Latest / Fadegrad / Kunstgiesserei St. Gallen mit David Andermatt
Transcript
- 0:00Hallo zusammen und herzlich Willkommen zu einer neuen
- 0:02Fallergrat Podcast Folge Mein Name ist Gabriel Limhoff Ich bin
- 0:05auch ein Gastgeber und heute darf ich mich ins Hüttenberg pg
- 0:09hinter mir sind wir fürstenlandbrücke und ich mache
- 0:12mich auf den Weg. Die Kunstgiesserei St.
- 0:16Gallen ist eine Grosswerkstatt, die im Auftrag der
- 0:19Kunstschaffenden Galerien und Museen aus der ganzen Welt
- 0:23plastische Kunstwerke produziert und restauriert.
- 0:26Seit 1994 ist sie in der Halle von der ehemaligen Färberei im
- 0:30Sittertal Unterbracht Vatergrad. Der Podcast, der fragt, warum
- 0:38Menschen tun, was sie tun und wie sie geworden sind, wer sie
- 0:42sind. Ich bin jetzt hier angekommen
- 0:50bei der Kunstgösserei. Mir steht von David Andermatt,
- 0:54er begleitet uns heute durch die Giesserei, führt das durch und
- 0:58erzählt auch von seinem Zugang und seiner Beziehung zu diesem
- 1:02Ort. Wir reden ja auch von der
- 1:04Kunstgösserei und vom. Sitter Sückerwerk.
- 1:08Genau. Was ist der Unterschied, der
- 1:10Unterschied? Ist dass die Kunstgiesserei.
- 1:12Wirklich? Das wirtschaftliche Unternehmen
- 1:14ist das produziert und wirtschaftlich möglichst
- 1:17unabhängig ist und sitterwerk ist die Stiftung, die aus der
- 1:22Kunstgösserei hervorgegangen ist, wo sich aber, um vor allem
- 1:25die Hauptortbibliothek Fesselhaus, das sind die Gebäude
- 1:29hinter uns und Gastatelier und Materialarchive kümmert also.
- 1:36Schon eng miteinander verbunden vor allem durch die Geschichte,
- 1:38aber 2 eigentlich unabhängige Organisationen.
- 1:43Wie bist denn du zu dieser Kunstgiesserei gekommen?
- 1:46Ich darf jetzt ein ich. Habe nach der Matura nicht
- 1:53studieren wollen oder noch nicht wollen uns nicht den Kopf
- 1:56weitermachen, sondern körperlich arbeiten und dann ist Felix
- 2:00Lehner und ist der Gründer der Kunstgießerei.
- 2:06Das ist mein Nachbar, sie doch. Und dann habe ich ihn gefragt,
- 2:11ob er etwas zu tun hat und dann hat er gesagt, du, ja, komm doch
- 2:15mal, du könntest ein bisschen Stadt fahren und ein bisschen
- 2:18schaufeln, gut, und dann hat er mir eine Gisserei gezeigt, hat
- 2:23die Jury geführt, die haben die also nicht verstanden, wie das
- 2:27hier passiert, es hat einfach so zur Kenntnis genommen und erst
- 2:31im Nachhinein haben sie gesagt, aha, ah.
- 2:34Irgendwer macht die Kunstwerke, die Sachen, die Women stehen.
- 2:38Das machen nicht die Künstler selber, sondern das hat so ein
- 2:42technologisches Wissen, was es braucht, das muss man
- 2:45professionell machen, aber das habe ich erst viel später
- 2:48wirklich geschaut und meine Arbeit dann, wenn er mir geht,
- 2:51ist da in der Bibliothek gewesen, das ganze Areal war
- 2:55früher Fasser auf einer Färberei gewesen, total bis seit den 80er
- 3:02Jahren. Und es hat verschiedene Gebäude
- 3:05mit verschiedenen Aufgaben gehabt und das, wie jetzt
- 3:08Bibliothek ist das Gebäude da nebenzu es war die
- 3:10Wasseraufbereitung, also das Wasser aus der Sitte genommen
- 3:13wurde, dann gereinigt, gefiltert worden und auch das Prozess und
- 3:16so weiter und der Felix hat die Idee hier in eine
- 3:20Kunstbuchsammlung unterzubringen und hat einfach mal angefangen
- 3:25aus erwiesen und das war meine erste Aufgabe.
