Latest / MOMENTUM - kevinkellermazza / Die meisten haben kein Einkommensproblem – sie haben ein Systemproblem" | Kathir im Momentum Podcast
Transcript
- 0:00Herzlich willkommen zu einer weiteren Folge von Momentum. Deinem Podcast, der inspirierende Menschen inspirierende Geschichten erzählt. Mein heutiger Gast ist Katir. Er arbeitet in der Finanzbranche und das war auch unser heutiges Thema. Finanzen. Ein sehr emotionales Thema, vor allem für ganz viele junge, aber auch ältere Menschen, die vielleicht kurz vor der Pension stehen, nicht genau wissen, wie sie weitermachen sollen, was für ein System sie brauchen. Katir gibt Abhilfe, er und sein ganzes Team.
- 0:28Aber wir sprechen nicht nur über Finanz, sondern auch über sein Leben, wie er zu diesem Leben gekommen ist. Was seine Meinungen zum heutigen und aktuellen AHV-System sind, was es da für Pros und Kontras gibt, wie wir dem entgegenwirken können. Und wir sprechen noch darüber, wie er in die Selbstständigkeit gekommen ist und jetzt ein Unternehmen aufgebaut hat. In diesem Fall ein Podcast, den du nicht verpassen darfst. Schön, dass du hier zuhörst. Alles Gute und du weisst, was jetzt läuft. Intro ab.
- 0:54Stopp, stopp, stopp, stopp, stopp. An dieser Stelle eine wichtige Info. Und zwar, dieser Podcast wird gesponsert von Metanet. Dein Schweizer Partner für Domains, Hosting und Server. Das seit über 25 Jahren. Ich wusste damals als Jungunternehmer, dass der erste Schritt eine richtige E-Mail-Adresse und ein Domain ist.
- 1:10um vor allem Kredibilität und Vertrauen bei meinen Kunden aufzubauen. Und dass sie genau wissen, das ist mein Unternehmen. Falls du jetzt kurz vor der Gründung bist oder bereits gegründet hast, findest du hier unten in der Caption den Link zu deiner neuen Domain- oder E-Mail-Adresse. Auf was wartest du? Jetzt zugreifen und jetzt Intro ab. Ich glaube, wenn wir das alle so sehen würden...
- 1:30Das Leben war mehr als ein Business, das klingt voll unromantisch. Aber du musst ab und zu... Ich glaube, die, die selbstständig sind, wenn du mit diesen Leuten sprichst, wissen, die müssen jetzt etwas machen und es kommt später. Und lassen sich nicht auf dem Weg verirren. Oh shit. Das ist immer noch die Pflanze. Du weisst ja, du hast dort die Pflanze. Das kommt.
- 1:47Das sind die Sachen, die man am Schluss darüber redet. Und das, was man bereut, was später nicht gemacht wird. Ich glaube, das Leben belohnt immer Risiko und Mut. Ich komme Risiko ein, um so besser wie zu kommen. Go for it.
- 2:08Mein lieber Katir, schön, dass du da bist. Danke. Wie geil, dass es geklappt hat. Vor allem so ein nahtloser Übergang, weil kurz vorher warst du noch in einem ganz anderen Setting. Willst du erzählen, was du gemacht hast? Ja, ich bin gerade in deiner Räumlichkeit, wo wir seit zwei, drei Jahren auch schon da sind. Ich habe aktuell gerade 18 Schüler da oben, die gerade einen Lehrgang machen zum diplomierten Finanzberater. Und die darf ich gerade ausbilden.
- 2:37So hatte ich gerade meine Lehrerhut oder Dozentenhut. Deine Dozentenhut. Also ist es jetzt gut gegangen zum Switchen? Wie du es selber gesagt hast, war es ein nadelhafter Übergang. Wir haben einfach geredet und plötzlich waren wir drin. Über den ich sie. Keine Ahnung, was ich gemerkt habe. Dann schauen wir mal, vielleicht kommen wir mit der ersten Frage und vielleicht kannst du mir da schon mal etwas erklären. Hast du das Gefühl, in der Schweiz haben die meisten Leute ein Einkommensproblem oder ein Systemproblem?
- 3:08Brutaler Start. Ich denke, primär ist das Systemproblem.
- 3:14Warum? Ich glaube, auch jetzt, ich bin seit 14, 15 Jahren in der Finanzindustrie tätig, das 15. Jahr ist es jetzt, und es gibt Leute, die mit wenig Einkommen Vermögen aufgebaut haben, aber vor allem auch eine sehr gute Beziehung zum Thema Geld haben und happy sind. Dann gibt es die, die sehr, sehr viel Geld verdienen und kein Vermögen haben. Dabei, eben Vermögen würde ich auch nicht mehr primär, aber vor allem keine gute Beziehung zum Geld haben. Darum würde ich jetzt sagen, es ist stimmt.
- 3:40Ein Systemproblem. Und was ist das Einfachste, was man machen kann, um es umzusetzen? Meiner Erfahrung nach und auch was ich bei den Leuten sehe, die etwas aufgebaut haben, ist ein klares System. Das heisst, die meisten Menschen sind eher emotional, meiner Erfahrung nach. Das heisst, je nachdem, zum Beispiel wenn man um 25 in den Lohn reinkommt und vielleicht hat man einen guten oder schlechten Tag.
- 4:05Wenn dein Lohn reinkommt, handelst du vielleicht anders. Wenn du aber ein System hast, das ist jetzt mega einfach zu erklären, wo der Lohn reinkommt und du schon vorher definiert hast, was passiert, unabhängig von deinen Emotionen, dann werden die Sachen automatisch ausgeführt und du hast am Schluss noch das übrig, was bis zum nächsten Monat dauern muss. Als Beispiel. Das heisst, Strukturen schaffen für dich, dass es für dich passt und für dich automatisch erledigt wird.
- 4:30Okay. Und das ist ja, so gesagt, ultra, ultra simpel. Hast du das Gefühl, ist es wirklich so simpel? Oder machen sich die Leute extra schwierig? Oder sind es einfach wirklich, wie du gesagt hast, zu fest Emotionen zu treiben? Ich würde sagen, heute ist es simpel. Es ist simpel. Es ist simpel,
- 4:50Und ich glaube, das Thema Geld hat eine graue Wolke darüber. Das Finanzsystem ist so mysteriös und mega kompliziert aufgebaut. Aber ich glaube, nach all diesen Jahren ist es mega einfach. Es wird einfach komplizierter gemacht, was auch das wirtschaftliche Interesse für gewisse Parteien da ist. Das kompliziert zu behalten und nicht zu vereinfachen. Aber ich würde sagen... Wieso meinst du?
- 5:13Ja, weil nicht wissen immer eine gute Möglichkeit ist, Geld zu verdienen. Nicht wissen, nicht einrichten immer eine gute Möglichkeit ist, Geld zu verdienen für gewisse Parteien. Ich möchte jetzt nichts Böses unterstellen. So ist die Wirtschaft.
- 5:28Darum würde ich sagen, es ist einfacher, als man denkt. Klar, man muss sich mit dem beschäftigen. Man muss Zeit und Aufmerksamkeit in das investieren. An dem kommst du nicht rundherum. Vor allem, wenn du es von Haus aus vielleicht nicht unbedingt mitbekommen hast, was ich glaube, den meisten so geht. Wahrscheinlich, ja. Aber Struktur erstellen so für dich, das ist eigentlich nicht so schlimm.
- 5:47Heutzutage haben wir ja alle Tools, die man irgendwie... Du kannst auf YouTube gehen, kannst schauen, wie kann ich mir ein kleines Vermögen aufbauen, wie kann ich starten. Es gibt ja so viele Wege und erste Schritte, die man nutzen kann. Hast du da ein spezifisches System, das du den Leuten mitgibst? Ich meine, vielleicht sind wir direkt ins Thema Finanzen, weil durch meine erste Frage halt auch, aber willst du vielleicht ganz kurz erklären, was du überhaupt genau machst?
- 6:13Ja, sicher. Ich bin seit 15 Jahren in der Finanzindustrie tätig und habe verschiedene Positionen in der Finanzbranche schon gehabt. Von Versicherungsberater, Finanzberater, Finanzplaner bis zu Ausbildner. Heute vor allem 60-70% meiner Tätigkeit ist mehr Ausbildner. Das heisst, wie vorher.
- 6:31Ich ausbilde angehende Berater und zertifiziere sie. Das sind 70 Prozent meiner Hauptjob. Ich kann das Wissen weitergeben, aber 20-30 Prozent dürfen immer noch Kunden beraten. 20-30? Ja, 1-2 Tage in der Woche berate ich. Sind das aber auch neue Kunden oder hauptsächlich bestehende? Beides. Bestehende, aber auch neue Kunden durch Empfehlung. Durch diverse Kanäle. Wir haben auch Partner, die uns Kunden bringen. Für andere Expertenberatungen.
- 6:59Vor allem die Beratungen, die ich mache. Ich möchte auch immer noch mit Kunst zu tun haben, weil wenn ich ausbilde, ist es mir wichtig, die Probleme der Leute zu kennen. Ja, darum. Hast du so eine...
- 7:13Ein Fokus oder ein Spezialgebiet? Ja, also vor allem jetzt aktuell sind es vor allem Altersplanungen. Also 50 plus ist so ein bisschen mein Hauptgebiet. Also eigentlich noch 10-15 Jahre vor Pension? Genau, 10-15 Jahre vor Pension, sage ich jetzt mal, sind von meinen Kunden die meisten.
- 7:33Aber natürlich gibt es auch Leute, die selber gründen. Zum Beispiel habe ich einen Bereich Gesundheit, also einen Arzt. Ich habe einen Kundenstamm, der immer wieder etwas wachsen tut, der Praxen gründet, Praxen abgibt etc. Dort ist eher mein Zielklientel. Aber ich habe es jetzt nicht so spezifiziert, ich nehme nur das an. Das ist jetzt aber spannend.
- 7:56Dein Kundenklientel, das du sagst, das um die Rundabout 50 ist, ist das, weil die auf dich zukommen, weil die merken, holy shit, in 15 Jahren bin ich in der Pension und wenn ich so weitermache, dann wird es relativ knäppig und sie dann durch eine Drucksituation auf dich zukommen. Oder hätte ich es jetzt einfach so ergeben, dass die Leute vielleicht schon einen Finanzplaner gehabt haben und dann merken, hey, weisst du was, ich möchte jetzt mal zum richtigen Babo, ich gehe jetzt zum Katir. Das ist eine sehr spannende Frage.
- 8:25Es ist ja oft so, dass der Markt alle, also du willst Kunden gewinnen, zum Beispiel. Die meisten wollen in dieser Branche 20-30 jährige Kunden, weil die haben eine lange Laufzeit und sind noch jung und gesund. Aus verschiedenen Aspekten ist das wichtig. So. Da ist aber der Markt anders. Warum? In diesem Segment hast du andere Interessen. In Zukunft schauen, Sicherheit, dieses und jenes. Ob es dir dahinter gut geht, sind wir ehrlich. Also auch mich hat das nicht gross interessiert. Und ich glaube, es interessiert den meisten auch nicht.
- 8:55«Clintel 50, 55, 60 ist eine andere Situation. Das Umfeld ist ganz anders, die Regulatur ist komplett anders. Und hier werden Entscheidungen, die du jetzt treffen musst.» «Weisst du was ich meine? In dieser Phase musst du Entscheidungen treffen. Spätestens fragt dich der Chef, was du jetzt machst.» «Ah, ok.» «Hörst du auf zu schreien, was machst du mit der Pensionskasse, mit der AHV, mit der Drittsäule?» «Die Fragen kommen schon aus dem Umfeld heraus. Darum wird praktisch jede Person gezwungen, sich damit zu beschäftigen.»
- 9:21Und deshalb ist dort die Lösung, die Leute zu suchen. Und ja, deshalb ist dort vor allem die Leute kommen eher nach dir zu. Was glaubst du ist das grösste Problem in dieser Gruppe von Menschen, sagen wir mal 50?
- 9:39Zwei Sachen. Komplexität und Unwissenheit. Komplexität wegen dem Alter? Ja, und im Alter spielen so viele Sachen in deine Finanzen ein. Zum Beispiel, erste Säule, also AHV, Pensionskasse, dritte Säule. Dann Immobilien, dann Steuern, dann Vermögen. Dann ein Thema wie Lebenserwartung, Gesundheit. Dann Themen wie Kinder. Dann Nachlass, was ist, wenn dir etwas passiert. Dann Themen wie, mein Lohn wird nachher weniger verdient.
- 10:07Lebensstandards, bleibe ich hier, bleibe ich nicht hier. Also fachliche Komplexität gepaart mit auch emotionalen Themen. Weil Pensionierung ist wie ein One-Time-Event. Jetzt wird alles anders. Und darum so komplex im Sinne von fachlich, klar auch komplex, aber kombiniert jetzt noch mit deinen menschlichen, emotionalen, mentalen
- 10:27Situationen. Und jetzt hast du vielleicht nicht alleine Pension, sondern du hast noch Partnerin, Partner. Altersunterschied. Was sind deine Pläne, meine Pläne und so weiter und so fort. Diese Komplexität.
- 10:41Ja, ich sehe jetzt das Beispiel gerade bei meiner Mutter, weil sie ist jetzt zu einem Alter, wo sie sich jetzt auch viel mehr darum Gedanken machen muss, was passiert in den nächsten paar Jahren und wie lange kann ich überhaupt noch auf dieser Pace arbeiten, wie lange mag ich noch, wie lange will ich noch. Schon nicht ganz ohne. Und wenn du dich halt früher nie wirklich darum gekümmert hast und ich glaube, da gibt es einfach ganz, ganz, ganz viel, wo, wie gesagt...
- 11:10Lebenssituationen, hast du gar keine Zeit, um an etwas zu denken, was in 40, 50 Jahren oder 30, 40 Jahren passieren kann, dann kann es schwierig werden. Was empfiehlst du so einer Person?
- 11:23Ab 50 kann man sich mit dem beschäftigen. Lieber sagst du, es ist zu früh, ich komme in zwei, drei Jahren, statt... Aber Beschäftigung, was sind so die First Steps? Und zwar, wenn du... Also... Ich würde sagen, ich sitze mit meinem Planer her. Aber vor allem... Ich blende die Nummer ein.
- 11:43Die Fahrstuhlmusik. Also, regulatorisch hast du 65. In der Schweiz sagt man, jetzt auch Frauen, beide müssen bis 65 arbeiten. Und du kannst dir die erste Frage stellen, ja, würde ich denn bis dann?
