Latest / Gunther Fehlinger Podcast / Andreas Grassl - vom Geographie-Nerd zum Weltpolitik-Erklärer mit Gunther Fehlinger
Transcript
- 0:00Hier ist die Günther Vellinger Podcast ich bin sehr froh, dass
- 0:02ich heute einen besonderen Gast, einen wirklich sehr besonderen
- 0:05Gast und einen Star der Szene in Wirklichkeit heute bei mir habe.
- 0:08Als Gast. Andreas Grassel, World Politics,
- 0:11Du bist ein Weltenerklärer geworden hier für das junge
- 0:15Publikum im deutschsprachigen Raum.
- 0:16Du bist ein ungeheuer mutiger Mann, der kein Risiko scheut, in
- 0:20allen Ländern der Welt unterwegs ist und heute hier in Wien
- 0:24Andreas, kannst Du dir kurz vorstellen und auch deine Kanäle
- 0:26erklären und deine Motivation das.
- 0:28Ist vielleicht der mutigste Moment im Günther.
- 0:30In einem Podcast zu sitzen. Nein, werden wir sehen.
- 0:36Nein, wir kennen einander natürlich schon länger, wir sind
- 0:39ja aufenthaltlich beide in Wien, ich auch schon, eigentlich fast
- 0:42mein ganzes Leben. Und wie ist es dazu gekommen?
- 0:46Frage bekomme ich öfter gestellt, ich glaube, dass ich
- 0:47sie noch nie zur Genüge beantwortet habe, deswegen die
- 0:51lange Geschichte ist. Ich bin ein sehr früh
- 0:53politisierter Mensch, ein früh geographisierter Mensch, meine
- 0:56Eltern haben. Eine Weltkarte, aufgehängt auf
- 0:58einem Pult zwischen Küche und Esszimmer.
- 1:01Und das war genau in Augenhöhe und ich konnte noch nicht lesen,
- 1:04aber ich habe es irgendwie geschafft, die Hauptstädte der
- 1:06Welt auswendig zu lernen, mit 3. Mit 3.
- 1:09Mit 3 Jahren. Und das ist wirklich
- 1:11erstaunlich. Ja, dann bin ich natürlich
- 1:12überall meine meine Großeltern hatten ein Wirtshaus und.
- 1:16Meine Mutter hat den Sparverein gemacht.
- 1:17Damals gab es noch solche Dinge. Ich weiß gar nicht, ob die
- 1:19jungen Zuschauer noch wissen, was ein Sparverein ist.
- 1:21Da kommen alle am Freitagabend und neben Bier trinken und und
- 1:24Schnitzel Essen zahlt man dann ein bisschen ein paar Schilling
- 1:27ein. Waren es damals noch und ich bin
- 1:29dann immer neben meiner Mutter gesessen und weil ich wohl
- 1:32witzig war und weil ich immer viel gewusst habe und weil ich
- 1:34dann immer versucht habe, die Älteren herauszufordern und
- 1:37ihnen fragen zu stellen, die sie nicht beantworten können, habe
- 1:39ich dann immer 20 Schilling abgestaubt oder so.
- 1:41Das waren so die. Grundstoffröste.
- 1:44Dann, irgendwie war die Geographie in die Geschichte, in
- 1:46die Politik. Mit 11 Jahren habe ich mir zum
- 1:48Geburtstag ein Profil Abo gewünscht, das war damals auch
- 1:50noch ein bisschen dicker als heute mit 11 Jahren.
- 1:52Jetzt bin ich kurz davor, die als Wohn da kennt zu.
- 1:54Ja, das werden wir sehen. Ich meine also, was am Ende
- 1:58rauskommt, aber es hat auf jeden Fall sehr früh begonnen und
- 2:02darüber hinaus hat mich immer der Sport beschäftigt und ich
- 2:05bin dann eigentlich über mein Journalismus Studium.
- 2:08Zunächst in den Sport gegangen, hab mich aber nie komplett von
- 2:11der Politik abbringen lassen. Das hat mich immer zu sehr
- 2:13fasziniert und dann im Zuge der ersten Kriegswochen in der
- 2:17Ukraine 2022 hab ich noch auf meinem privaten Instagram
- 2:21Channel damals begonnen so kleine Zusammenfassungen zu
- 2:24machen, alle 3 Stunden und dann dachte ich mir, ist ein bisschen
- 2:27verschenkte liebesmühe, weil eigentlich ich, ich nehme mir
- 2:30sowieso so viel Zeit. Warum mache ich es nicht in
- 2:32einem größeren Publikum zugänglich?
- 2:34Und das war der Krönungsgedanke von einem Channel, der damals
- 2:36noch World Politics Daily hieß? Ich habe ihn auf den meisten
- 2:39Kanälen mittlerweile umbenannt in meinen echten Namen, weil ich
- 2:41mir dachte, das passt irgendwie besser genau, und dann kam das
- 2:45erste virale Video und dann seitdem habe ich nicht mehr
- 2:47zurückgeblickt. Ein wirklich erstaunlicher
- 2:50Moment. Wieviel Follow hast du jetzt
- 2:51schon auf den verschiedenen Kanälen?
- 2:5371000 auf tik tok auf meinem Tik tok Zweitkanal, glaube ich 48000
- 2:59auf Instagram 114000 also ein. 114000 auf Instagram.
- 3:03Das haben ja eigentlich nur mal Top Politiker und Stars.
- 3:07Ja, also ich glaube, in Österreich schlägt mich
- 3:09Sebastian Kurz und dann glaube ich eher lang keiner mehr
- 3:12irgendwas mit Politik zu tun hat ja.
- 3:14Okay, na wirklich? Also eine große Ehre, dass du
- 3:16heute da bist. In der Form, erzähl uns ein
- 3:18bisschen noch von deinem, du bist Journalist, du verstehst
- 3:20dich als Journalist. Würd ich nicht.
- 3:23Also ich ich wehr mich gegen die Fremdzuschreibung definitiv
- 3:25nicht, weil ich auch Journalismus studiert hab und
- 3:28ich weiß, was wohl inhaltlich journalistisch ist und was nicht
- 3:31und wo die Grenzen liegen, aber auf der einen Seite aus
- 3:35opportunistischen Gründen sag ich immer, ich bin meinetwegen
- 3:38Analyst oder ich bin Content Creator, weil da musst du das
- 3:41Laster des Begriffs Journalist nicht mittragen, weil
- 3:43Journalisten sind ungefähr so beliebt wie Politiker, also gar
- 3:47nicht. Mein Vater war Journalist seines
- 3:49Lebens. Ja, also.
- 3:50Es war damals wahrscheinlich noch angesehen als heute.
- 3:53Und was, was definitiv zum Nachteil des großen Ganzen in
- 3:56unserer Gesellschaft ist. Aber ich versuch den Begriff
- 3:59auch zu vermeiden, auch deswegen, weil ich der Meinung
- 4:00bin, ein Journalismus sehr hohen Ansprüchen genügen, und ich weiß
- 4:04nicht, ob ich das immer tue, ich mach das, was mich interessiert,
- 4:07und ich sprech darüber, was mich gerade so am am Tag, wo es
- 4:10passiert, dann ergreift, ob das jetzt mit tiefer Recherche zu
- 4:14tun hat, ob. Ob ich tatsächlich so
- 4:17investigativ bin, wie ich es von einem Journalisten auch
- 4:19verlangen würde? Ich denke dann häufig nicht und
- 4:21deswegen vermeide ich auch den Begriff, um alle die, die dieses
- 4:24Label verdienen, auch zu schützen und dass sie sich nicht
- 4:27dafür wehren müssen, was ich mache, weil vielleicht steht es
- 4:30mir auch gar nicht zu. Du bist da sehr bescheiden und
- 4:33sehr korrekt. Herzlichen Dank, Andreas, Das
- 4:34ist gut, aber grundsätzlich als Journalist.
- 4:36Du hast gearbeitet als Journalist im Sportbereich.
- 4:39Ja, wobei ich immer der Meinung bin.
- 4:40Im Sport ist man viel eher Unterhalter denn Journalist.
- 4:44Also ich kommentiere Fußballspiele.
- 4:45Nach wie vor, habe das jetzt für gute 5 Jahre ich.
- 4:48Habe gerade gewonnen, weißt du? Nein, für den ORF oder für
- 4:51Servus TV mache ich nichts mehr. Ich, ich war früher bei Sky und
- 4:54jetzt bin ich bei Kanal plus, mache dort Champions League und
- 4:57Europa League. Und das ist richtig.
- 4:58Mittwoch und Europa ist Deutlichkeit.
- 4:59Genau, ja und wird auch ganz in Ordnung bezahlt deswegen.
- 5:03Deswegen mache ich es weiterhin und selbst wenn es irgendwann
- 5:06die monetäre Notwendigkeit nicht mehr gäbe, mache ich es gern,
- 5:08weil es einfach Spaß macht. Ja, und es ist.
- 5:11Auf der einen Seite erfüllend, weil Leute kommen zusammen.
- 5:14Es ist an einem Mittwoch oder Donnerstagabend immer so ein
- 5:17gewisses Feeling in dem Studio, oder wenn du mal im Stadion
- 5:19bist, das ist durch nichts zu ersetzen.
- 5:22Also für mich der Adrenalin Adrenalin Rush, der bei Fußball
- 5:26oder bei Kampfsport oder bei anderen Events herrscht, das ist
- 5:30unvergleichbar. Zum selben Zeitpunkt muss ich
- 5:32sagen, es ist dann halt doch inhaltlich nicht so wichtig,
- 5:35also wer da gewinnt oder verliert, das freut uns für den
- 5:37Tag, dann haben wir es wieder vergessen.
- 5:40Und es verändert den Gang der Menschheitsgeschichte nicht und
- 5:43deswegen die Politik, um das irgendwie auf.
- 5:45Zu Politik und Fußball es haben eng vereint.
- 5:47Jetzt war Österreich Bosnien, der war unsere Außenministerin,
- 5:50sehr enthusiastisch in Ihrer das Selbstdarstellung hast du das
- 5:53gesehen, das Spiel, oder? Ja, natürlich.
- 5:55Also wie könnte ich anders, ich wäre tatsächlich gerne im
- 5:58Stadion gewesen, zurückblickend betrachtet, ich war es nicht,
- 6:00aber. Ja, natürlich, ich.
- 6:03Ich hab geflucht vorm Fernseher und und hab mich dann gefreut,
- 6:06als es vorbei war, reden wir über den Inhalt dieses Spiels,
- 6:08bitte nicht, weil es war wirklich schrecklich zum
- 6:10Anschauen, aber wenn es am Ende für die WM Teilnahme reicht, zum
- 6:13ersten Mal seit 1998 und da war ich noch viel zu jung um das
- 6:15mitzubekommen. Dann freut es mich natürlich.
- 6:18Ich vermute fast, dass du nach Amerika fahren wirst.
- 6:22Es gibt die eine oder andere Möglichkeit, das zu tun, und wir
- 6:24reden noch über die Rahmenumstände, aber vielleicht
- 6:26wird es sogar eine größere Sache.
- 6:28Da kannst du ja durchaus sportkommentar und.
- 6:30Genau das ist die Idee. Da ist genügend zu tun, auch
- 6:32politisch. Dann für deinen Kanal absolut
- 6:35ja. Also du bist einer der
- 6:37bekanntesten, der quasi jetzt weltenerklärer worden ist im
- 6:41Hugo Portisch als Vorbild. Das ist Hugoportisch Paulentweih
- 6:48natürlich in in. In Deutschland gibt es einen
- 6:52älteren, ich glaub mittlerweile Verstorbenen, in dessen Namen
- 6:55mir jetzt gerade entfallen ist. Mit dem werde ich häufiger
- 6:57verglichen, hat hat den Doppelnachnamen jetzt
- 6:59nachschauen. Schollatur.
- 7:01Genau, genau der. Hilft so ein bisschen, dass ich
- 7:04schon bisschen älter bin? Ja, genau, 57.
- 7:06Ich habe jetzt auf deine Kollegen.
- 7:07Der der große Weltenerklärer und Autor, der alle diese Dinge
- 7:11kommentiert, hat über Jahrzehnte im deutschen Fernsehen.
- 7:14Ja, aber wenn man auf mich irgendwann einmal so blicken
- 7:16wird wie auf diese Herren, die du genannt hast, dann wäre ich
- 7:18schon überglücklich. Also das sind große Vorbilder.
- 7:21Bist du im Fernsehen, spritzt du auf, bist du ein gefragter
- 7:24Kommentator im ORF oder darf da nur der Kollege aus Innsbruck
- 7:29kommentieren? Ja, natürlich.
- 7:30Habe ich nicht dieselben akademischen Hintergründe?
- 7:33Also ich habe auf der einen Seite Journalismus studiert, auf
- 7:36der anderen Seite sozusagen Unternehmensführung, also es
- 7:40hieß zwar anders, aber es ist inhaltlich Unternehmensführung
- 7:42gewesen und deswegen legitimiert mich wahrscheinlich im
- 7:47klassischen medialen Sinne noch nicht genug, um irgendwo in der
- 7:50ZIP 2 aufzutreten, aber es kommen immer wieder Anfragen,
- 7:52vor allem aus dem Privatfernsehen in
- 7:53Österreichern. Vielleicht wird das zukünftig
- 7:56ein zweites Standbein. Den ORF da reinzukommen, das ist
- 7:59durchaus nicht so leicht. Ich habe mich ja während der
- 8:00Nato Kampagne bemüht, aber wenn man da nicht mindestens
- 8:04Universitätsprofessor ist oder genau das sagt, was die hören
- 8:06wollen, findet man da nicht vielleicht diesen Zugang?
- 8:10Das stimmt, man muss hartnäckig bleiben, das hilft.
- 8:12Nichts, aber du bist jetzt wirklich berühmt geworden und
- 8:14nur auf diesen Lebensmoment zurückzukommen.
- 8:17Also da ist der Krieg jetzt der Angriffskrieg, der 24 Februar
- 8:222022 hat schon eine große Rolle für die gespielt und deine.
- 8:25Leben verändert durch diese. Eine sehr große Rolle und ich
- 8:28muss auch sagen, das, was in Folge passiert ist, hat mich
- 8:30politisch definitiv verändert. Also es ist ja interessant, weil
- 8:34die Frage natürlich auch ständig kommt, man will immer wissen,
- 8:37was denkt der eigentlich, weil ich versuche ja möglichst die
- 8:40die Meinung aus den Videos draußen zu lassen, in
- 8:42Livestreams kann man mich dann nach meiner Meinung fragen und
- 8:44die sage ich dann auch gern. Aber ich find es, es versteht
- 8:47sich und das ist vielleicht an die journalistische Note auch
- 8:49immer zu sagen. Ich, ich trenne Meinung von
- 8:52Informationen, weil sie es so geziemt oder weil das die
- 8:55journalistisch richtige Handlungsweise ist.
- 8:58Aber der Hintergrund? Ist wirklich sehr auffällig.
- 9:00Also bei dir, du sagst es sehr objektiv alle diese Dinge
- 9:03wirklich faktenorientiert. Ja bei mir zum Beispiel kommt
- 9:05ständig immer meine Meinung durch.
- 9:07Aber du bist doch stärker Aktivist als du Journalist bist.
- 9:11Deswegen ist es wirklich individuell richtig und für mich
- 9:13ist es individuell richtig, für das, was wir sind.
- 9:16Aber in meinem Fall ist es so, ich bin ja natürlich irgendwann
- 9:20durch das politisch sein nicht immer nur Beobachter gewesen,
- 9:22sondern ich hab mir ja irgendwann mal auch gedacht, was
- 9:24ist richtig und was ist falsch und.
- 9:27So wie ich politisiert wurde in der Zeit, und das passiert ja
- 9:30wirklich in den kleinen Dingen des Lebens, wo man, das, glaube
- 9:32ich, ganz stark merkt, wir sind eigentlich so, ich und meine
- 9:37Freunde, ich bin 1995 geboren, wir sind im Kindergarten,
- 9:41Volksschule, Unterstufe, eigentlich hauptsächlich von
- 9:44Leuten erzogen worden, die sind so die ersten Nachkommen der 68
- 9:48er Generation, und die haben sehr viele von diesen.
- 9:50Doch sehr liberalen Werten in uns sehr früh hineingepresst und
- 9:54ich finde das toll. Also ich glaube, es gibt heute
- 9:57fast niemanden in unserer Gesellschaft, der sagt, Wir
- 9:59sollten Leute auf Basis ihrer Hautfarbe diskriminieren und
- 10:03dass wir das geschafft haben, dass es bei 95% der Bevölkerung,
- 10:06so schätze ich jetzt mal, ankommt, ist super, nur dann
- 10:09irgendwann in den späteren Zehner Jahren, als diese
- 10:13Liberalität sich versucht hat, immer weiter zu übertreffen, und
- 10:16du studierst Journalismus und die Menschen sind meistens
- 10:18sellings eingestellt, die das tun.
- 10:20Findest du irgendwo deine eigene Grenze und da denkst du dann
- 10:23eigentlich, ich weiß nicht, ob ich jetzt mit dritten Wellen
- 10:26Feminismus absolut übereinstimme und ich weiß nicht, ob sämtliche
- 10:32Dinge, die so in der Ära Obama dann an die Öffentlichkeit
- 10:34gespült wurden, ob das mein Begriff von Liberalität ist.
- 10:38Und dann bin ich zum ersten Mal so zur Wahrnehmung gekommen,
- 10:40vielleicht bin ich eigentlich konservativer, aber vielleicht
- 10:42bin ich auch nicht so arrogant zu sagen, dass das, wie ich die
- 10:45Welt sehe, die Maxime für alle anderen sein sollte, also.
- 10:48Also vielleicht können andere Leute auch einfach etwas anders
- 10:51sein als ich und es ist trotzdem okay und das war meine erste
- 10:53Wahrnehmung, dass ich vielleicht eigentlich inhaltlich libertärer
- 10:56bin, weil ich auch immer ich war, sehr marktliberal ich bin
- 10:59prinzipiell eigentlich gegensteuern, obgleich ich
- 11:00verstehe, dass wir welche brauchen und und so hat sich so
- 11:04ein bisschen mein politisches Verständnis definiert, ohne dass
- 11:07ich das jetzt immer in den Vordergrund stellen muss, aber
- 11:09damit, dass die Leute auch mal verstehen, woher.
- 11:11In der Richtung Liberale Weltordnung und
- 11:14wirtschaftspolitisch eher libertär.
- 11:17So ist es und in dem Sinn habe ich mir dann auch irgendwann mal
- 11:21die Frage gestellt, wie sehe ich die internationale
- 11:23Staatenordnung und bin zur Antwort gekommen, ich sehe die
- 11:26eher realistisch und du stoßt dann auf Personen wie John
- 11:30Mirscheimer und so weiter die hatten halt relativ schnell eine
- 11:33Erklärung für Ukraine und Russland, bei der ich dann auch
- 11:36ins Zweifeln gekommen bin, ob ich die Teile und so hat mich
- 11:38der Konflikt dann definitiv in meiner Betrachtungsweise der
- 11:41internationalen Politik verändert.
- 11:43Ich bin nach wie vor der Meinung, dass Staaten als als
- 11:46eigentlich die höchste Entität der internationalen Ordnung
- 11:49sind. Also die UN gibt es, aber die
- 11:51ist maximal ein ein regelndes Gremium, aber definitiv kein
- 11:55Gremium, dass das internationales Recht oder
- 11:57internationale Ordnung sprechen kann, es verlangt noch immer das
- 12:00Übereinkommen der Staaten und die Staaten stehen in einer
- 12:03anarchistischen Ordnung zueinander, das heißt
- 12:05Selbsthilfe und Recht des Stärkeren am Ende des Tages und
- 12:08und in dem Kontext internationale Konflikte zu
- 12:11verstehen gibt dir glaube ich ein relativ.
- 12:14Authentisches Frame, in dem du das verstehen kannst, wo ich
- 12:18dann zum Beispiel mir scheinbar nicht mehr recht geben würde,
- 12:20ist der Umstand, dass Staaten immer zu ihrem eigenen Vorteil
- 12:23handeln oder ihre eigenen Interessen verfolgen, weil das
- 12:26ignoriert die einzelnen politischen Akteure.
- 12:28Wenn ein Staat tatsächlich demokratisch unkorrupt ist, dann
- 12:31mag das in einem Laborzustand der Fall sein, aber wenn der
- 12:35Staat. Autoritär ist, wenn du da eine
- 12:38eine Clique hast, die weitestgehend entkoppelt von
- 12:40ihrer Bevölkerung lebt, dann mag das sein, dass der Staat
- 12:43eigentlich nur Vehikel für die Einzelinteressen eines
- 12:46Herrschers ist. Und dann geht dieses mir
- 12:49scheinbarische Framing nicht mehr zusammen mit der Realität.
- 12:52Und da ist so, da bin ich ungefähr zu verorten, so sehe
- 12:56ich Konflikte, und so versuche ich sie dann zu analysieren.
- 12:59Du hast Mershammer erwähnt, der ja sehr kritisch ist gegenüber
- 13:03der Nato Erweiterung. Jetzt müssen wir natürlich die
- 13:05Frage stellen, Wer ist dein großes Vorbild in diesen großen
- 13:09Philosophen des Staatenwesens Kissinger Preschinski
- 13:14Mershammer, die großen Amerikaner.
- 13:17Ja, nein, ich bin immer schwer mit Vorbildern.
- 13:21Ich hab damit generell aufgehört, hat andere Gründe,
- 13:23weil ich mir immer denke, ich kann als erwachsener Mensch
- 13:25keinen anderen erwachsenen Menschen anhimmeln, aber.
- 13:29In dem Sinn, wenn du mich fragst, wer da vielleicht am
- 13:33ehesten recht hat, ich, ich würde meinen, dass sehr viel,
- 13:38was wir aus dem 20 Jahrhundert irgendwie mitziehen, fürs 21
- 13:42Jahr nicht mehr anzuwenden ist. Vielleicht braucht es jemanden
- 13:44neuen, will ich damit sagen. Vielleicht.
- 13:46Andreas Grassel können wir das erste Buch erwarten.
- 13:50Oh, das ist im Gespräch. Denk ich mal.
- 13:52Es ist jetzt an der Zeit. Ich war jetzt auf dem Buch Wien,
- 13:54das waren Hunderte von Verlage, die alle interessante Autoren
- 13:58suchen und. Du hast die Reichweite, die
- 14:00Bekanntheit und die Popularität. Da jetzt in deinen Kanälen.
- 14:06Wir hoffen auf das Buch. Könnte man machen.
