Latest / Rheinpegel - der Düsseldorf-Podcast / Wohnungsbau an der Bergischen Kaserne, Hype um Matcha und die älteste Buchbinderei der Stadt
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- Also eine Sache, die ich an Düsseldorf wirklich gerne mag, ist, dass man manchmal um eine Ecke geht oder in eine Straße fährt, die man nicht kennt und plötzlich ist man in einer ganz anderen Stadt. Wisst ihr, was ich meine? Dann gibt es auf einmal Kopfsteinpflaster und Fachwerkhäuschen oder man wähnt sich in fast mediterranen Gefilden. Manchmal hat es was ganz urbanes, dann kann man plötzlich ganz weit gucken in beinahe hügelige Landschaften und das kann sogar gegen Fernweh helfen, vielleicht nicht final und für immer, aber zumindest für den Moment. Und ich mag auch, dass diese Orte nicht für alle dieselben sind, dass man sich also manchmal was zeigen kann und so auch immer wieder neue Orte und Ecken auftauchen und dazukommen, selbst wenn man hier aufgewachsen ist oder schon sehr lange hier lebt. Und es gibt Orte, die waren vielleicht mal was ganz anderes oder sollen sich zu etwas entwickeln. Die Bergische Kaserne zum Beispiel. Auf dem Areal in Hummelrad befand sich, wie es der Name schon vermuten lässt, eine Kaserne. Seit einigen Jahren steht es leer. Und wie so oft wurde geplant, dort Wohnungen entstehen zu lassen? Dieser Plan droht jetzt zu scheitern. Alexander Esch erklärt, warum. Orte, an denen man guten Kaffee und Snacks bekommt, sind jetzt hier nicht unbedingt immer versteckt oder nur überraschend zu finden, aber trotzdem immer ein Thema wert, vor allem, wenn dort zudem auch Trends bedient werden. Zum Beispiel der um Matcha. Das Getränk ist gerade in den verschiedensten Varianten sehr beliebt. Nach den Läden mit den verlockendsten Kreationen hat sich Helene Pawlitzki umgesehen. Orte, die einen ganz besonderen Zauber bergen, sind Hinterhöfe, finde ich zumindest. So oft geht man durch eine Toreinfahrt und entdeckt dahinter eine kleine neue Welt. Zum Beispiel auf der Luisenstraße. Da befindet sich eine der ältesten Buchbindereien der Stadt. Ich habe mich dort umschauen dürfen. Und damit herzlich willkommen zum Rheinpegel. Mein Name ist Tosja Kohlmann, ihr hört Folge 366 und der Rhein steht bei 1,56 Meter. Bis zum nächsten Mal. Hallo zum Rheinpegel, dem Podcast, in dem wir jede Woche darüber sprechen, was Düsseldorf bewegt, was die Bewohnerinnen und Bewohner umtreibt. Short and sweet, was geht. Mein Name ist Torsia Kormann und diese wirklich schöne Aufgabe darf ich übernehmen. Wenn ihr uns etwas mitteilen wollt, wenn ihr Themen habt, die euch auf der Seele und unter den Nägeln brennen, wenn ihr Veranstaltungen wisst, auf die wir hinweisen dürfen oder wenn ihr einfach mal was loswerden wollt, ihr erreicht uns unter rheinpegel.podcast at rheinische-post.de oder 0160 80 80 844. Wir freuen uns immer von euch zu hören. Die Bergische Kaserne in Hobelrath ist schon seit einigen Jahren nicht mehr in Betrieb. Das Areal steht leer, geplant war und ist, dass die Stadt die 22 Hektar große Fläche erwirbt, um dort Wohnungen zu planen und zu bauen, um der Wohnraumknappheit weiter Abhilfe schaffen zu können. Doch nun steht dieser Plan in Frage. Verteidigungsminister Boris Pistorius hat bei einem Besuch in der Region bemerkt, dass man keine Kasernen abgeben würde, die gegebenenfalls noch nutzbar seien. Das hat natürlich einen Nachklang auch in der lokalen Politik. Alexander Esch erklärt die Einzelheiten. Lieber Alexander, obwohl du ja nicht gebürtig aus Düsseldorf kommst, kennst du dich ja hier sehr gut aus in der Stadt. Berufsbedingt. Entdeckst du manchmal Orte, von denen du vorher nicht wusstest, dass es sie gibt? Beziehungsweise was hat dich so richtig überrascht, dass es das hier auch gibt in Düsseldorf? Oh, da bin ich jetzt nicht drauf vorbereitet auf die Frage. Aber das ist ja eigentlich das Schöne in unserem Beruf, dass man doch immer mal wieder in bestimmte Winkel der Stadt guckt, die man jetzt noch nicht so auf dem Schirm hatte. aber. Da müsste ich jetzt glaube ich zu lange überlegen, bis mir was knackiges einfällt. Aber es passiert dir schon, es passiert dir, dass du mal an Orte kommst und denkst, ach wusste ich gar nicht dass wir hier eine Raketenstation haben zum Beispiel oder Aber die ist ja nicht in Düsseldorf. Ja haben wir dann hier halt keine, aber könnte ja sein oder ein Observatorium oder so. Ich nämlich darauf möchte ich hinaus, wusste nicht, dass es hier Kasernen gibt oder eine Kaserne gibt. Ich weiß, dass es in Goldsham, wo ich aufgewachsen bin, da war die Engländer-Siedlung, Und da gab es auch noch so ein englisches Kino und so am Aquazoo. Oh, jetzt hört mir was ein. Im Golfclub Kazaido, Kazaido, so heißt er glaube ich, richtig, das ist ja ganz in der Nähe von besagter Kaserne, über die wir gleich sprechen werden. Da war ich neulich am Rand, wirklich am letzten Rand von Düsseldorf mit Blick auf so einen Mini-Fernsehturm ganz am Ende zwischen den Baumwipfeln. Da war ich zum ersten Mal, das war ganz interessant. Hast du Golf gespielt? Nee, da war die erste Debatte der OB-Kandidaten auf Einladung der Mittelstandsvereinigung. Und die war da. Im Golfclub. Ja, und da haben die Vorstände, haben so reservierte Parkplätze. Also ganz nah zum Clubhaus, drei Stück. Und auf dem ersten stand ein Porsche, der zweite war leer und auf dem dritten auch ein Porsche. Und du bist mit dem Fahrrad angereist? Nee, mit dem alten Skoda Diesel, den wir als Familienkutsche haben. Habe ich mich in die Mitte gestellt. Das war dazwischen. Nein, habe ich das nicht gehört. Also dieses Phänomen, sage ich mal, dass obwohl man sich in einer Stadt, darauf wollte ich ja ein bisschen hinaus, sehr viel bewegt und auch vielleicht auskennt und das auch schon lange, lange Jahre. Wir sind ja nun beide knapp 27 Jahre alt, also das ist ja jetzt schon eine Weile, wie man dann sich so auf der Welt bewegt. Erfährt man von Orten, von denen man vielleicht vorher gar nicht wusste, dass es die so richtig gibt. Mir geht das so mit dem Ort, über den wir jetzt sprechen, die Bergische Kaserne. Das hast du wirklich noch nie gehört. Du bist ja wirklich gebürtige Düsseldorferin. Das habe ich noch nie gehört. Vielleicht auch, weil es wirklich nichts in meiner Lebensrealität irgendwie streift. Beziehungsweise, weil natürlich, das ist ja da hinten Gen-Grafenberger-Wald, nicht wahr? Ja, also zwischen Knitkuhl und Hubelrad. Und das ist jetzt wirklich tatsächlich eins der wenigen Viertel, wo ich mich so organisch gar nicht bewege. Also mein Horizont geht ja so bis nach Kalkum. Und dann so Flingern, Vollmerswert, mehr da so. Aber so in diese andere Richtung. Offenbar ist auch zu wenig Rheinische Post gelesen in den letzten Jahren. Weil Schlagzeilen hat die natürlich immer wieder gemacht. Ich lese immer nur den Kulturenteil. Tja, was du da alles verpasst. Ja, was ich da alles verpasse. Aber darum habe ich jetzt zum Beispiel dich und du kannst mir das jetzt erzählen, was es mit dieser Bergischen Kaserne auf sich hat beziehungsweise was gerade die tagesaktuellste Entwicklung ist. Ja, sie steht leer, eben auch schon seit einigen Jahren. Die Bundeswehr hat einen großen Teil aufgegeben. Jetzt mal eins weiter vorne, wenn ich dir ins Wort fallen darf. Wer war denn da vorher drin? Die Bundeswehr. Also das war wirklich ein Wohnort, ein Aufenthaltsort für Soldatinnen und Soldaten. Das war eine richtige Kaserne, genau. Und mittlerweile gab es eben auch eine Einigung zwischen BIMA, also das ist quasi die Bundestochter, die da für zuständig ist, diese Grundstücke zu vermarkten oder zu entwickeln. Mit der zusammen entwickelt die Stadt jetzt eigentlich eine Art Wohnbebauung, da sollen bis zu tausend Wohnungen entstehen. Und ja, da ist jetzt auch der Wettbewerb auf den Weg gebracht worden und die aktuellste Entwicklung ist jetzt aber, dass Boris Pistorius, der Verteidigungsminister, gesagt hat, dass grundsätzlich derzeit alle Kasernenareale. Und auch die, wo man dachte, man könnte sich von denen trennen und man könnte die anders entwickeln, jetzt im Bestand gehalten werden. Das soll sichergestellt werden, das soll auch nochmal verfestigt werden, das hat er sogar betont, also dieses Vorgehen. Und daraus lässt sich jetzt eigentlich schon schließen, dass es um die Wohnbebauung jetzt gar nicht so gut, dass sie gar nicht so gute Chancen hat. Also das bedeutet, wenn ich das jetzt mal für mich verstanden wiedergeben darf, es gibt diese oder gab diese Kasernen, weil irgendwo ist die Bundeswehr natürlich stationiert in verschiedenen Orten im Land. Jetzt wurden die quasi rückgebaut, weil man gedacht hat, okay, wir brauchen nicht mehr so viele Standorte, weil es ist einfach gerade nicht so viel. Naja, ist dann Gefahr das richtige Wort? Also es ist gerade einfach nicht so viel Anlass dafür zu denken, man bräuchte so viel Personal oder? Klar, also das ist ja das, was uns gesamtgesellschaftlich über die letzten Jahre begleitet hat, dass man eigentlich abgebaut hat, dass man nicht viel investiert hat in die Bundeswehr, dass ein riesiger Sanierungsstau da ist, dass man aus heutiger Sicht zu wenig, aber dass man wenig in die Verteidigung steckt hat, weil man dachte, man kann das eben auch sparen. An der Stelle. Und das heißt, dann entsteht so ein wahrscheinlich ja doch relativ flächenmäßig großes Areal irgendwie leer. Und dann wird natürlich überlegt, ah, wir sind hier in der Stadt, das gehört ja dann wahrscheinlich auch, die Stadt muss das ja wahrscheinlich auch irgendwie pachten, erwerben. Müsste das erwerben, genau. Aber was haben wir? Wenig? Naja, Wohnungen könnte man da jetzt mal hin. Also das ist so ein bisschen die Genese dieser Idee, nicht wahr? Okay. Und jetzt kommt Boris Pastorius, der war nämlich hier auf Ne, der war in Kalka, war der Termin. und hat da einfach dann mal