- 11:56«Bitte früher, muss ich länger?» Und dann ist eigentlich der Anfangspunkt, und ich fange auch beim Kunden immer an, dieser Jahrgang, das heisst, in sieben Jahren wäre es soweit, ist das auch das Ziel, das Ziel früher, später. Und dann ist schon mal der Blick rüber zur Ehefrau, Ehefrau, also wir haben eigentlich noch nie darüber gesprochen. Das ist eine gute Frage. Und du musst zuerst wissen, was möchtest du als Person, weil der Staat gibt gewisse Sachen vor, gesetzlich,
- 12:24Aber das heisst ja nicht, dass du so machen musst. Das wissen die Leute oft auch nicht. Ich versuche immer, oder ich glaube auch der Planer versucht immer zu wissen, was hast du vor? So und jetzt haben wir finanziell diese Hebel und schauen wir auch, wie bringen wir diese Sachen so hin, dass du das erreichen kannst. Jetzt bist du seit 15 Jahren in der Finanzbranche.
- 12:45Was ich gerne mache, ich schaue ein paar Jahre zurück. Und zwar, aufgewachsen bist du wo? In Chur. Chur? Ja, Chur. Genau, du bist in Chur aufgewachsen. Du bist in Chur aufgewachsen. Und Schule? Wo hast du besucht? Was hast du dort gemacht?
- 13:05Ich bin vorgeboren aufgewachsen, meine Eltern waren Kriegsflüchtlinge, sind 1990 hierhergekommen. Aus Sri Lanka? Aus Sri Lanka, korrekt. Da war das Bürgerkrieg. Die sind hierher geflüchtet, so illegale Einwanderer. Dann kam ich hier auf die Welt, zumal Kindergarten, Primar, Säck. Und dann ging es darum, eine Lehre zu finden.
- 13:28Ich wollte Informatiker werden. Mein Vater hat immer gesagt, das ist wichtig, Computer und so. Er hatte zwar recht. Ich habe viele Bewerbungen geschrieben, habe keine Stelle gekriegt. Heute bin ich auch froh, weil es wäre nicht gut gekommen bei mir. Dann habe ich eine Lehre gemacht im Detailhandel. Ah, okay.
- 13:44Dettelhandelsfachmann Manor Kurr. Oh, den kann ich sogar. Ich habe ihn ein paar Mal betreut. Ich habe eine Bewerbung geschrieben und es hat geklappt. Es wollte irgendetwas, damit ich nicht Informatiker werde. Dort war es cool. Dettelhandel redet in der Regel schon viel. Dann habe ich gemerkt, ich schnurre und den Leuten etwas zu zeigen, das würde mir irgendwie schaden. Aber ich wusste nicht die Branche.
- 14:07Und über einen Kollegen, früher war die Finanzbranche noch etwas anders. Da habe ich die Branche kennengelernt, ich war so ein typischer Queer-Einstieger, der am Tag durchgeschaut hat und am Abend die Finanzberatung war. Ja, wirklich. Das typische Bild. Gerade, eins zu eins. Und habe am Abend dazu geleitet und bin rausgegangen. Krass.
- 14:29So sind meine Anfänge gewesen. So sind deine Anfänge gewesen. Und ist das eine Brokerfirma? Oder was ist das genau gewesen? Ja, dazumals. Also die gibt es heute noch im kleinen Rahmen. Aber es war so eine Brokerfirma, die typisch Krankenkasse und Lebensversicherung vermittelt. Und ich war dort 18 Jahre alt. Noch nicht verstanden. Ich konnte einfach rechnen. Das konnte ich schon immer. Und dann rechnete ich, wenn ich so und so viel mache, kriege ich so und so viel über. Das ist so meine Startmotivation. Ich habe noch nicht verstanden, was für eine Verantwortung und was die Branche bedeutet.
- 14:57Das waren deine ersten Stahlszenarien in dieser Branche. Ja. Und dann musstest du aber auch Ausbildungen machen. Wahrscheinlich mehrere. Du hast ein unglaubliches Wissen. Du bildest heute Leute aus. Und dafür brauchst du nicht nur Berufserfahrung, sondern auch gewisse Backgrounds und Knowledge, die du dir irgendwo aneignen musst.
- 15:16Ja, das ist richtig im Sinne von, wir haben nebenbei dann angefangen, damals hatten wir noch keine Regulatorik, das heisst, also wir hatten sie schon, aber das war sehr locker. Das heisst, jeder konnte bis übrigens 2024, also bis vor kurzem, jeder konnte am Abend Finanzberater sein und Verträge vermitteln.
- 15:34Und damals war das so, heute ist es anders. Und in Weich? 2024? Bis Juli 2024 konnte jeder am Abend Lebensversicherungen verkaufen und Provisionen dafür verdienen. Auch wenn du keine Ausbildung gemacht hast?
- 15:49Ab Juli 2024 ist die neue VHG-Revision live. Und jetzt geht das nicht mehr, was ich für unseren Aspekt auch richtig finde. Fair. Und damals ging das auch. Und dann aber, aus dem Elternhaus, habe ich immer so ein bisschen mitgekriegt, egal was, Ausbildung ist immer gut. Darum habe ich das auch immer so ein bisschen mitgenommen. Und habe dann...
- 16:08Sicherungsberater ist der erste Step. Das ist der VBV. VBV, richtig. VBV. Genau, VBV. Und dann der Finanzberater, den ich heute unterrichte, den habe ich relativ schnell gemacht, wo du über Immobilien, Vermögen und solche Sachen lernst. Dann die eidgenössischen Finanzplaner. Und dann noch ein Master in Finance angehängt. Der HWZ.
- 16:27Sicher die fachlichen Ausbildungen, die wichtig sind, aber ich glaube es mit Erfahrung. Ich habe sehr viele Gespräche gehabt in jedem Alterssekretariat. Könntest du betiteln, wie viele Gespräche du schon hatte? Boah. Also ich habe von 19 bis 24 für eine Bank gearbeitet. Dort haben wir rund 700 Planungen umgesetzt.
- 16:56Es waren ungefähr 2500 Gespräche in fünf Jahren. Das war einfach schon krass, weil es eine Bank war, die die Abteilung anstatt Bedarf hatte, die gab es nicht. Also sehr, sehr viele Gespräche. Dort schon, dann habe ich schon acht Jahre auf der Branche gearbeitet. Ich habe wirklich viele Gesichter. Wahrscheinlich richtig 10'000. Ja, und dann habe ich noch eine Weile Leute eingestellt, die ich als Team geleitet habe. Dann habe ich noch viele Bewerbungen gespielt.
- 17:23Ich glaube, dass ich sagen darf, dass ich sehr viele Menschen vor mir haben durfte. Und auch, was ich sehr schätze, von 18 bis 15. Also wirklich jede Alterskategorie, die mir auch in meinem eigenen Leben geholfen hat. Um auch so ein bisschen die Zukunft zu sehen. Ich habe schon bei ganz vielen Leuten, die in der Versicherung sind, gesprochen.
- 17:46Und ein paar von ihnen waren auch sehr ehrlich und sagten dann so, «Hey, wir verkaufen irgendwelche Finanzpläne, wir verkaufen Versicherungen, aber ganz ehrlich, Ende Monat, ich habe kein Geld mehr. Ich habe keinen Plan.» Wieso könnt ihr etwas so gut verkaufen, aber selber nicht anwenden? Hey, super. Genau gleich wie am Anfang. Wirklich? Ja. Also, ich habe super gutes Geld verdient, aber am nächsten Monat...
- 18:13Auch nicht. Aber vor allem, wenn ich gutes Geld verdient habe, ich weiss nicht, wo das Geld her ist. Mhm. Die Struktur. Und das ist ja das krasse daran, VBV, was du vorhin erwähnt hast, diplomierte Finanzberater, bei denen ich jetzt auch unterrichtet bin, Aydgön, du bist Finanzplaner, Master, du lernst nirgends irgendwo, so gehst du mit Geld um. Oder so baust du ein System auf, wie du am Anfang gefragt hast. Sondern du lernst gewisse fachliche Sachen, was sicher auch seine Richtigkeit hat, aber wie du mit Geld umgehst. In Finanzausbildungen lernst du das nicht. Mhm.
- 18:42Also, mach eine Struktur. Du musst wirklich so in diese Bücher gehen, so in diese Persönlichkeitsentwicklungsbücher, sage ich jetzt mal so, ein bisschen pauschal. Du musst wirklich so in diese Sachen reingehen und dort lesen. Und dann lest du plötzlich von Kontomodellen. Noch nie habe ich in irgendeinem Fachbuch über Kontomodelle etwas gelesen. Oder, dass es viel auch mit Mindset zu tun hat. Also, es wird dir nicht beigebracht. Und das ist so. Und jetzt kommt noch obendrauf,
- 19:04Vor allem ist die Branche ein sehr variables Einkommen. Das heisst, du hast keinen Fixlohn, du hast ein variables Einkommen. Auch wenn du schon ein fixes Einkommen hast, haben die Leute schon Mühe. Stell dir vor, du hast variables.
- 19:24Da kannst du nochmals verstärken, die Schwierigkeit, richtig mit Geld umzugehen. Weil einmal hast du vielleicht 3-4 Millionen, weil du wenig Kunden hattest. Und im nächsten Monat hast du 15-16, also 20er. Und dann denkst du so, pff, Bruder, mir geht es richtig gut, ich bin King. Nächster Club, Loungemiete, Champagnerflasche. Absolut. Das ist crazy. Und in der Regel hast du auch extrovertierte Typen?
- 19:50In der Regel. Oder auch. In der extrovertierten, ökonomischen, machtorientierten Leute eher in dieser Branche. Die Branche zieht das einfach ein bisschen an. Jetzt nicht mehr so, seit der Regulatur, jetzt ist es nicht mehr so einfach. Und ja, du nachthaltiges Denken ist vielleicht nicht das Erste. Du hast gesagt, macht es Sinn, dass es jetzt geregelt ist, dass man die Finanzausbildung machen sollte, bevor man die auf Leute schickt, um selber irgendwelche Beratungen zu machen.
- 20:20Du siehst es auch so, das ist richtig. Siehst du auch einen gewissen negativen Aspekt in dieser ganzen Sache? Es macht ja absolut Sinn, bevor du mit dem Kunden über Geld redest, dass du selber irgendetwas nachweisen kannst, das du süss hast. Das macht ja absolut Sinn. Ich weiss nicht, was nach Gesundheit wahrscheinlich das meiste Problem in den Kopf der Leute bereitet als Geld. Und wenn du dann auch keine Ahnung hast, oder keine...
- 20:48durch eine Beratung noch mehr Schaden anrichte, als Gewinn erzählst. Ich weiss nicht, wie sinnvoll das ist. Also es macht ja absolut Sinn, dass du eine Regulatorik hast und sagst, hey, wir müssen die Kunden schützen, indem wir zum Beispiel die Ausbildung der Leute fördern. Darum finde ich das grundsätzlich gut. Nachteil, du musst halt regulieren, musst du halt immer allgemein.
- 21:11Du musst halt immer alles gleich machen. Und das schliesst vielleicht auch gewisse Sachen aus oder lässt gewisse Sachen nicht mehr zu, die vielleicht richtig wären, aber jetzt nicht mehr möglich sind. Wir merken jetzt einfach die Umstellung, darum finde ich es extrem spannend, aktuell in der Branche tätig zu sein. Wir geben ja auch viele Ausbildungen. Eben, genau. Für euch als Unternehmer ist es ja eigentlich ein Vorteil, denn ihr bietet ja die Finanzausbildung an. Das heisst, ihr habt auf einmal einfach ein externes Müssen,
- 21:40Leute kommen, damit sie arbeiten können. Das ist absolut so. Als ich mit Ausbildung angefangen habe, war das nie ein Thema. Es hat sich ergeben. Ich weiss nicht, ob du das kennst, wenn man sich selbstständig macht. Ich will mich selbstständig machen, sondern es hat sich ergeben. Plötzlich hiess es, es sei ein Muss. Das hat mich natürlich gefreut. Es ist natürlich so,
- 22:06Das heisst aber auch nicht, wenn ich ein Zertifikat habe, alleine dann heisst es nicht, dass ich beraten kann. Das ist halt der Nachteil. Klar, wie machst du es besser? Sicher besser als vorher, aber wie kannst du auch sicherstellen, dass du eben gewisse finanzielle, verschiedene Sachen am Kunden empfiehlst. Du hast dich im 19. selbstständig gemacht? Ja, teils selbstständig. Ich war dann angestellt und habe mich nebenbei selbstständig gemacht.
- 22:31Okay. Mit was hast du eine Einzelfirma gegründet? Mit einem Kollektiv, mit meinem heutigen Geschäftspartner. Sie haben zuerst eine Kollektivfirma gegründet und danach eine andere. Jetzt ist es eine GmbH. Wir haben viele junge Leute, die haben vielleicht coole Ideen, um etwas umzusetzen, wissen aber nicht genau wie. Wie PS auf die Strasse zu bringen. Und vor allem, was sind die ersten Schritte im Unternehmertum?
- 22:55Wenn du jetzt mal daran denkst, wie es damals im 19. war, mit deinem heutigen Geschäftspartner, was ist das Erste, was sie gemacht haben? Das Allererste ist, was sie? Was ich mich selbstständig gemacht habe? Ja. Meinst du? Äh.
- 23:11Ich bin mir nicht sicher, worauf du hinaus willst. Ich glaube, bei uns war die Selbstständigkeit irgendwann wie, wir haben mit Pint gearbeitet. Also ich sage es direkt, die Leute sind durch die Prüfung gekommen und dann haben sie gesagt, Katja, kannst du mir helfen? Durch die Prüfung gekommen. Ich so, ja voll, weil in der alten Firma hatte ich viele Ausbildungen. Und das haben wir halt gekannt. Ich war sehr lange in dieser Firma, dort waren viele Berater, schweizweit, da habe ich viele Leute gekannt. Und die wussten auch, ich kann gut ausbilden, ich glaube, das ist ein bisschen das Talent von mir.
- 23:38Und dann ist jemand gekommen und hat gesagt, hey, an die Prüfung bin ich bestanden, kannst du mir helfen? Ich so, ja voll. Sie, was willst du? Ich so, ah Geld, stimmt. Ja, Twint, so und so viel. So, da habe ich angefangen.
- 23:47Bis irgendwann, und dann hat sich das herumgesprochen, mit Thiago zusammen und ein bisschen mehr, ein bisschen mehr, ein bisschen mehr, ein bisschen mehr. Da habe ich ein bisschen das Neben-Einkommen gehabt, sagen wir. Und irgendwann, ich hatte immer noch nicht das Ziel, das gross zu machen. Irgendwann kommt ein Moment, wo ich jemanden berate, also jemanden durch die Prüfung bringe, der eine eigene Firma hat. Wo sechs Leute angestellt hat und dann schaut er mich nachher an. Hey super, du hast mich durch die Prüfung gebracht, jetzt müssen wir nochmal sechs Leute durch die Prüfung bringen. Machst du das auch?