- 14:09Ja, und die wollen natürlich Bücher verkaufen und ich glaube,
- 14:11ich kann qua meiner Öffentlichkeit Bücher verkaufen,
- 14:14aber ich will natürlich auch, ich will es nicht von
- 14:17irgendjemandem im Ghostwriter zum Verfassen lassen und da
- 14:20meinen Namen drauf schreiben, sondern es soll wirklich.
- 14:22Meine Handschrift tragen, wenn ich das mache, und es wird
- 14:25kommen. 2026 große Erwartungen und große Pläne.
- 14:29Hoffen wir es ja. Reden wir ein bisschen über die
- 14:31Europäische Union, wie du zur Europäischen Union stehst, weil
- 14:34du sagst, Wettbewerb der Staaten, das ist die Realität,
- 14:36da muss man realistisch sein, bist du Europa föderaler oder
- 14:40bist du Europa der Patrioten, der Nationen?
- 14:45Wie stehst du zur EU? Weil da kommt relativ wenig EU
- 14:47Inhalt auf deinen Kanälen eigentlich du bist spezialisiert
- 14:50jetzt auf die Krisen der Welt und darüber werden wir gleich
- 14:52reden, aber mal kurz über die EU, wann warst du zum letzten
- 14:55Mal in Brüssel? Letzte Woche.
- 15:00Was hast du dort gemacht? Ich war auf Einladung des
- 15:02Europäischen Parlaments dort. Das war das Video mit der
- 15:05Roberta Mezzona. Unter anderem ich habe noch sehr
- 15:07viele, die liegen noch in der Pipeline, habe mit 5
- 15:09verschiedenen ME PS gesprochen, von von Brandstätter bis MC
- 15:13Galist de Marsi, also sehr unterschiedliche Prägungen und
- 15:17ich ich bin zum EU Föderalisten geworden, also ich war immer
- 15:21jemand der der Meinung war vielleicht das.
- 15:27Dass die Europäische Union die falschen Dinge macht und
- 15:29deswegen auch ein bisschen die Legitimität, die sie eigentlich
- 15:31seitens ihrer Bevölkerung bräuchte, nicht bekommt, weil
- 15:35man Europäische Union mit Überreglementierung und mit mit
- 15:39ausrangierten Politikern in einem weit entfernten Land
- 15:42verbindet, aber nicht mit den Dingen, die uns, die uns alle
- 15:45angehen. Und ich dachte mir dann,
- 15:48vielleicht lege mal diese leicht pubertäre Anti Haltung, die ich
- 15:51da hatte, aufgrund der Umstände, die auch immer wieder
- 15:53legitimerweise kritisiert werden, leg die ab und überleg
- 15:56dir, wie kann man das zu was Besserem reformieren und was für
- 15:59mich übrig geblieben ist ist das wäre eine Art.
- 16:04Nennen wir es pragmatische Europäische Union.
- 16:07Brauchen, die Argumentieren können, warum sie für jeden
- 16:09Unionsbürger eigentlich das Beste ist.
- 16:12Wir müssen uns nicht einig werden über kulturelle
- 16:14Differenzen zwischen Bulgarien und uns Schweden.
- 16:18Wir müssen uns auch nicht einig werden über unseren liberalen
- 16:22Lebensbegriff, den wohl die nördlichen Staaten eher prägen
- 16:25als so manche in der östlichen Peripherie, aber wo wir uns
- 16:29einig sein können, ist, dass das Zusammenarbeiten besser ist als
- 16:32das. Einzeln 27, mal wurschteln und
- 16:36die Frage ist dann, wie gehen wir mit mit Ausbrüchen aus dem
- 16:38System um und ich glaube die Einstimmigkeit muss fallen.
- 16:42Ich glaube, das Parlament muss zu Ungunsten des Rates gestärkt
- 16:45werden, ich glaube, wir brauchen vergemeinschaftete Dinge wie
- 16:49auch die Landesverteidigung und es ist fast ein Glücksfall oder
- 16:54es ist ein historischer interessanter Umstand, dass ein.
- 17:00Eine Wahrheit, die sich über die Menschheitsgeschichte immer
- 17:02wieder gezeigt hat, nämlich dass äußere Druck zu innerer Kohäsion
- 17:05führt, es dazu gebracht hat, dass Wladimir Putin vielleicht
- 17:08der Faktor sein kann, der die Europäische Union vielleicht
- 17:12hoffentlich in einen neuen Vertrag bringt.
- 17:14Denn wir haben seit Lissabon keine mehr, das ist eigentlich
- 17:16die längste Durststrecke an Verträgen, die wir in der
- 17:19Geschichte der Europäischen Union hatten, es hat seit 2009
- 17:22keine mehr gegeben, und das ist länger als je zuvor, und wir
- 17:26brauchen. So denke ich.
- 17:28Eine Vertiefung der europäischen Kooperation in den Dingen, wo
- 17:31sie, wo sie Sinn machen und vor allem eben in den großen Fragen,
- 17:35weil ich zitiere immer gerne Anthony Blinkin an der Stelle,
- 17:37der hat mal gesagt, who's not that the table is on the man
- 17:41you, und wenn die vermeintlich 3 großen, die USA, die Chinesen
- 17:46und die Russen speisen, dann will ich nicht am Teller liegen,
- 17:49dann wäre ich gern der Vierte am Tisch, der selbst mitbestimmt,
- 17:53was hier geordert wird und. Und ich denke, dass all die, die
- 17:58aus womöglich legitimen oder womöglich einfach uninformierten
- 18:02gründen Europa zerteilen wollen, in souveräne Staaten, dass die
- 18:07einen sehr großen Irrtum auffliegen, weil sie es wissen,
- 18:11weil sie es nicht wissen oder weil sie auf Geheiß äußere
- 18:13Akteure, die Europäische Union von ihnen zerstören wollen.
- 18:16Das ist natürlich das Negativste, ganz egal aus
- 18:19welchen Gründen allerdings, wir müssen schauen, wie wir mit
- 18:21diesen Politikern umgehen. Ungefähr 10 Kilometer vom
- 18:24Europaparlament, wo du Roberta Metzola getroffen hast.
- 18:27Die Präsidentin gibt es eine andere europäische Institution,
- 18:30die sehr wichtig ist, mit 4 Buchstaben und genau weil ich
- 18:34dich kurz fragen darf, wie du generell zur Nato stehst.
- 18:37Und dann können wir vielleicht die Erweiterung.
- 18:41Also mein grundlegendes Problem bei der Nato ist vielleicht
- 18:45auch. Auch ein Veränderliches.
- 18:49Ich war früher für die österreichische Neutralität sehr
- 18:52dankbar und habe dann verstanden, dass es eigentlich
- 18:54ein historischer Irrläufer ist. Gleichermaßen wie der Umstand,
- 18:59dass dich natürlich die Neutralität nicht schützt.
- 19:02Also Belgien kann ein Lied davon singen, dass ihm die Neutralität
- 19:07im Falle des Zweiten Weltkriegs gar nichts genutzt hat, und die
- 19:10deutschen waren der Meinung, wir.
- 19:11Wir umschiffen die Maginol Linie von Norden und dann war das
- 19:15neutrale, neutrale Belgien dazwischen, und das war ein Pech
- 19:18für sie und sie konnten sich nicht dagegen wehren.
- 19:20Wenn wir nun in Europa praktisch das Loch im Donau bilden,
- 19:25zusammen mit den Schweizern, dann ist das eine Achillesferse
- 19:28in der Sicherheitsarchitektur unseres Kontinents, die wir
- 19:31ändern sollten. Gleichermaßen finde ich, dass
- 19:35Europa als, und ich begreife das noch immer so, und ich bin da
- 19:38unapologetisch als. Als Zentrum der Historie der
- 19:42letzten 50 Jahre mindestens sich nicht fügen sollte einem äußeren
- 19:48Akteur also, dass die Amerikaner eine maßgebende geopolitische
- 19:51Größe auf einem Kontinent sind, der nicht ihr eigener ist, halte
- 19:54ich für einen historischen Irrläufer.
- 19:55Ich hätte gern die Amerikaner genauso wie die Russen aus
- 19:59europäischen Fragen draußen und die Amerikaner sind mir
- 20:02innerhalb der Nato zu stark, gäbe es eine NATO ohne die USA
- 20:06und. Und das würde die Nato natürlich
- 20:08schwächen. Im jetzigen Moment.
- 20:10Aber langfristig wäre es zu einem europäischen Vorteil, und
- 20:13das würde ich befürworten, wir können gerne die Nato nach
- 20:16Australien und nach Neuseeland bringen, ich denke nur, dass
- 20:21aufgrund der Rüstungsausgaben der USA und aufgrund der
- 20:23militärischen Möglichkeiten, die sie haben und aufgrund der
- 20:26Stützpunkte, die sie über der Welt verstreut haben und eben
- 20:29auch in Europa mit Atomwaffen etc.
- 20:31Manifestiert haben, über Jahrzehnte hinweg ist es
- 20:34eigentlich zu einem europäischen Nachteil.
- 20:37Dass die Amerikaner mit uns im selben Boot hängen, das ist der
- 20:39einzige Umstand, den ich an der Nato zu bekritteln.
- 20:42Habe also du hoffst auf stärkere europäische Komponente der Nato
- 20:45und mehr Eigenverantwortung Europas.
- 20:48Also entweder die Nato wie sie ist, ohne die USA im
- 20:51langfristigen. Das muss nicht von heute auf
- 20:52morgen passieren oder eine Art europäische
- 20:55Sicherheitsarchitektur, ein europäisches Sicherheitsbündnis
- 20:57anstelle der Nato vielleicht in in einer Art. 1 + 1 Format wo du
- 21:04sagst wir haben die USA und andere Plus die Europäer als
- 21:08einzelnen Blog und das arbeitet zusammen.
- 21:11Auf meiner Podcast habe ich ja das Logo, diese Crossflaggen
- 21:14zwischen NATO und EU, also die EU als Nato Mitglied.
- 21:18Das ist vielleicht eine Option, die man überlegen kann am Weg
- 21:21zur Staatlichkeit und zur Gleichheit mit den Vereinigten
- 21:23Staaten. Genau so sollte es sein.
- 21:25Auf einer Ebene. Und ich denke auch, dass wir in
- 21:28wir haben ja sehr viel vollbracht in den letzten
- 21:30Jahrzehnten, das ist ja unweigerlich so, einzugestehen
- 21:32sind. Selbst wenn man kein Fan davon
- 21:34ist und 2 Dinge, die wir eben nicht haben und die uns, ich
- 21:39denke auf dieselbe Ebene wie die USA hieven würden, ist
- 21:41einerseits die Kooperation oder die Kooperation, vielleicht die
- 21:45Vereinheitlichung der Landesverteidigung gleichermaßen
- 21:49wie der Kapitalmarkt. Und wenn wir die beiden Dinge
- 21:52hätten, wenn wir Eurobonds ausgeben könnten, wie die
- 21:56Amerikaner Staatsanleihen, wenn wir einen einen Venture
- 21:59Kapitalmarkt hätten wie die Amerikaner.
- 22:02Dann würden uns auch sämtliche Unternehmen und Gründer und
- 22:05Leute, die gute Ideen haben, die wir in Europa definitiv noch
- 22:08immer haben, einfach auch nicht in Silicon Valley abwandern oder
- 22:11mittlerweile nach ausdehnen und. Die beiden Dinge sind, glaube
- 22:15ich, für unsere geopolitische Stellung im 21 Jahrhundert
- 22:20definitiv zu bestreiten. Positiv, wenn es in Europa
- 22:22wieder nach vorne gehen soll. Eurobonds wären ja besonders
- 22:25wichtig, um den Kriegskosten gerecht zu verteilen.
- 22:28Weil aktuell geht ja alles ins Energiesystem rein.
- 22:31Eurobonds wären sicher eine Lösung, damit man der Ukraine
- 22:33stärker helfen kann. Definitiv.
- 22:35Das sind wichtige Fragen. Und zur Nato muss ich gleich
- 22:38noch mal weiterfragen kann ich die große Frage stellen, ob
- 22:41Österreich der Nato beitreten soll?
- 22:45Du kannst. Andreas Kassel, Was ist deine
- 22:49Antwort und meine Hoffnung? Ich bin, ich würde jetzt nicht
- 22:54auf der offenen Straße mit Flaggen dafür paradieren.
- 22:58Aber das. Mache ich.
- 22:59Das machst du. Du machst einen harten Part.
- 23:02Ich denke, dass es Sinn macht. Ich, ich war schockiert und ich
- 23:06musste die Frage, als ich in Brüssel war, auch stellen.
- 23:08Einem Abgeordneten der Epp aus Estland, weil ich vor einem
- 23:14halben Jahr eine Dokumentation gedreht habe über die
- 23:17Österreichische Landesverteidigung und da auch
- 23:19unsere Verteidigungsministerin interviewen durfte, und ich habe
- 23:22dann die Preisfrage gestellt, sozusagen, wenn dieses Szenario
- 23:26von Kalo Masala Eintritt und Russland attackiert Estland.
- 23:31Was würde Österreich tun? Denn wir sind ja quasi EU
- 23:34Vertrag und 42 / 7 auch verpflichtet innerhalb der
- 23:38Europäischen Union Beistand zu leisten und sie meinte dann ja,
- 23:41wir werden garantiert nicht die ersten sein die helfen und es
- 23:45war eine harte Aussage, sowas kann man in einer Dokumentation
- 23:48schon mal bringen und den Leuten sagen, ja was denkt ihr da dazu?
- 23:51Ich habe es auf jeden Fall den estnischen Abgeordneten dann
- 23:53gefragt. Wie haben die reagiert?
- 23:56Also dem ist zunächst einmal der Kopf rot.
- 24:00Rot geworden und dann hat er sich praktisch 5 Minuten lang
- 24:03über über das Desaster, dass Österreich die Stellung hat, die
- 24:09es hat, ausgelassen, weil ich mein du.
- 24:12Musst mir schicken, da bin ich sehr interessant.
- 24:13Aber das haben Sie nicht. Mitgekriegt, das war
- 24:15vertraulich. Also aber Frau.
- 24:18Minister Tanner würde das vielleicht auch gerne sehen
- 24:20wollen. Ja, ja, ja, eigentlich hätte man
- 24:22es ja ja gut. Guter Gedanke.
- 24:25Eigentlich hätte ich den Herrn interviewen sollen und danach
- 24:27noch einmal um dieselbe Antwort bitten sollen, aber er meinte,
- 24:31natürlich gibt es mit Irland ein ähnliches Problem, aber Irland
- 24:34liegt so weit in der westlichen Peripherie, dass es in Bezug auf
- 24:37Russland wahrscheinlich ein geringeres Risiko darstellt als
- 24:40Österreich und in derselben Dokumentation habe ich mit Franz
- 24:44Stephan Gadi gesprochen und der hat ein sehr konkretes
- 24:47Bedrohungsszenario gemalt, wo er meinte, Stell dir vor, das
- 24:51estnische Szenario tritt ein. Und Italien fängt an, Truppen
- 24:55über Österreich ins Baltikum zu verlegen und die Russen
- 24:59attackieren die verlegenden Nato Truppen auf österreichischem
- 25:02Staatsgebiet, weil sie wissen. Die müssen.
- 25:04Natürlich schwach, die können die Verteidigung nicht leisten
- 25:09und du hast plötzlich eigentlich ein Kriegsszenario, ohne
- 25:15wirklich ohne wirkliches Involvement der Österreicher auf
- 25:19österreichischem Staatsgebiet. Automatisch müssten ja die
- 25:22italienischen Airforce, müsst ihr dann den österreichischen
- 25:24Luftraum und ihre Truppen, die durch Österreich verlegen,
- 25:27ebenfalls schützen. Ja, und da, das ist eben das
- 25:31Rezept für ein Desaster und wir könnten das sehr leicht
- 25:33abfedern, indem wir einfach beitreten, weil ich meine Nord
- 25:38Mazedonien schafft das ja auch irgendwie.
- 25:39Also ich denke nicht, dass wir Sklaven unserer eigenen
- 25:43Geschichte sind. Mein Herz hüpft höher.
- 25:45Ja, ich denke nicht, dass wir Sklaven unserer eigenen
- 25:47Geschichte sind und und dass die.
- 25:50Dass die Neutralität, auch wenn sie jetzt schon 70 Jahre währt,
- 25:52auch für weitere 70 Jahre halten muss.
- 25:55Ich bin da sehr schmerzbefreit gegenüber einem Nato beitritt,
- 25:58ich würde das auch durchaus befürworten.
- 26:00Sehr gut. Andreas Kassel für die Nato, das
- 26:02freut mich besonders. Das wird der Clip, der dann auf
- 26:04Social Media kommt. Ich sehe es jetzt.
- 26:05Schon gut, ich glaube, dass wir das alles shared werden in der
- 26:08Form. Ja, wir sind bereit dafür.
- 26:10Naja, sehr gut, dann würde ich mal sagen, sprechen wir mal über
- 26:14deine reisen, du. Du bist ein sehr mutiger Mann.
- 26:17Du bist aber durchaus. Manchmal wirst du auch
- 26:18kritisiert. Du reist zum Beispiel in eher
- 26:22feindliche Länder, du reist nach Russland, wieviel Risiko ist es,
- 26:27nach Russland zu fahren heutzutage, was ist da passiert
- 26:30und ich sage, weil du erst glaube ich 30 bist.
- 26:32Was sagen deine Eltern dazu, wenn du solche Risiken eingehst
- 26:36für deine Podcast und dein Social Media?
- 26:40Wie gefährlich ist es wirklich? Ich, ich bin so liberal erzogen
- 26:44worden, dass meine Eltern, selbst wenn sie anderer Meinung
- 26:47sind, das trotzdem zulassen. Meine Oma macht sich viele
- 26:51Sorgen, aber die macht sich vor allem Sorgen.
- 26:53Die wird auch vom Land nicht mehr nach Wien fahren, weil es
- 26:56in der Kronenzeitung liest, dass es so gefährlich ist.
- 26:58In Wien über künstlichen Favoriten da ist alles in
- 27:00Ordnung. In Russland ist es schon
- 27:03gefährlich, du bist eine öffentliche exposte Person, du
- 27:05hast über 100000 Follower, du bist natürlich jemand, der über
- 27:09alle wichtigen Krisen der Welt spricht, öffentlich, also da ist
- 27:13schon Beobachtung, glaube ich inkludiert, die Dienste schauen
- 27:17genau, weil du eine große Stimme der Jugend bist in Österreich,
- 27:20Deutschland, das verfolgen die wirklich sehr viele Leute und
- 27:23ich glaube da. Verfolgen die ja die Experten
- 27:25der Geheimdienste. Also, wie läuft es?
- 27:28Ab das hätte ich auch so bemerkt, also zumindest beim
- 27:31letzten Mal. Ich muss dazu sagen, ich war
- 27:32viermal, dreimal seit dem Krieg und der Umstand ist ein solcher,
- 27:39dass ich mir immer dachte, ja gut, ich bin ja wohl irgendwo
- 27:44selbst kein selbstdefinierter Journalist, aber ich finde in
- 27:47der medialen Sphäre statt. Das ist definitiv für Russland
- 27:49gewissermaßen interessant. Aber zum selben Zeitpunkt bin
- 27:54ich ja jemand, der nicht so viel Meinung äußert.
- 27:58Ich habe im Livestream sehr viel gesagt, ich habe mich über
- 28:01Badeunfälle von von Ramson Kathiro lustig gemacht, das käme
- 28:05jetzt wahrscheinlich in Großni nicht ganz so gut an, gut, aber.
- 28:07Das machen alle also, das ist sehr geil.
- 28:10Aber die die Geschichte ist halt schon.
- 28:12Ich dachte mir, die könnten natürlich alles Mögliche sagen,
- 28:16Vorwände schaffen, um mich um mich festzunehmen, aber bin.
- 28:21Bin ich wirklich interessant genug?
- 28:23Das waren so die meine ersten 3 reisen würde ich sagen, wo ich
- 28:26mir wo ich mir das dachte und man muss ja im Vorhinein immer
- 28:29Visum beantragen und wenn Sie ein Problem mit mir hätten,
- 28:31könnten Sie mir ja auch einfach keins geben, man muss beim Visum
- 28:34beantragen und das ist mittlerweile in den USA noch
- 28:36freiwillig in China mittlerweile verpflichtet und in Russland
- 28:39auch seine Social Media Kanäle angeben, da lüge ich dann halt
- 28:43immer und. Dann gibst du einfach nicht an.
- 28:45Ja, ich sage, ich verwende nur whatsapp und.
- 28:49Das hat mich vielleicht dann auch für längere Zeit davor
- 28:51bewahrt, nur beim letzten Mal bin ich über Aserbaidschan
- 28:54eingereist. Und da stand dann schon beim
- 28:57Gepäck abgeben in Baku stand jemand vom FSB, der war auch als
- 29:00solche erkennbar, er hat seine Marke getragen und dann meinte
- 29:03die Dame am baggage Drop schaut mal seinen Reisepaß an und dann
- 29:08stand man da 7 Minuten separiert und der schaut sich das an und
- 29:13dann schaue ich auf sein Handy rüber und sehe der hat einen
- 29:15Riesen Steckbrief über mich. Stand.
- 29:17Mac ja. Ja, dann habe ich.
- 29:19Dann habe ich in Russland angerufen und habe angerufen und
- 29:22habe gesagt, wenn ich in St. Petersburg nicht rauskomme aus
- 29:26der aus der Kontrolle, dann ruft mal die österreichische
- 29:28Botschaft an, dann haben sie mich wahrscheinlich alles gut
- 29:33ein paar standardmäßige Fragen, das war's, und dann habe ich
- 29:37eben bemerkt, dass derselbe Mensch immer wieder an selben
- 29:42Orten auftaucht, wir waren das. Bernsteinzimmer?
- 29:46Ja, also es hat sich. Am Flughafen in St.
- 29:48Petersburg. Nein, das hat sich so
- 29:49schleichend entwickelt. Wir wollen einen
- 29:51Katharinenpalast anschauen, wo früher das Bernsteinzimmer drin
- 29:53war und jetzt der Nachbau drin ist.
- 29:54Und wir waren mit einer Reisegruppe von laut der
- 29:57russischen Omis in einem Kleinbus, und vor mir sitzt eine
- 30:001 9035 Jahre alte Kante. Und der will die ganze Zeit mit
- 30:05mir reden. Und mein Russisch ist existent.
- 30:07Aber ich kann ihm keine guten Antworten geben.
- 30:09Ich habe aber sehr wohl verstanden, das Thema wissen mal
- 30:11so wie lange brauchen wir jetzt noch und wo kommst du her und
- 30:13warum schaust du das an ein. Freundlicher Mann.
