Latest / Gin And Talk / Omid Nouripour über Krieg, Krisen und Optimismus
Transcript
- 0:00Speaker 0: Es ist so viel in die Rede gebeten, die letzten Wochen von Einzelwaffensystem.
- 0:05Speaker 0: Und ja ich verstehe das auch und das ist sehr konkret und die Wahrheit ist immer konkret und es geht darum dass wir Deutsche auch alles dafür tun müssen damit wir schneller werden und substanzieller werden bei unserer militärischen Unterstützung.
- 0:17Speaker 0: aber was dabei ein bisschen unter der Rede geraten ist, ist das Leiden der Leute in den Ukraine.
- 0:23Speaker 0: Das ist einfach in der Ausmixamkeit nicht mehr ganz oben unterhaltend.
- 0:26Speaker 0: Es hat sich für einen Fehler, weil die Leute leidengewaltig.
- 0:30Speaker 0: Es ist ganz füchterlich!
- 0:32Speaker 0: Es ist total richtig, dass wir ganz drehen da drauf gucken müssen was sonst noch auf der Welt passiert und die auch mixamkretlich verlieren dürfen im Windschatten dessen.
- 0:39Speaker 0: Was in der Ukraine passiert.
- 0:40Speaker 0: dazu gehört auch die Welternehrungskrise, die daraus erwächst mit potenziell hundert Millionen von Toten der Verhungerenden.
- 0:46Speaker 0: es ist halt nicht wirklich machbar Und deshalb ist es umso wichtiger, dass wir europäisch denken.
- 0:52Speaker 0: Dass wir europaisch handeln und dass wir mit den Partnerstaaten ganz eng beieinander bleiben auch wenn das manchmal sau anstrengend ist.
- 1:00Speaker 1: Herzlich Willkommen!
- 1:01Speaker 1: Mein Name ist Daniel Fürk und bevor wir gleich in dieses Gespräch starten möchte ich kurz unseren heutigen Gast vorstellen.
- 1:08Speaker 1: Ummit Nuri Purr ist seit dem Jahr im Jahr die Mitte des Deutschen Bundestages.
- 1:12Speaker 1: Der im Iran geborene Politiker widmet sich intensiv der Außen- und Verteidigungspolitik.
- 1:17Speaker 1: Und gehört zweifelsohne zu den fähigsten politischen Köpfen, die wir in diesen Bereichen derzeit haben.
- 1:22Speaker 1: Seit Februar ist er zusammen mit Ricarda Lang außerdem Bundesvorsitzender von Bündnis Neunzig Die Grünen.
- 1:29Speaker 1: Ich wollte von ihm wissen wie absehbar der Krieg in der Ukraine eigentlich tatsächlich war ob wir Putin all die Jahre unterschätzt oder ignoriert haben und ob wir eher optimistisch oder pessimistisch in die Zukunft blicken sollten.
- 1:42Speaker 1: Bevor wir aber gleich in das Gespräch starten, noch ein Hinweis und eine Einladung für euch.
- 1:46Speaker 1: Am fünften und sechsten Juli also nächste Woche findet in München nach zwei Jahren Pandemie-Pause endlich wieder unser Forty Eight Forward Festival statt!
- 1:55Speaker 1: An zwei Tagen geht es hier um unsere Zukunft – um die großen Themen unserer Zeit und ihr habt die Möglichkeit bei einigen Podcastaufzeichnungen live dabei zu sein, darunter auch einer Episode Djinn and Talk mit Jan Weiler am ersten Festivalabend.
- 2:09Speaker 1: Meldet euch an und seid dabei, alle Infos findet ihr unter.
- 2:40Speaker 1: Lehm dich zurück und tauche ein in die verrucht düstere
- 2:45Speaker 0: Atmosphäre unserer Studio-Bar.
- 2:55Speaker 1: Und mit NuriPro, ich freue mich sehr dass wir uns heute hier zusammenschalten können virtuell.
- 3:00Speaker 1: Wir haben gerade schon gesagt in der Bar wäre es noch schöner gewesen aber das holen wir dann einfach mal nach.
- 3:04Speaker 1: herzlich willkommen!
- 3:05Speaker 0: Herzlichen Dank, ich freu mich auf die Bar!
- 3:07Speaker 1: Sag mal Klimawandel, Pandemie Krieg Wirtschaftskrise Inflation.
- 3:14Speaker 1: Ich könnte die Liste Wahnsinnig weit lange weiterführen wahrscheinlich, wenn ich ein bisschen weiter darüber nachdenken würde.
- 3:22Speaker 1: Wir haben so viele Themen gerade irgendwie auf dem Tisch liegen und... Ich habe immer so einen Störgefühl weil wenn ich irgendwie in die Gesellschaft so rausschaue also bin hier irgendwie im schönen München da ist die Welt irgendwie ja immer gefühlt in Ordnung.
- 3:36Speaker 1: So richtig angekommen scheint es bei den Leuten noch nicht zu sein wie ernst die Lage eigentlich momentan ist.
- 3:43Speaker 1: oder wie geht's dir?
- 3:45Speaker 0: noch eine Krise hinzufügen von all denen, die du nicht gar nicht erwähnt konntest weil so viele sind und das ist jetzt das Artensterben.
- 3:53Speaker 0: Weil das nicht irgendeine Krise ist sondern den Planeten und vor allem das Leben auf dem Planeten bedroht.
- 3:59Speaker 0: Es ist richtig dass jetzt nicht alle in Krisenmodus rumlaufen aber ehrlich gesagt ist auch gut so.
- 4:05Speaker 0: Ich meine, ich stell dir vor alle laufen irgendwie.
- 4:07Speaker 0: du gehst morgens in die U-Bahn steigst ein und sagst guten Morgen.
- 4:10Speaker 0: Und die Leute gucken dich alle an mit Panik und sagen oh Gott wir werden alles sterben.
- 4:14Speaker 0: Wir leben davon dass wir verdrängen.
- 4:16Speaker 0: das ist eine DNA der Menschheit und es auch okay sonst wird man ja nicht überstehen können was alles auf jemanden einprasselt.
- 4:25Speaker 0: aber es ist richtig dass wir jetzt Krisen haben die nicht nur in der Kombination sondern teilweise auch einzeln so bedrohlich wie noch nie.
- 4:34Speaker 0: Und das ist natürlich allen voran die Bedrohung der Existenzgrundlagen in Menschheit.
- 4:40Speaker 0: Und dann potenziert sich das!
- 4:43Speaker 0: Jetzt bräuchte es eine Menschheit, die zusammenarbeitet und just jetzt fällt's die Friedensordnung bei uns auf dem Kontinent auseinander... ...und das ist schon zum
- 4:52Speaker 0: Verzweifeln.".
- 4:53Speaker 1: Was denkst du denn eigentlich?
- 4:54Speaker 1: Wie viel Kalkül steckt hinter Putins Strategie?
- 4:59Speaker 1: genau jetzt also inzwischen sind sie ja um die Nicht, dass ich mich verrechne.