gesagt, irgendwie... Und am Ende eigentlich seines Pressestatements gab es nochmal eine Frage zu dem Thema Kasernen und da hat er das so ausgeführt, ja. Und ich finde, das ist ja jetzt auf mehreren Ebenen, da könnten wir uns jetzt vielleicht mal so ein bisschen durchreden, weil klar, auf der einen Seite ist es wieder das gute alte Thema Wohnungsnot, die... Platz ist da, werden jetzt Wohnungen gebaut oder nicht? Irgendwie habe ich das Gefühl, immer eher nicht. Also das ist das eine. Oder es steht irgendwas im Wege oder es dauert doch noch oder wird verzögert. Und auf der anderen Seite, und das ist ja jetzt auch nichts, also no big news, aber ist ja so eine Aussage, das ist bei dir im Stück, was du geschrieben hast, dazu quasi der letzte Abschnitt. Da wird jetzt auch nicht Herr Pistorius zitiert, sondern da ist einfach paraphrasiert, wenn Herr Pistorius sagt, irgendwie, hier wird erstmal nichts freigegeben, dann ist das auch so, weil wahrscheinlich wird dieser Platz gebraucht. Das schwingt ja so ein bisschen mit. Also ich finde, das ist nochmal eine Meta-Ebene, die so ein bisschen alarmierend ist, weil das doch bedeutet, dass da irgendwann wieder Soldaten einziehen. Da kommen irgendwann wieder Soldaten rein und die kommen ja nicht nur, weil es hier so schön ist und da ein Golfclub in der Nähe ist, sondern auch, weil irgendwie wahrscheinlich wieder... Genau, das ist ja der Hintergrund seiner Aussage. Klar, weil die Bundeswehr wieder wachsen muss, weil wir mehr Soldaten brauchen zur Verteidigungsfähigkeit dieses Landes. Deshalb ist es ja auch logisch, dass man dann überlegt, wo kommen die denn alle unter und dass man dann sich anschauen muss, welche Gelände haben wir denn eigentlich noch und vielleicht sollte man tatsächlich erstmal diese sichern oder zumindest erstmal wirklich zu Ende analysiert und geprüft haben, wie viel Bedarf ist denn da, um dann sich von einzelnen Grundstücken zu trennen. Das finde ich schon sehr nachvollziehbar. Das sagt er ja auch, dass man nicht hinter ein, zwei Jahren dasteht und denkt, blöd, jetzt hätten wir das Grund, hätten wir da dort auch noch gebraucht. Also ja, insofern ist das natürlich richtig, das ist der Hintergrund. Und gibt es da irgendwie, gäbe es die Möglichkeit, das sozusagen aufzuteilen oder zu sagen, okay, wir brauchen jetzt, wie viele Soldatinnen und Soldaten haben da Platz gefunden ursprünglich? 1500 haben da mal gewohnt. Das ist ja gar nicht so super viel. Ja, stimmt, aber trotzdem umgekehrt ist das schon ein riesiges Areal, da diese 22 Hektar oder was es sind, 1000 Wohnungen, das ist schon eines der großen Grundstücke in der Stadt, da haben wir ja auch schon ein paar Mal drüber gesprochen, diese Adlerbrachen und so, wo es nicht vorangeht, wo eben Wohnraum noch ermöglicht werden könnte, wo gebaut werden könnte. Ein Teil sollte sowieso auch für Bundeswehrbedienstete, meine ich, Bundeswehrbedienstete entwickelt werden als Wohnraum. Aber ja, das wäre schon auch wichtig für die Stadt natürlich, dass da Wohnungen entstehen. Deswegen trommelt ja die SPD da auch schon jetzt einige Zeit dafür und hat jetzt auch nochmal so eine Attacke Richtung Oberbürgermeister und Stadt geritten. Ja, da würde ich jetzt gleich gerne drauf, dass das natürlich jetzt auch kommunalpolitisch und überhaupt auch genutzt wird, das ist ja auch zum Thema Wohnungsbau sowieso und wenn es dann vielleicht auch noch mit sowas zu tun hat und dann ist auch noch der Bundesverteidigungsministerin, also der Bundesverteidigungsministerin. Das bringt ja auch eine gewisse Größe dann mit oder eine gewisse Relevanz. Aber es heißt jetzt dann einfach nein und das ist auch nein. Oder ist da noch irgendwas beweglich? Das wollte ich gerade ein bisschen fragen. Kann man sagen, okay, Hälfte, Hälfte? Oder es werden jetzt erstmal Wohnungen gebaut, weil wer weiß, vielleicht ist ja dieser Zustand, auf den dann jetzt wieder so ein bisschen leise hingearbeitet wird, vielleicht ist der erst in zehn Jahren. Also dass man jetzt sagt, wir bauen jetzt erstmal und dann kann man ja… Nee, das glaube ich wird auf keinen Fall passieren. Nee, sondern sowieso ist man ja vom Bauen noch weit weg. Sondern es geht jetzt erstmal darum, diesen Wettbewerb zu machen. Also was soll eigentlich genau passieren? Und da weiß man einfach, wie lange solche Verfahren dauern. Das ist frühestens sowieso, wenn jetzt alles glatt laufen würde in vier, fünf Jahren der Fall oder so. Also da geht noch einige Zeit ins Land. Und die Stadt sagt auch, sie hat das eben selber auch nochmal erfragt und ist da in engem Austausch, dass jetzt es keinen grundsätzlichen Verkaufsstopp jetzt gebe für das Grundstück, sodass sich für die Stadt jetzt erstmal nichts an ihren Plänen ändert, so sagt die das. Also wir führen diesen Wettbewerb weiter durch und so weiter. Wir planen jetzt weiter. Das ist eigentlich die Aussage, weil man eben am Ende hofft, ja vielleicht kommt doch raus, ja man braucht nur einen Teil davon und ein Teil kann doch bebaut werden oder keine Ahnung. Es gibt andere Grundstücke, die sind wichtiger, wo man jetzt nochmal Kasean wieder instand setzt oder neu baut und deswegen könnte das Projekt da weitergehen. Also das ist zumindest die Position der Stadt. Andererseits, also es ist schon sehr unter Vorbehalt natürlich bei dieser Aussage von Pistorius, muss man schon sagen, finde ich. Also das ist zumindest mein Eindruck. Klar, das ist so ein bisschen jetzt Durchhalteparole, was soll man auch machen anstelle der Stadt? Und es wäre ja auch dann andersrum fahrlässig jetzt zu sagen, ja nee, dann planen wir jetzt halt nicht weiter und dann in zwei, drei Jahren stellt sich raus, ja nee, ihr könnt euch jetzt doch bauen, sondern dann treibt man es halt weiter voran, klar, sollte man tun. Wie soll ich das sagen? Wenn ich manchmal solche Sachen hier sage, dann merke ich, wie unqualifiziert ich vielleicht bin. Also nicht, um das zu klein zu machen, sondern ich stelle mir das ja immer irgendwie auch simpel vor. Ich bin ja auch in diesen ganzen Ausschüssen natürlich nicht. Und ich denke so, das ist doch dann aber auch wieder Zeit und wahrscheinlich auch Geld und vor allem auch Gedanken und Energie, die dann investiert wird in was, wo man weder weiß, ob es klappt noch, ob es nicht klappt. Also da muss es ja eine ganze eigene Abteilung geben, das zu planen, aber schon mit der Idee im Hintergrund, okay, kann halt gut sein, dass in anderthalb Jahren jemand sagt, ach so, erinnert ihr euch noch da? Nee, meint man nicht so. Macht mal was an. Also ich verstehe halt nicht, warum es nie irgendwie ein bisschen konkret sein kann. Ja, ich verstehe es in dem Fall schon. Also es ist leider so, dass es bei der Bundeswehr jetzt nicht so eindeutige Klarheit gerade existiert. Ich habe mal gehört auch überhaupt, wer war mal bei der Bundeswehr, wer hat seinen Wehrdienst da mal absolviert und so. Also diese ganzen Daten und so weiter, das wäre auch ein Problem zu sein, darauf noch zugreifen zu können. Die gibt es zum Teil gar nicht mehr. Also so ein Stand der Dinge zu ermitteln ist wohl schon eine Herausforderung auch im Moment und vor allem den Bedarf dann auch nochmal ermitteln an Fläche für eine potenziell aufwachsende Bundeswehr ist sicherlich auch nicht ohne. Also da verstehe ich schon, dass man da erstmal so ein bisschen im... Im Ungefähren jetzt bleiben muss und aber sich auch eben gleichzeitig absichert, dass man das Potenzial am Ende auch hat, um dann auch wirklich wachsen zu können, allein von den Grundstücken her. Also ich verstehe das natürlich irgendwie auch, aber ich stelle es mir einfach super frustrierend vor, eine verantwortliche Person zu sein, die dann sowas plant und dann aber so schon mit dem Wissen, ja wahrscheinlich wird das eh nichts. Oder halt doch, weiß ich ja nicht. Genau, also den Gedanken hatte ich nun auch, weil da sind ja jetzt Leute aufgerufen, jetzt mal ihre Planungsideen da einzureichen und da müssen sich natürlich dann Büros hinsetzen und dann wirklich was aufarbeiten und das am Ende ja so gut sein soll, dass man auch gegen andere besteht und so weiter und das alles mit diesem großen Fragezeichen oben drüber, ob das überhaupt jemals irgendwas wird. Da bin ich auch mal gespannt, wer sich jetzt dennoch dann daran beteiligt an diesem Wettbewerb. Ja, das meine ich ein bisschen. Unter diesen Vorzeichen, ja. Absolut, ja, das stimmt. Das ist ein Problem. Und hast du denn ein bisschen Einblick, also gibt es da schon Ideen? Also ist das schon, das läuft ja seit zwei Monaten, also noch nicht so ewig auch, ne? Ja, genau. Also ich habe jetzt noch nicht gehört, dass da schon jetzt die fertigen Entwürfe da drin sind. Das heißt, man kann auch noch gar nicht sagen, was da überhaupt geplant. Ich war ja, wie gesagt, eben schon wieder beim Bauen. Aber es sollte dann wahrscheinlich auch so ein bisschen hochhausig, so eine neue Siedlung quasi, oder? Ja, Hochhauser glaube ich jetzt nicht. Nein, nicht Hochhauser, aber so Wohnblöcke. Ja. Keine Einfamilienhäuser, meine ich. Ja, also das ist, glaube ich, wirklich offen, wie das dann gestaltet wird. Was ist denn da so drumherum? Viel freies Feld und Flächen, ne? Das ist schon sehr... Sehr viel Natur da oben drumherum, ja. Und nur noch mal ganz kurz darauf hinaus, genau, jetzt auch mit der ganzen kommunalpolitischen Seite, werden da Stimmen laut, wo man schon mit gerechnet hat oder sagt, hat irgendjemand eine überraschende Position bezogen? Wird das sehr benutzt oder ist das eher so unter... Also ich habe das ja gerade so ein bisschen groß gemacht, weil ich mir vorstellen kann, dass es halt so ein gefundenes Thema ist. Ja, also die SPD ist da jetzt sehr nach vorne geprägt und hat den OB auch, den CDU-UB, Stefan Keller, sehr attackiert, dass er das zu lange verschlafen hätte. Diese Entwicklung des Grundstücks