Latest / Gin And Talk / Doris Dörrie über das Leben, das Schreiben und Beobachten
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- 0:00Speaker 0: Wenn man mal wirklich Zeit braucht, dann sollte man in einen Senkloser geben.
- 0:04Speaker 0: Denn da gibt es so viel Zeit, dass man schier wahnsinnig wird weil der Tag einfach nicht vergehen will.
- 0:11Speaker 0: Es ist wie ein beschwörendes Denken kommt's mir manchmal vor.
- 0:15Speaker 0: Also in dem Moment wo ich erst alles negiere, ist das vielleicht auch nicht wahr.
- 0:18Speaker 0: also wenn man da Leute hört die in diesen Demos und diesen Anti-Corona-Demos sagen, es gibt ja gar kein Virus.
- 0:27Speaker 0: Es ist alles nicht wahr, denn ein Virus gibt es nicht!
- 0:29Speaker 0: Dann kommt mir das wirklich vor wie so ein ganz archaisches magisches Denken.
- 0:34Speaker 0: wenn ich es negiere dann verschwindet es.
- 0:38Speaker 0: der Trick ist wirklich nicht nachzudenken zehn Minuten sich zu nehmen mehr braucht man nicht nicht nach zu denken keine Pause zu machen am Stück zu schreiben am besten mit der Hand und mehr ist es eigentlich nicht im Anfang.
- 0:51Speaker 0: Und erstmal sich zu erlauben, Blödsinn zu schreiben ist so wichtig.
- 0:55Speaker 0: Sich diese Erlaubnis zum Blöden zu geben – also nicht die License to Kill mit dem Sponsorin, die Lizenz zum Blödsinn.
- 1:05Speaker 1: Herzlich willkommen!
- 1:07Speaker 1: Mein Name ist Daniel Fürg und bevor wir gleich rüber an unseren coronabedingt virtuellen Badresengehen möchte ich kurz unseren heutigen Gast vorstellen.
- 1:16Speaker 1: Doris Dörrje ist Filmemacherin, Schriftstillerin, Professorin Vor allem aber ein beeindruckend kreativer Kopf.
- 1:24Speaker 1: Sie selbst behauptet, dass sie eigentlich ein wahnsinnig fauler Mensch ist.
- 1:29Speaker 1: Wirft man einen Blick auf ihr bisheriges Werk, kommt man unter normalen Maßstäben jedoch eher auf eine gegenteilige Beurteilung.
- 1:36Speaker 1: Knapp vierzig Filme und fast dreißig Bücher verantwortet die gebürtige Hannover Rahnerin, die inzwischen in Bayern lebt.
- 1:43Speaker 1: Sie ist fest davon überzeugt, das sie jedem das Schreiben beibringen kann und macht genau das regelmäßig an der Hochschule für Film- und Fernsehen in München.
- 1:54Speaker 1: Ich freue mich auf ein spannendes Gespräch über das Leben, das Schreiben und Beobachten.
- 2:00Speaker 1: Viel Spaß beim Zuhören!
- 2:02Speaker 1: Und vielen Dank dass ihr alle wieder mit dabei seid.
- 2:14Speaker 1: Herzlich
- 2:15Speaker 0: willkommen zu einer neuen Folge Gin & Talk.
- 2:23Speaker 0: Mach es dir gemütlich, lehne dich zurück und tauche ein in die verrucht düstere Atmosphäre
- 2:30Speaker 1: unserer Studio-Bar!
- 2:40Speaker 1: Doris Dörry freut mich sehr dass du dir die Zeit nimmst um heute mit mir zu sprechen und dich so ein bisschen meinen vielen Fragen zu stellen.
- 2:47Speaker 1: Danke
- 2:48Speaker 0: für die Einladung
- 2:49Speaker 1: Sehr gerne.
- 2:50Speaker 1: wir leben ja gerade in einer Zeit die sehr turbulent ist, in der Menschen Angst haben.
- 2:55Speaker 1: In der Menschen auch Existenzängste wirklich haben und teilweise auch Aggressivität eine große Rolle spielt in unserer Gesellschaft.
- 3:05Speaker 1: jetzt bist du ja durchaus beschäftigst dich ja durchaus mit Themen wie Meditationen senden, Buddhismus all diese Themen die einem eher dabei helfen so ein bisschen Ja, runterzukommen sich zu entspannen.
- 3:20Speaker 1: Sich zu fokussieren auf die Dinge, die wirklich wichtig sind.
- 3:24Speaker 1: Wie erlebst du diese turbulente Zeit momentan?
- 3:27Speaker 1: Und wie gehst Du mit diesem konstanten Stresslevel das da irgendwie über uns allen schwebt um?
- 3:34Speaker 0: komplizierte Frage Auf der einen Seite ist es ja das, was wir uns immer gewünscht haben.
- 3:39Speaker 0: Mehr Zeit!
- 3:39Speaker 0: Dass die Dinge langsamer werden... Wir haben ja gejammert jahrelang Jahrzehntelang inzwischen, dass wir alle keine Zeit mehr haben und dass alles so schnell geworden ist und wir durch die Gegend flitzen und den Kontakt verlieren usw.
- 3:54Speaker 0: Und plötzlich haben wir Zeit.
- 3:56Speaker 0: Wir sollten eigentlich Zeit haben aber das ist dann auch nicht so einfachstellig fest denn die Zeit verrinnt auf eine ganz andere Art und Weise in diesem Stillstand.
- 4:08Speaker 0: Und dazu gibt es ja auch interessante Beobachtungen, wann vergeht Zeit langsam?
- 4:12Speaker 0: Wann vergeht sie schnell?
- 4:14Speaker 0: Ich habe allerdings im Sendcloster in Japan vor vielen, vielen Jahren – da war ich das erste Mal wirklich in einem japanischen Sendcloser was sehr hart ist – hab' ich die Erfahrung gemacht Wenn man mal wirklich Zeit braucht dann sollte man in ein Sendcluster geben denn da gibt es so viel Zeit dass man hier wahnsinnig wird, weil der Tag einfach nicht vergehen will.
- 4:34Speaker 0: Es ist so viel Zeit!
- 4:36Speaker 0: Weil man nichts weiter macht als Meditieren und Putzen.
- 4:40Speaker 0: Und plötzlich ist der Tag solange wie sonst eine ganze Woche.
- 4:44Speaker 0: Also das finde ich schon interessant, wie sich das Zeitempfinden verschiebt im Moment.
- 4:49Speaker 0: Aber ich habe auch seltsam viel Stress, weil so vieles eben Audiovisuell stattfindet, digital stattfindete was eine ganz andere Antwortstress ist.
- 4:59Speaker 0: und um auf deine Frage direkt zu antworten.
- 5:03Speaker 0: Ich bin wahnsinnig froh, dass ich über diese vielen Jahre das Handwerkzeug der Meditation gelernt habe – auch wenn ich es ganz oft verflucht habe und so langweilig finde, oft und so doof und mich nicht aufraffen kann.
- 5:17Speaker 0: all diese Dinger, alle diese Mäckereien die ich ständig habe.
- 5:19Speaker 0: jetzt bin ich irre froh ,dass ich weiß wie das geht!
- 5:24Speaker 1: zwei Wochen so ein Erlebnis, weil ich hatte ... Ich fand es immer irgendwie interessant und hab mich aber nie wirklich mit dem Thema beschäftigt.