- 5:04Speaker 1: Irgendwas um die hundertdreißig Tage nach Kriegsausbruch in der Ukraine das Putin genau diesen Zeitpunkt gewählt hat war knallharte Strategie.
- 5:13Speaker 1: oder also wir haben ein Regierungswechsel in Deutschland Wir haben einen vielleicht nicht ganz so starken zumindest nicht ganz dominanten Präsidenten in den USA Wir haben gerade sehr viel im Umbruch plus wir kommen aus einer Pandemie heraus, wo wir ohnehin sehr geschwächt sind.
- 5:32Speaker 1: Wo unsere Wirtschaft nicht allzu gut vielleicht dasteht und die Menschen auch ein Stück weit eher niedergeschlagen noch sind war eigentlich knallhart.
- 5:42Speaker 1: ist Strategie oder?
- 5:44Speaker 1: das
- 5:44Speaker 0: muss man nämlich grundsätzlich annehmen.
- 5:47Speaker 0: Und ja es ist richtig ich würde noch die französischen Wahlen und die Wahlkämpfe in Frankreich dazu zählen.
- 5:54Speaker 0: Allerdings ist eine Sache auch sehr klar, all das was als schwäche Momente der Demokratien wahrgenommen worden sind waren keine.
- 6:03Speaker 0: Und wir sind am Ende zusammengeblieben und haben sehr stark und deutlich gezeigt dass das Putin uns unterschätzt.
- 6:12Speaker 0: Das ist noch überhaupt nicht vorbei.
- 6:13Speaker 0: Es ist ein Marathon, es wird noch lange dauern.
- 6:16Speaker 0: Auch wenn der Krieg zu Ende sein sollte, sind wir nicht mal von seinen Planeten wie vorher.
- 6:21Speaker 0: aber dass wir zusammenstehen können und dass wir zusammen was hinkriegen, ist glaube ich auch sehr, sehr ermutigend.
- 6:30Speaker 0: Und sollte auch für die anderen Krisen, die du alle genannt hast, leitend sein, handlungsleitend sind.
- 6:36Speaker 0: Aber nee es ist kein Zufall der Zeitpunkt und so vieles andere auch nicht.
- 6:42Speaker 0: wenn ich mal ein Beispiel sagen darf Die Art der Reduktion der Gaslieferungen aus Russland mutet sehr stark, nicht zufällig an.
- 6:54Speaker 0: Das mutt jetzt sehr stark so an.
- 6:55Speaker 0: also würden Sie ganz genau gucken wie kriegen wir die Gaspeicher voll für den Winter?
- 7:00Speaker 0: Wo kaufen wir der Neugas auf?
- 7:03Speaker 0: und dann hauen sie ein paar Prozent drauf und reduzieren dem entsprechend.
- 7:07Speaker 0: Und das ist alles kein Zufall.
- 7:11Speaker 1: All die jahre unterschätzt du.
- 7:12Speaker 1: da haben wir einfach noch nicht wahrhaben wollen was für ein menscher tatsächlich ist oder welches spiel er eigentlich mit dem rest der welt spielt.
- 7:21Speaker 0: Das bittere isst hat ja all das mir oder minder offen gesagt in reden in artikeln in interviews und es gab eine sehr starke tendenz dass einfach wegzuschieben und einfach nicht war haben zu wollen.
- 7:39Speaker 0: Es gab Wandel durch Annäherung als Leitmotiv.
- 7:44Speaker 0: Im Übrigen ist es nicht falsch per se, weil Wandeln durch Entfernung sich ja nicht wirklich hilfreich und daraus wurde aber immer mehr wandel-durchhandel.
- 7:54Speaker 0: also wir machen einfach Geschäft, dann ist gut.
- 7:56Speaker 0: dabei hat man unterschätzt dass die Grundlage für billige Fossile aus Russland auch eine fossile Mafia Fert oder auch an die Wand fährt, wie es gerade sichtbar ist.
- 8:11Speaker 0: Und das hat aber zu großen Scheuklappen teilweise geführt.
- 8:16Speaker 0: Ich habe dieser Tage mit dem man geredet.
- 8:18Speaker 0: sie hat gesagt Man kann darüber streiten wann man hätte aufwachen müssen Und es gibt ja viele Interpretationen.
- 8:25Speaker 0: Die einen sagen mit der Adektion, die anderen sagen mit dem Krieg in Georgien, mit dem Einmarschinen im Moldau und mit dem Plattbomber von Grosje, der Hauptstadt von Tschetschenien.
- 8:36Speaker 0: Sie sagte wir hätten vielleicht erwachen müssen als es anfing in Russland mit der Ermordung der Oppositionell oder der Journalistin.
- 8:47Speaker 0: Da ist ganz viel dran!
- 8:49Speaker 0: Es ist jetzt vergossene Milch Und gerade meine Partei hat, glaube ich, lauter und früher als alle anderen alle angeschlagen.
- 8:57Speaker 0: Aber dafür können wir alles nix kaufen!
- 8:58Speaker 0: Das ist halt jetzt die Situation... Jetzt ist der Moment wo wir das Roder rumreißen müssen mit einer Zeit, die wir eigentlich nicht zur Verfügung
- 9:07Speaker 1: haben.".
- 9:07Speaker 1: Du bist ja genauso wie deine Parteifreundin Annalena Berbock, der Meinung dass die Ukraine diesen Krieg gewinnen muss?
- 9:16Speaker 1: Würdest du denn sagen, dass es überhaupt... möglich mit der Strategie, die auch die restliche Weltgemeinschaft momentan fährt.
- 9:24Speaker 1: Also mit Waffenlieferungen muss ja auch ehrlich aber sagen Teile dieser Waffen Lieferung kommen vielleicht gar nicht an weil sie auf dem Weg dahin schon irgendwie wieder zerstört werden.
- 9:35Speaker 1: Aber was wir momentan tun sind extreme Wirtschaftssanktionen Die wir immer weiter zu verschärfen versuchen.
- 9:43Speaker 1: Auf der anderen Seite macht Putin natürlich in die andere Richtung ein Stück weit dasselbe.
- 9:49Speaker 1: Er weiß genau, ob er uns wirklich treffen kann bei diesem Rohstoffthema.
- 9:55Speaker 1: Allzu viele andere Möglichkeiten hat er ja gar nicht.
- 9:58Speaker 1: Aber Sanktionen und Waffenlieferungen sind eigentlich gerade die beiden Mittel, die wir in der Hand haben?
- 10:05Speaker 1: Ist es realistisch dass die Ukraine damit früher oder später den Krieg gewinnen kann?
- 10:12Speaker 0: Ja weil wenn jemand unterschätzt worden ist am meisten, dann haben sie die Leute in der Ukraine.
- 10:18Speaker 0: Ich fahre die letzten Jahre sehr oft in dem Land und das ist die zentrale Lehre gewesen nach zwei Vierzehnten.