voranzubringen und so weiter. Das wäre eine Katastrophe, sagt Fabian Zachel, also der OB-Kandidat der SPD. Wenn da jetzt nicht gebaut werden könnte, weil eben die Wohnungslage sehr dramatisch, Wohnungsnot, finde ich immer ein bisschen zu viel. Es wäre eine Katastrophe. Genau, es wäre eine Katastrophe, wenn da eben diese Abländer nicht gebaut werden kann. Und ja, also auch Sabrina Proschmann, die Fraktionsspitze, das auch nochmal betont, welche Bedeutung dieses Areal hat und dass man das doch hätte früher entwickeln sollen. Es gab da schon auch so eine Notwendigkeit, Dinge abzuwarten, weil es gibt da noch ein Teil Grundstück, wo man erstmal sehen musste, will die Bundeswehr das weiterhin behalten und das ist dann irgendwann entschieden worden, aber es ist auch schon wieder vier Jahre her, muss man sagen. Insofern sind jetzt schon ein paar Jahre vergangen, aber umgekehrt, das ist jetzt so ein bisschen der Konter in der Stadt gewesen, Da muss man natürlich auch sagen, wenn der SPD-Verteidigungsminister jetzt sagt, es ist doch wichtig, dass unser Land verteidigungsfähig wird und da müssen wir auch gucken, wo haben wir jetzt die Grundstücke dafür für eine wieder wachsende Bundeswehr. Ginge das nicht vielleicht dann wirklich auch vor, so groß die Not auch ist und so groß der Bedarf ist, hier Wohnungen zu bauen? Also ist das natürlich schon ein bisschen auch eine etwas skurrile Situation, dass der SPD-UB-Kandidat in Düsseldorf jetzt sagt, ja hätten wir doch mal schnell da Wohnungen gebaut, weil dann könnte da jetzt keine Kaserne mehr hin, die wir doch eigentlich dringend brauchen würden wahrscheinlich, um eine wachsende Zahl von Soldaten wieder unterzubringen. Also das ist natürlich auch ein ganz guter Konter an der Stelle. Also was geht da vor? Das ist so ein bisschen eine schwierige Frage. Ja, aber ich finde, die Frage ist ja sowieso eine so grundsätzliche, da kann man ja fast drüber philosophieren. Und ich finde gerade irgendwie spannend, dass das ein Bogen ist, der sich zu ganz vielen Themen spannt, über die wir, gerade wir beide, finde ich, hier oft sprechen, diese ganzen baulichen Dinge. Oder ist das, was im Moment gerade ist, also die akute Situation. Das, worauf man reagieren sollte? Also ich mache das absichtlich jetzt so ein bisschen groß und auf der Meta-Ebene. Also ist das, jetzt werden Wohnungen gebraucht, ist das das Wichtigere oder ist es halt das Wichtigere zu sagen, okay, aber es muss auch einen Ort geben, wo die Menschen dann unterkommen? Die dann gegebenenfalls diese Orte verteidigen. Weißt du, was ich meine? Und ich finde, das ist ja genau wie bei anderen Themen. So, jetzt soll eine Autobahn teilweise gesperrt werden. Ist das jetzt wichtig, dass ein Fluss entstehen kann? Also ein Mobilitätsfluss, ein Bewegungsfluss? Oder ist es wichtiger, jetzt schon vorzugreifen und zu sagen, ja, aber in 15 Jahren könnte das, weißt du, was ich meine? Das finde ich irgendwie, das finde ich an diesem Thema sehr, sehr spannend auf einer ganz anderen Ebene. Das ist ja immer Hypothese und tatsächlich Realität. oder was ist wichtiger? Genau, Frage der Priorisierung eigentlich auch. Die Debatte gibt es zum Teil auch beim Opernbau, wenn man so will. Ist es das wirklich wert, da so viel Geld über wirklich viele Jahre auch zu binden, aufzunehmen, auszugeben? Wo man damit ja jetzt akut schon auch andere Sachen machen könnte. Im selben Bereich. Also ich meine, weil das ist ja dann, what about this? Dann kommen wir ja wieder ganz woanders hin. Das geht ja nicht. Das ist mir eben die Frage. Ist es wirklich so, dass dadurch andere Sachen nicht bezahlt werden können? Oder ist man nicht in der Lage als Stadt, das trotzdem auch zu machen? Und wie entwickelt sich eine Stadt, die investiert im Verhältnis zu einer Stadt, die nicht investiert in die großen Bauprojekte? Auch wenn man sich jetzt unsere Kühlbogenarchitektur anguckt und wie der Autoverkehr da quasi ja aus der Innenstadt zumindest, also der ist ja natürlich noch da, aber unterirdisch, man hat mehr Freiraum, mehr Aufenthaltsqualität. Also die Stadt entwickelt sich ja da doch in eine sehr, würde ich sagen, positive Richtung da in einer Stadt, wo eine Gesamtstadt auch wieder profitiert, attraktiver wird für Unternehmen, die hier Gewerbesteuer zahlen und so weiter. Also da sind ja so viele Effekte, die mit zu bedenken sind, dass das auch dann ein bisschen zu simpel ist zu sagen, ja da geben wir jetzt so viel Geld für eine Oper aus und das Geld hätte man woanders aufbauen. Aber das sind ja alles Investitionen in eine Stadt, die sich insgesamt entwickelt, die dann wiederum, glaube ich, auch Effekte hervorbringt, von denen wiederum alle profitieren können. Ja, das ist ja der, das finde ich ja, ist fast der fast philosophische Part da dran oder der grundsätzliche Part und jetzt ja auch, du hast das nur gerade so schön konkret halt gesagt, also der eine sagt, es braucht Wohnungen, der andere sagt, es braucht Platz für Leute, die halt dann hier gegebenenfalls stattfinden und dann, genau, kann man sich ja fragen, welche Situation ist dann die ausschlaggebendere? Richtig. Und eine prosperierende Stadt hat es vielleicht leichter, auch Förderprogramme zum Beispiel für bezahlbaren Wohnungsbau aufzusetzen, wie es die Stadt Düsseldorf auch gemacht hat. Wir könnten hier wahrscheinlich noch stundenlang weitersprechen. Wie immer. Ich bin heute in Laberstimmung, aber ich habe ja auch einen Podcast. Mein Gott, wie passend. Ich danke dir sehr. Ich bin gespannt, ob du in den nächsten Wochen, Monaten und vielleicht sogar Jahren noch weitere Orte in dieser Stadt entdeckst, die du vorher noch nicht kanntest. Und ich freue mich, wenn du mich darüber und uns darüber auf dem Laufenden hältst. Wir alle wissen, ich werde es tun. Bis dann. Danke. Tschüss. Kurze Pause. Vielleicht mit etwas Werbung. Music. Düsseldorf liebt Trends und weiß sie auch oft gut zu bedienen. Momentan das Getränk der Stunde Matcha. Ob gemischt mit Milch, auf Eis, pur als Cold Brew oder als verfeinernde Zutat sogar in Desserts und Kuchen, an dem knallgrünen Tee kommt man gerade kaum vorbei. Teilweise wird sogar schon eine Lieferknappheit befürchtet. In fast allen Cafés der Stadt wird er zubereitet und sogar an Orten, die man vielleicht nicht erwartet. Aber was macht einen guten Matcher aus? Wo kommt der Trend her und worauf kann man beim Bestellen achten? Auf die Suche nach den besten Adressen hat sich Helene Pawlitzki gemacht. Helene Pawlitzki, was ist deine Lieblingsfarbe? Grün. Na, guck. Na, wirklich? Ja, du hast ja auch was Grünes an, wenn ich mal so viel verraten darf. Meine Lieblingsfarbe ist auch grün. Ich habe irgendwann mal in der Brigitte gelesen, so ein Farbding, was welchen Haarfarben und Hauttypen und so gut steht. Und wir sind ja nicht unähnlich in unserer, wie nennt man das, in unserem Color-Scheme. Und dann habe ich gelesen, ich habe ja rote Haare, dass zu roten Haaren natürlich grün und blau am besten passt. Und dann dachte ich, blau ist irgendwie so, das ist mir zu doll. Aber weißt du was, mir hat mal eine Frau, die sich damit auskennt, weil sie das irgendwas beruflich macht, gesagt, dass das voll der Quatsch ist, das an der Haarfarbe zu orientieren. Sondern dass, wenn man festlegt, welcher, weißt du, ob man so Sommer, Frühling, Herbst- oder Wintertyp ist, dass man das eigentlich ohne Haarfarbe, also man bindet die Haare dann zurück und macht ein Handtuch drüber, um nur die Augen- und Hautfarbe zu beachten. Das hat mich auch erstaunt. Aber irgendwie leuchtete es mir dann auch ein. Ich weiß es nicht. Es geht mir um den Hautton. Ja, aber der Hautton kommt ja mit einer bestimmten Haarfarbe. Vielleicht ist er auch wurscht. Worum es eigentlich geht, ist, dass wir heute über etwas reden, was unsere beider Lieblingsfarbe beinhaltet. Matcha. Jetzt ist die Anschlussfrage. Findest du, dass du eine Trendsetterin bist? Bist du eine Early-Adopterin oder eine Late-to-the-Party-erin? Eher. Eher letzteres. Ich auch. Ich habe Matcha-Latte, muss ich dazu sagen. Also was anderes ist mir noch nicht untergekommen in den Strohhalm oder ins Glas. Habe ich erst im letzten Jahr entdeckt, dass das schmeckt. Anders als zum Beispiel meine Mutter, die backt zu Weihnachten immer ungefähr 7000 verschiedene Sorten Kekse. Und die macht schon immer Matcha-Kekse. Na guck. Und das, es gab immer bei, in irgendeinem Café hier gibt es auch Matcha-Kekse. Also da irgendwie schon, aber als Getränk habe ich letztes Jahr erst entdeckt. Soll ich dir mal meine Matcha-Entdeckungsgeschichte erzählen? Darauf will ich doch einfach nur hinaus mit dem ganzen Quatsch, den ich jetzt erzähle. Wie ich Matcha kennengelernt habe, ich habe ihn viel, viel früher kennengelernt als du als Getränk, aber es ist eine viel, viel peinlichere Geschichte wahrscheinlich. Es war nämlich so, dass ich 2000, lass mich nicht lügen, 9 oder 10 oder so, in Korea vier Monate studiert habe. Und ich bin auf, und man denkt ja, also ich dachte damals, Korea, alles klar. Ich meine, viele, viele, viele Konzeptionen. Ich habe gedacht, die Koreaner essen die ganze Zeit nur Fisch und Gemüse und ich werde schön schlank und gesund. Essen sehr, sehr viel Fleisch, die Koreaner, wie man jetzt mittlerweile auch, weiß man, in Düsseldorf und sowieso. Und auch sehr viel Soßen und sehr viel Zucker und alles und so. Also wenn man nicht gerade von asiatischer Konstitution ist, dann nimmt man einfach auch viele Kilo zu. Das habe ich dann auch getan. Auch sehr viel Reis habe ich gegessen, wie dem auch sei. Und dann denkt man natürlich auch, ja, okay, Tee. Damit kennen die sich ja bestimmt genauso gut aus wie die Japaner und trinken immer edelsten Grüntee aus Porzellantassen, durch die man durchgucken kann. Und dann bin ich also in den Uni-Coffeeshop gewackelt und habe gesagt, one green tea