Latest / Gin And Talk / Volker Klüpfel und Michael Kobr über Kluftinger, Weihnachten und das Allgäu
Transcript
- 0:00Speaker 1: Wir skypen immer jeden Morgen und das brauchen wir so, weil es ist unser Alltag.
- 0:04Speaker 1: Und unser quasi gefühltes mit der Kunstledertasche und Thermos kann ja irgendwie zum Arbeiten gehen.
- 0:11Speaker 1: Also wir brauchen es beide voll!
- 0:13Speaker 1: Der Alltag ist ganz wichtig.
- 0:15Speaker 1: Im Prinzip lässt der Kluftinger jeden so leben wie er das gern mag... ...und der muss einfach okay sein.
- 0:20Speaker 1: Der muss gerade raus sein möglichst authentisch und dann passt es auch für ihn.
- 0:23Speaker 1: Egal wie der ausschaut, mit wem er zusammenlebt oder was er so treibt im Leben Der Erfolg unserer Bücher hängt einfach mit der Person klustiger zusammen.
- 0:34Speaker 1: Den mag man, auch wenn er so ein alter Stinkstiefel ist aber der ist einfach relativ gerade raus und der ist eben nicht irgendwie nur immer grantig und nur immer scheiße drauf und der raunst nicht jeden an.
- 0:46Speaker 2: Herzlich willkommen!
- 0:48Speaker 2: Mein Name ist Daniel Fürg und ich freue mich sehr euch heute zu dieser ganz besonderen Weihnachtsepisode begrüßen zu dürfen.
- 0:55Speaker 2: Unsere heutigen Gäste sind Volker Kripfel und Michael Krober.
- 0:59Speaker 2: Die beiden begeistern seit nunmehr achtzehn Jahren Millionen von Lesern mit ihren Büchern rund um das Leben und Arbeiten des Allgäuer-Kriminalkommissars Kluftinger.
- 1:07Speaker 2: In morgen Klufte wird's was geben, dem neuesten Werk der beiden Autoren.
- 1:11Speaker 2: kann man den oft kautzigen Kommissar nun ganz ohne Mord dafür aber mit vierundzwanzig Katastrophen zum Weihnachtsfest
- 1:18Speaker 2: erleben.".
- 1:19Speaker 2: Ich wollte von den beiden wissen, wie man nach so langer Zeit noch immer als Autoren Duo funktionieren kann und es hinbekommt gleichzeitig auch nach wie vor befreundet zu sein.
- 1:29Speaker 2: Wie Weihnachten im Allgäu gefeiert wird und was für ein Typ dieser Kluffdinger eigentlich ist!
- 1:35Speaker 2: Bevor wir aber gleich starten – noch eine Bitte Wenn euch Jinn and Tork gefällt folgt uns bei Spotify Apple Podcasts oder wo auch immer ihr gerne Podcast hört So verpasst ihr auch keine der folgenden Episoden.
- 1:47Speaker 2: Mit dieser Episode verabschieden wir uns auch direkt in eine kleine Weihnachtspause.
- 1:52Speaker 2: Ich freue mich sehr, dass ihr nach über sechzig Episoden noch immer treue Hörer seit jede Woche aufmerksam zuhört Feedback gebt und Genantalk weiterempfehlt!
- 2:01Speaker 2: Frohe Weihnachten – viel Spaß beim Zuhören!
- 2:14Speaker 0: Herzlich willkommen
- 2:19Speaker 1: zu einer neuen Folge Gin & Talk.
- 2:23Speaker 1: Mach es dir gemütlich,
- 2:24Speaker 2: lehne dich zurück und tauche
- 2:26Speaker 0: ein in die verrucht düstere Atmosphäre unserer
- 2:31Speaker 2: Studio-Bar!
- 2:40Speaker 2: Michael Kober und Volker Klüpflig freue mich sehr dass wir uns heute hier treffen können in München kurz vor Weihnachten zu unserer quasi Gin&Talk Weihnachtsepisode über euer sehr sehr weihnachtliches kluftinger buch sprechen können mit vierundzwanzig katastrophen über die wir dann auch noch mal sprechen werden.
- 2:59Speaker 2: aber erst mal herzlich willkommen hier bei uns an der bar.
- 3:02Speaker 2: vielen
- 3:02Speaker 1: dank wir freuen uns.
- 3:03Speaker 1: danke für die einladung.
- 3:04Speaker 2: einen kluffdinger weihnachtsbuch.
- 3:07Speaker 2: wie kam denn die idee eigentlich?
- 3:09Speaker 1: das lag irgendwann auf der hand.
- 3:11Speaker 1: also mir sind beide weihnachten sehr zu getan Und wir hatten auch schon immer mal so kluffdinger Weihnachtsepisoden in den Büchern drin, wo er seiner Frau mal Geschenke kauft oder so.
- 3:23Speaker 1: Wir hatten dann also ein-zwei Gottgesichtengeschritten zu Weihnachten und irgendwie es passt zur Kluffdinge des Themas.
- 3:29Speaker 2: Vierundzwanzig Katastrophen im Buch sind ziemlich alles von Plätzchen bis japanischen multikulturellen Missverständnissen aber ... Eigentlich keine echten Kommissaraufgaben im klassischen Sinne, wie man sie denn sonst so kennt.
- 3:48Speaker 2: Erleben wir Kluftinger hier mal in einer ganz neuen Rolle sozusagen als Familienoberhaupt das irgendwie versucht Weihnachten für seinen Verständnis irgendwie so hinzubekommen dass es funktioniert?
- 4:03Speaker 0: Ja, das schufe Ihnen eine neue Rolle dieses Ausgestalten der Weihnachtsweiligkeiten.
- 4:08Speaker 0: aber an sich Ist ja der Kluftinger bei uns immer auch privat im Fokus.
- 4:14Speaker 0: Also natürlich gibt es immer die Fälle, wo wir ihn als Kommissar erleben aber darüber hinaus mindestens genauso viel Platz nimmt der Privatner ein und jetzt haben wir einfach den Fall halt weggelassen weil selbst der fleißigste Kommissare ist eigentlich mehr Mensch als Kommissaer und da gibt's noch etwas mehr zu erzählen.
- 4:34Speaker 0: dann noch
- 4:34Speaker 1: Und als die Handlung des Buches einsetzt, ist er halt schon im Weihnachtsurlaub und hat sich schon verabschiedet.
- 4:39Speaker 1: Er möchte mir jetzt auch nicht mehr zurück ins Büro quasi.
- 4:42Speaker 2: Das ist richtig ja!
- 4:43Speaker 2: Er ist ja jetzt quasi volljährig geworden – achtzehn Jahre seit dem ersten Buch.
- 4:50Speaker 2: Wie hat er sich denn verändert für euch persönlich in all den Jahren?
- 4:53Speaker 1: Der ist ein fester Bestandteil unserer Leben geworden.
- 4:57Speaker 1: Das isch echt unglaublich….
- 5:00Speaker 1: Als wir angefangen haben, dass das achtzehn Jahre ... schreibt Thomas jetzt schon zwanzig Jahre an dem.
- 5:05Speaker 1: Dass es so lange trägt und eigentlich auch so lang was hergibt.
