Latest / Amtsallerlei / #12 | Funktionieren. Führen. Trinken?
Transcript
- 0:03SPEAKER_00: Herzlich willkommen zu Amtsallerlei, ein Podcast für Führungskräfte der Verwaltung mit Leila Accemi.
- 0:11SPEAKER_02: Das Bier zum Runterkommen und wann wird daraus eigentlich ein Problem?
- 0:16SPEAKER_02: In dieser Folge von Amtsallerlei wird es noch ein Stück persönlicher.
- 0:20SPEAKER_02: Wieder zu Gast ist der liebe Dr.
- 0:22SPEAKER_02: Jürgen Selzer.
- 0:23SPEAKER_02: Er ist seit vielen, vielen Jahren Suchttherapeut.
- 0:26SPEAKER_02: Und dieses Mal geht es nicht um das Suchtverhalten von Mitarbeitenden, sondern um das eigene.
- 0:32SPEAKER_02: Denn gerade im Bürgermeisteramt kann sich Alkohol fast unbemerkt in den Alltag einschleichen.
- 0:37SPEAKER_02: Das Bier am Abend zum Runterkommen, das erste Viertel beim Weinfest und vielleicht auch das zweite, dritte oder vierte.
- 0:43SPEAKER_02: Dazu die nächste Schwarzwälder Kirschtorte mit einem ordentlichen Schuss Kirschwasser, weil man als Bürgermeisterin oder Bürgermeister natürlich mittendrin ist und mitfeiert.
- 0:53SPEAKER_02: Aber das gilt natürlich nicht nur für die BürgermeisterInnen, sondern natürlich für alle Führungskräfte der Verwaltung, gerade auch im Umgang mit dem täglichen Druck, mit den ganzen Anforderungen, wird doch auch immer mal wieder in meiner Coaching-Praxis davon erzählt, ich brauche das einfach so zum Runterkommen.
- 1:10SPEAKER_02: Aber wo hört Genuss eigentlich auf?
- 1:12SPEAKER_02: Wann wird aus einer Gewohnheit ein problematisches Muster und wie ehrlich sind wir eigentlich mit uns selbst, wenn es um den eigenen Alkoholkonsum geht?
- 1:20SPEAKER_02: Mit Dr.
- 1:21SPEAKER_02: Jürgen Selzer spreche ich darüber, woran man erste Warnsignale erkennen kann und warum es sich lohnt, den eigenen Umgang mit Alkohol immer wieder einmal ehrlich zu überprüfen.
- 1:30SPEAKER_02: Diese Folge soll keine Angst machen und niemanden an den Pranger stellen.
- 1:35SPEAKER_02: Sie möchte Orientierung geben zu Nachdenken, Anregen und vielleicht den einen oder anderen Impuls setzen.
- 1:41SPEAKER_02: Hört einfach rein und nehmt euch die Zeit für einen ehrlichen Blick auf die eigenen Gewohnheiten.
- 1:46SPEAKER_02: Vielleicht fühlt ihr euch angesprochen, vielleicht ist euch beim Zuhören etwas bewusst geworden und vielleicht, vielleicht ist es genau jetzt ein guter Zeitpunkt, etwas für euch und eure Gesundheit zu tun.
- 1:57SPEAKER_02: Und wenn ihr jemanden kennt, für den diese Folge hilfreich sein könnte, teilt sie gerne weiter.
- 2:02SPEAKER_02: Manchmal beginnt Veränderung mit einem Gespräch, das genau im richtigen Moment kommt.
- 2:08SPEAKER_02: Eure Laila.
- 2:11SPEAKER_02: Die heutige Podcast-Folge, finde ich, ist eine ganz spannende Frage, denn diesmal geht es ganz direkt um euch.
- 2:18SPEAKER_02: Und zwar um euren Alkoholkonsum.
- 2:22SPEAKER_02: Deshalb heißt die Podcast-Folge zwischen Verantwortung und Selbstfürsorge Alkoholkonsum im Führungsalltag.
- 2:29SPEAKER_02: Und dafür habe ich mir wieder einen Experten eingeladen.
- 2:33SPEAKER_02: Ihr kennt ihn bereits.
- 2:34SPEAKER_02: Das ist der liebe Dr.
- 2:35SPEAKER_02: Jürgen Selzer.
- 2:36SPEAKER_02: Er ist seit rund 35 Jahren im Bereich Sucht unterwegs.
- 2:41SPEAKER_02: Er ist Suchttherapeut und Suchtwissenschaftler und freue mich sehr, liebe Jürgen, dass du dir nochmal Zeit genommen hast.
- 2:46SPEAKER_02: Hallo, ich begrüße dich.
- 2:48SPEAKER_01: Hallo Laila, ich freue mich auch.
- 2:50SPEAKER_02: Schön, dass du wieder mit dabei bist.