please. Und was kriegte ich? Ich kriegte einen Pappbecher mit einer milchigen, schlammigen Flüssigkeit. Ich dachte, what? Moment, irgendwas ist hier schief gelaufen, warum geben die mir Algen-Shake? Weil ich gar nicht wusste, dass es Matcha gibt und weil ich nicht wusste, dass es Matcha-Latte gibt und weil die offenbar nicht wussten, was ich mit grünem Tee meine. Naja, und so habe ich dann, also nach dem initialen Schock schmeckt es ganz okay, es war auch relativ süß und ich habe es dann getrunken und dachte, okay, ist jetzt kein guter Tee, aber okay, ist natürlich doch grüner Tee. Surprise, surprise. Das sollst du jetzt gleich erklären, warum es nämlich doch grüner Tee ist, weil es schmeckt ja wirklich ein bisschen algig. Also ich habe das auch lange nicht zusammenbekommen. Ja, siehst du. Aber hast du es dann seitdem nicht mehr getrunken? Sondern du trinkst ja auch keinen Kaffee. Nee, ich trinke keinen Kaffee, genau. Also sagen wir mal so, es gab damals, glaube ich, jetzt vielleicht, ich weiß nicht mehr, ich habe in Dortmund gewohnt und so weiter, dann ganz lange habe ich keinen Matcha-Latte und Matcha-Irgendwas getrunken. So gab es halt einfach hier nicht. Und jetzt mittlerweile ist das ja überall, nicht erst seit diesem Jahr. Aber seit Januar, sagen mir meine Quellen, verstärkt. Also es nimmt so wahnsinnig. Hast du auch vernommen, dass es ist wegen dieses Shirin David Hits auch? Weil sie doch singt, Eis, Matcha, Latte, das jetzt alle das trinken. Ja, Ursache und Wirkung ist die Frage. Was ist Hände, was ist Ei? Also ich glaube schon, also was auf jeden Fall man feststellen kann, was ein Fakt ist, ist, dass seit mindestens Januar die Leute deutlich mehr Matcha-Getränke nachfragen. Das haben mir alle Coffeeshops und Cafés, mit denen ich gesprochen habe, bestätigt Und haben gesagt, wir haben das schon letztes Jahr so ein bisschen gemerkt, aber wir merken es jetzt seit Anfang dieses Jahres verstärkt, dass einfach wirklich mehr und mehr Leute das nachfragen und auch ein sehr diverses Publikum das nachfragt. Also es sind jetzt nicht nur irgendwie Hipster, Hipster, die das nachfragen, sondern es sind irgendwie alle quer durch Beet und alle Generationen, die immer mehr auch Matcha trinken. Und woran das aber liegt. Ist nicht, also ich meine, das haben die natürlich ihre Kunden nicht gefragt und da kann man eine Vermutung anstellen im Moment. Also einerseits hat Matcha ja den, Ruf gesund zu sein. Ich meine, da müssen wir gleich nochmal drüber reden, wie gesund diese Matcha-Getränke tatsächlich sind. Aber für Leute, die auf Kaffee verzichten wollen, ist dann halt Tee die Alternative möglicherweise. Aber so ein einfacher Tee ist denen dann vielleicht zu langweilig. Plus, es hat ja auch so was Treat-Yourself-mäßiges, wenn man dann so ein schönes, schäumiges Milchgetränk trinkt. Und da gibt es ja wirklich auch irre Varianten. Und dann ist sicherlich auch die Tatsache, dass sowas interessant aussieht und dann immer und immer und immer wieder fotografiert wird und auf Social-Media-Plattformen gepostet wird. Ja, und jetzt doch vor allem auch mit Mango und Erdbeer. Also da gibt es doch jetzt tausend verschiedene. Ja, und es wird ja auch von den Coffeeshops immer mehr auf die Optik geguckt. Und es werden durchsichtige Container verwendet, damit man das sehen kann, wie sich das im Getränk ausbreitet und so weiter. Ich glaube, das hat dazu geführt, dass es auch einfach allgegenwärtig ist. Allgegenwärtig. Allgen. Es hat ja gar nichts mit Allgen zu tun eigentlich. Aber dass es so in deinem Kopf ist, dass du dann, wenn du dann da stehst und denkst, Was nehme ich denn? Was nehme ich denn? Ach, nehme ich doch ein Matcha. Und das ist ja auch was, was man sich nicht so zu Hause macht, finde ich. Also jetzt kann man natürlich, also und das wird auch wie mit Mate, man kann ja auch Mate zu Hause, also da gibt es ja auch diese Matcha-Sets und so, aber ich glaube, das ist noch anders als Kaffee. Ist ja auch in den letzten, also schon langen Jahren, aber immer mehr geworden, dass man sich damit auch gut zu Hause versorgen kann. Also ich glaube, so ein Matcha ist dann vielleicht das nächste, was ich mir dann gönne, hole, weil ich einen Kaffee flat white mit nussiger Himbeernote mir eh schon zu Hause machen. Also ich trinke ja immer grün mit Kaffee, aber gut. Also ich mag Matcha, mir ist gerade, während du das gesagt hast, eingefallen als Alternative zum Kaffee, da ist ja natürlich trotzdem Koffein drin. Also ich hatte ja am Anfang auch immer diese Idee, ich kann nicht noch einen Kaffee trinken, ich trinke jetzt einen Matcha, was natürlich total Bescheid ist. Ich möchte ganz kurz off-topic einen Tipp sagen, ein Getränk, was man trinken kann, wenn man jetzt nicht entkoffiniert einen Kaffee trinken möchte oder irgendwas so, Räuberschlatte. Habe ich auf deine Empfehlung neulich auch mal probiert. Schmeckte ganz interessant. Ist für mich nach wie vor bäh. Ich meine damit nicht eklig, sondern im Sinne von langweilig. Es tut mir nicht. Aber es ist nicht so schlecht. Wenn du das schon gerade gesagt hast, dieses Treat, also wenn ich mir irgendwas mich treaten will, das möchte ich nur hier am Rand, aber nicht abzulenken von unserem heutigen Thema Matcha, weil du warst unterwegs in der Stadt, wie du es nun mal tust. Und hast dich durchprobiert. Ja, und also Koffein, gutes Stichwort. Ja, grüner Tee enthält sauviel Koffein. Matcha sind die gemahlenen Spitzen von den Blättern des grünen Tees. Und er enthält auch Koffein. Und zwar auch gar nicht so wenig Koffein. Letztendlich, ich weiß nicht, ich habe noch mal meiner Tochter erzählt, dass ich früher als Kind immer sehr viel schwarzen Tee zu trinken bekommen habe, weil meine Eltern gedacht haben, da ist ja Teein drin. Und das ist kein Koffein. So, aha, sehr lustig. Jedenfalls ist da Koffein drin und nachdem ich den einen Tag, den Vormittag damit verbracht habe, verschiedene Matcha-Getränke zu samplen, hatte ich auch wirklich, ich habe sonst eigentlich wenig Effekte von Koffein, aber da habe ich echt so zittrige Finger. Ich wäre gerne dabei gewesen. Ich hätte dich gestützt. Es ist alles gut. Ich habe dann einfach auch aufgehört und dann war es auch in Ordnung. Ich habe auch die Nacht vernünftig geschlafen, aber es war so, dass ich gedacht habe, okay, ist ja auch logisch, wenn man irgendwie vier koffeinhaltige Getränke nacheinander probiert. Wie ist das, wenn ich Speisen damit verzehre? Das hast du ja auch getestet. Also in so einem Matcha-Moji oder Matcha-Cake. Kommt drauf an, wie viel Matcha drin ist. Also das kommt, glaube ich, dann sehr auf die Rezeptur an. Aber ich denke mal, in so einem Getränk werden die schon ... Ich vermute, es ist mehr drin und ich vermute auch, dass, also konzentrierter da drin und ich glaube auch, dass das wahrscheinlich relativ schnell in die Blutbahn geht. Wobei man sagen muss, dass tendenziell das Koffein in grünem Tee angeblich ein wenig langsamer in die Blutbahn geht. Ich weiß nicht, ob das auch auf Matcha zutrifft, aber das ist so ein bisschen eine sandere Kurve als bei einem Espresso. Verstehe, also ich habe gar keinen Effekt. Ich glaube, ich habe mich wirklich kaputt gekoffeiniert. Also ich trinke relativ viel Kaffee und ich merke das nicht. Auch manche Leute hat das auch keinen Effekt. Für mich ist das eher so der psychisch-emotionale Ding. Also auch wenn ich morgens meinen ersten Kaffee im Bett trinke. Also ich bin jetzt nicht unfitter. Könnte danach auch weiter schlafen. Das wäre okay für mich. Jetzt hast du, wie ich gerade schon gesagt habe, dich auf den Weg gemacht, auf die Wege gemacht. Und du hast es gerade selber erzählt und hast dich mehrere Stunden, vielleicht sogar Tage damit beschäftigt, wo man hier welchen Matcha in wie fernen Darreichungsform bekomme. Ich wollte einfach noch ein anderes Wort sagen. Und ich fand interessant beim Lesen deines Stückes, kein Disrespect, aber mir wären wahrscheinlich fünf andere eingefallen. Also daran habe ich gemerkt, es ist wirklich omnipräsent. Und wir alle haben unseren Matcha-Hotspot und so. Also ich, tatsächlich finde ich das spannend, weil ich, weil, ne, also jetzt bei Gute Italiener oder Rahm oder so, da kommt man oft dann auf dieselben am Ende, aber da hätte ich einfach andere. Ja, das kann gut sein. Also die Geschichte ist so zustande gekommen, dass mich die Macher der Roasted Coffee Bar, Laura Tausch-Fieten und ihr Mann Marco Tausch, haben mich angeschrieben und haben gesagt, übrigens, wir sehen hier eine erhebliche höhere Nachfrage von Matcha, also die hat sich verdoppelt mindestens. Und wir machen jetzt auch eine neue Sommerkarte und da tun wir auch mehrere kalte Matcha-Getränke drauf, weil wir wissen, die Leute wollen das gerne trinken, komm doch mal vorbei, probier mal, wenn du magst und. Schreibt mal drüber. Und ich habe gesagt, ja, das ist wirklich ein ganz gutes Thema. Und die haben mir dann, nachdem sie mich ihre leckeren Sachen haben probiert, das ist möglicherweise, haben wir dann auch… Haben die so ein Special? Also haben die so ein Signature-Matcha-Disch? Ja, Signature nicht, aber sie haben ein paar Sachen, die fand ich ganz interessant. Und bei denen ist das so gewesen, dass ich gedacht habe, okay, die machen das Tendenz ja so, dass sie die Matcha-Getränke eher nicht so süßen oder nicht so doll süßen. Und dann kann man selber was dazu tun und das fand ich ganz gut, weil es gibt auch den gegenläufigen Trend, dass man diese Matcha-Getränke eher so als Dessert anrichtet, dass das praktisch dann sehr süß wird. Also Matcha-Latte generell, manche verwenden auch Matcha-Pulver, das schon mit Zucker versetzt ist und dann wird da eben noch irgendein Beeren-Sirup oder irgendwas reingeballert, dann wird es schon halt echt hardcore süß. Und bei denen ist das aber das Gegenteil. Und was