?
- 21:02Speaker 1: Also für mich habe relativ lange gebraucht zu verstehen Dass das ja wirklich noch ein akutes Thema ist, also vor vielen Jahren wo ich mich so intensiver auch damit beschäftigt habe.
- 21:15Speaker 1: Bis ich mit meiner Prägung, mit meiner Erfahrung, mit einer Lebenserfahrung erst mal gemerkt hab okay.
- 21:23Speaker 1: Sehen jetzt nicht alle so wie ich sondern es gibt eben immer noch ganz viele die Menschen diskriminieren aufgrund verschiedenster Faktoren.
- 21:32Speaker 1: Glaubst du dass is'n Generationenthema was vielleicht Generationen, die nach uns kommen ganz automatisch besser wird?
- 21:41Speaker 1: oder laufen wir da Gefahr dass wir das falsch einschätzen und irgendwie nur von uns selbst ausgehen aber es in Wahrheit dann tatsächlich auch noch mal sehr auf das umfeld indem jemand aufwächst auf die Und diese ganzen prägungen die jemand mitnimmt und da auch noch mitbekommt durch Eltern Woher auch immer?
- 22:01Speaker 1: Also
- 22:02Speaker 0: ich glaube auf jeden Fall, dass das was mit dem Umfeld zu tun hat und nicht mit den Generationen.
- 22:06Speaker 0: Weil also bei mir zum Beispiel waren schon meine beiden Uroomas sehr progressiv in beide Richter.
- 22:12Speaker 0: Also Mutter meines Opa's und Mutter meiner Oma waren sogar teilweise schon demonstrieren.
- 22:19Speaker 0: Meine Oma war demonstrierend, meine Mutter war demonstriern so.
- 22:22Speaker 0: Das heißt bei mir ist mein Umfeld einfach sehr anders geprägt gewesen als bei anderen Menschen.
- 22:27Speaker 0: und ja genauso gibt es auch Jetzt noch fünfjährige, die mit dem falschen Gedanken gut aufwachsen.
- 22:36Speaker 0: Und deswegen auf jeden Fall liegt es am Umfeld.
- 22:38Speaker 0: was man natürlich hoffen kann ist also was ich in meinem eigenen umfeld mitbekommen ist schon Ich habe schon viele freundin die wo die generation oben drüber noch nicht so Noch nicht so gedacht hat wie wir jetzt und die jetzt selbst schon, das heißt man kann natürlich hoffen dass es sich verbreitet.
- 22:57Speaker 0: aber gleichzeitig muss man auch sagen also Mut ist ansteckend Angst ist aber auch anstecken und auch Hass kann anstechen.
- 23:05Speaker 0: Also ich glaube wir haben tatsächlich auch wegen diesen Seifenblasen und diesen Algorithmen echt gar nicht mehr so richtig die Möglichkeit uns so ein Gefühl für die Gesellschaft zu machen weil weil wir ja auch immer nur das angezeigt bekommen oder uns nur mit unseren Menschen auseinandersetzen Ja, ich glaube tatsächlich so ein richtiges Bild von ... Wie sieht es gerade in Deutschland aus?
- 23:27Speaker 0: Gibt's gar nicht.
- 23:29Speaker 0: Aber ich bin auch schon immer wieder schockiert dann, wenn irgendwas passiert wie anders das Gedankengut teilweise noch ist.
- 23:37Speaker 1: Jetzt steht dem Mut in unserer Gesellschaft ja auch immer so ein bisschen... Also ich hab immer das Gefühl grade ... Je besser ist den Menschen irgendwie gesamtgesellschaftlich geht, also in einem Land zum Beispiel oder in einer Stadt.
- 23:49Speaker 1: Je besser es den Menschen geht, desto träger sind sie und desto weniger mutig sind sie auch für Themen einzustehen.
- 23:56Speaker 1: Also ich glaube ... Ich wohne jetzt z.B.
- 23:59Speaker 1: in München.
- 24:00Speaker 1: Ich hab das Gefühl der Großteil der Münchner hat zum Beispiel irgendwie verstanden dass Klimaschutz wichtig ist aber wirklich sich dafür einsetzen würde würden die meisten vielleicht erst dann wenn sie wirklich an ihrer haustür sozusagen merken da ist wirklich ein probleme und das tut jetzt diesen menschen ganz individuell ganz persönlich weh.