- 2:52SPEAKER_02: Gerade auch beim letzten Mal haben wir viele Zuschriften bekommen und viele Rückfragen.
- 2:57SPEAKER_02: Und dadurch haben wir auch nochmal sehen können, wie wichtig das Thema ist, Umgang mit Süchtigen im verwalterischen Alltag.
- 3:06SPEAKER_02: Ja, und Alkohol gehört ja oft ganz einfach dazu, nämlich für viele, gerade auch BürgermeisterInnen, OberbürgermeisterInnen, aber auch Landräte und so weiter.
- 3:18SPEAKER_02: Bei Empfängen gibt es Alkohol, bei der Einweihung, beim Netzwerktreffen, auf dem Weinfest gibt es natürlich Alkohol, dann wird man eingeladen.
- 3:27SPEAKER_02: Das hat mir neulich ein Bürgermeister erzählt, zur Schwarzwälder Kirschtorte am Sonntag und dann hat er vielleicht drei Hausbesuche und dann sind es dann dreimal Schwarzwälder Kirsch und dazu gibt es natürlich nochmal den selbstgebrannten, bis er dann zu Hause ankam.
- 3:44SPEAKER_02: Am Sonntagabend war er dicht.
- 3:46SPEAKER_02: Wie er so schön sagte.
- 3:49SPEAKER_02: Wann wird aus gesellschaftlichem Trinken eigentlich ein persönliches Risiko?
- 3:52SPEAKER_02: Es gibt Verwaltungen, die die Termine ihres Oberbürgermeisters oder Bürgermeisters tatsächlich nicht am frühen Morgen ansetzen, weil sie wissen, dass noch so viel Restalkohol da ist, dass die Person dann entweder torkelnd oder eben noch nicht wirklich online, wie man auf Neudeutsch sagt, dann auch in der Verwaltung ankommt.
- 4:13SPEAKER_02: Und da wissen alle, der oder die muss noch den Raus ausschlafen.
- 4:19SPEAKER_02: Ja, lieber Jürgen, jetzt bin ich natürlich auch ganz gespannt, was du zu dem Thema sagst.
- 4:26SPEAKER_02: Es ist ja so eine Gratwanderung zwischen, man trinkt halt, man stößt mit an und man muss den Selbstgebrauten oder Gebranten heißt es, Entschuldigung, oder den neuen Wein oder was auch immer, da ja auch mittrinken als Teil, um Teil der Gesellschaft zu sein oder wie auch immer, wie erlebst du das?
- 4:49SPEAKER_02: Was würdest du dazu sagen?
- 4:52SPEAKER_01: Also, wenn Leute hören, dass ich Suchttherapeut bin, dann ist oft die erste Frage, ab wann ist man denn Alkoholiker?
- 5:00SPEAKER_02: Ja.
- 5:01SPEAKER_01: Und das ist für Suchtherapeuten interessanterweise gar nicht so wichtig, sondern es geht in erster Linie um den schädlichen Gebrauch von Alkohol.
- 5:10SPEAKER_01: Auch Suchttherapeuten trinken hier und da mal ein Glas Wein, ein Glas Bier und haben dabei gar kein schlichtes Gewissen.
- 5:18SPEAKER_01: Man hat immer wieder versucht zu definieren, ab wann geht schädlicher Gebrauch losgeht.
- 5:22SPEAKER_01: Und dann hat man sich auf die Alkoholmenge konzentriert und sagt, alles klar.
- 5:27SPEAKER_01: 20 Gramm Alkohol, das ist ein Weinglas mit 200 Milliliter oder ein halber Liter Bier, der hat ja weniger Volumenprozent Alkohol.
- 5:37SPEAKER_01: Die sind für einen gesunden Menschen, der keine sonstigen Krankheiten hat, völlig ungeschändlich, wenn man die mal trinkt.
- 5:44SPEAKER_01: Auch nicht täglich.
- 5:46SPEAKER_01: Aber da würden jetzt keine Organschäden entstehen.
- 5:49SPEAKER_01: Bei der doppelten Menge oder dreifachen, also 40 bis 60 Gramm Alkohol, besonders für Frauen, die vertragen weniger an diesem Giftstoff, das ist ja ein Gift, Alkohol ist ein Nervengift.
- 6:00SPEAKER_01: Da sagt man jetzt, nimmt die Wahrscheinlichkeit zu, Organschäden zu bekommen von Bauspeicheldrüse, lieber Nervenerkrankungen.
- 6:08SPEAKER_01: Und wer dann täglich drei, vier solche Trinks hat, der betreibt ein Missbrauchsverhalten gegen sich selbst, einen Abusus.
- 6:16SPEAKER_01: Und da muss gar keine Sucht da sein.
- 6:18SPEAKER_01: Deshalb diskutieren wir auch gar nicht über Sucht dann in dem Fall, sondern über Organschädlichkeit.
