Latest / MOMENTUM - kevinkellermazza / Von der Gesichtslähmung zur viralen Stimme des Gesundheitswesens – Nikki im Momentum Podcast
Transcript
- 0:00Herzlich willkommen zu einer weiteren Folge von Momentum. Mein Name ist Kevin Kellermatze und mein heutiger Gast hat vor ein paar Jahren eine Diagnose bekommen.
- 0:09MS. Wie sie mit dieser Diagnose umging, was in ihrem Leben nachdem passiert ist und auch die Beantwortung der Frage, wer ist sie vor und wer ist Dominik nach dieser Diagnose, werdet ihr in diesem Podcast erfahren. Gleichzeitig wirst du aber auch Dominika lernen in diesem Podcast, der ihr Mindset so entwickelt hat, wo ich sagen muss, ganz viele Menschen dürfen sich hier eine Scheibe abschneiden. Dominik ist OP-Technikerin.
- 0:39Sie arbeitet heute aber auch im Sales und hat vor ein paar Monaten einen richtig grossen Instagram-Account aufgebaut. Bald, also besser gesagt am 1. August, kommt sogar ihre erste eigene Podcast-Folge raus, die sie aufgenommen hat. Und auch diese hat es definitiv in sich mit ganz, ganz vielen skurrilen Geschichten. An dieser Stelle möchte ich nicht mehr zu viel verraten, sondern einfach nur noch sagen, jetzt Intro ab.
- 1:08Wie geht es dir, wenn du weisst, ab jetzt werde ich nie mehr gesund sein? Ich habe gerade meine Gesundheit verloren. Es war genau mein Geburtstag, als ich mein erstes Schuh überlebt habe. Da ist meine rechte Gesichtshälfte eingeschlafen. Erster Gedanke? Schlaganfall. Entweder stehst du jetzt auf oder du bleibst für immer liegen. Aber leben tust sowieso. Du entscheidest jetzt, wie deine Geschichte weitergeht und mach etwas draus. Mein Leben macht den Diagnosen besser als vorher.
- 1:34Also kannst du sogar so weit gehen, dass du sagst, du bist dankbar für die Diagnose? 100%. Sie machen so viel, was ich nicht wusste, was sie machen, aber sie machen es einfach. Ja, cool. Und das ist so ein bisschen acht der Waren. Ich finde, Liebe gewinnt. Es ist zu schön für einfach den Leute beziehen.
- 1:54Liebe Dominik, schön, dass du da bist. Danke, Kevin. Mega cool, dass es geklappt hat. Eigentlich ist es ja so, dass ein Gast hierher kommt, bekommt ein Käufchen. Heute ist es ein bisschen anders abgelaufen. Und zwar, du kommst hierher, wir gehen Videos aufnehmen. Wir haben nämlich ein cooles Intro-Video für deinen eigenen Podcast gemacht. Auf dem können wir sicher noch sprechen, weil das ist ein ganz spannendes Thema. Und zu der ersten und wichtigsten Frage, wie geht es dir?
- 2:19Gut, danke. Ein bisschen gestresst, ein bisschen heiss, aber schon gut. Ein bisschen gestresst und heiss, aber besser als gestresst und kalt. Ja, definitiv. Kann man an diesem Punkt wirklich sagen. Definitiv. Ja, aber ich verstehe es, wenn man dann im Studio sitzt und man möchte einen Podcast anfangen und es ist dann wirklich so... Dann kann man ein paar Wände... Dann kann ich Schweissflecken anziehen. Ja, wir sehen es eh nicht, es ist alles schwarz. Alles gut, alles gut. That's why. That's why. Ich habe überlegt.
- 2:44Ah, wie überlegt. Sehr schön. Dominique, ich fange immer gerne mit einer Hauptfrage an. Yes. Okay. Und für dich habe ich mir überlegt, wer ist Dominique vor und wer ist Dominique nach deiner Diagnose gewesen? Hui, gute Frage. Ich glaube, Dominique vor der Diagnose war nicht per se eine andere Person, sondern...
- 3:12Eine Person, die aber den Fokus anders geleitet hat im Leben. Die die Welt ganz anders gesehen hat. Die weniger dankbar war. Die viel stehen lassen hat, was man nicht stehen lassen sollte.
- 3:29Ich glaube, sie hat das Potenzial nicht ausgeschöpft, das sie eigentlich hatte. Dominique nach der MS ist ganz anders. Sie ist... oder ich bin...
- 3:47Wie soll ich dir das erklären? Es ist wie ein Brüllen weg von meinen Augen. Und ich darf einfach in eine andere Welt hineinschauen. Sei es von den Gefühlen her, sei es von wie ich Menschen sehe, wie ich Situationen sehe, wie ich...
- 4:04Sachen anzulegen, nicht nur manuell, sondern auch geistig, wie ich dem gegenüber trete. Ich kann es nicht beschreiben, es war wirklich ein kompletter Lebenswandel. Würdest du sagen, du bist heute bewusster am Leben? Definitiv. Mein Leben ist nach der Diagnose besser als vorher.
- 4:31Also kannst du sogar so weit gehen, dass du sagst, du bist dankbar für die Diagnose? 100%. Wirklich? Ja, für mich war die Diagnose ein Säge. Und du hast es ja ganz kurz angesprochen, was es ist, und zwar MS. Du hast die Diagnose MS bekommen. Wie lange ist das jetzt her? Zweieinhalb Jahre. Zweieinhalb Jahre. Ja. Genau. Ja, ich bin gerade 28 geworden.
- 4:55Es war genau an meinem Geburtstag, als ich mich zuerst schon überlebt habe. Da schlief meine rechte Gesichtshälfte ein. Wirklich so ein Klopf und nicht mehr bewegen. Ich habe gemerkt, dass sich etwas anbahnte. Ich hatte mega heiss, es war unwohl. An diesem Tag? An diesem Tag, genau. Ich habe gemerkt,
- 5:13Mein Mann sagt dann noch zu Freunden, nein das stimmt gar nicht mehr, wir waren schon verheiratet, er sagte, dass etwas nicht stimmt, er fühle sich unwohl. Ich hatte so Wallen. Dann sagte meine Schwiegermutter, du hast so ein heisses Gesicht.
- 5:28Ich dachte, es sei etwas komisch. Ich sah alles hängenverschwommen. Wir hatten Gästebesuche. Wir machten auch die Dinge, wie wir sie immer machen. Wir hatten Essen, sprachen viel und lachten. Plötzlich merkte ich beim Trinken, dass ich nicht mehr richtig am Röhrchen ziehen konnte.
- 5:45Und er ist wie beim Zahnarzt. Wenn du merkst, wenn plötzlich deine Lippe einschläft, wenn es plötzlich taub wird. Und dann hatten wir so zwei Gruppen. Die erste Gruppe mit Kindern und die, die am Abend nicht so gerne länger bleiben. Und dann sind die weggegangen um 6 Uhr. Dann hatte Luca und ich kurz ein paar Minuten für uns.
- 6:05Und dann sage ich ihm so, es stimmt etwas, mein Gesicht schläft ein. Und dann sagt er so, du mal bewegen. Und er so, scheisse, bewegt nicht mehr. Und dann hat wirklich die Augsbrauen angefangen. Das hast du aber auch gemerkt? Ich habe es gemerkt. Es ist wirklich so ganz langsam von der Lippe wie hoch. Erster Gedanke? Schlaganfall. Aber ich habe es mega verdrängt. Es ist ja ganz spannend. Ich arbeite ja im Gesundheitswesen. Ich bin Operationstechnikerin, gelähmte.
- 6:33Ich weiss eigentlich genau, was das heisst, wenn eine Gesichtshälfte einschläft. Und trotzdem dachte ich so, vielleicht ist ein Sehnerv eingeschlafen. Wirklich? Ja. Und dann habe ich meine Schwiegermutter angerufen und die ist MPA. Sie hat gesagt, hey, ich weiss jetzt nicht, aber meine echte Gesichtshälfte schläft. Muss ich auch auf einen Notfall?
- 6:50Er so, ganz easy, ja, ja, ich würde es heute gleich zeigen, ganz schnell. Ich so, okay. Luca sagt, hey, komm, wir gehen heute auf einen Notfall. Wir sind in die Insel gefahren und im Auto sind so tausend Gedanken durch meinen Kopf. Dann bin ich so, dumm, du hast vielleicht einen Schlaganfall. Vielleicht nimmt es dich jetzt.
- 7:07Dann war es Samstag und ich weiss, wie viel am Samstag auf dem Notfall los ist. Ich ging dann an die Eingang, an die Resa und schlief meine Gesichtshälfte ein. Wahrscheinlich nur eine Nerve eingeklemmt. Ich wollte sie schnell zeigen und sie ganz sauber sagen, dass sie schnell sitzen können.
- 7:2910 Sekunden, es waren wirklich 10 Sekunden, ist sie gekommen und hat gesagt, «Frau Silinder, du darfst gleich mitkommen.» Dann habe ich so «Wow, krasser Service!» Das ist in meinen «Wow!» Dass ich am Samstag dran kam und nicht begriffen habe, dass ich wirklich ein Notfall war in diesem Moment. Das ist mir irgendwie nicht in den Kopf. Ich dachte «Hey, mega Schwein gehabt, ich kann noch gleich den Geburtstagskuchen essen.»
- 7:50Dann bin ich ins Räumchen und sie fragt, ob ich Allergien habe, was für ein Datum es ist. Ich habe viele Dinge vergessen. Ich bin allergisch auf ... Das konnte ich nicht mehr sagen. Dann schaut sie mich so an und sagt, dass es ein schlechtes Zeichen ist, wenn man Dinge vergisst.
- 8:11Dann sagte ich, er dürfe wieder sitzen, wir kommen gleich. Wieder keine 10 Sekunden. Sie kam und sagte, ich könnte in die Koje 8. Ich wurde in die Koje 8 gebracht. Dort begriff ich, oh shit, das ging zu schnell. Dann legte ich mich auf die Liege.
- 8:28Dann kamen plötzlich vier, fünf Leute rein, begannen Zugänge zu legen, begannen mir Sachen reinzulassen und sagten mir nicht, was läuft. Mein Körper begann zu reagieren, mein Kopf begreifte es wie halb, mein Körper begann zu reagieren, ich zitterte auf dieser Bar so stark, dass der ganze Tisch zitterte. Es sah wirklich aus wie ein Epi. Ich hatte keine Kälte, sondern es war echt Angst, die über mich kam. Sie sagten, ich müsse sofort ins M rein.
- 8:59Und dann in meinen Gedanken so, okay, ich habe absolut nichts geregelt, ich habe absolut nichts gemacht, was ich machen wollte. Ich habe alles aufgeschoben, ich habe einfach gearbeitet und nicht mal viel verdient beim Arbeiten. Ich habe noch so viel nicht gemacht. So schade. Das ist dein Gedankensinn, so schade? Ja, wirklich so schade, dass ich bis hierher gekommen bin, eigentlich so ein cooles Leben hatte, aber so viel nicht geschätzt habe, wenn es mich jetzt so schadet.
- 9:28Nein, keine Lust. Nein, das kann nicht gewesen sein. Ich tanze darüber. Und dann kam ich zurück und sie sagte, bevor ich zur MRI kam, sie solle die Stirn bewegen. Dann habe ich sie bewegt. Dann rief sie raus, sie bewegt nicht. Dann dachte ich, das ist ein gutes Zeichen, wenn gar nichts bewegt, ist es kein Schlaganfall.
- 9:57Nochmal, nochmal, nochmal. Wenn dich gar nichts bewegt? Genau, wenn dich gar nichts mehr bewegt, kann es kein Schlaganfall sein. Das hat sie mir dort gesagt. Keine Ahnung warum, darüber weiss ich zu wenig. Aber es war für sie das Zeichen, dass es kein Schlaganfall ist. Und dann mein nächster Gedanke. Ja, shit, was denn?
- 10:17MS wäre gar nie... Nein, ich habe mich noch nie mit dieser Krankheit beschäftigt. Ich wusste ehrlich gesagt gar nicht, was es ist. Weil das war so ab von mir. Ich habe mich vor allem mit Krankheiten beschäftigt, die in den Operationssaal kamen. Krebs, all diese Dinge. Mit dem hatte ich Berührung. Aber so neurologische Krankheiten, das was man kennt, Parkinson und so.
- 10:42Man hat sich auch nicht damit beschäftigt, weil irgendwie... Es trifft ja immer die anderen. Ja. Irgendwie durch. Ich bin von Emmeri zurückgekommen und die Ärztin sagte, «Ja, Rosalind hat aktive Entzündungsherde im Hirn. Okay. Wir müssen euch eine Cortison-Therapie machen. Ihr bleibt drei bis fünf Tage hier stationär. Irgendwie im Kleid, gell? Mit Strümpfe. Schönen Schuhen.» Ich hatte absolut nichts dabei.
- 11:11Dann habe ich gesagt, okay. Und dann haben sie mich umgebetet. Dann habe ich zu Luca gesagt, also, was heisst aktive Entzündungsherde? Dann hat er gesagt, das weiss ich doch nicht, das weisst du besser. Ich fragte, ich weiss nicht, wie ich das fragen soll, habe ich Hintumor? Keine Ahnung.
- 11:30Dann fragt er mich so, wie ich für ihn frage. Er sagt, man weise schnell, es habe einen Hirntumor. Nein, es hat keinen Hirntumor, es sind nur Entzündungen. Aber wir können noch nicht mehr dazu sagen. Und ich weiss, dass Entzündungen im Hirn eigentlich von allem kommen können. Es kann von Krebsendstadium kommen, es kann von Hepatitis oder was auch immer für Infektionskrankheiten.
- 11:57Aber zu diesem Zeitpunkt wurde das MRI noch nicht gemacht? Ja, sie hat es schon gemacht. Darum konnte sie ausschliessen, dass es kein Tumor war. Genau, weil sie das Hirn gesehen hat und sie entzündungsherde war. Wenn es ein Tumor war, dann war es wie ein Tumor. Aber man hat Entzündungen gesehen, die aktiv waren. Und weil sie aktiv waren, haben sie die Nervenbahn unterbrochen. Und darum hat mein Gesicht nicht bewegt. Darum kam die Lähmung.
- 12:20Und dort war die Lähmung immer noch aktiv? Ja, genau. Das kam dann über drei, vier Wochen langsam wieder. Die Cortison-Therapie hilft, dass die Entzündung abnimmt, dass du möglichst keine Schäden davon ziehst. Das Signal, das kannst du dir vorstellen, wenn das eine Nervenbahn ist, ist es wie ein Spaghetti. Dort geht das Signal, das rennt oder gleitet oben drüber.