- 30:15Ein sehr freundlicher Mann und ich habe ihn dann aus der Hüfte
- 30:18fotografiert und dann wenige Tage später sehe ich ihn in
- 30:22denselben Zug einsteigen nach Moskau.
- 30:24Zufälle. Es gibt Zufälle, ja, aber solche
- 30:27eher nicht. Und jetzt habe ich dann mit dem
- 30:30Gedanken gespielt, weil Russland ist ja ein absoluter
- 30:33Überwachungsstaat, aber dann sehr häufig zu inkompetent, um
- 30:36mit diesen Schätzen an Daten auch etwas Sinnvolles zu machen
- 30:40und das Gute daran, die Beamten sind alle korrupt, das heißt, du
- 30:44kannst in berüchtigten Telegramgruppen dann alle
- 30:48möglichen Daten kaufen, weil der Beamte der Meinung ist, er
- 30:51verdient zu wenig und er möchte sich dann auch zusätzliche 200
- 30:54Rubel verdienen, indem er dir die Flugdaten von Flugdaten.
- 30:59Weiß Gott, was Andreht und das Einzige was mir gefehlt hat, war
- 31:02halt der zweite Datenpunkt, weil ich wusste in dem Zug, ich
- 31:05könnte die Passagierdaten von dem Zug kaufen, das wären
- 31:08wahrscheinlich ungefähr um die 8 900 Passagiere an dem an dem
- 31:12betreffenden Tag nur die Reisegruppe mit dem Kleinbus,
- 31:15das war ein kleiner Reiseanbieter, da sind die Daten
- 31:18wahrscheinlich nicht digitalisiert, die finde ich
- 31:19nicht, hätte ich einen zweiten Datenpunkt gehabt, wo ich sicher
- 31:22sein kann, dass der auch drinnen war, dann hätte ich einfach die
- 31:25beiden Datensets abgeglichen und.
- 31:27Man hätte gewusst, wer ist, ob's dann die echte Identität ist
- 31:30oder nicht. Du bist ja schon auf den Spuren
- 31:32von Christo grosseff, der da alle diese.
- 31:34Da der Macht das auch so. Ja, darüber gesprochen hast du
- 31:37einen kennengelernt, der ist ein großer Held und ein richtiges
- 31:39Vorbild, ja ein mutiger Mann, der.
- 31:42Mittlerweile nicht mehr in Wien wohnt, weil es zu gefährlich ist
- 31:44für ihn. Ja, unsere Dienste sollten die
- 31:47guten Schützen. Das wäre die Idee, aber das ist
- 31:50leider kein. Aber die sind auch zu
- 31:52leichtkäuflich. Das ist die tragische Realität.
- 31:55Vielleicht wollen wir kurz drüber sprechen, über Österreich
- 31:58als Spionagekapitel, wenn du das schon ansprichst, ist der Ruf
- 32:02gerechtfertigt aus deiner Sicht, oder?
- 32:04Ich war schockiert, als ich erstmals davon gehört habe.
- 32:07Dass in Österreich Spionage legal ist, solang sie nicht
- 32:09gegen die Republik Österreich. Stattfinden.
- 32:10Genau also das ist eigentlich erstaunliches Rechtskonzept.
- 32:14Sehr interessant was, was sicher auch ein gewisses Kalkül hatte
- 32:18zum Zeitpunkt, wo man es beschlossen hat.
- 32:19Und wenn man den dritten Bezirk geht und man sieht dort die
- 32:22deutsche Botschaft neben der Großbritannischen neben der
- 32:24russischen und die chinesische ist unweit davon entfernt, dann
- 32:28spionieren die einander hundertprozentig und gut vor dem
- 32:31aber. Müsste es hier.
- 32:35Stattfinden. Wir sind neutral, da kann jeder
- 32:37machen, was er will. Was?
- 32:39Ist unser Interesse daran, dass sich die Dienste hier so tummeln
- 32:43und man weiß ja, inwiefern und inwie tief die Spionage läuft,
- 32:48wenn der Iran weiß Gott, wie viele Hunderte inoffizielle
- 32:50Mitarbeiter angemeldet hat in seiner Botschaft, dann kann das
- 32:53nicht von österreichischem Interesse sein und das, das
- 32:56meine ich ändern zu müssen und. Ob ich das kann, ist eine andere
- 32:59Frage, aber man sollte Druck auf die Politik machen.
- 33:01Die Hoffnung war ja, dass unsere neue, engagierte und sehr
- 33:04dynamische und sehr sympathische Außenministerin hier einmal den
- 33:08Besen rausholen und einige von den Kollegen vielleicht in ihre
- 33:12Heimatländer expediert. Aber.
- 33:15Ja, ich glaube, da geht es dann halt auch darum, dass man immer
- 33:17fürchtet, es könnte eine Reaktion geben, speziell der
- 33:20großen Staaten. Und dann macht man das dann eher
- 33:22nicht so. Solange es keinen konkreten
- 33:24Anlassfall gibt. Das ist generell eine Kritik an
- 33:26der Politik von mir, dass Politik immer sehr reaktiv ist
- 33:30und dass man gefühlt immer irgendwo einen Grund braucht,
- 33:34mit dem man der Bevölkerung eine Handlung verkaufen kann.
- 33:37Und bevor es den Grund nicht gibt oder ihn nicht schafft,
- 33:40wird man untätig bleiben. Das soll nicht heißen, dass
- 33:43Politiker alle faul sind, ich hab doch Einblicke, die das
- 33:46Gegenteil beweisen, sehr fleißige Menschen mitunter.
- 33:50Denen aber sehr häufig einfach auch der globale Blick auf Dinge
- 33:53fehlt. Da geht es um persönliche
- 33:55Befindlichkeiten, oder da geht es um um um parteiinterne
- 33:58Disziplin oder weiß Gott, worum es geht, aber es geht häufig
- 34:01einfach nicht um Dinge, die uns in 2030 Jahren profitieren
- 34:06lassen, dazu ist Politik leider zu kurzfristig, und das werden
- 34:11wir wahrscheinlich leider nicht ändern.
- 34:13In meiner Jugend hat ein wichtiger österreichischer
- 34:15Politiker, Christoph Leitl, einmal ein Buch geschrieben.
- 34:18Das hat nur Mut geheißen, der Mut, den haben die
- 34:22Verantwortlichen leider nicht immer ganz so, vielleicht
- 34:24sollten Sie es ja mal lesen, fernab dessen, du bist auf jeden
- 34:27Fall sehr mutig, du bist durch Russland gereist, ein
- 34:30Feindesland, trotz deiner Visibilität und der KGB FSB hat
- 34:34die verfolgt. Wie war die Situation bei deiner
- 34:36Reise in die Ukraine, was ist da passiert, du warst ja glaube ich
- 34:39letztes Jahr oder dieses Jahr als.
- 34:41In der Ukraine. Wann war es genau und was ist
- 34:43passiert? April dieses Jahres.
- 34:45Mit Politikern, gerade das war ein Parlamentarier.
- 34:48Genau war noch ein Journalist von Standard dabei, eine kleine
- 34:51Gruppe. Und jetzt bis Kki gefahren.
- 34:54Oder genau was bei Weitem. Mutiger war als die meisten
- 34:59anderen, die in die Ukraine fahren.
- 35:00Die fahren dann bis Kiew, bis dorthin wird im Sinne der
- 35:03Delegation dann plus minus deiner Sicherheit garantiert.
- 35:05Also da passen die Ukrainer auf dich auf und wenn du
- 35:08weiterfahren willst, dann musst du das praktisch als Zivilperson
- 35:10machen, es sei denn du bist jetzt ein politischer Politiker
- 35:13von Weltrang, das waren alle Anwesenden nicht, insofern waren
- 35:17wir dann praktisch auf privater Tour, dann noch nach Hakif
- 35:21unterwegs und. Und er ist alle mitgefahren.
- 35:23Also ich glaube stögmüller und. Stögmüller, Minnich,
- 35:26Brandstötter und wen habe ich vergessen?
- 35:29Bayer. Also die wichtigsten
- 35:32Unterstützer der Ukraine im Sozialen Parlament.
- 35:34In der FPÖ war niemand dabei. Bedauerlich, aber erwartbar.
- 35:39Aber es ist in der Ukraine und ich dachte mir, es kann mich
- 35:43nichts schockieren. Ich habe 3 Jahre lang diesen
- 35:45Konflikt verfolgt, ich war gewissermaßen nicht in der
- 35:47Ukraine, aber ich dachte mir, ich verstehe das alles, es war
- 35:51doch sehr anders, also. Also wir kamen da an mit dem
- 35:54Nachtzug, gekommen in Kiew, um vielleicht 78 in der Früh fahren
- 35:59zu unserem Hotel ganz in der Nähe vom vom Maidan.
- 36:03Ich bin dann gleich raus, weil ich gesehen habe dieses
- 36:05Flaggenmeer ich will mir das alles anschauen und dann war
- 36:08genau um 09:00 Uhr jeden Tag im übrigen Mahnwache und alle
- 36:13bleiben stehen, steigen aus den Autos aus alle niemand fährt
- 36:16weiter, auch die Kreuzungen werden blockiert mit
- 36:19Militärfahrzeugen. Und dann wird da von
- 36:21überdimensionalen Lautsprechern werden Lieder gespielt, die ich
- 36:25nicht kannte, patriotisch und am Ende spielt die Nationalhymne
- 36:29und das Singen alle mit und das geht schon ins Knochenmark.
- 36:32Also ich wusste gar nicht, was ich damit anfangen soll, das war
- 36:35eine komplett andere Dynamik, als dass ihr aus Russland kennt.
- 36:38In Russland versucht die Regierung den Krieg so so weit
- 36:40wie möglich aus dem öffentlichen Leben heraußen zu halten, also
- 36:43wenn du jetzt nicht rasier, Addin zum Hauptabend schaust die
- 36:48die. Die krasse Propagandasendung,
- 36:50bei der du auch, glaube ich schon mal Thema warst.
- 36:52Und da hatte ich das Vergnügen ja mal in so einer Hauptshow 90
- 36:55Minuten haben Sie mich als Psychopathen bezeichnet, aber
- 36:58sie haben immer mein ganzes Leben lang 5 Experten
- 37:00diskutiert. Warum will Günther Fehlinger ex
- 37:03Russia? Das war ein spektakuläres
- 37:05Erlebnis, ja. Aber abgesehen von solchen
- 37:07Sendungen findet das eigentlich im öffentlichen Diskurs nicht
- 37:10statt, weil die Russen konditioniert sind.
- 37:12Schon aus der sowjetischen Zeit, dass eine Unterhaltung über
- 37:15Politik nichts Positives bewirken kann, die findet auch
- 37:18nicht öffentlich statt, wenn du. Drüber Leute mit anderen
- 37:21Menschen darüber sprechen willst, dann maximal, wenn du
- 37:26die Person etwas länger kennst. Wenn sie dir vertraut und das
- 37:28Ganze dann privat und am besten. Krieg findet im öffentlichen
- 37:32Kram in Russland wesentlich nicht statt.
- 37:35Im Sinne der Werbung und im Sinne der staatlichen medialen
- 37:39Institutionen. Und selbst die versuchen, das
- 37:43sehr klar zu moderieren. Das war ja lange nicht möglich,
- 37:45Krieg dazu zu sagen, bis es dann der Präsident selber so genannt
- 37:48hat. Und du hast maximal noch die
- 37:51Werbungen für Rekrutierung. 80000 Rubel sind umgerechnet
- 37:56etwa 8000€ für für die Unterschrift plus 3000 Rubel für
- 38:01jeden Monat, den du überlebst. Und dann ist das Versprechen.
- 38:05Der Geist des Lebens. Ja, wenn du, wenn du nicht
- 38:07überlebst, dass man deinen Nachkommen dann umgerechnet
- 38:1080000€ noch überweist für deinen Tod Euro.
- 38:14Kriege ich 3000€ für den Tod? Da gab es einen riesengroßen
- 38:17Skandal in Russland. Deswegen, wo saßen 2 Frauen, so
- 38:21wie wir jetzt in einem Podcast. Die waren so Beziehungscoaches
- 38:25und die eine meinte ja, ich bin ja, bin ja schon über 30 und das
- 38:28ist so schwierig für mich, im Dating dann noch einen
- 38:30vernünftigen Mann zu finden, dann sagt die andere so, er, du
- 38:33mach dir keine Sorgen, ich habe das schon bei einigen Frauen
- 38:37mittlerweile beratend durchgemacht, suchte jemanden,
- 38:40der gerade bei der Special Military Operation dabei ist,
- 38:43der stirbt höchstwahrscheinlich das.
- 38:45Dann kriegst du deine 80000 und dann kannst du eine Wohnung drum
- 38:48kaufen und. Jetzt will ich nicht lachen,
- 38:50weil das ist ja tragisch. Aber das ist der offizielle Tipp
- 38:54unter Dame in Russland. Das ging viral.
- 38:57Und da musste sich die Frau öffentlich entschuldigen und
- 39:00Community Service und alles mögliche, weil es natürlich für
- 39:02eine sehr schlechte Optik geworfen hat, auf die auf die
- 39:06russischen staatlichen Behörden. Aber abgesehen von solchen
- 39:10Ausrutschern, die dann auch relativ hart bestraft werden.
- 39:13Gibt es relativ wenig außer, und das ist mir beim letzten Mal und
- 39:16ich war im Sommer das letzte Mal dort, ist mir zum ersten Mal
- 39:18aufgefallen, dass vor u Bahn Stationen rekrutiert wird.
- 39:22Also in was für einer Form? Da stehen dann in Uniform
- 39:26gepackte, offensichtliche Obdachlose.
- 39:28Also, die kamen nicht aus der Ukraine zurück, sondern die sind
- 39:32vom Alkohol gezeichnet, stehen dort singende, ein bisschen
- 39:36patriotische Lieder, haben einen Tisch vor sich, wo du dich
- 39:38gleich eintragen kannst, und dann ab die Post in den Donbass.
- 39:44Zwangsrekrutierung spielt eine große Rolle, weil in Russland
- 39:48sind gerade 2 Prozesse sozusagen oder 3 eigentlich politisch
- 39:52gegenläufig. Die passieren, die den Staat
- 39:55eigentlich sehr unter Druck bringen.
- 39:56Der erste Prozess ist der, dass seit dieser seit diesem
- 40:00Terroranschlag auf die Croco City Hall mit den
- 40:04zentralasiatischen, wohl muslimisch motivierten
- 40:08Attentätern ein sehr. Sehr großer Vorbehalt gegen
- 40:11muslimische Zuwanderung existiert auf den Reagieren die.
- 40:15Sogenannten Dschornis, also die Schwarzen, die Schwarzen, ja,
- 40:18sie verunglimpfen alle, die Halt hören, anders ausschauen als die
- 40:22Russen. Genau.
- 40:22Und die sind aber seit Jahren die größte Zuwanderergruppe und
- 40:27die sind auch im im Service Sektor egal ob Taxifahrer,
- 40:31essenslieferant, Kellner gibt es praktisch keinen Russen mehr,
- 40:35sind entweder kaukasen oder Zentralasiaten und sie sind
- 40:38wohl. Etwas restriktiver geworden
- 40:41gegenüber dieser Zuwanderung, was den Arbeitsmarkt stark
- 40:44limitiert, weil erstens Bevölkerung überaltet, zweitens
- 40:49frühe Sterblichkeit von Männern haben eine Lebenserwartung, die
- 40:5110 Jahre kürzer ist als die der Frauen. 66 zu 76 plus viele, die
- 40:56jetzt in den Krieg ziehen und. Viele, die fliehen natürlich,
- 41:00weil sie in den. Krieg fliehen vor allem die
- 41:02Produktiven, vor allem die Jungen, die ambitionierten und.
- 41:04Und das ist eigentlich für sehr lange Zeit aus Zentralasien
- 41:08kompensiert worden. Das fällt jetzt weg und zum
- 41:10selben Zeitpunkt gibt es fast. Ich habe das sehr häufig
- 41:14gesehen, und ich war jetzt nicht besonders lange dort, Stop and
- 41:17Risk auf Straßen nach racial profiling, also je dünker du
- 41:21bist und je zentralasiatischer du bist, desto häufiger wirst du
- 41:25gestoppt und wenn da irgendwas nicht passt, dann.
- 41:29Dann stellt man dich vor die Möglichkeit Ausreise oder
- 41:32Kriegsdienst. Das heißt, da wird sehr viel
- 41:34zwangsrekrutiert. Das ist.
- 41:35Historisch immer Shanghain genannt.
- 41:37Du hast irgendwas Angestellte Polizei hatte irgendeine
- 41:40Prügelei und du musst unterschreiben oder gehst ins
- 41:43Gefängnis und dann bist bei der Fremden Legion oder im
- 41:46Kriegsdienst. Also.
- 41:47Das ist das eine. Das zweite ist dann aufgrund des
- 41:51Umstands, dass jetzt auch durch durch die Sanktionen gegen das
- 41:55Öl und so weiter der russische Staat schon unter Druck kommt.
- 41:59Werden permanent neue Steuern erfunden?
- 42:00Es war früher in Russland sehr, sehr leicht, als junger
- 42:05Unternehmer für die ersten 3 Jahre gerade mal 4% auf dein
- 42:09Einkommen zu zahlen. Also das sind mal die Steuern
- 42:114%. Man hat sich immer gut an, man
- 42:13hat dich weitestgehend in Ruhe gelassen, hört sich für mich
- 42:15sehr gut an, weil der russische Staat diesen mehr oder weniger
- 42:19Kuhhandel gemacht hat mit der Bevölkerung.
- 42:21Wir nehmen Öl und Gas wieder in staatliche Hand und.
- 42:25Und der Rest ist eure Angelegenheit.
- 42:27Wir mischen uns nicht ein, wenn du zu groß wirst oder zu
- 42:30politisch interessant, dann brauchst du natürlich Schutz,
- 42:34das ist offensichtlich, das weiß auch jeder.
- 42:36Das berühmte Dach, das Dach, so nennt man das, also die
- 42:40Abdeckung nach oben in der Politik.
- 42:42Dass irgendwer im Kreml die unterstützt.
- 42:43Genau so ist es also. Du brauchst dann jemanden von
- 42:46der von der a Klasse, der dann ein Wort für dich einlegt, der
- 42:49kann auch alles für dich richten, das hat man mir
- 42:51mehrmals erzählt, also. Du solltest nicht vor eine vor
- 42:56eine orthodoxe Kirche kotzen und du solltest nicht den
- 42:58Präsidenten öffentlich kritisieren, aber alles andere
- 43:00kann. Mord kann irrelevant sein, wenn
- 43:04du den richtigen Fürsprecher hast.
- 43:06Aber jedenfalls, man hat die Personen relativ leicht und und
- 43:10und frei wirtschaften lassen, das hat ein Ende.
- 43:13Also mittlerweile sind Steuersätze, wo sie vormals 4%
- 43:16waren, auf 30% gestiegen. Die Mehrwertsteuer wird
- 43:19praktisch wöchentlich erhöht, man findet neue Güter, die man
- 43:22besteuern kann, weil dem Staat das Geld fehlt, das ist dann
- 43:26gleichbedeutend mit dem Umstand, dass der persönliche, der
- 43:30private Konsum stark schrinkt, weil auch ein Drittel der Russen
- 43:35sinkende Gehälter haben bei steigenden Preisen.
- 43:38Wir wissen wo das Hinläuft und dann die hohen Leitzinsen um
- 43:41den. Rubel zu stabilisieren, kam es
- 43:44eben zur Maßnahme, den Leitzins auf über 20% anzuziehen.
- 43:47Und das macht die Aufnahme von Fremdkapital sehr teuer und die
- 43:50Russen waren es eigentlich gewohnt, Wohnungen zu kaufen.
- 43:529095% der Russen leben im Eigenheim, geht sich für die
- 43:58meisten jetzt nicht mehr aus und die Immobilienentwickler sind
- 44:00halt von dem Cashflow ausgegangen, der so
- 44:02funktioniert, dass du eine Einheit von praktisch einem
- 44:06kommunistischen Wohnblock, das sind vielleicht 200 Wohnungen,
- 44:08baust und den relativ schnell einmal verkaufst.
- 44:13Aber Problem, wenn du da drinnen jetzt 20 Käufer und 180 Mieter
- 44:19hast, geht sich das mit deiner Geldrechnung nicht mehr aus.
- 44:21Du hast ein hochbelastetes Fremdkapital.
- 44:24Das heißt schon jetzt und es wird steigen im Quartal 1 und 2
- 44:28nächsten Jahres wird die Ausfallquote bei Krediten 4050
- 44:3260% werden und dann kann es sein, dass der Staat halt nicht
- 44:35militärisch, aber anderweitig zusammenbricht.
- 44:39Wann kommt der Moment? Also der Analyst, der mir die
- 44:46verlässlichsten Analysen bietet und der auch selber einmal als
- 44:50CFO für einen Oligarchen gearbeitet hat, der meint, das
- 44:52wäre im zweiten Quartal des nächsten Jahres so. 2026 schon
- 44:55im Frühjahr, das wäre natürlich zu hoffen, die Thesen gehen ja
- 44:592627 28, aber es wird dann zu dem Kollaps kommen.
- 45:07Ich? Ich denke mir.
- 45:08Das ist 1991. Womöglich reden wir davon von
- 45:13ähnlichen Verhältnissen wie zum Ende vom vom Afghanistanfeld zu.
- 45:17Also das Parallele bietet sich an.
- 45:19Also dieses Kriegsabenteuer Afghanistan, der Sowjetunion und
- 45:22jetzt eben die Ukraine, der verlorene Krieg für Russland,
- 45:25die riesigen Kosten und dann der ökonomische Kollaps.
- 45:28Das könnte passieren. Das Problem ist nur, und ich
- 45:32glaube, da bist du der, der das am besten weiß, wir dürfen nicht
- 45:36darauf bauen, dass die Russen. Aufgrund von einem Willen zur
- 45:41liberalen Demokratie in diesem Staat irgendwas auf
- 45:43revolutionärem Wege verändern. Die Bevölkerung ist ungeeignet
- 45:48für Demokratie, es schmerzt mir, das zu sagen, ich hätte das auch
- 45:52gerne anders, aber ich bin der Meinung, dass die Bevölkerung
- 45:55eigentlich all das nicht mitbringt, was eine Bevölkerung
- 45:57in demokratischen Staaten mitbringen sollte, nämlich einen
- 46:00Hang zur Eigenverantwortung und zur Veränderung, wenn die
- 46:04Verhältnisse nicht gut sind, die Russen schlucken alles so.
- 46:08Solange man ihn irgendwie essen und Frieden bietet.
