Latest / Rheinpegel - der Düsseldorf-Podcast / Der Rheinpegel-Jahresrückblick Part 1
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- Ab Oktober sagt man es irgendwie ständig und dann ganz plötzlich ist es soweit. Das Jahr geht so schnell rum. Und wie wir alle wissen, jeden Tag passieren Sachen. Das merken wir in unseren ganz normalen alltäglichen Abläufen und das merken natürlich auch meine lieben Kolleginnen und Kollegen aus der Lokalredaktion Düsseldorf. Mit denen habe ich mich zusammengesetzt und das Jahr Revue passieren lassen, habe gefragt, welche Themen und Geschichten sie begleitet, bewegt und beschäftigt haben und sie haben erzählt. Von Kneipenschließungen in der Altstadt zu Gastro-Neueröffnungen, von Prozessen, die Spuren hinterlassen haben, zu der sportlichen Seite der Stadt und noch vielen anderen Themen. Wir gehen 2025 in dieser und der nächsten Folge nochmal ganz genau auf den Grund. Und damit herzlich willkommen zum Rheinpegel. Ihr hört Folge 401 und der Rhein steht bei 2,47 Meter. Rheinpegel, Der RP-Podcast für alle, die Düsseldorf lieben. Hallo zum Rheinpegel, dem Podcast, in dem wir jede Woche erzählen, was Düsseldorf bewegt, was die Bewohnerinnen und Bewohner umtreibt, kurz und gut, was geht. Mein Name ist Torcia Kormann und diese wirklich schöne Aufgabe darf ich übernehmen. Wenn ihr uns etwas mitteilen wollt, wenn ihr vielleicht erzählen möchtet, wie euer 2025 war, welche Themen die waren, die euch begleitet und beschäftigt haben oder wenn ihr einfach mal was loswerden wollt, wenn ihr wisst, worüber wir sprechen können oder wenn ihr Veranstaltungen habt, auf die wir hinweisen dürfen, dann erreicht ihr uns unter rheinpegel.podcast at rheinische-post.de oder 0160 80 80 844. Wir freuen uns immer von euch zu hören. Im ersten Teil unseres Jahresrückblicks schaue ich mit Ludwig Krause, Leiter der Düsseldorfer Lokalredaktion, auf das Jahr im Allgemeinen zurück. Und auf seines ganz persönlich ist er doch schließlich seit genau einem Jahr in der Rolle, die er aktuell inne hat. Wie lief's? Was hat ihn beschäftigt? Und wie erlebt man Düsseldorf, wenn man plötzlich vielleicht einen ganz anderen Blick auf die Stadt hat? Das und natürlich viel mehr habe ich mit ihm besprochen. Maximilian Novroth erzählt von den Ereignissen in der lokalen Wirtschaft, die auf ihn ganz besonders Eindruck gemacht haben. Unter anderem die Schließwelle in der Düsseldorfer Altstadt. Warum trotzdem auch Lichtblicke passiert sind, das erzählt er. Lichtblicke gab es in der hiesigen Gastronomie auf jeden Fall auch. Welche das sind und wie weit wir auf dem Weg zur Gastrohauptstadt gekommen sind, darüber habe ich mit Helene Pawlitzki gesprochen. Auch eine sehr sportliche Seite hat Düsseldorf. Marie Bockholt weiß, welche Entwicklungen es beim Thema Olympia in Düsseldorf gegeben hat. Seit einem Jahr ist Marlin Kess jetzt als Gerichtsreporterin unterwegs und noch immer gehen ihr bestimmte Fälle ganz besonders unter die Haut. Uns berichtet sie davon. Und es geht in diesem Teil der Gespräche um sexualisierte Gewalt an Mädchen und Frauen. Zeitweise werden Situationen recht grafisch beschrieben. Wenn das ein Thema ist, mit dem ihr nicht gut umgehen könnt, dann überspringt diesen Teil am besten oder hört ihn nicht alleine. Mark Ingel berichtet davon, wie im vergangenen Jahr mit dem Suchthilfezentrum an der Flurstraße umgegangen worden ist und wie die Aussichten da sind. Viel Spaß also beim Hören unseres Jahresrückblicks Part 1. Ludwig Krause, du bist ein seltener, dennoch gern gehörter Gast in diesem Podcast. Herzlich Willkommen. Vielen Dank. Warum eigentlich? Ist das was Persönliches? Ich denke immer, dass du doch in deiner Rolle oder in deiner Funktion einfach andere Dinge auch zu tun hast, als hier wöchentlich zu sitzen und darüber zu sprechen, was in der Stadt passiert. Weil das machen ja unsere lieben Kolleginnen und Kollegen schon sehr gewissenhaft und engmaschig. Und umso schöner, dass wir uns dann immer mal treffen und du sozusagen den großen Überblick gibst. In deiner Rolle als Leiter der Lokalredaktion Düsseldorf sitzt du auch heute hier und vor ungefähr genau einem Jahr haben wir das erste Mal miteinander gesprochen. Und wir haben ein bisschen darüber geredet, was dieses Jahr 2025 wohl so bringt, inklusive deiner damals neuen Position. Und darum frage ich dich jetzt, weil wir uns ja auch hier in einem Jahresrückblick befinden, was für ein Wort fällt dir ein, wenn du das vergangene Jahr beschreiben solltest? Boah. Okay, das war schon Wort. Ich würde tatsächlich mit Borg gehen, glaube ich, auch wenn das natürlich jetzt gar nicht mein Wort war. Also ich könnte jetzt auch irgendwas, etwas Abgedroschenes sagen, wie, weiß ich nicht, abwechslungsreich oder so. Dieses Jahr ist extrem schnell rumgegangen. In dieser Stadt ist dramatisch viel passiert. Schöne Dinge, unschöne Dinge, Dinge, über die wir logischerweise viel berichten konnten, über die viel diskutiert wurde und über die auch noch in Zukunft viel diskutiert werden. Es ist wirklich wahnsinnig viel passiert. Von 200 Jahre Karneval ... Bis hin zu dem schrecklichen Feuerwerksunglück bei der Rheinkirmes von Geschichten, die unsere Leser ganz eindeutig berührt haben, wie der Labrador Haribo, der ausgesetzt wurde mit Klebeband um die Schnauze gebunden und am Ende ja doch ein glückliches Ende bei sehr lieben Besitzern gefunden hat. Von politischen Diskussionen, Etat-Diskussionen bis hin zu welcher Architektur und welchen Standort wollen wir eigentlich unserer neuen Oper geben? Von großen Sportveranstaltungen bis hin zu Riesenkonzerten. Also dieses Jahr war so voll, das ist schon wie ein Augenschlag vergangen. Ja und wenn du das gerade alles nochmal so wirklich aufzählst, dann fällt mir auf, das ist wirklich eine ganze Menge. Also und obwohl wir da hier jede Woche irgendwie ja tatsächlich auch drüber sprechen und dir eigentlich auch fast alles immer so abdecken und mitnehmen. Wenn du das jetzt so aufzählst, dann erschlägt mich das fast. Und ich gebe dir recht, es ist sehr schnell vergangen. Ich kann mich wirklich, wirklich noch fast körperlich daran erinnern, wie wir im Karnevalsmuseum die Folge zu 200 Jahre Karneval, das war ja Anfang letzten Jahres, also das haben wir im Januar gemacht. Also das ist wirklich sehr, sehr, sehr schnell vergangen. Also du bleibst bei Bohr. Ich bleib bei Bohr. Man muss sich ja einfach mal vorstellen, Also jeder war ja mal neu irgendwann in seinem Job und der erste Arbeitstag und man kommt so ein bisschen an und rein. Onboarding heißt das ja immer so schön auf Neudeutsch. Bei uns ging es direkt am 1. Januar, das war mein erster Arbeitstag, dann auch damit los, dass ... Eine Riesendiskussion um Feuerwerksverbot plötzlich gab, weil sämtliche Sperrbezirke und sämtliche Maßnahmen in der Innenstadt, wie soll man das formulieren, nicht von jedem eingehalten worden ist und wir sofort eine große Diskussion hatten darum, wie gefährlich das denn da war. Eindruck war schon, es war schon ziemlich zünftig. Es ist glücklicherweise nicht allzu viel passiert, wenn ich das richtig erinnere. Aber das ist dann auch so mal ein erster Arbeitstag. Und dann mögest du bitte sofort einen Kommentar dazu schreiben, was das denn jetzt so heißt für die Stadt. Und dann denkst du dir alles klar, geht ja schon gut los. Und wenn man neu in einem Job ist und dann hat man sofort auch zwei Wahlen mit der Bundestagswahl, der Kommunalwahl etwas später im Jahr dann vor der Brust und dann auch noch das große Jubiläumsjahr Karneval, dann weißt du wirklich, du bist angekommen und ich habe immer scherzhaft gesagt, wenn ich das alles oder wenn wir das alles hier als Team gemeistert haben und. Ich habe immer noch Spaß dran, dann mache ich das die nächsten 20 Jahre. Und die gute oder schlechte, je nachdem, wie man es jetzt mit mir, meinem Team und der Rheinischen Post hält, es macht Riesenspaß. Wunderbar. Die Kolleginnen und Kollegen hier haben dieses Jahr einmal mehr gezeigt, was sie drauf haben. Wir haben viele Dinge exklusiv berichten können. Wir waren überall sehr schnell dran. Und es sind dann ja Momente, für die man es dann ja auch macht. Ist dir da was ganz besonders im Kopf oder im Herzen hängen geblieben, also wenn du so ein bisschen auf der emotionaleren Ebene drauf guckst? Tatsächlich verbunden mit einem unschönen Ereignis und zwar mit dem Unglück beim Feuerwerk der Rheinkirmes. Das war ja für alle Menschen, die es wirklich ganz hautnah mitbekommen haben, eine sehr schreckliche Situation. Was man aber in der Rückschau vergisst, ist, viele, viele tausende Menschen standen am Rheinufer, haben dieses Feuerwerk gesehen, haben gesehen, okay, ein, zwei, drei Feuerwerkskörper sind ein bisschen niedriger als sonst explodiert. Und sind dann einfach nach Hause gegangen. Und für die war das einfach das Feuerwerk. Und so eine halbe, dreiviertel Stunde, nachdem das dann passiert war, haben wir die erste Eilmeldung rausgeschickt. Und viele Menschen haben mir danach gespiegelt, haben überhaupt erst durch die Eilmeldung der Rheinischen Post davon erfahren, was da gerade passiert ist auf dem Event, auf dem sie selbst waren. Und das ist natürlich kein schönes, Ereignis und auch kein schöner Anlass. Ich habe viel mehr Freude an schönen Dingen, die in dieser Stadt passieren, aber das verdeutlicht unseren Anspruch. Wir wollen diejenigen sein, bei denen sich die Menschen informieren, was in dieser Stadt passiert. In den schönen Dingen und manchmal dann auch in den dramatischen Momenten. Ich verstehe. Du hast jetzt gerade die Kirmes