Latest / Rheinpegel - der Düsseldorf-Podcast / Nächtliches Warten auf Termine, Blumenpreise zu Ostern und bayrischer Klassiker im Rheinland-Taste-Test
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- Also wenn ich mich entscheiden müsste, also wirklich, wirklich festlegen sollte, dann ist Ostern mein Lieblingsfest. Außer meiner Geburtstagswoche natürlich, aber das ist ja was anderes. Und das jetzt nicht wegen der Bedeutung oder den Ereignissen, die an den Ostertagen wohl passiert sind. Da will ich ganz transparent sein. Da bin ich auch an anderen Festivitäten nicht so hinterher, sondern ich rede vom Gesamt-Vibe. Also klar, So eine solide Weihnachtszeit mit allem, was dazu gehört. Geschenk ist toll. Und auch so alles im Herbst und im Frühsommer top. Aber Ostern liebe ich einfach. Alles wacht auf, fängt an zu blühen. Bei uns ist es auch meist die erste Gelegenheit, wo die gesamte Familie nach Weihnachten zum ersten Mal wieder zusammenkommt. Ihr wisst. Und Schokolade ist ja auch voll mein Ding. Don't even get me started on Blätterkrokant. Also ich freue mich. Natürlich auch, weil es langsam aber sicher wieder heller wird, weil die Temperaturen steigen und weil es vor allem morgens wieder ein bisschen leichter ist, rauszukommen. Nicht ganz freiwillig müssen viele Menschen sehr früh raus, um einen persönlichen Termin bei der Ausländerbehörde zu bekommen. Teilweise am Abend vorher positionieren sie sich, um am Morgen vorstellig werden zu können. Verena Kehnsbock war vor Ort. Ostern heißt Blumen, ob als Deko auf der Festtafel oder im Garten, am Wegesrand oder sonst wo, wo es halt so blüht. Wie in diesem Jahr die Lage ist, warum die Preise für Blumen manchmal steigen und warum es sich immer lohnt, Qualität zu kaufen, darüber habe ich mit Michael Frings gesprochen. Bei uns stehen auf dem Osterfrühstückstisch eigentlich recht gängige Dinge, also Hefezeug, sonstiges Gebäck und natürlich Eier. Weißwurst gehört jetzt nicht unbedingt zum Repertoire. Wer das aber mag, wird nicht nur an den Feiertagen an mindestens drei Orten in Düsseldorf fündig. Natürlich musste ich probieren, Helene Pawlitzki hat mitgemacht. Und damit herzlich willkommen zum Rheinpegel. Mein Name ist Tosja Korman, ihr hört Folge 365 und der Rhein steht bei 1,6 Meter. Rheinpegel, der RP-Podcast für alle, die Düsseldorf lieben. Hallo zum Rheinpegel, unser aller Lieblings-Podcast, in dem wir jede, aber auch wirklich jede Woche darüber sprechen, was in Düsseldorf passiert, was die Bewohnerinnen und Bewohner umtreibt. Kurz und gut, was geht. Mein Name ist Tosja Kormann und diese wirklich, wirklich sehr schöne Aufgabe darf ich übernehmen. Wenn ihr uns etwas mitteilen wollt, welche Festivität im Jahr euch ganz besonders am Herzen liegt, was eure Go-To-Ostereier-Verstecke sind, warum ihr euch auf den Frühling freut, wenn ihr Veranstaltungen wisst, auf die wir hinweisen dürfen oder wenn ihr Themen habt, über die wir sprechen können, dann macht das sehr, sehr gerne. Unter rheinpegel.podcast.reinische-post.de erreicht ihr uns genauso wie unter 0160 80 80 844. Wir freuen uns immer von euch zu hören. Lange Schlangen, manchmal trotz Termin. Dringende Anliegen, die oft warten müssen. Ewig lange Planung. Ein Gang zum Amt oder einer Behörde ist selten einfach nur angenehm. Das wissen auch die vielen Menschen, die in der Stadt auf die Dienste der Ausländerbehörde angewiesen sind. Um ihre Belange anzubringen, warten sie teilweise bis zu zehn Stunden vor dem Gebäude an der Erkrater Straße die ganze Nacht. Dieses Überlaufen sein sei eine Folge jahrelanger Versäumnisse. Das und noch mehr hat meine Kollegin Verena Kehnsbock bei einem Besuch vor Ort erfahren. Seit wann bist du denn wach heute? 5.45 Uhr. Also, ich möchte jetzt mal hier, also was gestehen, ich bin ja, was heißt was gestehen, was erzählen, ich bin ja immer sehr früh wach, darum ist 5.45 Uhr klingt für mich wie ein ganz normaler Mittwoch. Ich weiß aber, dass das sehr früh ist und ich weiß aus privaten Gesprächen, dass du jetzt nicht so senile Bettflucht hast wie ich noch nicht. Komm erstmal in mein Alter. Und manchmal auch durchaus ein wenig länger schläfst. Dass du heute schon so früh aus dem Schlaf gerissen wurdest, hat einen bestimmten Grund, weil du bist auf Recherche gegangen. Das heißt, du bist nicht nur, wenn man diesen Podcast jetzt auch dann hört, wann er aufgenommen wird, bist du nicht nur früh rausgeschmissen worden, sondern dann auch noch in graues, tristes Frühlingsregenswetter. Also ich stelle mir tausend schönere Sachen vor, aber darum geht es jetzt nicht. Verena, du warst früh wach und bist losgezogen. Wohin? Ich bin an die Erkrater Straße gefahren. Da ist nämlich die Ausländerbehörde, die für die Stadt Düsseldorf zuständig ist und mehr als 160.000 Menschen, die keinen deutschen Pass haben, betreut. Und du bist ja da hingefahren, weil du etwas recherchieren möchtest, beziehungsweise weil du Menschen antreffen wolltest, die da warten auf einen Termin. So ist das. Um 37 öffnen sich die Türen der Ausländerbehörde. Da gibt es neuerdings wieder die Möglichkeit für so Notfalltermine, also wenn man ein dringendes Anliegen hat. Was könnte so ein Notfall sein? Ja, das kann zum Beispiel sein, dass der Aufenthaltstitel abgelaufen ist und dadurch das Arbeitsverhältnis gefährdet ist oder wenn jemand beruflich verreisen muss, brauchen natürlich aktuelle Papiere und wenn das alles nicht vorliegt, dann kann man... Zu diesen Notfallterminen gehen und um 37 Uhr öffnen sie und zu diesem Zeitpunkt ist es aber schon wirklich wahnsinnig voll da. Was bedeutet das? Meine Schätzungen waren so 150 bis 200 Menschen, die davor gewartet haben und ich bin einfach mal direkt zu dem ersten Mann gegangen, der ganz an der Spitze der Schlange stand, und der hatte die ganze Nacht da verbracht. Der hatte sich am Vorabend um 10 Uhr dahingestellt um einen Termin zu bekommen und so wurde es dann nach hinten raus weniger, also viele kamen dann so Mitternacht, ich hatte mit einem jungen Mann gesprochen. Der hatte sogar eine Matratze mitgebracht, um sich zwischen sich mal hinten hinzukämen. Das ist natürlich tausend Bilder und Fragen in meinem Kopf, also 10 Uhr, das ist ja wirklich, wirklich früh ist das nötig? Oder hätte der sich auch 1, 2 Uhr leisten? Warum hat er sich für 10 Uhr entschieden? Also er hat jetzt eine extreme Dringlichkeit bei seinem Fall. Das war ein junger Mann aus Indien, der über eine Blue Card hier in Deutschland ist. Das ist so ein EU-Aufenthaltstitel, der Akademikern verliehen wird. Also Menschen mit abgeschlossenem Hochschulstudium und die irgendwie mindestens 58.000 Euro brutto verdienen. Also klassische berufstätige Menschen, tendenziell auch eher etwas besser verdienende Hochschulabsolventen und der... Brauchte eine neue Blue Card. Die war nämlich seit März ausgelaufen und er hatte schon im Dezember alle Dokumente an die Behörde geschickt und aber keine Antwort bekommen. Und jetzt muss er morgen beruflich verreisen und hat keine aktuellen Papiere und deshalb blieb ihm einfach nichts anderes übrig, als sich da in die Schlange zu stellen und ich glaube, er wollte auf Nummer sicher gehen. Ja, verstehe. Also das, wie gesagt, wir dröseln das gleich alles ein bisschen auf, weil Notfall und Notfall sind ja dann auch nochmal zwei verschiedene Sachen. Also es geht da um eine Existenz und es geht bestimmt auch in anderen Notfällen um Existenzen. Aber das finde ich das eine Spannende. Also natürlich, das ist das Erste, was man sich fragt, wie hat der da, also hat der die ganze Zeit da gestanden, hatte der einen Campingstuh dabei und hat der zwischendurch mal geschlafen. Also das ist das. Und ist es die ganze Zeit draußen und war es nicht furchtbar kalt und ungemütlich? Also das sind die etwas, naja, sich sehr aufdrängenden Fragen. Und dann frage ich mich natürlich, wie bei allen Behörden, also wird unterschieden zwischen Notfall und Notfall? Also aber das heißt, wenn da jetzt jemand um 8 Uhr kommt und aber den dringlicheren Notfall, also das würde ich auch gerne erfahren, ob es da eine Abstufung gibt. Also tatsächlich, es kommen jeden Tag so 70 Leute dran und da gilt dann wirklich, wer zuerst kommt, die gehen chronologisch durch und wer zuerst in der Schlange steht, wird reingelassen. Das hat ja auch dieses 22 Uhr wieder Sinn, dass man irgendwie denkt, okay, dann. Ja, und das hat sich wohl dann dadurch auch so ein bisschen hochgeschaukelt. Also die Schlange wurde irgendwie immer länger und dann kamen Leute nicht rein und dann dachten mich, ich komme dann halt mal früher. Und es führt dazu, dass plötzlich Leute da die Nacht verbringen. Und kann man die nicht auch im Internet buchen, diese Termine? Oder sind die immer sofort weg, so wie bei den einschlägigen anderen Ämtern, wo man hin muss? Jein. Also, es ist... Es ist wirklich eine lange Geschichte rund um diese Ausländerbehörde. Dann ganz kurz noch, bevor du da nämlich einsteigst, wie hat der, also war er die ganze Zeit draußen? Also es ist draußen vor der Tür? Die waren die ganze Zeit draußen, ja. Also viele hatten Campingstühle dabei. Wie gesagt, eine Gruppe hatte irgendwie eine Matratze, um sich zwischendurch mal hinlegen zu können. Aber die haben die ganze Nacht draußen ausgeharrt. Und da entsteht dann so eine Art Kollegialität, dass wenn ich merke, der