- 5:32Speaker 1: Und eine Freundin von mir hat dieses ganze Thema mit Klangschalenmeditationen usw.
- 5:40Speaker 1: nach Deutschland gebracht.
- 5:41Speaker 1: die war in den USA ziemlich viel unterwegs und hat hier in München dann auch wirklich damit angefangen.
- 5:48Speaker 1: Also muss ich ehrlich zugeben, so'n bisschen belächelt.
- 5:51Speaker 1: Und dann hatten wir einen Abend, wo wir zusammen saßen und dann habe ich irgendwann gesagt.
- 5:55Speaker 1: Ich musste es unbedingt mal ausprobieren weil jetzt bin ich ja doch irgendwie neugierig und hab das dann einmal gemacht.
- 6:00Speaker 1: Dann lag ich da irgendwie vierzig Minuten in einem Raum, in dem absolute Stille war und man dann nur diese Schalen gehört hat.
- 6:11Speaker 1: Das war wirklich so ein wahnsinniges Erlebnis, Ich danach raus bin und ich hab erst mal, glaub' ich ne Stunde gebraucht um zu realisieren was da eigentlich irgendwie passiert ist.
- 6:22Speaker 1: Und wie... Was das mit einem macht?
- 6:25Speaker 1: Wie viel ruhiger man danach ist?
- 6:26Speaker 1: Wieviel... Ja, wieviel entspannter man auf Themen auch schauen kann wenn man mal diesen Blick von außen dann irgendwie auch bekommt.
- 6:34Speaker 0: Ja!
- 6:35Speaker 0: Ist schön.
- 6:36Speaker 0: Aber ich muss es nochmal knüppelhart mit Senn beantworten.
- 6:40Speaker 0: Da braucht man nämlich gar nix, keine Klangschale nix.
- 6:42Speaker 0: Es ist nichts weiter als sich hinsetzen Klappe halten und sitzen bleiben, sitzen bleiben.
- 6:49Speaker 0: Solange man kann sitzen bleiben und dem eigenen Geplapper im Hirn zu hören zuschauen das ist alles mehr ist es nicht.
- 6:58Speaker 0: also dass so zu reduzieren ist mir wichtig weil viele Leute denken da braucht man jetzt unbedingt ganz spezielle Kissen und Klangschalen und ich weiß nicht was alles nicht um das jetzt dir als Erlebnis kleinzureden Das ist wahnsinnig schön.
- 7:12Speaker 0: aber dieses normale Meditieren Dazu braucht man gar nichts.
- 7:17Speaker 0: Nichts!
- 7:18Speaker 0: Und das finde ich wichtig, weil es dadurch auch so zugänglich wird.
- 7:23Speaker 0: Klappe halten hinsetzen kann jeder überall.
- 7:26Speaker 0: Es ist nur seltsam schwierig sich das diszipliniert vorzunehmen also wirklich auch sitzen zu bleiben.
- 7:32Speaker 0: Das sollte man am Anfang zehn Minuten versuchen und dann halt zwanzig Minuten.
- 7:37Speaker 0: Zwanzig Minute ist eine gute Zeit.
- 7:38Speaker 0: Das kann auch verdammt lang werden
- 7:41Speaker 1: was ich gelernt habe auch in dieser Geschichte ist, dass man ja auch erst mal lernen muss diese Gedanken die einen da die ganze Zeit irgendwie beschäftigen weil es kommt dann doch irgendwie was.
- 7:52Speaker 1: aber das geht ja gar nicht darum nichts zu denken sondern es geht ja eigentlich darum diese Gedanken einfach fließend zu lassen weiterfließen zu lassen ohne sich damit irgendwo festzubeißen.
- 8:03Speaker 1: Das
- 8:04Speaker 0: Gehirn kann nicht nicht denken.
- 8:05Speaker 0: also wir müssen immer denken.
- 8:06Speaker 0: das ist der Job vom Gehirnen.
- 8:08Speaker 0: es muss denken der technische Begriffe, das was du gerade erwähnt hast ist monkey mind.
- 8:15Speaker 0: Das heißt dass das Gehirn die Gedanken von einem Esschen zum nächsten springen und immer weiter springen, springen springen.
- 8:22Speaker 0: Und normalerweise unsere Anstrengung im Alltag oder überhaupt in unserem Wachzustand ist es alles wegzudrücken was da so hinten rumspringt in unseren Gehirnen und möglichst fokussiert zu sein.
- 8:35Speaker 0: Das ist so unsere tägliche Anstreckungen.
- 8:37Speaker 0: Wenn wir das mal umdrehen und nur diesem Affenzuschauen, der da rumspringt.
- 8:42Speaker 0: Dann kann das sehr lustig sein, es kann aber auch durchaus erschütternd sein was wir alles so denken wenn wir glauben dass wir gar nicht so viel denken oder wenn wir uns eigentlich auf etwas anderes konzentrieren wollen.
- 8:58Speaker 0: Und das ist aber auch eine sehr spannende Erfahrung weil man darüber merkt ja was im Inneren so alles wütet sich bewegt und herumfliegt und flattert.
- 9:12Speaker 1: Schreibst du eigentlich vor oder nach dem Meditieren?
- 9:16Speaker 0: Ich schreibe, ach das mache ich mal so, es kommt sehr drauf an was ich gerade schreiben muss.
- 9:23Speaker 0: wenn das etwas ist wo ich so gleich reintauchen muss noch in so einem halben Schlafzustand halben Traumzustand dann meditiere ich danach.
- 9:35Speaker 0: Dringlich ist es, schreibe meditär ich davor.
- 9:37Speaker 0: Aber ich muss auch sagen, Ich bin eine schlampige Meditöse.
- 9:44Speaker 0: In schwierigen Zeiten wie jetzt mache ich das brav.
- 9:47Speaker 0: Komm geht's mir besser oder die Situation ist wieder total easy.
- 9:51Speaker 0: Lass'ichs auch wieder bleiben!
- 9:53Speaker 0: Nur was wirklich so wertvoll für mich ist, ist dieses Training tatsächlich genau... auch wahrzunehmen, also wirklich nicht sich ständig in einen anderen Zustand hinzuwünschen.
- 10:09Speaker 0: Also das was wir ja ständig machen hoffentlich ist bald vorbei.
- 10:13Speaker 0: ich kann es nicht mehr hören ich hasse Corona.
- 10:16Speaker 0: wann ist es endlich weg alles dieses sich stendlich in die zukunft wünschen oder eben auch die vergangenheit ständig herauf zu beschweren?
- 10:24Speaker 0: ach wie schön war das als es noch nicht gab.
- 10:26Speaker 0: und wieso kann ich nicht wie früher umreisen usw.
- 10:29Speaker 0: diese ständige Hin und her aus Zilieren zwischen Vergangenheit und Zukunft, was wir ständig auch machen.
- 10:35Speaker 0: Das möglichst wegzulassen und sich darauf zu konzentrieren, was ist denn jetzt eigentlich wirklich gerade los?
- 10:41Speaker 0: Und dann zu versuchen festzustellen, ah ja im Moment es ist doch eigentlich gar nicht so schlecht in diesem Moment jetzt!
- 10:50Speaker 0: Es ist vielleicht gar nicht SO schlecht wie bei der Reden gerade miteinander und wie draußen ist es grau man muss auch nicht raus an die Sonne unbedingt... Dieser Moment ist dann oft erstaunlich schmerzfrei, wenn wir uns wirklich auf ihn konzentrieren.
