Latest / Rheinpegel - der Düsseldorf-Podcast / "Ando Tower" - Baugelände wird zwangsversteigert
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- Nach der EM ist vor bzw. während der Kirmes, dass in diesem Sommer ganz schön viel los ist hier in der Stadt, ist ja kein Geheimnis. Das größte Volksfest am Rhein ist in vollem Gange. Der Autoscooter läuft warm, die Lose wirbeln durch die Eimer, der Pink Monday wurde ausgelassen gefeiert und wie viele Meter Bratwurst schon gegessen wurden, weiß wahrscheinlich niemand so recht. Nur Spaß ist das Ganze allerdings nicht. AnwohnerInnen in Oberkassel fühlen sich gar gegängelt, wie es in einem Stück in der Rheinischen Post heißt, weil sie plötzlich fürs Parken bezahlen müssen, beziehungsweise Knöllchen kassieren, auch an Stellen, wo die Autos sonst problemlos halten und stehen dürfen. Eine Anwohnerin schreibt in einer persönlichen E-Mail an Oberbürgermeister Stefan Keller, das sei befremdlich und irritierend. Vor allem, weil sowieso seit zwei Jahren Großbaustelle herrscht, vor allem im Bereich Leostraße in Oberkassel. Es gibt viele Halteverbotszonen und mit dem Wordplay-Rummel von der Kirmes wird das alles noch voller und sowieso alles anstrengend. 1166 Knöllchen wurden auch tatsächlich an den ersten drei Kirmestagen schon verteilt insgesamt. Es wird wahrscheinlich tatsächlich Zeit, dass diese Regelung greift, dass man sein Auto zumindest abends auf Supermarktparkplätzen abstellen darf. Wer sein Auto eher Richtung Mörsenbrücher Ei parken wollen würde, kann das tun auf dem Gelände, wo eigentlich der Ando Tower entstehen sollte, am nördlichen Zubringer. Noch geht das, das Grundstück soll zwangsversteigert werden. Maximilian Nowot kennt die Einzelheiten und teilt sie mit uns. Zu Fuß unterwegs sind die Mitglieder der Promo-Teams für Stadtsauberkeit. Überall, wo sich draußen aufgehalten wird, vor allem natürlich in den Sommermonaten, sorgen die dafür, dass man hinter sich auch ordentlich aufräumt. Julia Nemesheimer war einen Tag lang mit ihnen unterwegs und berichtet, wie das war. Was andere Menschen vielleicht wegschmeißen wollen, wahrscheinlich weil sie den wahren Wert auch nicht kennen, ist bei Toys und Helden in Düsseldorf gut aufgehoben, im weitesten Sinne zumindest. Der Laden in der Düsseldorfer Altstadt ist ein Paradies für Sammlerinnen und Sammler. Ich war dort und wurde in die Welt des Spielzeugs entführt. Mein Name ist Tosja Kormann, ihr hört Folge 325 dieses Podcasts und der Rhein steht bei 3,01 Meter. Music. Und damit herzlich willkommen im Rheinpegel, der Podcast, in dem wir jede Woche darüber sprechen, was in Düsseldorf so los ist, was die Bewohnerinnen und Bewohner bewegt, was geht. Mein Name ist Tosja Kormann und für eine kleine, wunderbare Weile darf ich diese Aufgabe übernehmen. Außerdem, wenn ihr uns mitteilen wollt, was geht, gerade jetzt in den Sommerferien, was ist los, was passiert, habt ihr Veranstaltungstipps? Bitte erzählt es uns, erzählt es mir. Wir weisen sehr gerne darauf hin. Habt ihr sonst Hinweise, habt ihr Kommentare? Wollt ihr uns einfach ein Kompliment dalassen oder auch ein bisschen Kritik? Die Kanäle sind offen. Ihr erreicht uns unter reinpegel-post.de oder 0160 80 80 844. Wir freuen uns immer von euch zu hören. Es ist eines der spektakulärsten Bauprojekte in der Stadt. Der Ando Tower, der am Mörsenbrücherei entstehen sollte, nun schwankt das ganze Unterfangen. Das Gelände, auf dem das Bauwerk entstehen sollte, wird jetzt zwangsversteigert. 13 Millionen Euro sind der Schätzwert. Ob das eine angemessene Summe ist, wer hinter der Investorenfirma steckt, die dieses Gelände ursprünglich angeworben hat und warum sowas überhaupt passieren kann, dass was geplant wird und dann wird es zwangsversteigert, das weiß Maximilian Nowroth. Lieber Max, letzte Woche haben wir darüber gesprochen, dass ich für 700.000 Euro einen Ring kaufen kann bei Louis Vuitton. Wie hoch stehen meine Chancen, dass ich für diese Summe ein Baugrundstück am Mörsenbräucherei zwangsersteigern kann? Ich glaube, mit 700.000 Euro wirst du da nicht hinkommen, denn wir reden heute über ein Grundstück, was verkehrswertmäßig, also was das Gericht schätzt, wie viel das wert sein könnte, bei mehr als 13 Millionen Euro liegt. Fair. Ein Gutachten hatte es vorher sogar auf 18 Millionen Euro geschätzt, wurde jetzt runter bewertet auf 13 Millionen, aber ja, mit deinem Ringbudget kommst du noch nicht ganz hin. Na gut, dann bleibt es erstmal dabei. Jetzt hast du es schon ein wenig angeteasert, wir sprechen über ein Grundstück, was zwangsversteigert wird am Mörsenbräucherei, wie ich schon sagte. Jetzt mal ganz von vorne. Ja. Hä? Ja, richtige Frage. Was ist denn da schon wieder passiert? Also es ist wirklich was Besonderes und auch irgendwie was Spektakuläres, erst mal, dass so ein riesiges Grundstück, also wir sprechen von 7000 Quadratmetern, in diesem Pferd versteigert wird. Das ist am nördlichen Zubringer, oder? Genau. An der Mercedesstraße. Also wenn ich quasi diese Schnellstraße oder was das Autobahn-Auffahrt langfahre, dann fahre ich da dran vorbei. Das ist dann, habe ich das Richtige im Kopf. Du bist vorbei und du kannst dich so orientieren, du siehst das Arak-Haus vor dir und rechts neben dir ist der McDonald's. Und zwischen McDonald's und Arak-Haus, das wird aktuell als Parkplatz für Flughafengäste genutzt, ist eine riesige Schotterpiste und um diesen Bereich geht es. Okay, wow. Das bedeutet, da sollte was entstehen und obviously it's not happening yet. Ja, davon kann man ausgehen, dass es nicht so passiert, aber es sind spektakuläre Pläne, die es dafür gibt und zwar schon seit 2019. Da hatte unser damaliger Oberbürgermeister Thomas Geisel auf der Immobilienmesse Expo Real, das ist so das Schaulaufen der Immobranche einmal im Jahr in München, den sogenannten Ando Tower erstmals vorgestellt. Tadao Ando ist einer der bekanntesten Architekten unserer Zeit, ein Japaner, fast 100 Jahre alt, der sich sozusagen verewigen wollte in Düsseldorf mit einem 105 Meter hohen Glasturm. Wie hoch ist das Arak-Hochhaus im Gegensatz dazu? Also nur, dass man so einen kleinen Vergleich hat. Ich schaue es hier gerade mal live nach, 125 Meter, also 20 Meter höher. Aber eine ähnliche Liga, sage ich mal, ähnliche Flughöhe. Und er wollte da oben einen riesigen Dachgarten draufbauen, da sollten Bäume entstehen. Zwischendurch war auch mal ein Campus geplant. Also wenn du dir allein so den Entwurf anschaust, den wir auch online und gedruckt zum Artikel beigelegt haben, denkst du dir so, wow, was für ein Schloss. Ja. So und die Pläne wurden auch wiederholt. 2021 hat Obi Keller, unser jetziger Oberbürgermeister, das auch nochmal angepriesen. Wir haben aber schon vor ein, zwei Jahren gefragt, was ist denn jetzt eigentlich damit? Und dann sah ich eines Tages vor ungefähr einer guten Woche beim Amtsgericht Düsseldorf, dass dieses Grundstück zwangsversteigert wird. Und das bedeutet, dass dieser Tower höchstwahrscheinlich nicht so kommt, wie er von diesem Star-Architekten geplant wurde. Nach wie vor ist es erlaubt, auf diesem Grundstück einen Tower zu bauen. Also wenn du Bock hast, das zu kaufen und noch ein paar Millionen zusammenkratzt, bitte. Ich überlege, ja. Zwangsversteigert ist ja noch mal was anderes als jetzt irgendwie eine Planänderung und irgendwelche Richtlinien gehen doch nicht durch oder man hat irgendwie vielleicht, das ist dann doch zu hoch oder zu gläsern oder was weiß ich. Und dass jetzt irgendwie Immobilien zwangsversteigert werden, weil irgendwelche Darlehen geplatzt sind oder weiß nicht, was sonst noch so zwangsversteigert wird. Aber so ein Grundstück in dieser Größe und auch mit dieser Funktion ja irgendwie, das kommt nicht so oft vor, oder? Nee, überhaupt nicht. Also zumal diese Lage am nördlichen Zubringer nahe des Arak-Towers auch beliebt ist bei Projektentwicklern