vor mir muss irgendwie mal aufs Klo oder muss einfach mal sich was zu essen, was zu trinken holen. Ja, auf jeden Fall. Die waren alle sehr friedlich und sehr kollegial. Aber saßen auch da wirklich alle selber im gleichen Boot. Ja, ja, ja, das finde ich. Genau, und jetzt vielleicht können wir mal ein bisschen aufdröseln, warum es überhaupt dazu kommt, dass erstens da so viele Leute stehen. Wie viele Leute drankommen können an so einem Tag, ist wahrscheinlich, also das kommt wahrscheinlich auch darauf an, wie lange die einzelnen Fälle dauern und wie groß die sind und es ist ja auch eine, genau wie du eben schon gesagt hast, es ist ja auch was Neues, dass es jetzt wieder diese Notfall-Face-to-Face-Termine gibt. Ja, also mein Ergebnis dieser Recherche war, und ich habe auch noch mit dem Amtsleiter gesprochen. Dass es so die Folge von jahrelangen Versäumnissen ist tatsächlich. Und viele dieser Menschen kommen mit einem Notfall dahin, da geht es wirklich um die Existenz. Also viele drohen ihre Jobs zu verlieren, weil eben Visa abgelaufen sind, Aufenthaltstitel nicht mehr gelten und dann natürlich irgendwie die Arbeitgeber auch nervös werden. Ich habe mit einer jungen Apothekerin gesprochen, deren Visum abgelaufen ist, die einen neuen Aufenthaltstitel brauchte. Ich habe mit einer Frau gesprochen, die ihre krebskranke Mutter nach Deutschland geholt hatte zur Behandlung. Der fehlte noch das Behandlungsvisum. Also das sind wirklich, da spielen sich wirklich ganz existenzielle Geschichten ab und all diese Menschen haben, das war jetzt nicht ihren erster Kontakt zu dieser Behörde, die haben alle das schon über alle möglichen anderen Wege versucht. Also die haben versucht, E-Mails zu schreiben, Telefonate zu führen, die irgendwo im Nichts landeten oder E-Mails, die nicht beantwortet wurden. Die haben Monate, teilweise jahrelang keine Antwort bekommen. Mir hat ein Mann den Ausweis seines Vaters gezeigt, der war 2022 abgelaufen, der ist bis heute nicht aktualisiert worden. Ja. Und dadurch, dass die Ausländerbehörde jetzt wieder geöffnet hat, haben sie halt gesagt, wir nutzen jetzt die Gelegenheit. Also ich glaube, es ist so ein Akt der Verzweiflung am Ende zu sagen, dann stellen wir uns halt nachts davor. Also wenn wir sonst hier nichts hören und nichts sehen, keine Antwort bekommen, wenn unser Fall nicht bearbeitet wird, dann muss ich da wohl hin. Und ich habe mit einem Mann gesprochen, der sich extra drei Tage lang freigenommen hat, um diese Angelegenheit zu klären. Und dieser Tag, an dem ich ihn getroffen habe, war Tag drei. Und er hatte den Termin noch nicht. Er ist noch nicht dran gekommen. Also das sind wirklich extreme Notlagen und vielleicht sind nicht alles so dringliche Fälle, dass sie jetzt wirklich, wie bei dem Mann aus Indien, der wirklich morgen fliegen muss und deshalb neue Papiere braucht, aber da ist ganz viel Misstrauen, glaube ich, gegenüber der Bearbeitung dieser Anliegen. Und wie sieht es auf der anderen Seite aus? Also die Leute, die quasi auf der anderen Seite der Tür dann sitzen in dem Fall? Ja, also die Ausländerbehörde leidet seit Jahren unter Personalmangel. Für diesen Reformprozess wurde das jetzt aufgestockt, aber auch diese Stellen wurden noch nicht komplett wieder besetzt. Und insofern sagt auch der Amtsleiter relativ klar, was wir hier machen, ist halt immer noch eine Mangelverwaltung. Darauf wollte ich auch ein bisschen hinaus, also wie ist die Stimmung bei denen, also dass die irgendwie jetzt durch die Corona-Pandemie Rücksteuer sind und so, dass ja viel Verwaltungsapparat oft auch ein wenig langsamer malt, aber wie sind so, weil es sind ja Menschen, es sind ja immer Menschen, es sind Menschen, die auf Menschen treffen, Menschen, die ein Bedürfnis haben und Menschen, die quasi diese Bedürfnisse in irgendeiner Weise lindern oder ja auch lösen oder auch eine Situation verschlimmern können, in Anführungszeichen sicher sehr oft auch unbeabsichtigt, aber einfach, weil man dann sagen muss, nee, jetzt ist so und so viel Uhr, also jetzt ist heute zu. Also wie ist da, wie hast du da die Stimmung auf der anderen Seite quasi erlebt? Also ich habe eigentlich das so wahrgenommen, dass die sehr motiviert sind und sich viel erhoffen von diesem Reformprozess, davon, dass sich tatsächlich was ändert, sie auch sehr bemüht sind und auch großes Verständnis haben für die Menschen, die da vor der Tür stehen. Und nichtsdestotrotz könnten die halt rund um die Uhr arbeiten, um diesen Rückstau irgendwie aufzuholen. Und das geht natürlich auch nicht. Vielleicht nochmal zu den Menschen, die vor der Tür stehen und den Online-Anträgen. Das ist natürlich irgendwie auch verständlich, dass die sagen... Ich vertraue dem jetzt irgendwie nicht mehr. Ich habe zig E-Mails geschickt und habe auf keine eine Antwort bekommen. Auch Telefonate liefen irgendwie ins Leere. Ich möchte jetzt einfach mal einen persönlichen Termin haben und anstatt ein Online-Formular auszufüllen, wo ich dann wieder monatelang nichts höre. Auch wenn das mit diesen Online-Formularen wohl sehr gut klappt. Also das ist auch ein Teil, der verändert wurde ja. Täglich kommen bis jetzt, wurde mir gesagt, zu 250 bis 300 Anträge ein online. Und für ungefähr 4000 hat das Team schon Termine vereinbaren können. Die liegen dann natürlich teilweise auch weit in der Zukunft. Die sind parallel zu dieser persönlichen... Genau, das eine sind die Notfallkontakte, das andere sind die Termine, die... Was für Sachen werden da so oder so behandelt? Also worum kümmert sich die Ausländerbehörde? Ich kann es mir natürlich denken, aber vielleicht um das nochmal so der Vollständigkeit halber zu sagen. Also wann melde ich mich da, in welchen Abständen, warum? Also das betrifft vor allem Menschen, die halt keinen deutschen Pass haben. Die gehen dorthin für ihre Aufenthaltstitel, für Arbeitserlaubnisse. Wenn sie das erste Mal zum Beispiel nach Deutschland kommen und sich hier anmelden, dann ist der Weg zur Ausländerbehörde. Es geht um geflüchtete Menschen und die machen natürlich auch, wie es da so schön heißt, Rückkehrmanagement, also Abschiebungen. Verstehe. Das ganze Spektrum. Und das heißt, genau, ich melde mich halt von bis da. Also ich möchte nochmal drauf hinaus, weil Notfall hört sich halt immer so an, aber auch wenn ich jetzt, also ich kann mich auch in diese Schlange stellen, wenn ich einfach… in Anführungszeichen eine Sache administrativ geregelt haben muss, die, und ich denke jetzt aber, der nächste Termin wäre halt in neun Monaten. Ich stelle mich da jetzt mal hin. Das ginge theoretisch. Die Frage ist, wie groß die Not dieser Menschen ist. Also ich glaube, dass es schon hauptsächlich Menschen sind, die ein sehr dringliches Anliegen haben, die sich da die Nacht in die Ohren schlagen. Ich glaube nicht, wenn man noch neun Monate Zeit hat, dass man diesen Weg wählt. Ja, ja, ich verstehe. Ja, beziehungsweise ich wollte ein bisschen, meinte ich so, dass wenn ich jetzt weiß, Okay, ich muss was regeln. Ja, dann kann man zum Beispiel auch einen Online-Antrag stellen. Das ist eigentlich so der richtige Weg dann, in Anführungsstrichen. Dass man einen Termin ausmacht für irgendwann in den kommenden neun Monaten. Und das war auch das, was mir viele von den Menschen vor Ort da geantwortet haben. Also selbst wenn der Termin halt irgendwie in einem halben Jahr erst ist, dann weiß ich wenigstens, wie lange ich warten muss, auch wenn das eine lange Zeit ist. Aber ich habe zumindest einen Termin schon mal fix und weiß, dass ich dann auch dran komme. Und habe irgendwie eine Aussicht und kann auch was meinem Arbeitgeber zeigen. Ja, ich verstehe. Wie ist die Aussicht, weil du das gerade das Wort schon gesagt hast, bin ich darauf gekommen, dass ich das auch fragen wollte. Also wie ist irgendwie in den Karten, dass sich das ein wenig entspannt, ein wenig ändert? Oder ist das jetzt der Status quo? Das habe ich natürlich auch gefragt. Also der Amtsleiter hofft, dass es sich zum Sommer hin entspannt. Er schätzt das so als Übergangserscheinung sozusagen ein und er hofft, dass wenn so vor dem Sommer kommen oft nochmal viele, die dann verreisen möchten und irgendwie nochmal aktuelle Dokumente brauchen und er hofft, dass dann so ab den Sommerferien dann die Schlangen kürzer werden wieder. Er sagt aber auch, bis es halt wirklich richtig gut laufen kann, muss sich halt erstmal strukturell was ändern. Und das bedeutet, die Ausländerbehörde muss in ein neues Gebäude umziehen, weil die Räume da in der Erkratastraße einfach zu klein sind. Die vielen vakanten Stellen müssen besetzt werden und die Prozesse müssen digitalisiert werden, damit da eben keine Papierstapel mehr liegen und so lange werden sie halt irgendwie noch auch dabei sein, die Rückstände aufzuarbeiten und das wird einfach noch ein bisschen dauern, er sagte ganz klar. Ganz passend, in vier Wochen schaffen wir es halt nicht, Rückstände von vier Jahren. Aber hat er ungefähr eine Zahl gesagt, also sind das zehn Jahre, ich finde immer direkt mit Umzug und wenn man weiß im städtischen Rahmen und so und Digitalisierung, das kann ja alles heißen von anderthalb Jahren bis. Also der Digitalisierungsprozess soll noch in diesem Jahr beginnen und Umzug wird natürlich dauern. Er sagte im besten Fall noch in den Zwanzigern, also in einem Zeitraum