- 6:23SPEAKER_01: Sucht hat wieder eigene Kriterien.
- 6:25SPEAKER_01: Es sind im berühmten Diagnosebuch niedergeschrieben, ICD-10, das sind sechs Kriterien von Dosissteigerung über nicht mehr aufhören können, Hobbyverlust, Interessenverlust und so weiter.
- 6:37SPEAKER_01: Und wenn zwei von denen über einen Zeitraum von sechs Monaten stattfinden, dann ist die Diagnose schon gestellt.
- 6:45SPEAKER_01: Ja, also ich handhabe es immer so, dass ich sage, du trinkst zu viel, das sagst du selber, und deshalb diskutieren wir nicht, ob du Alkoholiker bist, sondern es ist schädlich für deinen Körper, für deine Psyche und dein soziales Umfeld.
- 7:01SPEAKER_02: Ja, kann ich gut verstehen.
- 7:03SPEAKER_02: Ich habe gerade so den Gedanken gehabt, wir waren neulich im Urlaub in Frankreich und da habe ich gesehen, dass Geschäftsleute schon mittags zu ihrem Mittagessen ihren Weißwein trinken oder ihren Arne Schnaps oder was auch immer.
- 7:16SPEAKER_02: Ist das nicht auch so ein bisschen eine kulturelle Frage?
- 7:19SPEAKER_02: Oder wenn ich mir jetzt so Bayern anschaue, wenn man sagt, das zweite Brot ist Bier oder so ähnlich wird das genannt.
- 7:27SPEAKER_02: Was sagst du dazu?
- 7:29SPEAKER_01: Grundnahrungsmittel hieß es mal.
- 7:30SPEAKER_01: So, genau.
- 7:31SPEAKER_01: Am Arbeitsplatz erlaubt gewesen sogar.
- 7:33SPEAKER_01: Tatsächlich.
- 7:34SPEAKER_01: Ja, auch hier wieder.
- 7:36SPEAKER_01: Natürlich, ich komme aus dem Rheingau, Weinberg direkt vor der Tür, alle Nase lang ein Weinfest, ein Sektfest, wo auch der Bürgermeister spricht.
- 7:46SPEAKER_01: Und selbstverständlich ist das ein Kulturgut: einen Wein zu trinken, es zu genießen, manche können einem noch die Hanglage dazu sagen, wenn sie ihn getrunken haben, das ist alles kein Problem.
- 7:56SPEAKER_01: Sondern wir definieren es dann so über die Menge und die Häufigkeit.
- 8:01SPEAKER_01: Wenn jetzt einer mal drei Wein trinkt oder auch mal am Silvester einen Tee hatte, wunderbar, und kein Auto gefahren ist, sich nicht geschädigt hat, andere nicht, dann ist das ein einmaliger Vorfall und dann ist es auch keine große Diskussion wert.
- 8:12SPEAKER_01: Das regelmäßige zu viel Trinken an Alkohol ist eben das selbstschädigende Verhalten.
- 8:18SPEAKER_01: Und daraus kann eben auch eine Sucht entstehen mit psychischer und körperlicher Abhängigkeit.
- 8:24SPEAKER_02: Und was meinst du, weshalb betrifft es vor allen Dingen auch Menschen in leitender Funktion?
- 8:31SPEAKER_02: Was ist da eigentlich bei den Menschen, die viel Druck auch haben, die einiges aushalten müssen?
- 8:38SPEAKER_02: Hast du da auch eine Idee dazu aus dem Bereich Suchtwissenschaft?
- 8:44SPEAKER_01: Ja, also es gibt tatsächlich, man spricht von alkoholnahen Berufen, der Gastwirt drinkt häufiger als andere Berufe.
- 8:50SPEAKER_01: Oder früher am Bau ohne Kastenbier.
- 8:53SPEAKER_01: Da muss man aufpassen, dass der Bauarbeiter einem da nicht irgendwie Salz in den Beton reinstreut oder so hieß es früher.
- 8:58SPEAKER_01: Ist ja auch vorbei.
- 9:00SPEAKER_01: Es ist so, dass natürlich immer dann, wenn jemand Stress hat, also innere Spannung ist ja Stress letztlich, dass er sucht Möglichkeiten der Erleichterung sucht.
- 9:11SPEAKER_01: Und eine ist die chemische.
- 9:13SPEAKER_01: Alkohol ist ein sedative, ein Berufungsmittel, ähnlich wie Balium, also die Gruppe der Tranquilizer, die gehören da so dazu.
- 9:20SPEAKER_01: Und Alkohol entspannt, enthemmt, machtgesellschaftsfähig, gesellschaftsgeschmeidig kann dann da werden.
- 9:27SPEAKER_01: Und jetzt haben Leute in Führungspositionen ja auch oft viele gesellschaftliche Anlässe, in denen Alkohol dazugehört.