oder zumindest beliebt war vor der großen Immobilienkrise, also vor vier, fünf Jahren. Denn andere große Namen wie zum Beispiel Artinvest, die gehören zur ZECH-Gruppe, haben auch am Ende dieser Mercedes-Straße ein Grundstück, die finanziell ziemlich angeschlagen, aber immer noch existente Adlergruppe hat auch da ein Grundstück, die hatten alle dort Pläne. Die tauchen auch immer wieder auf. Und die haben leider auch noch nicht gebaut und scheinbar hat die Bank, das ist eine mittlerweile privatisierte Hamburger Landesbank, keine Lust mehr gehabt, bei diesem jetzt zwangsversteigerten Grundstück. Abzuwarten, was mit den Kreditszenen passiert, denn wenn man ins Grundbuch reinschaut, das konnte ich tun, als ich darüber recherchiert habe, über das Grundstück sieht man, Den Eintrag 32 Millionen Euro Grundschuld, also so hoch ist das Darlehen gewesen für das Grundstück und vollstreckt wird jetzt die Zwangsversteigerung, weil die letzte Rate von 3,2 Millionen nicht bezahlt wurde. Verstehe und dann holen die sich das so wieder, also das ist im Großen und im Kleinen immer dasselbe. Sie versuchen halt so viel Geld wie möglich jetzt noch da rauszuholen, ja ist halt die große Frage, wie viel das dann wirklich einbringen wird. Am 20. August 9.30 Uhr ist die Versteigerung. Okay, I'll be there. Wer hat da die Raten nicht bezahlt? Also der Eigentümer des Grundstücks ist eine GmbH, die heißt TA Tower & Campus GmbH, also TA für Tadau Ando und sitzt in München. Wem wiederum diese GmbH gehört, kann ich nicht ganz nachvollziehen, weil wenn man ins Handelsregister reinschaut, sind da zwei Gesellschaften, damit sitzt in Luxemburg, da endet dann meistens die Spur. Das ist alles ein bisschen Vertrakt irgendwie, ne? Ja, aber was schon hilft, ist, wenn man sich den Geschäftsführer dieser GmbH anschaut, dieser GmbH gehört als Grundstück. Der Mann heißt Arnulf Damerau und Arnulf Damerau ist auch der Geschäftsführer des verantwortlichen Entwicklers und Investors für dieses ganze Tower-Projekt. Und sein Unternehmen heißt Euroatlantik. Denen ist halt ganz wichtig, nicht mit einer Insolvenz oder überhaupt mit dieser Zwangsversteigerung in Verbindung gebracht zu werden. Die sind auch nicht insolvent, aber die sind halt verantwortlich für dieses Projekt und der gleiche Mann, der für das Projekt verantwortlich ist, ist auch Geschäftsführer bei der Gesellschaft, der das Grundstück gehört. Deswegen habe ich ihn natürlich genannt in dem Artikel und tue das auch hier in dem Podcast zusammen. Weil man halt schon wissen will, auch als Düsseldorfer oder Düsseldorferin, wer ist denn hier der Verantwortliche bei diesem Projekt? Und dieses Unternehmen sagt, also du hast mit denen gesprochen, du hast von denen irgendwie gehört. Die sagen, wir sind nicht dafür verantwortlich. Also da ist es jetzt einfach ein bisschen. Also ich wollte gerne persönlich mit ihm sprechen. Ich dachte, naja, er hat ja auch nichts zu verbergen. Er preist das Projekt ja jetzt schon seit fünf Jahren in der Stadt an, hatte auch schon mal mit einem Kollegen von mir, mit Uwe-Jens Ruhnau vor ein paar Jahren gesprochen. Wir waren verabredet, das hat er am Dienstagvormittag ziemlich kurzfristig platzen lassen, kann man so sagen. Dann habe ich mir aber gesagt, lieber Herr Damerau, ich berichte jetzt, weil ich habe alle Infos zusammen. Hier sind nochmal meine Fragen. Ich hatte eben schon die Woche davor per Mail mit Frist was geschickt, da kam nichts. Und dann hat sich ein Anwalt kurz vor Schluss bei mir gemeldet, am Dienstag um 17 Uhr, also meistens sollen wir ja schon so bis 18 Uhr fertig sein mit den Texten, der mir dann doch so ein paar Fragen beantwortet hat. Und welche unter anderem? Von zwei, drei anderen Quellen gehört, dass diese Nachbarschaften die ich gerade kurz schon erwähnt hatte, sehr kompliziert ist bei dem Grundstück. Das ist mir ins Auge gefallen in deinem Stück oder ins Auge gesprungen, dieses komplizierte Nachbarschaft. Also was bedeutet das? Also ich denke so, mein Gott, da ist Mekkes. Genau, Mekkes ist auf dem Grundstück. Der würde verschwinden, wenn dieser Tower kommen sollte. Aber wenn wir uns das nochmal kurz geografisch vorstellen, ich fahre vom nördlichen Zubringer mit dir an Mekkes vorbei. Wobei das Tower-Grundstück beginnt, endet irgendwann und direkt dahinter beginnt ein Grundstücksteil immer noch auf dieser Mercedes-Straße, die der finanziell angeschlagenen Adlergruppe gehört. Da passiert gar nichts und man hat keine Ahnung, was damit wird. Und am Ende dieser Mercedes-Straße kommt noch ein Grundstücksteil, der Art Invest gehört. Da sieht man auch schon seit längerer Zeit so ein Werbeschild. Hier entsteht Yards, Y-R-D-S, auch ein Bürogebäude, was bisher auch keinen einzigen Baufortschritt gesehen hat. Ja, alles ein bisschen trostlos da, ne? Genau, und die Erklärung, die ich von einer anderen Quelle gehört habe, ist dadurch, dass sich diese drei... Und Männer, die zu den Unternehmen gehören, nicht einigen konnten, wer was wann mal losbaut, hat halt keiner gebaut. Und diese ganzen Verzögerungen führen jetzt scheinbar eben auch dazu, dass die Bank nervös wird, wenn eben Zinsen nicht mehr gezahlt werden. Ja, ich verstehe. Du hast das eben schon erwähnt und das schreibst du ja auch in deinem Stück, dass das gerade diese Schotterpiste da irgendwie, das wird gerade als Parkplatz irgendwie vermietet an Fluggäste. Wie funktioniert das? Also die, ich meine, es ist ja jetzt so nah zum Flughafen nicht. Nee, überhaupt nicht. Wer mietet sich da einen Parkplatz? Also außer wenn ich jetzt weiß, ich bin ein halbes Jahr irgendwie in Paraguay unterwegs und muss irgendwo mein Smart unterstellen. Also was ist das denn für eine Lösung? Ja, parken am Flughafen ist teuer und von da aus kommst du womöglich dann mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Flughafen. Ich weiß das nicht ganz genau, wie die sich das vorstellen, aber wenn du dort am Eingang stehst, steht da Airport Service Parking und das ist eben ein privates Unternehmen, die bei der Stadt genehmigt haben, als Zwischennutzung dort das Parkplatz zu vermieten. Und das ist sehr hemmsärmelig gemacht. Also auf dieser Schotterpiste sind einfach rote Fäden gezogen in Form von Parkbuchten und da kannst du dann parken und zahlst einem Häuschen Geld. Ja, es ist ja irgendwie, also es ist ein bisschen trostlos, wie ich eben schon gesagt habe. Also ich finde es sowieso, wenn man da so lang fährt. Also ich mache das öfter, weil ich dann im Grafenberger Wald irgendwie spazieren gehe. Also deswegen ist das durchaus eine Achse, die ich öfter mal, oder halt, wenn man irgendwie aus dem Ruhrpott kommt, wenn man, so wie ich heute in Gelsenkirchen war bei Tellerswift. Also und irgendwie finde ich das so, das hat ja fast, du hast das vorhin im Vorgespräch auch so ein bisschen gesagt, das wäre ja die Hauptstadt der Immobilieninsolvenzen irgendwie, oder wie hast du es genannt? Düsseldorf ist die Hauptstadt der Immobilieninsolvenzen, vor allem wenn man sich halt die Projekte anschaut, die von unseren Oberbürgermeistern immer groß auf dieser Immobilienmesse präsentiert wurden, wie wenige davon seit Jahren überhaupt gebaut wurden und werden, ist wirklich traurig. Und das ist, genau, auch dieser Turm, wie du schon gesagt hast, wenn man sich die Entwürfe anguckt, wenn man sich das auch einfach vorstellt, irgendwie hell, lichtig, also Glas hat ja immer was Transparentes, es hat irgendwie was Modernes, es hat, ja, es könnte ja schon, wäre halt auch ein Symbol. Und jetzt im Moment ist es halt eine Schotterpiste mit roten Fäden, wo, weiß ich nicht, wer da sein Auto parkt, um irgendwie in den Urlaub zu fliegen. Ja, warum das so ist, kann man wahrscheinlich irgendwie nicht ganz nachvollziehen. Aber hast du, weil du ja auch sehr erfahren bist in diesem Thema, irgendwie das Gefühl, dass mit so einer