- 5:09Speaker 1: Das ist unglaublich!
- 5:10Speaker 1: Und zum Glück altert der Klofdinger ja nicht in echten Lebensjahren sondern im Buchjahren.
- 5:17Speaker 1: Der ist aber tatsächlich gar nicht so wahnsinnig viel älter geworden.
- 5:20Speaker 1: also wenn man sich den jetzt vorstellen würde war vielleicht so Mitte fuchzig als wir angefingen haben Wenn er jetzt tatsächlich achtzehnt jahre Eltern wäre unvorstellbar.
- 5:29Speaker 2: Ist er noch mal ein bisschen kautziger geworden?
- 5:31Speaker 0: Ich weiß es eher nicht, finde ich.
- 5:33Speaker 0: Aber klar, man sagt immer der sei kautzig und das ist so ein Schlagwort, das mit ihm gerne verwendet wird.
- 5:40Speaker 0: Das finden wir gar nicht so extrem.
- 5:43Speaker 0: aber wir kennen natürlich viele Leute die so sind.
- 5:45Speaker 0: vielleicht steckt auch von uns selber was mit drin und deswegen wirkt ja auf uns relativ normal – das war eigentlich auch die Herangehensweise – einen normalen Menschen einen normalem Kommissar zu erfinden Und nicht wie damals, als wir angefangen haben.
- 6:01Speaker 0: Das üblich war einen psychisch gestörten depressiven geschiedenen gesundheitlich mitgenommenen.
- 6:10Speaker 0: Also die waren alle irgendwie versehrt und wir wollten jetzt sagen ne, die meisten sind es ja nicht.
- 6:15Speaker 0: Die sind halt ganz normale Menschen und so einen wollten wir auch haben.
- 6:19Speaker 1: Aber unglaublich ist, wie sehr sich der tatsächlich... Als als Projektionsfläche oder Spiegel der Gesellschaft eigentlich für uns darstellt, also bei wenn man in die ersten Bücher rein liest dann ist er.
- 6:31Speaker 1: Also so könnte man den heutzutage gar nicht mehr erzählen weil sich der halt einfach auch wie unsere Gesellschaft.
- 6:38Speaker 1: zum Glück muss der sich verändern?
- 6:41Speaker 1: Der war zum Beispiel ganz schön homophob unterwegs am Anfang.
- 6:44Speaker 1: Das ist heutzuttage unverstellbar und das ist schon irgendwie cool... an so einer Figur zu sehen, wie sehr zum Positiven bei allem was irgendwie im Moment drückt und sich unsere Gesellschaft so verändert hat.
- 7:00Speaker 1: Also ich finde... Und der muss deswegen auch viel moderner sein!
- 7:03Speaker 1: Der kann nicht mehr dieser alte Arsch sein, der immer seine Jovi-Sprüche raushaut weil das geht einfach heute noch mal und es würden wir jetzt auch nicht mehr machen.
- 7:14Speaker 2: Das erste Buch wenn ich's richtig im Kopf habe hatte gerade einmal Tausend exemplare Auflage und ihr hattet auch noch gar kein Gefühl dafür, ob das jetzt viel oder wenig ist.
- 7:24Speaker 2: Und wie das überhaupt so alles funktioniert mit diesen Büchern eigentlich heute kaum mehr vorstellbar?
- 7:32Speaker 2: Also in all den Jahren diese achtzehn Jahre zurückblickt Heute Millionen Auflagen über die Reihe hinweg.
- 7:41Speaker 2: Alles ein bisschen verrückt eigentlich.
- 7:43Speaker 2: oder Wie geht es euch da selber damit aus?
- 7:45Speaker 0: Ja, aus damaliger Sicht total verrückt.
- 7:48Speaker 0: Also wie wir gestartet sind eben mit dieser kleinen Auflage dachten wir da schon das ist viel und wären wahrscheinlich auch zufrieden gewesen.
- 7:55Speaker 0: aber man wächst natürlich dann damit.
- 7:57Speaker 0: es war ja nie klar irgendwann taucht nur auf der Landkarte der der beste Listen oder Literatur Menschen auf.
- 8:06Speaker 0: Aber wir waren ja von Anfang an dabei und das ist schon gewachsen.
- 8:10Speaker 0: Das hat schon seine Zeit gebraucht Und dann hat das uns die Zeit gegeben, damit auch irgendwie klarzukommen.
- 8:16Speaker 0: Und jetzt ja weiß ich schon wie viele Bücher man verkaufen muss, dass man in der Pestelste reinkommt oder so.
- 8:23Speaker 0: Damals wusste es nicht!
- 8:24Speaker 1: Aber trotzdem ist er und macht deswegen auch Spaß.
- 8:28Speaker 1: Ist immer nur für eine Überraschung gut.
- 8:30Speaker 1: Also weil das Buch, das wir jetzt da kurz vor Weihnachten rauskamen... Das hat man jetzt schon weile irgendwie überlegt, war man es rausbringen und so haben wir einen Teil schon mal so als Geschenk an die Buchhändler irgendwie vom Verlag.
- 8:50Speaker 1: Und dann haben sie von dem Verlag immer schon geredet ja und da ist das vielleicht auf der Liste und ich habe mir gedacht komm das Weihnachtsbuch kanns doch nicht!
- 9:02Speaker 1: Da hat er uns jetzt echt nochmal überrascht der Kluftinger dass das jetzt irgendwie so lief vor Weihnachten.
- 9:06Speaker 2: Jetzt schreibt ihr diese Bücher ja als Duo und ihr, wenn ich richtig informiert bin dann schreibt er immer so abwechselnd auch wirklich die Kapitel.
- 9:14Speaker 2: Und schickt sie dann jeweils dem anderen.
- 9:16Speaker 2: Schafft ihr denn euch gegenseitig noch nach all den Jahren zu überraschen?
- 9:20Speaker 0: Das ist eine gute Frage!
- 9:22Speaker 0: Kann mich überraschend... Also es wäre ja wenn man eher eine positive Überraschung weil die Negativen glaube ich das schaffen wir immer nur, dass es relativ leicht in andern negativ zu überrraschen.
- 9:35Speaker 0: Also es ist schon, bei Ideen finde ich eher so.
- 9:39Speaker 0: Wenn ihr einen Text von ihm kriegt dann ist das schon sehr eingeübt.
- 9:44Speaker 0: aber machen wir heute schon eine Idee raus.
- 9:47Speaker 0: wo man denkt wo kommt die jetzt her weiß man ja von sich selber oft nicht und da liegt wahrscheinlich das Überraschungsmoment oder viel kleiner aber mindestens genauso wichtig auf der Bühne.
- 10:01Speaker 0: wenn nicht so komische Zeiten sind, sind wir auch echt viel unterwegs und machen Live-Shows und improvisieren da viel.
- 10:08Speaker 0: Und da kommen plötzlich Sachen wo ich denke ja geil finde ich selber wahnsinnig lustig und muss sich selber auch lachen.
- 10:14Speaker 0: also sehr gut.
- 10:16Speaker 0: Gut improvisiert!
- 10:18Speaker 1: Das ist schon auch der Punkt warum man es halt so lange machen kann.