- 9:35SPEAKER_01: Besonders da, wenn jetzt in Weingebieten Alkohol sozusagen das Grundmittel ist, was angebaut wird und wo Mittel Geld verdienen, was eben kulturell im Rheingau jetzt ist oder in Bayern das Bier.
- 9:53SPEAKER_01: Die gesellschaftlichen Anlässe und die Möglichkeit, schnell zu entspannen, ohne dass ich was dafür tun muss.
- 9:58SPEAKER_01: Das ist sicherlich ein Grund für Leute in Führungspositionen, für Leute, die viel Stress haben.
- 10:04SPEAKER_02: Und was glaubst du, weshalb wird darüber so ungern gesprochen?
- 10:07SPEAKER_02: Du hast gerade selbst gesagt, im Grunde genommen weiß man, Frau es ja dann selbst in dem Moment, die sagen ja dann auch schon spontan in der Therapie, ja, ich weiß, ich trinke eigentlich zu viel.
- 10:19SPEAKER_02: Weshalb wird da so ungern darüber gesprochen, was ist das für ein Tabu, für ein gesellschaftliches Tabu?
- 10:26SPEAKER_02: Ich habe ein Thema mit Alkohol.
- 10:30SPEAKER_01: Es ist sehr schambesetzt, süchtig zu sein oder als Alkoholikerin, als Alkoholiker bezeichnet zu werden.
- 10:37SPEAKER_01: Die Leute sagen ja, der säuft, die säuft.
- 10:41SPEAKER_01: Es ist auch Schambesetzt für einen selber, sich eingestehen zu müssen, ich habe ein Alkoholproblem.
- 10:46SPEAKER_01: Der Alkoholiker, der wird immer noch so gesehen wie der Obdachlose am Bahnhof, der jeden Tag trinkt und ungepflegt ist.
- 10:54SPEAKER_01: Sowohl von den Betreffenden, aber auch von anderen.
- 10:56SPEAKER_01: Das ist doch kein Alkoholiker, der ist schick angezogen, fährt einen schicken Wagen, der hat sein Leben noch.
- 11:02SPEAKER_01: Der hat es im Griff.
- 11:03SPEAKER_01: Was eben oft nicht stimmt.
- 11:05SPEAKER_02: Okay.
- 11:07SPEAKER_02: Ja, spannend.
- 11:08SPEAKER_02: Viele, die jetzt wahrscheinlich zuhören, die würden vermutlich sagen, ich trinke ja nur gelegentlich oder bei offiziellen Anlässen oder auch am Wochenende.
- 11:16SPEAKER_02: Woran merke ich, dass sich mein Konsum verändert?
- 11:19SPEAKER_02: Und wo ist da so die Grenze zwischen normal und riskant?
- 11:25SPEAKER_01: Die Grenze zwischen normal und riskant ist durch die Häufigkeit, also die Frequenz, wie oft trinke ich denn mehr als zwei oder drei?
- 11:34SPEAKER_01: Wenn ich sage, es gehört eigentlich zu meinem Feierabend dazu, zu trinken, dann sollte ich mir schon ein bisschen Gedanken machen, vor allem wenn ich merke, ich kann heute nicht und ich werde dann ein bisschen unruhig und sage, dieser Abend wird kein schöner Abend, denn ich sitze im Auto und kann keinen Alkohol trinken, also ist es ein Abend ohne Entspannung.
- 11:55SPEAKER_01: Dann ist eigentlich schon so eine Vorstufe da, wo man sagt, hier ist Alkohol eingebaut in die Lebensqualität und wenn es fehlt, dann fehlt mir nun mal der entspannte Abend.
- 12:06SPEAKER_02: Ich habe damals im Studium noch gelernt von dem Jelinek, der die unterschiedlichen Alkoholtypen kategorisiert, in die Alpha, Beta und Gamma bzw.
- 12:15SPEAKER_02: Delta-Trinker.
- 12:16SPEAKER_02: Ist das heute noch relevant oder ist da die Wissenschaft schon weiter?
- 12:20SPEAKER_02: Oder wir können auch gerne nochmal für alle kurz die unterschiedlichen Typen erklären.
- 12:26SPEAKER_01: Also ist immer noch relevant, weil unter Alkoholiker verstehen sehr viele jemanden, der extrem auffällig ist, wenn er betrunken ist.
- 12:35SPEAKER_02: Ah, ja, genau.
- 12:36SPEAKER_01: Das ist beim Spiegeltrinker gar nicht.
- 12:38SPEAKER_01: Da kenne ich wirklich auch Leute, etliche Leute aus höherer Position, die sind in ihrem Berufsleben niemals aufgefallen.
- 12:46SPEAKER_01: Jeder wusste, dass sie trinken, aber sie konnten auch mit anderthalb, zwei Promille ihren Job machen.