Zwangsversteigerung, also kann da tatsächlich neuer Wind reinkommen, weil das jetzt, das habe ich ja eben extra gefragt, also nicht, dass ich jetzt ernsthaft darüber nachdenke, das zu machen. Aber theoretisch könnte ich das ersteigern. Also jeder und jede kann da jetzt erstmal hin und sagen, I'm gonna buy that shit, sorry, ich werde dieses Grundstück mir zulegen und dann mache ich da, also wahrscheinlich gibt es irgendwelche Richtlinien, was ich da drauf bauen darf. Aber das ist ja der Vorteil. Das macht dieses Grundstück ja auch wertvoll, weißt du, weil an der Stelle ein Grundstück 7.000 Quadratmeter, 13 Millionen oder vorher 18 ist ungewöhnlich hoch. Der Wert, der erklärt sich dadurch, dass du eben einen 105 Meter hohen Turm bauen darfst. Es gibt einen Bebauungsplan, der auch schon im Rat der Stadt vor zwei Jahren. Ich hätte gedacht, dass das relativ wenig ist für so ein Grundstück. Ja, in der Lage ist es schon okay und es erklärt sich halt durch die mögliche Nutzfläche. Die große Frage ist halt, wie nutzt du diese Fläche? Also Marcel Abel zum Beispiel war ein Gesprächspartner von mir für diese Geschichte. Der ist Deutschland-Geschäftsführer bei JLL, also ein großer Büromakler hier in Düsseldorf, auch echt einer der wichtigsten Immobilienexperten, der meinte, Büros sieht er da aktuell nicht, weil es gibt einfach nicht diese Lage dort, dass Unternehmen Interesse daran haben, am Mörsenbrocher Ei mit ihrem Unternehmen hinzuziehen. Aber warum nicht eine Veranstaltungsfläche draus machen? Zum Beispiel für noch größeres Public Viewing oder Sportveranstaltungen, Livemusik etc. Ja, oder den Konzertort, Tossier-Cormann-Hall. Das ist super angebunden, ja, das könnte man sich vorstellen. Und ich meine, was unsere Stadt nicht braucht, sind eigentlich noch viel mehr Büros, weil wir haben schon eine sehr hohe Leerstandsquote, sondern Wohnungen. Und vielleicht, ich meine, Wohnungen sind halt viel schwieriger quasi zu bauen, weil die Rendite nicht so hoch ist wie bei Büros. Aber vielleicht gibt es ja irgendwie eine Lösung, muss ja kein 105 Meter hoher Turm sein, aber dann einen Wohnturm hinzuziehen, der schön ist und der passt. Ist da jetzt quasi, ich sage das jetzt mal bewusst so, ist da jetzt die Gefahr, dass da jetzt das nächste Unternehmen kommt und sagt, ja, wir bauen hier Wohnungen hin und wird, also wäre das eine Kette, die möglich wäre, dass jetzt ein Unternehmen sagt, okay, ich nehme jetzt ein Darlehen auf für einen Wohnturm, er steigert das und dann kommt der auch wieder nicht? Muss man immer mit rechnen. Aber ich habe so ein bisschen grundsätzlich bei der Immobilienkrise das Gefühl, dass die Zocker oder Spekulanten vom Markt verschwinden durch diese schwierigeren Bedingungen, die wir haben und die Leute, die es wirklich ernst meinen und auf sowas eben auch bieten würden, weil das macht niemand aus Scherz oder Spekulation, die Zeiten sind vorbei. Das würde dann wahrscheinlich auch die Chance erhöhen, dass es wirklich kommt. Es gibt ja diesen schönen Satz, bei Ebbe zeigt sich, wer eine Badehose anhat. Das ist ein sehr schöner Schlusssatz. Ja, tatsächlich hast du ein weiteres Mal ein wenig Klarheit, also weil ich habe dieses Stück gelesen, ich, wie gesagt, bekomme ja auch so immer irgendwie viel mit und ich habe echt gedacht, das ist schon wieder verworren und verstrickt und dann auch immer diese ganzen verschiedenen Unternehmen, die dann auftauchen und Namen und so. Also vielen, vielen Dank für ein weiteres Mal das Entknoten. Und du hast es gerade sehr elegant überhört und wegignoriert. Tosja Korman-Hall is coming. Also wenn sich jemand mit mir... Viel Erfolg bei der Versteigerung, Tosja. Wenn sich jemand mit mir zusammentun möchte, meldet euch sehr gerne über die bekannten Kanäle. Vielen Dank, lieber Max. Bis zum nächsten Mal. Tschüss. Music. Im Sommer spielt sich das Leben ja im schönsten Falle hauptsächlich draußen ab. Picknick im Park, Buch lesen auf den reinen Wiesen, grillen am Ufer, spazieren durch die Straßen. Was bleibt, ist, zumindest bei mir, immer mal, außer einem leichten Sonnenbrand, oft Müll. Damit das nicht so häufig passiert, gibt es Promo-Teams für Sauberkeit. Die kommen von der Stadt und weisen Menschen darauf hin, wie man ohne viel Aufwand seinen Platz müllfrei hinterlassen kann. Und dabei haben sie auch noch Geschenke im Gepäck. Julia Nemesheimer war einen Tag lang mit dabei. Man hat es ja irgendwie doch gerne sauber um sich rum, nicht wahr, liebe Julia? Absolut. Wir haben das, wir sitzen hier in der Lokalredaktion im Konferenzraum One More Time und hier ist natürlich alles sauber und aufgeräumt und vor allem liegt kein Müll rum. In der Stadt ist das manchmal anders, vor allem in den Sommermonaten, wenn sich draußen die Menschen mengen, tummeln zum Picknicken, zum, was macht man da so draußen, rumliegen, lesen, Fußball spielen, whatever. Man nimmt was zu essen mit, man nimmt was zu trinken mit, man raucht vielleicht die eine oder andere Zigarette oder Joint, je nachdem. Das ist ja jetzt auch alles erlaubt. Worauf ich hinaus will ist, Müll bleibt liegen. Damit das nicht überhand nimmt, gibt es Teams hier in Düsseldorf, die promoten, dass man seinen Müll wieder mitnimmt. Alle anderen weiteren Definitionen überlasse ich jetzt dir, der Fach V, für dieses Thema. Genau, die Stadt bemüht sich ja schon ein bisschen, da viel zu machen, was dieses Thema Stadtsauberkeit angeht. Da gibt es ja einige Programme und einige Maßnahmen, die ergriffen werden. Und neben ganz vielen Mülltonnen, also extra Saisontonnen, die aufgestellt werden, die hat man bestimmt schon überall gesehen, diese großen Tonnen, die dann irgendwie noch so einen coolen Spruch. Und das sind die, die meistens so vier nebeneinander, ne? Genau, die, die halt irgendwo am Rheinufer zum Beispiel stehen oder in Parks. Da sind irgendwie dieses Jahr so um die 400 Stück aufgestellt worden, was ja schon einiges ist. Das hilft natürlich, auch dass irgendwie regelmäßiger dann Tonnen geleert werden und sowas. Das sind alles so Sachen, die da reinspielen. Aber ein weiterer Baustein, den die Stadt sich ausgedacht hat, ist halt ein oder mehrere Promo-Teams für Stadtsauberkeit rundzuschicken. So rum. Und die wiederum gehen immer so in Zweierteams, dann am Wochenende, wenn schönes Wetter ist natürlich nur, also wenn es regnet, fragt man das nicht so unbedingt. Die gehen dann rund und fangen an mit Leuten, bei denen sie sehen, okay, die sitzen da jetzt und picknicken und haben viel Müll, den sie produzieren, was halt einfach normal ist irgendwo inzwischen. Gehen sie extra dahin und unterhalten sich nett mit denen und weisen sie sehr freundlich darauf hin, hey, guck mal, wäre doch schön, wenn die Stadt weiterhin sauber bleibt. Hier habt ihr einen Müllbeutel, könnt ihr alles reinpacken und da drüben irgendwo steht eine Mülltonne, werft sie weg. Ja, das finde ich sehr spannend. Erstens würde mich interessieren, wer sich entscheidet sozusagen, einem solchen Promo-Team sich anzuschließen. Also habe ich da eh schon ein Interesse. Also wo werden diese Leute rekrutiert sozusagen? Und das braucht ja auch ein bisschen Fingerspitzengefühl, zu erkennen, welche Gruppen, welche Menschen spreche ich jetzt an? Also wenn ich jetzt überlege, ich würde mich jetzt all in all als jemand wahrscheinlich wahrnehmen, der natürlich aufpasst. Und auch als ich noch geraucht habe, ich habe ja aufgehört vor einem Jahr, Ja, habe ich tatsächlich immer, also ich habe nie meine Kippen, Stummel irgendwo hingeworfen, sondern habe die immer irgendwie gesammelt und tatsächlich in eine Mülltonne gebracht oder so. Also wenn mich jetzt aber jemand anspricht, ich sitze da und dann sagt jemand, Räume, aber dein Müllwerk kann es ja auch sein, dass ich denke, ja, mache ich auch. Also genau, gibt es da irgendwie manchmal, also ist das eine angenehme Aufgabe und überhaupt, wie