- 3:28Ich kann jetzt mal alles wissen wo er drin ist.
- 3:35Danke. Bitte David, Wo sind wir jetzt
- 3:38hier? In der Kunstbibliothek und dem
- 3:40Materialarchiv der Stiftung Sitterwerk genau also sind hier
- 3:45die Bücherband, sind die Momente und über 30000 Band Kunstbücher
- 3:53ist aus einer privaten Sammlung entstanden, von eigentlich nur
- 3:57über dem und dann immer wieder ergänzt worden.
- 3:59Auch die Sammlung von. Gründer von der Giesserei von
- 4:02Felix Lehner und andererseits ist er im alten
- 4:07Ersatzteillagerschrank der Saurer in Arbon sind die ganzen
- 4:12Materialmuster von Materialien, und das ist der Ort, wo ich
- 4:18angefangen habe, überhaupt zu arbeiten.
- 4:20Bei der Kunstgösserei. Also macht euch einfach einmal.
- 4:25Drinnen sind Maschinen gestanden für die Wasseraufbereitung, da
- 4:28ist ein grosser Tank gestanden mit irgendwelchen Granulatteilen
- 4:31drin und ich habe ein paar Flecks und einen Schweissbrenner
- 4:36und einen Stapler überkommen und dürfen wüten.
- 4:39Ist Daniel Rohner, der die Bücher gesammelt hat, dem muss
- 4:42sehr wichtig sein, dass die nicht einfach alphabetisch drin
- 4:45stehen oder noch Thema Bildhauerei Thema Molerei des 20
- 4:51Jahrhunderts usw geordnet werden.
- 4:54Hat sich immer gesträubt, hat niemand versucht, hat auch
- 4:56nichts geschaffen. Nein, nein, nein oder so.
- 4:58Und aus dem Problem aus ist dann aber eigentlich eine super
- 5:02Lösung entstanden und zwar hat man einen Roboter entwickelt und
- 5:05das sind die beiden Geräte, die da so über dem Büchergestell
- 5:08montiert sind und die fahren jede Nacht die ganze Reihe ab
- 5:14und jedes Buch hat dann eine fid Etikette drin und die
- 5:17Information freigibt, was das für das Buch ist.
- 5:19Und da weiß man, welches Buch ist, also man kann nicht
- 5:23schauen. Weil eine Etage und weil ein
- 5:25Laufmeter ist es, und man kann dort auch die Bücher einfach so
- 5:31reinstellen, wie man möchte. Und da entstehen ganz neue
- 5:34Beziehungen. Also wenn du ein Buch findest,
- 5:38suchst über den wertstoff Beton entsteht Nebenzu ein ganz ein
- 5:42anderes Buch, wo aber natürlich beim Führersuchen Halt darauf
- 5:46und es macht irgendetwas in den Kopf, wie könnte man das
- 5:52Verwindern, wie könnte das verbunden sein?
- 5:53Wenn wir mal schauen, irgendein Buch erst mal in den Garten von
- 5:59Büchern innen begehen, die Kunst und die Liebe.
- 6:04Nicki Ejan das ist wahrscheinlich nicki.de Saint
- 6:08und der Tangeli genau also am Bezug zur Schweiz.
- 6:14Ja, und dass der saß neben dem neben dem Buch steht, wo sich
- 6:19die Architektur ren Kohlhaas. Drölt das ist, das ist der
- 6:29Umschlag dieser Bibliothek, dass man dynamische Ahnung hat, so
- 6:36wie wir wissen, wahrscheinlich in unserem Kopf abgespeichert
- 6:38ist oder ein grosses Themenfeld ist, wie wie wir wissen,
- 6:43katalogisieren, wie Bücher etikettieren, Bücher und
- 6:46Menschen, was auch immer. Also wir gehen jetzt weiter,
- 6:52eigentlich in der Chronologie der Gisserei, aber weil du ja
- 6:55mit denen gewachsen bist, auch in deinem Leben, oder?