angesprochen im Zusammenhang mit dem Unglück, was passiert ist. Da werden wir auch in diesem Rückblick ganz sicher noch ein wenig genau darüber sprechen. Und die Kirmes ist ja eine Sache, die natürlich hier in der Stadt Tradition hat wie sonst was, genauso wie andere Dinge. Und jetzt bist du zwar seit einem Jahr hier der Chef der Lokalredaktion, aber du bist ja, obwohl du kein gebürtiger Düsseldorfer bist, nicht neu in der Stadt. Das ist so. Hat sich trotzdem ein bisschen verändert, wie du das hier alles siehst und erlebst? Also einfach auch rein aus dem Grund, weil du zu mehr Veranstaltungen eingeladen bist und halt mehr so mitbekommst? Oder ist das auch so ein bisschen vom Gefühl, weil du jetzt derjenige bist mit, der sozusagen dafür verantwortlich ist, dass auch die Sachen, die hier passieren, möglichst schnell an die Leute kommen? Ich wollte nur noch mal kurz eben einmal zurückspringen und sagen, man tut dieser Kirmes in diesem Jahr auch kein, oder man wird ihr nicht gerecht, wenn man die komplette Rheinkirmes in diesem Jahr auf diesen Unfall reduziert. Es war ein wahnsinnig tolles, ein wahnsinnig friedliches Fest. Ich war noch ein paar Tage vorher auf der Polizeiwache, die gesagt haben …. Weil ja auch immer der große Vergleich zum Oktoberfest gezogen wird. Die Rheinkirmes ist wirklich ein Familienspektakel. Hier passiert so gut wie nichts. Es ist ein friedliches, ein großes, ein buntes Fest. Und natürlich ist das so, um auf deine Frage zurückzukommen, dass ich, also ich lebe jetzt seit 2009 in dieser Stadt mit Unterbrechung, ich war schon unzählige Male auf der Rheinkirmes. Ich war schon unzählige Male beim Karneval. Aber man erlebt es jetzt natürlich nochmal aus einer etwas anderen Perspektive. Und das dürfte jetzt die wenigsten Menschen schockieren, die mich kennen. Ich bin jetzt nicht der Mensch, der freiwillig jeden Freitagabend auf einer Party zu finden ist. Und trotzdem durch diese ganzen Veranstaltungen, die ich in diesem Jahr auch erleben durfte. Bekommt man auch erstmal für den Eindruck, wie wahnsinnig vielfältig diese Stadt ist, wie wahnsinnig vielfältig auch alles rund um die Rheinkirmes und die Schützen oder um den Karneval sein kann. Und ich behaupte zum Beispiel im Düsseldorfer Karneval nach dieser ganzen Bandbreite an Veranstaltungen, die man dann so auch als Journalist erlebt, in dem Düsseldorfer Karneval findet wirklich jeder, aber auch jeder eine Veranstaltung, an der er oder sie zumindest klammheimlich ein bisschen Spaß hat. Also wer mit dem normalen Partykarneval nichts anfangen kann, du findest garantiert was. Wer voll Party machen möchte, du findest garantiert was. Wer Lackschuh haben möchte, du findest garantiert was. Du kannst aber auch zu Tunte Lauf gehen und wirklich einen der abgefahrensten Abende des Jahres erleben. Diese Stadt ist wahnsinnig bunt. Diese Stadt lebt ganz. Und das macht einfach eine große Freude, da als Journalist mitten in dieses Becken gesprungen zu sein. Ich sitze hier die ganze Zeit vor dir und nicke enthusiastisch und freue mich über all diese Worte. Und wenn wir jetzt in den Jahresrückblick starten, würde ich gerne von dir als allererstes die Einschätzung bekommen, welche Themen werden uns im nächsten Jahr begleiten? Was meinst du, was bleibt, was kommt? Und jetzt werde ich natürlich den Kolleginnen und Kollegen, die das gleich in Detail noch ausbreiten, ein bisschen was vorwegnehmen, aber das ist dann so ein großes Thema, das uns dieses Jahr sehr beschäftigt hat, das uns gerade im Moment sehr beschäftigt und das uns definitiv auch im kommenden Jahr beschäftigen wird, ist natürlich, dass der Opa des neuen Opernstandorts, des nun gekürten Opernentwurfs, wir reden da über ganz viele Aspekte, Wie viel soll es denn kosten? Eine Milliarde? Zwei Milliarden? Wie soll es denn aussehen? Welche Funktion soll dieses Opernhaus erfüllen? Nämlich nicht nur soll es ja ein klassisches Opernhaus sein, sondern auch die Musikschule, eine Musikbibliothek beinhalten, ein sogenannter dritter Ort sein. Eines der ganz wesentlichen Aspekte gegen das Phänomen der Einsamkeit, das wir auch in dieser Stadt trotz all dem, was ich gerade erzählt habe, natürlich erleben. Wir werden im kommenden Jahr, Meines Erachtens, aber ich glaube, da lehne ich mich nicht zu weit aus dem Fenster, das erfolgreichste Konzert- und Großveranstaltungsjahr der Geschichte in dieser Stadt erleben. Also was sich da an Weltstars, die ich jetzt gar nicht zwangsläufig alle gut finden oder kennen muss, aber in dieser Stadt sich die Klink in die Hand gibt, das ist wirklich sensationell. Von den Backstreet Boys über Robbie Williams, über System of a Down bis hin zu Bad Bunny. Also wer da alles im kommenden Jahr in Düsseldorf auftritt, da müssen wir uns wirklich nicht verstecken. Und Düsseldorf ist ja auch jüngst von Polestar zum Number One Venue worldwide gewählt worden. Also nirgendwo kannst du als Star so gut auftreten wie hier, ist im Prinzip die Aussage. Das wussten wir beide natürlich schon immer. Ja, auch aus persönlicher Erfahrung. Auch aus persönlicher Erfahrung natürlich. Aber das ist, glaube ich, auch wichtig für unseren internationalen Auftritt. Wir hatten in diesem Jahr die Rückkehr des Marathon super erfolgreich. Ich schätze sogar auch nochmal deutlich erfolgreicher, als der eine oder andere sich das vielleicht vorgestellt hat. Und das war einfach sensationell. Nicht nur von den vielen tausenden Teilnehmern, sondern auch von den Menschen, die da an den Straßenrändern standen und zum Teil wirklich zum Piepen lustige Schilder in die Luft gehalten haben. Da freue ich mich auf eine Rückkehr. Wir haben aber auch Kulturevents wie nach der Museen in diesem Jahr sehr erfolgreich, dass jetzt nach über 20 Jahren diesen Run beendet und abgelöst wird durch das sogenannte Artwalk Festival. will, dass. Größer, schneller, schöner, weiter werden soll. Wir werden mal gucken, wie das so wird. Und so ein ganz klein bisschen Zunder ist ja auch noch drin, weil es auch noch eine Neben, Gegen, wie auch immer Veranstaltung geben wird mit der Nacht der Künste. Organisiert von der Agentur, die aus Frankfurt stammt, die das bisher gemacht hat und die jetzt bei diesem Artwalk-Festival nicht mehr dabei ist. Also auch da ist immer ein bisschen Unterhaltung drin für uns als Journalisten. Und so werden viele Themen, die in diesem Jahr angerissen worden sind, sich nahtlos ins kommende Jahr fortsetzen. Wir müssen überhaupt nicht drüber reden, dass die reinkirmen ist. Mit der großen Frage wird es ein Feuerwerk geben oder nicht, die ja auch noch nicht geklärt ist, natürlich wieder im Fokus sein wird nächstes Jahr, aber natürlich auch abseits dieser Feuerwerksfrage. Rhein-Kirmes ist für uns ja immer ein Riesenthema, ein ganz großes Thema, über das wir in diesem Jahr viel geschrieben haben und jetzt gerade noch gar nicht gesprochen haben, sind natürlich die vielen, vielen Badeunglücke im Rhein, die Badetoten, die wir hatten dieses Jahr im Rhein. Es war im Sommer das beherrschende Thema in der Stadt, das dann auch bundesweit Schlagzeilen gemacht hat. Es wurden ja Maßnahmen ergriffen, die ja allem Anschein auch nach auch fruchten. Also seitdem dieses Badeverbot erlassen wurde, ist die Zahl der Badeunfälle deutlich zurückgegangen in der Stadt. Jetzt ist es halt auch entsprechend kalt. Niemand käme jetzt, glaube ich, auf die Idee, gerade mit seinen Füßen in den Fluss zu gehen. Wir werden sehen, wie sich das entwickelt, wenn es dann wieder warm wird im nächsten Jahr. Und das ist alles schon ein Jahr her. Und es ist alles schon ein Jahr her und es ist wieder 30 Grad. Ja, da bin ich auch gespannt. Ich fürchte, wir werden wieder die Einsatzkräfte sehen. All das sind Dinge, die in diesem Jahr natürlich großes Thema waren und die im kommenden Jahr garantiert auch wieder für Schlagzeilen sorgen. Ja. Aber Torsten, was war denn dein Thema? Das hat doch bestimmt noch keiner gefragt. Das hat mich noch keiner gefragt und das erwischt mich gerade ein bisschen natürlich. Nein, ich habe ein Thema, was tatsächlich hier auch schon viel besprochen wurde und auch im Jahresrückblick auftauchen wird und zwar die Kommunalwahl und zwar nicht aus denselben Gründen wie hier die Kolleginnen und Kollegen, also wegen Quaberichterstattung, sondern tatsächlich als Wählerin, weil ich... Und ich weiß, das ist spät und trotzdem, also es ist auch nichts mit stolz geschwellter Brust, aber ich habe jetzt erst verstanden, wie wichtig auch die Kommunalwahl ist, also wie nah dran tatsächlich passieren kann, was ich auf dem Stimmzettel ankreuze. Und das habe ich tatsächlich durch unsere Berichterstattung, durch meine Gespräche mit Alexander Esch irgendwie ist das immer tiefer gesunken, dass die ganzen Sachen, über die wir vorher hier gesprochen haben, Rad, Leitroute, Wohnungsbau, also die mich ja tatsächlich auch betreffen, mich betreffen auch andere Themen, aber das ja mehr auf einer Second-Hand-Ebene sozusagen, also eins weiter weg. Das war für mich ein Thema, wo ich auch privat dann mich viel drüber ausgetauscht habe. Das ist ein Effekt, von dem wir natürlich erhoffen, dass es nicht nur dir so geht, sondern dass wir auch andere Menschen durch die Berichterstattung, anderen Menschen das genau deutlich machen können, denn die Kommunalwahl wird beim Wähler, bei der Wählerin immer noch stiefmütterlich behandelt im Vergleich zur Bundestagswahl und das ist etwas, das ich niemals begreifen werde, weil du nirgendwo sonst mit deiner Stimme so direkt Auswirkungen erzielen kannst, wie bei der Kommunalwahl und