- 12:44Wenn eine Entzündung ist, dann ist um die Spaghetti ein Punkt und das Signal stockt an diesem Punkt. Darum gibt es eine Lähmung. Das ist die Geschichte von MSO. Auf jeden Fall kam ich auf die Abteilung. Als ich den Luca loslassen musste, war das wie mein Fels. Ich war nie alleine.
- 13:08Ich begann so zu gränen, weil ich so Angst hatte. Ich dachte mir, wenn ich jetzt sterbe, sterbe ich noch alleine. Das schiesst ja richtig an. Also was ist das? Und sie sagen nichts und schieben mich einfach in ein Zimmer, in das eine Dame schläft, die ich nicht kenne. Und ich komme in eine Situation, in der ich wirklich nicht alleine sein will.
- 13:31Dann bin ich in das Zimmer gefahren und sagte mir, ich brauche wirklich ein Zeichen, dass ich das arbeite, dass ich nicht alleine bin. Und dann habe ich gehölt und gehölt und gehölt. Dann hörte ich, wie sich nebenan das Bett bewegt. Dann hat die Dame aufgestanden, hat den Vorhang mit ihrem Gehstock weggezogen und sagte so, «Jo, ich bin Christine, ich bin deine Nachbarin, du bist nie alleine.»
- 13:59Sorry, wie herzig. Genau. Und das war wirklich so ein Herzlicher, das war wirklich ein Engel. Und die hat irgendwie das Sehvermögen verloren und konnte fast nicht mehr laufen, weil sie auch irgendeine Krankheit hatte. Und wir sind einander in diesem Spital auch mega aufgebaut. Und hatten es gut zusammen. Und das hat es wirklich so viel einfacher gemacht mit ihren Nähren. Ja.
- 14:22Darf ich noch fragen? Ich habe gerade 4'500 Fragen, aber jetzt ist es spontan. Hat dir das Erlebnis, weil du arbeitest schon im OPS, du bist wirklich im Operationssaal als Technikerin, das heisst, du gibst die Maschinen und Instrumente über gerne an, du hilfst dem Arzt.
- 14:45Also eigentlich sind wir die Manager des Operationssaals, wenn du so willst. Wir sind immer zu zweit. Das ist der Springer und die Instrumentierende. Der Springer ist unsteril und gibt alles an, was du brauchst für einen Patienten. Er bedient Geräte, macht Patienten-Dokumentation, holt etwas, wenn man etwas braucht. Und die Person, die instrumentiert, ist steril am Tisch und operiert mit Instrumenten. Das machst du? Genau, also beides. Du wechselst dich ein bisschen ab. Okay, gut.
- 15:13um aufs WC zu gehen. Jetzt aber dieses Erlebnis, in ein Zimmer reinkommen, dein Mann musste... Also er musste irgendwie gehen und dein Feld ist in der Brandung in dieser Situation. Oder er ist manchmal nicht mehr da, du fühlst dich alleine, hast Todesangst, weil du sagst, was ist, wenn ich jetzt sterbe? Sterbe ich jetzt alleine? Darf nicht der Mann mehr da sein? Hat dir das für deinen täglichen Job geholfen, um anders in das Zentrum umzugehen?
- 15:44Ehrlich gesagt wurde es schwieriger, weil ich durch dieses Erlebnis gemerkt habe, dass es jeden brechen kann. Okay. Und da hatte ich am Anfang mega viel Mühe, als ich in die Arbeit zurück ging, dass wenn irgendeine Person, die ähnlich alt war wie ich, irgendetwas mit der Leber hatte, irgendetwas mit der Niere hatte, dann habe ich plötzlich Leberweh bekommen, habe Nierenweh bekommen.
- 16:07und bin sehr zur Hypochonder geworden. Und Hypochonder heisst ja, wenn du immer eine Krankheit hast, dann musst du es direkt adaptieren. Und da kam das Trauma immer wieder. Jetzt hast du auch noch das. Ich meine, wenn du MS hast, dann kannst du auch Krebs haben. Wenn du das hast, dann kannst du auch das haben.
- 16:24Und da sah ich überall Krankheiten und bekam plötzlich vor allem Angst. Vor dem Essen bekam ich plötzlich Angst, weil ich dachte, das ist alles voll mit Gift. Ich muss selbst etwas anpflanzen. Ja, ja, ja. Es ist so, du wirst deine Gedanken drehen, die drehen wirklich plötzlich durch. Und dort das Mindset trainieren, die Gedanken ordnen können und dich selbst wieder auf den Boden zurückholen, das ist die absolut grösste Challenge einer Krankheit, genau wie MS, weil sie hat tausend Gesichter.
- 16:54Und wenn du so etwas überkommst, psychologisch gesehen, ist es eigentlich die gleiche Erfahrung, wie wenn jemand ganz, ganz nahe in deinem Umfeld stirbt. Also von der Trauer her. Aber auch, was du weisst, sie sagen dir, okay, der hat MS, hier sind so und so viele Medikamente, suche nach einem aus.
- 17:15Was sucht euch aus? Es gibt verschiedene Medikamente, die du wählen kannst. Eine hat zwei Tabletten, eine hat Infusionen und so. Es gibt ganz viele verschiedene und sie empfehlen dir meistens so eins, zwei. Dann nimmst du das hin und schaust dir den Prospekt an, was das heisst, so ein Medikament zu nehmen. Und dann sagst du dir, ich will das oder das oder das oder wie auch immer.
- 17:40Wie entscheidest du dich? Für keines entschieden. Du hast dich für keines entschieden? Anmutig? Ja, ich muss wirklich sagen, es war mein Weg, meine Entscheidung. Nur weil ich das mache, muss man das nicht. Es braucht sehr viel Mut und Disziplin. Es war auch ein Risiko, mich so zu entscheiden. Aber als ich die Medikamente gesehen habe, hatte ich ein ganz klares Nein.
- 18:08Und ich finde, jeder, der eine Krankheit hat, soll sich wirklich für das entscheiden, worüber sie Ruhe haben, worüber sie mit dem arbeiten können. Weil es ist dein Körper, es ist dein Weg. Egal, was dein ganzes Umfeld sagt, spielt absolut keine Rolle. Entscheide dich für das, was dein Herz ja sagt.
- 18:25Auf dieses Thema gehen wir nachher noch etwas tiefer, weil ich finde es gerade mega spannend, wieso du dich dagegen entschieden hast und was du stattdessen gemacht hast. Vorher hast du aber angesprochen, das ist eine Krankheit mit 1'000 Gesichtern. Sie entfaltet sich auf...
- 18:42Ganz, ganz viele verschiedene Arten. Wir hatten das Thema auch schon mal. Ich hatte Leo Willi bei mir. Auch mit MS, eine MS-Geschichte. Und da habe ich das erste Mal gehört. Die Kranke mit den tausend Gesichtern. Ist das effektiv, weil sie sich halt einfach immer anders zeigt? Aber hat sie Sachen, die... Wie weisst du, dass es MS ist, wenn sie so viele Gesichter hat?
- 19:07Ja, man sieht eben diese, man sagt nachher Läsionen, also wenn du Entzündungen im Hirn hatte, entstehen nach der Abteilung Läsionen, das hast du aber auch, also wir haben alle Läsionen im Hirn, wenn du den Kopf anschläfst oder keine Ahnung was, im Verlauf des Lebens hat man so 10 Läsionen im Hirn, wenn man gesund ist. Bei MS kann es unendlich werden.
- 19:29Und die Lesionen, je nachdem wo, dass die im Hirn oder im Rückenmark sind, schränken sie halt verschieden ein. Und die können im Sprachbereich kommen, also dass du nicht mehr reden kannst, die können aber auch im Gedächtnis allgemein, dass du Demenzen bekommst.
- 19:44In der Motorik, dass du nicht mehr laufen kannst, den Arm nicht mehr bewegen kannst, das weisst du halt nicht. Es kann ganz krass sein, wie bei mir, dass es eine Lähmung hat, es kann aber auch sein, dass es einfach kribbelt. Oder du das Sehvermögen nicht mehr so gut hast und so findet man es dann eigentlich raus. Die meisten haben lange bis sie eine Diagnose bekommen, weil bei mir war es ganz klar.
- 20:06Die Lesionen liegen genau so, wie sie müssen. Das Blutbild stimmte auf uns und zurück in den Arzt. Und du hattest früher nie Anzeichen?
- 20:18Ja, es ist ganz spannend. Wenn ich so Retro-Perspektive in mein Leben schaue, dann doch. Aber bis dahin habe ich nichts gemerkt. Aber der Körper spricht mit uns. Ich war unglaublich müde. Wahnsinnig müde. Über die Zeit bevor ich das hatte, war ich sehr viel krank. Ich hatte immer Schnudder.
- 20:41wirklich so antriebslos und ich auch denke, hey du arbeitest im Gesundheitswesen, mein Gott, uns geht es allen so. Weisst du, an den Füssen so ein bisschen Blätter oder mal so ein bisschen Aufschürfungen, die irgendwie nicht so gut gehören, in der Haut hat man es ein bisschen gesehen.
- 20:57Haarausfall. Man hätte sehen können, dass etwas mit meinem Körper nicht stimmt. Aber man hört halt nicht. Und du gehst ja nicht direkt vom Schlimmsten aus. Sicher nicht. Und wir lernen ja auch nicht, auf solche Sachen zu hören. Man nimmt nur den Creme drauf und gut ist. Und ja, eigentlich hätte ich es sehen können, dass etwas nicht stimmt. Aber auch dann, ich wusste gar nicht, was ich machen soll. Weil du gehst ja nicht zum Arzt und sagst, ich will jetzt gerne
- 21:27Keine Ahnung was, ich habe das Gefühl bestimmt nicht. Ja, was wollt ihr machen?
- 21:32Logisch, du sagst nicht, du hättest gerne eine MS-Untersuchung. Nein, ich habe auch nicht gedacht, dass es so etwas gibt. Also ich meine, es könnte ja, wenn die Körperseite so kleine Signale gibt, es kann ja alles mögliche entstehen. Es kann vom Darm kommen. Ja, genau. Ja, also jetzt wüsste ich, was ich machen würde. Ich würde präventiv arbeiten. Regelmässig das Blutbild machen lassen. Ja. Komplementieren. Machst du das jetzt? Ja, alle drei Monate.
- 22:01Schön. Ja. Okay. Und jetzt möchte ich zu dieser Frage zurückkommen, und zwar, du hast dich dagegen entschieden, zum Medikament zu nehmen. Und hast stattdessen was gemacht? Also, was ist... Du hast gesagt, es hat dich nicht gut angefühlt, du hast gesagt, nein, ich möchte kein Medikament nehmen. Der Arzt wahrscheinlich... Dominik, das würde ich dir nicht enttäuschen. Ja.
- 22:22An zur Seite? Ja. Okay. Also ich habe noch eine Neurologin gewechselt. Ja. Ich war zuerst am einen Ort und habe dort gesagt, dass ich diese Medikamente ablehne.
- 22:33Ähm... Und zwar ging es so, ich habe die Medikamente nach Hause bekommen. Also es ging ja von dem Spitalaufenthalt bis zur Diagnose noch mal 2 1⁄2 Monate. Und in diesen 2 1⁄2 Monaten ging ich davon aus, dass ich gesund... Also dass ich eigentlich Pech hatte. Sie sagten immer, entweder du hattest einfach Pech, und das war es jetzt, oder du hattest MS. Also nichts oder MS. Und ich bin natürlich positive Mindset, habe gesagt, ich habe nichts. Kann nicht sein. Ich habe immer auf mich geschaut, wie auch immer, bla bla bla.
- 23:02In dieser Zeit habe ich mich beschäftigt, was ich machen muss, wie ich vorgehen muss, habe mit Leuten angefangen zu reden. Aber ich habe mich noch nicht fokussiert und habe mich mal informiert, wo MS vorkommt, was für Menschen MS haben.
- 23:22Danach bekam ich die Diagnose. Es war mega schlimm, by the way. Weil sie mir etwa 5 Minuten nicht sagen konnten, dass ich MS hatte. Der Assistenzarzt hat es nicht über die Lippen gebracht, mir die Diagnose zu sagen. Er sagte, was denkt ihr, warum seid ihr heute hier? Ich sagte, dass sie mir sagen, ich habe nichts. Er sagte, ja, ähm, äh, äh, äh, äh, äh, äh, äh. Neu gewesen.
- 23:45«Hey, ja, Junge, weisst du, mega schwierig.» «Mega schwierig.» «Verstehe ich, aber für mich Horror, weil es ist nachher die Oberärztin reingekommen und gesagt hat, «So, Frau Selin, ihm geht es nicht mit der Diagnose MS?» Und ich so, «Was für eine dumme Frage!» Ich habe wirklich gesagt, «Was für eine dumme Frage!» Und mir sind die Tränen runtergelaufen und er so, «Das ist... Diese Frage könnt ihr nicht stellen, das ist echt... Ja, wie geht es dir, wenn du weisst, ab jetzt werde ich nie mehr gesund sein? Ich habe gerade meine Gesundheit verloren.»
- 24:14Und wenn du dir vorstellst, die Gesundheit ist eines der höchsten Gute, die ein Mensch hat. Ja, ist das ja. Hundertprozentig. Und du verlierst es mit vor 30? Hä? Ist das irreversibel? Sagen wir das so? Irreversibel? Also, es geht nicht mehr... Einmal MS, immer MS. Medizinisch ja. Medizinisch ja.
- 24:36Ja, ich denke, es ist ganz viel möglich, aber medizinisch gesehen nicht. Ja, darüber können wir nachher sprechen. Ja, und dann hat sie mir so aufgezeigt, dass ich sterben rate. Es ist nicht so, dass man akut stirbt bei MS. Das ist meistens so ein Verlauf. Entweder du hast einen schlechten oder guten Verlauf.
- 24:56Es kann langsam bergab gehen, aber es geht eher abwärts. Und die Eltern, du wirst es, um eben so werden zu können, wie sie es am lassen können. Aber ja. Ähm... Nachher... Wie war eigentlich die Frage?