- 6:58Genau, ja. Nachdem ich da oder mehrere
- 7:01Dinge hier geschaffen habe, haben die Leute von der Gisserei
- 7:03kennengelernt, die da hinten arbeiten und ich habe dann,
- 7:07nachdem ich da 3 Monate ausgerupft habe, habe ich dann
- 7:11auch sie sich eingesetzt für mich und dann kannst du nicht
- 7:14einfach jetzt noch hier hinten Abbrucharbeiten machen, komm er
- 7:16soll doch noch und dann habe ich das Praktikum gemacht in der
- 7:19Gisserei nach 3 Monaten. Und du warst dann wie alt und?
- 7:22Interessante Zeitpunkt bin ich 19 in 10 ja genau, ja, das ist
- 7:28nicht da, gab das Gebäude da neben zu, da ist der, wo die Gys
- 7:32gemacht werden, die Formen gemacht werden und auch die
- 7:36Wachsmodelle. Danke, bitte.
- 8:02Hier sind wir in der Giesshalle die Kunstgiesserei hinter uns
- 8:05werden die Formen vorbereitet, um den Ofen zu stellen, die wir
- 8:10ausschmelzen, bevor wir es gießen können.
- 8:13Das sind die beiden grossen Öfen, wo die Formen drin stehen
- 8:16und auch in diesem Raum. Was wir neben Formen machen, das
- 8:20ist solche Decke. Und diese Materialien ist
- 8:23ziegelsand das Gleiche, das auf dem Tönisplatz ist, malen
- 8:29Ziegelsand als für einen feuerfesten Formstoffbestandteil
- 8:35kompliziert zu finden. Für die, die Wissen, wie der
- 8:38Prozess genau abläuft, wir eine Dokumentation über Kunstgießerei
- 8:43in Joe Notes. Und.
- 8:46Man kann das Gießen, das nimmt die Dämmung unter den Augen der
- 8:51Heiligen Barbara, die dort steht.
- 8:53Das ist der Schmelzofen und. Das.
- 8:55Ist Barbara die? Heilige Barbara gilt als
- 8:59Schutzheilige der Bergleute sowie von allen Berufen mit für
- 9:03gefährlichen Stoffen. Am Ende des dritten Jahrhunderts
- 9:07hat sie als Tochter von einem reichen Händler im Gebiet der
- 9:10heutigen Türkei gelebt. Der Legende nach hat sie selber
- 9:14über ihren Glauben. Sie war Christin und ihre Heirat
- 9:18entscheiden, weil sie sich einem Willen von ihrem Vater
- 9:22widersetzt hat, war sie von dem in einen Turm gesperrt worden,
- 9:26sie hatte aber fluchen und sich in den Felsspalten verstecken,
- 9:31dort ist sie jedoch von einem Hirten gefunden und dann
- 9:34verraten worden, ihrem Vater hat sie enthauptet.
- 9:39Und ist aber selbst vom Blitz getroffen worden.
- 9:43Seit Jahrhunderten erbieten Menschen ihren Schutz vor Blitz
- 9:48und Feuer. Habt ihr etwas Heiliges?
- 9:53Ja klar, das ist so ein Schutzpatron, den man den man
- 9:58braucht. Das Gewissen ist nicht immer
- 10:01kontrollierbar und vor allem bei den Objekten, die wir machen,
- 10:04die immer anders sind, braucht man auch ein bisschen Glück und.
- 10:08Gewissen Formen legen wir noch Blumen auf die Form, um ein
- 10:13bisschen Glück zu wünschen und dass sie da ist.
- 10:15Ja, das ist nicht einfach nur Dekoration.
- 10:20Bei uns intern ist es Barbie, die heilige Farbe.
- 10:26Ich überlege mir, gibt es eine Analogie, eine Beziehung
- 10:29zwischen dem Prozess vom Schmelzen, der ja sehr intensiv
- 10:33ist zum Leben, die. Bürger sind schon im Moment.