- 46:13Und Frieden ist sehr exklusiv, also da interessiert auch
- 46:15nichts, wenn der Nachbar gerade aufgrund der Folter schreit, das
- 46:19wird man weg ignorieren, solange es einen selbst nicht betrifft.
- 46:22Das Vertrauen ist innerhalb. Der gesellschaftlichen
- 46:25Revolution, wie 1991 in der Ukraine, in Litauen, in
- 46:29Georgien, das vermutest du nicht.
- 46:31Nein, weil, weil es zu wenige gibt, die daran glauben und.
- 46:36Und weil das russische Selbstbewusstsein auch ein
- 46:39komplett anderes ist. Ich kann es anhand eines
- 46:41Beispiels darbieten. Ich kenne Leute, die waren auf
- 46:44normalen Demos und hatten dann Hausbesuche von der Polizei und
- 46:49sind übers Fenster abgehaut und haben sich für 2 Jahre nicht
- 46:52mehr u Bahnen angetraut, weil es in der U Bahn Gesichtserkennung
- 46:56gibt und selbst bei denen ist. Ist es so, wenn du mit denen in
- 47:00Moskau herumrennst und sie sollen dir was zeigen?
- 47:03Und wer ist der Mensch auf der Statue und was kann ich in dem
- 47:06Museum sehen? Dann würde beispielsweise ich,
- 47:09wenn ich selbiges in Wien tue, würde ich immer sagen, ja, das
- 47:12war Maria Theresia, das war die Kaiserin von Österreich, ich
- 47:17würde nicht sagen, das war meine Kaiserin selbst.
- 47:20Die oppositionellen Russen würden noch sagen, Wir haben
- 47:24Polen, Litauen geschlagen. Wir haben die Schweden
- 47:26rausgehaut, wir haben Napoleon praktisch aus Russland
- 47:30hinausgeht, Chase im Jahr 1918 112 also es gibt eine ganz
- 47:35andere Personifizierung, Zuwendung, wie man es auch immer
- 47:40nennen will zur eigenen Geschichte.
- 47:42Das sind trotz allem noch immer Russen, und die sind noch immer
- 47:46in ihrem Eigenbegriff was anderes als Europäer und.
- 47:52Das werden wir nicht ändern können, selbst wenn es jemals zu
- 47:55einem Präsidenten Nawalny gekommen wäre oder Karamusa oder
- 47:58wer auch immer, wäre Russland etwas, das sich nichts
- 48:01prinzipiell als europäisches versteht, und das muss es
- 48:05meinetwegen auch gar nicht, aber für für gute Nachbarschaft
- 48:08braucht es, glaube ich, eine Vertrauensbasis, und die hätte
- 48:11ich zu sehr wenigen Menschen dort politisch.
- 48:14Und die Hoffnung auf ein demokratisches Russland, wie
- 48:16Kotokowskij Kaspar, Frau Nawalny, Anni von diesen vielen.
- 48:22Figuren dass sie dann nach dem Fall Putins vernünftige,
- 48:27demokratische, marktwirtschaftliche Reformen
- 48:30durchsetzen. Wie gesagt, ich glaube, so was
- 48:33kann in einem kurzen Moment, wo es eine charismatische Person
- 48:38trägt, durchaus überleben. Für ein paar Jahre, aber ich
- 48:43glaube, die Bevölkerung ist dafür nicht reif.
- 48:44Und wenn du, wenn du die Bevölkerung zur Demokratie nicht
- 48:47erziehst, beziehungsweise sie in Eigenverantwortung auch in
- 48:53Positionen steckt, wo sie was verändern können, wenn sie nur
- 48:55Befehlsempfänger sind, so wie es für eigentlich die gesamte
- 48:58russische Geschichte der Fall war, bis auf einen kleinen
- 49:00Exkurs in den Neunzigern, der für die meisten sehr negativ
- 49:02war, wenn du das tust, dann dann wird sich das wieder selbst
- 49:07abschaffen, das heißt, so wie wir womöglich in den 1920 ern
- 49:12und 30 ern für die Demokratie einfach noch nicht reif waren
- 49:14und es mit einem Rückfall lernen mussten, was sie eigentlich wert
- 49:18ist. So müsste es wahrscheinlich in
- 49:22einem Postputinischen Russland eine Person geben, die das
- 49:26erstens charismatisch trägt und die auch die notwendigen
- 49:28Reformen von der Pike auf. Ich rede da nicht auf der
- 49:33Verwaltungsebene und wie sich die Elite im Kreml
- 49:36zusammensetzt, sondern vom Schulsystem weg, von der
- 49:40Beschäftigungspolitik et cetera, von der Abkopplung, vielleicht
- 49:43auch von den natürlichen Ressourcen hinzu zu einer
- 49:46produzierenden Wirtschaft. Da müsste sich sehr viel tun und
- 49:50basisdemokratisch müsste dieses Land werden, was natürlich von
- 49:53heute auf morgen auch nicht geht.
- 49:54Ich bin ja in der Denkschule von Alois Mock, unserem großen
- 49:58Europäer und Außenminister, der sehr frühzeitig die neuen Länder
- 50:01dann unterstützt hat, Slowenien anerkannt hat und Kroatien und
- 50:05dann auch Bosnien, was durchaus umstritten war und was ein
- 50:08schwieriger Prozess natürlich auch war.
- 50:09Aber heute sind die Nachfolgestaaten von Ex
- 50:12Jugoslawien insgesamt 7 Jahr vernünftige und gut
- 50:15funktionierende Staaten. Auf einen.
- 50:17Der Ausnahmewand. Serbien erzähl mir mal kurz,
- 50:20warst du in den Ländern Südosteuropas und hast du dort
- 50:23die Reisen schon? Warst du schon dort?
- 50:26Weniger als du also. Ich habe vorher erfahren, ich
- 50:29wusste es nicht, dass du lange Zeit im Kosovo gelebt hast.
- 50:32Ja, 5 Jahre. Ich habe dort gearbeitet, im
- 50:34Wiederaufbau, in der Wirtschaftsentwicklung, war sehr
- 50:37spannend, aber ich glaube, du warst vor kurzem dort.
- 50:38Ich, ich habe ihn auch besucht, ich werde bald Serbien besuchen.
- 50:42Ich war natürlich in Kroatien, Slowenien.
- 50:44Die Studenten dort würden sich freuen.
- 50:46Ja, eben und und deswegen auch mit mit einer oppositionellen
- 50:49Partei bin ich da so jetzt mal in losen Verhandlungen, ob wir
- 50:53da nicht was machen im Sinne von Social Media Coaching.
- 50:55Ich glaube, sie könnten davon profitieren.
- 50:58Die Blockadastudenten sind richtig, richtig gut.
- 51:01Die bemühen sich um Wandel in Serbien und das ist ja die
- 51:03Hoffnung, dass da zu Reformen kommt.
- 51:06Aber da bin ich eher. Kulturell verbunden über den
- 51:09Umstand, dass ich halt mit mit sehr vielen Leuten aus dem
- 51:10Balkan in der Schule war. In Wien, quasi die Hauptstadt
- 51:14des. Balkan, Bezirks, Gymnasiums, 10
- 51:16Bezirk 2010 2006 bis 2010 war schon, ja war.
- 51:21In der Bezirk Favoriten ein no go Area.
- 51:24Mittlerweile, ich wohne jetzt auch in der Nähe, also ich
- 51:27bekomme es mit, ich habe auch schon Messerstecherei
- 51:30mitbekommen mit eigenen Augen, es haben sich gewisse Umstände
- 51:33verschoben. Ich will es nicht, ich will es
- 51:36nicht zu dem heißen, zu dem es oft aus dem Boulevard gemacht
- 51:40wird. Man kann dort leben, man kann
- 51:43dort vernünftig leben, aber es ist definitiv nicht so, wie es
- 51:46sein sollte. Also mir fielen einige Dinge
- 51:48ein, die man da zum positiven. Führt, das ist schon kritisch.
- 51:50Ich war gestern am Reimannplatz auf einer Veranstaltung mit
- 51:53meinem albanischen Schal und meinem Albaner.
- 51:55Sehr viel Sympathie ist mein Entgegenschlagen.
- 51:57Gut, aber wenn ich, wenn ich mich mit dem türkischen Schal
- 52:00zeigen würde, würde mir auch sehr viel Sympathie
- 52:01entgegenschlagen. Die Frage ist nur.
- 52:04Ob das vernünftig ist, also so im größeren Sinne?
- 52:07Ich bin, sagen wir es mal so, ich, ich kann ja für die
- 52:12Motivationen sehr vieler Zuwanderer auch in zweiter 3.4.
- 52:15Generation schon sehr viel Verständnis aufbringen, ich
- 52:19glaube nur, und das wird jetzt vielleicht ein bisschen längerer
- 52:23Exkurs, aber ich glaube, er ist wichtig und mich würde deine
- 52:25Meinung dazu auch interessieren. Jörg Haider hat einmal gesagt,
- 52:28Österreich ist eine historische Missgeburt und.
- 52:31Und er hat wohl aus Motiven gesagt, die ich nicht
- 52:33unterschreibe. Aber ich gebe der Aussage
- 52:36insofern recht, als dass wir im im Geiste des Nationalismus des
- 52:41späten 19 Jahrhunderts und am beginnenden 20 eigentlich als
- 52:46eine Art Ethnonationalistischer Staat geboren wurden, der wir
- 52:49nie waren, denn wir waren speziell als Wien eine
- 52:52Zusammenkunft aller Länder aus der aus der.
- 52:56Donaumonarchie wenn ich die Nachbarn meiner Großeltern
- 53:00anschaue, die haben die Namen Nowak und Cebista und Cello so,
- 53:04dann sind das keine deutschsprachigen Namen, sind
- 53:08trotzdem Österreicher, das heißt, diese Ethnokomponente hat
- 53:12unserem Nationalismus nie gut getan, er war nie, es war nie
- 53:16inhaltlich richtig, und es war historisch falsch, und noch
- 53:21immer ist es so, wenn wir uns heute hinsetzen und darüber
- 53:24diskutieren, was ist österreichisch und was ist es
- 53:26nicht und. Dann haben wir eigentlich unsere
- 53:28stärksten Argumente immer in dem, wo wir uns von Deutschland
- 53:32abkapseln und sagen, Wir sind das nicht.
- 53:33Aber alle diese Argumente sind kulturell, sie sind nicht
- 53:36ethnisch, und dann kommt der Punkt, wo leider sehr viele
- 53:40heute noch immer auf Basis von Nachnamen und Hautfarbe Leuten
- 53:45das österreichische sein absprechen.
- 53:47David Alaba ist ein lupenreiner Österreicher, sehr viele
- 53:50verstehen es leider noch immer nicht, und das ist ein wenig
- 53:53unser Problem, dass wir nie ein. Eine Neudefinition unserer
- 53:58nationalen Identität geschafft haben und deswegen verstehe ich
- 54:02dann, wenn jemand in dritter Generation hier geboren hat,
- 54:04auch keine andere Staatsbürgerschaft, sich noch
- 54:07immer stärker zum ursprünglichen Herkunftsland hingezogen fühlt
- 54:10als zum österreichischen, weil du kannst machen, was du willst,
- 54:13wenn du falsch ausschaust und und den falschen Nachnamen hast,
- 54:16wird man dich in weiten Teilen der Bevölkerung leider nicht
- 54:18akzeptieren. Das heißt, wir bräuchten einen
- 54:20neuen Eigenbegriff, wo man auch als Nikolic.
- 54:26Öztürk und perischer Österreicher sein kann und und
- 54:31auch angenommen wird. Und dann?
- 54:33Und das ist in Österreich schon schwieriger als in Amerika.
- 54:36Eben weil wir gehen. Ganz viele Kosovo, an die
- 54:38ausgewandert sind, aus Kosovo 99 haben die Amerikaner Flugzeuge
- 54:42nach Skopje geschickt und dann ist gleich ab nach New York
- 54:44gegangen und dann 25 Jahre später sind die Amerikaner
- 54:48erfolgreiche Unternehmer, total integriert und niemand fragt, ob
- 54:51der Krasnigi jetzt woher der kommt, sondern er ist der
- 54:53Amerikaner. Ja, und das eben die
- 54:55Gründungsgeschichte der USA ist für die USA ein immenser Vorteil
- 54:58in der Hinsicht, weil The Land of the Free und als.
- 55:02Praktisch Zufluchtsort für alle zunächst in Europa verfolgten,
- 55:05aber überall anders verfolgten sich eine Gemengelage gebildet
- 55:09hat, wo es viel einfacher ist, durch Eigendefinition zu
- 55:12argumentieren. Ich bin Amerikaner, weil hier
- 55:14schaut mich an Stars and Stripes, und in Österreich ist
- 55:17es leider noch nicht so weit und ich denke, ich habe das
- 55:20Sebastian Kurz, wir hatten kurz kürzlich telefoniert, was ein
- 55:23sehr witziger Zufall war oder Zufall war es keiner, er wollte
- 55:25das so er. Du Telefonierst mit Sebastian
- 55:28Kurz. Er telefoniert mit mir.
- 55:30Fitter Schlag hast du die Hand gewaschen?
- 55:35Ich hab ihm das auch gesagt. Ich telefonier die Hände
- 55:37geschüttelt. Genau, aber ich, ich, ich sagte
- 55:41danach zu seinem Pressesprech im Nachhinein ich ich.
- 55:44Wir hatten eine große Hoffnung. Vielleicht auch.
- 55:46Kannst dich erinnern 2013 wo er alle integriert hat, überall
- 55:49hingegangen ist wirklich der Held der Integrationsgruppen
- 55:52Österreichs war. Ich kenne Leute, die heute noch.
- 55:55Als Integrationsstaatssekretär war großartig.
- 55:57War großartig. Wirklich ja.
- 55:58Aber dann durch die Koalition mit der FPÖ?
- 56:02Ist es praktisch ein Rückfall in diesen exklusiven Patriotismus
- 56:06geworden? Wurde nur als ist.
- 56:08Es glaube ich, im Jahr 2015 gewesen.
- 56:10Die Flüchtlingskrise des. Zusammenzukommen und als als
- 56:13reaktionäre Antwort darauf ja. Und es war populär.
- 56:15Und er hat halt dann die Machtkarte gezogen über seine
- 56:18Prinzipien. Und seitdem sind wir irgendwie
- 56:20gefangen in politischen Flügelkämpfen, die uns nicht gut
- 56:22tun. Und ich finde neben dem Umstand,
- 56:24dass die Politik diesen 2013 er Gedanken wieder gebären müsste,
- 56:30ein zweites Mal. Geht es auch sehr viel über
- 56:33positive Integrationsbeispiele, die meiner Meinung nach die
- 56:37können in 2 Richtungen gehen und können sehr destruktiv oder sehr
- 56:40produktiv sein. Wenn ich mich als als positives
- 56:44Integrationsbeispiel und ich bin auch durch Donau, Österreich,
- 56:46insofern bin ich es nicht, aber wäre ich jetzt 1 und ich wäre
- 56:49eben nicht grassel sondern krasnici und ich würde mich
- 56:52hinstellen und sagen, ich werde mich nicht in in Schutz von
- 56:58negativen Integrationsbeispielen begeben und und sagen, Ach, bin
- 57:02ich bei der Stadtbilddebatte gemeint, obwohl ich genau weiß
- 57:05ich bin nicht gemeint und und und werde hier praktisch mich in
- 57:09Schutz stellen für Leute die eigentlich keinen Schutz
- 57:11verdienen, dann ist das sehr sehr nachteilig, wenn wir es
- 57:14irgendwie schaffen den positiven Integrationsbeispielen erstens
- 57:17zu vermitteln, ja du bist einer von uns und zweitens es sollte
- 57:20dich genauso stören. Wenn jemand sich nicht
- 57:24integriert, kriminell wird eigentlich die Abschiebung
- 57:26verdient, dann solltest du ihn nicht vor der Abschiebung
- 57:28bewahren. Meiner Meinung nach.
- 57:30Also ich finde da da sind noch sehr viele offene Fragen und wir
- 57:33können sehr viel dafür tun, ein Neues.
- 57:35Österreich müssen wir da bauen, ein europäisches Österreich.
- 57:39Hans wo die? Ich arbeite ja intensiv mit der
- 57:41albanischen Community in Wien an der politischen Partizipation,
- 57:44dass die in den politischen Parteien mitarbeiten und mit
- 57:47dann auch Kandidaten wären und dass man sie so integrieren,
- 57:50aber das muss man in allen Gemeinden machen, also auch die
- 57:52Bosnier, auch die Ukrainer, alle Gemeinden Südosteuropas, die
- 57:56eigentlich hier zu Hause sind, die werden ja nie wieder
- 57:58zurückgehen, das ist ein Teil der Gesellschaft, und die sagen
- 58:01immer ans, das ist, was jeder von denen sagt, ja, meine Kinder
- 58:04sind Österreicher. Ich möchte, dass es hier
- 58:06funktioniert, weil sie sind jetzt Österreicher.
- 58:09Und ich glaube. Nehmen wir diese neuen
- 58:11Österreicher nicht so an, wie die Amerikaner sie annehmen.
- 58:14Das ist, das ist unser großes Problem und ich meine auch, dass
- 58:19wir doch schon, obwohl wir es vielleicht gar nicht intendiert
- 58:24haben, aber sehr viele, die die lupenreine Chauvinisten waren,
- 58:29und die, die die Ausländer verabscheut haben, und keiner
- 58:33darf einen anderen Nachnamen haben, sehr viele haben.
- 58:35Haben sich eigentlich schon komplett anders entwickelt.
- 58:38Also wenn ich in die in die rechtesten Elemente unserer
- 58:40Bevölkerung schaue, auf einen Martin Sellner oder so, dann
- 58:43nehme ich dort nicht mehr wahr, dass für ihn angenommen der
- 58:47Ungar, der Pole ein großes Problem darstellt, sondern
- 58:51selbst der Nationalismus wird europäischer und zwar habe ich
- 58:57sehr große Berührungsängste in die Richtung, ich würde
- 58:59dahingehend auf jeden Fall keinen Kontakt aufnehmen, aber.
- 59:03Aber ich stelle schon fest, dass sich selbst bei Nationalisten
- 59:06was im Sinne des Europäischseins verändert hat.
- 59:09Und wenn selbst die das verstehen, ich glaube, da müssen
- 59:12die vernünftigen Elemente der Mitte das auch schon langsam
- 59:14kapieren. Das wäre wirklich gut.
- 59:16Jetzt ist mein großes Bemühen, dass sich die ÖVP da eröffnet,
- 59:18und da arbeitet ihr mit. Aber das ist durchaus noch ein
- 59:22schwieriger Weg, und es ist immer leicht, auf das andere
- 59:25hinzuhauen sie abzugrenzen von dem, was ein bisschen Fremder
- 59:28ist, anstatt sich damit zu beschäftigen.
- 59:31Aber das sind auch die Grundfesten unserer Republik.
- 59:33Ich möchte erinnern, wir haben nach wie vor kein Parlament,
- 59:35sondern einen Nationalrat, und wo die Monarchie eben zerbrochen
- 59:39ist, haben sie die verschiedenen ethnischen Gruppen in ihren
- 59:42Naroten Sowjets, so heißen die die Volkskammern, quasi die
- 59:46Nationalräte der Tschechoslowakei Ungarns.
- 59:50Oder dann Jugoslawiens eben. Und Österreich ist der
- 59:53Nationalrat. Wir haben auf unserem Adler
- 59:56haben wir diese Ketten und die anderen sozialistischen Symbole,
- 1:00:01alle diese Dinge, die halt noch herumhängen aus der
- 1:00:04Gründungsphase, und da müssen wir eine neue Republik aufbauen
- 1:00:08schlussendlich. Die dritte Republik Österreich.
- 1:00:09Ja, und zwar nicht die von Jörg Haider, sondern die Europäische.
- 1:00:12Weil leider sind wir ja noch nicht wirklich in der
- 1:00:14Europäischen Union angekommen. Mental sind wir immer noch
- 1:00:18irgendwo dazwischen. Ja, ich weiß nicht wie du es
- 1:00:21wahrnimmst. Also ich ich des Landes ich.
- 1:00:23Verkehre ja unter sehr vielen jungen Personen schon aufgrund
- 1:00:26meiner eigenen noch immer Jugend.
- 1:00:28Ich bin auch schon 30, aber dennoch und und ich nehme schon
- 1:00:31wahr, dass zum Beispiel Initiativen wie Erasmus Europa
- 1:00:36nachhaltig zum Positiven geprägt haben.
- 1:00:38Also wir haben alle internationale Freunde, wir sind
- 1:00:42vernetzt überall hin, und das ist unsere Lebensrealität, das
- 1:00:46ist praktisch auch nicht mehr wegzudenken.
- 1:00:49In einer Generation war der große Traum, dass wir endlich
- 1:00:52voller Europäer werden, dass wir überall arbeiten können, überall
- 1:00:55reisen können, keine Wiesen mehr brauchen und eben vollständige
- 1:00:59und vollwertige Europäer sind. Das haben wir auch geschafft, 95
- 1:01:03aber irgendwie dann in den 2010 ern und jetzt ist dieser
- 1:01:06Enthusiasmus leider nicht mehr ganz so stark da und ist sehr
- 1:01:10bedauerlich. Darf ich eine Gegenfrage
- 1:01:11stellen? Sind es Israelis oder ist Israel
- 1:01:14Europa? Ja, das ist eine interessante
- 1:01:16Frage. Ich finde, das ist eine
- 1:01:17europäische Kultur ganz sicher, und es sollte ein europäischer
- 1:01:20Staat von uns verstanden werden und unser Verbündeter, aber das
- 1:01:24ist sowohl in Israel umstritten, da warst du ja vor kurzem,
- 1:01:27glaube ich, ja nein. In Jordanien.
- 1:01:28In Jordanien. Ich.
- 1:01:29Habe es leider nicht bis nach Israel geschafft.
- 1:01:31Musst du unbedingt sehen. Ich war schon zweimal
- 1:01:33abgewiesen, bis du. Ja, weil ich.
- 1:01:34Ich hatte keinen guten Grund für die Einreise und sie haben dann
- 1:01:37gemeint, ich tu dir das nicht an.
- 1:01:39Ich. Ich.
- 1:01:39Dachte an der jordanischen ich. War ich.
- 1:01:41Ich war in der Kaba und hab Rübergeschaut nach Elat und
- 1:01:44dachte mir da fahr ich jetzt hin, ich brauche ja für die
- 1:01:46Einreise kein Visum, kann man ja machen und dann bin ich der
- 1:01:50Jordani hat mich praktisch ausgelacht und hat gesagt.