- 25:15Du warst am erzählen, wie der... der... nicht der Chef war, sondern der Assistenzarzt das nicht sagen konnte. Und dann kam sie mit der Diagnose MS und dann... ja, mega schlimm. Du warst am gränen. Ich habe noch nie Gränen gesagt. Eigentlich ist es Brüllen. Wir sagen hier Brüllen. Du warst am gränen. Und ähm... Du warst am erzählen, wie sich das so angefühlt hat.
- 25:44Ja, das war wirklich so... Das war mega schlimm. Und dann war ich auf dem Heimweg und fragte mich direkt, warum. Ich wusste, ich arbeite nicht alleine. Meine Familie arbeitet nicht. Ich brauche Hilfe. Ich habe das Handy genommen und gegoogelt. Psychologen in Bern.
- 26:04Ich habe mir einen herausgesucht und ihm geschrieben, dass ich einen Notfall haben muss. War das vorher, nachdem du deine Neurologin gewachsen hast? Nein, noch vorher. Noch vorher? Ja, ich habe die Diagnose bekommen und auf dem Weg nach der Diagnose habe ich meine Mutter angerufen und gesagt, «Mama, ich habe MS abgehängt.» Sie so, «Okay.» Das war natürlich völlig überfordernd. «Abgehängt?» Ich habe wie funktioniert, ganz schräg, völlig in Verdrängung.
- 26:28Ich habe mein Handy vorgenommen, einen Psychologen geschrieben, den ich noch nie gesehen habe. Ich habe einfach gehofft, das ist der richtige. Ich habe gesagt, ich brauche einen Termin. Ich habe einmal gesagt, ich kriege das nicht hin. Der hat den Notfalltermin für mich freigemacht, weil es so krass war. Ich durfte am nächsten Tag gehen.
- 26:43Und dann bin ich nach Hause und habe mich so verschleiert. Dann bin ich wirklich in ein Loch gefallen. Da habe ich wirklich zwei Wochen im Bett gelegen und habe geheult und geheult. Und dachte, warum ich? Da sind andere Leute, die sehr oft auf ihren Körper schauen, die nichts Gutes tun für die Welt. Ich habe immer auf andere geschaut. Warum ich? Warum? Und immer das Warum.
- 27:09Und dann mit diesen Medikamenten, dann hast du die Medikamente bekommen und dann dachtest du, das kann es nicht sein. Es kann nicht sein, dass ich jetzt... Und dann habe ich die Nebenwirkungen gelesen, ich bin fast übergefallen. Und ich weiss halt, ich habe den medizinischen Hintergrund, ich weiss, was so ein Medikament machen kann. Auch für die, die immer sagen, es ist nicht so, dass es bei allen so ist, aber für mich war es ein klares Nein. Ja, dann habe ich mir gesagt, hey, nein, mache ich nicht.
- 27:36Du hast aber noch nicht genug an den Medikamenten? Nein, sie haben ja gesagt, ich habe Zeit. Ja. Weil meistens nach einem Schub, du hast nicht gleich wieder einen zweiten Schub. So meistens hast du Zeit, nachher so, das versteht man, ich habe es selber nicht verstanden, also was ich habe Zeit, ich bin krank, ich habe Schub, ich muss etwas nehmen sofort. Aber bei der MSD ist es langsam und kommt so in Wellen.
- 27:56Und dann sagte ich ihm, dass ich es nicht nehmen könne. Es muss einen anderen Weg geben. Ich hatte mich schon mehr vorinformiert. Im Equator gibt es desto weniger MS-Leute. Das ist so ein neuer Equator mit mehr Sonnenstrahlung. Genau. Dann dachte ich, es hat vielleicht etwas mit dem Sonnenlicht zu tun. Dann habe ich mir meinen Lebensstil angeschaut. Im Obst künstliches Licht, im Fitness künstliches Licht. Immer drin, wenig Sonne, viel Winter.
- 28:24Dann traf ich eine im Fitness und sie sagte, sie kenne jemanden in meinem Dorf, der hat auch MS, der geht es sehr gut, der nimmt keine Medikamente. Dann schrieb ich ihr. Dann sagte sie mir, ich habe mich getroffen.
- 28:40Und dann habe ich ihr geschrieben und gesagt, es muss irgendetwas geben, muss ich ins Solarium oder was muss ich machen? Es muss irgendetwas geben. Dann habe ich gesagt, ja es ist mega lustig, es hat wirklich etwas mit dem D3 zu tun. Sie machen jetzt das Coimbra-Protokoll. Coimbra-Protokoll. Das ist der Dr. Coimbra, der das entdeckt hat.
- 29:03Und Dr. Coimbra hat gemerkt, er ist aus Sao Paulo, dass höhere Dosen D3 Autoimmunerkrankungen schwächen können. Was heisst höhere?
- 29:15Ich nehme 45'000 Einheiten am Tag. Das ist viel, ja. Genau. Das Coimbra-Protokoll arbeitet nur mit Supplementen und Lebensstil. Also Ernährung, Sport und Supplementierung. Du schaust dir dein gesamtes Blutbild an.
- 29:33Und dann, ich hatte zum Beispiel einen Magenesiummangel, ich hatte eine D3 Resistenz, was auch sehr viel vorkommt bei Alte Immunerkrankungen, dass es D3, auch wenn du ein Licht gibst, du kannst es gar nicht aufnehmen. Auch ein Hauttyp, weisst du. Und mit hohen Dosen kannst du diese Resistenz knacken und dann kann dein Körper die Nährstoffe wieder aufnehmen.
- 29:55Eigentlich nehme ich Supplemente wie eine Spitzensportlerin. Ich nehme sehr viele verschiedene Supplements, aber nichts random. Man sieht sehr gut, was ich in meinem Blut brauche. Aber zu dieser Therapie gehört dazu, dass du 2 Liter trinkst am Tag, wegen der hohen Dosen D3. Dass du auch 3 Monate Blutuntersuchung musst, um das Kalzium zu tracken.
- 30:18Wenn du eine hohe Dose D3 nimmst, kommt aus deinen Knochen viel mehr Kalzium. Das kann Nierensteine geben. Du kannst es aber umgehen, indem du kalziumarm isst, viel trinkst und Sport machst, damit deine Knochen stabil bleiben, weil das Kalzium ja aus den Knochen rauskommt.
- 30:37Genau, da kannst du deine Nebenwirkungen umgehen. Es braucht mega viel Selbstdisziplin. Und auch Vertrauen. Und äh... Es ist nicht für jeden etwas, weil es ist halt wie... Eine komplette Umstellung. Es ist eine komplette Lebensumstellung. Und du musst wirklich selber arbeiten für deine Gesundheit. Es war mega spannend. Ich habe dann gefragt an meine ersten Neurologen, ob ich etwas an meinem Lebensstil ändern muss. Und sie sagten, nein, nein, überhaupt nicht.
- 31:04Und dann haben sie dort nicht akzeptiert, dass ich das mache oder nicht unterstützen wollte. Dann bin ich zu einer anderen Neurologin, auch in Bern, und die kennt es, weil die nur MS-Patienten macht. Und die hat ein Paar, die das machen und hat gesagt, schau, ich bin schon medizinisch hier für euch, wenn ihr mich braucht, unterstütze ich euch. Alles andere ist euer Körper, eure Entscheidung. Ich bin einfach da. Mega Schwein. Also ich habe es so schwer gehabt. Mega gut. Wirklich. Und ohne... Dass es solche Ärzte noch gibt.
- 31:30Ich hatte allgemein Schwenken, die ich kennen will, die das Protokoll machen, die von den Ärzten abgeheizt werden. Meine Hausärztin ist schon voll dabei. Und ich muss alle drei Monate zu ihm Blut nehmen. Was machst du denn da für ein Blutbild? Ein grosses Blutbild? Ein grosses Blutbild mit 24 Stunden Urin. Ich kann alle drei Monate 24 Stunden in den Kühlboden weinen. Das ist sehr angenehm. Weisst du, alle drei Monate?
- 31:58muss ich 24 Stunden gleich kippen und dann abgeben. Oh wirklich? So hässlich. Ja. Ja, damit man das Kalzium genau schauen kann. Ja, wirklich messen. Ja genau, weil es eben mega relevant ist. Ja und dann habe ich noch die Coimbra-Ärzte, das sind eigentlich die drei Ärzte, die mich dort unterstützen.
- 32:16Und es kommt acht, du lernst Achtsamkeit, also achtsam mit dir umgehen, Posen einlegen im Alltag, Nein sagen, zu dir selber stehen, es ist mega viel Psychologie, also Persönlichkeitsentwicklung mit dabei, nachher ans Licht gehen, draussen sein.
- 32:35Aufnehmen, was man draussen hat. Weisst du, so... Wenn du einen schönen Baum siehst, dass du das wirklich siehst. So wow. Bewusst. Bewusst leben. Es gehört alles mit dazu. Ja und das ist wie so... Das konnte ich dann so richtig stark machen, als ich aus diesem Loch gefallen bin. Zuerst lag ich noch in diesem krassen Loch drin. Ich habe das Gefühl, wie ich dich dazu nehme.
- 33:02Es ist mega. Man muss in dieses Loch fallen und man muss es durchleben. Weil diese Emotionen sollte man zulassen. Ja, nicht verdrängen. Es ist so wichtig. Mega. Und wichtig ist auch, dass die Leute, die zuschauen, nicht versuchen, dass man reden und kommunizieren muss.
- 33:20etwas heraus holen und die Stange zuheben. Du arbeitest das. Jeder soll seine Zeit haben, wie er es hat. Und du kannst einfach als Angehörige, das möchte ich wirklich allen Angehörigen mitgeben, mit kleinen Gesten arbeiten. Luca hat exzellente Arbeit als Ehemann geleistet. Er hat mir jeden Tag, bevor ich aufgestanden bin, mit zwei Kuscheltiere, die ich bekommen habe, eine Szenerie geschaffen.
- 33:46die wir auch zusammen erlebt haben. Er hat uns eine Hochzeit mit ihnen nachgestellt. Sie waren zusammen am Strand. Er schrieb eine Brieflein, die sie zu mir vorgelesen hat. Er fand, wenn ich mit einem Lachen aufstehe, ist mein Tag viel besser, als wenn ich traurig aufstehe.
- 34:05War das in der Phase, in der du dich in dieser Trauerphase verletzt hast? Genau. Und dann sagte ich immer, ich könne nicht reden, ich könne meine Gefühle auch nicht zuordnen, ich schreibe auf. Und ich hatte dann ein Büchchen, in dem ich all meine Gedanken und Gefühle aufgeschrieben habe und gesagt habe, wenn du etwas willst, schlage es auf, du hast die Erlaubnis, es darfst du einfach lesen.
- 34:25Und so haben wir eigentlich am Anfang kommuniziert. Und er hat mir mega Space gelassen und hat die Kommunikation gegen aussen gemanagt. Dass ich irgendwie meinen Raum hatte, um einfach zu trauern. Was macht er? Was ist er beruflich? Ein Verschädnis. Also er kann eigentlich alles. Er ist so ein Mann, den du für alles brauchst. Ein Trauma. Wirklich. Und er ist auch noch hübsch. Das ist schon witzig.
- 34:50Ja. Er ist bei einer Firma, die für die Pensionskasse Software macht. Er hat aber auch noch Crossmedia studiert, macht Webdesign, er baut Möbel, er produziert Musik, er fotografiert. Also, ja...
- 35:13Es ist mega schön, dass er auf solche Sachen kommt. So diese Szenerie bauen. Also er sieht und weiss, dass es dir nicht gut geht, dass du in einer Trauerphase bist, dass du am Verarbeiten bist. So eine Diagnose. Und anstatt dich zu pushen, zu pushen, zu pushen, soll er einfach langsam...
- 35:28Freude bereiten, die erste Freude am Tag bereiten, weil dann der Tag schon mal etwas schöner anfängt als sonst. Ja, auch diesen Raum lassen. Und er hat auch gesagt, egal wie du dich entscheidest, welchen Weg du zugehst, ich komme einfach mit. Weil es ist dein Weg und meine Aufgabe als dein Mann ist es, dich zu unterstützen. Weil es dein Körper ist.
- 35:51Und dann erzählte ich ihm das mit dieser ganzen Therapie. Und er sagte mir im Nachhinein, er habe schon etwas Angst gehabt. Aber ich war selber so überzeugt davon, dass das funktionieren muss. Dass ich die Angst in meinem Umfeld von allen genommen habe. Ich habe die sehr beeinflusst.
- 36:10Und in diesem Loch kam irgendwann der Moment, wo mir eine Stimme im Kopf sagte, entweder stehst du jetzt auf oder du bleibst für immer liegen. Aber leben tust sowieso. Du entscheidest jetzt, wie deine Geschichte weitergeht. Mach etwas draus.
- 36:25Und ich dachte mir dann auch, was daraus machen? Scheisse ist jetzt alles. Ich kann nicht mehr reisen, ich bin nicht mehr unabhängig, ich bin immer an den Tropf gerichtet. Ich kann nicht mehr selber entscheiden. Ich bin eingeschränkt. Nein, du musst schauen.
- 36:43Dann habe ich mich auch wie ein Crack gelesen. Bücher, Ernährung, alles Mögliche. Und habe einfach alles umgestellt. Ja, habe wirklich auch gelernt, Nein zu sagen, mir Raum zu geben. Und habe meine Bucketlist vorgenommen und so gedacht, okay, du hast gedacht, in dem Moment, wo du, das war eigentlich eine Nahtoderfahrung. Und dann habe ich gedacht, es wäre schade, wenn ich jetzt gehen müsste.
- 37:11Also machen wir ein bisschen, damit es nicht mehr schadet, wenn das wieder passiert. Auch wenn es in einem Jahr ist, dass ich sagen kann, easy. Ich habe Sachen gemacht. Ich habe das gemacht aus der Zeit, die ich hatte. Was ist das erste von den Bucketlists, die du abgehackt hast? Das erste ist, dass ich mir mal einen neuen Job gesucht habe.
- 37:35Was hast du dort im OBS gearbeitet? OBS, genau. Und ich wollte immer noch etwas anderes ausprobieren. Und vor allem einfach ein bisschen... Es ist nicht so, dass ich den OBS ganz auch verlassen will, weil es ist eine mega Leidenschaft von mir. Es ist ein mega cooler Job, aber das Gesundheitswesen ist mega anstrengend. Und es braucht so viel von einem. Du arbeitest so viel für irgendwie zu wenig Geld und du hast irgendwie keine Ruhezeit. Es nimmt echt dein ganzes Leben. Und ich hatte so viele Ideen in meinem Kopf. Und habe dann gedacht, hey, jetzt...