- 10:22Speaker 1: Also weil glaubt... also unser Arbeiten hat echt zwei Momente.
- 10:27Speaker 1: das eine ist die Routine die total wichtig ist für uns.
- 10:31Speaker 1: Wir skypen immer jeden Morgen und das brauchen wir so, weil es ist unser Alltag.
- 10:35Speaker 1: Und unser gefühltes mit der Kunstledertasche und der Thermos kann ja irgendwie zum Arbeiten gehen.
- 10:43Speaker 1: Also wir brauchen das beide voll!
- 10:45Speaker 1: Der Alltag ist ganz wichtig.
- 10:47Speaker 1: Dann ist es aber auch wichtig dass es nach achtzehn Jahren tatsächlich immer wieder Sachen gibt die du nicht aufm Schirm hast... ...und dass das passiert ist schon eigentlich ein Glücknachhalt der Zeit.
- 10:55Speaker 2: Ich habe mit Doris Dörrje vor ziemlich genau einem Jahr eine Episode gemacht, wo wir ganz viel über das Schreiben gesprochen haben.
- 11:03Speaker 2: Und sie hat viel darüber gesprochen wie wichtig Disziplin auch wirklich ist und kommen gerade drauf weil du diesen morgendlichen Skype-Call ansprichst.
- 11:12Speaker 2: Ist es wirklich auch diese Disziplinen die euch über diese achtzehn Jahre gehalten hat um überhaupt miteinander zu funktionieren?
- 11:21Speaker 2: eben solche festen Abläufe habt und so ein eingespieltes Team quasi da auch seid.
- 11:28Speaker 1: Ja absolut, das ist einfach so frei der Beruf was dann manchmal schwer erträglich ist.
- 11:40Speaker 1: Also, wenn wir nicht diese Routine hätten und dieses Plan baare ich glaube dann würde ich schon mal nachts wach liegen.
- 11:45Speaker 1: Und mir denken scheiße wie geht es weiter?
- 11:48Speaker 1: Wie kriege die ganzen Fäden irgendwie zusammen aber das gibt Sicherheit irgendwie.
- 11:53Speaker 0: Und als du bist du mehr noch auf Disziplin angewiesen natürlich erst allein weil wenn ihr jetzt allein Buchschreib angenommen habt noch gar kein Abgabetermin.
- 12:03Speaker 0: dann mache heute lasse nur machen morgen.
- 12:07Speaker 0: Aber dadurch dass wir ja irgendwie das zusammenbringen müssen auch irgendwann, also ist es schon wichtiger noch diszipliniert zu arbeiten und feste Zeiten zu haben.
- 12:18Speaker 0: Haben aber ja das bestätigtes Dory-Beispiel immer mehr Autoren glaube ich.
- 12:25Speaker 0: Also dieses künstlerische Furore mit dem man dann so ein Ding in zwei Wochen raushaut, das ist glaube ich überholt.
- 12:35Speaker 2: Zurück zu eurem Weihnachtsbuch.
- 12:38Speaker 2: Übrigens morgen kluft die wird's was geben heißt es.
- 12:41Speaker 2: ich stelle mir wahnsinnig schwierig vor in der nicht-weihnachtszeit Die ganze zeit thematisch irgendwie im winter zu hängen und über über weihnachten nachzudenken.
- 12:52Speaker 2: wie ging es euch damit?
- 12:54Speaker 1: Das ist schwarz, dass man so mit der zeit auch ja gewohnt ist.
- 12:59Speaker 1: also ich weiß noch als ich an dem buch steht war immer zumindest irgendwann auf einem Campingplatz in Schweden.
- 13:05Speaker 1: Und das war wirklich im Hochsommer eigentlich, aber es sind auch ganz schöne Fantasiereisen irgendwie.
- 13:11Speaker 1: also ist schon ganz schön.
- 13:13Speaker 1: wir haben gerade jetzt dann Abgabe unseres nächsten Buches und das heißt Affenhitze und das ist auch Thema spielt halt absolut ein Hochsommern und wenn du dann irgendwie im Arbeitszimmer sitzt und rausschauest und es schneit das ist ja auch cooler Kontrast so.
- 13:30Speaker 2: kluftiger ja so ein bisschen in einer fast schon in so eine Art heilen Welt im Allgäu, einem der sichersten Orte der Republik.
- 13:42Speaker 2: Trotzdem sterben zumindest in euren Büchern immer wieder Menschen dort.
- 13:46Speaker 2: Er lebt auch in einer coronafreien Welt nach wie vor.
- 13:51Speaker 2: Wie wichtig war euch das wirklich diese Welt zuzulassen?
- 13:59Speaker 2: Pandemie-Thema da so reinfließen zu lassen.
- 14:02Speaker 0: Ja, das war uns schon auf mehrere Arten wichtig.
- 14:05Speaker 0: also erstens ist es auch eine wassende strategische Entscheidung weil wir ja nicht wussten wie dieses Thema sich entwickelt.
- 14:14Speaker 0: und ein Buch hat halt einen Vorlauf von ein zwei Jahren und dann bist du ganz schnell Wahnsinnig hinten dran und dann schreibst du was über eine Pandemie, was längst nicht mehr stimmt oder was nur noch historisch ist.
- 14:26Speaker 0: Das Buch soll aber irgendwie in der Gegenwart verortet sein.
- 14:29Speaker 0: Funktioniert nicht so gut.
- 14:31Speaker 0: Und dann war es auch schon eine emotionale Entscheidung zu sagen das hat da nix verloren.
- 14:39Speaker 0: Auf eine gewisse Weise eine heile Welt.
- 14:43Speaker 0: Gut geschieht Mord-und-Trotschlag also ganz heiligste Nichts.
- 14:45Speaker 0: Aber zumindest vor diesem Thema Ist der Kluftinger verschont und dadurch ja auch unsere Leser, die haben jeden Tag damit zu tun.
- 14:54Speaker 0: Ich glaube das sind ganz froh wenn sie mal in den Büchern da nichts davon hören.
- 14:59Speaker 1: Es ist glaub ich auch wichtig dass so lange es jetzt nur im Schwange ist... ...dass es tatsächlich im Moment nach außen vorbleibt.
- 15:08Speaker 1: Im nächsten wird's mal ganz kurz irgendwie so quasi erwähnen oder oder oder so also vom Kluffdinger sozusagen leicht gespielt aber niemand verstehts.. Ich glaube tatsächlich und das sind auch Gedanken die ich neulich schon hatte.
- 15:22Speaker 1: Ich glaub danach wenn es tatsächlich vorbei ist, dann muss es thematisiert sein weil... ...tatsächlich unsere Welt eine andere ist und dann kannst du nicht mehr ins Vor-Corona Niveau zurück und dann müssen wir's auch thematisieren und aufnehmen!
- 15:36Speaker 1: Und das bietet aber, also ich glaube retrospektiv auch eine gute Fläche von Kluffdinger.
- 15:42Speaker 1: Der ist ja auch Hypo-Konda und der desinfiziert sich ja auch gern mal fünfmal am Tag sowieso die Hände und danach wahrscheinlich noch viel schlimmer.
