Latest / justETF Podcast – Antworten auf deine Fragen zur Geldanlage mit ETFs / #223 – Ein Depot ist gut. Zwei sind besser – und zwar deshalb
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- 0:00Speaker 2: Okay, nein.
- 0:01Speaker 2: Ich versteh's nicht ganz.
- 0:02Speaker 2: Warum hast du zwei Depots?
- 0:04Speaker 2: Ist eins kaputt oder so?
- 0:06Speaker 0: Nein!
- 0:06Speaker 0: Das ist ... So wie mit Werkzeug.
- 0:09Speaker 0: Du nimmst ja auch keinen Hammer wenn du ne Schraube rein drehen willst.
- 0:12Speaker 2: Es ging um Depots.
- 0:13Speaker 2: Helma schrauben, sorry ich frag dir grad gar nicht.
- 0:16Speaker 0: Ja also das eine Depot hab' ich für meine Altersvorsorge da sind ETFs drin und das andere, da mach' ich die Trades die auch mal schief gehen können.
- 0:24Speaker 0: So kuppt du Einzelaktien sowas.
- 0:27Speaker 0: Du musst natürlich keine zwei Depots haben, aber in vielen Fällen kann es sehr sinnvoll sein.
- 0:32Speaker 0: Ich verrate dir heute, welche Gründe es dafür gibt ein zweites Depot zu eröffnen und worauf du dabei achten solltest!
- 0:56Speaker 1: Den Markt kannst du nicht steuern, die Kosten deiner Geldanlage allerdings schon.
- 1:01Speaker 1: Das ist für deinen Anlagererfolg entscheidend – denn hohe Kosten bremsen logischerweise auch deine langfristige Rendite!
- 1:07Speaker 1: Der ETF-Anbieter Vanguard steht seit fünfzig Jahren schon für günstiges Investieren.
- 1:13Speaker 1: Der Unternehmensgründer John Bogle legt da eins den ersten Indexfonds für Privatanleger auf mit dem Ziel, bereitgestreut und gleichzeitig kosteneffizient zu investieren.
- 1:23Speaker 1: Eine Besonderheit an Vanguard?
- 1:25Speaker 1: Das Unternehmen hat genossenschaftliche Wurzeln.
- 1:28Speaker 1: Gewinne werden daher nicht an externe Eigentümer ausgeschüttet, sondern können in Form von Kostensenkungen direkt an dich als Anleger weitergegeben werden.
- 1:37Speaker 1: Auch heute arbeitet Vanguard kontinuierlich daran, Kosten weiterzusenken – damit mehr von der Rendite für dich übrig bleibt!
- 1:44Speaker 1: Im Durchschnitt zahlen Anlegers in Vanguard ETF's derzeit nur Null-Kommer eins drei Prozent.
- 1:49Speaker 1: Vanguard bietet damit laut Morningstar die im Schnitt
- 2:08Speaker 0: Viele Deutsche besitzen mehr als ein Depot.
- 2:10Speaker 0: Im Schnitt sind es zwei, das zeigt eine Studie der Strategieberatung Oliver Wyman von twenty-einenundzwanzig.
- 2:17Speaker 0: Tatsächlich gibt's einige Situationen in denen ein zweites Depot sehr praktisch ist!
- 2:22Speaker 0: Vorab schon mal ein Tipp.
- 2:24Speaker 0: Wenn du noch nach einem Broker für dein Zweitdepot suchst, dann schau dir am besten unseren Broker-Vergleich an – da kannst du zum Beispiel nach vielen praktischen Features filtern und dir deinen individuellen Vergleich zusammenstellen!
- 2:37Speaker 0: Den Link dazu findest Du in der Beschreibung.
- 2:39Speaker 0: Grund eins wenn du Gebühren sparen willst.
- 2:43Speaker 0: Nicht jeder Broker ist gleich günstig.
- 2:45Speaker 0: Gerade bei ETF-Sparplänen oder häufigem Handeln kann sich ein Depot bei einem Neobroker richtig lohnen.
- 2:52Speaker 0: Die Ordergebühren sind oft deutlich geringer oder entfallen komplett.