entscheide ich mich dafür, das zu machen? Ja, ich war am Samstag tatsächlich mit einem Team unterwegs. Ich durfte die begleiten, das waren Sarah und Ela und die wiederum arbeiten für eine Agentur in Solingen. Die Agentur Green, die macht das wohl seit zwei Jahren mit der Stadt zusammen und die organisieren quasi auch die Promoterinnen, die da unterwegs sind. Pro Tag sind das immer so zwei Zweierteams und die laufen dann halt eine abgesprochene Route lang. Wo in der Stadt sind die hier? Oder euch nicht lange stören. stören aber, Wir sind so ein bisschen dafür zuständig, dass die Stadt halt auch sauber bleibt und so weiter und würden uns nur freuen, wenn ihr das und das wegräumt. Wenn jetzt irgendwie da ein Raucher stand, dann hatten die auch so kleine Taschenaschenbecher mit dabei. Die sind eigentlich total cute gewesen, die konnte man so aufziehen und dann hattest du so extra so eine kleine Mulde, wo du deine Kippe ausdrücken konntest. Ist, sehr praktisch, glaube ich. Wahrscheinlich, ja. Wenn ich mich so an mein früheres Ich erinnere. Aber genau, das kommt dann halt bei den Leuten auch, glaube ich, ganz gut an. Sind die auch erkennbar? Genau, die haben extra T-Shirts an, wo dann sowas draufsteht, damit man auch sieht, okay, die sind wirklich von der Stadt und quatschen mich nicht so doof an. Es gab so ein paar Leute, die dann wirklich so gefragt haben, ach, wollt ihr mir jetzt was verkaufen, so irgendwie in die Richtung? Aber wenn die halt was rausgeben, also es sind dann diese Taschenaschenbecher, diese Müllbeutel und vielleicht noch so einen Stoffbeutel, den man dann als Gimmick mitkriegt, wenn man irgendwas total schon sowieso Tolles gemacht hat, wenn man seinen Müll sowieso schon eingesammelt hat oder so. Auch darauf achten die so ein bisschen, dass so ein kleines Belohnungssystem quasi entsteht. Und dann waren wirklich die Großteil der Leute, also eigentlich alle, die die angesprochen haben an dem Tag, waren total positiv, haben interessiert zugehört. Also jetzt nicht irgendwie so, ja, wir haben keinen Bock drauf, machen wir sowieso, sondern einfach so ein oh, das ist voll cool, dass ihr das macht, danke. Und haben das dann halt angenommen und entsprechend auch die Sachen dann weggeräumt. Also wenn man dann später nochmal irgendwie an der Stelle vorbeigelaufen ist, dann hat man auch gesehen, okay, krass, da ist halt nichts mehr da. Das ist natürlich auch mit so einem Belohnungssystem, das funktioniert ja auch quasi antizipatorisch, habe ich das Gefühl. Also wenn ich jetzt schon weiß, ah, jetzt habe ich so einen Taschenaschenbecher bekommen. Ich hätte es ja, wenn ich die Erfinderin dieses Ding wäre, ich hätte es ja Taschenbecher genommen, naja. Oder halt einen Jutebeutel oder überhaupt, also irgendein Material an die Hand, dann fühle ich mich vielleicht ja schon mal ein wenig anders auch dazu angehalten, dann wirklich auch aufzuräumen und nicht das einfach einzustecken. Also das kann ich irgendwie, das kann ich mir gut vorstellen, dass das funktioniert. Und es ist ja auch eine schöne Art und Weise. Jetzt hast du gesagt, dass die meisten Menschen oder fast alle oder eigentlich alle, mit denen ihr da gesprochen habt, also du warst ja Part des Teams sozusagen. Positiv reagiert haben. Ist es vielleicht auch, weil es ja sowieso jetzt kein, also dass ich irgendwo meinen Müll wieder mitnehme, ist ja eigentlich was, was in mir drin sein sollte. Also es ist ja eher ein nettes Erinnern daran, oder? Also jetzt keine Aufklärungsarbeit. Oder hast du das Gefühl, da waren auch Leute, die so dachten, hä, ach so. Nee, also ganz wenige tatsächlich, wo man sowas überhaupt sagen oder denken würde. Die meisten sind wirklich von sich aus, wo sie auch merken, okay, ich lasse das jetzt nicht einfach so liegen, sondern nehme das sowieso mit. Für die war es einfach nur nochmal ein nettes Gespräch zum Erinnern, von wegen auch so ein bisschen die Stadt kümmert sich um Sachen, das ist ja auch wieder ein ganz wichtiges Merkmal für die Stadt, dass sie da so ein bisschen Außenwirkung zeigt und sowas und auch rausgeht, auf die Leute zugeht. Ich glaube, das ist so der Hauptpunkt, den die Stadt da mitdenkt und was das Projekt für die auch erfolgreich macht. Also gar nicht mal so sehr, dass man irgendwie hinterher quantitativ messen kann, so viel Müll weniger oder wie auch immer musste auf den Wiesen eingesammelt werden, sondern tatsächlich dieses, wir geben den Leuten ein nettes Gefühl und sprechen die wirklich an aktiv und gehen auf sie zu und lassen sie nicht einfach nur so, ja gut, toll, ihr räumt den Müll weg, wir schreiben irgendwo was auf dem Plakat, ist halt was anderes, als wenn dich jemand anspricht und das sagt, cool, dass du deinen Müll wegräumst. Und ich glaube, das ist so der Unterschied daran. Wobei man gleichzeitig auch sagen muss, dass natürlich das alles tagsüber geschieht. Also es ist alles so eine Übertag-Geschichte. Und man muss ja auch wirklich sagen, der meiste Müll, der dann, genau, nur am Wochenende und dann tagsüber. Aber der meiste Müll, der ja wirklich da liegen bleibt, das muss man ja wirklich auch sagen, sind jetzt eher Leute, die spätabends oder nachts da unterwegs sind, sich irgendwie ordentlich einen in die Kante geben. Und dann ist das wieder was anderes. Und da ist ja noch keiner dabei, der dann sagt, hey Leute, wäre aber cool, wenn ihr noch eure Sachen wegräumt. Da ist dann der Ordnungs- und Servicedienst wohl irgendwie mitbeauftragt, dass die das machen, wenn die irgendwen sehen, die dann anzusprechen. Aber man hat mir erzählt, dass es einfach für die Promoteams zu gefährlich wäre, wäre, wenn man da jetzt irgendwie nachts mit irgendwelchen mehr oder minder Betrunkenen agieren müsste. Kann ich mir auch vorstellen. Und es wäre der Stadt aber durchaus bewusst, dass natürlich der meiste Müll tatsächlich auch nachts anfällt und nicht am Tag, wo die meisten ja sowieso drauf achten, auch weil ja so ein bisschen glaube ich auch insgesamt, die Leute um dich rum drauf achten, was du so machst und wenn man da sieht, okay, da verlässt jetzt einfach irgendwer seine Picknickdecke und lässt alles liegen, dann wird ja auch wahrscheinlich irgendwer was sagen und einen drauf ansprechen. Dass man was sagen kann und das irgendwo ansprechen da kommen wir gleich drauf ich habe mich jetzt gefragt das gibt es ja schon seit 2011 diese aktion oder, projekte oder so konntest du irgendwie in erfahrung bringen ob sich da so der weib ein bisschen verändert hat also gab es vorher, 2011 bis 2014 mehr zu tun? Also hat sich die Ansprache ein bisschen geändert? Sind die Teams größer geworden? Ist es jetzt gerade nach der EM, also wie war das zum Beispiel? Haben die da irgendwie was zu sagen? Es wurde tatsächlich wenig zu gesagt. Also einfach, weil die Leute das natürlich auch nicht seit 2011 machen. Gleichzeitig ist es so während der Pandemie ein bisschen ausgesetzt worden und ich selber, ich meine, ich komme ja auch nicht aus Düsseldorf eigentlich, aber ich wusste gar nicht, dass das schon so lange existiert. Also mir war das gar nicht bewusst tatsächlich. Wohl zugenommen hat. Ja. 2023 waren die irgendwie an zwölf Tagen unterwegs und haben dann insgesamt 1900 Gespräche geführt oder sowas, wurden mir gesagt. Aber für die Jahre davor habe ich keine Zahlen. Die wurden mir nicht mitgeteilt, aber da waren es auf jeden Fall weniger Leute. Und die suchen die Tage aus nach Witterung. Genau. Wo potenziell auch viel los sein kann, natürlich. Also macht jetzt keinen Sinn irgendwie, wenn es so ein bisschen diesig ist und was auch immer. Daraus zu gehen, wenn natürlich irgendwelche Aktionstage sind. Also, keine Ahnung, Japan-Tag zum Beispiel macht natürlich auch noch mal mehr Sinn, weil da ja viel mehr Leute unterwegs sind, als jetzt einfach so ein, keine Ahnung, Ferien-Samstag, wo vielleicht gar nichts los