Latest / HOW IT STARTED - mit Lars Behrendt / Es ist vorbei! Amir Kassaei über die Zukunft der Werbe- und Kreativbranche
Transcript
- 0:04How it's sold. Schönen guten Abend.
- 0:13So, heute haben wir mal ein geiles Thema, war ein richtig
- 0:15provokantes Thema, dieser Podcast heute heißt es ist
- 0:19vorbei und zwar geht's um die goldene Ära der Werbung, die
- 0:24großen Kampagnen, die bunten Bildchen, die lustigen
- 0:26Headlines, die Agenturhelden, die kann Palmen und das alles
- 0:30ist nämlich jetzt Geschichte. Und ich habe immer bei mir,
- 0:33nämlich Amir Casajo für mich, und das ist kein Gelobpudel,
- 0:38bist du einer der Vordenker der Branche.
- 0:40Ich komme auch gleich darauf, warum kurz vorgestellt, Du warst
- 0:44Chief Creative Officer bei DDB, hast Kampagnen für Volkswagen
- 0:48und was nicht alles gemacht, also wirklich große
- 0:51Werbegeschichte geschrieben, was was Präsident beim ADC hast,
- 0:55auch was auch beim. Bei diesen Juroren in Cannes und
- 0:59so weiter hast aber dann irgendwann den Mut gehabt, das
- 1:02auch alles mal hinter dir zu lassen und auch sehr, sehr
- 1:04kritisch zu hinterfragen. Du bist gerade auf Ibiza,
- 1:08genießt das geile Wetter und heute reden wir mal darüber, wie
- 1:15sich die gesamte Branche verändert bzw abgeschafft hat,
- 1:17Stichwort es ist vorbei und wir reden ja über den Mut mal neu
- 1:22anzufangen, das wäre so das Thema für heute.
- 1:24Cool 1000 dank, dass du mich dabei haben willst.
- 1:27Freu ich schon auf. Jeden Fall.
- 1:29Du bist mal wieder aufgefallen, weil du auf linkedin jeden jeden
- 1:31dritten Artikel kommentiert bist.
- 1:33Es ist vorbei und ich dachte so ahhhh, es ist doch wirklich
- 1:39genau der Punkt okay ich. Meins nicht, ich meins nicht
- 1:42negativ, also ich meins nicht fatalistisch, aber darüber
- 1:45können wir ja reden. Ja, es ist ja schon so.
- 1:48Ja, also du hast mal schon vor ewigen Zeiten, es ist bestimmt
- 1:52über 10 Jahre her, da hattest du mal gesagt, Werbung ist tot.
- 1:56Und irgendwie ist sie seitdem nicht so richtig reanimiert
- 2:00worden, oder? Nee, ist schon länger her, sogar
- 2:03ist fast schon 20 Jahre damals in meiner Funktion als ADC
- 2:06Präsident bin ich ja damals mit einem Programm angetreten und
- 2:13ein Teil dieses Programms war, dass wir eigentlich viel
- 2:16kritischer auf das schauen sollten, was wir in der
- 2:19Kommunikationsdienstleistungsindustrie. Als Produkt herstellen
- 2:25beziehungsweise wie unser Geschäftsmodell aussieht, weil
- 2:28ich gesagt habe, auf lange Sicht wird das Ganze eine Commodity
- 2:31sein und wir müssen überlegen, wie wir unsere Kreativität und
- 2:34unsere Erfahrung und wissen in einem ganz anderen Kontext
- 2:38einsetzen. Vielleicht war es damals zu früh
- 2:41oder vielleicht habe ich aufgrund meiner impulsiven Art
- 2:45die Leute vor dem Kopf gestoßen. Lange Rede kurzer Sinn, ich bin
- 2:50da nach. Einem Jahr war ich dann als ADC
- 2:52Präsident bin ich ja zurückgetreten, habe dann auch
- 2:55öffentlich sehr viel Kritik anstecken müssen, teilweise
- 3:01unter der Gürtellinie, und das war 2008 / 2009 und leider hat
- 3:07sich meine Prophezeiung nicht nur bewahrheitet, in einem Punkt
- 3:11hatte ich unrecht, dass es viel, viel schneller ging, weil was
- 3:14damals keiner wusste ist. Also erstens einmal.
- 3:19Grundsätzlich ist das Geschäftsmodell eine Commodity,
- 3:21das heißt, du kannst sozusagen jeder Hecke plus -5% weniger
- 3:24oder günstiger kaufen, aber was damals keiner wusste oder keiner
- 3:28vorhergesehen hat, war dieser ganze technologische Fortschritt
- 3:30und dann mit dem mit dem Aufkommen von KI hat das Ganze
- 3:35eine Geschwindigkeit aufgenommen, die ist
- 3:37exponentiell und die ist auch nicht mehr aufzuhalten, also
- 3:41zumindest. Was die alte Welt der
- 3:46Kommunikationsdienstleistungen betrifft.
- 3:49Du hast damals, ich weiß enorm viel Gegenblick bekommen, aber
- 3:53ich habe das damals hier komplett gefeiert und ich
- 3:57erinnere mich noch, dass es, glaube ich, 2010 gewesen.
- 3:59Da habt ihr auch aus der Omnikom, wo du ja heute auch
- 4:02wieder bist. Da habt ihr damals Hubble
- 4:06Innovations gegründet. Erinnerst du dich daran?
- 4:08Da gab es so eine Aussage, grobe Richtung.
- 4:12Klassische Werbung löst nicht die Probleme von heute.
- 4:14Wir brauchen andere Antworten, so ungefähr in die Richtung ging
- 4:17das damals, du glaubst gar nicht, wie sehr wir das gefeiert
- 4:20haben, aber wir waren ja damals schon innovationsagenturen,
- 4:23mussten uns immer erklären, ne, weil die Kunden kamen immer zu
- 4:26uns und haben gesagt, ja, ihr seid eine Werbeagentur, wieso?
- 4:28Nee das? Ist doch.
- 4:29Klar, wir machen also eigentlich sind wir Ingenieure und wir
- 4:34mussten immer erklären, was wir machen und so weiter und ich war
- 4:38wirklich erschrocken und erstaunt, dass damals euer.
- 4:41Hubble ist ja irgendwann nicht mal mehr oder weniger von der
- 4:43Bildfläche wieder verschwunden. Ja, ich glaube, ich glaube, der
- 4:45Ansatz war richtig. Die Idee war richtig und das
- 4:48Konzept, nämlich wegzugehen von Kommunikationsdienstleistungen
- 4:52und versuchen, deine Kreativität in Konglomerat mit mit anderen
- 4:57Experten dafür zu nutzen, um wirkliche Businessprobleme zu
- 5:00lösen, so, das war so in einer Nutshell die Idee, ich glaube,
- 5:04wir waren zu früh dran, ich glaube auch teilweise ist es
- 5:09auch schwierig, wenn du. Also ehemaliger Werber auf
- 5:11einmal bei einem CEO auftauchst und erzählst.
- 5:13Ich bin kreativ, auch und geil aus Mc Kinsey, dann schmeißen
- 5:17sie dich eher raus, als dass sie dich ernst nehmen, also die
- 5:19Glaubwürdigkeit, ich glaube war damals nicht da oder es ist eine
- 5:24der großen Hürden, glaube ich, diesen Sprung zu machen, dass
- 5:27man die, dass man die Glaubwürdigkeit hat und das
- 5:31Vertrauen genießt, dass man eben nicht mit Hokuspokus daherkommt,
- 5:35sondern wirklich auch mit mit etwas substanziellem.
- 5:39Ich glaube, damals war es zu früh, weil der
- 5:43Kommunikationsdienstleistungsmarkt auch sehr gut funktioniert hat
- 5:46noch. Ich glaube, es könnte einer der
- 5:49Wege sein, wie sich Agenturen oder Firmen im Bereich Marketing
- 5:54verändern sollten, wird nicht der einzige Weg sein, weil ich
- 5:58glaube, was spannend ist, ist, wenn wenn das alles irgendwann
- 6:03einmal nicht mehr funktioniert und wir werden es eher früher
- 6:06als später sehen. Muss man ja was Neues auf den
- 6:10Trümmern ja hinstellen und das Spannende ist, was wird das sein
- 6:14und was ist denn das Geschäftsmodell dahinter, weil
- 6:17solange solange wir im Kapitalismus und in
- 6:19Marktwirtschaft leben wird es Marketing geben und solange es
- 6:23Marketing gibt braucht man Partner die auch Marketing und
- 6:27Business Probleme lösen glaube ich wirklich.
- 6:31Wann war dieser Punkt, weißt du? Also wir haben ja lange auch als
- 6:36Dienstleistermodus gearbeitet, immer wieder festgestellt,
- 6:40sobald du etwas Kreatives tust und im Dienstleistungsmodus
- 6:46arbeitest, passiert irgendwas seltsames.
- 6:51In der Wertwahrnehmung hast du eine Ahnung wovon ich rede?
- 6:55Es ist total seltsam. Warum?
- 7:00Haben Agenturen so ein Riesenproblem, diesen Wert rüber
- 7:04zu bringen? Ja, weil, weil ich glaube, die
- 7:07meisten gar nicht, sich bewusst sind oder sich im Klaren sehen,
- 7:11was eigentlich sie für ein Produkt verkaufen.
- 7:14Also wenn du jetzt Leute aus Agenturen fragen würdest, was
- 7:16ist denn da ein Produkt, würden Sie sagen, ja, wir machen
- 7:18Kommunikation, aber Kommunikation zu definieren, zu
- 7:23bewerten, zu beziffern und den Kontext zu setzen, ist halt sehr
- 7:28schwierig. Wenn du aber hergehst und sagst
- 7:31ne ne, unsere Leistung ist, wenn du ein relevantes Business
- 7:34Problem hast, bringen wir dir eine Lösung und wir möchten
- 7:36nicht aufgrund der Stunden bezahlt werden wir damit
- 7:39verbringen diese Lösung zu finden, sondern wir möchten
- 7:41eigentlich aufgrund der Substanz der Lösung bezahlt werden, weil
- 7:45wir gleichwertige Partner sind und wir würden sogar so weit
- 7:48gehen, dass wir uns am Erfolg oder Misserfolg beteiligen.
- 7:52Bonus wie Malus, dann hast du ein ganz anderes Standing, Ich
- 7:56glaube. Ein Riesenproblem, was wir in
- 7:59den letzten 2030 Jahren hatten und immer noch haben, ist, wir
- 8:04verkaufen Stunden, also die meisten zumindest.
- 8:08Also ob jetzt die Großen sind oder die Kleinen sind, da mache
- 8:10ich keinen Unterschied und ich glaube, wir, die eigentlich
- 8:14jedem Unternehmen erzählen, wie sie ihre Marke pflegen und wie
- 8:17sie sich selber positionieren sollen, machen einen ganz, ganz
- 8:20schlechten Job, wie wir unser Produkt verpacken und wie wir
- 8:22unsere Leistung bewerten und wie wir unsere Leistung auch.
- 8:27Klar und deutlich positionieren weißt du, ich glaube, das ist
- 8:30etwas, was wir nie gut, also Schuster, Schuster haben die
- 8:33schlechtesten Schuhe, sagt man, und das ist bei uns
- 8:36kommunikationsdienstleistern wahrscheinlich ähnlich, ne.
- 8:40Das ist aber auch in unserer Branche, wir kommen ja noch ein
- 8:43bisschen mehr aus dem Engineering, genau dasselbe, ja
- 8:45die großen Firmen haben mit uns zusammengearbeitet auf
- 8:47Stundenbasis, wir haben versucht, innovative Dinge zu
- 8:51entwickeln, und ich sage es dir ganz ehrlich, manche Dinge sind
- 8:54am Kaffeeautomaten in 2 Minuten entstanden und.
- 8:57Und dann fängt man an, irgendeinen Quatsch sich zu
- 9:00überlegen, wie man denn das jetzt überhaupt noch
- 9:03wirtschaftlich verlogen wie bei den Kunden argumentiert.