- 10:24Speaker 0: Das ist der Grund, warum Marius Pol damals nicht gefallen ist, warum den Landweg auf die Krim von der russischen Seite nicht hergestellt werden konnte, warum Russland dieser unfassbar surreal teure Brücke bauen musste, die unglaublich viel Infrastrukturkosten des gesamten Landes abgezogen
- 10:43Speaker 0: hat.".
- 10:44Speaker 0: Und deshalb sind die Leute in der Ukraine so unglaublich empfehlig.
- 10:50Speaker 0: Wenn wir über Gewinnen reden, reden wir jetzt nicht davon, dass sie keine Ahnung nach Rostov marschieren.
- 10:59Speaker 0: Es geht darum, dass hier die Souveränität, Freiheit und Demokratie ihre Würde zurück gewinnen.
- 11:06Speaker 0: Sie werden davon nicht Abstand nehmen.
- 11:09Speaker 0: Sie wollen davon nicht lassen!
- 11:11Speaker 0: Das kann Ihnen auch wirklich niemanden bedenken... Wir versuchen ihnen zu helfen mit den Dingen, die du beschrieben hast.
- 11:17Speaker 0: Mit Sanktionen und Waffenlieferungen.
- 11:20Speaker 0: Die Waffen-Lieferung sind nicht so schnell wie wir uns das vorstellen auch weil es ganz viele wirklich frustrierende Sachzwünge gibt.
- 11:29Speaker 0: Der Gepard, unsere Modition viel zitiert ist ein Beispiel dafür wo man da sitzt und sich denkt oh mein Gott was ist eigentlich die letzten Jahre hier passiert.
- 11:39Speaker 0: aber die Sanktsionen sind nicht unterschätzt.
- 11:43Speaker 0: Noch nie hat die Sanktion zu sofortigem Verhaltensumstrom geführt, aber dass sie jetzt hart treffen ist eine Offensichtlichkeit.
- 11:51Speaker 0: Und wenn wir davon ausgehen das der Auseinandersetzung Marathon ist in der Sanktsion genau so richtig und wird auch mehr geben.
- 12:00Speaker 0: Die ist gerade auch über den G-Sieben beschrocken worden in Elmau, dass nach den zahlreichen neuen Kriegsverbrechen durch den Kreml das man da auch nachlegen würde müssen.
- 12:09Speaker 0: also Wir stehen der Ukraine bei, wir tun alles damit der Konflikt nicht entgrenzt wird.
- 12:15Speaker 0: Weil niemand was davon hat wenn Nuklearblöcke wie NATO und Russland aneinander geraten.
- 12:21Speaker 0: aber dass wir den Leuten in der Ukraine beistehen müssen ist eine Binselweise.
- 12:26Speaker 0: Und das versuchen wir gerade.
- 12:28Speaker 1: Ein guter Freund von mir der bis kurz vor Kriegsausbruch sehr hoher Positionen im russischen Staatskonzern war ich umschreibt es mal so Nein, nein.
- 12:44Speaker 1: Aber der inzwischen auch wieder in Deutschland ist.
- 12:46Speaker 1: Ich war vergangene Woche mit ihm essen und habe so ein bisschen darüber gesprochen wie eigentlich die Situation in Moskau auch zu Kriegsausbruch war.
- 12:54Speaker 1: Und er hat auch ganz deutlich gesagt ... In Moskau findet man kaum jemanden, der diesen Krieg unterstützt.
- 13:03Speaker 1: Der Meinung ist dass das was Putin da gerade macht eine gute Idee wäre oder irgendjemand einen Nutzen bringt.
- 13:09Speaker 1: ganz im Gegenteil.
- 13:11Speaker 1: Wie kann es denn sein, dass dieser Mann inmitten dieser Situation mit eigentlich aus den Einflussreichen Sphären des Landes kaum Unterstützung für dieses Kriegsvorhaben findet.
- 13:27Speaker 1: Wie kann es denn sein, dass er sich gegen all diese Widerstände einfach oder die eigentlich einfach weg ignoriert und trotzdem macht was er tut?
- 13:35Speaker 0: Ich muss zugeben ich sehe die Widerstande nicht!
- 13:38Speaker 0: Die Wahrnehmung deines Freundes in allen Ehren gibt unabhängige Umfragen, die eine andere Sprache sprechen.
- 13:46Speaker 0: Es ist halt nun mal so das die Presselandschaft in den Russland die letzten Jahre komplett auf den Kreml geschaltet wurde, dass unabhängige Medien wirklich weggedrückt wurden, zensiert worden sind.
- 14:02Speaker 0: Leute umgebracht worden sind die die recherchiert haben und in einem Land das gerade in ländlichen Regionen sehr wenig digitalisiert ist.
- 14:13Speaker 0: Ist das Fernsehen weiterhin das Leitmedium?
- 14:16Speaker 0: Das Fernsehen bewirft sich mit Propagandale Und das Levada-Institut, das ist der letzte unabhängige Meinungsforschungsinstitut.
- 14:28Speaker 0: Sie hat Zustimmung zu diesem Krieg von – weiß ich gar nicht mehr, jetzt die aktuelle Zahl – aber schon sehr eindeutig und klar.
- 14:37Speaker 0: Deshalb kann es sein, dass in Moskau anders ist, aber in der Breite des Landes ist es nicht so.
- 14:44Speaker 0: Die Leute, die in den ersten Tagen ja auch mutig auf die Straße gegangen sind und dagegen protestiert haben….
- 14:50Speaker 0: Die haben ja brutal hohenpreis bezahlt.
- 14:53Speaker 0: Und die Gesetzgebung ist verändert worden, die Geschwindigkeiten mit der dort... ...die Reste der Freiheit der Leute auch ihre Proteste ihrer Unzufriedenheit, ihre Meinungsunterschiede zum Ausdruck zu bringen sind wirklich weggedrückt worden mit harter Repression.
- 15:10Speaker 0: und dass die Leute jetzt nicht in den Erfolgsaufstand gehen bei dem Mehrheitsverhältnissen bei der Repression also.
- 15:20Speaker 0: Man kann von Leuten viel verlangen, aber Heldentum ist nicht was jetzt quasi auf Bäumen wächst.
- 15:27Speaker 0: Siehst du in Belarus ja auch?
- 15:28Speaker 0: In Belarus sind die Leute unter härtesten Umständen auf den Gas gegangen und haben – ich weiß gar nicht wie lange – eineinhalb Jahre gegen diese gefälschten Wahlen protestiert, verhaftet worden, vergewaltigt worden, umgebracht worden.
- 15:44Speaker 0: Und die Kraft der Leute ist nicht unendlich!
- 15:48Speaker 0: Ganz viele sind auch in die Flucht geschlagen worden, wenn sie nicht im Gefängnissen sind gerade.
- 15:52Speaker 0: In Russland ist es mindestens genauso.
- 15:54Speaker 1: Während wir hier sprechen... ...in der letzten Nacht wurde ein Einkaufszentrum in der Ukraine beschossen und zerstört mit wahnsinnig vielen Opfern.