von so fünf Jahren. Ja, okay. Ein wenig kürzer hat hoffentlich dann der Termin gedauert, beziehungsweise du warst ja dann um Viertel vor sieben da oder halb sieben? Halb sieben, ja. Hast diesen Menschen getroffen, der da ganz vorne in der Schlange stand. Wie schnell ging dann die Schlange vonstatten? Also du hast ja dann wahrscheinlich, wann machen die auf? Halb acht? Halb acht und dann werden die so häppchenweise, also erst mal 20 Leute und ich habe dann auch noch einige, mit denen ich vorher gesprochen hatte, später in dem Raum getroffen, also die kamen dann auch tatsächlich dran und da, also da müssen die auch nochmal warten, das ist dann halt so klassisch Nummer ziehen und hinsetzen, aber da saßen sie dann zumindest auf Stühlen im Warmen. Es ging voran an diesem Morgen und es geht dann auch hoffentlich langsam, aber stetig voran in der gesamten Entwicklung. Vielen Dank für das Gespräch und all die Informationen. Ich hoffe, morgen kannst du ein wenig länger schlafen und ich hoffe auch, dass bald Menschen, die dringend einen Termin brauchen, auch irgendwie nicht um 22 Uhr am Vorabend sich da anstellen müssen, sondern dass das bald so in Gänge kommt. Dass es irgendwie ein bisschen geregelter ist und alle das bekommen, was sie brauchen und das geregelt kriegen, was geregelt werden muss. Bis zum nächsten Mal. Tschüss. Music. Frische Blumen machen oft alles noch ein bisschen schöner zu jeder Jahreszeit. Das kann teilweise schon mal was kosten, die Preise steigen, wie in fast allen Bereichen. Trotzdem sind auch sie beweglich, sind Pflanzen immerhin ein Agrarprodukt und dementsprechend sind die Kosten von vielen, manchmal unberechenbaren, äußeren Faktoren abhängig. Michael Frings, Inhaber des Blumenladens Tannendiele in Derendorf, erklärt, was diese sein können, warum es sich immer lohnt, auf Qualität zu achten, wie die Aussichten zu Ostern sind und wie bereichernd sein Beruf ist und sein kann. Ich bin hier an einem Montagmorgen, ich möchte ganz transparent sein, an einem Ort, den ich mir schöner für den Start in die Woche nicht vorstellen könnte. Ich bin in deren Dorf auf der Tannenstraße, umgeben von Blüten, Duft und allgemeiner Schönheit. Ich bin in einem Blumenladen. Mir gegenüber Michael Frings, der Betreiber und Besitzer, dieses schönen Ortes. Wir werden jetzt gleich ein wenig über Blumen sprechen, über Trends, über Kosten, auch mit den anstehenden Ostertagen im Nacken bzw. Vor Kopf. Aber zuallererst möchte ich wissen, wer bist du denn eigentlich? Hallo, schönen guten Morgen. Mein Name ist Michael Frings, ich bin 40 Jahre alt, fühle mich als Düsseldorfer, komme gebürtig aus der Eifel, aber habe hier echt meine Heimat gefunden. Ja, und bist quasi über ein paar Umwege hier gelandet in deren Dorf. Wie ist deine Genese? Also wie wird man Florist? Also bist du früher über die Wiesen gelaufen und hast Blumen gepflückt? Also so wie ich mit meiner blöden Bürste vor dem Spiel gestanden und irgendwie Mariah Carey geplaybackt habe? Oder war das ein bisschen eine Entscheidung an irgendeinem Punkt zu sagen, okay, das ist eine Branche, die ist sicher. Also wie kommt man dazu? Eigentlich... Eher in der Branche, die total unsicher war damals, aber ich bin schon im Gewächshaus groß geworden. Also meine Eltern haben auch einen produzierenden Blumengewächshaus. Verstehe. Und da stand ich schon mit dem Kinderabahn. Und für mich gab es immer nur Blumen und Pflanzen. Aber ich habe es als Kind lieber gemocht, bei den Binderinnen vorne mit im Laden zu sein, als hinten im Gewächshaus mit, wo man in der Erde die Begonien pikiert. Oder im Feld in den Stiefenbütterchen hängt. Ich fand es einfach mal besser, tatsächlich vorne im Schaufenster zu sein und alles schön herzurichten mit den Sachen, die hinten gerade produziert werden. Ja, ich verstehe. Und ich weiß, wie hart diese Arbeit ist als Gärtner. Ich sage mal, Florist ist schon echt sehr anstrengend. Aber Gärtner ist nochmal eine ganze Schuppe anstrengender und noch heftiger. Noch mehr von Außeneinflüssen beeinflusst du das. Das ist auf jeden Fall ein No-Go für mich, Gärtner zu werden. Verstehe. Also das heißt, du erntest im wahrsten Sinne des Wortes dann das, was beim Gärtnern quasi erarbeitet wird, wird dann an dich weitergegeben und du machst dann da was draus. Aber du hast so ein bisschen gesagt, okay, den Schritt davor. Ja, genau. Ich bin den Gedanken bei euch. Aber das zu machen, da sind halt so viele Sachen. Hier geht es mal einmal zu Gießen, die Kultur kaputt, Cotton Shedling rein, muss man den wieder bekämpfen. Ja. Ach, das ist echt Horror. Ja, da sind wir ja auch schon ein bisschen bei dem Thema, auf das ich so ganz leise hinaus wollte, obwohl ich wirklich hier stundenlang über einfach die Pracht reden könnte. Aber Blumenpflanzen sind ein Agrarprodukt. Es ist etwas Bewegliches. Es ist abhängig von Faktoren, die so simpel wie einflussreich sind, also wetterterreich. Die Bodenbeschaffung. Wahrscheinlich auch am Ende. Wie werden gerade Sachen transportiert? Sind viele Baustellen auf den Straßen? Also wie kommen die Sachen hin und her? Das beeinflusst natürlich so einen Preis. Es gab vor Wochen mal eine Schlagzeile, einen Aufschrei, Tulpen sind so teuer wie nie. Und das zieht natürlich gerade in Zeiten, wo alles immer teurer wird oder wo man das immer, immer, immer wieder vor die Nase gehalten bekommt. Treue Hörer in dieses Podcast wissen, dass eins meiner Mottos ist, es kostet, was es kostet. Also ich bin da so ein bisschen, ich kann das schon immer nachvollziehen. Trotzdem finde ich natürlich spannend, warum das so ist. Darum jetzt ein paar Fragen gebündelt. Erlebst du das auch? Ist das eigentlich was, was in jedem Jahr passiert, nur manchmal halt ein bisschen dramatischer als sonst? Und was ist die Response da drauf? Also kaufen dann wirklich weniger Menschen Blumen oder ist es eigentlich so und es wird nur manchmal mit der Nase gerümpft? Ja, also um erstmal her, wir sind ein Produkt, was man sich einfach gönnen muss. Das ist wirklich einfach so. Aber das ist überhaupt nicht schlimm, weil das sind Sachen, die sind vergänglich, die sind für den Moment und die bleiben in Erinnerung. Das ist einfach total wichtig und ganz wertvoll. Und ja, Tulpen sind dieses Jahr wirklich ein gutes Stück teurer geworden. Was bedeutet das eigentlich? Also ich lese immer nur teurer, teurer. Also was ist so, wie viel Euro mehr kostet es als letztes Jahr? Also kannst du das von der tatsächlich fundierten Fachseite mal sagen? Also es wird sehr groß geschrien, dass es sehr viel teurer geworden ist. Aber wenn es 10 Prozent sind, ist es schon viel. Da sprechen wir bei einem Tulpenpreis von 1 Euro oder 1,20 Euro, der dann jetzt 1,10 oder 1,30 Euro ist. Das sind eigentlich immer nur kleine Centbeträge, die uns, das sind nicht immer Tausende oder Hunderte. Nein, das sind eigentlich immer nur ein paar Cent, das teurer wird. Und es ist halt so, dass, wie gerade jetzt bei der Tulpen, das Beispiel im vergangenen Jahr, jeder kann sich an das früher erinnern, wir hatten nur Regen, nur Regen, Regen, Regen, Regen, Regen. Und da sind halt einfach die Felder in Holland runtergegangen. Und von 10 Millionen Tultenzwiebeln, die sonst produziert werden oder fürs nächste Jahr wieder genommen werden, wurden nur noch 2 Millionen. Also wirklich krass. Das ist ja auch was natürlich, was nachhaltig. Wenn in einem Jahr irgendwas passiert, das ist wie so ein Butterfly-Effekt. Dann ist im nächsten, jetzt verstehe ich das erst sehr nicht klar. Also es ist nicht, dass es in diesem Jahr plötzlich einfach teuer geworden ist, sondern es ist im vergangenen Jahr, die ganzen Sachen, die produziert worden sind, sind einfach wesentlich, also es war noch nicht mal mehr die Hälfte da, wie ein Produkt, was es sonst gab. Angebot und Nachfrage, wir kennen es vom Valentinstag, Rote Rosen bestimmt auch den Preis. Und wenn dann ein Gärtner sagt, okay, ich zahle jetzt plötzlich für Naturhüttenzwiebel 50 Cent anstatt nur 30 Cent, dann steigert sich das hoch. Und die Nächsten denken, oh Mist, der hat 50 gezahlt, wie kriege ich dann welche? Jetzt muss ich vielleicht sogar schon 60 zahlen. Ja, was aber auch bedeutet, dass es natürlich, wenn sich der Boden jetzt wieder erholt, dass es im nächsten Jahr, kann es dann wieder runtergehen. und dann ist es halt vielleicht Tulpen so günstig wie nie oder Narzissen irgendwie so. Ja und nein, denn jetzt kommt nämlich der Aspekt, du sagst, wir haben ein lebendes Produkt. Du kannst nicht dieses Jahr aus einer Tulpe 20 neu machen. Auch das ist vorgesehen, dass du nur eine gewisse Stückzahl wieder vermehren kannst. Wenn wir jetzt in 20 Jahren sind und sagen, okay, alles klar. Die Boden beschaffen wir einmal alles tiptop, alle besten Voraussetzungen, dann kannst du sagen, okay, wir haben jetzt einfach wieder viel mehr produziert, jetzt eigentlich gebraucht werden, weil die es damals gab. Aber es kann nicht von heute auf morgen die Menge verdreifacht werden, weil eine Pflanze kannst du immer nur ein gewisses Mal multiplizieren. Ich verstehe. Das ist richtig spannend. Und wir gehen jetzt auf Ostern zu und ich denke, so Narzissen, Hyazinthen, Tulpen sind ja so traditionelle Osterblumen. Wie ist denn dann in diesem Jahr tatsächlich das Angebot? Also muss ich mich jetzt beeilen, noch irgendwie Tulpen