ist. Und hast du mitbekommen, also gab es auch schon mal stressige Situationen? Also gibt es irgendwie so Anekdoten, wo man wusste, dieser eine Wochenende, da waren irgendwie alle richtig kacke drauf und die haben nur... Tatsächlich, also Ela und Sarah haben mir so erzählt, dass es wirklich gar nicht bis jetzt der Fall war. Es sind zwei Vorfälle, an die sie erinnern konnten, wo es so ein bisschen unangenehm war wohl. Also jetzt nicht irgendwie, dass irgendwer verbal ausfällig geworden wäre oder sowas, sondern einfach nur so ein unterschwelliger, ablehnender Vibe. Ja, niemand wird ja gerne korrigiert. Genau. Wie gesagt, schon im Vorhinein irgendwie für was verurteilt. Aber dafür, dass es, ich meine, die führen ja wirklich pro Tag so 50, 80 Gespräche, dass dann halt insgesamt, seit die das machen, zwei davon irgendwie nicht so geil waren, ist das eigentlich ein ziemlich guter Schnitt. Ja, das überrascht mich auch sehr. Ich hätte jetzt auch geglaubt, wenn irgendwie 50-50 wäre oder so, weil ich mir wie gesagt, also das habe ich ja eben schon gesagt, aber ich kann mir vorstellen, das hat was mit Fingerspitzengefühl zu tun, irgendwie auch den richtigen Ton zu treffen, um nicht so belehrend zu sein oder schon im Vorfeld zu sagen, du siehst mir hier aus, als würdest du hier rummüllen. Und wenn ich das jetzt auch machen möchte, also wenn ich durch die Stadt laufen wollen würde und Menschen darauf ansprechen, dass sie ihren Müll wieder mitnehmen, kann ich mich da irgendwie bewerben? Soweit ich das mitbekommen habe, wirklich, es läuft dann jetzt gerade über die Agentur und so eine wirkliche Bewerbungsphase oder sowas gab es da nicht, dass man sagen könnte, jeder, der Bock hat, kann mal irgendwie da mitmachen. Wobei das natürlich sicher auch eine spannende Aktion wäre, weil so wenig Kohle gibt es dafür auch nicht. Also pro Team, pro Einsatzteil gibt es 550 Euro. Also man muss zwar durch zwei teilen und wahrscheinlich bleibt auch irgendwas bei der Agentur hängen. Aber ist jetzt auch nicht so schlecht, dafür, dass du den ganzen Tag durch die Gegend laufen darfst und an der frischen Luft bist und ein paar Gespräche führen musst. Das stimmt. Aber an sich, genau, klang das jetzt nicht so unerstrebenswert. Es gibt ja auch so, man kann es ja auch privat machen, also diese ganzen, den Rhein aufräumen oder in Parks mal mit einer, also ich gehe oft durch den Rheinpark irgendwie laufen oder so. Und da ist auch jemand mit so einer Müllklammer und so. Also das für die Umwelt sorgen oder für unser Umfeld irgendwie sich verantwortlich fühlen sollte ja nicht nur Agentur gesteuert sein. Absolut. Da gibt es ja auch super viele Initiativen, Gruppen, Einzelpersonen. Das nimmt so stark zu und die Stadt unterstützt das ja auch. Also wenn man als Einzelperson, als Gruppe sich da irgendwie engagieren möchte, kann man sich auch da bei der Stadt melden und dann finanzieren die zum Beispiel irgendwie Müllbeutel und Handschuhe und auch so Greifer zum Beispiel und organisieren die Abholung vom Müll, der zusammengesucht wird. Also das ist halt auch ganz cool eigentlich, weil es, glaube ich, nicht in jeder Stadt selbstverständlich ist, dass man A, so viel Engagement hat und B, dafür auch noch unterstützt wird von der Stadt. Das ist eine ganz gute Sache, denke ich. Ja, das finde ich auch. Melden kann ich mich auch andersrum quasi, über eine App oder eine Nummer. Wenn ich jetzt weiß, ich laufe halt immer ... Auf dem Goldshäumer Friedhof entlang und da sehe ich jetzt, da hat offenbar jemand seinen Geburtstag gefeiert, auf der Wiese auf dem Friedhof. Ja, ja, warum nicht? Und jetzt möchte ich Bescheid sagen. Das kann ich machen über eine App. Also da, wie funktioniert das? Ohne, dass ich irgendwie direkt das Gefühl habe, ich bin so ein bisschen Ich bin mir nicht sicher, ob sich dieses Gefühl nicht vielleicht doch einstellt, aber es geht auf jeden Fall relativ easy. Also es gibt seit einiger Zeit die App Düsseldorf bleibt sauber. Die kann man sich einfach runterladen und dann kann man da sich also einfach eine Eintragung machen sozusagen und kann dann ein Foto auch mitschicken, wie das da aussieht. Da werden, glaube ich, auch GPS-Daten übermittelt und dann kann man für die Stadt relativ easy rausfinden, wo genau ist das und wo genau muss ich die Leute hinschicken. Das ist natürlich ganz spannend eigentlich. Eigentlich, da kann man normal irgendwie so allgemeine Verschmutzungen melden, von wegen irgendwie da ist der Mülleimer nicht geleert worden oder der ist besonders voll oder sowas und läuft gerade über. Man kann aber auch sagen, wenn mal wieder der Papiercontainer sich daneben die Kartons stapeln oder sowas. Genauso wie irgendeine wilde Müllkuppe, die man irgendwo beim Spazieren im Wald zum Beispiel entdeckt hat, gibt es ja auch. Und wenn die keiner meldet, dann bleibt die halt einfach da. Und dementsprechend ist es ja auch eine ganz gute Sache. Und das nutzen auch total viele Leute. 2023 hat es da 17.000 Meldungen gegeben, die von der Stadt bearbeitet werden durften. Und das ist ja schon einiges. Oh ja. Und das ist jetzt nur die App. Und dann gibt es noch mal das Servicetelefon und eine Mailadresse, bei der man sich auch melden kann, wenn man keine Lust darauf hat, diese App zu benutzen. Und bei der App waren es 10.600 so rum Kontakte, die die hatten. Und bei der Mailadresse noch mal 7.500. Also quasi nochmal das Gleiche, wie bei der App auch schon zusammengekommen ist, wobei man da sagen muss, dass nur ein Drittel von den Anrufen und Mails sich tatsächlich auf irgendwelche Vermüllungshinweise bezogen haben und der Rest halt einfach so anliegen wie, hey, ich habe einen Gebührenbescheid bekommen, aber möchte den nicht zahlen oder ich würde gerne eine neue Mülltonne bestellen oder die abbestellen oder sowas. Das kommt da auch natürlich mit dazu, aber es gibt auf jeden Fall drei Möglichkeiten, bei denen man sich melden kann, wenn man irgendwelche Fragen oder Anmerkungen oder Hinweise hat auf Vermüllung, auf irgendwelche anderen Sachen, die mit Müll und Abfall und Reinigung der Stadt zu tun haben. Also es ist schon einiges, was da aufgefahren wird und ich glaube, das ist auch ganz gut so und das merkt man, glaube ich, auch irgendwo, auch wenn es natürlich immer noch diverse Stellen oder Zeitpunkte gibt, an denen es trotzdem aussieht, als hätte die Bombe eingeschlagen und ich beneide wirklich niemanden von der Avista, der das wegräumen darf. Ja, das stimmt. Ich finde gut, dass es das gibt und in manchen Hinsichten, nobody likes a snitch, aber in manchen Hinsichten ist es vielleicht nicht so schlimm, wenn man darauf aufmerksam macht, dass Mitbürgerinnen oder Bürger sich nicht darum kümmern, ihren Müll mitzunehmen. Also ich finde, da kann man ruhig mal petzen, so jetzt habe ich es gesagt. Genau, das mache ich jetzt auch. Ich laufe jetzt durch die Stadt und gucke, wo es überall ganz besonders dreckig ist. Nein, natürlich nicht. Aber wenn ihr, wenn wir jetzt also den Müll-Promo-Teams über den Weg laufen oder sie uns, dann wissen wir, was uns erwartet. Trotz des wunderschönen Wetters, was ja jetzt wahrscheinlich noch 20 Minuten anhält draußen, so wie ich das im Moment hier einschätze. Und Ferienzeit und draußen sein und picknicken, das sollen wir alle machen und das dürfen wir alle machen, aber take your trash with you. Vielen, vielen Dank, Julia Nemesheimer, für dieses mal wieder sehr schöne Gespräch. Ich danke dir. Und bis zum nächsten Mal. Bis dahin. Tschüss. Music. Kurze Pause. Vielleicht mit etwas Werbung. In Düsseldorf hat Anfang Juni ein neuer Laden aufgemacht, bei dessen Anblick die Herzen von Spielzeugsammlerinnen und Sammlern wahrscheinlich ein paar Takte höher schlagen dürften. Toys und Helden bietet auf zwei Etagen mehr als 50.000 Stücke an. Willkommen sind alle. Ich war vor Ort und habe mit Betreiberin Sabrina Aden