- 16:05Speaker 1: Es ist immer noch nicht genau absehbar wie viele Opfer es tatsächlich waren.
- 16:11Speaker 1: Wir sind in dieser Kriegsführung ja schon lange weg von irgendeine Art von.
- 16:16Speaker 1: wir beschießen nur strategische Ziele, wir beschiesen nur Militärstützpunkte oder Infrastruktur.
- 16:22Speaker 1: Sondern es geht ja wie du ja auch in einem Interview gesagt hast, es geht eigentlich nur noch um Zerstörung.
- 16:27Speaker 1: Es geht nur noch die Zerstörung einer Nation und das Töten von Menschen und einfach die Existenz der Ukraine nicht nur infrage zu stellen sondern sie einfach zu zerbomben.
- 16:44Speaker 1: Wie geht es dir damit?
- 16:48Speaker 1: Wie könntest du überhaupt so weit kommen, dass wir alle moralischen ethischen Grenzen komplett weggewischt worden sind von einem Menschen mit dem wir bis vor zwei Jahren, drei oder vier Jahren noch an Tischen saßen und über die Zukunft diskutiert haben.
- 17:12Speaker 0: Das waren so viele frustrierende Fragen in einem.
- 17:15Speaker 0: Wir sehen so viele Kriegsverbrechen, ich weiß gar nicht wo man anfangen muss, es ist mittlerweile echt nicht mehr gescheit aufzuziehen.
- 17:26Speaker 0: im Übrigen ist es so wichtig dass das alles registriert wird, dass es fast gehalten wird, diese Kriegs Verbrechen nicht Normalität werden und dass man nach dem Kriegesach ist da was passiert keine Ahnung.
- 17:38Speaker 0: Ich mache ja wie fühlt mein ganzes Leben lang Beschäftige hier mit überfüllten Konflikten und Kriegen.
- 17:47Speaker 0: Und wenn ich eine Lehre daraus gezogen habe, dann ist es die das eine Nicht-Aufarbeitung zum nächsten Konflikt führt.
- 17:55Speaker 0: Dass wenn Ungerechtigkeit nicht aufgelöst wird... Es gibt viele Formeln davon von den Nürnberger Kriegsverbrecher tribunale bis zur Wahrheitskommission in Rwanda ohne dass sich die Verbrechen irgendwie vergleichen wird.
- 18:12Speaker 0: Aber wenn man das nicht macht, dann staut sich einfach die Ungerechtigkeit zum nächsten Konflikt aus.
- 18:18Speaker 0: Deshalb ist es so wichtig jetzt aufzuzeichnen was da passiert, zu registrieren was da in der Hoffnung eines Tages passiert.
- 18:24Speaker 0: Die Leute, die dafür verantwortlich sind auch zur Rechenschaft zu ziehen.
- 18:28Speaker 0: Ich habe guten Freund in Oplast also in einer Region in Mariopol.
- 18:34Speaker 0: Er erzählt mir, dass seine Kusine ihn anruft weinend und sagt ich hab jetzt rausgefunden wo ich bin.
- 18:40Speaker 0: Ich bin mit meinen Kindern verschleppt worden, jetzt bin ich in Nord-Osten Sibirien.
- 18:43Speaker 0: Du wusstest die ganze Zeit nicht wo ich bin hier mit einem ukrainischen Passball genommen mit den russischen in die Hand gedrückt.
- 18:51Speaker 0: Es gibt Berichte dass es hunderttausende von solchen Verschleppungen gibt um nochmal eine weitere ich finde extrem wenig beachtete Art des Kriegsverbrechts zu sehen.
- 19:06Speaker 0: und Ich will noch was Grundsätzliches sagen.
- 19:10Speaker 0: Entschuldigung, ich will jetzt nicht um deine Frage herumreden.
- 19:12Speaker 0: Ja aber das sind so viele und so... Das ist so emotional!
- 19:15Speaker 0: Es ist so viel in die Rede gebeten die letzten Wochen von einzelnen Waffensystemen.
- 19:20Speaker 0: Und ja, ich verstehe es auch und das ist sehr konkret und die Wahrheit ist immer konkret und es geht darum dass wir Deutsche alles dafür tun müssen damit wir schneller werden und substanzieller werden bei unserer militärischen Unterstützung.
- 19:33Speaker 0: Aber was dabei ein bisschen unter die Rede geraten ist, das Leiden der Leute in der Ukraine.
- 19:39Speaker 0: Das ist einfach in der Aufmerksamkeit nicht mehr ganz oben und halt.
- 19:42Speaker 0: Es hat sich für einen Fehler, weil die Leute leidengewaltig.
- 19:47Speaker 0: Es ist ganz, ganz fürchterlich.
- 19:52Speaker 0: Die Schlacht von Kharkiv im Zweiten Weltkrieg, die Belagung durch die Wehrmacht und den Unterstützung des Waffen-SS über Zweihunderttausend Toten.
- 20:02Speaker 0: Die letzte Schlacht war auf diesem riesigen Platz vor dem Brathaus.
- 20:06Speaker 0: Ich stand davor, ich weiß nicht drei Jahren vier Jahre und dann siehst du in Leif wie dieser Platz dann in den Luft ausgeht weil da ballistische Raketen einschlagen wo die einfach ganz schlecht wurden.
- 20:17Speaker 0: Ballistische nehme ich wieder zurück.
- 20:18Speaker 0: für die Leute die jetzt sofort irgendwelche Mails schreiben ahnungslos.
- 20:22Speaker 0: ja ja stimmt schon Es ist alles ganz furchtbar Und es ist nicht wirklich zu ertragen.
- 20:32Speaker 0: Zum Wahnsinnigwerden, dass wir die letzten Jahre bei allen Rufen, die es gegeben hat.
- 20:39Speaker 0: Bei aller Notwendigkeit auch auf Warnungen zu hören.
- 20:43Speaker 0: Protein signifikante Raffen mani hat gegeben haben.
- 20:47Speaker 0: An Nord Stream II zum Beispiel europäischer Spalter.
- 20:51Speaker 0: ganz viel Geld ist da versenkt worden um die Abhängigkeit Deutschland vor russischem Gas zu erhöhen.
- 20:58Speaker 0: Die Gasspeicher waren am ersten Tag des Krieges leer nicht zufällig.
- 21:03Speaker 0: Die gehört nämlich Gasbrum, Staatseigentum der Russischen Federation.
- 21:08Speaker 0: Also das alles zusammengenommen ist einfach nur zum Verzweifeln.
- 21:13Speaker 0: Es gibt glaube ich verschiedene Arten vor Verzwäpfelung.
- 21:16Speaker 0: Verzwerflungen derer die gehofft haben und investiert haben in den Vertrauen.
- 21:21Speaker 0: Verzeiflung derer, die gewarnt haben und nicht gehört worden sind.
- 21:25Speaker 0: aber die größte Verzwaiflung ist die der lordine Ukraine.