trotzdem ist die Beteiligung deutlich niedriger als zum Beispiel bei der Bundestagswahl. Das haben wir auch dieses Mal wieder gesehen. Wir werden alles dafür tun, dass bei der nächsten Kommunalwahl, die ja dann aber auch noch ein bisschen hin ist logischerweise, dass wir da die Werderbeteiligung wieder etwas steigern können. Ja, also deswegen war das tatsächlich das Thema, was mich am meisten berührt hat im Sinne von, wo ich viel drüber nachgedacht und gesprochen habe. Genauso wie alle anderen Themen, die wir hier besprochen haben. Vielen Dank für diese Rückfrage, da war ich jetzt nicht drauf vorbereitet, aber hey, gut gerettet. Happy New Year und bis zum nächsten Mal. Tschüss. Danke dir. Lieber Maximilian, liebe Tosja, 2025 neigt sich dem Ende. Wenn ich dich jetzt frage, wie du dieses, ja, sich dann doch vielleicht schnell anfühlende Ja mit einem Wort beschreiben würdest, welches wäre das? Volatil. Okay, okay, Mr. Frankfurt. Wechselhaft. Wenn ich jetzt Wetterfrosch wäre, würde ich sagen wechselhaft. Wechselhaft, okay. Mal schaurig, mal sonnig, mal bedeckt. Wechselhaft ist das Wort, was du wählst. Wie sieht es aus mit Themen, die dich begleitet haben? Sind die dann auch ein bisschen gemischt? Also ich habe gerade in den paar Minütchen, die ich jetzt hier vor unserem Podcast mal überlegt habe, wie will ich das hier eigentlich aufziehen, was will ich erzählen? Einfach mal unser Dashboard, also so eine Art Analyse-Tool angeschmissen, um mir anzuschauen, was waren so die 100 meistgelesenen Artikel, die ich geschrieben habe, also die von Wirtschaft handeln in Düsseldorf in diesem Jahr und da liest man schon eine ganze Menge über Schließung hier, Insolvenz dort, Stellenabbau, klar sind irgendwie negative Nachrichten, auch welche, die uns emotional anfassen, die dann auch gelesen werden, weil sie Leute auch im Alltag bewegen und beschäftigen, aber es gab eben auch, Gott sei Dank, weil Düsseldorf steht besser da wirtschaftlich als die Wirtschaft in Deutschland, die ja schon seit drei Jahren inklusive dieses Jahres einfach in keinem guten Zustand ist, steht Düsseldorf besser da und deswegen gab es auch gute Nachrichten, Neueröffnungen. Umstrukturierungen, die vielleicht gut sind für die Stadt und alles nicht so schlimm, aber es ist jetzt auch nicht so, dass es irgendwie so steil bergauf geht, ich sag mal wie in den Jahren vor der Corona-Pandemie, wo hier gefühlt, jedes Jahr irgendein neuer Rekord geknackt wurde an geringer Arbeitslosenquote oder Immobilienvermietungen oder Neuansiedlungen, also all so wirtschaftliche Kennzahlen, die jetzt vielleicht ein bisschen trocken erscheinen, aber auch doch in Summe dann so eine Stimmung ergeben, die im Moment, würde ich eben sagen, bedeutet, dass man aufpassen muss und vielleicht auch so ein bisschen nicht nur privat als Mensch sparen sollte, also irgendwie gucken sollte, dass man gut durchkommt und irgendwie finde ich, man ist so ein bisschen zaghafter und weniger mutig. Geworden, weil die Unsicherheit so stark ist und das merkst du eben auch Unternehmen an oder Gastwirten, Managerinnen, dass die alle so ein bisschen gucken und nicht mehr so fidel und unbeschwert in die Zukunft schauen, wie das noch vielleicht vor einigen Jahren der Fall war. Erlebst du das auch in den Gesprächen, also die du dann führst, weil du das ist ja einfach, du bist ja jeden Tag in Kontakt mit Menschen, genau, die entweder gerade in eine Zukunft schauen und was aufziehen oder sich vergrößern, du bist genauso in Kontakt mit Menschen, die Dinge loslassen müssen oder losgelassen werden. Also wenn wir jetzt von den Themen mal weggehen, vielleicht fallen dir ja trotzdem zwei oder drei Geschichten gleich ein, die so ein bisschen bei dir geblieben sind. Aber merkst du das auch im Zwischenmenschlichen, weil du gerade eben diese Ebene eh schon angesprochen hast? Also wir können ja mal eine sehr alltagsnahe Wirtschaftsbranche nehmen, nämlich die Gastronomie und dann sogar noch fokussierter in der Altstadt, da hatten wir dieses Jahr drei prominente Schließungen mit dem Schickimicki, dem Cube und der Mauer, die ja irgendwie jeder so kannte und wo auch Bemühungen waren von jüngeren Leuten, das wieder aufleben zu lassen. Und die haben dann irgendwann gesagt oder sagen müssen, nee, es reicht nicht mehr, das Publikum kommt nicht in der Zahl wie gedacht oder wie früher oder die geben nicht mehr so viel Geld aus. Klar muss man sich auch irgendwie immer Selbstverantwortung zuschreiben, vielleicht war auch das Konzept von denen nicht gut genug oder nicht zeitgeistig genug. Aber die sind jetzt halt auch erstmal weg, die drei, die ich da gerade genannt habe. Und wenn du mit denen sprichst, das war jetzt nicht deren Ziel oder deren Traum. Die müssen sich dann erstmal neu orientieren. Jetzt mal ein bisschen mehr in der Meta-Ebene. Wir haben fast 29.000 Arbeitslose in Düsseldorf. Ich weiß jetzt nicht, ob diese Gastronomen, die ich gerade aufgezählt habe, auch da reinzählen, aber es ist eine Menge. Es sind fast acht Prozent. Also jeder Zwölfte im Schnitt, der arbeiten könnte, ist arbeitslos in Düsseldorf. Das ist mehr als in Deutschland. Da haben wir sechs Prozent Arbeitslosigkeit. Und auf der anderen Seite haben wir eine viel geringere Zahl an neu gemeldeten Stellen. Also wenn du jetzt arbeitslos wirst, was ich jetzt vor sieben Jahren natürlich auch schon schlimm gefunden hätte, aber da konnte man sich irgendwie fast die neue Stelle aussuchen und du hattest eher einen Markt, der für Arbeitnehmer sehr gut war. Es ist jetzt echt schwieriger geworden und du hast auch zunehmend mehr echt gut ausgebildete Menschen, also Leute, die studiert haben, die vielleicht gekündigt werden, weil ihr Unternehmen verschlankt und Stellen streicht, die dann nicht ohne weiter was Neues finden. Ja, ich finde tatsächlich auch gerade in Branchen, also wenn wir jetzt mal bei der Gastro bleiben, das war ja wirklich auch eine, ja, hätte ich auch nicht mit gerechnet, dass diese drei Läden ausgerechnet irgendwie schließen. Also ich finde daran lässt sich tatsächlich sehr gut ablesen, dass es, ja, dass sich alles sehr verändert hat und dass es sich schnell verändert hat. Um jetzt das Wechselhafte ins Positive zu drehen, womit ich auch nicht gerechnet hätte, ist, dass ich in diesen drei Fällen, die ich jetzt gleich nenne, positive Botschaften vermelden konnte, nämlich M. Pürzke, Jazzkneipe in der Mertensgasse, die älteste Deutschlands, die Kneipe, Liefergasse. Sicherlich auch so eine der Institutionen Düsseldorf und Kreuz Herreneck, mehr als 70 Jahre alt, haben neue Betreiber bekommen in 2025 oder im Bezug auf Kneipe, die starten nächstes Jahr. Und das ist halt super, also das zeigt dann irgendwie, dass die Altstadt, ja mit der höchsten Kneipendichte in NRWs, da gab es zum Beispiel nochmal eine Studie, doch noch eine Menge Anziehungspotenzial ausübt und ich meine am Ende muss ja auch so eine Gastronomie sich tragen, Leuten signalisiert, ja das lohnt sich hier vielleicht ein bisschen zu investieren, was zu riskieren und das wird neu belebt. Und klar muss man auch immer in Relation sehen, wie sieht es denn bitte in anderen Städten aus, rund um Düsseldorf, Krefeld, Mönchengladbach, Neuss. Also ich bin da nicht so oft, aber ich glaube nicht, dass die die gleichen Probleme haben wie Düsseldorf, sondern viel größere. Und wir hier wirklich noch froh sein können, dass die Stadt eben als Sandeshauptstadt und auch beliebt bei Niederländern, Belgiern, Engländern, dass wir halt so eine große Anziehungskraft ausüben. Es gab ja noch ein anderes Thema, das ist mir nämlich im Kopf geblieben, tatsächlich, also viele Dinge, über die wir gesprochen haben, aber auch diese ganze Löwensenfsache, weil die, finde ich, ein etwas, was sehr lokal und irgendwie ja, also so hier Löwensenf, Düsseldorf und ABB-Mossett und so, aber das hat ja eine, anders als jetzt Kneipen in der Altstadt, eine viel größere Tragweite und Auswirkung, weil ja da auch andere Städte, Bundesländer, also eigentlich ja genau über ganz Deutschland irgendwie. involviert sind. Ist das was, was bei dir auch hängen geblieben ist? Auf jeden Fall. Oder ist das, ja? Auf jeden Fall, weil es hat ja mehrere Ebenen. Also zunächst mal dadurch, dass eben Dewelei, der Münchner Mutterkonzern von Löwensenf, dieser sehr bekannten Senfmarke, die eben seit vielen Jahrzehnten hier in Düsseldorf existiert. Die entschieden haben, das Werk am Flughafen zu schließen, sind erst mal 50, 60 Menschen unmittelbar betroffen. Die sind jetzt leider arbeitslos und brauchen einen neuen Job nächstes Jahr. Und dann gibt es ja von Löwensenf noch diesen ABB-Mostat, den du gerade erwähnt hast, der fast 300 Jahre alt ist. Und den Leute ja irgendwie so ein bisschen in einer Liga mit Altbier und Kille-Pitsch sehen, als ein Düsseldorfer Kulturgut, der plötzlich umgezogen ist aus Düsseldorf raus nach Mörs, auch gar nicht mehr Düsseldorfer Mostert heißen darf, mit dem aktuellen Ergebnis, dass dieser Senf nicht mehr verfügbar ist, weil es Produktionsprobleme gibt. Also es hat irgendwie nicht so geklappt wie geplant. Ich hoffe, das bessert sich natürlich schnell. Aber da siehst du eben auch, wie schnell mal eben so eine Tradition verschwinden kann, obwohl die Stadt, wie sie sagt, da viel dagegen getan hat, also gegen diese Schließung des Werkes, trotzdem hat das Unternehmen gesagt, es lohnt sich nicht mehr, wir haben ein günstigeres Werk in Thüringen, da haben die Leute auch keinen Tarifvertrag, die Löhne sind geringer, die Kosten der Produktion sind niedriger, vielleicht essen die