- 10:36Wo es ja im Leben auch gibt, wo man merkt, jetzt kommt extrem
- 10:42viel zusammen und jetzt ist es sehr wichtig, dass man das
- 10:46richtige Macht oder dass man wach ist, aufmerksam ist, weil
- 10:51es sonst einfach einer vorbeigeht, und das ist beim
- 10:55Gießen schon, also das ist der Moment, wo man die ganzen
- 10:58Vorbereitungen macht, alles muss funktionieren für diesen Moment,
- 11:04wo man giesst, man muss so. Heiß ist und man schwitzt und
- 11:08leben ist passiert, das auch, oder dass man in diesem Moment
- 11:10dann auch schwitzt, weil man nicht oder wenn man merkt, dass
- 11:16es sehr viel von dem Klingen, von dem Moment abhängig ist.
- 11:20Ich. Finde es spannend so die
- 11:24Kombination von dem heißen und wenn wir auch etwas gebären,
- 11:28vielleicht etwas vom Gebären. Und auch irgendwie die Demut,
- 11:32die mit ihnen geht. Und auch wir sagen, es hat mir
- 11:34Glück zu tun, also es ist nicht alles in unseren Händen und dann
- 11:37die Schutzpatronin. So etwas Heiliges ist vielleicht
- 11:41sogar eine Form von Gebetten, das ist ein bisschen mit dem
- 11:46aber. Nein, also ich würde es
- 11:49natürlich nicht gefällt nennen, aber es ist schon etwas total
- 11:54archaisches und die heißglüht Bronze also.
- 11:59Das erinnert dann auch an Lava oder an die Entferntagssunne der
- 12:04Hitze. Es hat schon etwas, das man fast
- 12:07das Gefühl hat, es geht zurück in Verbindung ist in dieser
- 12:11Zeit, wo die Welt auch aus Lava und ganz in den Anfang gesteckt
- 12:17hat und sich dem Bewusstsein, also den Prozess der Entwicklung
- 12:24der Menschheit Bewusstsein da. Hilft oder finde ich wichtig,
- 12:30dass man, dass man sich dem gut bewusst ist und in diesem
- 12:34Moment, wo man dann giesst und in die heisse grase
- 12:37hineinschaut, ja wird dann eigentlich so spürbar klar und
- 12:41man merkt, hey, wir sind jetzt eigentlich nur relativ kurz auf
- 12:45diesem Planet und haben so eine rasante Entwicklung hinter uns,
- 12:52ist ein Moment, wo man ein bisschen zurückgeworfen wird,
- 12:55auch wenn man weiß, dass schon vor 6000 Jahren Leute die
- 12:58Technik abgewendet haben. Also das Giese mit dem System
- 13:03Wachstumsschmelzverfahren, das ist 6000€, das erfüllt einem
- 13:09schon mit Demut. Ja was kann man für Sie sagen
- 13:11Sie? Haben jetzt gerade hier einen
- 13:12Prozess, der gelaufen ist. Wir dürfen ja mal da Firmen und
- 13:16Anfragen, was sie jetzt da genau machen.
- 13:17Ja, denke ich schon 3 mal. Schauen ich touristische und 12
- 13:21Jahre von der beiden Formhälften die Zähne können.
- 13:25Sieht man da in den 4 Teilen, wo man die genauen Tendenzen
- 13:29recherchieren kann und dort auch vielleicht genau denken kann, so
- 13:33dass man es nachher nicht gesehen hat.
- 13:36Wie viele Mitarbeiter sind ja. Insgesamt etwa 90 bei 90 Leuten,
- 13:42aber dann viel Teilzeit, bekommt man etwa auf 60 Vollzeitstellen.
- 13:48Und du bist jetzt in der Geschäftsleitung.
- 13:50Ja, genau, ich weiß, seit 5 Jahren glaube ich.
- 13:55Jetzt in der Geschäftsleitung. Ja, es merkt sich einfach auch
- 13:57so, wie vieles hier so im Fluss entwickelt.
- 14:01Also ich bin dann nach der Lehre noch ein paar Jahre da geblieben
- 14:05und dann habe ich doch auch St. Gallen verloren.
- 14:09Zuerst denke ich, ich mache es nicht wie alle meine Spänle
- 14:12bekannte, die sind dann alle, studieren irgendwo in der
- 14:15Schweiz oder in der Welt und ich habe von der Nähe, ich bleibe
- 14:17st. Gallen, bis ich dann irgendwann
- 14:19gesagt habe, nein, es ist doch, es ist doch relativ klein.