- 38:05So, nein, stimmt nicht. Zuerst habe ich angefangen mit Social Media. Ich hatte immer Angst vor Social Media und wollte so gerne Instagrammen. Das hast du nie gemacht? Ja, so wie es alle gemacht haben. So wie vor dem Diabo-Messig? Genau, so ja nicht auf die Folle. Sonst könnten die Leute denken, oh, jetzt hat sie das Gefühl, sie ist Influencer. Dann habe ich angefangen, meine Geschichte über die MS zu erzählen. Aber warte mal, das war wann?
- 38:31Letztes Jahr, warte jetzt, 2024. Das war ein anderer Account, als mit dem ich unterwegs war. Aha, gut. Und dort habe ich vor allem über MS gesprochen und wie ich damit umgehe und wie meine Geschichte mit der MS ist. Dort war eigentlich Dominik mit MS.
- 38:50Das habe ich schnell gemerkt. Es ist ein cooles Projekt. Aus dem habe ich eine Non-Profit-Organisation gegründet, wo ich jungen Menschen mit HMS helfen wollte, in der ersten Phase, damit sie nicht alleine sind. Ich habe mir jemanden gewünscht, wie eine Freundin, die einfach zulässt und weiss, was sie sagen will, weil sie fühlt das.
- 39:07Und habe dann recht viele Freundinnen für andere angefangen zu sein. Damit sie mir schreiben konnten, wenn sie Angst gegen Schub haben, wenn sie Fragen zur Therapie hatten oder irgendwie... Keine Ahnung. Auch mögliche. Und habe einfach mit denen geschrieben, wie ich mit Kollegen... Keine Rappen verdient mit dem.
- 39:24Es ging mir darum, einfach etwas zu verändern. Etwas zurückzugeben. Etwas zurückzugeben, genau. Weil nicht jeder das Glück von einem Umfeld wie meinem hatte. Und ich habe sehr coole Freunde. Und ich habe eine sehr coole Familie. Ja, das haben nicht alle.
- 39:40Und dann habe ich gemerkt, dass es mich sehr traurig erfüllt. Und es macht mich auch traurig, dass es sich sehr um die Krankheit dreht. Auf diesem Account? Ja, und ich bin eigentlich lustig. Und so ein bisschen... Also nicht ein bisschen, ich bin sehr lebensfroh. Und dann hat Lukas so gedacht, du warst doch immer so ein bisschen komisch, mach doch mal ein bisschen...
- 40:05probiere dich aus. Ich meine, who cares, wenn es niemand schaut, hast du zumindest für dich etwas gut gemacht. Dann habe ich gesagt, ja, ja, nichts erzählen. Dann hat er gesagt, sicher hast du etwas erzählen. Du schaffst Mops. Das ist Theater pur. Jeden Tag erzählst du mir stundenlang von Situationen. Ich lache mir einen ab, wie du es erzählst. Dann habe ich gesagt, ja, okay. Dann habe ich aber zuerst angefangen, ich dachte mir, ich mache einen anderen Account. Dann habe ich zuerst angefangen mit so ein bisschen random, lustigen Situationen, habe es mega nicht gefühlt.
- 40:34Wie gross wurde dein anderer Account? So 1000. Geldtraurige Accounts, schwierig.
- 40:42Leute liken auch nicht. Du kannst ja nicht liken, wenn jemand sagt, «Hei, heute habe ich mein Bein nicht mehr gespürt.» Du likst einfach nicht, weil es ist ja traurig irgendwo. Ja, es geht dir ja nicht gut. Ja, es gibt kein Herz. Ja, ja, ja, voll. Und die Kommentare haben viel das Gefühl, «Uhh, was schreibst du auf das?» «Gescheiter einfach schauen und lassen sein.» Das ist ja auch nicht schlimm.
- 41:10Aber ja, auf jeden Fall. Dann habe ich mit Random Videos angefangen. Dann dachte ich, komm mal, nimmst du ein bisschen der Obst rein. Dann habe ich einfach Sprüche von Chirurgen gemacht, die immer wieder kommen. So ganz klassische Sprüche. Und dann... Zum Beispiel? So wie immer.
- 41:27Wenn du nicht, es gibt jeden Chirurg, der macht es irgendwie anders, Chirurgin. Und dann bist du, du hast so viele Chirurginnen, die du schon zusammen schaffst und dann weisst du vielleicht nicht mehr, in dieser Operation zu dem Zeitpunkt zu kommen. Und dann fragst du, hey, nimmst du da 5.0 oder 6.0 PDS? Und dann sagt er, so wie immer.
- 41:47Gestern war es so wie immer anders, vorgestern war es so wie immer anders und Sebastian von nebenan ist so wie immer auch immer anders. Und ich habe nicht gedacht, dass es bis auf Kanada so ist. Ist das einfach überall gleich? Ich denke, es ist auf der ganzen Welt gleich. Und wenn wirklich jemand von Kanada geschrieben wird, von Slowakei, von Holland, dann ist es so, bei uns allen wird dieser Spruch gebraucht. So lustig. Und dann ist es ab dem Zeitpunkt, als ich über OBS begann zu machen,
- 42:15ging es mega schnell viral. Das ist der neue Account, den du gemacht hast? Das ist der neue Account, genau. Das ist der Niki und so. Niki und so, genau. Punkt und so. Genau. Das ist auch random, weil meine deutschen Kollegen sagen mir Niki, weil Dominique auf Hochdeutsch kommt. Dominique kommt irgendwie mühsam auf Hochdeutsch. Dann sagen sie mir, wir sagen dir Niki. Dann habe ich gedacht, das ist doch mein Künstlernamen.
- 42:43Und die Zoo, weil ich keine Ahnung hatte, was ich noch schreiben soll. Also habe ich einfach um die Zoo geschrieben. Und Hochdeutsch, ich kann eigentlich relativ schön Hochdeutsch sprechen. Hey, aber die Deutschen haben schon angefangen, nimm das blöde Schweizer Hochdeutsch, weil wir Deutschen lieben das.
- 42:58«Ist okay, machen wir auch.» «Aber geil.» «Nachher hat mir Luca, der ja Crossmedia studiert hat, gesagt, ja, leg dich immer gleich an, mach eine ähnliche Frisur, leg eine Kappe an, mach irgendeine Szenerie, die immer wieder vorkommt, dann bleibst du in den Köpfen.» «Ist okay.» «Machen wir, gehe ich spazieren mit meinem Hund.» «Nachher ging ich mit meinem Hund mit dem Taco spazieren und habe in der Mittagspause angefangen, random Geschichten aus dem Obst zu erzählen.»
- 43:27Ich merkte, dass es eine Nische ist, weil die Leute im Gesundheitswesen das scheinbar schätzen, wenn es nicht in diesem Obst- oder Spital-Setting ist. Ich habe das absichtlich so gemacht, weil ich nicht ein Geschehen mit Patientenschutz und dem ganzen Zeug hatte.
- 43:47Ja, und dann wurde ich völlig überfahren, kam bei dem Social Media Game rein und habe innerhalb... Also, ich habe im Februar dieses Jahr angefangen und habe jetzt 25'000 Follower. Das ist so crazy. Das ist wild. Und ich habe absolut keine Ahnung, was ich hier tue. Es ist wirklich...
- 44:06Sie sprechen ein bisschen mit ihr. Ja, ich spreche... Es ist wirklich... Über ihr Leben? Ja. Und wie sie 500'000 Follower gewonnen hat und seit Februar. Das ist eine grosse... Es ist gross. ...Eine Raumschaft. Ja, mein Virales Video hat 1,6 Millionen Views. 1,6 Millionen Views? Oh Scheiss. Das ist irgendwie bei 50'000 Likes und Shares
- 44:28Und was ist es denn, seit ich sie... Ja, es ist echt mega lustig, weil Leute stehen ja einfach auf Geschichten, die so absurd sind. Und bei uns im OBSI sind halt die absurden Geschichten die, wo Leute, Patientinnen, sich Sachen ins Fülle stossen. Ja.
- 44:42Irgendwie habe ich mich sehr genervt, weil es auch schon mal ein Wochenenddienst war. Das ist ein Notfall, den man verhindern könnte. Und der Notfall ist auch sehr überlastet. Weil zu viele Leute auf dem Notfall sind. Ist das so? Ja, das ist so. Weil man geht wegen Schnudderi auf einen Notfall. Wenn man Bauchweh hat seit 10 Tagen, musst du gar nicht auf einen Notfall. Aber die Leute sind auf einem Notfall.
- 45:05Ja, und dann gibt es auch die, die sich die Sachen in die Fülle stecken lassen und dann nicht mehr rausbringen. Weil dann ist es eine Schleissmuskel. Es gibt ein Vakuum, je nachdem, wenn du dir ein Senfglas in die Fülle steckst. Ein Senfglas? Hast du ein Senfglas gesagt? Ja, ein Senfglas mit Senf drin. Mit...
- 45:22Das haben wir mal rausgenommen. Warte, ich muss das schon verarbeiten. Du hast mir dazu ein Bild in den Kopf gepflanzt, das ich eigentlich nicht in meinem Kopf haben wollte. Ein Senfglas mit Senf drin. Ein Senfglas, das ist doch ziemlich breit.
- 45:38Ja, weisst du, mit diesen Bogen. Weisst du, welche es ist? Das geht doch anatomisch. Ja, scheinbar. Also es gibt sehr viel. Glas, oh mein Gott, Glas. Glas, ja. Wieso Glas? Also bei Weihnachten sind Christbaumkugeln sehr beliebt.
- 45:54Nein, das ist ein Joke. Das ist kein Joke. Nein. Das ist absolut kein Joke. Wirklich. Aber die brechen doch. Ja, das ist ja das Problem. Das ist Lebensgefährlich. Aber die wollen sich... Also, haben die... Vorliebe. ...keinen Bock mehr auf...
- 46:13Nein, Vorliebungen. Aufs Tod? Nein. Ich glaube, das ist einfach mega unüberlegt. Die sind sicher auch psychisch krank, aber viele sind wirklich... Ich wollte es wirklich probieren und es war so nah. Also wirklich Unfall. Es war so nah.
- 46:33Und ich... Also... Ja, und... Sorry, falls du dir mal so etwas in deinen Allerwertesten hast, und ich jetzt da lache, tut mir leid. Es sollte nicht respektlos mein Lachen überkommen, aber... Es ist ein bisschen unverständlich. Ja.
- 46:51Bei Amorana findest du sonst Sachen, die sicherer sind? Ja, definitiv. Ja, die auch für das gemacht haben. Die haben ein Rückverband, einen Stopper drin. Das wäre viel besser. Aber viele schämen sich auch, solche Sachen zu bestellen. Dann nimmst du ein Dampfglas, das einen Bug hat. Ja, why not? Easy. Also damit. Ja. Ja, oder halt...
- 47:18Ein Wesen. Geht auch. Ein Wesensstil. Ja. Du weisst gar nicht, wie es aussieht. Okay, dann hast du deine Geschichte hier angefangen zu erzählen. In diesem Video geht es um das. In diesem Video habe ich vor allem gesagt, ja, wir sind zu wenige Leute im Gesundheitswesen. Wenn dir am Wochenende langweilig ist, geh ein Kaffee trinken. Oder mach sonst etwas mit deinen Freunden. Aber ein Senfglas gehört nicht in dein Fügel.
- 47:39Ich glaube, das ist so überraschend. Ich habe das so random aufgenommen, ich habe mir nichts überlegt. Ich habe wirklich gedacht... Ich bin nicht direkt auf einen Punkt gekommen. Ich glaube, die Leute waren so überrascht, dass sie mir geschrieben haben, dass ich Werbung für das Gesundheitswesen mache, und dann kommt das Senfglas. Das ist mir nicht bewusst. Das ist durchdringend. Was sind so die Kommentare auf diesem Video?
- 48:01Das Geilste ist, dass die Leute vom Gesundheitswesen, also Menschen sonst, die nicht im Gesundheitswesen arbeiten, mir das nicht glauben. Aber Leute vom Gesundheitswesen, also Röntgen, MTRAs, die Röntgengeräte bedienen, kommentieren drunter, dass sie die Liste noch alles erlebt haben. Dann gibt es Diskussionen. «Warum machen Leute das? Erzähl mehr von deinen Geschichten!» Unter diesem Video kannst du Geschichten lesen. Du wirst es nie vergessen.
- 48:28Das sind die geilsten Kommentare ever. Es gab auch ganz viele, die an sie waren, aber die habe ich gelöscht.
- 48:37Ja, die Unterhaltung pur. Und mit dem bin ich... Diese Ansätze sind zu dir? Ja, auch zu uns, dass wir doch irgendwie froh sein sollen, dass wir Arbeit haben. Die Leute im Gesundheitswesen rennen die ganze Zeit. Ich glaube, das war einer, der sich eine Senfglas in aller Werte generiert. Das ist wahrscheinlich so einer gewesen. Genau, ich habe einen Kommentar erhalten von einem, der gesagt hat,
- 49:01Dann hat er endlich mal zu tun. Bei Covid hat man ja gesehen, dass die Jungen nicht überlastet waren, alle waren am Chillen. Ich dachte, die Jungen waren so am Hasseln. Klar haben wir nicht mehr operiert, aber wir wurden alle in die möglichen Disziplinen eingeteilt. Dann habe ich darauf zurück kommentiert, wahrscheinlich bist du eben so einer, der Senfglas... Sorry, dass ich deine Geschichte erzählt habe. Excuse me.
- 49:30Ja, und irgendwie hat sich bei mir eine Community aufgebaut, die henne einzigartig ist. Sie ist ganz anders als von anderen Influencern. Es ist wirklich so das Gesundheitswesen, wo ich glaube, ich hoffe, dass sie eine Stimme mit mir bekommen. Ja, okay, schön, ja.
- 49:47Ich mache in den Videos lustig nachgestellt, übertreibe natürlich. Ob es Situationen so untereinander sind, auch Konflikte und so, die ich beleuchte. Aber auch, dass man keine Pause hat und wie auch immer. Ich stelle die Schwachstellen des Gesundheitswesens lustig dar.
- 50:07Und ich glaube, es tut den Leuten gut, zu sehen, dass sie nicht einfach gerannt sind, sondern dass es wirklich Fakt ist. Und habe dann in den Highlights und so wirklich auch so verbale Gewalt angefangen zu diskutieren, sexuelle Belästigung im Gesundheitswesen.