- 1:01:53Das war die Hintertür. Das war nicht Tel Aviv, der
- 1:01:55Flughafen, sondern agafa ja, genau das ist wahrscheinlich
- 1:01:58nicht so viel Grenzwert. Ja, wer weiß, ob ich überhaupt
- 1:02:00mein Mietauto da drüben hätte verwenden dürfen et cetera.
- 1:02:02Also das war ein bisschen bisschen kompliziert.
- 1:02:04Aber Israel fehlt dann quasi noch fehlt.
- 1:02:05Noch? Ja, unbedingt.
- 1:02:06Und es ist auch angestrebt, aber über deine.
- 1:02:10Ja, meine Einschätzung ist natürlich europäische Kultur und
- 1:02:12ich meine, sehr viele sind natürlich ausgewandert aufgrund
- 1:02:14des Holocaust und der Flüchtlingsbewegung nachher.
- 1:02:17Also es ist ganz sicher eine europäische Kultur, obwohl es
- 1:02:20natürlich dort auch viele Strömungen gibt, und das hat
- 1:02:22sich natürlich entwickelt, das ist.
- 1:02:23Jetzt eigenständig in dem Sinne. Aber ich sehe natürlich unsere
- 1:02:26Verantwortung für Israel und dann natürlich bin ich seit 25
- 1:02:30Jahren dafür, dass Israel ebenfalls eine Perspektive gibt,
- 1:02:32nicht nur assoziiert zu sein, sondern auch der Europäischen
- 1:02:35Union und der Nato beitritt. Weil wir können nur mitreden in
- 1:02:38der Welt, wenn wir eine Verantwortung übernehmen.
- 1:02:41Und wir können nur mitreden, wenn wir auch sagen, okay, wir
- 1:02:44stehen zu Euch, Verteidigung kann ja nicht nur das Wort ein
- 1:02:48Handschlag sein. Hallo, ich verteidige die letzte
- 1:02:51Woche, gebe ich dir auch noch ein Argument, war der Joschenko
- 1:02:54zum Beispiel, da der ehemalige Präsident historische Figur auf
- 1:02:56der diplomatischen Akademie, ich habe da mit ihm einen Handschlag
- 1:02:59und ein bisschen geplaudert über die Einschätzung, und dann haben
- 1:03:02alle gesagt, Bravo, Bravo, dass du da bist, aber Waffen gibt es
- 1:03:05keine, Geld gibt es, kannst du ja alle.
- 1:03:07Alles Gute. Schön, dass wir ein Foto machen
- 1:03:09können und so kann ja nicht die Staatsraison der Verteidigung
- 1:03:12Israels, die wir in Deutschland und Österreicher immer sehr gut
- 1:03:15vor uns hertragen, kann sich ja nicht darauf beschränken, dass
- 1:03:18wir einfach nur einen Handschlag geben und einen Tweet
- 1:03:20abschicken, wenn irgendwas passiert.
- 1:03:21Man muss schon Waffen schicken und einmal konkret eine
- 1:03:24Verteidigungsgarantie abgeben und wenn man eine
- 1:03:26Verteidigungsgarantie abgibt, dann kann man auch die
- 1:03:29Mitgliedschaft in Wirklichkeit genauso machen.
- 1:03:31Ich denke mir nur, praktisch gedacht hätten wir in Israel
- 1:03:34alle 6 Monate einen Nato Bündnisfall.
- 1:03:37Wenn die Mitglied sind, dann sähe es sehr anders aus.
- 1:03:41Vielleicht würde es keiner angreifen, warum wir es auch
- 1:03:43verteidigen würden. Oh, ich weiß nicht, ob die
- 1:03:46Akteure des geografischen Raums Nahost so rational sind, als
- 1:03:49dass sie das nicht tun würden. Ich, ich bin nur der Meinung.
- 1:03:52Abschreckung ist ein sehr wirkungsvolles Tool.
- 1:03:55Ich möchte erinnern, wir haben 40 Jahre Abschreckung von der
- 1:03:58Sowjetunion betrieben und es hat funktioniert, die Sowjetunion,
- 1:04:01obwohl sie weit überlegener Feind war, obwohl sie diese
- 1:04:04gewaltigen Panzerdivisionen an der deutsch deutschen Grenze und
- 1:04:08vor uns wir waren immer im Schatten der Sowjetunion gelebt,
- 1:04:11die Tschechoslowakei war immer angriffsbereit, da war immer die
- 1:04:14Möglichkeit, in einer halben Stunde Österreich de facto Wien
- 1:04:18wieder zu erobern, vielleicht nicht in einer halben Stunde,
- 1:04:20aber wir hätten uns. Uns kaum verteidigen können.
- 1:04:22Wir wären am Nachmittag vom ersten Kriegstag wäre Wien
- 1:04:26gefallen und wäre wieder sowjetisch besetzt gewesen und
- 1:04:29wir haben in den Schatten gelebt, aber die amerikanische
- 1:04:31Abschreckung durch Atomwaffen hat uns 40 Jahre die Freiheit
- 1:04:35gesichert. Das stimmt natürlich.
- 1:04:38Auf der anderen Seite bin ich der Meinung, wir würden uns sehr
- 1:04:40viel Unheil einhandeln, wenn wir Israel, also Europäische Union,
- 1:04:44glaube ich, sind wir wertemäßig zu weit voneinander entfernt.
- 1:04:47Weil ich habe ja die Frage bewusst gestellt, ob Israel
- 1:04:51europäisch ist, weil ich der Meinung nämlich nicht bin.
- 1:04:54Kulturell, aschke, Nazis kommen hierher oder kommen von hier und
- 1:05:00sind dort hingesiedelt, aber ich finde Israel zu begreifen, da
- 1:05:04muss man schon Israel im Kontext seines geografischen Raums
- 1:05:07betrachten, und ich glaube, sie sind in ihrer politischen
- 1:05:12Handlungsweise auch. Auch dort angekommen, wo sie
- 1:05:14sind. Sie sind kein arabischer Staat,
- 1:05:16aber sie handeln praktisch so wie einer, also sie sind.
- 1:05:20Sie wissen, dass in ihrem geografischen Raum, und da
- 1:05:23kommen wir praktisch auf die Eingangsfrage zurück, von von
- 1:05:25ganz vorher, sie sind im Recht des Stärkeren zu begreifen, und
- 1:05:29sie sind die stärksten, und so handeln sie auch und.
- 1:05:34Was das für Opfer fordert und ob die gerechtfertigt sind, das
- 1:05:38lasse ich keine Gerichte entscheiden.
- 1:05:39Das ist jetzt nicht unbedingt meine Debatte, ich bin trotzdem
- 1:05:42der Meinung, dass dass wir ihnen zumindest ideologisch, wenn
- 1:05:46schon nicht durch Waffen, einen einen Freifahrtsschein
- 1:05:48ausgestellt haben für Revanchehandlungen im
- 1:05:51Gazastreifen, die zu weit gegangen sind, und man muss
- 1:05:54Israel nicht verteufeln, wenn man.
- 1:05:58Netanjahu kritisiert das eine ist unabhängig vom anderen zu
- 1:06:02betrachten, und man kann auch Kritik an Israel üben, ohne
- 1:06:05Antisemit zu sein. Und ich, ich meine, speziell
- 1:06:09weil das auch eine Generationenfrage ist, dass man
- 1:06:12eine Bevölkerung, die hier lebt und die mit den Taten bei mir
- 1:06:17ist es nicht der Oper, sondern meines Urgroßvaters, eigentlich
- 1:06:20nichts mehr am Hut hat. Ich habe ihn nicht
- 1:06:22kennengelernt, und er war in Stalingrad, ich.
- 1:06:27Ich bin nicht in Erbschuld, davon ist er gefallen.
- 1:06:29Oder ist er noch ausgefallen? Er ist sehr spät zurückgekommen
- 1:06:31und sehr gestürzt. Gefangenschaft.
- 1:06:35Ich sehe mich nicht in Erbschuld seiner Taten und.
- 1:06:40Verantwortung. Auch nicht in Verantwortung.
- 1:06:43Ich. Ich ziehe lehren aus den
- 1:06:46historischen Umständen. Müssen aber nicht die Umstände
- 1:06:49sein, in denen meine Blutsverwandten verwickelt
- 1:06:52werden? Das können auch Umstände sein,
- 1:06:53mit denen ich. Nichts zu tun haben, aber als
- 1:06:55Republik Österreich, dass man in Verantwortung steht für die
- 1:06:58Dinge, die. Ich, ich hielt es für eine für
- 1:07:02eine noble Geste, aber genauso wie wir 70 Jahre nachdem wir uns
- 1:07:07der Neutralität verpflichtet haben, darüber nachdenken
- 1:07:09dürfen, ob man das vielleicht anders machen kann, so, so finde
- 1:07:13ich auch, muss sich irgendwann mit der Zeit.
- 1:07:16Auch das Verhältnis zu Israel neu definieren es kann nicht
- 1:07:20immer damit zu tun haben, was wir vor 80 Jahren verbrauchen
- 1:07:22haben, und deswegen bin ich der Meinung, vielleicht hätten wir
- 1:07:28diesen Anlass mit dem 7. Oktober 2023 auch nutzen können,
- 1:07:33um zu sagen, natürlich, Hamas muss vor, also mittlerweile lebt
- 1:07:38ja fast keiner mehr, der daran schuld ist.
- 1:07:39Aber wir hätten uns hinter das römische Statut viel Vehem
- 1:07:44Hinterstellen sollen meiner Meinung nach und.
- 1:07:46Ungarn ist ausgetreten und Benjamin Netanjahu einen Besuch
- 1:07:49zu erlauben, was ich für einen absoluten Skandal halte.
- 1:07:53Und ich würde gerne jegliche Menschen, die in Frage stehen,
- 1:07:57ob sie da nicht taten, zu verantworten haben, die
- 1:08:00rechtlich relevant sind. Ich würde die gerne in Den Haag
- 1:08:02sehen und da muss ich Israel nicht das Existenzrecht
- 1:08:06absprechen, was einige leider tun, aber ich finde, das ist
- 1:08:10unsere Legitimität als Republik Österreich, dass wir, wenn wir
- 1:08:12das römische Statut schon unterzeichnen, dem auch Sorge
- 1:08:16tragen ich. Im Zuge deiner Podcastaktivität
- 1:08:19Andreas, warst du schon mal in einem Konzentrationslager.
- 1:08:21Natürlich. Und hast du das dem Publikum
- 1:08:24gezeigt? Die Verbrechen der.
- 1:08:25Solarcasts war nicht im Zuge meiner Podcast Tätigkeit,
- 1:08:29sondern ich war davor und ich war in Dachau und in Auschwitz
- 1:08:32und. Überall.
- 1:08:34Es ist schon nützlich und sinnvoll, das auch dem Publikum,
- 1:08:37der Jugend zu zeigen. Ich habe zum Beispiel im Zuge
- 1:08:39meiner Jugendaktivitäten, ich war ja Vorsitzender der European
- 1:08:43Democrates Students, also der Aktionsgemeinschaft
- 1:08:45Dachorganisation und. Und ich habe ja sehr viele
- 1:08:47Jugendaktivitäten gemacht. Ich war da fast 15 Jahre
- 1:08:49jugendfunktionär. Ich habe dann auch mehrere
- 1:08:51Veranstaltungen und Gruppenreisen organisiert, wo
- 1:08:54ich dann nach Mauthausen eingeladen habe, das war 1998
- 1:08:58und da waren über 200 Studenten mit und dann habe ich das einmal
- 1:09:02hergezeigt und ich habe schon gemerkt damals, es haben viele
- 1:09:04Leute noch nicht gewusst, wie schrecklich die Verbrechen des
- 1:09:07Holocaust sind, und das ist immer der Ausgangspunkt und der
- 1:09:12Kristallationspunkt, wo man sagen kann, warum es europäische
- 1:09:14Einigung und Frieden gibt und warum.
- 1:09:16Warum es auch Israel gibt? Ja, weil ohne dem schrecklichen
- 1:09:19Verbrechen wäre das Halt näher nie passiert.
- 1:09:21Also die Israelis wissen das natürlich ganz besonders stark,
- 1:09:24und ich bin deswegen auch nach Israel gefahren und habe mich
- 1:09:27dort da entschuldigt, und das ist in der Form, glaube ich, ein
- 1:09:30wichtiger Moment, wo man jetzt so ein junger
- 1:09:32Verantwortungsträger ist wie du. Dass man einmal nach Israel
- 1:09:36Fahrt und dort in Yad Vashem, aber auch natürlich dann die
- 1:09:39andere Seite, die Palästinenser. Es gibt dort ja sehr viele
- 1:09:42Leute, die israelische Staatsbürger arabischer
- 1:09:46Nationalität sind und die dort eigentlich von zufrieden leben
- 1:09:50und ihre Rechte respektiert werden.
- 1:09:52Sowieso. Ich meine das auch im Kontext
- 1:09:56der österreichischen Position, das ist das oder was ich gerade
- 1:09:59gesagt habe, ist das, was ich meine, was für uns am besten
- 1:10:01wäre. Versetze mich jetzt in den
- 1:10:03Israeli hinein und versuche, für den Staat Israel das Beste
- 1:10:08herauszuholen. Würde ich wahrscheinlich sehr
- 1:10:10ähnlich handeln wie die israelische Politik im Moment
- 1:10:12handelt, weil klar ist, Schwäche und und Kooperation wird in
- 1:10:17diesem geografischen Raum fast nicht respektiert, wenn du nicht
- 1:10:22immer die Möglichkeit zu einem militärischen Schlag hast und
- 1:10:25wenn du nicht die Amerikaner hast, die dir dann die Abraham
- 1:10:28Accords einfädeln. Und insofern ist es eine andere
- 1:10:33politische Realität, die mit der Europäischen nicht vergleichbar
- 1:10:35ist. Und dementsprechend verstehe ich
- 1:10:38auch, warum sie es tun. Gleichzeitig sehe ich nicht die
- 1:10:42österreichische Pflicht, es gut zu heißen.
- 1:10:45In der Debatte, ob die Frau Außenminister diesen Brief
- 1:10:47unterschreiben hätte sollen, wo stehst du da?
- 1:10:52Erinnere mich noch mal konkret. Was da war der Brief mit den 10
- 1:10:55Außenministern, die Netanjahu so kritisiert haben, was zu einem
- 1:10:58Koalitionskrach geführt hat und wo sie sie distanziert hat,
- 1:11:01quasi oder aus der deutsch österreichischen
- 1:11:03Solidaritätsachse mit Israel herausgekriegt hat.
- 1:11:07Sehe ich schon so. Also ich finde man darf einfach
- 1:11:10auch diese Taten, die wir ja gesehen haben, das war Broad
- 1:11:13daylights Bombing von von Häusern, man muss, man muss da
- 1:11:17auch irgendwo im Sinne der eigenen Legitimation.
- 1:11:22Eine eine gewisse Art finden, damit umzugehen und gleichzeitig
- 1:11:26eben zu sagen, wir sind dennoch für Israel im Sinne einer 2
- 1:11:31Staaten Lösung, wie es häufig gesagt wird.
- 1:11:34Und ich finde, da verpflichtet es sich auch, wenn man wirklich
- 1:11:36für eine 2 Staaten Lösung ist und nicht nur so tut, dass man
- 1:11:38auch beide Staaten anerkennt, weil was soll das für eine
- 1:11:41Staatenlösung sein, wenn ich nur einen der beiden anerkenne.
- 1:11:44Die Frage ist eben, was das für ein Staat sein soll, Palästina,
- 1:11:47wie seine Grenzen sagen, wie er funktionieren soll, wie das
- 1:11:49Verhältnis mit Israel ist in der Form, und ob er dann was für
- 1:11:53also der Grund, warum ich Palästina ablehne in der Form
- 1:11:57und nicht anerkennen möchte, ist ja der, dass wir relativ sicher
- 1:12:01sein können, dass das ein iranischer und russischer
- 1:12:04Verbündeter ist. Warum wollen wir so einen Staat
- 1:12:07anerkennen, solange sie die Palästinenser in dieser Ebene
- 1:12:10bewegen, dass sie de facto feindlich zu uns gestellt sind,
- 1:12:13habe ich keine Notwendigkeit, naja, die Bewegungen der letzten
- 1:12:17Zeit war immer ständig mit Iran und mit Russland, also da haben
- 1:12:22sie die Palästinenser relativ. Klar, also wir sehen, wie
- 1:12:24schnell sich Syrien gewandelt hat.
- 1:12:26Also ich finde, es ist nicht gesagt.
- 1:12:29Ich spreche mal über Syrien, da ist jetzt Massad gefallen.
- 1:12:33Jetzt haben wir einen neuen Präsidenten dort, der kürzlich
- 1:12:36im Weißen Haus war. Wie siehst du jetzt dort die
- 1:12:38Lage, glaubst du, dass er ein vernünftiges demokratisches
- 1:12:41Syrien aufbauen wird? Vernünftig vielleicht ja,
- 1:12:45demokratische ja nicht ich. Ich meine auch, dass wir diese
- 1:12:50Europäischen, nennen wir sie westlichen Maximen, an solchen
- 1:12:54Staaten gar nicht anlegen dürfen, weil wir tun ihnen ohne.
- 1:12:58Unrecht. Ich bin keiner, der jede Debatte
- 1:13:02über solche geografischen Räume dann mit mit Kolonialismus
- 1:13:05beantwortet, und wir sind alle so böse, ich bin kein
- 1:13:08antimperialistischer Link oder wie sie Menschen auch immer
- 1:13:10nennen mögen die sowas, die sowas von sich geben, ich bin
- 1:13:14Realist und ich fand es zum Beispiel einen sehr, sehr
- 1:13:17charmanten Umgang, demokratische Wahlen nicht im Sinne der
- 1:13:21gleichen demokratischen Wahlen, aber demokratische Wahlen nur
- 1:13:26unter. Unter Anführern von Clans
- 1:13:29auszutragen, wie sie es vor einigen Wochen taten.
- 1:13:32Also da kamen ja nur 6000 Leute aus Syrien zusammen, die alle
- 1:13:36Community Leaders waren, und die haben dann das erste syrische
- 1:13:39nach Assad Parlament gewählt und da denke ich mir, okay, das ist
- 1:13:44für uns wäre das Ungenüge, wenn wir nur die Bürgermeister zu
- 1:13:48Wahlen schicken, und die sollen dann repräsentativ für mich
- 1:13:51einen Nationalrat wählen, da würde ich mir denken, kann ja
- 1:13:54nicht die Wahrheit sein. Ich habe nicht einmal meinen
- 1:13:56Bürgermeister gewählt, sondern vielleicht seinen
- 1:13:57Gegenkandidaten. Aber für Syrien ist es
- 1:14:01wahrscheinlich eine Praktikablere und respektablere
- 1:14:04Variante als jeden gleichermaßen wählen zu lassen, weil der Staat
- 1:14:09doch einfach nicht reif dafür ist.
- 1:14:10Und weil die Gesellschaft so nicht gewachsen ist.
- 1:14:12Gleiches Recht für alle Egalität ist nichts, was in der syrischen
- 1:14:17Bevölkerung jemals gegolten hätte, also sollten wir auch
- 1:14:20nicht so tun, als wären sie dazu verpflichtet.
- 1:14:23Für mich können Staaten gerne königreiche sein.
- 1:14:25Sie können gerne, so wie Syrien sich irgendwo dazwischen
- 1:14:28bewegen, wo du einen mehr oder weniger autokratischen
- 1:14:31Präsidenten hast. Und dann werden die Interessen
- 1:14:34der Einzelgruppen durch die Clansab gebildet, solange das
- 1:14:36für die funktioniert, bin ich niemand, der das diskriminiert,
- 1:14:40das dürfen Sie gerne machen und ich glaube, und das muss, muss
- 1:14:43ich vielleicht sogar als Lob anfügen an Al Jolani oder Al
- 1:14:46sharabi er sich jetzt nennt. Er ist in einer gewissen Weise
- 1:14:50politisch pragmatisch, und er versteht seine Limitationen und
- 1:14:54seine Möglichkeiten. Und ich hätte ihm nicht
- 1:14:57zugetraut, dass er jetzt, und es ist noch nicht mal ein Jahr her,
- 1:15:01dass er jetzt schon so weit ist, dass er von sämtlichen
- 1:15:03Sanktionslisten runterkommt, dass er im Oval Office war, dass
- 1:15:06dass er sich mit allen relevanten, mit allen relevanten
- 1:15:10Akteuren getroffen hat, er war also, sprach mit Europäern,
- 1:15:14sprach mit den Saudis, mit Bedekadari, selbst in Russland
- 1:15:17war. Also ich meine, dass Syrien,
- 1:15:21wenn es überhaupt sowas wie den Hoffnungsträgern so einer
- 1:15:23Tristenanlage geben kann, dann ist das Ahmed Al Shaddam das.
- 1:15:30Ist erstaunlich, aber die Alawiten und die Trusen, die er
- 1:15:33kürzlich umgebracht hat, würden das nicht so sehen.
- 1:15:37Und ich glaube, das ist die falsche Wahrnehmung, die wir
- 1:15:39haben. Das war nicht er, sondern das
- 1:15:41waren die Elemente seiner Mitstreiter, die er nicht
- 1:15:44kontrollieren kann er. Er ist ein sehr schwacher
- 1:15:46Präsident, aus logischen Gründen.
- 1:15:47Also Syrien. Wenn wir schon vorher Jörg
- 1:15:50Haider zitiert haben, Syrien ist wirklich eine Missgeburt der
- 1:15:53Geschichte, wie kannst du so viele ethnisch verschiedene,
- 1:15:56religiös verschiedene Gruppen in einen Staat packen und davon
- 1:15:59ausgehen, dass das funktioniert, ich?
- 1:16:02Bin nie davon ausgegangen, du wirst vielleicht mein Twitter
- 1:16:05Account mitverfolgen, wo ich ex Syria.
- 1:16:08Und vielleicht ist das die bessere Variante.
- 1:16:10Vielleicht, vielleicht ist eine Art Konföderation, vielleicht
- 1:16:14ist eine Art. Ja, wie es im Libanon gemacht
- 1:16:19wird, ist eher schlecht, wo du dann halt ja auf Basis der
- 1:16:24ethnischen Zugehörigkeit dann pflichtsitze in Regierungen
- 1:16:28hast, ist auch nicht ideal. Oder wie es in Bosnien gemacht
- 1:16:31wurde, das ist halt eher eine eine Konstruktion, die in erster
- 1:16:34Linie mal auf Frieden aus ist, aber nicht auf Good Governance,
- 1:16:38aber al sharah versteht glaube ich, dass.