- 11:09Speaker 0: Die Schmerzen entstehen durch das was wir vermissen und nicht mehr haben also die Vergangenheit und Zukunft.
- 11:16Speaker 0: dadurch entstehen die meisten Schmerze.
- 11:18Speaker 1: Ja ich glaube man muss auch lernen einfach mal zufrieden mit dem zu sein was man eigentlich hat.
- 11:24Speaker 1: Also wir...die aller allermeisten von uns gerade wenn wir auf Deutschland schauen Alle was zum Essen.
- 11:31Speaker 1: Wir haben in der Regel die allermeisten von uns einen Dach über dem Kopf, das wird wahrscheinlich auch nicht einbrechen oder wegfallen.
- 11:40Speaker 1: Also eigentlich geht es uns ja sehr gut wenn wir unsere Situation mit ganz vielen anderen auf vergleichen selbst Wenn wir in die USA schauen die dieses Thema immer noch nicht im Griff haben und Die ein viel schlechteres Gesundheitssystem haben also da auch mal ein Stück weit demütig zu sein, statt immer gleich zu schreien.
- 12:00Speaker 0: Nur das ist natürlich sehr abhängig von der wirklichen Situation und das ist sehr so unterschiedlich!
- 12:06Speaker 0: Ich stelle mir jetzt oft vor wenn ich jetzt jeden Morgen in den Krankenhaus gehen müsste um da zu arbeiten und jeden Morgen riskieren müsste, jeden Tag riskieren musste dass ich mich infiziere, jeden tag in eine absurde Arbeitskleidung steigen müsste die extrem heiß es und unangenehm ist wie würd's mir dann gehen?
- 12:25Speaker 0: Und würde ich nicht versuchen abzuhauen und das nicht zu machen.
- 12:28Speaker 0: Und diesen Dienst am nächsten, nicht mehr machen zu wollen weil der so riskant ist?
- 12:33Speaker 0: oder wenn ich mir vorstelle... Ich kann mir da viele Dinge vorstellen die weitaus bedrohlicher sind als das was ich jetzt gerade durchmache.
- 12:41Speaker 0: und was du sagst ja richtig?
- 12:43Speaker 0: Der Vergleich aber Schmerz ist immer subjektiv und kann auch nicht verglichen werden.
- 12:50Speaker 0: also es kann einem dennoch sehr sehr mies gerade gehen Auch wenn wir uns vor Augen halten, dass es anderen noch viel schlechter geht.
- 12:57Speaker 0: Also da bin ich immer so ein bisschen vorsichtig.
- 13:00Speaker 0: Ja Man kann das einmal sehr relativieren Aber gleichzeitig darf man auch nicht aus dem Blick verlieren Dass es vielen Leuten wirklich sehr sehr schlecht gerade geht.
- 13:13Speaker 1: Absolut ja.
- 13:15Speaker 1: Große Katastrophen und Einschnitte in unserer Menschheitsgeschichte haben ja auch oft immer kunstinspiriert zu besmaler Warn-Schriftstellern, wie auch immer Musikern.
- 13:30Speaker 1: Es gab immer so einen Quell der Inspiration, der auch aus der Tragik entstanden ist.
- 13:37Speaker 1: Wie sehr inspiriert dich für deine Arbeit diese aktuelle Situation?
- 13:41Speaker 0: Ach ich weiß nicht ob es mich so inspiriert aber das hilft natürlich meiner Disziplin weil ich nirgendwo hin kann!
- 13:46Speaker 0: Ich bin sonst jeden Tag vom Schreiben schnell abgehauen ins Café oder in Draußen oder hab Leute getroffen oder ins Kino oder ins Konzert oder sonst wohin.
- 13:57Speaker 0: Jetzt muss ich einfach zu Hause bleiben und weiter schreiben, weiterschreiben.
- 14:01Speaker 0: Also ja da ist es eher förderlich nicht so angenehm wirklich nicht denn das vermisse ich auch alles sehr.
- 14:08Speaker 0: Ich vermisse auch dieses Planieren, einfach so rumlaufen und zufällig Leute sehen und raten und irgendwo hängenbleiben und all diese Dinge findet alles nicht statt.
- 14:18Speaker 0: Und natürlich dieser mythische dunkle Raum bis Kinos dass der geschlossen ist schmerzt mich auch sehr.
- 14:26Speaker 0: Und die Inspiration, ja mit der Inspiration bin ich auch sehr prosalisch.
- 14:33Speaker 0: Ich glaube nicht dass man auf die warten sollte sondern das man sich einfach hinsetzen sollte machen sollte und dann passiert es schon.
- 14:40Speaker 0: also dieses einatmen inspirare das ist auch eine technik die man sich sehr einfach zulegen kann.
- 14:50Speaker 0: ich habe das ziemlich genau beschrieben in dem buch lebenschreiben atmen weil dass jeder kann, jeder kann schreiben.
- 14:57Speaker 0: So wie jeder Medizinern kann, kann auch jeder schreiben und da eben zu begreifen das die Inspiration immer vorhanden ist wenn man sich der Welt zuwendet und sie wirklich wahrnimmt dann ist da jene Menge Inspiration.
- 15:10Speaker 1: ich habe mich natürlich auch im vor dem Gespräch sehr mit dir beschäftigt und oh Gott du Armer nie.
- 15:19Speaker 1: es war sehr interessant und ich hab so ein bisschen das Gefühl gehabt, dass gerade das Schreiben was ja auch irgendwie all deine anderen Dinge die du tust sehr verbindet.
- 15:31Speaker 1: Irgendwie so ein Dreigestirn quasi aus Leidenschaft Arbeit und selbst Therapie ist also irgendwie dieses das eigene Leben oder die Erlebnisse, die man so hat zu verarbeiten.
- 15:46Speaker 1: Das Ganze auch natürlich mit einer Leidenschaft zum Schreiben.
- 15:50Speaker 1: aber irgendwie wie du auch schon sagst, du bist dann auch gerne ins Café geflüchtet, aber es ist irgendwie schon auch Arbeit?
- 15:57Speaker 1: Oder wie würdest du das sehen?
- 15:58Speaker 0: Na klar, mein Job ist meine Arbeit!
- 16:01Speaker 1: Aber... Wie würdest Du das gewichtend wenn man jetzt mal diese drei Punkte nimmt?
- 16:05Speaker 1: Also ich
- 16:06Speaker 0: würde den dritten Punkt komplett ablehnen, die Selbsttherapie.
- 16:08Speaker 1: Okay
- 16:10Speaker 0: Das würde ja bedeuten, dass ich mich heilen wollen würde.
- 16:14Speaker 0: Aber ich will mich gar nicht heilen weil ich gar nicht wüsste von was denn.
- 16:18Speaker 0: dann musste ich sagen Ja!
- 16:19Speaker 0: Ich will mich vom Leben heilen.
- 16:22Speaker 0: Nee das Leben ist sehr schmerzhaft oft und dann ist es wieder sehr schön und sehr beglückend und lustvoll.
- 16:30Speaker 0: aber mir geht es da sehr viel mehr um die genaue Beobachtung und so eine Art Zeugenschaft und nicht um eine Therapie.
- 16:38Speaker 0: also finde ich auch schwierig, wenn man dem schreiben so eine therapeutische Wirkung andichtet.
- 16:47Speaker 0: Es macht Spaß!
- 16:48Speaker 0: Ja ist das dann Therapie?
