Latest / MOMENTUM - kevinkellermazza / Überfallen, fast insolvent & neu aufgebaut: Alex Tsasakos über Vertrauen und Vertrieb
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- 0:00Herzlich willkommen zu einer weiteren Folge von Momentum. Mein Name ist Kevin Keller-Metzen und mein heutiger Gast ist Alex. Lustigerweise kenne ich Alex schon seit ein paar Jahren. Er ist ein Kunde von uns in der Offsite-Lab in der Event-Location. Und trotzdem habe ich in diesem Tag mit ihm über ganz viele Dinge gesprochen, die ich mir never, never, never vorgestellt habe, dass diese Sachen passiert sind.
- 0:20Wir haben über ganz schlimme, dramatische Erlebnisse von ihm geredet. Er hat auch erzählt, was ihm alles widerfahren ist. Aber wir haben natürlich auch über ganz hohe Apps geredet. Über tolle Verkaufsgespräche, über Strategien, was überhaupt im Finanzvertrieb ist. Es war ein sehr entspannender Tag. Ich kann euch nur den herzendsten empfehlen, um zu hören und zu schauen. Alles Gute. Und an dieser Stelle gibt es einfach eines zu sagen. Und zwar die Intro-App.
- 0:46Das freut mich wirklich sehr. Das ist mein Highlight vom Gold Day. Das habe ich Julien gesagt. Wie geil. Riesen Privileg. Es ist mir wirklich eine Ehre, hier zu sein. Die Calda-Quize ist etwas so Geiles.
- 1:01Du bist dort in einer sicheren Umgebung, du kannst Sachen testen, du kannst Sachen ausprobieren, du kannst an deiner Tonalität arbeiten. Mega wichtig, weil die Frage ist ja nicht, was du sagst bei dieser Frage. Also schon auch. Aber vor allem, wie bringst du sie über? Du kannst an so vielen Sachen, es ist so eine gute Lebensschule, es deckt auch all deine Mindset, Missstände auf, ja, was denkt er von mir, wenn ich dort nachrufe, ich will niemandem auf den Sack gehen, bla bla bla bla bla, all diese Sachen.
- 1:25Ich finde die Chaldak-Wiese eine der besten Lebensschulen, die es gibt. Wenn es für dich okay ist, sag so wie es ist. Kannst du erzählen, was dir passiert ist, in so einer Situation, wo ein Messer in den Rücken bekommt? Da gibt es ein paar.
- 1:40Also ich nenne dir mal vier, fünf und dann kannst du eigentlich deinen Lieblingspunkt... Vier, fünf? Also wenn wir zwei ein Event machen, wir könnten das tausendmal besser. Ja, mit dir würde ich ein Event machen. Und du bist ja wirklich der Einzige, mit dem ich ein Event machen würde, weil du kriegst den Raum voll. Und dann bin ich so, ja dann lass uns ein Event machen. Sehr viele Leute versuchen sich selber zu beweihräuchern. Ich bin in einem Podcast und ich habe ein Publikum. Und ich muss mich möglichst gut darstellen. Und mein Ziel eigentlich heute war, dass die Menschen etwas mitnehmen können.
- 2:12Ich bin jetzt schon seit drei Jahren im Podcast. Wieso hast du nie etwas gesagt? Ich habe es dir einmal gesagt, vor drei Jahren, aber es ist für mich so... Ich will voll mit denen sein, die mich selber einladen. Das verstehe ich auch. Obwohl, es ist schon krass, es hat einfach mega viele. Die sich selber einladen? Die fragen, ja. Ja, ich finde... Ja, fragen schon, aber es hat von... Also...
- 2:32Du musst ja wie ein Interesse haben, mit mir etwas zu machen, sonst kann ja auch kein cooler Vibe entstehen. Ja, mega. Und es ist so, ich finde auch nicht, dass wir irgendwie auf einer Basis gewesen wären. Wäre es zum Beispiel der Fabian, wäre es wie eine andere Basis, weil da gehöre ich einmal in der Woche und wir haben es wie gut, aber wir haben nie, also...
- 2:52kontinuierlichen Kontakt. Voll, genau. Und das ist dann für mich schwierig, einfach zu kommen und zu sagen, hey, Debbie und weisst du, wie ich meine? Wir haben nochmals darüber geredet. Ja, genau. Wieder eine Erinnerung. Ich finde das voll fremdschammerig. Darum ist es so. Ich habe mich wirklich mega gefreut. Das ist mein Highlight vom Gold Day. Wirklich? Ja, das habe ich Julio gesagt. Wie geil.
- 3:14Das freu ich mich mega fest. Also wirklich ein riesen Privileg. Also wirklich, es ist mir wirklich eine Ehre, hier zu sein. Hey, das war glaube ich auch der beste Start von diesem Podcast, den wir überhaupt haben können. Eigentlich kann ich immer in anderen starten, aber ich glaube, das ist auch der perfekte Start. Ja, das ist gut. Ja, das können wir so drin lassen. Hey, auf jeden Fall für mich natürlich auch eine grosse Ehre und Freude, dass du hier bist. Ich finde,
- 3:34Wir kommen noch auf den Go-Day zu sprechen. Wir kommen zu sprechen, wie wir uns kennengelernt haben. Aber ich habe dich, wie wir jetzt in deiner Intro kurz gehört haben, wir haben uns immer wieder mal gesehen, in Events etc. Und ich habe mir gedacht, der Typ kann einfach gut reden. Du kannst richtig gut reden, du bist so ein Sympathieträger. Das kannst du sehr gut. Und was du eben auch gut kannst, auf den Punkt kommen. Und ich glaube, das ist auch so...
- 3:58Ihr machte damals auch Witze darüber. Beim Go-Tee habe ich gemerkt, dass wenn du am Schluss etwas sagst, es einfach so packt, dann ist es fertig. Ja. Also wirklich von weg. Ja, also ich weiss nicht, ich rede sehr ungern um den heissen Brei herum. Ich glaube, das ist auch wirklich einer meiner Stärken. Manchmal lege ich die Sache auch sehr ausführlich dar, damit jemand meinen Punkt wirklich versteht. Da ist dann Giulia einmal...
- 4:24Dann geht dann nochmals eine Zeit, dass ich darlegen kann, worum ich so denke, wie ich denke. Es hat alles irgendwie Sinn und Zweck und alles Hand und Fuss. Ja, das musste ich mir im Fall nachtrainieren, weil ich war vor 10 Jahren eine Riesenlaberei. Ja. Und... Aber nie so mit Ziel oder irgendwie... Teils auch intentionslos oder respektive die Intention war mehr, mich selber zu bewiräuchern oder irgendwie... Ja, Sachen... Mich selber zu bewiräuchern? Ja.
- 4:52Aha, das klingt spannend. Ja, einfach komplexe kompensieren müssen. Das habe ich mir dann irgendwann mal angewöhnt, weniger zu reden und mehr an Points zu kommen. Ich finde das super, vor allem weil das ist so ein
- 5:10Wenn man über einen Verkäufer spricht, ist es oftmals der Verkäufer, der sehr viel spricht. Es gibt ja diese 80-20-Regeln. Was aber die meisten nicht verstehen, ist, dass eigentlich 80% der Kunden reden sollen und 20% der Verkäufer. Und 20% stellen dann die richtigen Fragen, damit man den Kunden versteht, was seine Bedürfnisse sind. Und ich glaube, ganz viele verstehen genau das nicht und sprechen dann 80% und der Kunde kommt dann 20% zum Reden, um zu sagen,
- 5:35Ja, möchte ich oder nein, möchte ich nicht. Ja, voll. Das ist ein bisschen der falsche Weg. Aber ich glaube, auf all diese Sales-Techniken, wo du ja ein massiver Profi bist, können wir auch noch sprechen. Ich fange gerne den Podcast mit einer Frage an. Ja. Und ich habe mich so ein bisschen versucht, in dich hineinzuversetzen. Und in den Sales-Guy hineinzuversetzen, in den Vertriebler hineinzuversetzen. Und...
- 6:02ist mir etwas in den Sinn gekommen, und zwar Wert. Und eine Frage, die ich jetzt für dich habe, ist, welcher Wert hat sich in deinem Leben so verändert, der dir jetzt extrem wichtig geworden ist, als es vorher kaum gab? Das ist eine gute Frage.
- 6:18Das erste, was mir spontan in den Sinn kam, war, dass ich zwischen Loyalität und Ehrlichkeit schwankte. Ehrlichkeit nicht im Sinne von, dass ich andere Menschen angelogen habe, um einen Abschluss zu erzielen. Aber ich war mir selber gegenüber sehr oft nicht ehrlich. Ich hatte eine Fassade, die ich aufrechterhalten habe.
- 6:38wo jemand war, wo ich eigentlich gar nicht selber war. Ob das jetzt eine Kompensation ist, auch hier haben wir es wieder mit irgendwelchen teuren Markenkleidern oder irgendwelche Sachen im Externen suchen gehen, Bestätigungen im Externen suchen gehen. Und wie wir immer wieder selber gerechtfertigt haben, dass es okay ist, so wie es ist,
- 6:59Und eigentlich war das das gar nicht. Ich glaube, wir kommen noch auf ein paar Tiefpunkte zu sprechen. Ehrlichkeit, aber nicht... Ich habe selten andere angeschaut. Ich bin ein Mensch... Aber Ehrlichkeit gegenüber dir? Ja, voll. Und... Finde ich mega. Auch dort wieder so... Wo du gesagt hast, ich komme recht auf den Punkt.
- 7:18Ich habe eines meiner Lieblingsvideos auf meiner Lernplattform gerade irgendwie zwei, drei Minuten. Und das heisst «Sag, wie es ist». Und ich glaube, das ist das, was ich auch mir gegenüber selber mal anfange zu etablieren, sage ich jetzt einmal. Ich sage auch mir gegenüber selber, wie es einfach ist, oder?
- 7:36wenn ich nicht zufrieden bin, dann bin ich nicht zufrieden. Und wenn ich zufrieden bin, dann teile ich es aber nicht so, dass ich unzufrieden bin, weil ich unbedingt gehen muss. Weil ich das Gefühl habe, dass ich heute einen grösseren Wert habe, um den Leuten gewisse Sachen mitzugeben, die mir quasi gefehlt haben. Ich glaube, wir kommen jetzt schon genug darauf zu sprechen. Aber wenn du mich fragst, welchen Wert, würde ich eher sagen, Ehrlichkeit. Ehrlichkeit.
- 7:57Okay, du hast jetzt aber gerade noch ein paar sehr spannende Sachen gesagt, und zwar zum Kompensieren. Kompensieren ist jetzt schon in dieser kurzen Zeit, in den ersten paar Minuten schon ein paar Mal vorkommen. Wann hast du vor allem angefangen zu merken, oder wieso hast du das Gefühl, dass du Sachen kompensieren musstest?
- 8:15Ich glaube, ich bin in einem sehr speziellen Haushalt. Meine Eltern haben sich getrennt, als ich zwei war. Zwei Normalverdiener. Und ich bin dann bei meiner Grossmutter gross geworden. Meine Grossmutter ist so der Inbegriff von einer...
- 8:33Traditionell griechische Frau. Also super herzlich, super humorvoll, temperamentvoll auch, aber ja auch sehr verwöhnt worden, sage ich jetzt einmal. Und sie war eigentlich für mich mehr meine Mutter als meine Mutter selber. Und der Grossvater kam dann halt nach der Arbeit nach Hause. Ich bin in einem sehr klassischen Haushalt wie gross geworden, ohne dass es meine Eltern waren. Sehr traditionell.
- 9:01Und ich hatte immer das Gefühl, mir fehlt eine gewisse Anerkennung. Von wem? Von aussen irgendwie. Ich hatte das Gefühl, ich weiss nicht, ob mich meine Grossmutter so verhätschelt hat, so tief habe ich sie nicht analysiert, dass da ein Bedarf nach aussen entstanden ist, dass mich alle anderen auch so verhätschelt. Aber ich hatte immer den Eindruck, ich habe mehr Anerkennung verdient.
- 9:26als ich eigentlich bekomme. Und dann irgendwann einmal im Verlauf der Jahre sind natürlich ein paar Sachen passiert, aber habe ich für mich eigentlich realisiert, hey, es ist eigentlich völlig egal, wer was von mir denkt. Ich bin auch froh, dass ich erst jetzt bei dir im Podcast drin sitze und auch vor so einer grossen Audience, sage ich jetzt mal, weil ich heute, glaube ich, die
- 9:50reinste Version von mir selber bin, ohne mit irgendwelchen Ablenkungen, also, die Uhr nehme ich mit, damit die Leute ein bisschen getriggert sind, aber es gibt mir emotional nichts mehr. Also, wenn du morgen sagst, hey, du musst die Uhr abgeben, um...
- 10:06Weiss auch nicht. Wegen finanziellen Schwierigkeiten. Das würde mir voll easy fallen. Also problemlos. Das wäre nicht immer so gewesen. Das wäre nicht immer so gewesen. Das wäre nicht immer so gewesen. Und da auch wieder, vorhin haben wir kurz darüber gesprochen, wieso ich erst jetzt im Podcast, seit drei Jahren und so. Mega cool eigentlich. Und ich glaube, alles passiert aus dem richtigen und zum richtigen Zeitpunkt.
- 10:27bin ich überzeugt. 100%ig überzeugt davon. Und jetzt, als du das sagst, tust du es wie bestätigen. Es ist jetzt der richtige Zeitpunkt, weil vorher wärst du vielleicht zu fest im Ego, keine Ahnung, ich ja wahrscheinlich auch. Und darum ist es jetzt wie richtig, dass man da sitzt und über dich und dein Leben deinen Werdegang Sachen erfahren kann. Weil einfach nur über einen Menschen erfahren, der jetzt gerade mega Erfolg hat im Leben, aber vielleicht noch gar keinen Tiefpunkt erlebt hat, ist zwar
- 10:57cool, aber eigentlich machen es ja genau die Ups und Downs dann aus und wie kommt man dort raus. Und das hast du schon ein bisschen von deiner Kindheit erzählt, deine Eltern sind mit zwei dran, du bist dann hauptsächlich bei deinen Grosseltern, Grossmami, aufgewachsen.
- 11:13Ich kann mir vorstellen, weil meine Eltern haben sich nicht so früh getrennt, eher später, aber ich bin dann auch bei meiner Nonno-Nonno aufgewachsen, weil meine Eltern haben immer sehr viel gearbeitet, Catering, Partyservice, bla bla bla. Und deshalb war ich immer bei ihnen. Und Süditalien, Griechenland, dort werden wir schon etwas verhärtet von unseren Nonnens. Das ist okay, das ist auch herzig. Das ist auch herzig. Okay.
- 11:45Du bist aber bei deiner Grossmutter aufgewachsen. Bis wann? Wann bist du wieder zu den Eltern? Oder wie ist das genau? Also es ist ein bisschen, das ist vielleicht auch wichtig zu erwähnen, ich habe zwar schon bei der Grossmutter geschlafen, aber ich bin immer ein bisschen umgereicht worden. Warst du ein Pender? Ja.
- 12:01Ein Pendler, ja, da sind wir eigentlich recht gut auf den Punkt. Oder Obdachlose, nein, ein Obdachlose hatte ich ja, aber kein Zuhause. Das ist auch etwas, also... Sehr lange habe ich nach einem Zuhause gesucht, darum habe ich zwischen dem Wert Loyalität gehandelt, weil ich immer so etwas... Was zu vielen Tiefpunkten führte, so etwas... In Freunden, in Familien gesucht habe und...
- 12:24Ja, das kann dann relativ einfach, sage ich jetzt mal, ausgenutzt werden. Aber um darauf zurückzukommen, es war wie mal bei Mama, mal bei Papa, verschiedene Kinderzimmer. Und das Ganze lief etwa bis ich fünf war.
- 12:42Es ist auch noch lustig, ich konnte relativ lang besser Griechisch als Deutsch. Weil meine Grossmutter halt nur Griechisch konnte. Also, sie konnte Griechisch, Italienisch und Deutsch. Italienisch hat sie sich einfach selber angeeignet. Das habe ich auch noch.
- 12:58Das fand ich auch noch witzig. Und dann war ich hauptsächlich bei meiner Mutter. Trotz, ich sage jetzt mal, schwierigen Verhältnissen. Der Kontakt zum Vater? War da, aber aufgrund des Gerichts der Scheidung war das Sorgerecht bei der Mutter. Meine Mutter ist, und das muss man ihr definitiv zugute halten, hat immer gesagt, es sei extrem wichtig, dass du auch Kontakt zu deinem Vater hast. Gut, ja.