- 1:16:41Dass die Rogue Elements, wenn man die so nennen will, in
- 1:16:44seiner Regierung noch immer dazu fähig sind, aufgrund von
- 1:16:48teilweise Fake News, wo sie dem einen Drusen unterstellt haben,
- 1:16:51er hätte, er hätte den sunnitischen Glauben verschmäht,
- 1:16:56und dann sind die ausgerückt und haben haben als Gott wie viele
- 1:17:00Drusen geschlachtet an dem Tag, sowas kann immer passieren, und
- 1:17:04ich glaube nicht, dass die radikalsten Elemente der Ex HTS
- 1:17:08mittlerweile Regierung überhaupt auf Ahmed Al Schada hören.
- 1:17:12Und das ist die Limitation, die er hat.
- 1:17:14Er muss die Legitimität seinen radikalen Mitstreitern
- 1:17:17gegenüber, aber auch seinen nicht Mitstreitern, seinen
- 1:17:20Widersachern gegenüber öffnen, und das zum selben Zeitpunkt,
- 1:17:22und das ist sehr schwierig. Ich mache diese Ex Syrien und Ex
- 1:17:26Russia nicht nur zu Entertainment und um mehr also
- 1:17:30Follows zu generieren, sondern ich habe das Vergnügen und die
- 1:17:33Ehre gehabt in den 2000 ern in den Otto von Habsburg mehrmals
- 1:17:36zu treffen und im Zuge der paneuropa Bewegung habe ich
- 1:17:39seinen Reden gelauscht in der industriellen Vereinigung dieser
- 1:17:42noch online, wo er vor Putin gewarnt hat, aber Nebensätze
- 1:17:45seiner Rede war der Mittlere und Osten gewidmet und er hat eben
- 1:17:49da erwähnt, dass Syrien genauso entstanden ist wie viele
- 1:17:52Nachfolgestaaten des Osmanischen.
- 1:17:54Reichs eben im Endeffekt durch die Aufteilung des Osmanischen
- 1:17:58Reichs nach französischen und britischen Machtverhältnissen.
- 1:18:03Ja genau in der Form, also nach dem Ersten Weltkrieg, wo das
- 1:18:05halt alles neu aufgeteilt worden ist.
- 1:18:07Und die einzelnen Völker ähnlich wenig Mitspracherecht gehabt
- 1:18:10haben wie in Jugoslawien. Und dieser gemeinsame Raum der
- 1:18:15Kultur, die ja noch immer von den osmanischen Kultur und
- 1:18:18Verwaltungstraditionen, dem Villajet, der Distrikt eben,
- 1:18:21geprägt wird. Und dass das eben ähnlich
- 1:18:23fragile Konstrukte sind, dieses Syrien wie eben Jugoslawien, und
- 1:18:28daher kommt der Vergleich denn immer, das ist ja quasi meine
- 1:18:31Prägung, ist ja die Arbeit als die Villinger Doktrin, wenn du
- 1:18:35so willst. Ja, ich versuche es zu prägen
- 1:18:37und. Aber meine Arbeit und mein
- 1:18:38Leben, die 15 Jahre in Ex Jugoslawien.
- 1:18:41Aber als junger Österreicher, der in den Neunzigern hier
- 1:18:44politisch aktiv war, war es natürlich die Zerfallskriege
- 1:18:47Jugoslawiens, für mich die prägende Sache.
- 1:18:49Plötzlich war unsere Grenzhütte und Fahrer, das war dramatisch,
- 1:18:53ich war im ÖVP Bundesparteitag, kann ich mich erinnern, und da
- 1:18:56war eine riesige Krisenstimmung, der Kreiner ist dann
- 1:18:59zurückgefahren, weil im Prinzip war die brennende Grenzhütte.
- 1:19:03Und dann war natürlich die Frage, ist es gut, der Zerfall
- 1:19:06Jugoslawiens ist ja richtig, wie ist es abgelaufen, da kann man
- 1:19:09wirklich herrlich drüber diskutieren, aber jetzt haben
- 1:19:12wir 7 funktionierende neue Staaten.
- 1:19:14Und I, das ist schon die Villinger Doktorin.
- 1:19:16Und da meine Frage ja die, du warst jetzt schon in vielen
- 1:19:19Ländern und hast da natürlich viele Informationen gesammelt.
- 1:19:22Die Sache ist, so muss die staatliche Ordnung immer so
- 1:19:26aufrechterhalten werden, wie sie eben 1918 oder 1945 oder im Zuge
- 1:19:32der Dekolonialisierung in den Sechzigern eben entworfen worden
- 1:19:35ist oder kannst nicht nur, und das ist meine These, die da
- 1:19:38aufstelle, so einen assistierten Prozess geben, dass Staaten, die
- 1:19:42einfach nie funktioniert haben. Haben und die mit großer
- 1:19:45Wahrscheinlichkeit auch nie funktionieren dürfen, die auch
- 1:19:48einen Weg in die organisierte Neuorganisation, sprich ex
- 1:19:53Syria. Was ich damit sage, warum soll
- 1:19:55es da nicht 5 neue Staaten geben und in Syrien ist am besten
- 1:19:58schon dokumentiert, weil da gibt es dieses eigentlich
- 1:20:01funktionierende Staatswesen, das wir nur nie anerkannt haben, man
- 1:20:05kann es Rodschaffer nennen oder die Autonomers regional
- 1:20:09Government of Ostsyrien oder wie der komplizierte lange Name
- 1:20:13offiziell ist, aber. Aber die sind seit 2011 de facto
- 1:20:16leben die Alanis und von den Amerikanern abgesichert, und
- 1:20:19jetzt müssen sie wieder unter dem Islamisten Al Culani oder
- 1:20:23Alschara müssen sie wieder eingeordnet werden, müssen
- 1:20:26wieder aus Damaskus verwaltet werden, obwohl sie dort mit
- 1:20:29denen jetzt seit 15 Jahren nichts zu tun haben und in
- 1:20:32Wirklichkeit nur Elend über sie gekommen ist.
- 1:20:34Nur Katastrophen, Terror und Horror über Sie gekommen ist aus
- 1:20:37Damaskus, und jetzt sagen wir, weil wir Syrien quasi irgendwann
- 1:20:41erfunden haben, 1918 wurden. Muss es für immer Syrien
- 1:20:45bleiben, weil UPS neue Länder darf es nicht geben.
- 1:20:49Also meine kurze Antwort ist nein.
- 1:20:52Also ich gebe dir recht, es muss nicht immer alle Staaten, die
- 1:20:56wir zum Zeitpunkt x erfunden haben für Ewigkeit weitergeben,
- 1:21:01aber du weißt genauso in der internationalen Ordnung gibt es
- 1:21:04diese Debatte so lange wie es Staaten gibt.
- 1:21:08Geht es um die territoriale Unversehrbarkeit des Staates
- 1:21:11oder geht es um das Selbstbestimmungsrecht der
- 1:21:12Völker? Was ist uns jetzt wichtiger und
- 1:21:14das eine geht mit dem anderen nicht einher, sobald
- 1:21:18irgendjemand seine Unabhängigkeit wünscht und sie
- 1:21:20nicht hat, das heißt, für mich ist da immer die Frage, und ich
- 1:21:25bin eigentlich zumindest ideologisch immer eher auf der
- 1:21:28Seite der Separatisten, weil ich mir denke, wer bin ich und.
- 1:21:33Um dir deinen Staat zu versagen, wenn du als Katalane, wenn du
- 1:21:36als Kurde der Meinung bist, du gehörst dann nicht dazu und du
- 1:21:40erfüllst die Voraussetzungen, warum solltest du deinen Staat
- 1:21:43nicht haben? Es gibt keinen Grund ihn dir zu
- 1:21:45verwehren, allerdings bin ich zum selben Zeitpunkt der
- 1:21:49Meinung, dass das Beispiel Jugoslawien, das du gebracht
- 1:21:52hast und das war definitiv ein erfolgreiches Beispiel,
- 1:21:54wenngleich wir doch immer offene Fragen haben, aber ein weitaus
- 1:21:58positiveres Beispiel als viele andere ist ein europäisches
- 1:22:01Beispiel, das nicht anzuwenden ist auf Nahost und.
- 1:22:03Weil wir aus einer komplett anderen Tradition kommen.
- 1:22:05Wir werden die Staatlichkeit, die in dieser Form, da gibt es
- 1:22:10ganz gute Bücher dazu, beispielsweise die die
- 1:22:12Vermessung von Siam als die, als die Briten nach Siam, heute
- 1:22:16Thailand, kamen, hat ihnen der damalige König dort gesagt, du,
- 1:22:21ich weiß gar nicht, wo unsere Grenzen sind, warum willst du
- 1:22:23das überhaupt wissen, also geh da zu meinem Statthalter
- 1:22:27irgendwo in der Peripherie und Frage ihn, wo die Grenze, ich
- 1:22:29habe keine Ahnung, wo die Grenze ist.
- 1:22:31Also diese Idee von klaren Grenzen, was wo dazu gehört,
- 1:22:34welcher Rechtsraum, wo gelten meine Gesetze, ist etwas sehr
- 1:22:38europäisches, das in der Tradition sehr vieler Staaten
- 1:22:40dieser Welt so nicht existiert. Wir haben dieses Frame über die
- 1:22:43gesamte Welt drüber gestülpt, selbst in Afrika, wo
- 1:22:47wahrscheinlich niemand auf die Idee gekommen wäre, dass man
- 1:22:49Entitäten so organisieren muss. Sind die heute mit Parlament und
- 1:22:53mit Präsidenten, und das funktioniert vielleicht
- 1:22:55schlecht, aber es hat noch immer dieselben Ämter, wie wie es sie
- 1:22:58in Europa gibt. Wir haben das über sie drüber
- 1:23:00gestülpt und ich glaube nicht, dass es immer so vernünftig war,
- 1:23:05dass es für manche funktioniert, beispielsweise ich war in
- 1:23:07Jordanien, in Jordanien funktioniert es mit dem König
- 1:23:10und mit dem Parlament halbwegs OK, obwohl das der Staat ist,
- 1:23:13mit den an der Bevölkerung gemäßen meisten Flüchtlingen auf
- 1:23:17der ganzen Welt. Der Staat ist.
- 1:23:19Ja, warum hat er den Palästinensern keine
- 1:23:21Staatsbürgerschaft gegeben? Er hat ihnen in Teilen die
- 1:23:24Staatsbürgerschaft gegeben, nachdem ihre Revolution
- 1:23:27gescheitert ist. Das war aber, das war noch sein
- 1:23:29Vater, muss man ehrlicherweise. Sagen gut, aber der normale Weg
- 1:23:32ist nach einer Zeit anzuerkennen, die sind jetzt, da
- 1:23:34die Palästinenser, die werden einfach Bürger von Jordanien.
- 1:23:37Ja gut, sich immer einen Status der Unsicherheit zu lassen, wie
- 1:23:40menschlich ist das gut. Gut, wer ist das?
- 1:23:44Jordanische Innenpolitik ist jetzt nicht mein Vater.
- 1:23:47Kommen wir zu Afrika, Sudan. Wie funktioniert der Nigeria?
- 1:23:51Die Christen werden abgeschlachtet.
- 1:23:53Ja, das Problem ist zum Beispiel da und vielleicht weiß nicht,
- 1:23:58wie sehr du dich im Begriff von Samuel Huntington verstehst.
- 1:24:00Clash of Civilizations, aber für mich sind da die Bruchkanten
- 1:24:04sehr offensichtlich, dass der Sudan und der mittlerweile
- 1:24:07Südsudan die Bruchkante zwischen.
- 1:24:10Islam und Christentum gleichermaßen wie Arabisch
- 1:24:13sprechende und afrikanisch oder schwarzafrikanisch sprechende
- 1:24:16Sprachen wahr also hier, hier wurden Menschen in einen Staat
- 1:24:19gepfercht, die überhaupt nichts kulturell miteinander zu tun
- 1:24:22hatten, aber die Frage ist dann, wie klein kann ich Menschen
- 1:24:26heruntersegregieren bis es funktioniert, also wie klein.
- 1:24:30Muss die Entität beispielsweise in Syrien oder im Sudan sein,
- 1:24:33dass es kein Infighting mehr gibt, weil wir sehen trotz des
- 1:24:36Umstands, dass der Südsudan nicht mehr Teil vom Sudan ist
- 1:24:39und wir weitestgehend sagen können, ja eigentlich kulturell
- 1:24:42die Menschen im Nordsudan sind einander sehr ähnlich, sie
- 1:24:44sprechen alle Arabisch, und sie und sie sind Muslime, aber sie
- 1:24:48haben dann noch andere Zugehörigkeiten zu subgruppen,
- 1:24:52die jetzt zu diesem verheerenden Bürgerkrieg führen.
- 1:24:56Wo, wo in Al fascha Leute geschlachtet werden aufgrund
- 1:24:59ihrer Loyalität zur Regierung. Und dann kommt die RSF und die
- 1:25:02wird gesponsert von von den arabischen Emiraten et cetera.
- 1:25:05Also ich glaube, wir haben zu wenig Kenntnis über diese
- 1:25:09Nationen, dass wir als Europäer herkommen können und sagen
- 1:25:12können, wenn wir Syrien spalten in 5 Teilstaaten, dann ist alles
- 1:25:15super, ich glaube nicht, dass es so.
- 1:25:16Ist für die Kenntnis bist du da. Du bist der Weltenerklärer.
- 1:25:19Ich sag nur, wenn wir vor 15 Jahren schon davor anerkannt
- 1:25:22hätten, dann hätten wir vielleicht diesen Bürgerkrieg in
- 1:25:24der Form heute nicht. Es kann schon Recht geben für
- 1:25:28die Staaten, sie neu aufzustellen.
- 1:25:30Und Südsudan ist unabhängig davor hätte das damals auch
- 1:25:35werden können. Haben wir gesagt.
- 1:25:37Beispielsweise wenn wir heute. Auf immer zu.
- 1:25:39Kleimen, dass wir Somaliland anerkennen.
- 1:25:41Ja, da bin ich voll dafür. Somali gut.
- 1:25:43Aber erkennen wir dann auch Puntland an und was bleibt dann?
- 1:25:46Also dann bleibt irgendwo eine Art Rest Somalia übrig und
- 1:25:50innerhalb dieser. 3 neuen Staaten, ja.
- 1:25:52Ja, aber innerhalb von Rest Somalia regiert die Regierung in
- 1:25:54Mogadischu maximal 30 Kilometer außerhalb der Hauptstadt.
- 1:25:57Und dort ist dann Al Shabaab. Es ist schwierig, also ich maße
- 1:26:01mir nicht an, Lösungen für Afrika zu haben, weil wir sind
- 1:26:04einfach von unserer Realität so weit entfernt wir.
- 1:26:06Da gibt es immer das Argument, dass in in diesem, wie man das
- 1:26:11früher genannt hat, das Heilige Reich römischer Nation in
- 1:26:14Deutschland, dass da Hunderte von einzelnen Fürstentümern
- 1:26:17drinnen waren. Ich bin nett dafür, aber man
- 1:26:19muss sich halt jedes Land individueller anschauen, was ist
- 1:26:22die bessere Lösung, und wir hatten damals, wo die UN
- 1:26:25gegründet ist, eben 50 Mitglieder, dann sind die
- 1:26:27Kriegsverlierer mit der Zeit dazu gekommen, aber heute haben
- 1:26:31wir fast 200 Staaten. Ich sehe ja Welt, wie man sie ja
- 1:26:34mit 350 Mitgliedern, warum nicht, wenn sie aus Russland
- 1:26:38neue Staaten entwickeln, wenn sie aus Syrien neue Staaten
- 1:26:41entwickeln, aus Indien neue Staaten entwickeln, aus Nigeria,
- 1:26:43aus Sudan. In Wirklichkeit sind alle diese
- 1:26:46Länder ein Produkt von kolonialer Machtprojektion, die
- 1:26:51dann zum Beispiel haben die Briten Nigerien als
- 1:26:53Verwaltungseinheit zusammengefasst.
- 1:26:55Länder, die gar nie was miteinander zu tun gehabt haben,
- 1:26:58Stämme, die nie zusammen regiert waren, in keiner Hinsicht sind
- 1:27:01da nigerien geworden, weil es praktisch.
- 1:27:02Das war für London. England hat das gleiche auch in
- 1:27:07Indien gemacht, also Indien war nie ein vereinheitlichte
- 1:27:11Verwaltungskonstrukt, die haben de facto den Krieg gegen die
- 1:27:15Franzosen gewonnen, haben die Spanier, Portugiesen
- 1:27:17rausgeworfen und haben sie immer mehr ausgebreitet und haben dann
- 1:27:20eben einen Gesamtstaat Indien errichtet, der dann zerbrochen
- 1:27:24ist, wo sie in Konkurs gegangen sind, 1947 und dann ist eben
- 1:27:27Pakistan entstanden, dann ist Bangladesch weg, und warum
- 1:27:30sollten nicht andere Länder dort da entstehen, waren dort und.
- 1:27:32Ungerechte Systeme herrschen. Es geht ja immer um den
- 1:27:36Gesamtnutzen der Menschheit und auch um die Situation dort.
- 1:27:39Also wenn die Menschen dort wirklich unterdrückt werden,
- 1:27:41dann sehe ich eigentlich kein Bedürfnis oder Notwendigkeit von
- 1:27:44uns, dass wir sagen, Souveränität, Souveränität ist
- 1:27:48dann quasi die Legitimation für Unterdrückung, für Mord, für
- 1:27:51Terror, für ich. Stimme, ich stimme dir zu, ich
- 1:27:54stimme dir zu. Nur das Problem ist.
- 1:27:56Wir haben auch irgendwo ein Interesse an internationaler
- 1:27:58Stabilität und wir können dieses, dieses fehlinger
- 1:28:01Beispiel, glaube ich, in so gut wie allen Staaten der Welt
- 1:28:04durchspielen und sagen, Freiheit für alle, die sie wünschen, und
- 1:28:08ich bin durchaus dafür, ich würde es jetzt vielleicht nicht
- 1:28:10aktiv unterstützen, weil ich die Akteure so schlecht kenne, aber
- 1:28:12ich würde sagen, ich würde es zumindest nicht aktiv
- 1:28:14verhindern, nur eine Einschränkung haben wir.
- 1:28:18Das sind Atomwaffen und ich hab kein Interesse, dass aus
- 1:28:22Russland dann plötzlich 25 kleine Atommächte hervorgehen,
- 1:28:26wo ich dann irgendwie mit Baschkordistan darüber
- 1:28:30verhandeln muss, dass sie sich atomar entwaffnen.
- 1:28:34Und wir brauchen dann praktisch 25 neue Budapester Memoranden.
- 1:28:38Die haben ja noch so gut funktioniert.
- 1:28:40Also von dem. Erstens das und zweitens.
- 1:28:42Was, wenn sich dann irgendjemand dagegen wehrt?
- 1:28:45Ich kenne das russische System sehr gut, das ist schon jetzt,
- 1:28:47Putin macht kein Micromanagement und alles darunter ist praktisch
- 1:28:51Freispiel der Mächte, es ist Feudalismus und ich hätte kein
- 1:28:55gutes Gefühl. Wenn Tschetschenien unter der
- 1:28:59Führung eines Warlords Ramsankadirov in Besitz von von
- 1:29:02Atomwaffen. Kommt ja, das wäre furchtbar.
- 1:29:04Das will natürlich keiner und ich muss auch einschränken, dass
- 1:29:07ich noch nie für die Unabhängigkeit von Schottland,
- 1:29:09Katalonien, Kalifornien, Texas, also wir die funktionierende ne,
- 1:29:13weil wir sind die freie Welt, ja, dort gibt es ja keine
- 1:29:16Ungerechtigkeit. Es gibt in der Form.
- 1:29:18Einige anders sehen. Ja, ich bin ja kein linker
- 1:29:21Philosoph, der die Ungerechtigkeit der Welt
- 1:29:23philosophiert und dann, ich sage eben, es gibt dort keine
- 1:29:25strukturelle Ungerechtigkeit in der Form, weil die Menschen
- 1:29:28leben unter der amerikanischen Verfassung, Kanada, UK, frei und
- 1:29:32ordentlich, dort gibt es die Sicherheit der Menschenrechte,
- 1:29:35der Eigentumsrechte und der öffentlichen Sicherheit, dort
- 1:29:38ist alles in Ordnung, das ist sogenannter Luxus, Separatismus,
- 1:29:42Fancy, weil man irgendwann einmal selbstständig war, das
- 1:29:44kann jeder von sich behaupten, dass es irgendwann einmal war in
- 1:29:46der Geschichte und. Also das in Katalonien.
- 1:29:49Das ist für mich ein russisches Projekt.
- 1:29:50Ja, Schottland ist in Wirklichkeit auch von Russland
- 1:29:52gefördert worden, weil die natürlich uns auseinander
- 1:29:55dividieren wollen, wir aber mehr Interesse haben, sie auseinander
- 1:29:58zu dividieren und wann und drum mache ich diese globale Kampagne
- 1:30:01hier in der Form seit 2023, wann sie Russland herausnimmt,
- 1:30:05Ukraine anzugreifen und vor unseren Augen zu zerstückeln.
- 1:30:09Da können wir zumindest diese Länder durchdiskutieren, wie das
- 1:30:12eigentlich wäre. Ich diskutiere im Wesentlichen
- 1:30:15die Länder, die Russland unterstützen, also China,
- 1:30:18Indien, Nigeria, Syrien, bis vor kurzem hoffentlich nicht mehr
- 1:30:22weiter, aber diese Länder, unsere Feindesländer, da kann
- 1:30:25man zumindest diskutieren, öffentlich auf x, was eigentlich
- 1:30:28wäre, wenn die sie aufteilen würden oder separieren und
- 1:30:32außerdem ist das eine Form von ideologischer Gegenoffensive,
- 1:30:34die damals starte, und da möchte ich schon, dass einige ein
- 1:30:37bisschen unter Druck geraten sind.
- 1:30:39Speziell in Nigerien, weil ich bin jetzt zum Beispiel der Held
- 1:30:42der Biaphra Christen worden und ich kann eigentlich länger
- 1:30:45darüber diskutieren und finde ich eigentlich, das ist nicht in
- 1:30:48Ordnung, dass die Europäische Union zuschaut, während Christen
- 1:30:51in Nigerien abgeschlachtet werden, weil nur weil wir
- 1:30:55wirtschaftliche Interessen haben und ein bisschen Öl, sagen wir
- 1:30:58das okay Christen biaphra hat uns damals nicht interessiert,
- 1:31:01wo sie zum ersten Mal unabhängig werden wollten vor 50 Jahren,
- 1:31:04und jetzt interessiert es uns auch nicht.