- 9:06Warum man jetzt eine höhere Summe berechnen müsste und das
- 9:09ist was ähnliches, was ich auch in den Kommunikationsbranchen
- 9:11gemerkt habe. Die große Idee ist ja nicht was,
- 9:13was in einer Stunde oder in Stunden entsteht, sondern das
- 9:16kann durchaus irgendein Moment sein, wo Peng ist, da was, wo
- 9:19man sagt, Wow, da müssen wir weiter rein bohren.
- 9:22Und ich glaube, die Grundidee, das per Stunde zu bezahlen ist
- 9:25sowas von falsch wie es nur irgendwie sein könnte.
- 9:28Allerdings in der Zusammenarbeit mit Kunden, was ist?
- 9:33Wir können ja nicht vorweg garantieren, dass wir die große
- 9:37Big Bang Idee haben, wie kriegt man das hin, also wir haben da
- 9:42auch nie den richtigen Weg für gefunden.
- 9:44Nee, nee, ich glaube aber, das ist ja das unternehmerische
- 9:46Risiko, dass du eingehen müsstest, dass du sagst, ja, gib
- 9:50uns die Chance. Und nennen uns dein Problem und
- 9:52gib uns die Chance, ein bisschen Zeit darüber nachzudenken, ob
- 9:55wir mit einer anderen Art und von Herangehensweise und
- 9:59Lösungen um die Ecke kommen als das, was ihr intern oder mit
- 10:02klassischen Unternehmensberatern entwickeln würdet.
- 10:06Und wir glauben dann an diese Lösung so sehr sogar, dass wir
- 10:09halt wirklich am Erfolg beteiligt sein wollen, und da
- 10:13muss man natürlich auch wieder überlegen, das war auch eine der
- 10:16Herausforderungen bei Hubble. Wie setzt du denn dieses
- 10:19Geschäftsmodell auf? Also wenn du eine Lösung
- 10:21lieferst für ein Unternehmen, das keine Ahnung, den Umsatz um
- 10:253 oder 4% nach oben bringt oder einen bestimmten Markt
- 10:29erschließt, was vorher nicht da war, wie wie verifizierst du das
- 10:34und wie materialisierst du das und was für eine Bewertung
- 10:37packst du dahinter von von dieser Bewertung aus du.
- 10:41Sozusagen anteilig beteiligt sein möchtest.
- 10:43Das sind so all die Dinge, die man wahrscheinlich sich
- 10:46überlegen muss. Ich meine, wenn du dir anschaust
- 10:48im Bereich Industrie und Produktdesign gibt es ja schon
- 10:54seit Jahrzehnten Agenturen oder Designstudios wie Frogdesign
- 11:00oder wie Ideo, die ja mit Design Thinking arbeiten, wirklich über
- 11:05kreative Problemlösung nachdenken, aber auch die haben
- 11:09habe ich, glaube ich. Noch nicht so rausgefunden.
- 11:13Was ist denn das Monetarisierungsmodell dahinter,
- 11:16wie funktioniert denn das, wenn Ido um die Ecke kommt und keine
- 11:20Ahnung, Hyundai erzählt, wir haben die Idee für ein
- 11:24Elektroauto, das so und so konzipieren muss und kein
- 11:29Ingenieur von Kia drauf Kia drauf kommen würde.
- 11:32Wie funktioniert das also wie kann man das zur Realität?
- 11:37Also ich meine in Realität umsetzen und wie will man sich
- 11:40dann danach beteiligen? Was ist der Anteil dessen, was
- 11:45man gemacht hat, das ist halt super schwierig, ich glaube da
- 11:48da ist noch braches Feld, da muss man wahrscheinlich das Feld
- 11:51erst mal wirklich beaktern. Also wir haben ja genau das
- 11:53haben wir auch jahrelang probiert.
- 11:55Ne, der witzige Kehrdeffekt war folgender, bist du da irgendwo
- 12:00hingefahren, hatten keine Ahnung, eine Wahnsinns Erfindung
- 12:03nach unserem Ermessen Tasche haben das Ganze dann.
- 12:05Präsentiert neudeutsch Gepitcht, was aus der Werbebonachie
- 12:08bekannt ist. Und dann kam folgende Reaktion.
- 12:13Es war fast egal, wie groß oder wie wahnsinnig gut das war, was
- 12:17auf dem Tisch lag, die Kunden haben immer gesagt, das ist wow
- 12:20und derjenige, der das machen wird, der wird Milliarden damit
- 12:23verdienen Komma aber wir haben gerade ein ganz anderes Problem,
- 12:27wir könnten uns auch dabei helfen und so ist es.
- 12:30So ist zum Beispiel auch, also wir waren ja ganz ähnlich damals
- 12:33wie wie Hubble sich das so vorgestellt hat, waren wir auch
- 12:35positioniert. Wir haben fast kein einziges
- 12:39unserer Produkte wirklich vom Kunden landen können, sondern
- 12:43mussten dann wieder im Dienstleistungsmodus wechseln
- 12:45und dann die Sachen erfüllen. Die einzige Lösung, wie wir
- 12:49diese Sachen haben bauen können, war wirklich, dann gründen wir
- 12:52es aus, wir bauen eine eigene GB h, machen es selbst erfolgreich.
- 12:58Wieso ein Start Studio, das in Serien Sachen baut und dann
- 13:01irgendwann holen wir uns Beteiligung und so weiter und so
- 13:03weiter aber nicht jeder hat natürlich die die finanzielle
- 13:06Power 1015 20 Start ups in Serie zu bauen.
- 13:11Ne, aber ich glaube auch wenn du jetzt gar nicht so weit gehst,
- 13:14weil ich glaube, das wäre dann die das wo ihr seid oder wo man
- 13:17wirklich über Innovation nachdenkt, wäre für mich dann
- 13:20die die Krönung, wenn man jetzt einmal 3 liegen weiter
- 13:24runtergeht und sagt, was ist denn der nächste Schritt?
- 13:27Wie ich als Kommunikationsdienstleister.
- 13:30Und ich nehme einmal bewusst, dass den Begriff Werbeagentur
- 13:34raus, weil es ja nicht nur um Werbung geht, sondern um alles,
- 13:36was kommunikationsdienstleistungen
- 13:38ja abbildet. Ich glaube, wenn man hingeht und
- 13:40sagt, wir positionieren uns in Zukunft Richtung originäre
- 13:44Problemlösung, also es gibt ein Marketing Kommunikationsproblem,
- 13:48das wir lösen, und wir werden konzeptionell für diese Lösung
- 13:52bezahlt, aber Exekution ist nicht Teil unseres
- 13:55Geschäftsmodells. Weil ja die Exekution.
- 13:58Leider sehen wir ja immer mehr und immer mehr automatisiert
- 14:02wird und viel günstiger, viel schneller und viel besser
- 14:08wahrscheinlich auch gemacht werden kann als ein
- 14:12herkömmlicher Kommunikationsdienstleister ist
- 14:14glaube ich der erste Schritt wäre zu sagen, wir fokussieren
- 14:17uns auf die Konzeption und dann entscheiden wir je nach Pfeil je
- 14:22nach Projekt und je nach Aufgabenstellung.
- 14:25Mit dem jeweiligen Kunden oder Auftraggeber, wie die Exekution
- 14:29aussieht, ist die Exekution automatisiert.
- 14:31Ist die Exekution intern, ist die Exekution begleitet worden
- 14:38und so weiter und sofort. Ich glaube, das könnte ein
- 14:40Schritt sein nach vorne, wo man, wo man zumindest aus dieser.
- 14:46Als dieser Commodity zwang rauskommt, ein bisschen.
- 14:49Aber dann bist du extrem dicht dran an den ganzen
- 14:52Unternehmensbereitern dieser Welt und die haben ja auch ein
- 14:54schwerwiegendes Problem. Die haben ein massives Problem,
- 14:57weil wie gesagt das was ein, das war ja der Ansatz von Hubble
- 15:01damals und ich habe das gar nicht so arrogant gemeint, wie
- 15:04es rüberkam, weil ich gesagt habe, ich habe Hochachtung von
- 15:07den MC Kinseys und Boston Consultings dieser Welt.
- 15:09Definitiv, wenn du von der rationalen Business denke
- 15:13kommst. Aber was ihnen komplett fehlt,
- 15:16ist Kreativität, also Dinge von einer anderen Perspektive zu
- 15:20sehen, ein Problem so zu framen, dass das auf einmal anders
- 15:24klingt und eine andere Definition hat und die der
- 15:28Ansatz der Lösung von einer von einer eher intuitiv kreativen,
- 15:32innovativen Ecke kommt und nicht aus der klassischen.
- 15:36Business Expertise weißt du, was ich meine und was das Problem?
- 15:40Ist unser unser unser Running Problem in einer Tour zu
- 15:42erklären. Wer sind wir, wie oft haben wir
- 15:44erzählt, ja wir sind sowas wie kreative Problemlöser, dann
- 15:48nicken alle oder du merkst der leere Blick in den Augen
- 15:52signalisiert ihr eigentlich gar nicht, also seid ihr eine
- 15:53Werbeagentur. Genau, wir sind.
- 15:56Eigentlich Ingenieure. Ach so, ihr seid also die Karo
- 15:59Hemdtragenden, ihr könnt mir was basteln, Leute.
- 16:02Weißt du es? Ist Unpassbar schwierig?
- 16:05Dieses Schubladendenken ist so durchdrungen und und am Ende,
- 16:10was wir immer wieder festgestellt haben, sobald du
- 16:12halt mit größeren Firmen auch arbeitest, kommt ja noch ein
- 16:14ganz anderes Problem zum Tragen, nämlich das Problem der der
- 16:17Rechtesituation, also. Warum arbeiten wir denn?
- 16:21Im Dienstleistungsmodus und dieser ganze Stundenquatsch ja
- 16:25nicht nur deshalb, sondern weil ja auch uns am Ende des Tages
- 16:28das Urheberrecht. Erfinder legen würde, sprich in
- 16:33diesem Fall der in Anführungsstrichen, der der
- 16:35Dienstleister. Und das will natürlich zum
- 16:37Beispiel, wenn Du mit Nike oder was Verträge machst, die lassen
- 16:40das gar nicht zu, das heißt ja, du kannst denen so kreative
- 16:44Ideen ankredenzen wie du möchtest.
- 16:46Die sagen pauschal zu allem nein, weil sie sagen, im Zweifel
- 16:50müssten wir euch ja so hoch vergüten, für die für diese
- 16:54Schöpfung, die ihr da gebracht habt, das wollen wir gar nicht,
- 16:56also deshalb, wenn du mit uns arbeitest, dann darfst du
- 16:58maximal. Dienstleistungsvertrag
- 17:01unterschreiben am besten noch einen Rahmenvertrag mit 238000
- 17:04rechtlichen Klauseln und dann kannst du für uns gemäß unserem
- 17:09Briefing was erbringen. Aber ob das später mit der
- 17:10Wirklichkeit was zu tun hat, also nee, unserer Erfahrung nach
- 17:13überhaupt gar nicht, also in der Regel sind es nicht die
- 17:16Companies, die die die kreativen Steuern können, ich weiß nicht,
- 17:19wie du das Wahrnimmst, aber so ist es in der Regel, es ist
- 17:21definitiv. So, ich glaube auch, dass wenn
- 17:25man sich auf diesem Weg macht, müsste man wahrscheinlich.
- 17:28Auch den Markt sich genauer ansehen und sagen, wo wird sowas
- 17:34wie Innovation oder kreatives Denken oder Problemlösung
- 17:38wirklich gebraucht. Und das ist wie du sagst
- 17:41wahrscheinlich eher in den kleineren und mittleren
- 17:44Unternehmen, die ja wirklich existenzielle Probleme haben im
- 17:49Vergleich zu den großen Cooperations, weil wie du sagst,
- 17:52bei den großen Cooperations, auch wenn sie anerkennen, dass
- 17:55du ihnen einen Mehrwert bringst, können sie aufgrund ihrer
- 17:57Konstellation gar nicht so. So agieren, wie sie gerne
- 18:00hätten, weil sie halt gefangen sind in ihren Compliance
- 18:04Strukturen, Vorschriften und so weiter und so weiter unsere.