ich bei denen besonders lecker fand, war tatsächlich, die haben einen Cold Brew Matcha, das heißt einfach Wasser, Zeit und Matcha. Und da schmeckt man dann halt wirklich mal Matcha, wie Matcha ist. Und das ist, finde ich, ganz schön. Und es ist halt schon auch ein erfrischendes Getränk. Und richtig erfrischig fand ich es dann mit Jutsu Tonic. Also dem Tonic, das mit einer asiatischen Zitrusfucht namens Jutsu versetzt ist. Und das fand ich wirklich lecker, weil es ist auch eine sehr stimmige Kombination. Und Marco hat das dann so erklärt, dass Matcha generell auch so fruchtige und Citrusnoten hat. Und dass das dann ganz gut unterstützt wird durch dieses Tonic. Und das fand ich wirklich auch einen schönen leckeren Drink. Und die haben mir dann auch nochmal zwei Läden empfohlen. Und dann kam ich zufälligerweise darauf, dass aktuell ein Pop-Up in der Benrather Straße 8, nämlich bei einem Optiker namens Viu, ein Matcha-Pop-Up ist. Was heißt das? Das heißt, dass da ein Matcha-Pop-Up, eine Matcha-Unternehmung aus Berlin. Der Name ist Matcha-Sam. Die haben zwei Cafés in Berlin und einen Online-Shop, wo alle möglichen Matcha-Produkte verkauft werden. Also sowohl das Zubehör als auch das Pulver selbst und auch verschiedene Blends. Und die machen gerade Matcha in diesem Optikerladen. Zusammen mit einer Juwelierin machen die das. Also es ist so eine ganz wilde Kombination. Aber da muss ich auch sagen, dann war ich da da und habe gedacht, ja, das ist auch sehr, sehr, das ist wirklich guter Matcha. Und da kommen wir vielleicht so ein bisschen drauf. Ich glaube, im Moment machen alle Matcha. Und bei so einem durchschnittlichen Matcha-Latte, der relativ stark gesüßt ist, merkst du, finde ich, auch nicht so doll, was das jetzt ist, was du da trinkst. Schmeckt ganz gut. Aber wenn man so ein paar Matcha-Getränke mal probiert hat, merkt man halt schon, dass es da doch große Unterschiede gibt. Finde ich auch. Und ich finde, es gibt ja wirklich kaum weniger Enttäuschendes in dieser Größenordnung und Hinsicht, wenn man sich so richtig, also manchmal freue ich mich so auf nachmittags und denke so, jetzt hole ich mir gleich einen. Und dann gibt es vielleicht bei meinem Stammcafé gerade keinen Pulver oder irgendwie so und dann hole ich mir irgendeinen und dann schmeckt es einfach kacke. Ich finde es wirklich, da wäre ich richtig sauer. Ja, das ist auch echt tatsächlich ganz interessant, dass dieses Produkt gar nicht so einfach zu kriegen ist. Vieles läuft noch über den Direktimport. Also die haben Connections dann nach Japan und lassen sich das dann von da schicken und es gibt auch so ein bisschen die Sorge, dass jetzt durch die erhöhte Nachfrage irgendwann Lieferengpässe passieren könnten. Das ist, glaube ich, noch nicht so weit. Aber wo die ihr Matcha-Pulver jeweils herkriegen, ist tatsächlich so ein hart umkämpfter Fakt zwischen den verschiedenen Cafés und so gewesen. Und dann ist noch die Frage, wie geht man damit um? Also wenn man wissen will, wie gut Matcha ist, dann kann man sich ein bisschen daran orientieren, wie grüner ist. Je neongrüner, desto besser. Und wenn er sehr bitter schmeckt, dann haben die was falsch gemacht bei der Zubereitung, denn wenn man ihn über 70 Grad erhitzt, dann wird er halt sehr schnell sehr bitter. Und das ist nicht gewünscht und nicht gut. Also das darf auf jeden Fall nicht passieren. Und ansonsten muss man glaube ich ein bisschen entscheiden, wie man damit umgeht ich finde persönlich das nicht so sinnig daraus so ein super süßes Getränk zu machen wie ich an manchen Stellen zu trinken bekommen habe, weil, dass irgendwie das, finde ich, dem Produkt so entgegensteht. Man hat halt nichts mehr davon, dass da Matcha drin ist, was ja schon ein sehr edles und auch ein ziemlich teures Produkt ist, wenn es richtig läuft. Und das dann zuzuballern mit irgendwie Zucker, Zucker, Zucker, ist so irgendwie, dann kann man es eigentlich auch lassen. Dann kann man auch grünen Farbstoff benutzen. Ich finde auch, ich finde, man kann so ein bisschen mit der Milchauswahl, wenn man jetzt einen Matcha-Latte trinkt irgendwie, also ich trinke zum Beispiel immer mit Kokos. Ich finde, das ergänzt sich ganz gut. Hafermilch, finde ich, ballert das auch so ein bisschen weg. Also ich habe es jetzt mit Kuhmilch noch nicht probiert. Also da kann man, finde ich, so ein bisschen das dran ausmachen. Ich trinke es ja immer mit Kuhmilch. Ich finde das völlig in Ordnung. Aber ich habe den Vergleich jetzt tatsächlich auch nicht so viel. Ich fand, dass die bei dem Pop-Up das echt einen sehr schönen Matcha hatten. Und die hatten da ein Matcha getränkt. Das ist London Fog. Das war mit Earl Grey Sirup. Und war ein bisschen süß. Und so ein Vanilleschaum obendrauf. Das war ein bisschen süß, aber nicht zu süß, fand ich. Und durch dieses Bergamotte-Aroma von dem Earl Grey-Sirup war das halt dann doch wieder Passe ganz gut zu dem Matcha. Das war richtig schön. Und was ich auch sehr lecker fand, war bei Vakaba. Das ist ein Matcha-Café. Eigentlich machen die vor allen Dingen Sachen mit Matcha. In der Marienstraße. Da gab es zwei Sachen, die ich probiert habe, die ein bisschen mit nussigen Aromen gespielt haben. Das hat auch gut funktioniert. Das eine war ein Black Sesame Matcha Latte. Also da war so schwarzer Sesam-Sirup. Das habe ich beim Lesen gedacht. das muss ich auf jeden Fall probieren. Das war auch wirklich lecker. Ich liebe auch schwarzen Sesam, also liebe ich. Ja, es war eine gute Kombi, es funktionierte echt gut, es war sehr harmonisch und eine Torte mit Matcha und Esskastanien mit Maronen. Und das hat auch sehr, sehr gut funktioniert. Also dann ist es ja wirklich süß und sahnig und cremig und so weiter und es geht nicht mehr so im Vordergrund um das feine Matcha-Aroma, finde ich, aber die Kombination hat einfach sehr, sehr gut funktioniert. Ich möchte jetzt noch ein bisschen mehr über die Speisen mit Matcha, also dass man das jetzt irgendwie trinken kann, natürlich dann auch in kalt, das ist ja klar so, ne, also Also alles, was es in heiß gibt, gibt es irgendwie auch in kalt und schmeckt dann auch irgendwie. Also je süßer, desto kälter, finde ich, muss es sein, weil das schmeckt dann, funktioniert gar nicht mehr heiß. Ja, finde ich auch, wenn es dann einem so richtig die Plomben zieht. Also du hast schon jetzt von einer Matcha-Maronentorte erzählt. Ich habe vorhin schon erwähnt, dass meine Mutter Kekse backt mit Matcha drin. Und tatsächlich, also so Matcha-Kekse, das finde ich passt auch zusammen, gerade wenn es so was Mürbiges ist. Weil es schmeckt schon auch ein bisschen, ich hänge bei diesem Algisch-Bittrigen. Also das finde ich, wie war das bei der Torte mit der Sahne und so? Super, total lecker. Ich finde auch mit weißer Schokolade funktioniert das gut. Das ist eine schöne Kombination. Ich liebe auch Matcha Mochi's. Also so, das ist schon, dann gibt es auch diese grünen Fischwaffeln, also diese in Fischform und so. Also Matcha is everywhere. Ich frage mich gerade so, in herzhaften Speisen... Das ist schon so ein Dessertiges, Snacky, Tea-Time-Ding, oder? Ja, ich glaube, es hat viel damit zu tun, dass natürlich schon doch Bitternoten drin sind und dass die dann versucht werden, gezähmt zu werden. Und das kannst du ja entweder mit Säure oder mit Süße tun. Ich habe auch nicht so im Kopf, dass ich jetzt jemanden wüsste, der mit Matcha viel kocht. Aber du kannst natürlich sowieso Matcha ... So eine Matcha-Noodle, denke ich gerade. Ja, aber du darfst sie ja nicht erhitzen über 70 Grad. Also wenn, dann dürftest du es als Finishing, könntest du es benutzen. Oder du könntest, weiß ich nicht, einen Schaum oder ein Gel oder irgendwas. Also in einem Feindeining-Bereich könntest du das machen. Ich weiß nicht, ob es jemand macht. Kann man mal die Augen noch aufhalten. Ich glaube halt auch, sowas geht ja in Zyklen. Jetzt trinken alle Matcha, irgendwann hängt es ihnen allen zum Hals raus. Ich vermute, der nächste Trend wird Hochi-Cha sein. Das ist auch spannend. Das erzähle ich dann beim nächsten Mal. Cliffhanger. Aber ich möchte noch gar nicht aufhören, mit dir zu reden, sondern ich wollte noch eine Sache fragen. Wenn ich jetzt Matcha zu Hause zubereiten möchte, hast du auf deiner Entdeckungsreise Tipps bekommen, welchen ich mir da zulegen kann. Also gibt es da irgendwie bestimmte Läden hier in Düsseldorf, wo man die, also gibt es in Cafés, ich weiß, in dem Café, wo ich meinen Matcha immer hole, gibt es auch Matcha zum Kaufen. Das ist aber dann, glaube ich, so was vorgesüßtes, pulvermäßiges. In Drogerien gibt es das manchmal, ne? Da weiß ich jetzt auch nicht, wie original das ist. Ich weiß, im Teeladen meines Vertrauens, das ist aber wirklich kostspielig. Also da muss ich es, glaube ich, können so. Also hast du da irgendwelche Tipps an die Hand bekommen? Hast du irgendwas entdeckt? Und würdest du dir Matcha zu Hause machen? Ist das jetzt dein neues Getränk? Also ich habe eine Packung Matcha zu Hause, die ich noch nicht benutzt habe. Das ist ein bisschen peinlich. Weil ich wollte gerne ein Matcha Granola herstellen. Aber jetzt, wo ich weiß... Das klingelt in meinen Ohren wie glückselige Freude, weil was ihr alle nicht wisst, was ich aber weiß, Wenn Helene Pawlitzki Granola macht, dann darf ich manchmal probieren. Das ist immer eine kleine Portion für Tosja bereit, damit sie nicht mehr ferschehen. Also, ähm. Ich glaube, prinzipiell kann man Matcha an vielen Orten kaufen. Ich habe des Öfteren die Geschichte gehört von Kaffee-Bar-BesitzerInnen, die erzählt haben von anderen Kaffee-Bar-Mitarbeitenden aus anderen Kaffee-Bars, die keine gute Connection zu einem Direkt-Import-Jour haben und deswegen regelmäßig zu DRM oder REWE laufen, um Matcha nachzukaufen, was sehr teuer und sehr verpackungsintensiv ist. Und generell nicht zur