Latest / Schlagabtausch – Das Schlagzeugmagazin im Podcast-Format / Podcast #129 - Der Patchwork-Drummer Stephan Emig
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- Herzlich Willkommen zum Schlagabtausch, eurem Schlagzeugmagazin im Podcast-Format. Heute haben wir einen waschechten Patchwork-Drummer am Start. Los geht's! Ihr hört Schlagabtausch, der Podcast für alle Schlagzeugbegeisterten. Wir sind Dirk Brandt und Timo Ickenroth. Mit Tipps und Hacks und dem Allerneuesten aus der Schlagzeug- und Percussion-Szene. Viel Spaß beim Hören. Hallo und herzlich willkommen. Ich begrüße euch zur 129. Episode des Schlagabtausch-Podcasts mit mir, Tim Brickenroth, und meinem Co-Host und guten Freund Dirk Brandt. Hallo Dirk. Schönen guten Morgen. Mensch, das war das Hallo, das kam ja mal richtig inbrünstig. Man merkt, ich schlafe noch, der Thieme ist schon wieder wach. Wir haben viel vor. Ich habe eine lustige Message bekommen. persönlich meines letzten Tickers. Erzähl. Da hat unser lieber Kollege der Anselm kommentiert, wenn ich meinen Ticker vortrage, würde ich ihn sehr an Dieter Thomas Heck erinnern. Ja, das habe ich auch schon öfters mal gehört. Ich weiß nicht, ob das ein Kompliment war oder nicht. Ich lasse es einfach mal so im Raum stehen. Ihr könnt euch da denken, was ihr möchtet dabei. Heute passiert wieder einiges und zwar einiges vieles, so kurz vor Weihnachten. Ich mache direkt mal einen Rundown, bevor wir hier ins Schwafeln geraten. Aber heute wird es noch tiefgrünisch. Das kann ich schon mal an der Stelle verraten. Aber kurz zum Rundown. Der Dirk hat einen Weihnachts-Gig, über den wir uns mal kurz berichten kann, was er denn da macht, außer Sleigh-Bells spielen. Dann haben wir einen ganz lieben, netten, tollen Kollegen im Interview, der kurzfristig uns zugesagt hat. Das ist Stefan Emich aus Hannover, da freuen wir uns sehr drauf. Im Anschluss daran geht es noch locker flockig weiter, denn der Dirk hat eine wahnsinnig schöne Snaredrum am Start aus dem Hause Schargerl, die eigentlich hauptsächlich oder sagen wir mal sehr in der Blasmusik-Instrumentenbranche unterwegs sind, aber eben auch ganz, ganz tolle hochwertige Schlaginstrumente bauen mit dem Trommelbauer Markus Lechner. Lechner und Markus Lechner. Persönlich wird dann Dirk auch noch Frage und Antwort stehen zu diesem wahnsinnig schönen Instrument. Das heißt, da auch noch ein kurzes Interview. Zudem haben wir etwas Hörerfeedback und natürlich die Empfehlungen der Woche. Los geht's. Es gibt viel zu tun. Bevor wir hier aber mal loslegen mit den Interviews, muss ich den Dirk interviewen, denn der Dirk hat einen Weihnachtsgig an Land gezogen und ist damit aktuell on the road, und ich meine, der Podcast heute kommt raus, also wir nehmen heute auf, heute ist der 9.12. Rauskommt er am Freitag, das ist der Donnerstag der 11. 8.45 oder dann Freitag wir rechnen immer mit dem Freitag, eigentlich komischerweise aber egal, das heißt am 12. Und der Dirk hat aber ein paar Termine, das heißt, wenn er diesen Podcast hört, früh genug hört, vor Weihnachten, könnt ihr den Dirk auch noch live erleben, wie er... Ich gehe mal davon aus, wenn es ein Weihnachtsgig ist, wunderbare Weihnachtslieder zum Besten gibt. Und ich hoffe, er hat seine Sleighbells und seinen Tambourin eingepackt. Denn ohne Tambourin und ohne Sleighbells keine Weihnachtsstimmung. Du hast recht. Ich habe tatsächlich das Tambourin eingepackt. Ich habe sogar Sleighbells. Ich finde sie nicht mehr. Nein. Nein, ich sage ja, das ist ein bisschen, das drückt auch meine Weihnachtsstimmung etwas. Aber... Also wenn ihr ein Weihnachtsgeschenk für den Dirk sucht. Sleighbells. Sleighbells. Kleiner Tipp am Rande. Ich hatte echt so richtig Tolle und ich weiß nicht mehr, oder ob sie irgendwo liegen geblieben sind, keine Ahnung. Ja, das ist mit der Golden Music Christmas Rocking-Fraktion um den Martin Engelin damit bei ist, zum Beispiel Viktor Smolski kennt man aus dem Heavy-Bereich an der Gitarre. Svenja Schmidt, ganz, ganz tolle Soulsängerin, Kain Weiner, Organist ist dabei. Dann ist der am Gesang der Simon Nowski dabei. Der hat sogar einen Grammy 2019 bekommen für die beste Soul-Platte. Also das finde ich schon ein Hammer. Also einen Grammy hätte ich auch gerne. Der hat zum Beispiel auch für die Elbphilharmonie mitgearbeitet an den Arrangements für Robbie Williams. Also ein ganz, ganz cooler Typ. Toller Sänger. An der E-Geige ist dabei. Emmanuel Martinez. Also ein, Große Bands, sieben, acht Leute, manchmal sind auch noch Gäste wieder dabei. Und das Schöne ist, weil Go-Music ist ja eigentlich immer so ein Programm. Ja, Musiker spielen irgendwelche Songs und wissen selber manchmal nicht, was sie da machen. Daher heißt es ja auch immer Unvorhörhörbar. Das finde ich ja ganz witzig an der ganzen Sache. Diesmal ist es ein bisschen natürlich, weil es ein Programm ist, ein Konzert. Die Stücke sind ein bisschen festgezurrt, allerdings auch wieder auf Go-Music-Art. Hat aber schon viele Sachen, die dann schon wieder ausgefuchst sind und so, wo ich dann doch wieder Charts geschrieben habe, wo ich dachte, okay, da muss man ja auch wissen, was man da macht ungefähr. Und das macht unheimlich Spaß. Ja, und tatsächlich, ihr hättet noch die Chance, Donnerstag eben Bühnen, Freitag Kloppenburg, Samstag Krefeld. 11. Dezember eben Bühnen, 12. Kloppenburg. Und dann der Samstag ist in Krefeld. Und Krefeld ist aber jetzt schon die Stadthalle oder sowas ist jetzt schon ausverkauft, leider. Ja, das sind wirklich, das sind ganz unterschiedliche Locations, mal sehr groß, mal sehr klein und das macht auch so den Rahmen. Das ist echt ganz witzig. Aber man macht viel Spaß, gibt ordentlich was auf die Mütze. Ich muss schön Solos spielen. Ist ganz witzig. Solos? Okay. Ja, ja. Habt ihr nicht genügend Leute, die schon Soli spielen? Ich meine, Geige, Morgen, Klavier, Bier, Gitarre. Oh mein Gott. Das heißt, eigentlich spielt ihr nur fünf Songs, weil so viele Soli sind, dass der Abend schon mit drei Stunden voll ist. Das kann bei Go-Music mal passieren. In diesem Falle tatsächlich leider nicht. Nee, oder leider, ist auch schon gut. Aber es ist wirklich, das sind tolle Sachen von Jackson 5 zum Teil dabei. Maria Carey, das berühmte, ist dabei. Dann Versionen im ganz anderen Gewand. Also es ist spannend, macht wirklich Spaß und ist eine tolle Truppe. Sehr unterschiedlich. E-Geige finde ich total toll. Ist, finde ich, eine superschöne Soundbereicherung. Hatte ich so noch nie. Also Orchester, ja, aber mit E-Geige jetzt selber noch nicht so in dem Sinne. Macht mega viel Spaß. Also es ist eine tolle Sache. Ich meine, ist erstmal eine interessante Konstellation an Musikerinnen und Musikern, die ja auch wirklich aus sehr unterschiedlichen Zivilistiken ja hier und da kommen. Und dann, hast du ja gesagt, Orgen, das heißt eine richtige Schweineorgel, also eine Hemd. Ja, wirklich mit Leslie dabei, ja. Mit Leslie und dazu eine E-Geige. Ich glaube, das ist auch nicht so häufig zu finden. Das ist schon strange. Im positiven Sinne. Genau. Und die Musiker kommen auch alle aus unterschiedlichen Gefilden. Das finde ich total krass. Alle Nationen dabei von Sardisch, Russisch, Mongolisch, Deutsch. Der Westfale, also ich und der Martin. Wir sind dabei. Also es ist super toll. Also wer die Chance hat, Wer die Chance hat, da hinzugehen und in der Nähe ist und das noch relativ zeitig hier hört, ist bestimmt eine coole Sache, um in die richtige Weihnachtsstimmung zu kommen. Und wie gesagt, wenn jemand Slay-Bells übrig hat, an dem Tag des Gigs mitbringen, damit der Dillt noch ein bisschen was rumslayen, bellen kann. Wunderbar. So, also, Weihnachts-Gigs stehen an. Ähm, apropos Weihnachtskix, nee, das war keine gute Überleitung, weil apropos Weihnachtskix hat gar keine Überleitung. Wir gehen zum Interview mit dem Stefan Emich, was tatsächlich nichts mit Weihnachten zu tun hat. Nein, aber, und das finde ich für die, das sagen wir ja gerade auch noch, ich meine, wir haben es gestern gesagt, der Timo, der musste nämlich beim Interview ein bisschen auf die Tube drücken, denn der Timo hat noch den Weihnachtsmann gespielt. Nein, nein. Bitte. Den Nikolaus. Den Nikolaus. Das ist ein Riesenunterschied. Ja, ja, ja. Oh, ja, ja. Denn das habe ich ja schon letztes Jahr gemacht und vorletztes Jahr. Ich habe den mittlerweile hier gepachtet auf mich, den Nikolaus. Und ganz wichtig ist ja ein katholischer Kindergarten, in dem ich das mache. Und da wird sehr, sehr viel Wert drauf gelegt, dass ich immer wieder auch betone als Nikolaus, dass ich der Nikolaus auch bin, sozusagen. Weil das natürlich die ganzen Kids dann da haben. Und die können das natürlich nicht so richtig trennen zwischen Nikolaus und Weihnachtsmann. Und da kam gestern zum Beispiel auch wieder dann so ein Kommentar wie, ich habe auch eine Nikolaus-Mütze zu Hause. Und da dachte ich, du hast... Ich habe echt ein krasses Kostüm. Das muss ich eigentlich hier mal irgendwann posten. Ja, ja, ja. Ich habe echt ein richtig krasses Kostüm. Liebe Community, wir wollen den Timo im Nikolaus-Kostüm sehen. Ja, das wird nichts geben, weil das wird nicht rausgerückt. Ach so, okay. Das wird quasi im Tresor wieder verschlossen danach, weil es sieht echt aus wie ein echter Bischofsanzug, also ein richtiges Bischofsgewand. Bischof Ingenrod. Sozusagen, also was habe ich nie geschafft. Vielleicht auch gut so. Aber ich habe eine echte Bischofsmütze, die hat dann ja Nitra auf, also eine echte Mietklasse. Richtig in Gold und mit Kreuzen. Und wie gesagt, das eine Kind sagte dann, ich habe auch so eine Nikolausmütze. Na, du hast bestimmt die vom Weihnachtsmann, das ist was anderes. Da muss ich darauf einwirken. Ein Kind hat gefragt, wo der mein Schlitten ist. Da habe ich auch gesagt, Mit dem Schlitten komme ich nicht. Das ist auch eher der Weihnachtsmann. Also da muss man echt aufpassen. Aber was ich schön finde ist, ich meine gerade im Kindergarten noch, ich meine sowieso, Kinder freuen uns dann doch über den Nikolaus. Ich habe auch für jeden da was dabei gehabt. Und man hinterlässt glückliche Kinder und das ist auch schon ein schönes Gefühl. Klasse. Ich finde das mega. Auch wenn ich dann nur der pseudo Nikolaus bin. Aber das ist schon cool. Ich finde es sogar so, bei Kindern ist der Begriff Weihnachten eigentlich noch am schönsten. Besonders bei Kleinkindern. Da ist wirklich noch diese leuchtenden Augen und, weiß nicht, Kaminfeuer, Weihnachtsbaum, Kerzenschein, Engel. Bei Kindern wird das irgendwie noch ganz anders wahrgenommen. Und ich finde das total toll. Und daran kann ich mich auch echt freuen, wenn ich ehrlich bin. Weil bei uns Erwachsenen ist ja gar nicht doof gemeint jetzt, aber dann ist ja doch so... Ja, die Magie geht. Genau, genau, die Magie geht. Weil du weißt irgendwann, okay, die Geschenke bringen die Eltern, nicht das Christkind. Nach dem Motto. Und da ist einfach die Magie ist dann leider weg. Das ist eigentlich das, was schade ist. Man sollte sich eigentlich ein bisschen Magie im Alltag bewahren. Ja, wenn das geht. Aber als Erwachsener halt schwierig. Aber das war quasi mein Weihnachts-Gig. Finde ich mega. Aber jetzt, glaube ich, sollten wir den Schwenk bekommen zu unserem lieben Interviewpartner. Heute im Interview haben wir Stefan Emig. Stefan ist einer der vielseitigsten Musiker der deutschen Trommler-Szene. Drummer, Percussionist, Ableton-Operator, Dozent, Autor und Klangforscher in Personalunion. Geboren in Kassel, ausgebildet an der Los Angeles Music Academy, verwurzelt in Hannover mit einem Musikerleben, das sich seit Jahrzehnten konsequent weiterentwickelt. Seine Diskografie und Tour-Aktivitäten spiegeln genau diese Entwicklung wider. Er spielt untereinander mit Klaus Lage, Christo Berg, Stefanie Heinzmann, Florian Künstler, TrioSense, The Voice of Germany in Concerts sowie in internationalen World Music Projekten von Hamid Baroudi bis zur globalen Produktion. Immer flexibel und hochmusikalisch. Was ihn dabei auszeichnet, ist seine Fähigkeit, Rollen zu wechseln. Von der Autorität hinter dem Drumset zu erzählten Klangstimmen an der Perkussion oder zum musikalischen Operator elektronischer Prozesse. Seine Workshops, sein Buch Fünf Wege zu mehr Musikalität und seine Lehrtätigkeit an der Hochschule Osnabrück und der Popakademie Mannheim zeigen, was ihn antreibt. Musikalisch denken über Technik, Perfektion und Zielgrenzen hinaus. Dirk und ich kennen Stefan aus verschiedenen Begegnungen und wir freuen uns jedes Mal, wie offen, interessiert und menschlich er allzeit ist, trotz eines vollen Terminkalenders. Stefan ist jemand, der Fragen stellt, statt Antworten vor sich her zu tragen. Das wird sich aber in diesem Interview natürlich ändern. Einer, der Klang ernst nimmt und einer, der nicht vergisst, warum wir alle dieses Instrument einmal in die Hand genommen haben. Und, das kann ich auch schon mal verraten, am Ende des Interviews gibt es noch einen kleinen Weihnachtsbonus von Stefan. Also unbedingt, ich meine sowieso dranbleiben und bis zum Ende hören, ist ja so selbstredend. Ab geht's! Interview ab. Ja, schönen guten Morgen, liebe Drum-Community. Wir haben am frühen Morgen heutzutage, denn der Timo macht gleich noch den Nikolaus im Kindergarten, haben wir einen ganz tollen Gast und für mich einen ganz, ganz lieben Freund und auch jemand, den Timo, ich schon seit ewigen Zeiten kennen. Der darf ganz herzlich bei uns im Podcast begrüfen. Stefan Emig. Stefan, schönen guten Morgen. Schön, dass du da bist. Hallo Stefan. Schönen guten Morgen. Dass es diese Uhrzeit überhaupt gibt, hätte ich ja gar nicht gedacht. Ja, Schande über mein Haupt, Schande über mein Haupt. Nein, ist doch der beste Grund. Ich freue mich total und vielen Dank für die Einladung. Ja, mega klasse, dass du dir die Zeit nimmst dafür. Und der Timo hat ja in der Einladung eben schon ein bisschen gesagt, was Stefan macht. Stefan ist für mich einfach ein Multi-Percussion-Schlagzeuger und auch Elektronik-Spezialist, wo ich nachher auch noch ein bisschen mehr drauf eingehen möchte. Und Stefan, lass uns doch einfach mal im Interview so ein