- 24:22Speaker 1: und jetzt jetzt macht man was.
- 24:24Speaker 1: Und ähnliches glaube ich auch mit dem wie diversity.
- 24:29Speaker 1: Ich hab das Gefühl, Menschen brauchen immer diese direkte Betroffenheit.
- 24:32Speaker 1: Die sind direkt einen eigenen Schmerz damit sie in der Masse endlich mal irgendwie in die Gegend kommen und auch wirklich was tun und dann auch mutig werden.
- 24:41Speaker 1: Wohingegen, solange es dir selbst nicht betrifft gibt's natürlich Ausnahmen von Menschen wie dich zum Beispiel, die trotzdem gut ist betrifftig aber auch das Thema Klima
- 24:52Speaker 1: z.B.,
- 24:54Speaker 1: Es gibt Menschen, die tun was egal ob sie betroffen sind oder nicht.
- 24:57Speaker 1: Weil Sie das Thema einfach als wichtig für sich erkennen.
- 25:00Speaker 1: aber in der großen Masse die Veränderung habe ich das Gefühl kommt immer erst dann wenn es den Leuten wirklich ganz persönlich auch wehtut.
- 25:08Speaker 1: wie ist da dein Eindruck?
- 25:10Speaker 0: Ja das würde ja auf jeden Fall... ist ähnlich mein Eindruck und macht aber im Endeffekt dann genau deswegen trotzdem Hoffnung, weil es die volles for future Bewegungen gibt.
- 25:21Speaker 0: Und die wissen also so wie ich bin zwar auch nicht alt Aber die Jugend heute und die Kinder die wissen dass das für sie keine Zukunft gibt in der so aussieht Wie jetzt gerade?
- 25:33Speaker 0: Die haben keine Zeit mehr sich auszuruhen und deswegen ja deswegen sind die so laut.
- 25:38Speaker 1: Was müssen wir denn tun, um den älteren so ein bisschen mehr in den Hintern zu treten sozusagen und da wirklich auch zu einer Veränderung zu führen.
- 25:46Speaker 1: Also gerade wenn man diese klassischen alten Männern in großen Unternehmen in den Führungsetagen anschaut hat man immer das Gefühl nach außen hin ja gut Themen wie Diversity und Klimaschutz usw.
- 25:58Speaker 1: sind uns alle wichtig grade dann wenn es um Unternehmenskommunikation Marketing geht.
- 26:03Speaker 1: wenn man aber irgendwie hinter die Kulissen schaut steht überall dem natürlich irgendwie die Gewinnerzielungsabsicht und deren Maximierung.
- 26:14Speaker 1: Und gar nicht so sehr, dass man sich da jetzt irgendwo wirklich einschränken würde – zumindest über das Maß hinaus, was zwingend nötig ist?
- 26:22Speaker 0: Ja ich glaube da können wir nicht.
- 26:24Speaker 0: Ich bin auch fest davon überzeugt dass es nicht unsere Verantwortung ist jedes Einzelnen.
- 26:31Speaker 0: damit meine ich nicht dass man jetzt selbst irgendwie als Klimasünder in durch die Welt laufen darf und machen das man will.
- 26:37Speaker 0: aber wichtig ist um das Ruder rum zu reißen Erdlicherweise jetzt auf das Klima bezogen, ja auch nur noch Schadensbegrenzung machen kann und nicht mehr irgendwie die Welt retten.
- 26:50Speaker 0: Da muss in ganz großem Stil was verändert werden und das können wir als Einzelne nicht.
- 26:55Speaker 0: Was wir als einzelne machen können ist weiter Druck machen und versuchen Druck auf die Politik zu machen.
- 27:02Speaker 0: aber im Endeffekt muss es der Regelungen geben.
- 27:06Speaker 0: Und es geht ja!
- 27:07Speaker 0: Es ist ja auch so dass dann immer Das ist immer heiß, es geht nicht und dann wenn andere Sachen passieren geht's auf einmal doch.
- 27:15Speaker 0: Also jetzt auf einmal gibt es ein günstiges Bahn-Ticket.
- 27:19Speaker 0: Dann ist es ja anscheinend möglich in kurzer Zeit oder relativ kurzer zeit so was umzusetzen und das zu subventionieren und zu unterstützen.