- 15:49Speaker 2: Es ist ja fast berührend zu lesen wie er sich um den japanischen Besuch kümmert in diesem Buch mit erheblichen sprachlichen Schwierigkeiten, die ihr wunderbar in Textform gekostet habt.
- 16:04Speaker 2: Wie schwer tut er sich denn eigentlich mit diesem japanischen Familienzuwachs sozusagen zu akzeptieren?
- 16:14Speaker 2: Auch ein Stück weit, dass da ja doch sehr viel... Also ich hab das Gefühl, auf der einen Seite findet er es ja irgendwie schon ganz toll und auf der anderen Seite tut er sicher aber auch noch so bisschen schwer damit.
- 16:26Speaker 2: Das ist so ein bisschen zwiespältig!
- 16:29Speaker 1: Am Anfang war es natürlich ein riesen Angstthema für ihn auch, weil also da gibt's ja auch wahnsinnig viele Konventionen und die sagen ja nie genau was sie wollen.
- 16:38Speaker 1: Und irgendwie das war ein Wahnsinn klitschiges Paket für ihn.
- 16:42Speaker 1: und dann hat er aber als den Typen hinter dem Japaner der so auf bestimmte Umgangsformen und so angeblich aus ist Kenningland und hat dann festgestellt, dass ich eigentlich Ja, man mal einer wie er.
- 16:57Speaker 1: Der auch manchmal irgendwie trockene Witze raushaut und eigentlich einen ganz guten Humor hat so.
- 17:03Speaker 1: Und das schätzt er halt auch.
- 17:06Speaker 1: Ich glaube, er ist auch ein bisschen stolz darauf dass er so einen kosmopolitischen Freund hat quasi Wie
- 17:12Speaker 2: unterscheidet sich denn ein Allgeuer Weihnachtsfest von einem Weihnachts fest vielleicht woanders in diesem Land?
- 17:21Speaker 0: Hier geht es schon mal los, dass bei uns ja das Christkind kommt und in vielen anderen Gegenden kommt der Weihnachtsmann.
- 17:27Speaker 0: Das hatte ich gerade heute das Thema beim Sohn im Kindergarten.
- 17:31Speaker 0: eine Erzieherin erzählt hat, dass jetzt da ein Weihnachtsmann kommt und dann habe ich gesagt ne, er kommt nicht hier her!
- 17:38Speaker 0: Der macht vor dem... um den Süden Deutschlands einen großen Bogen.
- 17:41Speaker 0: aber wir haben Schnee öfter
- 17:44Speaker 2: als
- 17:45Speaker 0: die Anderen.
- 17:45Speaker 0: was ist natürlich ein bisschen heimeliger gemacht Das Allgäu, nicht für ganz Süddeutschland gilt es sicher nicht.
- 17:55Speaker 0: Aber fürs Allgau speziell schon denken das die... Also spielt die Religion wahrscheinlich noch eine größere Rolle.
- 18:01Speaker 0: und dieses Zurückziehen Schnee legt alles ist ruhig Alles ist zu, alles ist irgendwie dunkel.
- 18:08Speaker 0: Es spielt da sicher auch eine größer Rolle obwohl es natürlich auch da eher in die laute Richtung geht so langsam.
- 18:16Speaker 2: Ist Religion eigentlich mehr ein Thema von tatsächlichem Glauben oder ist es mehr so ein Thema von Gemeinschaft?
- 18:24Speaker 2: Also dieses Gefühl, Teil einer Gemeinde zu sein.
- 18:29Speaker 2: Oder dass jetzt wirklich die Leute sagen sie glauben an all das... Das ist
- 18:34Speaker 0: sicher beides.
- 18:37Speaker 0: Wenn man die historische Entwicklung betrachtet wenn du da nicht gläubig gewesen wärst vorigen Jahrhundert oder im Vorhör vergangenen, dann hättest du wahrscheinlich schon irgendwie ein Problem gehabt.
- 18:49Speaker 0: Dann wär's wirklich ein Exot gewesen.
- 18:50Speaker 0: und es gab auch eine gewisse soziale Kontrolle selbst noch in meiner Kindheit ob man denn am Sonntag in der Kirche war und da hat schon mal die Religionslehrerin dann gesagt wer nicht in der kirche war ja?
- 19:02Speaker 0: Und das ist jetzt auch nicht mehr so.
- 19:05Speaker 0: natürlich also diese Konvention dieses soziales an der Religion, das hat sicher auch immer eine Rolle gespielt.
- 19:16Speaker 0: Gleichzeitig glaube ich aber auch dass die Leute... Auch aus Geschichte heraus, die waren in einem Landstrich groß geworden wo sie den Naturgewalten vielleicht mehr ausgesetzt waren als anderswo, dass man da schon mal gern wohin gebetet hast damit alles gut wird.
- 19:33Speaker 1: Nichtsdestotrotz muss man sagen es ist halt einfach auch viel mit nicht groß, weltanschaulich hinterfragter Tradition zu tun.
- 19:43Speaker 1: Also dass sich die Kirche halt am vierundzwanzigsten Abend zum Börsten füllt und ansonsten an den restlichen einen Fünfzig Sonntagen im Jahr irgendwie leer ist und sich da irgendwie drei Rollatoren finden ist.
- 19:55Speaker 1: natürlich spricht natürlich auch Bände!
- 19:57Speaker 1: Und an Weihnachten geht man halt in der Kirche und das gibt man vielleicht im Süden mehr noch als oder in ländlichen Regionen mehr nur also in der Stadt.
- 20:06Speaker 1: aber das gehört halt einfach dazu.
- 20:08Speaker 1: Wenn man nur draußen oder daheim sitzt, dann ist es auch schwierig.
- 20:12Speaker 1: Man muss an frische Luft in die Kirche gehen und wie der Heimi klappt, das muss man schon ehrlich sagen.
- 20:17Speaker 1: Auch bei vielen Familien sind die Triebfäden.
- 20:20Speaker 2: Was sind für euch ganz persönlich die liebsten Weihnachtstraditionen?
- 20:24Speaker 2: Habt ihr so Sachen, die bei euch nicht fehlen dürfen bei jedem Weihnachtsfest?
- 20:30Speaker 1: Also natürlich, es gibt ja dann so feste Essenstraditionen und so.
- 20:36Speaker 1: Bei uns gibt's dann auch immer einen festen Ablauf.
- 20:39Speaker 1: Erst gehts auf den Friedhof, dann gehts zur Tante, beim Vater vorbei und dann geht's heim.
- 20:45Speaker 1: Es sind einfach Abläufe die haben sich allmählich rausgebildet mit dem... bekommen in der eigenen Familie, kommen dann ja immer noch welche dazu und das ist schon schön.
- 20:59Speaker 1: Wenn sich so eine Tradition zwar immer weiter ein bisschen formt und ändert aber wenn halt auch Sachen da sind die immer gleich sind.
- 21:05Speaker 0: Ja also ich habe da keine richtigen... Wir haben jetzt vor drei Jahren oder vier jahren eine begründet, die es durch Corona schon wieder unterbrochen wurde weil das war wirklich immer so ein Idealbild von mir, das platzmäßig aber nie realisierbar war dass alle Familien Also meine mit allen Geschwistern, Kindern Eltern und die von meiner Frau dass sie alle zusammenkommen an am ersten Weihnachtsfeiertag.