- 12:51SPEAKER_01: Dem fehlte eben die berühmte Krise.
- 12:54SPEAKER_01: Und das ist der Spiegeltrinker.
- 12:56SPEAKER_02: Der muss einfach nur seinen Pegel halten.
- 12:58SPEAKER_01: Der muss seinen Pegel halten.
- 12:59SPEAKER_02: Elterntrinker.
- 13:00SPEAKER_01: Ja, und dann kann er seinen Job machen, er fällt nach außen hin nicht auf.
- 13:05SPEAKER_01: Und niemandem fällt es auf.
- 13:06SPEAKER_01: Und ihm halt auch wirklich nicht, weil das gehört dazu.
- 13:09SPEAKER_02: Ja.
- 13:11SPEAKER_02: Der braucht halt einfach sein Pensum und dann funktioniert der, ne?
- 13:14SPEAKER_02: Genau.
- 13:15SPEAKER_02: Und wir können ja vielleicht von Anfang anfangen, der sogenannte Alpha-Trinker, da habe ich so für mich nochmal so in Erinnerung, das ist so der Konflikttrinker, kann man das so benennen.
- 13:27SPEAKER_01: Ja.
- 13:28SPEAKER_01: Konflikttrinker, hier habe ich ein Problem, hier habe ich heute Stress, da brauche ich es unbedingt.
- 13:33SPEAKER_01: Ich brauche jetzt erstmal einen Schnaps.
- 13:35SPEAKER_01: Das hat auch früher gesagt, der Quartalstrinker, Quartalsäufer war eigentlich der Ausdruck.
- 13:40SPEAKER_01: Und da hat mir selbst ein Alkoholiker gesagt, ich habe nicht regelmäßig getrunken.
- 13:45SPEAKER_01: Okay.
- 13:45SPEAKER_01: Ich habe in drei Tagen im Monat getrunken, das hat ausgereicht, alles kaputt zu machen.
- 13:50SPEAKER_01: Meine Ehe, meinen Beruf, weil ich dann wirklich besoffen war und ausfallend wurde und es Konsequenzen gab.
- 13:58SPEAKER_01: Das ist auch wichtig, finde ich, man muss nicht jeden Tag Alkohol trinken, um sich völlig rauszukatapultieren.
- 14:04SPEAKER_02: Und der sogenannte Beta-Trinker, das ist so der Geselligkeitstrinker?
- 14:11SPEAKER_01: Der Normalo sozusagen, ja.
- 14:13SPEAKER_01: Hier in diesen Weinanbaugebieten könnte man fast sagen, das sind viele dann, gehören zu der Kategorie.
- 14:21SPEAKER_01: Aber auch da würde ich als Suchtherapeut immer sagen: was ist das?
- 14:24SPEAKER_01: Ist das Geselligkeitstrinken das eine Glas Wein, wo die dann zwei Stunden dran nippen, nach Hause gehen?
- 14:30SPEAKER_01: Oder ist das Geselligkeitstrinken ein Glas nach dem anderen?
- 14:33SPEAKER_01: Ich lande bei vier Glas, das ist immerhin mehr als eine Flasche, sind 800 Milliliter.
- 14:37SPEAKER_01: Dann sage ich, das ist problematisch.
- 14:39SPEAKER_01: Da ist wieder hilfreich, die Alkoholmenge zu sehen.
- 14:42SPEAKER_01: Das ist über 20 Gramm, 40 Gramm, 60 Gramm, sind sogar 80 Gramm bei vier Gläsern Wein.
- 14:48SPEAKER_02: Okay.
- 14:49SPEAKER_02: Und dann fehlt uns noch in der Aufzählung der sogenannte Gammatrinker, das ist der sogenannte Suchttrinker.
- 14:55SPEAKER_02: Was versteht man denn da?
- 14:56SPEAKER_02: Verliert Kontrolle.
- 14:58SPEAKER_01: Ja, Kontrollverlust, der sagt, ich trinke heute Abend maximal zwei Wein.
- 15:04SPEAKER_01: Und sobald er das zweite Glas Wein getrunken hat, ist jede Motivation hin und er trinkt ohne Kontrolle weiter, durchaus bis zur Bewusstlosigkeit.
- 15:15SPEAKER_01: Das sind dann Leute, die dann auf den Festen unter den Bänken liegen.
- 15:19SPEAKER_01: Und das kann er sich im Nachhinein gar nicht mehr erklären.
- 15:22SPEAKER_01: Oft mit Entzugserscheinungen, wenn die Alkoholmenge unterschritten wird, dass es ihm nicht gut geht, das berühmte Zittern der Tremor hinzukommt.
- 15:31SPEAKER_01: Und das ist eigentlich die ausgeprägteste Form von Alkoholismus.
- 15:37SPEAKER_02: Ja, lieber Jürgen, vielleicht hört hier jetzt jemand zu und sagt, da sollte ich dann doch mal genauer hinschauen.
