Latest / Spirit Mind Energy – Dein Universum für moderne Spiritualität | Gespräche mit Petra Baum / 053 Tarot in der Literatur - Folge 16: Die Gefährten I mit Tino Wiesinger
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- Petra Baum9: Hallo zusammen und herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von Tarot in der Literatur. Ich bin Petra Baum von Spirit, Mind, Energy und begrüße wie immer ganz herzlich Dino Wiesinger neben mir. Vor einiger Zeit haben wir uns bereits mit der Herr der Ringe, die Gefährten beschäftigt und damals schon angekündigt, dass wir unsere Reise durch Mittelerde fortsetzen wollen. Heute ist es so weit. Wir wenden uns dem zweiten Band der Trilogie zu, die zwei Türme. Den Autor hinter diesem Werk J.R.R. Tolkien haben wir ja bereits ausführlich vorgestellt. Deswegen möchte ich nur zwei Aspekte aufgreifen, die für die zwei Türme besonders bedeutsam sind. Tolkien liebte Bäume, Landschaften und vor allem die natürliche Welt. Er beobachtete mit Sorge, wie Industrialisierung und technischer Fortschritt vielerorts gewachsene Lebensräume veränderten oder gar zerstört. Diese Haltung spiegelt sich deutlich in die Zweitürme wieder. Während Saruman die Wälder rund ⁓ Isengard abholzen lässt und seine Macht auf Maschinen- und Ressourcenverbrauch gründet, stehen die Ents als uralte Hüter der Natur für eine Welt, die sich gegen Ausbeutung und Zerstörung zur Wehr setzt. Viele Literaturwissenschaftler betrachten die Ents deshalb als eine von Tolkiens persönlichsten Schöpfungen. Ebenso lassen sich in diesem Band Spuren von Tolkien's Kriegserfahrungen erkennen. Als junger Offizier erlebte er die Schrecken des Ersten Weltkriegs an der Sonne. Zwar betonte Tolkien stets, dass Herr der Ringe keine direkte Allegorie auf historische Ereignisse sei, doch die Themen von Verlust, Opferbereitschaft, Kameradschaft und Hoffnung in dunklen Zeiten durchziehen sein Werk. Gerade in die zwei Türme treten diese Motive besonders deutlich hervor. Mit diesem kurzen Blick auf so zwei Besonderheiten und Hintergründe seines Werkes wenden wir uns nun der Geschichte selbst zu und setzen sie in den Kontext mit den Tarot Architypen. Und von daher, lieber Tino, was hast du uns denn mitgebracht? Tino Wiesinger: Ja, liebe Petra, ich freue mich ganz besonders, dass es heute weitergeht mit dem Herrn der Ringe, mit unserer Reise durch Mittelerde, eigentlich Richtung Mordor. Es hat mich ganz besonders gefreut, dass vor kurzem nämlich Papst Leo seine erste Enzyklika veröffentlicht hat. Es ist glaube ich noch nicht käuflich zu erwerben, man kann es aber vorbestellen, müsste irgendwann Ende, ja irgendwann jetzt demnächst rauskommen. Und er zitiert in seiner Enzyklika ⁓ Gandalf aus dem Herrn der Ringe. Und Gandalf ist ja ein Zauberer. Und das fand ich schon ganz bezeichnend, dass ein Papst sich ein Stück weit auch hier mit der Magie auseinandersetzt, indem er nämlich einen Zauberer zitiert, weil nämlich Gandalf auch eine ganz starke moralische Seite hat. der insbesondere in den zwei Türmen auch zu Gandalf dem Weißen wird. Also nicht dem Weisen, sondern dem Weißen, der noch mal eine ganz besondere, höhere Macht auch bekommt. Und na ja, bei Gandalf dem Weißen ... Da muss ich natürlich auch so bisschen an den Papst denken, der ja auch immer in Weiß auftritt. Der Auferstehungsgedanke