Latest / Epoch Im Fokus / Immer mehr Staaten empfehlen Notvorräte – was dahintersteckt #258
Transcript
- 0:00Speaker 0: Herzlich Willkommen zu Epoch im Fokus mit dem Thema Krisenpläne weltweit.
- 0:04Speaker 0: Immer mehr Staaten empfehlen Notvorräte, was dahinter steckt?
- 0:09Speaker 0: Ein Artikel von Reinhard Werner vom ersten November.
- 0:11Speaker 0: zwanzig sechsundzwanzig am Mikrofon Alexander Sieber.
- 0:15Speaker 0: immer mehr Regierungen empfehle ihren Bürgern Lebensmittel und Wasser für mögliche Krisenfälle einzulagern.
- 0:20Speaker 0: die Empfehlungen im Bereich der Krisenvorsorge reichen von seventy zwei Stunden bis zu dreißig Tagen.
- 0:27Speaker 0: Die weltweite Anzahl jener Staaten, deren Regierungen ihre Bürger zum Anlegen von Vorreden für mögliche Krisenfälle auffordern ist in den vergangenen Jahren angestiegen.
- 0:37Speaker 0: Vor allem in der EU haben mehrere Krisenpläne eine Neufassung erlebt, die veränderten Bedingungen Rechnung tragen
- 0:43Speaker 0: soll.".
- 0:44Speaker 0: Das US-Magazin Newsweek schreibt – von dreiunddreißig Staaten in sechs Weltregionen, in denen die Regierung offiziell zur Bevorratung von Lebensmitteln und Wasser für Krisenfelle rate.
- 0:54Speaker 0: Von diesem befinden sich siebzehn in Europa.
- 0:56Speaker 0: Die Übersicht ist wahrscheinlich nicht vollständig.
- 0:59Speaker 0: Die Aufzählung von Newsweek ist eine journalistische Zusammenstellung mithilfe des KI-Assistenten Martin.
- 1:05Speaker 0: Die Plattform Phoenix vergleicht die offiziellen Empfehlungen in zweiundsechzig Staaten.
- 1:10Speaker 0: Pläne zur Krisenvorsorge an Entwicklungen vergangener Jahre angepasst.
- 1:14Speaker 0: Als Grund für die Neufassung und Überarbeitung der Empfehlungen gilt eine zunehmende Anzahl an Naturkatastrophen- und Extremwetterereignissen.
- 1:22Speaker 0: Außerdem verweisen die entsprechenden Handreichungen auf Risiken wie Stromausfälle, Cyberangriffe oder geopolitische Konflikte.
- 1:30Speaker 0: Die Empfehlungen weisen einen Kern an gemeinsamen Inhalten auf.
- 1:34Speaker 0: In einigen Punkten gibt es aber auch Unterschiede, beispielsweise mit Blick auf den Zeitraum für die in sich Bürgermitvorräte ausstatten sollen – in Ländern wie Großbritannien, Frankreich, Kanada und Niederlanden, aber auch den USA gelten dabei zu seventy- zwei Stunden als Richtwert.
- 1:47Speaker 0: Demgegenüber empfiehlt Singapur Lebensmittelvorräter für zwei Wochen.
- 1:51Speaker 0: Slovenien sogar für dreißig Tage!
- 1:54Speaker 0: Schweden und Norwegen nennen in ihren nationalen Empfehlungen eine Woche als den relevanten Zeitraum für den Vorräte vorhandensein sollten.
- 2:01Speaker 0: Deutschland empfiehlt zehn Tage, Als EU-Standard gilt die Preparedness Union Strategy vom März twenty fünfundzwanzig.
- 2:08Speaker 0: dort findet sich eine Empfehlung hinsichtlich einer mindestens zu einem siebzigstündigen Eigenversorgung.
- 2:14Speaker 0: Bundesamt empfielt sich möglichst zehn Tage selbst versorgen zu können.
- 2:18Speaker 0: Schweden hat er seine Richtwerte bereits im Jahr zwanzig vierundzwanzig angepasst.
- 2:22Speaker 0: Dort legt die überarbeitete offizielle Broschüre zur Krisenvorsorge den Bürgern nahe mindestens eine Woche ohne externe Unterstützung auszukommen.
- 2:30Speaker 0: In dem Schriftstück wird auch ein militärischer Angriff ausdrücklich als mögliches Szenario genannt.
- 2:35Speaker 0: Das Deutsche Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe schreibt, auch ein Vorrat für mindestens drei Tage hilft schon sehr.
- 2:42Speaker 0: Es hält jedoch an seiner weitreichenderen Empfehlung fest – sie sollten sich für möglichst zehn Tage selbst versorgen können.
- 2:48Speaker 0: Zuletzt hat Großbritannien am twentyzehnste Oktober seine Kampagne Be Ready gestartet!
- 2:53Speaker 0: Die Haushalte daran erinnern soll Lebensmittel-und Wasser für drei Tage bereit zu halten.