- 21:34Speaker 0: Und das ging halt einfach nicht!
- 21:35Speaker 0: Jetzt geht's.
- 21:36Speaker 0: wir haben jetzt ein Haus das groß genug ist aber es nützt nichts wenn es dann Kontaktbeschränkungen gibt und man darf sie da nicht machen.
- 21:43Speaker 2: Jetzt handelt das Buch ja quasi.
- 21:45Speaker 2: oder ist das Buch unterteilt in vierundzwanzig Katastrophen?
- 21:50Speaker 2: Ich musste immer wieder so bisschen daran denken an meine letzten Jahre Weihnachten zurückdenken quasi.
- 21:57Speaker 2: Und irgendwie dieses Fest schafft es eigentlich gar nicht ohne so ein bisschen Chaos, weil auf einmal... kommen eben alle zusammen und verbringen mehr Zeit, als sie sonst gewohnt sind miteinander.
- 22:11Speaker 2: Und dann dauert es oft nicht lang bis irgendwelche alten Geschichten wieder aufgekocht werden.
- 22:17Speaker 2: Bis irgendwelchen Dinge diskutieren werden bis ja all diese Dinge da wieder so hochkommen und das dann vielleicht sogar im schlimmsten Fall zum Streit kommt.
- 22:28Speaker 2: bräuchten wir vielleicht alle so einen So eine Art Kluftinger bei uns zu Hause, der mit seiner so ein bisschen ist mir eigentlich alles egal und wenn es mich zu sehr nervt dann gehe ich halt irgendwie vor die Tür oder so.
- 22:43Speaker 2: Mit dieser Mentalität dass das da am Ende dann vielleicht doch wieder alles zusammenhält?
- 22:49Speaker 1: Ja!
- 22:49Speaker 0: Die Gelassenheit an Weihnachten, die ist es ja, die meisten nicht haben.
- 22:53Speaker 0: Also es reklamiert für mich auch gar nicht, dass ich sie hätte... Aber die macht ja die Katastrophen und nicht das Fest- und nicht zusammenkommen, sondern diese skrampfhafte.
- 23:05Speaker 0: Wenn wir dann zusammen kommen an diesem speziellen Tag, muss er wirklich alles passen!
- 23:11Speaker 0: Dann darf es Essen nicht kalt sein, da muss die Soße stimmen, dann darf der Opa nicht vom Krieg erzählen oder so.
- 23:17Speaker 0: Das ist so überhöht dass es nicht nur schief gehen kann.
- 23:23Speaker 0: Trotzdem hat es natürlich auch einen gewissen Unterhaltungswert Idealbilder dann an der Realität zerschellen.
- 23:30Speaker 0: Das ist ja auch ganz schön!
- 23:32Speaker 2: Für Kluftinger ist es ja eigentlich ohnehin schon zu viel Komplexität, oder?
- 23:36Speaker 2: Also vielleicht gerade deshalb kommt er damit dann irgendwie auch... weil er sagt mir irgendwie eh schon alles zuviel.
- 23:44Speaker 2: Klar
- 23:44Speaker 0: also er steigt aus.
- 23:46Speaker 0: Eigentlich ist er ja nur da um zu konsumieren.
- 23:49Speaker 0: Jetzt ist seine Frau nicht da jetzt muss er quasi das ganze was er sonst konsumiert selber herstellen.
- 23:54Speaker 0: Dann ist für ihn schon eigentlich durch.
- 23:57Speaker 1: Aber das ist dann schon auch rührend, also weil viele in seiner Situation würden sagen gut.
- 24:02Speaker 1: Dann ist es halt so und er bemüht sich halt tatsächlich redlich.
- 24:06Speaker 1: Er hat ja nichts.
- 24:07Speaker 1: schön machen diesen
- 24:08Speaker 0: Traum.
- 24:08Speaker 1: Er kann's halt nicht von
- 24:09Speaker 0: Weihnachten.
- 24:10Speaker 0: Wer soll eigentlich Realität werden?
- 24:13Speaker 0: Und normalerweise sorgt der Frau dafür dass das passiert und jetzt kann sie es nicht.
- 24:17Speaker 2: Ja und mitten rein kommt dann irgendwie Japan und ich fand diese Szene am Bahnhof so lustig, als er irgendwie ihn abgeholt hat und erst mal alles schief ging was irgendwie schief gehen konnte.
- 24:32Speaker 2: Mit Drommel und ohne zu viel zu verraten Schneeballschlacht und allem drum und dran.
- 24:38Speaker 2: eigentlich auch da wieder irgendwie bewundernswert das ja in die Fassung hält und irgendwie versucht noch alles irgendwie so hinzubekommen.
- 24:45Speaker 2: also auch da wie ein bisschen dieser Versuch alles hinzubiegen dass es irgendwie am Ende funktioniert.
- 24:51Speaker 2: Da merkt man Auch wieder so ein Stück weit, wie wichtig ihm eigentlich dann am Ende auch dieser interkulturelle Austausch ist.
- 25:02Speaker 2: Wie
- 25:02Speaker 0: viel
- 25:04Speaker 2: japanisches Weihnachtsinteresse hat Kluftinger denn?
- 25:08Speaker 2: ist für ihn dieses Thema, wie feiern eigentlich andere Länder Weihnachten.
- 25:14Speaker 2: Ist das überhaupt etwas, worüber er nachdenkt?
- 25:17Speaker 2: Also gerade zur Weihnachtszeit kommt man ja wieder in so eine Situation wo man da mitbekommt und im Einland wird es so gefeiert, da wird's so gefeitet und alles ist irgendwie ein bisschen anders und am Ende doch wieder gleich... Ist das was, was Kluftinger interessiert oder ist ihm das eigentlich?
- 25:30Speaker 0: Höchstens wenn er abends vom Fernseher sitzt und so durchzappt und dann kommt gerade eine Doko Weihnachtsbräuche in der Welt.
- 25:37Speaker 0: Dann könnt ihr mal sehen weil er geht ja davon auch so wie erst feiert ist es des richtiges originale Weihnachten!
- 25:43Speaker 0: Und was sich daraus verabarten entwickelt haben bis nach Japan hin, das glaube ich würde ihn schon interessieren.
- 25:49Speaker 0: aber an sich ein Interesse am Fest der anderen die Feiern ist halt falsch.
- 25:55Speaker 0: Das ist Bottom Line für ihn.
- 25:57Speaker 0: Er sagt ja auch dann immer, im Chintuismus hat sie das wahrscheinlich gar nicht.
- 26:00Speaker 0: Der weiß nicht mal ob der überhaupt Chintoist ist?
- 26:03Speaker 0: Ja, er geht einfach davon aus dass das alles anders ist da.
- 26:07Speaker 1: Es ist ihm aber eigentlich auch egal.
- 26:09Speaker 1: Also das aber nicht aus so einer Ignoranz raus oder aus so eine Barniertheit raus sondern weil Weihnachten für ihn ja quasi der Imbegriff von Privatheit ist Und deswegen lässt er den anderen gar nicht privatisch im Völligwurst, wie die anderen feiern.