und dieser Gedanke der Reinheit und des Göttlichen auch ein Stück weit. Und das hat Gandalf in diesem Teil des Romans tatsächlich auch. Erstmal ist vielleicht spannend zu wissen, dass Gandalf überhaupt wieder auftaucht, nach dem ersten Teil, ich weiß nicht, ich da auch schon, da habe ich glaube ich darauf hingewiesen, wie traurig ich gewesen bin, dass Gandalf jetzt nicht mehr da ist, nach dem ersten Teil des Romans, weil Gandalf für mich immer die eine der wichtigsten Figuren war, an den man sich orientieren konnte. der wirklich Halt gegeben hat und dann am Ende des Romans, also hier von den Gefährten, verschwindet er, nicht mehr da und alle gehen davon aus, dass Gandalf gestorben ist. Und das führt letztendlich im zweiten Teil des Romans jetzt dazu, dass auch die gesamte Gruppe sich spaltet. Die Gefährten, die am Anfang noch wirklich zusammen waren, die spalten sich. Das heißt, Frodo und Sam sind gemeinsam unterwegs und dann die Gefährten Aragorn, Legolas, Gimli und später kommt dann noch Gandalf wieder dazu, glücklicherweise. Die sind auch gemeinsam unterwegs. Und das macht diese ganze Geschichte viel, viel schwerer, finde ich. Also beim Lesen vom zweiten Teil von den zwei Türmen habe ich festgestellt, naja, ich fühle mich nicht so leicht. konnte diese Reise nicht so leicht mitgehen wie noch bei den Gefährten. Da hatte ich noch das Gefühl, alle sind zusammen, uns kann nichts passieren. Bei diesem Teil der Geschichte habe ich das Gefühl, dass Frodo und Sam ganz viel alleine tragen müssen, weil die Gefährten nicht mehr bei ihnen sind. Insbesondere muss Frodo ganz viel selbst tragen. Und es ist eine Last, er zu tragen hat. Und bei dieser denke ich natürlich sofort an eine Tarotkarte, das sind die Zehn Stäbe. Die zehn Stäbe stehen für mich dafür, dass man wirklich hart kämpfen muss, ⁓ eine Sache zu tragen. Im christlichen Sinne würde ich sagen, da muss jemand das Kreuz auf sich nehmen. Das müssen wir alle. Wir haben alle unser Kreuz zu tragen. Aber Wir können eigentlich darauf vertrauen, dass auch Frodo dieses Kreuz tragen kann, diese diese Stäbe tragen kann, weil er der Auserwählte ist, er ist sozusagen der Berufene, diesen Ring zu zerstören. Und deswegen muss er diese Last tragen. Ja, aber er kriegt es hin. Und er kriegt es auch hin. wenn die anderen Gefährten bis auf Sam nicht mehr bei ihm sind. er muss sich gemeinsam mit Sam dann auf den Weg nach Mordor begeben, während die anderen Gefährten da immer noch in Rohan, in dieser Reiterstadt, diesem Teil des Landes sind, wo die Reiter so eine ganz besondere Rolle spielen und da... ⁓ erst mal unterwegs sind und hinterher gegen Saruman kämpfen, gegen diesen anderen dunklen Herrscher, der ursprünglich der Weiße sein sollte und sich dann aber auf die dunkle Seite begibt. Und Frodo und Sam sind gemeinsam unterwegs Richtung Mordor, ganz dunkler Ort. Und wir können wirklich von Glück reden, dass ⁓ dass Frodo gemeinsam mit seinem besten Freund unterwegs ist. Denn der gibt Frodo trotzdem, dass er so viel tragen muss, noch eine gewisse Sicherheit. Und er gibt einen Ansporn auch weiterzugehen und gleichzeitig ist er eine richtige Stütze und Frodo kann sich auf Sam verlassen und Sam kann sich darauf verlassen, dass Frodo ihn auch unterstützt, wenn er mal in Gefahr gewählt. Deswegen bin ich bei Sam in diesem Roman ganz klar erstmal