- 27:28Speaker 1: Und man kann das ja im kleinen auch quasi anfangen.
- 27:32Speaker 1: also ich finde was bei dir ja auch beeindruckend ist was vielleicht viele nicht wissen dass du ja eigentlich alles selbst machst also dass du jetzt nicht irgendwie an einem großen label dran hängst und eben in all die Prozesse, in alle die kleinen Details von dem was du tatsächlich umsetzt auch involviert bist und da wirklich mitbestimmst oder bestimmst was gemacht wird.
- 28:00Speaker 1: Also ist Unabhängigkeit im Kleinen das sich jeder da so ein Stück weit überlegt brauche ich überhaupt diese alten traditionellen Strukturen oder baue ich mir ganz eigen?
- 28:12Speaker 1: Ist es vielleicht auch der erste Schritt zur Veränderung?
- 28:16Speaker 0: Bei mir funktioniert es auf jeden Fall.
- 28:17Speaker 0: Ich kann jetzt nicht sagen, ob das funktioniert natürlich nicht in jedem Beruf wenn man da auch oft von anderen Menschen abhängig ist.
- 28:23Speaker 0: aber ich habe mich unabhängig gemacht und das bedeutet für so ein Thema Diversität zum Beispiel auch dass ich mit sehr vielen Frauen zusammen arbeite weil ich mir mein Team selbst zusammengestellt hab.
- 28:32Speaker 0: und was in meinem Alltag etwas super Schönes ist ja dass sich damit viele Frauen zusammenarbeiten darf Und ich kann mir das aber eigentlich gar nicht anders vorstellen.
- 28:44Speaker 0: also Ich bin einfach außer Schule noch nie wirklich in das System eingetreten.
- 28:51Speaker 0: Ich habe nicht studiert, ich bin nie diesen normalen Weg gegangen und hab mich sofort selbstständig gemacht nach der Schule.
- 28:59Speaker 0: Also ich kann es empfehlen!
- 29:01Speaker 0: Aber muss man natürlich auch der Typ dafür sein?
- 29:04Speaker 0: Also da ist es auch nicht für alle was...
- 29:07Speaker 1: Würdest du im Rückblick sagen dass es dadurch für dich schwerer war oder Würdest du das gar nicht so sehen, weil du es gar nicht anders kennst?
- 29:16Speaker 0: Also für mich persönlich war's nicht schwerer.
- 29:18Speaker 0: Für mich persönlich was sogar leichter, weil ich ganz schwer Selbstbestimmung abgeben kann.
- 29:24Speaker 0: Das macht mich einfach nicht glücklich.
- 29:25Speaker 0: Ich hätte einfach keinen Bock darauf, dass irgendetwas anderes außer mir diktiert, was in meinem Tag so passiert.
- 29:33Speaker 0: Genau!
- 29:34Speaker 0: Ich wollte aber jetzt auch noch mal sagen also sich selbst unabhängig zu machen von dem System... ...das war jetzt für mich ein Weg hin zur Mehrdiversität.
- 29:42Speaker 0: Es darf aber nicht der normale Weg sein, also wir sollten auf jeden Fall weiter versuchen dieses Thema zu stürzen die es gibt.
- 29:50Speaker 0: Aber bis dahin macht's Sinn und da kann man auch noch mal sagen bei mir jetzt ich bin ja trotzdem... Ich bin ja nicht Aussteigerin Ich habe ja auch irgendwie wieder einen Einfluss zurück auf das System.
- 30:03Speaker 0: Und hier bewegt mich natürlich in dem System, also ich gehe auch auf Events und stehe dann auf einem ruten Teppich und werde von einer Magazin abgedruckt.
- 30:11Speaker 0: Natürlich bin ich auch ein Teil vom System oder auch Teil vom Kapitalismus.
- 30:17Speaker 0: Dadurch dass ich aber meinen Weg unabhängig gemacht hab, bekomme ich jetzt die Möglichkeit zurückzusehen.
- 30:26Speaker 0: Ich habe zum Beispiel ganz lange nur zu dritt in der Band gespielt, weil ich keine Bassistiken gefunden habe.
- 30:33Speaker 0: Weil ich halt super gerne wollte dass wir zwei Frauen und zwei Männer sind.