- 18:08Erfahrung mit dem mittleren Großunternehmen ist halt die,
- 18:12also wenn die sich schon auf dem Weg des Aufklages befinden, ja
- 18:14die ein echtes Problem haben, dann passiert keine Innovation
- 18:20mehr. Das Geschörte ist wirklich, dass
- 18:23eigentlich Innovation nur da stattfindet bei den Leuten die
- 18:27es gut geht. Also genau völlig
- 18:29kontraintuitiv. Wir sind bescheuert, ja, also
- 18:33der der ein riesen Budget hat, der macht es, aber der hat
- 18:36deshalb das riesen Budget weil er wirtschaftlich erfolgreich
- 18:39ist, auch umgekehrt der der es eigentlich machen müsste macht
- 18:41es nicht, das ist unsere Erkenntnis, völlig behämmert und
- 18:45Mittelstand hast du ja das Problem, dann würdest du ja
- 18:48häufig direkt mit der Geschäftsführung
- 18:49zusammenarbeiten. Es gibt in der Regel keine
- 18:53Ressourcen die dann auf Arbeitsebene mit denen du
- 18:56zusammenarbeiten könntest. Das heißt, du lieferst zwar
- 18:59irgendwas, aber dann müsstest du auch die komplette Exekution
- 19:02übernehmen und spätestens dann musst du dir die Frage stellen,
- 19:06dann könnte man es ja auch selbst machen.
- 19:07Sehr gut die. Frage die Frage stellt sich ja
- 19:11immer wieder, wie du sagst und das habt ihr ja selber am
- 19:14eigenen Leib erlebt. Wenn du wirklich mit einer
- 19:16innovativen Idee für eine Kategorie um die Ecke kommst.
- 19:20Die unternehmerische Frage ist ja, gebe ich das für 1,5 0€ ab.
- 19:25Oder ich glaube so sehr daran, dass ich eigentlich drumherum
- 19:28ein eigenes eigenes Startup aufbaue und versuche, das selber
- 19:32irgendwie zu realisieren und in den Markt zu bringen.
- 19:36Aber wie gesagt, das ist halt da sind dann so viele, so viele
- 19:40Hürden, da glaube ich als kleines Unternehmen und du musst
- 19:44so viel Rückgrat und so viel Geduld und so viel
- 19:47Beharrlichkeit besitzen, auch natürlich die Mittel, um es auch
- 19:51zu bestehen. Idealerweise ist das eine
- 19:54Kombination, idealerweise ist es die MC Kinseys dieser Welt mit
- 20:00ihren mit ihren Zugängen zu den Vorständen, Aufsichtsräten, die
- 20:03dann kreative, wahnsinnige, innovative Leute wie wir im
- 20:09Gepäck haben oder als Partner haben, die dann gemeinsam
- 20:12sozusagen was ganz anderes dort abliefern als das eine
- 20:16klassische Mc Kinsey Präsentation auch da wieder
- 20:19voller Hochachtung und Respekt. Also ich, ich möchte gar nicht.
- 20:22Despektierlich sein Leistung gegenüber
- 20:25Unternehmensberatungen, was mir halt dort fehlt und ich habe das
- 20:28ja so oft erlebt, diese ganzen Präsentationen, ist halt, das
- 20:32ist halt richtig, alles das ist rational, nachvollziehbar,
- 20:36substanziell wasserdicht, aber das ist halt nicht inspirierend,
- 20:41da fehlt halt das neue, das Progressive, und das ist das,
- 20:46wenn man das zusammenbringen könnte.
- 20:48Vielleicht muss man ja wirklich die beiden Welten in irgendeiner
- 20:50Art und Weise zusammenbringen, dann könnte das spannend sein.
- 20:53Weil hat mein Kinzi hat natürlich einen ganz anderen
- 20:56Hebel als jetzt, keine innovative
- 20:59Problemlösungsagenturen oder Start UPS oder Dienstleister und
- 21:03wenn du das zusammenbringen könntest, wäre das natürlich
- 21:06fast. Accentural da habe ich Ford
- 21:09gekauft und aber ich glaube, sobald du so ein Unternehmen
- 21:12dann kaufst und dann damit wieder versuchst an den Markt zu
- 21:15gehen. Das, das spürt man ja auch, das
- 21:17sind ja Kulturen, die Aufeinandertreffen, die ja in
- 21:19keinster Weise kompatibel sind, da ist ja maximale Reibung.
- 21:22Ja, also das ist ja das selbst bei uns ja schon so, dass zum
- 21:25Beispiel jemand Kreatives aus dem Bereich Konzept eigentlich
- 21:30mit dem Tecki mit einer Tür weiter nicht mehr sprechen kann,
- 21:33ja oder, oder, oder jemand, der Design ästhetisch veranlagt ist,
- 21:37dass wenn der zum Beispiel auch jemand trifft, der irgendwo auf
- 21:40das Engineering kommt, das sind, das sind 2.
- 21:42Völlig unterschiedliche Welt die würden im normalen Leben niemals
- 21:46ein Bier zusammen trinken, weil die einfach sagen, der ist jetzt
- 21:48nicht so. Die Klientel, mit der ich mich
- 21:50auseinandersetzen möchte und dasselbe im Prinzip, selbst wenn
- 21:55du es schaffen würdest, als MC Kinsey da sowas einzukaufen.
- 21:58Entweder braucht es einen kompletten Kulturwandel oder
- 22:00Transformation, aber ich glaube nicht, dass du es schaffen
- 22:02würdest. Wirklich?
- 22:04Kreativer Unternehmensberater in einer Rolle in einem Auftrag
- 22:07einen Kunden hinzukriegen, halt dir viel Spaß aus.
- 22:10Aber ich glaube. Das wäre halt die Chance für die
- 22:12für die nächste Generation oder für die Leute.
- 22:14Ja, die das ja neu aufbauen werden.
- 22:19Das ist ein anderes neues Berufsbild, also wenn man sich
- 22:22jetzt eine Geschichte der kreativen Werbung zum Beispiel
- 22:24ansieht. Ddb wurde gegründet, Ende der
- 22:2640er Jahre, und Bill Bernbach hat damals der klassischer Text
- 22:31da war, hat seine Leute auf der Straße gesucht, das waren
- 22:34Journalisten, das waren Maler, das waren.
- 22:37Postkartenverkäufer das waren das waren quer durch random
- 22:42Menschen, wo er das Gefühl hatte, die haben das Talent oder
- 22:46die Ingredienzien, die ich brauche, um kreative
- 22:50Kommunikation zu machen. Da bin ich total.
- 22:52Bei dir, das ist ja der Grund, warum diese ganzen Corporate
- 22:56Innovation Labs nicht funktionieren.
- 22:58Eine persönliche Meinung oder ihm vor die Füße zu treten.
- 23:00Aber du siehst ja wie in Serie Corporate Innovation Labs wieder
- 23:03abgeschlossen werden, weil sie weil die Ergebnisse ausbleiben,
- 23:06weil. Doch nicht so viel Kreativität
- 23:09startet, wie man das eigentlich geplant hätte.
- 23:12Meine Vermutung, weil es in der Regel halt ja ja Corporate Leute
- 23:15sind, die halt die Corporate Tabatur perfekt bedienen können,
- 23:19die Sprache gut sprechen und genau wissen, wie man Karriere
- 23:22in einem so einem Unternehmen macht, aber ob sie nun wirklich
- 23:23Innovatoren im klassischen Sinne sind, so wie du so beschrieben
- 23:26hast, Leute die Postkarten verkauft haben, das ist halt
- 23:29eine komplett gegenläufige Thematik, ne ja ja, aber.
- 23:32Wie gesagt, damit muss man uns ja auseinandersetzen, weil meine
- 23:34Theorie ist ja. Deswegen auch dieser, dieser
- 23:37Satz oder der Einteiler. Es ist vorbei damit meine ich
- 23:40ja, dass wir gerade in so einer Phase sind, wo diese alte Welt,
- 23:43in der wir gelebt haben und die funktioniert hat, auf fast jeder
- 23:47Ebene zu Ende geht, geopolitisch, wirtschaftlich,
- 23:51demografisch, und wir sind so in der Zwischenphase, wo die ganze
- 23:57alte Welt noch nicht ganz tot ist und die neue Welt noch nicht
- 23:59da ist. Und es ist schmerzhaft, weil das
- 24:03tut weh. Wenn man an etwas mit etwas groß
- 24:06geworden ist und an etwas sich festgehalten hat, was auf einmal
- 24:10durch die Finger zerrinnt kriegt kriegen die meisten Leute Angst.
- 24:14Aber ich glaube, und da bin ich beim Schumpeter, ich liebe ja,
- 24:17das ist ja mein Landsmann aus Österreich, beide der
- 24:21Wirtschaftsnobelpreis, dieses Jahr wurde ja vergeben an 3
- 24:24Jungs, die Ende Anfang der 90er Jahre die Theorie von Schumpeter
- 24:28weitergeführt haben und haben gesagt, Innovation ist nur dann
- 24:31möglich. Aufgrund von kreativer
- 24:33Zerstörung fast jeder Kategorie. Ich glaube also.
- 24:38Wenn ich das Ding dann höre. Ich hab jetzt versucht zu
- 24:42durchdringen, wofür ich jetzt diesen Preis bekommen habe.
- 24:44Ich hab eh eine ganz gespaltene Meinung zu preisende Worte, ich
- 24:48hab mir gedacht, Entschuldigung, die Erkenntnis die hätte ich dir
- 24:51auch zwischen Frühstück und und Mittagessen mal eben
- 24:53rüberschieben können, dafür braucht man kein das ist nee das
- 24:57war jetzt nichts. Nee, nee, aber aber ich glaube
- 25:00schon. Also ich glaube, die Theorie auf
- 25:02jeden Fall stimmt, dass du das alte System, du kannst es nicht
- 25:05zu Tode verbessern, weil irgendwann man das System halt
- 25:09einfach ausgedient hat und das alte System muss in irgendeiner
- 25:12Art und Weise kollabieren, damit du etwas komplett neues,
- 25:15Besseres hinstellen kannst. Das ist korrekt, in was in was
- 25:19für einen Zeitrahmen, in welcher in welchem, in welchem Kontext
- 25:22das ist natürlich steht auf einem anderen Blatt, aber ich
- 25:25glaube wirklich, wenn die Leute, wenn ich jetzt Anfang 20 wäre.
- 25:29Und ich würde jetzt leben und wäre am Anfang meines meines
- 25:33Lebens und meiner Karriere. Dann wäre das super spannend,
- 25:37weil eigentlich bricht ja gerade all diese Strukturen, die uns ja
- 25:41auch Hindernisse in den Weg gelegt haben, weil halt
- 25:44bestimmte Dinge kategorisiert waren, weil bestimmte Dinge mit
- 25:47Vorurteilen behaftet waren, weil bestimmte Dinge gar nicht
- 25:51gefragt waren, weil das alte System trotzdem funktioniert
- 25:54hat, wenn das zum Wanken kommt. Dann gibt es wahrscheinlich
- 25:57Hoffnung und Plätze und Möglichkeiten für was anderes,
- 26:01besseres, Neues, was halt eben auch anders, besser und neu sein
- 26:06wird als das, was wir kennen. Deswegen.
- 26:08Also ich bin ja eher positiv, ich sage ja, es tut weh, es tut
- 26:13richtig weh gerade, aber ich glaube, wenn man sich die
- 26:17Geschichte der Menschheit ansieht, mit Ausnahme vielleicht
- 26:19von 12 aus, damit ist das, was danach gekommen ist, war immer
- 26:22besser als das, was davor war. Und ich, oder da bin ich
- 26:25zweckoptimist, dass ich, dass ich denke, ja, es wird, es wird
- 26:29definitiv was besseres nachkommen, hundertprozentig,
- 26:32aber man muss erkennen, und das ist, glaube ich, die super
- 26:35Schwierigkeit, und es ist wahrscheinlich auch menschlich,
- 26:39dass das Alte nicht mehr funktioniert.