bei den Münzen. Die Münzen spiegeln für mich die Stabilität wieder, die Sam auch ausstrahlt. Jetzt habe ich natürlich überlegt, welche Münzkarte ist da relevant. Und da bin ich beim Ritter der Münzen gelandet, weil der Ritter geht voran. Der Ritter ist auf einer Reise, er gibt Stabilität, er hat auch eine Rüstung, das heißt, man kann ihm nicht so viel antun. Diese Rüstung bei Sam ist vielleicht die Liebe, hat. Manchmal kann auch die Liebe wirklich eine Rüstung sein, dass andere ihm nichts antun können. Und er hat eine gewisse Stabilität. Ich finde sowieso, wenn ich an die Ritter denke, da ist ein Pferd abgebildet. Die Pferde spielen im Herren der Ringe sowieso eine ganz wichtige Rolle und geben den Protagonisten ganz viel Stabilität. und da geht die Reise voran. Deswegen sind wir hier ganz klar beim Ritter der Münzen. Und auf diese Weise kann auch Frodo dann seine zehn Stäbe tragen. Das ist sehr, sehr schönes Bild letztendlich. Jetzt begegnen Frodo und Sam auf dieser Reise. ⁓ natürlich noch einer weiteren Figur, die schon im ersten Teil eine ganz große Rolle spielt. Und das ist Gollum. Gollum ist ja ursprünglich eigentlich auch ein Hobbit. Und er ist durch diesen Ring, der zunächst erst mal zu ihm gelangt ist, so sehr hat er sich so sehr verändert, dass er wirklich zu Gollum geworden ist, zu einem ⁓ zu einer Figur, die sich selber verloren hat. Die eigentlich gar nicht mehr weiß, wer er wirklich ist, die auch zwiegespalten ist. Und das merkt man im zweiten Teil Trilogie. Dass er manchmal zurückfällt ⁓ in sein Hobbit-Sein fast, dass in dieses... liebevolle und beschützende zurückfällt, aber gleichzeitig auch diese negative Seite zeigt. Unsicherheit, Täuschung, Angst auch, die dunkle Seite sehr betont. Und es gibt im Tarot eine Karte, die genau diese Dualität auch widerspiegelt. Der Unsicherheit, der Angst und trotzdem der Sicherheit und dem Positiven, auch dem Vertrauen. Denn letztendlich vertrauen auch Frodo und Sam auf Gollum, der sie nämlich nach Mordor führt, Und ich denke da natürlich sofort an den Mond. Denn beim Mond sind wir eigentlich, wenn wir das Tarot aus der Heldenreisenperspektive betrachten, sind wir schon auf der Heimreise. Und ⁓ den Heimweg zu finden, den Weg zurück oder den Weg zum Ursprung, kann man vielleicht auch sagen. Und Mordor ist ja der Ursprung des Rings. muss man Gefahren durchlaufen, man muss Vertrauen. Man muss auch Vertrauen haben auf Dinge oder Menschen, die vielleicht nicht so sehr vertrauenserweckend sind. Aber letztendlich kommt man vielleicht zum Ziel. Aber man muss sich auf Gefahren einlassen. Und das ist, glaube ich, auch eine Botschaft, die ganz zentral auf unser Leben sich beziehen lässt. Denn es gibt selten Wege, ganz straight forward sind. Wir können nicht einfach uns darauf verlassen, dass wir ohne Probleme an unser Ziel kommen. Es gibt immer Hindernisse. Vielleicht werden uns manchmal Steine in den Weg gelegt. Wir müssen Risiken eingehen. Wir müssen vielleicht auch Sicherheiten aufgeben. Und wenn wir uns dem aber stellen können, dann können wir zum Ziel gelangen, dass wir wirklich in der Lage sind, letztendlich vielleicht auch die Welt zu erreichen, also wirklich frei zu sein, in die Welt hinaus zu gehen mit Sicherheit und mit Vertrauen. Und dafür hilft uns der Mond. Oder im übertragenen Sinne im Herrn der Ringe