- 1:31:06Und dann sagen wir, OK, das waren halt, das geht das
- 1:31:08Schwarze, ja, geht uns nichts an, die werden das schon in
- 1:31:10Ordnung machen. Souveränität ist für uns
- 1:31:13wichtig, territoriale Souveränität, und das ist ja
- 1:31:15Prinzip, das natürlich wichtig ist, auf dem passiert die
- 1:31:18globale Ordnung, das kann ich schon verstehen.
- 1:31:20Aber es geht ja nicht darum, ob jetzt die Souveränität der
- 1:31:23Ukraine angegriffen wird, sondern wie es den Ukrainern
- 1:31:26dort geht. Innerhalb der russischen
- 1:31:29besetzten Gebiete. Es ist ja nicht die Frage, ob es
- 1:31:31jetzt Russisch oder ukrainisch ist, sondern es ist so, dass das
- 1:31:34ein Terrorregime ist, was Putin errichtet hat im Tombas, der
- 1:31:38bringt die Leute dort um, da gibt es Folter, Keller, da gibt
- 1:31:41es kein Recht, da gibt es keine Eigentumsrechte, denn den Leuten
- 1:31:43werden das Leben und das Eigentum weggenommen, und das
- 1:31:47muss unser ehrernster Punkt sein.
- 1:31:49Und wann ein Regime die Leute umbringt, genauso wie Milosovic
- 1:31:53die Albaner umgebracht hat oder sie vertreibt, dann ist unser
- 1:31:57Einsatz unserer militärischen Mittel gerechtfertigt, um diese
- 1:32:00Regime zu stürzen. Wir werden ja um das in die
- 1:32:04Praxis zu führen, militärisch hyperaktiv werden müssen, wenn
- 1:32:08wir danach suchen. Die internationale Ordnung in
- 1:32:11unserem Sinne zu verändern. Also bin ich voll dafür.
- 1:32:16Ich war immer für Einsatz in Syrien, Einsatz in Libyen,
- 1:32:20Einsatz im Iran. Leisten können, weil die Sache
- 1:32:22ist halt schon. Ich verstehe, warum der Westen
- 1:32:25so auf territoriale Integrität und Souveränität steht, weil
- 1:32:28klarerweise die die Siegerordnung des Zweiten
- 1:32:32Weltkriegs dadurch eingefroren wurde.
- 1:32:34Und dann ist irgendwann mal die Sowjetunion verschwunden, und
- 1:32:36dann war es überhaupt super, weil mehr oder weniger war man
- 1:32:39mit dem Status quo zufrieden und seitdem das Ganze unter Druck
- 1:32:42kommt, sind wir permanent nur noch defensiv und versuchen den
- 1:32:45Status quo so lange wie möglich zu bewahren und haben eigentlich
- 1:32:49wenig Vorstellung, wie wir das in eine neue Epoche führen
- 1:32:52können, exakt so, dementsprechend genau du bist da
- 1:32:56vielleicht einer der der Offensivsten.
- 1:32:59Denker im Sinne von ja, vielleicht sollte man auch
- 1:33:03einfach jetzt anfangen, Dinge zu verändern.
- 1:33:06Nur die Frage ist, kommen wir dann nicht in Teufels Küche,
- 1:33:08weil wie kann ich legitimerweise, außer dass Putin
- 1:33:11schlecht ist und wir besser, wie kann ich dann argumentieren,
- 1:33:14dass die Kremo Kränisch sein soll, außer mit dem Argument der
- 1:33:18territorialen Integrität? Weil du trägst eine Krawatte von
- 1:33:21den von den Krimtataren. Danke, dass du darauf hinweist.
- 1:33:24Ich bin sehr stolz. Ich hab sie vom Führer der
- 1:33:25Krimtataren, Mr. Cemilev, persönlich überreicht.
- 1:33:28Bekommen. Ich.
- 1:33:29Trag Sie jeden Tag bis zur Befreiung der Krim jeden.
- 1:33:32Tag. Aber die Frage ist doch, einige
- 1:33:34würden würden wohl meinen, dass die Krim auch nicht ukrainisch
- 1:33:37sein soll, sondern unabhängig. Das ist alles.
- 1:33:40Denkmöglich natürlich, das ist alles denkmöglich ich bin
- 1:33:44natürlich für die Krim, dass sie zurückkommt in die Ukraine, weil
- 1:33:47wir sind die freie Welt, wir werden dort ordentliche
- 1:33:50Verhältnisse herstellen, die Sicherheit und die Freiheit und
- 1:33:53natürlich die Eigentums und die Menschenrechte, da man uns das
- 1:33:55auch gewährleistet, und das ist schlussendlich der Wunsch der
- 1:33:57Krim, der da und der Leute, die dort wohnen, dass sie unter
- 1:34:00vernünftigen Verhältnissen innerhalb der Ukraine, innerhalb
- 1:34:03der Nato und der EU leben, aber. Aber ich kann, ich mein, da kann
- 1:34:07man andere Optionen nahe anstellen, keine Frage.
- 1:34:10Aber grundsätzlich bin ich dafür, dass man die Ordnung neu
- 1:34:13denkt und es ist so. Ich wollte jetzt was.
- 1:34:16Darauf hinweisen weißt du, du bist 130 jähriger Vertreter des
- 1:34:19Establishment. Ich bin 157 jähriger
- 1:34:22revolutionär ich bin. Kein Vertreter.
- 1:34:24Ich möchte sie erinnern, dass der George Bush nach Kiew
- 1:34:28gefahren ist im 8. August 1991 und gesagt hat, was
- 1:34:32hat er dort gesagt, im Parlament, in der Radau selbst,
- 1:34:35hat er gesagt, geht's nicht unabhängig, weil wir wollen mit
- 1:34:38der Sowjetunion insgesamt reformieren und
- 1:34:41zusammenarbeiten, das wäre doch wunderbar zusammenzubleiben und
- 1:34:44am 23 glaube ich oder am 24. August.
- 1:34:46Also ich rede hier von 2 Wochen wie sie es gemacht hat, hat die
- 1:34:49Rada sie entschlossen, die Unabhängigkeitsreferendum im
- 1:34:52Dezember einzuleiten und sie unabhängig zu erklären.
- 1:34:55So waren die Vorgänge und der James Baker, den hat der Bush,
- 1:34:59den ich wirklich verehre, also ich bin ein totaler Fan von der
- 1:35:01Bush Familie, eine ganz fantastische Familie, die uns
- 1:35:04wirklich befreit haben und herzlichen Dank dafür, aber sie
- 1:35:07sind dann trotzdem im Sinne dieser Ordnung die du
- 1:35:09verteidigst. Sind sie dann nach ich glaube
- 1:35:11Belgrad und Kroatien gefahren und nach Tirana, so war der
- 1:35:14James Boga und hat gesagt Jugoslawien hat.
- 1:35:16Muss unbedingt zusammenbleiben. Wir wollen die Welt so wie sie
- 1:35:19ist. Ich verteidig das nicht, ich hab
- 1:35:22es nur beschrieben, dass sonst die Alternative womöglich dann
- 1:35:24nicht besser passt. Also ich, ich warne davor, dass
- 1:35:29wir uns in alle möglichen, möglicherweise sogar
- 1:35:32stellvertreterkriege involvieren.
- 1:35:35Für was also, wenn die bessere Welt, aber das ist nicht mein
- 1:35:40Anspruch. Ich mein das schon.
- 1:35:42Also du willst die ganze Welt zu einem besseren Ort machen.
- 1:35:45Absolut. Mir reicht Europa.
- 1:35:47Na, die ganze Welt soll besser werden.
- 1:35:49Es sollen alle Menschen frei. Was ist das Ziel?
- 1:35:52Jeder Mensch auf der Welt soll sicher und frei und wohlhabend
- 1:35:55leben. Das ist schön, aber ob alle
- 1:35:58dieselbe Vorstellung von sicher und frei und wohlhabend haben,
- 1:36:02stelle ich insofern einen Zweifel, als dass ich als
- 1:36:04Europäer meine, das nicht für alle anderen besser zu wissen.
- 1:36:07Gut. Gut, diese Arroganz liege schon
- 1:36:09am Tag. Ich sage, es ist gut, frei zu
- 1:36:11sein, es ist gut, sicher zu sein und es ist gut, wohlhabend zu
- 1:36:14sein oder halbwegs zumindest so, dass man sich leben leisten
- 1:36:18kann. Also diese 3 Sachen sind schon
- 1:36:20ganz wesentlich und das wollen alle, alle Leute, die meinen
- 1:36:23Reisen, also ich bin jetzt auch nicht auf der ganzen Welt
- 1:36:25gewesen, ich war sehr wenig in Afrika und in Lateinamerika,
- 1:36:28aber ich war in vielen Ländern Asiens und ich war überall in
- 1:36:31Europa und in Amerika. Alle Menschen wollten im
- 1:36:33Wesentlichen das gleiche. Sicherheit, Freiheit und ein
- 1:36:36normales, selbstbestimmtes Leben, wo sie ihre Dinge machen
- 1:36:40können und haben jetzt erfolgreich.
- 1:36:41Nichts. Die wollen.
- 1:36:42Nicht regiert werden von Tyrannen, die wollen nicht
- 1:36:45ausgebeutet werden, die wollen nicht versklavt werden, die
- 1:36:47wollen nicht Angst haben, die wollen nicht Angst haben, dass
- 1:36:50nachher dann der Folterkeller auf einen wartet, wenn man was
- 1:36:52falsches gesagt hat. Es spricht die Aufklärung aus
- 1:36:55dir und ich. Ich finde das gut, ich bin ja
- 1:36:58auch jemand, der diese Werte von mir von mir her trägt und gerne
- 1:37:01möge jeder zugreifen. An dem ich vorbeigehe.
- 1:37:04Aber die Staaten, die die Aufklärung als solche nicht in
- 1:37:10der Breite ihrer Bevölkerung jemals thematisiert haben, bei
- 1:37:13denen sehe ich schon, dass ideologische Wahl zum eigenen
- 1:37:17Nachteil sehr häufig stattfindet.
- 1:37:20Also man kann mir ja nicht erklären, beispielsweise weil
- 1:37:23ich eben gerade in Jordanien war, dort ist die
- 1:37:24Muslimbruderschaft verboten worden, weil sie innenpolitisch
- 1:37:26zu mächtig wurde, das ist zerschlagen worden, weil der
- 1:37:29jordanische König Angst hatte, so.
- 1:37:32Keiner kann mir erzählen, dass Jordanien für die geografische
- 1:37:36Region Stabilität und halbwegs Wohlstand besser dran wäre, wenn
- 1:37:40die Muslimbruderschaft in diesem Staat eine größere politische
- 1:37:44Wichtigkeit hätte. Niemand kann es mir erzählen,
- 1:37:46selbst die Jordanier nicht, aber es ist aufgrund des Glaubens so
- 1:37:50und und by the Way, das ist meiner Meinung nach das größte
- 1:37:55Hindernis, wenn wir wirklich die die Welt in deinem Sinn
- 1:37:58verbessern wollen und und all die Dinge, die du anstrebst.
- 1:38:02Dann geht das glaube ich, nur mit mündigen Menschen, die
- 1:38:05wissen, wenn ich a mache, dann passiert b.
- 1:38:08Wenn die an Mythen glauben und für mich sind Religionen Mythen
- 1:38:12am sorry to say Ich bin einer der größten Religionsgegner, der
- 1:38:15das auch öffentlich so ausspricht.
- 1:38:16Interessant, dann ist es, dann ist es nicht möglich und ich
- 1:38:22habe das einmal in einem anderen Podcast besprochen und es ist
- 1:38:25auf sehr viel positive Resonanz gestoßen, weil das glaube ich
- 1:38:27wenige so sehen. Es gibt überhaupt keinen guten
- 1:38:29Grund, warum Israel mit dem Iran verfeindet sein sollte.
- 1:38:34Die Staaten grenzen nicht aneinander, sie haben kaum
- 1:38:38überlappende Interessen aus ihrer eigenen Sicherheit, die
- 1:38:41vielleicht gegenseitig in Frage gestellt wird oder die einen
- 1:38:43würden sagen, ihr stellt sie in Frage und die anderen würden
- 1:38:45sagen, wir stellen sie in Frage, wie auch immer, es gibt keinen
- 1:38:48guten Grund außer die Ideologie, weil eigentlich in Israel, auch
- 1:38:53wenn der Staat eine Demokratie ist, gibt es sehr starke
- 1:38:56Elemente. Die glaubensgetriebene Politik
- 1:38:58machen und im Iran haben wir eine lupenreine Demokratie und
- 1:39:02die sind einfach ideologisch verfeindet.
- 1:39:05Israel hat viel logischere Feinde als den Iran und trotzdem
- 1:39:08ist der Iran der größte, weil es einfach ideologisch so aufgrund
- 1:39:12aufgrund der Religionsbasiertheit der Politik
- 1:39:14im Iran stärker in Israel auch existent, weil es sich so
- 1:39:19ergeben hat, und das ist meine Befürchtung, dass wir über diese
- 1:39:25Unbasierten. Meiner Meinung nach idiotischen
- 1:39:29Handlungsmaximen aus quasi erfundenen Erzählungen aus dem
- 1:39:35Jenseits. Über die werden wir mit
- 1:39:37logischen Argumenten nicht rüberkommen.
- 1:39:38Es ist, es ist sinnlos, mit religiösen Menschen zu zu
- 1:39:41streiten, weil du wirst sie nicht überzeugen.
- 1:39:43Aber wenn für die Religion wenig wichtig ist oder gar nicht
- 1:39:46wichtig ist, es ist halt für manche Leute ein ganz großer
- 1:39:49Antriebsfeder. Und manche Staaten und manche
- 1:39:52Menschen, Bevölkerungsgruppen glauben halt sehr stark an ihre
- 1:39:56Religion und wollen das und sind auch bereit, die dann mit Gewalt
- 1:40:00durchzusetzen. Warum soll man diesen Staaten
- 1:40:02dann so mächtige Instrumente wie einen Staat wie einen Iran in
- 1:40:05die Hand geben, um sie dann quasi zu exportieren, ihren Hass
- 1:40:10exportieren, ihre Aggression, was der Iran eben seit 79 kann
- 1:40:14aufgrund seiner Erdölreserven und dadurch, dass auch quasi
- 1:40:1790000000 Leute ungefähr dort wie sie sind, eben beherrscht und.
- 1:40:21Diese schreckliche Ideologie, und das ist nicht in unserem
- 1:40:24Interesse, das zu beenden, und da sage ich ja, es ist in
- 1:40:27unserem Interesse, das zu beenden, die haben diese
- 1:40:30Ressourcen, die haben diese macht, die haben diesen Hass,
- 1:40:33und die haben diese extremistische Auslegung ihrer
- 1:40:35Religion, und die haben dieses Machtinstrument irgendwann sie
- 1:40:38ergattert, und dann haben sie die Möglichkeit, eben das zu
- 1:40:42exportieren, was sie jetzt eh weniger haben, wird dann nicht
- 1:40:44an ja oder de facto sie in Libanon, in Syrien und in Gaza
- 1:40:50ausgeschlossen. Geschaltet hat und selbst den
- 1:40:52Iran sie massiv getroffen hat. Also jetzt sind Sie in dem
- 1:40:55Rückzug, aber sie haben sie werden sie erholen und sie
- 1:40:57werden wieder macht und Brutalität haben, die sich in
- 1:41:01der Lage versetzt und da sage ich lieber Ex Iran ist unsere
- 1:41:05bessere Strategie. Der Punkt ist halt auch bei
- 1:41:07aller Kritik an Benjamin Netanjahu ist es halt.
- 1:41:10Benjamin Netanjahu ist definitiv nicht der ideale
- 1:41:15Premierminister, aber. Das, was uns blüht, wenn
- 1:41:19Benjamin Netanjahu einmal weg ist, macht mir bei weitem
- 1:41:21größere Sorgen. Also ich möchte keinen Ben queer
- 1:41:23oder smodric in derselben Position haben, weil das sind
- 1:41:26Leute, die argumentieren im dritten Tempel und sowas mit
- 1:41:29sowas kann man auch nicht diskutieren.
- 1:41:30Also ich bin der Meinung, wir müssen, wir müssen da sehr
- 1:41:33selektiv sein, wem wir dienen und wen wir unterstützen und
- 1:41:37womöglich, vielleicht hast du mich jetzt sogar überzeugt,
- 1:41:40müssen wir auch aktiv werden gegen Personen die oder
- 1:41:44Kollektive die. Die nach religiösen Maximen
- 1:41:47destruktiv handeln. Ich bin in der Tradition des
- 1:41:51liberalen Interventionismus. Ich finde die Mightley and all
- 1:41:55bright eine der besten Figuren unserer Geschichte.
- 1:41:58Sie hat eben die Lehren aus Never again, also dass man
- 1:42:01frühzeitig sie war in der Tschechoslowakei geboren, sie
- 1:42:04ist dann Amerikanerin geworden und Politikerin mächtiger
- 1:42:06Person, und sie hat eben die Lehren gezogen, wir müssen am
- 1:42:09Anfang das Übel des Evil bekämpfen, wir müssen bereit
- 1:42:13sein, auch unsere Machtinstrumente einzusetzen
- 1:42:15und. Und sie hat ja schlussendlich
- 1:42:17Milosevic besiegt. Sie hat den Kosovo befreit und
- 1:42:21sie hat diese Intervention durchgesetzt, eben aus der Lehre
- 1:42:24der Vergangenheit des Zweiten Weltkriegs.
- 1:42:26Wann wir nicht dagegen seien wir es jetzt, der Westen, wann wir
- 1:42:29nicht in der Lage seien, gegen absolut schreiendes unrecht und
- 1:42:32militärische Intervention von Staaten, die sie dann um diese
- 1:42:36Machtinstrumente zu haben, haben sie bemächtigt, Jugoslawien war
- 1:42:38mächtiger Staat und war in der Lage, eben seine eigene
- 1:42:41Bevölkerung umzubringen, und wann die Amerikaner sich nicht
- 1:42:44dagegengestellt hätten dann. Dann werden die Albaner jetzt
- 1:42:47weg, tot oder vertrieben. Und das war die Lösung, die man
- 1:42:50glossebic wollte und die Albright und der Clinton hat
- 1:42:52sich dann unterstützt, hat eben das militärisch bekämpft und hat
- 1:42:55damit gewonnen und wir haben das Gleiche mit Saddam Hussein
- 1:42:59gemacht, mit Gaddafi, und das war in meinen Augen alles
- 1:43:01gerechtfertigt und wir haben jetzt eine viel bessere
- 1:43:04Situation, wie man damit umgegangen ist, wie man das dann
- 1:43:06gemanagt hat, ist unter anderem immer das Problem, dass man
- 1:43:10immer der Meinung war, das sind tolle Staaten, Libyen, Irak,
- 1:43:13Syrien, eigentlich total gut. Gegeben hätte Libyen und den
- 1:43:17Irak eigentlich aufteilen sollen.
- 1:43:18Klein sofort aufteilen habe ich schon damals gesagt.
- 1:43:21Ja, 2003 aufteilen in 3 Länder und dann hat man
- 1:43:25unterschiedliche Zentren, dann geht es zur Not, meinetwegen
- 1:43:28auch Bevölkerungsaustausch, wann das notwendig ist und für
- 1:43:31unterschiedliche Staatsbuildingprojekte und heute
- 1:43:33hat man es im Irak ist niemand notwendig, da bin ich nicht mehr
- 1:43:36dafür, weil der Irak sie eigentlich zu uns gewendet hat
- 1:43:39und in Wirklichkeit funktioniert, da wohnen jetzt
- 1:43:42fast doppelt so viele Leute, hat der Economist eine große Cover
- 1:43:45Geschichte vor kurzem. Fast doppelt so viele Leute wie
- 1:43:472003, weil es Freiheit gibt, weil es Wohlstand gibt, weil es
- 1:43:51im Endeffekt Entwicklung gibt und Sicherheit.
- 1:43:53Also, und jetzt bin ich immer dafür, dass Kurdistan im Norden
- 1:43:56unabhängig wird, aber das hätte man 2003 machen können und dann
- 1:43:59wären 10 Tausende Leute heute noch am Leben, mehr vielleicht
- 1:44:02100 Tausende, weil man diese ganze Krisen von 2004 bis 2008
- 1:44:06und alle diese bürgerkriegsartigen
- 1:44:08Auseinandersetzungen dann nicht gehabt hätte, dann hätte man 3
- 1:44:10Länder gebildet und es wäre mehr Freiheit gewesen.
- 1:44:14Gut, ich. Ich glaube, ich hab mich
- 1:44:18deswegen auf die Urstadt ich war nur getäuscht davon, weil die
- 1:44:20eine Stunde vorgeht. Schauen Sie mal nach, wie es
- 1:44:22wirklich ist, würde ich alles sagen.
- 1:44:24Okay jetzt würde ich sagen, ich war in Wirklichkeit Gast bei
- 1:44:28Andreas Kassel und da war ein Rollenwechsel hier nicht
- 1:44:33wirklich, aber es war ein wirklich gutes Gespräch, du
- 1:44:36hast. Jetzt noch ein Thema aufmachen
- 1:44:37können? Ja, wenn du noch Zeit hast.
- 1:44:38Natürlich, ja, ich will nur, es soll kein Folterstuhl sein, weil
- 1:44:42ich bin für die Freiheit. Nein, das ist das Einzige, was
- 1:44:45wir was. Was wir jetzt nicht
- 1:44:46ausdiskutiert haben, für mich war es so ein bisschen das Ziel,
- 1:44:50über über Russland zu reden, über über Israel, und wir hatten
- 1:44:54am Anfang die US Thematik und ich habe es schon dargelegt.
- 1:44:57Ich halte die Amerikaner im besten Fall für Partner, aber im
- 1:45:01schlechtesten Fall halt auch irgendwie für Konkurrenten,
- 1:45:04kommt ganz darauf an, wer in Washington regiert, du siehst
- 1:45:07das naturgemäß anders. Was sollte mir das Gefühl geben,
- 1:45:11anlässlich einer Regentschaft Donald Trump und was da auch
- 1:45:15immer noch kommt, dass man sich auf die Amerikaner verlassen
- 1:45:17kann, vor allem als Juniorpartner auf Augenhöhe
- 1:45:20vielleicht andere Debatte, aber solange wir so in Europa die
- 1:45:23Konsultation haben, wie wir sie haben und in sehr vielen Fällen
- 1:45:26einfach das nehmen müssen, was uns die Amerikaner geben, was
- 1:45:29sollte mir das Gefühl geben, dass es es wert ist mit den
- 1:45:32Amerikanern? Den großen Bruder zu haben, der
- 1:45:36Halt manchmal uns auch hertrischt, wenn wenn er das
- 1:45:38Gefühl hat, das wäre richtig. Andreas, Die Amerikaner haben
- 1:45:42den Ersten Weltkrieg gewonnen für die Freiheit.