Leute auch nicht mehr so viel Cent wie früher und zack ist halt so eine Tradition weg und die kommt auch nicht mehr wieder, das muss man sich halt immer klar machen. Klar gibt es immer wieder neue Eröffnungen, aber wenn du so Schließungen hast von Werken, also von Industrie, die ist sehr schwer wieder zu holen. Ja, ich würde jetzt gleich dich gerne noch fragen, welche Themen du denkst, sich im nächsten Jahr quasi weiter durchziehen oder was sich vielleicht schon abzeichnet. Aber ich finde das eigentlich, was du gerade gesagt hast, ja, ein sehr schönes Sinnbild für das, was im Jahr, im Kleinen manchmal passiert, einfach eine große Auswirkung hat. Also, dass das halt nie wiederkommt. Und ich finde, das ist ja genau wie wenn wir manchmal über kommunalpolitische Sachen sprechen, also zum Beispiel mit Alex Esch. Das sind ja Dinge, das sind große, große Themen, aber die haben tatsächlich dann in der Stadt oder in den persönlichen Alltägen der Leute, Alltägen heißt das? Alltägen oder Alltägen? Oder gibt es das Wort? Alltagswelten. In den Alltagswelten, vielen Dank. Der Menschen, ja, eine ganz krasse Konsequenz. Und das ja, das stelle ich mir vor, dass das auch immer wieder beeindruckend ist mitzubekommen. Ja, auf jeden Fall. Also wenn Tradition endet, bewegt das auch unser Publikum sehr. Das hast du bei Löwensenf gesehen, über die haben wir bestimmt fünf, sechs, sieben Mal berichtet, jedes Mal mit großer Resonanz. Das hast du auch bei Franzen gesehen. Der berühmte Porzellan- und Wohnaccessoirladen an der Kö, der nach 205 Jahren seinen Standort Ende Februar 2026 schließen wird. Dem bleibt ist nur noch der Räumungsverkauf, der nach Weihnachten startet. Da wird der Laden dann wahrscheinlich wieder voll werden. Aber er war eben nicht voll genug in den letzten Jahren. Und Peter Franzen, der Chef davon, hat mir sogar gesagt, dass er gehofft hat, dass die neue Regierung unter Kanzler Merz für einen wirtschaftlichen Aufschwung sorgt. Der kam aber nicht. Und deswegen haben die jetzt diese sehr historische Entscheidung getroffen. Ja. Genau. Das ist im Februar beschließt dieser Standort. Da haben wir auch hier schon drüber gesprochen. Da ist jetzt, genau, wie du sagst, der Verkauf läuft dann nochmal an. Also nach Weihnachten. Genau, das ist ja ein Thema, was dann wahrscheinlich dich 2026 schon direkt Anfang des Jahres beschäftigen wird. Kannst du noch andere antizipieren? Also nehmen wir mal zwei sehr positive Entwicklungen, die hoffentlich dann auch nach Plan abgeschlossen werden, nämlich an der Königsallee, quasi gegenüber von Franzen, andere Seite, so die frühere Bankenseite der Königsallee, wo mal die Dresdner Bank residiert hat und wo die HSBC Trinkhaus Bank residiert haben, sind ja quasi Neubauprojekte, die jetzt fertig werden im Sommer, Herbst 2026. Einmal das Likör, wo früher die Dresdner Bank war und das Trinkhaus Carré, wo früher HSBC Trinkhaus war. Und ich glaube, das wären ganz tolle Projekte, auf die man wirklich stolz sein kann mit einem gehobenen Einzelhandel, gehobener Gastronomie. Das ist halt aber auch eben Düsseldorf und interessant ist da, dass sich die Köhe halt quasi zu so einem Campus der Großkanzleien entwickelt, weil sehr viele Top-Kanzleien, also internationale Wirtschaftskanzleien dort einziehen in diese beiden Gebäude, um da auf engstem Raum mit sehr klugen Anwältinnen und Anwälten Unternehmen weltweit zu beraten. Und das ist ja irgendwie auch ein interessanter Aspekt in Düsseldorf, so schwierig es wie gesagt wirtschaftlich ist, so dieser Dienstleistungssektor, also Anwälte, Steuerberaterinnen, Unternehmensberater, Wirtschaftsprüche, das brummt. Ja, weil diese Leute haben ja auch viel zu tun, wenn die Wirtschaft Schwierigkeiten hat, wenn restrukturiert werden muss, wenn neue Strategien gefunden werden müssen und da kann man dann eben sehen, dass es auch Düsseldorf, dass es da weiterhin aufwärts geht. Also das sind deine Aussichten. Ja, ich bin sehr sicher, du wirst mich und uns hier auf dem Laufenden halten, was das lokale Wirtschaftsleben in der Stadt angeht. Ich glaube, die Herausforderung ist halt, Impulse zu bekommen, wie es immer so schön heißt. Also irgendwo muss ja der Aufschwung herkommen. In Düsseldorf kommt ja Gott sei Dank eben auch durch die Vielfalt der Branchen, die wir haben, dass es jetzt nie so komplett schlecht läuft. Und ich meine, wir haben mittlerweile drei DAX-Konzerne, also drei top-börsennotierte Unternehmen, nicht nur Rheinmetall und Henkel wie bisher, sondern jetzt noch GEA, den Anlagenbauer. Und klar kann man da irgendwie auch wirtschaftlich stolz drauf sein, aber man muss eben auch schauen, dass im Mittelbau, der ja so ein bisschen erodiert, sei es in der Gastronomie, im Handel bei mittelständischen Unternehmen, dass da auch weiterhin die Unternehmen stabil bleiben. Und ja, da hoffe ich, dass ich eben neben den Negativen auch einige gute Nachrichten berichten kann dieses Jahr. Ich bemühe mich ja persönlich zum Wirtschaftskreislauf dieser Stadt beizutragen, indem ich jeden Tag irgendwas konsumiere oder kaufe. Das ist gut, Konsum ist gut. Ich werde weiter machen, damit du dann positive Dinge zu berichten hast. So arbeiten wir zusammen. Max, Happy New Year und bis zum nächsten Mal. Ja, ich freue mich und alles Gute, danke für dieses schöne Jahr, fröhliche Weihnachten, frohes Neues. Tschüss. Helene Pawlecki. Das bin ich. Das bist du. Ja. Wie schön. Immer schon. Hi. Hi. Auch wir sprechen heute über das vergangene Jahr. Überraschung. Überraschung und über Dinge, die dich qua Beruf in diesem Jahr beschäftigt haben. Gäbe es ein Wort, mit dem du dieses vergangene Jahr beschreibst. Welches wäre das? Lecker. Ja, wunderbar. Und das ist doch schon die perfekte Überleitung, dieses eine Wort, weil, wie wir alle wissen, wie die Hörenden wissen, wie die LeserInnen wissen, du beschäftigst dich sehr viel damit, was gastronomisch in dieser Stadt passiert und zwar ganz hands on oder mouth on. Du testest für uns, Mund voran, was hier so alles passiert. Und es ist einiges passiert. Düsseldorf soll Gastrohauptstadt werden. Wie viele Meter haben wir gemacht auf diesem Weg? Oh ja, darüber haben wir ja schon in diesem Podcast gesprochen. Dafür müsste man ja erstmal wissen, wo man eigentlich hin will. Da gibt es ja sehr unterschiedliche Auffassungen zu. Ich glaube, wenn überhaupt, geht das ja nicht unbedingt Das klingt so strategisch Schritt für Schritt voran und wir haben sozusagen eine Roadmap und das und das und das und das müssen wir schaffen. Wir haben auch in diesem Jahr kein Zwei-Sterne-Restaurant bekommen. Sondern haben weiterhin nur in Anführungsstrichen neun Ein-Sterne-Restaurants. Das ist zum Beispiel, das geht ja gar nicht. Nein, also das ist zum Beispiel ein Punkt, wo die meisten, mit denen ich darüber gesprochen habe, sagen, naja, müssten schon ein paar mehr Mehr-Sterne-Restaurants oder überhaupt erst mal eins sein, damit wir irgendwie mehr on the map sind. Wir haben weiterhin, aber das hatten wir vorher auch schon, eine extrem große Vielfalt von Gastronomien und unterschiedlichen Konzepten. Wir sind aber immer noch ganz allgemein in Deutschland in einer gastronomisch-wirtschaftlichen Konsolidierungsphase. Das heißt, die Nachwehen der Pandemie und auch das sich dadurch und auch durch andere Sachen veränderte Ausgehverhalten führen immer noch dazu, dass manche Konzepte nicht überleben, andere neue Konzepte entstehen und es noch nicht, glaube ich, ganz klar ist, ob das so bleibt, ob sich das noch verändert und wo wir dann sozusagen landen für eine gewisse Periode der Zeit. Ja, verstehe. Es gab ja tatsächlich einige relativ offensive Sachen, die finde ich ein bisschen, also wo wir ja auch drüber gesprochen haben, also Chefs in Town, also wo einfach sehr viele Köchinnen und Köche nach Düsseldorf kommen und ihre Kunst zeigen und teilen an verschiedenen Örtlichkeiten. Aber ich würde heute mit dir gerne ein bisschen darüber sprechen, was so quasi im Alltäglichen passiert ist. Also was hat aufgemacht? Was gibt es Neues? Gibt es was richtig Überraschendes? Hat was geschlossen, wo man eigentlich damit gerechnet hätte, dass das ein Problem, ja eine Zutat sein könnte für die Gastrohauptstadt dazu. Also was hast du da, was fällt dir from the top of your head ein? Wen hast du entdeckt? Wo hast du dich durchprobiert in diesem Jahr? Also klar, es gibt in Düsseldorf jedes Jahr viele, viele Neueröffnungen. Ich habe mal gezählt, welche Neueröffnungen ich auf Listen gefunden habe und mir eingefallen sind, von denen ich sagen würde, sie sind, entweder im kerngastronomischen Bereich oder so adjacent, zum Beispiel Zeit für Brot in der Altstadt hat eine weitere Filiale, eine sehr große Filiale, auch mit einem Kaffee-Angebot aufgemacht, was ich auch so dazu zählen würde. Und nur die Sachen, wo ich sagen würde, da reden viele Leute drüber, das ist relativ zentral und dadurch hat man das irgendwie auf dem Schirm, bin ich so auf ungefähr 50 gekommen. Das ist eine ganze Menge, ne? Ja, mir fehlen da ehrlich gesagt Vergleichsgrößen. Ich habe keine Ahnung, wie viel in Berlin so auf und zu macht oder New York oder was auch immer, das ist wahrscheinlich mehr. Aber für eine Stadt unserer Größe und unserer Bevölkerungszahl ist das schon, finde ich, ganz viel. Und es gibt auf jeden Fall ja dann im Schnitt jede Woche eine Sache, über die man dann so reden und berichten kann. Plus, da kommen natürlich noch ein Haufen Sachen dazu, die vielleicht in irgendeinem Viertel spielen und so, was vor allen Dingen sehr sublokal dann interessant ist für die