- 14:25Und dann mein Wunsch zum Weggehen.
- 14:28Und das ist gerade zusammengefallen mit dieser
- 14:31Zeit, wo die Giesserei einen Standort in Shanghai angefangen
- 14:36hat, aufbauen, weil ein grosses Projekt realisiert worden ist,
- 14:42wo wir da nicht hätten können, und dann hätte das Angebot auf
- 14:49Shanghai, wenn ich schon weggehe, ich habe.
- 14:51Gemerkt, du willst dann. Irgendwie noch weg also aus St.
- 14:55Gallenhausen, weil es auf die sehr klein, wirklich oder eng,
- 14:58was nicht das richtige Wort sind.
- 15:00Ja, ja, doch, es ist ja dann nicht so eine so eine grosse
- 15:03Stadt. Und dann habe ich gesagt,
- 15:06gekannt und gesehen gehabt und es es wiederholt sich jetzt doch
- 15:10recht oft und ja und dann die Chance auf Kinder zu gehen, da
- 15:16hat sich recht viel verändert bei mir, also muss jetzt erst
- 15:22mal die. Aus dem Kontext ausgenommen
- 15:27wird, wo Gesellschaft ist, weil ja immer grosse Fragen sind, wie
- 15:32beeinflusst die Gesellschaft einen was, was sind die Werte,
- 15:37die man automatisch übernimmt in einer Gesellschaft auch nicht,
- 15:40sondern es wird retten von Individualismus und dass jeder
- 15:43sich selber entwickelt. Aber wenn dann einmal dort bin
- 15:48ich dann nicht in der Stadt selber gewesen, sondern
- 15:50ausserhalb der Gösserei ist auch ausserhalb und.
- 15:53Es hat dort noch einen Kollegen von mir gehabt, Christian Meier.
- 15:56Und sind wir dort alleine gewesen, also alleine inmitten
- 16:01von einer Reginistikgesellschaft, wo man
- 16:05nicht keinen Zugang hat, weil man kein Chinesisch kann, dann
- 16:10kann man das einfach alles irgendwie mitbekommen, aber so
- 16:14verstehe, was denn jetzt anders ist da, da war extrem befreiend
- 16:20gewesen, also wirklich so etwas. Bewusst mir bewusst worden ist,
- 16:25wie, wie fest, dass dass man, wenn man da ist, automatisch so,
- 16:30dass man, ob man möchte oder nicht, davon gehört, dass etwas
- 16:33ist, das beeinflusst einen, man kann es gar nicht so genau
- 16:37auswählen. Natürlich kann man auch, aber
- 16:41wenn man mal losgelöst ist von dem ganzen und wirklich merkt,
- 16:45jetzt musst alles was du dir zuführen und aktiv auswählen.
- 16:51Und rundum die Schriftzeichen kannst du nicht lesen.
- 16:53Gerade hier verstehst du nicht ein Gespräch, das eben dir
- 16:57passiert, verstehst du nicht. Ja, das ist einfach so eine
- 17:03Erfahrung, die mit dem würde man sagen, Bewunderung gemacht hat,
- 17:09wie das funktioniert und dann also wie das funktioniert, wie
- 17:16Gesellschaft funktioniert, wie wie andere Kulturen.
- 17:20Wieso andere Kulturen anders sind wie kann man trotzdem
- 17:22zusammenleben? Und das hat dann dazu geführt,
- 17:25dass ich das Studium, er will machen Politikwissenschaften,
- 17:31und das war im Moment gesehen, ich habe einen Weg wie von der
- 17:34Geuserei, also Politikwissenschaften in Berlin
- 17:39und in Rom, die noch studiert haben, das war auch super,
- 17:42zwischendurch immer wieder für die Geuserei in China geschaffen
- 17:45habe als Studentenjob. Aber dann ein super Universum
- 17:50von Kontakt zu Kunst mit der Auseinandersetzung von Kunst mit
- 17:56der Realität und das theoretische, was das Studium
- 17:59bringt und die verschiedenen Orte Deutschlands, Italien und
- 18:06China. Würde mich noch interessieren,
- 18:09wie du auf Politik wissenschaftlich bist und was du
- 18:13für eine Beziehung gehst und irgendwie.