zu bekommen? Wie ja dann Eva Blühen wahrscheinlich, wenn ich die heute am Montag kaufe. Aber was ist da gerade so ein bisschen der Flow? Also tatsächlich wird es in diesem Jahr auf jeden Fall zu, wo es dann schon Pfingstrosen gibt. Hat damit zu tun, dass es ja einfach schon vor Wochen schon sehr warm war. Überhaupt das ganze Jahr war ja schon sehr warm. Und dass die Blumen schon so weit sind, dass es die jetzt gar nicht mehr gibt. Ostern ist dieses Jahr so spät wie sonst nie. Ich glaube, später geht es quasi gar nicht mehr. Das sind halt einfach die Sachen, um Tulpen dies jetzt zu haben. Es gibt noch Freilandsorten. Es gibt auch nach wie vor noch Ausweichentulten. Man braucht also jetzt nicht heute schon loszulaufen und das werde ich zu besorgen. Aber es gibt halt nicht mehr alle Sorgen. Das Angebot wird dann nur noch auf diese späten Sorgen der Tulpen fallen. Ja, verstehe. Was ist da denn so ein bisschen der Unterschied? Weil ein wenig möchte ich auch darauf hinaus, dass es natürlich Orte gibt, wo man einkauft, also in dem Fall Blumensträuße. Und ich merke dann vielleicht, okay, ich kriege einen Strauß hier, der ist hier ausgezeichnet mit 60 Euro. Der sieht jetzt so und so aus. Woanders sieht der vielleicht viel, viel üppiger aus und umgekehrt auch. Also was ist da so ein bisschen die Range, in der sich sowas bewegen darf und wie machen es dann vielleicht Anbieter? Immer gleich bleiben im Preis oder zumindest nach außen so ein bisschen das aussehen lassen. Also das ist da der Unterschied zwischen Bio, nicht Bio, organisch angebaut. Ich weiß da das richtige Fachwort. Also du hast ja die Möglichkeit, dich als Geschäft, eigentlich mehr oder weniger darauf zu spezialisieren, das, was du anbieten möchtest. Dann möchtest du eher billig und günstig. Und du kaufst praktisch schon die billigen Tulpen abgepackt irgendwo und stellst sie einfach in dem Eimer so vor deine Ladentür und warten, dass es jemand kommt. Oder aber du gehst halt eher in die Richtung, dass du halt ein klassisches Handwerk halt betreibst, dann holst du die Blumen direkt beim Gärtner, du hast da schon mehr Aufwand, da sind die Blütenköpfe auch tausendmal größer. Also wenn du aus dem Blumenladen dir die Tulpe anguckst und guckst sie dir aus dem Discounter an und die stehen nebeneinander, wird A, die Alperkeit super besser sein und halt auch die Größe der Bücher. Das hat schon mit der Zwiebel zu tun. Und du hast jetzt im Blumenladen halt auch das Handwerk mit dabei. Du hast Handwerk, du hast Kunst. Das sind Ausbildungsberufen. In dem Beruf muss man lernen. Das vergessen auch immer ganz viele Leute. Und man denkt, ach, das ist ein Job, ich dachte, das macht man einfach so. Geht aber nicht. Du hast halt auch schon drei Jahre duales Ausbildungssystem. Du hast Berufsschule, machst eine Übung und so weiter. Das fällt nicht einem so in den Schurfs. Ja, und dann kannst du halt gucken, was du halt als Geschäft möchtest. Möchtest du irgendwelche Sachen aus irgendwelchen Fabriken aus Kenia importieren? Oder willst du hier einen regionalen Gärtner vom Niederrhein unterstützen? Oder aus der Eifel. Oder aus der Eifel, genau. Und da musst du halt gucken, wo ist dein Weg? Ja. Und mein Weg und das, wo ich mit jedem am besten gekommen bin, war das, dass man das halt das Beste aus der Region halt holt. Was sollte ich mir denn irgendwelche Sachen irgendwo aus Ecuador oder so einfliegen lassen, wenn es die auch. Im Camping-Gebiet. Und ich habe hier den direkten Draht zu den Gärtnern. Ich kann mit denen sprechen, die sagen mir auch, Micha, das ist super heute oder lass das mal besser sein. Da hat man viel mehr Kontakt. Wie weit sind deine Grenzen? Also, dass du sagst, okay, jetzt wirklich November, Tulpen, Leute. Also, das ist jetzt einer so viel. Oder versuchst du da sozusagen auch zu bedienen die Anfragen? Also, wo ist so ein bisschen da deine, wie saisonal gehst du? Also du kriegst, wenn du es weit im Vorfeld genug bestellst und bereit bist, den passenden Preis zu zahlen, bekommst du das ganze Jahr alles. Ich hätte jetzt auf jeden Fall immer Probleme damit, an Weihnachten mir Sonnenblumen zu holen. Oder im Juli Tulpen. Wir hatten aber auch schon den Fall, dass jemand gestorben ist für eine Beisetzung, wo es absolut die oberste Lieblingsblume, bunte Tulpen. Wir wussten es rechtzeitig und wir wollten tatsächlich bunte Tulpen besorgen. Was sind so Ausnahmen? Aber ich finde es dann auch, wenn jetzt zum Beispiel Hochzeiten sind und dann kommen welche und wollen im November mit Pfingstrosen heiraten, dann sagt man, okay, das geht, aber denk doch nochmal nach. Und bist du bereit dafür, für eine Pfingstrose 10 Euro zu zahlen? Und dann ist schon, ach nee, das ist mir dann eh schon zu viel. Aber bei dem Preis lässt es sich dann auch oft schon wegselektieren. Was war so die teuerste Blume, die du mal verkauft hast? Also wo du sagen musstest, okay, wie du gerade gesagt hast, ging es über die 10 Euro Pfingstrose schon hinaus? Ja, also wir hatten mal, das ist aber schon locker zehn Jahre her, da habe ich das allererste Mal in meinem Leben weiße Königsprotein gesehen und die musste ich kaufen, da ist glaube ich eine 45 Euro oder so überkostet. Das war, glaube ich, so die Teuerste, die ich mal im Laden verkauft habe. Aber die haben wir auch alle verkauft, weil die Leute auch alle so geflecht von dieser Blüte und von dieser Üppigkeit und von diesem strahlenden Weiß waren, dass sie auch sofort weg waren. Wie sicher ist dieser Berufszweig? Das frage ich jetzt einfach mal ganz frank und frei hinaus. Wir kommen aus der Selbstständigkeit. Also es ist ja auch immer alles ein bisschen Ups and Downs und so. Und gibt es da im FloristInnen-Dasein quasi auch Sachen, wo man sagt, okay, das muss man machen, um halt eine gewisse Wirtschaftlichkeit auch zu behalten? So wie jetzt Auslieferungen oder kann man auch sagen, ich leiste mir, du kommst hier hin, du kaufst, was es gibt und wenn leer ist, ist es leer? Ja, also ich glaube, du musst schon ganz viel machen. Nur im Laden zu stehen und warten, dass ein Kunde kommt, ich glaube, das reicht nicht mehr. Und ich habe einen Senior-Mitarbeiter hier, der früher auch einen Blumenladen hatte und der sagte, wo er aufforderte, war es so toll, er hat nur noch, er ist nicht mehr rausgefallen, keine Gestaltung mehr, sondern nur noch das, was die Kunden im Laden gekauft haben, rein und raus. Er sagte, das war die beste Zeit, die er hatte. Jetzt glaube ich auch, das ist eigentlich so mit der einfachste und beste Verkauf, aber ich glaube, dass man, damit man überleben kann, auf kurz oder lang muss man halt so viel halt machen. Man muss immer wieder gucken, was wollen die Leute, was ist hier los, was ist draußen los und ja, es ist halt ein Produkt, was man nicht unbedingt braucht, deswegen muss man immer wieder gucken, was braucht man dann, wenn man es braucht. Aber ja, das ist gut, man wird niemals reich das kann man so oder so schon sagen, aber zum Leben sollte es dann doch auch ausreichen und jetzt so ganz auf einer ganz, mir sehr bewusstseidenden, oberflächlichen Ebene, ich meine, du bist natürlich umgeben von schön, also ich kann mir vorstellen, dass das auch über die eine oder andere, kleine, dunklere Stimmung hinweg wenn man dann sich umdreht und dann hat man so eine Pfingstrose im Gesicht, das stelle ich mir schon auch irgendwie ganz schön vor Also Blumen machen auf jeden Fall Glückwunsch. Und wir haben auch, Ja, eigentlich eher mit glücklichen Leuten zu gehen, so am laufenden Band. Jeder Kunde, der kommt, geht mit einem Strahlen raus. Und dann machst du ja immer nur Leute wieder glücklich mit dem, was du machst. Jetzt würde ich gerne nochmal ein bisschen auf die Trends hinaus. Ich stelle mir das immer vor, wie du auch eben gesagt hast, es geht dann so in zwei Schritten vor. Und dann geht es ja aber auch einen wieder zurück. Also es kann sein, dass sich im Herbst wieder was beruhigt hat. Und dann sind vielleicht die Dahlien, haben eine bessere Saison als jetzt die Tulpen. Und da kann man das vielleicht dann wieder so ein bisschen austarieren. Aber genau diese Trends, also das heißt, was sind da die Trends und wie kannst du da quasi den Preis so halten, dass man die Trends mitgehen kann, aber trotzdem halt nicht sagt, okay, jetzt sind Gänseblümchen in, wir schleudern die jetzt raus, Hauptsache viele kaufen die. Wie kannst du da die Balance halten, dass du deine Qualität trotzdem beibehältst? Also am besten ist es natürlich immer, wenn du schon vor dem Trend den Trend erkannt hast. Mitgestalten, Trend mitgestalten. Ja, genau. Wenn du schon weißt, okay, alles klar, die Leute stehen jetzt im Moment total auf Rittersporn. Das haben die Kollegen aber noch nicht herausgefunden, sondern nur so ein paar. Und die paar, die stürzen sich halt immer direkt auf das, was ich halt dann gerade davon nicht. Ja, verstehe. Und haben einen guten Preis. Ja. Wenn es dann irgendwann alle gemerkt haben, oh, jetzt wollen wir gerade Rittersporn haben, dann wollen alle diesen halt kaufen und dann steigt der Preis wieder, wieder diese Anrufe und Anfrage. Deswegen ist es immer wichtig zu sehen, was wollen die Leute denn schon haben, was andere noch gar nicht mitbekommen haben. Das steckt auch in diesem Beruf drin, dass man einfach Trends antizipiert. Richtig spannend. Was