Nachahmung empfohlen, denn so ein Coffeeshop verbraucht dann halt schon mal so einen Pfund bis zum Kilo Matcha-Pulver pro Monat. Also es ist viel. Wer immer wieder genannt wird von allen Leuten, die was davon verstehen, ist Tee Palewan. Und da hole ich doch meinen. Das ist mein Teeladen. Der wird immer wieder, ist in der Schwerinstraße. Ah, wo ist der beste, hat den beste Ausweis. Ja, Schwerinstraße in Goldsheim. Pempelford. Pempelford, Entschuldigung. der Schwierigstraße in Peppelfort und, der wird immer wieder empfohlen for all things T. Und wenn man jetzt gar nicht weiß, wo man anfangen soll, würde ich da anfangen und würde mal hingehen und der ist auch offenbar top in Beratung und genau, da könnte man sich einfach mal ein paar Infos holen. Ansonsten gibt es halt schon relativ viel Online-Shops, die sich dem spezifisch verschrieben haben und das ist halt eine tolle Angelegenheit, ja, weil natürlich mittlerweile auch die Leute verstanden haben, dass man relativ viel Geld für so ein Equipment nehmen kann. Man schäumt ja Matcha traditionell mit solchen Bambusbesen in so einer Schale auf. Ehrlich gesagt, ich glaube, das geht auch mit einem ganz normalen Küchenquirl und irgendwie zur Not auch mit einem elektrischen Milchaufschäumer. Wird alles funktionieren oder in einem Mixer. Also ich glaube, da gibt es keinen falsch so richtig. Aber das muss man halt überlegen, wie viel man da investieren will. Und ob sich das auch lohnt, das zu Hause selber zu machen, weil, So rein Matcha, da muss man, vielleicht geht man am besten mal los und trinkt irgendwo so ein paar reine Matcha-Getränke, so ein Cold Pro Matcha ohne alles oder auch in dem Vakaba-Café gibt es Matcha Americano oder Matcha Pur als Shot sozusagen in einem Espresso-Glas. Da merkt man dann schon mal so richtig, was das eigentlich ist. Und da merkt man dann auch, wer wirklich Bock auf Matcha hat und wer einfach ein Getränk trinkt. Oder ob es auch irgendeine andere Latte sein könnte, sonst wäre eigentlich egal. Apropos investieren, sag doch kurz, was man so im Schnitt bezahlt für so ein Matcha-Getränk. Schnitt ist schwierig zu sagen. Ich würde mal sagen, 4 bis 6, 4 bis 7 Euro, das kommt ganz drauf an, was es ist. Also ich glaube 6,50 für das Jutsu Tonic, Matcha Jutsu Tonic bei Roasted. Ich glaube bei der, bei Kiyoki, da war ich auch, die sind in der Wagnerstraße, also Schadostraße in der Nähe, da hat man so 5 Euro ein paar zerquetschte bezahlt für die Lattegetränke. Das ist so das. ich glaube, es fängt wahrscheinlich bei 4,50 Euro oder 4,80 Euro an. Für so ein Heißgetränk. Wir gehen uns jetzt einen Matcha Latte holen. Reicht. Einfach, weil es so schön auch zu deinem Outfit und zu meiner Haarfarbe passt. Ich danke dir sehr für eine weitere Runde durch Düsseldorfs Kulinarik und Matcha, ich wollte gerade sagen Kaffee-Kultur, aber wir haben ja gar kein bisschen über Kaffee geredet. Und dann das nächste Mal redest du dann über das andere Getränk. Wie hieß es nochmal? Hojicha. Okay. Bis bald. Music. Wir alle haben Bücher um uns herum, in den meisten Fällen aber wahrscheinlich nicht von uns selber. Hat man aber das Bedürfnis, die eigene Biografie zu verfassen, Kunstwerke angemessen aufzubereiten oder ein Gästebuch nach den eigenen Vorstellungen zu gestalten, kommt Ulrike Meisemeier ins Spiel. Die Buchbinderin leitet eine der ältesten Werkstätten der Stadt für eben dieses Handwerk. Und natürlich hat sie noch viel mehr im Angebot. Ich habe mich vor Ort umsehen dürfen. Ich bin ja oft unterwegs für diesen Podcast und bin das auch gerne, weil sonst bin ich immer in der Düsseldorfer Lokalredaktion im Konferenzraum. Und der ist zwar schön, aber auch ein wenig schmucklos. Deswegen finde ich es immer ganz besonders schön, wenn ich rauskomme. Und vor allem finde ich es schön, wenn ich dann an so Orten lande, wie jetzt gerade. Ich bin auf der Luisenstraße in einem Hinterhof und zwar nicht irgendeinem Hinterhof, sondern hier befindet sich eine Buchbinderei, nicht wahr? Ja. Wo bin ich denn und bei wem? Stell dich doch mal kurz vor. Ja, sehr gerne. Also du bist in der Buchbinderei Mergemeyer, Luisenstraße 7 und wir sind jetzt hier in dem Hinterhof seit gut 65 Jahren und pflegen hier unser traditionelles Handwerk und versuchen auch eine besondere Atmosphäre zu schaffen, die einem so ein bisschen näher bringt, ein bisschen Ruhe vermittelt und zeigt, was wir hier so anbieten können und leisten können. Ja, also man kommt durch eine Glastür und ist sofort in einem hellen Raum und natürlich umgeben... Von Büchern. Jetzt kann man sich wahrscheinlich vorstellen, was Buchbinderei heißt, aber was heißt das denn? Also bei uns heißt es vor allem, dass man selber mit eingebunden ist in den Prozess, ein Buch zu gestalten, Materialien auszusuchen. Im wahrsten Sinne des Wortes. Genau, also wir haben eben nicht nur Bücher hier stehen, sondern auch Materialien, die wir sehr gerne zeigen. Und wenn es zum Beispiel um ein Stück Leder geht, kann der Kunde auch sagen, ah, diese Position oder diese Narbung gefällt mir besonders gut. Und dann wird das Buch in genau dieses Stück gebunden. Und dann habe ich sehr viele Beispiele hier stehen mit unterschiedlichen Techniken, mit verschiedenen Farben, Formaten und dann berate ich eben sehr, sehr individuell, sehr persönlich. Es ist immer ganz gut, wenn ich dann auch so eine kleine Hilfestellung bekomme, um was es geht, was das Buch transportieren soll. Ja, wer kommt hier so hin? Also wer lässt hier Bücher binden? Von bis? Was ist so die größte Auflage? Was ist die Mindestauflage? Also es beginnt bei einem Einzelstück. Das kann eine Broschur sein für eine Abschlussarbeit. Das können aber auch Lieblingsbücher sein, die dann in Kalbleder gebunden werden. Da hatte ich gerade heute Morgen eine Kundin, die es abgeholt hat. Die brachte ihren Gedichtband, den sie gerne mitnimmt, auf Reisen und wollte einfach was Angenehmes, Haptisches in der Hand haben, wenn sie viel in der Bahn sitzt und liest. Und dann suchen wir eben die Materialien speziell für dieses kleine Projekt raus. Ja, also Altersgruppe ist wirklich auch von Kindern, die Zeichnungen binden lassen oder auch die ersten kleinen Gedichte oder Geschichten bis hin natürlich zu 90 plus, wie es immer so schön heißt. Ja, verstehe. Genau, genau. Und vielleicht kannst du noch mal ganz kurz die Geschichte dieses Ortes hier umreißen und vor allem auch deinen Weg. Also das frage ich mich, wie wird man zur Buchbinderin? Also warst du früher, so wie ich, mit meiner Bürste irgendwie vorm Spiegel und habe Playback gemacht, weil ich unbedingt Sängerin werden wollte? Also hast du früher, kann ja sein, dass du Blätter gesammelt hast und die schon irgendwie zusammengestaltet oder ist das ein Weg, der sich erst ergeben hat? Ja, es spielen natürlich schon einige Zufälle dazu. Also ich habe tatsächlich immer gerne Papier um mich herum gehabt als Kind, so wie du es mit der Würste beschreibst, habe ich gerne Papier gesammelt, das hat mich immer irgendwo fasziniert und ich habe immer in mir gespürt, ich möchte ein Handwerk erlernen und auch ausführen und also mit den Händen arbeiten, weil es etwas unglaublich Befriedigendes und Erfüllendes ist, etwas zu schaffen, was man hinterher haptisch in den Händen hält und das habe ich immer gespürt. Und dann haben mich ein paar Umwege in die grobe Branche geführt und dann mit Anfang 20 die radikale Frage, möchte ich irgendetwas machen, was sich damals mehr in den digitalen Weg entwickelt hat oder möchte ich genau in die entgegengesetzte Richtung gehen und ausschließlich mit den Händen arbeiten. Und dann war das Buchbinden sehr naheliegend. Und da ich eben aus Düsseldorf komme und es diese in Deutschland auch sehr bekannte Buchbinderei hier gab, war natürlich ganz naheliegend, dass ich auch hier vorbeischaue. Wie viele Leute seid ihr hier insgesamt? Also wie viele Mitarbeitende hast du? Siebt zu siebt. Ah, okay. Und was sind so die verschiedenen Positionen? Also was braucht es, um so ein Buch zu binden? Was sind die verschiedenen Positionen? Also man erlernt den Beruf drei Jahre lang und ich habe eben eine Auszubildende, die ist jetzt im dritten Lehrjahr, im Sommer kommt ein neuer Lehrling und dann haben wir Werksemester, Praktikanten. Ich habe zwei Gesellinnen, ich habe jemanden fürs Büro und so den administrativen Bereich. Dann habe ich eine Restauratorin, die immer wieder Unterstützung bekommt, auch von anderen Restauratoren. Also man kann jetzt nicht sagen, man braucht so verschiedene Schwerpunkte im Beruf, um überhaupt gemeinsam ein Buch zu binden. Was aber diesen ganzen Reigen ergänzt, ist sicherlich die Restaurierung. Verstehe. Und das wird wahrscheinlich viel in Anspruch genommen, oder? Ja, immer mehr, weil das Buch sich natürlich auch als Datenträger im weitesten Sinne bewährt hat und daher viele das, was sie in die Generationen mitgeben wollen, in Buchform wirklich umsetzen und erhalten möchten. Und zwar zum Anfassen, weil das ist natürlich eine Frage, die sich sehr schnell stellt. Seit Jahren gibt es in diesen ganzen, wie du so schön sagst, Datenträgerformen, also sei es jetzt für die Schrift, sei es für Musik, sei es irgendwie wahrscheinlich auch für Film, also Videokassetten und so, ist ja die Frage... Wie lange hält sich das, wenn es jetzt alles auch digital gibt? Ich bin schon immer wirklich der Meinung, das hält sich, weil das eine ist halt das eine und das andere ist das andere. Hat das einmal durchgerüttelt in deiner Branche, als das alles so aufkam und wie ist jetzt so die Stimmung? Also ist es jetzt, ist man immer noch so ein bisschen? Also es hat natürlich vieles aufgeschüttelt und auch verändert, auch mit einer Auswirkung, wo man einfach sagt, ja, man kann sich dieser digitalen Entwicklung ja nicht verweigern und die findet auch statt. Es gibt mehr