- 15:46SPEAKER_02: Was könnte denn so eine Person dann ganz konkret tun?
- 15:50SPEAKER_02: Erste kleine Schritte oder gibt es nur den Weg zur Suchtberatung?
- 15:56SPEAKER_02: Man will ja auch nicht so auffallen dann damit im eigenen Ort.
- 16:00SPEAKER_01: Ja, was tun?
- 16:01SPEAKER_01: Die große Schwierigkeit ist ja zunächst mal sich einzugestehen, ich habe ein Problem.
- 16:06SPEAKER_01: Da gibt es sechs Schritte nach Feuerlein, großer Professor gewesen.
- 16:10SPEAKER_01: Und er sagte, der erste Schritt zur Genesung ist to sagen, ich habe ein Problem.
- 16:16SPEAKER_01: Ich leute nicht mehr.
- 16:18SPEAKER_01: Der zweite Schritt ist, ich kann es nicht alleine lösen.
- 16:22SPEAKER_01: Ich habe es versucht, das versuchen alle zig mal.
- 16:25SPEAKER_01: Die kriegen es auch oft hin, eine Woche clean zu sein, was ihnen dann selbst wieder beweist, ich bin gar kein Alkohol, ich bin ja clean gewesen in der Woche, was typisch ist für Alkoholiker.
- 16:32SPEAKER_01: Ich kriege es nicht alleine hin, der dritte Schritt ist, lasse mir helfen.
- 16:36SPEAKER_02: Und wer hilft dann?
- 16:38SPEAKER_02: Was oder was hilft dann?
- 16:40SPEAKER_01: Die Beratungsstelle, vielleicht auch ganz banal erstmal der Hausarzt, der ja damit öfters konfrontiert ist, der sagt, pass auf, das ist der Weg, da gibt es eine Beratungsstelle für Sucht.
- 16:49SPEAKER_01: Ich sitze in Wiesbaden zum Beispiel Schiersteiner Straße 4, Suchthilfezentrum, kostenlose Beratung, kann ich sagen, ich glaube, ich habe ein Problem.
- 16:57SPEAKER_01: Der Hausarzt könnte sagen: pass auf, ich sehe auch, wir kennen uns ein paar Jahre, du brauchst jetzt wirklich Entgiftung.
- 17:03SPEAKER_01: Du gehst zur Entgiftung.
- 17:05SPEAKER_01: Dort gibt es dann auch schon die erste soziale Beratung.
- 17:08SPEAKER_01: Wie geht es weiter?
- 17:09SPEAKER_01: Langzeittherapie.
- 17:12SPEAKER_01: Langzeittherapie sind in derzeit acht Wochen bis vier Monate stationär.
- 17:16SPEAKER_01: Nächste Klinik von hier ist jetzt Friedrichsdorf, Saluskliniken.
- 17:20SPEAKER_01: Und das ist die Psychotherapie, in der der Betroffene dann auch lernen kann.
- 17:26SPEAKER_01: Was ist die Bedeutung für Alkohol für mein Leben?
- 17:29SPEAKER_01: Warum trinke ich so viel?
- 17:31SPEAKER_01: Wie kann ich meine Beziehung leben?
- 17:33SPEAKER_01: Wie kann ich abends weggehen?
- 17:34SPEAKER_01: Wie kann ich entspannen?
- 17:37SPEAKER_01: Und das ist Psychotherapiesucht.
- 17:40SPEAKER_01: Danach käme dann die Nachsorge, also vielleicht auch ambulante Psychotherapie, dass man dort nochmal nach der Therapie hingeht.
- 17:49SPEAKER_01: In jedem Fall Selbsthilfegruppe.
- 17:52SPEAKER_01: Selbsthilfegruppe sind extrem hilfreich.
- 17:55SPEAKER_01: Bekanntest ist AA, Anonyme Alkoholiker, also Leute, die selber die ganze Karriere durch haben und jetzt seit Jahren clean sind, gibt es auch im Bereich der Drogen, NA, Narkotix-Anonymus.
- 18:06SPEAKER_01: Und das dient der Stabilisierung, auch der Rückmeldung, dass die sagen, ich finde, du hast dich wieder verschlechtert, denkst mehr an Alkohol als früher.
- 18:14SPEAKER_01: Ja, und ich kann mich orientieren als frischgebackener, trockener Alkoholiker, wie mache ich das an Silvester?
- 18:19SPEAKER_01: Was mache ich um 12 Uhr mit einem Anstoßen?
- 18:22SPEAKER_02: Gute Frage.
- 18:23SPEAKER_02: Dann auch wieder, da hatten wir ja schon beim letzten Podcast darüber gesprochen, wie reagiert dann die Gesellschaft darauf.