ist gerade so ein Trend? Also was ist gerade so? Also es gibt ja immer so Megatrends und so kleinere Trends. So ein Megatrend ist nach wie vor immer noch, dass Blumen halt nicht mehr so gesteckt und gequetscht, so kompakt geworden werden mit so großen Blättern und sowas halt drumherum. Das war einmal koppbestimmt. Muss man wohl auch wieder sagen. Sondern halt einfach dieses ganz natürliche, lockere, wie von Feld und wie von der Wiese gepflückt. Dass die Leute das halt auf jeden Fall haben wollen. Ich würde sagen, dass auch alles so, alles was so nach Natur und nach Kleinblüten und so aussieht, dass das auf jeden Fall gerade auch drin ist. Mit Leuten geiern und hechten schon wieder nach Hortensien. Auf jeden Fall. Wenn man sagt, ah, da sind wir wirklich noch ein bisschen früh. Es gibt schon welche. Sind die aus Kenia. Was auch immer braucht man jetzt noch nicht zu kaufen. Sondern da muss man einfach sagen, okay, da müssen wir noch einen Moment warten. Aber jetzt kommen ja bald schon wieder Pfingstwosen. Und Pfingstwosen ist ja auch immer so ein Riesenthema. Also es sind ja auch alle Leute. Pfingstwosen, Dahlia, Ranunkel, Hortensie. Du hast gerade so in der Reihenfolge meine Lieblingsblumen. Ich bin eine Simple Girl. Was soll ich sagen? Also, obwohl meine aller, allerliebsten sind tatsächlich Dying, die kämen als erstes. Dann Randunkeln, dann Pfingstrosen. Ja, aber dann gehst du auch einmal diese Saison so durch. Was war oder ist bis jetzt dein Lieblingstrend? Also das natürliche, quasi sehr freie, fast wilde, kann ich mir gut vorstellen. Wenn man immer so eine Blume direkt aus dem Feld rauskommen sieht, dann stellt man die halt in die Vase und macht da noch ein bisschen, ne? Also das kann ich mir gut vorstellen, dass das da schon herkommt. Ja, und einfach auch jeder Blume den Freiraum geben, den sie braucht. Ich finde das eher komisch, wenn man Blumen so kurz unter dem Kopf abschneidet und irgendwo so einquächt. Also wenn man die irgendwo lang und frei stehen hat, dann kann die atmen. Dann sieht man die auch, dann kann die sich öffnen. Es gibt Anturien zum Beispiel. Das war, fand ich auch immer super schön. Gefallen mir jetzt auch noch total gut, aber um auf dieses Thema Trend zu kommen. Die waren wirklich mal so vor 10, 15 Jahren wirklich total da. Dann sind es jetzt eher wieder verschwunden, so die letzten Jahre. Aber man merkt, ich glaube auch dank Social Media so ein bisschen, dass ein Touring auch wieder total kommt. Verstehe. Also in den letzten ein, zwei Jahren hat man auch wirklich eher nochmal gezielt die Nachfrage nach denen gehabt. Das war eher mal verschwunden, aber kommt. Und dann sind wir ja auch wieder bei dieser Preissache, weil wahrscheinlich gibt es die jetzt noch etwas hochpreisiger. Dann wird die Produktion wieder angekurbelt, stelle ich mir jetzt einfach so vor, in einem Blumenfeld. Das finde ich nämlich so spannend, weil ich ja die ganze Zeit auch auf dieses Preisding so ein bisschen jetzt auch für Ostern und so hinaus möchte. Ich glaube, das vergisst man manchmal als Endverbraucher in... Genau, wie du auch gesagt hast, es ist ja nicht so, dass man sagt, jetzt brauchen wir Tulpen und dann sind zwei Wochen so, wie man vielleicht sagt, okay, ich bin Bäckerin. Ich merke gerade, Hefe ist ein bisschen angesagter als vielleicht hier meine Quarktaschen, dann kann ich jetzt einfach mal mehr Hefezöpfe machen, sondern ich kann das jetzt in Gang setzen und dann gibt es halt nächstes Jahr vielleicht mehr Tulpen oder mehr Anturien. Also ich finde das gerade selber sehr spannend, weil ich noch mal mehr verstehe, warum es natürlich manchmal teurer wird und manchmal weniger teurer oder wieder ein bisschen ab. Also ich glaube, das wird mit das größte Problem, das wir so haben, dass es genug Gärtnernachwuchs gibt. Also wir haben ja bei uns Floristen schon Probleme, aber die Gärtner ist auch, dass es das auch keiner machen will. Das sind natürlich auch die Jobs, die können von anderen Orten nicht übernommen werden. Also AI-Wertner. Das funktioniert nicht. Man kann viel KI und man kann auch ganz viel Computer und viel Software reinstecken. Aber letzten Endes entscheidet die Pflanze halt selber, wie es da wächst oder halt auch nicht. Irgendwie auch schön, ne? Irgendwie auch schön. Das ist auf jeden Fall. Also es gibt halt so ganz moderne, hochleistungsproduzierende Betriebe. Da geht vorne ein Steckling auf Watte rein und hinten kommt die fertige Blume raus. So sieht das aber dann auch aus. Du kriegst niemals so die 300-prozentige Qualität von irgendeiner Pflanze halt hin in so einer Fabrik. Wie als wenn irgendwas mal im Regen oder mal im Wind gestanden hat oder mal irgendwie ein Schädling abgibt. Das ist halt einfach eine andere Kiste. Ich wollte jetzt nur noch einmal fragen, weil wir jetzt ja wirklich dann kurz vor Ostern stehen und du ja vorhin schon gesagt hast, jetzt gibt es eher die Pfingstrosen. Pfingstrosen habe ich immer abgespeichert als das leiste ich mir jetzt. Ganz plain gefragt, wenn ich jetzt an Ostern mir einen Strauß, Osterblumen auf den Tisch stellen will, was kostet das? Mittelgroßer Strauß, 15 Blumenköpfe. Das so an der Anzahl auszumachen, ist schwierig. Aber ich würde schon, damit es zu Hause gescheit aussieht, irgendwas so Mitte 30 Euro ausgehen. Drunter würde ich es nicht aus dem Fachgeschäft wählen. Und das ist im Gegensatz zum letzten Jahr auch ungefähr gleich. Oder sagst du da, okay, da sieht man den eklatanten Ansprung. Wir können ja die Blumen variieren. Wenn du jetzt nicht darauf festgelegt bist, dass du unbedingt genau diese eine Blume haben willst, sondern ein bisschen kooperativ bist in der Blüte oder in der Farbe, ist das alles ein Problem. Also wenn du einen Durchmesser von einem gewissen Strauß haben willst, kriegt man den, wenn du frei bist von der Blume, die reinkommt, kriegst du den immerhin. Also das bedeutet, wenn wir jetzt diese Ursprungsfrage stellen, was kosten frische Blumen zu Ostern so viel, wie sie kosten? Es kommt halt darauf an, was ich haben möchte. Und Tulpen sind einfach rar gesät. Und deswegen könnte es, genau. Das ist vielleicht ein oder zwei Töten weniger in deinem Strauß. Wenn du aber nicht unbedingt nur die Töten machen willst, sondern man vielleicht auch ein bisschen Wachskraut oder sowas mit dazu nehmen kannst, dann sieht der Strauß genauso groß aus, hat genauso viele Blüten, nur andere. Ja, verstehe. Ganz zum Schluss noch zwei Fragen. Eine nur ganz aus dem Gefühl heraus, sind Blumen was, was? Also es ist ein, es ist immer gleich beliebt. Also leisten wir uns in düsteren Zeiten erst recht viel Duft und Buntheit? Ist das was, wo du merkst, okay, das ist das Erste, wo irgendwie die Leute dran sparen? Also in düsteren Zeiten werden definitiv mehr Blumen gekauft. Ich erinnere an Corona. Wir hatten jeden Tag Muttertag. Wir sind gerannt, gerannt, gerannt, gerannt, weil alle Leute einfach Blumen wollten und brauchen. Ja. Und das auch in wirtschaftlich unsicheren Zeiten. Blumen werden dann immer gekauft. Vielleicht nicht von einer Firma, die irgendwelchen BWAs hinterherrehen, die dann nicht mehr so passt, wie vorher, wo Blumenbudget einfach weggestrichen wird. Dafür kaufen sich die Leute aber eher ein Strauß Blumen anstatt ein neues Auto. Ja. Selbst im Krieg und nach dem Krieg damals, früher, wo ich meine Ausbildung gemacht habe, die Düren komplett niederbombardiert wurden. Auch da gab es immer noch diesen Blumenladen mitten in der Stadt. Die haben vielleicht ja noch Obst- und Gemüsepflanzen verkauft. Aber die hatten auch immer Blumen, wenn man immer Blumen braucht. Ja, das ist sehr, sehr, sehr schön zu hören und zu wissen. Und jetzt schließe ich mit einer etwas oberflächlicheren Frage. Und ich weiß, das ist gemein, sowas fragt man eigentlich nicht jemanden, der sich tagtäglich damit beschäftigt. Aber was ist denn deine Lieblingsblume? Ich habe nicht eine einzige Lieblingsblume, sondern ich finde einfach jede Saison ist spannend. Und eigentlich habe ich an jedem Tag eine andere Lieblingsblume, weil mich irgendeine andere besonders anlacht. Und ich finde es einfach viel spannender, eine Lieblingskombination für den Tag zu haben, anstatt mich fest auf eine Blume festzulegen. Aber ich bin genau wie bei dir auch, faszinierend tun mich eher große, volle Blüten. Das sind Dahlien, Pfingstrosen, Hortensien, Ranunkeln, also alles, was groß, voll und üppig ist, finde ich aktuell wirklich am allerschönsten. Lieber Michael, ich danke dir sehr. Es war wirklich eine Freude, das alles zu erfahren und vor allem in diesem Umfeld hier. Also ich werde jetzt auch gleich noch, ich werde so den Weg nach draußen so lang wie möglich ziehen und mich noch richtig satt sehen. Einen wunderschönen weiteren Tag, schöne Ostern und bis zum nächsten Mal. Tschüss. Music. Denkt man an die rheinische Küche, hat man sicher schnell irgendwelche Braten mit Brötchen, Himmel und Ed und Streuselkuchen vorm inneren Auge. Weißwurst und das auch noch zum Frühstück sicher nicht direkt, die gibt es schließlich in Bayern. Wenn einen die unbändige Lust darauf aber doch packt, wird man an gleich mindestens drei Orten in der Stadt fündig. Wir sind losgezogen und haben probiert. Heute ist ein schöner Tag, nicht nur wettertechnisch. Der Frühling hat sich endlich jetzt doch entschieden, naja gut, okay, mach