- 13:24Ja, ist ja auch nicht selbstverständlich. Nein, nein, nein, absolut. Und so war ich dann eigentlich zweimal in der Woche bei meinem Vater und die restlichen Tage logischerweise bei meiner Mutter. Ja. Und so war ich dann auch immer weniger bei den Grosseltern, weil dann war irgendwann mal Kindergarten, Schule und dann hat das wie... Wie bist du aufgewachsen? Zünke. Bist du Zünke aufgewachsen? Ja.
- 13:48Okay. Sie haben aufgewacht, sind in die Schule gegangen und alles? Ja. Alles dort gemacht. Alles dort? Ja. Crazy. So weit bin ich nicht gekommen, weil ich wohne jetzt in Regensdorf. Ja, einmal über den Hügel. Also mein Vater wohnt in Regensdorf, meine Grosseltern, also jetzt nur noch Grossvater, kommen wir auch noch dazu, wohnen in Regensdorf und darum war es für mich auch immer so,
- 14:09Wenn mich irgendwer fragt, wieso Regensdorf? Die Steuern sind mir relativ egal. Vielleicht verdiene ich auch zu wenig, dass es relevant wäre. Aber für mich gibt es wichtigere Sachen als Geld. Das ist in der Nähe meiner Liebsten. Mein bester Kollege ist sogar extra. Er behauptet bis heute, dass er es zwar nicht extra gemacht hat, aber ich glaube schon, dass er durch eine kleine Absicht dahinter war, von Winde auf Regen gezögelt hat. Jetzt habe ich eigentlich all meine Liebsten... Alles ist in Regensdorf.
- 14:36Was ja auch mega schön ist und vor allem auch so ein bisschen, also ich habe es mir vorgestellt, es gibt auch so ein bisschen eine gewisse Sicherheit, wenn es so Leute um dich sind, wo du vertraut bist, wo du liebst. Ich meine, ich weiss noch nicht, ob Kindbüro dann ein Thema ist, aber auch dort, wenn du dann natürlich Leute hast rundherum, die unterstützend sind, ist das natürlich mega schön. Ja, absolut. Also ich würde auch, also...
- 15:00Mein bester Kollege und seine Verlobte wissen das zwar noch nicht, aber als Julia und ich auch über Kinder geredet haben, «Wer ist Goeti Goeti?», haben wir gesagt, dass sie beide... Sie wissen es auch nicht? Nein, sie wissen es noch nicht. Vielleicht erfahren sie es durch den Podcast.
- 15:15Hey, hast du mich nicht geküsst? By the way, das haben wir entschieden. Nein, aber es ist so, ja, also das ist für mich, also sie zwei sind auch für mich das Absolute. Also kennst du das, so Pärchen, die du siehst, wo du dir sagst, wenn die sich trennen, dann verliere ich
- 15:31Das absolute Vertrauen in die Liebe. Und das ist für mich so ein Pärchen. Die sind über zehn Jahre zusammen. Und dann ist für mich so... Also, die dürfen sich einfach nicht trennen. Das habe ich ihnen aber auch schon gesagt. Ihr müsst einfach jeden Scheiss mit ihr herkriegen. Das Trennen ist für die anderen. Bist du ein Beziehungsmann? Auf was bezogen? Liebesbeziehung.
- 15:52Ich hatte Phasen und ich hatte Phasen, sagen wir es mal so. Welche Phasen hatten wir alle? Aber ich bin eigentlich schon jemand, der gerne, also auch bei Freundschaften, eine Person, darum auch das Loyalitätsding. Ja, genau, wegen dem frage ich. Ja, habe ich schon sehr stark, also stärker gehabt früher als heute. Ich glaube auch, weil ich heute meine Leute gefunden habe. Aber ich habe schon sehr stark nach so Menschen in meinem Umfeld gesucht.
- 16:22Irgendwie habe ich das Gefühl, dass mir das irgendwie gefehlt hat in der Kindheit, sage ich jetzt einmal. Und die einzige Person, die... Also ich würde sagen, an zweiter Stelle war mein Vater. Aber wirklich meine Grossmutter ist so bedingungslos. Also ich glaube, das bringt es sehr gut auf den Punkt. Du sagst, dein Vater war an zweiter Stelle nach deiner Grossmutter, obwohl es sorgreich bei deiner Mutter war?
- 16:51Ja, schon, aber rein emotional betroffen. Emotional, okay. Ja, also das ist so... Das ist wirklich... Also meine Grossmutter, würde ich sagen, das ist bedingungslose Mutterliebe, die sie eigentlich zu mir gehabt hat. Und... Nicht, dass ich das gesucht habe, aber ich habe... Ich habe eigentlich so ein bisschen wie so...
- 17:08einfach so eine kleine eigene Familie zu haben, von Leuten, die vielleicht nicht das gleiche Blut teilen. Aber du weisst, du kannst dich auf die Leute verlassen, wenn irgendetwas ist. Und das irgendwo durch einen Support da ist. Ja, halt nicht an so Opportunisten denken. Schon klar nicht zum Ausbeuten werden, aber sich selber nicht immer zwingend an erster Stelle. Das, was mich immer verletzt hat, ist, dass Menschen bei der erstbesten Gelegenheit
- 17:35mir das Messer in den Rücken gerammt haben, wo ich so finde, hey du, also wieso? Ist es passiert? Sehr oft, ja. Sehr oft? Ja, ja. Sehr oft. Aber es ist auch schlecht von mir, weil ich habe ja die Leute ausgesucht. Ja, aber nicht aus dem Grund, dass du nicht erwartet hast, hey, ich suche jetzt dich aus, weil ich weiss, du hast mein Messer richtig tief drin. Nein, aber es hat ganz viele Momente gegeben, wo
- 18:05wo ich es hätte kommen können. Oder wo ich darum auch so ein bisschen, sage ich wie es ist, wo ich einfach so ein bisschen den Eindruck hatte, hey, ich fühle mich benachteiligt, aber ich sage nichts, weil quasi, wenn ich an seiner Stelle wäre, dann würde ich mich auch über jemanden freuen, der bedingungslos hinter mir steht und das bedingungslos hat mich einfach in Situationen oft geführt, also es hat mich schon fast in Privatinsolvenz getrieben und so, also wirklich so und was
- 18:36Was ich heute so nicht mehr machen würde. Okay, gut. Dann bei Passati, aber trotzdem ein mega wichtiger Punkt und einer deiner Lieblingsvideos ist «Sag so, wie es ist». Wenn es für dich okay ist, «Sag so, wie es ist», kannst du erzählen, was dir passiert ist, in so einer Situation, wo du ein Messer in den Rücken bekommst? Da gibt es ein paar. Also...
- 18:59Ich nenne dir mal 4-5 und dann kannst du deinen Lieblingspunkt aussuchen. Sicher mal von einem ganzen Vertrieb aufgebaut und kein Geld ausgezahlt bekommen. Dann ist im Gremium von all diesen Leuten auch entschieden worden, dass man Alex keinen Lohn auszahlt, weil die Firma in finanziellen Schwierigkeiten war. Dann habe ich gekündigt deswegen und dann ist schlecht
- 19:29Riesenszene. Aber die Leute wissen ja eigentlich noch nicht, was du machst. Nein, die haben eigentlich keine Ahnung. Eigentlich wissen sie noch nicht, was du machst. Das ist vielleicht so ein bisschen verdreifacht. Aber was genau wissen sie noch nicht? Ich muss jetzt aber sagen, mit dem Wissen, das ich habe, was du machst, das habe ich schon ein paar Mal gehört, dass solche Sachen passiert sind. Also ich kann dir auch noch erzählen von Leuten, die mich überfallen haben zu Hause. Ja, ja, da ist noch der Gerichtsfall am Laufen. Aber von meinem...
- 19:58Eine Person, die mich seit über 20 Jahren kennt und sehr eng mit der Familie war. Hat dich zu Hause überfallen? Ja. Und wie hast du die Person gesehen? Ja, sie war zu dritt.
- 20:10und Spitaler eingeschlagen. Seit ich? Ja, ja. Du bist mit dem Spital gelandet? Ja, ja. Morddrohungen gegenüber meiner Familie und... Und wieso? Ich meine ganz ehrlich, ich ecke vielleicht nicht so an.
- 20:30Aber ich habe noch nie eine Morddrohung. Ist ja auch gut, wenn es so bleibt. Einfach, dass es an diesem Punkt schon klar ist. Hol es an, es darf so bleiben. Aber ich habe noch nie eine Morddrohung bekommen, bin ins Spital reingeschlagen worden. Auch das sollte so bleiben. Aber wieso? Dadurch, dass der Fall noch läuft, muss ich mich ein bisschen darauf achten. Aber so...
- 20:53aus meiner Perspektive ist da einfach sehr viel persönliche Frust mit drin. Ich muss jetzt schauen, wie ich das formuliere. Du formulierst es nicht, wenn es irgendwie heiksch ist. Nein, aber was ich sicher sagen kann, ist, sehr viel persönliche Frust aus meiner Sicht. Und dann sind...
- 21:20Ja, noch Sachen in der Vergangenheit, 20 Jahre, da können sich ein paar Sachen anstellen und ich glaube, dann hat es eine Situation gegeben, wo aus meiner Wahrnehmung
- 21:33falsch aufgefasst ist. Und dann hat das wie ein Fass zum Überlaufen gebracht und ja, so zwölf Stunden eingesperrt und also ja, schon nicht so lustig. Was ist die grösste Verletzung? Also du bist im Spital gelandet wegen deiner Verletzung? Gott sei Dank nur eine Gehirnschütterung.
- 21:52Ah, nur? Ja, nur, ja. Muss man schon fragen. Also, abgesehen von... Boah, heftig. Ja, also... Abgesehen von natürlichen Dingen. Blaue Flecken und bla... Also, da gibt es ja einen Spitalbericht. Und, ja...
- 22:08Es ist dann auch mal interessant, wenn man in so Situationen ist, wo man persönlich mit dem Leben abgeschlossen hat, was einem wichtig ist, das ist dann ganz spannend, was einem in so Situationen durch den Kopf geht. Und was ist das für? Hey, dass sich meine liebsten Sorgen machen oder dass sie traurig sind, wenn ich weg wäre. Das war im Fall eigentlich mein einziger Gedankengang. Für einen, der sich sehr egozentrisch darstellt, habe ich noch Gedanken gehabt.
- 22:33Doch, ganz viel Nächstenliebe mit dabei. Aber du sagst es, darstellst es. Ja. Das ist auch eine Rolle. Logisch, ja. Das ist auch eine Rolle, die zieht.
- 22:40Ich glaube, wir müssen schon aufdecken, weil sonst verstehen die Leute nicht genau, was du machst. Willst du erzählen, was dein Job ist, was du machst? Ganz simpel auf den Punkt gebracht, Unternehmensberatung mit Schwerpunkt auf Vertrieb. Das ist eigentlich so. Kurz auf einen Satz runtergebrochen. Ich glaube, wir werden noch mehr darüber sprechen, aber bei mir kann man Trainings buchen zum Thema Vertrieb. Von der Lead-Generierung bis zum Abschluss, bis zur Skalierung.
- 23:07Angebot, Positionierung, Branding, Marketing, also eben Vertrieb, Marketing und Sales. So. Relativ einfach runtergebracht. Wie bist du in das Ganze reingesprungen? Wie bist du in das ganze Vertrieb und Unternehmensberatung reingesprungen? Das erzählt, du warst schon in einem Vertrieb, wo du nicht ausgezahlt worden bist. Das war im Finanzvertrieb, nehme ich an. Ja, korrekt. Angefangen hat es, ich habe irgendwo die Lehre gemacht.
- 23:34und bin in der Vermögensverwaltung. Und dort bin ich dann... Du bist KV-Lehrer? KV-Lehrer, ja. Und dort war ich dann dort. Also ich hatte einen Job nach der Lehre, das wollte ich sagen. Dort war ich dort. Auf hoher René Loquent. Und dann gab es einen Mitarbeiter im Team, der mich gemobbt hat. Und auch so ein bisschen das Politische hindurch gemacht hat.
- 24:02Und ich hatte einen sehr guten Draht zum HRK. Ich hoffe, das verjährt. Und jemand hat mir dann gesagt, was er verdient brutto. Das war damals der doppelte Lohn von mir. Und dann hat mir das so eine Schraube rausgehauen, dass ich gesagt habe, es kann doch nicht sein, dass irgendjemand nur Politik macht,
- 24:23Also wirklich Sachen, die ich eigentlich gar nicht... Ja, die dann Anschuldigungen wären. Aber Sachen, die ich einfach mitbekommen habe und gesehen habe mit eigenen Augen, die unterste Schublade sind. Also wirklich, dass ich ein Excel erstellt habe und der CEO hat es gelobt. Und er hat es so auf sich genommen. Und ich dann quasi so gesagt habe, du, also übrigens habe ich das gemacht. Und der CEO und ich waren halt so, weil...
- 24:48Ein bisschen Sympathie bringe ich dann schon auch mit. Aber wirklich solche Sachen. Und ich konnte nicht begreifen, wieso jemand das Doppelte von mir verdient, obwohl er gar nicht mehr Wert oder mehr Wert ins Unternehmen hineinbringt. Er hat gar keinen Mehrwert durch den höheren Lohn. Das hat mich so... Total. Total.
- 25:09Und so wurde ich dann eigentlich angesprochen, «Hey, Finanzvertrieb, nach oben offen und blabla.» Und so bin ich dann eigentlich in den Finanzvertrieb reingekommen oder in die Säulen verkauft und in den ersten, ich glaube, zwei, drei Jahren alles falsch gemacht, was man falsch machen kann. Was kann man falsch machen? Sehr viel selber geredet. Ähm...
- 25:32teils viel Geld verdient, noch mehr Geld ausgegeben. Das ist auch das Phänomen. Das ist das Phänomen, das ich so oft höre bei Leuten, die im Finanzvertrieb arbeiten, wo, also manchmal höre ich Löhne, wo ich sage, ja,
- 25:46«What the hell?» Ja. Und dann sagen sie mir, was sie letzten Monat ausgegeben haben. Ja. Dann denke ich, «What the doppel hell?» Ja. «Was läuft?» Ja, ja. «Wieso hast du das Gefühl, du, die in dieser Branche sehr bewandert bist, ist es so, dass die Leute teilweise sehr viel verdienen, aber auch massive Kosten generieren und Ausgaben haben?»
- 26:06Weil sie Produktverkäufer sind und nicht Finanzberater. Sie haben von Finanzen keine Ahnung. Also sie sind einfach sehr gut darin, die drei Zülle zu verkaufen, irgendein Produkt zu verkaufen. Sie sind nicht wirklich bewandert in der Thematik Geld. Relativ einfach. Einfach simpel. Ja, es sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Also nur weil ich dir einen Massanzug verkaufen kann, bedeutet das ja nicht, dass ich mich mit Stoffen auskenne.
- 26:33Und dadurch, dass halt auch der Kunde meistens noch weniger Ahnung hat, es klingt alles gut, oder wie oft? Hast du das schon gehört? Ja, es hat alles gut geklappt und nachher... Und ich glaube, beim Thema Geld ist nochmal so die emotionale Komponente. Ich glaube, irgendwo durch... Gier frisst Hirn ist ja auch oft bekannt. Darum, ich sehe dann auch manchmal Sachen, wo ich mir denke, du müsstest es doch eigentlich besser wissen. Aber die Leute sind sehr oft, ja...
- 27:03Sie haben eigentlich im Inneren gemerkt, dass es eigentlich ein Scam ist und bla, aber sie haben dann das Geld trotzdem investiert und dann ist es irgendwo in Dubai verloren gegangen. Also, und ich glaube, dass dadurch, dass Geld sehr oft geknüpft ist bei vielen Menschen mit irgendeiner Emotion,
- 27:18Und ich glaube, bei vielen Leuten, auch mit der Identität, sehr viele Leute identifizieren sich über Geld. Da kann ich auch ein Liedchen von singen, sehr, sehr lange. Und ich glaube auch, dass darstellen, hey, ich bin so ein erfolgreicher Finanzberater, weil schau mal, was ich alles mache, was eigentlich völlig kontraproduktiv zum Branding ist. Und so entsteht dann einfach so eine Eigendynamik aus dem Ganzen. Plus...