- 2:56Speaker 0: Möglicherweise bietet der eine Broker auch nicht alle ETFs an, oder nur ein Teil davon kann auch kostenlos bespart werden – oder die kostenlose Ausführung ist nur für einen bestimmten Zeitraum möglich!
- 3:08Speaker 0: Wenn du deinen Hauptdepot bei einer klassischen Bank führst, kannst du mit einem zweiten Depot bei einem günstigen Onlinebroker deine Kosten senken und damit langfristig mehr Rendite erzielen.
- 3:19Speaker 0: Du kannst deinen Hauptdepot zum Beispiel für größere Positionen oder besonderes Serviceleistungen nutzen und dein zweitdepot für regelmäßige ETF-Käufe zum kleinen Preis.
- 3:30Speaker 0: Grund zwei, wenn du flexibel und handlungsfähig bleiben willst!
- 3:35Speaker 0: Erinnerst du dich noch daran dass US-Präsident Donald Trump Anfang April twenty-fünfundzwanzig hohe Zölle angekündigt hat?
- 3:42Speaker 0: Kurz darauf sind die Märkte massiv eingebrochen.
- 3:46Speaker 0: In dieser Situation wollten viele Menschen handeln, es gab aber bei mehreren Brokern Probleme – übrigens nicht nur bei Neobrokern sondern auch bei klassischen Banken!
- 3:55Speaker 0: Depotwerte und Kose waren nicht abrufbar, es gibt sehr lange Ladezeiten und Orders wurden teilweise nur sehr verzögern ausgeführt.
- 4:04Speaker 0: Manche Nutzer konnten sich gar nicht erst einloggen.
- 4:07Speaker 0: Das ist natürlich extrem ärgerlich, denn gerade in so einer Situation wirst du ja handlungsfähig sein.
- 4:12Speaker 0: Die Probleme bei einigen Anbietern waren sogar so groß dass die Barfin aktiv wurde!
- 4:18Speaker 0: Mit einem zweiten Depot hast Du einen Backup-Zugang zum Markt – wenn der eine ausfällt kannst Du über den anderen Broker kaufen oder verkaufen und musst nicht hilflos zuschauen… hoffentlich jedenfalls.
- 4:29Speaker 0: Kleiner Tipp?
- 4:30Speaker 0: Achte darauf das Dein Zweitbroker an andere Handelsplätze angebunden.
- 4:35Speaker 0: Das erhöht deine Flexibilität.
- 4:37Speaker 0: Und natürlich solltest du für den Fall der Fälle auch sicherstellen, dass du genug verfügbares Kapital auf dem entsprechenden Verrechnungskonto hast um es investieren zu können.
- 4:46Speaker 0: Ein Vorteil?
- 4:47Speaker 0: Immer mehr Banken bieten inzwischen auch Echtzeitüberweisungen an.
- 4:52Speaker 0: Grund drei wenn du deine Bestände trennen willst.
- 4:56Speaker 0: ETF-Sparplan, Einzelaktien, Krypto-, Rohstoffe viele Anleger wollen nicht alles in einem Depot haben.
- 5:02Speaker 0: aus gutem Grund.
- 5:03Speaker 0: Ein zweites Depot bringt Ordnung rein.
- 5:05Speaker 0: Möglicherweise bietet ein Broker auch nicht alle Produkte an.
- 5:09Speaker 0: Interessant ist die Trennung der Asset-Klassen in Sachen Steuern, Gewinne und Verluste können innerhalb eines Depots miteinander verrechnet werden.
- 5:17Speaker 0: Zwischen verschiedenen Anlageklassen geht das aber nicht im Fall.
- 5:21Speaker 0: Mit zwei Depots kannst du zum Beispiel ETFs und Einzelaktien trennen und behält steuerlich wie mental den Überblick – so ähnlich wie bei folgender Situationen.
- 5:33Speaker 0: wenn du verschiedene Strategien testen willst.
- 5:36Speaker 0: Du bist eigentlich ein By-and-Hold Fan, hast aber inzwischen Spaß gefunden am Trading und möchtest einste Aktien Krypto oder neue Trends ausprobieren?