bisschen ruhig bei dir, bei Adam und Eva anfangen. Wie hat alles bei dir angefangen? Wie ist deine Liebe zum Schlagzeug und besonders zur Percussion? und von da reden wir, da wird bestimmt noch viele Zwischenfragen geben und dann wird sich das Ganze auch weiter aufwand. Wie hat das denn bei dir alles begonnen, dass du gesagt hast, boah, ich will mit Schlagzeug jetzt demnächst, oder nicht demnächst, will mit Schlagzeug meinen Lebensunterhalt verdienen? Ja, also so richtig Adam und Eva meinst du, ja? Ja, ruhig. Ja, okay, also so, ich versuche es im Schnelldurchlauf, aber es gibt die Gerüchte in unserer Familie und auch ein paar alte Beweisfotos, dass ich wohl so mit drei oder vier Jahren, auf jeden Fall schon auf Geburtstagspartys gesungen habe, By the Rivers of Babylon von Boney M und habe dazu geklatscht in die Hände und muss irgendwie zu meinen Großeltern wohl mal gesagt haben, ich würde total gern Schlagzeug spielen. Da kann ich mich aber nicht dran erinnern, das sind nur Gerüchte, die ich selber gehört habe. Richtig wahr wurde es dann erst so kurz vorm 13. Geburtstag. Ich habe kurz nach Weihnachten Geburtstag, das heißt zu Weihnachten gab es dann quasi ein Schlagzeug, nachdem ich mit Kumpels zusammen viel Iron Maiden gehört habe und die Gitarrenabteilung in den lokalen Musikhäusern in Kassel unsicher gemacht habe. Hatte ich dann aber irgendwie das Gefühl, dass mir, keine Ahnung, eine Fender-Strand und ein Boss-Bodenträter nicht so viel Liebe entgegenbringt wie ein Schlagzeug. Habe ich mich dann irgendwie dafür entschieden und habe dann ein Schlagzeug zum Geburtstag bekommen, äh, zu Weihnachten bekommen, kurz bevor ich 13 geworden bin. Ein altes Rogers-Schlagzeug, was ich damals verkauft habe irgendwann. Nein. Ja, das sind, glaube ich, die Jugend-Sünden. Ja, jetzt hätte ich es gerne wieder, aber damals hatte ich halt eine andere ästhetische Vorstellung von Schlagzeugen. Ja, dann ging so, glaube ich, das Übliche los mit Unterricht. Zuerst in dem Ort, in dem ich gewohnt habe, bei Uwe Kramer. Und dann hat er mich irgendwann an seinen Lehrer weitergegeben und dann bin ich irgendwann auch in deine Gefilde gekommen, Dirk Brandt, denn ich bin bei Dirk Rosenbaum gelandet und darüber haben wir uns ja dann auch kennengelernt über die legendären Modern Drum School Events. Ja, richtig. Und da war ich, ich weiß nicht, wie klar das damals schon war, war ich Teenager, aber gerade solche Events haben dann echt dafür gesorgt, dass ich total Feuer gefangen habe und die Drummer-Meetings in Koblenz und so. Genau, die legendären. Das, ja, dann habe ich mehr Zeit am Schlagzeug verbracht als für die Schule gelernt und habe mein Abi dann geschafft 1995 und bin 1996 dann nach L.A. zur L.A. Music Academy. Damals der erste Jahrgang wir haben also nächstes Jahr unser 30-jähriges Jubiläum das ist so krass zu sagen das ist wirklich unfassbar, aber ich bin ja allen die auf diesem Weg waren so meine Lehrer waren und Mentoren und so total dankbar, und jetzt wirklich so im Schnelldurchlauf quasi die Liebe zum Percussion-Spiel, kam vielleicht so ein bisschen vorher schon dadurch, dass ich sowas wie. Wie heißt nochmal die Schlagzeug-Sendung im deutschen Fernsehen? Super Drumming! Dass ich da Leute wie Nipi Noya gesehen habe, zum Beispiel, ich glaube Freddy Santiago, wenn ich nicht ganz sicher bin, da hatte ich so das erste Mal Berührung damit, habe auch Wolfgang Schmidts Kick live gesehen, damals mit Nipi Noya. Aber dass ich das erste Mal selber die Instrumente in der Hand hatte, war glaube ich dann wirklich erst in L.A. Irgendwie hat die Liebe auch da dann zugeschlagen und, dann beruflich wurde es dann 97 quasi. Darf ich einmal kurz fragen, bevor du weiter machst? Ich bin noch früher, also wir sind uns in die Frage, du sagst ja, kurz vor deinem 13. Geburtstag ging es erst los, was ja, wenn wir jetzt mit anderen schon hier gesprochen haben, die haben zwei Jahre angefangen und haben was weiß ich, warst du denn vorher schon musikalisch anders sozialisiert? Hast du schon vorhin ein Instrument spielte oder warst du wirklich so reingestolpert in das Drumset? Ja, es fühlt sich wirklich jetzt so im Nachhinein ganz schön spät an eigentlich, also auch wenn ich mich in meiner Familie jetzt umgucke, Nichten und Neffen, die deutlich früher angefangen haben. Ich hatte ehrlich gesagt zwar Musik um mich herum, also durch meinen Onkel und meine Mama und eigentlich auch meinen Opa so ein bisschen, die so Heimorgel gespielt haben, Gitarre und, ich glaube, meinem Onkel, dem habe ich sehr viel zu verdanken, weil er damals einfach wahnsinnig viel, Musik gehört hat und einfach Bandposter an der Wand hatte von Black Sabbath oder Rainbow oder Saga und sowas. Aber ja, ich habe eher Sport gemacht. Ich habe Fußball gespielt und Tischtennis und hatte so eine Verletzung, also quasi eine kleine Behinderung als Säugling, die dann auch operiert werden musste und die wurde mit 10 oder 11 dann nochmal operiert, und dann war so ein bisschen das Sportding zur Seite geschoben, und ich habe dann einfach angefangen, Musik zu hören. Das war dann eigentlich eher so das... Der 80er Hardrock hat es mir dann sehr angetan. Sehr schön. Und du warst ja direkt in der Band. Habe ich das doch eben richtig verstanden. Deine Kumpels haben Gitarren gehabt und vielleicht sogar einen Bass. Und du hast direkt dann als Drummer auch losgelegt. Ja, ich habe das ein Glück, dass mein damaliger bester Freund Gitarre gespielt hat. Und der hatte ein Duo mit einem Keyboarder zusammen. Die haben so im Prinzip so Instrumentalmusik gemacht. Und ja, da konnte ich mehr oder weniger direkt einsteigen. was mega ist. Also was ich, ja, es war natürlich total, nicht anfängermäßig, aber naja, es war anfängermäßig. Der Keyboarder hat aber schon länger gespielt. Das heißt, der hatte da so ein bisschen die, war so federführend dafür zuständig. Aber es ist natürlich super geil, direkt in so eine Band einsteigen zu können. Ja. Was war denn für dich dann, wir gehen mal wieder ein bisschen weiter, der Sprung, dass du dann gesagt hast, ich studiere nicht in Deutschland Musik, weil bei mir war es ja auch ein bisschen ähnlich, sondern wieso hast du dann gesagt, ich gehe nach L.A.? Was waren für dich so deine Beweggründe dazu? Ja, ich glaube natürlich, also der Schritt von Kassel wegzugehen, Unterricht zu nehmen, nach Gießen zu Dirk Rosenbaum, war glaube ich etwas, was einfach für mich so eine Horizonterweiterung war und Dinge in meinem Kopf gelandet sind, über die ich mir vorher überhaupt keine Gedanken gemacht habe, dadurch, dass Dirk ja auch in L.A. studiert hat. Ähm, Und bis dahin wäre mir das auch gar nicht in den Sinn gekommen und habe da eigentlich erst kennengelernt, dass es die Möglichkeit überhaupt gibt, das zu studieren und das beruflich zu machen und das auch im Ausland zu machen. Und ich war tatsächlich auch einfach nicht so gut informiert über die Alternativen. Das heißt, dadurch, dass Dirk mein Lehrer war, habe ich gesehen, was er gemacht hat und er hat mich inspiriert und ich fand und finde ihn einen tollen Typen. Und ja, vielleicht wollte ich ihm dann irgendwie nacheifern, glaube ich. Und dann ist ja tatsächlich der Hans-Peter Becker relativ aktiv auf Schüler. Von der Modern Drum School zugegangen, weil er ja die Lama eröffnet hat in L.A. Und ist dann, glaube ich, an Lehrer herangetreten und auf jeden Fall hatte Dirk mich dann irgendwann gefragt, ob ich mir das vorstellen könnte, das zu machen. Ich glaube, die haben einfach nur Schüler gesucht für das erste Jahr von der Schule. Aber bei mir war es ja relativ ähnlich halt auch. Ich bin ja auch damals noch ein paar Jahre älter als du, bin ja quasi damals noch durch die Modern Drum School nach L.A. ans P.I.T. gegangen. Und bei mir war es aber auch ein Grund mit, dass meine Klavierkenntnisse für den deutschen Markt oder für die deutschen Hochschulen auch nicht so dolle waren, dass ich quasi dann auch durch ein Scholarship halt quasi ans PIT gegangen bin. Hat das für dich auch eine Rolle gespielt, dass du heute sagst, boah, ich hätte noch gerne oder heute sag ich, boah, ich hätte gerne viel mehr Klavier spielen sollen. Ja, ich hätte es auch sollen wahrscheinlich, aber hätte es immer schwierig. Ich habe Musikleistungskurs gehabt in der Schule und bin da auch nur mit Ach und Krach durchgekommen, weil, Das, was ich heute als Beruf ausübe, relativ wenig mit dem zu tun hat, was in dem Musikleistungskurs behandelt wurde. Es war sehr klassisch orientiert und ich hatte in der Zeit auch Klavierunterricht bei Klavierlehrern, die mich nicht besonders abgeholt haben. Ist ja immer relativ, das sage ich jetzt vielleicht waren es tolle Lehrer und ich war einfach nur ein Depp. Aber ja, ich habe das Gefühl es hat mich dann nie so richtig erwischt aber ich habe tatsächlich auch nie richtig drüber nachgedacht an so ein klassisches Hochschulstudium oder daran habe ich irgendwie nicht gedacht, was eher noch in Frage gekommen wäre, wäre tatsächlich Heros Musikchor das war was, wo ich drüber nachgedacht habe. Genau, meine politische Einstellung hat dann nicht ganz gepasst und ich bin ohnehin ausgemustert. Damals wegen dieser Behinderung, von der ich erzählt habe, dass, Tja, und dann gab es eigentlich nur diesen Plan irgendwie. Ich habe dann schon ein bisschen gespielt in Kassel, habe dann auch ein paar professionelle oder semiprofessionelle Jobs gemacht, bevor ich dann nach L.A. gegangen bin. Ja, und wie ging es dann weiter? Erstmal, wie lange warst du in L.A.? Es gab ja die Möglichkeit, ich glaube, Dirk, du warst zwei Jahre da. Ich war länger, ich bin aber noch länger. Ein Jahr ist, glaube ich, regulär gewesen. Man konnte aber verlängern. Ich meine, das ist ja auch ein Kostenfaktor letztendlich. Das heißt, wie lange warst du dann in L.A. und wie ging es danach für dich weiter? Normalerweise, ich kenne das auch so, dass dann meistens die Leute, die von L.A. Gekommen sind, an der Modern Music School erstmal Unterrichtsjobs gehabt haben und so weiter und so fort. Also wie ist deine Karriere von da aus losgegangen? Und was mich auch noch interessiert, du hast ja gesagt, du bist ja eigentlich schon in den 80er-Jahre-Hardrock-Metal im weitesten Sinne stark beeinflusst und ich habe dich kennengelernt damals mit einer Band, die es immer noch gibt, wo du nicht mehr spielst, Trio Sense, wo ich finde, dass du wahnsinnig toll musikalisch gespielt hast. Also da ziehe ich meinen Hut vor, wirklich. Wie kam dann, wo kam dieser Switch? Also in welcher deiner Zeit? Kam das schon vor L.A. Oder kam das in L.A.? Also versuch uns da so ein bisschen nochmal mitzunehmen. Ja, gerne. Also die, ähm. Ich glaube, so meine musikalische Liebe am Anfang war auf jeden Fall das Hardrock- und Metal-Zeugs. Also ich bin in Kassel auch in das MT gegangen, die lokale Hardrock-Disco irgendwie. Das war schon so mein Ding, aber ich war irgendwie immer offen für alle mögliche Art von Musik. Und ich habe mich mit meiner Mama da mal ein bisschen drüber unterhalten. Und die hat gesagt, dass sie mich auch bewusst und das hatte ich nicht mehr so in Erinnerung, auch immer bewusst sozusagen dazu erzogen hat, offen zu sein. Also grundsätzlich als Mensch natürlich, aber auch musikalisch. So Ohren und Augen offen zu halten. Und sie hat mir eben auch viel Musik vorgespielt, sodass ich, glaube ich, eine irgendwie breit gefächerte Faszination dann vielleicht für Musik hatte. So wenn verzerrte Gitarren drin waren, fand ich es schon cool. Aber es musste nicht unbedingt immer sein. Und ich habe dann auch vorher schon in Bands gespielt, die irgendwie andere Musik gemacht haben. Habe dann auch während der Oberstufe bei Jugend Jazz mitgemacht durch einen Saxophonisten, der bei mir in der Klasse war. Also irgendwie war ich dann doch schon breiter interessiert, sage ich mal. Aber vielleicht waren es tatsächlich, es kommt mir jetzt so in den Sinn, einen Steve-Hauten-Unterricht bei einem Modern-Drum-School-Camp, wo ich, glaube ich, das allererste Mal irgendwas von Swing und Swing-Comping gehört habe und dann, kurzzeitig später auch auf eine Jazz-Session in Kassel gegangen bin und dachte, ich kann doch jetzt Jazz, weil ich doch bei Steve Hauten das gelernt habe und bin dann dahin und habe wirklich so eine Swing-Nummer gespielt mit einer ultralauten Viertel-Bass-Drum. Die war dann doch noch ein bisschen Metal-mäßig. Ähm, Keine Ahnung, aber es hat mich nicht abgeschreckt. Irgendwie habe ich das Gefühl, ich hatte auch Leute um mich rum, die mich motiviert haben dazu, Dinge auszuprobieren und offen zu sein. Und auch meine allererste Band, gerade mit dem Keyboarder zusammen, war auch keine richtige Rockband in dem Sinn. Das war auch zwar Instrumentalrock, aber auch mit vielen anderen Elementen drin. Ja, genau. Ja, ich habe den Faden verloren. Aber wo ging es hin? Nee, alles gut. Der Faden war, wie lange war es in L.A.? Hast du ein Jahr gemacht, regulär zwei? Wie ging es danach weiter? Ah, richtig. Genau, ich war ein Jahr drüben. Das war der reguläre Zeitraum. Und ich weiß nicht, ob wir später da nochmal drüber sprechen, aber es war wirklich die prägendste Zeit für mich, dieses eine Jahr bis heute. Ich würde gerne reingrätschen da. Und zwar, du hast Unterricht bei einem Schlagzeug genommen. Und ich könnte mir vorstellen, der hat dich vielleicht auch beeinflusst. Ein Schlagzeuger, den ich unfassbar toll finde, ein ganz, ganz toller musikalischer Schlagzeug, den für mich viel zu wenig Leute kennen, leider auch schon verstorben, ist der Mike Shapiro. Und hat der auch eine Rolle bei dir gespielt? Weil ich finde, das ist ja schon für mich, ich finde den Typen einfach knallermäßig. Oder Pfand, muss man leider sagen. Ja, ich hatte, also wirklich, es ist bis heute, dass mich dieses Jahr so krass geprägt hat. Und wenn ich daran erinnere, es kommen immer wieder so Aha-Momente, wo ich denke, oh Mann, das hat er gemeint damals, jetzt checke ich es. Also es sind, glaube ich, so zwei Faktoren, die in L.A. Oder drei Faktoren, sage ich mal, die in L.A. wirklich toll waren. Also erstens, ich war weg von zu Hause. Das war