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Transcript
- Hallo und herzlich Willkommen zu Raumrauschen. Wir erzählen uns hier am digitalen Lagerfeuer persönliche Geschichten und blicken hinter die Texte der AutorInnen. Schön, dass ihr dabei seid. Hallo und herzlich willkommen zur neuen Folge von Raumrauschen. Heute habe ich wieder die Mareile zu Gast. Hallo Mareile, grüß dich. Hallo, schön wieder hier zu sein. Du hast eine Geschichte mitgebracht und normalerweise würde ich jetzt sagen, wir sind es ja schon gewohnt, die Wertvoll-Ich-Karten rauszuholen. Aber ich sitze hier im Büro, das wir uns teilen und da finden sich ab und an auch interessante Fragen in Kärtchenform, in Postkarten oder auch einfach mal in so ein bisschen so einem Sammelsorium. Und eine Frage ist mir da entgegengekommen und das wird heute unsere Einstiegsfrage sein. Ich hoffe, du bist bereit, Mareile. Auf jeden Fall. Die Frage lautet, worauf verzichtest du eher? Glück oder dein Recht? Also eigentlich ganz einfach zu beantworten und doch nicht so einfach, weil aus dem Impuls raus würde ich immer sagen Glück. Aber bei Themen, die mir richtig am Herzen liegen, da habe ich auch wirklich gerne recht. Ich bin gestern noch auf einer Familienfeier in eine Diskussion über Hausaufgaben sinnvoll oder nicht sinnvoll eingestiegen. Ich halte die für nicht sinnvoll. Das sagen auch viele Studien und viele andere Eltern sehen das anders, weil sie Panik haben, dass ihr Kind dann zurückbleibt. Da fiel es mir schon sehr schwer auf mein Recht zu verzichten und nicht zu sagen, aber es gibt da Studien zu, aber das ist erwiesen. Aber ich würde niemals den Familienfrieden dafür riskieren. Also ich bin Team Glück auf jeden Fall. Ah, okay. Das heißt also, ja, Team Glück. Herzlich willkommen, würde ich sagen. Also so meine Intuition. Aber ich begründe sie jetzt nicht. Wäre jetzt auch eher zu sagen Glück. Du hast heute eine Geschichte mitgebracht. Und zwar, wie heißt die Geschichte? Schatzkiste. Schatzkiste. Dann bin ich mal gespannt und wir hören uns einmal die Geschichte an. Bei mir hat in vielen Jahren meiner Jugend nicht täglich das Murmeltier gegrüßt, sondern mein Vater. Ständig wurde ich höflich darauf aufmerksam gemacht, doch meine Sachen nicht überall herumliegen zu lassen, beziehungsweise nach mehrmaliger, nicht erfolgter Aufforderung, wurden mir die Dinge meistens in meinem Zimmer deponiert. Spätestens da nervten sie mich dann und ich räumte sie brav weg. Jetzt ist es inzwischen schon mehr als ein Jahrzehnt her, dass ich mein Elternhaus verlassen habe, Aber Sachen habe ich immer noch da. Ohne eigenes Eigentum und mit begrenztem Platz haben meine Eltern großzügig vieles aufgehoben. Und alle paar Jahre dann das große Resümee. Sollen wir das weiter aufbewahren für dich? Neulich war es mal wieder soweit. Oder sie haben das letzte Mal gefragt. Denn diesmal fanden sie, es wäre Zeit, mich endgültig zu entscheiden. Also wühlte ich mich an einem irre warmen Frühlingstag durch Ecken des Dachbodens. Der wird nämlich nun zum ersten Mal renoviert nach meiner Geburt. Also irgendwie schließt sich ja auch der Kreis. Manches fliegt direkt in die Tonne. Meine viel geliebten Backstreet Boys Videos. Bücher, mit denen ich fürs Abi gelernt habe. Kitschige Erinnerungen, die mir nichts mehr bedeuten. Oder Fotoalben von Zeiten, an die ich nicht erinnert werden möchte. Und dann sind da die anderen Dinge, die ich am Ende mitnehme, in zwei Kisten. Meine Mappe aus dem Kunstunterricht. Dort finde ich Zeichnungen vom 11. September 2001. Offensichtlich haben wir das in Kunst aufgearbeitet. Da war ich 16. Bis heute erinnere ich mich an diesen Tag. Ein Tag, an dem meine kindliche Sicherheit ein Ende fand. Ein kleiner, goldener Porzellanvogel. Eine töpferne Nachbarin hatte ihn mir gemacht. Ein echter Schatz. Und obwohl unglaublich hässlich, ich kann nicht anders, als ihn mitzunehmen. Meine