gesprochen über Star Wars Actionfiguren, über den Grund, warum Menschen sammeln und über Walter, einen alten Teddy. Und auf einem ehrwürdigen alten Ledersofa sitze ich im zweiten Stock von Toys und Helden, einem relativ neuen Laden auf der Kasernenstraße-Ecke, Flingerstraße, umgekehrt ist es eigentlich, Flingerstraße-Ecke, Kasernenstraße. Das Wichtige ist, ich sitze hier mit Sabrina Aden. Hallo. Wie schön, dass wir hier gemeinsam sind und sprechen und zwar über den Laden, in dem wir uns hier befinden. Man hört ja auch im Hintergrund wahrscheinlich ein bisschen Geräusche. Es ist nämlich sehr, sehr, sehr gut besucht. Was besonders ist, so lange seid ihr noch gar nicht hier an diesem Standort. Kannst du mal ein bisschen die Genese erzählen, wie es dazu kam, dass wir jetzt hier sitzen? Ja, dann muss ich ein bisschen weiter zurückgreifen. Irgendwann habe ich den Marc kennengelernt, das ist ja mein Geschäftspartner hier und wir sind beide total verrückt, also positiv verrückt möchte ich gerne sagen. Und dann habe ich auf einer Convention kennengelernt für Star Wars und er hat mich angesprochen, als ich bei ihm was gekauft habe, ob ich Lust hätte mit ihm was zu machen, also auf Messen zu gehen und so weiter. Und dann irgendwann hat sich dieses kleine Gespenst im Kopf so eingenistet, eigentlich müsste man was Festes haben. Keine Lust auf alle Convention zu fahren, weil es ist ja auch immer sehr, sehr viel Stress. Einpacken, auspacken, wieder einpacken, auspacken. Und dann hat sich dieses Hirngespinst immer weiter gesponnen, immer weiter gesponnen. Wir haben dann so ein kleines rotes Buch angefangen, so was für einen Laden wir gerne hätten, was da rein soll und und und. Ja, und dann im Oktober wurde das dann immer intensiver und dann haben wir halt hier nach Läden geguckt in Düsseldorf, haben uns auch ein paar Läden angeguckt und unter anderem auch diesen Laden an der Kasernenstraße, Ecke Flingerstraße, so heißt das leider. Ist zwar eher die Flingerstraße, aber ja. Ja, und dann haben wir uns den Laden angeguckt und dann ging das eigentlich relativ zügig. Also ich glaube, innerhalb von 30 Tagen hatten wir den Laden hier eingerichtet und stehen. Stehen. Es haben auch schon mal zwischendurch schon Leute an der Tür gerüttelt und wollten schon rein. Und wir so, nee, nee, wir sind noch im Umbau, es geht noch nicht. Und ja, seit dem 15.06. Ist der Laden jetzt offiziell eröffnet. Viele denken immer noch, das ist ein Pop-Up-Store, ist es aber nicht. Es ist wirklich ein festes Geschäft. Und ja, seit dem 15.06. Ist der Laden auf und eigentlich auch stetig besucht. Und jeder, der reinkommt, denkt so, boah. Ja, das ist tatsächlich eine Reaktion, die mir selber entfleuchte und die die man auch merkt. Also genau, alle, die hier reinkommen, machen große Augen. Viele wissen wahrscheinlich auch schon ungefähr, wonach sie hier suchen. Und als du gerade gesagt hast, den Laden eingerichtet, also das kann man sich natürlich, wenn man das jetzt nur auditiv mitbekommt und nicht hier sitzt, kaum vorstellen. Also eingerichtet ist ja fast, also es ist ja bestückt. Also hier sind ja, ich weiß nicht, wie viele Objekte ihr hier in diesem Laden stehen habt. Es geht, um das jetzt einmal ganz offiziell zu sagen, Also es gibt hier Sammlerstücke, es gibt Spielzeuge, es gibt Hörbücher, es gibt Comics, es gibt Schallplatten, also alles, was man sammeln kann und möchte in einem bestimmten Bereich. Du bist selber auch Sammlerin, das haben wir hier gerade schon rausgehört, weil ihr habt euch auf einer Convention kennengelernt. Und genau, also eingerichtet hört sich so salopp an, dann stellt man hier ein kleines Buch hin, da ist ein Regal und so. Aber ihr habt das hier ja mit Leben gefüllt und dieses Leben ist halt irgendwie witzigerweise aus Plastikfiguren, aber trotzdem. In welcher Gesellschaft sind wir hier? Püppchen gucken uns hier gerade zu, ungefähr am 1. Das kann ich gar nicht so genau sagen. Es war auf jeden Fall ziemlich viel zu tragen. Das glaube ich. Irgendwo flog mal die Zahl 50.000 rum. Ist das realistisch, dass es hier irgendwie 50.000 Dinge gibt, die man durchstöbern kann? Ich würde sogar sagen, es ist noch ein bisschen mehr. Wow. Es ist aber nicht voll. Ich meine, ihr habt hier auch, wie groß ist der Laden? Über 200 Quadratmeter haben wir hier. Unten ist es natürlich ein bisschen kleiner. Und jeder, der auch reinkommt, denkt, es ist nur ein kleiner Laden. Und dann schielen die um die Ecke, sehen die Treppe, wie oben geht es noch weiter. Und dann kommen die hier nach oben und verlaufen sich. Jetzt sind diese Dinge alle hier, aber die kommen ja auch irgendwo her. Wie ich dann jetzt als Endsammlerin sozusagen an die Sachen komme, nach denen ich wahrscheinlich auch schon Jahre suche, da reden wir gleich sehr, sehr, sehr gerne auch nochmal drüber, was hier sich alles so versteckt in den Regalen und Vitrinen und Kisten. Und an den Ständern, aber wie, also ihr habt jetzt hier diesen Laden, wie du schon sagst, es ist ziemlich viel da einzuräumen, aber naja, woher kommen denn die Sachen, die ihr einräumt? Wie findet ihr die Objekte, die ihr dann weitergebt? Also der Mensch ist ja Jäger und Sammler. True that. Und ja, wir gehen halt auch viel auf die Jagd, ob das jetzt Trödelmärkte sind. Uns werden natürlich auch Sammlungen von Leuten angeboten, die dann sagen, ja, ich habe mich jetzt daran satt gesehen, ich möchte vielleicht ein neues Sammelhobby anfangen. Ach, das gibt es, dass man sich quasi weiterentwickelt von seiner Sammlung? Genau, und dann wird uns das angeboten, dann gucken wir uns das an und wenn wir das für gut befinden oder sagen, ja, das passt in unser Konzept rein, dann wird das auch durchaus aufgekauft, und dann kommt das hier in den Laden rein und dann hat man halt für die Leute, die hier in den Laden kommen, wieder neue Sachen, die die angucken können. Also es ist nie das gleiche Sortiment, es ist immer etwas anderes. Ich glaube, ich kann hier heute reinkommen, sage, ja, schön, ich komme morgen wieder. Das habe ich ja gestern gar nicht gesehen, wo kommt das denn plötzlich her? Dann ist das vielleicht am Tag vorher in die Vitrine, in den Schrank oder ins Regal gestellt worden Und ja, es ist immer wieder was Neues. Wo ihr dachtet, wir fahren, doch wieder, weil das ist alles ein bisschen zu viel oder es ist gar nicht das, was wir suchen. Also gibt es da irgendwelche Anekdoten oder habt ihr da mal irgendwas Abgefahrenes erlebt? Also ich würde sagen, die erste Sammlung, die wir zusammen geholt haben, wo wir dachten, haben uns so umgekuckt und dachten, ja, das schafft man in einem Tag. Also in Kartons zu räumen, zu katalogisieren, zu gucken, was gehört wohin. Und das dann wegzufahren und im Endeffekt waren das dann nur mit einem Packen zwei Tage, die man da gebraucht hat. Man hat hier in der Schublade noch was gefunden, unterm Bett lag noch irgendwas an der Decke, klebte was, wo man gar nicht vorher drauf geachtet hat. War eine sehr, sehr schöne Sammlung. Da sind auch Teile immer noch von hier im Laden. Und ich zum Beispiel habe dann immer das Problem, ich nehme das dann in die Hand und denke mir, ach ist das schön. Weil wenn man selber Sammler ist, dann denkt man sich, das ist aber schön. Ja, das musst du jetzt wieder abgeben. Am liebsten alles behalten, aber das geht natürlich nicht. Ich verstehe. Und das ist ja ein Geschenk für alle Menschen, die sammeln, dass ihr abgebt. Aber genau, das würde ich jetzt auch, wenn ich das so fragen darf. Also du besitzt dann auch eine Sammlung und du lebst dann mit deinen Objekten. Also hast du irgendwie das Gefühl, ich muss mich jetzt auch mal von irgendwas trennen, weil sonst wird es hier zu voll. Hast du einen Lagerraum? Also wie groß ist so eine Sammlung? Ich kann mir das tatsächlich gar nicht so genau vorstellen. Also ich sag mal so eine Sammlung, die kann von