Möglichkeiten. Natürlich fallen Dinge weg, die es vor 20 Jahren dann noch gegeben hätte, aber es nutzt ja nichts. Wir müssen uns ja auch den Gegebenheiten ein bisschen anpassen und einen Weg finden. Und ich denke, das Buch gehört im tiefsten zum Menschen. Ich glaube, das ist so ein großes Bedürfnis, die Dinge, die einen Wert haben, die Bestand haben, dass man die in Buchform versucht zu erhalten und weiterzugeben. Das sehe ich auch bei den jungen Menschen. Also Altersgruppen, ich wollte gerade so ein bisschen auf Altersgruppen hinaus, insofern als dass die Maschinen, die hier stehen, sind wahrscheinlich eher G90 hauptsächlich in der Altersgruppe. Genau, die hast du mir vorhin schon vorgestellt, weil die haben ja auch Persönlichkeiten, diese Maschinen, die sozusagen hier mit dir zusammenarbeiten im gröbsten Sinne. Kannst du das nochmal erzählen, das finde ich richtig schön. Ja, es gibt halt einige Maschinen und Geräte, denen wir aufgrund ihres komplizierten Namens und weil sie so oft zum Einsatz kommen, auch Vornamen gegeben haben, sodass wir uns dann durch die Werkstatt halt nur zurufen, die Bücher sind in der Edith-Presse oder ich müsste jetzt mal an Peter eine halbe Stunde arbeiten. Also wir sind schon sehr verbunden mit all unseren Geräten, Maschinen und auch den Räumen. Und die sind auch teilweise schon richtig alt, ne? Also älter als der Durchschnitt von meinen Mitarbeitern. Was ist die älteste Maschine hier? Wer lebt hier schon am längsten? Naja, ich würde sagen, die ältesten Maschinen sind so 60, 70 Jahre alt. Also daran sieht man, sie haben sich bewährt, sie funktionieren noch. Man kann viel Einfluss drauf nehmen, also auf die Arbeitsschritte. Das ist eben das, was wir im Handwerk brauchen, sodass wir wirklich entscheiden können, welchen Faden nehmen wir jetzt, welches Format wollen wir haben. Welches Kapitalband möchten wir einsetzen und das geht natürlich mit so digital gesteuerten Straßen in der Produktion nicht. Ja, ich verstehe. Und was gehört alles zu so einem Buch? Also was sind die Schritte, bis ich dann sowas in der Hand habe? Naja, in erster Linie natürlich das Papier. Da gibt es also schon ein unglaublich großes Angebot. Wie viele Sorten habt ihr hier oder wie viele kann man so im Stück? Ach, das kann ich nicht schätzen. Also wir haben ja wirklich Räume mit fünf, sechs, sieben Planschränken und die sind alle voll mit Papier. Also das jetzt auf irgendeine Stückzahl zuzubringen, könnte ich nicht mal schätzen. Also es ist genug da. Es ist reichlich Auswahl da, genau. Und die meisten unserer Kunden kommen ja bereits mit bedrucktem Papier für den Inhalt. Und wir ergänzen dann um das Vorsatzpapier, das ist also der erste Bogen, der vorne. Was auch meistens ein bisschen dicker ist. Ist ein bisschen dicker, es kann auch gerne mal bunt sein, ein Schmuckpapier sein und das ist die Verbindung zwischen Buchblock und Buchdeckel. Und der Buchblock wird entweder als Klebebindung verarbeitet mit einzelnen Blättern oder als Fadenheftung und bei der Fadenheftung können wir dann eben auch mit einem bunten Faden heften, auch das wäre auszusuchen. Und für den Einwand gibt es sehr viele Materialien zur Auswahl, Papier, Buntpapier oder ein einfarbiges Papier. Dann gibt es verschiedene Leinen mit unterschiedlichen Strukturen, aber eben auch Leder und naja, die Königsdisziplin wären dann auch Pergament. Das kommt aber leider auch sehr selten vor, weil das auch sehr aufwendig ist. Ja, was kommt so kostenmäßig auf einen zu? Auch da bin ich mir sicher, es geht von bis. Aber was ist so ungefähr? So was ganz Einfaches beginnt so bei 15 Euro. Ein einfaches Buch beginnt bei 60 Euro. Ja, nach oben ist viel Raum. Und da kommt es dann wahrscheinlich auch auf die Auflagen an und so, oder? Genau. Ja, verstehe. Jetzt hast du ja schon angesprochen, ihr seid hier mehrere Menschen. Wie sieht es mit dem Nachwuchs in diesem Handwerk aus? Weil Handwerk ja per se irgendwie... Eher ein wenig rar gesät ist, stelle ich mir manchmal vor. Ja, unser Handwerk ist sicherlich auch nochmal in einer bestimmten Position. Wir können uns ja nicht vergleichen mit Dachdeckern oder Installateuren und nicht mit Mechanikern, wo auch die Auslastung eine ganz andere ist als bei uns. Also wir sind schon absolut Nische und haben aber jetzt hier, die Werkstatt hat schon das große Glück, dass wir immer Nachwuchs haben und auch immer sehr, sehr motivierte junge Leute, weil hierher verirrt sich so gesehen dann auch niemand. Also das ist schon eine sehr bewusste Entscheidung und darüber freuen wir uns auch. Und die sind auch sehr, sehr erfolgreich und machen immer sehr gute Abschlüsse und tragen natürlich unser Handwerk auch in der schönsten Form dann in die Welt. Ja, richtig schön. Also weil, als wir kurz vorher gesprochen haben, also am Telefon klang das auch schon so durch und da war ich echt jetzt nicht erstaunt oder überrascht, weil so viel bin ich nicht in dem Thema per se drin. Aber ich finde, man hört ja eher, es ist schwierig und man muss irgendwie kämpfen und das irgendwie attraktiv machen. Das ist natürlich auch so. Ja, wir müssen schon gucken, dass wir es attraktiv halten, auch gerade für die jüngere Generation. Dass wir eben nicht in diesem angestaubten alten Tradition mit den langen Zapfen irgendwo hängen bleiben, sondern dass wir auch sagen, nein, es gibt Wege in die Zukunft. Es gibt Dinge, die einfach inspirieren und Freude machen. Und wie gesagt, die Fachhochschulen hier in Düsseldorf, die kommen uns da sicherlich auch sehr zugute. Denkst du, das geht hier noch 70 weitere Jahre gut? Also jetzt, dass der Nachwuchs da ist, ist ja klar. Aber auch so vom, ist das was, wo wir immer drauf zurückkommen werden? Ja, davon bin ich überzeugt. Also das ist auch die Rückmeldung, die ich von meinen Kunden bekomme, die ganz viele mitgebracht. Einem seligen Blick mit ganz großer Freude Ihr Buch bei uns abholen, an dem Sie ja im Gestaltungsprozess auch beteiligt waren, was Sie ja auch selber geschrieben haben natürlich in erster Linie. Und ein eigenes Buch zu schaffen, das ist wirklich eine ganz große Freude. Ja, das glaube ich, das kann ich mir auch gut vorstellen. Es ist natürlich schwierig, Kunden zu finden, die schöne Bücher haben möchten, die es auch bezahlen können und die es entsprechend würdigen. Aber ich glaube, im tiefsten Kern ist ein Bedürfnis da, das zu erfüllen und auch etwas Wichtiges nach seinem eigenen Leben darzulassen. Denn das Buch hat sich bewährt über hunderte von Jahren als Informationsträger und dass die Dinge, die geschrieben sind, erhalten bleiben. Ja, da bin ich sehr bei dir. Also das denke ich auch. Trotzdem frage ich mich, also das haben wir jetzt immer schon so ein bisschen da und hier gestreift, aber vielleicht kann man das noch einmal ganz klar sagen. Es gibt ja sicherlich trotzdem auch Trends, oder? Also dass du, ich meine, du machst den Beruf ja auch schon lange. Also dass man irgendwie merkt, okay, es gab drei, vier, fünf Jahre, da machen alle zu ihrer Hochzeit, weiß ich nicht, das Gästebuch lassen sie schön binden und dann flaut das wieder ab und dann gibt es halt irgendwie Autobiografien noch und Löcher. Also inhaltlich würde ich jetzt sagen, nicht so sehr. Es ist vielleicht eher, dass es bestimmte Farben gibt, die im Trend liegen oder bestimmte Schriften, die gerade angesagt sind, bestimmte Schriftschnitte. Was man schon auch merkt ist, dass jetzt aktuell das Gästebuch ein großes Thema spielt, auch bei den jungen Leuten, zu Eröffnung von dem eigenen Geschäft oder man hat sein Haus gekauft und lädt jetzt Gäste ein, um jetzt mal nicht nur die klassische Hochzeit oder Konfirmation zu erwähnen, aber das Gästebuch auch als Zeitdokument zu sehen. Dass das etwas ist, was man im Leben auch nur einmal so in diesem Moment festhält und worüber man sich später auch freut, wenn man es dann noch hat. Also dieses Bewusstsein ist im Moment wieder bei der jüngeren Generation da. Ob das in 20 Jahren dann auch noch dieser Trend ist oder ob es dann was anderes gibt, das kann schon sein, dass sich das immer mal ein bisschen verschiebt. Ja, verstehe. Jetzt eine Frage, die sich, ja, also lohnt sich das Ganze? Also ist das ein Berufszweig? Ich kenne das ja selber. Ich habe mich ja auch für gleich zwei entschieden, wo man irgendwie, wo das Herzblut auf jeden Fall auch gut mitmischen muss, damit man sich manchmal trägt. Und dann gibt es bestimmt auch Berufszweige, die ein wenig, naja, ich sage jetzt mal so diesen Oldschool-Begriff sicherer sind. Also wie ist das, wenn ich mich jetzt dafür entscheide, ins Handwerk zu gehen sowieso, aber auch in diesen bestimmten Berufen? Also... Als Buchbinder muss man schon sehr überzeugt sein, den Weg einzuschlagen und auch die Freude und das Lob von den Kunden ein bisschen als Honorar mitbewerten. So möchte ich das mal ganz vorsichtig formulieren. Also es ist kein Beruf, in dem man jetzt problemlos reich wird. Aber ich glaube, es gibt eben so viel mehr im Leben, was zählt und wichtig ist, um seinen Erfolg zu spüren. Das ist nicht nur die Bezahlung. Aber wenn du die Wirtschaftlichkeit ansprichst, ja, wir brauchen eben auch zum einen diese Brot- und Buttergeschäfte mit ein bisschen größeren Auflagen und dann eben diese Bereiche zu bedienen, die ein bisschen mehr Zeit erfordern, als man abrechnen kann, damit sich das einigermaßen trägt und die Waage hält. Also es ist so ein Austarieren von beidem. Ja, ich verstehe. Jetzt habe ich noch zwei kleine Fragen zum Abschluss. Erstens wirst du ständig auch privat angesprochen, ob du mal schnell warst. Also ist so ein kleines gebundenes Buch dein Go-To mit Bringselgeschenk? Also machst du das auch oder trennst du das ganz doll oder hast du ganz viele selbstgebundene Sachen zu Hause und bringst das auch gerne mit? Also da das Buchbinden ja nicht nur