- 16:49Speaker 0: Wenn es Spaß macht oder ist es die Vorstellung dass man dadurch Probleme wirklich löst?
- 16:55Speaker 0: Das tut man durch Schreiben nicht.
- 16:57Speaker 1: Ja, ich fand das ganz interessant.
- 16:59Speaker 1: Weil du hast in deinem Buch geschrieben, indem du ja auch erklärst wie das mit dem Schreiben so ein Stück weit funktioniert.
- 17:07Speaker 1: aber da gab es eine ganz interessante Stelle ziemlich am Anfang wo du gesagt hast wir haben alle irgendwie tausend Gründe ist nicht zu tun.
- 17:17Speaker 1: also wir sagen dass was wir aufschreiben ist vielleicht nicht wichtig genug oder es könnte peinlich sein das jemanden zum lesen zu geben.
- 17:27Speaker 1: Es ist ja auch so ein bisschen diese Angst oder die Kunst, diese Angst zu überwinden und zu sagen nie trotzdem irgendwie.
- 17:35Speaker 1: Ist es mir doch wichtiges aufzuschreiben was auch immer ins am Ende des Tages ist?
- 17:41Speaker 1: Und diese Angst zur Überwindung hilft einem glaube ich auch ein Stück weit in anderen Lebenssituationen.
- 17:48Speaker 1: weißt du wie ich mein
- 17:49Speaker 0: Ja das ist auch ein Thema was mich sehr bewegt.
- 17:51Speaker 0: also dieses Gefühl nicht zu genügen nicht zu reichen Darum geht es hier und sich zu schämen.
- 17:57Speaker 0: Und die Scham ist ein wahnsinnig großes, sehr elementares Gefühl und es ist erstaunlich festzustellen wofür wir uns alle so schäme.
- 18:08Speaker 0: In all diesen Workshops, die ich gemacht habe und weiterhin mache stelle ich immer wieder fest dass besonders Frauen sich sehr schnell Schämen, weil ihr Leben nicht großartig genug ist.
- 18:20Speaker 0: Weil sie das Gefühl haben.
- 18:22Speaker 0: es reicht nicht um darüber zu sprechen.
- 18:24Speaker 0: Weil Sie das Gefühl Haben Sie Haben Ihre Träume Nicht Umgesetzt Nicht Genug Verfolgt Dass sie sich schämen weil sie nicht jung sind weil sie Nicht Schön sind weil Sie Nicht Dünn Sind weil sie all diese Dinge Jetzt Kann Ich Ganz Lang Weiter Führen und Diese Diese große Scham Da nachzuschauen, wofür schäme ich mich eigentlich genau?
- 18:49Speaker 0: Das ist tatsächlich ein wichtiger Punkt an diesem Schreiben.
- 18:54Speaker 0: Weil wenn man anfängt das bei Seite zu drängen und es einfach zu tun also einfach zu schreiben dann merkt man schon wie großartig und wie voll das eigene Leben ist.
- 19:05Speaker 0: darum ging's mir dass immer wieder auch den Leuten zu vermitteln diese Dieses Wahrnehmen der eigenen Biografie und das wirklich im kleinsten Detail auch beschreiben zu wollen, das führt dann dazu dass man wirklich merkt wie großartig die Existenz ist.
- 19:25Speaker 0: Die eigene und was es für ein Geschenk ist überhaupt am Leben zu sein und was wir in unserem Leben schon an Eindrücken gespeichert haben also was sich da alles in unseren Köpfen befindet an Erinnerungen Töne an Dinge, die wir gesehen haben.
- 19:43Speaker 0: An Gerüche und Geschmäcker usw.
- 19:46Speaker 0: Das führt vielleicht dann doch... Ich muss mich revidieren zu einer Art Therapie weil man aus diesem dumpfen Gefühl dass es alles nicht reicht rauskommt dadurch Und da gibt's halt ein paar Tricks wie man das schaffen kann diese Charms überwinden und wirklich loszuschreiben.
- 20:04Speaker 1: Es hat ja auch sehr viel damit zu tun wirklich auch mit offenen Augen durchs Leben zu gehen und das irgendwann mal gesagt.
- 20:13Speaker 1: Kinder neigen dazu sehr, sehr genau zu beobachten was um sie herum passiert und wenn man die dann fragt Sie sollen mal dies und jenes oder die und die Personen beschreiben.
- 20:23Speaker 1: Dann fällt ihnen oft viel mehr auf oder sie können sehr besser erinnern als wir das in unserem Alltag machen wo wir vielleicht schon vergessen haben wie der Verkäufer aussah bei dem wir heute morgen unsere Brötchen vielleicht gekauft
- 20:37Speaker 0: haben.
- 20:39Speaker 0: beschreiben, aber du kannst über dich als Kind so genau beschreiben.
- 20:43Speaker 0: Das ist ein großer Unterschied!
- 20:45Speaker 0: In der Retrospective kannst du diesen Kinderblick wieder hervorlocken und kannst ganz präzise zum Beispiel über einen Lehrer und eine Lehrerin berichten was die anhatte ,was sie für Zähne hatte oder was sie für Haare hatte usw.
- 21:02Speaker 0: Also in der Retrospektive ist dieser Blick überscharf weil du es als Kind auch so scharf wahrgenommen hast.
- 21:09Speaker 0: Aber als Kind kannst du's noch nicht rekapitulieren, du kannst das noch nicht
- 21:12Speaker 0: berichten.".
- 21:14Speaker 1: Ja wobei das glaube ich ein Stück weit aufs Alter ankommt also auf welches Alter man dann im Kindesalter hat?
- 21:22Speaker 1: Weil ich kann mich sehr gut daran erinnern an meine Schulzeit wie wir damals in dieser Schülerzeitung.
- 21:30Speaker 1: dies damals gab wahnsinnig Detaillierte Beschreibungen von Lehrern und das natürlich dann mehr in eine lächerliche Ebene, um sie zu parodieren gezogen haben.
- 21:42Speaker 1: Aber diese Elemente die man dort beobachtet hat sind ja eben genau die, wo man genau weiß – das war der mit den Chromzenen oder das waren die, die vielleicht immer ungekämmt in den Unterricht kamen oder ähnliches.
- 21:57Speaker 0: Du rätst glaube ich von einem anderen Alter was ich meine?
- 21:59Speaker 0: Wie alt warst du bei dieser Schwellzeitung?
- 22:01Speaker 1: Ja so zwölf, dreizehn sowas.
- 22:03Speaker 1: ...
- 22:04Speaker 0: über viel früher, also das ist ja schon Teenager-Zeiten.
- 22:07Speaker 0: Ich rede wirklich über Kinder... Also bis zwölf oder zehn sogar nur.
- 22:14Speaker 0: Diese Wahrnehmung, die weiter man zurückgeht umso präziser wird sie.
- 22:19Speaker 0: Da kannst du dich dann plötzlich auch wirklich an den Boden unter deinen Füßen erinnern als Kind mit vier, fünf,
- 22:24Speaker 1: sechs.
- 22:25Speaker 1: Wenn man sich deine Arbeit anschaut ich habe mal nachgezählt es sind jetzt so... Vielleicht habe ich mich auch verzählt, aber ich kam auf sieben und dreißig Filme.
- 22:35Speaker 1: Ach
- 22:35Speaker 0: du liebes bisschen?
- 22:36Speaker 0: Okay!
- 22:37Speaker 0: Ich zähle die nie nach.