- 30:37Speaker 0: Und jetzt wo dann da eine Frau steht Ist es ja wieder ein Einfluss zurück auf die tausend Menschen, die dann beim Konzert sind und sehen vielleicht ist da auch ein kleines Mädchen dabei was sieht man kann als Frau Musikerin sein zum Beispiel.
- 30:51Speaker 1: Jetzt haben wir viel über das System gesprochen.
- 30:54Speaker 1: würdest du denn sagen wir müssen ein neues System aufbauen oder würdest Du sagen jeder sollte eher für sich selbst den richtigen Weg finden?
- 31:03Speaker 1: also was ich damit meine glaubst du an eine Besserung, eine radikale vielleicht sogar Verbesserung des Systems.
- 31:11Speaker 1: Dass wir es wirklich das Ruder komplett umreißen und alles besser machen können oder geht das am Ende gar nicht?
- 31:19Speaker 1: Und wir müssen eigentlich alles was war ersetzen.
- 31:22Speaker 1: durch irgendwie einen neuen Weg sage ich jetzt mal so
- 31:27Speaker 0: Ja also das System was wir jetzt gerade leben funktioniert nicht.
- 31:30Speaker 0: deswegen bin ich auf jeden Fall dafür abzuschaffen Das kann ich ganz klar sagen.
- 31:35Speaker 0: Kapitalismus, der Grundgedanke dahinter funktioniert nicht.
- 31:39Speaker 0: Er funktioniert immer für einige auf der Welt und er funktioniert natürlich auch für mich.
- 31:43Speaker 0: also da bin ich ja auch wieder in einer privatisierten Situation.
- 31:47Speaker 0: Ich wohne hier an meiner Dreizimmerwohnung in Berlin und habe genug Geld meine Tochter Bioessen zu füttern.
- 31:55Speaker 0: das ist ja auch weil ich irgendwie im System mitmische.
- 31:58Speaker 0: aber auf die Welt bezogen Funktioniert es nicht.
- 32:01Speaker 0: Es funktioniert nicht, weil du hast das ja selber schon gesagt ist immer nur darum geht mehr zu erwirtschaften und die Ressourcen unserer Erde nun mal endlich sind.
- 32:12Speaker 0: um da in irgendeiner Form noch was rumzureißen muss auf jeden Fall radikale Veränderung stattfinden.
- 32:18Speaker 1: Hast Du eine Idee oder eine Vision wie ein Leben nach dem Kapitalismus aussehen könnte?
- 32:25Speaker 1: Also so eine Skizze einer Vision sozusagen.
- 32:30Speaker 0: Also ich persönlich habe keine, ist natürlich was darüber man nachdenkt.
- 32:35Speaker 0: Aber eine Gesellschaft ist ja so kleinteilig da kenne ich mich auch einfach nicht gut genug aus und da jetzt nicht so irgendeinen idealistischen Mist zu reden der überhaupt nicht funktioniert und total naiv ist ein Weg wie man den man aber gehen kann es tatsächlich in die Genenvölkern zuhören.
- 32:56Speaker 0: Ja, wo die herkommen und wo sie auch immer noch sind.
- 33:02Speaker 0: Da gibt es zum Beispiel so viele matriarchialische Gesellschaften da wird einfach schon per se auf Umweltschutz geachtet.
- 33:13Speaker 0: ja das heißt dass wir auf jeden Fall einen Anfang bekommen aus einer Welt die die schon mal natürlich war und die sich nicht selbst zerstört hat.
- 33:22Speaker 0: Und es gibt noch Völker, die auch immer weiter dieses Wissen überliefern und sich damit auseinandersetzen.
- 33:29Speaker 0: Das wäre ein Anfang!
- 33:30Speaker 1: Wie sehr schockiert ist dich denn das wir bei all dem gesellschaftlichen Fortschritt den wir vielleicht in den letzten Jahren gemacht haben?
- 33:40Speaker 1: Wenn auch vielleicht nur im Kleinen aber es gab ja durchaus auch positive Veränderungen dass wir jetzt auf einmal wieder in der Situation sind Ein alter weißer Mann quasi die ganze Welt in Unruhe stürzt und ein Krieg beginnt, den wir uns so vielleicht gerade in unserer Generation also mir ging es zumindest lange.
- 34:04Speaker 1: gar nicht hätten mehr vorstellen können, also dass wir über Dinge wie ein Dritten Weltkrieg oder einen Atomkriege jetzt auf einmal uns zumindest mal Gedanken machen müssen.