- 24:10Und ich schaue ihn an und sage mir, ja, logisch. Logisch meine ich das. Und nachher bin ich dann weg, also als wir dann fast erst gegangen sind, und ich habe Thiago angerufen, Thiago, das, das und das, wie machen wir das? So, scheiße, geil. Und jetzt wollte er natürlich eine Rechnung, damit er das kann von seinen Steuern abziehen. Und es war jetzt ein kleiner Betrag, ein größerer Auftrag. Und dann haben wir gesagt, jetzt brauchen wir eine Firma. Aha, was geht denn da? So, das war mir das Ergehen. Wir hatten beide nie das Ziel gehabt,
- 24:40Burn, Selbstständig, Firma, Gross und was auch immer. Und den Namen hattet ihr schon? Ja, aber dann brauchst du ja einen Namen. Und ich kann mich erinnern, wo wir waren, zwei, drei Bierchen, jetzt brauchen wir einen Namen, wir mussten etwas eintragen quasi. Und «Ja, Katja, Tiago, Katja, Tiago, ja komm.»
- 24:59Ja, Spimmbierle. Dass das irgendwann mal irgendwo an einem gewissen Ort steht, wo es heute steht, hätte ich noch nie gedacht. Sonst hätte ich mir vielleicht einen gescheiteren Namen ausgedacht. Aber vielleicht ist es auch cool. Wahrscheinlich ist es genau wegen dem auch mega gut zu merken. Mega gut zu merken und es ist einfach authentisch. Das ist glaube ich auch heute der Vorteil von uns. Wir können so sein, wie wir sind. Wir sind keine grosse Schule, die vielleicht gegen Aussagen eine gewisse Wirkung haben muss. Wir sind keine offizielle, also schon offiziell, aber keine
- 25:28Wir können wirklich in dieser Branche das so machen, wie wir es gerne hätten. Wie viele Leute bildet ihr im Jahrhaus? Letztes Jahr waren wir 250 Leute.
- 25:41Eigentlich eine Two-Man-Show? Two-Man-Show, muss ich sagen, haben jetzt auch Freelancer, die bei uns vor 3-4 Jahren die Ausbildung gemacht haben, die es jetzt bei uns machen, die das auch gerne machen. Also gewisse Module bei den Teachern? Ja, genau. Zum Beispiel, wer die module? Zum Beispiel jetzt, beim Finanzberater haben wir ja Vermögen, Immobilien, Vorsorge. Bei Vorsorge haben wir jemanden, der das gerne macht.
- 26:10Ihr habt ja jetzt oben aktuell den Finanzberater. Aber ihr macht ja auch VBV. Genau, dort sind auch wieder verschiedene Module. Da gibt es Nichtleben, Leben, Krankenkasse usw. Und dort haben wir auch Leute, die gerne dozieren, die sagen, hey cool, darf ich das für euch machen? Und dann haben wir unsere Folie alles zur Verfügung. Die kommen und machen das. Bigger picture, wo geht die Reise hin? Ich...
- 26:32Ich hatte vor fünf Jahren keine Antwort. Und auch heute. Es ist einfach entstanden mit Regulatorik usw. Ich glaube, uns ist wichtig, dass wir mit den Unternehmern zusammenarbeiten können. Wir haben sehr viele Finanzberaterfirmen bei uns, wo wir die Ausbildung mit ihnen machen, die gerne Inhouse ausbilden wollen.
- 26:53wo Experten diese Entschlagsstellung bei uns beziehen, eben so Pensionsplanungen, die sie nicht im Haus machen, die sie über uns machen, Anlageberatungen, die sie über uns machen, die sie nicht selber machen. Und so entstehen auch diese Klassen. Es ist vieles zusammenarbeiten mit den Unternehmungen, die gross, ganz gross sind in der Schweiz, bis... Ich habe mich selbstständig gemacht und ich habe gehört, ich muss mich irgendwie ausbilden. So, ja. Aber wir...
- 27:14Es ist nicht so das klassische... Ich habe mich selbstständig gemacht, ich habe jetzt aber noch mitbekommen, ich muss mich jetzt ausbilden. Anstatt zuerst so, ich muss jetzt eine Ausbildung machen, weil ich mich selbstständig mache. Ja, aber das ist ja... Ich mache mich selbstständig. Ich kann es besser als die anderen. Ich mache mich selbstständig, weil plötzlich kommt eine Aufsicht, die sagt, du musst das, das, das, das, das, das, das. Aber er denkt, er macht sich selbstständig, ich kann jetzt einfach Kunden beraten. Aber bis er mal Kunden beraten kann, gibt es noch 14 Sachen, die du dazwischen machen musst.
- 27:43Und weil wir den Weg selbst auch machen, du selbst alles weisst, also den sie selbst umsetzen schon, ist es für uns einfach. Also es ist mehr, nicht das Schule, wir sind in der Schule, haben die Lehrgänge, sondern es ist mehr, miteinander zusammen zu arbeiten. Und dann merke ich auch, nach einem Meeting,
- 27:59bei dem wäre das hoher gut, dieses Ding. Und dann habe ich das morgen auf Beigestellt mit dem Thiago. Weisst, Thiago hat die und die Aufgabe, die Rolle, er kann das und das gut, ich kann das und das gut. Also es ist wirklich... Jeder kann zu den Schussen sehr gut. Ja. Jeder kann zu den Schussen mega gut. Ja. Absolut.
- 28:16Hast du jetzt auch eine siebenjährige Partnerschaft? Ja, richtig. Wir kennen uns seit 2016, aber zusammen arbeiten seit 2019. Kennen Sie ihn durch was? Unsere alte Brokerfirma, wo wir beide angefangen haben. Er war schon Teamleiter von Zürich. Ich bin Teamleiter von Graubünden. Wir hatten auch Teamleitungs-Sitzungen, aber nicht gross. Darf ich auch sagen, was ich an euch so richtig cool finde?
- 28:39ist, ihr verkörpert das typische Bild von so einem Finanzler nicht. Im Sinne von, schau dich an, du siehst gut aus, du bist immer schön angelegt, aber du bist so ein Schleimiger. Ja, genau gleich. Ich liess ihn immer mit seinem Käppchen, Spülchen und mit seinem coolen Pulli. Einfach top. Gleichzeitig hast du aber so ein Knowledge und kannst nichts
- 29:09etwas beibringen, wo sie besser werden in ihrem Job. Und ich finde das bei euch so richtig geil. Also sie sind richtig authentisch. Danke. Ich glaube, die Finanzbranche, ich bin auf Hasegawa nicht so gewesen, ich würde jetzt behaupten, Thiago auch. Massa Zeug, das, dies, jenes. Das macht halt die Branche auch limitiert. Aber wieso dann?
- 29:31Ich glaube, du ziehst das ist meine Theorie heute, du ziehst so die jungen Leute an. Weil junge Leute gewissen, die wenig Erfahrung haben und vielleicht auch das klingt jetzt ein bisschen übertreibend, aber die Komplexe noch haben. Du willst noch etwas beweisen, du willst noch Gas geben, etwas aufbauen, ein geiler Sieg sein. Die External Validation. Wenn du das noch hast und jetzt hast du diese Branche
- 29:54Und die Branche spielt das auch gut. Dann zieht das das auch. Aber das ist ja eigentlich genau das Falsche für die Branche. Ja, eigentlich ja schon, oder? Und ich glaube, das ist auch das Coole am Selbstständigen. Du kannst so sein, wie du bist, jeden Tag.
- 30:11Und ich glaube, das gibt dir mega viel. Geld ist ein Thema, aber dass du der kannst sein und so wie du bist und das so vertrittst, wie du bist. Das ist etwas vom Coolsten. Was hast du als eines der grössten Vorurteile, die man hat von dieser Branche? Abzocker, das was man kennt. Aber ich verstehe es auch.
- 30:29Das würde wahrscheinlich gleich denken. Aber das ist ein Systemproblem, das wir in der Branche haben. Abzocker. Weil du als Berater an deinen Profit denkst, statt an den Nutzen des Kunden. Aber ist das nicht Hand in Hand? Ja, aber du...
- 30:51Jetzt haben wir das Unwissen, das Uninteresse, nicht Unwissen, das Uninteresse der Gesellschaft am Thema Finanzen. Aber der weiss irgendwie, ich muss etwas machen. Also er fühlt sich auch gut, sich beraten lassen und etwas unterschreiben. Weil ich habe etwas gemacht, weil ich sollte schon etwas machen. Das weiss jeder irgendwo, ich muss etwas machen.
- 31:10Und auf der anderen Seite hast du jemanden, der vielleicht... Du hast gute Marginen, du kannst gutes Geld verdienen. So ist es nicht. Aber wenn du nur das im Fokus tust, dann sagst du vielleicht Sachen, die in einem Moment nicht zu sagen sind, damit es einfach den Abschluss gibt.
- 31:26Okay, also warte. Du tust in diesem Fall Sachen, die nicht so sind, einfach falsch sagen oder interpretieren, damit es für den Kunden besser dasteht, dass er oder sie seinen Kristall hinbekommen. Durch das bekommst du eine Provision, aber er hat vielleicht ein bisschen falsche Informationen bekommen. Entweder falsch,
- 31:43Oder gewisse Sachen weglassen, die du aber als Berater weisst, das wird in vier Jahren der Fall sein und das wird ihm dann schaden. Und du heute aber weglässt, weil der Kunde weiss ja nicht, welche Fragen zu stellen. Er kennt sich mit dem Thema nicht aus. Darum lässt er sich ja beraten. Und sag jetzt mal, das klingt vielleicht ein bisschen, er hat falsche Informationen, so würde ich es vielleicht nicht sagen, aber bewusst gewisse Sachen weglassen oder gewisse Sachen in ein anderes Licht stellen, wo vielleicht nicht so ist. Manipulativ.
- 32:07Ja, und so. Aber ich würde nicht den einzelnen Berater die Schuld geben. Das System ist das. Nein, logisch. Weil das, was du vorher gesagt hast, im ersten Satz, wenn du mein Kunde bist und ich berate dich und du machst jetzt Geld und du baust dir jetzt etwas auf und ich bediene jetzt etwas daran, heisst desto besser es dir geht, desto besser geht es ja auch mir. Cool, ja.
- 32:35Das wäre ja eigentlich gut. Und ich sage dir jetzt, was das Problem ist von der Branche. Also ich sehe den Kevin. Und der Kevin ist ein potenzieller Kunde von mir. Und ich kann in der Branche ja Provisionen verdienen. Also einmalig viel Geld. Das heisst, ich versuche mit dem Kevin herum, zu überzeugen, dass er bei mir Produkte abschlüsst. Wo wir mir jetzt viel Geld geben. Aber jetzt habe ich dich beraten, du hast unterschrieben, jetzt habe ich Geld verdient. Ab jetzt bist du Aufwand für mich. Ich verstehe. Jedes Mal, wenn du anrufst, habe ich Aufwand mit dir oder ich habe Angst, dass mir der Vertrag kündigt und ich etwas zurückzahlen muss.
- 33:05Und das Betreuen wird in der Schweiz nicht belohnt.
- 33:09Darum sage ich, es ist ein Systemproblem. Ich sehe immer den Kunden und irgendwie ein Dollarzeichen, wie übertrieben gesagt. Aber nachher wird das System nicht so aufgebaut, oder jetzt findet der Wandel statt und finde ich richtig cool. Es muss belohnt werden, dass ich Kevin heute habe, dass ich die nächsten 10 Jahre mit Kevin arbeite und ihn betreue, weil Kevin viele finanzielle Entscheidungen treffen und Veränderungen haben wird, wo er irgendwie Unterstützung braucht und ich würde doch, dass du an mich denkst.
- 33:35Aber das Belohnungssystem muss ja auch so aufgebaut sein, dass ich gerne mit dir arbeite. Das heisst, immer wieder kann ich auch Geld verdienen. Statt einmal mega viel
- 33:44Aber ab dem Moment, wo ich mega viel verdiene, ab dem Moment bist du ohne Aufwand. Also einfach geht man von Provisionen Richtung... ähm... wie heisst das? Es gibt verschiedene Möglichkeiten. Provisionen, aber vor allem wiederkehrendes Einkommen Nummer eins oder auch Honorarberatung. Wo ich meine Stunden abrechnen kann. Wie der Sanitärelektriker und so weiter, wenn der vorbeikommt. Der Arzt. Und auch jetzt... Aber wenn das nicht reguliert ist.
- 34:13Dann gibt es eben noch die, die sagen, hey, weisst du, dass die Provision gut läuft, aber jetzt bist du Aufwand, weil beim anderen muss ich zahlen, jedes Mal, wenn er kommt. Da kann ich lieber zu dem. Ja, richtig, aber die Branche geht ja genau in die Richtung. Also die Provisionen werden immer mehr, also wenn man es so ein bisschen makro schaut, wird es immer weniger, komplizierter. Du kannst eben, du musst dich jetzt ausbilden lassen, brauchst ein größeres Zertifikat, damit du ein Login bekommst. Also es geht nicht mega schnell,
- 34:33Das ist wirklich eine langsame Mühe, aber es geht immer mehr in die Richtung und ich bin absolut überzeugt, wer nicht auf erstens Honorar umstellt, teilweise zumindest, und nicht auch auf wiederkehrendes Einkommen schafft, also das Portfolio aufbauen kann. Und ich würde mit Kevin langfristig arbeiten, weil ich weiss, heute ist er Single, irgendwann hat er eine Freundin und so weiter und so fort.
- 34:52Aber die meisten sehen heute, ich verdiene einmal Geld, irgendwann wirst du verstehen, dass das nicht das Richtige ist. Durch einen anderen Berater, durch irgendeine Situation wird das kommen, du wirst nichts mehr mit mir zu tun haben. Und das ist halt das Problem aus der Beratersicht in der Branche. So viele Leute fangen an und hören wieder auf. Warum? Sie müssen jeden Monat neu untersuchen. Das gehört zu einer Aufbaufase dazu. Absolut. Aber wenn du das nach zehn Jahren immer noch machst,
- 35:16Wolltest du Langfristigkeit? Irgendwann bist du müde. Wenn du zwei Jahre ausgeholt hast, ist es schon... Aber irgendwann ist der Ferrari Lifestyle auch nicht mehr cool, wie mit 22 Jahren. Irgendwann bist du bei 30 und hast andere Prios. Also das ganze System ändert sich auch zugunsten des Kunden und des Beraters. Also nicht nur einmal viel, sondern hey, schon berate ich heute, aber ich will immer wieder mit dir zu tun haben. Und ich kann immer wieder Geld verdienen und bin interessiert, für dich das Beste zu haben.