- 22:38Speaker 0: Aber das klingt ja erschreckend okay.
- 22:42Speaker 1: Und sechsundzwanzig Bücher.
- 22:44Speaker 0: Bin doch nicht so faul wie ich immer denke.
- 22:45Speaker 0: Ich denke mal, ich bin so fauel...
- 22:47Speaker 1: Aber ist es bei dir wirklich ein Gefühl dass du denkst, du bist wirklich faul?
- 22:52Speaker 1: weil also ich meine deine Arbeit der absolute Beweis dafür, dass du absolut nicht faul bist?
- 23:00Speaker 0: die meisten hohe Alkoholiks, dass sie denken das sie Faul sind.
- 23:04Speaker 0: Aber ich hab wirklich ... Ich bin der festen Überzeugung, dass ich Faul bin.
- 23:06Speaker 0: Also es ist nicht nur ... Das merkt man als Workaholics.
- 23:09Speaker 0: Ich glaube auch, dass sich keiner bin.
- 23:11Speaker 0: Ich glaub, ich bin wirklich Faul!
- 23:13Speaker 0: Ich brauche um was zu schreiben oder was zu erfinden, brauch ich unglaublich viel Zeit, um in die Luft zu gucken.
- 23:22Speaker 0: Also ich brauche immer wieder wirklich Pause, wo gar nichts passiert.
- 23:27Speaker 0: Das hat man früher lange Weile genannt.
- 23:29Speaker 0: Aber die Weile wird mir nicht lang sein.
- 23:31Speaker 0: Ich brauch das, ja ... um Luft zu bekommen.
- 23:37Speaker 0: Luft im Hirn zu bekommen, Luft überhaupt zu bekommen.
- 23:40Speaker 0: und das glaub ich nämlich dann in der Summe als Faul war.
- 23:45Speaker 1: Ich hab das in der Vor-Corona-Zeit, als es noch möglich war oft so gemacht dass ich einen Wochenende Ganz alleine irgendwo hingereist bin am besten in der Stadt, in der ich noch nie war und niemanden kannte oder kenne.
- 24:00Speaker 1: Und ich bin dann also.
- 24:01Speaker 1: ich fotografiere auch relativ viel und ich bin da einfach mit meiner Kamera ohne Ziel und ohne Plan losgelaufen und einfach um diese Stadt irgendwie auch zu wie du vorhin gesagt hast zu inhalieren.
- 24:16Speaker 1: Während diesen ewig langen, teilweise vier-fünf Stunden langen Spaziergängen kam mir dann fünftausend Ideen.
- 24:25Speaker 1: Hast du für dich selber oder ist es bei dir wirklich dieses Thema was du auch beschrieben hast mit Hängematte aufspannen in die Luft schauen und einfach erst mal vielleicht nur die Wolken zu beobachten wenn sie da sind?
- 24:38Speaker 1: Ja
- 24:39Speaker 0: aber das was Du beschreibst natürlich meine Lieblingsbeschäftigung ich bin eine leidenschaftliche Flanöse was mir jetzt auch fehlt.
- 24:47Speaker 0: Ja klar, es ist eine sehr viel größere Anstrengung im Vertrauten zu flanieren.
- 24:52Speaker 0: Das versuche ich auch also wirklich immer wieder hier durch das Viertel zu gehen oder englischer Garten.
- 24:57Speaker 0: Das ist natürlich schon dann wieder Luxusstufe des Flaniens und da genau zu gucken.
- 25:03Speaker 0: Es ist nicht ganz so einfach wie in einer fremden Umgebung genau zu schauen.
- 25:08Speaker 0: aber es geht natürlich auch desflanieren.
- 25:11Speaker 0: Aber ich meine wirklich die Hängematte Oder das Bett?
- 25:16Speaker 0: Das Bett ist auch ein großartiger Ort.
- 25:19Speaker 1: Jetzt liest man ja bei dir so ein bisschen heraus oder es sieht auch in deiner Arbeit ... Ich kann das ganz gut nachvollziehen, dass man irgendwie so Sehnsuchtsorte auch ein Stück weit hat die einen irgendwie mitgerissen haben bewegt haben, die irgendwie im Herzen auch einen großen Platz eingenommen haben und Bei dir ist es ja irgendwie Japan.
- 25:45Speaker 0: Ja, weil das wirklich direkt an dieses Planieren anschließt was du gerade erwähnt hast.
- 25:50Speaker 0: in Japan ist es besonders einfach für mich immer gewesen zu flanieren weil alles so ungewohnt ist und so so ja so fremd und dass macht den blick ja automatisch überscharf.
- 26:05Speaker 0: Und das ist auch bis heute weil ich immer wieder etwas anderes was neues entdecke was ich noch nicht kannte und immer noch nicht wirklich genug Kanji zeichnen kann, um alles lesen zu können.
- 26:13Speaker 0: Inzwischen kann ich Hiragana und Katakana lesen, aber keine Kanji.
- 26:18Speaker 0: Deshalb bleibt es auch immer fremd.
- 26:21Speaker 0: Und jetzt wäre ich zum Beispiel gerade eigentlich in Tokio.
- 26:24Speaker 0: Ich hatte eine lange Vortragsreise an Unis Jetzt in Japan.
- 26:29Speaker 0: Ja das vermisse ich schon Das vermisse sich sehr Aber ich habe genauso Mexiko als mein ewiges Sehnsuchtsland.
- 26:40Speaker 0: Ach, andere Spanien oder Italien.
- 26:43Speaker 0: Auch dann gibt es viele
- 26:43Speaker 0: Sehnturchzländer.".
- 26:45Speaker 1: Wie geht's dir mit den USA?
- 26:48Speaker 1: In denen du ja auch viel Zeit verbracht
- 26:49Speaker 0: hast ... Ja, schwieriges Kapitel!
- 26:54Speaker 0: Ich hätte nicht gedacht, dass ich irgendwann in meinem Leben die Lust verlieren würde nach Amerika zu fahren und das hat Trump mir wirklich komplett versaut.
- 27:06Speaker 0: was sehr gemein ist.
- 27:07Speaker 0: Also ich habe immer noch sehr, sehr enge Freunde in Amerika die verzweifelt sind aber so dieses Gefühl das einem das Herz aufgeht wenn man irgendwie im Auto auf dem Highway fährt und all diese typisch amerikanischen Dinge.
- 27:20Speaker 0: darauf habe ich überhaupt keine Lust mehr gehabt.
- 27:24Speaker 0: Und vielleicht kommt es jetzt hoffentlich auch wieder durch Biden.
- 27:26Speaker 0: Ich hoffe sehr dass das Land sich erholen kann.
- 27:29Speaker 0: Aber ich sehe das skeptisch weil wie wir alle wissen, dieses Land so wahnsinnig zerristen ist und die Fronten so verhärtet sind.
- 27:38Speaker 0: Seltsamerweise ist es auch wieder das Amerika.
- 27:41Speaker 0: was ich gesehen habe als ich noch gar nicht in Amerika war also ein Film der sehr zu dieser Sehnsucht beigetragen hat war Easy Rider.
- 27:51Speaker 0: Und da endete's ja auch so dass diese Hippies erschossen werden von Rednecks Was ich damals gar nicht verstanden habe und sehr schockierend fand.
- 28:02Speaker 0: Leute anscheinend gab in diesem Film, die das nicht so toll fanden.
- 28:06Speaker 0: So hippymäßig rumzufahren und so zu sein wie die Hauptfiguren.