ich. Sondern ich sitze an einem Marmortisch vor mehreren Gerichten und mir gegenüber, sitzt the one, the only our beloved Helene Pawlitzki. Wie schön kann es denn noch werden, frage ich mich und frage ich dich, Helene, wie geht es dir? George Clooney könnte reinkommen. Just saying. Nichts gegen dich, Toss, ja. Aber George Clooney könnte reinkommen. Wird es dann richtig stressig? Für George Clooney vielleicht. Wenn er direkt angesprungen wird. Angesprungen, was hältst du mich denn? Aber kurz nach George Clooney. Kommst für mich, du. Und wir machen eine Sache, die wir viel gemacht haben, lange jetzt nicht mehr in Angriff nahmen und jetzt sind wir back-added. Wir probieren Sachen, die es zu essen gibt. Ich möchte ganz zu Beginn einen kleinen Disclaimer hier. Ich habe ja in diesem Podcast wirklich überstrapaziert, dass ich mich vegan ernähre. Das könnt ihr alle vergessen. Die Phase ist vorbei. Es wird wieder, wie nennt man das? Allgemein gegessen. Also ich esse wieder alles. Alles Presse. Ich habe ja auch sehr oft einfach gefragt, wann hörst du denn auf damit? Endlich auf, hast du vor allem gesagt. Manchmal habe ich ja endlich gesagt. Ich habe mich auch ein bisschen geschämt, aber dann habe ich gedacht, ne. Fair enough. Es war eine Phase und ich, wen es interessiert, den werde ich das auch mal. Deine vegane Ernährung war sehr anstrengend für mich. Ich werde, ich werde das, ja, wer, wen es interessiert, der kann mir schreiben. Da erkläre ich, warum ich, welche Schritte gehe. Egal, ich fasel hier rum, Also, weil ich bin ganz aufgeregt, wir essen. Heute gibt es Fleisch. Heute gibt es Fleisch. Das ist der Punkt. Und zwar auch noch ein Fleisch, was jetzt, also ich meine, wir sind im Rheinland. Mettbrötchen, klar. Currywurst, gib ihm. Vor uns steht Weißwurst. Hä? Zum Frühstück würde ich jetzt auch Currywurst gar nicht unbedingt so verorten, aber Weißwurst zum Frühstück ist ja nicht so absurd, wie es klingt, sondern in Bayern ist es tatsächlich ja gerne mal das zweite Frühstück. Für hier ist es immer noch so, dass man denkt, really? Ja. Why? Jetzt habe ich eine Frage. Es gibt Regeln. Bis wann isst man nochmal Weißwurst? Bis zwölf? Ja, sowas in dem Stil bis zum kurz vor Mittagessen und das hat möglicherweise den Hintergrund, dass früher natürlich Kühlmöglichkeiten nicht ganz so gut waren wie jetzt. Und man deswegen gedacht hat, besser schnell essen, bevor die Wurst so einen leichten Au-Gue entwickelt und vielleicht ein wenig mehr zu duftet, als man das eigentlich gerne möchte. Und deswegen isst man das in Bayern nur sozusagen, also vielleicht zum Frühstück, vielleicht auch zum zweiten Frühstück. Es gibt auch noch eine andere Theorie, die sagt, dass die Gastronomien in Bayern damals die Handwerker, die nicht so viel Geld hatten, mit so einer Weißwurst abgefrühstückt haben, damit die schnell wieder weg waren, bevor das zahlungskräftige Mittagspublikum kommt. Also es ist sowas wie so oft from rags to riches, also ein Essen, was eigentlich für günstig und schnell und jetzt ist es die Tradition und man kann da sicher auch eine ganze Stange Geld für hinlegen in so einem Hofbräuhaus. Ja, das weiß ich jetzt. Also ganz ehrlich, ich habe noch nie in Bayern Weißwurst gegessen, weswegen ich möglicherweise... Ich auch nicht, da sind wir ja hier mal wieder die richtigen Profis am Start. Genau, vielleicht bin ich auch einfach nicht die Richtige, um sowas zu testen. Aber es war so, dass wir gelernt haben, dass es bei Heimwerk in den Schadowarkaden jetzt Frühstück gibt. Und in diesem Frühstück ist auch die Weißwurst mit drin. Also man kann auch dort Weißwurst frühstücken. Und da haben wir gedacht, Weißwurst frühstücken, das ist ja mal eine interessante Idee. Kann man eigentlich auch woanders in Düsseldorf Weißwurst frühstücken? Und das kann man? Und das kann man, erstaunlicherweise. Und auch einen erstaunlichen Locations. Genau, das wollte ich nämlich sagen. Also ich würde ja jetzt hier lügen, wenn ich erstens behaupte, dass wir uns privat nie austauschen und dann auch noch nicht über dieses Thema. Und es gibt an der Zeit drei Orte und das finde ich wirklich, also darum habe ich das auch gerade versucht so ein bisschen anzumoderieren in diesem Stil. Ich finde es schon dafür, dass wir hier nicht in Bayern sind und zwar und auch noch in einer Gegend, wie gesagt, das Rheinland, wo eigentlich, also es gibt ja schon sowas. Wir haben ja auch Brauhausessen, wir haben ja deftige Sachen und so. Es gibt, finde ich, drei Orte, an denen es weiß, wo es gibt, irgendwie schon was Besonderes. Und vor allem, also Heimwerk hat sich ja auch so ein bisschen der deftigen Küche verschrieben. Wie nennt man das? Heimatküche? Schnitzel machen die ja vor allen Dingen. Hausmannskost. Hausmannskost, ja. Hausfrauenkost. Aber die anderen beiden Orte hätte ich jetzt dir nicht genannt. Nee. Und ich meine, es kann auch sein, dass es noch mehr gibt. Wir machen es richtig spannend. Wir sagen einfach auch nicht, wo wir sind. Wir können ja mal sagen, wo wir sind. Also hätten Sie es gewusst, meine Damen und Herren, im Bistro Zicke, der Kultinstitution in Karlstadt in der Nähe des Rheinufers gibt es Weißwurst zum Frühstücken. Ich dachte immer Quiche, Omelette, richtig gute Croissants. Im Test war das auch unser Favorit tatsächlich. Und neben Heimberg gibt es dann noch eine dritte Location, die wir uns angeschaut haben und das wäre auch was, wo ich nicht hingegangen wäre für Weißwurst normalerweise. Dritan-Asela-Coffee am Metro Campus. Schlüterstraße ist das, glaube ich. Und auch da hätte ich gedacht, okay, irgendwie hippe Sachen und Bowls und normales Frühstück. Eier, pochierte Eier, Eier, Benedikt und so ein Quatsch. Aber Weißwurst hätte ich nicht vermutet. Und ja, also das kannst du, there you go. Okay, das heißt, du bist mir jetzt insofern einen Schritt voraus, als dass du hier schon mal die Weißwurst testest. Wir werden das jetzt trotzdem gemeinsam tun. Hast du denn überhaupt schon mal Weißwurst gegessen? Ich habe schon mal Weißwurst gegessen. Das war... 1992 oder so, kurz nach der Erfindung der Weißwurst. Nee, das muss in den frühen 2010ern gewesen sein. Ich war auch erst zweimal in München in meinem ganzen Leben und einmal auch nur über Nacht. Aber da hast du nicht Weißwurst gegessen, hast du gerade schon verraten. An einer Gelegenheit, da habe ich Weißwurst gegessen. Du hast ja doch Weißwurst in Bayern gegessen. Habe ich nein gesagt? Ist egal. Sie lügt wie gedrückt. Wahrhaftig Wurscht. Wahrhaftig Wurscht, wie das, was jetzt vor uns steht. Bitte, mach das mal. Hier liegt jetzt also, also mich macht ja irgendwie auch die Laugenstange, ich bin ja großer Laugengebäck Fan und das ist natürlich auch so eine Sache findest du, man kann hier in Nordrhein-Westfalen in westlichen Gefilden quasi außerhalb des Südens gutes Laugengebäck bekommen, ich bin, angeheiratet mit jemandem Verwandt, der behauptet nein, der kommt aber auch aus dem Süden, nee, das kannst du auch mit jemandem aus dem Süden nicht besprechen das geht halt nicht, das ist wie Franzbrötchen ganz ehrlich, aber ich, Ich bin schon ein Fan hier allein, weil es Saugengebäck gibt. Ich mache jetzt alles, was du machst. Du nimmst diese Wurst. Folgendes, eine Weißwurst ist ja in einem relativ zähen Darm. Merke ich auch gerade. Man kann den Darm mitessen, das ist nicht giftig. Aber man muss halt dann irgendwie drauf rumkommen oder es so runterschlucken und das ist nicht so cool. Und was dann der Klassiker ist, ist das sogenannte Zutzeln. Dabei beißt man quasi ab. Ich mache es jetzt nicht. Und zieht mit den Zähnen das, was da drin ist, da raus. Das nennt sich Zutzeln. Das machen wir jetzt aber auch nicht, Torsten. Wir machen das so, wie du das jetzt machst. Wir nehmen unsere Gabel, stechen hinein in die Weißwurst. Du kannst es viel besser als ich. Ich rieche jetzt auf die Rede und du kannst es gut. Weil ich ja einen österreichischen Pass habe, das ist ja sehr nah dran. Ja, genau, das bin die Österreicher jetzt aber sofort von sich. Also, man schneidet, man piekt mit der Gabel entschlossen hinein, um sie festzuhalten. Dann schneidet man sie auf, die Pelle. und dann schiebt man mit dem Messer, die das Wurst brät gewissermaßen, obwohl sie nicht gebraten ist, von der Pelle und kräuselt die Pelle so. Wow. Kräuselt an den Randrollen. Aus wem ist Weißwurst? Weißwurst ist aus Kalbsfleisch und Schweinespeck. Und die Geschichte der Erfindung der Weißwurst, also sie ist weiß, weil da kein Nitritpökelsalz drin ist, die sie rot oder rosa machen würde. Und die Erfindung der Weißwurst, gibt es eine Legende zu, dass im Jahr... Die Erfindung der Weißwurst könnte auch so ein Bestseller von 2017 sein. Verzeihung. Gibt es ja schon leider so in etwa. Und das denke ich, da berührt sich wieder Düsseldorf mit München. Es ist nämlich eine Karnevalsgeschichte. Nur, dass sie nicht Karnevalsgeschichte, sondern Faschingsgeschichte heißt. Am Faschingssonntag 1857 wollte ein Fleischermeister Kalbsbratwürste herstellen. Und die Gäste warteten schon hungrig. Wahrscheinlich hatten sie auch alle schon einen Tee. Und es ging ihm aber die Därme aus. Der Seitling ging ihm aus. Und daraufhin schickte er den Lehrling los. Und der Lehrling besorgte aber den falschen Seitling. Der besorgte nämlich Schweinedärme. Und die sind zu zäh. Was hat gar