- 35:45Du bist jetzt seit 15 Jahren in dieser Finanzbranche. In diesen 15 Jahren, was würdest du sagen, sind die grössten Unterschiede, die passiert sind oder Wechsel, Wandel in der Finanzbranche? Ausbildungspflicht und Regulation, also Compliance, sage ich jetzt mal. Ich sage jetzt wirklich, du hast dich selbstständig machen können,
- 36:04Du bist zu einer Versicherung, die hat dir Verträge, weil die freuen sich, wenn du sie vermittelst. Du hast so und so viele Provisionen gekriegt und du bist zum Kunden und hast es geschafft. Heute, du musst gewiss sein, wenn du einen VBV nicht hast, kriegst du von der Gesellschaft, die müssen in einem Register prüfen, ob du es wirklich hast. Und dann in diesem Register kommt dein Name an, okay, dürfen wir ein Login geben.
- 36:25Also es ist wirklich, die Hürden sind wirklich... Aber das ist noch nicht so lange her. Nein, das ist in den letzten zwei Jahren. In den letzten zwei Jahren. Heisst, in den letzten zwei Jahren viele Änderungen, vorher 13 Jahre kaum Änderungen. Regulatorisch, ausbildungstechnisch, ja. Also wirklich einschneidende Änderungen ist wirklich in den letzten zwei Jahren. Punkt zwei, das Verständnis der Kunden, auch wenn das Uninteresse jemanden da ist, es ist viel transparenter. Du hast viel mehr Tools, also Leute können schnell etwas vergleichen, schnell etwas anschauen. Die Leute sagen jetzt mal,
- 36:57Auch wenn sie sich nicht mehr interessieren, glaube ich, für das Thema Finanzen, es ist einfacher zu schauen. Vor 13, 14, 15 Jahren hast du nicht auf Bewertungen geschaut. Heute schaust du nur auf das. Es ist transparenter und du kannst nicht so lange etwas machen, wenn es nicht gut ist. Es kommt raus, es ist schnell verbreitet. Oder eben auch umgekehrt, wenn du einen guten Job machst, kannst du schnell etwas aufbauen.
- 37:21Künstliche Intelligenz in diesem ganzen System? Was passiert dort? Ja, ich bin... Also das ist ja aktuell vor allem so ein bisschen... Ich weiss nicht, wie du dich mit dem beschäftigst. So Cloud und solche Dinge. Also es ist ja massiv. Also Cloud ist ja... Massiv. Und ich glaube, das ist immer noch so ein bisschen... Wahrscheinlich immer noch oberflächlich. Cloud. Und was du dort alles machen kannst. Crazy.
- 37:42Aber wie artig. Ich habe gestern Abend ein Tool gebaut in eineinhalb Stunden. Also ich kann keine Ahnung von Programmieren, von nichts. Aber so cool. Mit meinem Logo drin und so weiter und so fort. Und zwar genau so, wie ich es gerne hätte.
- 37:55Und was das für die Branche bedeutet, ist, ich sage immer so Produktverkauf oder gesamtheitliche Beratung. Und der Produktverkauf wird weggehen. Das heisst, wenn du, ich sage jetzt etwas bewusst, Krankenkassenverkauf, Krankenkassenvermittlung, das wird weggehen. Warum? Jetzt bist du nur ein Assistent für ihn, der einfach seine Prämien rechnet. Du bringst ja keinen Wert. In Zukunft wird er auf die eine oder andere Weise, ohne dass er das Markt selber rechnet. Und das wissen wir schon heute.
- 38:22Und das ist ja das, was du wirklich verstehen musst. Wenn du ein Produkt isoliert beratest, verkaufst, wirst du ein Assistent sein und der wird irgendwann nicht mehr brauchbar. Weil Produktwissen, Fachwissen, Preis, Prämie kann keinem viel besser.
- 38:40Was immer wichtiger wird, ist ein Generalist oder jemand, der Zusammenhänge verbinden kann, verschiedene Themen versteht und auch versteht, wenn ich hier drehe, dann passiert auch hier etwas. Auf das musst du auch achten. Also die komplexen Zusammenhänge kombiniert mit den emotionalen Themen. Was sind die Ziele? Was willst du hören? Was ist genau deine Situation? Was brauchst du jetzt genau? Wo geht dein Leben hin?
- 39:00Ich glaube, das braucht noch ein wenig, bis das KI wirklich kommt. Also KI heute, jetzt aktuell, für dich als Unternehmer in der Finanzbranche, wo hat es den grössten Impact und wo macht es dich besser? Alles repetitive Prozesse, alles, wo ich nicht reden muss, wo etwas reinkommt und es muss der gleiche Prozess gemacht werden, wo ich etwas auswerten muss.
- 39:24Terminkoordinierung. Ich weiss nicht, wie Finanzberater Zeit verlieren, wenn sie Termine koordinieren. Das musst du alles nicht mehr machen. Auswertung. Oder er hat schon etwas, etwas auszuwerten. Ich habe schon vorher vorgeschlagen, du hast deinen Prozess schon reingeschrieben und weisst, du hast es drin. Und dann kommt nach deinem Template deine Auswertung. Wirkt voll cool. Ich glaube, effizienter werden.
- 39:50Aber Reden, eben das Menschliche, kommt immer mehr in den Vordergrund. Ihn zu verstehen, er braucht jetzt das. Um das geht es, ohne dass er es weiss. Ich glaube, das wird immer wichtiger. Ja, ja. Weil ich glaube, das KI kann lange noch nicht die richtige Frage stellen.
- 40:06Es fragt dich noch nicht anhand deiner Situation die richtigen Fragen. Du musst immer noch aktiv, oder? Ich bin überzeugt, irgendwann kann es das und wahrscheinlich noch besser als wir. Aber ich glaube, als Unternehmer können wir die richtigen Fragen stellen der richtigen Person, die irgendwo her will.
- 40:24Was ist die wichtigste Frage, die man sich stellen sollte für einen 35-36-jährigen Mann? Was ist die aktuell finanziell wichtigste Frage? Ich würde fragen, Kevin, jetzt 35. Ich sehe nicht zu, ich sehe nicht zu. Hahaha.
- 40:45Ich würde dich fragen, vergiss Finanzen, wo geht es hin? Es gibt verschiedene Aspekte, Privatleben, berufsliches Leben. Verzähl mir mal, wo geht es hin? Was sind deine Ziele? Die Finanzberatung geht ja nicht darum, dass deine Finanzen besser aussehen in einem Jahr, zwei, drei, fünfzehn.
- 41:05Es geht ja darum, dass dein Leben besser wird, weil du das erreichst, was du dir vornimmst und die Finanzen dich dabei unterstützen, das zu erreichen, was du dir vornimmst. Am Schluss ist ja niemand happy, weil es nicht die Zahl auf dem Konto mehr ist. Wegen dem bist du ja nicht glücklicher. «Oh, ich habe es geschafft!»
- 41:20Ja, warte, warte. Sollte man denken und sollte es so sein. Aber die meisten haben wahrscheinlich das Gefühl, es ist so, dass wenn die Zahl auf dem Konto höher ist, dass man dann weniger Probleme oder keine Probleme mehr hat. Null. Das ist ja nicht Tatsache. Meiner Meinung nach hast du mehr Probleme, wenn die Zahl höher ist. Also wenn du mehr Geld hast, hast du wahrscheinlich mehr Probleme, weil
- 41:41Der, der kein Geld hat, was will er? Er will Geld. Der, der ein bisschen Geld hat, das ist mega spannend, der hat ein bisschen Geld, er will nicht mehr Geld. Er hat Angst, das Geld zu verlieren. Wieso? Aha, hat das alles gebraucht? Also weisst du, er ist immer in der Angstspirale. Und der, der ganz viel hat, hat Angst, dass weggenommen wird. Ich berate Ärzte. Kürzlich habe ich beraten, mega spannend.
- 42:00Der hat einen Service für Promis weltweit, die werden in die Schweiz einfliegen. Die zahlen in der Woche 100'000 Franken. Hey cool. Wirklich, also so... Spaziermönche verdienen. Und dann... Er ist so ein Psychologe, der die einfliegen lässt und er spricht zuerst mit denen. Und dann wird ihnen alles zur Verfügung gestellt. Für die Woche zwei, drei. Köche und Therapeuten und alles. Ja, mit 100k kannst du ja auch.
- 42:24So. Er wollte mir nicht sagen, wo, aber ich finde das sicher noch raus. Ich muss ihn gut betreuen. Auf jeden Fall fragte ich ihn nach dem Gespräch, nach der Beratung und so. Ich liebe das am liebsten. Wenn ich mein Zeug erledigen kann, kann ich jetzt mit ihm reden. Ich frage ihn so, ja, was ist denn Ihr Problem? Wie meinst du das? Er kann 100'000 in der Woche bezahlen. Und er hat ein Problem. Wie meinst du das? Und dann schaut er mich an und sagt, Katja, deine Hauptangst ist, dass er mit dir redet, weil du Geld hast.
- 42:54Und die Leute bringen das nicht raus. Ah, ja, ja, ja. Er denkt, jedes Mal, egal was ist, haben sie das Gefühl, du bist nur wegen Geld da. Und das macht sie tot unglücklich. Therapie, das, dies, jenes. Und das ist crazy. Und darum, das Geldthema Meister ist eh nicht. Also im Sinne von, du musst eh jetzt happy sein, sonst wirst du es auch nachher nicht.
- 43:18Und der, der nichts hat, will mehr. Der, der mehr hat, will mehr. Oder zumindest hat er Angst, das zu verlieren. So ist es jetzt auch nicht besser. Und in der Regel hast du mehr Probleme. Du hast ja mehr Verantwortung. Du löst ja mehr Sachen. Du schaffst ja mehr Wert. Das heisst, du schaffst auch mehr Probleme. Das geht dir wahrscheinlich nicht besser.
- 43:37Schon sehr spannend. Allen Frey hat ja auch mal etwas erzählt von seinem Exit. Als er den Exit gemacht hat, hat er in vielen Interviews gesagt, dass er früher nie Geld hatte. Am Ende des Monats hat es mehr als Geld. Von daher immer sehr finanziell nicht stabil. Als der Exit passiert ist, kam auf einmal sehr viel Geld.
- 44:00Und in dieser Euphorie hast du das Gefühl, alle Probleme sind weg. Alle Probleme sind weg. Aber Facts sind es nicht. Es kommen eben neue Negativzinsen, Geld wird weniger, wenn es irgendwo lager ist. Du musst nicht Umlauf bringen. Leute, die auf dich zukommen, weil sie wissen, du hast jetzt Geld. Auf einmal hast du sehr viele Kollegen. Es ist nicht zum Unterschätzen.
- 44:30Und es ist ja dann, ich weiss nicht, nach einem Monat, zwei, drei, fünf, sechs hast du dich daran gewöhnt. Und jetzt ist es ja nur noch ein Problem. Ich glaube, es geht schneller. Oder noch, ja. Ich glaube, es geht schneller. Und jetzt ist es ja nur noch, plötzlich kannst du runtergehen, oder? Das ist ja krass, wenn jemand, keine Ahnung, die WM gewinnt, irgendjemand irgendwas Krasses erreicht, Olympia-Goldmedaille, was weiss ich. Du brüllst ja nachher, warum? Aber jetzt geht es runter, bergab.
- 44:51Also, übertrieben gesagt, jetzt bist du hoch, wenn du oben am Gifel bist, jetzt geht es durch, das erste Mal. Das würde ich gar nicht negativ bezeichnen, aber es ist ja, du bist auf dem Hoch jetzt, du hast etwas erreicht, also du musst die richtige Perspektive haben, ansonsten ist es mega schwierig.
- 45:09dass du nicht abhängig machst, dass du happier bist, wenn du etwas erreichst. Du kannst hoch, du weisst, es geht wieder runter. Oder wenn du irgendwo oben bist, siehst du andere Berge, die sind noch höher. Es hört dir eh auf. Never ending. Und darum glaube ich,
- 45:24Sehr gut. Darum ist es wahrscheinlich am wichtigsten, dass man was hat. Eine gewisse innere Sicherheit, innere Ruhe, dass man abgesehen vom Geld andere Themen in seinem Leben hat, die erstrebenswert sind. Stabile Familienstrukturen, stabile Freunde, einen guten Freundeskreis, Aktivitäten, die einem gut
- 45:44die es einem gut gehen lässt. Was sind das für dich? Wenn ich jetzt die Sachen aufzähle, in deinem Leben ist es was? Aktivitäten, also Sport, sich auszuliehen, gute Menschen um mich herum. Für mich geschäftlich, aber auch privat, habe ich das Privileg, gute Leute um mich herum zu haben, wo du auch wirklich der kannst sein, der du bist. Ich würde behaupten, dass ich im Geschäft auch sehr gut bin, aber nochmal privat wirklich auch der sein kann, der du bist.
- 46:09Einen guten Austausch mit Leuten, andere Perspektiven sehen und auch Zeit für sich selbst haben. Ich habe mal etwas richtig Gutes gehört, das hat mir sehr geholfen. Wenn es um Geld, Erfolg oder was auch immer geht. Es ist ein Hobby, es ist ein Thema, das du dich mitmischst, aber du gehst auch wieder davon.
- 46:29Oft sind wir ja so, oder mir ist es zumindest früher so gegangen, boah, ich hatte viel Geld, boah, ich fühle mich voll krass, oder ich hatte wenig Geld und fühle mich voll schlecht. Aber jetzt geht es im Moment darum, mehr Geld zu verdienen. Okay, widme mich diesem Thema, aber ich gehe auch wieder nach Hause.
- 46:42Es ist ein Hobby. Du kannst jemandem ein Hobby machen, aber nicht 24-7. Weil sonst macht es dir irgendwann keinen Spass mehr. So, genau. Und Erfolg oder Geld oder whatever, sehen sie als, hey, ich widme mich dem xy Stunde am Tag. Aber ich gehe nach Hause zu der Familie, zu den Freunden oder zu mir selber und lasse das wieder liegen. Es ist ein Hobby von dir, nicht es hat dich. Schön gesagt, ja. Sehr gut gesagt. Und das ist, glaube ich, mega wichtig, weil es ist eine gewisse Distanz zu schaffen.
- 47:08Am Schluss in 100, 200, 300 Jahren? Ich liebe so neue Perspektiven kennen zu lernen. Das war es gerade so. Also mit dem Hobby. Ich finde das mega schön, wie du das gesagt hast. Macht mega Sinn. Es resoniert richtig. Cool. Du hast halt viel Sport. Und ich rede auch sehr gerne über andere Sachen. Ansonsten nur deinen aktuellen Berufsstatus. Und wenn man dich anschaut, hast du richtig viel abgenommen. Danke. Ich sehe, du bist richtig fit. Wie, was, was hast du gemacht, was ist passiert?