- 26:27Speaker 1: Hauptsache er hat quasi seine klassische Weihnachtstradition und alle sind zusammen und keiner ist enttäuscht und alle gehen danach und sagen es war schön!
- 26:36Speaker 2: Jetzt ist er ja so ein Typ – wir haben vorhin schon gesagt – so ein bisschen aus einer anderen Zeit.
- 26:44Speaker 2: Typus, aber ja ganz viele noch nach wie vor in Deutschland.
- 26:49Speaker 2: Und er bekommt es aber irgendwie hin so diesen schmalen Grad zwischen völlig inkorrekt und konservativ und irgendwie aber sympathisch okay ungefähr hinzubekommen.
- 27:03Speaker 2: Was können wir denn da von ihm lernen?
- 27:05Speaker 2: oder was können die anderen, die vielleicht so ein bisschen zu sehr in die eine oder in die andere Richtung abgleiten von ihm lernen um da irgendwie ja vielleicht über die jahre dann auch ein bisschen milder zu werden.
- 27:18Speaker 1: Also ich glaube was das Wichtige ist bei Kluffdingern ist dass es nie sozusagen aus dem Impetus rauskommt irgendjemanden herabzusetzen zu beleidigen auch nur irgendwie dessen Lebensweise zu kritisieren.
- 27:32Speaker 1: Das sind Sachen, die kennt er nicht, er weiß nicht wie man damit umgehen muss und so.
- 27:38Speaker 1: aber das ist jetzt nie sozusagen aus einer erhöhten Perspektive oder aus einer Erhöten angenommen in moralischen Perspektiven sondern es ist eigentlich immer unvermögen mit Neuerungen oder so umzugehen.
- 27:51Speaker 1: Aber im Prinzip lässt der Kluftinger jeden so leben, wie er das gern mag Und der muss einfach okay sein.
- 27:57Speaker 1: Der muss gerade raus sein, möglichst authentisch und dann passt es auf ihn.
- 28:01Speaker 1: Egal wie er ausschaut mit wem er zusammenlebt oder was er so treibt im Leben.
- 28:06Speaker 2: Was würde Kluftinger eigentlich euch beiden zu Weihnachten schenken?
- 28:14Speaker 0: Also wenn er jetzt, also wenn man davon ausgeht wir wären tatsächlich in dem Verhältnis dass wir seine Privatleben an die Öffentlichkeitsherren dann vielleicht eine Klage oder sowas.
- 28:26Speaker 0: Weil davon wäre natürlich nicht begeistert Wenn er...wenn wir uns jetzt auf einer anderen Ebene kennen würden Wir wären einfach Autoren die nichts mit ihm zu tun haben und er wär der Kriminalkommissarkluftinger, wurde uns auch nichts schenken weil er ist geizig und wir können nicht zu Familie.
- 28:42Speaker 0: also warum sollte uns was kaufen?
- 28:44Speaker 1: Vielleicht der Dienstordnung der bayerischen Polizei.
- 28:47Speaker 1: Da soll man auch nicht immer ganz korrekt fast sagen gehen!
- 28:51Speaker 1: Und ja wird sich sicher wahnsinnig drüber aufregen wenn die Polizeiarbeit nicht eins-zu-eins akribisch dargestellt ist.
- 28:58Speaker 2: Jetzt sind ja nicht zuletzt doch auch durch eure Bücher so ganz eigene Genrebegriffe entstanden, von denen ihr jetzt nicht so viel haltet.
- 29:08Speaker 2: Wenn ich das richtig verstanden habe also diese ganzen Begriffe mit Regionalkrimis, Allgäu-Krimi all diese Dinge die da irgendwie so so entstanden sind Wie geht es euch mit diesen ganzen Begriffen?
- 29:21Speaker 2: Also es sind ja wenn man wenn man die all diese Bücher nimmt, die da irgend wie diesen Stempel bekommen muss man ja sagen es ist durchaus ein sehr erfolgreicher Bereich von Geschichten und Büchern.
- 29:35Speaker 1: Ja, es gibt halt immer die Bestrebung oder auch die Notwendigkeit einfach bei der Flut von Crimmys also halt einfach zu labeln und da gibt's halt viele Säcke irgendwie oder viele Oberbegriffe wo man halt vielleicht reinfällt und natürlich je mehr es davon gibt dass du weniger triffst vielleicht den Einzelnen Und das hat schon alles auch seine Berechtigung.
- 30:01Speaker 1: Also, es spielt in der Provinz und es spielt auch im Allgäu
- 30:05Speaker 1: usw.,
- 30:06Speaker 1: aber ich glaube wenn man weiß dass es halt nie genau trifft dann ist es ja auch legitim sozusagen das irgendwie in Schublaten einzuteilen.
- 30:18Speaker 1: Aber uns ging's nie darum den Heimatkrimi oder dem Provinzkrimi zu schreiben was wir uns heute als Auto wieder drüber unterhalten.
- 30:27Speaker 1: Also das halt einmal kommt der böse Baulöwe, der irgendwie einen Freizeitdorf macht gegen die Bevölkerung und dann kommt irgendwie der Inhaber.
- 30:37Speaker 1: Der Bergbahn, der dann nachts im Sessel lift irgendwie erfriert und so.
- 30:43Speaker 1: Und der Tote in der Güllegrube haben wir jetzt nie uns ausgesucht.
- 30:49Speaker 1: Dafür gibt es natürlich auch die Berechtigung.
- 30:52Speaker 1: aber ja wie gesagt also teilweise stimmt die Zuordnung und teilweise vielleicht nicht.
- 30:57Speaker 2: Ihr schafft ja so ein bisschen diesen Spagat zwischen auf der einen Seite sehr ernsten Themen, also Mord und Totschlag unter allem was irgendwie dazugehört.
- 31:07Speaker 2: Und auf der anderen Seite immer so eine mindestens mal Schmunzelkomponente hineinzubekommen.
- 31:14Speaker 2: Wie grenzt ihr das dann für euch ab?
- 31:16Speaker 2: Also wo sagt ihr für euch Ja dass es okay an dieser Stelle ist jetzt ok wenn man auch irgendwie mal lachen kann und wo habt ihr Stellen wo ihr sagt ganz schlechter Moment, um irgendwie zu lachen.
- 31:30Speaker 0: Ja also wir nehmen unseren Kriminalfall erst mal ernst.
- 31:34Speaker 0: das ist kein satirischer Fall, es ist kein Comedy-Fall.
- 31:39Speaker 0: da versuchen wir wirklich einen vernünftigen Kriminalfalt zu konstruieren und mit allem was dazukommt.
- 31:46Speaker 0: wenn jetzt die beide Leiche stehen dann würden unsere Figuren jedenfalls haben auch eine gewisse Ethik Die würden da nicht Witze reißen und wir würden die nicht in Situationen bringen, wo der Leser dann lacht.
- 32:00Speaker 0: Also... Da gibt's für uns keinen Grund dazu.
- 32:03Speaker 0: es gibt genug Möglichkeiten Humor in dem Buch unterzubringen ohne dass das in solchen Szenen sein muss.
- 32:09Speaker 0: Also vereinbaren lässt sich das meiner Meinung nach gut weil ihr denkt auch, dass viele Polizisten humorvolle Menschen sind Und sie müssen aber in ihren Beruf eben auch mit solchen Sachen umgehen und dann haben sie privat oder im Büro auch mal einen Ventil mitzumachen.