- 26:41Also ich bringe das immer so mit, der mit der Analogie von
- 26:44seinem Krebskranken, wenn wenn der Doktor dir sagt, du sagst,
- 26:47du hast Lungenkrebs und die einzige Chance, die du hast, ist
- 26:51Chemotherapie. Und wenn du das aber nicht
- 26:54anerkennst, wenn du nicht wahrhaftig sagst, ja okay alles
- 26:57klar verstanden. Ich habe diese Krankheit und es
- 27:00gibt diesen Weg, den ich gehen muss, wirst du halt nicht
- 27:02geheilt, wenn du sagst, ja, ich habe blumenkrebs, aber ich
- 27:05versuche es mit Aspirin und Vitamin C und das wird schon gut
- 27:08gehen. Diese Einstellung wird dich halt
- 27:11nicht zum neuen bringen, weißt du was ich meine, aber es ist
- 27:14menschlich an dem festzuhalten was so lange funktioniert hat.
- 27:18Und loszulassen ist halt super schwierig.
- 27:20Super sich selber in Frage stellen ist super schwierig,
- 27:23also inklusive dir und mir weißt du sich selbst das wo man mal
- 27:29glaubt in Frage zu stellen, das ist einfach wir finden.
- 27:32Aber auch den anderen, und die sind Schulden hier oben.
- 27:34Ja, das ist das einfachste, was es irgendwie gibt.
- 27:36Ich bin total bei dir, absolut ja, und das ist ja das.
- 27:38Was, was ja, was ja wahrscheinlich in meinem Fall zu
- 27:43so viel Unmissverständnis geführt hat.
- 27:45Und wofür ich so viel kritisiert wurde, weil die Leute gesagt
- 27:48haben, du Sägst auf dem Ast, auf dem du siehst, es ging mir gar
- 27:50nicht darum, jetzt die Industrie zu kritisieren, sondern ich habe
- 27:53mich ja selber hinterfragt, also das, was ich tue als kreativer
- 27:58in der Werbung, wieviel Substanz hat das, in welche Richtung
- 28:02musste ich das verändern, damit es Substanz hat, was machen wir
- 28:06denn für Sachen, die einfach falsch sind, Fake sind, zu
- 28:11nichts bringen. Und solange du das nicht
- 28:14kritisch betrachtest, kannst du ja auch gar nicht zu neuen
- 28:16Lösungen kommen. Aber es wurde halt immer in.
- 28:18In der Außenwahrnehmung wurde das eher so wahrgenommen.
- 28:21Ja das ist n Nestbeschmutzer Days Lord und der pöbelt rum und
- 28:26erzähl dir alles ich. Sag ich hab es nicht so
- 28:29wahrgenommen es. Gab sehr viel, also die
- 28:31Mehrheit, die Mehrheit der Leute und ich verstehe es.
- 28:33Also wie gesagt, die Reaktion verstehe ich.
- 28:35Lass uns mal kurz zur Mütze. Gehen als einer der wenigen
- 28:38sagt, Oh geil. Endlich mal eine Inspiration,
- 28:41ein Gedanke in eine andere Richtung.
- 28:43Nicht das 100. Thema noch mal, wie können wir
- 28:45jetzt alle Prozesse automatisieren, was wie können
- 28:48wir den Stunden der Fassung, oh Gott.
- 28:50Ja, ich. Meine, das haben wir ja alles
- 28:51hunderttausendfach gehört. Das hat mit Positionierung oder
- 28:54mit Denken in die Zukunft gar nichts zu tun gehabt.
- 28:57Also von daher, also es gibt durchaus welche, die dich 1000
- 28:59Jahre gefeiert haben für diese ganzen Aussagen absolut ja, aber
- 29:02ich glaube die. Mehrheit der Industrie hat
- 29:03damals natürlich, und das ist die Reaktion, kann ich
- 29:06nachvollziehen. Hat das eher als Angriff gesehen
- 29:09und nicht als ein Befreiungsschlag.
- 29:11Weißt du was ich meine? Siehst du was als Angriff?
- 29:15Wann ist er menschlich der? Mangel in dir.
- 29:19Selbst steckt, wenn du. Wenn du ja, ich hab das ja
- 29:23damals ja auch angeprangert und da wurde ich sogar damals vom
- 29:26GWA Präsidenten, der Lothar Leonhard, der hat mich in aller
- 29:29Öffentlichkeit komplett zerrissen, wo ich gesagt hab, wo
- 29:32ist denn die gesellschaftliche Anerkennung von
- 29:35Kommunikationsdienstleister. Also Berufsgruppe und als
- 29:38Industrie. Und damit müssen wir einfahren.
- 29:41Kennst du das das? Ranking mit Air ich glaube, wir
- 29:43sind an. Vorletzter Stelle.
- 29:44Wir sind an Vollwerber, sind an vorletzter stelle, sie hat ja
- 29:47einen Grund, es hat ja eine große.
- 29:50Versicherungsverkäufer? Genau, genau.
- 29:52Nee, nee, aber es hat ja einen Grund.
- 29:53Und wenn man, wenn man sich ehrlich ist, muss man ja daran
- 29:56arbeiten, weil ich finde ja immer noch, dass diese Industrie
- 30:00ja zumindest in den letzten 100 Jahren definitiv ihre
- 30:03Daseinsberechtigung, ihren Mehrwert ja geleistet hat.
- 30:07Diese Industrie hat sich dann zu sehr mit sich selber beschäftigt
- 30:10oder mit Dingen, die Halt unwichtig waren und hat
- 30:13irgendwie ihre, ihre Zielsetzung und ihr warum verloren.
- 30:17Komplett und leider durch Technologie wird vieles woran
- 30:22wir geglaubt haben halt obsolet werden, aber trotzdem heißt es
- 30:28ja nicht, dass man aufhören sollte irgendwie zu agieren oder
- 30:31zu existieren, sondern man muss ja wirklich einen anderen Ausweg
- 30:33finden, aber es ist schwierig, es ist wie gesagt.
- 30:36Ich habe gesagt, in meinem Buch auch geschrieben, lieber lieber
- 30:40unverstanden als feige, und das ist das, was ich halt damals
- 30:46geglaubt habe oder immer noch glaube, dass dass man eben
- 30:50aufzeigen muss, wo die Probleme sind, um gemeinsam versuchen,
- 30:54andere Lösungen zu finden, auch diese Durchhalteparolen, auch
- 30:58dieses, diese ganze Award und Auszeichnungs Arien, Wahnsinn.
- 31:06Diese Bubble Welt, das hat mit der realen Welt nichts mehr zu
- 31:09tun, hat auch das zu hinterfragen und zu sagen, das
- 31:12bringt uns ja nirgends hin. Weißt du was ich meine?
- 31:14Also die Argumentation war ja immer ja, wenn du einen
- 31:18Kreativpreis gewinnst, dann rekrutierst du bessere Leute
- 31:21oder du kriegst besseres Neugeschäft, das stimmt ja alles
- 31:24nicht, also aus meiner Erfahrung, ich hatte keinen
- 31:28Neugeschäftserfolg aufgrund der Löwen, die ich in Cannes
- 31:31gewonnen habe, das interessiert da draußen niemanden.
- 31:34Und, und, und. Diese Inflation hat ja hat ja
- 31:39auch Kreativität nicht gut gesagt, weil wenn jeder einen
- 31:42Preis gewinnen kann, wenn jeder kreativ ist, dann hat
- 31:45Kreativität keinen Wert mehr. Weißt du was ich meine, also
- 31:48wahre Kreativität in der. Innovationsbranche ist das so?
- 31:51Den Innovation Award, den kannst du kaufen und dann sehe ich
- 31:56immer, wie die, dann kennst du diese Orgelpfeifenwälder wo sie
- 31:58so nebeneinander alle stehen sind die.
- 32:00Und dann haben sie den Preis unterhalten und du weißt genau
- 32:03ja, okay hat jetzt 4000€ gekostet.
- 32:05Okay kann man noch für 1800,00€ Dazubuchen, herzlichen
- 32:07Glückwunsch. Ja das ist Lobby grauselig ja
- 32:11nein, aber das ist jetzt aber du hast ja gerade gesagt, die ganze
- 32:13Branche spricht von von Purpose, aber aber in Wahrheit, wenn man
- 32:17genau hinguckt, geht es eigentlich nur noch um Patches,
- 32:19also nur noch irgendwo hinrennen mit aller macht irgendwie
- 32:21kundengewinnen es ist so so inhaltslos geworden, oder?
- 32:29Ja, weil das Geschäftsmodell komplett erodiert.
- 32:32Also du kannst gar nicht mehr so viel Neugeschäft gewinnen, wie
- 32:34du Geschäft verlierst, weil noch einmal, wenn du, wenn du im
- 32:37Commodity Business bist, ist das Ende absehbar, weil wie gesagt,
- 32:43an jeder Ecke findest du irgendeinen, der dich um 50 bis
- 32:4670 oder 80% unterbietet und er liefert genau das gleiche
- 32:49Produkt wie du. Auch wenn du jetzt erzählst, ich
- 32:53bin jetzt pinker und der andere ist Router und der andere ist
- 32:55funkiger. Wenn man sich ehrlich ist, wenn
- 32:58du dir die auch Kommunikation weltweit ansiehst, ist das ja
- 33:03nicht so. Ich habe das letztens mit einem
- 33:04Ex Kollegen gesagt, ich bin ja seit fünfeinhalb Jahren in
- 33:07Rente, mache ein bisschen Beratungsgeschäft, aber nicht
- 33:10mehr viel, aber ich habe letztens mit einem alten
- 33:11Kollegen von DDB geredet, der war damals Präsident der Region
- 33:16Südamerika und der hat auch irgendwie so gesagt, Ja, aber KI
- 33:20und so, aber die werden, ich verstehe das alles nicht, weil.
- 33:24Das wird ja nie die menschliche Kreativität ersetzen.
- 33:26Und dann habe ich ihn gefragt. Aber wenn ich mir 99%
- 33:29Marketingkommunikation weltweit heute ansehe, sieht das ja jetzt
- 33:33schon so aus, als ob es von der Maschine kommt.
- 33:35Komplette. Mittelmäßigkeit machen wir uns
- 33:37ja, ja, nein, aber alles. Sea of Seamness und alles halt
- 33:41seelenlos, alles Inspirationslos und das muss ja, es kommt ja von
- 33:46irgendwo her, weil ich glaube nicht.
- 33:47Also ich unterstelle jetzt den Machern nicht, dass sie
- 33:49absichtlich scheiße wollen. Das glaube ich nicht.
- 33:52Ich glaube nicht, dass da Leute, die in der
- 33:54Kommunikationsindustrie sitzen, nee.
- 33:56Nee, aber aber. Aber es gibt ja schon ne gewisse
- 33:58Angst, auch negativ aufzufallen, dann machen die das nicht so,
- 34:01wie wer ist denn erfolgreich in der Branche?
- 34:03Ach ja, was weiß ich, nehmen wir die Ach die Kampagne, die war
- 34:06erfolgreich, lass uns doch was ähnliches machen.
- 34:09Ja so und schon denkst du so du hast recht.
- 34:12Du hast Recht und ich glaube, da kommt noch ein Aspekt dazu, was
- 34:15du gerade angesprochen hast. Diese Angst zu haben.
- 34:18Vor der Reaktion, weil natürlich, wie auch in einer
- 34:20Gesellschaft, in einer in einer Welt leben, wo du nicht mehr
- 34:27über Grenzen gehen kannst, ohne dass irgendwelche Gruppierungen
- 34:31oder irgendwelche Leute sich verletzt fühlen oder beleidigt
- 34:35fühlen, wo auch aufgrund der digitalen Infrastruktur und der
- 34:39Vernetzung die Reaktion innerhalb von Stunden da ist.
- 34:43Und ich glaube es viele. Deswegen hat alles.
- 34:45Weich. Weichgespült.
- 34:48Die Ecken und Kanten fallen weg, weil man halt Angst hat vor der
- 34:51Reaktion. Also man hat Angst.