- 47:38Wie hast du abgenommen? Sport war nie ein solches Problem, aber Ernährung. Und eigentlich Ernährung schauen. Ich würde es so langweilig sagen. Ein bisschen tracken, ein bisschen dies und Proteine halt. Wie du da auch oft im Podcast hast mit den Experten. Aber ich glaube, ich habe auch abgenommen, weil ich mental ruhiger bin.
- 48:05Ich fühle mich besser. Bob? Letztes Jahr hatte ich das Thema mit dem Auge. Ich musste operieren, dreimal und so weiter und so fort. Und das bringt dich auf den Boden. Überlege nochmal, was ist genau wichtig im Leben.
- 48:15Ich glaube, ich bin weniger gestresst als früher. Viel entspannter. Und natürlich, du musst Erfahrung... Cortisol-Aufschüttung ist für die Fettverbrennung der Tod. Wenn du zu viel Stress hast, vergiss es. Ich glaube, ich habe heute weniger Cortisol-Aufschüttung als früher. Ich sehe das Leben etwas entspannter. Und natürlich Sport. Ich habe auch herausgefunden,
- 48:41Freunde sind so das Gym, oder? Und ich würde sagen, ich habe Freunde mehr trainiert, aber nicht so ausgesehen. Und ich habe auch gefunden, es geht mir gar nicht ums Streamen, sondern mir ist mega wichtig, Abwechslung. Ich als Person. Auch im Arbeiten. Wenn ich so Kalender eintrage, die gleich sind in der Woche, am gleichen Ort, das ist etwas, was ich gar nicht gerne mache.
- 49:01Ich liebe es, das ist das, was am Abend ist. Hey, was ist schon wieder morgen? Übertreibend gesagt. Ah, dort bin ich da. Ah, Mittwoch bin ich dort. Ich liebe es, andere Abläufe zu haben. Und ich habe dann auch so gefunden, hey, cool, im Sport genau gleich. Es kann man nicht darum, im Gym voll brutal zu sein, sondern es kann man darum, allgemein sportlich zu sein. Und nicht in etwas mega gut zu werden.
- 49:20Und dann mal Badminton einmal die Woche, mal Joggen, mal Paddeln mit Kollegen. So, dass... Abwechslung ist wichtig. Mal Pilates. Ja, mal Männer-Pilates. Ja, genau. Geil gewesen. Wiederholen. Okay, also in diesem Fall einfach sportlich aktiv, gerne neue Sachen ausprobieren. Was ist etwas, das du noch nie gemacht hast, das du sehr gerne machen würdest? Sportlich gesehen? Das ist eine gute Frage. Was würde ich gerne machen?
- 49:49Falsch im Springen? Ich glaube kein Sport, aber das würde ich jetzt gerne machen. Ich bin schon mal Bunchjumpen gegangen, aber falsch im Springen. Das ist dieses Jahr auf dem Plan. Ich habe ein Geschenk bekommen. Der James Bond Sprung. Den hast du gemacht? 220 Meter, glaube ich. Ich glaube, das ist der höchste von Europa.
- 50:10Geil. Ich finde es so krass, dass du wirklich bei dieser Wand bist, aber es ist ja unmöglich, dich zu berühren. Nein, aber psychologisch crazy. Ist es wirklich unmöglich, dich zu berühren?
- 50:23Ja, ich meinte es. Schon, oder? Ich bin nicht gegoogelt, hätte sich jemand berührt, sonst wäre ich nicht runtergesprungen. Ich bin einfach runtergesprungen. Aber ja, es ist... War es dein erster Sprung und dann gleich dort? Ja. Ja. Ich freue mich drauf. Umdünning. Richtig cool. Schläge? Gibt es da so einen langsamen Zug, der passiert? Äh, ja, also...
- 50:43Das ist ja ein Spoiler, oder? Ja, ja. Also du gehst einfach... Wie lange bist du in der Luft? Im freien Fall? Weiss nicht, ich kann die ganze Zeit... Ein paar Sekunden? Mir hat sicher ganz das Eingewirrt. Also ein paar Sekunden, aber nachher irgendwann zieht es dir am Fuss. Und dann...
- 51:00Das ist alles super geil, aber irgendwann zieht es dich wieder hoch, oder? Und am Anfang... Und dann wird es immer langsamer und irgendwann spürst du das Gummi am Bein und jetzt musst du ja warten bis das zweite Seil runter kommt, um dich anzuhängen, damit es dich hochzieht. Das ist übel. Warum bist du nicht am warten? Nein, du musst noch ein Zeichen geben und ich kann das Zeichen nicht geben.
- 51:19Du musst irgendwie mit den Händen rausstrecken, glaube ich. Ich bin mir nicht mehr sicher. Ich weiss noch, ich hänge dort und ich so «Wann kommt das zweite Seil raus?» Er sagt «Wenn du ready bist, rufst du.» Also du hast das Zeichen gegeben. Und dann kommt das zweite Seil rauf und ich bin da am hängen. Irgendwann bist du unter Adrenalin. Aber du hast immer den Kopf durch die Rippen. Ja. Du siehst die Felsen unten. Blut im Kopf. Oh Gott. Und dann merkst du, irgendwann spürst du das Gummiteil an der Wade.
- 51:47Und irgendwann kommen mir so komische Gedanken, weisst du. Boah, shit. Wenn das jetzt sieht. Hahaha. Aber crazy. Wirklich cool, dass du das machst. Ah, ich freue mich drauf. Ja, das wird lustig. Also in diesem Fall, äh, Fallschirmspringen. Das war kein Sport, aber sicher gerne mal ausprobieren.
- 52:01Gehen Paddeln bist du schon. Was gibt es noch? Wassersport? Wassersport? Also Jet-Ski fahren? Nein, nein. Wasserski oder Wakeboarden. Wakeboarden habe ich mal probiert. Das war damals noch nicht so gut. So geil. Ich liebe Wakeboarden. Ja? Ja. Ich habe es mal probiert, aber ich bin nicht hochgekommen. Ich war noch nicht so fix da.
- 52:21Ja, jetzt geht es sicher. Jetzt hoffentlich. Jetzt geht es sicher. Aber ja, cool. Sehr, sehr geil. Hey, ich kann eigentlich noch etwas ansprechen, vorhin waren wir bei der Finanzer. Und zwar, aha, genau. AHV ist ein Schneeballsystem. Das höre ich mega oft. Das höre ich viel, das höre ich oft. Was sagst du dazu?
- 52:45Ich glaube, ich weiss, warum das gesagt wird. Es gibt sicher mehr Views und der Artikel wird öfter gelesen. Am Schluss... Ich glaube, allgemein in der Finanz. Es gibt gewisse Systeme, die veraltet sind. Aber ich meine, dort ist es jetzt gestimmt. Der AHV, der 1948 gegründet wurde. Schaut euch die Welt zwischen 1948 und heute an. Da haben auch die nicht mit dem gerechnet, dass es sich so entwickeln wird.
- 53:10Aber ja, wir zahlen die, irgendjemand nimmt raus. Und wenn jemand 5'000 verdient und 6'000 ausgibt, geht das einfach nicht auf, oder? Auf jeden Fall geht es mehr oder weniger um das. Das sind gewisse Situationen, da, wo das nicht mehr aufgeht, aber ist ja wegen dem nicht.
- 53:27Sie sind immer so cool oder «Ah, scheisse, nicht gut» und so weiter. Ja, ja, warte mal. Das war mal richtig, wenn wir schauen, dass wir uns anpassen können. Aber gibt es Anpassungen? Werden irgendwelche Mechanismen aktiviert, um dem entgegenwirken zu können? Das ist einfach sehr politisch. Im Bundesgesetz und so weiter verankert das Ganze an. Aber wenn jemand 5'000 verdient und 6'000 ausgibt, hat er nur zwei Möglichkeiten.
- 53:54Ich sage mal eine andere, aber er kann mehr verdienen oder er kann weniger ausgeben. Gibt es grundsätzlich eine andere Möglichkeit? Grundsätzlich? So, der AV, es geht jetzt einfach um Milliarden, aber du musst entweder mehr einnehmen. Mehr einnehmen bedeutet, Leute müssen mehr zahlen. Oder länger arbeiten. Aber das bedeutet ja auch mehr zahlen, weil du länger arbeitest und dadurch mehr zahlst. Aber am Schluss geht es immer darum, mehr zu zahlen.
- 54:22Oder von deinem Lohn wird mehr abgezogen. Oder du musst von deinen Mitarbeitern mehr Lohn abziehen und uns wird von der SVA mehr Rechnung gestellt. Also wir müssen irgendwie mehr einzahlen. Darum z.B. Frauen arbeiten bis 65. Das heisst, sie zahlen ein Jahr länger ein. Durch ein Jahr mehr Arbeit. Oder die andere Variante ist weniger ausgegeben. Aber erklär mal, wie das gehen soll.
- 54:43Jetzt sind Babyboomers, die kommen mit 7-8 Kindern dazu im Schnitt. Heute haben wir 1,6, habe ich mal sagen lassen. Denen kannst du nicht sagen, nein, hier gibt es nichts. Oder denen, die schon bereits beziehen, weniger. Oder hoffen, dass sie früher sterben. Es gibt nur diese zwei Varianten. Weniger ausgeben, mehr zahlen. Auf das läuft es raus. Am Schluss kommen wir nicht rundherum vorbei.
- 55:09Wenn wir wollen, dass das an diesem System geht. Aber in diesem Szenario ist ja vor allem mit den Teurungen, mit der Wirtschaft, die per se immer ich meine, die Schweiz kostet das Leben, das ist Unterhaltskosten, das kostet alles, das Leben ist nicht günstig in der Schweiz, es ist teuer. Also, dass weniger ausgegeben wird, in der AHV, wird kaum möglich sein, weil wenn du weniger kassierst nach deiner Pension, das funktioniert eh nicht. Also,
- 55:38Dieser Weg geht nicht. Es geht eigentlich nur über den Weg von mehr rein. Wenn das System so bleiben soll und so weiter, es muss. Es geht nur darüber. Es ist eine Frage der Zeit, bis wir länger arbeiten müssen. Logisch, es macht auch Sinn, durch länger zu leben und so weiter, dass wir mehr den Wisch mitnehmen. Ja, genau. Eigentlich kann man ja heutzutage mehr oder länger arbeiten, weil wir länger gesund bleiben, wir bleiben länger fit. Die ganze Medizin,
- 56:05100 Prozent. Und wie war es früher? Früher waren wir alle selbstständig. Früher, meine ich, als es noch nicht die verstaatlichte Wirtschaft gab und Schulen gab. Du warst Bauer, du warst das, du hast Brot gemacht und so weiter. Wir haben irgendwie getauscht. Oder Handel betrieben. Das hat einer nicht. Da kam niemand und sagte mit 65, jetzt bist du fertig.
- 56:24Du hast so lange gemacht, wie du können kannst. Also, ein Kontribu... also, wie soll ich sagen... Beiträge zur Wirtschaft, Beiträge zur Menschheit, das muss ja... also, macht ja auch Sinn. Auf irgendeine Art und Weise entscheidest du selber, auf welche Art und Weise du Wert schaffen willst für die Menschheit. Aber etwas musst du ja auch machen. Das mussten wir früher auch immer machen. Also, ich glaube... ja. Kann ich mich auf meine Pension verlassen? Ähm... Ja. Ich sage ja. Mhm.
- 56:54Die Frage ist, kannst du dich verlassen, dass du gleich weiterleben kannst wie vorher? Nein. Also ich glaube, die Schweiz findet immer eine Lösung. Also es muss. Wird eine Lösung gefunden werden? Ich glaube, diese Lösung sehen wir vielleicht gar noch nicht. Stichwort KI. Das haben wir auch nicht gesehen vor fünf Jahren, wie es jetzt ist. Also was wird es in fünf Jahren sein, in zehn Jahren sein? Vielleicht gibt es komplett andere Lösungen.
- 57:21Dein Lebensstandard, so wie du ihn hast, ist ja heute schon so. Das Leistungsversprechen ist 60% vom vorherigen Einkommen mit der ersten und zweiten Säule, was ja kaum eingehalten wird, je nachdem. Und das wird sicher nicht so sein. Du kannst dich auf deine Pension verlassen, aber es ist immer so, wenn jemand anderes dich finanziert, zu deren Konditionen. Die erste und zweite Säule wird das 60% von deinem Einkommen decken. Das ist das Ziel. Das heisst, mit der dritten Säule wirst du eigentlich die restlichen 40 Versuche ausgleichen. Ja, einfach...
- 57:49Mit dem Satz sagt er ja schon, die restlichen 40% bist du verantwortlich. Das ist eine Variante, aber die restlichen 40% ist nicht unser Ziel. Wenn jemand 40% Glück hat im Alter, ist das normal. Das heisst, du wirst ab dann, wenn du den Gleichlebensstandard hast, 40% jedes Jahr selber finanzieren müssen. Das ist eine Variante, wie du das kannst.
- 58:12Schon nicht ganz ohne. Wenn du von 100'000 ausgehst, 60'000 wird gewährleistet und 40'000 musst du noch selber hinbringen. Also, geht. Ich sehe schon, aber... Jetzt ist das Lebensstandard mega entscheidend. Und 60% ist ein Zielwert. Vor allem, wenn du mehr verdienst, ist das nicht 60%. Also, wenn jemand 300'000 verdient, hat er sicher nicht 60% aus der ersten und zweiten Säule.
- 58:39Weil es eine Obergrenze gibt. Ein AHV zahlt zurzeit 2'520 Franken aus. 2'520? 520 Franken. Pro Monat. Gibt nicht mehr, auch wenn du eine Million verdient hast. Es hat ja schon gewisse Sachen drin. Schwierig, ja. Wird schwierig. Schwierig? Ich glaube, Selbstverantwortung wird immer mehr zunehmen.
- 59:07Ich kann letztens mit jemandem unterhalten, es gibt Agenturen, die wirklich Pensionierte pitchen. Zielgruppen sind Leute, die jetzt in Pension gehen. Die haben dann gefragt, du machst schon viele Pensionsplanungen, kannst du uns nicht weiterleiten? Die Agentur,
- 59:21Die haben in Thailand, also Verbindung zu Thailand, warum mit 60% von ihrem Lohn ist dort Königreich, oder? Und da gibt es Schweizer Siedlungen. Es gibt Orte in Thailand, da sind Schweizer pensionierte, die machen dir den ganzen Prozess von da abmelden, dort anmelden, die richtige Residenz, Krankenversicherung, aber immer noch so, dass in der Schweiz Kassi-Hospital geht, Pipapo, Vollservice. Ich glaube, das wird zunehmen. Ich verstehe es auch.