- 21:29Speaker 0: Und deshalb ist der Rest ehrlich gesagt gerade nicht Wichtig ist nachrangig.
- 21:33Speaker 0: Wichtig, dass wir gucken und es für den Leuten hilft.
- 21:36Speaker 1: Solche sehr ideologisch getriebenen Kriege wie wir sie gerade in der Ukraine sehen tendieren ja schnell dazu so eine ganz gefährliche brandgefährliche Eigendynamik noch on top zu entwickeln.
- 21:51Speaker 1: also wie sehr auch zum Beispiel im Zweiten Weltkrieg war das Soldaten auf einmal nur noch die sagst bewusst so drastisch, die Lust am Töten sehen und einfach ohne Rücksicht auf Verluste.
- 22:05Speaker 1: Einfach nur noch irgendwelche ja nur noch diesen diesen diesen Warn diesen diesen wahren Fröhnen sozusagen.
- 22:14Speaker 1: glaubst du wir sind da schon an dem Punkt in der ukraine.
- 22:16Speaker 1: also gerade wenn man sich diese diese kriegsverbrechen anschaut sind wir da schon darüber hinaus dass es eigentlich wirklich auch für die Soldaten die noch motiviert sind auch wirklich eigentlich nur noch um es reine Töten geht, weil sie jede Art von Realität verloren haben?
- 22:36Speaker 0: Ich glaube das ist eine Mischung von Befehl und lange Leine und dem was du weiter beschrieben hast.
- 22:43Speaker 0: Das ist also glaube ich sehr unterschiedlich auch je nach Ort.
- 22:47Speaker 0: In Cherson gibt es eine Reihe von Berichten über Vergewaltigungen und Plünderungen.
- 22:56Speaker 0: Das mutt jetzt sehr stark das System an und nach Befehl.
- 23:01Speaker 0: Dann gibt es, wie gesagt, eine lange Leine wo es nicht einen Befehr gibt aber hier weggeguckt wird.
- 23:06Speaker 0: und dann gibt es auch das was du beschrieben hast.
- 23:08Speaker 0: ich weiß nicht wie man's nennt so Blutrausch?
- 23:10Speaker 0: Ich hab keine Ahnung.
- 23:12Speaker 0: Es ist offensichtlich dass die russische Seite ein größeres Problem hat zu motivieren und die Moral der Truppe, der eigene Truppe hochzuhalten.
- 23:24Speaker 0: Da sind teilweise Leute, die da reingezogen wurden weil ihnen versprochen worden ist zu einem Zeitpunkt.
- 23:32Speaker 0: Da sieht man auch wie lange dieser Krieg vorbereitet worden ist von so einem Zeit-Punkt also niemand dachte das es zu dem Krieg kommt sich verpflichten zu lassen für die Reserve.
- 23:41Speaker 0: dafür würde der Staat ihre Darlehen, die sie privat hatten dann übernehmen.
- 23:46Speaker 0: Die Leute sind jetzt in der Hitze in Süd-Ukraine und wissen gar nicht so genau, warum sie da sind.
- 23:55Speaker 0: Und die Leute brauchen Motivationen und dementsprechend diese Kriegsverbrechen, Plünderung für Gewaltigung all diese Dinge, die nicht neu sind, die es gibt sei das Krieg gibt jetzt wieder mit einer unerträglichen Härte da wie man sich nicht vorstellen wollte.
- 24:11Speaker 0: Das ist wie gesagt unter dem Schicksal egal weil es natürlich nicht egal wird.
- 24:16Speaker 0: die Leute vor Ort aber die Verantwortung dafür Es ist eindeutig die Verantwortung tragen, die Kommandeure und die Kommandokette.
- 24:23Speaker 0: Und sie endet bei Scheugut im Verteidigungsminister und oben drüber bei der Putininpräsidenten.
- 24:29Speaker 0: Das sind diejenigen, die Verantwortung haben für alle, sich dies zu
- 24:31Speaker 0: bringen.".
- 24:31Speaker 1: Gerade gestern war es glaube ich als Putin angekündigt hat dass er am G-twanzig Treffen teilnehmen möchte.
- 24:39Speaker 1: Würdest du das vielleicht... ersten Schritt einer vielleicht wieder Öffnung seinerseits zur Vernunft werden?
- 24:50Speaker 1: oder wie würdest du diesen Schritt sehen?
- 24:53Speaker 0: Nein, mit Nichten.
- 24:54Speaker 0: Ich sehe das als eine Kampfansage.
- 24:56Speaker 0: Es geht um die Kampfansager dass Russland um Mehrheiten und Allianzen in der Welt kämpft.
- 25:02Speaker 0: wir hatten diese historische Abstimmung auf die ich sehr stolz bin weil unserer Hausministerin von meiner Partei, die ich sehr schätze, Annalena Baerbock einen signifikanten Beitrag dazu geleistet hat.
- 25:13Speaker 0: Das ist hundert, ich glaube, achtundvierzig Staaten in der Generalversammlung der Vereinten Nationen diesen Krieg verurteilt haben und das hat es noch nie gegeben, dass eine Veto-Macht ein Nuklearstaat in einer Abstimmung in den Generalversamlungen geht und mit fünf Stimmen ausrungen kommt.
- 25:30Speaker 0: Und die vier, die mit ihm gestimmt haben waren ja alles die übelsten Folterdiktatoren Nordkorea, Syrien, Eredrea Belau und Russland versucht es jetzt natürlich zu kippen.
- 25:43Speaker 0: Und dementsprechend verstehe ich das, als ich lasse mich von euch nicht isolieren.
- 25:47Speaker 0: Ich komme und werde euch zeigen dass ich hier Freunde habe.
- 25:51Speaker 0: Das ist eine Partnerschaft gibt zunehmend auch mit Xi Jinping und der KP China.
- 25:57Speaker 0: Sie ist ja offensichtlich.
- 25:58Speaker 0: Das hat nichts mit Sache zu tun, das ist ausschließlich gegen die Amerikaner gerichtet gegen den Westen und gegen unsere Demokratie.
- 26:07Speaker 0: Aber noch ein Indiz dafür, Putin erzählt gerade afrikanische Staaten.
- 26:14Speaker 0: ich würde euch ernähren können kann ich aber nicht weil der Besten mich sanktioniert.
- 26:21Speaker 0: das ist kompletter Bullshit aber gekoppelt an die Geschichte.
- 26:24Speaker 0: Ich habe euch nie kolonialisiert.
- 26:27Speaker 0: Die koppelt dann die Geschichte.
- 26:28Speaker 0: Wir müssen noch zusammenstehen gegen diejenigen, die euch geknichtet haben in der letzten keine Ahnung wieviel zehn Jahrzehnten.
- 26:34Speaker 0: Sieht das?
- 26:35Speaker 0: Und da müssten wir uns wappnen und vorbereitet sein.
- 26:38Speaker 0: Das ist eine sehr schwierige Auseinandersetzung nochmal für die nächsten Jahre.