- 28:11Speaker 0: Aber das war damals eben diese komplette Trennung schon Und die ist auch immer so geblieben.
- 28:17Speaker 0: Wir haben es nicht so genau bemerkt oder wollten sie auch nicht bemerken aber Diese tiefe Zerrissenheit hat Amerika immer gehabt.
- 28:25Speaker 1: Auch ein spannendes Thema ja.
- 28:26Speaker 1: also dieses Trump gibt ja immer noch nicht auf quasi.
- 28:31Speaker 1: Also er macht die Situation eigentlich nur noch schlimmer, auch in dieser aktuellen Situation wo er eigentlich verloren hat und es sich immer noch nie eingestehen möchte oder vielleicht hat das sich selbst eingestanden?
- 28:44Speaker 1: Das ist
- 28:46Speaker 0: alles wieder Taktik.
- 28:47Speaker 0: Das ist komplette Geschäftstaktik was er da wieder macht.
- 28:50Speaker 0: aber woran ich verzweifle ist dass darüber wir ganz am Anfang geredet haben.
- 28:54Speaker 0: Meditation also wirklich das sehen was in der Meditation zu sehen, was wirklich ist und sich zu verabschieden von all diesen Konstrukten die man im Gehirn hat.
- 29:04Speaker 0: Wirklich sehen wir.
- 29:05Speaker 0: es ist aber dass er das geschafft hat so viel Lügen in die Welt zu besauen und so viele Menschen dran glauben und es anscheinend überhaupt keine Möglichkeit mehr gibt die Fakten zu vermitteln also zumindest ein Teil oder der Hälfte von Amerika nicht mehr vermitteln zu können.
- 29:25Speaker 0: Das macht mich wahnsinnig, dass man nicht mehr über Wahrheit reden kann oder Wahrheit vermitteln kann
- 29:31Speaker 0: anscheinend.".
- 29:32Speaker 1: Aber da müssen wir ja gar nicht unbedingt über den Atlantik schauen weil dieses diese alternativen Fakten und Verschwörungstheorien und all diese Dinge das ist hier auch ein Stück weit Zeitgeist sozusagen.
- 29:43Speaker 1: also das ist ja mitten in unserer Gesellschaft angekommen?
- 29:46Speaker 1: Genau!
- 29:47Speaker 0: Und es hat natürlich sehr viel mit Angst zu tun.
- 29:50Speaker 0: Es ist alles angstgetrieben.
- 29:52Speaker 1: In
- 29:52Speaker 0: einer anderen Erklärung gibt es dafür nicht.
- 29:55Speaker 1: Und das ist ja auch so, je mehr man hat in Anführungsstrichen dass du größer ist die Angst das zu verlieren habe ich immer den Eindruck.
- 30:02Speaker 1: also deshalb hab ich auch das Gefühl gehen bei uns verhältnismäßig oder viele Leute ein bunter Mix an Leuten auf der Straße umgegen Dinge zu demonstrieren, die sie oft selbst gar nicht richtig reflektieren.
- 30:20Speaker 0: Es ist wie ein beschwörendes Denken kommt es ja manchmal vor.
- 30:24Speaker 0: Also in dem Moment wo ich jetzt alles negiere, ist das vielleicht auch nicht wahr?
- 30:28Speaker 0: Wenn man da Leute hört, die in diesen Demos und diesen Anti-Corona-Demos sagen Ja, es gibt ja gar kein Virus!
- 30:36Speaker 0: Es ist alles nicht wahr, denn Virus gibt's nicht Dann kommt mir das wirklich vor wie so'n ganz archaisches magisches Denken wenn ich jetzt negiere dann verschwindet es.
- 30:46Speaker 0: Wenn ich nicht die Wahrheit zulasse, dann verschwendet es von
- 30:49Speaker 0: selber.".
- 30:50Speaker 0: Also das ist schon ein interessanter Spiegel für unsere Angst.
- 30:55Speaker 1: Absolut ja!
- 30:57Speaker 1: Du hast jetzt dieses Jahr einem Buch herausgebracht veröffentlicht in dem ganz viel um Essen geht?
- 31:05Speaker 0: Ja, Essen ist so schön... Klar!
- 31:08Speaker 0: Aber auch da gibt es
- 31:09Speaker 1: inzwischen
- 31:09Speaker 0: Nüge und Wahrheit.
- 31:11Speaker 0: Ja, genau natürlich.
- 31:12Speaker 0: In der Corona-Zeit haben wir ja alle anfangen müssen viel zu kochen wenn wir es vorher noch nicht gemacht haben.
- 31:18Speaker 0: Haben wir spätestens da angefangen zu kochern... ...und haben gebacken und ich weiß nicht was alles aber eigentlich ist dieses Buch entstanden aus dem Schreiben und aus diesen Workshops weil ich ganz am Anfang mit allen Teilnehmern immer über Essen schreibe.
- 31:33Speaker 0: Weil jeder so tiefe und so viele Assoziationen hat, besonders wenn er über Essen in der Kindheit schreibt.
- 31:42Speaker 0: Also das ist auch dann schön weil es so kulturell unterschiedlich ist bei wem was besonders viele Associationen auslöst.
- 31:51Speaker 0: also z.B.
- 31:51Speaker 0: im Mexiko habe ich dann über Avocado schreiben lassen.
- 31:55Speaker 0: alle hatten Avocado Geschichten oder in der Schweiz über Käse und Milch und Butter oder in Deutschland über Brot dann doch sehr schnell auch wirklich ganz viel Kulturgeschichte, die sich darüber erzählt.
- 32:09Speaker 1: Jetzt sagst du ja, du kannst jedem das Schreiben beibringen?
- 32:13Speaker 1: Ja!
- 32:13Speaker 1: Jetzt haben wir in dem Gespräch ja schon einiges gelernt.
- 32:16Speaker 1: man braucht irgendwie eine Routine, man braucht ne Beobachtungsgabe und Dinge auch wirklich zu reflektieren vor allem... Nein
- 32:24Speaker 0: nein nicht reflektiert.
- 32:25Speaker 0: Man darf nicht nachdenken beim schreiben.
- 32:27Speaker 1: Okay
- 32:29Speaker 0: Das klingt etwas überraschend aber es ist wirklich so.
- 32:32Speaker 0: Analyse und Reflektion stehen erst mal dem Schreiben komplett im Weg, weil die Reflexion verhindert das man schreibt.
- 32:41Speaker 0: Weil die Reflektion ganz schnell ist ich kann das sowieso nicht und alles was ich schreibe es blöd und unoriginell und wer will das schon lesen bla bla bla.
- 32:50Speaker 0: Und der Trick ist wirklich nicht nachzudenken zehn Minuten sich zu nehmen mehr braucht man nicht nicht nach zu denken keine Pause zu machen am Stück zu schreiben Am besten mit der Hand und mehr ist es eigentlich nicht Und dann funktioniert's.
- 33:05Speaker 1: Hast du Momente, in denen dir Ideen wirklich in den Kopf schießen?
- 33:10Speaker 1: Also bei mir ist das immer ganz schwierig, weil das kommt mir meistens so ... ja, so in den zehn Minuten bevor ich einschlafe und dann lass sich diese Ideen ganz schnell wieder teilweise fliegen, weil ich nicht noch mal aufstehen möchte um sie aufzuschreiben.