- 50:23Ah, im Grunde hat es eine Sache. Genau. Ein heikles Thema, das man zusammen diskutieren konnte. Ich glaube, das hat es einzigartig gemacht, dass Fachwissen dazugekommen ist, das man über verschiedene Themen diskutieren konnte, so in meinen «Stories».
- 50:41Irgendwann begann ich mein Leben auch ein bisschen drinzunehmen. Ich als Person sagte, dass ich MSH habe, sagte, dass ich Teilzeit im Gesundheitswesen arbeite. Jetzt ist es mein Account für mich, aber es ist auch eine Community. Ich habe mega cooles Engagement. Verbale Gefalt im Gesundheitswesen sind Dinge, die man nicht gut ansprechen kann mit dem Vorgesetzten, weil die Hierarchien so krass sind.
- 51:06Es sind nicht nur die Hierarchien, ich glaube, sie ergeben die Umstände von diesem ganzen System. Das Problem ist, die Leute, die im Gesundheitswesen arbeiten, sind mega Givers. Also weisst du, die geben alles. Die geben ihre Energie, die geben ihr Herz, die geben alles, was sie haben und sagen einfach nicht nein. Also wenn jemand ausfällt, wenn du ein cooles Team hast und jemanden
- 51:27fällt aus, dann gehst du aus dem Freien, also auch wenn du deine Ruhezeit frei hast, du gehst aus dem Freien, gehst deinem Team helfen, weil ohne eine Person weniger sind sie aufgeschmissen. Du kommst mit der Arbeit nicht mehr nach. Es können Patienten vielleicht nicht operiert werden, weil jemand fehlt. Du bist ja irgendwo mitschuldig und das sagt man dir auch. Also weisst du, das ist schon etwas, was man... Ja, wenn du heute krank bist, du weisst, dass wir müssen eine Saal schliessen, du weisst, dass dort sechs Operationen drin sind. Weisst du solche Sachen?
- 51:56Mega Druck. Mega Druck. Dann die krasse Hierarchie. Es wird besser mit den jüngeren Generationen. Aber gibt es noch die Babyboomer-Generation? Wieso meinst du, die jüngere Generation? Ja, von der Ärzte her. Von der Ärzte? Von der Hierarchie. Man merkt es auch bei den Millennials. Die steigen langsam auf. Es wird viel angenehmer von der Zusammenarbeit her.
- 52:23Bei den Babyboomers ist es viel noch so, dass die Götterin weiss, dass sie Professorin ist und dass sie gar nichts ist. Dort kommt dann die verbale Gewalt. Sie hat viele Narzissten im Obst, weil das Setting ist wie eine Küche. Es werden Sachen in der Saal umgeschossen.
- 52:43Ich habe alles erlebt, also wirklich bei mir sein. Also hast du so ein Kapitel umgeschossen oder was? Ja, zum Beispiel. Oder haben wir mal eine Wange, wenn sie sich aufregen und etwas nicht schaffen. Es kommt vor. Es kommt vor, weil du bist halt so unter Druck. Du bist unter Zeitdruck vom Haus, weil Zeit ist Geld. Du musst die Operation gut machen. Du hast so viele Leute um dich herum, die irgendwie mit dir mit schiffen müssen in diesem Boot.
- 53:07Du musst möglichst schnell machen, möglichst viel machen. Und dann blüht es vielleicht noch zu stark und du findest die Blutung nicht. Und dann kannst du dir vorstellen, was das für ein Druck ist, den die haben. Und wenn du dann die Selbstkontrolle nicht hast, dann rastest du aus. Und wenn dann diese TH, also diese Operationstechnikerin, die neben dir steht, irgendwie nicht dabei ist, was passiert? Sie bekommt es ab.
- 53:31Oder auch wenn sie dabei ist, sie bekommt es ab. Oder er, weil es die nächste Person ist. Ich sage auch, wir sind wie in Ehe mit denen, die schlecht laufen, weil einfach acht Stunden Schulter an Schulter stehst. Kann so eine Operation so lange gehen? Ja, länger. War das die längste Operation, in der du mal drin warst? Also, als ich selber durchgestanden bin, war es 13 Stunden lang.
- 54:0013 Stunden? Ja. Da sind wir durchgestanden. Wir hatten zu wenige Leute, wir hatten keine Ablösungen. Du konntest nicht essen gehen und aus dem WC schnell. Nein, aber es ist wirklich... Du konntest nicht 13 Stunden lang deine Blase halten. Und wir trinken einfach nichts. Da musst du auch nicht etwas nehmen. Es ist ungesund. Es sind mega ungesunde... Ja... Umstände. Mhm.
- 54:26Das habe ich auch gemerkt, als ich krank wurde. Dass es nicht so kontra ist? Mega. Es ist nicht richtig, trinkst nicht richtig, gehst nicht raus, hast keine Achtsamkeit, hast immer Stress mit Adrenalin. Stress mit Adrenalin ist ganz schwierig. Und du hast die ganze Zeit, es geht immer um Leben und Tod. Wenn wir einen Fehler machen, ist es anders, als wenn eine Girine eine Tür schräg reinführt.
- 54:51Wie hast du angefangen, den Tod von Patienten zu verarbeiten? Kannst du das? Es ist sehr schwierig. Mir hat es sehr viel geholfen. Ich war oft dabei, bei Leuten, die im OBS unvorhersehbar gestorben sind. Entweder, wenn etwas passiert ist, dass es wie ...
- 55:16zu diesem Tod kam oder Komplikationen, die plötzlich kamen oder Autounfälle. Ähm... Verschiedenes. Genau und... Dort meht es sich auch so an, dass nicht einfach die Person schläft, sondern meistens verblüht ist oder... ja, meistens verblüht ist. Oder macht einen anaphylaktischen Schock, wenn sie auf ein Medikament reagiert oder keine Ahnung was.
- 55:46Du gibst alles und versuchst, möglichst schnell die Blutung zu finden. Dann merkst du, dass es nicht mehr reicht. Oben geht das Blut rein, unten spritzt es raus. Du merkst, dass alles, was wir machen, nicht mehr reicht. Dann stirbt die Person und du warst bei den letzten Sekunden mit dabei und hast versucht zu kämpfen.
- 56:09Und für mich, ich nehme jeden zu, das habe ich mit nach Hause genommen, logisch, und es ist auch jeder noch in meinem Kopf drin. Und ich spüre noch so, ich höre noch die Stimme von dort und ich rieche noch den Geruch, der da war. Und für mich ist es ganz, ganz wichtig, sich darüber zu reden. Und das ist das, was viele von aussen nicht sehen, dass wir ganz andere Kämpfe kämpfen, dass das System kaputt ist. Es ist eine ganz andere Belastung, als wenn du einen Beruf im Büro hast.
- 56:38Du hast eine kranke Teamarbeit, die du leisten musst. Du musst Emotionen von vielen Leuten aushalten. Plus musst du dich mit dem Sterben anders befassen. Du hast viel Adrenalin, du musst viele Prozesse machen. Das macht dich richtig müde. Wunderschöner Job, einzigartig. Aber schwierig, wenn du krank wirst. Wer ist alles in so einer Operationssalle? Jetzt haben wir einen Chirurgen.
- 57:06Mhm. Chirurg, Chirurgin. Assistenzärztin, manchmal sind es noch ein paar Medizinstudenten, je nachdem, wenn du in einer Uniklinik bist, die einfach zuhangeben. Dann die Operationstechnikerin am Tisch. Dann die Operationstechnikerin als Springer.
- 57:25Das sind die, die nicht steril sind? Genau. Zudienlich sagt man Schweizer Springer in Deutschland. Anästhesie, also Anästhesie-Schwesterbrüder und Anästhesie-Arzt. Danach haben wir Lagerungspfleger. Das sind die, die den Patienten lagern, dass er dann genauso abwundert auf dem Operationstisch, wie du perfekt zum OBS-Gebiet herkommst.
- 57:52Die auslagern je nachdem, ob die Beine oder die Arme ausgelagert werden. Das sind die, die im Saal sind. Teilhäuser bedienen auch noch die, die Geräte zusätzlich bedienen. Bei uns war es immer der Lagerungspfleger, der das auch gemacht hat. Je nach Operation gibt es auch Neuromonitoring-Vertreter, die z.B. den Operationsroboter betreuen können.
- 58:21Schnupperlis, wenn Leute nachschauen können. Also teilweise hat es auch in unserer Saal 10-15 Leute? Ja, teilweise schon. Was sind die meisten Operationen? Kann man das sagen? Schwierig. Schwierig? Ja, also für uns so Daily Business, ich war auf der Wisterau Chirurgie vor allem, das ist auch das Bauch, Wisterau Thorax.
- 58:46Ich muss sagen, diese Geschichte, wir können ja kurz ein bisschen spoilern. Du hast ja einen Podcast, der demnächst rauskommt. Ja. Und du hast letztes Mal diese Geschichte von Wartschand erzählt. Ich hoffe, ich sage es richtig. Wir haben zwischen Brust und Bauch ein Diaphragma. Diaphragma, genau. Dort hat eine Blutung stattgefunden. Das hast du erzählt. Genau, mit Diaphragma.
- 59:11Und man hat es einfach nicht gefunden? Ja, weil es genau zwischen den Augen war. Man hat den Thorax aufgemacht, den Bauch aufgemacht und man hat die Blutung einfach nicht gesehen. Und dann hatte man wirklich keine Chance, sie zu finden.
- 59:26Das Gefäss war so aufgerissen, dass man es nicht sehen konnte. Dann war es verblüht. Das war mein erster Todesfall in eurer Ausbildung. Das vergesse ich nie mehr. Es war wie in einem Horrorfilm. Es hatte so viel Blut. Alle waren gesäkelt und komplett verblüht. Unsere Kleider waren voll. Unsere Schuhe waren voll.
- 59:49Mir ist es mega prima, dass du das erzählt hast. Eigentlich war die Frage ja völlig anders, was die üblichsten Operationen sind. Aber um das schnell fertig zu machen, weil du hast das erzählt und mir ist das nicht mehr aus dem Kopf. Mir ist das nicht mehr aus dem Kopf. Ich bin leid. Nein, nein, nein. Gut, weil ich bin recht in meinem Kopf, wenn man so drinnen ist. Und dann hast du mir erzählt von diesem Diaphragma und von dieser Blutung, die gerade dazwischen war, wo man aufgemacht hat und es nicht gefunden hat und man hat Blut reingelassen.
- 1:00:18Brutreserven, genau. Aber Blut ist halt einfach die ganze Zeit draussen. Und da ist mir dann in den Sinn gekommen, gibt es eine tote Anzahl an Blut, die man brauchen darf? Oder ist es so, solange der Arzt oder der Chirurg sagt, «Hey, wir haben den Schaden, wir sind näher, dürfen wir weiter reinlassen?» Oder bringt das gar nichts?
- 1:00:37Irgendwann musst du aufhören. Ich kann dir die genaue Zahl nicht sagen. Irgendwann musst du aufhören, wenn du es nicht findest. Es gibt dann Momente, wo wir zusammen entschieden haben, wir werden es nicht finden. Es bringt nichts. Und dann musst du im Kollektiv entscheiden, wir brechen hier ab. Und dann sagen alle, es muss einstimmig Ja sein. Und dann brechst du ab.
- 1:01:01Das entscheidet der Chirurg oder Chirurgin, wenn der Zeitpunkt ist. Aber natürlich mit der Absprache vom Anästhesiarzt,
- 1:01:14Genau, da wäre jetzt zu wenig... Es hat mich nur wundernommen, weil für mich ist es dann so, okay, man ist schon auf der Suche nach einem Leck. Ich bin Auto-Mech, ich bin gelernter Auto-Mech. Ich bin auf der Suche nach einem Leck. Also ich lasse irgendwo Wasser rein, um das Leck zu suchen. Und klar, Wasser, ich lasse einfach rein. Und dann irgendwann wird es finden. Aber es kann natürlich...
- 1:01:37lange gehen, aber im menschlichen Körper ist es natürlich schon etwas anderes. Ja, bei einem Blutgefäss ist es viel einfacher, wenn du an Ort, also wenn du als das Arterielles Blut ist, weil, als Gefäss, das Arterielles Blut ist, genau, weil das wie im Puls kommt. Also das spritzt nachher im Puls. Das macht wie...
- 1:01:57Das ist ein zustoffreiches Blut. Genau. Und Zustoffarmfluss ist ja ein Rückfluss. Und das strömt einfach raus. Und das ist viel schwieriger zu finden, als wenn du die Sprinkleranlage hast. Und das war eben eine Vene. Dort. Und dann ist es mega schwierig, weil es einfach rausfliessen wie bei einem Wasserfall.
- 1:02:16als wenn es einen schönen Impuls gibt. Genau. Darum kann man eigentlich lieber immer eine Arterie einschneiden als eine Vene. Oder einfach gar keine. Oder einfach keine, ja. Okay, aber sorry zu meiner Frage zu den üblichsten Operationen. Welche sind denn das? Hey, ihr wisst ja auch, dass es in der Chirurgie klassische Hernien gibt oder eine Gauenblase oder ja...
- 1:02:44Das ist so das, was man mega viel macht. Und bei diesen Operationen sind auch die 10-15 Leute dabei? Nein, also bei... Wenn ich jetzt... Neuromonitoring und das ganze sind nur die neurologischen... Ja, okay. ...Virgozylen und solche Sachen. Aber bei der Gallenblase hat der Springer die Instrumentierenden, ein Chirurg, ein Assistent, Anästhesie und Anästhesiearzt. Und Anästhesie, Anästhesiearzt, die wechseln sich dann immer ab. Okay.
- 1:03:12Und Lagerungspfleger. Aber die gehen ja immer wieder raus. Die bleiben nicht im Saal. Die lagern und gehen wieder raus. Genau. Heisst dein Job ist wirklich, im OP zu sein und...
- 1:03:23Ja. Schneiden. Schneiden? Du darfst auch schneiden? Ich darf nicht schneiden. Nein. Nein, also ich habe auch schon... Bei einem Plastik-Chirurgen... Also bei einem Schönheitschirurgen war ich Assistentin. Da durfte ich schon auch... Ein paar Sachen da habe ich auch genäht und so. Ich war wirklich seine Assistentin. Aber sonst... In der Schweiz nicht, aber in Holland tust du... In meinem Job tust du wirklich... Eigentlich so vorbereitet, dass er nur noch kommen kann und operieren kann. Was hast du gelernt?