- 27:42Versicherungsgesellschaften und Banken wollen die Banker möglichst dumm halten. Und Versicherungsberater. Ich muss mal den Kontext Finanzberater nehmen. Dein Banker, der einen Toyota einfahren und dich probiert, ist ja völlig stupide. Nicht, dass das ein Indikator dafür ist, aber ein Festangestellter kann dich doch nicht beraten, wie du deine Millionen verwalten sollst. Das ist ja dumm.
- 28:07Es ist ja ein absolut dummes Konzept. Und dementsprechend entsteht dann ganz viel Meinung.
- 28:14Und sehr wenig Wissen. Und es gibt so ein Prinzip, so ein universelles Gesetz von mir aus, oder einfach sicher ein übergeordnetes Prinzip, und zwar das Willkürlichkeitsprinzip nenne ich das. Perspektive, ich habe es gelesen, ich habe es nicht entdeckt, ich bin kein Guru. Das Willkürlichkeitsprinzip, und das besagt, eine Willkürlichkeit bringt mehr Willkürlichkeiten. Das bedeutet, Zufall wird nie Ordnung bringen.
- 28:43Und das siehst du sehr gut in unserer Welt und das manifestiert sich auch in der Finanzbranche. Ich kann deine Frage sehr ausführlich beantworten.
- 28:53Sehr ausführlich beantworten, ja. Das heisst, du bist in die Finanzbranche, hast dort alles ein bisschen erfahren, wie es läuft, hast angefangen mit Paketen zu verkaufen. Ja. Hast auch Pakete verkauft. Und hast du auch solche Erfahrungen gemacht mit eben sehr viel Geld verdienen, aber auch mit massiv viel Geld ausgeben? Ja. Wie ist das? Also, wenn du zurückblickst auf diese Zeiten, was hast du das Gefühl, wieso hast du das gemacht? Das sind die intimsten Ausgaben.
- 29:24Eine meiner lieblingsdümmsten Ausgaben war, ich habe parkiert. Ich hatte ein Date. Ich habe parkiert. Und dann sagten sie, willst du nicht noch bezahlen? Und dann dachte ich, wegen dieser 40-Stunden-Bus muss ich nicht überlaufen.
- 29:39Also wirklich so... Ja. Er ist wirklich ein Idiot. Also von A bis Z. Und wenn ich so auf die Zeit zurück schaue, habe ich mehr Mitgefühl mit diesem Jungen, weil ich weiss, wie innerlich kaputt er ist und mit so völlig stupiden Sachen versucht quasi, ja, zu verbergen, dass er eigentlich, ja, nur, ähm...
- 30:04Ja, was wollte er eigentlich? Sich geliebt fühlen lassen, vermutlich, schätze ich. Also, auch therapeutisch, was wir hier machen. Nein, aber so... Ja, ist schon... Ja, ja, ja. Mega oft. Nein, aber weisst du, wie ich meine? Es ist... Also, ich habe wirklich Mitgefühl. Also, ich habe noch ein Bild, das kann ich dir zeigen. Ist das nicht so, dass... Ich meine, jetzt gehst du irgendwo an ein Date und parkierst. Jetzt ist die Tour irgendwie 10 Meter weg. Und jetzt sagt sie, hey, willst du nicht schon gleich sagen? Und dann sagst du, nein. Ist das nicht so ein bisschen ein Zeigen, so, hey, fuck it, ich bin erfolgreich. Ja, ja, voll.
- 30:34Aber das ist ja der Umkehrschluss.
- 30:38Ich wollte sehr oft, dass alle anderen sagen, dass ich erfolgreich bin, dass ich es wahrscheinlich selber glaube. Ich glaube, das ist eigentlich der Punkt. Ich habe quasi die Bestätigung im Aussen gesucht, die heute absolut abgelegt ist. Ich würde heute aus Prinzip zahlen gehen, weil ich es als richtig empfinde. Rein energetisch, weil ich mich nicht ungerechtfertigt bereichern möchte. Weil etwas anderes, was ich auch festgestellt habe,
- 31:08Dir kann nur das widerfahren, was du anderen auch antust und das vielleicht nicht eins zu eins. Aber dass ich spitalreif geschlagen worden bin, muss ich vielleicht irgendwo in meinem Leben einen ähnlichen Schaden hinterlassen haben.
- 31:25Vielleicht unbewusst. Aber ich toleriere ja quasi, dir kann ja auch nie etwas passieren, mit dem du nicht übereinstimmst. Wenn du etwas selber machst, dann stimmst du ja damit überein. Das heisst, wenn ich sage, es ist in Ordnung, nicht die Parkour zu zahlen zu gehen, sagt sich vielleicht jemand anderes, es ist in Ordnung, nicht dein Honorar zu zahlen. Verstehst du, wie ich meine? Aber es ist auch ein sehr spirituelles Denken.
- 31:50Für mich ist das sehr logisch. Ich bin zwar ein bisschen spirituell aufgewachsen, tatsächlich, aber... Alles, was ich mache, habe ich rational, messbar, evidenzbasiert heruntergebracht. Wie kannst du Energie evidenzbasiert herunterbrechen? Also, es gibt verschiedene Experimente, die gemacht wurden. Es ist schon nicht so vorgeschritten, dass ich dir das jetzt... wie mit dem iPhone messen kann. Ich habe extra diese Frage gestellt, um zu sagen...
- 32:18Ich bin gar nicht so spirituell, ich denke sehr logisch, ist gerade deine Aussage gewesen, aber du hast aber meine Meinung. Bitte, ja. Sobald man irgendwie über Energie, weil ich finde auch, alles ist Energie und was du gibst, kommt zurück. Was du in den Wald schreist. Ja. Okay.
- 32:38Und von dem her denke ich schon, dass es schon sehr viel Spiritualität dahinter hat, vielleicht nicht eine anerkannte und vielleicht für dich eine logisch unterstrichene. Ja, kann schon sein. Also für mich ist es immer wichtig, alles Mögliche rationalisieren zu können. Und es gab ein Experiment, wo... Ich weiss nicht mehr, wie das geheiss hat, aber ich habe es herausgesucht. Es ging darum, dass man gemessen hat, dass...
- 33:05Irgendwie, es ist, ich glaube, irgendein Strahl, ein Energiestrahl, ist irgendwie durch ein Viereck gegangen. Und dann sollte es irgendwie durch zwei gehen. Und immer wenn jemand geschaut hat... Nein.
- 33:17Weisst du, welches? Absolut. Aber ich weiss nicht mehr, wie es heisst. Quantenphysik. Quantenphysik, ja. Da geht es um Quantenphysik, und zwar beobachtbare Teile. Ja, korrekt. Und das ist quasi der, der, wo das... Ich habe nachher ein einfacheres Beispiel, aber der Beobachter hat das Endergebnis beeinflusst, oder? Genau. Und dann hat es ein anderes Experiment gegeben, ich weiss auch nicht, wie das heisst, aber es ging darum, an einem Computer wurde der Befehl gegeben,
- 33:460 und 1 abzutippen in einer willkürlichen Reihenfolge. Ja. Aber es muss einfach 50-50 sein.
- 33:55Und das Interessante war, man hat den Teilnehmern gesagt, denk mehr als eins oder probiere quasi zu beeinflussen, dass mehr Einsen kommen und probiere quasi zu beeinflussen, dass mehr Nullen kommen. Und das Interessante war, es gab wirklich eine Abweichung. Zwar nicht viel, aber so 52, 53 Prozent, wo man sich bis heute nicht erklären kann, wie das sein sollte, weil der Befehl war ganz klar 50-50.
- 34:17Und das sind dann für mich so Situationen, wo ich einfach sage, ja, spirituell alles schön und gut, aber man kann es ja trotzdem rational runterbrechen. Und ja, das ist eigentlich so ein bisschen mein Ding, also möglichst Sachen rationalisiert erklären zu können, weil ich nicht gerne so Willkürlichkeiten habe. Es ist irgendwie so, ist für mich nichts Greifbares, oder?
- 34:42Ja, ich verstehe, was du meinst. Und darum funktioniert auch das Gesetz der Anziehung, das alle kennen. Das hast du auch mit der Stimmgabel rationalisiert.
- 34:57Das kennst du vielleicht auch, wenn du mit einer Stimmgabel etwas zum Schwingen bringst, dass du das Teil dort und das andere irgendwo in den Raum hinstellst. Das muss quasi das gleiche Teil sein. Dann beginnt das auch. Du musst die gleiche Frequenz haben. Ja genau, die gleiche Frequenz. Dann beginnt es zu schwingen. Und so ist auch relativ einfach erklärbar, wieso... Weiss nicht, vielleicht kennst du das.
- 35:19Du kommst in einen Raum und da haben sich vorher zwei gestritten. Du merkst schon, dass es dicke Luft ist. Also, das spürst du ja. Darum sagt man ja, dicke Luft ist ja. Und darum, das ist für mich eigentlich nichts anderes als die Frequenz, die dort ist. Das ist offensichtlich messbar. Vielleicht können wir uns das heute noch nicht so ganz erklären. Aber es ist für mich eigentlich das gleiche Prinzip wie damals im Mittelalter, wo Pest war.
- 35:46Dort hättest du das eigentlich auch evidenzbasiert eliminieren können, weil du hättest mal angefangen zu tracken und zu beobachten, wer stirbt, wer stirbt nicht. Was passiert, wenn ich mit Alkohol vielleicht dort mal drüber wische? Dort sterben vielleicht nicht so viele Leute. Dann verstehst du zwar nicht, dass es Bakterien gibt, aber du kannst trotzdem damit arbeiten. Um das geht es dann am Ende des Tages. Vielleicht alternativ Aussagen, wie Milch irgendwann mal. Aber das ist so...
- 36:14Darum bin ich sehr... Rational. Ja, oder ich versuche alles rationalisieren zu können. Warst du das schon immer so? In deiner Kindheit? Ist das so dein Naturell? Nein, eigentlich nicht. Ich bin sehr emotional. Auch sehr feinfühlig tatsächlich. Und recht sensibel. Recht sensibel. Und wie ist das passiert? Wieso hast du dir das angeeignet? Als Schutzmechanismus oder als Erfolgsmechanismus?
- 36:42wo ja beides sein kann. Ja, ich glaube sowohl als auch. Ich habe einfach erlebt, meine Mutter ist sehr gläubig, also im klassischen Sinn, christlich, und mein Vater ist eher spirituell. Und beide sind irgendwo an ihre Grenzen gestossen, wenn ich das so formulieren darf. Menschlich auch. Okay. Ähm...
- 37:07Und ich war wie so, das kann ja nicht sein. Es muss doch eine logische Erklärung für gewisse Sachen geben. Also übrigens auch, meine persönlichen Themen, da bin ich sehr logisch angegangen. Das kann ich dann nachher erklären. Aber sehr systematisch. Und das war dann eigentlich für mich so ein bisschen der Punkt, den ich dann anfange anzulegen. Es kann doch nicht sein, dass der... Also ich habe mich einfach geweigert, zu glauben, dass Gott würfelt.
- 37:36Ich habe mich einfach geweigert, zu akzeptieren, dass es Zufälle gibt. Und jeder sagt, es gibt keine Zufälle. Ja, okay, super, aber dann muss ich ja auch Sachen kontrollieren können. Also Kontrolle im Sinne von Starten, Verändern, Stoppen. Also das bedeutet ja Kontrolle. Und wenn einer von diesen drei Punkte nicht gegeben ist, dann habe ich es nicht unter Kontrolle. Beispielsweise dieses Auto. Ich kann es starten, ich kann es verändern, ich kann es stoppen. Wenn ich es nicht stoppen kann,
- 38:01dann wird es schwierig auf der Strasse. Und das habe ich einfach immer versucht, im Herzen zu kriegen, dass ich möglichst alles, was ich kontrollieren kann, dass ich es kontrollieren kann, mit möglichst viel Know-how. Und je mehr Know-how ich mir angeeignet habe, desto fähiger wurde ich. Und dann ist quasi eine Aufwärtsspirale am Ende. Sind das auch Eigenerkenntnisse? Oder hast du dich irgendwo angeeignet an Seminaren? Oder mit Gesprächen mit Leuten? Wie ist das? Irgendwie muss es ja in dich reinkommen.
- 38:29Ja, also ich beziehe mein Know-how von, also ich glaube, Menschen werden sagen von der Elite, also von Freimaurern, Sekten, Scientologen, die aus diesen Bereichen ausgetreten sind, das Know-how aber mitgenommen haben.
- 38:49und weitergeben. Das habe ich übrigens nie öffentlich gesagt. Und es ist eigentlich die reinste Form des Wissens, die eigentlich existiert, weil ich mir dann auch irgendwann mal denken kann, wenn die so viele Leute begeistern können für teils auch die falsche Sache...
- 39:06Irgendetwas muss ich ja haben. Dann habe ich mir gedacht, ich nehme mir die Messages. Ich habe mich dann auch an Leute orientiert, wo ich auch weiss, dass sie von dort ein Know-how haben. Die sind auch ganz bekannt, auch im deutschen Raum. Das kann ich dir auch gerne mal hinter der Kamera sagen, weil ich will mich da mit niemandem anfeinden. Aber wenn ich dir sagen würde, wer alles Scientologen-Know-how hat und Freimurer-Know-how hat,
- 39:30dann würden alle, oh mein Gott, nein, aber das ist völlig gängiges Wissen und ja, also man könnte ja auch, das kann ich schon auch sagen, man könnte ja auch darüber diskutieren, also beispielsweise der Tony Robbins hat auch ganz viel ähm, ja, Sachen, wo ich mir denke, ah, das habe ich schon mal irgendwo anders genau so gelesen, oder? Ich will nicht damit sagen, dass er es unbedingt von dort hat, ich will einfach, oh,
- 39:55Ich will nicht sagen, dass er es unbedingt von dort hat. Ich will einfach nur damit sagen, dass ich an die Quelle des Know-hows gegangen bin und dann plötzlich sehr viele Sachen, sehr viele Sinne gegeben haben. Du bist sehr wissensneugierig. Sehr, ja. Mich kann ja nur etwas negativ beeinflussen, was ich nicht weiss oder nicht verstehe. Und darum bin ich dort sehr... Auch wie der Mensch funktioniert. Das habe ich mir alles irgendwann mal... Wie funktioniert der Mensch?
- 40:20Ich glaube, sehr viele Leute haben... Also der Mensch besteht aus drei Sachen. Er hat einen Körper, er hat einen Verstand und er ist das Wesen. Er hat dazu eine Seele, was auch immer. Und das Wesen kontrolliert den Verstand und den Körper. Vielleicht auch mal wichtig, um zu realisieren, für all die Leute, die keine Lust haben, ins Gym zu gehen. Eigentlich musst du deinem Körper nur den Befehl geben, ins Gym zu gehen, aber das ist eine andere Sache. Und dann funktioniert das eigentlich relativ gut. Und...
- 40:49Der Verstand ist eigentlich in zwei Bereichen unterteilt. Viele Leute haben das unter Bewusstsein und Unterbewusstsein deklariert. Wir können auch gerne bei diesen Bezeichnungen bleiben. Und ich habe es gerne einfach unterteilt im analytischen Teil und im reaktiven Verstand. Reaktiv, weil ich drücke einen Trigger und es wird wieder etwas reaktiviert. Ein Verhaltensmuster wird wieder reaktiviert.
- 41:19Je mehr du vom reaktiven Verstand lösen kannst, der in deiner Datenbank ist, desto mehr bist du Ursache von dem, was du machst. Du bist nicht die Wirkung. Viele Leute sind ja Opfer, alles ist blöd, es wirkt nur auf sie ein. Du bist Ursache von allem, was du machst. Egal, ob du das Ergebnis positiv oder negativ findest.
- 41:48Voll. Und du bist halt einfach nicht mehr fremdgesteuert, weil das, was ja sehr viele Leute... Das passiert ja auch in der Manipulation, und ich rede von der niederträchtigen Manipulation. Ich drücke einen Knopf bei dir, das siehst du in vielen Beziehungen, drücke einen Knopf bei dir, du wirst emotional, und dann werfe ich dir diese Emotion vor. Das ist das Unterste, Unterste. Und ich wollte einfach nie ein Spielball meiner Emotionen sein. Und ich bin noch nicht am Ende der Reise, aber ich habe relativ gut...