- 59:48Das ist die Zeit, die du eigentlich geniessen solltest. Wenn du sagst, ich arbeite bis 65 und jetzt sagt mir jemand, jetzt hörst du auf zu arbeiten, jetzt solltest du es ja geniessen können. Wenn nicht jetzt, wenn dann? Ich verstehe diese Bewegung. Und wenn du auf Amerika schaust, Los Angeles, San Francisco, so viele Obdachlose, Mietwohnungen, 5'000 Dollar, ich glaube nicht mehr sind weit weg von dieser Entwicklung. Wenn du die Prise anschaust. Und Dachaufbau ist 2'520. Ich habe ein paar mehr, klar, aber...
- 1:00:17Und das finde ich schon paradox. Und da muss ich schon sagen, verschaue ich die linke Politik auch ein bisschen. Wir werden technologisch immer besser. KI, das, diese Prozesse. Wir müssen immer weniger machen für gleich viel. Aber wie kann es sein, dass alles teurer wird und wir immer mehr arbeiten müssen? Eigentlich müsste es ja umgekehrt sein. Mit der Entwicklung müsste es ja theoretisch... Eigentlich ja schon. Eigentlich ja schon. Aber auch das ist...
- 1:00:43Also mich würde sehr wundern, was genau für ein System kommen wird, was für eine Lösung kommen wird für dieses Problem. Aber es muss etwas kommen, das ist ganz klar. Es wird weitergehen. Es wird funktionieren, wird das nicht. Dritte Säule. Also, wenn ich sage, eine dritte Säule würde für 95% der Leute in der Schweiz Sinn machen.
- 1:01:14würde ich unterstützen. Für 5% macht es für dich keinen Sinn. Wer sind die 5%? 5% die steuerlich keinen Einfluss haben. Es gibt Situationen, wo der steuerliche keinen Einfluss hat. Budgettechnisch einfach nicht das Wichtigste ist. Also
- 1:01:34Ja, aber sonst grundsätzlich macht es oft Sinn, oder? Macht oft Sinn. Eine dritte Säule zu machen. Jetzt so für einen Unternehmer, jemand, der einen guten Cashflow hat, macht es jetzt Sinn, eine dritte Säule zu machen? Oder macht es Sinn, in andere Assets zu investieren, um vielleicht in eine Immobilie hineinzugehen? Macht es Sinn, beides zu nutzen? Ich glaube, der Unternehmer,
- 1:01:58Wer einen guten Cashflow hat, sieht es ja genauso. Das sind verschiedene Möglichkeiten, die er hat. Weil er denkt ja nicht bei der dritten Säule an seine Pension, sondern hey, das ist ein Vehikel, um zu investieren. Und ich denke, in den meisten Fällen, wenn er sieht, was er für einen Steuervorteil daraus hat, er kann trotzdem das Geld darin investieren, kann das durchaus eine sehr interessante Anlage-Vehikel sein. Richtig aufteilt in verschiedenen Konten, vielleicht in verschiedene Assets investiert. Aber absolut, bei dem
- 1:02:24Umso mehr sogar, weil er sieht ja dort, wie wieder ein interessantes Mittel ist, um Rendite zu machen. Ich weiss nicht mehr, wie fest du noch in dieser ganzen Thematik drin bist, aber die Kryptowährungen? Mhm.
- 1:02:38Ich hatte eine Phase, zwei, drei Jahre, wo ich sehr stark drin war. Ich habe auch eine Masterarbeit darüber geschrieben. Hast du eine Masterarbeit darüber geschrieben? Ja, unter anderem. Über bestimmte Kryptowährungen per se, oder was? Ja, also auch zum Beispiel...
- 1:02:56Also, nein, Use Cases, also verstanden. Dazumals in dieser Kryptowelt, also dezentralisierte Finanz, also du hast ja heute über Kryptowährungen eine Bank gewesen. Also du heute, du kannst ja auch Kredit vergeben, Kredit einnehmen usw. mit Kryptowährungen, komplett dezentral, 24-7. Mega spannend, habe ich dort sehr spannend gefunden. Da habe ich zum Beispiel einen Vergleich gemacht, was sind die Vorteile von dem gegenüber einer normalen Kreditinstitution, zum Beispiel. Okay.
- 1:03:21An solchen Sachen bin ich recht tief drin. Heute muss ich sagen, bin ich etwas weniger drin, weil ich glaube, dass Kryptowährungen... Wie soll ich das wieder sagen?
- 1:03:34nicht auf das hinausgeht, für was es ursprünglich damals war. Im Moment bin ich eher neutral, das ist nicht schlecht, aber eher draussen. Ich habe eine andere Meinung als vor drei, vier Jahren. Bist du investiert? Ich bin investiert, aber sehr wenig. Im Vergleich zum letzten Postgeld vor zwei Jahren
- 1:03:55Viel, viel weniger. Also hast du auf die Sicherheit deiner rausgenommen und rein investiert? Ja, also in D24 vor allem, wo recht gute Preise gewesen sind, habe ich verkauft, aber ich habe auch dort sowieso Geld verbraucht. Also bist du schon vor dem Drop rausgegangen?
- 1:04:10Ja, ja, ja. In diesem November. Aber es gab auch andere Gründe. Ich brauchte sowieso Cash, um Investitionen zu machen im Geschäft etc. Ja. Also es hat super gepasst. Und ich investiere heute noch, aber mehr in der klassischen Aktienwelt und so, wo ich mich sehr gut auskenne. Also durch besser den Wert zu sehen im Moment, als bei der Kryptowährung. In der Kryptowährung habe ich es wirklich verloren. Als Trump noch einen Trump-Coin rausgebracht hat und solche Sachen. Da ist es mir einfach irgendwie... Hey, worum geht es?
- 1:04:36Und meinst du... Und nicht falsch verstehen, ich glaube ein grosser Wert von Kryptowährungen ist spekulativer Ansatz. Das ist auch ein Wert. Also, weisst du, Spekulation. Ja. Aber ich glaube der inhärente Wert ist irgendwie ein bisschen mittlerwildernd.
- 1:04:51Ich glaube, es ist nach wie vor sehr interessant. Ich kenne mich aber nach wie vor immer noch viel zu wenig aus. Ich frage auch sehr gerne Kollegen, die mega dick und tief drin sind, um ihre Meinungen. Aber ich glaube, das Dezentrale ist der wichtigste Punkt von dem Ganzen.
- 1:05:19Aber ich habe das Gefühl, irgendwann wird es reguliert müssen werden, obwohl ich glaube, das kann gar nicht. Darum ist es so, ich bin so in einem Zwiespalt. Mega interessant. Ich meine, dass unser Geldsystem heute eine Revolution braucht oder eine Veränderung braucht, ich glaube, das ist klar.
- 1:05:34So kann es nicht weitergehen. Auch mit der Inflation und der ganzen Geschichte, die wir haben. Auch die Situation, die wir jetzt haben, geht nicht nur um Öl oder solche Sachen, sondern auch um Währungen. Man sagt ja, alle 80, 90 Jahre wird das Geldsystem immer verändert. 2024 wäre wieder 80 Jahre rum gewesen. Die letzte Revolution. Viele sprechen dafür.
- 1:06:00Und Kryptowährungen, also eben, jetzt auch noch, Kryptowährungen, über welche willst du reden? Weisst du, was ich meine? Das ist etwas anderes. Wenn ich über Kryptowährungen rede, eigentlich muss ich gar nicht über Kryptowährungen reden, für mich gibt es einfach den Bitcoin. Jetzt, ich glaube auch, also, für uns ein Teil in Bitcoins sicher spannend. Aber...
- 1:06:22Wenn jetzt jemand kommt und sagt, Bitcoin könnte eine neue Währung werden, wenn man das Geldsystem ersetzen will, finde ich das wieder schwierig. Weil ich sehe auch den Ansatz in der Finanzwelt, das braucht viel Eigenverantwortung. Und die Leute wollen nicht die Verantwortung übernehmen über das Thema. Ich kann nicht sagen, Investitionsansatz, diversifizieren in das Thema hinein, absolut. Aber wird das neue Geldsystem, ich glaube es nicht. Ich glaube, da müssen noch andere Sachen kommen, es muss weiterentwickelt werden. Ja.
- 1:06:50Ja, definitiv. Ja, so wiederum, wenn wir über Bitcoin reden, gewissen Ansatz sicher da, gewisse Berechtigung sicher da. Ich glaube, das wird es auch als ein Asset ausserhalb des Banksystems sehr interessant. Ja. Aber eben, man muss es sehr individuell anschauen. Es gibt mittlerweile wie viele Kryptowährungen? Ich weiss es nicht. Jänste, unzählige. Ja.
- 1:07:16Aber aus der Praxis aus fragen viele ältere Leute nach dem. Ah wirklich? 1-2% im Bitcoin wäre schon cool. Das wäre spannend. Ja. Ich zahle auch regelmässig ein. Vor allem in Bitcoin.
- 1:07:35Ich zahle ein, aber ich kann gar nicht schauen, wie viel sich verändert hat. Das ist auch richtig. Wenn es dann mal so weit wäre, dass ich sagen muss, dass ich jetzt beholen muss, dann hoffe ich, dass ich eine Überraschung habe. Ich hoffe, eine schöne Überraschung. Das wäre mega toll. Wie gesagt, eine gewisse Dase hat es berechnet. Es hat ja Geld drin. Aber es stehen wieder neue Herausforderungen an.
- 1:08:02Bist du dich informiert? Oder sind solche Informationen zu dir gekommen mit den ganzen Energie-Lockdowns, die jetzt so ein bisschen viral sind? Ich muss ehrlich sagen, eher weniger mit dieser Beschäftigung. Aber ich glaube, man sieht dass gewisse...
- 1:08:22dass sich Parteien oder Institutionen selber schützen müssen und ihre Währung schützen müssen. Das sieht man ja auch. Ja. Krass. Oder der Grund für die Dinge, die jetzt passieren. Nein, weniger. Ich weiss, es könnte auch die zweite Strasse stehen, die hier in Gefahr ist, wo die Öl-Dauer geht und so. Es bleibt spannend. Ja. Ich kann das sehr... Wie soll ich sagen?
- 1:08:51Ich versuche gerne, das, was man... So ein Narrativ versuche ich gerne, einfach das Gegenteil davon zu denken und zu glauben. Und wenn du jetzt auch so ein paar Fakten und Informationen reinziehst, Kommunikationen, die stattfinden von Kapitänen, die irgendwie in der Nordsee wollen, wollen irgendwie...
- 1:09:16anzupassen, um ihr Öl zu liefern, und sie aber keine Bewilligung bekommen, um abzuladen, dann denke ich so, ja, aber wieso? Sie ist ja dort, lasst sie doch rein. Und wieso werden sie drin lassen? Ich glaube, es kommen noch spannende Zeiten auf uns zu. Vielleicht ein spannender Punkt für dich. Ich habe nach Covid
- 1:09:37Ich hatte die Covid-Testzentren gemacht. Und gerade am Ende von Covid, wo ich gemerkt habe, dass es fast keine Tests mehr gibt, da passiert nicht mehr viel, habe ich mich informiert, weil schon dort heisst es, Strom und alles, Achtung aufgepasst. Es können Blackouts kommen, das waren Blackout-Themen.
- 1:09:56habe ich mit einem chinesischen Unternehmen geschaut, ob ich grössere Generatoren und Batterien für Haushalte in die Schweiz importieren kann, um diese verkaufen zu können. Du kannst einmal aufladen und dann kannst du für einen Tag dein Haus mit dem speisen.
- 1:10:13Und ich habe es dann nicht gemacht, weil Import mega teuer gewesen wäre. Aber vielleicht ein Business Case für dich, wenn du das machen willst, go for it. Ich glaube, es wird nicht schlecht. Also ich glaube schon, dass da noch etwas passieren wird. Ich glaube, es wird noch. Ich glaube, es fertig ist ja noch nicht, oder? Nein, fertig ist es nicht. Ich verfolge es. Das Wichtige wird ja immer zu dir getragen. Ich liesse nicht aktiv. Aber...
- 1:10:33Ich glaube, es wird nicht einfaches Jahr. Nein, nein. Wirtschaftlich, grundsätzlich auch auf dem Markt, was passiert. Ja, absolut. Hey, mein Lieber, es war wieder mal mega, mega spannend bis hier. Wir sind aber noch nicht ganz fertig. Klar, wir haben vorerst, wir sind eine Stunde 15 schon dran fast. Die Zeit läuft. Mal schauen, ob ich da noch etwas aufgeschrieben habe, wo wir gar nicht angeguckt haben. Oh ja, nein.
- 1:11:05Wir haben über Systemen gesprochen. Du hast über Systemen gesprochen. Jetzt. Ich weiss, dass du ein ganz spezifisches System hast mit dem Kontosystem. Kannst du das kurz in Worte fassen?
- 1:11:19Ich glaube, es geht genau um das, deine erste Frage, die du gestellt hast. In der Regel hast du ein Systemproblem und nicht ein Einkommensproblem. Es spielt keine Rolle, wie viel du verdienst, sondern wie du mit dem umgehst, was übrig bleibt. Und ich glaube, es macht Sinn, es ist mega einfach, dass du mit verschiedenen Konten schaffst. Einer der grössten Fehler ist, dass du nur zwei Konten hast, Lohn und Sparkonto. Im schlimmsten Fall ist ein Konto Lohn.
- 1:11:42Aber was lernst du von den Eltern in der Regel? Lohn, Sparkonto, Punkt. Aber es ist eigentlich die grösste Lüge, weil du kannst Lohn, du hast Sparkonto, aber Sparkonto tust du auf die Seite, die übrig bleibt, aber es ist gar nicht auf der Seite, weil es kommen schon Rechnungen, die du weisst, die werden kommen. Und Ferien, die du eh machst, aber du tust so, als wären die 5'000 Stutz auf der Seite wirklich gespart. Aber es ist eigentlich faktisch nicht gespart.
- 1:12:03Und so bist du immer in diesem Hamsterrad einverstanden. Du tust immer wieder das gleiche Mal. Und irgendwann, ich kann das nicht selber erfunden, verschiedene Bücher und Coachings, die eigentlich immer über das Gleiche erzählen. Nämlich du automatisierst, respektive machst Struktur im Kopf, indem du verschiedene Kunden einrichtest für einen gewissen Zweck.
