Latest / ntv Wirtschaft / Rekord-Spritpreise und 66 % mehr E-Autos: Kommt jetzt das Elektrozeitalter?
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- Die Spritpreise steigen trotz 12-Uhr-Regel weiter und die Neuzulassungen von E-Autos gewinnen an Fahrt. Trump setzt dem Iran ein Ultimatum und droht mit beispielloser Zerstörung. Das treibt die Börsen um. Und die Artemis II-Crew fliegt so weit von der Erde weg, wie noch nie ein Mensch zuvor. Hallo und herzlich willkommen. In diesem Podcast verwandeln moderne KI-Systeme journalistische Inhalte, die auf unseren NTV-Plattformen publiziert wurden, in ein neues Hörformat. Text und meine Stimme wurden mithilfe künstlicher Intelligenz erzeugt. Vor der Veröffentlichung werden alle Folgen nach strengen journalistischen Standards geprüft. Viel Spaß beim Zuhören. Die Spritpreise steigen trotz 12-Uhr-Regel weiter. Beim Diesel sehen wir inzwischen den sechsten Tag in Folge ein neues Allzeithoch. Und auch Benzin kratzt wieder am bisherigen Rekord aus dem März 2022. Nach Zahlen des ADAC kostet ein Liter Super E10 am Montag rund 2,20 Euro. Ein Liter Diesel liegt bei 2,44 Euro. Gut möglich, dass das die E-Mobilität nochmal pusht. Im März sind die Autoneuzulassungen in Deutschland um 16 Prozent gestiegen, auf rund 294.200. Das teilt das Kraftfahrtbundesamt mit. Allein bei den Elektrofahrzeugen ging es im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund zwei Drittel nach oben. Unsere Moderatorin Annika de Boer hat mit dem Autoexperten Konstantin Geil gesprochen. Welchen Anteil hat der Iran-Krieg am Aufwind bei den E-Autos im Moment? Ich glaube, es ist relativ schwer zu beantworten im aktuellen Moment. Der Iran-Krieg hilft sicherlich nicht grundsätzlich beim Konsumklima. Und deswegen gehen wir davon aus, dass die Spritpreise vielleicht den einen oder anderen Zundenken bewegen, aber grundsätzlich die Konsumzurückhaltung eigentlich maßgeblicher beeinflusst. Wie klar ist es für Sie, dass es sich dabei um eine nachhaltige Entwicklung handelt? Ich glaube, auch da gilt, eine Schwalbe macht doch keinen Sommer. Wenn wir uns, Sie haben es eingangs gesagt, die Quartalszahlen anschauen, dass der Gesamtmarkt um 5 Prozent gewachsen, im März um 16 Prozent gewachsen. E-Autos waren in diesem Quartal 41 Prozent nach oben, 66 Prozent im aktuellen Monat. Ich glaube, maßgebliche Treiber dafür sind zum einen natürlich die Elektromobilitätsprämie, die nun ausgelobt wird und ab Mai auch so die Planung der Bundesrepublik verfügbar sein soll. Der zweite und für uns fast maßgeblichere Grund, wenn man sich betrachtet, die E-Autos sind aktuell rund zu 80 Prozent in kommerziellen Flotten, also Firmenflotten, Leasingflotten und dergleichen. Daher sehen wir, dass die Initiative der EU zum Green Corporate Fleets aktuell wahrscheinlich der größere Treiber ist für die Neuzulassung und den Neuzulassungsboom bei den E-Autos. Donald Trump fordert vom Iran die Öffnung der Straße von Hormuz. Dafür setzt er Teheran ein Ultimatum bis Mittwochnacht, zwei Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit. Und Trump droht offen. Die USA könnten, so sagt er im Weißen Haus, Irans Brücken und Kraftwerke innerhalb von vier Stunden zerstören. Er spricht von einer völligen Zerstörung, falls Teheran nicht einlenkt. Der Iran weist das zurück. Ein Sprecher der iranischen Militärführung nennt die Aussagen haltlose Drohungen eines wahnhaften Präsidenten. Warum ist das wirtschaftlich so wichtig? Weil die Straße von Hormuz zentral für den globalen Öl- und Gashandel ist. Nach Kriegsbeginn am 28. Februar hat Teheran die Schifffahrt mit Angriffen und Drohungen quasi zum Erliegen gebracht. Die Folge? Die Energiepreise schießen nach oben. Pakistanische Geheimdienstkreise sagen, es gebe einen Plan für Friedensgespräche. Aber Teheran lehnt eine Waffenruhe bisher ab. Und wenn die Lage so unübersichtlich ist, dann kommt sofort die nächste Frage. Wie stellt man sich als Anleger in so einer Phase eigentlich vernünftig auf? Darüber spricht unsere Börsenreporterin Nancy Lanzendörfer mit Chris Oliver Schickentanz, dem Chefanlagestrategen bei Kapitel Vermögensmanagement. Das Ultimatum von Donald Trump an den Iran, das ist auch für die Börsionner das Top-Thema Nummer eins hier, oder? Absolut. Daran hängt zumindest kurzfristig das Wohl und Weh der