- 42:16Du kannst auch Julia fragen. Gewisse Sachen belasten mich keine fünf Minuten, wo andere wahrscheinlich fünf Wochen dranhängen würden. Einfach weil ich verstehe, okay, jetzt gibt es ein Problem, kann ich meine Aufmerksamkeit auf die Lösung richten und werde die Ursache von meinem Leben und bin nicht in dieser armen Wirkung.
- 42:36Relativ logisch. Ja, relativ logisch, aber komplex. Ja, sehr. Trotzdem eigentlich sehr einfach. Weil alles, was du gesagt hast, ist eigentlich nur entscheidend, nicht ein Opfer zu sein, sondern entscheidend, der Creator zu sein. Der Schöpfer, ja. Der Schöpfer zu sein. Ja.
- 42:59Und du kannst aus jeder Situation sagen, die Situation ist jetzt, ich sehe es ja als in der Opferperspektive, und das ist eine Perspektivsache. Ich kann ja mich entscheiden, auf welchen Blickwinkel ich etwas anschaue. Ja. Plus, Opfer sind sehr gefährlich. Opfer werden sehr bemitleidet, aber Opfer sind sehr gefährlich. Und das ist mir klar geworden, als ich blutüberströmt in der Ecke gelegen bin, als die drei Herren bei mir auftauchten,
- 43:29Dort habe ich mich auch als Opfer gesehen. Und was passiert, wenn du dich als Opfer siehst? Jeder ist dein Feind. Du witterst überall Gefahr und du probierst, du bist ein bisschen paranoid und du probierst dann alle so zu manipulieren, dass dir möglichst wenig Schaden zugeführt wird, weil du vermutest ja überall Schaden. Das heisst, es ist für unsere Gesellschaft extrem wichtig, dass sich die Menschen nicht als Opfer sehen,
- 43:59extremen Schaden ausrichten gehen. Und das sind eben halt die, die du halt drauf schaust und sagst «Ahh». Ja, total. Hey, David, nochmal ganz kurz. Bitte, ja. Du warst blutüberströmt in der Ecke. Ja. Von den drei, die dich runtergehauen haben, die dich verschlagen haben. Und für mein Bild, in meinem Kopf, die sind maskiert und nicht maskiert gewesen. Nicht maskiert. Also, du hast die gekannt. Ja.
- 44:27Das ist so ein Brainfuck. Also, bis auf einen. Aber einer von denen war bei mir zu Hause am Brüllen und meine Mutter hat ihn getröstet. Was geht in so einem Moment? Was ist in dir abgegangen, wo du vor allem siehst, das sind Bekannte, das sind Leute, die ich kenne und die sind mich gerade am verprügeln? Hey,
- 44:58Völlig. Also der einzige logische Gedankengang von mir war, wie überlebe ich diese Situation. Also ich war auch null emotional, das ist eigentlich noch ganz interessant. Die Emotionen sind erst danach gekommen, wo das Adrenalin wahrscheinlich nachgelassen hat. Es hat gar keinen Platz gehabt für die Emotionen. Nein, null. Und das Interessante war, ich war über die ganzen zwölf Stunden, die das gelaufen ist, sehr klar im Kopf. Was, zwölf Stunden?
- 45:25Also von eingesperrt, also zuerst zusammengeschlagen, dann eingesperrt worden. Von innen? Ja, ja. Bei dir zu Hause? Ja. Das ist alles in Zürich passiert? Also in Regensdorf. Das klingt so nach einer Chicago-Mafia-Story. Ich glaube, von dem haben sie auch ein bisschen zu viel geschaut. Nein, aber das ist so...
- 45:55Ja, also... Zwölf Stunden, ja. Ja, zwölf Stunden. Und das war eigentlich mein einziger Gedankengang. Also, möglichst... Möglichst überleben, oder? Wie lange brauchst du, um wieder Vertrauen aufzubauen nach so einer Erfahrung, die du erlebt hast? Ich nehme ja darauf an, in was ich vertraue. Also, ich habe schon nicht so gerne Leute bei mir. Aber...
- 46:25Also, wie gesagt, ich glaube schon, dass ich irgendwo durch... Nein, also, schwierige Frage.
- 46:40Ich würde gar nicht behaupten, dass ich einen Vertrauensbruch hatte. Sondern... Also, mit was ich Probleme hatte, war, und das habe ich bis heute noch teilweise, einfach auch aus der Gewohnheit heraus... Irgendwo hinbekommen können. Also... In einem Resti oder so, da bin ich schon sehr wachsam.
- 47:08aus Angst irgendwie von hinten gepackt zu werden oder Ähnliches. Und wenn, also da ist schon auch noch etwas, was reaktiviert wird, wenn irgendwie Leute ähnliche Silhouetten, ähnliche Tonlage, das ist schon sehr schwierig für mich, ich sage jetzt mal, Leute per se bei mir zu haben,
- 47:36Auch, aber nicht extrem. Das ist vor allem ziemlich schwierig. Zumal auch ein Jahr später war ich bei der Einvernahme der Staatsanwaltschaft. Nachher bin ich nach dem nach Hause gefahren. Mein Anwalt sass neben mir. Dann ist einer der...
- 48:01ich muss es wahrscheinlich so formulieren, von den mutmasslichen Tätern, um nicht gerichtlich belangt zu werden, war dort. Er war ein Täter. Er war dort, also fuhr auch Auto. Dann war er hinter mir und begann zu haufen. Dann dachte ich mir, du hast absolut nichts begriffen. Wir sprechen von einem Familienvater. Von zwei Kindern.
- 48:29Und... Aber das sind ihre Themen, die sie aufräumen müssen. Also verstehst du? Auch... Also sicher hat es einen massiven Schaden hinterlassen, aber ich weiss, dass es bei ihnen auch einen massiven Schaden hinterlassen hat. Weil... Kann... Wir von gewissen Leuten, die eine ähnliche Vergangenheit haben, mal so ein bisschen fragen lassen, hey... Wie...
- 48:58Ich habe ihnen einfach die Situation mal geschildert und sie haben dann einfach gesagt, hey, also mit den Tätern macht es genau etwas gleich wie mit den Opfern. Und ja, also es ist halt auch irgendwo durch den Mix so, du möchtest ja auch nicht Angst dein Leben kontrollieren lassen und nur weil ein paar Leute das Gefühl haben, dass es der richtige Weg ist, um einen aus ihrer Sicht existierenden Konflikt aus dem Weg zu schaffen,
- 49:27die wir anders klären konnten, sage ich jetzt mal.
- 49:32willst du ja auch nicht dein Leben kontrollieren lassen. Aber sie waren ja auch zweimal bei mir. Es gab genug Anzeichen, dass ich das hätte können. Sie waren ja schon ein Jahr vorher bei mir und haben mir den Seitenspiegel abgeschlagen. Dann war aber schon die Polizei da. Und dann hat es einen Drift in einem... Er ging dann nachher driften, Familienvater, in die Kreuzung rein und vorne hergefahren. Und die Polizei hat das alles gesehen. Und wenn dort quasi nicht geschaltet wird, dass man sich vielleicht irgendwo...
- 50:03in eine sehr dunkle Eka-Fanko-Begegne und dass wir vielleicht auch miteinander realisiert haben, wir bewegen uns. Das kann ja nicht die Lösung sein, verstehst du, wie ich meine? Dass man dann auf die Idee kommt, nochmal ein zweites Mal vorbeigehen und noch schlimmer zu machen,
- 50:27Das ist für mich absolut nicht verständlich. Plus, weil ich dann nicht mehr mit ihnen zu diesem Zeitpunkt reden wollte, nach dem ersten Mal, habe ich einen sehr guten Kollegen und einen damaligen Geschäftspartner geschickt bekommen.
- 50:44Also geschickt. Im Sinne von, sie haben sich dann auch unterhalten. Sie hätten zu jeder Zeit mit irgendeinem Problem auf ihn zugehen können. Darum ist es für mich schwierig zu glauben, dass über die potenzielle Situation, die sie bei der Polizei angehen, der Grund dafür ist, fällt mir sehr schwer zu glauben, dass es wirklich der wahre Grund ist.
- 51:07Also aus meiner Sicht muss es eine persönliche Komponente geben. Ja, also...
- 51:17eben zu viel reaktiver Verstand. Einfach ausgeschaltet und irgendwas. Das ist ja kein analytisches... Also auch, wie sie es gemacht haben. Ich glaube, es ist aus dem... Affekt. Ja, entstanden. Das ist meine Meinung. Auch so ein bisschen, als ich den Polizeiprecht gelesen habe von ihrer Seite. Und ich glaube auch, dass es aus dem Affekt... Also sie leuen... Also sie decken sich auch nicht gegenseitig. Also sie erzählen zwei komplett verschiedene Geschichten.
- 51:45Also es ist wie, da ist nicht irgendein Mastermind reingeschaut. Und hat sich... Sie haben ja auch Geld erpressen wollen damit. Und sie nennen zwei unterschiedliche Summen im Polizeireport. Geil. Hammer, ja. Ja, geil.
- 52:08Krass. Unerwartet. Völlig unerwartet. Es ist oftmals so, dass mit den Gästen Gespräche ganz anders verlaufen, als ich mir vorstelle. Darum sage ich auch immer, ich mache das nicht zu skripten, weil ich glaube, das Interpersönliche, das Zwischenmenschliche bringt viel die schöneren und wichtigeren Geschichten an, anstatt wenn ich mir 44 Fragen aufstelle und wir nachher ein Interview machen.
- 52:37Unerwartet, wirklich, ja. Hätte ich nie gedacht. Und finde ich heftig. Ja. Finde ich heftig. Aber ich wünsche dir auf jeden Fall viel Erfolg. Es gibt ja noch einen Prozess. Es gibt auch eine emotionale Phase, die man durchmacht. Es ist auch, kann man sich vorstellen, ein Stressprozess.
- 52:58Situation, wo man solche Täter oder mutmassliche Täter wieder gesehen vor Gericht und streiten musste, etc. Auf jeden Fall viel Erfolg und Glück bei allen. Ich möchte wieder auf andere Themen zurückgehen und zwar zu deiner Tätigkeit, wo du ja ultra, ultra bekannt bist und wo ja wahrscheinlich nicht irgendwie sehr weit davon entfernt ist, wieso das überhaupt passiert ist. Nein. Ist weit entfernt? Nein, also...
- 53:29Ich kann nicht zu viel... Nein, also... Fakt ist... Nein, also...
- 53:37Niemand ist über den Tisch gezogen worden. Es hat an zwei, drei Stellen persönliche Komponenten drin. Und wenn ich zu viel sage, dann könnte man rückschliessen, wer das war und das will ich wirklich verhindern. Machen wir nicht. Wenn die Person auch irgendwann mal zur Einsicht kommt, das ist mir auch ganz wichtig, wenn die Person auch irgendwann zur Einsicht kommt, das war falsch, dann will ich nicht, dass im Internet...
- 53:59etwas umgeistert, das potenziell auf das zurückzuschliessen ist, weil auch diese Person ein Leben verdient, das frei davon ist, so wie ich auch. Darum, das ist mir sehr wichtig. Abgesehen vom rechtlichen. Ja. Gut. Du bist Coach. Du hilfst anderen Vertriebern, bessere Vertriebe zu werden. Du bist ein
- 54:20Ich würde sagen, ein Sales Coach. Ja. Schon, oder? Ist sicher ein Aspekt davon. Ist ein Aspekt davon, weil ich glaube, Verkauf ist einer der wichtigsten Komponenten in deinem Beruf. Absolut. Ob das ist der Verkauf von irgendwelchen Programmen oder der Verkauf von Dienstleistungen. Und...
- 54:46Du hast lernen müssen. Du bist irgendwie zu dem angekommen, du hast viel Erfahrung gemacht. Wenn du jetzt so rückblickend deine Verkaufskarriere anschaust, was würdest du sagen, was sind so deine grössten Fehler, die du gemacht hast? Hey,
- 55:02Es beginnt eigentlich mit keinem planbaren Prozess. Der Sales Coach hat wahrscheinlich einen negativen Touch. Ich schaue wirklich auf den ganzen Vertrieb und versuche,
- 55:20mit den Leuten eine Systematik zu bauen aufgrund von funktionierenden Prinzipien, aber trotzdem noch individuell genug, dass es auf das Gegenüber passt. Egal ob introvertiert, extrovertiert, egal welchen Menschentyp, das ist eigentlich alles gleich, weil ich weiss, dass es funktioniert. Und die grössten Fehler sind ganz klar,
- 55:39keinen Plan gehabt, was man macht. Ich glaube, das erleben sehr viele Leute. Sie fangen mal mit irgendetwas an, sind begeistert von dem, was sie machen, egal ob als Angestellter oder als Selbstständiger. Und dann die ersten Kunden, die du mal generierst, ist irgendwie so das Umfeld oder Empfehlungen. Also, an einer Empfehlung etwas zu verkaufen, ist kein Verkauf, das ist einfach eine Bestellung entgegennehmen. Das will ich auch mal hier angemerkt haben.
- 56:04Dann gibt es irgendwelche Halbschlaumeier da draussen, die sagen, Einwandbehandlung, ich brauche das nicht. Was auch völliger Nonsens ist.
- 56:14Und dann passiert einfach folgendes. Würdest du kurz erklären, was eine Einwandbehandlung ist? Ja, also es gibt irgendein Problem, ob das jetzt dem Gegenüber bewusst ist oder nicht, im Bewusstsein oder im Unterbewusstsein, analytisch oder reaktiv, der ihn davon abhält, entweder eine Entscheidung zu treffen oder den Kauf effektiv zu tätigen. Und es ist deine Aufgabe, als Gesprächspartner herauszufinden, was das Problem genau ist. Ob er dann kauft oder nicht, ist ihm selbstverständlich frei überlassen. Aber es geht darum, dass der Einwand, das, was euch trennt,
- 56:42quasi wie eine Wand, herauszufinden, was das genau ist. Und Einwandbehandlung ist auch nicht ein paar schlaue Sprüche und Einwandbehandlung ist auch nicht Druck machen mit irgendwelchen Fear of Missing Out Strategien und wir haben nur noch drei Plätze und blablabla. Ein Einwandbehandlung ist ein empathischer Vorgang, um herauszufinden, was die Person wirklich bedrückt, sage ich jetzt einmal. Und
- 57:07wer das nicht beherrscht, der soll gar nicht Leute im Verkauf schulen und ich sehe so Sachen und ich muss dann einfach das Handy weglegen. Das ist besser. Auf jeden Fall, das ist eigentlich der grösste Fehler. Also kein planbar trackbarer Prozess, um auch herauszufinden, was funktioniert, was funktioniert nicht. Und in diesem ganzen Prozess auch, du hast vorher etwas gesagt, das ich gerne ergänzen würde. Oder ich glaube, es geht schon
- 57:36Ich glaube, die meisten Leute wissen inzwischen, dass sie Fragen stellen sollten. Nicht alle, aber die meisten wissen, dass sie Fragen stellen sollten. Nur ganz viele Fragen sind null zielführend. Ich mache dir ein Beispiel. Das kennst du sicher. Ja, erzähl mir mal von deiner Situation. Das ist so eine Nonsens-Frage oder Anweisung, die du ihm gibst, weil die ist so breitoffen. Ich kann dir über ganz viele Situationen erzählen. Schon im geschäftlichen Kontext. Ja, genau.
- 58:03«Du, ich kann dir erzählen, wie es mit meinen Mitarbeitern läuft, ich kann dir erzählen, dass ich keine Zeit habe, zum Quafför zu gehen, wie man offensichtlich sieht.» Also, verstehst du, was ich meine? Es gibt ganz viel, was ich da erzählen könnte. Und Fragen sind oft nicht zielführend. Es wird nicht präzis und messerscharf auf eine Person eine Frage gestellt oder auch nicht gesagt, wie es ist. Sie fragen auch nicht, was sie haben wollen. Sie sagen...
- 58:26Ja, also stell dir mal vor, wir würden in einem Gespräch sitzen und du würdest dir danach eventuell überlegen, mit uns im Entferntesten mal zusammen zu arbeiten. Verstehst du, was ich meine? Das ist kein... Ja, wirklich, ja. Und das führt dann auch aus meiner Sicht zu diesen...