- 1:03:54Ich habe die Fachmittelschule gemacht und dann die Fachmatur. Die brauchst du aber nicht. Du musst einfach eine Grundausbildung haben und 18 Jahre alt sein. Und dann kannst du Operationstechnik HF studieren. HF ist ja eine höhere Fachschule.
- 1:04:10Genau. Dann geht es drei Jahre. Du hast dann so Blöcke. Schublöcke und Praktikumsblöcke. Dann eine Schuhe, dann wirst du direkt in den Obst gestellt, weil du dann so frisst oder stirbst. Dann musst du einfach probieren. Du musst einfach machen. Ist kaltes Wasser nicht besser? Ja.
- 1:04:28Du fährst mal zu deiner Frau. Und dann stehst du nach ein paar Monaten zum ersten Mal am Tisch. Und dann musst du dich wieder umdenken. Jetzt darf ich mir nicht mehr ins Gesicht lenken. Jetzt bin ich steril angezogen. Jetzt darf ich mich nur noch hier bewegen. Mhm. Wie hat sich jetzt deine ganz...
- 1:04:52beruflichen Werdegang nach deiner Diagnose hat sich verändert? Hast du wirklich angefangen, Sachen im Job zu verändern?
- 1:04:59Ja, also ich habe gemerkt, im Moment belastet es mich zu stark, höchstprozentig im OBS zu arbeiten, weil ich nicht zu meinen Ruhezeiten komme. Und danach habe ich mich einfach quer beworben zu Sachen, die ich nicht mal wusste, auf was ich mich bewerben soll. Es stand eigentlich Homeoffice. Da dachte ich, okay, schicke ich raus. Ich glaube, ich habe 65 Bewerbungen geschrieben.
- 1:05:24Und dann hat eine Firma mir geschrieben, ich wusste nicht, was das für ein Job ist. Dann habe ich mich zum Bewerbungsgespräch eingeladen und jetzt bin ich im Sales bei einer Firma, die eine Software für Telefonie macht, dass du erwartest, dass du nicht warten musst und verkaufe diese einfach online.
- 1:05:44Wie geil ist denn das? Das ist echt quer, ja. Und da kannst du von überall aus arbeiten? Ja. Wie du Sales-Zucht bist. Genau, weil wir eh international agieren. Und du verkaufst auch B2B-Kunden? Genau, B2B-Kunden. Also B2B-Produkte, die du verkaufst. Also sprich, wenn ich jetzt eine Telefonzentrale hätte und ich hätte ein Stomband, dann gäbe es das Stomband nicht mehr, weil ein Produkt von euch eingeschaltet wird. Und was macht denn das?
- 1:06:13Also wenn du jetzt zum Beispiel bei der Krankenkasse anrufst, ist nach Vorgebungen, du kannst dann selber als Krankenkasse sagen, du willst, dass sie maximal 60 Sekunden warten. Und wenn nachdem niemand vom Team abnimmt, werden sie zu uns übergeleitet, zu unserer Software. Und dann kommt, wir schätzen deine Wartezeit, du hast jetzt Optionen anstatt aufzulegen und der schnellste Weg, damit du zu deiner Krankheit, zu einem Mitarbeiter kommst, ist in dünnen Terminvereinbarung.
- 1:06:41Und dann kann er wählen zwischen virtuell warten, den kannst du abhängen und man ruft dich wieder an. Terminvereinbarung, dann sagt dir dann irgendeine Stimme, wir ruft dir 12.30 Uhr zurück. Dann sagst du gut 12.30 Uhr, dann hängst du ab und genau 12.30 Uhr ruft dir dann die Krankenkasse an oder Versicherung, was auch immer.
- 1:07:02Und das dritte ist freiwillig warten. Das ist psychologisch anders, weil du freivillig wartest. Du hast dich entschieden, dafür zu warten. Das Ziel ist ja wirklich, dass du möglichst wenige Kunden am Telefon verlierst, dass du möglichst alle behalten kannst. Auch wegen des Telefonstroms, weil durchschnittlich ruft jemand fünfmal an. Es gibt halt mega viel Callvolumen, das unnötig ist. Und die Software löst das auf. Sehr simpel.
- 1:07:31So, und jetzt verkaufst du diese? Ja. Und zu welchem Pensum bist du da? 80%. 80%? Ja. Und nebenbei mache ich auch so ein Instagram-Programm.
- 1:07:44Ja, Instagram wird immer mehr, wird immer grösser. Instagram ist schon 100% eigentlich. Am liebsten 100? Nein, also meine komplette Freizeit ist wirklich Social Media. Ich habe niemanden, der mir hilft. Ich habe ein Management, wo man so ein bisschen Deals abwickeln sollte, aber ich meine, ihr macht es erst seit 5 Monaten, so viele Deals können wir noch nicht einnehmen.
- 1:08:03Und ich beantworte jede Nachricht, schreibe alle zurück. Ich mache alle Content komplett alleine. Ich mache überhaupt keine Contentplanung, ich mache einfach etwas. Ich habe auch nicht krass zusammengeschnitten meine Videos. Es ist mega rohes Material, aber es scheint zu funktionieren. Funktioniert? Ja. Also ich hätte mega gerne Hilfe, aber es ist wie so, ich verdiene halt nicht viel oder fast gar nichts.
- 1:08:31kann ich mich nicht immer einstellen. Aber es fängt mega an. Aber du hast schon mit Social Media verdient? Ähm, nö. Bis jetzt ist es ein Minusgeschäft. Aber jetzt mit dem Podcast verdiene ich Geld und jetzt habe ich meinen ersten Auftrag auf Social Media bekommen. Du hast deinen ersten Auftrag überkriegt? Nach fünf Monaten? Das ist crazy gut. Ja, ich habe eine Freude. Das ist wirklich cool.
- 1:08:58Gratuliere. Für Blutspenden. Für Blutspenden? Musst du Blutspenden? Nein, ich kann ja nicht. Ich darf gar nicht. Stimmt, du darfst keine Blutspenden? Ja, aber die Leute sagen, dass ich Blutspenden gehen soll. Wir brauchen so viel Blut. Und 80% der Bevölkerung wird mal im Leben davon. Nein. Das ist ja auch kritisch.
- 1:09:23Scheisse. Aber auch jüngere, die können, geht. Kinder unbedingt. Nein, es ist so wichtig, weil wir brauchen so viel Blut und eben bei Geburt, weisst du was, brauchst du so schnell irgendeine Blutreserve. Und es ist nicht so, dass du die ewig schlagen kannst.
- 1:09:39Vor allem nach solchen Geschichten, die du erzählt hast. Das ist so wichtig. Man würde denken, wenn ich einen Liter Blut habe, kann jemand den Blut checken und gut ist. Aber du brauchst für eine Operation vielleicht 20. Ja, und 80% der Menschen werden mal in ihrem Leben Blutreserven brauchen und 2% spenden. Oder 2,5% oder so.
- 1:10:0180% werden brauchen? Ja. Das ist wild. Es passiert so schnell. Du verlierst so schnell Blut. Stell dir mal vor bei einer Geburt, bei Plazenta, wenn du plötzlich eine manuelle Plazenta-Blösung brauchst. Das geht weg und du hast kein Blut mehr. Das macht es wirklich so. Du kannst innerhalb von 6 Minuten verglüten, wenn es blöd geht. Da bist du froh, wenn jemand gespendet hat.
- 1:10:26Und ich meine, eine Spende ist so easy. Mega easy. Schnell herliegen, bekommst du sogar noch ein Sandwich gratis. Und eigentlich... Ja gut. Eigentlich auch gesund. Ja, es ist wirklich... Eigentlich ist es gesund. ...dass es arbeitet, gell. Machen das. Also, das heisst, das ist dein erster Auftrag. So ist dein Videoauftrag, wo du etwas verdienst. Mega lässig. Ja. Und äh... Hol so lange, nicht der letzte. Ja. Hoffentlich. Und der Podcast, der hat jetzt... Wenn startet der? Erster August. Erster August startet der? Ja.
- 1:10:56Ja! Ja, nehme ich auch hier auf. Dann auch hier auf? Ja, mit dir. Wir sagen auch. Wirklich. Du hast mich ja schon gekannt. Ja. Ist wirklich mega. Also ich hatte wirklich... ähm... die Freude, die ganze Zeit reinzuhören. Ich bekomme es ja auch live mit über... Ich habe die ganze Zeit Live-Podcasts. Das ist einfach mega geil. Ja. Ist wirklich toll. Und... erstens machst du das wirklich super. Danke. Aber es sind auch ganz wichtige und schöne Themen. Amigst... traurige Themen. Ja.
- 1:11:26Aber die gehören wie zum Leben dazu und es ist ja gut, dass man solche Seiten erkennt. Ich möchte jetzt nicht zu viel spoilern, aber eine, die da war, die erzählt... Die war krass, ja. Heftig. Also, ihr könnt euch darauf freuen. Willst du noch die Werbung machen? Logisch!
- 1:11:43Ja, gerne. Also, WhatsApp ist echt ein Herzensprojekt von mir. Ich möchte das Gesundheitswesen von innen beleuchten, wie es wirklich ist, wie wir dort leben, mit welchen Dingen wir zu kämpfen haben, wie es uns wirklich dort geht. Und ich habe bewusst auch Themen in den Podcast reingenommen, die man nicht getraut ansprechen sollte, die man nicht darüber sprechen sollte.
- 1:12:05Man darf natürlich, aber man will wirklich der Welt draussen zeigen, was dort abgeht. Und der Gesundheitswesen eine Stimme geben. Darum, «Losetri» ist für alle etwas. Thanks! Megaschön! Jetzt müssen wir gleich einen eigenen Reel machen. Was? Jetzt müssen wir gleich ein eigenes Reel machen. Ja, thank you. Das machen wir. Hey, megacool, unbedingt. Was ist dein Ziel mit dem Podcast? Wieso hast du es gestartet?
- 1:12:34Ich habe den Drang, etwas zu verändern. Allgemein. Ich habe den Drang, Menschen Mut zu machen, dass sie trotz Einschränkungen, egal was, jeder hat seinen Rucksack, dass man wirklich alles erreichen kann, wenn man möchte. Und man kann das auch, wenn man eingeschränkt ist. Eine Krankheit heisst nicht, es ist Endstation. Trainier dein Mindset. Bist dankbar für das, was du hast und nicht für das, was du nicht hast.
- 1:13:00Auch wenn ich rauskomme, gibt es auch dort Benefiz. Du hast Pole Position beim Einkaufsladen. Du kannst immer zuvorderst mit dem Behindertenkleber parkieren. Und du kannst im Europa-Park immer Fastline nehmen. Oh mein Gott. Und nimmst deine Kollegen mit, dann müssen alle mit dir in den Europa-Park. Es gibt immer Vorteile.
- 1:13:20Ja, das ist alles eine Sache von Perspektive. Es ist alles eine Sache von Perspektive und ich habe genau so, wenn ich Krampfanfälle habe, wo ich Angst habe, vor MS bin ich genau so mit dem umgegangen, dass ich mein Mindset geswitcht habe. Auch wenn das alles passiert, du wirst immer irgendetwas Positives in deinem Leben haben. Immer. Niki, als ich dich gar nicht gefragt habe,
- 1:13:44Du hattest deinen ersten Anfall an deinem 28. Geburtstag? Ja. Du hast kein Medikament genommen? Ja. Hast du noch einen zweiten? Nein, meine MS ist seit ich die Therapie stillgemacht habe. Es ist in meinem Hirn nichts passiert, es ist in meinem Rückenmark nichts passiert.
- 1:14:00Ich hatte keine Schuld mehr und mir geht es besser als vorher. Sorry, können wir das jetzt zelebrieren? Ja. How cool is that? Es ist crazy. Es hat mega viel Mut gebraucht und mega viel Selbstdisziplin. Aber mir geht es mega gut. Viele würden jetzt sagen, die hat einfach Glück. Oder die hat gar nicht MS.
- 1:14:18So what? Ist mir egal, so what? Ich habe wirklich alles gemacht, dass das so ist. Und frage meine Freunde, es ist harte Arbeit. Aber es hat sich mega gelohnt. Und mir geht es wirklich, wirklich gut. Ich wohne ja auch in Spanien. Also wir wohnen immer einen Monat in der Schweiz und einen Monat in Spanien. Und für mich ist das mediterrane Wetter so wertvoll. Wenn nicht so die Temperaturschwankungen sind, habe ich viel weniger schwere Beine. Ja. Ich habe dort eigentlich keine Symptome. Hier habe ich ab und zu ein paar Symptome.
- 1:14:47Das ist ganz normal, denn diese Läsionen habe ich ja im Hirn. Aber durch den Verschnitt... Was sind die Symptome, die du dann hast? Fatigue. So Müdigkeit. Das ist wirklich krass müde. Dann habe ich Gliederschmerzen. Also Beine, wie wenn du Fieber hast. Okay. Dann schwache Blasen. Dann Augenweh.
- 1:15:11Und so kribbeln im Arm, im Gesicht. Und wenn ich ganz ungesund lebe, also ich trinke kein Alkohol mehr, und wenn ich zum Beispiel ein Glas Wein trinke, dann schläft das Gesicht ein. Das ist krass. Heftig, oder? Gell? Es ist... Ich sage es, ich trinke auch kein Alkohol. Ich finde es also mega toll. Seit sieben Jahren, acht Jahren unterdessen. Ich finde es gar nicht verpassen, gar nichts. Nein, es ist ein Gift, fertig.
- 1:15:40Ja, das ist ja der mega Beweis, dass wenn ich Alkohol trinke und schlafe, dann kommt direkt das Alterssymptom. Das ist krass.
- 1:15:49Also mega schön, dass du einfach kein, ich sage jetzt mal kein, was ist mit dem Anfall? Ein Schub. Dass du keinen Schub mehr hast. So Symptome und so hier, okay. Ja, und was ich mit diesem Podcast machen möchte, genau, inspirieren. Ich möchte inspirieren, dass nicht nur
- 1:16:10das Gesundheitswesen zeigen, sondern auch zeigen, was man bewegen kann. Ich bin mega davon überzeugt, wenn wir mal alle zusammen aufstehen, wenn wir mal unsere Schreine erheben und das Gesundheitswesen kann man irgendwo durch. Man kann das verbessern mit Zusammenarbeit. Ich habe das Gefühl, der Podcast ist eine Chance für uns.