- 5:45Speaker 0: Kein Problem.
- 5:46Speaker 0: Wenn du neue Ideen oder Anlagekonzepte testen willst, eignet sich ein separates Depot perfekt dafür – so was wird auch gern Spielgelddepot genannt!
- 5:55Speaker 0: So bleibt dein langfristiges ETF-Depot unberührt und du trennst klar zwischen Vermögensaufbau und deinem Experimentierfeld.
- 6:03Speaker 0: Die beiden Depots helfen dir dabei den Überblick zu behalten.
- 6:07Speaker 0: So siehst du auf einen Blick ob du bei deinen finanziellen Zielen auf Kurs bist….
- 6:11Speaker 0: Und die Trennung hat noch einen weiteren Vorteil?
- 6:14Speaker 0: Du schützt dich damit gegen Panikverkäufe deines Buy-and-Hold-Investments.
- 6:19Speaker 0: Wenn du gern trade ist, solltest du natürlich gerade in besonders volatilen Phasen ins Depot schauen!
- 6:24Speaker 0: Doch wenn du dabei siehst dass auch dein ETF für die Altersvorsorge in den Keller geht kann das zu verunsächerem führen und schlimmstenfalls dazu dass du auch diese ETF Anteile verkaust – wenn du beides voneinander trennst hast du dich leichter unter Kontrolle.
- 6:40Speaker 0: Grund Fünf wenn du gemeinsam investieren willst.
- 6:44Speaker 0: Du willst mit deiner Partnerin oder deinem Partner gemeinsam investieren, aber deinen eigenes Depot weiter nutzen?
- 6:50Speaker 0: Viele Broker bieten dafür Gemeinschaftsdepots an.
- 6:52Speaker 0: Ideal wenn ihr gemeinsam Vermögen aufbauen oder verwalten wollt!
- 6:57Speaker 0: Aber Achtung – nicht jeder Anbieter hat diese Funktion im Angebot.
- 7:01Speaker 0: Achte also darauf ob dein Broker Gemeinschaustepots anbietet oder ob ein Wechsel sinnvoll ist.
- 7:07Speaker 0: Grund sechs Steuertrick.
- 7:09Speaker 0: So umgehst du FIFA ganz legal.
- 7:12Speaker 0: In Deutschland gilt das Prinzip first in, first out kurz FIFO.
- 7:17Speaker 0: Das kennst du vielleicht aus der Logistik!
- 7:20Speaker 0: Die Sachen die am längsten im Lager liegen werden als erstes verkauft.
- 7:24Speaker 0: Bei deinen ETF-Anteilen ist es genauso bei einem Verkauf gehen als erstest DIE Anteile über die Ladentheke, die Du als Erstes gekauft hast – die Ältesten also.
- 7:34Speaker 0: Das sind natürlich auch die, die über die Zeit am meisten an Wert gewinnen konnten.
- 7:38Speaker 0: Das bedeutet aber auch, es fallen mehr Steuern an als wenn du jüngere Anteile mit weniger Wertgewinn verkauft hättest.
- 7:44Speaker 0: Ein Beispiel Du hast vor zehn Jahren dreihundert ETF-Anteile gekauft und dafür insgesamt dreitausend Euro bezahlt.
- 7:53Speaker 0: Fünf Jahre später hast du dreihundert weitere Anteilen vom selben ETF gekauft – und diesmal dreitausend sechshundert Euro dafür bezahlt!
- 8:01Speaker 0: Heute verkaufst du Dreihundert Anteiler wieder und bekommst dafür viertausende fünfhundert.
- 8:07Speaker 0: Mit den älteren Anteilen hast du also einen Gewinn von Eintausend Fünfhundert Euro erzählt.
- 8:12Speaker 0: Könntest Du die jüngeren Anteile zuerst verkaufen, wären es nur neun Hundert Euro Gewinn!
- 8:18Speaker 0: Das FIFA-Prinzip kannst Du aber mit Hilfe bestimmter Tricks umgehen – zum Beispiel mit einem Depotübertrag.
- 8:24Speaker 0: Dabei verschiebst Du ein Teil deiner Investments in Dein Zweitdepot.