- 58:46Verstimmungen in diesen Verkaufsgesprächen. Weil du sitzt gegenüber jemandem, der so Schleimscheisser-Fragen stellt, und du bist so, komm auf den Punkt, was willst du von mir? Das spürt dich auch gegenüber. Und dann beantwortet er die Fragen nicht so, wie du es als Verkäufer gerne hättest. Logisch nicht, weil er deine Intention gar nicht wahrnimmt, weil es irgendwie so ist, wieso fragt er mich das? Ob ich im Entferntesten mal mit ihm zusammenarbeiten möchte?
- 59:15Und dann entsteht einfach eine Stimmung, und die habe ich persönlich sehr oft gehabt. Einfach eine Stimmung und eine Situation, die willkürlich ist. Die Leute sitzen da drin und wissen eigentlich gar nicht, was sie dort machen. Oder so Netzwerkkalls und so Bullshit. Und darum bin ich dort dann hergegangen und habe viel trainieren müssen.
- 59:39um die richtigen Fragen zum richtigen Zeitpunkt zu stellen. Systematisch, ohne dass es wie in ein Korsett gepresst ist. Sondern, dass jemand befähigt ist, den Prozess auszuführen. Weil für mich ist es das Allerwichtigste, dass die Leute unabhängig von mir sein können. Und nicht Abhängigkeiten schaffen, weil ich niemanden unterdrücken will. Sondern ich möchte sie befähigen. Wer sind denn deine Kunden? Sind das hauptsächlich Vertriebler, die in einem Vertrieb arbeiten?
- 1:00:07Oder sind das Leute, die einen Vertrieb haben? Also Selbstständige? Vertriebler, aber hauptsächlich Solo-Selbstständige oder mit einem ganz kleinen Team. Ich sage jetzt mal eine Handvoll Leute. Es könnte auch Ausreißer nach oben geben. Es könnte eben Vertriebler, die im klassisch angestellten Verhältnis sind. Nur das Problem bei diesen zwei Ausreißern ist sehr oft, dass...
- 1:00:34gewisse Strukturen schon zu fest gefahren sind. Also der kann nichts ändern, oder? Und er hat irgendwie eine Mannschaft, die er nicht unter Kontrolle hat, oder? Und da kann ich eigentlich den höchsten Wirkungsgrad haben, wenn es alleine sind oder eine Handvoll Leute, sage ich jetzt einmal. Und oftmals ist es auch so, wenn es in dieser Grössenordnung ist, ist eigentlich gar kein Prozess oder sonst irgendetwas da, sondern die Leute sind oftmals...
- 1:01:03die Umsätze schwanken, wo der nächste Kunde herkommt, ist völlig unklar. Und das ist eigentlich dort, wo ich dann komme und das Ganze dann strukturiere. Was ist deine Spezialität? Was meinst du? Deine Spezialität. Was würdest du sagen, in welchem Bereich bist du richtig stark? Ich würde sagen, Gesprächsführung. Gesprächsführung? Ja. Was ich irgendwie sehr gut kann, ist,
- 1:01:31Ich will es noch logisch herausfinden. Ich muss es ja fast. Ich muss es, ja. Jetzt bin ich sowieso allen schuldig. Ich habe jemanden gesehen und ich kann dir nach wenigen Minuten, wenn ich mit dieser Person rede, exakt sagen, wie diese Person vorgehen muss, dass seine Stärken zum Vorschein kommen, dass die Menschen wirklich einen Sog zu ihm haben,
- 1:02:00und wie er diese dann zu zahlenden Kunden bringt. Also als ich letztes Jahr bei einem gemeinsamen Kollegen von uns war, der auch hier ein Event hatte, war er in einer gewissen Zeit ein bisschen am Schwimmen. Und dann ging ich da her und habe ihm in fünf Stunden eigentlich mal... Also ich habe eigentlich nichts gemacht, als ich ihn wieder in Erinnerung gerufen habe, wer er eigentlich ist.
- 1:02:27Und einfach gesagt, los, das würde ich so machen, das würde ich so strukturieren, das würde ich so bauen, wegen dem, dem und dem. Und die Leute kommen dann auf Spur, weil jemand, der introvertierter ist, muss ganz anders vorgehen, als ein Extrovertierter. Das sind ganz andere...
- 1:02:42potenzielle Bruchstellen oder Gefahrensituationen im Gespräch. Also jemand, der extrovertiert ist, muss eher bremsen. Darum ist es zum Beispiel völlig okay, für jemanden, der, zum Beispiel dir, würde ich sagen, wenn du ein Ämde dazwischen hast,
- 1:02:57dann ist das völlig okay, weil du bist schon extrovertiert, dann könnte es sein, dass du den anderen überrollst. So eine Tendenz habe ich auch. Darum baue ich tatsächlich ab und die mal ein M dazwischen oder ein E in meinen Verkaufsgesprächen, um möglichst normal zu wirken. Wie bei einem Roboter. Und um mich zu drosseln, weil es für das Gegenüber je nachdem zu viel sein kann. Und ein introvertierter
- 1:03:24der will sowieso nicht viel sprechen. Darum müssen seine Fragen messerscharf sein. Es müssen nicht nur messerscharf sein, es müssen Raketen sein, die müssen wirklich zünden, weil er kann es dann nicht mehr kompensieren, wenn es nicht zündet. Und auf solche Sachen achte ich mich vor allem mit dem Zwischenmensch. Ich habe natürlich meine Struktur. Und alles baut eigentlich... Struktur, in welchem Sinne?
- 1:03:49Ja, wie... Blau, grün... Nein, nein. Lead-Generierung, dann Vorqualifizierung, das Verkaufsgespräch selber und dann Skalierung. Also da gibt es einfach wie das Gerüst, das Skelett, das alles aufeinander aufbaut. Also wenn du... Du merkst, ich bin sehr auf Prinzipien und übergeordnet und so können sie dann eigentlich das Ganze dann für sich natürlich mit unserer Hilfe ausbauen. Du schaffst ja direkt mit Menschen. Ja.
- 1:04:19Du arbeitest ja weniger an deinem System, sondern direkt am Menschen, wie er ein System nutzen kann. Ein System kannst du bauen, aber danach muss es der Mensch irgendwie nutzen. Korrekt, ja. Gut. Aber ich baue mit ihnen schon Systeme. Du baust mit ihnen Systeme im Sinnvollen? Ich sage ihnen genau, was sie machen müssen. Oder der Prozess wird gebaut. Oder «Hey, schau, zu diesem Zeitpunkt musst du das machen.» Also ganz simpel. Ich habe noch nie mit einem Finanzvertrieb gearbeitet. Ich habe schon in verschiedenen Vertrieben gearbeitet.
- 1:04:46aber in einem Finanzvertrieb nicht. Das lernst du auch nicht im Finanzvertrieb, sorry. Das muss ich auch gerade ganz erwähnen. Finanzvertrieb hat nicht nur keine Ahnung von Finanzen, es hat auch keine Ahnung von Vertrieb. Das ist wirklich eine super Ausgangslage. Finanzvertriebe sind auch, das sage ich auch hier vor laufender Kamera, meine ursprüngliche Zielgruppe waren ja Finanzleute und Immobilienmakler. Bis ich festgestellt habe, wie insolvent die sind,
- 1:05:15Und nicht fähig, ihr Ego hinterherzustellen und zu realisieren, dass sie absolut keine Ahnung von Verkauf haben. Und darum habe ich meine Zielgruppe ausgeweitet. Das ist der wahre Grund.
- 1:05:27Und welche Zielegruppe? B2B-Leute, die ein hochpreisiges Produkt haben zum Verkaufen. Dienstleistung oder physisches Produkt spielt eigentlich keine Rolle. Kann auch Software sein. Es muss einfach hochpreisig sein. Und hochpreisig ist es ab wann? Ist es im Vergleich zu Marktpreisen sonst? Mehrere Tausend Stunden. Also dadurch, dass mein Honorar auch irgendwo da ist, es muss sich ja rechnen.
- 1:05:52Und das, was eben viele auch nicht verstehen, aus meiner Sicht nicht verstehen, ist, in deinem Preis von so einer Dienstleistung, da musst du. Also viele gehen ja her, nehmen irgendeinen Preis. Aber dort musst du ja mit einrechnen. Marketingkosten, das macht ja jedes Unternehmen. Da werden Marketingkosten gerechnet, Mitarbeiterkosten und so weiter und so fort. Und eben vor allem die Komponenten Marketingkosten, das darfst du in deinem Preis mit einkalkulieren. Das gehört einfach dazu.
- 1:06:23Das zahlst du auch beim Cola Zero. Das zahlst du überall, oder? Wie das Cola Zero? Also es ist jetzt nicht da, aber ich meine einfach generell. Nein, aber das sind dann noch so die paar Punkte, darum sage ich auch Unternehmensberatung, das sind dann noch die paar Punkte, weil oftmals scheitert auch ganz viele Leute daran, äh,
- 1:06:43Nicht einmal nur im Verkauf, sondern weil sie einfach keine Ahnung von ihrem Angebot, von ihrer Zielgruppe, sie haben keine Positionierung, oder? Sie haben kein Branding, sie haben gar nichts, oder? Sie machen einfach irgendetwas. Und darum ist das eigentlich der erste Ansatz, also das allererste Mindset, dann ist so Positionierung und Branding, dann kommt eigentlich die Vertriebssystematik,
- 1:07:02der den Leuten zu verstehen gibt, das passiert in einem Vorqualifizierungstermin, das passiert im Verkaufsgespräch selber, das auf dem gleichen Prinzip aufgebaut ist. So kann er das relativ schnell lernen und anwenden. Die ganze Wahrheit ist, er kann sogar noch ein Modul 0, das erklärt, wie man richtig lernt. Modul 0 erklärt, wie man lernt. Damit das Fundament gesetzt ist, damit er das auch lernen und umsetzen kann.
- 1:07:30durchdachten. Danke. Und dann kommt eigentlich der Marketingteil. Und dann ist der auch wieder geliefert in organische Leitgenerierung, B2B-Kaltakquise, bezahlte Werbeanzeigen schalten, alles, was dort halt so ein bisschen dazugehört. Und das machen alles ihr intern? Nein, wir machen das nicht für die Kunden. Wir beraten sie, wie sie das machen können. Wir haben einfach eine Person, die noch unterstützend ist, aber wir machen das nicht für sie, sondern einfach vielleicht mal mit ihnen
- 1:08:00Das, was einmal in Trainings und Coachings fehlt, einfach mal jemand, der schnell zwei Stunden mit mir hinschaut und das technisch aufsetzt. Obwohl ich Videos habe an manche Leute, braucht man einfach menschlichen Kontakt. Und das ist dann eigentlich, wir beraten die Leute und erklären, dass wir es so machen, dass wir es so machen, dass wir es so machen. Und dann finden Experten-Calls auch mit mir statt, wo dann quasi KI-Mitarbeiter habe ich auch noch
- 1:08:24KI-Mitarbeiter. KI-Agenten, die mit meinem Wissen gefüttert sind, die exakt darauf abgestimmt sind, auf den Vertriebsprozess, den sie nutzen können für sich. Werbetexte schreiben, Mindset-Blockaden lösen, Einwandbehandlung, Tutti-Quanti. Und ja, aber es geht eigentlich darum, an einem Menschen eigentlich Schritt für Schritt Anleitungen, wie kann ich ihn interessant generieren und ihn zu einem zahlenden Kunden machen. Okay.
- 1:08:56Mega breit. Ja. Sehr breit gefächert. Mit dem kannst du natürlich auch sehr viele Kunden ansprechen. Ja. Was aber die Schwierigkeit wahrscheinlich ist, du musst dich wie in jedem Kunden neu versetzen, in jede Situation neu versetzen. Weil das ist ja wahrscheinlich immer auch ein bisschen unterschiedlich. Klar,
- 1:09:16Wie man verkauft, was du verkaufst, was du sagst, diese Strukturen, diese Strategien sind ähnlich. Aber ich sage jetzt mal, einer, der einen Pool verkaufen muss, ist anders als einer, der eine Software verkaufen muss. Ja. Du hast andere Bedürfnisse.
- 1:09:32Korrekt. Aber es geht ja immer... Das Aber ist ein bisschen zu aberwundernd. Ja, aber es ist halt... Also der Oberbegriff ist für mich... Ich habe mich mal gefragt, wer ist der beste Verkäufer auf dieser ganzen Welt? Ja. Und ich habe es herausgefunden, würde ich mal behaupten. Und zwar ist es der Kunde. Der Kunde selber. Nur der Kunde kennt seine...
- 1:09:57Kaufbedienungsanleitung, welche Parameter geben sie müssen, damit er kauft. Oder seine Frau. Oder die Mitentscheider, sage ich jetzt mal. Das ist so ein typischer Ding, ich muss meine Frau fragen. Ja, aber dann hast du schon in der Qualifizierung etwas falsch gemacht, weil da muss ja, also kein Verkaufsgespräch, wo nicht alle Entscheider drin sind. Übrigens, ein kleiner Tipp für die Leute, die sagen, ja, irgendwie musst du mit irgendjemandem abstimmen.
- 1:10:27Nein. Das ist ja kein richtiges Nein. Und dann ist es okay. Mit wem denn? Mit deiner Frau? Nein, nein, ich kann alleine entscheiden. Dann ist meine Frage, die ich immer stelle, also wenn deine Frau Nein sagt, machen wir es dann trotzdem, wenn du es gut findest.
- 1:10:42Ah ja, nein, dann nicht. Okay, gut. Wenn das klar ist. In dem Fall muss die Frau auch kommen. Die Frage, die du stellst, wenn die Frau dann sagt, nein, ich kann es trotzdem machen. Und dann finde ich heraus, ob die Frau wirklich mitentscheiden kann oder nicht. Und wenn dann kommt, ja nein, dann würde ich es nicht machen, dann ist es so.
- 1:11:00Was man übrigens auch fragen kann, wenn jemand sagt, ja, ich entscheide ihn alleine. Was man auch mal fragen kann, ist, wer würde es befürworten? Du kannst ja auch Fans mit ins Verkaufsgespräch holen, die deine Meinung bestärken. Also nur mal so gratis nebenbei. Man kann auch mal in die entgegengesetzte Richtung denken. Vielleicht ist er zwar nicht der Entscheider, aber vielleicht kennst du irgendjemanden, der das mega cool finden würde.
- 1:11:25Und dann nimmst du den doch auch, weil der sagt, ja, mach's. Du darfst so wie emotionalen Supporter laufen. Absolut. Genau. Und das ist beispielsweise einer von sieben bis neun Sektoren, die du abfragen musst, bevor überhaupt ein Verkaufsgespräch stattfindet. Das ist wie zum Beispiel Budget. Aber auch dort machen so viele Leute so viel falsch. Sie fragen, Budget wird gefragt, ja, hast du das Geld? Wo so viele mehr Komponenten dahinter sind.
- 1:11:55Und darum forschen wir systematisch, logischerweise systematisch, bei mir das Budget aus und geben nicht einfach einen Preis vor. Und zwar, zuerst muss er es ja emotional kaufen, aber du darfst ihm keinen Preis diktieren, weil es ist seine Kaufbedienungsanleitung. Er entscheidet selber darüber, was er bereit ist, dafür auszugeben. Und dann musst du ja noch das Logistische abfragen. Ist das Geld da? Ist es Liquidität ersten Grades, zweiten Grades, dritten Grades? Also ist das Geld sofort auf dem Bankenkonto zur Verfügung?
- 1:12:23Dann ist es auf dem Bankkonto, aber vielleicht muss er irgendeine Steuernanzahl legen oder er möchte es auf der höheren Kante haben, weil vielleicht irgendeine Kollegin irgendwann mal um Geld fragt, was auch immer. Das musst du dir zuerst mal abklären. Liquidität zweiten Grades, Aktien, offene Forderungen, sonst irgendetwas. Oder ist Liquidität dritten Grades irgendwelche Immobilien, die schwer liquidierbar sind. Das sind ja alles Aspekte, die dazu führen, dass er sagt, ich muss noch einmal eine Nacht darüber schlafen, weil er versucht, Zeit zu gewinnen in diesem Moment.
- 1:12:54die schon im allerersten Telefonat herausgefiltert werden kann. Plus, hohe Preise sind in der gleichen Kernregion angesiedelt wie physischer Schmerz. Bedeutet, hohe Preise tun buchstäblich weh. Wortwörtlich. Das heisst, je früher du einen Preis mit ihm definierst, der für ihn okay ist,
- 1:13:19Es ist wie ein Eiswürfel auf der Hand. Es schmilzt. Er kann sich wie desensibilisieren vom Preis und sich mehr damit anfreunden. Und wenn du ihn dann fragst, okay, mal angenommen, du würdest heute einen Pool bei mir kaufen für 15'000 Franken. Was wäre dir dabei wichtig? Dann fängt er an. Ah ja, das will ich noch drin haben, das will ich noch drin haben, das will ich noch drin haben. Dann ist er viel offener. Weil Geld ist so die Nervösheit. Es schwebt so wie ein Damoklesschwert über uns.