- 1:16:33dass man hineinsieht, dass man Stimmen bekommt, dass hier Leute kommen, die erzählen von ganz verschiedenen Rängen, von ganz verschiedenen Positionen, mit ganz verschiedenen Geschichten. Und ich glaube, das hilft uns einfach auch, dass es wirklich eine Stimme geben wird. Und ich möchte mega gerne diese Stimme sein. Du bist die Stimme. Ja. Thinking into existence. Ja, definitiv. Und ich glaube auch, für ganz viele bist du sie bereits.
- 1:17:00Ja, ich glaube schon. Du hast eine schöne Community aufgebaut. Eine sehr nischige Community. Und ich glaube, die zählt auf dich. Die Leute... die einfach warten auf das nächste Video, um sich wieder aus dem Alltag zu erinnern.
- 1:17:16Jemanden, den sie versteht, tut sie aus dem Alltag eine Ausnahme mit Geschichten, die sie auf eine lustige Art und Weise überbringen kann. Megaschön. Der Podcast ist ganz toll, ganz schön. Ich freue mich auf den Release von dem. Ich habe es wirklich erwartet. Wie er ankommt. Wie toll.
- 1:17:37Ja, und für mich ist wirklich wichtig, dass man die Sachen nicht rausschiebt. Weil ich habe gemerkt, wir haben nicht die Garantie auf ein langes Leben. Wir haben es einfach nicht. Das war mir schon vorher bewusst. Aber wenn du etwas auf deiner Packetliste hast, wo du ein Herzenswund hast, gib alles, dass du das machen kannst. Wirklich, schiebe es nicht bis 60 raus, weil wir nicht wissen, ob wir dorthin kommen. Irgendwann wirst du es bereuen. Dann kommen Kinder, dann kommst du schon wieder. Wir sind immer am Hass, wir haben immer Stress.
- 1:18:07Klar, man muss auf die Finanzen schauen. Aber man kann auch diesen Weg einschlagen. Vernünftig und unvernünftig sein. Genau. Und das finde ich sehr wichtig, dass man das macht.
- 1:18:25Egal wie schwierig es in deinem Leben ist oder was du erlebt hast, du kannst alles packen, du kannst die Rucksäcke nehmen, du kannst dich entscheiden, etwas daraus zu machen, du kannst entscheiden, weiterzugehen und du wirst etwas erreichen mit dem. Glaube einfach daran und geh für das. Du hast ganz oft Mindset angesprochen in diesem Podcast. Ja. Ist das übrigens dein erster Podcast, wo du Gast bist? Oder warst du schon mal als Gast in einem Podcast?
- 1:18:50Ja, aber es war nicht wirklich ein Podcast, sondern ein Interview, das man als Podcast benötigt hat. Aber so bin ich erst mal Gast. Schön. Ja, thank you. Sehr schön. Wie gesagt, du hast ganz viel Mindset angesprochen in diesem Podcast. Wo würdest du sagen, ist der grösste Mindset-Shift passiert bei dir?
- 1:19:11Das ist eine krasse Geschichte. Let's go. Ich hatte in diesem Tiefen eine Panikattacke. Ich hatte so viel Angst vor dieser Krankheit, dass ich in den Rostock blind werde, dass ich mich nicht mehr bewegen und nur noch sabbern kann.
- 1:19:30Ich hatte Schiss und die Angst beherrschte mich richtig. Und dann sagte mir mein Psychologe, du musst die Angst lieben. Ich sagte, wie will ich die Angst lieben? Ich träumte immer, das ist krass, ich hatte meine Gedanken ganz gut unter Kontrolle im Wachzustand und in der Traumphase. Aber im Halbschlafen, ich konnte Träume beeinflussen.
- 1:19:56Weil wenn ich merke, dass ich träume, dann kann ich da irgendwie steuern. Aber das war jahrelanges Training mit Gedanken steuern und so. Und das ist wieder ein anderes Thema auf jeden Fall. Sehr spannend. Sehr spannend, ja. Aber in der Halbschlafphase, wo du die Kontrolle über deine Gedanken verlierst, das ist ja die Phase, wo wirklich...
- 1:20:18Genau. Dort ist es reingekickt und dort habe ich einfach Krampfanfälle bekommen, weil ich so Angst hatte, dass mein Körper sich mit Krampfanfällen gewährt hat. Und das Problem war aber auch, dass mein Kopf, mein Herz sagte, du bist gesund, du bist gesund, du bist gesund. Man soll sich ja selber sagen, man ist gesund, aber mein Herz wusste nicht, du hast eine Diagnose auf dem Blatt, du bist krank.
- 1:20:39Es gab einen Herz-Kopf-Kampf. Mit der Angst habe ich begonnen zu krampfen. Durch die Krampfe hatte ich Lähmungserscheinungen. Durch die Lähmungserscheinungen kamen noch mehr Angst in den Roststuhl.
- 1:20:52Dann habe ich immer von diesem Krippelmädchen geträumt. Ich kann es nur so sagen, es war ein ganz schwarzes Kind, das auch sehr dämonisch aussah. Mit so einer Scary-Movie-Vibe. Und dann...
- 1:21:10Dann sagte mir der, ich müsse diese Angst lieben. Ich sagte mir immer, ich liebe diese Angst. Wie habe mir diese Angst als Mädchen vorgestellt? Weil diese Angst in meinen Gedanken ja immer verkörperte. Ich habe mit dieser Gedanken an den Strand gesessen. Ich habe mit dieser Gedanken auch umarmen angefangen. Aber im Wachzustand. Und dann habe ich...
- 1:21:37Ich kam dann wieder in die Traumphase. Nach ein paar Monaten. Und dann kam sie wieder. Dann war ich im Spital mit ihr. Und wollte sie fragen, gehen wir zusammen noch rausspielen? Mein inneres Kind kam viel vor.
- 1:21:57Und dann stürzte sie sich auf mich. Sie drückte mich an den Boden. Und dann schaute ich sie so an und sagte, ich liebe dich. Und dann kitzelte ich sie. So kili-kili habe ich gemacht. Dann stieg sie zurück im Traum und richtete sich auf. Sie wurde ganz zu einer normalen Mädchen. Ich bin aufgewacht und hatte nie mehr Krampfanfälle. Was? Krass, gell?
- 1:22:23Mega krass. Also ich würde sagen, du hast in deinem Wachzustand deinen Schlafzustand mit Positivität, mit Schleif und Feilen, dass du überhaupt im Schlafzustand sie kitzeln und sie akzeptieren und lieben kannst.
- 1:22:42Genau. Und danach mit dem zu sagen... Wie krass ist dein Gesicht? Ich habe nie ein Buch über so etwas gelesen. Ich habe für mich selbst angefangen, Gedanken zu steuern, schon bevor ich krank wurde. Wenn ich schlechte Gedanken hatte, habe ich sie gedanklich in den Wuchen getan.
- 1:22:58Ich habe das nur noch die Woche gesehen und nicht, als ich nach schlecht war, angefangen, nichts zu denken zu versuchen, was für Frauen wahnsinnig schwierig ist. Zur Ruhe zu kommen. Das konnte ich sehr anwenden. Dann habe ich mir Techniken entwickelt, wie meine Gedanken, die über mich kommen, mit Gefühlen zusammen, wie ich sie einordnen und auf die Seite schublatisieren kann.
- 1:23:22Und der Gedankenkontroll war mein Gamechanger. Also, du hast angesprochen, ganz viele Frauen können das nicht. Ich glaube, Männer haben etwas weniger Mühe damit, einfach mal abzuschalten oder einfach mal ins Lernen schauen. Nichts denken, wie Männer.
- 1:23:40Das ist schon fast... Ich sage es mir. Okay, ist gut. Ich sage es mir. Ich kann nicht in eurem Kopf nicht nur sagen, ich sage es mir. Nein, ich sage es mir, absolut. Was würdest du aber an Menschen, an Leute, Frauen und Männer empfehlen, die oftmals in dieser negativen Bubble sind, die Gedanken haben und nicht rauskommen aus dem? Weil leider Gottes gibt es einfach ganz, ganz, ganz viele von denen und vielleicht versuchen sie es auch, aber es arbeiten sie nicht. Was würdest du ihnen empfehlen? Ein bisschen anfangen, ganz ein bisschen. Fokus ändern.
- 1:24:10Ich habe angefangen mit Blumen zu schauen. Es klingt so doof und ein bisschen psycho, aber ich habe mir Blumen angeschaut und dachte mir, wow, die sind eigentlich mega perfekt. Dann ging ich übers Feld und sah alles, was da war. Ich dachte mir, das ist echt krass, wie das so aussieht. Die Berge haben eine krasse Optik.
- 1:24:31war ich mega schön. Und habe die ganz kleinen Sachen, die es immer gibt in der Natur, sei es ein schönes Gebäude, das ein Mensch gebaut hat, oder etwas, das einfach da ist, habe ich bewusst angefangen, mega schön zu finden. Und wenn ich in einer Negativspirale war, einfach gehen laufen und alles anschauen, was ich schön finde. Und nachher in einem zweiten Schritt heraushalten und
- 1:24:55Ich habe viel Atemübungen gemacht und währenddessen probiere ich, das ist eine Technik, die ich für mich herausgefunden habe, ich mache die Augen zu, ich mache Atemübungen, konzentriere mich auf den Atem und wenn ich das nicht schaffe, und Gedanken kommen, dann stelle ich mir vor, es ist eine Woche und dann mache ich Swipe.
- 1:25:18«Swipe, swipe.» Und das hat mega gut funktioniert. Und nachher konnte ich es, wenn sie nachher kamen, viel besser einordnen. Hast du dich trainiert mit dem? Ja, ich habe mich mega trainiert. Und wirklich, es ist immer alles negativ, wenn man es negativ sieht. Aber es hat in jedem Negativ etwas Positives. 100%ig. Ja, es ist wirklich so. Such dir das Positive in dieser Scheisssituation.
- 1:25:48Sei es irgendeine Begegnung, die du gehabt hast, irgendetwas, das immer gut sein wird, du wirst es finden, suche es. Auch wenn es noch so lange dauert.
- 1:25:58Bei mir waren es zuerst mal Begegnungen mit den Menschen, wie sich mein Familienverhältnis verändert hat. Alles wurde sehr lieb. Alle haben sich plötzlich mit ihrer Gesundheit auseinandersetzen lassen. Man hat präventiv gehandelt. Ich habe Leute mit meiner Geschichte inspiriert. Mega krasse Sachen sind passiert.
- 1:26:23Mega schön und wertvoll. Also wirklich ganz, ganz toll, wie du das angefangen hast zu trainieren. Den Mindset-Shift zu machen von negativ ins positiv und immer etwas Positives zu sehen, weil es gibt immer etwas, was schön ist. Egal in welcher Situation.
- 1:26:44Der Podcast geht zu Menschen, die inspirierende Geschichten haben. Also inspirierende Menschen mit inspirierenden Geschichten. Danke. Es ist perfekt, dass du da sitzt. Danke. Du bist wirklich so eine. Und ich glaube, du darfst ganz, ganz viele Menschen mit deinem Wort, mit deinem Dasein mitnehmen und gibst ihnen Hoffnung. Und es ist mega schön, dass du das machst. Danke. Du machst das sehr gut.
- 1:27:08«Merci. Manchmal rede ich ein wenig wirr und viel zu schnell.» «Ist egal, das ist okay. Was braucht es? Wir sind schon anderthalb Stunden dran. Es ist crazy. Ich muss noch nicht ganz ehrlich sagen, weil ich habe noch zwei... Eine Sache ist mir jetzt vorne noch entsinkt und zwar Diagnose MS und deine Mutter... Du hast deine Mutter angeguckt und gesagt, «Mutter, ich habe eine MS abgehängt und am Psychiater angeguckt.» «Geschrieben, ja.» «Oder geschrieben?» «Mhm.» «Weil es ja eine neue war. Du hast ja einen Notfalltermin...» «Ich habe noch keinen bekommen, ja.» «Dann habe ich sie bekommen.»
- 1:27:35Aber deine Mutter ist noch weit in der Luft bei mir. Ja, die arme. Die arme ist noch in der Luft. Was ist passiert? Wie hat sie... Was ist weitergegangen? Hast du ihr abgehängt? Ja, sie hat noch gesagt «Okay». Irgendwie ist nichts passiert und dann haben wir abgehängt. Das ist wie... Und dann? Ja, sie hat mir erzählt, dass sie mehr gerannt hat. Sie ist auch in ein Loch gefallen. Sie haben sich auch gefragt, was wir falsch gemacht haben und warum unser Kind... Oh mein Gott.
- 1:28:05Aber sie sagte mir auch, dass sie durch meine Einstellung, wie ich damit umging, die Angst verloren hat. Ich habe ihr die Sicherheit gegeben. Wir sagten ihr ganz viel. Sie war so schockiert, bis sie mich getroffen hat. Und sie hat gemerkt, dass ich das so gut händle. Wir müssen uns gar nicht sorgen. Meine Mutter ist auch Shiatsu-Therapeutin.
- 1:28:34Mit Druck, also Fingertrückmassage. Spezielle Techniken. Und sie hat mich, als ich so gekrampft habe, weisst du, ich war ja mega verspannt, jetzt sind wir ab und zu auf jeden Tag, wir haben 100 Meter auseinandergekommen zu diesem Zeitpunkt, zum Glück. Ich habe jeden Tag zu ihr einfach eine Massage genommen. Schön.
- 1:28:54Auch sie hat mir sehr Raum gegeben. Sie hat schon sehr recherchiert und mich bemutet. Sie hat aber auch akzeptiert, dass ich dort Raum brauche. Ich musste auch nicht reden. Ich habe viel bei ihr geredet. Auch bei meiner Mutter, die ich gebraucht habe.
- 1:29:15Ja, die Schneider haben einen guten Umgang. Bevor wir zu einer schnellen Feierrunde kommen, nehme ich noch ein Wunder. Luca, dein Mann, hat dich sehr unterstützt in dieser ganzen Phase. Er hat, wie du beschrieben hast, seine Aufgabe als Ehemann perfekt erfüllt. Grandios.
- 1:29:41Ich kann ihn leider nicht fragen, weil er sitzt jetzt nicht da. Aber was würde er über dich erzählen? Uff, schwierig. Er kam letztes Mal zu mir, weil er auf Instagram ein Video von einem, der MS hat, gesehen hat. Und dann sagt er so, «Hey, Thomas Schmidt, mir wurde erst jetzt bewusst, dass das jeden Tag mit dir ändern kann.»