- 1:45:45Das waren die amerikanischen Finanzmittel, die amerikanischen
- 1:45:482000000 Männer, und das war die amerikanische Technologie und
- 1:45:52die amerikanischen Lastwagen und die amerikanischen Panzer, die
- 1:45:55amerikanische Seemacht, die den Ersten Weltkrieg gewonnen hat.
- 1:45:58Die Amerikaner haben den Zweiten Weltkrieg gewonnen, die
- 1:46:00Sowjetunion hätte verloren, die wäre vernichtet gewesen, wir
- 1:46:04wären ein Nazi Kontinent geworden ohne die Amerikaner, es
- 1:46:07war wiederum die Technologie, die Finanzkraft, die
- 1:46:10industriellen Kapazitäten, die Seemacht Amerika, die den
- 1:46:13Zweiten Weltkrieg gewonnen hat und nicht.
- 1:46:15Nicht die Sowjetunion, ja, die hat die Männer gehabt und die
- 1:46:17Opfer. Aber das Geld, die Technologie
- 1:46:19und alle Machtmittel, die man brauchte, um zu gewinnen, sind
- 1:46:23aus Amerika gekommen. Wir waren dann im Endeffekt, wir
- 1:46:26haben ein sowjetischer Kontinent geworden, die Sowjetunion hätte
- 1:46:30uns 1947 zerdrückt in Westeuropa und wir wären in Wirklichkeit
- 1:46:34sowjetisiert worden, bis nach Spanien runter, da war nichts
- 1:46:37mehr, was im Weg war, die amerikanische Armee hat sich
- 1:46:40zurückgezogen, es waren dann im Endeffekt wiederum die
- 1:46:43Amerikaner, die dann gesagt haben, wir.
- 1:46:45Wir lassen Griechenland, nicht der Sowjetunion.
- 1:46:48Wir werden dagegen stehen. Wir werden Österreich
- 1:46:51freihalten, wir werden Westdeutschland freihalten, wir
- 1:46:53werden auch Westberlin freihalten, das waren die
- 1:46:56Amerikaner, und das waren die Amerikaner, die wiederum
- 1:46:58Jugoslawien in Wirklichkeit dann befriedet haben oder Milosevic
- 1:47:02besiegt haben, es war sonst niemand.
- 1:47:04Von den selben Amerikanern. Dieselben Amerikaner, und das
- 1:47:07sind dieselben Amerikaner, die die Ukraine jetzt gerettet
- 1:47:09haben, ohne die amerikanische Vorbereitung.
- 1:47:11Die amerikanische Unterstützung liegt.
- 1:47:15Logistisch, finanziell wäre auch Kiew jetzt gefallen.
- 1:47:19Wir sollen uns da keine Illusionen machen.
- 1:47:21Es war in jedem Fall die amerikanische Unterstützung, die
- 1:47:23entscheidend war für alle diese großen Auseinandersetzungen der
- 1:47:26europäischen Geschichte. Wir sind in Wirklichkeit ein
- 1:47:29Katastrophenkontinent am Rande des Feindes, der immer aus
- 1:47:35Russland ist, oder die Sowjetunion, oder wie er halt
- 1:47:38immer heißt und ohne die amerikanische Unterstützung
- 1:47:41wären wir in jedem Fall verloren.
- 1:47:43Und das sagen wir auch. Auf absehbare Zeit.
- 1:47:46Wird das so weiter sein, warum? Weil wir einfach viel zu
- 1:47:48unterschiedlich sind und dass wir nicht bereit sind, diese
- 1:47:51Strukturen zu entwickeln, deswegen hat Amerika die Nato
- 1:47:54erfunden und die EU, um halbwegs bei uns irgendwie eine Ordnung
- 1:47:57hereinzubringen, das war die Idee von den Churchill.
- 1:48:00Die EU erfunden. Nein, nein, das waren die
- 1:48:02Amerikaner. Das war die Ford Foundation, die
- 1:48:04in Chomone unterstützt haben, um die EU zu erfinden und die
- 1:48:07verzweifelten amerikanischen Offiziere im Pentagon, die dann
- 1:48:11irgendwie nicht mehr gewusst haben, was sie mit diesen Resten
- 1:48:13vom freien Europa anfangen können, nachdem die Sowjetunion
- 1:48:17überall alle Verträge gebrochen hat.
- 1:48:20In den Maserik aus dem Fensterkaut hat 48 und überall
- 1:48:24die Macht übernommen hat, in Polen, in der Tschechoslowakei
- 1:48:27und sonst überall genauso, und sie an nichts gehalten hat und
- 1:48:31eindeutig aggressiv war und weiter.
- 1:48:33Westeuropa übernommen hätte Österreich inklusive.
- 1:48:37Unsere Zukunft wäre sowjetisch gewesen, wenn sie die Amerikaner
- 1:48:39nicht dagegen gestemmt hätten und dementsprechend sind wir von
- 1:48:42den Amerikanern auf Dauer immer erstens in der Schuld für alle
- 1:48:46diese Sachen und zweitens natürlich auch in der
- 1:48:49Verantwortung, weil wir nach wie vor unfähig sind.
- 1:48:51Wir sind unfähig Gesetz. Gesetzt den Fall, Wir kriegen
- 1:48:54das einmal hin. Was ja unser Ansinnen sein
- 1:48:57sollte und glaube ich auch ist. Also zumindest die Frage.
- 1:48:59Da bin ich voll dafür. Natürlich, dass wir dafür das
- 1:49:01halbwegs hinkriegen. Aber selbst dann ist es so, dass
- 1:49:04sie einfach unsere Brüder sind. Amerika ist die Vollendung
- 1:49:08Europas, Amerika ist der Hort der freien Welt, das ist die
- 1:49:11mächtigste industrielle, Fiskale und ideologische Manifestation
- 1:49:17der Idee der christlichen Freiheit, schlussendlich, aus
- 1:49:20dem Christen kommt und kommt das alles, und dann haben sie diese
- 1:49:22Freiheitsidee hat sich durchgesetzt im Amerikanischen
- 1:49:25Bürgerkrieg und. Und dementsprechend ist es seit
- 1:49:271856 mit natürlich 1000 Fehlern und 1000 Schwierigkeiten.
- 1:49:32Aber das ist die Zitadelle der Freiheit und wir sollen uns die
- 1:49:36von der nicht abwenden, weil es ist eine ideologische
- 1:49:38Verfehlung, weil man glaubt, man kann Europa gegen Amerika bauen,
- 1:49:41und wir haben dann unterschiedliche Flugzeugträger,
- 1:49:44die dann irgendwo auf der Küste vor Afrika unterschiedliche
- 1:49:47Interessen miteinander kollidieren, oder wir verbinden
- 1:49:51uns mit China oder mit Indien. Wegen Amerika, weil das dort
- 1:49:56verrückt ist. Ich meine, Amerika ist ein
- 1:49:58wahnsinniger Kontinent in vielen Fragen, und das werden uns zum
- 1:50:01Beispiel 2028 diskutieren. Da wirst sehen, da wird ein
- 1:50:04ganzer linker Präsident sein, der wird uns wieder ganz was
- 1:50:06anderes erzählen, und 2034 wird wegen der Trump Zone, dann wird
- 1:50:11er Präsident werden, der wird uns wieder was anderes erzählen,
- 1:50:13und natürlich ist es verwirrend für die Welt und konfus und
- 1:50:16korrupt oft da und schwierig das.
- 1:50:19Das wissen die Amerikaner genauso und ich habe einmal so
- 1:50:20einen Podcast gemacht. Warum ist Amerika kein normales
- 1:50:24Land? Ja, aber es war schön.
- 1:50:26Der Punkt ist doch für jedes positive Beispiel, das du jetzt
- 1:50:30erzählt hast, könnte ich, könnte ich ein Negatives nehmen, könnte
- 1:50:32zum Beispiel sagen, ja us Krise von von 56.
- 1:50:36Weil sich die Amerikaner mit den Sowjets zusammengetan haben, um
- 1:50:39die britischen und französischen Interessen mehr oder weniger zu
- 1:50:42untergraben und zu sagen, unsere Unterstützung gibt es nicht.
- 1:50:44Und dann mussten die sich schweren Herzens vom US Kanal
- 1:50:47zurückziehen. Aber ob der Eden diese
- 1:50:48Katastrophe am US wirklich machen hätte sollen, das weiß
- 1:50:51ich auch nicht. Und das waren wiederum die
- 1:50:53Sowjets, die dahinter waren, um in nasser Anzustupsen, dass er
- 1:50:57den Kanal nationalisiert, also beschlagnahmte facto ein
- 1:51:00riesiges Investment und total wichtig für die Briten, und das
- 1:51:03Waren die Sowjets, die in Nasser da geschwuchst haben, dass.
- 1:51:06Im Endeffekt, was die Sowjets immer machen, und das passiert
- 1:51:10ja jetzt genauso, sobald eine Krise in Osteuropa ist mit ihrer
- 1:51:13Machtkontrolle über einen Satellitenstaat damals war es in
- 1:51:16Ungarn, machen sie eine Krise in.
- 1:51:19In Israel, und das funktioniert super, weil unsere Attention
- 1:51:22natürlich ist der Suez Kanal viel wichtiger als Osteuropa für
- 1:51:26die Amerikaner und für die Briten.
- 1:51:28Und sobald er eine Krise hat rund um Israel ist dann wieder
- 1:51:31quasi weniger Unterstützung für die Ukraine und das Muster
- 1:51:34kannst du im ganzen Kalten Krieg seit der Suez kannst du das
- 1:51:37durch Exerzieren sobald im Endeffekt in der Ukraine das
- 1:51:40schlecht läuft im Oktober 2022 hat der Putin den Krieg da fast
- 1:51:44verloren gehabt, hat wieder viele Gebiete zurückgeben müssen
- 1:51:47und Überraschung war dann im Oktober 3. 23 tolle, also
- 1:51:51Überraschung für die Welt am Jonke Bur hat er im Endeffekt
- 1:51:54dann die Hamas so weit gehabt, dass sie dieses.
- 1:51:57Meinen Sie, das war ein russisches Vorhaben?
- 1:51:58Ah naja, ich meine, ich meine, es war ein iranisches Vorhaben
- 1:52:02um den Abraham Accord zwischen Israel und und Saudi Arabien zu.
- 1:52:05Finden, das wird wahrscheinlich der Putin jetzt nicht im Zuge
- 1:52:08seines Testaments der Welt offenbaren, was er ein
- 1:52:11Verbrechen begangen hat. Aber es braucht immer einen, der
- 1:52:13die Idee hat und der das Upnotet, also dass der Putin
- 1:52:17gerne solche Sachen dann. Das wird er jetzt nicht auf
- 1:52:21Kamera sagen, aber du kannst davon ausgehen, immer wessen
- 1:52:24Interessen nützt es haben, wer hat wirklich diesen Hamas Krieg
- 1:52:28gebraucht, diesen Überfall? Für die Hamas ist ja eine
- 1:52:30Katastrophe, sie ist jetzt zerstört.
- 1:52:32Ja, der Netanjahu hat den Gazastreifen und die Leute dort
- 1:52:35zerstört, schreckliches Verbrechen in nicht self, aber
- 1:52:38er hat im Endeffekt militärisch gewonnen, er hat die Hamas
- 1:52:40ausgeschaltet, er hat die Hisbollah ausgeschaltet, er hat
- 1:52:42Syrien de facto geändert, er hat den Iran jetzt geschwächt, also
- 1:52:47er ist der große Gewinner in der Sache, also ich kann mir nicht
- 1:52:50vorstellen, dass irgendeine Hamas Stratege jetzt denkt.
- 1:52:53Das haben wir wirklich gut. Gemacht?
- 1:52:54Na na. Na, das sind jetzt alle irgendwo
- 1:52:58beim Allah, in Wirklichkeit also im Interesse der Hamas oder der
- 1:53:02Leute vom Gazastreifen, war dieses total verrückte
- 1:53:05Abenteuer, das war ja abzusehen, dass die Konsequenz dieses
- 1:53:08Überfalls schreckliche Niederlage des Gazastreifens
- 1:53:12sein wird, weil jeder, der Israel kennt, kann sicher sein,
- 1:53:16dass sie das nicht gefallen lassen, und es kann sich in
- 1:53:18einer Demokratie niemand gefallen lassen.
- 1:53:21Solche Attacken. Also du bist ja Vertreter des
- 1:53:24Volkes, wann du dermaßen angegriffen wirst wie am 7.
- 1:53:27Oktober, dann kannst du ihn nur zurückschlagen.
- 1:53:29Aber lass uns das abkürzen. Ist für europäische Atomwaffen
- 1:53:33oder nicht? Absolut.
- 1:53:35Atomwaffen brauchen wir unbedingt, und zwar viele und
- 1:53:38das größte, womit dem Sebastian Kurz wirklich und mit dem
- 1:53:41Schallenberg wirklich nicht zufrieden wird.
- 1:53:42Da sind sie heute noch alle stolz, dass auf den
- 1:53:44Atomwaffensperrvertrag oder wie der AG im Vertrag gegen den
- 1:53:48Nuclear World Weapons nein nicht nur die Non profuluration, da
- 1:53:52gibt es einen Verbotsvertrag einer, und da hat er sich
- 1:53:54großartig draufgesetzt, dass das eine tolle Sache wäre, im
- 1:53:57Wirklichkeit leben unter dem amerikanischen Schutzschirm, und
- 1:54:00natürlich braucht man. Einen europäischen Schutzschirm,
- 1:54:02wenn wir souverän werden wollen, dann nur mit Atomwaffen.
- 1:54:05Bei wem liegen dann die Codes? Die Codes liegen bei der Ursula
- 1:54:08von der Leyen, oder da kann man eine Mischung machen, dass man
- 1:54:12so einen Europäischen Sicherheitsrat macht mit Macron
- 1:54:14in Wirklichkeit der einfachste Weg, man nimmt.
- 1:54:17Frankreich Kommission, oder? Man nimmt der einfachste Weg für
- 1:54:20Atomwaffen ist so in Europa. Man zahlt den Franzosen am
- 1:54:24Beitrag und sagt, der französische Atomwaffenschirm
- 1:54:27wird europäisch ausgedehnt. Und der französische Präsident
- 1:54:31wird per Funktion der Präsident des Europäischen
- 1:54:34Sicherheitsrats. Und er hat die Codes sowieso,
- 1:54:36und er hat dann die Codes auch für die Verteidigung nuklear von
- 1:54:40Estland, und damit können wir ihm quasi diese Verantwortung,
- 1:54:43die hat er sowieso schon, weil im Endeffekt im nuklearen
- 1:54:46Ernstfall müssen es die französischen Atomraketen, die
- 1:54:50irgendwo dort vor im Atlantik liegen, die müssen
- 1:54:53zurückschlagen, und das ist jetzt so, und das wird auch in
- 1:54:56Zukunft so bleiben. Also ich bin eigentlich gegen.
- 1:54:58Also die realistische Variante ist die Europäisierung des
- 1:55:01französischen Forste Frap und mit französischen Präsidenten
- 1:55:05dafür in Verantwortung. Alles andere ist ein bisschen
- 1:55:07kompliziert, die Ursachen von der Leyen oder ihre Nachfolgerin
- 1:55:11ab 2029 wird diese Verantwortung noch nicht tragen, aber
- 1:55:14natürlich leben wir im atomaren Zeitalter und wir leben unter
- 1:55:17einem atomaren Schutzschirm und ja, wir brauchen das in
- 1:55:20Wirklichkeit in Europa und Österreich braucht Atomwaffen.
- 1:55:24Eine. Eine.
- 1:55:25Eine zumindest stationiert heutzutage sind ja das relativ
- 1:55:28kleine Atomwaffen, die so Art Kugelartig dann mit einem
- 1:55:32Flugzeug f 35 wir brauchen f 35 und die sind Atomwaffenfähig und
- 1:55:37im notwendigen Fall liegen die in Deutschland irgendeinen
- 1:55:40Bunker und dann werden die Halt nach Österreich transportiert
- 1:55:42und dann weiter in Richtung Osten, weil natürlich müssen wir
- 1:55:47uns nuklear verteidigen, aber das sinnvolle natürlich, wenn
- 1:55:49man die Ukraine Nuklearwaffen hat, europäische Nuklearwaffen.
- 1:55:53Und dann wird Russland nie wieder angreifen.
- 1:55:55Aber dieses Szenario braucht man gar nicht durchlernen, weil
- 1:55:57Russland wird sowieso zerfallen, ex Russia, it will be, so
- 1:56:03arbeite ich auf jeden Fall daran und so wäre das jetzt in den
- 1:56:06nächsten Jahren auf meiner x Seite.
- 1:56:08Entsprechend propagieren und es werden 41 neue Staaten entstehen
- 1:56:12und ein kleiner Andreas Gräßl Kassel wird dann 41 neue Staaten
- 1:56:17lernen müssen auf seiner Landkarte.
- 1:56:21Kannst du alle auswendig aufsagen.
- 1:56:22Jetzt zum Ende des Podcasts. Von ex Russland.
- 1:56:25Na alle kann ich leider nicht, aber.
- 1:56:27Dafür schaffst. Also paschko Hort ist dann
- 1:56:29tatastan, dann gibt's Tschetschenia Tagestan.
- 1:56:33Dann gibt es Comi Ingucetia, dann gibt es Tscherkessien, dann
- 1:56:38gibt es dann St. Petersburg, wird sie Ingrier
- 1:56:42nennen, das ist der alte Name, den die dort Karelien auf jeden
- 1:56:47Fall, dann gibt es in Asien die Al Amur, dann die Burratten, die
- 1:56:53jetzt sehr leiten, viele von denen sind jetzt zwangskämpfer
- 1:56:57Soldaten, sklavensoldaten für Putin.
- 1:57:00Die Piraten dann gibt's natürlich die Sachar, das ist de
- 1:57:04facto Irkutsk, und dann gibt's natürlich Proseten sicher, dann
- 1:57:09gibt's Sibirien als großes zentrales und dann gibt's.
- 1:57:13Fernost oder so. Fernost ja, dann wladiwostok.
- 1:57:16Die geben die dort könnten natürlich relativ leicht
- 1:57:19unabhängig werden, die. Hamatisieren Moskau.
- 1:57:23Im Kern denke ich eher, dass es so sein wird.
- 1:57:26Realistisch wie eben. Ein Zerfall von Jugoslawien,
- 1:57:31dass man da eben ein zentrales Rumpfrussland hat und das eben
- 1:57:35rund um Moskau herum. Aber donos ja genau, also dort,
- 1:57:39da hat man einen großen Staat, der wird wiederum 60000000
- 1:57:42Einwohner haben, und der wird dann auch die Atomwaffen
- 1:57:44übernehmen, ähnlich wie die Sowjetunion, wo sie dann
- 1:57:47geschrumpft ist. Wird dann die.
- 1:57:50Ukraine ein Stück von Ex Russland haben.
- 1:57:52Nein, ich bin dagegen gegen Annexionen, also in allen Fällen
- 1:57:55bin ich gegen Anschluss annexionen und diese Form.
- 1:57:59Die Ukraine war ja schon mal größer.
- 1:58:00Ja, aber trotzdem. Ich bin gegen diese Form von
- 1:58:03Revanchistischen übernahmen von Gebieten.
- 1:58:06Ich bin gegen Finnland, die Karrelien wollen oder soll ich
- 1:58:09sagen, das ist alles illegitim und schlecht.
- 1:58:12Aline in Graz wird Granowitz. Na, das würde ich Brusha nennen.
- 1:58:16Oh. Preußen.
- 1:58:18Preußen. Das ist das alte.
- 1:58:20Emanuel, kannst du jetzt freuen? Eben ja genau, make Russia
- 1:58:24brusia again ist da einer meiner Slogans und das hoffe ich, dass
- 1:58:28das genauso passiert. Also ein eigensteitiger vierter
- 1:58:30baltischer Staat, der dann der Nato und der EU beitritt.
- 1:58:34Puh, also da you fired it here first.
- 1:58:37Auf meiner Podcast kann man es schon hören.
- 1:58:40Wunderbar. Gut.
- 1:58:41Gut, hast du noch weitere Fragen?
- 1:58:42Bei heute war ich bei dir zu Gast.
- 1:58:44Also ich bin sehr froh, dass ich bei Andreas Gassel sei, der
- 1:58:46Podcast heute hier zu Gast war. Es war ein großes Erlebnis für
- 1:58:50mich, eine sehr interessante Diskussion, ich habe nicht
- 1:58:52gerechnet, dass ich selbst dann gechallenged werde mit meiner
- 1:58:55Fellinger Doktorin, nicht dem Sohn mit meiner.
- 1:58:57Es war schon These, aber es war ein sehr interessantes Gespräch,
- 1:59:00auch für mich habe ich sehr viel gelernt, ich möchte euch
- 1:59:02vorstellen, also hier Andreas Gassel ich möchte mich bedanken,
- 1:59:05der junge Mann der schon mit 3 die Länder und ihre Hauptstädte
- 1:59:09gelernt hatte mit sehen sie schon konnte und und sehr sie
- 1:59:12interessiert für die Weltpolitik und aus meines Erachtens einer
- 1:59:15der großen Weltenerklärer des deutschsprachigen Raums sein
- 1:59:19wird, jetzt schon ist mit ihren über 100000 Followern und dieses
- 1:59:23Potenzial hat hier Scholl Latour hier landway hier natürlich
- 1:59:28hugoportisch die großen Weltenerklärer der leider vom
- 1:59:31ORF noch nicht den Zugang bekommen hat zu diesen
- 1:59:34Ressourcen, die die Öffentlichkeit ja zur Verfügung
- 1:59:36stellt um Leuten wie dir die Möglichkeiten zu geben.
- 1:59:41Österreich und die Welt zu erklären.
- 1:59:43Aber ich hoffe, der Moment wird kommen und ich hoffe, du wirst
- 1:59:45ein Buch schreiben und ich hoffe du wirst sehr erfolgreich werden
- 1:59:48und dann hoffentlich noch an diese Show denken und wieder
- 1:59:51zurückkommen und uns hin und wieder ein Like und Subscribe zu
- 1:59:54geben, das hat mich sehr gefreut.
- 1:59:55Herzlichen Dank Andreas Alles Gute und danke, dass du da
- 1:59:58warst. Dankeschön.