- 18:29SPEAKER_02: Und das ist ja immer dann, wenn ich eine Erkrankung habe, ist die sehr auch mit Charme behaftet.
- 18:37SPEAKER_02: Ich würde noch gerne einen kleinen Schritt zurück wollen, wenn ich jetzt noch nicht das große Programm brauche, sondern ich nur merke, aha, da geht was in eine ungünstige Richtung.
- 18:48SPEAKER_02: Und ich bin aber noch im Bereich, wo ich jetzt eben nicht stationär gehen muss, niederschwelliger, aber ich habe wirklich was erkannt.
- 18:54SPEAKER_02: Ich bin nicht in der Verleugnung.
- 18:56SPEAKER_02: Was kann denn da helfen?
- 18:58SPEAKER_02: Außer halt, dass ich einen Alkohol weglasse.
- 19:01SPEAKER_02: Gibt es sowas wie ein Konsumtagebuch oder digitale Selbsttests?
- 19:06SPEAKER_02: Was ist da gerade aktuell auf dem Markt?
- 19:09SPEAKER_01: Also wenn jemand für sich Problemeinsicht entwickelt hat und sagt, ich trinke wirklich zu viel, dann ist es üblicherweise so, dass die auch von sich aus sagen, jetzt ändere ich was.
- 19:22SPEAKER_01: Manchen gelingt es tatsächlich, die trinken gar nichts mehr, sagen, ich habe eine ganze Zeit lang zu viel getrunken, jetzt trinke ich gar nichts.
- 19:27SPEAKER_01: Oder sie bemühen sich, eine bestimmte Menge nur zu trinken.
- 19:30SPEAKER_01: Systemtrinkend, sag mal.
- 19:31SPEAKER_01: Ich trinke jetzt nur noch Freitag und Samstag.
- 19:34SPEAKER_01: Oder ich trinke, wenn, dann nur noch zwei Trinks.
- 19:36SPEAKER_01: Da kann man durchaus ein Tagebuch verwenden.
- 19:39SPEAKER_01: Dass man sagt, hier, ich habe wirklich hier die 400 Milliliter Wein getrunken vorgestern.
- 19:44SPEAKER_01: Und wenn das gelingt, dann ist es okay.
- 19:46SPEAKER_01: Die Frage ist allerdings auch, wie fühle ich mich dabei?
- 19:49SPEAKER_01: Es geht nicht immer nur darum, die Alkoholmenge so runterzuschrauben, dass sie von der Weltgesundheitsorganisation akzeptabel ist, sondern wie fühle ich mich dabei?
- 20:00SPEAKER_01: Wenn ich den ganzen Tag nur warte auf diese zwei Glas und dann bedaure, dass diese zwei Glas leer sind, dann habe ich auch ein Problem.
- 20:05SPEAKER_01: Ich nenne mir fähige Lebensqualität.
- 20:08SPEAKER_02: Definitiv.
- 20:10SPEAKER_02: Ja, ich glaube, das war für viele, die jetzt hier zuhören, schon ein wichtiger Impuls, einmal still in sich hineinzuhören und vielleicht etwas bewusster auf die eigenen Muster zu schauen.
- 20:20SPEAKER_02: Und letztendlich geht es uns ja heute auch hier um eine Art der Sensibilisierung.
- 20:25SPEAKER_02: Und ich möchte da wirklich auch allen Führungskräften dann nochmal Mut zusprechen.
- 20:30SPEAKER_02: Sucht euch Unterstützung.
- 20:32SPEAKER_02: Und ich habe nicht immer so gute Erfahrungen mit Hausärzten gemacht, ehrlich gesagt.
- 20:38SPEAKER_02: Viele Hausärzte, die halt gewohnt sind, einen Patienten nach dem anderen durchzuschleusen, die sich nicht auskennen, auch mit psychischen Erkrankungen, die dann auch gerne mal zu einem Psychopharmaka greifen und es verschreiben, ohne sich tatsächlich darin auszukennen.
- 20:53SPEAKER_02: Und wenn es doch so sein sollte, dass es da eine medikamentöse Unterstützung braucht, empfehle ich in aller Dringlichkeit, geht da wirklich zu einem Facharzt dafür, der sich auskennt, der schaut sich euer System dann auch gezielt an.
- 21:09SPEAKER_02: Nicht jedes Psychopharmaka wirkt bei jedem gleich.
- 21:13SPEAKER_02: Und auf dem Markt gibt es auch ständig Neuerungen.
- 21:16SPEAKER_02: Das ist jetzt das, was man vor zehn Jahren gegeben hat.
- 21:19SPEAKER_02: Ergibt man heute beispielsweise auch nicht.
- 21:21SPEAKER_02: Und ich sehe dich da auch schon nicken zu dem Thema.
- 21:26SPEAKER_01: Ja, also ich glaube, es gibt keinen Hausarzt, der seinen langjährigen Patienten einfach drauf anspricht und sagt, ich glaube, du hast ein Alkoholproblem.