- 34:15Speaker 1: Das war für mich vor ein paar Jahren noch durchaus weit weggeschoben von meiner Vorstellungskraft.
- 34:23Speaker 1: Also wie groß war da dein Schock diese Entwicklungen zu sehen und hättest du es für möglich gehalten davor?
- 34:34Speaker 0: Ich muss tatsächlich sagen, dass ich gar nicht schockiert war.
- 34:37Speaker 0: Es hat sich aber irgendwie so ein bisschen doof an.
- 34:40Speaker 0: Ich kenne mich da jetzt zum Beispiel auch nicht super gut aus.
- 34:45Speaker 0: Also ich würde damit nicht von oben herab sagen, ja, ich wusste doch schon, das so was passiert ist.
- 34:50Speaker 0: Das meine ich gar nie.
- 34:51Speaker 0: Aber Krieg war in den Gesprächen meiner Familie allgegenwärtig.
- 35:00Speaker 0: einfach die ganze Zeit da, auch wenn es nicht in diesem westlichen Teil der Gesellschaft angekommen war.
- 35:07Speaker 0: Das heißt für mich war das Thema Krieg ein sehr eigenwertiges.
- 35:10Speaker 0: Ich habe ja schon mal gesagt, meine Mutter war schon demonstrierend.
- 35:14Speaker 0: Meine Mutter hatte schon Angst vor dem Dritten Weltkrieg.
- 35:16Speaker 0: also ich hab mich mit meiner Mutter darüber unterhalten ... echt irgendwie Schiss bekommen hat mit der Klimakrise.
- 35:23Speaker 0: Als ich gemerkt habe, das beeinflusst mich jetzt gerade auch im Alltag sehr negativ und dann meinte sie, ja sie versteht es also in ihren zwanzigern hatte sie halt so Angst vor einem Atomkrieg weil das da irgendwie auch gerade schon Thema war.
- 35:41Speaker 0: Ja deswegen ist es hat's mich irgendwie echt gar nicht schockiert muss ich sagen und ich finde es auch eher ein bisschen gruselig zu sehen, wie stark die Solidarität auf einmal ausfällt.
- 36:00Speaker 0: Das ist wunderschön und es ist wirklich auch sehr bekräftigend zu sehen dass das funktioniert.
- 36:05Speaker 0: Dass da irgendwie so eine Einheit darin besteht, dass man da helfen möchte und da die Türen aufgemacht werden.
- 36:12Speaker 0: aber es ist auch sehr bestürzend und einfach für viele Menschen krass traumatisieren zu sehen Dass da jetzt auf einmal überall Betten sind, die es vorher nicht gab.
- 36:23Speaker 0: Weil Krieg ist nicht neu.
- 36:25Speaker 1: Glaubst du das steckt auch bei all dem Grauen und bei all den schrecklichen Dingen?
- 36:30Speaker 1: Aber glaubst du, da steckt vielleicht gerade für uns in Europa eine Chance drin, dass wir da eine neue... Einheit für uns entdecken?
- 36:38Speaker 0: Also in dem allen, glaube ich steckt eine Chance.
- 36:40Speaker 0: Ja also ein Beispiel ist zum Beispiel diese Black Lives Matter Bewegung gewesen.
- 36:46Speaker 0: da sind einfach... Da sind Menschen gestorben.
- 36:49Speaker 0: das war total schlimm.
- 36:50Speaker 0: es ist nichts was man irgendwie glorifizieren sollte aber gleichzeitig hat das auf einmal mal so ins Zentrum der Gesellschaft geregt.
- 36:59Speaker 0: So ein Thema was sonst einfach nur in manchen Bubbles stattgefunden hatte war auf einmal überall und Das hat was bewegt.
- 37:07Speaker 0: Und deswegen glaube ich auf jeden Fall, dass in dem allen dieser ganzen Krise Pandemiekrieg in allem eine Chance stecken kann, wenn wir das wollen.
- 37:16Speaker 1: Was machst du denn eigentlich ganz persönlich um bei all diesen beschrecklichen Dingen die passieren?
- 37:22Speaker 1: Bei all den Dingen, die so da draußen um uns herum passieren es passiert ja vor allem auch extrem viel also haben wir jeden Tag unabhängig von dem... Krieg in der Ukraine, aber wir haben ja unheimlich viele Dinge die jeden Tag auf uns hereinprasseln.