- 1:12:22Diese Schublade ist für das, diese Schublade ist für das, diese Schublade ist für das und dann schreibst du es an und jedes Mal, wenn etwas ist, nimmst du diese Schublade. Du machst keine Schublade, sondern verschiedene Kontine. Und ich habe schon Kontamodelle gesehen mit 14 Kontinen und so. Okay, vielleicht schnell, jemand hört das jetzt zum ersten Mal. Wo machst du die Kontine? Sagst du deiner Rezekte, ich hätte noch gerne vier Kontine? Jetzt, wenn du viel Disziplin hast, aus meiner Erfahrung heraus, oder auch wie die Kunden das machen,
- 1:12:51Wenn du viel Disziplin hast, machst du bei einer Bank verschiedene Unterkonten und benennst sie um. Ich verstehe. Auch ich persönlich kann das nicht so. Ich habe verschiedene. Mittlerweile kannst du ja so viele Konten machen, gratis, oder die Online-Banks und wie sie alle heissen. Du machst verschiedene Konten und ich weiss, jedes Logo steht für ein gewisses Konto. Ich verstehe. Also machst du dieses Konto, dieses Konto, dieses Konto, dieses Konto. Klar, schaust du ein bisschen auf die Gebühren, aber mittlerweile gibt es Fintechs, die fast nichts kosten oder gar nichts kosten. Das hast du schnell herausgefunden. Und dann machst du zum Beispiel ein Konto für...
- 1:13:21Es gibt verschiedene Kundenmodelle, aber ich mache meistens so 4-5. Ich arbeite mit den Leuten mit 4-5. Zuerst mal für Ausgaben, die du weisst, die kommen eh. Du hast einen Hausrat, der einmal im Jahr kommt. Du hast irgendwelche Kosten, die einmal im Jahr kommen. Du hast eine Ferie, die du eh weisst, du wirst einmal im Jahr gehen. Oder so und so viel im Jahr gehen, wo du das Budget zuteilst. Und du hast ein Konto dafür.
- 1:13:42Ich habe das auch so, aber jetzt kannst du noch ein Konto für einmalige Rechnungen machen und noch das Ferienkonto super anmachen. Jetzt kannst du es so granular aufbauen, wie du es gerne möchtest. Ich weiss, desto komplizierter es wird, desto weniger mache ich es. Mach es einfach im Konto. Okay, machst du etwas für Unvorgesessenes, weil du weisst, das Geld ist da drauf und es ist nicht auf deinem Sparkonto, wo du denkst, du sparst, aber eigentlich ist es nicht gespart. Dann machst du das Konto zum Beispiel für Investments. Das heisst, wir gehen arbeiten.
- 1:14:09geben dir Zeit für Geld. Und das Ziel ist ja, dass du das Geld so anleihst, dass es dir irgendwann wieder Zeit gibt. Und ich finde das immer so einen coolen Ansatz. Leute reden immer von finanzieller Unabhängigkeit oder finanzieller Freiheit und Bedeutung ändert immer alles. Und finanzielle Unabhängigkeit bedeutet, du bist unabhängiger von anderem, dass du deine Fixkosten stecken kannst. Komplett unabhängig kannst du nie sein, Luft und Liebe brauchen wir immer, aber unabhängiger, das heisst, du hast irgendwelche
- 1:14:38Fixkosten. Und du willst am liebsten, dass es jemand anderes dir zahlt. Oder irgendwelche Investitionen dir zahlen. Und dann machst du irgendwie eine goldene Gans, sage ich immer. Die an goldene Eier lädt. Das heisst, du baust ein Konto auf, das angelegt wird und dir Geld zurückgibt. Was die Anlagen sind, anderes Thema. Du kannst in Aktien, Aktienfonds investieren, die dir Geld auszahlen. Du sparst für Immobilien, du sparst für ein Geschäft, machst dich selbstständig, ist auch ein Investment. Whatever it is, vielleicht bist du in der Kunstwelt tätig und kannst dort investieren.
- 1:15:08Je nach Typ gibt es wahrscheinlich Möglichkeiten. Aber es geht immer darum, wenn ich dort Geld ausgebe, ist es etwas, das in Zukunft mehr geben soll. Und du kannst zum Beispiel ein Spasskonto machen, du füllst ein Spasskonto mit 10-20% vom übrig gebliebenen, wo es darum geht, nie rechtfertigen. Du haust das raus, ob es Sinn macht oder nicht, ist scheissegal, deinem Kind geht es gut, du machst Vollgas. Je mehr du verdienst, desto mehr sich dort füllt, füllt sich ja auch alles andere.
- 1:15:33So kannst du dir verschiedene Strukturen aufbauen. Wichtig ist noch eines, das in jedem Buch vorkommt, das ist Spenden. Gib immer anderen, was schlechter geht als dir. Geld in Bewegung. Das ist das krasse, das sagt auch praktisch jede Literatur, mach das als erstes. Dann denkst du immer, hey, ich will ja mehr Geld haben, aber jetzt will ich mehr weggeben. Wie macht das Sinn? Aber es ist krass, das funktioniert. Wenn du weg bist, kommt mehr.
- 1:15:57Mega schön erklärt, danke vielmals, dass du es auch so ausführlich erklärt hast. Ich glaube, es hat Sinn gemacht, dass du einen spezifischen Weg mit verschiedenen Kunden auf verschiedenen Banken gemacht hast. Ich weiss zum Beispiel, Revolut, da kannst du auch so wie Puckets machen. Cool, ja. Ich mache es dort zum Beispiel. Und hast du dort verschiedene Kunden? Ich habe dort...
- 1:16:22Ich glaube bei sieben. Ich glaube bei sieben Konten. Und tue einfach dort... Cool. Für mich ist es so, ich habe noch das Lohnkonto, da geht das Geld hin. Ja. Und dann geht einfach von diesem Konto so ziemlich alles weg, direkt auf Revolut und dann verteile ich das Ganze. Ja, mega cool. Cool. Ja.
- 1:16:37Und für mich ist es einfach und funktioniert. Mega cool. Ich habe verschiedene Einbände. Macht das Sinn? Dann weiss ich immer, wenn ich auf dieses Logo klicke, es geht jetzt. Das ist für mich noch einfacher. Wenn ich die ganze Zeit alles sehen würde, ist das für mich psychologisch nicht gut. Ich muss mich arm rechnen. Ich muss immer das Gefühl haben, aha, das ist noch... Wenn ich zu oft die Zahl sehe, habe ich immer das Gefühl, ich habe... Hast du ein finanzielles Ziel? Nein.
- 1:17:08finanziell unabhängig sein, ist das Ziel von mir. Das heisst, dass ich so Cashflow aufbaue, mit Werten, sei das Firma, sei das Aktie oder whatever, dass ich meine Fixkosten decken kann, ohne dass der Wert weniger wird. Also der klassische, ich habe 10 Immobilien vermietet, das kommen Miete rein und mit dem kann ich leben. Bei mir sind es nicht Immobilien, ich bin jetzt nicht so...
- 1:17:34Das ist für mich das Ziel, finanzielle Unabhängigkeit zu erreichen. Und darum habe ich mich auch selbstständig gemacht. Hey, cool, finanziell, ich weiss nicht, ich kann nichts damit anfangen. Ja, ich will 1 Million auf der Seite, 10 Millionen auf der Seite, 100 Millionen. Mich hat das nie motiviert. Mich heute auch nicht. Aber etwas aufbauen, wo du vielleicht irgendwann sagen kannst, hey, jetzt habe ich Lust auf eine Änderung oder was auch immer. Oder ich würde mir jetzt mehr Zeit nehmen, um...
- 1:18:02Das auch nicht. Golf lernen. Ich weiss auch nicht. Wenn ich mir Zeit für etwas nehme, dass ich die Freiheit habe, zumindest mehr Zeit dem zu geben. Das ist mir mega wichtig. Finanziell frei sein, also dazu wirklich machen zu können, das braucht Glück. Aber finanzielle Unabhängigkeit kann jeder erreichen.
- 1:18:19Was braucht Glück? Finanzielle Freiheit. Also weisst du, wirklich. X, Y, du kannst es nicht mehr ausgeben und so. Braucht glaube ich auch ein bisschen Glück. Aber finanzielle Unabhängigkeit, dass du so investierst, dass du irgendwann einen gewissen Cashflow hast, dass du vielleicht Miete und Krankenkassen schon daraus auszahlt hast.
- 1:18:36Dann bist du schon unabhängiger von deinem Arbeitgeber. Und kannst vielleicht etwas anderes machen. Oder Kindergärtner sein, weil das deine Passion ist und nicht wegen Geld. Weisst du was ich meine? Ja voll. Weisst du eine Literatur, die du dir empfehlen würdest? «Der reichste Mann von Babylon». Hohes Buch.
- 1:18:55Dort arbeitet er viel mit Zehntel. Mit was? Mit Zehntel oder... Ah stimmt, ja genau. Das erste, was wir in den Sinn nehmen. Die nächste? Ich glaube, «Rich Dad Poor Dad» tut das auch sehr klar mit diesen Kundenmodellen. Auch gut. Viel zu amerikanisch. Ja. «Reicher als die Geissens»
- 1:19:23Nein. Da hat er auch ein Konto, das Geldmagnet-Konto. Du musst ein Konto eröffnen, wo du Geld bezahlst. Du hast einen Prozentsatz, du weißt nicht, wie viele Prozent du bezahlen wirst. Das wirst du in deinem Kopf nie mehr im Leben anlegen.
- 1:19:39Und egal, von wo du finanziell kommst, ab dem Moment kannst du nie mehr sagen, du hast kein Geld. Auch wenn das 10-20-Jahre im Monat ist. Du hast zwar nicht Liquid, aber kein Geld hast du nicht. Das macht etwas mit dir und mit deiner Identität. Das ist das Mindset. Ich glaube, wir haben es, oder wir, ich glaube, Gesellschaft hat so viele ganz tief einprächtige Glaubenssätze, was Geld betrifft,
- 1:20:08Wie spricht man über Geld? Was hat Geld für einen Stellenwert im Leben? Dass wahrscheinlich die meisten anfangen, sich da ein bisschen dran zu arbeiten. Ja. Wie denkst du darüber, was für eine Energie gibst du in dem Ganzen, wenn alles andere folgt? Wenn du an Geld denkst, an was denkst du? Wenn ich jetzt Geld sage, bin ich jetzt überzeugt? Am Anfang würden wir an das Konto denken und die Zahl darauf einverstanden. Die meisten denken wahrscheinlich an das oder an ein paar Geld.
- 1:20:38Aber das ist ja nur eine Form, du hast gesagt Energie, das ist ja nur eine Form von... Es ist einfach ein beweglicher Wert oder eine bewegliche Energie. Aber es ist einfach eine Form, es gibt ja noch andere Formen. Wissen, Erfahrung ist auch irgendwo durch, etwas, das du verwandeln kannst in das flüssige, bewegliche Geld. Eben Immobilien, der klassische. Werte. Netzwerk.
- 1:21:06Deine Skills, deine Fähigkeiten. Je menschlicher, je fachlicher, je nachdem wo du tätig bist. Du kannst an so vielen Sachen arbeiten, um Geld zu verdienen. Geld ist einfach nur eine Form. Eigentlich ist es ja nur ein Abfallprodukt von dem, was du machst.
- 1:21:22Fokussieren wir uns auf die Zahl, auf das Konto und beeinflussen uns so. Wir lassen uns das Mindset beeinflussen. Wir lassen uns den Wert bestimmen, wer wir sind aufgrund der Zahl. Statt links zu schauen und an den Sachen zu arbeiten, die wir beeinflussen können. Wenn es um Geld geht, Business, Arbeiten oder Karriere, was auch immer. Besser zu werden, ein besseres Netzwerk zu haben, einen besseren Wert als Mensch zu haben für andere.
- 1:21:52Und Detachment. Es darf nichts ausmachen, die Zahl dort. Ich habe ganz viele Unternehmer, die mit den Leuten zusammen viel Geld haben, und die sagen, ich bin gerade ausgeschossen. Das ist das erste Mal, wo ich das gehört habe. Ich bin gerade pleite. Aber ich weiss, der ist nicht pleite, der hat so viel Geld.
- 1:22:08Aber Werther hat so viele Immobilien usw., aber er ist kein Liquid. Wegen dem sagt er doch, ich bin in den Armen oder ich bin schlecht. Absolut, ja. In dieser Form ist es aktuell nicht verfügbar. Aber ich kann wieder... Ich kann mal von einem gehört haben, der gesagt hat, der ist wirklich, dem geht es sehr gut. Der hat viel Geld. Sehr viel Geld. Selber erwirtschaftet, aber auch von Immobilien und auch geerbt. Also wirklich viel.
- 1:22:40Und dann ging es um das Investment. Ich bin gerade ausinvestiert. Ausinvestiert? Ausinvestiert. Das Konto, das er braucht, um zu investieren, ist schon leer. Heisst nicht, dass er kein Geld hat. Heisst nicht, dass er sich harm fühlt.
- 1:23:01By far nicht. Aber er hat ausinvestiert. Er hat gerade keine Kapazität, um weiter zu investieren, weil jetzt wartet er eigentlich, dass die anderen Investments wieder etwas abwerfen. Und ich finde das super. Und dass man auch sagen kann, hey, weisst du was? Ich bin nicht arm, ich bin nicht pleite oder ich bin nicht arm vor allem. Ich habe gerade keinen Cashflow für dieses Investment. Völlig fair.
- 1:23:26Ich glaube, dass alle das so sehen würden, das Leben würde so ein bisschen mehr sein als ein Business, das klingt voll unromantisch, aber du musst ab und zu... Ich glaube, die, die selbstständig sind, wenn du mit diesen Leuten sprichst, wissen, die müssen jetzt etwas machen und es kommt später. Und lassen sich nicht auf dem Weg verirren, oh shit, es ist immer noch die Pflanze, du weisst ja, du hast dort die Pflanze, es kommt. Und eben weniger Bedeutung von dieser Zahl nehmen, welche Zahl auch immer, weil du wirst dich dann auch nicht besser fühlen, wenn die Zahl anders ist.
- 1:23:57Sehr schön. And again. Sehr, sehr schön gewesen. Aber nochmal, sind wir immer noch nicht ganz fertig. Wir sind nur noch mal kurz abgeschlagen. Und zwar, ich habe ja noch bekanntlich die Schnellführrunde. Also ein paar schnelle Fragen, die wir hoffentlich schnell beantworten können. Wie viele Wörter dürfen sie? Das kannst du selber entscheiden. Ah, okay.
- 1:24:23Oftmals kann man es schnell beantworten. Manchmal geht es nicht, manchmal gehen neue Türen auf. Aber wir versuchen es auf jeden Fall mal. Darum, mein lieber Kathir. Bist du ready für die Schnellführer-Runde? Let's go. Geld oder Zeit? Sicherheit oder Risiko? Risiko. Ein bisschen studieren. Ja. Ich glaube,
- 1:24:51Also es braucht eine Sicherheit, aber ich glaube, es ist der klassische Sinn von Sicherheit. Ich glaube, du musst Stabilität in dir entwickeln, dass du weisst, dass egal was passiert, du wirst für dich da sein und das regeln. Aber ich glaube, jeder Mensch braucht einen Grad von Unsicherheit, dass du happy bist. Das ist das. Das ist ein bisschen... Nervösität.