Tagebücher. Seitenweise, Geschichten, Gedanken, Erlebnisse aus Jugendjahren. Vieles peinlich. Und doch, ich bleib hängen an der Schilderung meines ersten Kusses. Mann war der schön. Wenn ich die Augen schließe, dann kann ich ihn noch heute auf meinen Lippen spüren. Der perfekteste erste Kuss, den man bekommen konnte. Was ein Glück. Und dann sind da immer wieder Überbleibsel aus der Schulzeit, Skizzen, Referate, Facharbeiten und immer wieder lese ich darin, ich will Schriftstellerin werden. Die ersten Zeichnungen über Berufswünsche, da war ich zwölf, da steht es schon, genauso wie in der Oberstufe. Wer aufmerksam liest über mich, der weiß, ich bin keine Schriftstellerin geworden. Meine Wege waren ganz andere. Und doch schreibe ich. Anders als ich dachte. Nicht weniger schön. Ich schreibe also über kleine und große Schätze eines Lebens, meines Lebens und seinen unergründlichen und zugleich goldrichtigen Wegen. Vielen Dank dir, Mareile, fürs Teilen dieser Erlebnisse. Und ich muss sagen, wir sind ja altersmäßig ziemlich nah beieinander. Und das ist erstaunlich, dass ich genau, also ich kann mich da genau hineinversetzen in dieses Gefühl von, da gibt es die Eltern oder Erziehungsberechtigten, die die Sachen aufgehoben haben. Und jedes Mal, wenn es da einen Bezugspunkt gibt oder mal eine Gelegenheit zu sagen, ist das jetzt wirklich relevant, dass es da bleibt oder nimmst du das mit, nehme ich es mit in meine jetzige Lebenswelt, die doch eine ganz andere ist. Vielleicht magst du nochmal kurz erzählen, wie erging es dir, als du die Geschichte fertig geschrieben hattest. Tja, wie erging es mir da? Also es war schon, also sie schwebte mir wie so oft, schweben diese Worte schon in meinem Kopf. Also es ist jetzt einige Wochen her, dass ich diese Kisten mitgenommen habe und ich wusste, da wird eine Geschichte draus. Das habe ich einfach gespürt mit den ganzen Emotionen und Erinnerungen, die da ausgelöst waren und als es da dann fertig stand, habe ich natürlich auch kurz darüber nachgedacht, was damit irgendwann passieren wird, weil irgendwann werden meine Kinder diese Dinge in den Händen halten, falls ich sie nicht selber noch entsorge. Vielleicht sage ich auch in 20 Jahren, nee, jetzt ist auch eure Zeit vorbei und ihr geht jetzt. Aber irgendwann werden meine Kinder das in den Händen halten und sich fragen, hat es für sie noch einen Wert? Und das finde ich irgendwie einen schönen Gedanken. Egal, ob das so ist oder nicht, das dürfen die selber entscheiden. Aber dass etwas bleibt, das finde ich schön. Jetzt hast du ja auch, und das ist bei mir auch so, sobald man irgendwann sagt, ich lasse das mal da und Jahre später kommt man an dieselbe Stelle und sagt, warum liegt das jetzt da? Du hast dich hier so schön das aufgeteilt und dann selektiert. Und einiges ja auch direkt in die Tonne geworfen, wo ich sagen würde, ja klar, kann ich voll nachvollziehen. Und bei einem bin ich so ein bisschen hängen geblieben, nämlich bei diesem... Wo du auch bewusst auch sagst, Zeiten, an die du nicht erinnert werden möchtest. Und da frage ich mich mal ganz konkret, und ich kann es ja nachvollziehen, man will sich ja meistens nur an die guten Sachen erinnern. Und ich glaube, irgendwo mal gelesen zu haben, aber korrigiert mich gerne in den Kommentaren, dass der Mensch ja auch eher einer ist, der die guten Sachen im Gedächtnis behält und die schlechten eher wirklich ganz weit weg packt und gar nicht mehr daran erinnert werden will. Dass du hier jetzt eine Selektion vorgenommen hattest, wie war das für dich in dem Moment, das auch zu tun und zu sagen, das ist wertvoll und gut und soll in die nächste Erinnerungsphase kommen und das andere eben nicht. Also wo du auch sagst, ich klammere nicht so schöne Sachen aus. Ja, ich glaube, da geht es natürlich nicht nur, aber vielfach auch um Fotos aus dieser Jugendzeit. Also wenn man sich an die eigene Jugend zurückerinnert, oft fand man