- 34:52Und dann kommt so irgendwie Liquid Death, der nichts anderes
- 34:55macht, als Wasser zu verkaufen. Ja, und dann mit mit Schwangeren
- 34:58wir die irgendwie gefüllt, ja Wasser aus Dosen trinken, was
- 35:02aussieht wie Bier und Haut voll in die Kälbe und hat innerhalb
- 35:05kürzerer Zeit n gut Firmenwert von ich weiß nicht was für
- 35:08700000000 was aufgebohrt, keine Ahnung ist was völlig
- 35:10irrsinniges. Wo ich dann wieder denke, es ist
- 35:13noch nicht mal ein innovatives Produkt, es ist einfach nur
- 35:17fucking Wasser, sonst gar nichts und es ist nur Kommunikation und
- 35:22Mut und dann kommt irgendein Adobe um die Ecke, ja der sogar
- 35:25für die Braut und dann hauen die Kampagne raus, wo ich denke sag
- 35:27mal ist bei denen denn kaputt, wen wollen sie denn damit noch
- 35:31irgendwie erreichen? Es ist ja nur noch weißt du
- 35:34fremdschämenfaktor vielleicht, vielleicht ist das nicht noch.
- 35:38Nee, aber aber das andere Aspekt ist, finde ich, ja auch
- 35:41spannend, wenn du das jetzt aus der Makroperspektive ansiehst,
- 35:45leben wir in der westlichen Welt mittlerweile in in in Kategorien
- 35:49und in Märkten, die ja fast alle übersättigt sind.
- 35:52Also du sagst ja, jeder hat ja schon alles was man braucht,
- 35:56weißt du was ich meine, das ist ja auch, es ist zwar faktisch
- 36:00nur nicht so, wenn du das jetzt in Excel Tabellen umstellst,
- 36:03aber rein vom Gefühl her. Wenn man jetzt nicht in einem
- 36:07Bubble lebt, sondern mit normalen Menschen sich
- 36:09auseinandersetzt in der westlichen Welt gibt es fast
- 36:13keine Kategorie mehr, die nicht übersättigt ist.
- 36:17Das heißt, die einzige Weg raus ist ja Innovation, also du musst
- 36:21ja irgendein Problem lösen für die Menschen da draußen, das
- 36:25noch nicht gelöst ist beziehungsweise wo man
- 36:27behauptet, das zu lösen, und das finde ich natürlich auch
- 36:30faszinierend. Dass man, dass es ja nicht nur
- 36:33alleine um ein Gewerk oder um ein Craft oder um Exekution, um
- 36:37Marketing geht, sondern Grundsätzliches brauche ich denn
- 36:40im Supermarkt 18 verschiedene Joghurtmarken brauche ich das?
- 36:44Ich glaube nicht, ich brauche 5, die mir etwas bringen, was eine
- 36:49Joghurtmarke von gestern nicht bringen konnte.
- 36:52Was wäre denn die Herausforderung, auf was warten
- 36:55die Leute da draußen, gibt es irgendetwas, was ich für ein
- 36:59Problem, was ich lösen könnte, also unternehmen?
- 37:02Und dann glaube ich schon, dass die Leute auch dankbar sind,
- 37:05wenn du ihnen auch ein essentielles Problem auch lösen
- 37:08kannst. Ja, das meine ich.
- 37:09Gerade, oder dass wir vielleicht auch sogar aufhören, in
- 37:12Produktkategorien zu denken. Ja, vielleicht ist das ja gar
- 37:15nicht ein Produkt, was wir in Zukunft entwickeln, sondern
- 37:18vielleicht sind es ja Dinge, ich will vielleicht endlich mal
- 37:20wieder mehr Verbindung schaffen, mich besser fühlen lassen oder
- 37:25keine Ahnung, ja, also ich sage es dir ganz ehrlich, die die
- 37:28Briefings, die wir auch dann teilweise hier kriegen von von
- 37:31von extern und. Ist denke weil da braucht ihr
- 37:34keine Innovationsagentur. Klebt ein neues Etikett drauf
- 37:37und schreibt drauf Mango Sushi was weiß ich keine Innovation,
- 37:43das ist eine Varität, das ist eine neue Farbe, das ist eine
- 37:45neue Gebinde, das ist gar nichts, wir lösen damit keine
- 37:48Probleme, sondern das ist nur der der krampfhafte Versuch,
- 37:50irgendwo noch ein bisschen Umsatz rauszupretschen das kann
- 37:53es an der Ecke nicht sein, also das denke ich so, wenn mir wenn
- 37:56ich auf der Ebene was liefere leiste.
- 38:00Dann kriege ich auch entsprechend.
- 38:02Also wenn ich wirklich substanzielle Probleme löse,
- 38:04dann dürfte es eigentlich auch kein Problem sein, Budgets dafür
- 38:08zu finden und wirtschaftlich erfolgreich zu sein.
- 38:10Genau wenn. Diejenigen, die das das Erkennen
- 38:13und anerkennen, dass du wirklich damit ja auch wirklich alle,
- 38:16also zum Beispiel das Unternehmen in Deutschland
- 38:20gerade, dass es, ich glaube, die größten Herausforderungen vor
- 38:23sich hat, ist die Deutsche Bahn. Ich glaube, wenn du um die Ecke
- 38:26kommen würdest. Und den neuen
- 38:28Vorstandsvorsitzenden von der Bahn erklären kannst.
- 38:31Pass auf, ich kann jetzt nicht dein Schienennetz sofort
- 38:34revolutionieren und modernisieren.
- 38:36Ich kann auch deine Züge jetzt nicht auf dem technisch höchsten
- 38:39Niveau bringen, aber mir fällt irgendwas Kreatives ein, dass
- 38:42deine Züge gefühlt pünktlicher sind, als als dass sie gar nicht
- 38:48kommen und dass Du in der Interaktion mit deinen
- 38:51Fahrgästen ganz anders unterwegs bist und deine Erwartungshaltung
- 38:56korrigierst. Solche Dinge nachdenken, über
- 38:58solche Dinge nachzudenken, glaube ich, ist halt wo ich,
- 39:03dann lass es mal. Zunächst ganz konkret nehmen wir
- 39:07die Deutsche Bahn, das ist auch schon länger her.
- 39:10Wir hatten was für die, was das hätte gelöst.
- 39:13Ernsthaft sind wir auf die zugegangen, und die haben uns in
- 39:17einer Arroganz begegnet, das kannst du dir nicht vorstellen,
- 39:20also so, ja, wir haben 17 eigene Innovation Labs, wir brauchen
- 39:24euch da jetzt gar nicht, überhaupt nicht so ungefähr.
- 39:27So im Corporate Deutsch. Aber Angst simuliert dann so
- 39:29ungefähr ja, wo ich mir dann auch denke, OK und Jahre später
- 39:33gibt es immer noch nicht mal WLAN, ja was nicht funktionieren
- 39:35würde, geschweige denn denn ne Toilette oder irgendwie sowas.
- 39:37Ja genau also bin mir nicht so wirklich sicher ob man sowas
- 39:42überhaupt noch reparieren kann. Also meine Meinung heute ist
- 39:45ganz ernst einstampfen den ganzen Verein.
- 39:49Komplett ernsthaft. Von neuen Bauern.
- 39:51Alter was? Nee, nicht mal neu.
- 39:52Bauen. Ich bin überhaupt nicht mehr bei
- 39:54der Bahn, also vielleicht, weil ich da auch emotional ethisch
- 39:56getroffen war damals aber, sondern ganz andere Konzepte,
- 40:00Mobilität ganz anders denken, also wie kann es denn sein, dass
- 40:04wir so ein starres Konzept aus dem letzten Jahrhundert, wo, wo,
- 40:08wo Brücken gebaut werden müssen, jede Brücke kostet x Millionen
- 40:11und und Gleise, und das kann doch nicht ernsthaft eure Idee
- 40:15von Mobilität sein, also da hört es von mir komplett auf.
- 40:19Also, aber sowas kannst du natürlich nicht mit denen
- 40:21besprechen, die es die es betrifft ja natürlich immer
- 40:24versuchen wir, nein uns, wir haben die absolute Berechtigung
- 40:28und wir müssen nur die Politik der unserer und mehr und mehr
- 40:30Budget, nee mehr Budget rettet ja auch nichts mehr, selbst wenn
- 40:33die. Selbst wenn Sie.
- 40:34Pünktlich kommen würden das das Erlebnis des Bahnfahrens ist
- 40:38nichts, was ich in meinem Leben noch irgendwie haben möchte.
- 40:40Ja, das ist böse gesagt, aber das ist so, aber bist du ja mal.
- 40:43In Japan mal mit der Bahn gefahren.
- 40:45Ich es reicht. Ja, schon wenn du in der Schweiz
- 40:47bist, du nicht so wie ja, aber nein, aber.
- 40:49Japan ist für mich für mich so ein Beispiel, dass es doch
- 40:52vielleicht gehen könnte. Aber gut, das ist auch an
- 40:55Produkte, Kultur, der Mentalität und und des Landes ne.
- 40:59Ja, aber zum Thema aber zum Thema Mobilität ist eben
- 41:02spannend, weil wie gesagt, ich habe ja Ende der 90er Jahre habe
- 41:05ich ja smart betreut und Smart die Idee von Smart, also
- 41:08Automobil war ja genau das, was du gerade hier beschrieben hast.
- 41:12Das war, es ging gar nicht darum, ich kaufe ein Auto,
- 41:14sondern ich kaufe eine Mobilitätslösung, eine
- 41:16ganzheitliche, ein Ecosystem. Wenn du smart hattest, war die
- 41:20Idee, du kriegst überall Parkplätze umsonst.
- 41:23Du kriegst automatischen Anschluss, wenn du irgendwo hin
- 41:27musst, mit Bus, mit Bahn, mit Straßenbahn, mit Flugzeug und so
- 41:30weiter und so weiter das war halt leider auch wahrscheinlich
- 41:33zu früh und zu radikal und zu progressiv für viele und ist
- 41:39halt nicht aufgegangen. Ja, das ist ja das.
- 41:41Ist das, was ich leider in Deutschland sehr häufig
- 41:44beobachte. Wir haben vor über 10 Jahren für
- 41:47Volkswagen Automobiles fahren in Hamburg eingeführt, das ist 10
- 41:50Jahre seit 10 Jahren fahren in Hamburg autonome.
- 41:55Autonome. Fahrzeuge im Testbetrieb, wo
- 41:57natürlich auch ein Fahrer drin ist, der im Zweifel eingreifen
- 42:00kann, weil die richtige Reaktoren euch da denk.
- 42:02Ich mein Gott. Jetzt ist es in Silicon Valley
- 42:05Wirklichkeit und wir hätten so weit voraus sein können.
- 42:08Ob da wieder Mut, wo ist der verdammte Mut, das einfach mal
- 42:12durchzuziehen und diese Position auch wirklich wahrzunehmen.
- 42:15Stattdessen diskutieren wir uns wund über rechtliche Parameter
- 42:18und was nicht alles, ja das ist. Ich glaube auch ich glaube.
- 42:22Für viele Gründer ist es auch in Europa viel, viel schwieriger
- 42:25als in Amerika, weil der Grad von Wagniskapital ein ganz
- 42:30anderer ist. Also wenn du eine Idee hast.
- 42:33Kriegst du in Amerika locker 100 bis $200000000 zusammen mit der
- 42:37du dann wirklich durchstarten kannst, bis du in Europa 2000000
- 42:41zusammen hast, vergehen da 2 Jahre, weil weil auch die
- 42:44Mentalität und die Kultur eine andere ist.
- 42:46Leider ne. Ja, ja, ja, aber da gibt es dir
- 42:49auch gerade eine Riesenblase mit den ganzen KI Investments, die
- 42:52dich existieren. Ich verstehe also meine
- 42:54Vorhersage ist, da werden einige verdammt tief in die Röhre
- 42:56gucken am Ende des Tages, es wird ähnlich.
- 42:58Sein wie beim Internet. Ich glaube, the winner takes it
- 43:00all. Ich glaube, es wird am Ende.
- 43:02Ein einheitliches, ein einheitliches Operating System
- 43:05geben, also ein ein KI Modell, das weltweit Gültigkeit hat,
- 43:10egal, egal wo du bist, egal in welchem Kontext du das nutzt,
- 43:15aber bis dahin du hast recht, ich glaube die Blase wird
- 43:17platzen und dann werden viele viele die gerade so gehypt
- 43:20werden wie damals bei dem Bubble Anfang der 2000 er würde nicht
- 43:25mehr existieren, hat auch weh getan, aua.