Leute. Also das finde ich erstmal bemerkenswert und da waren sehr unterschiedliche Konzepte mit dabei und gleichzeitig machen natürlich Sachen zu oder verändern ihr Konzept. Mir fallen da zum Beispiel zwei, Und lokale ein, die auch einen Stern haben oder hatten und die lange so zu den sehr etablierten Gastronomien in Düsseldorf gehörten. Das eine ist die Ankündigung von Jean-Claude Burgoy, was glaube ich der alteingesessenste Sternekoch Düsseldorfs ist, dass er sein Restaurant im Schiffchen in Kaiserswerth verkaufen will. Er wird weiter ein bisschen am Herd stehen, aber er sagt, auch einen Stern, darauf zielen wir nicht mehr. Da geht er einen ähnlichen Weg wie der Koch Holger Behrens, der das vormals Behrens am Kai und dann nur noch am Kai hatte und hat, also es gibt er jetzt auch, hat er abgegeben und es ist umgewandelt worden in ein anderes Restaurant namens Dali und auch der hat irgendwann gesagt, ich muss keinen Stern mehr, ich möchte keinen Stern mehr, sondern ich möchte gute Bistro-Küche machen und das reicht mir sozusagen aus. Und das ist vielleicht so ein kleines bisschen Zeichen eines Generationenwechsels an der Stelle. Und ansonsten gibt es natürlich öfter mal Geschichten von Insolvenzen oder Geschichten von Restaurants und Lokalen, die zumachen müssen, weil beispielsweise die Pachtverträge auslaufen und die neuen Pachtverträge, die Pachten enthalten, die sehr viel, viel höher sind als vorher. Das war in der Altstadt der Fall auch, ne? Das ist immer wieder in der Altstadt der Fall. Es gab die Geschichte ums Kreuzherreneck, eine 70 Jahre alte Kneipe, die, glaube ich, vielen Düsseldorferinnen und Düsseldorfern für ihren Salmiyaki bekannt ist. Und dort sollte eben die Miete auch deutlich erhöht werden. Jetzt muss man wissen, in der Gastronomie ist das so, dass die Pachtverträge immer über sehr lange Zeit laufen. Meistens fünf Jahre und mit der Option, durch den Mieterfall zu verlängern auf zehn Jahre. Und während dieser Zeit wird in der Regel die Miete eben nicht großartig angepasst. Das heißt, wenn dann nach zehn Jahren so ein Pachtvertrag endet, hat sich natürlich auch der Markt stark verändert und auch in gewerblichen Mieten sind die viel höher geworden. Das heißt, da haut das dann oft sehr rein und dann ist immer die Frage. Wird die Miete dann durch den Eigentümer der Immobilie so erhöht, dass das Konzept, was da vorher drin war, beispielsweise eine Altstadtkneipe auf 24 Quadratmetern, wo man ja nur so und so viel Samyäki ausschenken kann pro Abend und auch nur so und so viel Geld damit verdienen kann, dass das sich am Ende nicht mehr rechnet. Beim Kreuzerneck war das jetzt so, dass ein Nachfolger sich fand, der sagte, nee, ich versuche das, ich will das machen, auch mit der höheren Pacht. Wir haben über das Robert Punkt am Rheinufer berichtet, auch eine ziemliche Gastroinstitution in Düsseldorf, jemals gegründet in sehr späten Lebensjahren von Robert Hülsmann, der auch ganz lange hier in Düsseldorf gekocht hat, von dem man so ein bisschen auch sagt, er habe den Düsseldorfern ein Stück weit französische Kochkultur auch bei nahegebracht, ähnlich wie Jean-Claude Bourgueu, aber eben auf einem viel basaleren und viel zugänglicheren Niveau. Und als der gestorben ist, haben seine Kumpanen das weitergemacht und jetzt war eben auch da der Fall, dass es die Frage gab, ob das mit einer Mieterhöhung denn vereinbar ist und eine Weile sah so aus, als würde das schließen, ist dann am Ende nicht so gekommen. Aber da sieht man immer so, dass das Geschäftsmodell eben dann doch an der Stelle davon abhängen, ob die wirtschaftlichen Rahmengedingungen funktionieren. Ja, was ja eigentlich schön ist oder war. Ist, dass ja manche von denen, wie du jetzt auch gerade an zwei Beispielen gesagt hast, die dann doch nicht schließen, dann wird einfach irgendwas verändert oder es wird nochmal probiert, also das finde ich sind ja auch oft Geschichten, die dann so gehen, also dass erstmal, ja, dass da drüber schwebt, dass es vielleicht… enden muss und dann findet sich doch was. Und ich finde, das spielt auch ein bisschen rein in dieses, Gastrohauptstadt-Ding jetzt auf ganz übertragener Ebene, weil es ja durchaus auch den entsprechenden Menschen hier in der Stadt irgendwie wichtig ist, Dinge zu erhalten oder weiter anbieten zu können. Ja und weil Gastronomie für viele natürlich auch ein Ort ist, wo sie leidenschaftlich genießen können. Also die Noah Football zum Beispiel ist ein Beispiel unter Bilk, die zugemacht hat dieses Jahr, wo ich immer noch darauf angesprochen werde, wie traurig das ist, dass sie zu hat, ob der jetzt was Neues macht, der Mann, der das gemacht hat. Und ja, jetzt ist da halt was anderes drin und man muss mal gucken, wie es weitergeht. Aber da sieht man halt, sowas kommt und geht natürlich auch. Der war da acht Jahre drin, der war sehr erfolgreich damit. Aber irgendwann ändern sich ja auch Menschen, die dahinterstehen. Das ist halt auch immer spannend an der Gastronomie, dass da immer menschliche Schicksale sozusagen mit verknüpft sind. Ja, jetzt haben wir relativ viel über was ging gesprochen. Kannst du noch ganz kurz sagen, zwei Sachen, die aufgemacht haben, die dich beeindruckt, überrascht haben, also so in kurz und knapp, vielleicht auch als Tipp fürs neue Jahr. Also ich finde spannend, dass Schick das aufgemacht hat in der Birkenstraße. Weil das ein Restaurant ist, das von einem noch relativ jungen Koch gemacht wird, der da finde ich, also ich war jetzt nur bei der Eröffnung da, man muss jetzt natürlich gucken, wie hat sich das jetzt seitdem entwickelt, das war im Sommer, seitdem war ich tatsächlich auch nicht mehr da, aber damals habe ich schon gemerkt, dass der sehr persönlich kocht und sehr lässig und sehr cool. Ansonsten ja, also ich meine, das Lavi hat natürlich viel Aufsehen erregt, das Lokal am Metro Campus, was direkt nach ich weiß gar nicht, zwei Monaten oder so einen Stern bekommen hat, weil es auch von Leuten gemacht wird, die vorher auch schon bestirnt gekocht haben und schon klar war, irgendwie die machen das auf so einem Niveau. Ansonsten bin ich gespannt, was noch kommt. Also Lukas Jakubi, der Sternekoch aus Bilk, der da sein 2023 hat und das Ross und Reiter in Dernhof auch betreibt, der will jetzt noch ein, ein japanisches Konzept aufmachen. Das Heso in der Schwerinstraße. Der hat auch noch vor eine Weinbar in der Brunnenstraße, wo auch sein Lokal ist und auch sein Coffeeshop ist, die Funky Weinbar zu eröffnen. Da warte ich auch schon gespannt darauf. Also solche Sachen passieren ja auch noch. Das ist auch ganz spannend. Also ich finde auch grundsätzlich immer, spricht ja auch nichts gegen, weiß ich nicht, einen guten Burger. Bürgermeister ist nach Düsseldorf gekommen zum Beispiel. Jetzt endlich doch. Es hat ewig gedauert, aber jetzt haben sie es geschafft. Und es gibt immer wieder kleinere Sachen. Ich war jetzt gerade bei einem japanischen Restaurant. Das Sumi kennt man vielleicht. Das ist ja sehr beliebt in Pempelford. Das ist auch sehr schön in der Schinkelstraße. Und die haben jetzt in der Bismarckstraße ein kleines, etwas verstecktes Lokal aufgemacht, wo man auch ausgezeichnet japanisch essen kann. Also es passieren immer wieder schöne Dinge. Ja und das führt uns zur abschließenden Frage, was denkst du begleitet dich noch ein bisschen? Also genau, ist es ein Laden, wie du jetzt gesagt hast, der bald eröffnet oder siehst du einen Trend? Also gibt es immer mehr Weinbars, immer mehr Selbstbedienungsrestaurants, aber auf hohem Niveau. Also hast du da ein Gefühl, was nächstes Jahr gastronomisch dich begleiten könnte? Ich bin gespannt, wie es mit der Altstadt weitergeht. Da ist ja wirklich ein Mixed Bag. Es gibt so ein paar alteingesessene Sachen, die gut funktionieren. Es gibt ein paar alteingesessene Sachen, die leider gestorben sind. Was passiert im Linksrheinischen ist, glaube ich, auch noch eine spannende Frage. Ich glaube, an der Lugallee wird sich vieles konzentrieren, weil da eben einerseits große Aufenthaltsqualität ist und andererseits auch ein sehr zahlungskräftiges Publikum. Also ich glaube, da wird auch noch viel passieren. Ich bin immer noch gespannt, was so da Richtung Flinger in Grafenberg, Grafental passiert, weil da schon auch noch so ein bisschen weiße Fleck auf der Landkarte ist. Aber ich glaube, sehr viele Leute wohnen, die gerne, gerne ausgehen. Ja und ansonsten schaue ich mir natürlich einfach an, welche Konzepte funktionieren besonders gut und wie entwickelt sich das auch wirtschaftlich in Düsseldorf. Schaffen wir es eigentlich auch als Stadt weiterhin gutes Marketing in Anführungsstrichen für uns, als so genannte Gastrohauptstadt, muss man ja nicht immer draufkleben, aber als Stadt zu machen, in der man total gut ausgehen und genießen kann. Helene, auf ein weiteres von guten Speisen und Getränken geprägtes Jahr. Ja, können alle mal mir vielleicht, falls jemand eine Idee hat, wie ich mein Sportkonzept aufstellen soll, um das alles zu überleben, bitte zu Schriften an. Du leitest mir das dann weiter. Ich leite weiter. Happy New Year. Bis bald. Tschüss. Dir auch. Liebe Marie, hallo. Hallo. Auch wir haben schon eine ganze Weile nicht mehr miteinander gesprochen, zumindest hier im Podcast. Also wenn wir uns hier treffen, dann reden wir natürlich miteinander. Und auch du erzählst uns heute ein bisschen über das Thema oder die Themen, die dich im letzten Jahr beschäftigt haben. Zuallererst möchte ich auch dich fragen, wenn du ein Wort finden müsstest, was so ein bisschen dieses Ja beschreibt, was