sich da nicht so schön und liebenswert. Das picklige Gesicht oder der komische Körperbau, der sich ja erst entsprechend aufrichtet. Genau, alles ist unförmig. Genau, die Kleidung und ich hatte wirklich ganz, ganz schlimme Akne, auch als Jugendliche. Also ich hatte ganz schlimme Haut, ich hatte eine Zahnspange. Ich hatte die Brille, die damals noch so gar nicht in Mode war und ich habe mich ja immer wie so ein hässliches Entlein gefühlt. Ja. Das habe ich in der Hand gehabt und dann gedacht, das bin ich nicht mehr. Und natürlich ist ein Teil von mir auch noch dieser Mensch und auch die Erfahrungen, die ich in dieser Zeit gemacht habe, nicht so auszusehen. Die trage ich natürlich in mir, aber ich habe bewusst entschieden, ich möchte nicht mehr im Bild damit konfrontiert sein, weil das sind trotzdem ja auch Bilder, die in meinem Kopf weiterhin existieren. Aber ich habe gedacht, das bin ich nicht mehr und das möchte ich jetzt abschließen, dieses Gefühl von, ich bin weniger wert. Und es war, glaube ich, so ein Prozess, das jetzt auch loszuwerden und loszulassen auch. Und du hast ja schon deine Kinder erwähnt. Letztendlich kannst du denen ja davon erzählen, aber du selber hast es ja in der Hand, wo du da auch sagst, okay, das ist jetzt eine Grenze, weil es einfach nicht passt oder nicht relevant ist. Die Quintessenz ist ja auch unsere Kinder, ich habe ja auch Kinder, werden irgendwann diese, ich sage mal, sehr interessante Phase des Lebens durchmachen mit dem unförmigen und dem komisch Aussehenden. Da auch zu sagen, okay, ich habe da was oder ich kann dir sagen, da kommst du immer durch, aber ich kann es auch gut verstehen zu sagen, okay, die ganze Bandbreite an dieser Phase brauchst du jetzt nicht zu sehen. Also da haben wir ja von der Phase gesprochen, wo du jetzt deine Kindheit drin hast. Jetzt hast du hier bewusst ein weltlich-gesellschaftliches Phänomen aus deiner Kindheit, aus unserer Jugend, würde ich jetzt auch sagen, ganz konkret nochmal aufgegriffen, nämlich den 11. September 2001. Der dann sogar im Kunstunterricht eine Rolle gespielt hatte. Wenn du jetzt sagst, also was habt ihr denn da, wie habt ihr es aufgegriffen? Kannst du uns da nochmal mitnehmen? Also ich habe tatsächlich keinerlei Idee, wie der Kontext war, aber es gab eben in dieser Mappe ein Bild von diesen zwei Türmen in dem Moment, wo ein Flugzeug reinfliegt. Also das habe ich gemalt, wie das Flugzeug da in diesen Turm fliegt und ich hatte selber überhaupt keine Erinnerung daran. Also ich weiß, dass wir am nächsten Tag in die Schule kamen und dann alle Lehrer brav gefragt haben, und wie geht es euch jetzt? Braucht ihr irgendwas? Möchtet ihr über irgendwas sprechen? Dass schon diese leicht peinlichen Runden so richtig keiner sagen wollte, wie es ihnen geht, aber offensichtlich gab es da ja eine andere Art, als mit Worten damit umzugehen. Also ich merke gerade, ich hake nochmal kurz ein, also für all diejenigen, die nicht wissen, was am 11. September 2001 passiert ist, das ist der Tag, an dem das World Trade Center in den Vereinigten Staaten durch einen Terrorangriff sind Flugzeuge in das Gebäude und auch in ein paar andere Gebäude geflogen worden und haben diese Gebäude auch zum Einsturz gebracht. Und das hat gesellschaftspolitisch nochmal große Veränderungen gebracht. Von daher schaut da selber auch nochmal, wenn ihr noch Rückfragen habt. Aber deswegen hat Mareile zwei Türme gemalt mit einem einstürzenden Flugzeug. Also ich muss sagen, ich bin etwas fassungslos. Ich habe es kurz gedacht, hast du das wirklich so gemacht? Aber krass, okay. Dann ist es auch irgendwie gut zu wissen, dass da die Erinnerung nicht so war, dass man sich daran genau erinnert, was jetzt der Kontext war. Aber die hast du jetzt auch entsorgt, weil sie irrelevant waren? Tatsächlich nicht. Tatsächlich nicht? Tatsächlich nicht. Ich habe da lange drüber nachgedacht. Ich bin auch wirklich kein