verhilft uns Gollum dazu. ist ja immer erstmal denkbar, so ein Wesen, den will ich nicht an meiner Seite haben. Aber ich glaube, wir haben alle Gollum. Vielleicht in uns, an unserer Seite. Und wir müssen lernen, auch mit den dunklen Seiten zurande zu kommen. Und da bin ich im fließenden Übergang. ⁓ dunkle Seite unseres Lebens auch mit den Rollungen in uns klarkommen. Das ist ganz logisch. Der Teufel der sagt uns, es ist völlig okay auch eine dunkle Seite zu haben. Wir sollten uns von dieser dunklen Seite nicht überwältigen lassen. Das ist klar. Aber wir alle haben dunkle Seiten in uns. sind manchmal neidisch, sind manchmal eifersüchtig. Wir streben manchmal nach Macht und wollen wirklich der Größte sein. Solange man sich aber von diesen negativen Gedanken oder diesen sündhaften Gedanken, ⁓ jetzt im christlichen Sinne zu sprechen, wir haben ja vorhin vom Papst gesprochen, wir dürfen uns davon halt nicht lassen, aber es gibt den Teufel. Und der Teufel im Herrn der Ringe, was ist das eigentlich? Symbolisch steht der Ring natürlich dafür. Der Ring der eben die Leute verführt, der dazu überhaupt Gollum zu diesem Gollum werden lässt. Denn ursprünglich ist er ein Hobbit, der genau die positiven Eigenschaften hat, die auch Frodo hat und die anderen Hobbits ⁓ ihn herum. Merry und Pippin zum Beispiel. Und erst der Ring bringt Gollum dazu, so zu werden, der eben ist manipulativ. egoistisch manchmal. Aber er hat sich so lange mit diesem Ring identifiziert, dass er dann so geworden ist, wie er geworden ist. Und dieser Teufel, der sitzt ja da auf so einem kleinen Podest. Wir dürfen dieses Podest eben nicht so hoch werden lassen. Das Podest, auf dem er da sitzt, darf nicht zum Turm zur Babel werden. Das ist immer das Bild, was ich da bringe. ⁓ Und bei Frodo ist die Gefahr groß, dass dieser Turm höher wird, weil er mit diesem Ring auch konfrontiert ist. Und bei Gollum ist dieser Turm schon sehr hoch, dieser Teuflische Turm. dann gehen wir ein Stück weiter. Jetzt machen wir Cut und wie im Roman auch, begleiten wir jetzt nicht mehr Frodo, Sam und Gollum, sondern wir wenden uns den anderen Gefährten zu. Und diese andere Gruppe besteht einerseits aus Aragorn, Legolas, Gimli und später eben auch Gandalf. Und der Anführer, zumindest bis dann, bis Gandalf noch nicht wieder da ist, ist Aragorn. Das ist derjenige, die Gruppe zusammenhält. und der Verantwortung übernehmen muss. Und am Anfang, gerade im ersten Teil, wird dieser Aragorn ja noch auch nicht unbedingt sehr vertrauenserweckend. Und er wird aber zu jemandem, der vertrauenserweckend ist, er wird sozusagen immer mehr zum König. Und da sind wir hier beim König der Sterbe. Wenn wir dann zum dritten Teil nämlich irgendwann kommen, das Ding heißt ja dann auch Rückkehr des Königs, Und ja, der kehrt hier schon ein Stück weit zurück im zweiten Teil. Und warum die Stäbe? Weil die Stäbe ja eine Aktivität fordern. Sie verkörpern einerseits diesen starken Willen, der dazu führt, dass wir aktiv werden können, dass wir handeln können. Ohne die Stäbe können im Grunde auch die Münzen nicht existieren. Das soll ⁓ sich manifestieren, wir nicht wirklich wollen oder aktiv Dafür ist Aragorn zuständig in der Geschichte. Aragorn bringt die Gruppe voran, dass sich am Ende etwas manifestieren kann. Aragorn ist aber nicht der einzige, der vorangeht