nicht mal passiert? Die sind zu zäh zum Braten, befand der Metzgermeister. Und daraufhin hat er die Würste einfach gekocht. Verstehe. Und die Weißwurst war erfunden. Und damit wirbt auch ein bestimmtes Wirtshaus in München. Es gibt aber Historiker, die sich natürlich mit allem auch damit sehr intensiv befasst haben und die festgestellt haben, dass sowas wie Weißwurst schon viel früher mal historisch auftaucht. Macht ja auch Sinn mit Kochen auch, also dass man Fleisch kocht. Und die Franzosen natürlich haben schon lange eine Boudon Blanc, also das ist ganz schön. Aber jedenfalls, jetzt kommen wir aber zu einem ganz anderen wichtigen Thema, nämlich dem süßen Senf. Ja, ich liebe süßen Senf, das werde ich jetzt hier drauf machen. Ich habe mich auch gerade gefragt, macht man sich dann hier mit der Laugenstange bzw. Brezel so ein Weißwurst-Sandwich? Könntest du auch machen, also ich mache das nicht. Also um es vielleicht mal auch einzuordnen. Überall, wo wir getestet haben, gab es zwei bis drei. Hier gibt es drei. Das war, glaube ich, die Maximalzahl, die man kriegt. Zwei bis drei Weißwürste. Und das ist jetzt auch, glaube ich, bis aufs Heimwerk nicht so wahnsinnig was Besonderes. Die beim Heimwerk können tatsächlich sagen, wo diese Weißwurst herkommt. Nämlich von einer Traditionsmetzgerei Ponnert in Bayern, die mir jetzt nicht bekannt war. Aber jedenfalls können sie, die können was dazu sagen. Nee, die haben. Ich meine, Heimwerk ist eine Kette. Also die können was dazu sagen, wo die Weißwurst herkommt. Die anderen haben so gesagt, ja, ist halt eine Weißwurst aus der Metro. Und dann gibt es natürlich immer süßen Senf. Und ich fand auch gut, dass es immer genug süßen Senf gab. Das hätte mich sehr gestüttelt, wenn es zu wenig gewesen wäre. Und dann gibt es immer ein Laugengebäck. Hier gibt es eine Stange. Und hier gibt es auch Butter dazu. Das finde ich ganz gut. Im Bistro Zicke. Bei Tritanasilla gab es zwei Brezeln. Und auch Brezeln gab es auch bei Heimberg. Und werden die Brezeln dann wohl auch aus Bayern importiert? Das ist bezweifelt. Wahrscheinlich. Es ist halt auch auf Backware. Oder es wird geliefert vom Bäcker. Ich weiß nicht, wo diese herkommen. Ich fand die beim ersten Mal ein bisschen trocken, muss ich sagen. Ich mache mir eine belegte Laugenstange mit Weißwurst. Also das ist definitiv nicht original, aber mach das. Nee, pass auf, was du drauf machen musst, ist Rettich. Ach, Rettich. Jetzt war das so, als ich das erste Mal hier war, da war das hier wirklich, sah wunderschön aus und war sehr viel Rettich und ganz tolle Salatbeilage. Und ich habe gedacht, Mensch, wenn man schon Weißwurst frühstückt, dann so, dann hat man nicht gleich auch ein bisschen Gemüse. Jetzt sind hier leider nur zwei ärmliche Scheiben Rettich zu sehen. Also ein bisschen traurig, weil es war wirklich beim ersten Mal viel, viel üppiger. Ich weiß nicht, was passiert ist seit einer Woche, Seit ich das letzte Mal hier war. Udeid. Ich habe keine Ahnung, die große Rettichknappheit hat eingesetzt. Naja, aber jedenfalls Rettich ist hier in dünnen Scheinen mit dabei. Das war bei keinem anderen dabei. Weswegen wir auch geschrieben haben, dass wir das hier sehr, sehr gut finden. Es ist ja jetzt schon eine Weile her, dass wir das letzte Mal zusammen uns durch irgendeine Karte gefressen haben. Ich möchte sagen, wie es ist. Wirklich sehr lange. Aber falls du dich erinnerst ans letzte Mal. Vielleicht müssen wir ganz kurz mal sagen, für die Leute, die nicht immer und schon immer dabei sind. Also ich habe früher ja diesen Podcast mitmoderiert. Ich gehe immer davon aus, dass alle immer wissen, was ich weiß. Also und das war so, dass ich angefangen habe in der Lokalredaktion und das zusammen mit Arne Lieb angefangen habe, diesen Podcast. Und dann bin ich, habe ich bei der Rhein-Post nur noch Podcasts gemacht, da habe ich auch den Rhein-Pegel-Podcast gemacht und dann... Wusste ich, dass ich, habe ich ein zweites Kipp gekriegt und da war klar, dass ich das nicht weitermachen kann. Das wusstest du, im Vorhinein. Irgendwann weiß man nicht, ja. Es war auch so, dass ich noch einen anderen Podcast hatte, den ich auch machen muss und da haben wir dann dich gefunden, glücklicherweise, der den weitermachen kann. Jetzt bin ich aber wieder da, aus der Elternzeit. Ein großes Glück auf allen Seiten. Und jetzt bin ich wieder da aus der Elternzeit und bin wieder in der Lokalredaktion Düsseldorf gelandet und kümmere mich da unter anderem um die Gastro-Themen. Deswegen, ich vermute öfter mal hier was fressen darf im Papen. Das ist jetzt der Beginn einer weiteren wunderbaren Liaison, zumindest auditiv. Die Leute darf ich weiter mit meinem Schmatzen erfreuen. Und ich wollte nur darauf hinaus, dass als wir das letzte Mal sprachen und auch die Male davor, hatte ich immer was zu meckern, jetzt gerade erstmal nicht. Es könnte damit zusammenhängen, dass man jetzt, also da gibt es ja auch nicht viel falsch zu machen. Also so eine Wurst schwimmt in einem Schut, sie ist hoffentlich irgendwie richtig temperiert. Und sie isst auch wirklich, das ist ja was, ich meine, wir essen jetzt hier gerade eine Wurst und so, aber das ist irgendwie was Leichtes, ne? Nein, weißt du, was ich meine? Also ich meine, wer mich ein bisschen kennt, wie gesagt, jetzt hier, dass ich groß umtöne, ich bin vegan und jetzt esse ich eine Weißwurst, das ist das eine, call me inkonsequent und so. Aber die andere Sache ist ja, ich bin jetzt, also ich esse jetzt auch so nicht ständig dann eine Wurst oder mal eine, ne? Also ich finde, das ist ein bekömmliches, also das ist jetzt kein... Also warte es ab. Ich meine, wir müssen auch sagen, wir sind ja auch kurz nach elf. Erstens, warte ab, wie du dich nachher fühlst. Zweitens, das ist natürlich nicht gebraten. Und das macht, glaube ich, schon was aus. Nichtsdestotrotz hat es so eine Wurst, glaube ich, schon etliche Kalorien. Und auch reichlich Fett. Ja, ich meine, es ist nicht leicht im Sinne von kalorienarm. Aber im Sinne von, nicht wie wenn man jetzt vielleicht einen Schweineschnitzel frühstücken würde. Ja, es hat wahrscheinlich weniger Fett als einen Schweineschnitzel. Außerdem hier Weißmühle und Langstang und so, ich meine, muss man sich jetzt nicht vertun, das ist kein Frühstück, wo ich sagen würde, isst das jeden Tag, dann wirst du hundert Jahre alt. Aber du hast ja jetzt hier gerade das Obst von deiner Joghurtbowl. Wir haben uns ja auch noch was dazu bestellt. Du hast noch ein Brötchen mit Ei und Kresse, sieht auch sehr gut aus. Und hier wird so eine kleine, ich brauche ja immer was, ich frischte gerne immer süß eigentlich. Deswegen konnte ich jetzt nicht an dieser Joghurtbowl vorbei. Aber egal, das ist heute nicht das Thema, wir reden heute über Weißwurst. Ich würde gerne noch zwei Dinge anbringen hier. Bitte. Das erste Ding ist, was trinkt man eigentlich dazu? Schwarzen Tee und Hafer-Capuccino. Eigentlich ja nicht. Ich finde, das passt überhaupt nicht. Aber was sollst du machen? Aber das ist so ein Frühstücksthema natürlich schwierig. Was ich sagen kann ist, alle drei Gastronomien, die wir getestet haben, haben Bier auf der Karte und servieren das auch eilfertig morgens, wenn man es möchte. Es gäbe bei einigen auch ein alkoholfreies Weißbier zum Beispiel. Hier gibt es Stauder. Das finde ich auch ganz schön. Ein helles von Stauder. Stauder kommt ja aus Essen. Aber wie ich dann der Website von Stauder entnehmen durfte, ist der Gründer der Brauerei Stauder, der nur wenige Jahre nach der Erfindung in Anführungsstrichen, falls das stimmen sollte, die Legende, nämlich im 19. Jahrhundert aus Franken gekommen. Und deswegen sind wir da, schließt sich der süddeutsche Kreis sozusagen wieder. Und ich habe dazu aber eine Saftschorle damals getrunken und ich finde, das passt auch ganz gut. Also wenn man jetzt kein Bier trinken will, kann man auch sowas trinken. Und das Zweite, was ich gerne sagen will, ist der Preis. Hier und bei Dritan Alsela kostet so eine Portion Weißwurst, die ja durchaus auch satt macht und ein gutes Frühstück ist, 10,90 Euro. Und bei Heimweh kostet sie 8,90 Euro. Also ist nochmal ein Schlag günstiger im Moment. Mal gucken, ob das so bleibt. Hätte ich mir auch teurer vorstellen können. Also hättest du jetzt gesagt, 15 Euro, hätte ich auch noch ja gesagt. Nee, ich nicht. Ich meine, wir essen jetzt so zweit eine Portion, ne? Das ist schon, ich bin ja auch schon... Ja, aber wir essen ja auch schon andere Sachen dazu. Also man wird aber auch, also man wird davon vernünftig satt, das ist schon... Und ich finde auch, wenn man das jetzt vormittags essen würde, so um elf oder so, dann würde man wahrscheinlich auch das Mittagessen ausfallen lassen. Aber das ist ja sehr subjektiv. Ja. Findest du, das ist so ein Feiertagsfrühstück? Also wann würdest du jetzt Weißwurst essen? Einfach so, wenn du sagst, ach, auf den Mittwoch mal, ich habe irgendwie ein kleines Jüngerchen, keine Lust zu Hause auf meinen Dulle. Oder ist das was? Also deine Frage ist eigentlich, gehört das auf jeden Osterbrunch-Tisch oder was? Nö, aber wäre das was, was man zum Beispiel... Ich stelle mir sowas vor als zweiter Weihnachtstagsessen. Frühstück. Weißt du, was ich meine? So zum langsam wieder ausklingen. Vielleicht. Also ich finde, in den Frühling passt das echt gut. Wenn ich