- 33:24Speaker 1: aber bis du dann ... Da gibt
- 33:26Speaker 0: es auch eine schöne Geschichte von Billy Wilder.
- 33:28Speaker 0: kennst du wahrscheinlich oder soll ich es nochmal erzählen?
- 33:30Speaker 1: Erzählte gerne!
- 33:31Speaker 0: Billy Wilder ging es genauso wie dir.
- 33:33Speaker 0: Allerdings bei ihm mitten in der Nacht und immer hatte er ganz tolle Ideen, mittein der Nacht aufzustehen und zu aufzuschreiben.
- 33:40Speaker 0: Und das waren großartige Ideen für die besten Filme aller Zeiten oder den besten Film aller Zeiten.
- 33:45Speaker 0: Dann hat er sich gezwungen ein Stück Papierenstift auf den Nachtisch zu legen.
- 33:50Speaker 0: Das nächste Mal als er aufgewacht ist so eine großartig Idee im Traum hatte.
- 33:55Speaker 0: Für den allerbesten Film hat er es aufgeschrieben und ist dann beruhigt wieder eingeschlafen.
- 33:59Speaker 0: Am nächsten Morgen schaut er auf den Zettel und was steht drauf?
- 34:02Speaker 0: Boy meets girl.
- 34:05Speaker 0: So ist das mit dem großartigen Ideen!
- 34:09Speaker 1: Das heißt, du würdest zum Weiterschlafen oder Einschlafen
- 34:12Speaker 0: raten?
- 34:12Speaker 0: Ja und stattdessen diese zehn Minuten dir gezielt nehmen und gezielt einfach nur schreiben ohne Pause, ohne nachdenken und dadurch entstehen Ideen.
- 34:22Speaker 0: da kommen sie dann nämlich wieder.
- 34:24Speaker 0: Da kommen erstaunliche Dinge zu Tage.
- 34:27Speaker 0: es taucht so auf wirklich wie vom Meeresgrund Und das Schreiben selber ist so eine Art Abtauchen in dieses Wasser der Erinnerung.
- 34:35Speaker 0: Und die Dinge, die in einem schlummern ja.
- 34:39Speaker 1: Spannend!
- 34:40Speaker 1: Das heißt alle, die uns zuhören oder zugehört haben bis hierhin sollten einfach mal diese Routine entwickeln.
- 34:47Speaker 1: Erstmal dein Buch dazu natürlich lesen.
- 34:49Speaker 1: Da sind nämlich ganz viele ganz tolle Tipps drin und dann einfach loslegen?
- 34:54Speaker 0: Ja ich habe auch versucht es vorzumachen.
- 34:56Speaker 0: In diesem Buch lesen schreiben atmen weil ich dachte naja Ich kann jetzt nicht nur die Anweisungen geben, ohne es auch wirklich vorzumachen.
- 35:04Speaker 0: Und das hat auch bedeutet dann autobiografisch zu schreiben um daran zu zeigen wie das gehen kann und dass er ja dann auch nichts gibt was zu klein ist, um darüber zu berichten.
- 35:20Speaker 1: Weißt du eigentlich wenn du so ein Buch schreibst oder wenn du eine Idee schreibts oder eine Geschichte schreib?
- 35:25Speaker 1: Weißt Du wo die hingehen soll?
- 35:26Speaker 1: also ich Da frage ich jetzt mal so aus ganz egoistischem Eigeninteresse, weil ich hab irgendwie so fünf angefangene Sachen, die ich irgendwann mal losgeschrieben habe.
- 35:37Speaker 1: Und ... Ich bin immer daran gescheitert, dass ich irgendwie nicht wusste, wo ich eigentlich am Ende rauskommen will mit dieser Geschichte.
- 35:45Speaker 0: Ja da muss man wahrscheinlich dann doch sehr viel noch weiterschreiben um das herauszufinden.
- 35:51Speaker 0: Also dieses sich immer wieder hinsetzen, immer wieder sich damit konfrontieren und einfach... sich dieses Gerüst basteln, zehn Minuten am Stück, zwanzig Minuten am Stück darüber wieder zu schreiben und immer wieder dieses Abtauchen in diese Geschichte.
- 36:07Speaker 0: Das ist auch mühsam.
- 36:10Speaker 0: also es hat dann wirklich viel mit Disziplin zu tun.
- 36:13Speaker 0: Zu erwarten dass man von Anfang an diesen kompletten Bogen einer Geschichte weiß das funktioniert nur in den seltensten Fällen.
- 36:23Speaker 0: Es ergibt sich durch das Schreiben Aber was du erzählst, das passiert sehr oft.
- 36:28Speaker 0: Dass man abhaut weil man denkt irgendwie weiß ich jetzt auch nicht wie es ausgehen soll und weiter gehen soll.
- 36:34Speaker 0: Und genau an dem Punkt muss man eigentlich weiterschreiben.
- 36:38Speaker 0: Genau der Punkt ist dann der Punkt wo's auch interessant wird Weil man dann diesen Platz sich bauen muss wo die Dinge wieder aufsteigen können.
- 36:46Speaker 0: Dann hast Du vielleicht ein Ort beschrieben und hast im Ansatz schon Figuren oder etwas weiterentwickelte Figuren und dann immer wieder über sie zu schreiben oder diese Orte zu schreiben.
- 36:56Speaker 0: Und dann entsteht das schon!
- 37:00Speaker 0: Das ist so ein Zutrauen in die Diszipline auch, mehr als zehn Minuten am Stück braucht es nicht.
- 37:06Speaker 1: Das heißt für Leute wie mich eine wichtige Lektion dieser Perfektionismusgedanke, dass alles von vornherein perfekt und toll sein muss, sollte man sich am besten ganz schnell verabschieden?
- 37:19Speaker 1: Ja,
- 37:19Speaker 0: das ist unser nationales Handicap habe ich oft das Gefühl... dass wir als Deutsche so gewöhnt sind, Dinge machen zu wollen.
- 37:29Speaker 0: Die Qualität haben und die so quadratisch praktisch gut sind.
- 37:33Speaker 0: So made in Germany ohne Fehler!
- 37:37Speaker 0: Und wir alle haben so wahnsinnig Angst vor diesen rot angestrichenen Fehlern in unserem Schul-Hausarbeitsheft, Hausaufgabenheft... Und das setzt uns ganz tief in den Knochen diese große Fürchtfehler zu machen.
- 37:51Speaker 0: Da haben es andere Nationen auch leichter, die sehr viel experimenteller umgehen mit Geschichten.
- 37:58Speaker 0: Und wir haben da wirklich ein Problem.
- 38:00Speaker 0: und diese Perfektion auszuschalten ist ganz entscheidend.
- 38:04Speaker 0: und das geht auch nur wenn man nicht nachdenkt und am Stück schreibt dass man diesen Qualitätsanspruch zum Fensterhaus schwirft.
- 38:13Speaker 0: denn Qualität herzustellen ist der sicherste Weg in langweile Und erst mal sich zu erlauben, Blödsinn zu schreiben ist so wichtig.
- 38:22Speaker 0: Sich diese Erlaubnis zum Blötsinn zu geben also nicht die License to Kill mit dem Sponsorin, die Lizenz zum Blödsen.
- 38:31Speaker 0: Das ist ganz entscheidend denn Kreativität bedeutet ja dass man Dinge zusammenführt, zusammenpackt auf den ersten Blick vielleicht nicht zusammengehören.