total wichtig, dass ich ganz weit weg war und meinen ganzen Alltag nicht mehr um mich rum hatte. Und bevor ich da hingegangen bin, hatte ich schon Bands in Kassel, mit denen ich gespielt habe. Und es war eigentlich klar, ich komme zurück und spiele dann in den Bands weiter. Was natürlich nicht passiert ist, aber das war irgendwie so, ich gehe jetzt mal kurz nach L.A. und dann komme ich wieder zurück und mache da weiter, wo ich vorher war. Also dieses Weggehen von zu Hause, das war super wichtig für mich, auch so Persönlichkeitsentwicklung mäßig. Das zweite war das System von dieser Schule. Ich glaube, ich wäre gar nicht reif genug gewesen, ein Hochschulstudium zu absolvieren. Also auch von der Art, wie ich gelernt habe und welche Betreuungsintensität ich eigentlich brauchte damals, weil ich halt erst 20 war und ich brauchte Leute, die mich an die Hand nehmen und durch so ein Curriculum durchführen. Und ein Hochschulstudium ist viel eigenständiger. Und jetzt der dritte Punkt sind die Lehrer, die da waren, die einfach Wahnsinn waren. Und Mike Shapiro war sicherlich derjenige, der zu der Zeit der einflussreichste Lehrer war. Von seiner Persönlichkeit her und die Art, wie er uns mitgenommen hat und inspiriert und abgeholt hat. Und zu einigen Lehrern habe ich tatsächlich erst viel später eine engere Bindung dann entwickelt. Aber Mike Shapiro war damals, glaube ich, derjenige, zu dem wir alle aufgeschaut haben und der uns total krass beeindruckt hat. Was hat der anders gemacht? Oder wo waren so seine Lehransätze, die für dich prägend waren? Wo du sagst, du hast dein Spiel vielleicht umgestellt, du hast dich vielleicht mehr mit Percussion bestellt oder auch mit lateinamerikanischer Musik. Wie ist das so zustande gekommen? Und vielleicht dazu noch ergänzend, du unterrichtest ja auch sehr viel, auch an deiner Hochschule. Welche Elemente von Mike Shapiro hast du selbst mitgenommen? Oder wie hat er dich als Lehrer auch beeinflusst? Interessant, ja. Ja, also Mike, ich habe auf jeden Fall noch nie jemanden so spielen hören wie ihn. Ich habe ihn spielen sehen und hören und dachte, das gibt es doch gar nicht. Das habe ich noch nie gehört und damit meine ich gar nicht so ein spektakulär virtuoses Spiel, sondern ein Gefühl für Sound und Time und Dynamik und Songstruktur. Das hat mich so abgeholt. Also das war Wahnsinn. Und wir waren auch auf ganz vielen Konzerten. Das fand ich tatsächlich auch so toll, dass man dann quasi, wenn man Unterricht hat bei den Lehrern, dass die eben auch ständig gespielt haben und dass man überall hinkonnte und konnte sich die Konzerte angucken. Was ich tatsächlich ein bisschen schade finde jetzt in meiner Situation, als ich unterrichte in Mannheim an der Popakademie und in Osnabrück an der Hochschule, die sind so weit weg, dass sozusagen mein Alltag abseits des Unterrichts gar nicht da vor Ort stattfindet. Und das ist total schade. Auf Tour kommt man vielleicht mal vorbei oder in die Nähe. Aber so wie da zum Beispiel, dass man Unterricht bei einem Lehrer hat und ihn aber dann auch mehrere Male im Monat auch live spielen sieht, das war toll. Also Lehrer, der eben selber auch Spieler ist, das fand ich super und dem ich quasi auf die Finger gucken konnte, ob das, was er erzählt, auch stimmt sozusagen, also ob er das auch live umsetzt und eigentlich war es sogar so, dass es dann live noch geiler und noch beeindruckender war. Und wird nicht als Lehrer beeinflusst? Oder hat er das nur unbewusst? Oder hat er vielleicht Konzepte mitnehmen können? Gute Frage, ja. Vielleicht unbewusst eher. Also ich fand, ich glaube, bei Mike Shapiro fand ich das stärkste seine Persönlichkeit. Also die Aura, die er hatte, die, ja, also die Persönlichkeit fand ich tatsächlich toller. Jetzt im Nachhinein wirkungsvoller als seine Persönlichkeit. Pädagogischen Konzepte. Ich glaube, er hat also viel Konzepte nicht, aber Dinge, die er gesagt hat und gemacht hat, waren dann schon toll. Also ich erinnere mich an, wirklich ganz praktisch an ein paar Beispiele, zum Beispiel, dass man so eine 12-8-Blues-Nummer gespielt hat im Unterricht, und dass er währenddessen das Schlagzeug abgebaut hat, auf dem man gespielt hat, weil man einfach so viele Filins und Variationen da reingebaut hat, bis man am Schluss so mit Kickstar-Highat da saß und vielleicht noch ein Becken hatte, um einfach das Spiel auf das Wesentliche zu reduzieren und tatsächlich Musik daraus zu machen. Also er hatte auch einen forschen Ton und war auch manchmal so ein bisschen Colonel-mäßig unterwegs, aber er war auf jeden Fall auch der, der darauf aufgepasst hat, dass es den Studierenden gut geht. Also der auch geguckt hat, ob jeder da ist und der dich angesprochen hat, wenn du nicht im Unterricht warst. Und das fand ich toll. Also so eine, ehrlich gesagt, so eine Fürsorge habe ich da auch empfunden und der hat mich gepusht und gefordert, aber er war auch daran interessiert, dass es mir googelt und das fand ich total super. Und wie ging es dann weiter für dich, als du wieder zurück in Deutschland warst? Genau, dann bin ich eigentlich so, wie du es vorhin gesagt hast, das war sogar ein bisschen der Plan, denn ein Bassist, der Theo, mit dem ich studiert habe, wir beide, also er hat in München gelebt, ich wollte weg aus Kassel, das war irgendwie so meine Idee, ich würde gerne in eine andere Stadt ziehen. Ich bin FC Bayern Fan und dachte ich, geil, dann ziehe ich doch nach München. Dirk. Und dann war wirklich auch der Plan und die Idee, wir machen eine Modern Music School auf. Also wir beide übernehmen das dann und ich glaube, es war sogar so weit, dass schon nach Locations gesucht wurde und ich auch schon nach Wohnungen geguckt habe. Und irgendwie hat das nicht geklappt mit der Location oder so. Und dann hieß es, okay, ich gehe erstmal zurück nach Kassel und habe dann in Kassel sehr schnell angefangen, in Bands zu spielen, von denen ich dann erstmal nicht mehr weg wollte. Das waren so eigentlich meine ersten professionellen Bands. Da zählt sogar auch Trio-Sense dazu, die dann rund anderthalb Jahre nach meiner Rückkehr gegründet wurde. Hamid Barodi war sozusagen der erste große Profi-Act, in dem ich gespielt habe und dann noch eine lokale Band Stolle und Band, die halt wahnsinnig viel in der Region gespielt hat, und dann war irgendwie so dieses Gefühl, ich kann jetzt erstmal nicht weg, ich kann mich hier ausprobieren und kann unglaublich viel spielen und bin deswegen da geblieben, bis 2003, also rund fünf Jahre, ja, ein bisschen mehr als fünf Jahre, und habe dann festgestellt, dass eine Band wie TrioSense oder Hamid, dass ich mit denen spielen kann, auch wenn ich nicht in Kassel lebe, und mir ist auch ein ganz bisschen die Decke auf den Kopf gefallen. Und ich brauchte neuen Input, und um mich herum sind viele Leute weggezogen, und die meisten sind nach Berlin oder Köln gegangen. Und ich bin dann mit nach Berlin und habe dann eine ganz kurze Zeit nur in Berlin gelebt, weil meine Frau gleichzeitig nach Hannover gezogen ist, weil sie da einen Job bekommen hat. Dann bin ich viel durch die Gegend gependelt. Ich würde sagen so anderthalb Jahre extrem viel gependelt. Und genau, bin dann nach Hannover gezogen, wo ich jetzt seit auch 20 Jahren lebe oder wo wir leben. Und das ist jetzt sozusagen die Basis, von der aus ich dann in ganz Deutschland rumfahren kann. Das ist ganz gut. Bevor wir zu deinem professionellen Arbeiten gleich kommen, ich würde noch ganz gerne mal, weil du bist ja für mich auch ein fantastischer Percussionist. Ich beherrsche ein bisschen Kongas, Bongus. Ich würde sagen, gegenüber deiner Wenigkeit. Sehr rudimentär, ich kann ein bisschen Kongas spielen. Aber wie kam deine Liebe und dass du gesagt hast, boah, ich beschäftige mich mal mehr damit, weil mittlerweile ist ja dein Berufsalltag ist ja so ein bisschen gesplittet, du bist auch als Perkastionist in vielen Bands unterwegs, Arbeitsschlagzeuge auch, aber wie ist das gekommen, dass du gesagt hast, boah, ich check das mal auch noch mehr aus oder intensiver? Ja, ähm... Also genau, das war quasi dieses Super-Drumming-Ding, also so das Verständnis dafür. Ich habe auch Santana live gesehen, bevor ich nach L.A. bin, weil meine Mama großer Santana-Fan war. Also so ein Gefühl dafür, dass es die Instrumente gibt und dass sie was mit Musik machen, hatte ich immer, aber die hatten nie was mit meiner Musik zu tun. Also es gab immer andere Musikrichtungen, in denen das stattgefunden hat, aber in sozusagen meiner Welt kam das nicht so vor. Und dann in L.A. war es dann Teil des Curriculums, dass man das lernt. Und dann hatten wir bei Jerry Steinholtz Unterricht und bei Billy Halting. Und wir hatten zwei Drumlehrer, die selber auch Percussion gespielt haben, nämlich Mike Shapiro und Aaron Serfati. Das heißt, ich habe den Mike nicht nur als Drummer spielen sehen, sondern auch als Percussionist zum Beispiel. Ähm, bei El Juro. Und, ähm, das war dann toll, quasi so den Drummer, den ich so liebe, dann auch in dieser Rolle zu sehen. Ähm, das fand ich noch interessant, noch nicht inspirierend, aber ich fand's auf jeden Fall schon mal spannend, äh, auch, dass es das gibt. Und, ähm. Dann im Unterricht hab ich das, glaube ich, auch so, also, ich glaube, ich war nicht besonders talentiert oder so, aber ich hab's mitgemacht. Es gab auch einige Leute, die das nicht mitgemacht haben, die quasi den Percussion-Tag immer genutzt haben, um Wäsche zu waschen oder ins Gin zu gehen oder an den Strand zu fahren. Aber ich habe da irgendwie mitgemacht, auch dank der Hinweise von Dirk Rosenbaum, der meinte, wenn ich da bin, lohnt es sich schon, alles mitzunehmen, was da auf einen zukommt. Und habe dann, genau, wir hatten einen Mitstudenten, der Danilo, der hatte schon immer ein totales Händchen dafür, für Percussion zu spielen. Danilo ist, glaube ich, aus... Jetzt lehne ich mich weiter aus dem Fenster... Ecuador, glaube ich. Und ist auch ein bisschen mehr in dieser Richtung sozialisiert gewesen. Und hatte einfach den Slap des Jahrhunderts auf den Kongas. Und da wollte ich mich auch irgendwie ranpirschen und habe dann eben auch mal rumprobiert. Sobald das quasi im Curriculum vorkommt, darf es auch in den Kombos benutzt werden. Das heißt, wenn dann eben Jazz-Standards gespielt wurden, konnte sich eben immer einer auch mit Percussion-Instrumenten dazusetzen. Das fand ich voll cool. Und dann bin ich zurück nach Deutschland und habe angefangen, bei Hamid Baroudi zu spielen. Und da waren am Anfang zwei Percussionisten mit noch in der Band. Der Matthias Reuter und Tom Nikolas. Die beiden haben Percussions gespielt und das war total geil. Also Drums zu spielen und zwei Percussionisten um sich herum zu haben, ist einfach mega. Und dann habe ich eigentlich dadurch angefangen, mir auch diese Instrumente zu kaufen. Also, dass ich dann selber mal ein paar Kongas haben wollte, einfach weil ich es toll fand und es weiter probieren wollte. Und dann... Viel, ja einfach Learning by Doing, also mich dann in Bandsituationen reingeworfen, die dann irgendwie was damit zu tun hatten. Man ist ja auch so ein bisschen, muss man ja auch sagen, dann der Einäugige unter den Blinden, wenn man dann selber Percussion-Instrumente besitzt ja alleine nur, man muss es ja schon gar nicht spielen können. Allein das nur zu besitzen, war schon außergewöhnlich als Schlagzeuger, sodass du dann, ja, als es dann darum ging, dass hier eine Salsa-Band gegründet wurde, war dann nicht nur die Frage, wer kann das spielen, sondern wer hat die Instrumente überhaupt. Und so kam dann, würde ich sagen, so Schritt für Schritt, kam dann so Torkaschen in mein Leben und überhaupt nicht ambitioniert. Also es war eigentlich eher mein Hobby. Ich habe mich schon ganz klar die ersten Jahre als Schlagzeuger verstanden, und ich würde sagen, der wirklich große Switch war dann, dass wir mit TrioSense mehr Erfolg hatten und dass ich da die Möglichkeit hatte, Percussion in das Drumset zu integrieren. Also dass ich quasi gleichzeitig Schlagzeuger und Percussionist war. Das war eine Rolle, die hat mir gut gefallen, weil ich quasi meine Drumset-Skills benutzen konnte, aber die Klangfarben von Percussion mit einbauen konnte. Und mich dann immer mehr damit beschäftigt habe. Ja, das war dann, das war glaube ich dann tatsächlich der Switch, wo ich dann auch das Gefühl hatte, jetzt verstehe ich auch die Instrumente besser oder Oder ich habe einen Weg gefunden, sie in meiner Musik unterzubringen. Aber das ist ja dann deine Musik gewesen oder eure Musik, sage ich mal. Man hat dich aber wahrscheinlich immer noch hauptsächlich als Drummer natürlich wahrgenommen in der Außenwirkung. Was war denn dein erster professioneller Job als reiner Percussionist? Weil so bist du heute ja auch unterwegs. Ja, stimmt. Also bist du los, hast gesagt, ey Leute, übrigens, man kann mich auch buchen oder kam mir mit auf dich zu, ey, ich habe gesehen, du kannst ja. Nimm uns da mal mit. Ja, die Frage impliziert ja doch was anderes, was ich sehr spannend finde, nämlich wie wird man eigentlich wahrgenommen von anderen? Denn Dirk und ich, wir haben ja auch eine Vergangenheit und du hast mich mal, das finde ich immer noch Wahnsinn, dass du mich damals gefragt hast, in deinem Buch Future Drumming ein Kapitel zu schreiben, weil du mich als Elektro-Drummer wahrgenommen hast. Was ja auch total abgefahren ist ich hatte dann das Hardrock-Selbstverständnis zu einer bestimmten Zeit und dann auf einmal war man der Elektro-Drummer und dann ist man der Jazz-Drummer und dann ist man der Percussionist, also es ist wirklich interessant wie, also auf der einen Seite wie man wahrgenommen wird, auf der anderen Seite das Bedürfnis nach Schubladen ist auch immer sehr spannend und. Und genau, ich will den Faden nicht verlieren und auch nicht zu viel Quatsch reden. Aber das finde ich total spannend, weil mir das in meiner ganzen Karriere passiert ist, dass es mittlerweile auch Szenen gibt, in denen ich nie als Drummer gefragt werde, wo ich nur als Percussionist gefragt werde. da werde ich eher gefragt, ob ich nicht einen Drummer