einem kleinen Kartönchen über eine Vitrinenwand bis zu einer ganzen Wohnung, ganzen Haus plus Lagerräumen gehen. Ich hatte auch eine Zeit lang viel in meinem Keller, in Kisten gut verschlossen, aber ich denke mir dann so, ja dann kann ich meine Sammlung ja gar nicht sehen. Das ist das Problem oder man möchte es um sich haben. Ich möchte es gerne sehen, ich möchte mich daran erfreuen und dann habe ich die ganzen Sachen, die im Keller war, habe ich dann auch hier mit in den Laden eingebracht, Weil ich dann denke, dann haben da andere Leute eine Freude dran, dann mache ich anderen Leuten eine Freude, vielleicht haben sie das schon ewig gesucht und wenn das bei allen Leuten im Keller liegt, dann findet man das natürlich auch nicht so leicht und habe das dann hier mit reingebracht und habe mich jetzt eher so auf bestimmte Sachen in meiner Sammlung fokussiert und die stehen bei mir schön in Vitrinen drin und die kann ich jeden Tag sehen und mich daran erfreuen. Wie schön. Ich weiß, dass das eine Frage ist, die man nicht stellt, so wie man auch niemanden fragt, bin ich eigentlich dein Lieblingskind? Hast du in deiner Sammlung ein Stück, was dir aus verschiedensten Gründen besonders nahe ist, was dir am Herzen liegt? Gibt es das eine Stück, wonach du schon immer suchst? Vielleicht sind das auch zwei verschiedene Sachen, dann können wir das getrennt beantworten. Aber ich sage jetzt, ich frage einfach, hast du ein Lieblingsstück? Ich bin eigentlich Star-Wars-Sammler, habe auch ganz viele Figuren von Hot Toys und Sideshow, aber mein absolutes Lieblingsobjekt, wo ich auch jetzt lange nachgesucht habe, obwohl ich eigentlich überhaupt nicht auf Barbies stehe, ist eine Totally Hair Barbie oder Ultra Hair Barbie aus den 90er Jahren. Das war die mit diesem psychodelischen Kleid und den ganz, ganz langen Haaren. I remember. Die habe ich, ich glaube 1993, von meinem Opa zum Geburtstag gekriegt. Ich konnte mit Barbies nichts anfangen. Habe die natürlich ausgepackt, auch ein bisschen damit rumgespielt. Und dann war die irgendwann weg. Und dann ist mein Opa verstorben. Und dann habe ich mir irgendwann gesagt, ich möchte diese Barbie wieder haben. Einfach nur diese Erinnerung. Ich verstehe. Die ist auch noch original verpackt. Die packe ich auch nicht aus. Die steht einfach in meiner Vitrine und jedes Mal, wenn ich diese Puppe mir angucke, denke ich an meinen Opa. Und das sind so Erinnerungen, die kann mir keiner nehmen. Ja, das stimmt. Und das leitet wunder, wunderbar über zu meiner nächsten Frage, warum sammelt man? Also es gibt ja einmal die, genau, wie bist du zum Sammeln gekommen? Ich stelle mir einfach schlicht vor, man hat was, findet das gut und will halt, also möchte das erweitern so. Aber warum sammelst du? Warum sammeln Menschen? Und wer schmeißt dir gerade mit Dingen um sich, naja. Also, genau, es ist was Emotionales. Also wenn du das erzählen möchtest, warum denkst du, sammeln Menschen, warum sammelst du? Das ist vielleicht schwierig zu beantworten. Manche Menschen sammeln wirklich auf so emotionaler Ebene, die haben da irgendeine Erinnerung dran und andere sammeln, denke ich mal, auch wieder, wenn ich mir überlege, ich wollte als Kind unbedingt bestimmte Sachen haben. Ich habe ja gerade erzählt, ich stand nicht auf Barbies, aber habe immer Barbies bekommen. Diese Barbies habe ich im Kindergarten gedealt gegen Actionfiguren oder Wrestlingfiguren. Mit wem hast du dann gedealt? Mit den Jungs bei uns aus dem Kindergarten. Man war dann so eine Gang und hat dann im Sandkasten gedealt. Und die haben dann schon quasi den Wert der Barbies gesehen und haben dann gedacht, okay, das ist auch was für sie. Ja, ich glaube, denen ging es eigentlich darum, der unterm Rock zu gucken, wie jedes Kind das früher gemacht hat. Und dann denkt man sich, wenn man erwachsen ist, so mit 18, 19, man verdient sein erstes Geld, vielleicht eine Ausbildung oder man studiert gerade und hat dann mal ein bisschen Geld auf der Tasche und sieht dann vielleicht genau dieses Teil, was man als Kind unbedingt haben wollte. Sei das jetzt eine Actionfigur von Star Wars, sei das ein Comic, den man vielleicht auch als Kind schon hatte, irgendwie ein lustiges Taschenbuch oder so, was man wirklich kaputt geliebt hat. Oder so ein Teddy, den man kaputt geliebt hat und sieht den dann wieder und sagt dann, ja, den möchte ich jetzt haben. Da hängt so eine Erinnerung dran und dann kann es natürlich auch dann passieren, dass man dann sagt, ja, finde ich schön, ach, da gibt es noch mehr Sachen von, ja, da möchte ich die aber auch haben. Und dann ist das, entwickelt sich das schon zu so einer Art Sammelleidenschaft oder auch bei vielen zur Sammelsucht. Ich verstehe, also das kann ich gut nachvollziehen, dass wenn man einmal genau was entdeckt hat, weil ich kann mir auch vorstellen, wie schon gesagt, also auch hier in diesem Laden, wenn ich, ich habe eine Idee von was, was ich vielleicht suche und dann gucke ich mich durch das Sortiment und also wühlen möchte ich nicht sagen, weil das stimmt ja nicht, sondern ich schaue mich hier durch und stöber rum und dann finde ich das. Das muss ja auch einfach, André, Das ist ja wie, wenn ich ein bestimmtes Kleidungsstück vielleicht mir vorstelle und das suche. Beim Sammeln ist es halt dann noch vielleicht die Besonderheit oder ganz sicher die Besonderheit, dass es nicht garantiert ist, dass ich das finde. Diese heilige Gralsuche. So zu sagen. Und manche sammeln ja auch wirklich nicht bestimmte Toylines oder so oder bestimmte Comics. Die sammeln einfach, was sie schön finden. Also einfach, ich sehe irgendwas und dachte, ach, das finde ich schön, das möchte ich jetzt haben. Ja, hattest du hier im Laden oder hattet ihr hier im Laden schon mal so eine, gab es schon mal jemanden, der gesucht hat und gefunden, wonach er ewig gesucht hat und dann hier irgendwie gab es, gibt es ja manchmal so einen emotional Moment? Manchmal ist vielleicht untertrieben, also regelmäßig, dass die Leute hier mit glasigen Augen rausgehen oder lächelnd in den Laden reinkommen und grinsend den Laden wieder verlassen. Wir hatten letztens einen älteren Herrn hier, der steht total auf Pinocchio. Und der hat bei uns so viele Sachen von Pinocchio gefunden und auch die Comics von Pinocchio. Und der war so glücklich. Der ist hier fast rumgehobst durch den Laden und hat sich so dermaßen darüber gefreut. Ja, das finde ich schön. Das macht das für mich auch aus. Und natürlich ist es auch toll daran, Geld zu verdienen. Aber wenn man so die Träume der Menschen beflügeln kann oder denen irgendwas wiedergibt, so emotionale Stabilität durch irgendein Spielzeug, finde ich das super, super toll. Und was für mich eigentlich das Allerschönste war, war ein Vater mit seiner Tochter. Die sind hier durch den Laden gelaufen und dann guckt die Tochter zu ihrem Papa hoch und sagt so, Papa, weißt du, was das hier ist? Und der Papa so, nee, was denn? Ein Museum, in dem man Sachen kaufen kann. Und diesen Satz, der hat sich bei mir so eingebrannt, den werde ich auch nicht vergessen. Ja, das kann ich sehr gut verstehen. Es ist eine sehr emotionale Komponente dabei. Das, finde ich, spürt man auch, weil, wie du schon beschreibst, das erlebe ich ja auch, wenn man hier, ja, wir sitzen jetzt hier in dieser wirklich sehr gemütlichen Ecke. Und genau, die Stimmung ist, ja, alle freuen sich. Und es sind ja auch, also ich habe das Gefühl, wie gesagt, das kann ich jetzt nur raten. Ich sehe was und das will ich haben. Dann kommt jemand anders und sagt, da suche ich jetzt auch schon seit 35 Jahren nach. Ich kann mir vorstellen, dass sich auch dieser Konflikt wahrscheinlich irgendwie friedlich lösen lässt und nicht in Streit ausartet, wie vielleicht, wie man das aus irgendwelchen Filmen kennt, wo man sich um eine Jacke streitet, die es nur noch einmal gibt oder so. Jetzt