- 26:43Speaker 0: Ich empfinde und lese diese Ansage von Putin ich werde jetzt durch die Welt reisen nicht kommen auf den großen Gipfel wo ihr seid und zeig euch was eine Hakel ist eher als ein Zeichen in die Richtung.
- 26:58Speaker 0: Ich meine, wenn die G-twanzig Präsidentschaft in Deutschland wäre dann müssten wir überlegen ob wir nicht Strafanzeige schalten wegen all dieser Kriegsverbrechen, das ist aber in Indonesien!
- 27:08Speaker 0: Ich glaube nicht dass Indonesien und das wäre eigentlich auch der diplomatisch heikle Geschichte weil Immunität für Staatsgäste usw.
- 27:16Speaker 0: habe.
- 27:17Speaker 0: ich glaube nicht, dass Indonesien jetzt der viel Raum hat große Protester oder große Zeichen, auch weil Indonesien und das ist jetzt überhaupt keine Kritik.
- 27:31Speaker 0: In Indonesien ist überragend hoch in der Rate der Importe von Getreide.
- 27:36Speaker 0: Der Ernährung fällt vom Gewaltgetreidemarkt ab, der gerade explodiert, wobei die letzten Tage zurückgegangen aus einzelnen Gründen aber auf lange Sicht nicht runtergehend wird.
- 27:49Speaker 0: Also die Preise werden nicht runtergehen wegen des Ausfalls Russlands oder Ukraine und wegen auch das Ausfall von Düngemitteln.
- 27:56Speaker 0: Russland ist der weltgrößte Düngemittel-Exporteur nach Afrika, und das ist alles extrem dramatisch.
- 28:06Speaker 0: Und deshalb keine Entspannung, sondern eine Kafferzahl.
- 28:09Speaker 1: Während wir hier sprechen, wir fokussieren uns alle – und auch wir bisher im Gespräch natürlich sehr auf Russland und die Ukraine.
- 28:18Speaker 1: Aber es ist ja nicht so, dass in anderen Krisenregionen um nur einige zu nennen in Afghanistan im Iran das da auf einmal Frieden und Heiterkeit wäre.
- 28:28Speaker 1: Sondern die Situation dort ist nach wie vor dramatisch.
- 28:35Speaker 1: Aber wir schauen kaum noch hin.
- 28:38Speaker 1: Wie groß ist denn die Gefahr, dass sich in diesen Regionen noch sehr viel mehr verschärfen wird und das wir in ein bis anderthalb Jahren auf einmal mal wieder dort hinschauen und merken, oh Mist!
- 28:54Speaker 1: Jetzt haben wir da nochmal eine dramatischere Situation als für Sie.
- 28:59Speaker 1: vielleicht jetzt ja... Ein Jahr vorher oder ein Jahr vor Kriegsbeginn in der Ukraine hatten.
- 29:06Speaker 1: Weil sich die Personen dort vielleicht denken, naja jetzt schaut ja gerade keiner hin, jetzt können wir wieder machen was wir wollen.
- 29:14Speaker 0: Die Gefahr ist nicht groß sondern das ist schon alles so wie du sagst es ist eingetroffen.
- 29:20Speaker 0: Ist gerade so.
- 29:21Speaker 0: Es gibt wieder Gefechte in Libyen.
- 29:23Speaker 0: Die Situation in den Syrien ist dramatisch.
- 29:27Speaker 0: ISIS gewinnt wieder an Land in Syrien als in Irak.
- 29:30Speaker 0: In Mali ist die Lage zunehmend katastrophal.
- 29:36Speaker 0: Die Mischung von einer Militär runter, die von den Russen unterstützt wird und in der jihadistischen Szene, die wiederum auch wächst.
- 29:45Speaker 0: Im Übrigen dann auch in Niger im Nachbarland was über Grenzen hinweg ein riesengroßes Problem ist – auch für andere festafrikanische Staaten.
- 30:00Speaker 0: quasi einmal die Woche so, dass die Taliban, die barbarischen Regeln aus den ... ja eigentlich aus den Vorkassern aus den Neunzigern das letzte Mal sie regiert haben.
- 30:07Speaker 0: Also eigentlich auch aus der Steinzeit wieder wieder anschärfen, Burgurkapflicht in der Öffentlichkeit für die Frauen ist ein Thema, also ein Beispiel gibt viel mehr und ich würde das alles zusammengezählt unter die massive Bedrohung der Demokratie im Übrigen in den USA jetzt durch ROV im Supreme Court noch mal dargestellt.
- 30:35Speaker 0: Die Gefahr sind riesig, wenn ich jetzt abschicht hätte und die Menschenrechtlage in Ägypten, die Menschenrechtlage im Iran dramatisch.
- 30:46Speaker 0: Proteste wegen Luftgeschmutzung im Iran werden nie geschossen.
- 30:51Speaker 0: das ist alles abartig.
- 30:53Speaker 0: Wenn ich das alles zusammenzähle und du mich fragst was ist denn das was dir am meisten Sorge macht?
- 30:58Speaker 0: würde ich sagen, ist das Atomabkommen mit dem Iran was gerade kurz vorm Scheitern ist.
- 31:04Speaker 0: Wir hoffen immer noch dass es nicht scheitert.
- 31:07Speaker 0: aber wenn dieses Ding scheiterte und die Iran haben die Zentrifugen gerade so hart laufen wie die letzten Jahre nicht dann ist das die schnellste Strecke des Iran zu Atombomber.
- 31:21Speaker 0: schon dieser Satz wird dazu das andere starten im Nahen Osten nach der Bombe werden greifen werden.
- 31:30Speaker 0: Ob sie jetzt bekommen oder nicht, weiß ich nie aber wir werden ein nuklares Wettrüsten haben im Nahen Osten und mittendrin Israel was sich das nicht leisten kann.
- 31:39Speaker 0: also die Kriegsgefahr auch vor dem Nuklearen ist riesig mitten drin und danach ist nur noch halb drauf.
- 31:46Speaker 0: Und das ist nicht weit weg.
- 31:47Speaker 0: Das ist hier Nachbarschaft.
- 31:49Speaker 0: Also es ist total richtig dass wir ganz drehen da drauf gucken müssen was sonst noch auf der Welt passiert und die Aufmerksamkeit nicht verlieren dürfen in Windschatten dessen Was in der Ukraine passiert, dazu gehört auch die Welternehrungskrise, die daraus erwächst mit potenziell hunderten Millionen von Toten der Verhungerenden.
- 32:05Speaker 0: Es ist halt nicht wirklich machbar und deshalb ist es umso wichtiger dass wir europäisch denken das wir europäischen handeln und dass wir mit den Partnerstaaten ganz eng beieinander bleiben auch wenn es manchmal saueinstrengend
- 32:20Speaker 0: ist.".
- 32:21Speaker 1: Und in absehbarer Zeit kommt ja noch ein Level obendrauf was momentan von den Auswirkungen schon sichtbar ist, nämlich der Klimawandel und die daraus entstehende Krise für die Weltbevölkerung.