kenne. Und umgekehrt genauso. Es gibt dann wieder auch Bereiche, in denen würde ich nur als Drummer gefragt werden und nicht als Percussionist. Das ist total lustig. Wie sich das dann so trennt und welche Außenwirkungen man dann irgendwie auch hat. Und ich glaube, die ersten professionellen Percussion-Gigs waren selbst gemacht. Ich habe dann in also sie waren du meinst reine Percussion-X ja, reiner Percussion-X, wo du wirklich quasi an den Kongas gesessen oder gestanden hast und Trumpset war, hat jemand anderes gespielt oder es gab vielleicht kein Trumpset ja. Das müsste die Salza-Band La Essenzia gewesen sein, Gruppo La Essenzia denn ich hab schon vorher nee, das war glaube ich die erste Gruppo La Essenzia war glaube ich das erste Mal, dass ich dann einfach Timbalero war in der Band, und meistens nicht mal eine Kickdrum dabei hatte, sondern einfach nur an den Timbales stand und gespielt habe, weil alle anderen Gigs waren immer in Kombination, also auch so Theaterjobs oder so, das war dann immer Drumset und spielt man vielleicht mal Röhrenglocken oder einen Shaker oder irgendwas, aber ich glaube, das war der erste reine Percussion-Gig, Und weil du gesagt hast, mit Schubladendenken, du hast ja gesagt, der war ja quasi selbstorganisiert, das war auch wieder deine Band. Mittlerweile, oder man buchte dich ja auch als Percussionist mittlerweile. Wer kam denn auf dich zu und als Erster hat gesagt, ich weiß, du spielst auch Percussion, wir brauchen dich. Also im Kleinen ging das schon auch früher los, dass Leute mich als Percussionist wahrgenommen und gefragt haben. Und ich würde mal sagen, so in der lokaleren Coverband-Szene dann vielleicht, so Soul-Funk-Bands, die sich dann auch vorstellen konnten, dass ein Percussionist mitspielt. Und der... Profi-Game-Changer war, dass Pat Farr mich angerufen hat und mich gefragt hat, ob ich die Voice of Germany Tour als Percussionist mitspielen möchte. Das war sozusagen der erste große Percussion-Gig, wo ich sagen würde, das hat ein neues Level ermöglicht. quasi. Und bin ich ihm auch unendlich dankbar. Der gute Pat. Und diese ganze Connection mit Pat, witzigerweise, ist auch nur durch die Liebe zu Iron Maiden zustande gekommen. Man weiß nie, wozu so Gespräche oder wo die hinführen oder was dann ein paar Jahre später dabei rauskommt. Aber er hatte das irgendwie auf dem Schirm und hat mich dann gefragt. Mega. Das ist sehr geil. Wir haben ja auch noch Vergangenheit. Er war ja auch mal mein Schüler. Ja, richtig, natürlich. Das ist ja auch so witzig. Natürlich, natürlich. Sag mal, wie ist das denn, bevor wir auf deine Lehrtätigkeit kommen, da möchte ich gleich erst drauf kommen. Wir hatten das Schlagzeug, wir hatten Percussion, aber du bist ja auch Spezialist für Ableton. Oder du bist sehr gebucht, weil in der modernen Musik ist ja viel, man arbeitet dort viel mit Tracks, mit Zuspielern, wo was mitläuft. Wie kam das denn dann hinzu? wo du gesagt hast, okay, ich bin ja Percussionist, und als Percussionist, ich bleibe nicht nur bei den Percussionen, sondern ich benutze vielleicht auch elektronische Elemente. Wie kam das denn so ein bisschen, dass du gesagt hast, ich setze mich da auch mal mit auseinander. Also der moderne Begriff wäre eigentlich Hybrid. Ja, würde ich sagen, genau. Das ist irgendwie, also mein Berufsbild ist auf jeden Fall sehr Hybrid. Das ist aber irgendwie von allem etwas. Ähm, Es war eigentlich fast ein bisschen wie mit dem Percussion, wenn ich so drüber nachdenke. Also als ich angefangen habe, mich mit Ableton zu beschäftigen, das war glaube ich so 2002 ungefähr. Ableton Version 2 war das auch damals glaube ich noch, ich glaube Live 2 war das, da hat das eigentlich noch niemand benutzt. Und ich habe das nur kennengelernt, weil ein Keyboarder, mit dem ich gespielt habe, ein totaler Nerd, war und ist und sich mit vielen Dingen beschäftigt hat, die so in analoger und elektronischer Musiktechnik irgendwie eine Rolle spielen. Also der sich sowohl mit Studiotechnik auskennt, aber eben auch, da kam dann halt dieses Programm um die Ecke und dann konnten wir auf einmal damit jammen. Wir hatten eine Band, die nannte sich Chill GmbH. Und wir hatten einen Steady-Gig während der Documenta in Kassel. So eine Kunstausstellung, da haben wir dann immer in so Lounges gespielt oder mit DJs. Und während wir früher echt immer die großen Analog-Racks mitgeschleppt haben, mit Archive Sampler und allem, hatte er dann auf einmal seinen Laptop auf der Bühne. Damals noch das iBook war das, glaube ich. Oder so ähnlich hieß das. Diejenigen, die es kennen, haben ein Bild vor Augen, wie geil die, die auch designt waren, wo dann eben Ableton drauf war. Und dann konnte man Loops laufen lassen und irgendwann konnte man sogar einen Klick rausschicken. Und dann hat sich das irgendwie immer mehr entwickelt, dieses Programm und ich habe einfach von Version zu Version weiter mitgemacht und habe es dann auch in meine Projekte mit eingebaut. Also habe dann eben angefangen, auch für Bands, in denen ich gespielt habe, Ableton Sessions zu bauen. Und so kam das dann nach und nach und mittlerweile ist es so ein Standard und damals war das aber noch was Besonderes, dass man das hatte oder sich damit auskannte sodass ich zum Beispiel auch als die Voice-Tour losging, dann den Ableton-Job übernommen habe. Und ja, als Percussionist ist das natürlich eine sehr dankbare Rolle weil du auf der einen Seite die also wie jetzt mal ganz pragmatisch gesagt du kannst als Percussionist aufhören zu spielen wenn mit Ableton mal was brennt, und das ist als Keyboarder, Gitarrist, Bassist, Drummer ist einfach schwierig, wenn der Rechner abkackt und ja, da hatte ich Glück dass ich das Paket anbieten konnte, Und was mir dann ja auch weitere Jobs in diese Richtung verschafft hat, bis hin dazu, dass ich tatsächlich auch mal nur Ableton Operator war, also neben der Binde saß und quasi die Software betreut habe. Könntest du den Zuhörerinnen und Zuhörern vielleicht mal ein bisschen mehr erklären, was dein Job bei Ableton ist? Ich glaube, viele, gerade Junge, können sich vielleicht gar nichts darunter vorstellen. Was machst du da eigentlich? Klar, du hast jetzt von Loops gesprochen, aber wie bereitest du das vor? Was machst du da eigentlich? Ja, auch das ist total unterschiedlich. Und die Vorbereitung, also ich bereite mit vor, wenn ich selber auf der Bühne stehe. Das würde ich so vielleicht so als Backing-Track-Management bezeichnen. Das bedeutet im Prinzip, dass ich die Files bekomme und sie so anlege, dass sie in Ableton organisiert sind, dass die Ausgänge zugeordnet sind, dass die Formteile markiert sind, dass die Fernsteuerung funktioniert, sodass, wenn man spielt, man vielleicht Loops bauen kann oder von Song zu Song switchen kann oder mal einen Chorus in der Schleife spielen kann. Also das würde ich so als Organisation bezeichnen. Wie switchst du da? Machst du das via Pads oder gehst du dann wirklich an den Rechner oder hast du selber dir ein Keyboard dahin gelegt? Das kenne ich halt auch zum Beispiel. Genau, also alles Mögliche. Oh krass. Oder sowas. Oder sowas. Ja, oder sowas. Also habe schon alles, quasi alles mal irgendwie benutzt, um fernzusteuern. Je kleiner das Projekt, desto weniger Equipment. Und das heißt, manchmal einfach wirklich nur Leertaste drücken und irgendwelche Keyboard-Tastaturen, Tasten damit belegen, irgendwelche Befehle auszuführen. Bis hin zu wirklich aufwendig gestalteten, entweder so Remote-Keyboards oder Paths beispielsweise, genau. Krass. Ja, das ist quasi so, würde ich sagen, das wäre dann das Operating, wo ich sage, da bist du Ableton Operator oder auch selber dafür zuständig bist, dass Songs gestartet werden und so. Das hat ja echt mittlerweile große Dimensionen. Also Ableton ist ja häufig die Schaltzentrale für die gesamte Produktion, was Ton, was Licht angeht. Ich habe dann in einer Band eine Zeit lang gespielt, Planting Robots hieß die. Da haben wir das versucht ein bisschen auf die Spitze zu treiben und da war alles ferngesteuert. gesteuert. Also sämtliche Vocal-Effekte, Gitarren-Sounds umschalten, Keyboard-Sounds umschalten, das kam dann alles vom Rechner. Wo ich dann auch Sounds getriggert habe, wo ich Delays und Distortion auf dem Drumset erzeugt habe durch Ableton. Also da haben wir so alles mal ausgereizt, würde ich sagen. Was mich interessieren würde, ist mal, ich gehe nochmal zurück zu dieser Drummer-Percussion-Geschichte von dir. Gerne. Ob du, wenn du das eine oder das andere spielst, ob du da mental dich anders reindenkst auch. Das heißt, spielst du Drums anders als Drummer und Percussionist anders als Percussion? Also du hast einen musikalischen anderen Ansatz jeweils auch. Ja, voll. Ist dein Hund im Hintergrund, oder? Es sind zwei Hunde, um genau zu sein. Wie heißen die denn? Das sind zwei Zwergdackel, die ordentlich gerade Gas geben, weil sie anscheinend irgendwas gesehen haben, was sie massiv stört. Das sind die Bella und die Meiler. Und ich wollte jetzt nicht so hier rufen und sie zur Rechenschaft ziehen und erziehen. Erziehen ist eh vorbei. Ist eh vorbei. Die sind beide sieben Jahre alt. Da ist mittlerweile alles verloren. Aber die haben jetzt gerade ihren tatsächlich montags Morgen Bellflash Das ist leider ein Standard. Das ist okay. Aber sie wurden auch schon vermisst, weil viele treue Zuhörer schreien, da gibt es die Hunde gar nicht mehr. Der Türke hat ein mega Plug-in, was er drüber jagt, dass anscheinend Hunde auch wahnsinnig gut rausfiltern kann. Jetzt hier auf Zoom ist es erstmal zu hören, leider. Das ist doch sehr schön. Das finde ich auch. Ich finde das gut. Das ist echtes Leben. Das ist doch sehr schön. Genau, wir waren, du hast eine tolle Frage gestellt, die Auch eine Erkenntnis, die mir viel später erst gekommen ist, ist, welchen Einfluss Percussion überhaupt auf mich als Drummer dann im Endeffekt hatte. In ganz vielen verschiedenen Ebenen eigentlich. Also ich glaube erstmal das Verständnis dafür, dass man sich eine Rolle teilen kann in Musik. Das heißt auch als Drummer, wenn ich mit Percussionisten spiele, zu verstehen und zu checken, was machen die da gerade und was muss ich nicht machen oder wie können wir uns ergänzen, um das Gesamtprodukt eigentlich noch geiler zu, Oder vielleicht den Groove zu intensivieren. Also diese Idee des Zusammenspiels. Und dann natürlich die Inspiration. Also ich finde es einfach Wahnsinn, dass Leute als Percussionisten manchmal nur ein Instrument spielen. Also hier stehen ja so ein paar und die kann ich nicht alle irgendwie diese Instrumente so richtig geil spielen. Aber ich habe sie schon mal, das ist schon mal ein guter erster Schritt. Aber jetzt beispielsweise, ich habe mal so Tabla-Basics gelernt, aber ich würde mich niemals als Tabla-Spieler bezeichnen. Dennoch inspiriert mich aber die Art, wie das Instrument klingt und wie man damit umgeht und welche Rolle das erfüllt, inspiriert mich das dazu, solche Sounds auch am Drumset zu versuchen zu erzeugen, und quasi Klangmöglichkeiten einer einzelnen Trommel irgendwie zu erforschen. Das finde ich total Wahnsinn. Ich liebe Schlagzeuge, aber ich kann, glaube ich, länger Percussionisten zuhören beim Spielen als Drummern. Wenn man jetzt mal so in dem vielleicht Social Media oder Soloing-Kontext unterwegs ist, da gibt es ein paar Drummer, die liebe ich natürlich total, Aber Percussionisten holen mich da häufig schon ganz schön ab, was ihre Melodik angeht und Phrasing und Artikulation und Musikalität. Aber die Frage von dir geht auch noch einen anderen Schritt weiter, nämlich irgendwann ist mir aufgefallen, dass wenn ich als Percussionist in einer Band bin, niemals einfach die Rolle switchen könnte. Also wenn jetzt der Drummer wird krank auf Tour und dann heißt es, dann spielst du doch, du kannst das doch auch, würde nicht funktionieren. Weil ich so eine andere Perspektive auf die Musik innerhalb eines Projektes habe, dass ich gar nicht in der Lage wäre, zu switchen, selbst wenn es in Anführungsstrichen nur eine einfache Rolle wäre. Also ich kann mir nicht merken, was der Drummer spielt. Weißt du, was ich meine? Und das ist echt eine abgefahrene Erkenntnis. Also ich müsste mich wirklich zwingen oder ich musste mir das Zeug wirklich nochmal eins zu eins rausschreiben, um zu wissen, was der andere eigentlich macht. Da würde ich gerne mal kurz nachhaken. Es sorge für die Hunde, im Hundgrund immer noch. Nimmst du denn überhaupt bewusst wahr, was der Drummer tut? Oder sind für dich in dem Moment die anderen musikalischen Dinge viel wichtiger und vielleicht einhergehend auch nochmal, wie wählst du dann deine Klangfarbe entsprechend aus, je nach musikalischer Situation? Total, also der Drummer ist mein bester Freund, natürlich auf der Bühne und wir müssen uns in vielen Bereichen ergänzen. Aber es ist schon mehr ein Gesamtbild, glaube ich, was ich dann habe. Also dadurch, dass die Frequenzen, die ich abdecke und auch die Rolle, die ich spiele, auch mit anderen Instrumenten zu tun hat. Wenn man jetzt nur mit Drums und Percussion spielt, hat man ja sehr viel Freiheiten. Aber sobald andere Instrumente dazukommen, ist es dann gar nicht mehr so viel Platz da. Und da wird es dann ganz spannend, da wird es dann häufig auch sehr reduziert, also in verschiedenen. Dingen eigentlich ich glaube so der Klassiker ist 16. Hi-Hat und Shaker gleichzeitig, das kann total geil sein oder es kann auch total flammen und irgendwie komisch klingen weil quasi eine Rolle doppelt ausgeführt wird, aber mit einem unterschiedlichen Mikro-Time-Verständnis, also auch da gibt es wieder kein richtig oder falsch, aber es ist glaube ich wichtig, so eine Awareness zu haben. Welche Frequenzen deckt der Drummer ab? Welche Frequenzen kann ich hinzufügen? Wenn ich jetzt so von Popgroves ausgehe, habe ich das Gefühl, dass man als Percussionist häufig mehr Wärme hinzufügen kann durch Handtrommeln. Oder dass man sich noch oben drüber setzt, wenn vielleicht die Hyatt reduziert ist, dass man so ein bisschen das, was man heute so als trappige Sounds bezeichnen würde, dass man die so oben drüber legen