- 37:40Speaker 1: Jetzt bist du auch... generell sehr offen damit umgegangen, dass du ja auch eine Depression hattest.
- 37:47Speaker 1: Was machst du denn heute?
- 37:49Speaker 1: Um deine mentale Gesundheit so ein Stück weit zu schützen?
- 37:52Speaker 1: hast du da Wege für dich selbst gefunden?
- 37:55Speaker 1: also ich glaube einen haben wir schon angesprochen das du einfach offener mit deinen Emotionen umgehst.
- 38:00Speaker 1: aber Hast Du da noch andere wege auf die du heute mehr achtest?
- 38:05Speaker 1: oder wo du sagen würdest da achte ich heute mehr drauf?
- 38:07Speaker 0: Ich habe quasi jetzt Unterdessen ein Kind bekommen und das hat bei mir total viel bewegt, weil ich echt vorher noch nicht so gut daran war meine eigenen Bedürfnisse zu achten und auch irgendwie meine Grenzen zu sehen.
- 38:21Speaker 0: Dann habe ich einen Kind in mir selbst getragen und da war es auf einmal leichter und sie war ja Teil meines Körpers.
- 38:27Speaker 0: Das heißt indem mich auf Sie geachtet habe, habe ich automatisch auch auf mich geachtet.
- 38:32Speaker 0: Ich habe dann während der Schwangerschaft gemerkt, wie gut mir das tut und mir geschworen, dass ich versuche es auch weiterhin zu tun wenn wir nicht mehr in einem Körper stecken.
- 38:43Speaker 0: Aber jetzt ist es natürlich wieder leicht weil eine glückliche Mutter ne bessere Mutter isst.
- 38:48Speaker 0: Natürlich ist ein glücklicher Mensch auch ein besserer Mensch.
- 38:51Speaker 0: aber da fällt's mir auf jeden Fall schwer auf mich zu achten.
- 38:55Speaker 0: Und jetzt einfach eine Tochter zu haben, ändert total viel.
- 38:58Speaker 0: Also das erste Beispiel war als ich im Wochenbett war ging es in Afghanistan los und ich habe irgendwie also ja ich hab dann angefangen so Stories zu gucken und so und hat mich halt komplett gekriegt im Wochenbett, dass man noch emotionaler wegen der Hormone.
- 39:14Speaker 0: Und dann habe ich die einfach ausgemacht.
- 39:16Speaker 0: und das war das erste Mal, dass ich so gesagt hab okay, ich entziehe mich jetzt meiner persönlichen Verantwortung, dass Ich eine Person des öffentlichen Lebens in gewisser Form bin und eine Plattform habe und ich poste ein bisschen was dazu aber ich zieh mich da irgendwie selbst raus.
- 39:31Speaker 0: und ja es hat funktioniert Es war ok, es darf auch mal einen Mensch nichts dazu sagen.
- 39:39Speaker 0: Wenn wir alle uns irgendwie dafür bemühen, dass die Welt ein besserer Ort wird dann kann auch jeder oder jeden, den es gerade mal nicht so gut geht meine kurze Pause einlegen und ist voll wichtig.
- 39:52Speaker 0: Damit das aber geht, dass Leute irgendwie auf ihre Mental Health achten können und sich da einfach auch mal rausziehen, ist es halt voll wichtig, dass wir uns wieder unsere Privilegien bewusst werden weil was viele nicht verstehen ist, dass Menschen die betroffen sind in dem Moment ja noch viel mehr leiden und dann aber trotzdem Bericht erstatten.
- 40:11Speaker 0: Also zum Beispiel Black Lives Matter, meine Timeline war voll von meinen schwarzen Freundinnen und von Schwarzen Personen des öffentlichen Lebens die sich halt dafür ausgesprochen haben obwohl sie im den Moment sogar noch retraumatisiert sind oder traumatisiert.
- 40:28Speaker 0: Ja deswegen ist es sozusagen für alle Bock haben auf eine Welt, in der man Raum hat für Mental Health und sich auch mal zurückzunehmen.
- 40:37Speaker 0: Und für Balance ist es ein Privileg das zu können.
- 40:44Speaker 0: Es ist ein Priviledig das Handy ausmachen zu können und dann nicht mehr über die Diskriminierung zu erfahren oder über den Krieg oder was auch immer weil man selber nicht drin steckt.