- 43:31Ja, ja. Aber.
- 43:32Sag mal, lass uns noch mal Werbung ja, also wenn wir jetzt
- 43:36mal annehmen, würdest du sagen, also wenn ich Werbung noch im
- 43:41analog TV sehe denke ich teilweise kann es ja nicht wer
- 43:44es ist. Ist das der Spiegel der
- 43:46Gesellschaft? Also die Spots sind ja an
- 43:49Dummheit. Nicht zu übertreffen.
- 43:54Aber dass du überhaupt noch analog TV schaffst, interessiert
- 43:57mich und selten, weil manche Dinge.
- 43:58Demnächst. Und dann diese Unauthentizität,
- 44:01wo jemand völlig freudestrahlt, was ich einen Schokoriegel
- 44:05auspacke. Ich denke so, also entweder nach
- 44:07dem Kino Koks genommen oder was so so, so, so, so, so, so nimmt
- 44:12ja keiner irgendwelche irgendwelche Dinge zu sich, was
- 44:14ist da ja, also ist das der ist das der Spiegel.
- 44:19Ich glaube ich. Kann dir was erzählen.
- 44:21Ich meine aus meiner eigenen Erfahrung.
- 44:23Also wie gesagt, ich bin ja vor ungefähr 5 Jahren, bin ich ja
- 44:28damals freiwillig auf dem Höhepunkt bin ich rausgegangen,
- 44:31weil ich gesagt habe, nach 30 Jahren Werbung habe ich keine
- 44:34Energie mehr, keine Lust mehr beziehungsweise ich muss auch
- 44:37als Mensch wirklich bestimmte Dinge ändern, weil ich mich
- 44:40nicht mehr in den Spiegel schauen kann, und das war eine
- 44:42sehr bewusste und ich glaube im Nachhinein gesehen eine sehr,
- 44:45sehr gute Entscheidung. Ich bin letztes Jahr gefragt
- 44:48worden von meiner alten Agentur DDB, ob ich im Hintergrund
- 44:51helfen kann beim Kunden Volkswagen und es war im
- 44:55Nachhinein ein Riesenfehler, weil ich im letzten Jahr
- 44:59festgestellt habe, dass alleine in den letzten 5 Jahren, wo ich
- 45:02draußen war, diese Industrie sich komplett verändert hat und
- 45:06dass ich da überhaupt nicht mehr mich nicht wiederfinde.
- 45:09Also das ist eine andere Industrie geworden früher.
- 45:15Und noch einmal, ich sage jetzt nicht, früher war es besser also
- 45:17als Vergleich, und ich habe ja Volkswagen fast 20 Jahre
- 45:21Volkswagen gemacht, da wurdest du, da wurdest du respektiert
- 45:29und angesehen, also ein gleichberechtigter Partner, der
- 45:34auch der auch etwas in Frage gestellt hat und gesagt hat,
- 45:37Moment mal, aber das, was ihr gerade uns erzählt, Macht
- 45:39überhaupt keinen Sinn. Wir sollten über was anderes
- 45:42nachdenken. Und ich glaube, bei was in den
- 45:44letzten Jahren oder Jahrzehnten passiert ist in unserer
- 45:47Industrie, ist dieses auf gleicher Augenhöhe, ist weg, wir
- 45:52sind, wir sind bis zu einem gewissen Grad alle nur noch
- 45:55Sklaven und Befehlsempfänger geworden, die sich auch nichts
- 45:59mehr trauen, wahrscheinlich aus dem wirtschaftlichen Druck oder
- 46:03vor dem wirtschaftlichen Druck, dass es halt immer schlechter
- 46:06und immer schlechter wird. Du willst, du willst ja nichts
- 46:08riskieren. Also das sieht man auf jeden
- 46:11Fall in den Designs. Ein Auto, wo ich.
- 46:14Denke gut, die Belanglosigkeit habt ihr jetzt auf die Spitze
- 46:18getrieben, also nehmt vorne das Audi Schild ab, schraubt da weiß
- 46:21ich was ran und ich könnte dir nicht sagen es wäre jetzt kein
- 46:24nicht was den Sinn ja aber gibt es ja aktuell noch einen kleinen
- 46:28Gegentrend ich weiß nicht ob das mit Mercedes hier mal wieder nur
- 46:32eine Studie ja aber die zumindest mal eine enorme Welle
- 46:35geschaffen haben, einen mutigen Approaches.
- 46:39Gut Jaguar hat es ja auch irgendwie.
- 46:41Ob ich mir das. Auch garantiert.
- 46:42Mitbekommen? Nee, also ich meine.
- 46:43Worauf ich wirklich stolz bin in meiner Karriere, und das war ja
- 46:46einer der letzten Dinge, die ich gemacht habe damals in
- 46:48Barcelona, wo wir die Marketingagentur für Seat
- 46:51gegründet haben. Wir waren ja mit dabei, wie die
- 46:53Marke Cupra entstanden ist. Wir waren ja sozusagen
- 46:56Geburtshelfer der Marke Cupra und zumindest bei Cupra in den
- 47:01letzten Jahren war das immer die Intention, versuchen, einen
- 47:05anderen Weg zu gehen, Versuch, Versuch.
- 47:07Die Normen der Industrie zu brechen, nicht nur vom
- 47:10Produktdesign, sondern überhaupt, wie du auf die
- 47:13Menschen antrittst, was du überhaupt anbietest.
- 47:15Aber es ist halt Nische. Weißt du, das ist nicht, das ist
- 47:18nicht der Massenmarkt, es geht aber, wie gesagt, es ist halt,
- 47:22es ist schwierig, es ist wirklich schwierig, es ist
- 47:25schwierig, es ist nicht einfach, aber es ist die.
- 47:27Frage ob wenn du den Massenmarkt adressierst, indem du
- 47:30Mittelmäßigkeit produzierst, ob das nicht auf Dauer dann zum
- 47:35Auslaufmodell wird. Also das.
- 47:37Klar, ich glaub es nämlich eben nicht, dass ich auch, dass auch
- 47:40der Massenmarkt ich mein. Warum war jahrelang Porsche so
- 47:44erfolgreicher, weil einfach diese das das das 9 L war, der
- 47:47der der der der der der der absolute Heilige Gral der
- 47:51Automobil des Automobildesigns so einen Nimbus in sich getragen
- 47:55hat, dass das auf alle Subsachen wie ein Makan und was sie alles
- 47:59dann ging Zustände auf Straße rumgefahren sind trotzdem
- 48:02erfolgreich war. Es ist so meine Vermutung, oder
- 48:06wie siehst du das? Nee, nee, definitiv.
- 48:07Also wie gesagt, Massenmarkt heißt ja nicht minder
- 48:11qualitativ. Ich glaube wie du sagst, am Ende
- 48:14des Tages sind die Menschen viel intelligenter als die
- 48:16Entscheider es glauben wollen und am Ende des Tages
- 48:20entscheidet ja der Markt, ob du erfolgreich bist oder nicht und
- 48:24der Markt zeigt dir sehr sehr schnell, wenn du einen guten Job
- 48:27gedacht hast. Und der Markt zeigt dir sehr
- 48:29sehr schnell, wenn du einen schlechten Job gemacht hast.
- 48:31Und das ist ja halt. Das brillante finde ich an der
- 48:35freien Marktwirtschaft, in der wir leben.
- 48:37Dass am Ende des Tages die Leute da draußen und die Märkte das
- 48:40entscheiden und nicht in welche Gremien.
- 48:44Aber wie gesagt, es hat halt viel zu lange, glaube ich, der
- 48:46Mittelmaß funktioniert oder es funktioniert gefühlt immer noch,
- 48:50aber immer weniger ne und die Tendenz ist halt, wenn es
- 48:54draußen regnet und drinnen warm ist, noch warm ist, gehst du
- 48:57halt freiwillig nicht in den Regen, ne das ist menschlich ne.
- 49:01Aber da wird Strategie echt so zum.
- 49:03Deckenmantel der Belanglosigkeit ja, also dass man das sagt.
- 49:06Wir machen das, was alle machen, in der Hoffnung, dass das dann
- 49:08auch sicher weiterläuft. Groß, groß, der Podcast heißt ja
- 49:14How it started, du hast da wahrscheinlich schon 1000 mal
- 49:17drüber gesprochen und du hast glaub ich dein Buch auch drüber
- 49:19geschrieben, aber wie, wie ist es, wie bist du in diese Branche
- 49:23reingekommen, wie bist du da so erfolgreich geworden?
- 49:26Wieso hast du so einen Durchbruch gehabt?
- 49:30Magst du das mal? Kannst du das zusammenfassen?
- 49:33Definitiv also. Ja, kann ich gerne, aber
- 49:36definitiv hat das nicht mit dem Talent zu tun.
- 49:39Also weil ich habe, nein, das sage ich, das sage ich auch
- 49:42immer wieder, und das habe ich immer gesagt, es gab und es gibt
- 49:45viel mehr talentiertere Kreative in unterschiedlichen Bereichen,
- 49:51viel mehr Leute, die viel mehr Talent hatten an sich.
- 49:54Und ich bin ja zufällig damals in die Werbung reingerutscht.
- 49:57Ich habe ja irgendwann einmal, nachdem ich mein Studium
- 49:59abgebrochen habe, als Buchhalter in einem Grafikdesign Studio
- 50:02angefangen, und das war so meine Erste, meine erste Zusammenkunft
- 50:07mit dem, was angewandte Kreativität im Bereich
- 50:10Kommunikation war, weil vor meinem kleinen Kämmerchen, wo
- 50:13ich meine Rechnungen ein und ausgelegt habe, Buchhalter, das
- 50:16muss man mal kurz sagen, ja, ja, ja.
- 50:18Ich war Buchhalter und. Vor, also vor diesem Kämmerchen,
- 50:21wo ich drinnen saß. Saßen halt die ganzen Art
- 50:24Direktoren in diesem Grafikdesign Studio und haben
- 50:26all diese wunderschönen Dinge gezaubert.
- 50:29Damals auf den ersten Macs die Desktop Kunden, Desktop
- 50:33Programming und Design und ich habe das so faszinierend
- 50:37gefunden und bin da so reingerutscht so ab und dann war
- 50:41ich bei Kundenberater und dann habe ich immer mal gesagt Hey
- 50:44ich möchte gerne auch kreativ tätig sein und es hat sich
- 50:47ergeben ich glaube bei mir war es weniger Talent sondern der
- 50:51Wille. Und die die Hartnäckigkeit und
- 50:55vor allem der Mut, weil ich habe das, ich glaube, bis zum Ende
- 51:00hat mich der Mut nicht verlassen.
- 51:01Ich bin immer für mutige Entscheidungen gewesen, ich bin
- 51:04immer für mutige Schritte gewesen und ich habe immer halt
- 51:08riskiert und ich glaube, das hat auch natürlich mit meiner
- 51:10Lebensgeschichte zu tun, aber ich glaube, deswegen habe ich
- 51:14diesen Weg gemacht und habe diesen diesen Platz gefunden in
- 51:17dieser Industrie, weil es ja immer noch auch da wieder.
- 51:21Trotz aller Untenrufe ist eine der spannendsten,
- 51:26faszinierendsten, inspirierendsten Industrien, in
- 51:30der du theoretisch und praktisch tätig sein kannst, immer noch,
- 51:35weil es, eben weil du so schnell so viele Dinge lernen kannst,
- 51:39mit so viel brillanten Menschen zusammen bist und nie auslernst
- 51:46und nie das gleiche machst. Also.
- 51:48Die Grundfundamente sind schon geil, man muss halt nur auf
- 51:53diese Grundfundamente erst ein neues Haus hinstellen, aber
- 51:56klingt man doch ein bisschen zu einfach, also okay.
- 51:58Talentfrei, Haken dran. Danke.
- 52:03Danke. Nein, du weißt nichts.
- 52:05Mein Pass auf Dieter, wie hast du das?