sozusagen. sondern wir haben ja noch Legolas. Legolas ist dieser Elb, ja, wenn man sich diesen Film anschaut oder an die Filme denkt, dieser blonde, große, sehr beeindruckende, diese beeindruckende Figur und ja, Legolas hat den Überblick. Legolas hat auch so einen feinen ⁓ so ein feines Gespür und kann auch Nuancen wahrnehmen. Und er ist auch schlau. Das heißt, er kann wirklich vorher überlegen, was zu tun ist. Er ist jetzt nicht derjenige, voranprescht und sofort handelt. Er für mich nichts. Er hat keine große Starbenergie. sondern er hat eine klare Schwärter-Energie, weil er der Vernünftige ist in der ganzen Sache. Der guckt erstmal, wo gehen wir eigentlich hin, was ist da vorne los. Der kann ja auch sehr weit blicken. Aber so richtig vernünftig ist er nun auch noch nicht. Er muss auch noch bisschen lernen, dass er dann manchmal nicht zu vorschnell irgendwelche Entscheidungen trifft. Und da sind wir beim Ritter der Schwärter. Der Ritter, der Schwerter geht voran. Ja, der prescht auch voran. Aber der prescht vor allem gedanklich voran. Der sagt, lasst uns das machen. Das ist der richtige Weg. Und dann gibt es jemand anderen, der dann wirklich diesen Anstoß gibt, wir tun es jetzt auch wirklich. Und das ist ja Aragorn. Aragorn ist der, der handelt. Und der, der einen starken Willen hat, etwas zu erreichen. Und die Vernünftenergie ist für mich Legolas. wir wenden uns einer anderen Figur im Roman zu, der letztendlich lernt, Schwäche zu überwinden. ⁓ auch Manipulation zu überwinden, der überhaupt erst erkennt, dass er lange Zeit manipuliert worden ist, der dadurch auch schwach geworden ist und resignieren wollte, aufgeben wollte und nicht mehr weiter überhaupt in der Lage war zu kämpfen. Und das ist dieser König Theoden, der relativ am Anfang des Romans mehr oder weniger von dieser Manipulation befreit wird, von dieser Schlange, die ihn da beeinflusst und dann auch in den Kampf gegen diesen bösen Saruman ziehen kann. Und ⁓ Manipulation zu überwinden, auch Schwäche zu überwinden, wir Kraft. Wir müssen lernen, dass ⁓ wir viele Dinge auch schon in uns haben. ⁓ diesen Teufel zum Beispiel nicht zu groß werden zu lassen, brauchen wir innere Stärke, wir brauchen Kraft. Wir müssen den Teufel, den man vielleicht auch mit einer Schlange in Verbindung bringen kann, in uns sozusagen bekämpft werden, ⁓ dann tatsächlich mit Zuversicht und Mut ⁓ in den Krieg zu ziehen. Im übertragenen Sinne, denn Theodin sieht ja in den Krieg und für uns im übertragenen Sinne. Deswegen finde ich hier die Kraft sehr passend in dem Fall, muss ich sagen. Und übrigens, wenn wir vom Teufel sprechen und wir müssen die Schlange in uns überwinden und der Papst zitiert Herr der Ringe in seiner Enzyklika, ich glaube, Ich merke es während ich rede und alle anderen merken das auch, wie stark da auch diese christlichen Bezüge sind und die Lehre zum Christenfunk ganz klar dahinter steckt. Auch wenn natürlich Tolkien das nie zugegeben hätte, dass da auch ein ziemlich großer Einfluss der christlichen Religionen eine Rolle spielt, wenn es ⁓ den Herrn Meringe geht. Ich finde das aber immer ganz schön, wenn ich das so als Religionslehrer dann noch hier herausstellen darf. Was passiert letztendlich im Laufe der Geschichte? Also die Gefährten und Theoden, die ziehen da in den Krieg und dieser Krieg geht am Ende gut aus. zumindest