- 1:13:46von König Damokles, der ein Schwert über sich hängen lassen hat, von dem kommt es. Wie ein Damokles-Schwert
- 1:13:53Und wir wissen alle, dass am Ende des Tages eine Zahl stehen wird. Und darum sage ich den Leuten immer, hey, ist es in Ordnung, wenn wir gerade am Anfang darüber reden? Es geht nicht darum, das Maximale aus der Zitrone herauszupressen, sondern einfach, dass wir einen finanziellen Rahmen miteinander definieren, wo wir das Maximale aus eurem Geld herausholen können. Das heisst nicht, dass wir es ausschöpfen müssen, aber so, dass es für beide stimmt. Wäre das für euch in Ordnung? Dann sagt jeder ja und beantwortet freilich.
- 1:14:19Die beantworten freilich diese Fragen und dann steht schon, bevor ich in ein Verkaufsgespräch überhaupt hineingehe, habe ich schon eine Zahl. Wo wir beide wissen, das passt füreinander. Und auf das wollte ich raus, egal ob Pool oder Software. Mich kaufen immer Menschen
- 1:14:35Und es geht um die Kaufbedienungsanleitung des Gegenüberziehens. Weil es liegt nicht an mir, zu entscheiden, welches deine dominanten Kaufmotive sind. Es liegt nicht an mir, zu entscheiden, warum du bei mir kaufst. Das ist dir. Das ist deine Wahrheit. Das ist deine Realität.
- 1:14:52Und es geht nicht darum, meine Realität aufzudrücken, sondern dich darüber zu entscheiden, welche Parameter sie geben müssen, damit du das Goal gibst, dass wir miteinander im Geschäft sind. Es geht immer ums Gegenüber, es geht nie um mich. Ich bin nur das Mittel zum Zweck am Ende des Tages und helfe ihm, die Bedienungsanleitung am Ende des Tages, die im Tresor versteckt ist, mit ihm aufzumachen, herauszunehmen
- 1:15:16Du kannst es nur mit den richtigen Fragen machen. Korrekt, ja. Du musst die richtigen Fragen stellen, mit denen die Antworten ergeben, die du die Bedienungsanleitung entschlüsseln kannst. Absolut, ja. Aber das will ich sagen, das kannst du systematisieren. Egal ob bei Pool oder Software. Absolut, ja. Sehe ich auch. Okay. Gut, also. Seit wann bist du selbstständig? Also die GmbH habe ich seit vier Jahren.
- 1:15:46Aber da ich noch ein paar Unternehmen mit aufgebaut habe, so auf Leistungslohn arbeite ich seit über 10 Jahren. Ja. Ich würde sagen, wenn mich nicht alles täuscht, 5-6 Jahre, irgendwo dort rundherum. 5-6 Jahre. Was war die härteste Zeit für dich in diesen 5-6 Jahren? Rein unternehmerisch.
- 1:16:12Hey, dort, wo ich überfallen worden bin, war auch das Jahr, wo mir kein Geld ausgezahlt worden ist von meinem Geschäftspartner Immobilien technisch, weil die Banken Geld zurückgehalten haben. Also war ich parallel dabei, in die Privatinsolvenz eigentlich reinzurutschen. Dann kam noch das. Wie knapp davor?
- 1:16:39Sagen wir mal, wir haben die Leitplanke getischt und sind vielleicht in die Schleuder gekommen, aber das ABS hat nach ein paar Sekunden mal gegriffen.
- 1:16:47Und wir haben es mit ein paar guten Schrammen überlebt. Und im gleichen Jahr ist meine Grossmutter verstorben, im Februar. Also das 23 war ein ziemlich beschissenes Jahr für mich. Das ist es mit Abstand. Also, Sinnhaftigkeit. Meine Grossmutter hat auch, sie ist an Krebs erkrankt, im 22. Wo so ein bisschen mein finanzieller Durchbruch war. Bevor dann der finanzielle Dämpfer kam und sich dann alles stabilisiert hat. Das war auch noch ganz interessant zu erleben.
- 1:17:18Und sie konnte nie so richtig den Erfolg mitgeniessen, was sehr schade ist. Nicht, dass ich es für sie gemacht habe, aber wenn es jemand verdient hätte, und so ein bisschen miterleben. Also ich hätte sie gerne gut zum Essen ausgeführt und das hat sich alles nie so richtig ergeben. Und dann ist sie im Februar verstorben.
- 1:17:47Dann hat sich im Sommer 2023 das Ganze... Also, respektive schon im Verlauf des Q1 hat sich das so ein bisschen abgebildet mit dieser Nicht-Auszahlung. Das Problem war aber, dass mir die Person damals gesagt hat, investiere weiter in das Unternehmen, weil das wird ja irgendwann mal aufgehen. Ist es nicht. Und dann bin ich einfach...
- 1:18:13Ja, es war nicht gut im Sommer. Und im Herbst sind dann die drei Herren bei mir dabei gekommen. Besuchen. Und... Unerwünscht. Unerwünscht, ungefragt, ja. Und so endet eigentlich bis 2023, ja.
- 1:18:34Also das war so die schlimmste Zeit, seit du dich selbstständig gemacht hast? Mit Abstand, ja. Mit Abstand. Die schönste? Der Sprung Richtung Sales Coach, Vertriebs Trainer, wie man es nennen möchte. Wegen? War das die schönste? Was hat dich ausgelöst? Weil... Ich das machen würde, was ich gerade mache,
- 1:19:04auch ohne Geld dafür zu bekommen. Also, es ist meine... Wirklich? Ja. Weil es so viel Spass macht. Ja, das ist...
- 1:19:13Das ist mein Ding. Ich musste mir selber die Erlaubnis geben, dass ich das machen darf. Nach der dritten Firma, die mit meiner Hilfe zur Bestellung gegangen ist, komme ich relativ gut daraus, was ich mache. Wie viel ich davon hatte, ich würde behaupten, ich hätte mehr verdient, aber es ist jetzt so, wie es ist. Aber das war mein Punkt, wo ich gesagt habe, jetzt darfst du es auch anderen beibringen, weil du es jetzt dreimal gemacht hast.
- 1:19:42Ich war nicht immer alleine, aber du hast es dreimal gemacht. Du warst immer für den Vertrieb zuständig. Also du hast sicher ein paar Sachen richtig gemacht. Und ich musste es mir wie selber erlauben, weil dieser Gedanke war eigentlich seit ich 25 war. Aber ich konnte mich selber nicht ernst nehmen.
- 1:20:03wenn ich das irgendjemandem beibringen gehe. Weil mir zu wenig Evidenz gefällt hat mir selber gegenüber. Und jetzt ist es ja. Weil du eh wahrscheinlich auch ein sehr selbstkritischer Mensch bist.
- 1:20:15Du möchtest Sachen richtig machen und sie müssen durchdacht sein. Ja, sehr, ja. Ich will halt einfach auch nicht so, einer von denen möchte gerne Guru sein. Also sie stanzieren mich... Gibt es auch ein paar. Wie? Gibt es ein paar. Extrem, ja. Von was tust du dich stanzieren? Ja, von diesem Gurudenken auch. Für mich ist auch jeder, der anfängt...
- 1:20:39Es gibt eine grosse Firma in Deutschland, eine Unternehmensberatungsfirma, die für sich quasi klaimt, es sollte ein Closer-Prinzip erfunden haben. Das hat IBM schon in den 60ern gemacht. Die Rollenverteilung ist dann in einem Buch aus den 2000ern gekommen.
- 1:20:55Und für mich ist es immer schwierig, und ich will denen nicht unterstellen, dass sie vielleicht nicht selber daraus gekommen sind oder sich bei IBM inspiriert haben. Für mich ist es immer schwierig, wenn die Leute anfangen, von «Ich habe entdeckt, ich habe erfunden». Es gibt so einen Guru-Vibe und das finde ich immer sehr schwierig. Ich sage, wenn mich jemand fragt, dann sage ich, von 100% bin ich auf ein Drittel selber gekommen, ein Drittel habe ich irgendwo gelernt, aber auf mich angepasst
- 1:21:23Und einen Drittel habe ich eins zu eins übernommen. Und jeder schaut mich an und denkt sich, wie, dann gebe ich einfach zu, dass er Sachen geklaut hat. Ja, einen Werbetext kannst du halt einfach nicht auf 20 verschiedene Arten und Weisen schreiben, das tut mir leid. Aber es geht halt einfach nicht. Oder beispielsweise gewisse Vorgehensweisen. Also ich kann ja auch nicht alles erfinden, verstehst du, wie ich meine? Und darum bin ich auch ganz offen und sage, gewisse Sachen habe ich einfach eins zu eins übernommen.
- 1:21:50Und das ist ja fair. Ja, nicht für alle. Also, das hat immer mit Ego zu tun. Verstehst du? Und ich finde es immer schwierig, wenn die Leute kommen mit «Ich habe alles erfunden, ich habe alles selber» und dieses «Ich will ihnen gar nicht unterstellen, dass sie es nicht haben».
- 1:22:04Ich sage einfach, für mich gibt es so einen Touch, eben so ein bisschen das Gurumässige, so ein bisschen Sektenanführermässige. Und dadurch, dass ich mein Wissen von dort beziehe, wohin ich es beziehe, gibt es auch ganz klare Merkmale, wie eine Sekte aufgebaut ist. Und wenn ich dann auch diese Sachen einfach sehe, dann ist es einfach für mich irgendwie so, ja, das ist...
- 1:22:28Man sieht es und man beobachtet es. Früher oder später kollabiert es auch bei vielen. Und von dem will ich mich einfach distanzieren. Ich bin kein Guru. Ich bin nicht der intelligenteste Mensch, den ihr je im Leben gesehen habt. Ich glaube, das, was ich mache, mache ich sehr, sehr gut. Ich mache es mit sehr viel Leidenschaft und mit dem Herz am rechten Fleck. Und meine Intention ist es, wirklich die Leute vorwärts zu bringen. Aber erfunden habe ich es nicht.
- 1:22:55Megaschön. Ich möchte noch auf eine Sache sprechen, und zwar haben wir vor ein paar Tagen Fabian auch hier. Wir haben über den Goal Day gesprochen. Hast du mir deine Ansicht, wie es alles entstanden ist, und deine Motivation und vielleicht die Vision vom Goal Day schildern? Also, wir müssen ein bisschen zurückgehen in einer Zeit, wo
- 1:23:26wo ich noch ein bisschen komplexer behafteter war, habe ich irgendwann mal gelesen, dass Julius Cäsar von sich gerne in der dritten Person geredet hat. Und dann habe ich mir gedacht, was so ein Idiot im alten Rom kann, das kann ich auch. Und dann ist irgendwann mal der Joke entstanden, so, ja, Goat, Grades of All Time, Ziegen, hahaha.
- 1:23:48Das ist wirklich... Für auch die, die es mir nicht glauben, ist wirklich... ...Spaß entstanden. Es war wortwörtlich eine Schnaps-Idee. Damals trank ich noch Alkohol. Es war wortwörtlich eine Schnaps-Idee. Und dann haben sie mir irgendwann mal Ziegenkäse zum Geburtstag geschenkt und dann hat sich das einfach irgendwann mal etabliert. Und irgendwann mal habe ich Fabian auf einem Event gesehen und dann habe ich ihm wirklich geschrieben, und ich so... «Was machst du da?» «Hä, wegen...»
- 1:24:17Wenn wir zwei ein Event machen, wir könnten das tausendmal besser. Das war eigentlich wieder etwas, wo ich mir dachte, es ist einfach wack. Und das könnten wir besser. Nachher so, mit dir würde ich ein Event machen. Und du bist auch wirklich der Einzige, mit dem ich ein Event machen würde, weil du den Raum voll bekommst. Deshalb war ich so, dann lassen wir uns ein Event machen. Dann haben wir uns austauscht. Dann war es so, wie nennen wir ...
- 1:24:45Wie nennen wir den Tag? Und dann war es an Fabian seine Idee, so, ja, irgendwas mit Gold wegen dir, hahaha. Und so ist eigentlich der Goat Day entstanden. Also es ist seine, also durch meinen Joke und seiner Kreativität ist eigentlich der Goat Day entstanden und dann hat das eigentlich wirklich
- 1:25:03Relativ simpel angefangen. 50 Leute. Wir hatten ja nicht mal etwas vorbereitet. Wir sind einfach auf die Bühne gegangen. Was erwartet ihr von heute? Und dann sind wir wirklich Punkt für Punkt durchgegangen. Dann kam der nächste Event, der Henrik, dazu. Und dann ist das alles direkt super professionell geworden. Jonas Eisert von Loftfilm ist gekommen. Und letztlich hast du mit Leuten zu tun, die du dir denkst, okay, ja, ja,
- 1:25:28«Wann ist das passiert?» Jetzt haben wir doch ein paar gemacht. Ich glaube, die Leute feiern es, die Leute haben Freude daran. Es wird... «Bei wer ist Gold etwas?» «Für Selbstständige und Unternehmer. Man kann theoretisch noch sagen, für die Leute, die sich weiterentwickeln wollen, aber ich glaube, am meisten profitierst du davon, wenn du eine eigene Firma hast.»
- 1:25:58Und wir machen das regelmässig im Offside-Lab. Und auch hier nochmal, würde ich persönlich das Offside-Lab mit einer frechen Anmerkung nicht empfehlen, sondern ich würde das Regal drüber gehen und es euch wirklich wärmstens ans Herz legen. Wenn ihr ein Event machen wollt, dann entscheidet euch für das Offside-Lab.
- 1:26:18Da wollte ich noch schnell loswerden. Da werde ich ganz rot. Danke vielmals für die Rede. Sehr gerne. Das ist auch eines von den Komplimenten, die wir bekommen haben. Top Location. Ich glaube, das wäre auch nicht das, was es wäre,
- 1:26:33wenn es nicht da wäre und auch mit dir als Event-Location-Host, wie man das auch professionell nennt, aber sympathisch, ausstrahlig. Das ist kein Herdöpfelsack, das ist auch wichtig in solchen Sachen.
- 1:26:49Man kann dich auf die Bühne rufen, ohne dass du zusammenklappst. Das ist wirklich toll und auch top organisiert. Ich könnte eigentlich einen Podcast machen, wo ich nur schwärme. Können wir auch machen. Das stelle ich mir sehr gerne zur Verfügung. Wenn du Testimonials brauchst, dann hast du es offiziell. Da würde ich mich sehr gerne zur Verfügung stellen, weil ich von Herzen davon überzogen bin. Und
- 1:27:18Und ja, jetzt professionalisieren wir das Ganze auch, die Verantwortungen werden auch immer klarer. Das ist auch ein Grund zum Beispiel, oder wenn du auch von Tiefpunkten redest, oder dieses Mal hatten wir ein riesiges Durcheinander mit Rechnungen. Das ist auch der Grund, warum das Geld bis jetzt zurückgehalten worden ist. So viele Ghettos irgendwo, weil das so professionell geworden ist,
- 1:27:44Also weisst du, plötzlich haben wir statt 5 Rechnungen, wovon eine von dir ist, haben wir plötzlich 50 Rechnungen und Belegen und dieses und jenes. Und deswegen ist eigentlich quasi wie unser nächster Step, dass wir... Die Verantwortungen werden jetzt gerade relativ klar definiert, oder? Und dass es viel klarere Strukturen gibt, oder wer ist für was verantwortlich.
- 1:28:09wer mehr Wert reinbringt. Das war manchmal schon ein Knusch. Das darf man auch von laufender Kamera sagen. Das ist mega valid. Ganz ehrlich. Zuerst hat man das Gefühl, ich mache jetzt einfach hier Bam Bam Bam, ich bin der Schöbi, mache ein Event mit 100 Leuten. Es ist so simpel. Aber nein, das sind Sachen, die man lernen muss. Und auch bei uns. Wir lernen an jedem Event. Und das ist so normal. Das ist der Weg.