- 40:55Speaker 0: und deswegen müssen wir Und da muss ich mir auf jeden Fall auch an meine eigene Nase greifen, in Momenten wo es uns gut geht.
- 41:01Speaker 0: Immer wieder versuchen damit wir dann auch Betroffene und ja auch mental Menschen denen's nicht so gut geht entlassen können.
- 41:10Speaker 0: Aber das ist voll schwer oder?
- 41:12Speaker 0: Das gibt mich gerade selber ein Pep-Talk weil wenn man natürlich durch seine Stadt läuft und es ist Sommer und man hat eine gute Zeit, dann hat man natürlich auch keinen Bock darauf sich immer mit den schweren Themen auseinanderzusetzen.
- 41:24Speaker 0: Also das nehme ich mir heute mit, dass ich mir in Phasen, wo es mir gut geht einfach auch mehr Raum dafür nehmen möchte.
- 41:31Speaker 0: Damit ich mich eben auch mal zurückziehen kann wenn's mir nicht so gut geht.
- 41:35Speaker 1: Also sich quasi auch hin und wieder mal zurückzunehmen um Kraft zu tanken, um dann vielleicht auch wieder anderen helfen zu können?
- 41:43Speaker 0: Ja, genau.
- 41:44Speaker 0: Das ist super wichtig und das ist etwas was ich als Mama halt jetzt auch einfach lernen durfte.
- 41:49Speaker 0: Und dann eine Balance zu finden.
- 41:51Speaker 0: in der Kommunikation.
- 41:52Speaker 0: also in meiner Familie war es nämlich zum Beispiel so mein Mann ist quasi vom Blut her halb-Ukraine.
- 42:01Speaker 0: Er hat zwar mit der Ukraine nichts zu tun in dem Sinne gesellschaftlich aber ja es war sie halb Okrainer auch.
- 42:08Speaker 0: Natürlich hat ihn das total aufgebracht und er hat dann nicht mehr aufgehört, sich Nachrichten anzugucken oder Videos anzuguckern.
- 42:16Speaker 0: Und teilweise auch mit Baby in der Trage.
- 42:21Speaker 0: Sie sieht natürlich das Handy nicht aber da haben wir gemerkt dass es einfach nicht so cool ist.
- 42:28Speaker 0: ist ihnen natürlich auch aufregt und bewegt, wir müssen irgendwie eine Balance finden.
- 42:31Speaker 0: Und haben dann für uns die Balance gefunden, dass wir es tagsüber lassen, während wir mit ihr sind.
- 42:35Speaker 0: Wenn sie im Bett ist, werden wir uns damit auseinandersetzen.
- 42:39Speaker 0: Dadurch lernt man ja auch was, weil das kann ja auch für jemanden ohne Kinder etwas Gutes sein, dass man den Tag über ... Vielleicht sich nicht damit auseinandersetzen und sich dann Abend Zeit nimmt, mit der Familie darüber zu unterhalten.
- 42:50Speaker 1: Manchmal ist es ja auch ganz gut wenn man nicht direkt aus dem Effekt auf Dinge reagiert oder sich in Dinge reinsteigert sondern sie vielleicht erst mal für sich selbst verarbeitet oder?
- 43:00Speaker 1: Also dass man das auch erstmal im Kopf ein Stück weit reifen lässt bevor man sich zu sehr zu sehr da rein steigert.
- 43:08Speaker 0: Ja absolut auf jeden Fall.
- 43:09Speaker 1: Ich danke dir!
- 43:11Speaker 1: Für deine Zeit und die vielen Einsichten.
- 43:14Speaker 0: Danke schön, es war ein schönes Gespräch.
- 43:17Speaker 0: Das war's leider
- 43:18Speaker 1: schon!
- 43:19Speaker 1: Die letzte Runde ist ausgetrunken.
- 43:21Speaker 1: –
- 43:21Speaker 0: das Gespräch zu Ende.
- 43:23Speaker 0: Vielen Dank fürs Zuhören.
- 43:26Speaker 1: Bitten
- 43:26Speaker 0: im Rücksicht auf die Nachbarn und sei leise wenn du die Bar verlässt
- 43:30Speaker 1: aber vergiss auf keinen Fall den abonnieren Button zu klicken.