Weltwirtschaft, aber natürlich auch der Börsen. Denn wenn wir dort eine neuerliche Eskalationswelle erleben würden, wenn der Ölpreis noch weiter steigt, dann würde das natürlich die Wachstumsperspektiven dämpfen und würde wahrscheinlich eine in Summe ganz ordentliche Q1-Berichtssaison dann auch negativ überschatten. Und dann würden wir wahrscheinlich eher wieder eine Risk-Off-Bewegung, also fallende Kurse an den Aktienmärkten sehen. Der Ölpreis währenddessen ist wieder angestiegen. Das Weiße Haus rechnet ja mit kurzfristigen höheren Ölpreisen. Wie sehen Sie das? Es kommt immer darauf an, was man als höher bezeichnet. Ich glaube, wir werden über Monate, wenn nicht Quartale, einen erhöhten Ölpreis und auch einen erhöhten Gaspreis erleben, weil die Märkte einfach begriffen haben, dass die geopolitischen Risiken extrem hoch sind und dass ein kleines Land mit relativ billigen Drohnen es schaffen kann, die weltweite Versorgung tatsächlich zu bedrohen. Von daher, ich gehe nicht davon aus, dass wir sehr, sehr schnell auf das Vorkrisenniveau zurückfallen werden. Weil Sie es schon ansprechen, wie bedrohlich ist denn die Lage nach Berichten, dass eben physisches Gold in Europa langsam knapper wird? Die aktuellen Lagerbestände deuten darauf hin, ja, wir verbrauchen die Lagerbestände aktuell. Allerdings muss man fairerweise sagen, wir sind noch lange nicht auf kritischen Niveaus angekommen. Von daher gibt es aktuell noch kein Indiz dafür, dass wir schon kurzfristig in einen Versorgungsengpass hineinlaufen. Wenn die Sperrung der Straße von Hormuz allerdings noch einige Wochen oder Monate andauern sollte, dann könnte es schwierig werden. Vor allen Dingen, weil wir ja auch die Gasspeicher, die mittlerweile leer sind, über den Sommer wieder auffüllen müssen. Sprich, spätestens im nächsten Herbst, Winter könnte es dann eng werden. Wie gehen Sie da in dieser gesamten Situation, in dieser Gesamtlage als Anlagestratege vor? Es gibt eigentlich nur eine Möglichkeit, Ruhe bewahren und sich jetzt auf die Qualitätsunternehmen konzentrieren, die man schon immer gerne im Portfolio hatte. Die kann man jetzt einsammeln, muss sich allerdings darüber im Klaren sein, dass man gegebenenfalls kurzfristig da auch nochmal ein paar Verluste aufsammeln wird. Mittel- bis langfristig ist das aber aus meiner Sicht die einzige und gewinnbringende Strategie. Die Neumieten in Großstädten steigen in zehn Jahren im Schnitt um 43 Prozent. In Berlin liegt der Zuwachs sogar bei 69 Prozent. Das ist der höchste Wert bundesweit. Leipzig folgt mit 67 Prozent. Die Zahlen stammen aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der linken Abgeordneten Karren Leih. Das Bauministerium bezieht sich dabei auf Angebotsmieten ohne Nebenkosten von Wohnungen in 14 Großstädten, die im Internet inseriert wurden. München bleibt dabei die teuerste Großstadt. Mit 21,29 Euro je Quadratmeter war die bayerische Landeshauptstadt bei Neuvermietungen im vergangenen Jahr so teuer wie keine andere deutsche Großstadt. Das Ministerium sagt zwar, Internetinserate seien nicht repräsentativ für alle Neuvermietungen. Über Wartelisten oder direkte Vermittlung könne es günstiger sein. Aber die Richtung sei eindeutig. Karen Lai spricht von einer Mietpreisexplosion. Bei ihrer Mondmission bricht die Artemis II-Crew einen Rekord. Die vier Astronauten nähern sich dem Mond auf rund 6545 Kilometer. Eine Landung ist nicht geplant, aber die Mission schreibt trotzdem Geschichte. Am Montagabend knackt die Crew den Bestwert von Apollo 13 aus dem Jahr 1970. Damals lag die größte Entfernung zur Erde bei rund 400.200 Kilometern. Artemis II erreicht etwa 406.800 Kilometer. So weit entfernt hat sich noch nie ein Mensch von der Erde. Zeitweise bricht der Kontakt zur Erde, wie geplant für etwa 40 Minuten ab, als die Kapsel hinter dem Mond fliegt. Die Mission dauert insgesamt rund zehn Tage. Gestartet ist sie vom Kennedy Space Center in Florida. Der Rückflug läuft über eine freie Rückkehrbahn. Das heißt, die Mondschwerkraft bringt die Kapsel ohne zusätzlichen Antrieb wieder auf Kurs zur Erde. Die NASA plant eine neue Mondlandung erst für 2028. China peilt 2030 eine Landung an. Das war unser Blick auf die aktuellen Nachrichten aus der Wirtschaft für den Moment. Wir hören und lesen uns wieder bei NTV, in der App, im TV oder hier im Podcast.