kann. Manchmal bist du als Percussionist der Loop, das heißt du hast gar nichts zu melden sozusagen, außer dass du eine bestimmte Klischee-Klangfarbe erfüllst, die für den Song dazugehört und manchmal bist du auch einfach der Hippie, der in dem Moment die Rolle hat, mach einfach irgendwas drüber, was es lebendiger macht. Ich finde diesen einen Aspekt sehr interessant oder wo man auch sein eigenes Ego wahnsinnig zurücknehmen muss, was du gerade sagst. Ich bin nur der Lou, aber in dem Moment erfülle ich einen besonderen wichtigen Job innerhalb der Musik und das finde ich so bemerkenswert. Ich glaube, das würde jedem Drummer auch wirklich mal guttun, so eine Rolle zu übernehmen und einfach das zu sehen. Auch das eigene Ego ist überhaupt nicht wichtig in dem Moment. Wenn ich auch nur dreieinhalb Minuten einen Shaker durchshakere, erfüllt das eben sein absolut, ja, Also einen absoluten Platz innerhalb der Musik. Ja, total. Und es ist ja häufig, wenn wir über Ableton reden, reden wir auch über Instrumente, die nicht mehr live gespielt werden. Und da ist Percussion natürlich eines der ersten Instrumente, was da drauf landet, auf den Backing-Tracks. Was total schade ist, finde ich, weil ich glaube, dass Live-Percussions immer noch mal eine andere... Dimension reinbringt in das Spiel und ich glaube auch Percussion kann sehr viel Emotion generieren, sehr viel Spannung generieren in Musik, wo die anderen Instrumenten einfach die Hände gebunden sind, dadurch, dass sie ihre Rollen erfüllen. Das mag ich sehr, dass man dann auch so klangmalerisch oder ein bisschen wie so ein Emotionsdirigent vielleicht dann agiert in dem Fall. Aber es ist spannend, weil jetzt sehr praktisch gedacht zum Beispiel, wenn ich Bongo spiele und ein Gitarrist spielt Single Notes sind wir auf jeden Fall in der gleichen Rolle unterwegs, oder wenn ich eine Cowbellfigur spiele jetzt in einem, sag ich mal, Pop oder ja, im Pop-Kontext und die Keyboards haben sehr viel Attack und spielen zum Beispiel so eine typische punktierte Dance-Figur so. Wenn ich dann eine Cowbell-Figur spiele, die genau die gleiche Rolle spielt, haben wir auch wieder diese beiden Attacks, die sich eigentlich so überlagern. Im schlechtesten Fall flammen, im besten Fall vielleicht ergänzen, aber vielleicht ist es da viel spannender, was zu finden, was komplementär dazu funktioniert. Oder was eben, oder man sagt, hey, die Cowbell-Rolle ist eigentlich durch den Keyboard-Sound schon erfüllt. Ich finde andere Wege, damit zu spielen. In welcher, sag mal, musikalischen Kultur findest du jetzt am ehesten deine Inspiration dafür? Du hast dich ja mit Latin Percussion beschäftigt, mit brasilianischer Percussion. Du hast eben die Tablaser-Wed, die aus Indien kommen. Man sieht im Hintergrund, für die, die jetzt nur hören, nicht sehen, eine Menge Handtrommeln, also Rabentrommeln. man sieht eine Djembe. Das heißt, gibt es eine Musikkultur, wo du sehr viel Inspiration rausziehst? Und wenn du dich mit einem Instrument beschäftigst, wie weit gehst du in die, Authentizität rein des Instruments? Ja. Ja, interessante Frage. Also ich sehe für mich, also es ist wirklich ein spannendes Thema, was in den letzten Monaten und Jahren ja auch immer lauter geworden ist, was kulturelle Aneignung angeht und solche Dinge. Und die große Frage, darf ich denn als fast 50-jähriger deutscher blonder Typ überhaupt per Kaschen spielen? Und habe ich da irgendeine Art von Berechtigung oder nehme ich nicht anderen Leuten den Job weg oder versuche ich nicht eine Kultur zu übernehmen? Ich bin mir diesen Fragen bewusst und finde es total interessant, mich damit zu beschäftigen, habe aber auch ein bisschen durch den Unterricht, den ich genossen habe, vor allem damals auch in L.A., so eine Mentalität in mich aufgesogen, die bedeutet, über den Tellerrand hinaus zu gucken und Inspiration in allen Genres und überall auf der Welt zu holen und zu sehen. Und ich glaube, ich bin schon auch viel gereist, gerade auch durch Hamid, dessen Konzept in seiner Band war, als arabischer Sänger multinationale Bands zusammenzustellen. Also das waren Musiker aus Afrika, aus Südamerika, aus Europa, immer bunt gemischt. Und das hat mich, sorry, ich hole ein bisschen weit aus, aber das ist was, was mir die Legitimation gibt, zu sagen, ich darf mich damit beschäftigen. Und respektiere, wo es herkommt und versuche herauszufinden. Also mich interessiert auch die Geschichte dahinter und die Kultur. Ähm, Und ich ziehe da meine Inspiration raus. Und die Frage, wie weit beschäftige ich mich mit einem Instrument, das ist echt sehr interessant, weil es gibt wahnsinnig viele Instrumente. So, ich muss noch einmal hin. Also das steht quasi alles voll. Der Stefan zeigt gerade sein Lager. Ja, genau. Da steht quasi alles voll mit Korkaschen-Instrumenten. Und für jedes dieser Instrumente gibt es irgendwo jemanden, der wahnsinnig virtuos damit umgehen kann. Also wenn ich an sowas wie Pandero denke, es gibt Pandero oder Frame Drum Soli, da ist alles drin an Musik. Da steckt alles drin, was wir mit einem Drumset machen können oder was ein Gitarrist oder ein Geiger auf sein Instrument macht. Das steckt alles da drin. Aber bedarf natürlich einer wahnsinnigen Hingabe und auch viel Zeit, sich damit zu beschäftigen. Deswegen sehe ich mich eher als Pop- oder Jazz-Percussionist, der die Klangfarben in Musik benutzt, die mir auch vielleicht näher ist. Das heißt, da würde ich sagen, wenn ich es schaffe, ein Instrument so klingen zu lassen, dass es der Musik weiterhilft und dem Genre gerecht wird, in dem ich mich gerade befinde, finde ich das erstmal gut. Aber ich finde es natürlich toll, Giovanni Hidalgo an den Kongas zu hören. Aber da kommen Sounds aus den Instrumenten, die ich mein Leben lang nicht erzeugen werden kann. Weil dafür einfach Jahrzehnte Spielpraxis dazugehören. Und das finde ich toll, aber es inspiriert mich. Und ich probiere das natürlich auch zu imitieren und ich übe das ja auch. Aber ich habe nicht den Anspruch, der beste Kongero zu sein oder der beste Pandero-Spieler. Vielen Dank. Mein Anspruch ist, das so schnell wie möglich in meine Musikwelt zu integrieren und eine Möglichkeit zu finden, Musik damit zu machen oder Songs besser klingen zu lassen. Oder auch ganz hands-on bei einer Studio-Session Sounds anbieten zu können, die vielleicht andere nicht anbieten. Ganz kurz noch, ein Satz zu dieser kulturellen Aneignung. Wir hätten, glaube ich, oder ganz sicher, eine Menge Musik nicht, wenn wir das so eng auslegen würden, dass niemand anderes zum Wendt spielen darf. Ich meine, letztendlich ist für mich in der Musik kulturelle Aneignung nichts anderes als Inspiration zu finden in etwas und weiter umzusetzen in dem Sinne, was man selbst halt in dem Sinne kann und im Rahmen seiner Möglichkeiten. Also ich verstehe, dass hier und da dieses Thema natürlich auch sehr kontrovers diskutiert wird, aber ich glaube, in der Musik darf man das auf keinen Fall engstehend nicht sehen. Das nur kurz von mir zu machen, weil mich das auch beschäftigt hat, weil es manchmal übertrieben ist, finde ich. Ja, ich finde es auf jeden Fall gut, sich mit. Dingen auseinanderzusetzen, die uns vielleicht damals nicht so klar waren in Kommunikation oder in der Gesellschaft. Ähm, Und es ist dann vielleicht eher so eine Offenheit, die mir wichtig ist, wenn es darum geht. Und ich glaube, alles, was irgendwie dogmatisch ist und wo mit dem Finger auf andere gezeigt wird, halte ich für schwierig. Aber das Bewusstsein ist ultra wichtig und da muss ich auch sagen, hatten wir meine Erfahrung im World Music Bereich, was ja auch schon ein Begriff ist, den viele nicht so mögen, total die Augen geöffnet. Also mit arabischen und afrikanischen Musikern auf der Welt unterwegs gewesen zu sein und zu sehen, wie die behandelt werden und wie sie angesprochen werden und was für eine Tortur es für die ist zu reisen und wie sie an der Grenze empfangen werden. Das war schon bemerkenswert und hat mich auch noch mal, mich selbst noch mal anders einordnen lassen, wo ich stehe, wer ich bin und wie so die Gesellschaft funktioniert. Lass uns mal einen Schwenk machen zu deiner Tätigkeit, jetzt nicht als aktiver Musiker, sondern auch zu dem Thema als Dozent, als Lehrender, als Autor. Denn du hast ja ein paar Lehrwerke verfasst und Lehrwerk ist eigentlich nicht das richtige Wort für dieses eine Buch, das du verfasst hast, denn da geht es im Titel um fünf Wege zur Musikalität. Das heißt, es richtet sich offensichtlich an alle Musikerinnen und Musiker, nicht nur an Schlagzeugerinnen und Schlagzeuger. Aber nimm uns mal mit in dieses Buch hinein. Was war damals deine Intention, dieses Thema zu behandeln? Also das Buch Fünf Wege zu mehr Musikalität ist auf jeden Fall aus Schlagzeugersicht geschrieben. Also es ist ein Buch von mir. Als Drummer eigentlich auch an mich geschrieben. Also alles, was da drin steht, sind Dinge, mit denen ich mich beschäftige, beschäftigen möchte. Erkenntnisse, die ich gewonnen habe oder Erkenntnisse, die ich gerne noch gewinnen möchte. Und sich damit zu beschäftigen, das hatte so verschiedene Auslöser eigentlich, also ein paar ganz praktische Auslöser, also zum Beispiel, dass Leute mir gesagt haben, ich würde musikalisch Schlagzeug spielen, und ich aber damit nichts anfangen konnte. Also mit dem Kompliment, so hey, du spielst so musikalisch, habe ich häufig auch was Negatives verbunden. Also weil meine eigenen Messwerte in der Selbstbewertung manchmal anders waren, weil ich mich sehr mathematisch bewertet habe und sehr analytisch. Also für mich war Tightness quasi, wenn die Wellenform genau auf dem Grid ist, das war dann für mich ein Erfolg. Aber dass es gut klingt oder in einem musikalischen Kontext sind, ergibt, war nicht unmittelbar für mich in meinem Selbstkriteriumskatalog vorhanden. Das heißt, da wollte ich eh schon ein bisschen auf die Suche gehen. Und dann hatte ich angefangen, hatte ich ein Burnout vor ungefähr zehn Jahren, habe ich festgestellt, dass ist. Dinge im Musikbereich gibt, die mir auch nicht gut tun und dass ich Wege finden muss, für mich selber da mit umzugehen. Und da geht es um solche Themen wie auch die Selbstkritik, Meditation, zur Ruhe kommen, zuhören und so weiter. Und genau, das war auch so ein Teil quasi als Inspiration für das Buch. Du sprichst ja auch über diesen Zustand des Etüdenmodus oder Etüdenmodi und dem Bühnenmodus oder dem, wie du auf der Bühne dann denkst. Erläut uns mal, was du damit meinst. Ich meine, eigentlich ist ja klar, dass man beim Üben anders denkt als auf der Bühne, aber wie kriegst du diese Connection hin? Das heißt, was machst du dann anders? Ja, das beinhaltet eigentlich zwei Elemente der Etüdenmodus. Nämlich einmal das, woran ich mich erinnere, wie ich Klavier geübt habe. Ich hatte Klavierunterricht und musste Bela Bartoks Mikrokosmos lernen und fand das nicht gut. Und es hat mir keinen Spaß gemacht. Es war für mich harte Arbeit. Und es ging mir richtig auf den Keks, das üben zu müssen. Mit dieser Emotion bin ich eben auch an diese Übung rangegangen. Und mir war egal, wie es klingt. Und hauptsächlich kriege ich das irgendwie koordinativ hin. Und wenn nicht, ist mir auch egal. Und hauptsächlich irgendwie so nebenbei. und bloß schnell fertig. Also etwas zu spielen und dabei mit den Gedanken und der Aufmerksamkeit komplett woanders zu sein, würde ich als Etüdenmodus bezeichnen. Und, Ich kenne das, ja, das genau, das mal so stehen lassen. Und der zweite Etüdenmodus, den könnte man eigentlich fast noch erweitern als so Art Unterrichtsmodus, weil ich festgestellt habe, dass wenn zum Beispiel Studenten oder Studentinnen vor mir spielen. Sie häufig anders spielen, als wenn sie auf der Bühne sind. Also, dass ich dann im Unterricht manchmal Dinge fordere oder kritisiere, die sie auf der Bühne intuitiv richtig machen, weil das Setting drumherum stimmt. Und ich wünsche mir eigentlich, dass wenn sie mir vorspielen, dass sie das mit der gleichen Intensität tun, als wenn sie auf der Bühne wären. Also keinen Unterschied zu machen und ich möchte lieber sagen, boah, flache Bälle, nicht so fest draufhauen oder meine armen Ohren, als dass ich sie ermutigen muss, hey, hau doch mal drauf. Es klingt nicht gut oder es grooved nicht oder Oder ich finde auch tatsächlich, dass wenn man in einen bestimmten Bewegungsmodus kommt oder auch wenn der Sound stimmt oder die Lautstärke stimmt, dass man Musik auch intensiver spüren kann. Und ich glaube auch, dass dieser Effekt erst eintritt, wenn man loslässt, dass man spürt und versteht, wie bestimmte Grooves funktionieren, wie sie klingen, wie Fill-Ins funktionieren. Und deswegen möchte ich sozusagen, dass alle Übungen, die passieren, dass sie irgendwann den Etüdenmodus überschreiten. Und ich verstehe und kenne auch die Bilder von früher, so mit dem Practice-Pad vor dem Fernseher sitzen und dann läuft irgendwas und man daddelt so ein bisschen. Ja, ich verstehe schon, das ist für mich so eine Lockerungsübung oder vielleicht sowas in der Art, aber mit aufmerksamem Üben hat das nichts zu tun. Und ich hätte jetzt gesagt, das ist so ein bisschen wie Joggen oder so, aber so richtig stimmt es auch nicht, weil ich glaube, jeder Trainer und jeder Sportler würde auch sagen, dass es wichtig ist, gerade Kraftübungen und so weiter, Technikübungen mit totaler Aufmerksamkeit zu machen. Und nicht ins Gym zu gehen und an irgendwelchen Gewichten zu reißen. Ich nenne es immer ein bisschen Gewissensbefriedigung. Dass man so, ich habe ja ein bisschen geübt. Genau. Das war mein Eretütenmodus früher natürlich. Ich habe das ja auch gemacht und man denkt wirklich, ich habe jetzt zwei Stunden hier gedaddelt. Mittlerweile sehe ich es aber trotzdem auch so, ich legitimiere mich dazu, es machen zu dürfen, sehe es aber wirklich nur dazu da, um quasi die Muskeln weiter beschäftigt zu halten. Total. Und ich glaube, es ist wichtig, dass... Es hat aber tatsächlich nichts, das sagst du richtig, Stefan, natürlich hat das nichts mit bewusstem Üben zu tun, irgendwas Neues zu lernen. Es ist halt gedaddelt, um irgendwie ein