für die Gefährten. denn die Gegner brechen zusammen. Saruman, der böse Gegner, ist da jedenfalls schon mal sehr geschwächt. Das heißt, dieses ⁓ Dieser Turm, vielleicht im Teufel schon eine wichtige Rolle gespielt hat, auf dem dieser Teufel ja sitzt, der bricht am Ende des Romans zusammen. Und das ist eine positive Geschichte hier in dem Fall. Denn wenn der Turm nicht zusammenbrechen würde, dann könnte die Geschichte, die Reise ja gar nicht weitergehen letztendlich. Und ich glaube manchmal brauchen wir den Turm in unserem Leben, damit Dinge vorangehen, damit wir letztendlich als Sieger aus gewissen Situationen hervorgehen können. das merkt man hier ⁓ in dem Teil definitiv. ⁓ Petra Baum9: auch interessant an welcher Seite des Turms du dich siehst, dass nicht du rausgeschleudert wirst, sondern dass du ihn gerne zum Einsturz bringst. Auch das ist ja eine Entscheidung. Tino Wiesinger: Ja, ich bin der aktive Part. Der aktive Part bin ich hier in dem Fall. Und wir können uns doch entscheiden, ob wir der aktive Part sind oder ob wir der passive Part sind. Das ist, ich, eine Sache der Entscheidung. Und wir sind Schöpfer unserer Wirklichkeit. Wir können noch unsere Wirklichkeit selbst gestalten. Wir können Türme zum Einsturz bringen. Und ich glaube, das zeigen auch die zwei Türme. Es heißt ja auch die zwei Türme. Vielleicht auch im übertragenen Sinne der passive Turm und der aktive Turm. oder werden wir... Petra Baum9: Das lasse ich mit mir machen und das stoße ich selber an. Tino Wiesinger: Richtig. Und die Gefährten? Ja, die lassen sich einerseits führen, aber Entscheidungen müssen sie am Ende selbst treffen. aus eigener Verantwortung. Das sehen wir schon am Anfang des zweiten Teils, als Gandalf noch nicht da ist. Und am Ende des ersten Teils, als ich so traurig war, Gandalf, der Führer, der die Gefährten wirklich führt in die richtige Richtung, der weg. Ja, warum? Weil sie ihn in dem Fall nicht brauchten. Sie müssen hier eigene Entscheidungen treffen. Ja. Manchmal brechen Dinge zusammen. Die Gemeinschaft teilt sich in mehrere Gruppen auf, aber trotzdem geht es Und damit sind wir eigentlich schon fast am Ende des Romans. Und da ist auch der rote Faden. Denn wir können uns manchmal nicht nur auf andere verlassen und darauf verlassen, dass wir passiv bleiben können und uns führen lassen können. sondern manchmal sind wir auch alleine unterwegs auf unserer Lebensreise, müssen uns bewusst machen, was wir können, wo unsere Grenzen sind. Und das muss am Ende Frodo nämlich auch. Er hat zwar Sam da und er hat seine Gefährten im Hintergrund, aber er ist letztendlich derjenige, der die Reise machen muss und der den Ring zerstören muss. Und er wird zunehmend zum Erengiten. der das nämlich erkennt. Der Eremit weiß, was seine Aufgabe ist und was er zu tun und zu lassen hat. Das lernt er und das lernt er auch im Rückzug. Und sich da nur auf die Gefährten und die Gemeinschaft zu verlassen, ist nicht der richtige Weg. Am Anfang bei den Gefährten habe ich noch gesagt, die schaffen das aufgrund von Freundschaft und aufgrund von Zusammenhalt. Ja, das ist auch nicht falsch. Aber wir dürfen dabei nie vergessen, dass wir doch viele Wege alleine durchstehen und durch unsere eigene Kraft und durch unseren eigenen Mut. Und die zehn Stäbe, da sind wir wieder ganz am Anfang, am Ende alleine