- 38:43Speaker 0: das bedeutet auch dass man jede Menge dumme Ideen, dumme in Anführungszeichen Ideen formuliert oder erst mal überhaupt rauslässt.
- 38:53Speaker 0: Denn die dümmste Idee kann sich am Ende als die Beste entpuppen, aber sie muss erstmal raus dürfen und das ist ganz ganz wichtig.
- 39:03Speaker 0: also sich selber zu erlauben nicht gut zu sein.
- 39:06Speaker 0: Und da stelle ich auch immer wieder fest es fällt uns in Deutschland besonders schwer.
- 39:11Speaker 0: Wir sind so drauf gedrillt!
- 39:14Speaker 0: Wir werden auch schneller bestraft für etwas was nicht funktioniert.
- 39:18Speaker 0: Fehler, die wir machen glaube ich auch.
- 39:21Speaker 0: Da sind andere Nationen auch etwas großzügiger.
- 39:25Speaker 1: Wobei ja das Gefühl habe dass wenn man so einen kleinen positiven Nebeneffekt an dieser ganzen Pandemie auch sehen kann dann dass scheitern glaube ich noch nie so okay war wie es momentan ist.
- 39:40Speaker 0: Ist es so?
- 39:41Speaker 1: Ich hab schon das Gefühl also gerade auch im unternehmerischen Sinne Wir haben momentan irgendwie scheitert, sagt naja es war irgendwie Corona.
- 39:52Speaker 1: Ja
- 39:52Speaker 0: okay aber das ist der große Unterschied.
- 39:54Speaker 0: jetzt hat man die große Ausrede Es war Corona.
- 39:57Speaker 0: Aber dass scheitern einfach weil man selbst mal Blödsinn gemacht hat Das ist ja nochmal was anderes.
- 40:04Speaker 0: Und da darum geht es sich selbst Die Erlaubnis zu geben Nicht toll zu sein nicht weil jemand anders einem diese erlaubnis gibt also Corona sondern man selbst.
- 40:19Speaker 0: Das ist noch mal ein großer Unterschied.
- 40:20Speaker 0: Denn du wirst den Kaum des Corona weg, müssen alle wieder leisten und müssen wieder wahnsinnig funktionieren.
- 40:28Speaker 0: Das glaube ich wird sich nicht ändern im Kern oder?
- 40:32Speaker 1: Ja werden müssen wir abwarten!
- 40:35Speaker 1: Ich bin gespannt.
- 40:35Speaker 1: also ich würde es mir wünschen dass das da alles so ein bisschen... Grundentspanntheit irgendwie mal reinbekommen.
- 40:44Speaker 1: Aber das ... Wie vieles
- 40:45Speaker 0: Wünschen, was wir vielleicht mitnehmen könnten aus dieser Zeit?
- 40:49Speaker 1: Zum Beispiel
- 40:51Speaker 0: auch das, was alle im Frühjahr erlebt haben wie unglaublich es plötzlich war als der Himmel so blau wurde, als es eben keine Luftverspritzung mehr gab, also es plötzlich still wurde weil's auch keinen Verkehr mehr gab all diese Dinge die plötzlich möglich waren wo wir immer erzählt haben, erzählt bekommen haben.
- 41:10Speaker 0: Es geht alles nicht und man kann das nicht riskieren so schnell irgendwie zu reagieren auf die Klimakrise.
- 41:18Speaker 0: Und plötzlich ging es!
- 41:19Speaker 0: Das war eben nicht wegen der Klimakrise sondern wegen eines Virus.
- 41:23Speaker 0: aber ... dass in eine Zeit nach dem Virus zu retten, das fände ich... Nicht nur schön, sondern wahnsinnig wichtig.
- 41:31Speaker 1: Ja, ja, ja das stimmt.
- 41:34Speaker 1: also ich glaub Aber da wird sich glaube auch Vieles ändern, weil auch diese unfassbar vielen unsinnigen Geschäftsreisen die man gemacht hat in den letzten Jahren wo man dann für irgendwie einen kurzen Termin irgendwie quer durch die Republik geflogen ist.
- 41:49Speaker 1: Ich glaube das kommt so schnell nicht mehr zurück.
- 41:53Speaker 0: Das nicht.
- 41:53Speaker 0: auf der anderen Seite um die Wirtschaft anzukurbeln wird es wieder massenhaft prämien für SUVs oder für alles mögliche geben.
- 42:03Speaker 0: SUV sage ich jetzt nur so als Stadthalter, für alles andere was dann plötzlich wieder möglich ist das geht ja jetzt schon mit den Heizpilzen wieder los.
- 42:10Speaker 0: klar heizpils sind wieder super alle wieder raus vor die tür die hatten wir doch gerade mal verboten.
- 42:16Speaker 0: oder was jetzt an Plastikmüll anfällt durch die Krise Ja auch okay weil es halt die krise ist.
- 42:23Speaker 0: also Da bin ich schon auch skeptisch, was dann plötzlich alles wieder möglich ist.
- 42:29Speaker 0: Nur weil die Wirtschaft leidet.
- 42:32Speaker 0: Was heißt nur?
- 42:33Speaker 0: Weil sie leidet aber gibt viel zu tun.
- 42:38Speaker 1: Richtig ja!
- 42:39Speaker 1: Aber vielleicht können wir alle ein bisschen kleine Stückchen in unserem eigenen Umfeld dazu beitragen, die Welt so ein kleines Stückchen besser zu machen.
- 42:48Speaker 1: und ich glaube wenn sich da schöner abhält zum Ende, wenn sich jeder so ein bisschen an der eigenen Nase packt.
- 42:56Speaker 0: Ja aber ich bin gegen die eigene Nase!
- 42:58Speaker 0: Wir immer packen das an die eigene nase wir machen schon so viel jeder für sich.
- 43:03Speaker 0: Wir sind ja nicht deppen wir machen doch eigentlich alle schon irgendwas.
- 43:06Speaker 0: versuchen ist.
- 43:07Speaker 0: Aber nee ich glaube es ist schon an der Zeit dass auf höherebene ...endlich zu regeln und endlich vernünftige Ausstiege aus der Kohleenergie... ...zu machen.
- 43:17Speaker 0: Und nicht erst irgendwie... ...zweifeltausend, dreißigundundund also da gibt es so viele Dinge die jetzt endlich passieren müssen!
- 43:25Speaker 0: Und klar wir sortieren weiter unseren Müll und wir essen vegetarisch und all die Dinge,... ...die unsere eigene Nase betreffen das machen wir ja schon brav aber... ...ja darf nicht immer nur unsere eigenen Nase sein.
- 43:40Speaker 1: Das stimmt ja.
- 43:41Speaker 1: Ja Danke dir für deine Zeit.
- 43:45Speaker 0: Danke dir!
- 43:45Speaker 0: Hat
- 43:47Speaker 1: Spaß gemacht?
- 43:48Speaker 0: Ja Das war es leider
- 43:50Speaker 1: schon.
- 43:51Speaker 1: Die letzte Runde ist ausgetrunken, das Gespräch
- 43:54Speaker 0: zu Ende.
- 43:55Speaker 0: Vielen Dank fürs Zuhören.
- 43:57Speaker 0: Bitten im Rücksicht auf die Nachbarn und sei leise
- 44:01Speaker 1: wenn du die
- 44:01Speaker 0: Bar verlässt Aber vergiss
- 44:03Speaker 1: auf keinen Fall den abonnieren Button
- 44:05Speaker 0: zu klicken.