bisschen Lockerheit, was du auch sagst, zu behalten, aber Üben ist dann doch was anderes. Ich glaube, wenn man das Bewusstsein hat dafür, dass man das jetzt gerade macht, dann ist ja alles fein. Wenn ich das Bewusstsein dafür habe, jetzt eine Stunde lang durch Social Media zu scrollen, dann ist das total fein, finde ich. Aber das Bewusstsein dafür muss da sein. Und das Schlimme ist ja, dass das ja eigentlich nicht da ist, sondern man macht es und nach einer Stunde denkt man sich, Alter, was ist denn in der letzten Stunde passiert? Und so würde ich das auch sagen. So wenn ich mit dem Practice Pad Stranger Things gucke, was ich für zwei sehr gute Dinge halte, dann ist das auch total okay, solange man eben das nicht verwechselt mit diesem bewussten Üben und dem Weiterkommen. Und es ist erstaunlich, was das im Unterricht für mich einen Change gegeben hat in der Art und Weise, wie meine Schüler spielen. Weil nur der Switch im Kopf, Spiel wie auf der Bühne und du darfst laut spielen und du musst, nicht musst, aber du darfst Fehler machen. Ich will nicht, dass du auf Sicherheit spielst, um mir irgendwas zu beweisen. Hat dazu geführt, dass Leute innerhalb von kürzester Zeit viel besser klingen als vorher. Also wirklich innerhalb von Minuten auf einmal einen klanglichen Level nach oben gegangen sind. Und spielerisch auch. Und das wird also jetzt nochmal zu dem Buch zurückkommen. Das sind so Erkenntnisse, wo ich dachte, das gibt es doch gar nicht. Wie krass ist das? dass man quasi auf einer Ebene sich mit dem Instrument beschäftigt, abseits von Spieltechnik und Spielroutine, die so einen Switch im Ergebnis herstellen können. Und das ist im Prinzip das Buch, wo es natürlich auch sehr Hands-on-Übungen gibt, die man am Instrument üben soll. Aber es sind auch viele Denkanstöße einfach nur dabei, wo es auch ehrlich gesagt gar keine richtigen Lösungen für gibt. Oder sagen wir keine richtigen und falschen. Sondern wo eher das individuelle Ergebnis oder die Antwort nach Tagesform dann die richtige Lösung ist. Das war spannend. Ich habe einfach angefangen zu schreiben und hatte dann ein bisschen Hilfe von Leuten, die auch schon Bücher geschrieben hatten oder habe dann eben viele Interviews führen können. Und so kam dann eins zum anderen und am Ende war dann dieses Buch fertig. Auf das muss ich auch sagen, ich bis heute noch sehr stolz bin, dass ich das auch fertiggestellt habe. Ganz wichtig, Herr Stefan gibt auch Workshops zu diesem Thema, also zum Thema des Buches. Also man kann ihn auch buchen diesbezüglich oder einen seiner Workshops besuchen. Und wir haben auch gleich noch was hier zu verkünden, was auch mit dem Buch zu tun hat. Und wenn ich es richtig gesehen habe auf deiner Homepage, bietest du auch noch Mehrwert zum Buch an. Ist das korrekt? Genau, zu dem Buch gibt es noch einen Part auf meiner Webseite. Das nennt sich die Head-to-Heart-Section, weil der Hashtag Head-to-Heart war damals der, den ich mir ausgedacht habe zu dem Buch. Und in dieser Section gibt es so ein bisschen Hintergrundinformationen. Da gibt es zum Beispiel die Interviews, die ich geführt habe als Protokolle. Es gibt Meditationen zum Herunterladen, die man machen kann. Es gibt so PDFs mit Links zu Inspirationen, zu Büchern, zu Videos, so ein paar Listen, wo ich sagen würde, das sind so Mindset-Bücher, die ich gut finde oder Mindset-Videos. Genau, es gibt noch ein E-Book, ein kostenloses, was die Ultimate Orchestration Method ein bisschen vertieft, in der es um den Buch geht. Und so ein bisschen Zusatzmaterial ist da noch am Start. Super spannend, also unbedingt anschauen. Du hast mal gesagt, wenn ich Musik mache, kann ich ganz ich selbst sein. Das ist, glaube ich, meine Aussage, die du getroffen hast und ich glaube, die auch für dich steht. Gibt es ein Gradmesser, wo du sagst, das hat heute richtig zu 100% funktioniert? Oder wo du auch dann sagst, heute war ich aber gar nicht ich selbst und hast du Gründe dafür, dass du vielleicht gar nicht du selbst gewesen sein konntest? Spannende Frage. Spannende Frage, ja. Also, man kann ja manchmal oder man kann nicht immer das objektive Resultat vergleichen mit dem, was man intern fühlt beim Spielen. Im Studio kriegt man das ja relativ direkt, indem man sich den Take anhört und vielleicht das Gefühl hatte, ich war total drin. Und man hört sich den Take an und spürt, das ist nicht so, wie ich es empfunden habe. Bei Konzerten ist es auch so wenn ich Konzertmitschnitte höre dass ich manchmal das Gefühl hatte ich war heute auch umgekehrt ich war heute gar nicht so richtig bei der Sache und höre die Aufnahmen denke mir das war aber insgesamt doch eine runde Sache, also es kann nur eine subjektive Wahrnehmung sein eigentlich aber. Und wenn ich, ich glaube, wenn so eine Spielfreude in mir aufkommt, also so eine Freude, dass ich das gerade mache, was ich mache, das ist immer ein guter Indikator dafür, dass ich gerade bei mir bin. Und dass ich auch die Möglichkeit habe, Dinge auszuprobieren und je nach musikalischer Kontext auch Risiken einzugehen. Und ich glaube, wenn ich keine Risiken eingehe auf der Bühne, ist das ein Zeichen dafür, dass ich nicht bei mir bin. Sehr schön. Ich muss ein bisschen auf die Uhr gucken, weil ich ja gleich den Nikolaus machen muss. Ja klar. Aber ein paar Sachen haben wir noch im Petto. Ich bereite nur schon mal alle drauf vor. Nicht, dass es gleich abrupt ist. Na klar. Wenn du so in deiner langen Karriere jetzt doch mal zurückblickst. Jeder von uns macht Fehler im Rahmen seiner Karriere. Es kommt vielleicht eine etwas seltsame Frage. Gibt es einen Fehler, den du gemacht hast, den du gerne sehr viel früher in deiner Karriere gemacht hättest? Den ich gerne früher gemacht hätte? Ja. Das ist auch nicht so leicht zu beantworten. Ich finde ja, eine tolle Sache am Älterwerden, ist, dass man reicher an Erfahrung wird, auch musikalisch und dementsprechend Dinge auch anders einordnen lernt. Also es gab viele, es gibt Fehler, an die ich mich noch bewusst erinnere, über die ich jetzt eigentlich nur lachen kann. Also zum Beispiel, dass ich mit einem Blues-Gitarristen auf Tour war und mir einfach das Tempo von dem einen Song nicht mehr eingefallen ist. Und er hat sich umgedrückt und hat gesagt, er war Ami, meinte so, Count in, count in. Und ich habe irgendein Tempo eingezählt. Das war wirklich so total random. Das hätte jedes Tempo sein können. Und dann haben wir angefangen, diesen Song zu spielen und einfach nach vier Tagen wieder aufgehört. Da kann ich jetzt nur drüber lachen das ist halt so das spielt ja überhaupt keine Rolle also so alles was so Spielfehler angeht oder so. Ja ich mache auch nach wie vor Fehler also die ganze Zeit aber ich glaube ist das denn nicht ich finde jeder Fehler, bringt einen weiter man überlegt darüber man resettet sich und auch das was du eben gesagt hast oder Timo auch schon Und ich finde, es ist gar nicht mehr das Phil, was man heute übt, sondern manchmal viel mehr die Gedanken, warum ich etwas mache oder nicht machen sollte. Und das merke ich eigentlich, bringt mich vom Gedanken her und auch für mein Spiel, wenn ich mir darüber bewusst werde, viel weiter. Und da sind so einige Dinge, wo ich denke, boah, der hätte sich ja mal früher Gedanken darüber machen können. Ja, ich glaube, man braucht ja auch so eine gewisse Reife. Wahrscheinlich, denke ich mal. Ehrlich gesagt auch erstaunt manchmal und vielleicht ist das, dieser ominöse Talentbegriff, ist, dass Leute in jungen Jahren schon einen unglaublichen Überblick haben über Musik und über ihre Rolle in Musik und über das, was sie können und das einordnen. Ich finde, man hört dann jetzt auch einen deutlichen Unterschied, ob jemand... Motorische Skills hat, aber noch keine Erfahrung, was so ein bisschen viel, also oft auch so Wunderkinder im Internet sind, wo ich sage, boah, das ist echt unfassbar technisch, aber es ist musikalisch noch absolut Kinderkram im wahrsten Sinne des Wortes. Wie soll, natürlich, wo soll denn auch die Erfahrung herkommen? Aber dann hört man vielleicht auch schon Leute, Kinder oder Jugendliche Musik machen, wo man das Gefühl hat, Boah, das alte Seele, wie man immer so sagt, da steckt schon ganz viel musikalische Tiefe drin. Also ich glaube, das stimmt nicht ganz mit dem überein, wie ich es fühle, aber wie ich es gerne fühlen würde, ist, dass jeder Fehler dann doch irgendwie zur richtigen Zeit gekommen ist. Und dass ich vielleicht die Fehler vorher gemacht habe und auch ich hätte sie vielleicht gar nicht wahrgenommen. Vielleicht brauchte ich auch erst ein bestimmtes Alter, um Fehler wahrzunehmen und musste Umwege gehen, auch Platz dafür zu haben, Fehler zu machen. Ich finde es total spannend und es ist nicht so einfach, also man kann da so einfach darüber reden, das am Instrument jetzt tatsächlich umzusetzen und beim Gig so bei sich zu sein und in Musik so zu versinken. Das ist nicht so easy. Ich finde ja auch aus Fehlern, aus Fehlern kann ja auch was Großes, Neues, Tolles entstehen. Ja, total. Gibt es viele Beispiele dafür, auch so ein Interview mit Herbie Hancock, der etwas erzählt von falschen Chords, wo dann Miles Davis sein Solo ändert, um den Chord richtig klingen zu lassen. Das kennen wir alle, glaube ich, wenn man improvisiert am Instrument und es passiert aus Versehen irgendwas und dann stellt man fest, krass, das hätte ich niemals planen können, aber dadurch, dass das jetzt aus Versehen passiert ist, Und ich jetzt mit meinem fortgeschrittenen Erfahrungssatz habe jetzt die Awareness und das Verständnis dafür, das nicht als Fehler wahrzunehmen, sondern als Chance, woanders hinzugehen, in der Improvisation oder in meinem Groove oder in der Intensität. Ja, das finde ich echt total cool. Das hat auch mal Dave Weckel in einem Interview gesagt. Wenn er einen Fehler spielt, versuchte, den Fehler zu reproduzieren, um es wiederzuholen dann. Also es ist eigentlich das, was du sagtest. Da kann was Tolles daraus entstehen. Und ich meine, ab einem gewissen Level spielst du auch keine wirklichen Fehler mehr in dem Sinne, sondern spielst du ja oft nur Sachen, die du deinem Kopf nicht in dem Moment hattest. Und es kommt was anderes bei raus, wo du nicht damit rechnest, dass es dort rauskommt. Das muss ja nicht zwingend ein richtiger, ein echter Fehler klingt auch gut, ein echter Fehler sein, sondern einfach nur eine andere musikalische Interpretation des Ganzen. Total, total. Aber ich würde gerne zu dem Buch und zu diesem Thema vielleicht eine Sache noch sagen, weil ich finde, dass das. Also dass es quasi trotzdem natürlich beide Seiten gibt. Du musst natürlich auch dein Instrument üben und du musst Technik üben und Skills, die erarbeiten und Vokabular, mit dem du im Endeffekt musikalisch umgehen kannst. Also sozusagen sich nur darüber Gedanken zu machen, ersetzt es nicht, die Stunden am Instrument zu spielen. Das ist mir total wichtig, weil es auch ein bisschen ein Risiko ist, sich mit diesen Dingen, auf der ich nenne es jetzt mal Meta-Ebene zu beschäftigen. Die sind nicht so leicht messbar. Also die sind sehr, sehr individuell, sind sehr vom eigenen Geschmack abhängig, sie sind kontextabhängig und sind eben nicht klar messbar. Das ist oft Geschmackssache. Also wenn man sich mit Dingen aus meinem Buch beschäftigt, im besten Fall ist es sogar so, dass jeder auf seine eigene Lösung kommt und dass man nicht sagt, richtig oder falsch. Aber eben, dass trotzdem klar ist, ich sehe das schöne Instrument hinter dir, Dirk oder genau bei dir auch da hinten, dass man einfach an das Instrument geht und spielt. Das finde ich total wichtig. Wer jetzt neugierig geworden ist auf das Buch, der Stefan hat uns was angeboten, exklusiv für unsere Schlagabtausch-Hörerinnen und Hörer. Der, der auf dem Stefan seine Homepage geht, in den Shop-Bereich und dort ein Buch sich auswählt, bekommt mit dem, ich habe das noch nie gesagt, glaube ich, mit dem Rabattcode, kann man das so sagen? Oder sagen wir lieber Aktionscode. Jawohl. Schlagabtausch 25. 