- 18:16Sind ja auch eine Bindung zwischen Kunst und Politik.
- 18:18Also ich habe das Gefühl, ganz viel Kunst ist ja politisch, ja,
- 18:21kannst du das so noch ein bisschen mitnehmen in der Welt
- 18:23und wieso das da bei dir Wichtigkeit hat?
- 18:28Zum Beispiel die Ungleichheit zwischen der Welt ist am
- 18:36Beispiel von China und an dem Ort, den ich geschaffen habe.
- 18:41Wirtschaftliche Ungleichheit, aber eben auch eine andere Art
- 18:46zu denken, wo man merkt, das sind ja nicht ganz andere
- 18:50Grundsysteme, wie die Menschen funktionieren.
- 18:54Wieso ist das so und Politikwissenschaften sind
- 18:57eigentlich schon so eine Disziplin, die das alles
- 19:00verknüpft mit dem Fokus, wie Leben die Menschen zusammen, wie
- 19:03schaffen die Menschen zusammenleben oder schaffen sie
- 19:06es nicht und wieso schaffen sie es nicht und.
- 19:09Natürlich wollte ich, dass dann hazaristen studieren.
- 19:11War es nicht so, dass ich dann alle die Antworten gehabt habe,
- 19:14sondern einfach noch viel, viel mehr fragen?
- 19:16Sie sind zwar präziser geworden, aber ja, was geholfen hat, ist
- 19:25durchaus präziser werden von diesen Fragen etwas präziser
- 19:27Bescheid wissen, was sind denn Sachen, die passieren auf der
- 19:32Welt, wieso das hilft dann auch zu viel Kunst verstehen, was
- 19:37sich mit denen beschäftigt und. Natürlich aufeinander neben ihm,
- 19:40aber es hat es hat sehr geholfen zum zum Verstehen was Kunst ist.
- 19:48Es ist nicht die Erkenntnis, es war nicht gewesen.
- 19:50Ich weiß jetzt, das ist das, was die Welt am funktionieren
- 19:55erhalten hat, das ist das, was ich mich darauf konzentriere.
- 19:57Ich habe mir überlegt, wie es auf tunfischritten, ich habe
- 20:01mich eigentlich fest mit ihm beschäftigt, mit der Tragödie
- 20:04von Allmenten, wie man das nennt, mit dem Ozean, einfach.
- 20:08Mehr oder weniger für alle zugänglich sind und einfach alle
- 20:10das Maximum rausholen, dass dann der Thunfisch bald verschwimmt
- 20:15und habe aber gemerkt, die Art von Auseinandersetzung mit der
- 20:19Welt, also entweder macht man dann so einen Maximismus, wo man
- 20:24irgendwie Schiffe stoppen und so, das wäre wahrscheinlich das
- 20:28Praktischste, oder es ist irgendein
- 20:31Vermittlungsverwaltungs. Job, wo ich gemerkt habe, das
- 20:34ist überhaupt nicht das, was mir liegt.
- 20:36Das ist viel zu trocken, theoretisch zu weit weg und zu
- 20:39dumm ist dann und die Kunst ist ist näher an dem.
- 20:42Kunst ist eine unmittelbarere Auseinandersetzung mit der Welt
- 20:47und ich mache es zwar nicht selber, ich bin kein Künstler
- 20:50oder wir sind keine Künstler, aber aber der Kontakt, den man
- 20:55da hat zu den Künstlerinnen ist dann auch noch einmal so
- 20:58praktisch, so nahe, dass man nicht.
- 21:02Nur über das Museum oder Publikationen, sondern wirklich
- 21:05mit den Künstlern. Man kann Fragen stellen, man
- 21:08kann mit denen etwas entwickeln, das Kunstwerk.
- 21:11Hast du insofern auch Ruhe gefunden?
- 21:13Mit diesen Fragen oder mit diesen, mit diesen Widerständen,
- 21:17wie die Welt sich gibt oder entwickelt?