- 32:24Speaker 2: Bekommt ihr eigentlich ab und zu auch Lisa Briefe sozusagen oder Feedback anderer Art von Polizisten und echten Kommissaren?
- 32:32Speaker 2: Und was sagen die so Zugluftdinger.
- 32:35Speaker 2: Wir
- 32:35Speaker 1: sind ja froh, dass wir bei der Allgäuer Polizei immer auch zur Recherche kommen dürfen.
- 32:41Speaker 1: Am Anfang haben sie uns natürlich nicht getraut, also haben einfach angefangen diese berühmten tausend Exemplare dann irgendwie drucken lassen und beim zweiten war es aber schon so weit.
- 32:51Speaker 1: Hat uns ein netter Kollege darauf hingewiesen was alles nicht stimmt.
- 32:54Speaker 1: bei uns zu recht natürlich weil das war wirklich eine büchenteilweise... Und dann haben wir aber mitgekriegt dass die das gar nicht so schlecht finden Weil das halt tatsächlich, weil die Sagen es hat wirklich viel von dem was der Volker vorher gesagt hat.
- 33:08Speaker 1: Es hat viel mit der Realität zu tun dass sie halt heimgehen und erst mal abschalten müssen.
- 33:12Speaker 1: zum Beispiel deswegen haben die halt oder suchen die ein intaktes Privatleben, weil irgendwie müssen sie es verarbeiten können.
- 33:18Speaker 1: Und dann haben Sie uns mal auch die Begebenheit erzählt Das bei Fortbildungen in der bayerischen Polizei Die Algoren natürlich immer Bei der begrüßungsrunde als kluffdinger vorgestellt waren und so.
- 33:30Speaker 1: Das finden sie okay und es freut uns natürlich wahnsinns.
- 33:33Speaker 1: Auszeichnungen, wenn's die Polizisten mögen.
- 33:35Speaker 0: Also wir haben auch noch nie bis auf kleine Korrekturen so nur nie irgendwie einen Brief kriegt oder eine Mail oder so von den Polizistinnen der sagt so ein Schwachsinn.
- 33:47Speaker 0: also die wissen natürlich auch dass das ne dramaturgische Zuspitzung ihres Berufsalltags ist.
- 33:53Speaker 0: sogar Es gibt einen kennt man Polizisten, der sagt immer schreibt es nicht zu realistisch, sondern schon ist es zu langweilig.
- 33:59Speaker 0: Also die sehen das sie können das schon abstrahieren.
- 34:04Speaker 0: Andererseits, also die laden uns zur Weihnachtsfeiern ein wir sind ehrenkommissare der Bonner Polizei warum auch immer der Bonne aber es ist halt so.
- 34:12Speaker 0: Also irgendwie finden die das okay weil's Halt nicht so weit von der Realität abweicht, dass man das komplett wegwischt und sagt, das ist einfach nur Quatsch.
- 34:23Speaker 0: Also da sind wir wohl schon relativ nah dran.
- 34:26Speaker 2: Apropos nah dran – wie geht es denn euch eigentlich mit Verfilmungen eurer Geschichten?
- 34:33Speaker 2: Als Autor ist es ja oft sehr schwierig sich dann auch... Ja, Abfinden ist ein vielleicht zu schweres Wort.
- 34:41Speaker 2: Aber so'n bisschen damit anzufreunden dass das eine Detail dann eben halt nicht in so einen Film passt oder man was anderes...
- 34:50Speaker 0: Wenn's plus!
- 34:50Speaker 0: Das wär wir!
- 34:52Speaker 0: Dann wären diesbezüglich unsere Sorgen kleiner.
- 34:58Speaker 0: Nee, das ist eigentlich das Thema weil darum geht es uns ja nicht.
- 35:02Speaker 0: also Wir sind ja auch nicht doof.
- 35:04Speaker 0: Uns ist klar, dass wenn man ein Fünfhundertseitenbuch hat unter neunzig Minuten Film das da vieles rausfallen muss und das darum geht es gar nicht.
- 35:12Speaker 0: Es geht darum den Ton zu erhalten dieser Bücher und jetzt sei mal selbstbewusst die Qualität.
- 35:21Speaker 0: Das scheint nicht gelungen zu sein.
- 35:23Speaker 0: Da sprechen einfach die Fakten dafür.
- 35:25Speaker 0: der allererste Film wo noch keiner einen Film gesehen hat.
- 35:28Speaker 0: Das war einer der erfolgreichsten Filme die je im Bayerischen Fernsehen gelaufen ... wurde es in die AD ... ... transferiert.
- 35:35Speaker 0: Da war's auch super und dann sind die Einschaftquoten... ... sukzessive runtergegangen, aber nicht die Verkaufszahlen unserer Bücher!
- 35:43Speaker 0: So jetzt kann man das ganz objektiv beurteilen.
- 35:47Speaker 0: uns eines muss irgendwie an den Filmen liegen.
- 35:50Speaker 0: Und jetzt gibt sie halt auch nicht mehr und wir sind nicht so unglücklich drüber.
- 35:55Speaker 1: Also ich glaube der Erfolg unserer Büchern hängt einfach mit der Person Gluftinger zusammen.
- 36:02Speaker 1: den mag man, auch wenn er so ein alter Stinkstiefel ist.
- 36:04Speaker 1: Aber der ist einfach relativ gerade raus und der ist eben nicht irgendwie nur immer grantig und nur immer scheiße drauf und der raunst nicht jeden an.
- 36:14Speaker 1: Und das ist jetzt nichts was man wozu wir irgendwie Philosophie studiert haben muss um es zu verstehen.
- 36:21Speaker 1: aber ich glaube in den Filmen ist tatsächlich so nicht verstanden und dann war's uns natürlich auch oder wichtig und das unterscheidet uns vielleicht von manchen anderen Regionalkremis.
- 36:36Speaker 1: Also wo es spielt, ist für uns eine normale Welt.
- 36:39Speaker 1: Da sind wir aufgewachsen und da leben wir jetzt nach Studium und ein paar Berufsjahre über anders wieder.
- 36:46Speaker 1: Und das ist nichts Überhöhtes oder so.
- 36:49Speaker 1: aber es ist eben auch ganz normal.
- 36:51Speaker 1: Aber Es ist auch nicht ein Tommelplatz von Grenzdebilen und Menschen, die erstens keinen geraden Satz rauskriegen.
- 37:01Speaker 1: Und die halt alle nur irgendwie maximal auf der Förderschule waren.
- 37:06Speaker 1: Aber wenn man sich die Filme mal anschaut dann ist es genau der Blick auf die Provinz.
- 37:10Speaker 1: also da haben die alle einen Schatten.
- 37:11Speaker 1: Die haben Treffer weg und so leben sie auch!
- 37:14Speaker 1: Das ist in den Büchern nicht so und das ist manchmal leider der Ton der Filme... ist was, was uns dann auch nicht so entgegenkommt.
- 37:23Speaker 1: Und was die Leute vor Ort auch nicht wollen und die sagen auch hey das repräsentiert uns nicht weil es passt halt einfach
- 37:31Speaker 2: nicht.