- 52:07Wirklich geschafft also jetzt hast du gesagt, über immer
- 52:09wieder Mut, Mut, ja Mut, ich hab einfach alles.
- 52:12Riskiert immer. Also ich kann mich erinnern
- 52:14damals bei Spring und der KOB immer wieder neu angegriffen,
- 52:17immer wieder neu reingehen. Nie zufrieden gewesen.
- 52:21Nie zufrieden gewesen mit dem, was man erreicht hat und immer
- 52:23so den Anspruch gehabt weiterzukommen, besser zu
- 52:27werden, in eine Position zu kommen, wo man Dinge zum
- 52:30Besseren verändert, im Kleinen natürlich am Anfang und dann
- 52:32immer größer und immer größer. Und das hat mich halt immer
- 52:36begleitet, dieses Perpetuum mobile.
- 52:38Und wenn du mir damals gesagt hättest, kleiner Buchhalter, du
- 52:41bist irgendwann einmal der Nachfolger von Bill Bernbach und
- 52:43sitzt in seinem Büro in New York, hätte ich gesagt, Alter,
- 52:46lass die Pillen sein. Nein, nein, aber das ist, das
- 52:50ist unglaublich, aber ich glaube, das hat wirklich damit
- 52:53zu tun, dass ich einfach konsequent und habe versucht,
- 52:58immer wahrhaftig und mutig meinen Weg zu gehen, und ich
- 53:02habe nie aufgehört, ich habe nie aufgehört, es hat nie gereicht,
- 53:05also im Sinne von ok, jetzt ist gut, mal, weil jetzt hast du
- 53:08jetzt bist du Kreativchef einer kleinen Agentur oder jetzt bist
- 53:11du Kreativchef einer großen Gruppe in Deutschland.
- 53:14Es ging mir gar nicht um Karriere und Titel, sondern es
- 53:17ging mir immer darum okay wo musst du hin als nächstes, damit
- 53:20du Dinge verändern kannst, inhaltlich substanziell mit
- 53:24anderen Menschen größere, größere Räder drehen und weniger
- 53:29weniger halt postenschwacherei und und Geld und Karriere weißt
- 53:32du? Aber dann hast du nicht so die
- 53:34Endvision, oder? Sowas gehabt ja, sondern oder?
- 53:37Aber das klingt ja fast eher so, als wenn du schon so ein
- 53:39bisschen so innerlich getrieben bist oder so.
- 53:41Also innerlich bin ich definitiv getrieben und ich glaube mit.
- 53:44Mit in der Kommunikationsdienstleistung
- 53:47habe ich halt mein wie soll ich sagen, ja meine die
- 53:52Kanalisation, also die die Kanalisation.
- 53:55Dieser dieser, diese, diese Kraft gefunden.
- 53:58Also es war so eine Industrie, wo ich gesagt habe, all die
- 54:01Dinge, die ich kann. Und all die Dinge, die mich
- 54:03ausmachen, kann ich da reinwerfen und habe das auch
- 54:07gemacht. Und es hat offensichtlich hat
- 54:09diese Industrie das honoriert, oder mein Beruf hat das
- 54:12honoriert und hat meinen Werdegang bestimmt, aber wie
- 54:16gesagt, es gab keinen Masterplan im Sinne von, ich sitze mit 21
- 54:20und sage okay in den nächsten 30 Jahren werde ich folgendes tun,
- 54:22das gibt es nicht, ich glaube, das ist auch eine Illusion, ich
- 54:26glaube jeden, den du fragen würdest.
- 54:28Man kann keine ungefähre Ahnung haben, oder?
- 54:30Das Glück haben in jungen Jahren etwas zu finden, was einen
- 54:33fasziniert und was man, wo man gerne seine Leidenschaft dafür
- 54:37gibt, das wäre das Beste was, was dir passieren kann, aber wo
- 54:41es dich hintreibt, das kann dir keiner sagen glaube ich ne ja,
- 54:46aber interessant, also getrieben sein.
- 54:49Es gibt ja driven US US sprech positiv getrieben sein Russland
- 54:54negativ. Wo siehst du dein Pendel?
- 54:57Nee, Genie und Wahnsinn liegen ja ganz, ganz.
- 55:00Nah beieinander also ich habe natürlich auch die dunkle Seite
- 55:03gehabt in mir und habe die natürlich immer noch, aber wie
- 55:06gesagt, das ist halt, das sind die Wunden, die die, nee, nee,
- 55:10heilen, und das ist ja auch die dunkle Seite, ist ja auch ein
- 55:13Teil von dir, man muss das halt nur in Balance bringen
- 55:16beziehungsweise man muss versuchen, diese Energie und
- 55:18diese Leidenschaft eher produktiv einzusetzen und nicht
- 55:22destruktiv und. Ob das mir immer gelungen ist,
- 55:26glaube ich. Mensch, du bist auch jemand, der
- 55:28auch mal Zweifel hat, der sich. Auch mal ich mein, du wirkst ja
- 55:31sehr selbstreflektiert. Ja auch ne, sonst wärst du auch
- 55:33nicht diese Statements so rauszuhauen.
- 55:34Also ob diese Statements hast du ja auch schon gesagt, waren
- 55:37jetzt nicht dazu da um die Branche in Frage zu stellen,
- 55:39sondern du hast dich selbst in Frage gestellt, weil weil wie
- 55:42gesagt, es ging ja vor allem ich glaube.
- 55:44Wenn du nicht kritisch mit dir dich auseinandersetzt, wenn du
- 55:47dich selber nicht in Frage stellst, dann kommst du ja nie
- 55:50weiter. Wenn du denkst, du hast es
- 55:52geschafft oder du du. Alles, was du machst, ist
- 55:54richtig. Dann lernst du ja nichts dazu.
- 55:58Also jetzt als Individuum, als Mitglied einer Industrie oder
- 56:01als eine ganze Industrie. Ich glaube dies und es geht gar
- 56:04nicht darum, alles schlecht zu reden, sondern es ist aber nur
- 56:07kritisch zu hinterfragen, wo können wir besser sein, was
- 56:10machen wir falsch, was kann ich als Mensch anders tun, um
- 56:14weiterzukommen als Mensch, weil am Ende des Tages geht es ja,
- 56:17also ich bin kein gläubiger Mensch, glaube nicht an Gott.
- 56:22Aber ich glaube, am Ende des Tages, du hast ja dieses eine
- 56:25Leben und das Ziel kann ja nicht Geld, Karriere oder irgendwelche
- 56:32anderen, wie soll ich sagen, banale Dinge.
- 56:36Sein, sondern dass. Du als Mensch innerhalb der
- 56:39Zeit, die man dir gegeben hat, dich entwickelst und dann am
- 56:44Punkt kommst, wo du sagst, genau das offensichtlich was.
- 56:49Der Prozess und der Weg, damit ich dorthin komme, als Mensch
- 56:51mit all den Facetten. Und dann machst du die Augen zu
- 56:54und dann bist du weg und ich glaube, das ist, wenn man das
- 56:57immer vor sich hin trägt und immer sich selber hinterfragt
- 57:00und noch einmal, ich bin auch kein leider wahrscheinlich,
- 57:02leider, weil ich als Mensch nicht so bin, ich bin halt nicht
- 57:06der hanseatische Diplomat, also ich bin eher laut und ich bin
- 57:09eher provozierend und ich steige gerne Leuten auf die Füße und
- 57:13das kommt auch nicht gut an, du machst dir mehr Feinde als
- 57:16Freunde damit. Aber es ist auch meine Art.
- 57:18Also ich könnte mich jetzt nicht verstellen und jetzt den Joschka
- 57:22Fischer raushängen, das bin ich nicht, nee, aber trotzdem hast
- 57:24du ja erstaunlich gut tolle. Karriere hier hingelegt also das
- 57:27ist definitiv definitiv, definitiv.
- 57:29Also wie gesagt, das ist. Wunderlich jetzt billiger
- 57:32geworden. Nee, nee, das ist ein Wunder,
- 57:35aber auch da wieder. Wenn wenn ich jetzt sagen würde,
- 57:38ich wäre jetzt 22 wie damals Anfang der 90er Jahre und ich
- 57:43würde jetzt im Jahre 202522 sein.
- 57:47Mit all diesen Eigenschaften, die mich ausgemacht haben, würde
- 57:51ich, wenn ich jetzt per Zufall wieder in diese Industrie
- 57:55reingerutscht wäre, ich würde auch wieder anfangen, von unten
- 58:01auf mit voller Leidenschaft zu versuchen, immer an das Ding zu
- 58:05verändern, zum Besseren zu machen, an einem Punkt zu
- 58:08kommen, wo ich Dinge anders machen könnte.
- 58:10Und deswegen bin ich ja zuversichtlich, weil da draußen
- 58:12gibt es genug junge Leute. Die mehr Talent haben, mehr
- 58:17Leidenschaft haben, mehr Willen haben und diese Diskussion, die
- 58:20wir auch führen in meiner Generation oder in die bumer
- 58:22Generation, die vor uns sind, von wegen ja, die jungen Leute,
- 58:26die, die sind anders drauf, ja, ich hab auch Kinder, und die
- 58:28sind anders drauf, aber die sind in vielen Belangen und in vieler
- 58:32Hinsicht viel besser unterwegs, als wir es jemals waren, und wir
- 58:37hätten damals die Tools gehabt wie KI, wie?
- 58:39Social Media weiß nicht was alles ne ja OK bin ich komplett
- 58:43bei dir. Geil.
- 58:45Lass uns doch mal über die Zukunft.
- 58:46Reden. Ich meine wir.
- 58:47Hatten es ja am Anfang Gespräch. Ja wo glaubst du geht die Reise
- 58:51jetzt hin? Hast du da?
- 58:52Magst du eine vorhersage treffen, was ist also was ist
- 58:57das nächste Conliance also wo? Gibt es diese Branche überhaupt
- 59:03noch? Müssen wir uns komplett neu?
- 59:04Also ich glaube deswegen auch dieser Satz, es ist.
- 59:06Vorbei. Ich glaube, wir werden in den
- 59:09nächsten 5 bis. 7 Jahren erleben, dass diese Industrie in
- 59:14der Form, wie sie wie es existiert, nicht mehr existiert.
- 59:18Und zwar nicht, weil ich jetzt Doktor dumm bin oder irgendwie
- 59:21apokalyptische Gedanken habe, sondern es ist ein ganz normaler
- 59:24Prozess, es muss in irgendeiner Art und Weise dieses alte System
- 59:29in sich zusammenbrechen, dass die Beteiligten feststellen,
- 59:33okay, wir kommen da jetzt nicht mehr weiter.
- 59:36Und dann wird es hoffentlich wie damals vor 80 1900 150 Jahren
- 59:41eine Gruppe von Menschen geben, die verstanden haben, dass
- 59:48Technologie nicht der Feind ist und dass Technologie auch nicht
- 59:52originäre Kreativität ersetzen kann, aber Technologie mir dabei
- 59:56hilft, bestimmte Dinge zu erreichen, in einer Art und
- 59:59Weise, die ich wahrscheinlich ohne Nähe erreicht hätte.
- 1:00:03Und die würden was ganz anderes anfangen aufzubauen.
- 1:00:05Das werden die Vorreiter sagen, und die werden dann 5 Jahre
- 1:00:10einen Vorteil haben oder voraus an allen anderen.
- 1:00:13So ähnlich war wie damals DDB, das ist ja spannend, wenn man
- 1:00:16sich die Geschichte ansieht, alle großen Agenturen der
- 1:00:20letzten 3040 5060 Jahre, alle großen Werber sagen das
- 1:00:25Supernova war die Gründung von DDB und DDB war damals 10 Jahre
- 1:00:30allen voraus. Weil ihre denke, ihre
- 1:00:32Konzeption, ihre strategische Herangehens, weil es eine ganz
- 1:00:35andere war, dass das, was vorher existiert hat, und dann haben
- 1:00:39viele angefangen, das nachzuahmen, auf ihre eigene Art
- 1:00:42zu interpretieren. Und dann kam dieser Boomzustand
- 1:00:45und ich glaube, so ähnlich wird es laufen, es wird, es wird eine
- 1:00:49Gruppe von Menschen geben, die sagen, weißt du was, es reicht,
- 1:00:51jetzt mit der Jammerei, wir wissen, das alte funktioniert
- 1:00:54nicht mehr, lass uns jetzt einmal wagen und mutig sein und
- 1:00:58was ganz Neues hinstellen, und wir probieren es mal.