- 21:22Ja, ich glaube schon. Es hat wahrscheinlich auch mit
- 21:26damit zu tun, dass man einfach älter wird und.
- 21:29Einen Umgang findet mit dieser Unruhe aber auf die andere Seite
- 21:38zu wissen, was man nicht will machen und das auch nicht muss
- 21:42machen, das hilft viel zum ruhig werden zu wissen, dass dass mir
- 21:49der Ort viel bedeutet, dass mit ihren Menschen viel bedeutet,
- 21:52dass die Arbeit sich nicht wie. Es mühsam anfühlt, sondern es
- 21:59dürfen da da hat geholfen. Und ich, also ich glaube nicht,
- 22:05dass ich in der Beschäftigung mit diesen dramatischen Themen
- 22:12glücklicher geworden wäre, weil es gibt ja nicht aus dieser
- 22:18Perspektive ganz speziell tun für wenig Fortschritte, sondern
- 22:22eigentlich fast nur schlechte Nachrichten und.
- 22:29Das ist vielleicht ein bisschen ein wegschauen, aber für mich
- 22:38persönlich ist es ja, ist es wichtiger zu können, mich mit
- 22:45Etwasem beschäftigen, das mich Freude macht.
- 22:48Es ist weglegen von meinem Ort, aber auch hinschauen zu einem
- 22:50anderen Ort vielleicht, oder und wo du auch einen Ort, wo du
- 22:53vielleicht bewirken, hier jetzt in dem Seitenwerk in der
- 22:56Kunstgösserei würdest du sagen, was hat dir geholfen, so auch
- 23:05deinen Weg zu gehen und auch das Gespür oder zu merken, wo du
- 23:09angehörst. Ich glaube es.
- 23:17Es ist vor allem das Umfeld, also Menschen, wo da oder an
- 23:24einem anderen Ort gewesen sind, wo ich gemerkt habe, da passt es
- 23:29irgendwie, und dann eigentlich so ein bisschen aufgehoben sein,
- 23:38nachdem man auch ein bisschen länger.
- 23:42So in die grossen Städte gehen, das sind genau die Momente, wo
- 23:45man auch ganz alleine ist und das Ganze selber aufbauen, aber
- 23:50dann zu merken, dass man vielleicht doch nicht der Typ
- 23:53ist, wo so ein einsamer Wolf ist, sondern dass man, dass es
- 23:59so viel Kraft gibt, wenn man gute Menschen um sich herum hat,
- 24:06es wäre dem fast egal, was man wirklich macht, aber wenn man
- 24:09irgendwie miteinander arbeitet und.
- 24:14Es kann ein gutes Gefühl geben, dann ist das, dann ist das das
- 24:22vor allem, also es gibt dann natürlich speziellere Figuren
- 24:26und, wie meine Mutter gesagt hat, das ist der richtige Ort
- 24:32hier, und dann mach doch das. Mein Vater wollte zuerst sagen,
- 24:37ja, Sicherheit ist nicht, du musst doch studieren, du hast
- 24:39doch matura gemacht. Oder den jemand, der da
- 24:46gearbeitet hat, der mich einfach fasziniert hat und gewusst
- 24:52hätte, dass das wirklich auch inspiriert hat.
- 24:55Eigentlich so. Zum Abschluss, wenn wir jetzt
- 24:58auf die Welt schauen, wo doch ein Wandel ist und vielleicht
- 25:01auch eigentlich die nächste Jagd, wie gehst du mit dem um
- 25:06und wo siehst du? Die Aufgabe von uns, von uns als
- 25:10Gesellschaft, wo du siehst, vielleicht die Aufgabe von der
- 25:12Kunst. Ich möchte diese Frage offen
- 25:15lassen im Sinne von, wie gehst du auch mit dem um?
- 25:25Das ist immer so die Versuchung zu noch einmal genauer
- 25:31verstehen, weil er möglichst viele Informationen hat, um
- 25:34möglichst Bescheid wissen, also das, was man eben eigentlich.