25% off auf die Bücher vom Stefan. Also wer jetzt nicht dahin geht, dem ist auch nicht mehr zu helfen, muss man an der Stelle sagen. Also unbedingt machen. Wahnsinnig tolle Bücher, wahnsinnig gut durchdacht. Mit viel, viel Tiefe. Und wir haben es direkt in unserem Gespräch auch schon gesehen. Man kann wirklich sehr tief eintauchen in den ganzen Ebenen und Materien. Also unbedingt hingehen. Schlagabtausch25 ist der Aktionscode, wenn man zum Stefan auf die Homepage geht. Perfekt. Und bitte unbedingt machen. Stefan, wenn man jetzt mit dir aber persönlich Kontakt aufnehmen möchte, man kann dich ja buchen als, wir haben es ja gehört, als Drummer, als Percussionist, als Ableton Operator, wie man das so schön sagt, als Kombination aus allem. Du hast dich, glaube ich, auch mal als Patchwork Musiker entsprechend bezeichnet. Passt auf jeden Fall. Aber du unterrichtest ja auch, du gibst Workshops. Das heißt, nimmst du zum Beispiel auch noch Privatleute auf zum Unterrichten? Unterrichtest du nur an deinen Hochschulen? Das heißt, wie kann man da mit dir in Kontakt treten? Ja, also Kontakt auf jeden Fall über die verschiedenen Social Media Plattformen oder meine Webseite. Ja. Ich gebe Workshops, zum Beispiel im Januar bei Drumtech in Hessisch Oldendorf. Das ist so der nächste Workshop, der irgendwie ansteht. Ich mache auch Workshops in Eigeninitiative. Zum Beispiel habe ich jetzt in diesem Jahr schon einen Workshop rund um die Themen des Buches gemacht in Rendsburg am Nordkolleg und mache eine Vertiefung im nächsten Herbst zur Improvisation am Schlagzeug, so ein ganzes Wochenende. Also es gibt verschiedene Möglichkeiten, daran teilzunehmen und man kann Unterricht buchen bei mir. Das ist allerdings kein wöchentlicher Unterricht im Musikschulsinn, sage ich mal, aber es kommen häufig Leute zu mir, die sich zum Beispiel auf eine Aufnahmeprüfung vorbereiten, die halt wissen möchten, wie sie an eine Hochschule kommen können. Oder ich nenne es jetzt mal eher Coaching oder Mentoring, wo man sich dann eben, weiß nicht, vielleicht alle paar Wochen, alle paar Monate oder so mal sieht. Das geht dann eher so in diese Richtung. Aber kann man auch buchen. Also kann man tatsächlich direkt über meine Webseite machen. Und ich freue mich über jeden, der hier nach Hannover ins Studio kommt. Wir haben super Kaffee. Das ist doch die halbe Miete, oder? Ich glaube, es ist ein anderes Steckenpferd von dir. Kaffee, kann das sein? Nee, also nicht das als Steckenpferd. Ich trinke gerne Kaffee. Ich vertrage gar nicht so viel. Also so zwei Tassen Kaffee ist dann auch schon, mehr geht dann auch nicht am Tag. Aber ich trinke gerne guten Kaffee. Aber in der Schlagzeug- oder in der Musikszene gibt es ja einige Hardcore-Nerds, was Kaffee angeht. Deswegen schöne Grüße an Vincent Golley zum Beispiel, mit dem ich jetzt öfter zu tun hatte. Und ich habe noch niemanden gefunden, der da jetzt so rankam an das Know-how über Kaffee und habe bei ihm den besten Cappuccino meines Lebens gedrucken. Ich glaube, es ist so ein Osterbrück-Ding, habe ich das Gefühl, weil Bo Berg, Bo ja auch, Bo auch ja, eine Kaffee krass unterwegs ist, auch mittlerweile natürlich. Das ist natürlich Next Level, da seinen Beruf rauszumachen. Ja, genau. Wart ihr schon mal da bei Bo's Tanke? Leider noch nicht. Total geil, wirklich, richtig cool. Super, also kann ich nur empfehlen. Sehr guter Kaffee, Und die Kaffeesorten haben ja Namen von Schlagzeugern. Also du kannst einen Winnie trinken und so. Finde ich super. Sehr lustig. Wir müssen langsam zum Ende kommen. Noch eine Frage zum Unterrichten. Unterrichtest du auch remote? Also machst du auch Online-Unterricht, wenn man sagt, ich komme aus München, ich habe irgendwie nicht die Gelegenheit, nach Hannover zu fahren? Genau, das geht bei dir auch. Das geht auf jeden Fall auch, genau. Das hat sich so während Corona ja ganz schön etabliert und ich habe auch das komplette Equipment nicht mehr so aufgebaut, quasi wie es damals war. Aber ich biete es auch gerne an. Ich freue mich, die Leute schon vor Ort zu sehen. Ich habe das Gefühl, dass es einen anderen Wert hat. Aber ich selber zum Beispiel habe auch Unterricht genommen bei Dave Elitsch zum Beispiel jetzt gerade dieses Jahr wieder. Und das ist natürlich auch remote. Das heißt, der Unterricht kann natürlich genauso effektiv sein, aber vielleicht dann eben auf eine andere Art und Weise. Super. Stefan, vielen lieben Dank, dass du dir Zeit genommen hast. Es war relativ spontan. Wir haben heute Montagmorgen, seit Freitagmittags ist glaube ich erst eingetütet worden. Also Wahnsinn, dass du so flexibel bist. Es war wahnsinnig tiefgründig, muss ich sagen. Vielen, vielen Dank für die Einsichten, die du uns hier schenken konntest. Ich fand es spannend. Und wir hätten auch noch Stunden weiter sprechen können, wenn ich nicht den Urlaub machen müsste. Verdammt nochmal. Verdammt nochmal. Vielen Dank für die Einladung. Es ist mir eine große Freude. Timo, wir kennen uns ja auch schon eine Weile, aber hatten jetzt wahrscheinlich noch nicht so ein intensives Verhältnis, wie jetzt ich zu Dirk habe. Deswegen, ja, ich freue mich immer, euch zu sehen. Und danke, Dirk, nochmal. Es wird Zeit, dass wir uns auch persönlich bald wieder über den Weg laufen. Das wäre toll. Stefan, vielen lieben Dank. Alles Gute dir und ich hoffe bis bald. Ihr Lieben, passt auf euch auf. Macht's gut! Der Dirk hat mal wieder, ich glaube, den Satz könnte ich eigentlich mittlerweile jedes Mal einfügen in unserem Podcast, etwas zum Checken gehabt und er kommt wieder zurück zu seiner Kernkompetenz, nämlich nach einigen Handpans und Kleingerödel, wie gesagt, wieder bei seinem absoluten Fachgebiet der Snaredrum oder einer Snaredrum. Und zwar einer Firma, die der Dirk auch schon seit Jahrzehnten fast schon, würde ich sagen, zugetan ist. Und das ist eine Firma, die, wie ich es in der Einleitung auch schon gesagt habe, eher in dem Blasinstrumentenbereich bekannt ist und wirklich ein Name ist. Und das ist Schargerl und in dem Fall natürlich Schargerl Drums. Und das sind besondere Instrumente. Und was es damit auf sich hat und was der Trommelbauer Markus Lechner persönlich zu seinen Trommeln sagt, das erfahren wir jetzt alles in einem etwas ausführlicheren Gearcheck mit Dirk. Erst kommt der Test jetzt und dann im Anschluss daran das Interview mit Markus Lechner. Viel Spaß damit. Heute wird es sehr edel. Es geht um eine Boutique Snare Drum und Disclaimer vorweg. Ich bin mit dem Hause verbandelt und ein Fan von der Verarbeitung und von dem Klang dieser Firma. Und zwar geht es um nichts Geringerem als den Handwerksmeister Markus Lechner, der verantwortlich ist für die Herstellung dieser Snare-Rams und zwar ist es eine Schargel Snare-Ram in 14 x 6,5 mit dem Namen Biwa. Das hier würde ich als eine mittlere Stimmung bezeichnen. Wie gesagt, so aus dem Karton und die klingt schon unglaublich. Hammer! Und jetzt das ganze mal mit dem Schlagzeug in der mittleren Stimmung. Ihr hört jetzt die Snayrun in einer tiefen Stimmung. Nun hört ihr die Snapper mit einer hohen Stimmung. Jetzt geht es gleich noch weiter mit dem Interview und natürlich auch noch mit den drei Songbeispielen. Also nochmal hier die Specs. Snare-Bram 0,8 Millimeter Messingkessel mit zwei Sicken. Durch diese zwei Sicken hat die Snare für mich einen sehr kontrollierten Sound und auch die Obertöne, die sind da, aber sie nerven nicht. Und das ist für mich eigentlich das Wichtige an der Sache, ich könnte jetzt noch tausend Stimmungen durchmachen. Also die Snare klingt immer toll. Jo, Snaredrum täglich aus dem Hauseschagerl selber, 16 Spiralen, 10 Stimmschrauben, auch die Tube-Lugs mit der eigenen Patina versehen, sowieso die ganze Snare. Abhebung ist eine SD, also modifiziert, Trickabhebung, drei Multi-Funktionsstrainer, wunderschönes Instrument, Feleremo, ein Luftausgleichsloch und mit dieser Snare werdet ihr euer Leben lang Spaß haben. Also unbedingt auschecken und jetzt geht es noch mal zu den Studioversionen. Jetzt geht es gleich noch weiter mit dem Interview und natürlich auch noch mit den drei Songbeispielen. Also nochmal hier die Specs. Snare-Bram 0,8 Millimeter Messingkessel mit zwei Sicken. Durch diese zwei Sicken hat die Snare für mich einen sehr kontrollierten Sound und auch die Obertöne, die sind da, aber sie nerven nicht. Und das ist für mich eigentlich das Wichtige an der Sache. Ich könnte jetzt noch tausend Stimmungen durchmachen. also die Snare klingt immer toll. Snaredram täglich aus dem Hause Schagerl selber, 16 Spiralen, 10 Stimmschrauben, auch die Tube-Plugs mit der eigenen Patina versehen, sowieso die ganze Snare. Abhebung ist eine SD, also modifiziert, Trickabhebung, drei Multifunktionsstrainer. Wunderschönes Instrument, Feleremo, ein Luftausgleichsloch und mit dieser Snare werdet ihr euer Leben lang Spaß haben. Also unbedingt auschecken und jetzt geht es noch mal zu den Studioversionen. Das komplette Interview, entnehmt ihr bitte dem aktuellen Gear-Check in der vollen Länge. Das würde hier im Podcast jetzt den Rahmen springen. Daher hört ihr nur einige kurze Auszüge, aber das Interview ist unheimlich interessant. Denn Markus Lechner erzählt darüber seine Philosophie, wie er die Snare-Drums baut, was die Kessel-Materialien denn so mit dem Sound anstellen. Also unbedingt den kompletten Gear-Check mal anhören. Und jetzt hört ihr die Snare-Drums. Ja, liebe Drum-Community, jetzt habt ihr ja gerade den Snare-Drum-Test der Beaver-Snare aus dem Hauser Schagel gehört. Und jetzt habe ich keinen geringeren hier als den Handwerksmeister Markus Lechner selber bei uns im Interview. Markus, schön, dass du da bist. Schönen guten Morgen. Ja, schönen guten Morgen. Hallo. Freut mich, dabei zu sein. Also grundsätzlich mal der Werkstoff Messing, das war doch sehr naheliegend, da wir eigentlich ausschließlich mit Messing uns beschäftigt haben und wir sehr viel Know-how mit der Bearbeitung von Messing uns schon angeeignet haben. Und so erste Recherchen oder so, du musst dir vorstellen, ich hatte damals überhaupt keine Ahnung vom Schlagzeugbau. Also ich kam da zu Schagau und so, ja, bauen wir ein Schlagzeug? Ja, natürlich, machen wir ein Schlagzeug. Unsere Anforderung damals war der Konzertsaal, sprich das Instrument im Orchester, wo es ja um keine Verstärkung, keine Mikroformierung, nichts geht. Und das Instrument sollte im Orchester hörbar sein und auch im Konzertsaal. Obertöne können beide ja sagen, viele glauben immer, Kupfer hat wenig Obertöne oder kaum und ist sehr stumpf und so. Nein, gar nicht. Also ich finde, die Kupfer ist halt immer sehr, ist etwas vielleicht leichter zugänglich oder vielleicht ist der Sound, mit dem jeder gleich sofort umgehen kann. Vielleicht sagst du mal was dazu, über die Patina, weil wir haben ja den Messingkessel und dann hast du die hinterher, ich nenne mal, die Snare durchläuft ja einen Reifeprozess. Ja, genau. Vielleicht erklärst du das mal einmal so ein bisschen. Also das ist ja das Schöne, also das gefällt mir eigentlich am meisten beim Werkstoff Messing und Kupfer. Man kann hier, wenn es dann um das Finish geht, also um die Oberfläche, gibt es eigentlich kaum Grenzen, was man hier mit dem Material machen kann. In Bezug auf Oberfläche, Finish, Farbe etc. Und wir fertigen Trommeln eigentlich großteils in roh. Also sie durchlaufen unseren Bearbeitungsprozess, löten, verschleifen etc. Und wenn die Trommel dann fertig konstruiert ist, hat sie eine natürliche Oberfläche aufgrund des Bearbeitungsprozesses. Das ist bei uns die sogenannte RAW, die rohe Oberfläche. Die kann man dann versiegeln mit einem Öl oder auch farblos lackieren. Und dann machen wir auch sogenannte Patinas, wie du die Bivasnähergelade in der Hand gehalten hast. Diese durchläuft dann zusätzlich noch einen Schönheitssalon, würde ich mal so sagen. Die wird betäufelt mit einer Flüssigkeit. Da gibt es verschiedenste Möglichkeiten, Hausmittel, angefangen von Messing über Zementwasser bis hin zu Salzlauge. Es gibt verschiedenste Möglichkeiten, eine Partner zu erzeugen. Vielen Dank für das Interview. Bitte gerne, hat mich sehr gefreut. Uns erreichte mal wieder etwas Feedback, das wir euch nicht vorenthalten möchten. Fangen wir mit etwas an, was sich erstmal sehr einfach verlesen lässt. Danach muss ich Stellung beziehen, leider. Oder was heißt leider? Ich muss Stellung beziehen. Zu nichts Schlimmen allerdings, aber es muss klargestellt werden, weil ich wurde auf etwas hingewiesen. Aber kommen wir erstmal zu unserem ersten Feedback von dem Roman. Der Roman schreibt uns per E-Mail. Hallo Dirk, hallo Timo. Dirk, du hast letztens bei eurer Chefkoch-Empfehlung die In-Ear-Monitor-Funkstrecke X-Vive U45 vorgestellt. Ich habe bis jetzt ein Fischer Bodypack, das mit einem XLR-Kabel in meine Multicore-Kiste ging, benutzt. Da ich ja als Schleiziger einen festen Platz habe, war die kabelgebundene Lösung eigentlich immer okay. Es gibt jedoch Momente beim Auftritt, wo ich mich tatsächlich vom Set wegbewege. Dann hieß es, Kabel ausstöpseln, akustisch nicht mehr viel mitbekommen und dann wieder schnell einstöpseln. Oder ich habe vergessen, dass ich verkabelt bin. Der Klassiker würde ich sagen. Der Klassiker überhaupt. Stehe auf für Wecking und dann, ihr wisst schon, ich glaube, wir wissen alle, was du meinst. Sehr schön. Dieser X-Wive U45. Ist echt klasse und funktioniert top. Ich muss halt nur dran denken, beide Teile nach dem Auftritt wieder auszumachen, da sie sonst Akku verbrauchen. Diese sollen wohl bis zu fünf Stunden Laufzeit haben. Das habe ich bis jetzt nicht ausprobieren können. Ich lade zu Hause oder im Proberaum immer nach. Ich habe mir doch auch eine Powerbank für unterwegs zugelegt. Fazit, eine Top-Empfehlung. Danke dir. Rockige Grüße, Roman. Cool, da freue ich mich, weil ich stehe auch wirklich auf das Teil. Es ist erst mal, finde ich, zu anderen, wie zu anderen Fabrikaten der großen Firmen, irgendwie die Sänger zum Teil benutzen. Es ist einfach, finde ich, eine sehr kostengünstige, aber sehr vernünftige Lösung. Also ich bin auch absoluter Freund davon. Lieber Roman, ich habe aber Fragen. Warum musst du beim Gig aufstehen? Um zum Beispiel zur Toilette zu gehen. Man munkelt, dass Leute das ab und zu tun müssen. Aber ganz ehrlich, bist du schon mal bei einem Gig auf Toilette gegangen? Während des Gigs? Ich meine, in Pausen ist ja Selbstreden. Achso. Aber während des Gigs? Nein, nein, nein. Nein, aber vielleicht, wenn man vorne auf der Bühne Cajon spielt? Roman, lass uns doch einmal teilhaben. Was tust du da auf der Bühne? Singst du auch? Bist du auch Frontmann? Tauschst du die Instrumente? Was passiert? Es gibt ja mehrere Möglichkeiten. Oder gehst du einfach mal runter, weil zehn Minuten nur Akustik-Set kommt, wenn du nichts zu tun hast. Schreib uns doch mal, wir sind nämlich neugierig. Ja, so schaut's aus. Aber super, ich meine, was ich auch letztes Mal schon sagte in unserer letzten Podcast-Folge, ich finde toll, dass unsere Empfehlungen tatsächlich auch angenommen werden und hier und da ausprobiert werden. Das finde ich großartig. Und ich sehe gerade, ich habe die ganze Zeit Sonne auf meinem Gesicht. Ich rücke mal ein bisschen, sonst sieht das irgendwie seltsam aus. So. Kommen wir zum nächsten Feedback und das hat uns der Moritz geschrieben und zwar hat er unter unser YouTube-Video kommentiert zu Folge 128. So, der Moritz schreibt, hey ihr beiden und jetzt auch witzig wieder, danke für die Empfehlung mit dem Ingwer-Tee, die kam genau rechtzeitig zu meiner Erkältung. Super, darum geht es aber jetzt gar nicht. Er schreibt weiter, beim, und jetzt kommt mein Zungenbrecher des letzten Podcasts, Holzxylophon, muss ich jetzt mal ein bisschen klug schreien, weil doch Xylon triechig ist und Holz heißt. Daher sind Xylophone grundsätzlich aus Holz. Oder handelt es sich etwa um ein Holzholzphon? Darauf habe ich dann Stellung bezogen, dass ich, also ich habe darauf geantwortet, dass ich das Wort Holzxylophon so eins zu eins spontan aus dem Wikipedia-Eintrag von dem Song Afrika rausgelesen habe. Und habe aber geantwortet, dass er eigentlich total recht hat und er schreibt dann auch weiter auf meine Antwort, habe mich