jetzt über Jahreszeiten nachdenke, ne? Für mich ist das kein Winteressen. Für mich ist das kein unbedingt... Also Sommer würde auch noch gehen. Ich meine, eigentlich ist es schon auch so, ich finde ja okay, die Bayern sagen dann vielleicht, was macht ihr da? Aber man kann es natürlich schon im Biergarten prima essen. Aber so ein Sommerfrühlingsessen finde ich, das ist eher so. Also keine Ahnung, 1. Mai. Und meinst du, das ist was, was sich hier so, wie lange gibt es das hier schon? Keine Ahnung, aber ich habe mal gefragt, wie gut sich das verkauft und die haben gesagt, ach, das wird schon immer mal wieder bestellt und nicht nur von Touristen. Weil das ist natürlich so, wo ich denke, okay, hier am Rheinufer hätte ich jetzt gedacht, das ist auch was, wobei man jetzt hier nicht von Touristen überrannt wird in der Zicke, kann man auch nicht so sagen, aber da hätte ich gedacht, die bieten das deswegen an, weil hier irgendwelche Menschen aus Amerika kommen und von dort aus gesehen, wenn sie den Stein nach Deutschland schmeißen, ist egal, ob sie München oder Düsseldorf treffen, Aber nee, so ist das nicht. Also keine Ahnung, wie lang es das schon so gibt, das weiß ich nicht. Im Heimwerk ist es halt relativ neu, aber das hat sicherlich auch nichts mit dem Standort mal mit Düsseldorf zu tun. Ich finde es irgendwie eine schöne Ergänzung meines gedanklichen Frühstücksbrunch-Repertoires und habe das jetzt so auf der Karte, meiner inneren Menükarte sozusagen und das ist ganz schön. Und wer mehr darüber lesen möchte, kann das natürlich tun auf rp-online. Da findet ihr den Artikel. Wir haben eine Rubrik, die heißt Düsseldorf geht aus und da findet ihr das. Und übrigens, was mich sehr, sehr erfreuen würde, wenn ihr eine Location habt, die unterbelichtet ist in Düsseldorf, eine gastronomische Perle, die wir mal unbedingt uns angucken sollten, dann meldet euch doch gerne. Ihr könnt einfach eine Mail an den Reinpegel schreiben, oder? Reinpegel, der 3-Ministro-Poket. Ich leite dann weiter. Hervorragend. Ich leite weiter. Ich habe noch eine Abschlussfrage, einfach nur, um vielleicht auch hier für die Zukunft Sachen offen zu lassen, Helena. Willst du mich heiraten? Da ist mir ja schon jemand so vorgekommen. Ich kann sagen, wollen ist nicht die Frage. Was für eine andere regionale Spezialität würdest du dir hier, also ich bleibe ein bisschen dabei. Ich finde, das ist jetzt hier schön und gut. Wir sitzen jetzt hier in diesem sowieso sehr urigen, also die Zicke ist halt die Zicke, hier sind die ganzen wunderschönen alten Plakate und so. Also es hat was sehr stimmungsvolles, dass wir jetzt dann hier dieses Essen essen. Finde ich super. Aber es ist halt irgendwie jetzt keine typische rheinländische Kost. Welche regionale Spezialität wünschtest du dir hier noch mehr? In Düsseldorf? Ja. Und ich rede nicht davon. Ich habe nämlich vorhin, das möchte ich mal kurz dir erzählen. Du meinst in Düsseldorf aus dem Rest von Deutschland? Ja. Ich habe vorhin erzählt, dass wir uns hier treffen zum Weißloses-S und habe da schon diesen Gedanken geäußert, dass das ja irgendwie auch abgefahren ist, weil das ist ja jetzt nichts, also dass es das an drei Orten gibt oder vielleicht noch mehr und so weiter und so fort. Dann kam der der Kommentar oder die Erwiderung, ja, es gibt aber hier ja natürlich auch italienische Restaurants, es gibt portugiesische Restaurants, also das ist mir schon klar, es gibt auch österreichische und polnische und ägyptische und äthiopische Restaurants, aber ich meine, ich will darauf hinaus auf einer Karte, also ich fände es auch weird, wenn es hier jetzt Krabbenbrötchen gäbe, weil ich das auch jetzt nicht zuallererst hier verorten würde, das meine ich. Fändest du es weird oder wünschenswert, oder beides? Ich fände es Beides, aber ich meine, das würde mir auffallen, das zu... Dass es das hier gibt, so meine ich. Ja. Das würde mich überraschen. Ja. Vielleicht, klar, es gibt hier Hummer bei Gosch, aber das ist ja auch eine Kette. Und ist deine Frage jetzt, was ich mir wünsche? Ja, was du dir wünschst. Okay, was wünsche ich mir aus Deutschland, was ich in guter Qualität hier in Düsseldorf essen möchte? Ich muss dazu einen Disclaimer machen. Ich finde prinzipiell es gut, dass es nicht alles überall gibt. Da bin ich nämlich bei dir. Also ich würde jetzt, aus dem Lameng würde ich sagen, natürlich wäre es sehr schön, wenn es hier tolle Franzbrötchen in dieser Stadt gäbe. Aber ich habe auch gar kein Problem damit, dass ich nicht jederzeit tolle Franz-Bützchen zur Verfügung habe, sondern verdammt nochmal, wenn ich nach Hamburg fange. Voll in Ordnung. Hier gibt es andere schöne Sachen. Hier gibt es zum Beispiel tolle Zimtschnecken bei Ter Bolken. Leider nicht immer. Hallo Ter Bolken, wenn ihr mich hört, könnt ihr bitte wieder Zimtschnecken machen. Und ohne Nüsse. Ich will die nicht mit Nüssen. Ich will mich nicht anstrengen müssen bei einer Zimtschnecke. Aber ja, also das wäre auf jeden Fall ein Punkt. Ich finde zum Beispiel, dass es überall Flammkuchen gibt, finde ich furchtbar, weil das auch ganz schlechter Flammkuchen ist. Ich möchte das nicht mehr. Ich möchte nicht mehr Flammkuchen hier haben, auch wenn das bestimmt für viele Gastronomen eine super Sache ist, weil das ganz einfach ist und sich customisieren lässt ohne Ende und weil die Leute denken, das ist schick. Und Krabbenbrötchen, naja, das ist natürlich, ehrlich gesagt, legitim zu sagen. Also Krabben, Meeresfrüchte generell schmecken frisch am besten. Und ein Krabbenbrötchen 100 Kilometer oder 200 oder 300, keine Ahnung, von der nächsten Küste ist einfach nicht sinnvoll. Auch immer noch nicht. Da muss man sich schon echt sehr anstrengen, damit das vernünftig schmeckt. Schmeckt am besten oben an den Norden. Deswegen, Krabbenbrötchen muss es nicht geben. Und ich überlege gerade, was gibt es in Deutschland noch, was wirklich richtig toll ist. Also es gibt tolle Stollen hier und da und Baumkuchen finde ich zum Beispiel auch, aber gibt es in Düsseldorf, finde ich auch okay. Baumkuchen kann man nicht motzen. Ich finde biertechnisch zum Beispiel ist es ja auch gut, dass es hier nicht alles gibt, aber es gibt ja alles. Aber nicht on tap vielleicht, aber es gibt ja auch alles. Also es ist so, dass die Globalisierung hat voll zugeschlagen, aber es ist auch in Ordnung. Also wenn ich, weiß ich nicht, ein gutes Helles vom Fass trinken will, dann kann ich das ja in Düsseldorf durchaus, glaube ich, irgendwo, würde ich mal schätzen. Ich gehe gerade so Norden, Süden, Osten, Westen einmal so durch, aber so viel fällt mir da eigentlich jetzt gerade auch nicht ein. Ich meine, die Bayern haben auch tolle Sachen, die Franken haben tolle Sachen, aber die wichtigsten Sachen sind hier, würde ich schon sagen. Aber zum Beispiel jetzt, wo wir bei Bayern sind, da denke ich gerade drüber nach, ich weiß nicht, wo man hier guten Oberster bekommt, in welchem Laden, in welchem Café, so meine ich. Also, dass es eine Sache auf der Karte ist, nicht wenn es jetzt ein bayerisches Restaurant gibt, dass die das dann irgendwie machen, sondern, ne? Ja. Wenn ihr das weiß, sagt Bescheid, ich liebe Oberstda. Also, aber ich würde schon denken, dass du, wenn du in einen Feinkostladen gehst, dass du da Oberstda kriegst. Ja, aber ich meine jetzt so wie hier. Sitzen im Café und sagen, ich möchte jetzt eine Portion Oberstda. Aber es ist doch, da bin ich wirklich nicht der Meinung. Ich meine, ich liebe Oberstda auch, aber ich finde es auch okay, dass es das nicht gibt, sondern dann gibt es dann halt andere Sachen. Du kannst, glaube ich, irgendeinen zerfließenden Spezialkäse bei Mürige kriegen. So, das ist dann halt das Rheinische. Ich meine, der wird irgendwie eingelegt. Ich bin ja eigentlich auch bei dir. Ich weiß, was du meinst. Manchmal hat man Bock auf Oberstarten. Gerade hat mich die Oberstarten Lust überrannt. Ja, das verstehe ich schon. Aber siehst du, dann ist es nichts mehr Besonderes, wenn du dann doch mal nach München fährst und sitzt im Biergarten und es ist Oberstarten. Genau. Was Besonderes, nach München zu fahren und da weißt du, was zu essen bleibt, ist trotzdem. Aber wenn man diese sieben Stunden Fahrt nicht auf sich nehmen möchte, kann man hier an drei Orten immerhin eine solide Wurst silviet bekommen. Einen guten. Ich danke dir sehr für die Gesellschaft. Ein weiteres Mal. Ich freue mich aufs nächste Mal. Aber dann machen wir wieder was Süßes. Und dann machen wir vielleicht auch wieder was, wo ich mehr kann, kann. Okay? Okay. Bis dann. Tschüss. Das war der Rheinpegel für diese Woche. Wenn ihr mir, wenn ihr uns eine wirklich große Freude machen wollt, dann abonniert diesen Podcast überall, wo es ihn zu abonnieren gibt. Und bewertet ihn mit Punkten, mit Daumen, mit Sternchen, mit nach, was weiß ich, Ostereiern. Und lasst Kommentare da. Erzählt uns in den Kommentaren, wie es euch gefallen hat. Gebt uns Anregungen, Lob und Kritik. Wir freuen uns, von euch zu lesen und zu hören. Und teilt diesen Podcast. Erzählt jemandem davon, der Düsseldorf liebt oder noch viel besser, der das gefälligst lernen soll. Ich danke euch fürs Zuhören. Mein Name ist Tosja Kormann. Bis zum nächsten Mal. Tschüss. Ihr wollt diesem Podcast etwas richtig Gutes tun? dann schreibt eine kurze Bewertung bei Apple Podcasts. Danke. Music.