- 21:35SPEAKER_01: Dann befürchtet er eher, dass der Patient zum anderen Arzt geht.
- 21:39SPEAKER_01: Das würden die auch oft machen.
- 21:40SPEAKER_01: Aber wenn der Patient selber sagt zu dem Arzt seines Vertrauens, kann der Hausarzt sein, ich habe ein Alkoholproblem.
- 21:48SPEAKER_01: Welche Möglichkeiten habe ich?
- 21:50SPEAKER_01: Dann ist es was anderes.
- 21:52SPEAKER_01: Die medikamentöse Geschichte, die du da ansprichst, was disaster for now 20 Jahren.
- 21:58SPEAKER_01: Es gibt das berühmte Distraneurin.
- 22:06SPEAKER_01: And this haben die Hausärzte unwissend den Patienten nach Hause gegeben.
- 22:09SPEAKER_01: They have a doppelabhängigkeit entwickelt, Alcohol and Distraneurin-Apphängigkeit.
- 22:13SPEAKER_02: Bingo.
- 22:14SPEAKER_01: All the other medicaments, die gegen the gear gerichtet, den Suchtdruck reduzieren sollen, also an anti-craving Mittel funktioniert nur mit Psychotherapie.
- 22:25SPEAKER_01: Also that I was never, Acamposat is a medicament, that next man, that reduziert den Suchtdruck.
- 22:31SPEAKER_01: Aber das hilft dann auch nicht bei gesellschaftlichen Anlässen.
- 22:34SPEAKER_01: Jetzt habe ich vielleicht einen reduzierten Suchtdruck, bin aber gehemmt, traue mich nicht zu sprechen, fühle mich nicht wohl, habe keinen Spaß.
- 22:41SPEAKER_01: Also das hilft nicht bei der Verhaltensänderung.
- 22:46SPEAKER_02: Ja, lieber Jürgen, dann bedanke ich mich vielmals.
- 22:49SPEAKER_02: Unsere gemeinsame Zeit für heute ist schon wieder vorbei.
- 22:51SPEAKER_01: Auch schnell geht schnell.
- 22:55SPEAKER_02: Vielleicht auch nochmal für euch.
- 22:57SPEAKER_02: Die Frage ist ja nicht immer nur nach der Menge, wobei man die, wie wir gerade gehört haben, ja definitiv auch im Auge behalten soll, sondern das, was auch schon leicht angeklungen ist, was passiert, wenn nicht?
- 23:09SPEAKER_02: Was passiert, wenn du nicht dein Bier trinkst?
- 23:12SPEAKER_02: Und wenn es nur ein Bier ist, ich brauche mein Bier, um runterzukommen, ja, vom stressigen, oder das habe ich mir verdient, ja, auch Alkohol als Belohnung beispielsweise.
- 23:22SPEAKER_02: Was passiert, wenn nicht?
- 23:24SPEAKER_02: Und das macht schon einen entscheidenden Suchtfaktor aus.
- 23:28SPEAKER_02: Und abgesehen davon, wenn wir schon von Suchtfaktor sprechen, da steckt das Wort Sucht drin und im Wort Sucht steckt das Wort suchen drin.
- 23:38SPEAKER_02: Wenn man sich damit auseinandersetzen möchte, vielleicht in einem ruhigen Moment, kannst du dir überlegen, was suchst du?
- 23:44SPEAKER_02: Was suchst du, was du sonst vielleicht in deinem Alltag nicht bekommst, was dir eine form von Ruhe und Gelassenheit schenken möchte.
- 23:53SPEAKER_02: Was ist dein Suchen?
- 23:56SPEAKER_02: Mit der Suchaufgabe möchte ich euch jetzt auch erstmal alleine lassen.
- 23:59SPEAKER_02: Ich bedanke mich bei dir ganz herzlich, liebe Jürgen, für die tollen und spannenden Impulse.
- 24:04SPEAKER_01: Aber gern geschehen, liebe Leila.
- 24:06SPEAKER_02: Wieder ein andermal und ich sage euch tschüss und vielen Dank fürs Zuhören.
- 24:12SPEAKER_00: Vielen Dank fürs Zuhören.
- 24:14SPEAKER_00: Weitere Informationen finden Sie unter amtsalerlei.de.
- 24:18SPEAKER_00: Wenn Ihnen der Podcast gefällt, abonnieren Sie Amtsallerlei und empfehlen Sie uns gerne weiter.
- 24:23SPEAKER_00: Und denken Sie daran.
- 24:24SPEAKER_00: Bleiben Sie wirksam für die Menschen, für die Verwaltung, für die Zukunft.
- 24:29SPEAKER_00: Denn gute Führung in der Verwaltung bewegt mehr, als man oft auf den ersten Blick sieht.