noch so eine Frage, die man wahrscheinlich einfach nicht fragt, aber hey, dafür bin ich ja da. gibt es auch manchmal, dass man irgendwie denkt. Dir das jetzt, weiß nicht. Also, dass man, dass dieses Gefühl sich manchmal andersrum dreht und man denkt so, du sammelst nicht aus dem, du sammelst nicht, weil du da eine Freude dran hast, sondern einfach nur als Wertanlage. Ich möchte das gar nicht werten, weil wie gesagt, ja, alle machen das ja aus einem eigenen Grund, aber ich kann mir vorstellen, einfach mal so ganz offen gefragt, das kann man ja auch, also genau, es gibt ein Objekt und da ist jemand und der sagt, ach, ich will das haben und man denkt, Irgendwie denkt man so nicht. Also kommt sowas auch mal vor? Ich denke mal schon, dass sowas auch vorkommen wird oder auch schon vorgekommen ist, dass jemand einfach nur sich irgendwas aus dem Regal gegriffen hat, auf die Kasse gelegt hat, einpacken lassen und tschüss. Aber da sind dann auch viele, die suchen das nicht für sich selber, sondern die brauchen irgendwie ein Geschenk für Freude. Die wissen dann, okay, die steht auf Hello Kitty oder okay, der oder die mag jetzt Mickey Maus und ich kaufe da mal eben irgendwas, ohne da wirklich diesen emotionalen Wert zu haben. Aber da denke ich mir dann wieder, wenn die das dann verschenken an die Person und dann mitbekommen, wie die Person sich darüber freut, auch dann weiß, ey, der hat sich trotzdem Gedanken gemacht, der kann da zwar überhaupt nichts mit anfangen, hat sich aber Gedanken gemacht, was mag ich und sich dann wirklich die Arbeit gemacht, das für mich zu besorgen, dann freuen die sich natürlich auch. Das kriegen wir natürlich dann nicht mit. Wir möchten lieber, dass du hier lächelnd rausgehst. Ja, ja, verstehe. Man kann halt nicht jeden happy machen. Aber wir sind schon auf einem guten Kurs. Also 90 Prozent kriegen wir hin. Ja, da seid ihr. Das stimmt. Ich stelle mir vor, dass du fast jedes Stück hier in diesem Laden kennst oder das ist ja alles einmal durch deine Hände gegangen, wahrscheinlich in irgendeiner Art und Weise. Nicht alles, aber schon viel und wenn jemand nach bestimmten Sachen fragt, ich bin da so ein kleiner Monk, ich weiß dann in den meisten Fällen auch, wo es steht und dass wir es noch haben und renne dann wie so eine angestochene Biene hier durch den Laden und suche das dann und sage dann, hier haben wir das. Und manchmal finde ich auch Sachen nicht wieder und dann, wenn der Kunde gerade weg ist, dann sagt er, ach da liegt es. Aber dann kommt wahrscheinlich der nächste richtige Mensch und möchte das dann auch haben. Hast du hier in diesem Laden ein Teil, was dir ganz besonders am Herzen liegt oder eins, was nicht zu verkaufen ist? Walter. Walter. Ich habe diese Frage natürlich darauf hinausgehend gestellt, weil ich habe Walter schon kennenlernen dürfen. Möchtest du mal erzählen, wer Walter ist und was Walters Geschichte ist? Walter hat hier im Laden ein zweites Leben bekommen. Walter ist ein todgeliebter Teddy, möchte ich sagen. Wo man auch wirklich schon noch das Heu drin sieht. Also es ist wirklich, die Händchen sind abgeliebt. Man sieht das Heu. Früher waren ja die Stofftiere und Toffbären, die waren ja steif und dann auch aus Stroh gemacht und so weiter. Und Walter lag jahrelang in der hintersten Ecke im Keller. Hat traurig geguckt. Er hat wirklich traurig geguckt, als wir den entdeckt haben. Und dann haben wir Walter aus seiner Kiste befreit. Und dann stand er erst bei Marc zu Hause und guckte immer noch ein bisschen traurig. Aber er sah schon etwas glücklicher aus. Wie so ein Hund, der so ein neues Leben aus dem Tierheim kriegt. Und dann haben wir Hildegard gefunden. Hildegard ist Walters Frau. Hildegard habe ich aber noch nicht gesehen. Hildegard sitzt bei Walter auf dem Schoß. Und dann haben wir ihn bei Hilde auf den Schoß gesetzt. Dann lächelte er schon ein bisschen mehr. Aber Hildegard war nicht glücklich. Die hat sich immer von ihm weggelehnt. Also jedes Mal, wenn man da hingeguckt hat, war sie ein bisschen weiter von ihm weg. Und dann haben wir noch Axel gefunden. Axel ist auch, ich glaube, das war mal ein Löwe. Sieht mittlerweile aus wie ein kleiner Bär oder ein kleiner Hund. Und dann ist die Familie für uns komplett gewesen. Und diese musste auch mit in den Laden als Masköttchen, dass man sagen kann, man kann auch alte, abgeliebte Sachen immer noch lieben. Da hängen so viele Geschichten dran. Und wer weiß, wer Walter alles schon in der Hand hatte, wem Walter eine Freude gemacht hat. Wenn der weiß, dass Walter schon alles gesehen hat und gehört hat. Und deswegen ist Walter unverkäuflich und sitzt unten an der Theke im Laden und guckt die Leute an und freut sich, dass so viele Leute den Laden besuchen und vielleicht auch mal dem Walter einmal Hallo sagen. Das finde ich ein sehr, sehr, sehr schönes Bild. Und genau, wenn ich jetzt gleich hier rausgehe, an Walter vorbei. Dann habe ich ganz sicher auch ein Lächeln im Gesicht. Vielen, vielen Dank für das schöne Gespräch. Jetzt kommt das Wochenendwetter für Düsseldorf vom Wetterstruxie. Zwei Tage Hochsommer, danach wieder alles beim Alten. Ich grüße euch damit ganz herzlich zum Wochenendwetter. Das Wetter, das hält ein bisschen was bereit. Gerade der Sonntag scheint im Moment noch sehr unsicher zu sein. Das gucken wir uns gleich aber in Ruhe an. Der Freitag bringt uns vom Start weg noch kompaktere Wolkenfelder. Diese werden dann zum Nachmittag verschwinden und die Sonne kommt dann mehr und mehr durch. Das Ganze dann bei 16 bis maximal 29 Grad. Vielleicht sind es in der Innenstadt sogar gerundet, sogar schon 30 Grad. Dazu Spül. Der Samstag bringt uns sehr viel Sonne. Das wird ein wunderschöner Tag werden, wo kaum Wolken am Himmel zu sehen sind. Zum frühen Abend zieht dann von Westen her etwas auf. Das ist dann Vorboden einer Kaltfront. und diese wird dann schon mal so hohe, kompakte Wolkenfelder bringen, die so ein bisschen als Vorboten dieser Regenfront sein wird. Temperaturen liegen dann bei 17 bis maximal 32 Grad und die Luft wird gerade zum Abend hin sehr, sehr schwül werden. Dann gucken wir uns den Sonntag an. Der wird uns, stand jetzt, in der Nacht von Samstag auf Sonntag eine Gewitterfront bringen. Diese kann punktuell Starkregen verursachen und vor allem auch Sturmböen. Das Ganze wird sehr wahrscheinlich im Laufe der zweiten Nachthälfte passieren. Das ist aber alles noch so ein bisschen spekulativ aufgrund dessen, weil wir jetzt halt einfach auch noch gut 72 Stunden davor liegen. Diese Kaltfront, die dann aufziehen wird, die wird auch mit Gewittern untersetzt sein. Das heißt, auch hier besteht dann durchaus die Gefahr von Blitzschlag. Der Sonntag an sich wird dann relativ windig werden zum einen und zum anderen wird er auch relativ viel Regen bringen. Gerade im Bereich von morgens bis in den frühen Nachmittag hinein kann es dann auch mal längere Zeit regnen. Die Temperaturen liegen im Groben bei 20 bis maximal 23 Grad und die Schwüle wird dann gerade hin zum Nachmittag abziehen. Wind ist auch noch ein Thema für den Sonntag, da werden es dann Böen in Richtung 45 km pro Stunde sein. Gerade in Schauernähe kann es dann auch schon mal ein bisschen mehr sein. Dann blicken wir noch kurz auf die neue Woche, die wird uns nämlich einen Mix aus Sonne und Wolken bringen. Das Ganze dann bei sporadischen Schauern und vereinzelten Gewittern bei 14 bis maximal 22 Grad. Und dazu wird es dann zwischendurch auch immer mal wieder windig werden. Das zu diesem Wochenende. Ich wünsche euch jetzt ein schönes Wochenende und wir hören uns dann nächste Woche wieder zum Wochenendwetter. Also bis dann. Ciao, ciao. Mehr Düsseldorf-Wetter gibt es im Wetterstruxy-Blog. Jensstrux.blog Das war der Rheinpegel für diese Woche. Mein Name ist Tosja Kohlmann. Ich freue mich, wenn wir uns nächste Woche wiederhören. Tschüss! Music.