- 1:28:38Ja, in einem iterativen Prozess, ja. Und darum, das sind dann so Sachen, die sich wie quasi ergeben haben und
- 1:28:48Und dann merkst du, wo überall ein Knuschen entstehen kann. Thema Rechnungen wieder vorher. Gewisse Sachen waren in diesem Excel mit Mehrwertsteuer, dann ohne Mehrwertsteuer. Verstehst du, wie ich meine? Das sind dann alles so Sachen, wo du dazulernst. Und meine persönliche...
- 1:29:11Vision ist, ein cooles Event zu haben, wo die Leute sich quasi darauf verlassen können, «Hey, da kommen coole Speaker hin.» Das ist ein Erlebnis. Vor allem kann ich etwas mitnehmen, das ist mir immer so unglaublich wichtig. Ich will nicht so eine
- 1:29:25Chakalaka, Pichi Pachi Veranstaltung haben, wo wir uns einfach alle besser fühlen, aber es hat niemandem etwas gebracht. Es muss rational messbar sein, dass es den Leuten... Wenn ich dabei bin, muss alles messbar sein. Und das ist mir das Allerwichtigste. Ich habe, glaube ich, sogar an diesem Event einen grossen Call to Action gemacht. Also...
- 1:29:47Ich generiere genug Anfragen, anders als... Ich sehe es auch wie etwas, das etwas zurückgeben. Ähm... Ich finde, Geld zu spenden ist gut, das sollen die Leute machen. Ich versuche immer, Wissen und Zeit zu spenden. Das machst du sehr...
- 1:30:05Sehr aktiv auf deinen sozialen Medien, du spredest sehr viel Wissen raus und das ist ein riesen Mehrwert. Wenn jemand sagt, ich möchte über Verkaufstaktiken, wie kann ich reden, Coldcalling, es geht auf seine Seite, auf seine Insta-Seite und
- 1:30:23Grow da durch, ihr habt tagelang Content. Danke vielmals. Also unbedingt. Ja, das war auch so ein bisschen meine Idee von den sozialen Medien. Wenn schon die Leute konsumieren, sind wenigstens bei mir ein paar schlaue Sachen. Sicher habe ich auch meinen Humor und dieses und jenes mit dabei, aber die Kernintention ist immer, wie auch übrigens meine Content-Ideen entstehen, ist, jemand stellt mir eine Frage.
- 1:30:47Es wird auch alles «tracked» bei uns. Jede Frage wird «tracked» und dann wird geschaut, dann existiert schon ein Video. Wenn ja, müssen wir das Video verbessern. Wenn nein, muss ich ein Video aufnehmen. Und so entsteht eigentlich mein Ideenboard aus Fragen meiner Teilnehmer, die wir dann nachher nach aussen geben. Überall durchgedacht? Sehr systematisch, ja. Lässig. Wir sind jetzt seit über anderthalb Stunden dran.
- 1:31:12Da würde ich sagen, machen wir einen Punkt. Nein. Ah, noch nicht? Es ist noch nicht fertig. Ja, ich freue mich. Also ich bin ready. Ich habe gedacht, du leitest jetzt quasi die Schlussphase ein. Nein, jetzt geht es... Jetzt geht es jetzt richtig los, oder wie? Richtig los. Ich glaube, wir haben schon mega, mega, mega, mega viel von dir erfahren.
- 1:31:27Aber an diesem Punkt mache ich es auch so. Gut, also eine kleine Bio-Pause hat es jetzt schnell gebraucht. Darum machen wir jetzt weiter. Und zwar, ich habe es vorhin schon ein bisschen angekündigt, wir haben schon über eineinhalb Stunden geredet und ich muss wirklich sagen, ganz viele neue Facetten von dir entdeckt, die ich mir
- 1:31:47Und ich würde niemals denken, dass das passiert ist, was du erlebt hast, wie du aufgewachsen bist, Struggles, wie du rausgekommen bist aus dem. Also ultra, ultra spannend. Danke. Das stellt schon mal sehr, sehr fest für deine Offenheit. Danke dir. Und wie gesagt, wir sind noch nicht ganz fertig.
- 1:32:06Und zwar, ich habe hier immer noch so eine Schnellfeuerrunde, die ich für meine Gäste... Das Quickfire. Das Quickfire. Für meine Kunden... Rapidfire, Quickfire. Ich kenne das Rapidfire, aber es ist eigentlich Quickfire. Die ich für meine Kunden gestern vorbereite. Darum, lieber Alex. Ja. Bist du ready für die Schnellfeuerrunde? Auf jeden Fall. Auf jeden Fall. Geboren. Kalt oder warm akkurieren? Beides okay. Beides okay. Also...
- 1:32:37Präzisiert die Frage. Was heisst für dich «warm»? «Warm» ist schon, dass sie wissen, dass du anrufst. Aha. Fällt keine Rolle. Oder nein, sorry, definier du die Frage. Definier du, was ist «warm» und «kalt» auf Englisch. Du hast mir ja die Frage gestellt. Ja, ja, ich weiss, was ich stelle. Aber was heisst für dich «kalt»? «Kalt» heisst für mich, dass ich das «kalt» irgendwo anrufe. Also «kalt» wie «d'Antarktis». Der hat keine Ahnung, dass ich anrufe. Das ist gut.
- 1:33:04Aber das ist ja nur B2B, einfach auch aus rechtlichen Gründen. Du kannst ja nicht im Telefonbuch einfach anrufen. Und warm heisst für mich, warm-warm heisst für mich, das ist ja empfällig, der weiss, dass ich anrufe, der hat Bedarf. Nur weil sich jemand bei mir registriert, ist es schon gewisse Touchpoints da und ist wahrscheinlich wärmer als eiskalt. Aber das ist für mich eher lauwarm. Aber als, wenn du...
- 1:33:31den Vertrieb, den Verkauf meistern willst, dann musst du Kaltakquise beherrschen. Ich sehe so viele Leute. Kaltakquise ist etwas so Geiles, weil du bist dort in einer sicheren Umgebung, du kannst Sachen testen, du kannst Sachen ausprobieren, du kannst an deiner Tonalität arbeiten. Mega wichtig, weil die Frage ist ja nicht,
- 1:33:50was du bei der Frage sagst. Also schon auch. Aber vor allem, wie bringst du sie über? Du kannst ja so viele Sachen, es ist so eine gute Lebensschule, es deckt auch all deine Mindset-Missstände auf. Ja, was denkt er von mir, wenn ich da nachliege? Ich will niemandem auf den Sack gehen. Bla, bla, bla, bla, bla. All diese Sachen. Also, ich finde Calderquise eine der besten Lebensschulen, die es gibt. Darum Calderquise. Calderquise. Also, es ist auch so von diesem Geschwärm, da muss ja halt Calderquise sein. LinkedIn oder Instagram? Instagram. Instagram.
- 1:34:19Lutzis... Lutzi? Lutzis Instagram? Äh, LinkedIn? Ja. Das ist übrigens auch ein kleiner Running Gag bei uns in der Bubble. Ich habe eine totale Abneigung gegenüber LinkedIn. Es ist so... Für mich ist es so...
- 1:34:35Wenn ich mir die Beiträge durchlese, ist es so, ich bin heute Morgen aufgestanden und ich habe eine Passionsfrucht gesehen und eine Banane. Und dann habe ich mich gefragt, wieso sitzen die nicht im gleichen Früchtenkorb miteinander und
- 1:34:52und sind getrennt. Und dann habe ich realisiert, dass meine HR-Abteilung und meine Sales-Abteilung viel enger zusammenarbeiten müssen. Und so habe ich es dann geschafft, 35,3 Trilliarden Umsatz zu machen. Und ich lese das und denke mir... Was? Liesest du eigentlich selber, was du schreibst? Und ich habe dann... Jeder hat ja so ein kleines Pflaster. Und ähm... Ich trinke ja nicht mehr und rauche auch nicht mehr.
- 1:35:23Aber ich bin sehr... Also ich lasse mich sehr gerne entertainen. Und es gibt so YouTuber, die zum Beispiel die dümmsten LinkedIn-Beiträge... Und dann irgendeiner, der sagt, ja, meine Frau ist gerade am Gebär, aber ich musste ihnen einen Sales-Call und so. Und dann denkt man, das sind echte Beiträge auf LinkedIn. Und dann stellt sich LinkedIn auch noch als die Elitäre. Und wir sind da nur die...
- 1:35:46Nur die Selbstständigen und wir stehen über diesen primitiven TikToker und Instagramer. Und dann denken wir, da lese ich mehr primitiveren Scheiss als auf Insta und auf TikTok. Und darum, ich finde statt auf dieser Plattform, ich generiere sogar Inbound-Anfragen auf dieser Plattform.
- 1:36:08Eigentlich habe ich voll die Abneigung dem gegenüber. Und das ist so ein bisschen in diesen Live-Calls auch so ein bisschen ein Running-Gag jetzt geworden. Was sagt Alex zu Linken denn? Aber ich sehe es eben leider. Also leider. Ich sehe es wirklich sehr, sehr ähnlich. Und bis zu meinem Podcast mit dem Fabian ist es so gewesen und ist es immer noch so. Ja. Aber natürlich, weil er halt extrem auch auf LinkedIn ist und da eine rechte Community hat, habe ich jetzt den Podcast, der von ihm rausgekommen ist, natürlich auch darauf geladen. Aber sonst, ich glaube, ich weiss nicht, wenn ich das letzte Mal etwas auf LinkedIn geladen habe,
- 1:36:38Keine Ahnung. Und am Anfang habe ich im Jahr 2020 80 Kontakte am Tag gemacht über LinkedIn. Das war ja kurz vor Covid, als ich gegründet habe. Und dann dachte ich mir, in 2-3 Monaten mache ich jetzt Sales wie ein Verrückter. Und ich habe kalt, kalt, kalt die ganze Zeit akquiriert, Leute eingeladen, um Kaffee zu trinken, um die Location anzuschauen. Ja. Ja, das ging länger als ich gedacht habe.
- 1:37:05Nur zwei Jahre länger, als ich gedacht habe. Also, grösste Verkaufsfehler, die du heute nicht mehr machen würdest? Länger als fünf Minuten mein Angebot pitchen. Okay. Relativ, also, er gibt mir die Kaufbedienungsanleitung und dann bediene ich auch nur noch die Punkte, die wirklich zum Kauf führen und jeder, der sein Angebot, also,
- 1:37:29Je nachdem wie komplex es natürlich ist. Aber... 5 Minuten ist jetzt natürlich auch ein bisschen provokant, aber... Es geht bei mir keine 10 Minuten. Mit Angebotsbestätigung und alles. Ja. Deine ersten Gedanken, wenn du am Morgen aufstehst? Ich muss aufs WC.
- 1:37:51Ich werde ja 30 in diesem Monat. Ah, ja, ja. Jetzt fängt es an. Bist du froh, dass es noch beim Aufwachen ist? Du musst in der Nacht noch gehen. Ja, das muss ich auch jetzt schon. Vielleicht an den Haarbrach. Aber das Erste, was ich mache, ist auf die Toilette gehen und ein Glas Wasser trinken. Das hat sich seit Jahren etabliert. Und bewährt. Bewährt, ja. Alle Haare verloren, aber ja. Super.
- 1:38:20Ein Sales Script, ist das ein Werkzeug oder ein Krücken? Wort für Wort ist es ein Krücken. Ein Framework ist ein Sagen. Bei mir ist es auch so, es gibt verschiedene Stufen, wo die Person quasi, wo ich auch gedanklich einen Haken dahinter mache, wo gewisser Syntax folgt, also gewisser Wortbildungen, sage ich jetzt einmal. Der erste Punkt ist zum Beispiel immer Vertrauensaufbau.
- 1:38:50Und ob ich das jetzt so formuliere oder so formuliere, jemand muss immer in der Lage sein, auch vom Skript abzuweichen, weil es ist von Mensch zu Mensch. Du bist Verkäufer, du bist nicht Vorleser. Und die Gefahr sehe ich so ein bisschen da drin, dass die Leute dann sehr oft, sobald es dann ausserhalb von diesem Skript geht,
- 1:39:10dass sie nicht mehr richtig verkaufen können. Aber es ist wichtig, einen Leitplan zu haben. Ich weiss jederzeit in meinem Verkaufsgespräch, wo ich mich befinde, wo der Kunde sich befindet und was mein nächster Schritt ist. Diese Kontrolle ist wichtig, aber nicht zwingend Wort für Wort. Welches Buch hat dein Denken im Vertrieb am meisten verändert? Buch? Gute Frage.
- 1:39:46Jetzt oute ich mich als jemand, der schon lange kein Buch mehr gelesen hat. Das ist egal. Ich glaube, ich habe die Ausmassung damals nicht richtig verstanden, aber «Kunden kaufen nur von Siegern» heisst das Buch. Ich weiss nicht mal mehr, wer der Autor ist. Und die Kernmitteilung ist eigentlich davon,
- 1:40:05Man hat Branchen übergreifend geschaut, welche Top-Verkäufer sind und welche Eigenschaften verbindet sie. Und es war nicht Skript, es war nicht Einwandbehandlung, es war nicht Aussehen, es war einzig und allein der kleinste gemeinsame Nenner, es war Begeisterung,
- 1:40:20für sein eigenes Produkt. Und deswegen ist eine der ersten Aufgaben, die jemand hat, wenn er bei mir im Training ist, verkauft er, deinen ersten Kunden musst du selber sein. Und wirklich, schreib es darauf.
- 1:40:36und alle Einwände, die kommen, sind mir zu teuer. Ich muss nochmal eine Nacht darüber schlafen. Musst du für dich argumentativ herausfinden, warum es eine dumme Idee ist, diese Entscheidung herauszuzögern, warum der Preis nicht zu teuer ist. Also du musst dein allererster Käufer sein. Und die Herausforderung, die die Leute haben, das würde ich gerne noch als Tipp mitgeben, die Herausforderung, die vor allem die Selbstständigen haben, ist,
- 1:40:59Sie sehen tiefer ihr Unternehmen als jeder andere. Und dann fällt es schwer, einmal die Begeisterung dann nach aussen zu tragen, weil du siehst auch all deine Fehler von deinem Unternehmen, oder? Ich sehe auch auf meiner Lernplattform, eigentlich will ich noch das machen und das. Und so viele Videos sind noch gescriptet und das will ich noch machen. Und dort kann ich
- 1:41:17Mein allerbester Tipp für Leute, die Mühe haben, diese Begeisterung zu entfalten, stellt euch eine ganz einfache Frage. Und zwar, ist der Kunde ohne mich besser dran?
- 1:41:32wenn du die Frage mit Ja beantwortest, dann musst du über deine Dienstleistung nachdenken, aber im Kern ist wie der Punkt, hey, dein Kunde ist in den meisten Fällen wahrscheinlich ohne dich schlechter dran, also hast du das Recht, um deine Begeisterung zu haben und quasi das dann auch so rüberzubringen und auch sagen, hey, ich glaube, wir könnten weiterhelfen. Vielleicht machst du ihn nicht zum Multitrilliardär, aber du verbesserst seinen aktuellen Zustand und das ist schon vieles wert. Ja, stopp.
- 1:42:03Ich habe ja gesagt, diese Schnellführrunde macht irgendwann noch unsere Türe auf. Jetzt kommt eine ganz wichtige Frage. Diese Frage entscheidet, ob wir überhaupt noch weiter machen in dieser Schnellführrunde oder nicht. Oh, jetzt bin ich gespannt. Ananas auf der Pizza. Nein. Das ist nicht, damit wir uns abbrechen. Sehr gut. Du trinkst keinen Kaffee mehr, oder?
- 1:42:29Also nie so der Kaffeetrinker gewesen, aber keinen Kaffee, keinen Wein, keinen Alkohol, keine Zigarette, gar nichts. Meine Frage rüttelt sich in diesem Fall. Die Frage wäre, ist die Kaffee eine Energydrink-Form oder Auftritt?
- 1:42:43Hey, vielleicht kann ich dir dazu etwas erzählen. Ich habe dir ja vorher noch gesagt, ich glaube, bei unserer Biopause, ich glaube, niemand kann mich so nahbar oder hätte mich so nahbar darstellen können wie in diesem Podcast. Und da noch ein anderer Funfact über mich. Ich reagiere total sensibel auf Koffein. Ich komme richtig so...