hinter dir liegt, auf beruflicher Ebene oder was das alles angeht. Welches wäre das? Ich würde, glaube ich, tatsächlich ruhig nehmen. Es war ein ruhiges Jahr für mich. Das ist ja auch irgendwie auch mal erfrischend. Das ist so ruhig, aber ich meine, es sind ja trotzdem tausend Sachen passiert. Du wirst ja auch gleich erzählen. Aber ja, ruhig ist doch eigentlich ganz gut. Ruhig war es nicht, wenn man den Lautstärke-Pigel sich überlegt, der... Zum Beispiel bei den ganzen Großveranstaltungen im sportlichen Rahmen hier manchmal herrscht, ob jetzt Fußballspiele oder andere Sonderaktionen und da bist du ja auch immer ganz vorne dabei und mittendrin und ein bisschen habe ich schon rausgehört, dass auch das Thema, was dich in diesem Jahr beschäftigt hat und bestimmt auch noch weiter beschäftigen wird, etwas mit Sport zu tun hat. Ja, das ist genau richtig. Ich habe nämlich mitgebracht als Thema die Olympischen Spiele. Das kam ja genau vor allen Dingen jetzt in den letzten Wochen nochmal auf, weil da verschiedene Termine anstanden und wird uns auch im kommenden Jahr auf jeden Fall begleiten, weil sich da entscheidet, ob Düsseldorf sich eben wirklich bewirbt für die Olympischen Spiele, die dann frühestens 2036 hier stattfinden würden. Das finde ich immer so, also krass ist irgendwie ein Wort, was ich hier viel benutze, wenn wir über solche Dinge reden, aber dass man jetzt quasi schon was festlegt, was dann in zehn Jahren passiert frühestens und trotzdem ist da ja dann ab dann einfach super viel zu tun und super viel los. Jetzt genau haben das bestimmt auch einige schon mitbekommen mit dieser Olympia Bewerbung oder ja, dass das hier passiert ist, aber kannst du da nochmal ein bisschen drauf eingehen, was heißt das, was ist dieses Verfahren, wie bewirbt man sich, worauf bewerben wir uns, also was war da tatsächlich das oder was sind die Themen, die in diesem großen Komplex stecken, die dich da auch beschäftigt haben oder beschäftigen? Ja, Düsseldorf ist eine von insgesamt 17 Städten, die sich als Region Rhein-Ruhr eben für die Austragung der Olympischen Spiele bewirbt. Und genau, zuletzt gab es einen großen Pressetermin vor ein paar Wochen, da wurde eben innerhalb dieses Konzeptes Köln als sogenannte Leading City festgelegt. Trotzdem sollen aber auch in Düsseldorf verschiedene Sportarten dann ausgerichtet werden, zum Beispiel Handball, Basketball oder auch Beachvolleyball. Bevor es aber soweit kommt, müssen erst noch die Bürger entscheiden, ob sie überhaupt wollen. Also die Düsseldorfer können abstimmen, ob sie wollen, dass diese Bewerbung tatsächlich stattfindet. Und dann wird im Herbst nächsten Jahres entschieden, welcher der deutschen Städte das Rennen gemacht hat und wirklich deutscher Bewerber wird. Verstehe. Und wenn du jetzt sagst Leading City, dann stelle ich mir vor, dass da quasi, ich meine Köln hat ja auch durch die Sporthochschule und einfach auch andere Flächen, Also, dass da dann sozusagen das Zentrum ist. So wie wir es ja fast bei der EM hatten, da waren ja auch so verschiedene Schwerpunktstädte, haben wir ja auch schon darüber gesprochen, also von wo aus dann die Athletinnen und Athleten irgendwie ausstrahlen oder was heißt das da in dem Zusammenhang und warum kann das Düsseldorf zum Beispiel nicht sein oder warum soll das Düsseldorf nicht sein? Also in Köln wird es dann zum Beispiel das Olympische Dorf geben, da werden die meisten Athletinnen und Athleten wohnen. In Düsseldorf werden aber trotzdem sehr, sehr viele Sportarten und Wettbewerbe eben ausgerichtet. Als ich mit Stefan Keller, dem Oberbürgermeister von Düsseldorf zuletzt gesprochen habe, sagte er sogar, dass in Düsseldorf die meisten Wettbewerbe ausgerichtet werden. Von daher ist Düsseldorf schon ein wichtiger Bestandteil dieser Bewerbung. Und wir haben ja auch durchaus Sportfläche parat. Also es gibt das Stadion. Beachvolleyball war ja jetzt auch im Sommer zuletzt irgendwie am Rheinufer aufgebaut und so. Also heißt das, dass dann bis 2036 auch dann noch neben der Oper und den Open-Air-Konzertflächen und so, also wird da noch mehr gebaut oder wird da tatsächlich das, was schon da ist, einfach genutzt? Also ist das auch dann Sinn und Zweck einer solchen Bewerbung, dass man sagt, wir haben ja schon das nötige Equipment sozusagen oder wir sind ja schon ausgestattet oder geht damit einher, dass auch noch Sachen angeschaut werden müssen? Ein wichtiger Bestandteil von dem Rhein-Ruhr-Konzept ist eben, dass auf vorhandene Sportstätten zurückgegriffen wird. Also in Düsseldorf ist das zum Beispiel die Arena oder auch das Castello in Reißholz und es sollen aber auch Wettbewerbe im Stadtgebiet stattfinden. Wie du es eben schon angesprochen hast, zum Beispiel Beachvolleyball könnte es auf den Rheinwiesen geben. Also was auf jeden Fall feststeht, ist, dass die großen Finals von Handball, Basketball und Volleyball eben in der Arena stattfinden sollen und da sollen auch 50.000 Zuschauer dann diese Spielewettbewerber sehen können. Die dann ja auch wiederum in der Stadt ein temporäres Zuhause finden, genau wie bei der EM, da haben wir ja wirklich auch schöne Momente erlebt und am Ende war das ja ein sehr positives Unterfangen, darum kann ich mir vorstellen, dass darauf basierend oder mit diesen Erfahrungen im Rücken und auch noch in der Erinnerung vielleicht auch Düsseldorf sich gerne bewirbt, um diese... Um diesen Platz bei den Olympischen Spielen, oder? Also es ist ja alles gut gelaufen bei der EM. Wir haben ja quasi, wurde ja bewiesen, dass es hier klappt und dass das funktioniert. Das glaube ich auch und glaube auch, dass da bestimmt eine sehr gute Stimmung zustande kommen würde. Ja, jetzt hast du das ja schon selber ein bisschen vorausgesagt. Also das ist ein Thema, was dich dann auch noch ein bisschen länger begleiten wird, uns alle, aber auch dich. Hast du denn eine ganz, also gibt es da dann wieder in diesem großen Themenkomplex eine Sache, wo du dir auch wünschst, dass das ein bisschen präsent ist, also interessiert dich wieder die menschliche Seite mit den, Volunteers, die dann irgendwie kommen, ich meine, wie gesagt, das ist in zehn Jahren, aber da wird ja jetzt auf dem Weg hin bestimmt auch vorher schon was passieren, also hast du irgendwie, ja. Auf was freust du dich dann da im nächsten Jahr, was da passieren kann schon im Zusammenhang mit diesem Thema? Im nächsten Jahr wird vor allen Dingen halt der 19. April spannend, das ist der Termin für den Bürgerentscheid, Also da wird ja überhaupt dann erst entschieden, ob die Düsseldorfer sich vorstellen können, dass die Olympischen Spiele eben hier stattfinden. Was hast du für eine Ahnung? Also meinst du, ja? Also wenn man auf München guckt, da war das ja im Oktober der Bürgerentscheid und da hat ja die sehr große Mehrheit, also mehr als 60 Prozent, sich ausgesprochen für diese Spiele. Ich kann mir auch vorstellen, dass hier doch viele Lust haben, dass mal wieder was passiert. Passiert ja nicht genug. Okay, also das heißt, der 19. April, da arbeitest du so ein bisschen drauf hin und dann schon so ein bisschen wahrscheinlich die menschliche Seite drumherum, oder? Also wer dann da alles was zu tun hat und so. Ja, doch, ich glaube, das wird spannend. Wenn dann in zehn Jahren die Olympischen Spiele hier sind, was ist da so eine Disziplin, wo du dich, also wofür würdest du dich um Karten bemühen? Also ich glaube, dass diese Kulisse in der Arena mit den Finals vom Handball zum Beispiel schon sehr beeindruckend sein würde. Und ja, da würde ich mich freuen, dabei sein zu können. Da sprechen wir dann in zehn Jahren nochmal, aber ganz, ganz sicher auch in näherer Zukunft. Ich danke dir sehr, dass auch du zum Jahresrückblick beigetragen hast und die Themenvielfalt hier bereicherst. Happy New Year und bis bald. Dankeschön. Liebe Marlin, auch wir blicken heute auf das vergangene Jahr und wenn ich dich frage, wie ich alle Kolleginnen und Kollegen gefragt habe, was wäre das Wort, mit dem du dein Arbeitsjahr 2025 beschreibst? Ja, das klingt vielleicht ein bisschen hart, aber ich glaube, das wäre tatsächlich das Wort Gewalt. Oder wenn man es noch ein bisschen weiterfasst, Gewalt gegen Frauen. Weil ich mich in meiner Funktion als Gerichtsreporterin im vergangenen Jahr natürlich in vielen Prozessen aufgehalten und darüber geschrieben habe, aber was mir im Gedächtnis blieb und bleibt, ist doch die Vielzahl an Gewaltdelikten gegen Frauen, die am Amts- und am Landgericht verhandelt werden und die ich dann begleite und worüber ich schreibe. Ja, wir haben ja eine Rubrik ins Leben gerufen, die ich finde, da muss ich uns mal kurz auf die Schulter klopfen, die wir wirklich gut durchziehen. Das stimmt, das haben wir uns letztes Jahr vorgenommen und es hat geklappt. Also der eine oder andere Vorsatz wird dann doch eingehalten über das ganze Jahr. Es markiert ja nämlich jetzt auch dein erstes volles Jahr als Gerichtsreporterin. Reporterin. Und ja, deswegen haben wir uns ja hier auch an dieser Stelle schon öfter ausgetauscht über Fälle, über Prozesse. Es waren ja auch irgendwie durchaus skurrile Sachen dabei. Es waren auch nicht Gewaltdelikte dabei, zum Glück. Sonst, glaube ich, wäre es auch ein bisschen hart auf die Dauer. Aber das ist eben das, was mir als Reporterin im Gedächtnis bleibt. Natürlich auch, denke ich, weil ich einfach auch eine Frau bin und auch Mutter einer kleinen Tochter. Und da denkt man dann über manche Sachen eben doch ein bisschen länger nach als andere. Das kann ich verstehen und ich, ja, wenn wir uns dann austauschen hier, ja, ich merke