mein Beruf ist, sondern mein Beruf aus einer Leidenschaft entstanden ist, kann ich das natürlich im Privaten nicht ausklammern. Und bei den Menschen, wo ich weiß, die haben die Wertschätzung und die freuen sich drüber oder setzen es auch ein, die bekommen natürlich auch selbstgebundene Sachen von mir. Das finde ich richtig schön. Und die andere Frage ist, wie viele Bücher besitzt du wohl? Ich privat. Wie viel Buch ist um dich herum? Ich habe halt so ähnlich wie hier so eine Bücherwand. Das ist schon eine Menge eigentlich. Das habe ich mich gefragt. Also gezählt habe ich die jetzt noch nicht. Ich würde jetzt eher so überlegen, wie viele Buchmeter sind das so im Gesamten. Aber du bist umgeben von Büchern, nicht wahr? Kannst du die überhaupt, also hat man ja manchmal so berufskrankheitsmäßig, also kannst du in eine Buchhandlung gehen und dann nimmst du was in die Hand und dann denkst du so, ach, oder denkst du, ach. Schön gebunden. Ja, klar, ich begeister mich immer für schöne Bücher. Und erliege dann auch meistens die Versuchung. Natürlich kaufe ich es dann, weil es mir gefällt. Ja, ich finde das so schön. Also ich finde, und ich möchte jetzt noch ein bisschen hier meinen Blick wandern lassen und vielleicht mich selber auch, weil hier liegen ganz viele Exemplare rum. Vielleicht kannst du mal, ich nehme mir mal dieses Aufnahmegerät mit. Vielleicht kannst du mich hier einmal durch erklären. Ich möchte das ja auch direkt alles immer mitnehmen und anfassen. Das finde ich richtig mit Plexiglas. Genau, also das ist eine Präsentationsmappe. Da war halt die Idee, dass das erste Blatt immer ein anderer Fotograf, ein anderer Kunde sein kann und man möchte nicht den ganzen Deckel austauschen, sondern nur mit diesem einzelnen losen Blatt, die unterschiedlichen Fotografen erkennen können. Und Plexiglas ist, oder sagen wir mal, ein Buchdeckel ist nicht transparent, lässt den Blick auf das erste Blatt nicht zu und dann haben wir in dem Fall halt mit Plexiglas gearbeitet. Wow. Ja, hier ist ein Kochbuch, das ist, würde ich auch sagen, im Moment schon auch ein Trend, Kochbücher, vielleicht in Verbindung mit der Familiengeschichte, wo hat man das erlebt, wo hat man das gegessen, mit wem hat man zusammen gekocht. Ich habe hier ein Rezept, aber nimm hiervon bitte ein bisschen weniger oder ein bisschen mehr, weil das ist besser oder es ist so und so scharf. Und du erinnerst dich noch, die Oma hat sich verschluckt dabei. Das ist ja auch wunderbar persönlich. Da hatten wir letztes Jahr auch einen Kunden, der hat das auch ganz, ganz liebevoll gemacht und hatte dann irgendwie fünf Bücher, kam zwei Tage später und sagte, sind alle weg, ich brauche noch mal fünf. Wir haben ihm aus den Händen gerissen. Wie schön. Genau, also das ist auch sicherlich etwas, was viel mehr erzählt als nur das Rezept. Ja, richtig schön. Ja, hier ist zum Beispiel ein kleiner Reisebericht, das war eine Studienreise nach Kairo. Und das Schöne hieran finde ich, wenn man sich jetzt ein Fotoband vorstellt, hat man immer erstmal so ein großes monumentales Fotobuch vor Augen und dieses hier ist jetzt wirklich so im 15x15 Format eher so wie Rittersportschokolade. Ja, das finde ich wirklich, das hattest du ja ganz am Anfang schon erzählt, dass quasi den Formaten und Größen und so keine Grenzen gesetzt sind und ich finde, das sieht man hier auf diesem Tisch einfach wunderbar. Es ist in allen, ja auch, also halt nicht genormt, sondern einfach gestaltet, was dann das Bedürfnis ist und das finde ich sehr, sehr schön. Und das auch mal zu durchbrechen und sich infrage zu stellen. Muss ein Fotobuch wirklich so groß sein? Oder geht es nicht klein, kompakt? Weil das ist ja jetzt recht dick. Weil natürlich auch viele Bilder gezeigt werden sollen. Aber das Format ist eben eher, ich sage mal, oder so für Polaroids gedacht. Dann habe ich hier zwei Bücher, die wollte ich dir gerne zeigen. Zum einen ein A5-Format, was recht dick gepolstert ist mit Leder. Und dadurch fast so ein bisschen wie so ein Kopfkissen-Charakter. Und das nimmt man auch gerne in die Hand und streicht über. Was ist das Polster? Das ist ein Schaumstoff. Zwischen dem Deckel und dem Leder ist ein Schaumstoff eingebracht. Und dadurch hat das diese besondere Haptik. Und im Gegensatz dazu gibt es hier halt ein Buch, das ist mit ganz dünnen Deckeln gearbeitet, auch in Leder gebunden, aber in Ziegenleder, was viel mehr Struktur hat. Und mit dem Buchblock an sich ganz beweglich und weich. hat eher so einen Handschuh-Leder-Charakter. Ja, und ich finde auch schön, ich blätter hier gerade so durch, das sieht ja auch aus wie kleine Gedichte teilweise und ich finde, die blättert man ja auch so durch und dann bleibt man bei einem hängen und sagt, das lese ich jetzt oder das lese ich jetzt. Also das finde ich gerade so spannend, dass natürlich auch der Bund, das wird mir gerade erst klar, also wie auch mit dem... Mit dem Plexiglas, also das macht ja auch, wie ich das Buch vielleicht erlebe oder wahrnehme, ne, und das ist dann eher was, das würde ich dieses weiche, fast kissenartige Buch, genau, würde ich eher damit in Verbindung bringen, dass da was neben dem Bett auf dem Stammachtisch liegt, ne? Genau, und da ist vielleicht was drin, das ist so schwer, also, ne, das ist auch, das finde ich so schön, auch daran, wie du das beschreibst und erzählst, weil es natürlich dann. Ja, von bis, ne, also wie du schon sagst, es gibt dann, man macht vielleicht, eine kleine Broschur für eine Ausstellung oder für, als Abschluss Arbeit oder wofür man das braucht. Und dann aber auch so was wirklich einmaliges, was man macht. Und ich finde, das wird einfach sehr spürbar, auch hier in diesem Raum. Und wenn du das einfach so erzählst, das ist so von, das ist was alltäglich Praktikables. Als Alternative zu, ich hefte das selber zusammen, wenn ich jetzt genau irgendwie... Ja, und es gibt so viel, was man binden kann. Es ist so vielfältig. Und das Buch kann so, das hat ja so viel Raum, Das hat so viel Fläche. Wenn ich ein Bild an die Wand hänge, dann ist die Wand eine bestimmte Fläche besetzt. Wenn ich aber ein Buch mit 50 Bildern fülle und das ins Regal stelle, dann habe ich nur vier Zentimeter. Und ich kann es ja trotzdem ausstellen, wenn ich will. Also ich kann es ja trotzdem aufklappen und hinstellen und dann ist es da. Spannend. Richtig, richtig, richtig schön. Ich habe, glaube ich, alles erfahren, was ich erfahren wollte. Und ich habe natürlich jetzt schon irgendwie mindestens 17 verschiedene Sachen, die ich gerne gebunden hätte. Da reden wir dann drüber, wenn das Mikro aus ist. Ich danke dir sehr für dieses schöne Gespräch. Ich danke dir. Tschüss. Jetzt kommt das Wochenendwetter für Düsseldorf vom Wetterstruxie. Es tut sich so allmählich wieder etwas beim Wetter. Zwar bleibt die Großwetterlage eigentlich bestehen, Aber zumindest kommen wir jetzt auf die etwas wärmere Seite des Hochs, was uns in den letzten Tagen so viele Wolken und Trockenheit beschert hat. Damit grüße ich euch ganz herzlich zum Wochenendwetter. Wir werden jetzt relativ zügig einmal durchs Wochenende springen und dann gucken, was uns danach noch so erwarten könnte im Verlauf des Maiens. Der Freitag bringt uns relativ viel Sonne, das gerade so bis zur Mittagszeit, danach zieht es zu und die Temperaturen liegen bei 8 bis maximal 19 Grad. Der Samstag wird ebenfalls sehr sonnig werden, es wird dann so rund um die Nachmittagszeit vermehrt zu Quellwolken kommen, die sich dann auch schon mal etwas länger vor die Sonne schieben können, aber der allgemeine Eindruck bleibt doch recht freundlich und die Temperaturen liegen dann bei 10 bis maximal 20 Grad örtlich. Wenn es auch ein bisschen länger sonnig bleibt, gibt es auch bis zu 22 Grad. Der Sonntag wird uns viel Sonne bringen. Es sind dann zum Nachmittag nur noch harmlose Wolken unterwegs. Und das Ganze dann bei 12 bis maximal 24 Grad. Dieser Trend wird sich dann auch in der kommenden Woche fortsetzen. Sodass wir gerade zum Montag und zum Dienstag hin relativ viel Sonne bekommen werden. Das Ganze dann bei maximal 24 Grad. Und danach wird sich dann diese Großwetterlage wieder mehr in Richtung Wechselhaftigkeit umstellen. Das heißt, das Hoch, was wir aktuell haben, das zieht ein bisschen weiter zum Atlantik raus. Wir kommen in eine eher nordöstlichere Strömung. Das heißt, zum einen die Temperaturen könnten sich daraufhin wieder etwas zurückziehen. Sodass wir dann so etwa 20 bis 23 Grad bekommen. Und dazu kommt halt eben noch, dass gerade in der Höhe relativ kühle Luft einzückern würde. Das bedeutet dann Konvektion, also es entstehen dann mehr und mehr Schauer und Gewitter. Das Ganze soll sich dann nach dem aktuellen Trend auch bis in den Anfang vom Juni reinziehen. Das ist natürlich alles sehr spekulativ, aber zumindest ist das, was die Muster der Großwetterlage aktuell anzeigen und da können wir dann durchaus mal gespannt sein, wo sich dann das Ganze hinbewegt. Was wir aber festhalten können ist, es wird sehr wahrscheinlich nicht so trocken weitergehen, wie es derzeit ist. Für die Natur natürlich gar nicht so schlecht. Ich wünsche euch auf jeden Fall ein schönes Wochenende. Genießt gerade das Wetter am Sonntag und wir hören uns dann nächste Woche wieder zum Wochenendwetter. Also bis dann. Ciao, ciao. Mehr Düsseldorf-Wetter gibt es im Wetterstruksi-Blog. Jens-Strucks.blog Das war der Rheinpegel für diese Woche. Wenn ihr uns, wenn ihr mir eine riesengroße Freude machen wollt, dann abonniert diesen Podcast überall, wo es ihn zu abonnieren gibt. Bewertet ihn mit Punkten, mit Sternen, mit Daumen, mit allem, was geht. Und teilt ihn. Erzählt jemandem davon, der Düsseldorf liebt oder viel besser, der das gefälligst noch lernen soll. Mein Name ist Tasia Kormann. Ich danke euch fürs Zuhören. Bis zum nächsten Mal. Tschüss.