- 32:36Speaker 1: Es ist eigentlich nur eine Frage der Zeit bei all diesen Faktoren über die wir gesprochen haben und ich weiß jetzt kommt noch eine depressiv stimmende Frage.
- 32:44Speaker 1: Aber es ist eigentlich nur eine Frage der Zeit bei all diesen Krisen, die wir momentan haben.
- 32:48Speaker 1: Die sich verschärfen plus das Thema Ernährung plus das thema Klima was noch oben draufkommt bis Wir wirklich in ein in einem dritten Weltkrieg sozusagen drin sind weil Es einfach nicht mehr händelbar ist weil wir so viele Soviele Konflikterde so viele konflikt Gründe und Situationen haben dass wir einfach nicht die Kontrolle haben?
- 33:15Speaker 0: Ich bin total dankbar, weil du bist am Ende mit der letzten Wendung seiner Frage so düster geworden.
- 33:21Speaker 0: Jetzt kriegen wir doch noch die Kurve zum Guten hin.
- 33:26Speaker 0: Also das Bittere ist Das Land auf der Welt von all den Ländern und alle Länder sind betroffen.
- 33:33Speaker 0: Das Land off der Welt was am härtesten vom Klima aber nie betroffen ist, ist Russland!
- 33:40Speaker 0: Das ist das Land was am meisten Klimaschutz braucht und Klimakroperation internationale Zusammenarbeit braucht.
- 33:47Speaker 0: Das ist zum Wahrzeichen, ich werde letztes Jahr dieser Sommerwald brenntet.
- 33:53Speaker 0: Das war ein Gebiet so groß wie die Schweiz und Österreich zusammen.
- 33:58Speaker 0: Es gibt eine ZDF-Doku in Russland von oben, da gibts einen Drohnenflug vom St.
- 34:03Speaker 0: Petersburg nach Vladivostok.
- 34:06Speaker 0: Am Anfang ist das wunderschön und man schaut auf wenig an der Ostsee runter.
- 34:11Speaker 0: Und dann wundert man sich und ist wirklich erschlagen von der majestätischen Größe dieser Landschaften, und immer mal kommen die Drohne über einen Oral.
- 34:21Speaker 0: Da siehst du da wo es Permafrostboden gab nur noch Dämpfe aus dem Boden stampfen und raus strömen und sunken.
- 34:33Speaker 0: extrem krass und extrem hart.
- 34:35Speaker 0: Und deshalb ist das ja zum Wahnsinnig während des Wall-Essen eine fossile Mafia gibt im kleinen Kreise in der Regierung, sie nicht auf das einzige was dem Land jetzt noch hilft nämlich Klima Kooperation setzen sondern den Krieg ziehen um die Abhängigkeit von den Fossilen nicht beenden zu lassen.
- 34:53Speaker 0: Es ist doch Wahnsinn!
- 34:56Speaker 0: Das war jetzt der frustrierende Teil.
- 34:57Speaker 0: Der gute Teil, der optimistische Teil ist Ne, es ist keine Frage der Zeit.
- 35:02Speaker 0: Es gibt auch kein Automatismus, dass all diese Krisen und die Ressourcen knapp halten, die auf uns bevorstehen zu kriegen führen.
- 35:12Speaker 0: Erstens weil Krieg ist kein Naturresett sondern menschlicher Wille Und der Mensch hat selbst in der Hand.
- 35:20Speaker 0: Zweitens ich habe vor Jahren mit einer damals einfachen Abgeordneten und Kollegin namens Annalena Baerbock eine Studie geschrieben oder beziehungsweise Studien zusammengeschrieben und ein Papier geschrieben zum Thema Klima- und Konflikte.
- 35:36Speaker 0: Und sind zum Ergebnis gekommen, dass der Klimawandel massiv bereits bestehende Konflikte auch beschleunigen und anschärfen kann aber das der Kooperationsdruck hier auch wächst.
- 35:51Speaker 0: also nach zwei vierzehn haben die Russen an der Amerikaner ziemlich jede Zusammenarbeit auch gerade im militärischen Bereich eingestellt, aber nicht im arktischen Meer.
- 36:04Speaker 0: Weil die Russinnen haben die Geodaten amerikaner gebraucht und die Amerikanern haben die Eisbrecher der Russen gebrauchen So... Die Kooperation zwischen Jordanien und Israel beim Thema Wassermangel wächst in der Sahelzone genau dasselbe.
- 36:23Speaker 0: Der Druck steigt so gewaltig, die Offensichtlichkeit, das man als Nationalstaat die Probleme nicht mehr lösen kann ohne Nachbarn und mit den Kontinentalpartnern oder mit der Weltgemeinschaft zusammenzuarbeiten ist so groß.
- 36:40Speaker 0: eigentlich alles da, damit die Leute checken und arbeiten und zwar miteinander.
- 36:45Speaker 0: Und deshalb ist es kein Naturgesetz, in einer großen, nuklearen Katastrophe endet.
- 36:53Speaker 0: Wir haben alles da was wir brauchen um den Planeten zu retten.
- 36:59Speaker 0: Noch?
- 36:59Speaker 1: Um zum Ende hin da noch eine positive Ebene hoffentlich positive Ebne optimistisch stimmende Ebene obendraufzulegen.
- 37:08Speaker 1: ich habe mich die letzten Jahre immer wieder ziemlich intensiv damit beschäftigt wie wir eigentlich in Europa nach wie vor so ein Stück weit untereinander ignorieren, was andere Länder ziemlich gut machen.
- 37:21Speaker 1: Also wir haben eigentlich in europa ganz viele Best Practices für ganz viele unterschiedliche Bereiche, für ganz viel unterschiedliche Themen ob das jetzt E-Government ist, ob das Bildung ist oder mobilität ist.
- 37:36Speaker 1: Wir haben so viele Best practices in Europa, die wir untereinander eigentlich austauschen können und einfach anwenden könnten.
- 37:45Speaker 1: Glaubst du das durch diesen Kooperationsdruck von dem Du gerade gesprochen hast dass wir auch in Europa endlich mal die Scheuklappen absetzen?
- 37:54Speaker 1: mehr in den Dialog kommen und vielleicht sogar mal irgendwie sowas wie ein Katalog der Best Practices entwickeln, um einfach mal nachschlagen zu können.
- 38:03Speaker 1: Ganz analog!
- 38:04Speaker 1: Und so sagen hey Bildung.
- 38:07Speaker 1: oder muss ich mal mit meinen Kollegen irgendwo in Skandinavien telefonieren?
- 38:10Speaker 1: Oder E-Government?
- 38:12Speaker 1: oder sollte ich mal in Estland anrufen und mir mal erklären lassen, wie das so funktioniert?
- 38:17Speaker 0: Ich weiß nicht, ob es in der Systematik wie du dir das Rad vorgestellt hast laufen wird.
- 38:21Speaker 0: Aber ja, es wächst und gedeiht und ist schön.
- 38:25Speaker 0: Und es ist jetzt schon sichtbar.