ja gewundert, dass das auch so auf Wikipedia steht. Habe auch extra nochmal in den Hauptartikel zum Xylophon geschaut, war und bin mir nämlich selbst nicht ganz sicher, ob zwar Xylon Holz heißt, aber es auch Xylophone mit Metallplatten oder ähnliches gibt. Ich glaube, die Musiker-Instrumentenbauer-Welt ist sich da auch nicht ganz einig. Finde es lustig, dass ein Wikipedia-Artikel zu Afrika wiederum beim Holx-Xylophon nur der Xylophon-Teil verlinkt ist. Das kann ich auch so bestätigen. Naja, Klugschwätzerei auf höchstem Level. Wir wissen alle, was gemeint ist. So, jetzt kommt etwas Aufklärung. Er hat natürlich vollkommen recht. Also ich als Altgrieche weiß natürlich, dass Xyloholz heißt, also bedeutet, wodurch das wirklich doppelt gemoppelt wäre oder ist, wenn man sagt, Holx, jetzt fängt es schon wieder an, Holz-Xylophon würde also Holz-Holzophon heißen. Phon ist auch griechisch und Phon heißt Ton oder Klang. Also ist ein Xylophon per Definition immer ein Holz-Instrument. Wenn die Klangplatten aus Metall sind, wäre es eher ein Glockenspiel oder ein Vibraphon. Allerdings Holz-Xylophon ist sprachlich also ein Holz-Holz-Instrument. Aber leider ist es mittlerweile umgangssprachlich so, dass eben ein Xylophon gerade im schulischen Bereich, wir reden jetzt also von Allgemeinbilden, Schulen oder der musikalischen Früherziehung, eben auch fälschlicherweise dann als ein Stabspiel mit Metall oder sogar Kunststoffplatten genannt wird. Bedeutet, wenn man es wirklich heute Umgangssprache nicht komplett abgrenzen will, also man will verdeutlichen, dass die Platten wirklich aus Holz sind, sagt man Holz-Xylophon, weil, wie gesagt, im unteren Preissegment ein Xylophon auch zum Beispiel Plastikplatten haben kann. Also, er hat vollkommen recht, doppelt gemoppelt, aber zur besseren Abgrenzung benutzt man es heute dann doch ab und an. Also, soviel zu dem Thema. Sehr aufmerksam. Sehr, sehr aufmerksam. Und ich habe auch wieder was dazugelernt, weil ich wusste natürlich nicht, dass Xylon Holz heißt. Nö. Das habe ich jetzt auch zum ersten Mal. Aber ich habe gedacht, es gibt die Familie der Xylophone und habe damit tatsächlich auch vom Metallholz, Plastik alles in einen Topf geschmissen. Aber es stimmt ja nicht, auch wieder was gelernt. Es stimmt nicht und ich meine mich auch zu erinnern, dass unser lieber Kollege Altfried auch sowas im Podcast gesagt hatte. Ich kann mich dunkel an irgendwie sowas erinnern, dass er mich auch damals schon korrigierte und ich da irgendwas rausgekommen habe, was fachlich nicht so fundiert war. Aber super, toll, dass ihr alle aufpasst, denn so lernen wir was und ihr alle da draußen auch. Das heißt, wenn euch irgendwas auffällt, das kann ja nicht so oft passieren bei uns, weil wir sind ja Vollprofis auf allen Ebenen. Aber wenn mal so ein kleiner Fauxpas passiert, schreibt das natürlich gerne entweder an schlagabwechpodcasts.gmail.com oder wie es der Moritz gemacht hat, direkt unter das Video, weil das hilft, wie ich es auch schon öfter gesagt, dem, Algorithmus, unsere Videos besser zu verteilen. Und da können wir auch noch mal kurz zum Thema kommen, was wir eben so intern hinter den Kulissen gesprochen haben. Wenn ihr, und das ist ganz komisch, wenn man, sagt man mal besser, in Google Schlagzeug-Podcasts eingibt, kommen wir zwar in der Erscheinung, aber keines unserer Videos im Prinzip Also, wer da eine Lösung für uns hat. Warum erscheinen unsere Videos nicht, wenn man Schlagzeug-Podcasts eingebt? Also, ich weiß, wir haben ja hier Hörerinnen und Hörer unter euch und auch Zuschauerinnen und Zuschauer, die da sich besser auskennen als wir. Das wäre nett. Einen Top-Tipp habt, denn wir sind, keine Ahnung, am Ende unserer Kompetenzen, sag ich mal. Wir freuen uns auf jeden Fall auch über jedes andere Feedback und über jeden einen anderen Kommentar. Also haut raus, schreibt uns, seid fleißig und ja, weiter geht's zur nächsten Rubrik, Chefkoch-Empfehlung. Bam! Die Chefkoch-Empfehlung der Woche startet natürlich wieder mit meiner Empfehlung und ich empfehle diesmal eine App. Diese App ist kostenfrei und ich wurde darauf gestoßen von einem meiner Schüler, der diese App von einem, der wäre Schlagzeuglehrer, muss ich dazu sagen, von seinem Schlagzeuglehrer, der heißt Stefan Coman, drauf gestoßen wurde. Und das ist eine App, die mir, glaube ich, auch schon mal unter die Fittiche gekommen ist, aber die ich überhaupt nicht ausgecheckt hatte. und das zu Unrecht. Diese App nennt sich RhythmBot, in einem Wort geschrieben, RhythmBot, und ist von niemand geringerem als dem lieben amerikanischen US-Drummer JP Bouvet entwickelt worden oder mit JP Bouvet zusammen. Die habe ich ihm im Ticker vorgestellt. Die hast du im Ticker vorgestellt. Und ich hätte den Ticker vielleicht mal besser mir anschauen sollen. Ich weiß, genau, ich konnte mich erinnern, dass irgendwas mit dieser App mal war, aber ich konnte mich nicht erinnern, wo und wann und was. Aber ich habe die jetzt ausgecheckt und das ist echt eine wahnsinnig tolle App. Ja. Also erst mal, sie ist kostenfrei. Sie gibt es auch als Kaufvariante mit noch deutlich mehr Features. Aber selbst die kostenfreie Version hat unfassbar viele Features. Man kann sie nutzen als normales Metronom. Mit allen möglichen Sachen, was ein Metronom halt so können muss. Also da ist jetzt, finde ich, jetzt nichts super Spannendes dabei. Aber man kann sich eben damit auch Rhythmen generieren lassen in verschiedenen Stufen. Das heißt, nehmen wir an, einer möchte Reading, also Lesen, Notenlesen üben, der kann dann sagen, Stufe 1 sind nur Viertelnoten und Achtelnoten mit Viertelpausen, aber ohne Achtelpausen, was schon ziemlich cool ist. Und die App generiert ständig neue Takte. Man kann auch sagen, ich möchte einen Takt lesen oder bis zu vier Takten. Und das ist ja noch nicht alles. Man kann dann eben diesen Schwierigkeitslevel grad einfach steigern. Man kann sogar selbst sagen, welche Sachen genau sollen vorkommen in meiner Leseübung. Und das Coole ist, und das habe ich allerdings noch nicht ausprobiert, das muss ich unbedingt machen, ich meine, es spielt es dann vor, auch wie diese Rhythmen klingen. Und er kann das auch akustisch wahrnehmen und anzeigen, ob man richtig oder falsch gespielt hat. So heißt es zumindest in der App. Das wäre noch rauszukriegen, aber ich glaube JP Bowie, weil wir haben auch schon sein Buch on Drumming vorgestellt. Genau, er checkt das schon sehr aus. Also es ist ein wahnsinnig ausgecheckter Typ. Und ich gehe mal davon aus, wenn das da drinsteht, dann wird das auch funktionieren. Also der Playlong-Modus mit Genauigkeitsfeedback. Und früher Dirk und ich haben immer wahnsinnig viele Notenlesebücher mit uns rumgeschleppt und unsere Schülerinnen und Schüler damit zu quälen. Ich brauche jetzt nur noch mein Tablet, weil ich eh immer dabei habe und quäle die Schüler jetzt damit. Sehr schön. Und das Geile ist ja, es ist kostenlos. Ich sage allen meinen Schülern und Schülern, lad es runter. Es gibt es für Android und. Apple Geräte, also iOS. Und es ist kostenlos. Und dann sage ich, okay, ich trage dann auch ein, in den ihren Plan. Du machst Komplexität, also die Komplexitätsstufe, zwei, mache das mit zwei Takten, Machen wir ein Tempo 60, gebt ihnen auch so genau vor, was sie einstellen müssen. Und dann können die selbst zu Hause das trainieren, ohne dass es immer die gleiche Leseübung ist. Und ich muss wirklich sagen, die Kids stehen halt eben echt mehr darauf, sowas zu machen. Und auch dann mitzulesen, weil ja das Metronom läuft mit, der Ton läuft mit, als es aus einem, jetzt mal böse gesagt, toten Buch herauszulesen. Also absolute Empfehlung für alle da draußen, ob ihr Lehrerinnen und Lehrer seid oder Schülerinnen und Schüler, Studentinnen und Studenten, alle Rhythm-Bot-App runterladen, kostenlos. Jetzt. Nee, klingt wirklich super. Ich habe heute etwas sehr unspektakuläres. Ich gehe in den kulinarischen Bereich rein. Orangensaft mit Eis? Nein. Toastbrot mit Ei? Nein, aber da kommen wir schon ein bisschen näher. Und zwar, ich kannte es noch nicht, aber ich bin ja echt erschrocken immer wieder darüber, wie die Brötchenpreise doch angezogen sind. Ja, für ein Käsebrötchen bist du bei uns mittlerweile bei 1,50 fast irgendwie. Also es ist schon eine Hausnummer, finde ich. Ja, aber ich muss auch sagen, für Preisen, Sesambrötchen sind ja unfassbar teuer. Ja, ich sag ja alles. Ja, ich bin ja ein Sesambrötchen-Fan. Und ich habe jetzt neun... Was kostet du ein Sesambrötchen? Ich glaube, 90 oder ein Euro für. Das sind wir bei uns auch, ja. Krass, ne? Dafür kriegst du fast ein Brot? Ja. Egal, wir schweifen ab. Ja, wir schweifen total ab. Liebe Bäckerinnung, ihr werdet schon wissen, warum ihr diese Preise nehmen müsst. Ja gut, ich meine, die müssen sich ja auch gegen die Konzerne wie zum Beispiel so Discounter und Co. Die haben ja mittlerweile auch eigene In-den-Stores-Bäckereien. Ich glaube, da musst du dich als alte Traditionsbäckerei ja auch irgendwie von abheben, muss ich ganz ehrlich sagen. Aber es ist schon trotzdem, es ist ein Wahnsinn, finde ich. Und ich habe aber neu für mich entdeckt, was ich nicht kannte. Jetzt werden ganz viele vielleicht aufschreitern, so ein alter Hut. Tigerbrötchen oder Tigerherzen? Oh. Ja, ich sag doch. Ich hab sie jetzt erst entdeckt, aber ich fand, es war eine Erwähnung oder eine Empfehlung. Besonders als Tigerherzen. Tigerherzen sind bei uns, das sind quasi gewürzte Brötchen, sag ich mal so. Also oder scharfe Brötchen, wie man das sagen will. Und die, ich hab jetzt nicht das Brötchen, sondern als Brezelform quasi. Eigentlich müsste es Tigerbrezel heißen, aber heißt Tigerherz bei uns, warum auch immer. Die Form einer Brezel mit diesem würzigen Brötchen und dann nur mit Butter. Ey, ich finde das ja mega. Ich habe es jetzt erst entdeckt, wie gesagt, Ölde ist auch vielleicht ein bisschen weiter weg. Vielleicht haben die Welle auf dem Bett, aber jetzt erst nach Ölde hin. Aber das ist, finde ich mega, schmeckt total lecker. Aber vielleicht ist man euch ja was anderes. Tigerbrötchen sind bei uns oder auch Tigerbrezel, jetzt auch der Tigerlaugenstein gibt es auch, ist im Prinzip nichts anderes als, Ein Brötchen mit Pfeffer und Salz. Ja, aber da ist irgendwas anderes noch dabei bei uns. Da ist irgendwie noch eine Marinade. Da ist noch eine andere Schärfe mit dabei. Also es ist definitiv nicht nur Pfeffer und Salz. Das müssen wir checken bei uns. Nee, da ist irgendwas anderes noch mit dabei. Also es ist nicht nur Pfeffer und Salz. Aber der Preis ist gepfeffert. Ich glaube wahrscheinlich mehr als ein Sesambrötchen Ja, deutlich Das verstehst du natürlich bei uns nicht Wenn du eine normale Laugenbrezel hosst Also eine Brezel mit Salz Ist die günstiger als die Tigerbrezel Was? Vielleicht ist Pfeffer so teuer Ich weiß nicht Ich war nur echt erschrocken Weil ich hab irgendwie. Sagen wir mal so Es ist eine gute Kapitalanlage Aber die ist ja irgendwann in deinem Bauch, Das heißt, man investiert in sich, wenn man sich sowas anisst, sag ich mal. Das ist eine Investition. Ja, aber es schmeckt total lecker. Ich habe es jetzt erst entdeckt. Mega. Also, wenn ihr es noch nicht habt und steht mal in der Bäckerei und wisst nicht, was ihr nehmen sollt, ich fand das total klasse. Sehr schön. Ja, aber es schmeckt wirklich. Ab dafür, ab zum Tigerbrötchen. Wenn ihr noch kein Mittagessen habt. Go on. Go on. Das war die 129. Ausgabe, kurz vor Weihnachten, aber nicht ganz weihnachtlich tatsächlich. Die nächste Ausgabe des richtigen Podcasts, bevor der Dirk noch seinen Ticker da nächste Woche raushaut, die kommt an Weihnachten, wird aber auch nicht so weihnachtlich werden. Aber so viel mag schon mal verraten sein. Wir haben was Großes. Ja, wir haben einen ganz, ganz tollen Gast. Da freuen wir uns riesig drauf. Ja, also eine Legende. Eine Schlagzeuglegende. Eine Schlagzeuglegende und das absolut zu Recht. Also es freut euch darauf schon mal, seid gespannt. Genau, wenn ihr aber irgendwas noch habt, also Wünsche, Anregungen, sonstiges, ich hab's schon mal erwähnt, schreibt gerne an schlagabtauschpodcast.gmail.com oder kommentiert einfach unter unseren YouTube-Videos und wenn ihr schon mal da seid, lasst gerade mal ein Abo und ein Like da. Wie gesagt, wir können noch ein bisschen was vertragen. Und wenn ihr Tipps, Tricks und den Hack überhaupt habt, bitte auch schreiben, denn wir wissen teilweise nicht, warum unsere Videos überhaupt nicht gelistet werden. Ja, finde ich strange, ja. YouTube mag uns nicht. Wir können es einfach mal darauf schieben. Ich habe manchmal das Gefühl, das hat mit dem Titel zu tun, Schlagabtausch. Weil ich öfters ja auch schon in unserem Account, also als E-Mail von YouTube bekomme, dass wir Wahlwerbung in den USA, also dass wir, als ich Werbung schalten wollte, das ist schon ein bisschen länger her, aber Da wollte ich mal Werbung schalten. Da hieß es, die kann nicht geschaltet werden, weil es wäre ein Eingriff in die US-Wahl. Krass. Weil Schlagabtausch wird oft ja auch im politischen Sinne im Parlament auch dann gerne benutzt, dieser Begriff. Und vielleicht hängt es damit zusammen. Aber vielleicht auch nicht. Keine Ahnung. Das ist jetzt wieder so eine halb... Halbwissende Halbwahrheit. Also, kommt erstmal gut durch die Advents- und Weihnachtszeit. Ich wünsche euch was, nicht zu viel Glühwein trinken, immer schön sauber bleiben. Falls Schnee fallen sollte, denkt an die Schneeketten. Und das letzte Wort gebe ich ab an den lieben Dirk. Ihr Lieben da draußen, es war wie immer eine sehr kurzweilige Folge und ich freue mich wirklich mit Timo auf die kommende große Podcast-Folge mit einem ganz, ganz tollen Interviewpartner. Seid da drauf gespannt. Ich verbleibe mit Timo. Bleibt uns gewogen. Kommentiert fleißig. Ihr könnt ja mal kommentieren, wen ihr denkt, wer kommt. Wäre auch eine Möglichkeit. Kommentiert mal unter dieses Video vom Schlagabtausch Wodcast Podcast. Wen denkt ihr, haben wir in Folge 130 am Start? Passt auf euch auf. Bleibt uns gewogen. Es sind immer noch stürmische Zeiten. Euer Podcast Christine Diakon. Timo. Tschüss.