- 2:58Speaker 0: Die Empfehlungen selbst sind dabei nicht neu, allerdings hat die britische Regierung die dazugehörige Öffentlichkeitsarbeit verstärkt.
- 3:05Speaker 0: Auf Frankreich hatte zuletzt seine Bürger an die seventy- zwei Stunden Vorsorge erinnert.
- 3:09Speaker 0: In Japan steht am zweiten November die Gründung einer neuen Katastrophenschutzbehörde an.
- 3:14Speaker 0: Vor diesem Hintergrund hat auch die Regierung in Tokio eine landesweite Aufforderung zur Krisenvorsorge angekündigt.
- 3:20Speaker 0: Die Empfehlung lautet auf Vorratshaltung und Krisenvorbereitung für mindestens drei Tage – idealerweise eine Woche!
- 3:27Speaker 0: Welche Güte bereitstehen sollten?
- 3:29Speaker 0: Was die Frage anbelangt, wie sich Bürger konkret vorbereiten sollen, stimmen die meisten offiziellen Empfehlungen überein.
- 3:35Speaker 0: Von besanderem Bedeutung sind Trinkwasser und haltbare Lebensmittel, die möglichst ohne Kühlung oder Zubereitung verwendbar sind – etwa Tonfischbüchsen oder Gemüsekonserven.
- 3:45Speaker 0: Dazu kommen Medikamente und persönliche medizinische Hilfsmittel, Taschenlampen und ausreichend Batterien sowie ein Batterie- oder Kurbelbetriebenes Radiogerät.
- 3:54Speaker 0: Es sollten auch ein hinreichender Bargeldbetrag sowie Kopien wichtiger Dokumente, Hygieneartikel und weitere Gegenstände des persönlichen Bedarfs vorhanden sein.
- 4:04Speaker 0: Was die Wasservorräte anbelangt, gehen die Empfehlungen ebenfalls zum Teil auseinander.
- 4:08Speaker 0: Großbritannien und Japan gehen davon aus dass drei Liter pro Person und Tag vorhandensein sollten.
- 4:13Speaker 0: Das französische Notfallset sieht sechs Liter pro Personen für zwei an siebzig Stunden vor.
- 4:17Speaker 0: Deutschland hält zwei Liter pro Tag für hinreichend.
- 4:20Speaker 0: Der praktische Unterschied der Zwei An Siebzig Stunden Empfehlung ist Dass Rätungsdienste nach größeren Katastrophen nicht sofort überall helfen können, dies macht bis zu deren Eintreffen Eigenvorsorge besonders bedeutsam.
- 4:33Speaker 0: Kein Hinweis auf international koordiniertes Vorgehen zur Krisenvorsorgung.
- 4:37Speaker 0: In den USA empfiehlt die Katastrofenschutzbehörde Federal Emergency Management Agency bereits seit längerer Zeit eine Vorratshaltung von Lebensmitteln, Wasser und anderen notwendigen Gütern für mindestens seventy Stunden.
- 4:49Speaker 0: Im September, hat ein Regierungsbehörden Veranstaltungen zum National Preparedness Month organisiert.
- 4:56Speaker 0: Am dreißigsten September hat US-Kriegsminister Pete Hexeth zudem die Initiative Fortress vorgestellt – diese soll sicherstellen, dass mehr US-Militärstützpunkte im Konfliktfall mindestens neunzig Tage unabhängig von externen Versorgungsketten funktionieren können.
- 5:12Speaker 0: Die zeitliche Häufung der Kampagnen sorgt vor allem in sozialen Netzwerken vielfach für Irritationen und Sorge über die mögliche Gefahr militärischer Eskalationen.
- 5:21Speaker 0: Tatsächlich wurden die meisten Maßnahmen in den Ländern mit überarbeiteten Empfehlungen bereits über mehrere Jahre vorbereitet, auch gibt es keinerlei Anhaltspunkte für eine gezielte internationale Abstimmung der Ankündigungen.
- 5:33Speaker 0: Stromausfall in Spanien oder Unterbrechungen von Lieferketten als Warnsignale.
- 5:38Speaker 0: Allerdings haben einige Ereignisse Themen wie Krisenvorsorge und Zivilschutz stärker in den Vordergrund öffentlicher Debatten treten lassen.
- 5:45Speaker 0: Dazu gehören neben geopolitischen Spannungen auch Vorfälle, wie der großflächige Stromausfall im April twenty-fünfundzwanzig in Spanien sowie Extremwetterereignisse oder Cyberangriffe die Lieferketten unterbrechen können.
- 5:57Speaker 0: Dies alles unterstricht die Abhängigkeit moderner Gesellschaften von funktionierenden Versorgungssystems.
- 6:03Speaker 0: Die Regierungen wollen durch die Vorsorgeempfehlungen auch Hamsterkäufen oder Plünderungen im Krisenfall vorbeugen.
- 6:09Speaker 0: Dafür sollen Haushalte schrittweise einen Grundstock an Lebensmitteln und notwendigen Gütern aufbauen, die im Regelfall ohnehin angeschafft werden und diesen regelmäßig erneuern.