- 38:27Speaker 0: Integrationsarbeit, kommunale Angelegenheit.
- 38:32Speaker 0: Meine Stadt Frankfurt ist eher mit Lyon vergleichbar als mit Cottbus.
- 38:36Speaker 0: Wir sind auch noch Partnerstädte.
- 38:38Speaker 0: Wollen wir dich mal aufeinander gucken?
- 38:39Speaker 0: Was machen die einen richtig?
- 38:41Speaker 0: Und nicht immer wieder das Rad neu erfinden?
- 38:43Speaker 0: Ja!
- 38:43Speaker 0: Es läuft Geht weit mehr, aber es läuft ja schon einiges.
- 38:48Speaker 0: Und du hast völlig recht Es ist ein bisschen verwirrend dass wir wenn wir über Europa reden immer nur davon reden was alles nicht geht und auch zerstritten wird sein.
- 38:58Speaker 0: Das war nie richtig Auch wenn das natürlich ganz viel Frustern und Zerstritenheit gibt.
- 39:03Speaker 0: Aber es gibt so unheimlich viel was funktioniert und darüber reden wir eigentlich zu wenig und ist jetzt hoffentlich auch durch den Krieg und einen Eingriff auf die Ukraine durch Russland jetzt auch sichtbarer und einfacher geworden.
- 39:19Speaker 0: Aber wo ich nur ein Beispiel, diese formalitäten Milchquoten, der sitzen irgendwelche Agrarministern nachts um drei, das ist Cem Özdemir mit seinen Kollegen nachts zum Drei in Brüssel und verhandelt das einmal im Jahr.
- 39:31Speaker 0: Das wird ansonsten aber vorher nachher irgendwie komplett abgearbeitet in den Mühlen da.
- 39:36Speaker 0: Ach so, fürchterlichen Bürokratie in den Brüssel über die dann ganz viele Leute dann irgendwie motzen.
- 39:42Speaker 0: Und da gibt es nämlich Quote und dann wird sie eingehalten und dann läuft das und dann ist es insgesamt jetzt vielleicht nicht jedes Jahr aber insgesamt schon ziemlich fair.
- 39:53Speaker 0: vor zwei Hundert Jahren hat's auf diesem Kontinent um so eine Frage Krieg gegeben.
- 39:59Speaker 0: Das ist halt einfach ein Wunder was wir hinbekommen haben mit der EU einen Wunder an Frieden und Prosparität.
- 40:06Speaker 0: Und gerade die Geschehnisse in der Ukraine, die auch was damit zu tun haben.
- 40:11Speaker 0: Dass es die große Sehnsucht gibt den Menschen dort Teil des Wunners zu werden.
- 40:17Speaker 0: Was dem Kreml nicht gefällt Ist auch Verpflichtung über die guten Seiten dessen was wir alles hinbekommen.
- 40:24Speaker 0: zu spät
- 40:24Speaker 1: Müssten wir in dieser Post Brexit Zeit, in der wir ja auch noch leben, müssten wir eigentlich noch mehr tun damit genau diese ganzen Vorteile.
- 40:33Speaker 1: Diese ganzen Werte der EU Auch in der Bevölkerung besser wahrgenommen werden dass wir da auch eine bessere Kommunikation hinbekommen Dass wir nicht gefahr laufen und wir haben ja in Frankreich gesehen oder sehen immer noch wie Haarschaf wird er immer dran vor Beischlittern an diesen anti europäischen Gedanken.
- 40:51Speaker 1: müssten Wir da eigentlich noch Mehr tun Damit wir das Damit wird die Vorteile und die Sinnhaftigkeit der EU auch in der Bevölkerung besser transportieren?
- 41:00Speaker 1: Ja,
- 41:00Speaker 0: müssen wir.
- 41:01Speaker 0: Und ich finde, die Leute in den Ukraine sind die Lehren anders gerade hier.
- 41:07Speaker 0: Ich verlesse mal ein bisschen anders jetzt nicht auf die EU gemünzt aber insgesamt auf das was wir alles an Segensreiches haben
- 41:14Speaker 1: nochmal
- 41:15Speaker 0: mit draufblicken.
- 41:21Speaker 0: Und habe relativ schnell festgestellt, die beste Verständigungsebene habe ich mit den Leuten in der Bürgerrechtsbewegung in der DDR waren.
- 41:29Speaker 0: Weil sie Unfreiheit erlebt haben wie ich es als Kind im Iran auch erlebt habe.
- 41:33Speaker 0: Wenn du das erlebt hast weißt du was Freiheit wert ist und dann weißt Du dass das nicht selbstverständlich ist, auf ewig ist, nicht vom Himmel gefallen ist sondern dass es sich lohnt um das so verpflichtet bis jeden Tag dafür zu kämpfen.
- 41:50Speaker 0: Wichtig ist... dass wir dieses Wissen weitergeben, dass wir alle miteinander kommunizieren.
- 41:55Speaker 0: Dass wir klarmachen und hoffentlich in einer Zeit kommen, in der man nicht als Krieg erlebt haben muss um den Wert von Frieden zu kennen.
- 42:03Speaker 0: Und dem man nicht erst eine Diktatur erlebt haben kann um den wert von Freiheit zu gehen.
- 42:08Speaker 0: Und nochmal die Leute in der Ukraine zeigen uns gerade genau das und daraus zu lernen ist unsere Aufgabe da es ihnen die Breite zu tragen.
- 42:16Speaker 0: auch Du hast völlig recht, der Garant für all das ist die Europäische Union und ohne die Europäischen Union.
- 42:26Speaker 0: Ich meine wir leben über Staaten, die jahrhundertelang einander an die Gobi gegangen sind.
- 42:31Speaker 0: Die Deutschen sind da.
- 42:33Speaker 0: Das schlechteste Beispiel von allem!
- 42:36Speaker 0: Und jetzt haben wir eine Freundschaft und Tiefe in der Beziehung zu Frankreich, Polen... Niederlande, Belgien, Luxemburg, Dänemark – all die Länder, die wir überfallen haben.
- 42:53Speaker 0: Und heute leben wir in Frieden miteinander seit Jahrzehnten.
- 42:56Speaker 0: Hey!
- 42:57Speaker 0: Wenn das nicht wert ist dafür aufzustehen dann gibt es nicht so viel was mehr hinfällt.
- 43:02Speaker 1: Absolut richtig.
- 43:03Speaker 1: damit haben wir ja doch noch eine optimistische Kurve am Ende hinbekommen.
- 43:08Speaker 1: ich danke dir sehr für deine Zeit und für das Gespräch.
- 43:12Speaker 1: Ich
- 43:12Speaker 0: danke dir herzlich Prost.
- 43:15Speaker 0: Das war's leider
- 43:15Speaker 1: schon.
- 43:16Speaker 1: Die letzte Runde ist ausgetrunken,
- 43:19Speaker 0: das
- 43:19Speaker 1: Gespräch zu Ende.
- 43:21Speaker 1: Vielen Dank fürs Zuhören!