Kunstgenie. Also ich habe ein riesen Interesse an Kunst, aber bin selber da glaube ich nicht sehr begabt. Also es ist eine sehr kindliche Zeichnung, aber ich habe es in den Händen gehalten und gedacht, das ist ein Stück Geschichte und deswegen konnte ich das nicht wegtun irgendwie, weil ich dachte, das ist, ja, ich weiß nicht, es ist ein Zeitzeugenbericht in irgendeiner Form, ja, auch. Etwas skurril, muss ich jetzt sagen, so nachdem wir jetzt darüber gesprochen haben. Aber ja, letztendlich kann ich es auch verstehen, wie es halt so ist in so einem Dachboden. Man kommt in solche Situationen. Wir reden ja jetzt gerade schon ein paar Minuten über dieses Gemälde. Wie lange warst du eigentlich am Dachboden? Boah, ich habe keine Ahnung. Also es waren bestimmt dann anderthalb bis zwei Stunden erstmal nur grob sichten. Und dann habe ich eben diese Kisten, wo ich dachte, okay, das muss ich nochmal in Ruhe schauen, habe ich mit nach Hause genommen und dann an dem Abend irgendwie auch nochmal eine Dreiviertelstunde die Sachen durchgeguckt, was zu unglaublich lustigen Szenen führte, weil mein Mann dann sich natürlich diese Tagebücher schnappte und sich kaputt gelacht hat und meinen Kindern dann daraus vorgelesen hat und zitiert hat eben von dieser ersten Kussszene und es war aber irgendwie schön und witzig. Waren das denn Tagebücher? Ich frage jetzt ganz so ein bisschen aus dem Nähkästchen, wo so ein Schloss noch drin war? Weil das kennt man ja manchmal aus Film und Fernsehen. Ja, nee, damals machte man das so, es gab so diese Schülerkalender, zum Beispiel diese Diddl-Jahreskalender. Und die hat man aber natürlich, war man dann zu cool für Diddl und dann hat man die, also Mädchen würde ich jetzt tatsächlich mal plakativ sagen. Ich hoffe, das haben auch Jungen gemacht, aber ich kannte das nur von meinen Freundinnen. Wir haben das dann beklebt mit so Parfümwerbungen, oft so in Schwarz-Weiß oder da waren dann auch ganz viel Werbungen, die man ausgeschnitten hat. Genau, so Collagen. Genau, so Collagen, die hat man reingeklebt und dann hat man drumherum eben geschrieben, was so passiert ist. Ah, spannend, wow. Ja, und da durfte dein Mann quasi den Kindern was Schönes vorlesen. Schön. Ich gucke gerade nochmal über den Text oder gedanklich nochmal. Aber letztendlich, wenn ich jetzt den Bogen schließe oder du hast den ja so ein bisschen geschlossen durch deine Tagebücher und durch das, was du da gelassen hast bei deinen Eltern, eine Zukunftsvision, würde ich jetzt mal sagen, nämlich das mit der Aussage, dass du gerne Schriftstellerin werden wolltest. Und gedanklich, als du das gelesen hattest, habe ich gesagt, und das bist du geworden. Und dann sagst du hier, ne, ich bin keine Schriftstellerin geworden, sondern etwas anderes. Und dass du trotzdem schreibst. Und da dachte ich, ja, ja. Aber für mich hast du schon was Schriftstellerisches. Und du hast es nochmal in deinen eigenen Worten gefasst. Und das macht es, glaube ich, so stark, wenn wir so über so einen Text auch reden, dass ich jetzt eine leichte Interpretation habe, die du für dich nochmal anders siehst, aber nicht unbedingt sie gegenüberstehen müssen, dass sie falsch sind, sondern auch anpassbar sind. Und wir haben eben ja witzigerweise, wir haben eben einen anderen Text eingesprochen und haben uns dazwischen, hatten ja so ein kleines Zwischengespräch, das fällt mir jetzt gerade ein, nämlich, dass ich mal diesen schönen Satz gelesen habe, dass man als Autorin kann man sich unglaublich viel Gedanken darüber machen, was man jetzt senden will und was man in die Welt geben wird. Und man dreht jedes Wort dreimal um und guckt, ist es das Richtige. Aber was man eben nicht mehr in der Hand hat, ist der Empfang. Das heißt, man hat gar nicht in der Hand, was berühre ich mit meinem Text, wen berühre ich mit meinem Text, berühre ich überhaupt jemanden damit. Und das ist irgendwie auch schön. Also dieses