- 1:01:00Und das fruchtet dann wahrscheinlich dort.
- 1:01:02Aber es wird dann anfangen, Früchte zu tragen.
- 1:01:05Die Reaktionen werden da sein, der geschäftliche Erfolg wird da
- 1:01:08sein, die Anerkennung wird da sein, und auf einmal siehst du,
- 1:01:11oh okay, es kommt eine neue Welle, so sehe ich es zumindest.
- 1:01:15Aber was es konkret ist, wenn ich das wüsste, Halleluja.
- 1:01:19Dann musst du sagen, warum wir das geil, aber du siehst.
- 1:01:22Ja, auch aktuell. Social Media hat ja den Peak
- 1:01:25überschritten bei jungen Leuten, bei den bei den Bubern nimmt es
- 1:01:28immer noch zu, bei den jungen Leuten sind wir auf dem Abgang
- 1:01:30im Ast. Ich stell mir ja die Frage, ob
- 1:01:32es überhaupt noch Werbung überhaupt noch relevant ist.
- 1:01:36Also in Zukunft ich mein, bisher war es ja so, weil man ganz
- 1:01:40ehrlich ist, hat nicht das beste Produkt gewonnen, sondern das
- 1:01:43mit der besten Werbung, das war die, das hat die letzten 1020
- 1:01:46Jahre dominiert. Meinst du, da kannst du mal
- 1:01:49nochmal nochmal eine Umkehr geben, dass das ja, aber es
- 1:01:53stimmt was du sagst. Aber wie gesagt, wenn man jetzt
- 1:01:55an an Bernbach denkt und seinen Postulat und eine der
- 1:01:59großartigsten Zitate von Bernbach ist gutes Marketing für
- 1:02:04ein schlechtes Produkt ist schlechtes Marketing, weil dann
- 1:02:08mehr Leute wissen, dass es schlecht ist und ich glaube, und
- 1:02:12das ist, glaube ich, der Entscheidende.
- 1:02:17Gedanke nämlich. Wir haben uns viel zu lange
- 1:02:20darauf ausgeruht, dass wir mit Werbung oder mit Kommunikation
- 1:02:24mit Marketing versucht haben, fehlende Produktqualität zu
- 1:02:28kompensieren, und ich glaube, das funktioniert nicht mehr,
- 1:02:30weil wie gesagt vor dem Hintergrund, was ich gesagt
- 1:02:33habe, wie in vielen Kategorien übersättigt sind und die Leute
- 1:02:36auch nicht mehr dumm sind zu sagen, ja, ich kaufe mir jetzt
- 1:02:39die die nächste, keine Ahnung, Bullshit Version von was auch
- 1:02:44immer, nur weil es jetzt pink ist und nicht schwarz.
- 1:02:46Sondern ich glaube, wenn du hingehen würdest und deine
- 1:02:49Kreative da hingehen, da hingehen, Ansätze zu sagen, lass
- 1:02:52uns Kategorien revolutionieren, lass uns wirklich darüber
- 1:02:55nachdenken, wir sagen ja immer, wir sind Customer Centric, sind
- 1:02:59wir alle nicht, wissen wir, wissen wir denn überhaupt
- 1:03:03wirklich, was sind denn die essentiellen Probleme der Leute
- 1:03:06da draußen? Ich wollte irgendwann einmal vor
- 1:03:101020 Jahren wollte ich mal eine Studie machen, das sollte man
- 1:03:13wirklich tun, vielleicht müssen das andere Menschen tun, ich
- 1:03:15wollte mal. Nur damals in Deutschland in
- 1:03:18alle Dax Konzerne gehen und DAX Vorstände interviewen mit
- 1:03:23folgenden Fragen. Wann waren sie das letzte Mal in
- 1:03:25einem Supermarkt? Was kostet ein Liter Milch, wann
- 1:03:29sind sie das letzte mal in einer Straßenbahn gesessen, wann haben
- 1:03:32Sie das letzte Mal mit einem fremden Menschen in einer
- 1:03:34Einkaufsstraße gesprochen, wissen Sie welche Sorgen Ihr
- 1:03:38Nachbarn hat und ich schwöre es dir vor 20 Jahren wie heute
- 1:03:44Antworten werden Desaster. Weil die Halt in ihrer eigenen,
- 1:03:47komplett abgeschirmten Welt leben.
- 1:03:50Aufgrund ihrer Funktion und den also den Bezug zur Realität
- 1:03:53nicht verloren haben. Aber den Bezug zur Realität
- 1:03:57können Sie gar nicht haben aufgrund ihrer Rolle und
- 1:04:01aufgrund ihrer Funktion und da, das erzählt ja auch sehr viel,
- 1:04:04das erzählt ja auch sehr viel über das, was dann als
- 1:04:07Konsequenz da rauskommt, es gibt ja diverse Vorhersagen, dass es
- 1:04:11in Zukunft gar nicht mehr diese Konzernstrukturen geben wird,
- 1:04:13sondern es gibt ja diese Wette. Dass es bald das erste
- 1:04:16Unternehmen geben wird mit einem Mann, was im Milliardenbereich
- 1:04:20zumindest eine Bewertung oder Umsatz und nicht auch immer hat.
- 1:04:22Ja, und das spricht nur dafür, dass vielleicht einer von der
- 1:04:24Basis Zukunft die Chance hat, irgendwo so ein Problem zu
- 1:04:27sehen, was die Menschen wirklich bewegt, wo noch keiner das
- 1:04:31gesehen hat und er hätte jetzt die Chance als One mit Agenten,
- 1:04:35mit mit KI mit. Dropshipping einigen gewünschten
- 1:04:39draußen gibt selbst als One man Show so was aufzubauen, was
- 1:04:43einen ganz speziellen Pain löst und trotzdem Milliarden Umsätze
- 1:04:47macht. Ja glaube ich auch ja.
- 1:04:50Ich glaube aber, wir sollten noch weitergehen, finde ich.
- 1:04:53Wenn wir schon über Zukunft reden.
- 1:04:54Ich finde, wir sollten auch das kapitalistische System jetzt mal
- 1:04:59adjustieren und neu neu aufsetzen, weil ich finde, man
- 1:05:03sollte in Zukunft nicht mehr Unternehmen danach bewerten.
- 1:05:06Ob sie in einem Quartal plus, -3 oder 4% mehr Wachstum erzielen
- 1:05:10auf dem Excel Sheet, sondern was ist denn dein Beitrag für die
- 1:05:15Gesellschaft, was für einen Mehrwert bringst du den Menschen
- 1:05:17und eher die Unternehmensbewertungen?
- 1:05:18Danach gehen? Ich mein das ist jetzt Utopie,
- 1:05:21ich weiß aber in einer idealen Zukunft nicht danke Puls weil
- 1:05:27ich kann dir eine Sache sofort. Spiegeln 99,9% aller Briefings,
- 1:05:31die wir bekommen. Lassen Sie sich auf ein KPI
- 1:05:33zurückführen, und er ist Cash Umsatz.
- 1:05:36Punkt. Und selbst wenn es irgendwas
- 1:05:39wäre, wo wir da einen Impact mit erzielen, dann ist es doch so,
- 1:05:43dass an erster Stelle so genau immer die alten Kennziffern
- 1:05:46stehen, immer, aber man muss sich die Frage stellen, können
- 1:05:49wir alle noch wachsen und und das passiert jetzt auch durch
- 1:05:52dank KI das Unternehmen erstmals wieder schrumpfen bei gleicher
- 1:05:56Leistung ja, aber wer weiß es, also die Frage des Wachstums ist
- 1:06:03ja auch eine. Spannende und da ist eben die
- 1:06:04Frage. Schaffen wir es, den Sprung in
- 1:06:07Zukunft von einem quantitativen Wachstum zu einem qualitativen
- 1:06:11Wachstum, und ich glaube, das finde ich halt super, spannend
- 1:06:14im Sinne der nächsten Generationen, weil qualitatives
- 1:06:17Wachstum setzt ja voraus, und das ist jetzt nicht nur im Sinne
- 1:06:22einer grünen Energiewirtschaft und Nachhaltigkeit, sondern auch
- 1:06:28im Sinne einer richtig qualitativen Herangehensweise
- 1:06:32für Unternehmertum. Nicht immer mehr und immer mehr
- 1:06:35nimmt nicht immer alles mehr skalieren, immer billiger sein,
- 1:06:39sondern es geht gar nicht um die Menge, sondern es geht um die
- 1:06:43Substanz. Und ich glaube, wenn so was
- 1:06:45kommen würde und ich hoffe, dass es kommt, würde das auch einige
- 1:06:49dringlichste Probleme, die wir gerade haben lösen.
- 1:06:53Absolut. Absolut war das nicht.
- 1:06:56Ein wunderschönes Schlusswort finde ich super.
- 1:06:58Ja, also die Zukunft. Die Zukunft wird großartig,
- 1:07:01glaube ich. Wirklich.
- 1:07:02Da glaube ich auch ganz fest dran, ne, aber es wird halt.
- 1:07:05Gänzlich anders aussehen als das, was wir alle so kennen und
- 1:07:07die ganzen Systeme von Agenturen und selbst über große Companies
- 1:07:10werden aufbrechen. Das ist aber das ist nichts
- 1:07:13Schlechtes, weißt du was ich? Meine, du musst ja oft, ich
- 1:07:16meine, du hast das wahrscheinlich in deinem
- 1:07:17persönlichen Leben oft erlebt. Manchmal steht man ja vor so
- 1:07:21einer Situation, wo man das Gefühl hat, es geht nichts mehr
- 1:07:24und dann musst du halt diese Situation aufbrechen oder
- 1:07:28wirklich mit so einem Gewissen gerade 3 Schritte zurückgehen.
- 1:07:32Damit du das wieder siehst, mit einem klaren Verstand und dann
- 1:07:36den nächsten Schritt machst und dann ganz woanders landest, als
- 1:07:39du jemals gedacht hättest, dass du, dass du imstande bist.
- 1:07:42Ob es jetzt zwischenmenschliche Beziehung ist, Karriere ist,
- 1:07:46Familienleben ist, Persönlichkeitsentwicklung ist
- 1:07:49und ich glaube, wenn du das dann skalierst auf eine, auf eine
- 1:07:54Firma, auf eine Industrie, ist es ähnlich.
- 1:07:57Ich glaube, jetzt stehen wir gerade halt.
- 1:07:59Vor vor großen Herausforderungen.
- 1:08:02Und keiner sieht irgendwie mehr weiter.
- 1:08:06Und ich glaube, manchmal hilft das, wenn du das zu Ende gehst
- 1:08:09und diesen Schmerz erträgst und dann 3 Schritte zurück machst
- 1:08:12und sagst okay und jetzt machen wir mal einen Riesenschritt nach
- 1:08:15vorne, aber ganz anders, wir gehen einen ganz anderen Weg,
- 1:08:18auch wenn es am Anfang nicht klar ist ob es gut geht, aber
- 1:08:21deswegen leben wir ja alle, sonst wäre es ja langweilig wenn
- 1:08:25du meinst es geht nichts mehr, kommt her.
- 1:08:28Ja, genau. Es.
- 1:08:30Ist eine Weisheit, die. Ich in meiner Selbstständigkeit
- 1:08:32auch gelernt. Habe absolut absolut 100%.
- 1:08:35Es hat richtig Spaß gemacht mit dir sich mal über solche Themen
- 1:08:38auszutauschen. 1000 dank Dankeschön.
- 1:08:40Also man merkt du. Bist immer noch voll.
- 1:08:42Drin in dem Thema und ich bin gespannt auf das nächste Buch.
- 1:08:45Wenn das rauskommt, hat mir. Gut gefallen.
- 1:08:50Danke dir ein. 1000 dank. Dankeschön.