auch oft, wenn es dich berührt, wenn es dich beschäftigt und genau deswegen, ja, bitte ich dich jetzt vielleicht den ein oder anderen Fallprozess, das ein oder andere Urteil, was vielleicht ganz besonders dir im Gedächtnis geblieben ist, wenn du magst, noch einmal mit uns zu teilen. Sehr gerne. Also es gibt zwei Prozesse, die mir besonders im Gedächtnis geblieben sind. Einer am Anfang des Jahres, einer eher am Ende des Jahres. Und zwar ging es am Anfang des Jahres um einen Vater, ich glaube 46 Jahre alt damals, der vor einigen Jahren 2022 seine damals 16-jährige Tochter vergewaltigt hat. Und dieses Mädchen muss man ja damals, also damals war es ja noch ein Mädchen, war in der Altstadt Karneval feiern mit Freunden und Freundinnen, so wie das 16-jährige Mädchen eben machen und hat dabei etwas zu viel getrunken. Auch das würde ich sagen kein Ausnahmefall und das haben die Freundinnen und Freunde auch gemerkt und haben dann beschlossen, dass das keine gute Situation ist für sie und haben dann ihren Vater angerufen, der sie dann abgeholt hat und sich dann aber im Laufe der Nacht in seiner Wohnung an ihr vergangen. und sie vergewaltigt hat. Genau und da sind mir eigentlich wirklich mehrere Sachen im Gedächtnis geblieben. Also erstmal natürlich überhaupt die Unfasslichkeit dieser Tat, dass ein Vater sowas überhaupt machen kann, wobei man da wahrscheinlich inzwischen nicht mehr unbedingt überrascht sein sollte, was Menschen einander alles antun können, aber trotzdem. Und was aber besonders war wirklich an diesem Prozess ist, dass darüber haben wir auch schon öfter gesprochen, dass solche Aussagen von Opfern oft, gerade bei Sexualdelikten unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden aus nachvollziehbaren Gründen weil es da eben auch wirklich um krasse und sehr intime Details zum Teil geht und das hat diese inzwischen ja junge Frau, ich glaube im Januar war sie 19. Eben nicht also sie wollte das unter unter den Augen der Öffentlichkeit verhandeln, diese ganze Sache. Auch ihre Aussage war öffentlich und sie hat sich auch entweder alle oder fast alle Prozesstage selber angeguckt, auch das ist nicht unbedingt immer der Fall. Sie hatte natürlich eine Anwältin, die sie vertreten hat, aber sie hat auch selbst alles angehört, jedes schreckliche Detail, was da zu tragen ist. Genau, weil in diesen Fällen wird alles einfach nochmal, noch und nachher gekaut und nochmal betrachtet. Genau, und Gutachten über DNA-Spuren, wo und wie und was und das Das ist natürlich zum Teil auch sehr belastend, aber sie hat das eben so gewollt und das war schon sehr beeindruckend zu sehen und das war auch tatsächlich sehr beeindruckend, die Aussagen ihrer Freundinnen und Freunde, die wirklich vieles richtig gemacht haben, sowohl vorher, als sie gesagt haben, das ist keine gute Situation, wir bringen die jetzt in Sicherheit und so. Dass das eben keine Sicherheit war, konnten sie natürlich nicht wissen. Und aber auch im Nachgang, also eine Freundin hat ausgesagt. Der dieses Mädchen das zuerst erzählt hat. Und die hat sie tatsächlich überzeugt, ihr das ihrer Mutter anzuvertrauen, die dann wiederum mit ihr in die Klinik und zur Polizei gefahren ist. Also ohne diese Freundin, die auch wirklich gesagt hat, du musst dich nicht vor dir selber ekeln. Du kannst da nichts für. Hier ist die Nummer vom Frauenhilfetelefon. Du musst dich in deinem Anvertrauen. Das war wirklich sehr beeindruckend. Ja, das ist ja ein abgeschlossenes Verfahren. Wie ist es ausgegangen? Was ist mit dem Vater passiert? Ist das schon vorgekommen? Also hatte er eine Geschichte? Nee, gar nicht. Also es gab gar keine Geschichte. Die Mutter hat natürlich auch ausgesagt unter Tränen von einer liebevollen Beziehung von Vater und Tochter. Also sie waren geschieden, haben wir bis zu diesem Zeitpunkt gesprochen. Also es kam irgendwie völlig aus dem Nichts. Und er hat das auch gestanden, aber teils absurd zu erklären versucht, dass sie das auch gewollt habe, das war alles auch sehr unschön, aber er wurde verurteilt zu viereinhalb Jahren Haft. Wegen Vergewaltigung, Missbrauchs von Schutzbefohlenen und Beischlafs mit Verwandten ist, glaube ich, der korrekte Terminus. Okay, das war, ich erinnere mich auch, dass wir da auch drüber gesprochen haben damals, das war ja so ein bisschen dein Start ins Jahr als Gerichtsreporterin. Ein unschöner Start und irgendwie komme ich mir so ein bisschen weird vor, wenn ich jetzt sage, und dann, wie ist es dann weitergegangen? Was ist noch Schlimmes? Also gab es im Laufe des Jahres noch Sachen, die Genau, es gab natürlich auch andere durchaus spannende Sachen, aber das, wenn wir bei meinem sozusagen Wort oder Begriff bleiben, der dieses Jahr überschreibt, dann würde sich ein Prozess aus dem, Sperrtherbst, Frühwinter sozusagen anbieten, der jetzt kürzlich jetzt zu Ende gegangen ist auch da geht es um sexuelle gewalt und zwar um einen aber ganz anders gelagert um einen sexuellen übergriff an einer u-bahn haltestelle an der pimpelforter straße mitten in der stadt hier in düsseldorf und da hat eben eine junge frau nach ihrem job spät abends oder nachts um zwei drei uhr auf ihre bahn gewartet und wurde völlig aus dem auch völlig aus dem nichts vielleicht die einzige parallele von einem ihr unbekannten mann, Und er hat versucht, sie zu vergewaltigen und hat sie im Zuge dessen, ja wirklich schwer misshandelt. Geschlagen, auf den Boden gezerrt, sich auf sie draufgelegt, ihr unter die Kleidung gefasst und das alles, und das war eben an diesem Prozess auch so eindrücklich, wurde von den Überwachungskameras diese Haltestelle aufgezeichnet. Das haben wir uns dann auch im Gerichtssaal angeguckt und das waren schon sehr lange Minuten. Also es ist nicht zu der Vergewaltigung gekommen, weil dann ein Zeuge auf der anderen Seite der Gleise aufgetaucht ist, der dann eingeschritten ist. Aber dieser Kampf dieser Frau gegen diesen Angreifer, den sich so anzugucken, das war auch schon nochmal schwer. Du hast ja auch in diesem Zuge gesagt, obwohl man weiß, wie es ausgeht. Man wusste, dass dieser Zeuge kommt. Man dachte irgendwann wirklich so, wann kommt der endlich? Dann dauert es manchmal noch länger. Ja, es waren vielleicht fünf Minuten. Was eine unfassbar lange Zeit ist in so einer Situation. Genau, es war wahnsinnig lang. Und der Prozess ist halt auch noch interessant, weil der auch so anders war, als der, von dem ich gerade gesprochen habe. Diese junge Frau ist nämlich nicht selber ins Gericht gekommen, sondern hat sich von einer Anwältin vertreten lassen, was unter anderem auch daran liegt, dass sie nicht mehr in Deutschland lebt. Sie kommt ursprünglich aus Japan. Und ihre ganze Familie ist hier in Düsseldorf, aber sie hält es hier nicht mehr aus, sagt ihre Anwältin nach dieser Attacke. Ist schwer traumatisiert und ist in ihre Heimat zurückgekehrt und laut der Anwältin wird sie auch nicht wiederkommen. Das heißt, sie hat dann, bevor sie sozusagen ausgewandert ist, hat sie eine Aussage gemacht, die dann ihre Aussage in diesem Verfahren ersetzt hat. Und deshalb war die zum Beispiel gar nicht da, sondern hat sich eben anwaltlich vertreten lassen. Und auch hier wurde der Täter verurteilt. Auch hier hat er das gestanden. War ja auch auf Video aufgezeichnet. Aber trotzdem hat er auch noch ein bisschen was erzählt dazu. Also der war schwer drogenabhängig und so. Also, aber genau, und der ist zu fünf Jahren Haft verurteilt worden. Mehrfach vorbestraft. Okay. Ja, das sind zwei... Wirklich, ja, schwere Themen. Wie gesagt, du bist auch noch Zeugin sozusagen, also nicht als aussagende Zeugin, sondern du wohnst ja noch wirklich sehr vielen anderen Verfahren bei. Und auch das ist irgendwie in diesem Zusammenhang eine bisschen komische Frage zu stellen, aber kannst du schon ein bisschen vorausschauen, was dich vielleicht im nächsten Jahr begleitet? Nicht an Themen, das frage ich unsere anderen Kolleginnen und Kollegen, das wäre wirklich jetzt hier irgendwie ganz komisch zu sagen. auch komisch zu fragen. Aber genau, gibt es jetzt schon Verfahren, von denen du vielleicht weißt, dass sie im nächsten Jahr auf jeden Fall nochmal hochkommen oder weiter verhandeln werden. Genau, also auch da bleiben wir tatsächlich heute im Thema und zwar gab es ja im, ich glaube es war sogar beides im November, zwei Tötungsdelikte hier in Düsseldorf. Genau und so wie die Justiz läuft, das sind beides natürlich Haftsachen, das heißt sie sitzen in Untersuchungshaft, Und da sollen ja nach Möglichkeit, und das klappt auch, glaube ich, soweit ich weiß, eigentlich immer die Verfahren nach sechs Monaten dann irgendwann auch zur Anklage kommen. Und deshalb ist es sehr wahrscheinlich, dass beides uns im Frühjahr beschäftigen wird nochmal. Und das sind natürlich Verfahren, mit denen ich mich dann auch auseinandersetzen werde. Und von denen man auch jetzt eigentlich schon weiß, dass sie dann tatsächlich laufen werden. Und da bleiben wir natürlich irgendwie auch im Thema. Insofern wird mich dieses Thema auch weiter begleiten. Und hoffentlich auch zwischendurch ein paar Sachen, die nichts mit Gewalt zu tun haben. Du wirst mich, du wirst uns auf dem Laufenden halten. Auf jeden Fall. In unserer geliebten Rubrik, was geht an Düsseldorfer Gerichten. Und ich freue mich schon jetzt, wenn wir sprechen. Vielen Dank, dass du uns durch deinen 2025 mitgenommen hast. Und Herr Pino hier. Dir auch. Danke, tschüss. Lieber Marc, herzlich willkommen. Ich frage dich, wie ich alle gefragt habe, wenn du das vergangene Jahr mit einem Wort zusammenfassen dürftest, welches