Gefühl von, da gebe ich es jetzt in die Welt und dann lasse ich los und gebe es quasi frei für andere Menschen und ihre Interpretationen. Mhm. Stimmt. Das hast du sehr schön gesagt, Mareile. Danke. Kann ich gut verstehen. Ich habe noch eine abschließende Frage, bevor wir gleich zum großen Abschluss kommen. Jetzt ist ja der Dachboden, so wie ich es verstanden habe, leer, richtig? Und die zwei Kisten liegen jetzt bei dir zu Hause. Also wie ging es denn deinen Eltern, als du dann abschließend gesagt hast oder als dieser Dachboden bereit war für diese Renovierung, die du am Anfang erwähnt hattest? Gab es da nochmal eine Reaktion? Weil ich kann mir gut vorstellen, wenn du etwas aufbewahrst, lange quasi für deine Kinder oder eben auch für jemand anderen und dann auf einmal ist es weg oder es ist nicht mehr da. dass das da auch irgendwas verursacht? Die Frage versuche ich mal indirekt zu beantworten, weil ich weiß gar nicht, ob es eine direkte Antwort darauf gibt, weil meine Eltern aus einer Generation kommen, in der nicht viel über Gefühle gesprochen wird. Aber was so ist, ist, dass. Ich habe zwei Schwestern, die waren 13 und 16, als ich geboren wurde. Und das stellte räumlich die ganze Familie vor Herausforderungen. Und im Zuge dessen ist der Dachboden, der bis dahin nicht genutzt wurde, damals ausgebaut worden. Und für meine große Schwester, die 16 war, renoviert worden. Und das ist genau 40 Jahre her. Ich bin jetzt 40 Jahre und da haben meine Eltern einen sehr langen Prozess gehabt, Kinder gehen zu lassen von meiner Schwester bis zu mir. Und es ist vermutlich auch die letzte Renovierung, die dieser Dachboden jetzt bekommt. Und das Schöne ist, meine Mutter ist 80 geworden im Januar und wir drei Kinder haben ihr geschenkt, diesen Raum für sie neu zu gestalten, weil das ist schon seit Jahren ihr Bastelzimmer. Sie hat da so einen Schreibtisch zwischen diesen ganzen Kisten und Chaos und da ist sie kreativ. Und wir haben ihr geschenkt, wir machen dir diesen Raum jetzt schön von Wänden zu neuem Boden rein zu, wir streichen dir nochmal uralte Kommoden richtig schön und das steht jetzt an nächsten Monat. Ah, schön. Das heißt also, dieser Anlass, der führt auch zu was Gutem und der gibt dann ja auch nochmal Platz und Gelegenheit in der Familie. Genau, jetzt kommt nochmal was Neues. Schön. Ja, in diesem Sinne war es das für den Text. Die abschließende Frage ist eher so, Mareile, was würdest du denn jetzt nochmal sagen, was darf der Hörer, Hörerin oder Leser, Leserin dieser Geschichte noch mitnehmen? Was würdest du dir vielleicht sogar fragen? Ich glaube, ich würde nach eigenen Schatzkisten fragen. Also ich glaube, dass wir alle diese Erinnerungen in uns tragen, entweder in unserem Kopf, in unserem Herzen oder in so einer Kiste. Und ja, es ist ein bisschen Erzählen von früher und Schwägen darüber. Aber das sind so Fragen, die mir so fortkommen. Ich auch eben gedacht habe, da würde ich dich jetzt auch gern zu fragen, wie war das denn für dich in dieser Zeit? Ja, und das ist auch so die Frage nach außen an die Hörerinnen. Wie war das für euch? Wie war eure Jugend? Was habt ihr davon im Gedächtnis, im Herzen? Was ist euch wichtig zu teilen? Genau, und habt ihr Schatzkisten? Vielleicht ist das jetzt die Gelegenheit, welche zu machen. Was würdet ihr reinpacken? Was habt ihr vielleicht schon drin? Schreibt uns gerne, wenn ihr möchtet, in den Kommentaren was. Oder direkt, ihr findet unsere Informationen alle unter www.raumrauschen.de oder aber über Instagram. In diesem Sinne, vielen lieben Dank dir, Mareile, für deine tolle Geschichte. Und wir hören uns dann beim nächsten Mal. Bis dann. Den Blog und die Geschichte findet ihr unter www.raumrauschen.de Folgt uns auf Instagram unter raumrauschen-ac Raumrauschen ist ein Angebot der Berufungspastoral im Bistum Aachen. Musik Robert Niegel, Produktion, Social Media und Podcast Agentur Kunden fokussiert.