- 1:43:03Angstzustände, Schmeissausbrüche, so eine Scheibe vor der Fresse, ich kann nicht mehr so richtig denken. Schon nach dem ersten Espresso, also wenn du mich jemals Kaffee trinken siehst, dann weisst du, da habe ich sehr schlecht geschlafen. Und das kommt im Jahr sehr, sehr selten vor. Vielleicht einmal oder so.
- 1:43:26Hört mich darauf an. Wahrscheinlich würde ich es gar nie sehen, weil ich ja nicht neben dir aufstehe. Ich schreibe es dann. Dann sage ich dir, ob es ein Energydrink oder ein Kaffee war. Verkauf auf der Couch oder im Büro? Im Büro. Immer. Immer, immer, immer, immer. Ein anderer, sorry, ein anderer grosser Fehler, den die Leute machen, ist, Menschen schubladisieren. Ein Unternehmensberater oder
- 1:43:54kommt nicht in Shorts und T-Shirts. Und ja, es gibt eine Handvoll Leute, die das cool und sympathisch finden. Dann ist die Frage, wie kaufkräftig sind die Leute wirklich und wie passend sind. Man hat ein Bild und das Klischee, ohne sich natürlich zu verbiegen, aber in dem Rahmen, den man hat, sollte man sich austoben. Und wenn ich von der Couch aus verkaufe,
- 1:44:20oder in einem Hoodie, nehmen wir vielleicht das Beispiel, in einem Hoodie, das wirkt ganz anders, als wenn es ein Fitnesstrainer macht. Ein Fitnesstrainer kann das machen. Es passt zu seinem Branding, zu seinem Auftritt. Und das sehe ich auch als einen der grössten Fehler, der schon vor dem Verkaufsgespräch überhaupt passiert, dass die Leute sich ganz viel
- 1:44:39Abbruchpunkte abholen, Reibungsverlust im Vertrauen. Weil man geht dich suchen und dann sieht man, was macht Alex in der Trainerhose? Das ist nicht mein Unternehmensberater. Der will mir etwas über Vertrieb einbringen. Sondern sie haben das Bild im Kopf und das Bild muss bedient werden. Das Ruhige ist leider, man gewinnt nichts, aber das Ziel ist,
- 1:45:04kein Vertrauen zu verlieren. Dass die Person mit möglichst viel Vertrauen dem entgegenkommt. Würde ich irgendwelche virale TikTok-Videos machen, wo ich irgendwie tanze und was weiss ich für komische Sachen mache? Danke vielmals. Das hast du studiert. Ja, das habe ich sehr lange geübt vor dem Podcast. Für den Fall, dass es da ankommt. Nein. Dann würde es zu Verlust führen. Ich verstehe auch nicht, warum A-Welt zum Beispiel das macht.
- 1:45:31mit irgendwelchen Sketchen oder so. Ja, du hast zwar jetzt Reichweite, aber ich würde mich nie von dir verteidigen lassen. Und ich glaube, es ist wichtiger, was ich denke, als potenziell kaufkräftiger Kunde, der sich dieses Honorar leisten kann, als was irgendein zwölfjähriger Thomas denkt, ob er dich lustig findet oder nicht. Und das ist aus meiner Sicht einer der grössten Fehler. Sie tun sich im Internet völlig, völlig
- 1:45:55und vom Branding her, völlig nicht so darstellen, wie es fördernd fürs Vertrauen wäre, sondern viel mehr Abbruchpunkte im Vertrauen gibt. Weil sehr oft gehe ich in meinen Sales-Call rein und die Leute sagen, ja, ich habe mir deine Videos angeschaut, aber ich habe das und das nicht genau verstanden. Sie sind schon warm, sie haben schon Vertrauen und sie wissen, okay...
- 1:46:13Das erwartet mich. So sieht der Alex aus, professionell, sauber. Verstehst du, wie ich meine? Und das ist eigentlich auch einer der ersten Punkte, mit denen ich... Dann gehen sie in die Zoom-Calls mit dem verweschenen Hintergrund. Wie sagt man so? Ja, ja. Blöden Hintergrund. Es sieht doch nicht professionell aus. Und dann denke ich mir auch, ich vertraue dir mein Geld, mein hart erarbeitetes Geld,
- 1:46:39Und du zeigst mir nicht mal, wie sie im Hintergrund aussehen. Was hast du zu verheimlichen? Und das liegt wahrscheinlich daran, weil die Leute zu Hause sind. Aber dann ist mein nächster Punkt, das sind dann so kleine Sachen. Okay, jemand, der kein Büro hat, kann ich dem... Oder jemand, der kein GmbH hat, oder ein AG. Alles so kleine Sachen, die auf das Konto eher einzahlen, als Abzüge bringen. Darum immer Büro. Immer, immer Büro.
- 1:47:08Dann habe ich noch zwei Fragen. Und zwar, was nervt dich an der Coaching-Branche am meisten? Dass ganz viele Leute, dass ganz viele inkompetente Leute unterwegs sind.
- 1:47:28die sich sehr kompetent ausgeben, die sehr gut im Verkauf sind. Und am Ende des Tages machen die Leute nicht Peiger. Und einer von meinen logischerweise trackten und nachweisbaren häufigsten, das gehöre ich praktisch in den ersten 10-15 Minuten von fast jedem Gespräch, habe schon mal schlechte Erfahrungen gemacht.
- 1:47:56Das ist der erste Einwand, bevor er überhaupt am Ende entsteht, den ich vorbehandeln muss. Okay, was ist passiert? Wirklich ins Detail reingehen. Und das ist... Ich finde es sehr schade. Weil... Ich glaube, viele sehen es als Easy Money Grab. Und... gewisse Leute vertrauen er teils in das letzte Hämli an.
- 1:48:24weil sie so ein Problem haben, so einen Bedarf haben, so eine Dringlichkeit, um das zu lösen. Und ich finde es dann sehr schade, wenn das ausgenutzt wird und quasi am Ende des Tages in irgendeiner Form
- 1:48:39Ja, ein bisschen ausgenutzt, missbraucht, kann man sagen. Und das ist etwas, was mich persönlich sehr stört. Und am Ende des Tages jedem selber überlassen. Weil du kannst Nein sagen. Du kannst, zum Beispiel, wenn mir jemand ein YouTube-Coaching versucht zu verkaufen, der selber keinen YouTube-Kanal hat. Also weisst du, du hast relativ schnell dann so, ja okay, was willst du? Also ich schaue sehr auch mit dem kritischen Auge drauf.
- 1:49:10der Punkt, wo ich einfach schade finde, weil ich hätte ja auch gar kein Problem damit, wenn die Leute zu mir kommen, sagen, hey, ich habe schon gute Erfahrungen gemacht und hey, und vielleicht kannst du mir da noch weiterhelfen, statt mir jedes Mal, also ich höre gerne zu, aber mir jedes Mal müssen sie anhören, da schlechte Erfahrungen, da die Scheisse gegriffen, da viel Geld verbrennt. Jeder erzählt mir nur, wie viel Geld er verbrennt hat, und dann kommen sie mit, das darf mir bei dir nicht passieren. Und das finde ich schade. Und ich glaube...
- 1:49:39Ja, ich glaube auch. Ich glaube nicht, dass es besser wird. Ich glaube nicht, dass es im Fall besser wird mit der ganzen KI. Also ich glaube generell sehr viel, auch alle Branchen, immer mehr Leute werden Mittelmass werden. Und ich finde, es gibt nichts... Also lieber bist du scheisse als Mittelmass. Aus meiner Sicht. Es gibt nichts Schlimmeres, als wenn mir jemand sagt... Du bist im Rhein abgekommen von jemandem. Ja. Ich finde, es gibt nichts Schlimmeres, als wenn mir jemand sagt, du bist durchschnittlich. Absoluter Horror.
- 1:50:09Und ich glaube aber mit dieser ganzen KI wird das immer mehr passieren und es wird immer mehr «Ich möchte gerne Gurus geben und ich habe da ein cooles KI-Bot gebaut und bla und so und dieses und jenes und mit Cloud Code und hast du nicht gesehen und mit Codex» und am Ende des Tages wird das immer öfter dazu führen, dass die Leute einfach nicht die gewünschten Ergebnisse haben.
- 1:50:31Ich glaube, das ist die längste Schnellführrunde, die ich jemals haben kann. Schon? Ja. Wie du eingangs gesagt hast, schnell auf den Punkt, oder? Zu der letzten Frage von der Schnellführrunde. Und zwar, der Moment, der Podcast heisst Momentum. Ja. Was heisst Momentum für dich? In einer Aufwärtsspirale sein. Würdest du sagen, das, was da so schnell gegangen ist, würdest du sagen, du bist in einer Aufwärtsspirale?
- 1:51:02Hm, gute Frage. In gewissen Sachen ja, in gewissen Sachen nein. Aber ich glaube, noch nie... Also, so wäre ich nicht vor drei Jahren hier angehockt. So entspannt, mir geht es mental sehr, sehr gut. Ich bin aufgeräumt gegangen.
- 1:51:26Ich mache das, was ich liebe. Ich habe eine sehr tolle Frau an meiner Seite, mit der ich überglücklich bin. Sie hat auch ein paar Jahre gedauert und ein paar Fehlschläge gehabt. Ich würde sagen, es ist jetzt alles in der richtigen Position, dass es dann auch nachhaltig durch die Decke gehen kann. Ich habe die Unternehmen sehr oft sehr raketenartig aufgebracht. Dann bin ich aber auch raketenartig wieder gegangen. Das hat dazu geführt,
- 1:51:57Ergebnisse da waren, von Aussen betrachtet war der Erfolg da, aber es hatte keine Ruhe, keine Beständigkeit.
- 1:52:07Nicht zu Hause nachkommen. Und das Gefühl habe ich endlich. Ich wäre in keiner Situation lieber, als in der, in der ich bin. Wie gesagt, es gibt immer Herausforderungen. Aber wenn du mich mal gefragt hättest, was für mich Erfolg ist, dann hätte ich dir eine ganz trockene Antwort geben. Und zwar gesagt, Erfolg ist für mich per Definition das Weglaufen von Misserfolg. Und wenn man dann halt auch zurückblickt,
- 1:52:38Wenn du all das, was zu Misserfolg geführt hat, nie gemacht hättest, nur mit Kunden gesprochen, die gekauft haben, nur mit den Leuten Zeit verbracht haben, die dir Energie gegeben haben, nur die Marketingkampagnen gemacht, die Kunden gebracht haben, dann wärst du ja deutlich erfolgreicher. Das heisst,
- 1:52:56Rein per Logik musst du ja nur die paar Knöpfe suchen oder finden, die Erfolg bringen, die dich voranbringen, statt dich nach hinten zu bringen. Das sind keine roten Knöpfe, sondern blaue Knöpfe, oder?
- 1:53:15Und je mehr du von diesen blauen Knöpfen hast, desto besser, desto angenehmer. Und dementsprechend auch, ja, habe ich ganz viele von diesen roten Knöpfen gefunden. Und kann den Leuten sagen, das ist wahrscheinlich ein roter Knopf. Und deswegen würde ich diese Frage noch ein bisschen überlegen. Definitiv mit Ja beantworten.
- 1:53:41Weil wenn ich auch schaue, welche Herausforderungen aktuell sind, das ist nichts im Vergleich zu dem, was vor drei Jahren war. Heisst nichts. Geringer Übel. Und vor allem auch ist es für mich, ähm,
- 1:53:58Vor allem der mentale Aspekt. Also ich habe wie etwas gefunden, das ich nie gesucht habe, und zwar mich selber. Und ja, ich habe wie ein Gefühl, oder ich habe mich auch vor dem Podcast gefragt, in Sakko und in Gravaten habe ich mich jetzt doch für sehr weit aufgeknüpfte Hemden entschieden, ein bisschen entspannter und ja, halt über Themen gesprochen, die ich so in der Öffentlichkeit nie oder sehr, sehr selten spreche.
- 1:54:27Und dafür bin ich doch sehr stolz und habe das Gefühl, dass das am Ende des Tages belohnt wird. Und dementsprechend, ja, definitiv im Momentum. Mega schön. Danke vielmals für das, auch für die Beantwortung dieser Fragen.
- 1:54:45Wie du am Anfang schon gesagt hast, ist das deine Kamera. Die zeigt direkt auf dich. Das heisst, dann tue ich jetzt noch einen Satz. Ich weiss, das ist vielleicht eine Challenge für dich. Noch einen Satz an das Publikum kannst du sagen, an die Community, an die Leute, die das schauen. Das ist jetzt der Zeitpunkt dafür.
- 1:55:01Unterstützt Kevin, das was er da macht ist sehr wertvoll für die Leute, für die Community und es wäre sehr schade, wenn mit einem einfachen Klick, wie einem Follow oder einem Like, das Ganze nicht weitergeführt werden könnte. Deswegen, bitte kommt da, wenn ihr bis dahin geschaut habt, unterstützt doch den Podcast und unterstützt Kevin, er hat ganz viel davon und ihr könnt mit ganz wenig, ganz viel bewirken.
- 1:55:27Ich weiss, es war nicht ein Satz. Ich glaube, niemand bekommt das her. Ich finde es herzig, dass du der Erste bist, der nicht direkt etwas an Community sagt für sich oder für sich selbst, sondern für mich. Das ist mega lieb. Danke vielmals.
- 1:55:42Ja, wer bin ich schon? Der Podcast ist grösser als ich, mehr Follower und das ist nicht selbstverständlich, dass ich da sein darf und das schätze ich sehr und ich finde es mega cool. Ich weiss, ich habe mich vorgeoutet als jemand, der keine Podcasts hört. Wenn ich das jetzt sage, interessiert es sowieso niemand mehr. Nein, und ich finde, eben, ich finde sehr viele Leute, ich probiere,
- 1:56:12Sehr viele Leute versuchen sich selber zu beweihräuchern. Ich bin in einem Podcast und habe ein Publikum. Ich muss mich möglichst gut darstellen. Mein Ziel von heute war, dass die Menschen etwas mitnehmen können. Klar ging es um mich. Aber es geht auch darum, dass die Menschen etwas mitnehmen können für sich. Vielleicht haben sie auch in ein paar Sachen etwas gelernt und etwas mitnehmen können. Also... Denjenigen, der das alles ermöglicht hat, finde ich persönlich immer einfach...
- 1:56:39frech, wenn man das nicht schätzen und würdigen tut und das ist für mich ja, einfach ein Wert, den ich vertreten möchte und auch mit diesem Respekt quasi dem entgegentreten. Vielen Dank. Und wenn wir schon bei Respekt sind, dann möchte ich auch den Dank an dich ausrichten, weil es ist nicht selbstverständlich, um
- 1:57:01Ich werde jetzt noch gut zwei Stunden in einem Podcast sitzen, um mit mir über dein Leben zu sprechen, über die tiefsten und, ich sage jetzt mal, dünksten Zeiten bis hin zu den schönsten und wertvollsten.
- 1:57:14tolle Sachen teilen können, Strategien teilen können. Es gab ganz viele Nuggets hier drin. Von dem her, danke vielmals für deine Zeit. Zeit ist das Wichtigste, das wir haben. Dass wir das miteinander teilen konnten, bedeutet mir sehr viel. Von dem her, danke vielmals für das. Wie eingangs gesagt, war es ein grosses Privileg. Der Dank ist ganz meinerseits. Danke vielmals.
- 1:57:34Und an dieser Stelle auch danke dir. Danke, dass du wieder eingeschaltet hast bei Momentum. Dein Podcast, der inspirierende Menschen inspirierende Geschichten erzählt. Alex hat es schon ein bisschen vorab genommen. Wir werden es zweimal einblenden jetzt. Aber du kennst, wie das Game funktioniert. Da unten hat es ein paar Knöpfe. Einer heisst Abonnieren. Wenn du den Knopf drückst, verpasst du nichts mehr, was auf diesem Kanal passiert.
- 1:57:54Jetzt gibt es aber noch einen ganz speziellen, der kleine nebenan mit einer Glocke. Wenn du diese Glocke drückst, dann bekommst du sogar eine Benachrichtigung, wenn ein neuer Podcast wie der von Alex aufgeschaltet wird. Darum drück am besten gleich beide, dann hast du es hinter dir. Wenn du sogar noch ein bisschen Liebe da lässt mit einem Kommentar oder einem Like, würde mir das sehr viel bedeuten. Darum danke auch für das. Alles Gute und bis zum nächsten Mal. Kevin Kellermatze von Momentum Podcast. Alles Gute. It's a wrap. Sehr gut.
- 1:58:26Untertitelung des ZDF für funk, 2017