- 8:28Speaker 0: Im ersten Depot bleiben die Jüngerenanteile zurück, die Du dann verkaufen kannst.
- 8:33Speaker 0: Achtung so ein Depotüvertrag kann eine Weile dauern.
- 8:37Speaker 0: Du kannst das Ganze von Anfang an auch strategisch angehen, dann funktioniert es ohne Depot-Übertrag.
- 8:43Speaker 0: Zuerst kaufst du den ETF bei Broker A?
- 8:45Speaker 0: Später dann bei Broke B!
- 8:48Speaker 0: Wenn du irgendwann verkaufen willst sind erst die jüngeren Anteile bei broker b an der Reihe Worauf du achten solltest?
- 8:57Speaker 0: Wenn du ein zweites Depot eröffnen willst, solltest du ein paar Dinge beachten.
- 9:02Speaker 0: Ein wichtiger Aspekt ist auch hier wieder das Thema Steuern.
- 9:05Speaker 0: Wie vorhin erwähnt, können Gewinne und Verluste nur innerhalb eines Depots miteinander verrechnet werden.
- 9:11Speaker 0: Das machen die Broker normalerweise automatisch für dich!
- 9:14Speaker 0: Wenn du aber die Verlüste des einen Depots mit Gewinnen des anderen Depots verrechnen willst, dann geht das nur über einen Umweg.
- 9:21Speaker 0: Du lässt dir von dem Broker wo du Verlust gemacht hast eine sogenannte Verlusterbescheinigung ausstellen.
- 9:27Speaker 0: Dann kannst du die Verliste in deiner Steuererklärung angeben und mit den Gewinnen aus dem anderen Depot verrechen.
- 9:33Speaker 0: Denk auch an den Sparer-Pauschbetrag.
- 9:35Speaker 0: Jedes Jahr sind tausend Euro an Kapitalerträgen für dich steuerfrei!
- 9:39Speaker 0: Überlege dir, wie du diesen Betrag sinnvoll auf beide Depots aufteilst?
- 9:44Speaker 0: Wenn du zum Beispiel mit dem einen Depot einer Dividendenstrategie verfolgst und bei dem anderen nicht fallen beim ersten wahrscheinlich mehr Gewinnern – es könnte also sinnvoll sein hier einen höheren Freistellungsauftrag zu erteilen.
- 9:56Speaker 0: Aber pass auf, der Betrag darf über alle Broker hinweg nicht die tausend Euro übersteigen.
- 10:03Speaker 0: Sonst begehst du Steuerbetrug!
- 10:05Speaker 0: Falls du eines der beiden Depots ruhen lassen möchtest, solltest Du genau auf die Konditionen schauen – die meisten Broker verlangen heutzutage keine Depotgebühren mehr.
- 10:15Speaker 0: Manchmal ist das aber an Bedingungen geknüpft.
- 10:18Speaker 0: Zum Beispiel dass Du regelmäßig handeln musst.
- 10:21Speaker 0: Wichtig ist natürlich auch den Überblick über das große Ganze nicht zu verlieren.
- 10:25Speaker 0: Dabei helfen dir Tools, die dein Portfolio tracken.
- 10:28Speaker 0: Wenn du vor allem in ETFs investierst kannst du dafür zum Beispiel unser Just-ETF-Portfoliotool nutzen.
- 10:35Speaker 0: Unser Fazit!
- 10:37Speaker 0: Zwei Depots zu führen ist kein Zeichen von Chaos sondern von Strategie – ob für Steuervorteile mehr Flexibilität oder bessere Übersicht.
- 10:45Speaker 0: es gibt viele gute Gründe dafür.
- 10:48Speaker 0: Wenn dir der Podcast gefallen hat, lass uns doch ein Abo da und wir freuen uns natürlich auch über eine gute Bewertung auf Spotify, Apple-Podcast oder in der Podcastapp deiner Wahl.
- 10:57Speaker 0: Vielen Dank an Kia für die Redaktion und Johannes für die Post!
- 11:00Speaker 0: Du hörst Just ETF den Podcast mit mir, Susanne – dir viel Erfolg beim Anlegen und bis zum nächsten Mal!