- 1:25:10Das braucht, dann lebst du. Du lebst, genau. Du lebst. Es passiert etwas. Das Abenteuer, es hat etwas nicht geklappt. Schei, wow. Ich glaube, das braucht jeden Menschen. Und wenn du das lange nicht hast, geht es dir auch nicht gut. Du bist frustriert und so weiter. Ich glaube, viele Menschen könnten mehr Risiken eingehen und sie wären glücklicher. In dieser Unsicherheit wären sie noch glücklicher. Viele haben so eine Sicherheit, dass kann ihnen nichts passieren, aber sie sind nicht glücklich. Ja. So. Sorry, jetzt habe ich es verlängert. Super. Perfekt. Perfekt. Das ist richtig so. Angestellt oder Unternehmer?
- 1:25:43Ich sage jetzt, ich bin beides gesehen und ich finde beides gut. Ich finde beides super. Ich weiß ja auch nicht, wenn ich die Reels sehe, wo ich mir denke, ja, du wolltest Unternehmer sein und angestellt sein, scheiße. Come on. Ich glaube, du kannst angestellt so geile Jobs haben,
- 1:25:59Ich habe den geilsten Job gehabt. Ich auch. Fantastisch. Ich habe einen genialen Job gehabt. Und so viele Leute haben so einen coolen Job. Ich weiss nicht, von wo das herkommt, dass selbstständige Unternehmer so geil sind. Ja, bringt Klicks. Wie? Bringt Klicks. Ja, bringt Klicks.
- 1:26:15Für dich aktuell? Für mich aktuell ist Unternehmerschaft. Aber wenn ich das morgen an die Wand fahre, das ist nicht passiert. Aber ich bin sehr gerne angestellt. Also, no worries. Krypto oder Aktien? Aktien. Versicherungen notwendig oder überbewertet?
- 1:26:39Notwendig. Sind wir überversichert? Ja. Die Schweiz ist ein klassisch überversichertes Land. Und das ist ja das Spannende. Die Versicherung. Wer braucht Versicherungen? Wer finanziell aktuell nicht gut darstellt. Einverstanden? Ich mache ein dummes Beispiel. Du hast 100'000 im Konto und kaufst ein Auto für 100'000 Franken. Braucht das Auto eine Versicherung? Wenn das dein einziges Geld ist. Gott, die beste Versicherung, die es gibt. Einverstanden? Weil dein ganzes Vermögen ist in dem. Ja.
- 1:27:07Wer 10 Millionen Euro hat und sich ein Auto für 100'000 Euro kauft, braucht eine Versicherung? Nein, der kauft das Auto viermal, zehnmal, hundertmal. So wie es in der Schweiz genau umgekehrt ist. Wer es braucht, der vielleicht finanziell nicht gut dasteht, der hat es nicht. Wer es nicht braucht, hat es viermal versichert. Das ist interessant. Grundsätzlich notwendig ist, wer was braucht. Mhm. Was ist wahrer Luxus?
- 1:27:39jederzeit die Person sein, die du bist, mit den Menschen, die du sein willst, so lange wie du möchtest, an dem Ort, wo du möchtest. Sehr schön. Das gibt es real. Das gibt es real und das ist richtig gut. Ja, sicher. Das hat mir richtig gefallen. Skalieren oder stabil bleiben? Stabil bleiben.
- 1:28:10auch aus deiner aktuellen Sicht ausgesehen? Ja, ich verstehe den Punkt von skalieren. Ich weiss aber heute nicht, was ich skalieren will, ehrlich gesagt. Ich weiss, was ich skalieren könnte, aber ich will all das nicht skalieren. Ich glaube, ich habe noch nicht
- 1:28:32Also im Moment ist man wirklich stabil und natürlich wachsen, aber skalieren im Moment... Das resoniert noch nicht, ich weiss nicht, was skalieren. Wo ich sagen würde, boah, das würde ich dort heranbringen, das hat diesen Impact oder whatever. Im Moment ist es mehr, wir leben uns aus. Und ich bin überzeugt, dass es wieder etwas kommt, wo wir sagen, that's it, jetzt all in. Und unser VRP, der für mich in den letzten Jahren ein richtiger Mentor geworden ist,
- 1:29:01Vor nicht allzu langer Zeit, vor zwei Jahren, haben wir zum ersten Mal darüber gesprochen, wo genau die Reise der Offsite Labs hingehen sollte. Und da war es so, ob man Boutique oder Franchise will. Wenn man Boutique bleiben will und das ausbauen, alle Systeme optimieren,
- 1:29:23den Feinschliff in jedem Ecken gewährleisten, um in der Boutique zu wachsen, wo wir sind, mit dieser Location. Oder Franchise. Expandieren, mehr Locations, etc. Beides hat seine schönen Vorteile,
- 1:29:45Beides kann aber auch Nachteile mit sich bringen. Und ich glaube, jeder Unternehmer, der etwas aufbaut, kommt wahrscheinlich irgendwann an den Punkt, an dem er sich fragen muss, wo die Reise hin geht. Willst du putzig oder möchtest du weiter ausbauen oder ausbauen?
- 1:30:04Ja, wirklich. Super gesagt. Ich glaube, wenn du gut bleibst, kannst du dich ausleben. Mit allen Vorurteilen. Du bist aber begrenzt und es hängt viel an dir. Skalieren bedeutet, du musst etwas Fixfertiges, replizierbares haben. Dann verlierst du die Individualität. Bei uns braucht es noch viel Individualität. Vielleicht auch, wenn wir es so wollen.
- 1:30:26Das löst sich ein paar Sachen bei mir aus. Da habe ich noch ein bisschen Zeit zum Überlegen. Aber wenn du es dann skalierst, ist es so etwas, wo ich sage, hey, du musst in gewisser Zeit das Projekt gross machen, aber dann auch wieder loswerden. Weil langfristig wäre nicht so dieser Typ, ich habe eine Firma mit tausend Leuten und jetzt bin ich CEO von einem Kanal. Ja. Ah, verstehe. Aktuell heutzutage. Ja, ja, voll. Es ist immer so eine Momentaufnahme.
- 1:30:51Das können sich andere durchwirtschaften. Durch... Whatever, ja. Ich meine, hier draussen haben wir sehr viele Sachen, die wir einfach nicht beeinflussen können, sondern es sind Spieler in einem Game, die versuchen, möglichst gut zum nächsten Level zu kommen. Ja. Und ähm... ...dann bin ich das Ganze noch nicht... ...vorkommen. Ja. Was macht dich richtig glücklich? Anhalten können. Und...
- 1:31:23dass nichts fehlt. Das Gefühl, es fehlt nichts. Wenn ich es schaffe, immer wieder dort heranzufinden, innerlich. Eigentlich so ein bisschen dankbar sein und einfach einen Moment zu finden, wo ich sage, hey cool, ich bin happy, so wie es ist. Und nichts wollen. Oder, boah, das wäre cool. Was ist schlimmer? Kein Geld oder kein Plan?
- 1:31:47Geld oder keinen Plan? Planen ist bei mir ein bisschen schwierig. Ich plane nicht so gerne. Aber kein Geld habe ich jetzt auch nicht. Was ist schlimmer? Nein, schon kein Geld. Kein Geld ist schlimm. Ja. Mit Geld hast du immerhin ein bisschen das Polster, wo du einen Plan aufbauen kannst. Ja genau. Sonst musst du einen Plan haben, der dir vielleicht nicht gefällt. Aber du musst ihn jetzt machen. Um Geld zu generieren. In dieser Zeit musst du noch durch. Das ist scheisse.
- 1:32:19Schulden. Schulden. Ist es ein Tool oder eine Gefahr? Fuck, und ich hätte sehr gerne... Darum scheisse ich mich gleich ein wenig an. Ich hätte gerne tiefer in das Thema Schulden reingegangen, weil ich habe ein ganz spezifisches Denken zu Schulden. Ich finde Schulden sind mega schlecht angeheftet. Ich finde Schulden... Konsumschulden sind verschissen. Nicht geil. Aber es gibt Schulden, die sind sehr gut.
- 1:32:48Aber für den Jacken das glaube ich nicht. Ja, also ich glaube, wenn man es einfach finanziell sieht, in der Schweiz Steuern zu haben, ist gut. Das ist das einzige Land übrigens. Das ist auch das verschuldetste Land der Welt, das ich gesehen habe. Wegen der Hypotheken und so weiter, wo wir nicht zurückzahlen müssen. In jedem anderen Land müssen wir sie zurückzahlen.
- 1:33:07Darum, ich glaube, Schuld als Tool nutzen, du musst ja nicht immer dieses Geld brauchen. Oder in der Schweiz bringst du ein Viertel und die Bank gibt dir vier Viertel. Das ist ein interessantes Tool. Und am Gewinn bist du beteiligt. Also beteiligst du 100%. Also du hebelst mal fünf. Risiko-frei. Mega cool. Aber wenn du Belohnungen von morgen, heute schon, weißt du, und wegen dem einen Kredit aufnimmst,
- 1:33:36Ich glaube, es ist überall schlecht. Wenn du die Arbeit nicht machen willst und die Belohnung von ihm in zwei Jahren jetzt schon vorziehen willst und diese Arbeit oder diesen Weg auslässt und wegen diesem Geld aufnimmst, dann ist das ein Rezeptborden. Vermögenswert oder verbindlich. Aber ansonsten, ja, die Schuld ist ein Tool.
- 1:34:00Ja, ich glaube, da können wir so tief reingehen in das Schuldenthema. Ich finde es mega, mega spannend. Anyway, zu der zweiten, letzten Frage. Verdienen oder behalten? Heute ist der Fokus mehr auf Verdienen. Ja. Und zu der letzten Frage. Der Podcast heisst Momentum. Was heisst Momentum für dich?
- 1:34:31Coole Frage. Ich glaube, Momentum, ein richtiges Momentum kann, aber auch schlecht, aber auch positiv, wenn du das richtige Momentum aufbaust, das heisst, gewisse Gewohnheiten über eine gewisse Zeit machst,
- 1:34:44gibt dir das, ohne dass du Energie brauchst, einen guten Anlauf für etwas, das du umsetzen willst. Das heisst, egal wie es dir heute geht, egal wie es mir heute geht, egal wie es dir heute geht, du kannst heute zwei, drei Sachen machen und das die nächsten vier, fünf Tage und du hast das Momentum und es geht dir komplett anders als vor fünf Tagen.
- 1:35:08Es ist scheissegal, wie es dir rückgeht. Du kannst das Momentum aufbauen und plötzlich hast du andere Gedanken. Du bist die gleiche Person, hast einfach andere Gedanken, andere Körperhaltung, andere Bedingungen. Egal wie es dir rückgeht, egal wie beschissen, egal welche Sachen du hast, du kannst ein positives Momentum aufbauen. Das gleiche ist auch beim anderen, es gibt auch ein negatives Momentum. Und das zu bremsen, aus dem herauszukommen, ist immer schwierig, weil es hat schon mega viel Anlauf. Über Jahre vielleicht.
- 1:35:35Darum Anlauf. Das Tempo, das schon drin ist. Danke vielmals für die Erklärung. Hey Kathi, nochmal, bevor ich dir die Möglichkeit gebe, zu meiner Kamera zu sprechen, es ist deine Kamera nachher, möchte ich mich jetzt schon ganz, ganz, ganz fest bei dir bedanken. Es war mir eine Riesenfreude, dass du dir Zeit genommen hast, nach deinem langen Tag. Heute hattest du 18 Leute bei dir. Ja, ungefähr. Du hattest 18 Leute bei dir, bist vorne gestanden,
- 1:36:01Ganz viele Augen auf dich. Du warst etwas am Vermitteln. Jetzt sitzt du noch hier in diesem Podcast, in deinem Wohlverdienten-Vierabend und redest mit mir über Finanzen, über dein Leben, über gewisse aktuelle Themen, Ansichtsarten. Du hast mir das ganze Kontosystem erklärt. Dafür bin ich dir sehr, sehr fest dankbar. Danke für deine Zeit. Das ist das grösste und wichtigste Gut, das wir auf dieser Welt haben. Danke für das.
- 1:36:29Cool, danke dir für die Zeit und auch sowieso. Immer schön da zu sein bei dir und dir zu haben, unsere Schüler. Übrigens, alle, die bei uns die Ausbildung gemacht haben, sagen, das war geil, dieser Ort und so weiter. Das bleibt in Erinnerung. Hammer. Schätze ich sehr. Das freut mich mega, mega fest. Danke für das. Das macht ein richtig trockenes Thema in der Aussicht. Bleibt besser. Passt, das passt, das passt. Auf jeden Fall, deine Kamera, wenn du etwas weg mitgeben möchtest für...
- 1:36:55Jungunternehmer, Unternehmer, Leute, die kurz vor der Pension sind, für deine Community, egal wer, wenn du noch ein paar letzte Worte mitgeben möchtest, ist jetzt der Zeitpunkt. Danke, ich glaube eine Frage ist mir geblieben, die ist an Sicherheit gegangen oder? Risiko glaube ich.
- 1:37:16Ich glaube, wir dürfen mehr Risiko eingehen, weil das sind die Sachen, die man am Schluss darüber spricht. Und das, glaube ich, ist das, was man bereut, was später irgendwann ist, weil man es nicht gemacht hat. Und ich glaube, das Leben belohnt immer Risiko und Mut. Und darum glaube ich, geh mehr Risiko ein, um so besser wieder zu kommen. Go for it.
- 1:37:34Sehr, sehr schöne Schlusswort. Danke vielmals. Und an dieser Stelle auch danke dir. Danke, dass du bis hierhin mitgelost hast. Heute mit dem Katir, einem unglaublich tollen und aufgestellten Menschen, der ein riesiges Know-how über Finanzen hat. Und wenn dir der Podcast gefallen hat, du weisst, wie das läuft, unten hat es einen Knopf, der heisst «Abonnieren».
- 1:37:52Wenn du da klickst, hilfst du mir, um immer weiter neue Gäste einladen zu können in den Podcast, um dir coole und inspirierende Geschichten wie die von Katja hören weiterzugeben. Wenn es dir richtig gefallen hat, dann drück doch den kleinen Knopf mit der Glocke, weil dann verpasst du nichts mehr, was auf diesem Kanal läuft. Und wenn du Fragen hast, kommentiere, gib einen Like, würde mich auf jeden Fall sehr, sehr freuen. Danke und bis zum nächsten Mal. Tschüss.