- 37:31Speaker 2: Jetzt habt ihr vorhin schon kurz angesprochen dass ihr jetzt demnächst die Abgabe für das nächste Buch habt.
- 37:38Speaker 2: Das heißt eure Fans die nach dem verhältnismäßig für eure Verhältnisse eher dünnen Buch wieder Sehnsucht haben Könnt ihr schon was sagen, wann das ungefähr in den Buchregalen stehen wird?
- 37:56Speaker 0: Das können wir ziemlich genau sagen.
- 37:57Speaker 0: April ist Erscheinungsdaten oder Erscheinungsmonat.
- 38:01Speaker 0: welcher Tag... Weißte ich jetzt nicht auswählen.
- 38:03Speaker 1: Der Vierter für die Schnellen da steht es dann schon legal quasi.
- 38:07Speaker 0: Das wird wieder ein Klofdinger mit Kriminalfall mit allem was dazugehört.
- 38:13Speaker 0: Wir sind das mal unterwegs.
- 38:16Speaker 0: Das war für uns ein wahnsinnig spannendes Buch, weil wir uns einem Thema widmen konnten.
- 38:20Speaker 0: Dass es uns echt fasziniert hat.
- 38:22Speaker 0: Es wurden ja vor ein paar Jahren im Allgäu Funde gemacht die für die Paleontologie wirklich von Welt-Geltung waren.
- 38:32Speaker 0: Es wurde nämlich herausgefunden dass sich der aufrechte Gang schon vor elf Millionen Jahren im allgäue damals hieß es noch nicht so entwickelt hat und das war natürlich schon knaller.
- 38:43Speaker 0: Und da wird weiterhin gegraben in dieser Grube und wir durften dahin, durften uns das anschauen haben da ein Krimi angesiedelt.
- 38:52Speaker 0: Das ist natürlich einfach eine Goldgrube im Maßen Sinne des Wortes für uns.
- 38:59Speaker 1: denen das Buch zu dünn war.
- 39:01Speaker 1: Es wird eines der dicksten Kluchtingerbücher überhaupt sein, wir sind gerade im Endelektorat und angesichts der Papierknappheit kommt von unserer Lektorin immer, können man die Szene vielleicht einsparen dass es nicht so lang wird?
- 39:13Speaker 1: Von daher also da greifen wir wieder total in die Folgen!
- 39:16Speaker 2: Ist es eigentlich was was ihr einfach... Also sind ja eure Fans und ich auch ein Stück weit sehr dankbar, dass es so dicke Bücher sind.
- 39:26Speaker 2: aber ist es etwas was euch wirklich Schwerfeld da kürzer zu werden.
- 39:31Speaker 2: Also ohne Not muss man das ja auch nicht, aber...
- 39:34Speaker 1: Ja also es ist natürlich immer gut von außen so ein Korrektiv zu haben dass man sich auch nicht verzettelte kluchtiges.
- 39:40Speaker 1: Privathandlung leidet oder lädt ja immer dazu ein und da ist schon ganz gut wenn jemand drauf schaut.
- 39:46Speaker 1: Aber eigentlich haben wir das nie im Hinterkopf.
- 39:49Speaker 1: Das ist tatsächlich immer die Geschichte, so lange wie sie halt ist.
- 39:52Speaker 1: Und solange muss er erzählt werden?
- 39:53Speaker 0: Aber sie wird immer länger und das gibt uns schon zu denken.
- 39:56Speaker 0: Wir wissen nicht warum eigentlich.
- 39:58Speaker 0: Ja also wir setzen sich hin und sagen so dass man muss aber nur ein bisschen mehr sein.
- 40:02Speaker 0: Wir
- 40:02Speaker 1: sind ja einfach auch wahnsinnige alte Laberköpfe.
- 40:05Speaker 1: So es ist halt, merkt mal ja jetzt hier bei dem Podcast und von da so...
- 40:10Speaker 0: Es ist aber im Buch natürlich unökonomisch.
- 40:13Speaker 0: Weil man könnte sich ja vielleicht die eine oder andere Szene sparen und für ein anderes Buch, ja?
- 40:17Speaker 0: Und da hätte immer schon...
- 40:18Speaker 1: Aber das passt ja nicht rein!
- 40:19Speaker 1: Da kann sie nicht dazelt werden als Sie verloren und die Leute werden es nie erfahren.
- 40:23Speaker 1: Es gibt Szenen, die die Leute nie erfahren werden.
- 40:26Speaker 2: Vielleicht müsst ihr mehrteilige
- 40:28Speaker 1: möglicherweise
- 40:29Speaker 2: mit so einem richtig schönen Cliffhanger
- 40:31Speaker 0: am Ende.
- 40:32Speaker 0: Das haben wir ja mal ansatzvoll.
- 40:34Speaker 0: Also wir hatten das wirklich mal vor zum Jubiläum, dachte man macht mir so einen zweigeteiltes Buch Haben wir dann nicht gemacht und haben aber am Schluss
- 40:44Speaker 2: so eine winzige
- 40:45Speaker 0: Frage offen gelassen.
- 40:47Speaker 0: Es haben uns die Leute um die Ohren kauen, ja braucht sie!
- 40:50Speaker 0: Habt ihr das jetzt nötig?
- 40:51Speaker 0: Damit die Leute das andere Buch auch noch kaufen?
- 40:54Speaker 0: müsst ihr da jetzt das offen lassen.
- 40:56Speaker 0: was soll denn das also?
- 40:58Speaker 0: davon rate ich ab.
- 41:01Speaker 2: Ja, dann würde ich sagen freuen wir es als erstes mal darauf mit.
- 41:05Speaker 2: Vierundzwanzig Weihnachtskatastrophen in einen hoffentlich nicht ganz katastrophal des Weihnachtsfest starten zu können in dieser turbulenten Zeit, in der wir da gerade leben und freuen uns dann wenn's uns nach dem Buch so ein bisschen frisch wird weil so viel Winter und Schnee da drin ist auf ... dann im April ein etwas wärmeres, sozusagen.
- 41:29Speaker 2: Und ich danke euch sehr, dass ihr vorbeigekommen seid!
- 41:32Speaker 2: Ja, danke auch!
- 41:33Speaker 0: Das war's leider
- 41:35Speaker 2: schon... Die letzte Runde ist ausgetrunken
- 41:37Speaker 0: und das Gespräch
- 41:39Speaker 1: zu Ende.
- 41:40Speaker 1: Vielen Dank
- 41:41Speaker 0: fürs Zuhören!
- 41:42Speaker 1: Bitten im Rücksicht auf die
- 41:44Speaker 0: Nachbarn
- 41:44Speaker 1: und sei leise wenn
- 41:46Speaker 2: du die Bar verlässt aber vergiss auf keinen Fall den abonnieren
- 41:49Speaker 1: Button zu klicken.
- 41:56Speaker 1: Gin & Talk
- 41:57Speaker 2: ist ein Podcast von Forty-Eight
- 41:59Speaker 1: Forward, produziert
- 42:01Speaker 2: in den Forty Eight
- 42:01Speaker 0: Forward
- 42:02Speaker 2: Studios in München.