tragen müssen. wir haben alle unser Päckchen. Und das Päckchen ist manchmal ziemlich schwer. Und ja, wir haben Leute, die uns da auf die Schulter fassen können und sagen, du schaffst das, aber am Ende gehen wir doch alleine durch die Welt. ⁓ Petra Baum9: Ja. Tino Wiesinger: kriegen das aber auch gut hin. Petra Baum9: Definitiv. Dann sind wir schon wieder am Ende und wir haben natürlich wie immer selber eine Karte jeweils draufgezogen, ⁓ zu schauen, welche Energie es für uns ausmacht und ich fange an. Ich habe die vier der Stäbe gezogen und wir haben so ein bisschen darüber gesprochen und gesagt, das zeigt für uns eigentlich so diese Gemeinschaft. Aragon, Legolas, Gimli und dann später wieder dazu kommt Gandalf zu sagen, welche Stabilität kann man damit haben, was kann man gemeinsam erreichen, wie kann man hier ja wirklich das Thema Gemeinschaft und auch gemeinschaftliche Erfolge zusammenfassen. Tino Wiesinger: Und ich habe eine ganz andere Nuance. Ich habe nämlich das Gericht gezogen. Und für mich ist das Gericht hat immer was mit Auferstehung zu tun. Und ich habe mich dann gefragt, naja, wer steht eigentlich wirklich auf in dieser Geschichte? Insbesondere in den zwei Türmen. Da hast du am Anfang auch schon darauf hingewiesen, liebe Petra. Das sind für mich die Baumwesen, die Ernst, die schon sehr, sehr alt sind, eine ganz starke Würde ausstrahlen, eine gewisse Stärke ausstrahlen, ein Vertrauen auch zeigen. Und die stehen am Ende aus Verantwortungsgefühl auf und ziehen auch in diesen Krieg Richtung Richtung diesem Herrscher Saruman, ⁓ da auch zu kämpfen. Sie steigen aus ihren Kräbern auf, ⁓ letztendlich wieder ein neues Leben zu erlangen. Da sind wir natürlich auch wieder beim christlichen Gedanken. Dieses Auferstehen, dieses fast schon Göttliche, was auch diese Bäume ausstrahlen, die Natur. Gott ist auch in der Natur oder das Göttliche oder dieses Magische ist auch in der Natur enthalten. Das ist ein fast schon deistischer Gedanke. Deismus als Gott ist quasi überall. Er ist in der Natur, er ist in den Menschen selbst enthalten. Nicht als einziges singuläres Wesen zu verstehen und Dafür stehen auch diese Ends. Man hat unheimlich viel Zutrauen zu diesem Wesen. Und ich glaube auch das ist das, was wir auch lernen können. Dass wir sehen können, dieses Vertrauen, göttliche oder wie auch immer wir das nennen mögen, das Universum, was uns trägt. Auch wenn wir manchmal das Gefühl haben, wo ist das überhaupt, was trägt uns denn aktuell? Aktuell fühle ich mich überhaupt nicht getragen. Im Hintergrund ist es doch da und es kann immer wieder auferstehen in gewissen Situationen. Petra Baum9: Also ich würde mal sagen, ich glaube es ist nicht nur mir aufgefallen, dass wir diesmal nicht nur in der Literatur geblieben sind, sondern über Tarot hinaus auch noch den Bogen zur Kirche geschlagen haben. Da kam jetzt voll der Religionslehrer durch. ja, mit diesem göttlichen Blick auf die zwei Türme sagen wir für heute Tschüss. Hoffen es hat euch gefallen. Freuen uns wie immer über Anregungen, Meinungen, andere Ansichten. Und ja, wir hatten es ja eingangs gesagt, es ist eine Trilogie. Das heißt, ein Band bleibt noch, die Rückkehr des Königs und das werden wir in naher Zukunft auch besprechen. Bis dahin nochmal herzlichen Dank, Lieber Tino und bis bald. Tschüss. Tino Wiesinger: Bis bald.