- 25:38Analytisch würde machen, wenn man das professionell, so wie
- 25:42man es im Studium lernt, macht. Das hat dafür ein Moment bei mir
- 25:48zu einer Überforderung und nicht zu, also nicht zu einem, nicht
- 25:54zu einem guten Resultat, und das ist mein, wieso viele anderen
- 26:03auch. Der Fokus ist sich auf sich
- 26:06selber zu. Besinnen und was kann man selber
- 26:11bewirken im Umfeld, wo man kann, wirken also jetzt jetzt gerade
- 26:16unten, aber auch allgemein, das sind immer so hepathetisch, aber
- 26:25dass man wirklich Liebe ausstrahlt oder sich bewusst
- 26:32ist, dass das das einzige ist, was irgendwie dazu führt, dass
- 26:36man. Miteinander umgehen dass das
- 26:39Wichtigste ist, sein, ist sein und das andere.
- 26:43Und da setzt der Kunst auch oft auseinander oder nur so den ganz
- 26:50simple kreativen Akt, dass man aus aus einem nicht irgendetwas
- 26:56arbeiten kann und tonklumpe oder irgendein Objekt nehmen und
- 26:59anfangen zu gestalten. Also wenn es jetzt eine Skulptur
- 27:02ist oder mit Farbe etwas zu machen, wenn es, wenn es ein
- 27:05Bild ist. Dass das schaffen etwas ist, wo
- 27:09wir Menschen einfach machen können und wo unsere grösste
- 27:14Qualität ist, also dass man wirklich, dass angesichts so
- 27:18viel Zerstörung und so viel schlechter Energie, Hass und so
- 27:24weiter Kunst genau da ist, wo. Wo einem anderen Weg zeigt.
- 27:29Man kann natürlich auch etwas zerstören und das als Kunst
- 27:33zeigen, aber mit der Absicht zu sagen, was Zerstörung ist und
- 27:38und was es für eine Bedeutung kann haben und da jetzt gerade
- 27:45verbunden mit mit den Sachen, die wir vorher schon
- 27:49angesprochen haben, dass es mit so einer.
- 27:52Mit einem alten Traditionshandwerk verbunden ist
- 27:55mit etwas, das einem die Naturkräfte erinnert, wenn man
- 27:58Metall schmelzt und so weiter ist etwas anderes, das hilft,
- 28:02dass man so ein bisschen demütig ist und man eigentlich rausgeht
- 28:06aus dem aus dem Riesenchaos, das man manchmal wahrnimmt und
- 28:10merkt. Es ist eigentlich eine
- 28:13Momentaufnahme, die vielleicht ganz schlimm ist, aber wenn man
- 28:16rauszoomt und merkt, die Welt gibt es seit.
- 28:20Millionen, Milliarden Jahre. Es hat sich das alles so
- 28:24entwickelt zu einem Ökosystem, also es ist so etwas
- 28:30wunderbares, und das sollte eigentlich genug Grund sein, um
- 28:35irgendwie so ehrfürchtig zu sein, dass man dem Sorge dreht
- 28:40und dann einen Sorge dreht. Dank Moldaf für das Gespräch,
- 28:45für das Führen durch. Kunstgießerei und auch durch das
- 28:49Leben, wo ja mit diesem Pest verworben ist.
- 28:52Dann können auch euch für uns zulassen und zuschauen.
- 28:56Es ist 10 Jahre, hier ist jetzt die Pause losgegangen und wir
- 28:59haben den David dafür verabschieden.
- 29:01Ich bin sehr beeindruckt von diesem Ort, auch vom David, von
- 29:04seiner ruhigen Art und was hier alles zusammenkommt, ist eine
- 29:06wahnsinnig gute Energie da unten und irgendwie ansteckend.
- 29:10Die ruhige Art von David. Vielleicht habt ihr auch eure
- 29:15angesteckt und ihr habt den Podcast genießen und den
- 29:18Videocast. Danke fürs Zuschauen und
- 29:20zulassen. Für mehr Informationen unter den
- 29:23ersten Link zu der Kunstspüßerei und zu den Videos, die wir
- 29:25darüber bekommen haben. Gebt uns doch eine gute
- 29:27Bewertung auf Spotify, schicke unser Feedback auf
- 29:30info@vaddergrad-podcast.ch ja bis bald danke fürs Zuschauen
- 29:37und zulassen ciao zusammen.