wäre das? Bescheiden würde ich sagen. Oh, das ist aber, ja gut, alle dürfen sich ja ein Wort aussuchen, deins ist bescheiden. Bescheiden, warum? Also woher kommt das? Naja, es gibt bestimmte Themen, für die einfach keine Lösung vorliegen und die uns schon sehr lange beschäftigen. Wie halt auch das Thema, was ich mir vor Ort ausgesucht habe. Da meint man immer, nächstes Jahr kommt was und da passiert was und dann passiert immer noch nichts. Findest du, wenn man auf diese Themen dann guckt, dass dann so ein Jahr auch ganz schön schnell vorbeigeht, wenn man dann merkt, dass es in einem Jahr nicht so viel passiert? Also ich finde manchmal, wenn ein so neues Jahr ja dann doch so vor einem liegt, dann denkt man, ach, da sind jetzt zwölf Monate, wo Dinge passieren können. Und jetzt guckst du zurück und denkst, es ist aber zwölf Monate nicht so viel passiert. Ja, genau so sieht es aus. Was ist das Thema, was dich in diesem Jahr begleitet hat, beziehungsweise was du uns heute mitgebracht hast? Ja, es geht halt immer wieder mal um das Suchthilfezentrum an der Flurstraße in Flingern, wo wirklich schon seit Jahren eigentlich jetzt stärker Probleme vorherrschen. Wofür einfach keine Lösung gefunden wird, keine adäquate Alternative und wo die Zustände auf der Straße, in der Schule, die ja direkt nebenan angesiedelt ist und auch bei Geschäftsleuten, Anwohnern eigentlich immer mehr eskaliert. Ja, inwiefern? Also kannst du ganz kurz mal einen Abriss geben, was da die Situation ist oder wie sie sich auch verändert hat vielleicht dann doch? Also, wie gesagt, es wird halt von vielen Betroffenen aufgesucht. Die Einrichtung ist sehr wichtig und man kann sie auf keinen Fall einfach zumachen. Sie wird gebraucht, aber keiner will sie halt vor der Haustür haben, logischerweise, weil die Betroffenen halt sich dann auch im Umfeld tummeln, dort ihre Drogen zu sich nehmen. Beschaffungskriminalität ist in dem Zusammenhang mit Sicherheit ein Problem, aber noch sehr viel größeres Problem ist eigentlich die Tatsache, dass wir jetzt halt nicht mehr, also wir reden ganz bestimmt nicht von Mariana und auch nicht zwingend von Heroin, sondern von Crack und Fentanyl und das hat noch ganz andere Auswirkungen. Also die Leute verlieren zunehmend den jeglichen Realitätsbezug, werden sehr viel aggressiver und verlieren jegliche Hemmschwellen, auch gegenüber normalen Anwohnern und offenbar teilweise sogar gegenüber Kindern. Ja, das ist nämlich quasi die in sehr, sehr großen Anführungszeichen Besonderheit dieses Suchthilfezentrums, dass es sozusagen in einem Wohngebiet, also am Boringer Platz zum Beispiel, da reden wir ja auch viel drüber, da gibt es ja auch genau das Klientel, da gibt es irgendwie die Szene, wie man sagt, die da ja auch irgendwie…. Beheimatet ist, aber das ist natürlich noch ein bisschen sowieso ein Ort, der losgelöst ist aus einer ganzen Wahrheit. Und da besteht natürlich genau der Zusammenhang, dass versucht wird, den Waringer Platz irgendwie zu befrieden und diese Szene dort irgendwie nicht zu vertreiben, aber zu verlagern und die Flurstraße ist dann halt. Ein Ort, der darunter leidet, weil dort diese Betroffenen zunehmend auch dahin gehen. Was sind denn Ansätze, die die Situation verbessern können sollen? Also was soll passieren, aber was passiert halt nicht und wo sind die Probleme und Hindernisse? Also erst mal, es wurde ja was getan. Es ist nicht so, dass nichts getan wurde. Die Ordnungskräfte wurden verstärkt. OSD ist präsenter, Polizei auch. Aber in der Schule stehen Sicherheitskräfte. Die Schultour ist teilweise geschlossen. Was dann wiederum den Nachteil hat, dass die Kinder beispielsweise nachmittags nicht mal im Schulhof können, sondern spielen können. Aber das Grundproblem ist natürlich einfach, dass man, das hat ja auch der OB mittlerweile eingeräumt, nicht vor Ort verbleiben kann. Es muss eine Alternative gefunden werden und die wird offensichtlich nicht gefunden, weil das liegt ja auf der Hand. Kein Mensch will so eine Einrichtung erst recht nicht nach diesen Erfahrungen bei sich im Haus haben. Du findest keinen Hauseigentümer, der an die Stadt verbieten würde deswegen. Also bleibt eigentlich schon nur eine städtische Einrichtung übrig, die muss auch wieder halbwegs zentral sein und du kannst jetzt nicht von mittellosen Drogenabhängigen verlangen, dass er an den Stadtrand irgendwie versucht, da irgendwie hinzukommen. Und da ist bisher irgendwie keine adäquate Lösung gefunden worden. Ja, verstehe. Und du hast jetzt gerade schon gesagt, der OSD ist immer präsenter und es wird versucht, das da einzudämmen. Was sind denn da vielleicht kleine, also nicht einzudämmen das ganze Ding, sondern immerhin die Konflikte. Gibt es da denn kleine Erfolge oder kleine Schritte, wo man sehen kann, okay, zum Beispiel die verstärkte Präsenz macht was aus oder ein Angebot, was jetzt nicht auf Kosten der Schülerinnen und Schüler zum Beispiel geht, dass der Schulhof abgeschlossen ist, sondern in die andere Richtung. Also wurden nochmal neue Räume geöffnet, erschaffen, Angebote erweitert. Eben nicht, leider. Das ist ja das Problem. Also in dem Moment, wo man den Wöringer Platz beispielsweise frei gemacht hat oder versucht hat, den frei zu machen, hat man ja auch angekündigt und versucht, neue Räume, Plätze zu finden, wo diese Betroffenen sich aufhalten können, hat aber bisher nichts Adäquates gefunden. Also es ist einfach so, das braucht alles seine Zeit. Und da sind wir wieder bei den Wochen, Monaten, dem Jahr, was vergangen ist. Und so richtig ist immer noch nicht so wirklich viel passiert, dass man jetzt mal sagen könnte, man hat dieses Problem im Griff. Ja, tatsächlich, wie du schon gesagt hast, ist das ja auch ein Thema, über das viel geschrieben wurde. Gab es denn so ein paar, also ich finde das immer so, bei sowieso schon problematischen Zuständen komme ich mir dann doof vor zu fragen, Aber gab es auch, gab es, ist es mal eskaliert, aber sind da auch einzelne Sachen passiert? Also dass so ein Grundrauschen, so eine Baseline an Unzufriedenheit ist und Konflikt ist klar. Aber gab es auch, also gab es auch Momente oder Situationen, wo es wirklich auch brenzlig wurde, problematisch, die dann nochmal rausstechen? Also die gab es mit Sicherheit, aber ich glaube, das Grundproblem ist halt wirklich auch... Was ich eben auch gesagt habe, durch diese veränderten Drogen, das Verhalten dieser Menschen als andere geworden ist. Und dass die überhaupt keine Hemmschwelle mehr haben, in Hausangängen ihren Notdurft zu verrichten, ihre Spritze zu setzen, ihre Drogen zu sich zu nehmen. Teilweise sogar in die Flure versuchen, in die Hausflur reinzukommen. Einbrechen, in den Keller sich verschanzen. Und stell dir vor, da kommt die Oma runter und will irgendwie eine Flasche Wasser aus dem Keller holen und da sitzt irgendwie so ein Drogenabhängiger in der Ecke. Das sind so Zustände, wo man sagen muss, das eskaliert einfach zunehmend und jetzt ist es einfach eine Zeit, da muss einfach eine Lösung gefunden werden. Ja, verstehe. Und genau, Lösungen werden gesucht und werden angestoßen und ja, vielleicht dann ja im nächsten Jahr auch konsequent durchgesetzt. Kannst du schon ein bisschen voraussehen, antizipieren, was da vielleicht passieren könnte? Kannst du jetzt schon ausmachen, was dich da vielleicht weiter begleitet oder auch in anderen Themenbereichen? Kannst du ein bisschen Wahrsager spielen für 2026? Ja, also immerhin ist das Problem im Rathaus angekommen. Es ist jetzt nicht auf Niel, nur auf Bezirksebene diskutiert wird und dann nach oben getragen wird und dann dauert es wieder ewig, sondern es ist auch wirklich im Rathaus angekommen. Keller hat selber gesagt, dass wir können diese Einrichtung da vor Ort nicht belassen. Das kann so nicht weitergehen. Man muss halt eine, wie gesagt, eine Alternative finden. Angeblich gibt es Gespräche mit potenziellen Eigentümern, die bereit wären, da eine Räumlichkeit zur Verfügung zu stellen. Da muss man halt jetzt abwarten, ob das nur eine bloße Ankündigung ist oder ob da wirklich was hintersteckt. Ja, ich verstehe. Du bleibst dran und wenn es etwas zu berichten gibt, wirst du das tun und wirst dadurch auch mich und uns hier auf dem Laufenden halten, was da in den Stadtteilen und vor allem in diesem Stadtteil passiert und ich freue mich schon drauf. Vielen, vielen Dank, dass du uns durch dein 2025 themenmäßig ein wenig geführt hast und happy New Year, bis zum nächsten Mal. Wünsch dir auch. Tschüss. Das war der Rheinpegel für diese Woche. Im nächsten Part hören wir, wie die Kommunalwahl im Rückblick gelaufen ist, warum endlich im großen Stil unter freiem Himmel Musik gehört werden kann. Es geht um die Wohnungslage, das Badeverbot, eine ganz besondere Objektbegehung und das Kirmesfeuerwerk. Und wenn ihr uns, wenn ihr mir ein ganz besonderes Weihnachtsgeschenk machen wollt, dann abonniert doch diesen Podcast überall, wo es ihn zu abonnieren gibt. Und wenn ihr schon dabei seid, dann bewertet ihn gleich mit Punkten, mit Sternen, mit Daumen, mit allem, was geht. Und lasst uns Kommentare da. Ihr wisst, wir freuen uns immer von euch zu hören. Und jetzt wünsche ich euch und all euren Liebsten um euch herum ein paar schöne, entspannte, friedliche und fröhliche Tage, ob weihnachtlich oder nicht. Hört euch zu, habt euch lieb und esst was Gutes. Mein Name ist Tosja Korber. Ich danke euch fürs Zuhören. Bis zum nächsten Mal. Tschüss. Wieder einen Reihenpegel durchgehört. Gratulation. Jetzt müsst ihr nur noch jemandem von dieser Episode erzählen. Danke.