- 1:30:07Ich so, ja, das ist auch das, was so schwierig ist. Gedanken, dann so, shit, das ist crazy, wie du das machst. Und er ist wirklich so, völlig so, hä, wie kann ich das erst jetzt begreifen? Und er hat mir wie so gesagt, er weiss nicht, wie er das gemacht hat, aber er findet es wahnsinnig beeindruckend, wie er es gemacht hat und dass er mega stolz ist auf mich und sich mega geehrt fühlt, dass er mein Mann darf sein. Ja.
- 1:30:36Ich glaube, ich könnte Beine ganz fest auf die Schulter klopfen für das. Ja, ich finde auch, er, man darf nicht vergessen, Angehörige, gerade bei Luca haben wir mega gut gesehen, er ist Hennen in den Hintergrund gerückt. Es ist immer nur um mich gegangen, wenn wir abgemacht haben, hat es immer geheiss, wie geht es dir, Dominika? Es hat ihn niemand mehr gefragt.
- 1:30:54Und er ist jetzt halt mega hinterher angestanden. Ja, und ich wünsche mir dass er dort seine Spotlight auch noch bekommt. Also positiv, nicht negativ. Wird er bestimmt. Wie du im Beispiel bist, als so ein toller Mann, dann wird es sowieso passieren.
- 1:31:11Ja, wirklich, dass er irgendwann wieder von dem... Ja. Weil er ist halt Herr Neitz, der an der Rücke stärkt. Wo wirklich so gesagt wird, go for it, go for it. Das ist das, was du gebraucht hast. Genau. Und jetzt sind wir halt ein bisschen weiter, als wir gedacht haben. Genau. Schön. Ja.
- 1:31:27Ja, wirklich mega beeindruckend. Und es hat mir bis jetzt schon mega viel Spass gemacht, um dir zuzuhören bei deiner Geschichte, bei deiner Lebensgeschichte und wie du das alles gehandelt hast. Aber wie gesagt, wir sind da noch nicht ganz fertig. Und zwar, ich habe noch die Schnellführrunde. Was ist das? Das sind so ein paar Fragen, 15, die du versuchst, relativ schnell zu beantworten. Spontan, so wie sie rauskommen.
- 1:31:54Mit einem Satz oder was? Wie du willst. Das ist eben das Schwierige bei dieser Schnellführerrunde. Ich bin heiss Schnellführerrunde. Ja. Aber oftmals geht einfach wieder eine Tür auf und dann rede ich nochmal über etwas, was passieren kann. Okay. Darum, Niki, bist du bereit für die Schnellführerrunde? Ja. Sehr schön. OP-Saal oder Strand? Wo bist du mehr du selber? Strand. Logisch. Warte, eine Frage. OP, wenn ich neue Personen kriege?
- 1:32:23Dein Hund, der Dago, ist er mehr der Chiller oder der Code? Chiller. Chiller. Voller Chiller? Ja. Herzig. Im Rücken. Deine erste Handlung am Morgen? Mit dem Dago, also Zähneputzen mit dem Dago gehen laufen. Okay. Kaffee oder Tee? Kommt auf die erste Zeit drauf an. Beides? Kaffee, Tee.
- 1:32:50Kapitän. Ein KT. Ein KT. Ein KT. Ein Matcha. Spanisch oder Schweizerdeutsch? Spanisch.
- 1:33:01«Solum Poco» «Poco a Poco» «Bis am Lern». «Bis am Lern?» «Ja, jetzt gehe ich wieder in die Sprachschule.» «Die Frage wäre, in welcher Sprache träumst du?» «Aha, Schweizerdeutsch. Manchmal ein bisschen Hochdeutsch auch.» «Hochdeutsch? Träumen Sie auch ab und zu?» «Ja, ab und zu habe ich eine Comedyshow in meinem Kopf.» «Das ist sehr toll. Das beruhigt.» «Ja.»
- 1:33:25Wer kocht von euch zwei? Luca. Kocht er gut? Ich kann nicht... Ich kann nicht... Wirklich, du glaubst nicht. Manchmal kocht er einfach 12 Stunden. Oder mehr. Er ist der Smoker. Und er steht dann auch 2 Stunden auf in der Nacht und geht sein Fleisch einpinseln. Ich sage dir... 5 Stunden koche ich und ich koche nicht gerne. War das eine Eingelade? Ah! Ja, du darfst sehr gerne kochen. Das wäre nicht nötig gewesen. Nein, also... Schön.
- 1:33:53Seit er für mich kocht, war kein Restaurant in der Schweiz mehr gut genug. Ich gehe nicht gerne essen, weil es nichts an sein Niveau herbekommt. Ja. Siehst du. Ich würde das gerne auch mal einfach auch auch nehmen. Darfst du auch. Toll. Jetzt kommt eine ganz wichtige Frage. Und es ist mir wichtig, dass du wirklich in dir gehst. Du musst schnell einen Schluck nehmen.
- 1:34:19Ja, mach das. Geh in dir. In dich. Geh in dir. Geh in dich. Geh in dich.
- 1:34:28Idee. Das ist die Hälfte des letzten Wortes. Idee. Das ist nur ein Buchstaben. Idee. Geh in den Tisch. Ja, aber bei dir. Okay, gut. Auf jeden Fall mach das. Ja. Und überleg es dir ganz gut. Will diese Frage entscheiden, ob man jetzt noch weitermacht oder nicht? Oh. Ja. Ananas auf der Pizza.
- 1:34:54Ja. Nein. Meine Damen und Herren, es hat mich sehr gefreut. Wir haben dich wieder eingeschaltet im Moment um deinen Podcast, wo inspirierende Menschen inspirierende Geschichten erzählen. An diesem Punkt wollen wir leider den Podcast... Wie geht es dir? Ich weiss auch nicht.
- 1:35:09Es ist eigentlich nicht so toll. Es ist verboten, ich weiss. Es ist wirklich verboten, aber irgendwie seit Kind finde ich das ganz nice. Aber die frische Ananas ist schon besser. Egal, was du jetzt sagst. Es macht es einfach nicht besser. Ich weiss, I'm so sorry. Wirklich, unser Respekt zu deiner Zeit. Machen wir jetzt weiter. Aber es sitzt tief. Einfach, das ist schwell. Ja, ich weiss. Das sagt der Luca, es geht einfach nicht. Es sitzt tief. Das ist...
- 1:35:38Dein Lieblingsgeräusch? Strand Schön Ein Skill aus dem OP, den du gerne im Alltag hättest?
- 1:35:54Meine Schlagfertigkeit. Ja. Ganz lustig, ich bin im OBS wirklich anders als im Privatleben. Ich bin ein mega Herzensmensch, ich schaue, dass es anderen gut geht. Ich bin eine mega feine Person. Im OBS sagt er, ich kann herstehen und sagen, du benimmst dich jetzt, Kollege. Ja. Und egal, welchen Rang er hat. Mir hat mal ein Chirurg so dumm getan. Das sind manchmal wie Kinder. Das sind ja auch ganz tolle, liebe Chirurgen. Wirklich coole Leute, aber es gibt auch ganz komische. Und er hat wirklich so wie ein Zweijähriger gesagt...
- 1:36:22«Du redest viel zu lange und wir müssen noch den Roboter holen.» Und dann hat einer abgehöhlt und ich habe gesagt, «Hallo, sitz!» «Du kannst hier jetzt den Roboter holen, du kannst ihn hier einrichten, dann sind wir nachher auch schneller. Aber hier rumstehen und motzen bringt uns allen nichts.»
- 1:36:38Dann schaut er mich an und sagt, ja, geh den Roboter holen und nerv mich nicht. Und du hast wirklich gemerkt, er hatte einen höheren Rang und alles andere hat sie jetzt nicht gesagt. Dann schaut er mich an, wo ist er denn? Dann gehst du ihn holen und hast ihn installiert. As easy as that. So einfach könnte es sein. Ja, ich habe angefangen, hör auf heulen, hier ist die Ballone, geh.
- 1:37:01Aber es ist gut, dass du dafür einsteigst. Und das kannst du nicht so gut im Alltag. Nein, irgendwie nicht. Also, vielleicht auch, weil ich wirklich gewusst habe, ich bin bei diesem Job gut. Ich habe mega gute Skills.
- 1:37:14Und ich weiss nicht, du musst dort ganz anders miteinander kommunizieren. Und im echten Leben hast du ganz andere Beziehungen zu Leuten. Und ja, bin ich dann nicht so schlagfertig, weil ich möchte ja die Leute nicht verlieren. Das muss ich noch lernen. Okay, verstehe. Ich habe noch zwei Fragen. Welches Wort beschreibt dein Leben aktuell am besten?
- 1:37:43Achterbahn. Achterbahn? Ja, ich würde sagen. Why that?
- 1:37:52Hast du als Operationstechnikerin angefangen? Hast du gedacht, du bist dein Leben lang in diesem Business? Wirst du irgendwie krank? Machst du Social Media? Wirst du über Nacht Influencer? Hast du absolut keine Ahnung, was du machst? Bist du in einem Job, den du auch nicht gelernt hast? Ähm... Machst du einen Podcast, obwohl du noch nie einen Podcast gemacht hast?
- 1:38:15Du redest mit Menschen, die du vor zwei Wochen noch nicht gekannt hast. Ich mache so viel, dass ich keine Ahnung habe, was ich mache, aber ich mache es einfach. Ja, cool. Und das ist so ein bisschen die Achterbahn. Spannend.
- 1:38:32Es gibt ja mega coole Achterbahnen. Ja, ja, sehr. Ich bin Freizeitpark-Junkie. Voll gut. Ich liebe es. Vor dem Ruppenpark. Let's go. Porta Ventura in Spanien musst du mal gehen. Ferrari-Bahn. Ferrari-Bahn. Ja, 180 kmh von Lowe. Herrlich. 180 und dann gehst du einfach rauf und wieder runter. Achterbahn, okay. Dann zu meiner letzten Frage.
- 1:38:57Ich habe mit 30 Stimmen einen Freizeitpark gefeiert, by the way. Deinen 30. in welchem? In PortAventura. Wirklich? Wie geil. Mit 30 Stimmen sind wir mit Kostümen im Freizeitpark. Was hast du mit Kostümen gehabt? Von Winnie Puh, der Esel. Ah ja, ja, voll. Herzlich. So gut.
- 1:39:20Nochmals zu meiner letzten Frage. Ja, Entschuldigung. Nein, nein, ist gut. Der Portrait heisst Momentum. Was heisst Momentum für dich?
- 1:39:33Momentum ist für mich wenn das Leben einfach als Paket einpackst und wenn du an deinem Todesbett bist und das auspackst, dass es eigentlich die grösste Überraschung ist, die du kannst haben, weil dein Leben so ein Momentum war, dass du sagen kannst, okay, danke für das Geschenk Megaschön
- 1:40:05Und du bist es jetzt am Kreieren. Yes. Megaschön. Dominik, Tome, Niki. Es ist mir eine riesen Ehre, dass du da gesessen bist mit mir. 1,75 Stunden über dich gesprochen hast, über dich erzählt hast, über deine Erfahrungen, über deine Ups und Downs, über schöne wie aber auch traurige Momente in deinem Leben. Und dass du das alles so offenherzig geteilt hast. Also ein ganz, ganz grosses Dankeschön.
- 1:40:34Ich glaube, Zeit ist unser wichtigstes Gut, das wir haben. Und dass jemand das mit mir teilt, um in diesem Podcast zu sitzen, schätze ich unglaublich fest. Ich möchte aber hier noch nicht ganz abbrechen, und zwar, die Kamera ist dir. Wenn du jetzt etwas möchtest, gegen rauszutragen für deine Community, für meine Community, für Leute, die das jetzt bis hierhin geschaut haben, ist jetzt der Zeitpunkt dafür.
- 1:40:57Was möchte ich noch sagen? Ich möchte unbedingt sagen, dass wir alle zusammen einfach ein bisschen mehr lieben sollen. Ich finde, es gibt so viel Trauriges auf dieser Welt, es gibt so viel Leid, es gibt so viel Streit. Und ich glaube, wir müssen mehr unseren Fokus auf Liebe setzen, weil ich finde, Liebe gewinnt. Dürtenang umarmen, Dürtenang schätzen, Dürtenang sagen, wie wertvoll es ist, dass man sich findet. Steht am Morgen auf, lacht, liebt und sieht diese Welt einfach als riesen Geschenk.
- 1:41:26und packt es in eure Gedanken und verankert es, weil es zu schön ist, einfach traurig zu sein. Es ist zu schön, um traurig zu sein. Und eigentlich passt es sehr gut zu dem Buch, das da hinten ist, und zwar «Heute ist mein bester Tag». Es ist ein Buch, das ich als kleiner Knopf gelesen habe von meinem Vater. Mega, mega schön. Wenn du es nachher ein paar Tage lesen musst, ist es richtig toll.
- 1:41:54Auf jeden Fall nochmal ein ganz grosses Dankeschön, dass du da warst. Und weiterhin auf deinem Weg. Toi, toi, toi. Alles, alles Gute. Vor allem viel Gesundheit. Und wenn ich dir etwas auf den Weg mitgeben darf, ist, um die Zeit, die uns bleibt, so auszukosten und so viele schöne Erinnerungen zu schaffen, dass irgendwann in 100 Jahren, wenn du alt und schrumpelig bist, du kannst zurückschauen und ganz viele tolle
- 1:42:21Emotionen empfinden für die Sachen, die du erlebt hast. Das Momentum haben. Genau, richtig, das Momentum haben. An dieser Stelle auch danke dir. Danke, dass du wieder eingeschaltet hast bei Momentum, deinem Podcast, der inspirierende Menschen, inspirierende Geschichten erzählt. Du kennst, wie das Game funktioniert, aber ich gerne, sehr gerne erkläre es dir nochmal. Und zwar, bevor du den Kommentar gerade schreibst.
- 1:42:42und zeigst, wie dir der Podcast gefallen hat, hat es so einen Knopf, der heisst Abonnieren. Wenn du dort drückst, verpasst du nichts mehr, was auf diesem Kanal passiert. Nebenan, ganz wichtig, hat es eine kleine Glocke. Diese kleine Glocke drücke ich am besten jetzt gerade, verpasse es nicht, weil dann bekommst du sogar eine Benachrichtigung, wenn so ein toller Podcast wie der von Niki, von Dominik, aufgeschaltet wird. Darum erledige das ganz schnell, bevor du einen Kommentar schreibst. Alles Gute und bis zum nächsten Mal. Dein Kevin Kellermazza.